Fankultur in Bielefeld
30.10.2007 - 13:20 Uhr
25.10.2019 - 18:21 Uhr
Zitat von Wilhelm2704
Die Aktion ansich finde ich auch gut. Denn der Dialog zwischen den organisierten Fans und dem "Ottonormalo" unter uns, zu denen ich mich ebenfalls zähle ist doch sehr wichtig. Insbesondere zu einer Zeit in der es aus meiner Sicht doch so einiges an Gesprächsbedarf untereinander geben dürfte. Nicht zu vergessen, dass so ein gemeinsames kennenlernen den ersten Schritt auf dem Weg des gemeinsamen Verstehens uneteinander darstellen dürfte.
Soweit so gut demnach.
Und damit bin ich bei meinem "ansich".
Denn was bitteschön hätte dagegen gesprochen den Termin, weil ohnehin an einem Feiertag auf den Nachmittag zu legen? So wird einem Gutteil der Fanbase aus dem erweiterten Umfeld - auch bei Interesse an einem Austausch - leider die Möglichkeit genommen sich ebenfalls mit einzubringen.
Zitat von Juan-Lede
Eine gute Aktion, die hoffentlich gut und zahlreich angenommen wird! Ich selbst habe am 01.11. leider keine Zeit, aber ich würde mich freuen, wenn du uns hier von deinen Eindrücken zum Treffen berichten könntest. Hoffentluch wird vor allem die Pyro-Sache in Osnabrück ausführlich thematisiert.
Zitat von studti
Das finde ich eine sehr gute Sache und wenn es mir möglich ist, werde ich dort auch erscheinen, da es zuletzt einige Sachen gab, die mir sehr gut gefallen haben (wie die Stimmungsübernahme aus den anderen Blöcken am Montag), mir aber auch einiges sauer aufgestoßen ist, wie die Pyro-Aktionen in Osnabrück. Und da ich diesbezüglich Fragen habe, die hier im Forum niemand so recht beantworten konnte, halte ich die direkte Kommunikation für einen sehr guten Weg und würde mich freuen, wenn diese Aktion von vielen Fans wahrgenommen wird. Denn den Äußerungen und Wünschen des Flyers kann ich mich voll anschließen.
Das finde ich eine sehr gute Sache und wenn es mir möglich ist, werde ich dort auch erscheinen, da es zuletzt einige Sachen gab, die mir sehr gut gefallen haben (wie die Stimmungsübernahme aus den anderen Blöcken am Montag), mir aber auch einiges sauer aufgestoßen ist, wie die Pyro-Aktionen in Osnabrück. Und da ich diesbezüglich Fragen habe, die hier im Forum niemand so recht beantworten konnte, halte ich die direkte Kommunikation für einen sehr guten Weg und würde mich freuen, wenn diese Aktion von vielen Fans wahrgenommen wird. Denn den Äußerungen und Wünschen des Flyers kann ich mich voll anschließen.
Eine gute Aktion, die hoffentlich gut und zahlreich angenommen wird! Ich selbst habe am 01.11. leider keine Zeit, aber ich würde mich freuen, wenn du uns hier von deinen Eindrücken zum Treffen berichten könntest. Hoffentluch wird vor allem die Pyro-Sache in Osnabrück ausführlich thematisiert.
Die Aktion ansich finde ich auch gut. Denn der Dialog zwischen den organisierten Fans und dem "Ottonormalo" unter uns, zu denen ich mich ebenfalls zähle ist doch sehr wichtig. Insbesondere zu einer Zeit in der es aus meiner Sicht doch so einiges an Gesprächsbedarf untereinander geben dürfte. Nicht zu vergessen, dass so ein gemeinsames kennenlernen den ersten Schritt auf dem Weg des gemeinsamen Verstehens uneteinander darstellen dürfte.
Soweit so gut demnach.
Und damit bin ich bei meinem "ansich".
Denn was bitteschön hätte dagegen gesprochen den Termin, weil ohnehin an einem Feiertag auf den Nachmittag zu legen? So wird einem Gutteil der Fanbase aus dem erweiterten Umfeld - auch bei Interesse an einem Austausch - leider die Möglichkeit genommen sich ebenfalls mit einzubringen.
Hä, muss ich das verstehen?! Wieso wird einem Teil die möglichkeit genommen sich einzubringen?!
25.10.2019 - 18:34 Uhr
Zitat von OstwestfalePhil
Hä, muss ich das verstehen?! Wieso wird einem Teil die möglichkeit genommen sich einzubringen?!
Zitat von Wilhelm2704
Die Aktion ansich finde ich auch gut. Denn der Dialog zwischen den organisierten Fans und dem "Ottonormalo" unter uns, zu denen ich mich ebenfalls zähle ist doch sehr wichtig. Insbesondere zu einer Zeit in der es aus meiner Sicht doch so einiges an Gesprächsbedarf untereinander geben dürfte. Nicht zu vergessen, dass so ein gemeinsames kennenlernen den ersten Schritt auf dem Weg des gemeinsamen Verstehens uneteinander darstellen dürfte.
Soweit so gut demnach.
Und damit bin ich bei meinem "ansich".
Denn was bitteschön hätte dagegen gesprochen den Termin, weil ohnehin an einem Feiertag auf den Nachmittag zu legen? So wird einem Gutteil der Fanbase aus dem erweiterten Umfeld - auch bei Interesse an einem Austausch - leider die Möglichkeit genommen sich ebenfalls mit einzubringen.
Zitat von Juan-Lede
Eine gute Aktion, die hoffentlich gut und zahlreich angenommen wird! Ich selbst habe am 01.11. leider keine Zeit, aber ich würde mich freuen, wenn du uns hier von deinen Eindrücken zum Treffen berichten könntest. Hoffentluch wird vor allem die Pyro-Sache in Osnabrück ausführlich thematisiert.
Zitat von studti
Das finde ich eine sehr gute Sache und wenn es mir möglich ist, werde ich dort auch erscheinen, da es zuletzt einige Sachen gab, die mir sehr gut gefallen haben (wie die Stimmungsübernahme aus den anderen Blöcken am Montag), mir aber auch einiges sauer aufgestoßen ist, wie die Pyro-Aktionen in Osnabrück. Und da ich diesbezüglich Fragen habe, die hier im Forum niemand so recht beantworten konnte, halte ich die direkte Kommunikation für einen sehr guten Weg und würde mich freuen, wenn diese Aktion von vielen Fans wahrgenommen wird. Denn den Äußerungen und Wünschen des Flyers kann ich mich voll anschließen.
Das finde ich eine sehr gute Sache und wenn es mir möglich ist, werde ich dort auch erscheinen, da es zuletzt einige Sachen gab, die mir sehr gut gefallen haben (wie die Stimmungsübernahme aus den anderen Blöcken am Montag), mir aber auch einiges sauer aufgestoßen ist, wie die Pyro-Aktionen in Osnabrück. Und da ich diesbezüglich Fragen habe, die hier im Forum niemand so recht beantworten konnte, halte ich die direkte Kommunikation für einen sehr guten Weg und würde mich freuen, wenn diese Aktion von vielen Fans wahrgenommen wird. Denn den Äußerungen und Wünschen des Flyers kann ich mich voll anschließen.
Eine gute Aktion, die hoffentlich gut und zahlreich angenommen wird! Ich selbst habe am 01.11. leider keine Zeit, aber ich würde mich freuen, wenn du uns hier von deinen Eindrücken zum Treffen berichten könntest. Hoffentluch wird vor allem die Pyro-Sache in Osnabrück ausführlich thematisiert.
Die Aktion ansich finde ich auch gut. Denn der Dialog zwischen den organisierten Fans und dem "Ottonormalo" unter uns, zu denen ich mich ebenfalls zähle ist doch sehr wichtig. Insbesondere zu einer Zeit in der es aus meiner Sicht doch so einiges an Gesprächsbedarf untereinander geben dürfte. Nicht zu vergessen, dass so ein gemeinsames kennenlernen den ersten Schritt auf dem Weg des gemeinsamen Verstehens uneteinander darstellen dürfte.
Soweit so gut demnach.
Und damit bin ich bei meinem "ansich".
Denn was bitteschön hätte dagegen gesprochen den Termin, weil ohnehin an einem Feiertag auf den Nachmittag zu legen? So wird einem Gutteil der Fanbase aus dem erweiterten Umfeld - auch bei Interesse an einem Austausch - leider die Möglichkeit genommen sich ebenfalls mit einzubringen.
Hä, muss ich das verstehen?! Wieso wird einem Teil die möglichkeit genommen sich einzubringen?!
Sorry. Das hätte ich besser präzisieren können. Mir ging es um jene Fans, welche aus dem weiteren Umfeld mit den "Öffis", mit dem Personenahverkehr anreisen müssen.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Wilhelm2704 am 25.10.2019 um 18:34 Uhr bearbeitet
26.10.2019 - 04:01 Uhr
Auch da heißt es wieder, allen Recht machen kann man es nicht, hätte man es mehr in den Tag gelegt hätten wahrscheinlich noch mehr Leute nicht teilnehmen können weil man den Feiertag bei seiner Familie o.ä. verbringt.
01.11.2019 - 21:52 Uhr
War jemand heute Abend bei dem Treffen der LC und mag berichten, wie er/sie es empfunden hat?
Ich war da und habe mir auch einige Aussagen mitgeschrieben, würde aber ehrlich gesagt gerne erst etwas Abstand dazu gewinnen, bevor ich mich dazu äußer und lesen, wie andere es wahrgenommen haben.
Ich war da und habe mir auch einige Aussagen mitgeschrieben, würde aber ehrlich gesagt gerne erst etwas Abstand dazu gewinnen, bevor ich mich dazu äußer und lesen, wie andere es wahrgenommen haben.
02.11.2019 - 16:27 Uhr
Ich war leider nicht da, würde aber gerne hören wie es so war und was besprochen wurde.
Hat das mit dem Vorurteile abbauen und dem sich kennen und gegenseitig verstehen lernen geklappt?
Hat das mit dem Vorurteile abbauen und dem sich kennen und gegenseitig verstehen lernen geklappt?
03.11.2019 - 18:58 Uhr
So, ich hatte ja eigentlich gehofft, dass es noch jemand anderen gibt, der am Freitag bei dem Fanabend dabei war und von seinen Eindrücken berichtet. Aber nun gut....
Ich habe bewusst erstmal etwas Zeit vergehen lassen und schreibe erst nach dem heutigen Spiel, um nicht die Stimmungsbremse zu sein - denn so in etwa habe ich das Treffen am Freitag erlebt. Jedenfalls habe ich mein Fandasein währenddessen und danach etwas in Frage gestellt und ging heute mit einem anderen Gefühl ins Stadion als zuletzt, da es ansonsten zuletzt nur Ereignisse rund um Arminia gab, mit denen ich mich voll und ganz identifizieren konnte. Was mir bei der LC schwerfällt, wie ich am Freitag mal wieder merkte.
Ich bin was die Lokal Crew betrifft nach wie vor sehr zwiegespalten, meine Eindrücke von Ihnen wurden durch den Freitagabend aber eher verstärkt.
Ich erkenne an, dass sie verantwortlich sind für großartige, kreative und aufwändige Choreos, sie unterstützen die Mannschaft auswärts und Zuhause zahlreich und lautstark und sind auch maßgeblich dafür verantwortlich, dass die Alm als so stimmgewaltig wahrgenommen wird.
Und sie waren heute Mittag auch als eine der ersten dabei, als es darum ging, den Unrat der Rechten wegzuräumen. Ich möchte all das nicht unerwähnt lassen, um keinen einseitigen Eindruck zu vermitteln.
Doch nun kommt ein bisschen das ABER und das Legen des Fingers in die Wunde.
Man sagte mir im Vorfeld, man könne mit den Ultras reden. Und ich kann bestätigen - ja, das kann man. Man sollte nur nicht erwarten, dass man in einen wirklichen Austausch gelangt, das dort Einsichten gewonnen oder andere Meinungen wirklich akzeptiert werden.
Heribert Bruchhagen beschreibt im aktuellen Podcast sehr treffend wie unaufgeregt, sympathisch, bodenständig und uneitel die handelnden Personen sich um Arminia aktuell verhalten - sei es Laufer als Präsident, Rejek als Gechäftsführer Finanzen, Arabi als Geschäftsführer Sport oder Neuhaus als Trainer.
Ich kann dem nur zustimmen und würde auch gerne noch die Mannschaft hinzufügen, von der man auch keinen großkotzigen Parolen vernimmt.
Und dies macht für mich Arminia aktuell so sympathisch.
Ein solches Verhalten konnte ich bei den Mitgliedern der LC nicht erkennen. Größtenteils scheint diese Gruppierung aus Männern zu bestehen, die ich so zwischen Mitte- Ende 20 schätze.
Und ich hatte den Eindruck, dass sie sich schon sehr wichtig nehmen, dass es kein wirklicher Dialog war und dass sie für andere Sichtweisen nicht offen sind.
Besonders deutlich wurde dies am Thema "Pyro", denn der massenhafte Einsatz in Osnabrück wurde von einigen Anwesenden kritisiert. Die Einsicht bei den Ultras war hier gleich Null, stattdessen folgten Erklärungen wie, dass die Vereine diese Strafen schon mit einkalkulieren würden, sie wehrten sich gegen die Äußerung, dass dies eine "Straftat" sei und betonten, dass dies lediglich eine "Ordnungswidrigkeit" sei (als wäre es deswegen kein Problem), und fühlten sich in ihrer Sicht vor allem darin bestätigt, dass die veröffentlichten Bilder bei facebook und Co. mehrheitlich genau die Pyro-Bilder zeigten, dass dies also mehrheitlich als positiv wahrgenommen werde.
Gemachte Äußerungen waren: "Es fällt mir schwer zu glauben, dass einem das (gemeint die Pyro-Bilder) nicht gefällt."
Oder: "Man muss es sich nicht vorschreiben lassen (gemeint war das Pyro-Verbot), weil es sonst in die falsche Richtung geht."
oder "Die Vereine kalkulieren diese Strafen schon im Etat mit ein. Und für sie sind es Peanuts."
Hier scheint das Pyro Erlebnis also wichtiger als der Verein zu sein und auch auf Kinder und Jugendliche im Block wurde anscheinend keine Rücksicht genommen. Wer es zukünftig vermeiden will - das Spiel gegen Osnabrück wurde scheinbar ausgewählt, weil es natürlich aufgrund es Live-Spiels und des ausverkauften Stadions Aufmerksamkeit bot, aber es wurde auch sehr deutlich gesagt, dass die Dunkelheit ein Grund für den Einsatz gewesen sei, da man so spektakulärere Bilder bekäme.
Also sollte Arminia nächste Saison abends in Bochum oder vergleichbaren Stadien spielen - eigentlich müssten alle schon wissen, was dann kommt (meine Interpretation).
Weitere angesprochene Kritikpunkte waren, dass sich einige darüber beklagten, dass sie im Stadion von Mitgliedern der LC sehr harsch angesprochen, z.T. angeschrien worden seien, hier beklagte man ein aggressives Auftreten - was die LC ebenfalls von sich wies.
Ein dritter Kritikpunkt war, dass eintönige und einschläfernde "Lalala" Gesänge beklagt wurden.
Positiv hervorgehoben wurde, dass die Stimmung auf der Alm aktuell als "gut" wahrgenommen wird und dass Gesänge aus anderen Blocks (vor allem Block J und Block 2) nun häufiger aufgenommen und durch den Vorsänger verstärkt werden.
Doch: Ich habe mir gerade noch einmal den Einladungs-Flyer angesehn. Dort heißt es: "... um Vorurteile abzubauen, sich kennen und gegenseitig verstehen zu lernen."
Und dieses Ziel wurde meiner Meinung nach nicht erreicht.
Ich hatte das Gefühl, die LC ist mit der Erwartung in den Abend gegangen, dass sie für die tolle Stimmung und die Choreo gegen Schalke abgefeiert würde - und nicht, dass es doch auch einige Kritik zu hören gab.
Und da schienen einige Vertreter doch eine recht kurze Zündschnur zu haben und Heißsporne zu sein und gerade beim Thema Pyro hatte ich nach gut einer Stunde (der Abend dauerte insgesamt zwei Stunden), dass der Abend auch außer Kontrolle geraten könnte - zumal es keinen leitenden und beruhigenden Moderator gab. So wurde von der LC sehr oft von "wir" und "ihr" und "uns" - "euch" gesprochen. Man hat sich scheinbar also nicht als gemeinschaftliche Fanbase gesehen.
Mein Fazit: Ein Austausch von Meinungen war es, ja. Aber damit er gewinnbringend und verändernd ist, stelle ich ihn mir anders vor. Mir scheint, dass die Ultraszene eine ähnliche Blase ist, wie es in manchen politischen Kreisen der Fall ist - man bestätigt sich gegenseitig immens und lässt Kritik von außen nicht mehr an sich ran. Aber Veränderungen oder Einsichten, insbesondere beim Thema "Pyro" kann man auch in der Zukunft nicht erwarten. Und damit ist für mich klar, dass ich auch keine weiteren Geldsammelaktionen wie heute vor dem Spiel unterstützen werde.
Dies war meine Sicht von Freitag. Ich wäre wirklich sehr daran interessiert zu wissen, wie es andere wahrgenommen haben. Vielleicht sah es jemand anders ja auch ganz anders.
Ich habe bewusst erstmal etwas Zeit vergehen lassen und schreibe erst nach dem heutigen Spiel, um nicht die Stimmungsbremse zu sein - denn so in etwa habe ich das Treffen am Freitag erlebt. Jedenfalls habe ich mein Fandasein währenddessen und danach etwas in Frage gestellt und ging heute mit einem anderen Gefühl ins Stadion als zuletzt, da es ansonsten zuletzt nur Ereignisse rund um Arminia gab, mit denen ich mich voll und ganz identifizieren konnte. Was mir bei der LC schwerfällt, wie ich am Freitag mal wieder merkte.
Ich bin was die Lokal Crew betrifft nach wie vor sehr zwiegespalten, meine Eindrücke von Ihnen wurden durch den Freitagabend aber eher verstärkt.
Ich erkenne an, dass sie verantwortlich sind für großartige, kreative und aufwändige Choreos, sie unterstützen die Mannschaft auswärts und Zuhause zahlreich und lautstark und sind auch maßgeblich dafür verantwortlich, dass die Alm als so stimmgewaltig wahrgenommen wird.
Und sie waren heute Mittag auch als eine der ersten dabei, als es darum ging, den Unrat der Rechten wegzuräumen. Ich möchte all das nicht unerwähnt lassen, um keinen einseitigen Eindruck zu vermitteln.
Doch nun kommt ein bisschen das ABER und das Legen des Fingers in die Wunde.
Man sagte mir im Vorfeld, man könne mit den Ultras reden. Und ich kann bestätigen - ja, das kann man. Man sollte nur nicht erwarten, dass man in einen wirklichen Austausch gelangt, das dort Einsichten gewonnen oder andere Meinungen wirklich akzeptiert werden.
Heribert Bruchhagen beschreibt im aktuellen Podcast sehr treffend wie unaufgeregt, sympathisch, bodenständig und uneitel die handelnden Personen sich um Arminia aktuell verhalten - sei es Laufer als Präsident, Rejek als Gechäftsführer Finanzen, Arabi als Geschäftsführer Sport oder Neuhaus als Trainer.
Ich kann dem nur zustimmen und würde auch gerne noch die Mannschaft hinzufügen, von der man auch keinen großkotzigen Parolen vernimmt.
Und dies macht für mich Arminia aktuell so sympathisch.
Ein solches Verhalten konnte ich bei den Mitgliedern der LC nicht erkennen. Größtenteils scheint diese Gruppierung aus Männern zu bestehen, die ich so zwischen Mitte- Ende 20 schätze.
Und ich hatte den Eindruck, dass sie sich schon sehr wichtig nehmen, dass es kein wirklicher Dialog war und dass sie für andere Sichtweisen nicht offen sind.
Besonders deutlich wurde dies am Thema "Pyro", denn der massenhafte Einsatz in Osnabrück wurde von einigen Anwesenden kritisiert. Die Einsicht bei den Ultras war hier gleich Null, stattdessen folgten Erklärungen wie, dass die Vereine diese Strafen schon mit einkalkulieren würden, sie wehrten sich gegen die Äußerung, dass dies eine "Straftat" sei und betonten, dass dies lediglich eine "Ordnungswidrigkeit" sei (als wäre es deswegen kein Problem), und fühlten sich in ihrer Sicht vor allem darin bestätigt, dass die veröffentlichten Bilder bei facebook und Co. mehrheitlich genau die Pyro-Bilder zeigten, dass dies also mehrheitlich als positiv wahrgenommen werde.
Gemachte Äußerungen waren: "Es fällt mir schwer zu glauben, dass einem das (gemeint die Pyro-Bilder) nicht gefällt."
Oder: "Man muss es sich nicht vorschreiben lassen (gemeint war das Pyro-Verbot), weil es sonst in die falsche Richtung geht."
oder "Die Vereine kalkulieren diese Strafen schon im Etat mit ein. Und für sie sind es Peanuts."
Hier scheint das Pyro Erlebnis also wichtiger als der Verein zu sein und auch auf Kinder und Jugendliche im Block wurde anscheinend keine Rücksicht genommen. Wer es zukünftig vermeiden will - das Spiel gegen Osnabrück wurde scheinbar ausgewählt, weil es natürlich aufgrund es Live-Spiels und des ausverkauften Stadions Aufmerksamkeit bot, aber es wurde auch sehr deutlich gesagt, dass die Dunkelheit ein Grund für den Einsatz gewesen sei, da man so spektakulärere Bilder bekäme.
Also sollte Arminia nächste Saison abends in Bochum oder vergleichbaren Stadien spielen - eigentlich müssten alle schon wissen, was dann kommt (meine Interpretation).
Weitere angesprochene Kritikpunkte waren, dass sich einige darüber beklagten, dass sie im Stadion von Mitgliedern der LC sehr harsch angesprochen, z.T. angeschrien worden seien, hier beklagte man ein aggressives Auftreten - was die LC ebenfalls von sich wies.
Ein dritter Kritikpunkt war, dass eintönige und einschläfernde "Lalala" Gesänge beklagt wurden.
Positiv hervorgehoben wurde, dass die Stimmung auf der Alm aktuell als "gut" wahrgenommen wird und dass Gesänge aus anderen Blocks (vor allem Block J und Block 2) nun häufiger aufgenommen und durch den Vorsänger verstärkt werden.
Doch: Ich habe mir gerade noch einmal den Einladungs-Flyer angesehn. Dort heißt es: "... um Vorurteile abzubauen, sich kennen und gegenseitig verstehen zu lernen."
Und dieses Ziel wurde meiner Meinung nach nicht erreicht.
Ich hatte das Gefühl, die LC ist mit der Erwartung in den Abend gegangen, dass sie für die tolle Stimmung und die Choreo gegen Schalke abgefeiert würde - und nicht, dass es doch auch einige Kritik zu hören gab.
Und da schienen einige Vertreter doch eine recht kurze Zündschnur zu haben und Heißsporne zu sein und gerade beim Thema Pyro hatte ich nach gut einer Stunde (der Abend dauerte insgesamt zwei Stunden), dass der Abend auch außer Kontrolle geraten könnte - zumal es keinen leitenden und beruhigenden Moderator gab. So wurde von der LC sehr oft von "wir" und "ihr" und "uns" - "euch" gesprochen. Man hat sich scheinbar also nicht als gemeinschaftliche Fanbase gesehen.
Mein Fazit: Ein Austausch von Meinungen war es, ja. Aber damit er gewinnbringend und verändernd ist, stelle ich ihn mir anders vor. Mir scheint, dass die Ultraszene eine ähnliche Blase ist, wie es in manchen politischen Kreisen der Fall ist - man bestätigt sich gegenseitig immens und lässt Kritik von außen nicht mehr an sich ran. Aber Veränderungen oder Einsichten, insbesondere beim Thema "Pyro" kann man auch in der Zukunft nicht erwarten. Und damit ist für mich klar, dass ich auch keine weiteren Geldsammelaktionen wie heute vor dem Spiel unterstützen werde.
Dies war meine Sicht von Freitag. Ich wäre wirklich sehr daran interessiert zu wissen, wie es andere wahrgenommen haben. Vielleicht sah es jemand anders ja auch ganz anders.
03.11.2019 - 19:42 Uhr
Danke für deine Eindrücke - beim Nachbarforum bei DSC4ever ist es ähnlich, da hat sich auch noch keiner so wirklich gewagt, etwas zu schreiben.
Mit der Pyro-Frage habe ich sowas befürchtet - so wie ich es mitbekomme ist das übrigens kein Arminia-Problem ... es ist scheinbar auch bei Ultras von anderen Vereinen bei dem Thema genau so, wie du es von dem Treffen jetzt hier beschrieben hast. Ich persönlich kann diese Ansicht/Haltung überhaupt nicht nachvollziehen. Ich denke, dass ganze geht solange gut bis mal irgendwo in irgendeinem Stadion in Deutschland mehr passiert und sich dann der Druck durch Politik/Poilzei erhöht.
Und den Aspekt mit den einkalkulierten Strafkosten finde ich ziemlich fragwürdig. Rejek stand in Osnabrück zur Halbzeit wenige Meter vor unserem Block und hat sich das Treiben im Arminia-Block mit irgendwem von der Stadionsicherheit angesehen - er wirkte schon recht sauer und mehr als angefressen, dafür das es nur um einkalkulierte Peanuts gehen soll.
Mit der Pyro-Frage habe ich sowas befürchtet - so wie ich es mitbekomme ist das übrigens kein Arminia-Problem ... es ist scheinbar auch bei Ultras von anderen Vereinen bei dem Thema genau so, wie du es von dem Treffen jetzt hier beschrieben hast. Ich persönlich kann diese Ansicht/Haltung überhaupt nicht nachvollziehen. Ich denke, dass ganze geht solange gut bis mal irgendwo in irgendeinem Stadion in Deutschland mehr passiert und sich dann der Druck durch Politik/Poilzei erhöht.
Und den Aspekt mit den einkalkulierten Strafkosten finde ich ziemlich fragwürdig. Rejek stand in Osnabrück zur Halbzeit wenige Meter vor unserem Block und hat sich das Treiben im Arminia-Block mit irgendwem von der Stadionsicherheit angesehen - er wirkte schon recht sauer und mehr als angefressen, dafür das es nur um einkalkulierte Peanuts gehen soll.
03.11.2019 - 20:27 Uhr
Zitat von LostandFound
Danke für deine Eindrücke - beim Nachbarforum bei DSC4ever ist es ähnlich, da hat sich auch noch keiner so wirklich gewagt, etwas zu schreiben.
Mit der Pyro-Frage habe ich sowas befürchtet - so wie ich es mitbekomme ist das übrigens kein Arminia-Problem ... es ist scheinbar auch bei Ultras von anderen Vereinen bei dem Thema genau so, wie du es von dem Treffen jetzt hier beschrieben hast. Ich persönlich kann diese Ansicht/Haltung überhaupt nicht nachvollziehen. Ich denke, dass ganze geht solange gut bis mal irgendwo in irgendeinem Stadion in Deutschland mehr passiert und sich dann der Druck durch Politik/Poilzei erhöht.
Und den Aspekt mit den einkalkulierten Strafkosten finde ich ziemlich fragwürdig. Rejek stand in Osnabrück zur Halbzeit wenige Meter vor unserem Block und hat sich das Treiben im Arminia-Block mit irgendwem von der Stadionsicherheit angesehen - er wirkte schon recht sauer und mehr als angefressen, dafür das es nur um einkalkulierte Peanuts gehen soll.
Danke für deine Eindrücke - beim Nachbarforum bei DSC4ever ist es ähnlich, da hat sich auch noch keiner so wirklich gewagt, etwas zu schreiben.
Mit der Pyro-Frage habe ich sowas befürchtet - so wie ich es mitbekomme ist das übrigens kein Arminia-Problem ... es ist scheinbar auch bei Ultras von anderen Vereinen bei dem Thema genau so, wie du es von dem Treffen jetzt hier beschrieben hast. Ich persönlich kann diese Ansicht/Haltung überhaupt nicht nachvollziehen. Ich denke, dass ganze geht solange gut bis mal irgendwo in irgendeinem Stadion in Deutschland mehr passiert und sich dann der Druck durch Politik/Poilzei erhöht.
Und den Aspekt mit den einkalkulierten Strafkosten finde ich ziemlich fragwürdig. Rejek stand in Osnabrück zur Halbzeit wenige Meter vor unserem Block und hat sich das Treiben im Arminia-Block mit irgendwem von der Stadionsicherheit angesehen - er wirkte schon recht sauer und mehr als angefressen, dafür das es nur um einkalkulierte Peanuts gehen soll.
Ich kann das Ganze auch nicht nachvollziehen. Aber es ist wohl tatsächlich so wie beschrieben. Diese "U" Gruppierungen scheinen tatsächlich der Meinung zu sein, derartiges sei vom Verein eingepreist. Ähnliches habe ich bereits in diversen kritischen Debatten woanders mitbekommen. Man scheint demnach echt davon überzeugt zu sein, dass es letztlich sogar einen Mehrwert für den Verein darstellt. Woher der kommen soll erschließt sich mir jedoch nicht.
03.11.2019 - 20:53 Uhr
Zitat von LostandFound
Und den Aspekt mit den einkalkulierten Strafkosten finde ich ziemlich fragwürdig. Rejek stand in Osnabrück zur Halbzeit wenige Meter vor unserem Block und hat sich das Treiben im Arminia-Block mit irgendwem von der Stadionsicherheit angesehen - er wirkte schon recht sauer und mehr als angefressen, dafür das es nur um einkalkulierte Peanuts gehen soll.
Und den Aspekt mit den einkalkulierten Strafkosten finde ich ziemlich fragwürdig. Rejek stand in Osnabrück zur Halbzeit wenige Meter vor unserem Block und hat sich das Treiben im Arminia-Block mit irgendwem von der Stadionsicherheit angesehen - er wirkte schon recht sauer und mehr als angefressen, dafür das es nur um einkalkulierte Peanuts gehen soll.
Das Argument, dass die Kosten einkalkuliert seien ist hanebüchener und absolut dummer Schwachsinn.
Welcher Verein, der grade erst massenhaft Schulden mithilfe lokaler Unternehmen und Strategien abgebaut hat, plant freiwillig Gelder ein für Straftaten/Ordnungswidrigkeiten von Selbstdarstellern auf der Tribüne.
Support hin oder her, und Pyro kann man mögen oder nicht, aber so ein Argument ist einfach total daneben und völlig unsinnig.
Wenn sie Pyro unbedingt zünden wollen und sich damit präsentieren können sollen sie halt die Strafen auch selbst bezahlen.
Ich denke dann würden sich die Herrschaften auch zwei mal überlegen, ob sie die Tausenden von Euro auch selbst bezahlen wollen, geschweige denn können.
Grundsätzlich bin ich kein Riesengegner von Pyroaktionen, aber da das immer unkontrolliert von z.T. sehr aggressiven Fangruppierungen ausgeht (s. z.B. Dresden, Frankfurt,...) ist es einfach ein hohes Risiko grade was gesundheitliche Probleme anbelangt.
Und auch kann ich dem Anstoß beipflichten, dass man durchaus mal von Mitgliedern der LC harsch angemacht wird im Stadion, wer regelmäßig im Stadion ist hat das sicherlich schonmal erlebt.
Wehe man steht dort wo sich die Möchtegern-Super-Fans immer platzieren, auch wenn man eher da war.
Wir alle sind Fans von Arminia und niemand hat das Recht andere von ihrem Platz "zu verdrängen" , weil man meint, dass sei sein "Eigentum" - das ist es nicht.
04.11.2019 - 18:27 Uhr
Interessanter Nebenaspekt zur gestrigen Diskussion: Bei der illegalen Flyer-Aktion der Rechten handelt es sich nach Aussagen der Polizei nur um eine "Ordnungswidrikeit" - somit wird es also als gleichwertig wie das Abbrennen von Pyro angesehen.
Das eine gefällt, das andere stört die Ultras.
Vielleicht lässt es ja den ein oder anderen doch mal darüber nachdenken, dass bestimmte Regeln schon einen Sinn haben, um das Gemeinwohl zu schützen und hilft zu erkennen, wie sehr man sich ärgern kann, wenn von einer kleinen Gruppe vermeintlich "kleine Ordnungswidrigkeiten" zu Lasten der großen Mehrheit begangen werden, um persönliche Interessen auszuleben.
Denn die gleiche Argumentation "Man muss es sich nicht vorschreiben lassen, weil es sonst in die falsche Richtung geht.", die am Freitag von den Ultras gebracht wurde (siehe meinen Post von gestern), könnten die Nazis einen Tag später wohl auch benutzt haben, als sie die Stadt mit ihren Flyern übersäht haben.
Das eine gefällt, das andere stört die Ultras.
Vielleicht lässt es ja den ein oder anderen doch mal darüber nachdenken, dass bestimmte Regeln schon einen Sinn haben, um das Gemeinwohl zu schützen und hilft zu erkennen, wie sehr man sich ärgern kann, wenn von einer kleinen Gruppe vermeintlich "kleine Ordnungswidrigkeiten" zu Lasten der großen Mehrheit begangen werden, um persönliche Interessen auszuleben.
Denn die gleiche Argumentation "Man muss es sich nicht vorschreiben lassen, weil es sonst in die falsche Richtung geht.", die am Freitag von den Ultras gebracht wurde (siehe meinen Post von gestern), könnten die Nazis einen Tag später wohl auch benutzt haben, als sie die Stadt mit ihren Flyern übersäht haben.
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