Finanzen
02.12.2019 - 16:18 Uhr
Zitat von FCK-Tribun
Ich verstehe deinen Punkt. Allerdings weiß ich nicht, wer entschieden hat, im vergangenen Sommer die bereits abgesegnete Kapitalerhöhung *nicht* zu ziehen.
Ich verstehe deinen Punkt. Allerdings weiß ich nicht, wer entschieden hat, im vergangenen Sommer die bereits abgesegnete Kapitalerhöhung *nicht* zu ziehen.
Meines Wissens war das der Verein, der seine eigenen Anteile nicht weiter verwässern wollte.
Beste Grüße
Lullaby
Zitat von Josh_Simpson
Das werden wir auch immer tun, solange wir ein Zweitligist sind. Wo wir wieder bei der strategischen Ausrichtung wären. Nochmal ich behaupte wer Ansprüche stellt, muss auch auf der anderen Seite bereit sein zu investieren.
Das werden wir auch immer tun, solange wir ein Zweitligist sind. Wo wir wieder bei der strategischen Ausrichtung wären. Nochmal ich behaupte wer Ansprüche stellt, muss auch auf der anderen Seite bereit sein zu investieren.
Naja - es ist eben schon ein Unterschied, ob ich jedes Jahr ein Defizit in Millionenhöhe fahre und daher zwingend auf Mehreinnahmen durch Spielerverkäufe oder sportliche Erfolge angewiesen bin, um überhaupt auf "0" rauszukommen. Oder ob ich eben weitestgehend solide durchplanen kann und alle Sondereffekte im Grunde 1:1 in den Kader oder das Umfeld stecken kann.
Wir fahren eben ein Defizit, weswegen bei uns kein "organisches Wachstum" stattfinden kann. Wenn wir einen Spieler wie Ache verkaufen, dann haben wir eben nicht den Spielraum, die uns die reine Ablöse liefern würde. Und wenn wir eben keinen verkaufen können, fehlt das Geld komplett.
Genau aus dem Grund hätten wir auch diese Saison zwingend in die erste Liga gemusst. Dieses ganze Gefasel vom "organischen Wachstum" ist völliger Blödsinn, da uns dafür die grundlegenden Mittel fehlen. Entweder man schafft es durch eine disruptive Saison wie in diesem Jahr, oder man dümpelt eben 10+ Jahre in der zweiten Liga rum, bevor es wieder nach unten geht.
Zitat von Josh_Simpson
Man hat es am Ache Transfer gesehen. Du kannst wenn du Verhältnismäßig viel Geld in die Hand nimmst und auf Umstände wie Charakter achtest, einen extremen Input erzielen. Das gleiche haben wir ja auch mit Boyd damals in Liga 3 gemacht.
Man hat es am Ache Transfer gesehen. Du kannst wenn du Verhältnismäßig viel Geld in die Hand nimmst und auf Umstände wie Charakter achtest, einen extremen Input erzielen. Das gleiche haben wir ja auch mit Boyd damals in Liga 3 gemacht.
Du "kannst" - richtig. Das ist aber eben ein Konjunktiv.
Genauso gut kannst du auch richtig Pech haben und der reißt sich das Kreuzband. Oder es geht dir wie vielen Spielern bei Schalke, beim HSV, bei der Hertha oder anderswo, die genau das seit Jahren versuchen - mit eher überschaubarem Erfolg.
Natürlich "kann" dir ein höherer Geldeinsatz auch mehr sportliche Klasse bringen. Aber das kann eben auch nach hinten losgehen - siehe Mause. Auf der anderen Seite retten uns aktuell eher Schnäppchen wie Sirch, Krahl oder zuletzt Tomiak die Bilanz, während die absolute Masse der für Ablöse transferierten Spieler die Erwartungen eher nicht erfüllen konnten.
Bevor ich also jetzt von millionenschweren Investitionen in irgendwelchen Steine für das Amateurstadion oder sonstige "Luxusausgaben" träume, sollte man ggf. eher gezielt in die unmittelbare Konkurrenzfähigkeit investieren. Also vor allem im Bereich Scouting.
Zitat von Josh_Simpson
Passt es aus eurer Sicht zusammen, einen Aufstieg irgendwie erzwingen zu wollen und auf der anderen Seite Investitionen die dafür nötig wären nur im geringem Maße zu leisten?
Passt es aus eurer Sicht zusammen, einen Aufstieg irgendwie erzwingen zu wollen und auf der anderen Seite Investitionen die dafür nötig wären nur im geringem Maße zu leisten?
Was sind denn nur "geringe Maßen"?
Laut SPI wollte man - Interview aus dem Februar letzten Jahres - in 4-5 Jahren um den Aufstieg mitspielen. Gemessen daran liegt man deutlich vor dem Zeitplan, was nun nicht unbedingt dafür spricht, dass man da viel falsch gemacht hat. Dass es in dieser Saison nun durch die Umstände möglich wurde sich hier oben ranzuheften und in diese Reichweite zu kommen, würde ich davon abkoppeln - das war weder planbar, noch erwartet worden. Dass man wiederum aber nun versucht diesen "Joker" zu ziehen, halte ich für nachvollziehbar und legitim.
Ich persönlich erwarte von den Investoren da auch gar nicht allzu viel. Das sind keine Scheichs aus Katar, für die das alles nur Spielgeld ist und die 10 Millionen mal hier oder da gar nicht merken. Das sind Unternehmer, die uns alleine durch ihr Einstiegsinvest den Hintern gerettet haben und von denen ich nun nicht erwarte, dass sie da jährlich Millionen in die Mannschaft stecken. Zumal das ja keine Geschenke sind, man also auch wieder in der Bringschuld ist. Im Optimalfall schaffen wir das also aus eigener Arbeit und Antrieb, die Mittel dazu sind da.
Unabhängig davon ist die Entwicklung ja auch extrem positiv. Wir brechen Zuschauerrekorde, spielen in der Liga eine gute Rolle. In Sachen Merchandise hat man kaum die Möglichkeit an die Neuerscheinungen zu kommen und an den Spieltagen ist der Fanshop proppenvoll. Die Lizenz hat man ohne Probleme bekommen, die Mitgliederzahlen wachsen seit Jahren enorm und gemessen an den letzten Jahren ist insgesamt ein stetiger Vorwärtstrend erkennbar.
Keine Ahnung wer von organischem Wachstum gesprochen hat aber die Idee, oder nennen wir es lieber Hoffnung, war, dass wir nach der Ausgliederung mit den Investoren nicht in den gleichen Aktionismus verfallen, wie in früheren Jahren.
Das heißt natürlich nicht, dass wir es uns in der 2. Liga gemütlich machen könnten, da spricht die Bilanz leider eine sehr deutliche Sprache. Der Aufstieg ist aber ein längerfristiges Projekt und es braucht dann halt auch eher den berühmten Schnauf, als Disruption (blödes Modewort).
Der FCK hatte in den letzten Jahren weiß Gott genug disruptive Momente. Was wir brauchen ist endlich eine nachhaltige sportliche Entwicklung und wenn wir die Trainer weiterhin schneller wechseln als die Unterhosen, wird das eher schwierig. Die letzte Disruption hat uns fast in die 3. Liga disruptiert.
Ich bleibe dabei, es ist kein gutes Zeichen, wenn wir jetzt einen ähnlichen Move versuchen (müssen), wie damals mit Schuster und Antwerpen. Ich wünsche Lieberknecht, Hengen und uns viel Glück!
Das heißt natürlich nicht, dass wir es uns in der 2. Liga gemütlich machen könnten, da spricht die Bilanz leider eine sehr deutliche Sprache. Der Aufstieg ist aber ein längerfristiges Projekt und es braucht dann halt auch eher den berühmten Schnauf, als Disruption (blödes Modewort).
Der FCK hatte in den letzten Jahren weiß Gott genug disruptive Momente. Was wir brauchen ist endlich eine nachhaltige sportliche Entwicklung und wenn wir die Trainer weiterhin schneller wechseln als die Unterhosen, wird das eher schwierig. Die letzte Disruption hat uns fast in die 3. Liga disruptiert.
Ich bleibe dabei, es ist kein gutes Zeichen, wenn wir jetzt einen ähnlichen Move versuchen (müssen), wie damals mit Schuster und Antwerpen. Ich wünsche Lieberknecht, Hengen und uns viel Glück!
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Troglauer am 26.04.2025 um 09:42 Uhr bearbeitet Zitat von Hemdl
Naja - es ist eben schon ein Unterschied, ob ich jedes Jahr ein Defizit in Millionenhöhe fahre und daher zwingend auf Mehreinnahmen durch Spielerverkäufe oder sportliche Erfolge angewiesen bin, um überhaupt auf "0" rauszukommen. Oder ob ich eben weitestgehend solide durchplanen kann und alle Sondereffekte im Grunde 1:1 in den Kader oder das Umfeld stecken kann.
Wir fahren eben ein Defizit, weswegen bei uns kein "organisches Wachstum" stattfinden kann. Wenn wir einen Spieler wie Ache verkaufen, dann haben wir eben nicht den Spielraum, die uns die reine Ablöse liefern würde. Und wenn wir eben keinen verkaufen können, fehlt das Geld komplett.
Genau aus dem Grund hätten wir auch diese Saison zwingend in die erste Liga gemusst. Dieses ganze Gefasel vom "organischen Wachstum" ist völliger Blödsinn, da uns dafür die grundlegenden Mittel fehlen. Entweder man schafft es durch eine disruptive Saison wie in diesem Jahr, oder man dümpelt eben 10+ Jahre in der zweiten Liga rum, bevor es wieder nach unten geht.
Naja - es ist eben schon ein Unterschied, ob ich jedes Jahr ein Defizit in Millionenhöhe fahre und daher zwingend auf Mehreinnahmen durch Spielerverkäufe oder sportliche Erfolge angewiesen bin, um überhaupt auf "0" rauszukommen. Oder ob ich eben weitestgehend solide durchplanen kann und alle Sondereffekte im Grunde 1:1 in den Kader oder das Umfeld stecken kann.
Wir fahren eben ein Defizit, weswegen bei uns kein "organisches Wachstum" stattfinden kann. Wenn wir einen Spieler wie Ache verkaufen, dann haben wir eben nicht den Spielraum, die uns die reine Ablöse liefern würde. Und wenn wir eben keinen verkaufen können, fehlt das Geld komplett.
Genau aus dem Grund hätten wir auch diese Saison zwingend in die erste Liga gemusst. Dieses ganze Gefasel vom "organischen Wachstum" ist völliger Blödsinn, da uns dafür die grundlegenden Mittel fehlen. Entweder man schafft es durch eine disruptive Saison wie in diesem Jahr, oder man dümpelt eben 10+ Jahre in der zweiten Liga rum, bevor es wieder nach unten geht.
Naja, organisches Wachstum bedeutet ja vor allem das man aus sich selbst wächst... anorganisches Wachstum ist ja als Fußballverein in dem Sinne schwer möglich, außer wir kaufen unsere Konkurrenz auf.
Solange wir in der 5 Jahreswertung nach oben klettern, mehr TV Gelder bekommen, Zuschauereinnahmen und Merch stabil halten bzw. ausbauen und durch diese Faktoren mehr Sponsoringeinnahmen generieren haben wir schon ein organisches Wachstum. Ob das alleine reicht jährliche einen operativen Gewinn zu erzielen? Vermutlich nicht... aber welche deutschen Vereine schaffen es jährlich Gewinn zu erzielen ohne Transfererlöse, DFB-Pokal oder internationale (CL) Einnahmen?
Wir werden immer, und gerade weil wir uns finanziell so runtergewirtschaftet haben, solche Sondererlöse brauchen und ansonsten geht's ins Defizit. Langfristig, alleine wegen dem Stadion, werden uns nur die Erlöse aus der Bundesliga über Wasser halten und den Laden am laufen halten. Aber solange unser Umsatz steigt, mehr Geld hängen bleibt ist der Weg erstmal nicht verkehrt. Und diese Unkenrufe das man es, wen es dieses Jahr nicht klappt, langfristig nicht aufsteigen kann (und das sagen hier ja viele), kann ich absolut nicht teilen. Keiner weiß was nächstes Jahr ist oder in 3-4 Jahren. Keiner kann in die Zukunft blicken.
Zitat von Troglauer
Keine Ahnung wer von organischem Wachstum gesprochen hat ....
Keine Ahnung wer von organischem Wachstum gesprochen hat ....
Sehr viele in den letzten Wochen. Denn da waren ja einige Stimmen, die im Grunde den verpassten Aufstieg nicht schlimm fanden, weil man eh nicht reif für die erste Liga gewesen wäre. Dass man "organisch wachsen" soll, bevor man aufsteigt - um dann dort auch eine Chance zu haben. Dass man - wie Heidenheim oder sonstwer - über Jahre hinweg etwas aufbauen sollte.
Den Wunsch nach diesem Ergebnis kann ich ja nachvollziehen. Vor unserem Hintergrund aber eben nur bedingt, da uns der (finanzielle) Schuh ganz gewaltig drückt. Wir sehen doch dieses Jahr, was passiert, sobald wir nicht aufsteigen. Mit Ache verlässt uns ein Klassespieler gegen eine Witzsumme, Tomiak ist bereits weg. Spieler wie Krahl, Kaloc oder Sirch haben ebenfalls Ambitionen - selbst wenn diese nur finanzieller Natur sind. Und der Rest sind eben Leihspieler im Kader, oder solche Kicker, die eh gehen werden/sollen.
Sofern man also unter "organischem Wachstum" nicht versteht, dass man alle 2-3 Jahre eine komplett neue Mannschaft basteln darf, nur um den Status Quo zu halten, wird da nichts passieren.
Zitat von Troglauer
Das heißt natürlich nicht, dass wir es uns in der 2. Liga gemütlich machen könnten, da spricht die Bilanz leider eine sehr deutliche Sprache. Der Aufstieg ist aber ein längerfristiges Projekt und es braucht dann halt auch eher den berühmten Schnauf, als Disruption (blödes Modewort).
Das heißt natürlich nicht, dass wir es uns in der 2. Liga gemütlich machen könnten, da spricht die Bilanz leider eine sehr deutliche Sprache. Der Aufstieg ist aber ein längerfristiges Projekt und es braucht dann halt auch eher den berühmten Schnauf, als Disruption (blödes Modewort).
Und was ist jetzt der Unterschied zwischen "gemütlich machen" und "längerfristigem Projekt"?
Letztlich ist letzteres nur ein Euphemismus dafür, dass man die Erwartungen zurückfahren soll und damit im Grunde Tür und Tor genau dem öffnet, was man deiner Meinung nach nicht machen soll. Welche bessere Ausrede für verpassten Chancen gibt es denn, als darauf zu verweisen, dass man das zum jetzigen Zeitpunkt ja noch gar nicht vor hatte?
Ich sehe es ja eher so wie Hengen es offensichtlich tut - man muss hoch, so schnell wie möglich. Das bedeutet nicht, dass man nun (gerade finanziell) alles auf eine Karte setzt. Aber eben auch nicht, dass man Chancen wie die in diesem Jahr dann leichtfertig abschenken sollte, nur weil man irgendwelchen perspektivischen Plänen nachhängt. Ich fand und finde es nach wie vor absurd und unglaubwürdiges Understatement, wenn sich der Cheftrainer einer auf Platz 3 befindlichen Mannschaft wenige Spieltage vor Ende der Saison hinstellt und auf einen einstelligen Tabellenplatz verweist, obwohl man möglicherweise eine Chance vor Augen hat, die ggf. erst in 10 Jahren wiederkommt.
Zitat von Troglauer
Der FCK hatte in den letzten Jahren weiß Gott genug disruptive Momente. Was wir brauchen ist endlich eine nachhaltige sportliche Entwicklung und wenn wir die Trainer weiterhin schneller wechseln als die Unterhosen, wird das eher schwierig. Die letzte Disruption hat uns fast in die 3. Liga disruptiert.
Der FCK hatte in den letzten Jahren weiß Gott genug disruptive Momente. Was wir brauchen ist endlich eine nachhaltige sportliche Entwicklung und wenn wir die Trainer weiterhin schneller wechseln als die Unterhosen, wird das eher schwierig. Die letzte Disruption hat uns fast in die 3. Liga disruptiert.
Also bislang gibt der Erfolg Hengen absolut recht und sowohl der sportliche, als auch die finanzielle Fortschritt sind deutlich sicht- und messbar. Ich bin weit davon entfernt das an die Verweildauer der Trainer zu knüpfen, zumal man da jede Entlassung für sich beachten muss - aber das Gesamtbild passt absolut.
Zitat von Troglauer
Ich bleibe dabei, es ist kein gutes Zeichen, wenn wir jetzt einen ähnlichen Move versuchen (müssen), wie damals mit Schuster und Antwerpen. Ich wünsche Lieberknecht, Hengen und uns viel Glück!
Ich bleibe dabei, es ist kein gutes Zeichen, wenn wir jetzt einen ähnlichen Move versuchen (müssen), wie damals mit Schuster und Antwerpen. Ich wünsche Lieberknecht, Hengen und uns viel Glück!
Das wünscht dem Verein wohl jeder.
Ich frage mich halt nach wie vor, was die Alternative gewesen wäre.
Nehmen wir mal an, du siehst im Laufe der Hinrunde, dass die Mannschaft sich gefangen und stabilisiert hat. Dass in diesem Jahr aufgrund der mangelnden Konkurrenz die Liga extrem eng ist und du in Reichweite der Aufstiegsplätze bist. Dass du in der Mannschaft und im Umfeld ein Feuer spürst und sich das in begeisternde Schlagabtäusche mit anderen Mannschaft umschlägt, die du nicht selten für dich entscheiden kannst.
Dann kommt die Winterpause und du setzt dich zusammen, analysierst die Mannschaft und kommst ganz offenbar zu dem Entschluss, dass da "mehr" drin ist. Du holst gleich mehrere Spieler, darunter zwei aus einer höheren Liga. Du startest in Sachen Punkten gut in die neue Runde, aber spielerisch wird es zunehmend schwieriger. Von der positiven Entwicklung ist nichts mehr zu sehen, aber die Ergebnisse stimmen - noch. Dann werden auch die schlechter. Du profitierst mit Blick auf die Tabelle enorm davon, dass die Konkurrenz ebenfalls Punkte lässt, aber die eigene Stimmung kippt spürbar. Nach 8 Punkten in 8 Spielen zuletzt geht es gegen einen Abstiegskandidaten. Ein Spiel, das du im Grunde gewinnen musst. Die letzte echte Chance, das in die eigene Hand zu nehmen. Dann aber stellt dein Trainer, der davon redet jedes Spiel gewinnen zu wollen, aber auch davon redet, dass das Aufstieg ja nie das Ziel war, die destruktivste aller Mannschaften auf. Du kommst in 45 Minuten zu keinem eigenen Torschuss - gegen einer der schwächsten Defensiven der Liga. Das Spiel verlierst du folgerichtig mit 0:2 und damit jede realostische Chance, das Ding aus eigener Macht drehen zu können. Nicht nur, dass die Punkteausbeute und die spielerische Entwicklung absolut unbefriedigend sind, auch die Kommunikation intern und extern deines Trainers ist eine Katastrophe, weil er statt das Team anzufeuern diesem Ausreden schafft und die Luft rausnimmt - mit genau dem Ergebnis, das man nicht sehen will. Und offenbar schafft er es auch im persönlichen Austausch nicht, dich davon zu überzeugen, wie er den Bock nochmal umstoßen will.
Was wäre denn da nun die Alternative gewesen? Ihn für die letzten Spiele zur "lame duck" zu machen, mit beschlossener Trennung am Ende der Saison, obwohl es noch um TV-Gelder und eine minimale Restchance geht? Augen zu und durch - mit der bloßen Hoffnung, dass der Trainer das noch irgendwie rumbiegt, obwohl auch seine Vita zumindest Zweifel dahingehend aufwirft? Oder hoffe ich eben darauf, dass ein neuer Trainer da wieder spürbar mehr Zug in die Sache reinbringt, statt sich auf längst überholten Saisonzielen auszuruhen?
Natürlich ist Hengen da Risiko gegangen. Aber man muss auch nicht so tun als wäre jede andere Alternative nicht auch ein großes Risiko gewesen. Und das ist es, was in solchen Betrachtungen hinsichtlich der vermeintlichen "Kontinuität" nicht selten hinten runterfällt.
Wir werden sehen, wie es läuft. Vielleicht wird es ja wie Flick mit dem FCB und er rückt die Mannschaft zusammen. Oder die Saison trudelt nur so aus. Rein spielerisch oder punktetechnisch kann es aber nach den letzten Spielen kaum schlechter werden.
Unter organischem Wachstum verstehe ich, den Verein sukzessive strukturell so aufzustellen, dass die Wettbewerbsfähigkeit langfristig verbessert wird. Das bezieht sich sowohl auf die finanziellen Grundlagen (Fernsehgelder, Sponsoring, Transfererlöse) als auch auf NLZ, Geschäftsstelle, Marketing etc.
Dass Leistungsträger gehen und ersetzt werden müssen, ist dagegen ein Umstand, mit dem im Profifußball alle Vereine außer einer Handvoll Spitzenpredatoren umgehen müssen.
Beste Grüße
Lullaby
Dass Leistungsträger gehen und ersetzt werden müssen, ist dagegen ein Umstand, mit dem im Profifußball alle Vereine außer einer Handvoll Spitzenpredatoren umgehen müssen.
Beste Grüße
Lullaby
Zitat von Lullaby
Unter organischem Wachstum verstehe ich, den Verein sukzessive strukturell so aufzustellen, dass die Wettbewerbsfähigkeit langfristig verbessert wird. Das bezieht sich sowohl auf die finanziellen Grundlagen (Fernsehgelder, Sponsoring, Transfererlöse) als auch auf NLZ, Geschäftsstelle, Marketing etc.
Unter organischem Wachstum verstehe ich, den Verein sukzessive strukturell so aufzustellen, dass die Wettbewerbsfähigkeit langfristig verbessert wird. Das bezieht sich sowohl auf die finanziellen Grundlagen (Fernsehgelder, Sponsoring, Transfererlöse) als auch auf NLZ, Geschäftsstelle, Marketing etc.
Genau das passiert ja bereits.
Zitat von Lullaby
Dass Leistungsträger gehen und ersetzt werden müssen, ist dagegen ein Umstand, mit dem im Profifußball alle Vereine außer einer Handvoll Spitzenpredatoren umgehen müssen.
Dass Leistungsträger gehen und ersetzt werden müssen, ist dagegen ein Umstand, mit dem im Profifußball alle Vereine außer einer Handvoll Spitzenpredatoren umgehen müssen.
Das ist auch nicht das, was ich schrieb.
Dass einen Spieler verlassen, ist (fast) überall an der Tagesordnung.
Dass wiederum Spieler gehen müssen (!) um den laufenden Betrieb zu finanzieren, eben nicht. Wir hatten jetzt ein Jahr Schonfrist, durch den DFB-Pokal. Genau das war das Jahr für unser "organisches Wachstum", indem wir Ache eben nicht direkt verkaufen mussten. Das ändert sich aber jetzt, weil uns diese Millionen eben fehlen und ohne diese Sondererlöse nicht nur kein Geld da ist, um es in die Mannschaft zu stecken, sondern auch ein strukturelles Defizit gefahren wird.
Es ist eben ein gewaltiger Unterschied, ob ich entspannt Angebote abwarten kann und ansonsten zu keinem Verkauf gezwungen bin, oder eben diese Erlöse brauche um nicht unmittelbar mich wieder zu verschulden. Es ist auch ein Unterschied, ob ich die Erlöse dann im Grunde 1:1 in den sportlichen Aufbau stecken kann, oder im Grunde nur ein Bruchteil dort ankommt, während der Rest zur Tilgung der Nebenkosten gebraucht wird und ich damit auch meine Möglichkeiten am Transfermarkt schmälere.
Zitat von Hemdl
Dass einen Spieler verlassen, ist (fast) überall an der Tagesordnung.
Dass wiederum Spieler gehen müssen (!) um den laufenden Betrieb zu finanzieren, eben nicht. Wir hatten jetzt ein Jahr Schonfrist, durch den DFB-Pokal. Genau das war das Jahr für unser "organisches Wachstum", indem wir Ache eben nicht direkt verkaufen mussten. Das ändert sich aber jetzt, weil uns diese Millionen eben fehlen und ohne diese Sondererlöse nicht nur kein Geld da ist, um es in die Mannschaft zu stecken, sondern auch ein strukturelles Defizit gefahren wird.
Es ist eben ein gewaltiger Unterschied, ob ich entspannt Angebote abwarten kann und ansonsten zu keinem Verkauf gezwungen bin, oder eben diese Erlöse brauche um nicht unmittelbar mich wieder zu verschulden. Es ist auch ein Unterschied, ob ich die Erlöse dann im Grunde 1:1 in den sportlichen Aufbau stecken kann, oder im Grunde nur ein Bruchteil dort ankommt, während der Rest zur Tilgung der Nebenkosten gebraucht wird und ich damit auch meine Möglichkeiten am Transfermarkt schmälere.
Dass einen Spieler verlassen, ist (fast) überall an der Tagesordnung.
Dass wiederum Spieler gehen müssen (!) um den laufenden Betrieb zu finanzieren, eben nicht. Wir hatten jetzt ein Jahr Schonfrist, durch den DFB-Pokal. Genau das war das Jahr für unser "organisches Wachstum", indem wir Ache eben nicht direkt verkaufen mussten. Das ändert sich aber jetzt, weil uns diese Millionen eben fehlen und ohne diese Sondererlöse nicht nur kein Geld da ist, um es in die Mannschaft zu stecken, sondern auch ein strukturelles Defizit gefahren wird.
Es ist eben ein gewaltiger Unterschied, ob ich entspannt Angebote abwarten kann und ansonsten zu keinem Verkauf gezwungen bin, oder eben diese Erlöse brauche um nicht unmittelbar mich wieder zu verschulden. Es ist auch ein Unterschied, ob ich die Erlöse dann im Grunde 1:1 in den sportlichen Aufbau stecken kann, oder im Grunde nur ein Bruchteil dort ankommt, während der Rest zur Tilgung der Nebenkosten gebraucht wird und ich damit auch meine Möglichkeiten am Transfermarkt schmälere.
Ich will das überhaupt nicht provozierend fragen sondern eher interessiert: Auf welchen Zahlen basiert diese Annahme das wir ab nächste Saison wieder anfangen müssen unser Tafelsilber zu verschachern?
Wenn ich die Zahlen von der letzten JHV noch richtig in Erinnerung habe hatten wir nicht ganz 5 Mio Gewinn im letzten Geschäftsjahr und durch das Pokalfinale ca. 6 Mio Mehreinnahmen. Also ohne diesen Sondereffekt hätten wir zwar ein Minus von ca. 1 Mio. Dieses Geschäftsjahr haben wir eine höhere Stadionauslastung, mehr TV-Geld und vermutlich mit Achetransfer zusätzliche Einnahmen... das wir diese Jahr mit einem Defizit abschließen ist also eher unwahrscheinlich und wenn dann eher mit einem kleinen Minus. Also haben wir nächste Saison wieder einen stabilen Kader und es muss niemand verkauft werden um die Lizenz zu bekommen...
Zitat von Hemdl
Genau das passiert ja bereits.
Das ist auch nicht das, was ich schrieb.
Dass einen Spieler verlassen, ist (fast) überall an der Tagesordnung.
Dass wiederum Spieler gehen müssen (!) um den laufenden Betrieb zu finanzieren, eben nicht. Wir hatten jetzt ein Jahr Schonfrist, durch den DFB-Pokal. Genau das war das Jahr für unser "organisches Wachstum", indem wir Ache eben nicht direkt verkaufen mussten. Das ändert sich aber jetzt, weil uns diese Millionen eben fehlen und ohne diese Sondererlöse nicht nur kein Geld da ist, um es in die Mannschaft zu stecken, sondern auch ein strukturelles Defizit gefahren wird.
Es ist eben ein gewaltiger Unterschied, ob ich entspannt Angebote abwarten kann und ansonsten zu keinem Verkauf gezwungen bin, oder eben diese Erlöse brauche um nicht unmittelbar mich wieder zu verschulden. Es ist auch ein Unterschied, ob ich die Erlöse dann im Grunde 1:1 in den sportlichen Aufbau stecken kann, oder im Grunde nur ein Bruchteil dort ankommt, während der Rest zur Tilgung der Nebenkosten gebraucht wird und ich damit auch meine Möglichkeiten am Transfermarkt schmälere.
Zitat von Lullaby
Unter organischem Wachstum verstehe ich, den Verein sukzessive strukturell so aufzustellen, dass die Wettbewerbsfähigkeit langfristig verbessert wird. Das bezieht sich sowohl auf die finanziellen Grundlagen (Fernsehgelder, Sponsoring, Transfererlöse) als auch auf NLZ, Geschäftsstelle, Marketing etc.
Unter organischem Wachstum verstehe ich, den Verein sukzessive strukturell so aufzustellen, dass die Wettbewerbsfähigkeit langfristig verbessert wird. Das bezieht sich sowohl auf die finanziellen Grundlagen (Fernsehgelder, Sponsoring, Transfererlöse) als auch auf NLZ, Geschäftsstelle, Marketing etc.
Genau das passiert ja bereits.
Zitat von Lullaby
Dass Leistungsträger gehen und ersetzt werden müssen, ist dagegen ein Umstand, mit dem im Profifußball alle Vereine außer einer Handvoll Spitzenpredatoren umgehen müssen.
Dass Leistungsträger gehen und ersetzt werden müssen, ist dagegen ein Umstand, mit dem im Profifußball alle Vereine außer einer Handvoll Spitzenpredatoren umgehen müssen.
Das ist auch nicht das, was ich schrieb.
Dass einen Spieler verlassen, ist (fast) überall an der Tagesordnung.
Dass wiederum Spieler gehen müssen (!) um den laufenden Betrieb zu finanzieren, eben nicht. Wir hatten jetzt ein Jahr Schonfrist, durch den DFB-Pokal. Genau das war das Jahr für unser "organisches Wachstum", indem wir Ache eben nicht direkt verkaufen mussten. Das ändert sich aber jetzt, weil uns diese Millionen eben fehlen und ohne diese Sondererlöse nicht nur kein Geld da ist, um es in die Mannschaft zu stecken, sondern auch ein strukturelles Defizit gefahren wird.
Es ist eben ein gewaltiger Unterschied, ob ich entspannt Angebote abwarten kann und ansonsten zu keinem Verkauf gezwungen bin, oder eben diese Erlöse brauche um nicht unmittelbar mich wieder zu verschulden. Es ist auch ein Unterschied, ob ich die Erlöse dann im Grunde 1:1 in den sportlichen Aufbau stecken kann, oder im Grunde nur ein Bruchteil dort ankommt, während der Rest zur Tilgung der Nebenkosten gebraucht wird und ich damit auch meine Möglichkeiten am Transfermarkt schmälere.
Ich bin da angesichts des deutlich höheren Zuschauerschnitts recht zuversichtlich, dass wir nicht auf Sondererlöse angewiesen sind.
Beste Grüße
Lullaby
Mal ausgehend von einem Durchschnittspreis von 20€ je Karte (liegt wahrscheinlich etwas höher) und einem Zuschauerschnitt von "nur" 30.000 pro Heimspiel, kämen wir auf:
17 x 30.000 x 20 = 10.200.000€ - also mehr als 10 Mio.
Da sollte trotz der (erhöhten?) Pacht und sonstiger Kosten schon was hängen bleiben.
Zumindest sollte das Stadion kein Zuschussgeschäft - mehr - sein.
17 x 30.000 x 20 = 10.200.000€ - also mehr als 10 Mio.
Da sollte trotz der (erhöhten?) Pacht und sonstiger Kosten schon was hängen bleiben.
Zumindest sollte das Stadion kein Zuschussgeschäft - mehr - sein.
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