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Finanzen

02.12.2019 - 16:18 Uhr
Finanzen |#1391
17.04.2020 - 14:38 Uhr
Zitat von pulder

Zitat von DanielFranklin

Aus meiner Sicht hat Weichel ein sehr großes Problem.
Wir können je nach Verlauf der Insolvenz den Pachtvertrag kündigen und er bleibt auf dem Stadion sitzen. Als Investor würde ich mir eh überlegen, ob ich nicht trocken im Lauterer Umland ein neues baue. Das wäre billiger als diesen sterbenden Klotz zu finanzieren. Und dieses Szenario macht ihm glaube ich große Angst.

Zentral ist für mich aber ein anderer Gedanke:

Überlegt mal, warum er den neuen Pachtvertrag noch nicht unterschrieben hat. Wenn er das nicht tut und der FCK geht insolvent, hat die Stadt, Forderungen an den FCK von fast 3 Millionen Euro, weil der alte Vertrag gilt. Unterschreibt er sind es nur 600.000 Euro. Das ist ein verdammt großer Unterschied ob ich ein Gläubiger mit 3 Millionen Forderung oder ein Gläubiger mit 600.000 Euro bin. Damit ist die Stadt im Insolvenzverfahren quasi Becca gleichgestellt. Und versucht mal gegen Becca, Stadt und Quattrex das Verfahren durchzudrücken.


Ok, Du sprichst es aus. Von der reinen Sachlage her ein gangbarer Weg der Stadt und auch eine Möglichkeit
in dieser Phase Druck zu machen auf den FCK und den Ahnungslosen zu spielen.

Aber was wäre die Folge bei einem gescheiterten Planinsolvenzverfahren. Das Übergehen in ein Regelinsol-
venzverfahren mit einer Quote von 1-2%, wenns gut läuft für die Stadt und eine Ruine über der Stadt Kaisers-
lautern. Quattrex, Becca, die Stadt, alle hätten ihr Geld verloren und den FCK gäbe es nicht mehr. Die
Stadt bekäme nicht nur die geschuldeten Mieten nicht mehr, sondern auch die 60 Millionen Bürgschaft
für das Stadion wären weg. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Weichel das will, aber mittlerweile halte
ich nichts mehr für ausgeschlossen in Kaiserslautern.

Für mich würde es Sinn machen, zu versuchen, Becca nicht mit ins Planinsolvenzverfahren zu nehmen
und, wenn irgendwie machbar, ihm die Bürgschaft zurückzuzahlen. Denn erstens hat Becca eventuell
noch ein Interesse an den Grundstücken, zweitens ist es möglich, dass zwischen Becca und der
Quattrex finanzielle Verbindungen und Interessen bestehen und drittens traue ich Becca zu das Verfahren
in die Länge ziehen zu wollen, egal was es ihn kostet. Auch da muss sich und hätte sich Weichel längst
positionieren müssen.

Insofern kann ich Merk, Wilhelm und vor allem Voigt verstehen, wenn Sie jetzt Weichel zur Positionierung
drängen, denn der 30.6. ist nicht mehr weit weg und insbesondere Voigt steht natürlich im Feuer.


Naja die Stadt könnte auch ihre Forderungen in Anteile umwandeln. Dann wären wir wieder bei der genialen Idee unseres OB aus dem Januar und das ganze Theater wäre umsonst gewesen. Und das tolle ist, wir könnten das an diesem Punkt nicht mal mehr verhindern. Wenn es Weichel rechtlich möglich ist, wird er den neuen Pachtvertrag nicht unterschreiben. Dabei spielt auch keine Rolle ob er mit Becca zusammen hängt, oder mit dieser Umwandlung wiederum den Einstieg eines Investors blockiert. Dem OB geht es einzig und allein um sein Ego.

Und wenn er sich im September hinstellen kann um zu verkünden: "Die Stadt hat ihre Forderungen in Anteile umgewandelt, damit wurde eine zentrale Forderung des OB aus dem Frühjahr umgesetzt". Dann ist ihm der Rest vollkommen egal.


Mein liebstes Szenario wäre das hier:

Schritt 1 Planinsolvenz: In diesem Zuge verkündet der Insolvenzverwalter das dass Stadion zu teuer und veraltet, sowie dem FCK als Drittligisten nicht angemessen ist. Er kündigt den Vertrag.

Folge:
Weichel steht ohne Mieter und mit einem wertlosen Klotz am Bein da. Das wird einschlagen wie eine Bombe, aber das kann uns egal sein.
Im nächsten Schritt präsentiert der FCK ein Ausweichstadion in dem er zunächst für zwei Jahre spielen möchte. Ich könnte mir da den Tivoli in Aachen vorstellen. Ob das umsetzbar ist, müssen andere entscheiden. Im nächsten Schritt präsentiert der FCK einen Investor der bereit ist den Verein nach der Insolvenz zu unterstützen/ein neues Stadion zu bauen.

In diesem Fall dürfte Quattrex zumindest uns erstmal keine Steine in den Weg werfen. Bei Lagadere bin ich mir auch sicher das die froh sind, wenn Geld fließt. Plus die Anleihe der Fans hätte man so das Ego von Weichel und die Rachsucht von Becca mehrheitlich isoliert.

Der Druck würde jetzt beim OB liegen sich zu einigen oder auf dem Stadion sitzen zu bleiben. Natürlich schließt das ein, das wir einen Investor haben und auch ein Ausweichstadion als Druckmittel, aber für unmöglich halte ich das nicht.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von DanielFranklin am 17.04.2020 um 14:40 Uhr bearbeitet
Finanzen |#1392
17.04.2020 - 14:45 Uhr
@DanielFranklin

Ich weiß nicht, ob du von hier bist. Aber du kannst den FCK schon ganz schwer aus der Stadt KL nehmen. Das geht auch nur deshalb, weil der Verein massiv in der Region verankert ist.

Wenn man den FCK aus der Pfalz entfernt, kann man ihn auch direkt in die Regelinsolvenz schicken. Da besteht kein Unterschied mehr.
PS oder LU - meinetwegen. Bei einem FC Wimbledon-Ding bin ich aber raus.

Bevor man über die Kündigung des Pachtvertrages nachdenkt, braucht man ein belastbares Konzept, wie es weitergeht. Investorengetragener Neubau in der Lautrer Peripherie; Übernahme und Erweiterung der Husterhöhe; Rückkaufpläne für das FWS - all das halte ich für schwer eruierbar in der aktuellen Situation.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von FckTribun am 17.04.2020 um 14:51 Uhr bearbeitet
Finanzen |#1393
17.04.2020 - 14:45 Uhr
Zitat von DanielFranklin
Überlegt mal, warum er den neuen Pachtvertrag noch nicht unterschrieben hat. Wenn er das nicht tut und der FCK geht insolvent, hat die Stadt, Forderungen an den FCK von fast 3 Millionen Euro, weil der alte Vertrag gilt. Unterschreibt er sind es nur 600.000 Euro. Das ist ein verdammt großer Unterschied ob ich ein Gläubiger mit 3 Millionen Forderung oder ein Gläubiger mit 600.000 Euro bin. Damit ist die Stadt im Insolvenzverfahren quasi Becca gleichgestellt. Und versucht mal gegen Becca, Stadt und Quattrex das Verfahren durchzudrücken.


Hat denn die Stadt/Stadiongesellschaft noch offene Forderungen, abgesehen von der jetzigen Rate?
Zukünftige Verpflichtungen, die ab der nächsten Saison gelten, spielen ja bei einer jetzigen Insolvenz keine Rolle. Oder besser gesagt, sie spielen im Rahmen des Sanierungskonzeptes schon eine Rolle, aber nicht bei der Gläubigerbefriedigung.


Zitat von pulder
Für mich würde es Sinn machen, zu versuchen, Becca nicht mit ins Planinsolvenzverfahren zu nehmen und, wenn irgendwie machbar, ihm die Bürgschaft zurückzuzahlen. Denn erstens hat Becca eventuell noch ein Interesse an den Grundstücken, zweitens ist es möglich, dass zwischen Becca und der
Quattrex finanzielle Verbindungen und Interessen bestehen und drittens traue ich Becca zu das Verfahren
in die Länge ziehen zu wollen, egal was es ihn kostet. Auch da muss sich und hätte sich Weichel längst
positionieren müssen.


Damit würden die handelnden Personen sich aber rechtlich auf sehr dünnes Eis begeben, denn eine Bevorzugung von einem Gläubiger kann bei den restlichen Gläubigern dazu führen, dass sie sowohl die Eigenverwaltung anfechten, außerdem eine Insolvenzanfechtung ggü. Becca fordern und im schlimmsten Fall auch einer Planinsolvenz die Zusage verweigern.

•     •     •

Personal Stats

Besuchte Pflichtspiele von Hertha BSC: 375
Meiste Einsätze: 1. Lustenberger (207), 2. Pekarik (139), 3. Kraft (138)
Meiste Tore: 1. Ramos (42), 2. Ibisevic (32), 3. Kalou (29)
Meiste Vorlagen: 1. Ramos (26), 2. Ronny (23), 3. Plattenhardt (22)
Höchster Sieg: 8:1 gegen Nistru Otaci am 17.07.2008 - 1. Qualifikationsrunde zum Uefa-Cup 08/09 Hinspiel
Höchste Niederlage: 0:6 gegen Bayern München am 17.03.2012 - 26. Spieltag der Bundesliga-Saison 11/12
Finanzen |#1394
17.04.2020 - 14:59 Uhr
Zitat von Dicksen_Paule
Zitat von DanielFranklin

Überlegt mal, warum er den neuen Pachtvertrag noch nicht unterschrieben hat. Wenn er das nicht tut und der FCK geht insolvent, hat die Stadt, Forderungen an den FCK von fast 3 Millionen Euro, weil der alte Vertrag gilt. Unterschreibt er sind es nur 600.000 Euro. Das ist ein verdammt großer Unterschied ob ich ein Gläubiger mit 3 Millionen Forderung oder ein Gläubiger mit 600.000 Euro bin. Damit ist die Stadt im Insolvenzverfahren quasi Becca gleichgestellt. Und versucht mal gegen Becca, Stadt und Quattrex das Verfahren durchzudrücken.


Hat denn die Stadt/Stadiongesellschaft noch offene Forderungen, abgesehen von der jetzigen Rate?
Zukünftige Verpflichtungen, die ab der nächsten Saison gelten, spielen ja bei einer jetzigen Insolvenz keine Rolle. Oder besser gesagt, sie spielen im Rahmen des Sanierungskonzeptes schon eine Rolle, aber nicht bei der Gläubigerbefriedigung.


Zitat von pulder

Für mich würde es Sinn machen, zu versuchen, Becca nicht mit ins Planinsolvenzverfahren zu nehmen und, wenn irgendwie machbar, ihm die Bürgschaft zurückzuzahlen. Denn erstens hat Becca eventuell noch ein Interesse an den Grundstücken, zweitens ist es möglich, dass zwischen Becca und der
Quattrex finanzielle Verbindungen und Interessen bestehen und drittens traue ich Becca zu das Verfahren
in die Länge ziehen zu wollen, egal was es ihn kostet. Auch da muss sich und hätte sich Weichel längst
positionieren müssen.


Damit würden die handelnden Personen sich aber rechtlich auf sehr dünnes Eis begeben, denn eine Bevorzugung von einem Gläubiger kann bei den restlichen Gläubigern dazu führen, dass sie sowohl die Eigenverwaltung anfechten, außerdem eine Insolvenzanfechtung ggü. Becca fordern und im schlimmsten Fall auch einer Planinsolvenz die Zusage verweigern.


Das sehe ich auch so, deshalb habe ich auch vorsichtig formuliert. Im Grunde genommen ist jetzt schon
jeder Schritt, jede Zahlung von Voigt insolvenzrelevant. Deshalb war das wohl auch das letzte Zeichen
des FCK der Stadt gegenüber, auch in etwas schrofferer Form.
Finanzen |#1395
17.04.2020 - 15:24 Uhr
DanielFranklin

Wenn der Konkursverwalter am 1.7.20 den Mietvertrag mit der Stadiongesellschaft kündigt, könnte der
FCK mit der Umwandlung der Mietforderungen bis zum 30.6.20, ich glaube 125000,-- E, in Anleihen, leben.

Die Bankbürgschaft von 60 Millionen ist, wenn die Stadiongesellschaft insolvent geht und das wird sie,
trotzdem fällig und auf den Instandhaltungskosten bleibt die Stadt auch sitzen.

Anschließend haben wir entweder eine billige Miete oder ein günstig aus der Versteigerung erwerbbares
Stadion.

Ob das dann seinem Ego hilft, ich weiß es nicht.
Finanzen |#1396
17.04.2020 - 18:15 Uhr
Zitat von pulder

DanielFranklin

Wenn der Konkursverwalter am 1.7.20 den Mietvertrag mit der Stadiongesellschaft kündigt, könnte der
FCK mit der Umwandlung der Mietforderungen bis zum 30.6.20, ich glaube 125000,-- E, in Anleihen, leben.

Die Bankbürgschaft von 60 Millionen ist, wenn die Stadiongesellschaft insolvent geht und das wird sie,
trotzdem fällig und auf den Instandhaltungskosten bleibt die Stadt auch sitzen.

Anschließend haben wir entweder eine billige Miete oder ein günstig aus der Versteigerung erwerbbares
Stadion.

Ob das dann seinem Ego hilft, ich weiß es nicht.


Das Thema hatten wir ja erst vor kurzem und ich bleibe dabei, dass die Stadt die Stadiongesellschaft nicht so schnell insolvent gehen lassen wird. Eben weil dann aus der Bürgschaft mal 50-65 Mio. Euro aufeinmal ggü. der Bank fällig werden.
Ob es in dem Fall überhaupt zu einer Zwangsversteigerung kommt, ist fraglich, da die bestehenden Mittel der Stadiongesellschaft + Bürgschaft die Forderungen fast vollständig decken dürften, selbst wenn die Bank noch entfallende Zinsen oder ähnliches geltend macht.

Der eigenmächtige Verkauf des Stadions dagegen, macht nur unter der Voraussetzung Sinn, dass jemand einen guten Preis bezahlt.
Ansonsten kannst du von dem Verkaufserlös lediglich ein paar Jahre Zinsen bezahlen und weißt ganz genau, dass die Stadt am Tag X die Bürgschaft leisten muss, da ja Einnahmen aus dem Stadion nicht mehr möglich sind.
So ein Käufer, der bereit ist tief in die Tasche zu greifen, scheint aber nicht in Sicht zu sein.

Bleibt für die Stadt letzlich noch die Variante, Status Quo zu erhalten und auf eine Zukunft hoffen, in der sich ein Käufer zu höheren Preisen findet oder jemand - optimalerweise natürlich der FCK - mehr Miete zahlen kann.
Klar das ist eine sehr schwache Variante, die quasi rein auf das Glück und die Arbeit Anderer setzt, aber immer noch besser wirkt, als die ersten beiden.

By the way, je öfter ich mit diesem Kreditvertrag der Stadiongesellschaft in Kontakt komme, umso größer wird der Wunsch, bei den verantwortlichen Politikern mal nachzufragen, was sie sich bei Abschluss eigentlich gedacht haben.
Keine Tilgung während der Laufzeit, kein variabler Zinssatz, kein Puffer bei den kalkulierten Mieteinnahmen, kein Plan B, aber voll haften.
Die Bank wird an dem Tag die Knorken knallen gelassen haben, einfacher und sicherer kann man ja nun wirklich sein Geld nicht verdienen.

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Personal Stats

Besuchte Pflichtspiele von Hertha BSC: 375
Meiste Einsätze: 1. Lustenberger (207), 2. Pekarik (139), 3. Kraft (138)
Meiste Tore: 1. Ramos (42), 2. Ibisevic (32), 3. Kalou (29)
Meiste Vorlagen: 1. Ramos (26), 2. Ronny (23), 3. Plattenhardt (22)
Höchster Sieg: 8:1 gegen Nistru Otaci am 17.07.2008 - 1. Qualifikationsrunde zum Uefa-Cup 08/09 Hinspiel
Höchste Niederlage: 0:6 gegen Bayern München am 17.03.2012 - 26. Spieltag der Bundesliga-Saison 11/12

Dieser Beitrag wurde zuletzt von Dicksen_Paule am 17.04.2020 um 18:22 Uhr bearbeitet
Finanzen |#1397
21.04.2020 - 15:10 Uhr
https://www.swr.de/sport/fussball/1-fc-kaiserslautern/artikel-fc-kaiserslautern-notzon-saisonplanung-mit-fragezeichen-100.html

Vielleicht bin ich zu dumm um es zu verstehen, helft mir mal auf die Sprünge. Wir haben 20 Millionen Euro Schulden und uns fehlen 12 Millionen Euro für die neue Spielzeit. In diesem Rahmen sind sich eigentlich alle Beobachter einig, dass es entweder ganz schnell Investoren oder eben eine Planinsolvenz braucht, um den Verein zu stabilisieren. Auch das Wort Sanierung kann ja nur funktionieren, wenn Geldgeber an Bord sind. Momentan steht wegen Corona alles auf Eis und in zwei 2 1/2 Monaten ist eine Rückzahlung der Becca Anleihe von knapp 3 Millionen Euro fällig. Spätestens dann wäre der Verein ohne Investor insolvent.

Der Verein ist in dieser Situation nicht nur auf Kurzarbeit umgestiegen, er hat auch die Pachtzahlungen für das Stadion eingestellt. Der neue Pachtvertrag mit dem OB ist auch noch nicht unterschrieben.

Alles in allem könnte man sagen, der Verein ist zum Verkauf von Spielern verdammt, auch rechtlich Stichwort Insolvenzvermeidung. Auf der anderen Seite wird nun öffentlich erklärt, dass alle Leistungsträger gehalten werden sollen.

Jetzt frage ich mich, was an der momentanen Situation habe ich nicht verstanden. Kann der Verein es sich überhaupt leisten so zu agieren? Was wenn morgen Hoffenheim 2 Millionen für Sickinger auf den Tisch legt.
Worin liegt hier der Widerspruch begründet. Oder ist das nur Preistreiberei?
Finanzen |#1398
21.04.2020 - 15:55 Uhr
Ich bin bei Dir ...das Verhalten klingt ein wenig nach bipolarer Störung...auch das man schon eine recht hochkarätige Neuverpflichtung hat...

•     •     •

Krahl - Rasmussen, Frees, Gyamfi - Haas, Kunze, Ritter, Sahin, Joly - Yardimci, Berisha

"Wenn wir schon nicht gewinnen, dann treten wir ihnen wenigstens den Rasen kaputt" (R.Rüssmann)
Finanzen |#1399
21.04.2020 - 16:41 Uhr
Der Verkauf von Spielern nützt in etwa nichts, auch zur Insolvenzvermeidung, weil die Beträge, die wir benötigen, um die Liquidität für 20/21 sicherzustellen, deutlich oberhalb dessen liegen, was wir über Transfererlöse erwirtschaften können.

Der Verkauf von Leistungsträgern ist darüber hinaus ein Tod auf Raten. Das kennen wir schon aus der Kuntz-Zeit. Es nützt niemandem etwas, auch den Gläubigern nicht, wenn man irgendwie ein Jahr weiterwurschtelt und dabei weitere Schulden anhäuft, um statt heuer erst 2021 Insolvenz anzumelden.

Auch im Rahmen einer Planinsolvenz kann keinem Gläubiger daran gelegen sein, die sportliche Wettbewerbsfähigkeit des FCK zu zerstören. Nur bei Aufstieg haben Gläubiger die Möglichkeit, mehr als ein paar Groschen aus der Insolvenzmasse zu erhalten. Jeder, der Geld in den FCK gesteckt hat, muss rational betrachtet wollen, dass die Mannschaft nächste Saison so stark wie möglich ist. Wobei ich Becca absolut zutraue, den FCK aus Spaß an der Freude vor die Hunde gehen zu lassen, wenn er die Möglichkeit bekommt.

Beste Grüße
Lullaby
Finanzen |#1400
21.04.2020 - 16:46 Uhr
DicksenPaule

Einige Dinge könnten anders sein, als Du sie einschätzt:

Merk hat immer betont, dass die Bürgschaft an Becca bis zum 30.6.20 an Becca zurückgezahlt wird. Die
2,6 Mios. waren in den 11 Mios. Schulden enthalten. Zudem haben wir Grill, sagen wir für 2 Mios. an
Leverkusen verkauft. Vielleicht verfügen wir ja schon, wie in Stuttgart bei Zimmer, über diese Mittel.
Dann wäre Becca kein Gläubiger mehr zum Zeitpunkt der Einreichung der Planinsolvenz.

Merk könnte die ausstehende Miete für April bis Juni an die Stadiongesellschaft zahlen, dann wären weder
die Stadiongesellschaft noch die Stadt Gläubiger zum Zeitpunkt der Einreichung der Planinsolvenz.

Dann müsste nur noch eine Einigung mit der Quattrex und Legardere herbeigeführt werden. Die dürfte
innerhalb einer Planinsolvenz erreichbar sein.

In der Stadionfrage sind wir ja unterschiedlicher Meinung; ich glaube nach wie vor, dass wir und nicht
die Stadt Kaiserslautern am längeren Hebel sitzt und wir wieder die Möglichkeit haben in den Besitz des
Stadions zu kommen. Das gehörte uns nämlich schon mal, damals als einzigem Bundesligaverein
meines Wissens und nur der FCK kann es erhalten.

Ich weiß, Du hältst das als moralisch verwerflich, aber Du hast gefragt.
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