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Finanzen

02.12.2019 - 16:18 Uhr
Finanzen |#561
10.02.2020 - 12:14 Uhr
Zitat von Newtrial
Tatsächlich ist mir erst durch die Sendung klar geworden, dass es beim FCK-Antrag nicht um die Gnade einer temporären Pachtminderung geht, sondern dass im vor zwei Jahren mit der Stadt geschlossenen Vertrag festgelegt wurde, dass man sich nun über die künftige PachtFESTSETZUNG ganz grundsätzlich unterhalten werde (Merk berief sich auf § 3, ich kenne das Dokument halt nicht).

Ich glaube, man hat diesen Aspekt in der Vergangenheit vereinsseitig ein bisschen versäumt klarzustellen. Die aktuelle Pachtfestsetzung stellt uns für Liga 3 nicht konkurrenzfähig auf - und muss ein für allemal und unbefristet vom Tisch! DAS ist der Punkt - und nicht eine temporäre "Pachtminderung", weil es uns gerademal nicht so gut geht. Solange das Stadion im Fremdbesitz ist, wollen und können wir nicht mehr als 430k in Liga 3 zahlen (zuzüglich weiterer Verpflichtungen, die sich ohne Instandhaltung wohl insgesamt auf 600k belaufen, wenn ich eine Nebenbemerkung von Markus Merk richtig verstanden habe). Ende Gelände! Mehr geht nicht!

Selbst ich als vermutlich relativ gut informierter Fan war bislang in der semantischen Blase der Beantragung einer temporären "Minderung" der Pacht für Liga 3 gefangen. Da kann der OB dann mit "Kompensationen" um die Ecke kommen. Ein FCK-Antrag, der klar macht, dass es hier nicht um einen temporären Engpass geht, sondern dass wir die Pachthöhe in Liga 3 ganz grundlegend an marktüblichen Kriterien neu festsetzen wollen, hätte diese Rhetorik des OB nicht anschlussfähig erscheinen lassen. Also: Auch wenn wir noch 25 Jahre Liga 3 spielten und das Stadion im Stadtbesitz bliebe, zahlten wir künftig immer noch nur den marktüblichen Zins! Eine Pachthöhe von 3 Mio in Liga 3 kann sich die Stadt also demnach ein für allemal in die Haare schmieren! Das ist eine komplett andere Verhandlungsbasis als darum zu bitten, dass einem Stadt noch mal ein, zwei Jahre aus de Klemme hilft.

Mir zumindest war das bis gestern so nicht klar.


Ich habe die Sendung gestern nicht gesehen und kenne den Vertragstext nicht. Im Layenberger Talk sagte,
ich meine Keßler, dass in einer Präambel eine niedrigere Festlegung der Stadionmiete vereinbart worden
wäre. Das macht die Sachlage noch schwieriger, denn eine Präambel gehört ja in den Vertragsinhalt und
müsste damit grundlegend zum Vertragsgegenstand gehören. In diesem Mietvertrag wird, so wie ich es kenne, die zum Zeitpunkt der Vertragsunterzeichnung gültige Miete maßgebend sein.

Als Nichtjurist stelle ich mir die Frage, wiegt die Präambel so stark, dass eine neue Mietfestsetzung die
juristische Folge ist oder führt die Präambel als "Vorklausel" nicht zu einem neuen Mietansatz.

Wäre schön, wenn ein Jurist unter uns, dazu Stellung nehmen könnte.
Finanzen |#562
10.02.2020 - 12:19 Uhr
Zitat von Christ
Was würdet ihr denn davon halten, in einem ersten Schritt die U23 abzumelden und den Kader der ersten Mannschaft auf 22-23 Spieler zu reduzieren. Eventuell ließe sich damit der Finanzbedarf schon deutlich senken. Wenn es dem Verein dann finanziell wieder besser geht, könnte man immernoch eine neue U23 aufbauen


Da wird man vermutlich bis Samstag abwarten.
Ich würde die U23 nicht abmelden. Da werden die Transfereinnahmen höher als die Kosten sein.
Finanzen |#563
10.02.2020 - 12:22 Uhr
Zitat von Marie

Das sehe ich komplett anders und ist bei mir auch anders angekommen. Wir reden über zwei Jahre.

Ich habs mir noch einmal angesehen. Voigt spricht davon, daß man für Liga 1 und Liga 2 feste Werte hat - für Liga 3 nicht.
Und wenn das für Liga 3 festgelegt wird, dann eben NICHT NUR für 2 Jahre bis 2022, sondern dieser Wert steht dann wie die für die 1. und 2. Liga fest. Auch über 2022 hinaus. Das ist das erklärte Ziel - und das muss es auch sein!

Denn alles andere macht für Investoren keinen Sinn und es wird niemand investieren, wenn die Zukunftsfragen diesbezüglich nicht sicher sind. Man hat im Sport schon genug Unwägbarkeiten. Es gibt keine Garantie, daß wir in 2 Jahren aufgestiegen sind. Und Unwägbarkeiten sind Risiken. Die müssen für Investoren langfristig minimiert werden. Deshalb muß und wird der FCK auf die von allen Seiten als "marktüblich" taxierte Stadionpacht bestehen MÜSSEN.

•     •     •

"Die Fußballbegeisterung ist ein Jugendleiden, das einen ein Leben lang begleitet"
(Pier Paolo Pasolini)

Dieser Beitrag wurde zuletzt von Roon_Bub am 10.02.2020 um 12:41 Uhr bearbeitet
Finanzen |#564
10.02.2020 - 12:49 Uhr
Zitat von Roon_Bub
Zitat von Marie
Das sehe ich komplett anders und ist bei mir auch anders angekommen. Wir reden über zwei Jahre.
Ich habs mir noch einmal angesehen. Voigt spricht davon, daß man für Liga 1 und Liga 2 feste Werte hat - für Liga 3 nicht.
Und wenn das für Liga 3 festgelegt wird, dann eben NICHT NUR für 2 Jahre bis 2022, sondern dieser Wert steht dann wie die für die 1. und 2. Liga fest. Auch über 2022 hinaus.

Eben! Und nur das macht in Anbetracht der FCK-Argumentation ja auch Sinn! Dass wir natürlich HOFFEN, nach diesen zwei Jahren nichts mehr mit Liga 3 zu tun zu haben - und das Stadion bis dahin wieder im Vereinsbesitz ist - ist klar. Aber per Prinzip Hoffnung macht man doch keine Verträge!

Unser Argument ist, dass 3 Mio Pachthöhe in Liga 3 unzumutbar ist und man darüber bislang IM GRUNDSATZ keinen tragfähigen Konsens mit der Stadt hat, obwohl dies scheinbar schon in der Präambel des derzeit gültigen Vertrags so steht

Wenn das der Verhandlungsgegenstand ist - und so hörte sich das gestern an - ist es völlig sinnfrei, über "Kompensationen" zu reden. Und wenn es seinerzeit die Vereinbarung gab, nach zwei Jahren diese Frage zu klären, dann leitet sich daraus in meinen Augen auch kein Anspruch der Stadt ab, auf der Ursprungsforderung per Kompensationsgeschäft zu bestehen.

Ich lese das so: Vor zwei Jahren hat man in der Tat eine temporäre PachtMINDERUNG beschlossen. Und die grundlegende Aushandlung einer marktkonformen PachtHÖHE für Liga 3 auf das Jahr 2020 verschoben (vermutlich in der Hoffnung, dass sich das Problem bis dahin sportlich von selbst erledigt hat)! Dann muss man jetzt aber auch VORBEHALTLOS in die Verhandlungen einsteigen.

Und mal ganz grundsätzlich: Als Pächter zahlen wir bitteschön einen marktkonformen Zins! Als Betreiber (was schon absurd ist) die Instandhaltungskosten. Punkt. Aus. Die Stadt bedient per Stadiongesellschaft als EIGENTÜMER den Stadionkredit! Wenn sie es zulässt, dass das Land sich da rausgestohlen hat, dann ist das nicht das Problem des FCK! Und wenn die absurden Zinsforderungen aus diesem Kredit über einen marktkonformen Pachtzins in Liga 3 nicht kompensierbar sind, so ist dies ebenfalls nicht das Problem des FCK!

Wenn ich eine Wohnung miete, ist es mir als Mieter völig egal, ob sich der Eigentümer mit seinem Kredit beim Kauf dieser Wohnung übernommen hat - deshalb hat er noch lange nicht das Recht, meine Miete so hoch zu bemessen, dass er seinen Kredithai zufriedenstellen kann.

Fazit: Die 3 Mio Zinsen p.a. aus dem Stadionkredit sind NICHT das Problem des FCK! Auch nicht als Teil einer "Verantwortungsgemeinschaft". Und die Stadt hat nicht den geringsten Anspruch, sich diese Kohle per Pachtzins in Liga 3 von uns zurückzuholen. Diese Rechnung geht nur für die oberen Ligen (eher zufällig und zum Glück für die Stadt) auf! Der Rest ist nicht unser Problem! Wenn die Stadt uns keinen marktkonformen Pachtzins in Liga 3 ermöglicht, soll sie den Laden halt abschließen und verfallen lassen. DIESES Recht hat sie. Ansonsten kann sie uns mal...

Zweckehe.

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Dieser Beitrag wurde zuletzt von Newtrial am 10.02.2020 um 12:51 Uhr bearbeitet
Finanzen |#565
10.02.2020 - 13:09 Uhr
Zitat von Newtrial


Fazit: Die 3 Mio Zinsen p.a. aus dem Stadionkredit sind NICHT das Problem des FCK! Auch nicht als Teil einer "Verantwortungsgemeinschaft". Und die Stadt hat nicht den geringsten Anspruch, sich diese Kohle per Pachtzins in Liga 3 von uns zurückzuholen. Diese Rechnung geht nur für die oberen Ligen (eher zufällig und zum Glück für die Stadt) auf! Der Rest ist nicht unser Problem! Wenn die Stadt uns keinen marktkonformen Pachtzins in Liga 3 ermöglicht, soll sie den Laden halt abschließen und verfallen lassen. DIESES Recht hat sie. Ansonsten kann sie uns mal...

Zweckehe.


Danke!

Vielleicht sollten vor diesem Hintergrund die lokal nicht so verwurzelten Teile der Führungsriege (Weimer, Wilhelm, Voigt) mal anfangen, laut über einen Wechsel des Spielorts nachzudenken.

Natürlich wäre das ein ganz herber Einschnitt in die Identität des Vereins!
Aber mein Gott - der FCK ist mit dem Betzenberg verwurzelt, nicht mit der Stadt Kaiserslautern. Der FCK ist ein Pfälzer Verein, kein Kaiserslautrer Verein. Und das sage ich als in Lautern aufgewachsener Fan.

Wenn sich der Stadtrat nicht bewegt, sollte man eben mal in Pirmasens anfragen, wie es aussieht.
Mal sehen, wie man es der Stadtbevölkerung verkaufen will, dass der Wirtschaftsfaktor FCK verschwindet und die kommunale Daseinsvorsorge trotzdem leidet, weil man in Millionenhöhe für den Betonklotz aufkommen muss.

Ob man dann nicht doch lieber 20 Millionen Euro nimmt und das Ding von der Backe hat?

Zugeben: Der Beitrag ist sehr emotional geprägt. Mir geht es aber darum zu zeigen, dass die Stadt hier definitiv nicht(!) am längeren Hebel sitzt. Und sich gefälligst entsprechend verhalten sollte. Im Interesse ihrer eigenen Bevölkerung, die für die aktuelle Arroganz wird aufkommen müssen.
Finanzen |#566
10.02.2020 - 13:29 Uhr
Zitat von FckTribun
Natürlich wäre das ein ganz herber Einschnitt in die Identität des Vereins!
Aber mein Gott - der FCK ist mit dem Betzenberg verwurzelt, nicht mit der Stadt Kaiserslautern. Der FCK ist ein Pfälzer Verein, kein Kaiserslautrer Verein. Und das sage ich als in Lautern aufgewachsener Fan.

Wenn sich der Stadtrat nicht bewegt, sollte man eben mal in Pirmasens anfragen, wie es aussieht.

Das kann man mit Merk und Kessler (und den über 80% der Mitglieder, die diese Truppe in die Gremien gewählt hat) nicht machen. Also, ich kann es mir nicht vorstellen.
Was man aber machen kann ist, und da hat Merk ja schon den ersten Schritt getan, die Werte, die das zum Großteil unausgebaute Stadion bietet, aufteilen. Zuerst zwischen Stadt und FCK und dann kann jeder seine eigenen Investoren anschleppen. Da bin ich mal gespannt ob zB ein Herr Becca, wenn aus "dem großen Betonklotz" plötzlich ein "Doppelhaus" geworden ist, lieber in die "FCK-WG"-Hälfte oder doch in die "Stadt KL-WG" einzieht.

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"Die Fußballbegeisterung ist ein Jugendleiden, das einen ein Leben lang begleitet"
(Pier Paolo Pasolini)
Finanzen |#567
10.02.2020 - 14:22 Uhr
Zitat von FckTribun

Vielleicht sollten vor diesem Hintergrund die lokal nicht so verwurzelten Teile der Führungsriege (Weimer, Wilhelm, Voigt) mal anfangen, laut über einen Wechsel des Spielorts nachzudenken.


Bringt halt nix, wenn jeder weiß, dass das eine leere Drohung ist.

Beste Grüße
Lullaby
Finanzen |#568
10.02.2020 - 14:35 Uhr
Zitat von Lullaby
Zitat von FckTribun

Vielleicht sollten vor diesem Hintergrund die lokal nicht so verwurzelten Teile der Führungsriege (Weimer, Wilhelm, Voigt) mal anfangen, laut über einen Wechsel des Spielorts nachzudenken.


Bringt halt nix, wenn jeder weiß, dass das eine leere Drohung ist.

Beste Grüße
Lullaby


Wenn sich der Stadtrat nicht entscheidend bewegt und die Realitäten erkennt, ist das in absehbarer Zeit keine leere Drohung mehr, sondern für beide Seiten (bittere) Realität.
Finanzen |#569
10.02.2020 - 16:57 Uhr
@FckTribun, die Überlegungen über eine alternative Spielstätte für den FCK sind doch eine reine Phantomdiskussion. Sie bringen uns keinen Schritt weiter. Beide Parteien (Stadt UND FCK) wissen, dass sie am Samstag eine Einigung erzielen MÜSSEN. Sonst gibt es ein böses Erwachen für beide. Daher rechne ich unter diesen Voraussetzungen mit einen für beide Seiten tragfähigen Kompromiss. Und dann schlägt die Stunde der Investoren ...
Finanzen |#570
10.02.2020 - 17:03 Uhr
Zitat von Roon_Bub
Zitat von FckTribun

Natürlich wäre das ein ganz herber Einschnitt in die Identität des Vereins!
Aber mein Gott - der FCK ist mit dem Betzenberg verwurzelt, nicht mit der Stadt Kaiserslautern. Der FCK ist ein Pfälzer Verein, kein Kaiserslautrer Verein. Und das sage ich als in Lautern aufgewachsener Fan.

Wenn sich der Stadtrat nicht bewegt, sollte man eben mal in Pirmasens anfragen, wie es aussieht.

Das kann man mit Merk und Kessler (und den über 80% der Mitglieder, die diese Truppe in die Gremien gewählt hat) nicht machen. Also, ich kann es mir nicht vorstellen.
Was man aber machen kann ist, und da hat Merk ja schon den ersten Schritt getan, die Werte, die das zum Großteil unausgebaute Stadion bietet, aufteilen. Zuerst zwischen Stadt und FCK und dann kann jeder seine eigenen Investoren anschleppen. Da bin ich mal gespannt ob zB ein Herr Becca, wenn aus "dem großen Betonklotz" plötzlich ein "Doppelhaus" geworden ist, lieber in die "FCK-WG"-Hälfte oder doch in die "Stadt KL-WG" einzieht.


Dann kann man bei der nächsten JHV ja auch gleich einen Antrag stellen, den FCK in FCP umzubenennen. Solche Abwanderungsüberlegungen sind in meinen Augen völlig absurd, was ich ja schon weiter oben begründet habe. Ein Stadion wie die Husterhöhe hat 10 Tsd. Plätze, ist größtenteils nicht überdacht und erfüllt schon alleine deshalb nicht die Anforderungen der DFL für die 1 und 2. Liga. Ein besserer Bolzplatz. Das wäre die endgültige Zementierung der Bedeutungslosigkeit. Wenn man sich lächerlich machen will, kann man gerne mit Pirmasens drohen. Besser wäre es, man meldet dann lieber gleich den Spielbetrieb ab und fertig, das hätte mehr Würde und wäre mit einiger Verzögerung sowieso die Folge.
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