Finanzen
02.12.2019 - 16:18 Uhr
Quelle: www.spiegel.de
DFL beschließt Verteilung von TV-Geldern
Nun steht fest: Es gibt kleine Veränderungen, aber die Revolution bleibt aus. Was bedeutet das für die Traditionsklubs?
Nun steht fest: Es gibt kleine Veränderungen, aber die Revolution bleibt aus. Was bedeutet das für die Traditionsklubs?
Bei der Verteilung der TV-Gelder im deutschen Fußball wird es künftig keine großen Veränderungen geben. ( ... )
Dass Traditionsklubs wie Schalke 04 oder der Hamburger SV wegen ihrer vielen Fans künftig deutlich stärker an den Medieneinnahmen beteiligt werden, ist damit vom Tisch. ( ... )
Zwar gab die DFL in einer Mitteilung bekannt , dass Faktoren wie TV-Reichweite und die Zahl der Vereinsmitglieder künftig berücksichtigt werden. Damit honoriere der Verteilerschlüssel »sowohl die Vereins- und Mitgliederarbeit als auch die Attraktivität der Klubs für TV-Zuschauer«. Diese Faktoren fallen jedoch in den Bereich »Interesse«, der kleinsten von vier Säulen.
Diese macht im alten wie auch im neuen Verteilerschlüssel nur drei Prozent der Gesamteinnahmen aus. Auch der Anteil für die Zweitligavereine bleibt mit 20 Prozent der Medieneinnahmen gleich.
Dass Traditionsklubs wie Schalke 04 oder der Hamburger SV wegen ihrer vielen Fans künftig deutlich stärker an den Medieneinnahmen beteiligt werden, ist damit vom Tisch. ( ... )
Zwar gab die DFL in einer Mitteilung bekannt , dass Faktoren wie TV-Reichweite und die Zahl der Vereinsmitglieder künftig berücksichtigt werden. Damit honoriere der Verteilerschlüssel »sowohl die Vereins- und Mitgliederarbeit als auch die Attraktivität der Klubs für TV-Zuschauer«. Diese Faktoren fallen jedoch in den Bereich »Interesse«, der kleinsten von vier Säulen.
Diese macht im alten wie auch im neuen Verteilerschlüssel nur drei Prozent der Gesamteinnahmen aus. Auch der Anteil für die Zweitligavereine bleibt mit 20 Prozent der Medieneinnahmen gleich.
Schwach
Also erst den Aufstand proben und dann null Ertrag erreichen ist echt schwach...
Zitat von Lautrer1900
Mal eine Frage an die , die sich ggf. ein wenig mit der Materie auskennen. Wäre ein Lösung wie auf Schalke / St. Pauli (Gründung einer Genossenschaft und Ausgabe von Anteilen) bei uns ggf. eine mögliche Variante um entweder:
1. Den Stadionrückkauf anzugehen (wahrscheinlich unrealistisch aufgrund des Volumens?!)
2. die Umbauten am Fröhnerhöf samt kleinem Amateurstadion anzugehen ?
Oder gibt es rechtliche / sonstige Gründe die da dagegen sprechen würden?
Mal eine Frage an die , die sich ggf. ein wenig mit der Materie auskennen. Wäre ein Lösung wie auf Schalke / St. Pauli (Gründung einer Genossenschaft und Ausgabe von Anteilen) bei uns ggf. eine mögliche Variante um entweder:
1. Den Stadionrückkauf anzugehen (wahrscheinlich unrealistisch aufgrund des Volumens?!)
2. die Umbauten am Fröhnerhöf samt kleinem Amateurstadion anzugehen ?
Oder gibt es rechtliche / sonstige Gründe die da dagegen sprechen würden?
Da sich wohl niemand kompetenteres meldet, teile ich mal meine rudimentären Kenntnisse. Ich habe letztens ein Interview von Jan van Aken gehört, in dem er erzählt hat, dass seine private Wohnung in einem genossenschaftlich organisierten Haus befindet. Er hat es wie folgt erklärt:
Die Genossenschaft besteht aus den Hausbewohnern, der Zweck ist es, günstigen Wohnraum anzubieten. Die Genossenschaft gehört (wie ein Verein) niemandem. Wahrscheinlich ist es als Rechtsgestalt irgendwo zwischen Verein und Stiftung (zu einem bestimmten Zweck verselbstständigtes Vermögen). Dadurch kann die Genossenschaft den Mitgliedern (Genossen) die Wohnungen zum Selbstkostenpreis anbieten. Bedeutet: die Genossenschaft hat das Haus gekauft oder gebaut und finanziert. Wenn das Darlehen zurück bezahlt ist, könnte man die Mieten senken. So dürften auch städtische Wohnungsbaugenossenschaften funktionieren. Dort werden dann keine Mietsenkungen durchgeführt sondern in neue Projekte investiert. Dennoch bleiben durch die fehlende Notwendigkeit, Gewinne zu erzielen, die Mieten günstiger als am gewinnorientierten Wohnungsmarkt.
Wie lässt sich das ganze auf die Stadiongenossenschaften übertragen? Man könnte zum Beispiel als Zweck den Betrieb des Fritz-Walter-Stadions zugunsten des FCK führen. Jetzt wird es sehr hypothetisch (Zahlen sind wirklich nur exemplarisch):
Es kommen 10 Mio Euro zusammen und die Stadt will für das Stadion 30 Mio Euro. Hier könnte die Genossenschaft einen Kredit von 20 Mio aufnehmen und das Stadion kaufen. Dann vermietet die Genossenschaft an die KGaA das Stadion von 2 Mio im Jahr. Davon tilgt die Genossenschaft das Darlehen und ihre laufenden Kosten, die relativ überschaubar sein sollten.
Wenn der Kredit abbezahlt ist, könnte man nun entweder die Miete senken, dass nur noch die laufenden Kosten getragen werden, oder man nimmt das Geld als Rücklage für kommende Investitionen.
Dieses Modell erscheint mir für Schalke und St. Pauli sehr sinnvoll. Ich habe jetzt nicht recherchiert, ob es so geplant ist. Beide Vereine haben relativ neue und moderne Arenen, die ihnen meiner Kenntnis nach gehören. Diese könnten sie an die Genossenschaft verkaufen und damit einiges an Eigenkapital und vor allem liquiden Mitteln generieren. Gleichzeitig wird mit dem Modell abgesichert, dass die Miete in der Zukunft nicht zu einer Belastung wird.
Bei uns sehe ich das aus mehreren Punkten skeptisch:
Viele Fans haben schon in den Anleihen Geld verloren. Das schreckt ab. Gleichzeitig kann ich mir in der aktuellen Situation vorstellen, dass eine größere Bereitschaft da wäre.
Die Stadiongesellschaft. Hier müsste man erstmal vertraglich alles abwickeln können. Da haben wir im Gegensatz zu Schalke oder St. Pauli noch eine dritte Partei im Boot.
Die Fansäule. Es dürfte schwierig sein, über die Fansäule Kapital für die KGaA einzunehmen und dann nochmal für die Genossenschaft. Diese bräuchte meiner bescheidenen und irrelevanten Meinung nach mindestens einen mittleren siebenstelligen Betrag, damit es funktionieren kann.
Wenn jemand mehr Ahnung hat als mich, belehrt mich gern. Ich wollte mich eigentlich mal tiefer in das Thema einlesen, aber dazu komme ich aktuell leider nicht.
Weil die Frage im Zuge des Ache Transfers sicherlich aufkommen wird: ich bin mir sehr sicher, dass wir keinen Cent Steuer auf die Ablöse von Ache bezahlen müssen. Ich habe zwar nur die Handelsbilanz zum 30.06.2022 zur Verfügung, hier hat die KGaA allerdings einen Verlustvortrag zum 30.06.2022 von 10 Mio. Euro (Verlustvortrag plus Jahresfehlbetrag). In der Handelsbilanz versucht man, sich auch noch reicher zu rechnen, weil diese für Banken benötigt wird. In der Steuerbilanz (auf deren Grundlage sich dann Körperschaft- und Gewerbesteuer berechnen), wird mit sehr hoher Sicherheit kein geringerer Verlustvortrag stehen.
Geht man davon aus, dass wir jetzt 7 Mio. Fix bekommen, müssten wir in den Jahren 2022/2023 und 2023/2024 insgesamt mindestens 3 Mio Gewinn gemacht haben, damit am Ende eine 0 steht. Da ist die noch in der Bilanz stehende Ablösezahlung für Ache nicht gegen gerechnet.
Um es nochmal aus unserer Sicht „pessimistisch“ zu rechnen: selbst wenn die KGaA nur noch 5 Mio Verlustvortrag hat, wir 7 Mio einnehmen und Ache noch mit 500.000 in unseren Büchern steht (Gewinn demnach 1,5 Mio), zahlen wir 450.000 Euro Steuer auf den Transfer. Die Steuererklärung für das Wirtschaftsjahr 2024/2025 müssen wir bis zum 01.03.2027 abgeben. Theoretisch könnte man bis zu diesem Zeitpunkt die Steuererklärung abgeben.
Warum das trotzdem gut wäre? In unserer Handelsbilanz würde dann ein Eigenkapital von fast 30 Mio Euro stehen (Grundkapital 4,7 Mio, Kapitalrücklage 24,75 Mio, Gewinnvortrag ca. 1 Mio). Damit hätten wir eine gesunde Kapitalgesellschaft, die theoretisch 10 Jahre lang 3 Mio Verlust machen könnte, bis sie pleite wäre.
Der Ache-Transfer kann demnach unseren Verein nachhaltig wirtschaftlich gesunden lassen, ohne dass wir Steuern zahlen müssen (im übrigen auch keine Umsatzsteuer). Das zeigt auch nochmal, warum Transfererlöse ein wichtiger Bestandteil sein kann, um den Verein auf gesunde Beine zu stellen. Ich hoffe einfach, bei uns wird weiter wirtschaftlich bedacht gearbeitet, damit wir uns nicht nochmal ansatzweise in eine solche Schieflage bewegen. Dafür ist neben dem sportlichen Erfolg, den man nicht planen kann, aber auch relevant, dass man keine finanziell verrückten Dinge plant, um auf Zwang aufzusteigen oder nicht abzusteigen.
Edit zum letzten Absatz:
Einen Abstieg aus der zweiten Liga gilt es auch wirtschaftlich um jeden Preis zu verhindern. Ich habe mich dabei gedanklich schon in der ersten Liga gesehen.
Geht man davon aus, dass wir jetzt 7 Mio. Fix bekommen, müssten wir in den Jahren 2022/2023 und 2023/2024 insgesamt mindestens 3 Mio Gewinn gemacht haben, damit am Ende eine 0 steht. Da ist die noch in der Bilanz stehende Ablösezahlung für Ache nicht gegen gerechnet.
Um es nochmal aus unserer Sicht „pessimistisch“ zu rechnen: selbst wenn die KGaA nur noch 5 Mio Verlustvortrag hat, wir 7 Mio einnehmen und Ache noch mit 500.000 in unseren Büchern steht (Gewinn demnach 1,5 Mio), zahlen wir 450.000 Euro Steuer auf den Transfer. Die Steuererklärung für das Wirtschaftsjahr 2024/2025 müssen wir bis zum 01.03.2027 abgeben. Theoretisch könnte man bis zu diesem Zeitpunkt die Steuererklärung abgeben.
Warum das trotzdem gut wäre? In unserer Handelsbilanz würde dann ein Eigenkapital von fast 30 Mio Euro stehen (Grundkapital 4,7 Mio, Kapitalrücklage 24,75 Mio, Gewinnvortrag ca. 1 Mio). Damit hätten wir eine gesunde Kapitalgesellschaft, die theoretisch 10 Jahre lang 3 Mio Verlust machen könnte, bis sie pleite wäre.
Der Ache-Transfer kann demnach unseren Verein nachhaltig wirtschaftlich gesunden lassen, ohne dass wir Steuern zahlen müssen (im übrigen auch keine Umsatzsteuer). Das zeigt auch nochmal, warum Transfererlöse ein wichtiger Bestandteil sein kann, um den Verein auf gesunde Beine zu stellen. Ich hoffe einfach, bei uns wird weiter wirtschaftlich bedacht gearbeitet, damit wir uns nicht nochmal ansatzweise in eine solche Schieflage bewegen. Dafür ist neben dem sportlichen Erfolg, den man nicht planen kann, aber auch relevant, dass man keine finanziell verrückten Dinge plant, um auf Zwang aufzusteigen oder nicht abzusteigen.
Edit zum letzten Absatz:
Einen Abstieg aus der zweiten Liga gilt es auch wirtschaftlich um jeden Preis zu verhindern. Ich habe mich dabei gedanklich schon in der ersten Liga gesehen.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von svl1893 am 03.02.2025 um 11:13 Uhr bearbeitet Quelle: www.rheinpfalz.de
Dass im Verein trotz der guten Ausgangslage niemand vom Aufstieg sprechen will, obwohl sich die Roten Teufel in der Spitzengruppe der Zweiten Liga festgesetzt haben, scheint den Investor zu wurmen. „Ich finde schon, dass man das jetzt offensiver formulieren sollte“, sagte Kemmler
Man kann zum Thema öffentlich Ziele formulieren verschiedene Ansichten haben. Bezogen auf den Fußball halte ich wenig davon. Ich werfe gerne 2 Euro in irgendwelche Phrasenschweine. Dennoch denke ich, dass die Tabelle nicht lügt, und alles andere Kokolores ist.
Welchen Mehrwert hat das öffentliche Formulieren von Zielen? Man setzt sich unter Druck, lässt sich ggf. von den Medien und Umfeld unter Druck setzen, und ist auch von Variablen abhängig, die man nicht beeinflussen kann, Verletzungspech, Spielglück usw.
Warum ich das im Thread Finanzen schreibe? Weil diese Aussage von einem Investoren kommt. Wenn Investoren intern mit der Vereinsführung Ziele besprechen ist das das eine, aber der Gang an die Öffentlichkeit verfolgt nahezu immer ein Ziel. Und wenn ich als einfacher Fan und einfaches Mitglied das formuliere hat es eine ganz andere Wertigkeit als wenn ein Investor das sagt. Es kommt nicht nur immer darauf an, was gesagt wird, sondern auch von wem.
Und das ist mein eigentlicher Punkt. Sind das Vorboten, dass Investoren die Ziele bestimmen und in der Position sind die Vereinsführung öffentlich unter Druck zu setzen? Noch ist das eine einfache Aussage eines Investors - noch ohne weitere Konsequenzen. Aber nach einem ersten Schritt kommt oft ein zweiter, dritter,.....
Zitat von Rhagulian
Bezogen auf den Fußball halte ich wenig davon. Ich werfe gerne 2 Euro in irgendwelche Phrasenschweine. Dennoch denke ich, dass die Tabelle nicht lügt, und alles andere Kokolores ist.
Welchen Mehrwert hat das öffentliche Formulieren von Zielen? Man setzt sich unter Druck, lässt sich ggf. von den Medien und Umfeld unter Druck setzen, und ist auch von Variablen abhängig, die man nicht beeinflussen kann, Verletzungspech, Spielglück usw.
Warum ich das im Thread Finanzen schreibe? Weil diese Aussage von einem Investoren kommt. Wenn Investoren intern mit der Vereinsführung Ziele besprechen ist das das eine, aber der Gang an die Öffentlichkeit verfolgt nahezu immer ein Ziel. Und wenn ich als einfacher Fan und einfaches Mitglied das formuliere hat es eine ganz andere Wertigkeit als wenn ein Investor das sagt. Es kommt nicht nur immer darauf an, was gesagt wird, sondern auch von wem.
Und das ist mein eigentlicher Punkt. Sind das Vorboten, dass Investoren die Ziele bestimmen und in der Position sind die Vereinsführung öffentlich unter Druck zu setzen? Noch ist das eine einfache Aussage eines Investors - noch ohne weitere Konsequenzen. Aber nach einem ersten Schritt kommt oft ein zweiter, dritter,.....
Quelle: www.rheinpfalz.de
Dass im Verein trotz der guten Ausgangslage niemand vom Aufstieg sprechen will, obwohl sich die Roten Teufel in der Spitzengruppe der Zweiten Liga festgesetzt haben, scheint den Investor zu wurmen. „Ich finde schon, dass man das jetzt offensiver formulieren sollte“, sagte Kemmler
Man kann zum Thema öffentlich Ziele formulieren verschiedene Ansichten haben. Bezogen auf den Fußball halte ich wenig davon. Ich werfe gerne 2 Euro in irgendwelche Phrasenschweine. Dennoch denke ich, dass die Tabelle nicht lügt, und alles andere Kokolores ist.
Welchen Mehrwert hat das öffentliche Formulieren von Zielen? Man setzt sich unter Druck, lässt sich ggf. von den Medien und Umfeld unter Druck setzen, und ist auch von Variablen abhängig, die man nicht beeinflussen kann, Verletzungspech, Spielglück usw.
Warum ich das im Thread Finanzen schreibe? Weil diese Aussage von einem Investoren kommt. Wenn Investoren intern mit der Vereinsführung Ziele besprechen ist das das eine, aber der Gang an die Öffentlichkeit verfolgt nahezu immer ein Ziel. Und wenn ich als einfacher Fan und einfaches Mitglied das formuliere hat es eine ganz andere Wertigkeit als wenn ein Investor das sagt. Es kommt nicht nur immer darauf an, was gesagt wird, sondern auch von wem.
Und das ist mein eigentlicher Punkt. Sind das Vorboten, dass Investoren die Ziele bestimmen und in der Position sind die Vereinsführung öffentlich unter Druck zu setzen? Noch ist das eine einfache Aussage eines Investors - noch ohne weitere Konsequenzen. Aber nach einem ersten Schritt kommt oft ein zweiter, dritter,.....
Ich glaube es wäre naiv zu glauben das Investoren keine Ziele formulieren und die Vereinsführung nicht unter Druck setzen.
Man darf dabei ja auch nicht vergessen das die Geld verdienen möchten und das ist in der 2. Liga nicht in dem Maße möglich wie in Liga 1.
Allerdings glaube ich auch gar nicht das sich an der Situation groß was geändert hat und das Interview eben so hingenommen wird.
Zitat von @Rhagulian
Warum ich das im Thread Finanzen schreibe? Weil diese Aussage von einem Investoren kommt. Wenn Investoren intern mit der Vereinsführung Ziele besprechen ist das das eine, aber der Gang an die Öffentlichkeit verfolgt nahezu immer ein Ziel. Und wenn ich als einfacher Fan und einfaches Mitglied das formuliere hat es eine ganz andere Wertigkeit als wenn ein Investor das sagt. Es kommt nicht nur immer darauf an, was gesagt wird, sondern auch von wem.
Warum ich das im Thread Finanzen schreibe? Weil diese Aussage von einem Investoren kommt. Wenn Investoren intern mit der Vereinsführung Ziele besprechen ist das das eine, aber der Gang an die Öffentlichkeit verfolgt nahezu immer ein Ziel. Und wenn ich als einfacher Fan und einfaches Mitglied das formuliere hat es eine ganz andere Wertigkeit als wenn ein Investor das sagt. Es kommt nicht nur immer darauf an, was gesagt wird, sondern auch von wem.
Auch wenn die Aussage nun schon ein paar Tage her ist, wirkt das ganze natürlich immer noch unglücklich.
Zumindest ist die Aussage aber auch (noch) nicht Kemmler komplett um die Ohren geflogen. Thomas Hengen hat ja das ganze auch schon etwas relativiert bzw. abgetan. Niemand weiß, was alles im Hintergrund passiert, aber ich schätze es nach meinem Kenntnisstand eher als eine etwas euphorisierte, aber auch unüberlegte Aussage ein. Kemmler ist kein Uli H. der gezielt sich an die Öffentlichkeit wendet, um bestimmte Ziele zu verfolgen. Es wurde aber auch bereits mehrfach erwähnt, dass unsere Investoren immer mal wieder aus dem Fenster lehnen. Man denke da vor allem an die grauen Zeiten in Liga 3 zurück.
Ein Punkt, der mir etwas zu kurz kommt, ist die Tatsache, dass es schriftlich festgehalten wurde. Das lässt immer Spielraum für Interpretationen. Ist so eine Aussage filmisch getätigt bzw. festgehalten worden, dann kann man diese auch immer besser einordnen. Die Aussage wurde ja offensichtlich in Verbindung mit dem Super Bowl getätigt. War da jemand „euphorisiert“ vom Mega Event oder wurde hier gezielt versucht die eigene Erwartungshaltung öffentlich zu kommunizieren? Wollte Kemmler unbedingt das ganze loswerden und hat gesagt "Herr Rheinpfalz, ich möchte etwas Wichtiges loswerden" oder ging die Anfrage von der Rheinpfalz aus nach dem Motto „Herr Kemmler was sagen Sie zum Thema Atomkraft?"
Ich schätze das ganze mit etwas Abstand eher als unglücklich gelaufen ein.
P.S. Das ausgewählte Bild ist übrigens an Grandiosität nicht zu überbieten!
Da wir hier bei den Finanzen sind, noch ein Wort zu diesem Thema.
Den allermeisten von uns ist ja durchaus klar, dass wir finanziell über kurz oder lange auf einen Aufstieg angewiesen sind. Es scheint (auch wegen des Stadions) kaum eine realistische Möglichkeit zu sein, in der 2. Liga auf finanziell stabilen Füßen zu stehen und gleichzeitig sportlich konkurrenzfähig zu sein. Wie drückend das Thema Aufstieg finanziell für uns erscheint, vermag ich nicht einzuschätzen. Ich sehe aber für diese Saison noch keine Anzeichen für ein „Do or Die“ Szenario.
Ich finde den erwähnten Aspekt von einem meiner Mitschreiber übrigens sehr spannend, dass Kemmler sich bzw. die Investoren (falls er für die SPI gesprochen hat) selbst etwas unter Druck setzt mit den Aussagen. Wenn man einen Aufstieg fordert, dann sollte man auch bereit sein, die nötigen finanziellen Mittel zu gewährleisten. Dann wäre es auch möglich mal etwas Langfristiges aufzubauen und nicht nur Spieler auszuleihen.
Zum jetzigen Zeitpunkt muss sich meiner Meinung nach niemand bezüglich der Aussagen verrückt machen lassen.
Zitat von Torpedo99
Da wir hier bei den Finanzen sind, noch ein Wort zu diesem Thema.
Den allermeisten von uns ist ja durchaus klar, dass wir finanziell über kurz oder lange auf einen Aufstieg angewiesen sind. Es scheint (auch wegen des Stadions) kaum eine realistische Möglichkeit zu sein, in der 2. Liga auf finanziell stabilen Füßen zu stehen und gleichzeitig sportlich konkurrenzfähig zu sein. Wie drückend das Thema Aufstieg finanziell für uns erscheint, vermag ich nicht einzuschätzen. Ich sehe aber für diese Saison noch keine Anzeichen für ein „Do or Die“ Szenario.
Ich finde den erwähnten Aspekt von einem meiner Mitschreiber übrigens sehr spannend, dass Kemmler sich bzw. die Investoren (falls er für die SPI gesprochen hat) selbst etwas unter Druck setzt mit den Aussagen. Wenn man einen Aufstieg fordert, dann sollte man auch bereit sein, die nötigen finanziellen Mittel zu gewährleisten. Dann wäre es auch möglich mal etwas Langfristiges aufzubauen und nicht nur Spieler auszuleihen.
Zum jetzigen Zeitpunkt muss sich meiner Meinung nach niemand bezüglich der Aussagen verrückt machen lassen.
Da wir hier bei den Finanzen sind, noch ein Wort zu diesem Thema.
Den allermeisten von uns ist ja durchaus klar, dass wir finanziell über kurz oder lange auf einen Aufstieg angewiesen sind. Es scheint (auch wegen des Stadions) kaum eine realistische Möglichkeit zu sein, in der 2. Liga auf finanziell stabilen Füßen zu stehen und gleichzeitig sportlich konkurrenzfähig zu sein. Wie drückend das Thema Aufstieg finanziell für uns erscheint, vermag ich nicht einzuschätzen. Ich sehe aber für diese Saison noch keine Anzeichen für ein „Do or Die“ Szenario.
Ich finde den erwähnten Aspekt von einem meiner Mitschreiber übrigens sehr spannend, dass Kemmler sich bzw. die Investoren (falls er für die SPI gesprochen hat) selbst etwas unter Druck setzt mit den Aussagen. Wenn man einen Aufstieg fordert, dann sollte man auch bereit sein, die nötigen finanziellen Mittel zu gewährleisten. Dann wäre es auch möglich mal etwas Langfristiges aufzubauen und nicht nur Spieler auszuleihen.
Zum jetzigen Zeitpunkt muss sich meiner Meinung nach niemand bezüglich der Aussagen verrückt machen lassen.
Ich bin garnicht so groß in dem Thema Finanzen drin, habe allerdings noch 2 Ergänzungen zu dem was du sagst.
Erst einmal hast du natürlich Recht das wir über kurz oder lang aufsteigen müssen. Hier hat uns das Pokalfinale ein zusätzliches wirtschaftlich gesundes Jahr geschaffen. Sollten wir nun dieses Jahr nicht aufsteigen (wovon ich ausgehe) und Ragnar Ache geht für 5 Mio dann könnte dieser Verkauf das nächste Jahr einläuten in dem wir nicht deifizitär arbeiten.
Zu den Investoren kann man nur sagen: Ja wer fordert muss auch liefern, in diesem Fall finanziell. Allerdings dürfen wir nicht vergessen das diese vor der Saison bereit waren eine Kapitalerhöhung finanziell zu unterstützen und uns somit frisches Geld zur Verfügung zu stellen. Diese wurde dann aufgrund des Pokalfinales ja nicht durchgeführt, was gut ist.
Hier scheint es uns aktuell zu gelingen wirschaftlich sauber zu arbeiten, einmal durch Glück mit dem Pokalfinale und im Sommer mit etwaigen Verkäufen oder einem Aufstieg die Kapitalerhöhung nach hinten zu schieben. Je länger wir dies durchhalten umso mehr könnte die Kapitalerhöhung uns prozentual bringen wenn wir weiter so erfolgreich sind.
Es geht darum, im ganzen Verein eine Leistungskultur zu etablieren und nicht wieder eine aussichtsreiche Ausgangslage abzuschenken, wie Hengen das vor 2 Jahren gemacht hat mit seiner "spielerischen Weiterentwicklung" in der Rückrunde.
Du willst der Mannschaft auch keine Ausreden geben und Leistungsträgern und Neuzugängen zeigen, dass du Ambitionen hast. Sonst bekommst du Leute wie Bauer und Breithaupt auch nicht. Die wechseln nicht in Liga 2, um um Platz 10 mitzuspielen. Und damit bekommst du einen Yokota auch nicht gekauft.
Wir stehen jetzt gut da, auch wenn wir die Liga nicht in Grund und Boden spielen. Wir haben Momentum. Da muss man intern die Spannung hoch halten. Das finde ich richtig.
Und wenn wir es in dieser Saison schaffen würden und dadurch gar keine Kapitalerhöhung durchführen müssten, wäre das auch langfristig finanziell mega gut. Die Chance ist da. Dafür müssen wir jetzt alles geben.
Du willst der Mannschaft auch keine Ausreden geben und Leistungsträgern und Neuzugängen zeigen, dass du Ambitionen hast. Sonst bekommst du Leute wie Bauer und Breithaupt auch nicht. Die wechseln nicht in Liga 2, um um Platz 10 mitzuspielen. Und damit bekommst du einen Yokota auch nicht gekauft.
Wir stehen jetzt gut da, auch wenn wir die Liga nicht in Grund und Boden spielen. Wir haben Momentum. Da muss man intern die Spannung hoch halten. Das finde ich richtig.
Und wenn wir es in dieser Saison schaffen würden und dadurch gar keine Kapitalerhöhung durchführen müssten, wäre das auch langfristig finanziell mega gut. Die Chance ist da. Dafür müssen wir jetzt alles geben.
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