Finanzen
02.12.2019 - 16:18 Uhr
@Newtrial
Nur zur Relativierung und Einordnung:
Mit anderer Tagesform sehe ich das Ganze auch eher wie du. Ich habe da generell große Schwankungen in meiner Sichtweise des Fußballs. Gerade, weil ich vieles für mich auch einfach ablehne und trotzdem dem Fußball nicht einfach den Rücken kehren kann oder will.
Es ist halt schwierig. Ähnlich ergeht es mir bei Betrachtung der Marktwirtschaft und des finanzkapitalistischen Akkumulationsregimes - für mich ist das definitiv nicht das Ende der Geschichte und mit mehr immanenter Ungerechtigkeit behaftet als für mich akzeptabel. Trotzdem lebe ich in diesem Ordnungssystem, genieße die sich mir bietenden Vorteile und versuche damit klarzukommen, dass sich letztlich alles falsch oder halbgar anfühlt.
Klar, müssen wir - jede*r für sich und dann wir alle miteinander - aushandeln, welche Handlungen für uns in Bezug auf die Liebe zum FCK akzeptabel sind. Aber selbst wenn man in einer Sanierung oder Planinsolvenz etwas moralisch verwerliches sieht, wie geht man dann im nächsten Schritt damit um, dass es vor allem Quattrex und Becca treffen wird? Es geht ja hier (hoffentlich) nicht darum, dass wir den Reinigungsdienstleister auf offenen Rechnungen sitzen lassen.
Aber dennoch: Moral und Fußball sind generell brutal schwierig. St. Pauli und UnderArmour...
Und wenn hier ein Köln-Fan uns zu mehr Demut und weniger Anforderungen an die Kommune rät, kann ich auch nur lachen, wenn unter den größten Werbepartnern u.a. Unternehmen wie RheinEnergie, NetCologne (im Mehrheits-/Alleineigentum der GEW Köln als kommunaler Träger), die Kreissparkasse Köln und die Stadtsparkasse Köln-Bonn sind oder waren und dadurch Sponsoring aus öffentlicher Hand in den Verein stattfindet (und das waren jetzt die alleroffensichtlichsten Fälle der Premiumpartner, allerdings wohl aus einer nicht mehr aktuellen Liste).
Und von den Mainzern und deren Stadionbau brauchen wir erst gar nicht anfangen.
Wie gesagt, Moral ist generell ein schönes Thema für Diskussionen, aber was hier und auch auf anderen Plattformen manche Vertreter von Fremdvereinen in Diskussionen über die FCK-Finanzen abliefern, empfinde ich zum Teil als krass unreflektierte Heuchelei.
Nur zur Relativierung und Einordnung:
Mit anderer Tagesform sehe ich das Ganze auch eher wie du. Ich habe da generell große Schwankungen in meiner Sichtweise des Fußballs. Gerade, weil ich vieles für mich auch einfach ablehne und trotzdem dem Fußball nicht einfach den Rücken kehren kann oder will.
Es ist halt schwierig. Ähnlich ergeht es mir bei Betrachtung der Marktwirtschaft und des finanzkapitalistischen Akkumulationsregimes - für mich ist das definitiv nicht das Ende der Geschichte und mit mehr immanenter Ungerechtigkeit behaftet als für mich akzeptabel. Trotzdem lebe ich in diesem Ordnungssystem, genieße die sich mir bietenden Vorteile und versuche damit klarzukommen, dass sich letztlich alles falsch oder halbgar anfühlt.
Klar, müssen wir - jede*r für sich und dann wir alle miteinander - aushandeln, welche Handlungen für uns in Bezug auf die Liebe zum FCK akzeptabel sind. Aber selbst wenn man in einer Sanierung oder Planinsolvenz etwas moralisch verwerliches sieht, wie geht man dann im nächsten Schritt damit um, dass es vor allem Quattrex und Becca treffen wird? Es geht ja hier (hoffentlich) nicht darum, dass wir den Reinigungsdienstleister auf offenen Rechnungen sitzen lassen.
Aber dennoch: Moral und Fußball sind generell brutal schwierig. St. Pauli und UnderArmour...
Und wenn hier ein Köln-Fan uns zu mehr Demut und weniger Anforderungen an die Kommune rät, kann ich auch nur lachen, wenn unter den größten Werbepartnern u.a. Unternehmen wie RheinEnergie, NetCologne (im Mehrheits-/Alleineigentum der GEW Köln als kommunaler Träger), die Kreissparkasse Köln und die Stadtsparkasse Köln-Bonn sind oder waren und dadurch Sponsoring aus öffentlicher Hand in den Verein stattfindet (und das waren jetzt die alleroffensichtlichsten Fälle der Premiumpartner, allerdings wohl aus einer nicht mehr aktuellen Liste).
Und von den Mainzern und deren Stadionbau brauchen wir erst gar nicht anfangen.
Wie gesagt, Moral ist generell ein schönes Thema für Diskussionen, aber was hier und auch auf anderen Plattformen manche Vertreter von Fremdvereinen in Diskussionen über die FCK-Finanzen abliefern, empfinde ich zum Teil als krass unreflektierte Heuchelei.
Zitat von Previal
Ich würde mich da als Verhandlungsführer von Quattrex ganz entspannt in den Sessel legen und oben stehende Forderungen äußern. Wenn sich bis kurz vor der Frist keine Investoren zu einer signifikanten Schuldentilgung bringen lassen, mache ich ein Zugeständnis "Wir erlassen euch die Schulden. Wir kriegen das NLZ, ihr zahlt Miete. Sofern ihr Investoren bekommt oder wieder in die 2. Liga aufsteigt, hätten wir gerne eine Erfolgszahlung i.H.v von 1 Mio pro Jahr in der 2. Liga und 20% aller Eigenkapitalerhöhungen bis 2025 ".
Ich würde mich da als Verhandlungsführer von Quattrex ganz entspannt in den Sessel legen und oben stehende Forderungen äußern. Wenn sich bis kurz vor der Frist keine Investoren zu einer signifikanten Schuldentilgung bringen lassen, mache ich ein Zugeständnis "Wir erlassen euch die Schulden. Wir kriegen das NLZ, ihr zahlt Miete. Sofern ihr Investoren bekommt oder wieder in die 2. Liga aufsteigt, hätten wir gerne eine Erfolgszahlung i.H.v von 1 Mio pro Jahr in der 2. Liga und 20% aller Eigenkapitalerhöhungen bis 2025 ".
In diesem Fall würde ich mich als FCK Verhandlungspartner für die Zusammenarbeit der vergangenen Jahre bedanken, nach Hause fahren und dort die Regelinsolvenz einleiten!
Der von dir beschriebene Fall mag zwar in der Branche völlig üblich sein, würde uns aber 0,00 voran bringen. Ziel ist es doch ganz klar, sich der Metzger zu entledigen, die einem sobald uns bisschen Fleisch auf die Rippen wächst, dieses uns komplett wegzuschneiden. Beim von dir beschriebenen Szenario würde man lediglich die Galgenfrist verlängert bekommen, aber nicht Schulden erlassen. Das kann der Weg nicht sein. Erst recht nicht, wenn man dadurch seine Verhandlungsposition gegenüber anderer Investoren nicht gestärkt bekäme, weil man denen verkaufen müsste: Im Moment kann zwar das investierte Geld in dei Mannschaft fließen, aber da lauert noch was in der Zukunft, was uns empfindlich ausbremsen wird!
Nochmal: Damit der 1. FC Kaiserslautern in Zukunft überleben kanndürfen zwingend in Zukunft keine Menschen mehr da sein, die Forderungen an den FCK haben. Das nach der Insolvenz reinkommende Geld wird benötigt um seinen eigenen Laden am laufen zu halten und Beine zu kaufen, die für uns spielen. Da ist kein Platz, um Gläubiger zu bedienen.
Es kann also nur 2 Wege geben: Entweder die Gläubiger (z.B. Quattrex) lassen sich mit ein bisschen abspeisen oder eben mit gar nichts. Wenn sich die Gläubiger mit "ein bisschen eben nicht zufrieden geben und lieber gar nichts wollen, dann wäre das halt eben so und dann müsste man das akzeptieren. Das wäre dann deren Entscheidung. Weiterhin rumkrebsen, sobald bisschen was da ist das direkt abzugeben und nur am langen Arm am leben gehalten zu werden, dass kann die Lösung nicht sein. Resetknopf, so oder so. Anders gehts halt nicht!
Dieser Beitrag wurde zuletzt von HorstEckel am 06.04.2020 um 16:13 Uhr bearbeitet Zitat von Previal
Was hindert Quattrex also daran, zu sagen "holt die Investoren mit an den Tisch, und sorgt dafür, dass wir 80% (oder sogar 100%) eurer Verbindlichkeit über alle Einnahmen inklusive Eigenkapital von Investoren zugesichert bekommen. Von mir aus habt ihr dafür halt 2 Jahre länger Zeit, aber wir wollen unser Geld". Die Antwort ist: nichts. Wegen einem Risiko, die (sowieso schon einkalkulierten) 20% Verlust notfalls hinzunehmen, wird es die Zustimmung nicht so einfach geben.
Was hindert Quattrex also daran, zu sagen "holt die Investoren mit an den Tisch, und sorgt dafür, dass wir 80% (oder sogar 100%) eurer Verbindlichkeit über alle Einnahmen inklusive Eigenkapital von Investoren zugesichert bekommen. Von mir aus habt ihr dafür halt 2 Jahre länger Zeit, aber wir wollen unser Geld". Die Antwort ist: nichts. Wegen einem Risiko, die (sowieso schon einkalkulierten) 20% Verlust notfalls hinzunehmen, wird es die Zustimmung nicht so einfach geben.
Ganz einfach:
Es gibt die Investoren nicht^^
Der FCK ist in der dritten Liga ein Minusgeschäft. Mit Corona wird das noch deutlich schlimmer, weil zum einen die Zuschauereinnahmen unsicher sind und zum anderen das Überleben der 3. Liga ebenfalls unsicher ist. In dieser SItuation, wo so viel unklar ist, wird kein Investor dem FCK die Summen zusichern, die wir gerade bräuchten. Wer soll denn da bitte mehrere Millionen reinbuttern, wenn unklar ist wie überhaupt Fußball weiter gespielt werden kann?
Ich glaube nicht, dass irgendeine Seite gerade entspannt die Verhandlungen reingeht. Deswegen glaub ich auch weder an die 10% noch an die 80% Version. Das einzige, was wir halt gerade anbieten können sind Dept Equity Swaps. Und wer sich über die Angebote von Littigs Gruppe oder Becca schon entrüstet zeigte, der wird bitter schlucken müssen bei ner Planinsolvenz...
Zitat von HorstEckel
In diesem Fall würde ich mich als FCK Verhandlungspartner für die Zusammenarbeit der vergangenen Jahre bedanken, nach Hause fahren und dort die Regelinsolvenz einleiten!
(...)
Es kann also nur 2 Wege geben: Entweder die Gläubiger (z.B. Quattrex) lassen sich mit ein bisschen abspeisen oder eben mit gar nichts. Wenn sich die Gläubiger mit "ein bisschen eben nicht zufrieden geben und lieber gar nichts wollen, dann wäre das halt eben so und dann müsste man das akzeptieren.
Zitat von Previal
Ich würde mich da als Verhandlungsführer von Quattrex ganz entspannt in den Sessel legen und oben stehende Forderungen äußern. Wenn sich bis kurz vor der Frist keine Investoren zu einer signifikanten Schuldentilgung bringen lassen, mache ich ein Zugeständnis "Wir erlassen euch die Schulden. Wir kriegen das NLZ, ihr zahlt Miete. Sofern ihr Investoren bekommt oder wieder in die 2. Liga aufsteigt, hätten wir gerne eine Erfolgszahlung i.H.v von 1 Mio pro Jahr in der 2. Liga und 20% aller Eigenkapitalerhöhungen bis 2025 ".
Ich würde mich da als Verhandlungsführer von Quattrex ganz entspannt in den Sessel legen und oben stehende Forderungen äußern. Wenn sich bis kurz vor der Frist keine Investoren zu einer signifikanten Schuldentilgung bringen lassen, mache ich ein Zugeständnis "Wir erlassen euch die Schulden. Wir kriegen das NLZ, ihr zahlt Miete. Sofern ihr Investoren bekommt oder wieder in die 2. Liga aufsteigt, hätten wir gerne eine Erfolgszahlung i.H.v von 1 Mio pro Jahr in der 2. Liga und 20% aller Eigenkapitalerhöhungen bis 2025 ".
In diesem Fall würde ich mich als FCK Verhandlungspartner für die Zusammenarbeit der vergangenen Jahre bedanken, nach Hause fahren und dort die Regelinsolvenz einleiten!
(...)
Es kann also nur 2 Wege geben: Entweder die Gläubiger (z.B. Quattrex) lassen sich mit ein bisschen abspeisen oder eben mit gar nichts. Wenn sich die Gläubiger mit "ein bisschen eben nicht zufrieden geben und lieber gar nichts wollen, dann wäre das halt eben so und dann müsste man das akzeptieren.
Das ist doch genau der Punkt. Der FCK kann nicht nach Hause fahren, bzw. nur, wenn man bereit ist, den Verein sterben zu lassen. Ist das hier oder in der Führungsebene irgendwer? Wird man nicht eher weiterhin versuchen, irgendwie am Leben zu bleiben? Das ist hier mal so schnell gesagt, dass man dann eben abbrechen soll. Sagst du das Gleiche allerdings auch noch, wenn der Verein morgen nicht mehr existiert? Wenn das Forum hier zugemacht wird? Oder glaubt ihr noch an die Hoffnung, dass eine Regelinsolvenz gar nicht so schlimm und ein langsamer Aufbau möglich wäre?
Ja, ein Kompromiss ist möglich. Aber der Preis wird sicherlich nicht "günstig", mehr möchte ich doch gar nicht sagen.
Und sich "abspeisen" zu lassen, wird doch kein Gläubiger machen. Versetzt euch mal in die Lage von Quattrex, der FCK hat mit der Planinsolvenz eine Forderung an die Gläubiger, ohne signifikante Gegenleistung erfülle ich doch die Forderung nicht. Das einzige Argument, das der FCK wirklich hat, ist zu sagen "Investoren kann es nur bei Reduktion der Schulden geben". Das ist wirklich das einzige Argument, den Preis zu drücken - aber das reicht sicher nicht, dass Quattrex einfach mal eben auf 80% verzichtet. Und das erfordert auch, dass es diese Investoren überhaupt gibt. Wie schon gesagt, bringt dem FCK und auch den Gläubigern eine Planinsolvenz überhaupt nichts, wenn diese nicht gibt.
Korrekt. Wenn es diese im Planinsolvenzverfahren allerdings immer noch gibt, wird es keine Regelinsolvenz geben. Denn: Auch wer keine Schulden mehr hat, benötigt Geld, um Mitarbeiter, Spieler und eine Spielstätte zu finanzieren. Außer es findet sich irgendwer, der eine 3. Liga Spielstätte zum Spottpreis finanziert oder anbietet.
Zitat von Muh87
Der FCK ist in der dritten Liga ein Minusgeschäft. Mit Corona wird das noch deutlich schlimmer, weil zum einen die Zuschauereinnahmen unsicher sind und zum anderen das Überleben der 3. Liga ebenfalls unsicher ist. In dieser SItuation, wo so viel unklar ist, wird kein Investor dem FCK die Summen zusichern, die wir gerade bräuchten. Wer soll denn da bitte mehrere Millionen reinbuttern, wenn unklar ist wie überhaupt Fußball weiter gespielt werden kann?
Der FCK ist in der dritten Liga ein Minusgeschäft. Mit Corona wird das noch deutlich schlimmer, weil zum einen die Zuschauereinnahmen unsicher sind und zum anderen das Überleben der 3. Liga ebenfalls unsicher ist. In dieser SItuation, wo so viel unklar ist, wird kein Investor dem FCK die Summen zusichern, die wir gerade bräuchten. Wer soll denn da bitte mehrere Millionen reinbuttern, wenn unklar ist wie überhaupt Fußball weiter gespielt werden kann?
Leider sehe ich das auch so.
Zitat von Muh87
Ich glaube nicht, dass irgendeine Seite gerade entspannt die Verhandlungen reingeht. Deswegen glaub ich auch weder an die 10% noch an die 80% Version. Das einzige, was wir halt gerade anbieten können sind Dept Equity Swaps.
Ich glaube nicht, dass irgendeine Seite gerade entspannt die Verhandlungen reingeht. Deswegen glaub ich auch weder an die 10% noch an die 80% Version. Das einzige, was wir halt gerade anbieten können sind Dept Equity Swaps.
Equity Positionen haben aktuell einen rechnerischen und auch faktischen Wert von 0€. Auch hier gilt, ohne potentiellen Investor kann man sich die Aktion sparen.
Zitat von Muh87
I
Und wer sich über die Angebote von Littigs Gruppe oder Becca schon entrüstet zeigte, der wird bitter schlucken müssen bei ner Planinsolvenz...
I
Und wer sich über die Angebote von Littigs Gruppe oder Becca schon entrüstet zeigte, der wird bitter schlucken müssen bei ner Planinsolvenz...
Zustimmung.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Previal am 06.04.2020 um 16:42 Uhr bearbeitet
Previal
Den FCK sehe ich in folgender Position.
Alle Sanierungsmaßnahmen der Vergangenheit sind fehlgeschlagen, die Insolvenz muss spätestens am
30.6.20 angemeldet werden. Damit ist der Verein am 30.6.20 tot. Da sind wir uns einig.
Jetzt geht eine Tür auf, kein Punktabzug bei Planinsolvenz, anmeldbar spätestens am 30.6.20.
Bei der Planinsolvenz muss der FCK den Gläubigern ein besseres Angebot ( Quote ) als 0 bieten, wenn man
davon ausgeht, dass die Regelinsolvenz mit 0 Quote abgeschlossen wird. Dieses Angebot kann sich zusammensetzen aus Zahlungen innerhalb der Planinsolvenz und Anteilen, Zahlungen nach der Insolvenz,
sodass die Gläubiger wesentlich mehr als bei der Regelinsolvenz erhalten. Warum sollten sie dann nicht
zustimmen, auch wenn sie nur 30, 40% Quote erhalten mit der Aussicht auf noch mehr ?
Im Planinsolvenzverfahren braucht der FCK eine Spielstätte, erstmal für Geisterspiele, später 3 Liga tauglich.
Das ist unsere Schwachstelle. Ein Planinsolvenzverfahren ist nichts anderes als die Form eines Sanierungs-
verfahrens mit gerichtlicher Betreuung. Ihm wird nur stattgegeben, wenn Erfolgsaussicht besteht, also
sozusagen Schuldentilgung unter Gewinnerzielung.
Zum derzeitigen Zeitpunkt benötigt der FCK auch nach dem Planinsolvenzzeitraum Investoren, um in
die Gewinnzone zu kommen. Auch deshalb der Gemeinverbund.
Die Investoren ( Regionalen ) gibt es, die Spielstätte ( Betze ) verhindert durch den bestehenden Mietvertrag
( Miete + Instandhaltungskosten ) die Rückkehr in die Gewinnzone.
Folglich muss das Stadionproblem ( neuer Mietvertrag ohne Instandhaltungskosten ) oder anderes Stadion
zwingend mit gelöst werden. Die vorteilhafteste Lösung für den FCK wäre der Erwerb des Stadions
( Investorengelder ), da dann das Stadion in den Aktiva stehen würde und einen viel höheren Wert
erhielte, insbesondere wenn der FCK wieder erfolgreich Fußball spielen würde.
Wegen der Instandhaltungskosten und der niedrigen Miete hat der Betze derzeit nur durch den Verein
FCK einen Wert. Stirbt der FCK ist der Wert für die Stadt und die daranhängende SG, ob sie in Insolvenz
geht oder nicht, 0.
Ich könnte mir vorstellen, dass es funktioniert, kann mir genauso vorstellen, dass wir scheitern.
Wenn wir scheitern sind wir genauso tot wie bei der Regelinsolvenz. Aber wir haben gekämpft,
denn innerhalb der Verhandlungen wird die Fanbase, die Marke FCK und die Treue der Fans den
Unterschied ausmachen können.
Den FCK sehe ich in folgender Position.
Alle Sanierungsmaßnahmen der Vergangenheit sind fehlgeschlagen, die Insolvenz muss spätestens am
30.6.20 angemeldet werden. Damit ist der Verein am 30.6.20 tot. Da sind wir uns einig.
Jetzt geht eine Tür auf, kein Punktabzug bei Planinsolvenz, anmeldbar spätestens am 30.6.20.
Bei der Planinsolvenz muss der FCK den Gläubigern ein besseres Angebot ( Quote ) als 0 bieten, wenn man
davon ausgeht, dass die Regelinsolvenz mit 0 Quote abgeschlossen wird. Dieses Angebot kann sich zusammensetzen aus Zahlungen innerhalb der Planinsolvenz und Anteilen, Zahlungen nach der Insolvenz,
sodass die Gläubiger wesentlich mehr als bei der Regelinsolvenz erhalten. Warum sollten sie dann nicht
zustimmen, auch wenn sie nur 30, 40% Quote erhalten mit der Aussicht auf noch mehr ?
Im Planinsolvenzverfahren braucht der FCK eine Spielstätte, erstmal für Geisterspiele, später 3 Liga tauglich.
Das ist unsere Schwachstelle. Ein Planinsolvenzverfahren ist nichts anderes als die Form eines Sanierungs-
verfahrens mit gerichtlicher Betreuung. Ihm wird nur stattgegeben, wenn Erfolgsaussicht besteht, also
sozusagen Schuldentilgung unter Gewinnerzielung.
Zum derzeitigen Zeitpunkt benötigt der FCK auch nach dem Planinsolvenzzeitraum Investoren, um in
die Gewinnzone zu kommen. Auch deshalb der Gemeinverbund.
Die Investoren ( Regionalen ) gibt es, die Spielstätte ( Betze ) verhindert durch den bestehenden Mietvertrag
( Miete + Instandhaltungskosten ) die Rückkehr in die Gewinnzone.
Folglich muss das Stadionproblem ( neuer Mietvertrag ohne Instandhaltungskosten ) oder anderes Stadion
zwingend mit gelöst werden. Die vorteilhafteste Lösung für den FCK wäre der Erwerb des Stadions
( Investorengelder ), da dann das Stadion in den Aktiva stehen würde und einen viel höheren Wert
erhielte, insbesondere wenn der FCK wieder erfolgreich Fußball spielen würde.
Wegen der Instandhaltungskosten und der niedrigen Miete hat der Betze derzeit nur durch den Verein
FCK einen Wert. Stirbt der FCK ist der Wert für die Stadt und die daranhängende SG, ob sie in Insolvenz
geht oder nicht, 0.
Ich könnte mir vorstellen, dass es funktioniert, kann mir genauso vorstellen, dass wir scheitern.
Wenn wir scheitern sind wir genauso tot wie bei der Regelinsolvenz. Aber wir haben gekämpft,
denn innerhalb der Verhandlungen wird die Fanbase, die Marke FCK und die Treue der Fans den
Unterschied ausmachen können.
Ich stimme bei vielem zu @pulder, daher zitiere ich nur die paar anderen Punkte.
1. Muss auch ein Weg aufgezeigt werden, dass eine solche Quote erreichbar ist. Das geht nur über Kapital. Da Fremdkapital nicht mehr möglich ist, bleiben nur Investoren als letzte Hoffnung. Und eben daher hat Quattrex eine vermeintlich "entspannte" (nicht im Sinne von nichts zu verlieren, aber im Sinne von Risiko- Chancenabschätzung) Lage und kann Forderungen sehr hoch stellen.
2. Langsam steigen deine Quoten, 40% würde ich langsam auch nicht mehr als "günstig" oder "für einen kleinen Preis" bezeichnen. Wenn wir noch bisschen argumentieren, bekomme ich dich vielleicht noch auf 50%, dann bin ich zufrieden
Das ist in der Schlussfolgerung nicht 'ganz' korrekt. Selbst, wenn die Stadt dem FCK das Stadion mal eben schenken würde, würde uns das in der Cash-Flow Rechnung nur sehr bedingt helfen. Effektiv spart der FCK bei einer Einverleibung des Stadion aktuell lediglich die Miete von 625k im Jahr. Der Wert des Vereins würde zwar ein Stück steigen, aber die Finanzplanung des FCK an sich, würde sich dadurch kaum verändern. Also damit meine ich die "wirtschaftlichen" Chancen, wieder nach oben zu kommen oder auch den Lizenzerhalt. Auch für (potentielle) Investoren hätte das direkt eher geringe Auswirkungen. Denn das Problem ist (in der 3. Liga) nicht die Miete, sondern die Instand- und Unterhaltungskosten.
Also ja, das Stadion ist eines unserer Hauptprobleme. Ja, es würde helfen, dieses in eigenen Besitz zu bekommen. Aber nein, ein Kauf des Stadions über Investoren würde uns nicht retten. Mal davon abgesehen, dass du eine optimistischere Sicht hinsichtlich des Kaufpreises des Stadions hast, als ich - aber das ist hier nebensächlich.
Bei allen nicht zitierten Passagen stimme ich dir völlig zu.
Zitat von pulder
Warum sollten sie dann nichtzustimmen, auch wenn sie nur 30, 40% Quote erhalten mit der Aussicht auf noch mehr ?
Warum sollten sie dann nichtzustimmen, auch wenn sie nur 30, 40% Quote erhalten mit der Aussicht auf noch mehr ?
1. Muss auch ein Weg aufgezeigt werden, dass eine solche Quote erreichbar ist. Das geht nur über Kapital. Da Fremdkapital nicht mehr möglich ist, bleiben nur Investoren als letzte Hoffnung. Und eben daher hat Quattrex eine vermeintlich "entspannte" (nicht im Sinne von nichts zu verlieren, aber im Sinne von Risiko- Chancenabschätzung) Lage und kann Forderungen sehr hoch stellen.
2. Langsam steigen deine Quoten, 40% würde ich langsam auch nicht mehr als "günstig" oder "für einen kleinen Preis" bezeichnen. Wenn wir noch bisschen argumentieren, bekomme ich dich vielleicht noch auf 50%, dann bin ich zufrieden
Zitat von pulder
Die Investoren ( Regionalen ) gibt es, die Spielstätte ( Betze ) verhindert durch den bestehenden Mietvertrag
( Miete + Instandhaltungskosten ) die Rückkehr in die Gewinnzone.
Folglich muss das Stadionproblem ( neuer Mietvertrag ohne Instandhaltungskosten ) oder anderes Stadion
zwingend mit gelöst werden. Die vorteilhafteste Lösung für den FCK wäre der Erwerb des Stadions
( Investorengelder ), da dann das Stadion in den Aktiva stehen würde und einen viel höheren Wert
erhielte, insbesondere wenn der FCK wieder erfolgreich Fußball spielen würde.
Die Investoren ( Regionalen ) gibt es, die Spielstätte ( Betze ) verhindert durch den bestehenden Mietvertrag
( Miete + Instandhaltungskosten ) die Rückkehr in die Gewinnzone.
Folglich muss das Stadionproblem ( neuer Mietvertrag ohne Instandhaltungskosten ) oder anderes Stadion
zwingend mit gelöst werden. Die vorteilhafteste Lösung für den FCK wäre der Erwerb des Stadions
( Investorengelder ), da dann das Stadion in den Aktiva stehen würde und einen viel höheren Wert
erhielte, insbesondere wenn der FCK wieder erfolgreich Fußball spielen würde.
Das ist in der Schlussfolgerung nicht 'ganz' korrekt. Selbst, wenn die Stadt dem FCK das Stadion mal eben schenken würde, würde uns das in der Cash-Flow Rechnung nur sehr bedingt helfen. Effektiv spart der FCK bei einer Einverleibung des Stadion aktuell lediglich die Miete von 625k im Jahr. Der Wert des Vereins würde zwar ein Stück steigen, aber die Finanzplanung des FCK an sich, würde sich dadurch kaum verändern. Also damit meine ich die "wirtschaftlichen" Chancen, wieder nach oben zu kommen oder auch den Lizenzerhalt. Auch für (potentielle) Investoren hätte das direkt eher geringe Auswirkungen. Denn das Problem ist (in der 3. Liga) nicht die Miete, sondern die Instand- und Unterhaltungskosten.
Also ja, das Stadion ist eines unserer Hauptprobleme. Ja, es würde helfen, dieses in eigenen Besitz zu bekommen. Aber nein, ein Kauf des Stadions über Investoren würde uns nicht retten. Mal davon abgesehen, dass du eine optimistischere Sicht hinsichtlich des Kaufpreises des Stadions hast, als ich - aber das ist hier nebensächlich.
Bei allen nicht zitierten Passagen stimme ich dir völlig zu.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Previal am 06.04.2020 um 17:35 Uhr bearbeitet
Es braucht meines Erachtens nicht mal eine sofortige Entschuldung jenseits dessen, was wir so oder so zurückzahlen müssen. Ein Schuldenschnitt hilft auch nur bedingt, wenn der Cashflow jährlich bei -5 Millionen liegt. Ein Verzicht auf Zinszahlungen unterhalb der ersten Liga und dafür im Ausgleich eine Erfolgsprämie bei Aufstieg in die erste Liga wären sinnvoller. Wir müssen vor allem unseren Cashflow reparieren, dann kriegt man die Bilanz auch über Anteilsverkäufe geradegebogen.
Da ist die Stadt dann allerdings mit im Boot, denn die Unterhaltskosten fürs Stadion können wir uns in Liga 3 auf Dauer nicht leisten.
Beste Grüße
Lullaby
Da ist die Stadt dann allerdings mit im Boot, denn die Unterhaltskosten fürs Stadion können wir uns in Liga 3 auf Dauer nicht leisten.
Beste Grüße
Lullaby
Hat einer sich eigentlich mal anschauen können, warum die jährlichen Instandhaltungskosten so hoch sind? Was muss um Himmels willen eigentlich in Millionenhöhe jedes Jahr instand gehalten werden? Da bauen andere Vereine ein neues Stadion von
Zitat von Gutgolf
Hat einer sich eigentlich mal anschauen können, warum die jährlichen Instandhaltungskosten so hoch sind? Was muss um Himmels willen eigentlich in Millionenhöhe jedes Jahr instand gehalten werden? Da bauen andere Vereine ein neues Stadion von
Hat einer sich eigentlich mal anschauen können, warum die jährlichen Instandhaltungskosten so hoch sind? Was muss um Himmels willen eigentlich in Millionenhöhe jedes Jahr instand gehalten werden? Da bauen andere Vereine ein neues Stadion von

Naja als ich 2008 mit SIEMENS vor ort war, um die IP Kameras für die Stadionüberwachung instandzusetzen war dies mit Kosten von ca. 35.000€ verbunden für ne handvoll Kameras, da u.a. auch Erdarbeiten von nöten waren. Die Kosten für so eine großes Stadion instand zu halten geraten da schnell mal außer Kontrolle.
Zitat von Gutgolf
Hat einer sich eigentlich mal anschauen können, warum die jährlichen Instandhaltungskosten so hoch sind? Was muss um Himmels willen eigentlich in Millionenhöhe jedes Jahr instand gehalten werden? Da bauen andere Vereine ein neues Stadion von
Hat einer sich eigentlich mal anschauen können, warum die jährlichen Instandhaltungskosten so hoch sind? Was muss um Himmels willen eigentlich in Millionenhöhe jedes Jahr instand gehalten werden? Da bauen andere Vereine ein neues Stadion von

Meist ist ja von Betriebskosten die Rede. Da ist dann alles dabei von Energiekosten, über Security und Reinigungskosten, sonstige Personalkosten bis hin zu baulichen Renovierungsmaßnahmen.
Eine WM Arena mit 50.000 Plätzen verschlingt da schnell einen recht hohen Millionen-Betrag pro Jahr. Das geht nicht nur uns so. Zum Vergleich: In Regensburg sind es 1,7 Millionen jährlich, bei Rot Weiß Essen 1,0 Million... Dort steht jeweils keine 50.000-Zuschauer-Arena...
Dieser Beitrag wurde zuletzt von FCKFAN am 06.04.2020 um 22:29 Uhr bearbeitet
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