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Finanzen

02.12.2019 - 16:18 Uhr
Finanzen |#611
12.02.2020 - 07:14 Uhr
Zitat von Lullaby
Zitat von Roon_Bub
Zitat von Landauer
... mit solchem Szenario hätte man doch ein Win-Win.
Mehr "Win" wie die Hessesche Landesbank momentan aus dem Kredit schlägt geht in der heutigen Zeit kaum. Und da die öffentliche Hand (Stadiongesellschaft = 100% Tochter der Stadt KL) dafür haftet ist das ganze noch mit 0,0 Ausfallrisiko gekrönt.

Da wird sich nichts tun. Niemals nicht.
Ggf. kann die absurd hohe Vorfälligkeitsentschädigung als sittenwidrig eingestuft werden. Dazu müsste man aber einen Prozess führen, der nicht zwei Wochen später beendet ist.

Die HeLaBa ist doch auch eine Sparkassenzentralbank, auf die die Politik durchaus Einfluss hat. Aus eigenem Kalkül werden die zwar niemals zustimmen, aber möglicherweise ließe sich die Frage ja im politischen Raum lösen. Dies aber würde bedeuten, dass das Land als Akteur auftritt und mit Hessen, Thüringen oder wem auch immer in Verhandlungen eintritt.

"Win-Win" wird es nicht geben! Im Gegenteil müssen alle Akteure einsehen, dass sie für eine nachhaltige Lösung millionenschwere Abstriche machen müssen. Genau dafür geht man normalerweise in eine geordnete Insolvenz, was in unserem Fall leider keine echte Option ist (die Gründe wurden hier schon vielfach dargelegt). Die HeLaBa muss die goldene Gans aus dem Käfig lassen, die Stadt muss sich ihre 47 Mio in die Haare schmieren und bereit sein, eher in die Größenordnung von 20 Mio+ als Verkaufspreis für das Stadion zu gehen, der FCK wird Liegenschaften verlieren und künftig am Fröhnerhof trainieren müssen und das Land muss seine bequeme 'Geht-mich-alles-nichts-mehr-an'-Haltung abstreifen und - wenn schon nicht mit Geld - der Stadt auf dem Verhandlungswege Spielräume gegenüber der ADD und aus der Kreditfalle eröffnen.

So wie es jetzt läuft, geht alles den Bach runter! Und der einzige Gewinner wird die HeLaBa sein. Politikversagen.

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Finanzen |#612
12.02.2020 - 08:57 Uhr
Also irgendwo hab ich mal wieder etwas verpasst hier im Thread. Vor einiger Zeit wurde doch intensiv diskutiert, dass man das Darlehen doch wegen des Paragraphen vierhundertschlagmichtot als Sonderkündigung nach 10 Jahren loswerden könne ohne Vorfälligkeitsentschädigung.

Soweit ich das verfolgt hatte, war doch hier vorherrschende Meinung, dass das ginge.
Geht es jetzt doch nicht?
Finanzen |#613
12.02.2020 - 09:05 Uhr
Zitat von Lullaby
Zitat von Roon_Bub

Zitat von Landauer

... mit solchem Szenario hätte man doch ein Win-Win.

Mehr "Win" wie die Hessesche Landesbank momentan aus dem Kredit schlägt geht in der heutigen Zeit kaum. Und da die öffentliche Hand (Stadiongesellschaft = 100% Tochter der Stadt KL) dafür haftet ist das ganze noch mit 0,0 Ausfallrisiko gekrönt.

Da wird sich nichts tun. Niemals nicht.


Ggf. kann die absurd hohe Vorfälligkeitsentschädigung als sittenwidrig eingestuft werden. Dazu müsste man aber einen Prozess führen, der nicht zwei Wochen später beendet ist.

Beste Grüße
Lullaby


Die wird nicht sittenwidrig sein. Die Bank "leiht" Geld zum Zeitpunkt der Kreditvergabe zu den am Kapitalmarkt geltenden Konditionen ein und verleiht es dann weiter. Die Vorfälligkeitsentschädigung deckt lediglich den Zinsschaden ab, der bei vorzeitiger Beendigung entsteht. Dafür hat der Bundesgerichtshof eine Formel festgelegt, wonach diese zu berechnen ist. Die Bank wir hierauf sicherlich nicht verzichten, da die in 2036 zur Kasse gebeten werden.

Gruß Master

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Ich begreife bis heute nicht, warum Niederlagen und Abstiegsgespenster in K'lautern stets vom wissenden Nicken der Experten begleitet werden, während sensationelle Wiedergeburten und irrationale Gewinne der Deutschen Meisterschaft zunächst geleugnet, solange sie noch vermieden werden können, angezweifelt, irgendwann mit fadenscheinigen Erklärungen abgetan und schließlich, kaum dass sie Wirklichkeit geworden sind, wieder vergessen werden. (Björn Schmidt; Das Leben ist ein Fussballspiel)
Finanzen |#614
12.02.2020 - 09:11 Uhr
@Marbod

Ich weiß es nicht, kann es mir als Nicht-Finanzer aber auch nicht vorstellen.

Nehmen wir an es wäre so, daß es nach 10 Jahren keine Vorfälligkeitszahlung gäbe. Was hindert dann die Stadiongesellschaft (öffentliche Hand ==> NULL Ausfallrisiko) einen Kredit (zu heute bestimmt sehr viel besseren Konditionen) aufzunehmen, den alten Kredit abzulösen und so die jährliche Zinsbelastung und damit die jährliche Pacht für den FCK zu verringern. Immerhin liegen bei der Stadiongesellschaft 17 Mio für die Kreditablöse und wir sprächen dann schon nicht mehr über 65 relativ hochverzinste Mio sondern "nur noch" über 48 eher niedrig verzinste.

Weichel will ja das ähnlich erreichen, indem er die 17 angesparten Mio in das "Kaiser-Karreee" steckt um dort vermietbare Flächen zu schaffen und somit die Pacht für den FCK zu mindern. So seine "Idee".

Vielleicht bin ich hier aber auch auf dem falschen Dampfer.

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"Die Fußballbegeisterung ist ein Jugendleiden, das einen ein Leben lang begleitet"
(Pier Paolo Pasolini)

Dieser Beitrag wurde zuletzt von Roon_Bub am 12.02.2020 um 09:12 Uhr bearbeitet
Finanzen |#615
12.02.2020 - 11:11 Uhr
Aus der Nummer kommen wir wohl nur raus, wenn Handelskriege, Klimakrise, Killer-Viren oder Killer-KIs den Euro oder das ganze Wirtschaftssystem crashen lassen.
Klasse Kreditvertrag. :-/
Finanzen |#616
12.02.2020 - 11:46 Uhr
Weiss jemand, wie nah man jetzt an einer Einigung für Samstag ist? Langsam sollte in die Sache ja mal Bewegung kommen.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von DanielFranklin am 12.02.2020 um 11:46 Uhr bearbeitet
Finanzen |#617
12.02.2020 - 12:54 Uhr
Zitat von DanielFranklin

Weiss jemand, wie nah man jetzt an einer Einigung für Samstag ist? Langsam sollte in die Sache ja mal Bewegung kommen.

Ich denke da ist mehr "Bewegung" drin als allen Beteiligten recht ist. Sieht man ja schon an der angesetzten Stadtratssitzung Samstag 11 Uhr.
Ich stelle mir das so vor:

Während Herr Weichel die Wirtschaftsprüfer noch mal über seine "Idee mit den Aktien" drüber schauen lässt werden fraktionsübergreifend die "FCK Fans" - also diejenigen, die von dem Aktiendeal nichts halten, versuchen eine Mehrheit zu schmieden. Welche "Angebote" da gemacht werden, wer wem was zusagt, das können nur Leute beurteilen, die tiefer in der Kommunalpolitik drin stecken. Auf jeden Fall wird Weichels Beschlussvorlage nicht die einzige sein, die zur Abstimmung stehen wird. Da bin ich mir recht sicher.

Und die Entscheidung (falls es am Samstag wirklich dazu kommen sollte) wird Auswirkungen nicht nur auf die Höhe der vom FCK zu zahlenden Pacht haben, sondern auch (und in meinen Augen vor allem) über das Standing des Vereins gegenüber den Investoren entscheiden. Die stellen auch Bedingungen und je weniger der FCK von denen "braucht" (gemessen in Euro) um so mehr kann er deren Bedingungen abfedern.

Wenn man diesen Zusammenhang betrachtet und da Merks Aussage "Insolvenz ist für uns ein Fremdwort" dazu nimmt (das er ohne feste Zusagen für einen Fall X so hoffentlich nicht tätigen würde), dann muß man Weichel eindeutig auf der Seite von (manchen) Investoren sehen (und zwar auf Seite der Stimmen, die nichts gegen Aktien als Kompensation haben) und nicht auf Seiten des FCK (und den Investoren, die den Aktiendeal ablehnen).

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"Die Fußballbegeisterung ist ein Jugendleiden, das einen ein Leben lang begleitet"
(Pier Paolo Pasolini)

Dieser Beitrag wurde zuletzt von Roon_Bub am 12.02.2020 um 13:00 Uhr bearbeitet
Finanzen |#618
12.02.2020 - 13:16 Uhr
Zum Thema Sondersitzung hier ein Auszug aus der Gemeindeordnung RlP:

§ 34 Gemo

Abs.1
Der Gemeinderat wird vom Vorsitzenden nach Bedarf einberufen. Die erste Sitzung des neu gewählten Gemeinderats ist spätestens vier Wochen nach seiner Wahl einzuberufen. Im übrigen soll mindestens vierteljährlich eine Sitzung stattfinden. Der Gemeinderat ist unverzüglich einzuberufen, wenn ein Viertel der gesetzlichen Zahl der Ratsmitglieder es unter Angabe des Beratungsgegenstands, der zu den Aufgaben des Gemeinderats gehören muß, beantragt. Dies gilt nicht, wenn der Gemeinderat den gleichen Gegenstand innerhalb der letzten sechs Monate bereits beraten hat.

Gruß
Burner
Finanzen |#619
12.02.2020 - 14:09 Uhr
Zitat von Burner9205
Zum Thema Sondersitzung hier ein Auszug aus der Gemeindeordnung RlP:

§ 34 Gemo

Abs.1
Der Gemeinderat wird vom Vorsitzenden nach Bedarf einberufen. Die erste Sitzung des neu gewählten Gemeinderats ist spätestens vier Wochen nach seiner Wahl einzuberufen. Im übrigen soll mindestens vierteljährlich eine Sitzung stattfinden. Der Gemeinderat ist unverzüglich einzuberufen, wenn ein Viertel der gesetzlichen Zahl der Ratsmitglieder es unter Angabe des Beratungsgegenstands, der zu den Aufgaben des Gemeinderats gehören muß, beantragt. Dies gilt nicht, wenn der Gemeinderat den gleichen Gegenstand innerhalb der letzten sechs Monate bereits beraten hat.

Gruß
Burner


So what? Was willst du uns damit sagen?

1. Ist die Sondersitzung beantragt und schon einberufen

2. Da der FCK oder eine andere Fraktion, da ist zumindest davon auszugehen, einen neuen Antrag ohne Aktien einreichen wird, ist es nicht der gleiche Gegenstand wie vor 2 oder 4 Wochen.
Finanzen |#620
12.02.2020 - 14:25 Uhr
Zitat von Roon_Bub
Auf jeden Fall wird Weichels Beschlussvorlage nicht die einzige sein, die zur Abstimmung stehen wird. Da bin ich mir recht sicher.

Weichel hat doch gegenüber dem SWR gesagt, sein alter Vorschlag sei nicht angenommen worden - und der neue werde auch keine Mehrheit finden. Und dass er einen Antrag des FCK mit den zwischenzeitlich unterbreiteten Elementen (weitere Abgabe von Pokalgeldern ab kommender Saison sowie Bereitstellung der Rohnbauflächen für eine In-Wert-Setzung durch die Stadt) zur Beschlussfassung einreichen würde. Das hörte sich ja erstmal nicht nach Kampfabstimmung, sondern nach einem Kompromiss an. Auch die nur einstündige Sitzungsdauer am Samstag spricht dafür. Ich hoffe also, dass der Aktiendeal vom Tisch ist.

Immerhin wurde ja auch die Sondersitzung einberufen, anstatt bis zum 2. März zu warten. Auch dies habe ich als Entspannungszeichen im Interesse des FCK wahrgenommen.

Hoffen wir mal, dass wir danach dann endlich mit den Investorengesprächen durchstarten können.

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