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Fanszene Teil VI

11.08.2015 - 22:31 Uhr
Fanszene Teil VI |#661
20.09.2016 - 10:25 Uhr
ach ja, die alljährliche Fan/Ultra-Diskussion... die hätte ich ja fast vergessensmile
und obwohl ich ein Jahr "reifer" bin (und langsam an der 30 kratze) hat sich meine Meinung nicht geändert:

Ich bin sau froh über die Unterstützung unserer Fangruppierungen, ob man diese eben als solche, als Ultras oder was auch immer bezeichnet.

Ich gehe, wenn ich im Stadion bin, eigentlich immer in den D1, mit Freunden ab und zu auch mal in C oder B, was anderes kam für mich bisher immer nur bei Test/Freundschaftsspielen in Frage oder aber, wenn ich einfach zu unfähig war zeitig meine Tickets zu bestellen (oder die Entscheidung zum Stadionbesuch am selbigen Tag fiel).

Und bei aller Antipathie den Gruppierungen gegenüber, die in den vergangenen Jahren immer wieder auch hier im Forum zu lesen ist, bleibe ich bei der Aussage, dass unser "engerer Kern" noch zu den treuen Anhängern gehört.
Dass unser Support auch bei sinkenden Zuschauerzahlen immernoch mehr als passabel ist.
Dass Auswärts unser Block fast in allen Stadien gut gefüllt ist.
Und dass selbst bei schlechten Umständen mit Bezug auf den WP, schlechter Essens/Toiletten-Versorgung, nicht gerade vorteilhafter Bauweise immernoch viele, die zum Anfeuern kommen, da sind.


Und darüber bin ich sehr glücklich.
Was deine (Nekim) Vergleiche mit militärischen Oberhäuptern angeht:
tut mir leid, aber das ist einfach übertrieben.
Ich sehe es eher so wie einer der User, innerhalb der letzten Beiträge, leider finde ich die Stelle gerade nicht.
Wenn ich gerade ins Spiel vertieft bin weil der KSC nen Eckball mit zwei Nachschüssen vergibt (zugegeben, zur Zeit sehr optimistisch) und der Capo fordert auf alle weiter zu supporten (ob mit den Worten "da macht nicht jeder mit" oder "jeder noch einmal so laut wie er kann") dann fasse ich das ebenfalls eher als Erinnerung an den Support" auf oder eben als Aufforderung zum gemeinsames weiterpeitschen, was nach den Eckbällen ja öfter mal durch ein "KSC KSC KSC" o.ä. stattfindet, dabei ist es eben "Gewohnheit" an anderer Stelle muss eine Richtung eingeschlagen oder vorgegeben werden.

Einen Vorsänger, ob man den als Diktator, vorstehender Soldat oder was auch immer bezeichnet, finde ich ebenfalls notwendig, einfach weil einer den Takt vorgeben muss sofern man laut sein will, wenn aus drei verschiedenen Ecken drei verschiedene Lieder angesungen werden dann kommt das eben lange nicht an einen kollektiven Gesang ran.

Und wenn der sich da vorne hinstellt und in sein Mikro reinstammelt:
"wenn ihr Lust habt können wir jetzt vielleicht einmal den Felsen aus Granit anstimmen", dann werden da auch nur wenige Prozent mitziehen.

Es wird an dieser Stelle als Agressivität bezeichnet, ich setze es mit Emotionen gleich.
Wenn ich im Stadion bin dann bin ich durchaus gewillt 100% für die Unterstützung zu geben, mit Emotionen und lauter Stimme und beides würde durch einen leisen/monotonen oder ruhig sprechenenden Vorsänger eingedämmt werden.
Das hat übrigens nicht mit einer militärischen oder aggressiven Affinität zu tun.

Und um auf die restlichen Zuschauer einzugehen:
ich für meinen Teil finde es viel schlimmer wenn man ins Stadion geht, sich für sein Geld bequem auf seinen Sitz hockt (was an sich nicht verwerflich ist), der Stimmung zugute maximal ein paar mal in die Hände klatscht und in der Halbzeit seinem Unmut mit Pfiffen freien Lauf lässt, wie es die Haupttribüne im letzten Jahr einmal eklatant getan hat.
Wer sich vom Capo angeschrien fühlt und trotzdem supporten will der darf auch durchaus auf die Haupttribüne gehen, auch dort kann jeder für sich versuchen die Mannschaft anzufeuern.

Ich vergleich das an dieser Stelle mit dem Herren / der Dame, die auf ein Rockkonzert mit 20.000 Leuten geht, sich dann aber beklagt, wieso in den vordersten Reihe gedrückt wird.

Um dem Vorweg zu greifen, bevor es wieder heißt ich würde nur gewissen Personen ein Mitspracherecht einräumen:
Nein dem ist nicht so, aber wer sich beklagt dass er nicht angeschrien werden will braucht nicht zu erwarten, dass sich der organisierte Support auch noch bei der Auswahl der Songs nach denen richtet, die sowieso "nur" bei gelungenen Szenen klatschen/zu hören sind.

Desweiteren muss man nicht alle Lieder (explizit um auf Anti-Gesänge einzugehen) gut finden, gerade bei Pauli fand ich das auch net dolle, aber dafür gibt es einfach zu viele Meinungen.
Man darf ruhig die anderen singen lassen, wenn sich ein Großteil der Anhänger auf der Gegengerade gesanglich eben gegen diesen oder jenen Verein äußern will, man selbst kann ja, wenn einem ein Song nicht passt, gerne zurückhalten.
Es jedem recht zu machen ist einfach nicht möglich und wenn ein Großteil der Leute denkt, eigentlich finde ich Pauli ganz gut, dann singen die da auch nicht mit.
Und dann wird der Gesang dementsprechend auch nicht vertieft oder erneut angestimmt.

Um noch auf das Paulispiel an sich einzugehen:
ich war nicht am Stadion, saß am TV, war aber positiv überrascht dass selbst nach dem Gegentor kaum Pfiffe, im Gegenteil, immernoch Anfeuerung kam (zur Pause gab es wohl leise Pfiffe) und das trotz der desaströsen Leistung.
Auch der Kommentator hatte das am Fernseher "überrascht" erwähnt und bewundert.

•     •     •

1. Unterhosen sammeln
2. ......
3. Profit
Fanszene Teil VI |#662
20.09.2016 - 16:42 Uhr
Zitat von Annold
ach ja, die alljährliche Fan/Ultra-Diskussion... die hätte ich ja fast vergessensmile
und obwohl ich ein Jahr "reifer" bin (und langsam an der 30 kratze) hat sich meine Meinung nicht geändert:

Ich bin sau froh über die Unterstützung unserer Fangruppierungen, ob man diese eben als solche, als Ultras oder was auch immer bezeichnet.

Ich gehe, wenn ich im Stadion bin, eigentlich immer in den D1, mit Freunden ab und zu auch mal in C oder B, was anderes kam für mich bisher immer nur bei Test/Freundschaftsspielen in Frage oder aber, wenn ich einfach zu unfähig war zeitig meine Tickets zu bestellen (oder die Entscheidung zum Stadionbesuch am selbigen Tag fiel).

Und bei aller Antipathie den Gruppierungen gegenüber, die in den vergangenen Jahren immer wieder auch hier im Forum zu lesen ist, bleibe ich bei der Aussage, dass unser "engerer Kern" noch zu den treuen Anhängern gehört.
Dass unser Support auch bei sinkenden Zuschauerzahlen immernoch mehr als passabel ist.
Dass Auswärts unser Block fast in allen Stadien gut gefüllt ist.
Und dass selbst bei schlechten Umständen mit Bezug auf den WP, schlechter Essens/Toiletten-Versorgung, nicht gerade vorteilhafter Bauweise immernoch viele, die zum Anfeuern kommen, da sind.


Und darüber bin ich sehr glücklich.
Was deine (Nekim) Vergleiche mit militärischen Oberhäuptern angeht:
tut mir leid, aber das ist einfach übertrieben.
Ich sehe es eher so wie einer der User, innerhalb der letzten Beiträge, leider finde ich die Stelle gerade nicht.
Wenn ich gerade ins Spiel vertieft bin weil der KSC nen Eckball mit zwei Nachschüssen vergibt (zugegeben, zur Zeit sehr optimistisch) und der Capo fordert auf alle weiter zu supporten (ob mit den Worten "da macht nicht jeder mit" oder "jeder noch einmal so laut wie er kann") dann fasse ich das ebenfalls eher als Erinnerung an den Support" auf oder eben als Aufforderung zum gemeinsames weiterpeitschen, was nach den Eckbällen ja öfter mal durch ein "KSC KSC KSC" o.ä. stattfindet, dabei ist es eben "Gewohnheit" an anderer Stelle muss eine Richtung eingeschlagen oder vorgegeben werden.

Einen Vorsänger, ob man den als Diktator, vorstehender Soldat oder was auch immer bezeichnet, finde ich ebenfalls notwendig, einfach weil einer den Takt vorgeben muss sofern man laut sein will, wenn aus drei verschiedenen Ecken drei verschiedene Lieder angesungen werden dann kommt das eben lange nicht an einen kollektiven Gesang ran.

Und wenn der sich da vorne hinstellt und in sein Mikro reinstammelt:
"wenn ihr Lust habt können wir jetzt vielleicht einmal den Felsen aus Granit anstimmen", dann werden da auch nur wenige Prozent mitziehen.

Es wird an dieser Stelle als Agressivität bezeichnet, ich setze es mit Emotionen gleich.
Wenn ich im Stadion bin dann bin ich durchaus gewillt 100% für die Unterstützung zu geben, mit Emotionen und lauter Stimme und beides würde durch einen leisen/monotonen oder ruhig sprechenenden Vorsänger eingedämmt werden.
Das hat übrigens nicht mit einer militärischen oder aggressiven Affinität zu tun.

Und um auf die restlichen Zuschauer einzugehen:
ich für meinen Teil finde es viel schlimmer wenn man ins Stadion geht, sich für sein Geld bequem auf seinen Sitz hockt (was an sich nicht verwerflich ist), der Stimmung zugute maximal ein paar mal in die Hände klatscht und in der Halbzeit seinem Unmut mit Pfiffen freien Lauf lässt, wie es die Haupttribüne im letzten Jahr einmal eklatant getan hat.
Wer sich vom Capo angeschrien fühlt und trotzdem supporten will der darf auch durchaus auf die Haupttribüne gehen, auch dort kann jeder für sich versuchen die Mannschaft anzufeuern.

Ich vergleich das an dieser Stelle mit dem Herren / der Dame, die auf ein Rockkonzert mit 20.000 Leuten geht, sich dann aber beklagt, wieso in den vordersten Reihe gedrückt wird.

Um dem Vorweg zu greifen, bevor es wieder heißt ich würde nur gewissen Personen ein Mitspracherecht einräumen:
Nein dem ist nicht so, aber wer sich beklagt dass er nicht angeschrien werden will braucht nicht zu erwarten, dass sich der organisierte Support auch noch bei der Auswahl der Songs nach denen richtet, die sowieso "nur" bei gelungenen Szenen klatschen/zu hören sind.

Desweiteren muss man nicht alle Lieder (explizit um auf Anti-Gesänge einzugehen) gut finden, gerade bei Pauli fand ich das auch net dolle, aber dafür gibt es einfach zu viele Meinungen.
Man darf ruhig die anderen singen lassen, wenn sich ein Großteil der Anhänger auf der Gegengerade gesanglich eben gegen diesen oder jenen Verein äußern will, man selbst kann ja, wenn einem ein Song nicht passt, gerne zurückhalten.
Es jedem recht zu machen ist einfach nicht möglich und wenn ein Großteil der Leute denkt, eigentlich finde ich Pauli ganz gut, dann singen die da auch nicht mit.
Und dann wird der Gesang dementsprechend auch nicht vertieft oder erneut angestimmt.

Um noch auf das Paulispiel an sich einzugehen:
ich war nicht am Stadion, saß am TV, war aber positiv überrascht dass selbst nach dem Gegentor kaum Pfiffe, im Gegenteil, immernoch Anfeuerung kam (zur Pause gab es wohl leise Pfiffe) und das trotz der desaströsen Leistung.
Auch der Kommentator hatte das am Fernseher "überrascht" erwähnt und bewundert.


An der Stelle nur ein kleiner Einwurf: Eine Szene wird dann groß, wenn sie einen breiten Geschmack ansprechen kann. Es ist für mich ein Unterschied, ob jemand ein Lied nicht mag oder eine Botschaft. Ich mag dieses "Ich feuer Karlsruhe an solange ich nur kann..." nicht besonders toll, aber das kann ich akzeptieren. Aber andere zu beleidigen, mit martialen Parolen um mich zu schmeißen oder sich auf Teufel komm raus abzugrenzen ist für mich eine ganz andere Sache. Das hat nichts mit Geschmack sondern mit Niveau zu tun.

•     •     •

Nur der KSC!

Bei allem Respekt: Ich verstehe mehr vom Fußball als die meisten hier. Ambitioniert und intellektuell überlegen. Richtig gestandener Typ. Und was bringt uns das jetzt in der Rückrunde?
Fanszene Teil VI |#663
20.09.2016 - 16:46 Uhr
Das Fussballstadion ist einer der letzten archaischen Orte unserer Gesellschaft. So meinte einst Prof. Thum von der Uni Karlsruhe (Mediaevistik).

Tja, wer's braucht....
Dieser Beitrag wurde zuletzt von TinaToledo am 20.09.2016 um 16:50 Uhr bearbeitet
Fanszene Teil VI |#664
20.09.2016 - 18:56 Uhr
@ Soul ist ja auch dein gutes Recht das nicht zu mögen, andere sehen das anders. Ich bin da etwas weniger engstirnig weil für mich ein gewisser "Trashtalk" auf dem Feld und auf den Rängen beim Sport norma istl. Die Grenze muss jeder für sich selber ziehen! Außer bei Gewalt, da sind wir wohl Kurve übergreifend Großteils einer Meinung in Karlsruhe.
Würdest du auch einen Maik Franz als niveaulos bezeichnen? Weil seine Worte zu Gomez waren bestimmt nicht nur lieb und nett. silent
Ich sehe das für mich persönlich auf der Tribüne genauso wie auf dem Feld bei mir, mir hilft eine gewisse Aggressivität Kräfte freizusetzen und meine Leistung zu bringen. Das kriegen auch meine Gegenspieler auf dem Spielfeld körperlich oder der gegnerische Fan im Stadion verbal zu spüren, aber so lange man danach sich die Hand reichen kann und jeder seine Wege geht ist doch alles ok. daumen-hoch
Fanszene Teil VI |#665
20.09.2016 - 18:58 Uhr
Zitat von MartinFischer
@ Soul ist ja auch dein gutes Recht das nicht zu mögen, andere sehen das anders. Ich bin da etwas weniger engstirnig weil für mich ein gewisser "Trashtalk" auf dem Feld und auf den Rängen beim Sport norma istl. Die Grenze muss jeder für sich selber ziehen! Außer bei Gewalt, da sind wir wohl Kurve übergreifend Großteils einer Meinung in Karlsruhe.
Würdest du auch einen Maik Franz als niveaulos bezeichnen? Weil seine Worte zu Gomez waren bestimmt nicht nur lieb und nett. silent
Ich sehe das für mich persönlich auf der Tribüne genauso wie auf dem Feld bei mir, mir hilft eine gewisse Aggressivität Kräfte freizusetzen und meine Leistung zu bringen. Das kriegen auch meine Gegenspieler auf dem Spielfeld körperlich oder der gegnerische Fan im Stadion verbal zu spüren, aber so lange man danach sich die Hand reichen kann und jeder seine Wege geht ist doch alles ok. daumen-hoch


Engstirnig? Behauptest du etwa ernsthaft, dass die Forderung nach Anstand, Niveau und Respekt engstirnig ist?

•     •     •

Nur der KSC!

Bei allem Respekt: Ich verstehe mehr vom Fußball als die meisten hier. Ambitioniert und intellektuell überlegen. Richtig gestandener Typ. Und was bringt uns das jetzt in der Rückrunde?
Fanszene Teil VI |#666
20.09.2016 - 19:05 Uhr
Zitat von soulKSC
Zitat von MartinFischer

@ Soul ist ja auch dein gutes Recht das nicht zu mögen, andere sehen das anders. Ich bin da etwas weniger engstirnig weil für mich ein gewisser "Trashtalk" auf dem Feld und auf den Rängen beim Sport norma istl. Die Grenze muss jeder für sich selber ziehen! Außer bei Gewalt, da sind wir wohl Kurve übergreifend Großteils einer Meinung in Karlsruhe.
Würdest du auch einen Maik Franz als niveaulos bezeichnen? Weil seine Worte zu Gomez waren bestimmt nicht nur lieb und nett. silent
Ich sehe das für mich persönlich auf der Tribüne genauso wie auf dem Feld bei mir, mir hilft eine gewisse Aggressivität Kräfte freizusetzen und meine Leistung zu bringen. Das kriegen auch meine Gegenspieler auf dem Spielfeld körperlich oder der gegnerische Fan im Stadion verbal zu spüren, aber so lange man danach sich die Hand reichen kann und jeder seine Wege geht ist doch alles ok. daumen-hoch


Engstirnig? Behauptest du etwa ernsthaft, dass die Forderung nach Anstand, Niveau und Respekt engstirnig ist?


Wow kann man sich noch mehr an einem Wort aufhängen?augen-zuhaltenLachend
Ich meinte damit, dass man nicht jedes Wort auf die Waagschale legen mussZwinkernd
Aber wenn dich meine Wortwahl stört, dann ändere ich sie gerne.

Ich finde das weniger schlimm weil für mich ein gewisser "Trashtalk" auf dem Feld und auf den Rängen beim Sport normal ist.

Besser? Können wir uns jetzt weiter über den Sachinhalt streiten? grins Also wie ist das für dich dann mit Trashtalk? Strafen vom DFB für unanständige, niveaulose Spieler? Und wann dürfte dann je wieder ein Großkreutz spielen? grins Fragen über Fragen... Unschuldig
Fanszene Teil VI |#667
20.09.2016 - 19:54 Uhr
Zitat von MartinFischer
Zitat von soulKSC

Zitat von MartinFischer

@ Soul ist ja auch dein gutes Recht das nicht zu mögen, andere sehen das anders. Ich bin da etwas weniger engstirnig weil für mich ein gewisser "Trashtalk" auf dem Feld und auf den Rängen beim Sport norma istl. Die Grenze muss jeder für sich selber ziehen! Außer bei Gewalt, da sind wir wohl Kurve übergreifend Großteils einer Meinung in Karlsruhe.
Würdest du auch einen Maik Franz als niveaulos bezeichnen? Weil seine Worte zu Gomez waren bestimmt nicht nur lieb und nett. silent
Ich sehe das für mich persönlich auf der Tribüne genauso wie auf dem Feld bei mir, mir hilft eine gewisse Aggressivität Kräfte freizusetzen und meine Leistung zu bringen. Das kriegen auch meine Gegenspieler auf dem Spielfeld körperlich oder der gegnerische Fan im Stadion verbal zu spüren, aber so lange man danach sich die Hand reichen kann und jeder seine Wege geht ist doch alles ok. daumen-hoch


Engstirnig? Behauptest du etwa ernsthaft, dass die Forderung nach Anstand, Niveau und Respekt engstirnig ist?


Wow kann man sich noch mehr an einem Wort aufhängen?augen-zuhaltenLachend
Ich meinte damit, dass man nicht jedes Wort auf die Waagschale legen mussZwinkernd
Aber wenn dich meine Wortwahl stört, dann ändere ich sie gerne.

Ich finde das weniger schlimm weil für mich ein gewisser "Trashtalk" auf dem Feld und auf den Rängen beim Sport normal ist.

Besser? Können wir uns jetzt weiter über den Sachinhalt streiten? grins Also wie ist das für dich dann mit Trashtalk? Strafen vom DFB für unanständige, niveaulose Spieler? Und wann dürfte dann je wieder ein Großkreutz spielen? grins Fragen über Fragen... Unschuldig


Warum vergleichst du jetzt Mais mit Cola?

Wo Beleidigung, Aggression und Hass dasselbe sein soll wie Trashtalk verstehe ich übrigens auch nicht. Aber es scheint ja modern zu sein, Menschen über einen Kamm zu scheren, langweilig zu verallgemeinern und statt Kritik zu üben, lieber direkt und finit zu beleidigen.

Lasst uns einfach alle Mannschaften beleidigen, die da bei uns zu "Gast" sind. Trashtalk gehört ja dazu! Sollen alle verrecken! Sind alle scheiße!

Wenn du keinen Unterschied zwischen Depp und ***** nsohn, zwischen Spott und Hass siehst, wenn Trashtalk für dich normal ist, und nicht etwa die Ausnahme - dann hoffe ich, dass ich bald einen anderen Sport sehe als du. Und ich hoffe, dass meiner beim KSC bleibt.

•     •     •

Nur der KSC!

Bei allem Respekt: Ich verstehe mehr vom Fußball als die meisten hier. Ambitioniert und intellektuell überlegen. Richtig gestandener Typ. Und was bringt uns das jetzt in der Rückrunde?
Fanszene Teil VI |#668
20.09.2016 - 22:14 Uhr
Ich möchte auch noch was zu der Thematik loswerden:
Auch ich habe mich am Sonntag extrem über die Gesänge geärgert, da kann ich Nekim schon verstehen. Generell muss ich aber zuerst sagen, dass ich pro Ultras bin.
Man muss aber nicht alles gut finden. Diese dauernden Anti-Gesänge gegen ALLE anderen Vereine ist doch mehr als peinlich. Selbst wenn man selbst nicht mitsingt, man gehört doch dann irgendwie doch zu der "Gemeinschaft" und wird sozusagen mit verurteilt. Vielleicht hat es mich am Sonntag auch besonders genervt weil ich gewisse Sympathien für St. Pauli hege. An deren Fanszene sollte man sich mal ein Beispiel nehmen!
Es sollte doch primär um den Support unseres KSC gehen und nicht primär um die Beleidigung des Gegners. Ich finde es triftet immer mehr in Richtung "Wir sind Ultras, wir sind so toll und alle anderen scheiße. Deshalb feiern wir uns und beleidigen die anderen" ab. Mit situationsbezogenem Support hat dies nicht mehr viel zu tun. Da waren unsere Ultras schonmal deutlich besser. Ein Beispiel vom Sonntag:
Bei "Nur der KSC" schreit unser Capo "Wer spielt St. Pauli an die Wand?"
Da habe ich mir echt an den Kopf gelangt. Man liegt 0:1 hinten, das eigene Team spielt unterirdisch und dann wird "gesungen" dass wir den Gegner an die Wand spielen augen-zuhalten
Die Entwicklung geht in die falsche Richtung und das finde ich wirklich sehr schade...

•     •     •

Und wir haben unser blau-weißes Licht angemacht!
Fanszene Teil VI |#669
20.09.2016 - 22:33 Uhr
Heieiei,
ich dachte das Pferd sei schon zu Tode geritten...

Grundsätzlich finde ich es allerdings alles andere als verkehrt das dann doch einiges an Diskussion stattgefunden hat. Wenn man alles genau durchliest finde ich doch auch allerhand Punkte in denen man eigentlich ziemlich viel Übereinstimmung findet.
Eine alljährliche Diskussion im Sinne "Hier Ultras - da die Anderen" hatte ich allerdings überhaupt nicht im Sinn.

Beim Angriff auf den Capo gings mir im Grunde schlicht darum, daß die "Vorstellung" von ihm ein Stück weit zu extrem, zu laut, zu sehr Kommandoton war und mir wie An- und Niederschreien vorkam statt dem beabsichtigten Pushen.
Es war keinesfalls ein Plädoyer für Ruhe im Stadion oder sitzen,kucken,motzen,heimgehn und alles ist gut.

Ich habe mich nie als Anti-Ultra verstanden, ganz ganz sicher nicht.
Und es ist auch kein Zufall wenn ich auf der Gegentribüne lande und nicht wie von verschiedenen Usern nahegelegt auf der Hauptribüne.
Auch an 10 € mehr pro Karte liegts bestimmt nicht,wenn ich von Duisburg her mit 'nem Freund in den Wildpark komme.

Und auch dem von Tina angeführten Wissenschaftler würde ich zustimmen, Fußball und Fans hat meiner Meinung nach etwas mit Stammesritualen und Kriegstänzen zu tun. Die Bedeutung von Ritualen wird häufig unterschätzt, bzw. deren Stellenwert ausgerechnet von den Falschen erkannt...
Fanszene Teil VI |#670
20.09.2016 - 23:35 Uhr
Naja, also dass es wirklich gegen ALLE anderen Vereine Anti-Gesänge gibt stimmt so nicht. Als Beispiel der letzten Saisons nenne ich da jetzt mal den HSV, Fürth, oder Aue, beziehungsweise solche Vereine die man in der Fansezen nicht wirklich ernst nimmt, wie Ingolstadt, Paderborn oder den FSV Frankfurt. Ich gebe dazu, dann wird es schon eng, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass die Ultras grundlos eine andere Fanszene negativ besingen. Als "Ausenstehende" wissen wir nie wirlich was da vielleicht in der Vergangenheit zwischen den Ultraszenen schon alles abgelaufen ist. Und somit entwicklen sich eben über die Jahre die Verhältnisse zwischen den Szenen. Deswegen vermute ich einfach, dass es in den letzten Jahren (muss ja schon etwas her sein, da es die Anti-Pauli Gesänge schon etwas länger gibt) irgendwann mal Stress zwischen den zwei Gruppierungen gab.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Faecherstadt76 am 20.09.2016 um 23:36 Uhr bearbeitet
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