| Geburtsdatum | 12.09.1985 |
|---|---|
| Alter | 40 |
| Nat. |
Italien |
| Funktion | Trainer |
| Akt. Verein | FC Bologna |
Domenico Tedesco [ehem. Trainer]
09.06.2017 - 17:52 Uhr
15.03.2019 - 08:39 Uhr
ich denke, dieser Artikel aus der SZ trifft es ganz gut
https://www.sueddeutsche.de/sport/schalke-tedesco-manchester-city-1.4366497
https://www.sueddeutsche.de/sport/schalke-tedesco-manchester-city-1.4366497
15.03.2019 - 09:04 Uhr
Zitat von zamme26
...
Das Problem daran ist, dass viele Fans hier auf Schalke diesen Kram wirklich glauben. Halten sich für die Größten, die Einzigen die immer alles geben, bedingungslos hinter Ihrer Mannschaft stehen und so weiter und so fort. Betreiben eine einzige selbstgefällige Folklore um die Einzigartigkeit der Schalker Fans und werden darin auch noch vom Verein bei jeder Gelegenheit unterstützt. Das wahre Gesicht unserer ach so tollen Fans hat man nach Düsseldorf gesehen. Und dann so eine pathetische Aktion mit Stambouli's Binde bringen vor zwei Wochen und sich dafür feiern lassen. Alles Ottos (um mit @Sgt_Salty s Worten zu sprechen). An der Krise, in der wir aktuell stecken, und an der totalen Verunsicherung, die wir jede Woche auf dem Feld sehen, haben diese selbsternannten "besten Fans der Welt" einen kräftigen Anteil.
Und genau das macht die Trainerentlassung nicht nur unvermeidlich, sondern auch grotesk. Den Rest hat @Balo92 auch ausgeführt, und ich sehe mich nicht genötigt das alles zu wiederholen.
Was ich getan hätte, wann genau ich die Reißleine gezogen hätte, ist da vollkommen unerheblich. Genauso wie die Frage wer jetzt kommt. Das Drehbuch ab Sommer ist längst geschrieben: Im Mai/Juni wird ein neuer Cheftrainer vorgestellt. Große Euphorie, diesmal wird alles anders. Auf tm.de mahnen die einschlägigen Einzeiler-Schreiber zur Geduld, man müsse dem neuen Trainer Ruhe geben, man müsse ihm auch mal durch schwierige Zeiten die Treue halten. Solange es gut geht, meinen die es auch so. Nach den ersten vier bis fünf Spielen ohne Sieg ist das aber alles vergessen. Nix mit Geduld. Und dann werden genau diejenigen, die vorher zur Ruhe und Geduld gemahnt haben, wieder die Ersten sein, die eine Entlassung fordern. So könne es ja nicht weitergehen, Punkteschnitt, und überhaupt, Schalke befindet sich seit Jahren nur im Abwärtstrend.
Und da es auf Dauer nicht vermeidbar sein wird, auch mal 4-5 Spiele am Stück hinter den Erwartungen her zu hängen, wird der neue Trainer nach max. zwei Jahren auch wieder Geschichte sein. Wer auch immer sich auf diesen Mist als nächstes einlässt, tut mir einfach jetzt schon leid.
Die Mannschaft ist bestimmt nicht untrainierbar - der Verein schon.
...
Das Problem daran ist, dass viele Fans hier auf Schalke diesen Kram wirklich glauben. Halten sich für die Größten, die Einzigen die immer alles geben, bedingungslos hinter Ihrer Mannschaft stehen und so weiter und so fort. Betreiben eine einzige selbstgefällige Folklore um die Einzigartigkeit der Schalker Fans und werden darin auch noch vom Verein bei jeder Gelegenheit unterstützt. Das wahre Gesicht unserer ach so tollen Fans hat man nach Düsseldorf gesehen. Und dann so eine pathetische Aktion mit Stambouli's Binde bringen vor zwei Wochen und sich dafür feiern lassen. Alles Ottos (um mit @Sgt_Salty s Worten zu sprechen). An der Krise, in der wir aktuell stecken, und an der totalen Verunsicherung, die wir jede Woche auf dem Feld sehen, haben diese selbsternannten "besten Fans der Welt" einen kräftigen Anteil.
Und genau das macht die Trainerentlassung nicht nur unvermeidlich, sondern auch grotesk. Den Rest hat @Balo92 auch ausgeführt, und ich sehe mich nicht genötigt das alles zu wiederholen.
Was ich getan hätte, wann genau ich die Reißleine gezogen hätte, ist da vollkommen unerheblich. Genauso wie die Frage wer jetzt kommt. Das Drehbuch ab Sommer ist längst geschrieben: Im Mai/Juni wird ein neuer Cheftrainer vorgestellt. Große Euphorie, diesmal wird alles anders. Auf tm.de mahnen die einschlägigen Einzeiler-Schreiber zur Geduld, man müsse dem neuen Trainer Ruhe geben, man müsse ihm auch mal durch schwierige Zeiten die Treue halten. Solange es gut geht, meinen die es auch so. Nach den ersten vier bis fünf Spielen ohne Sieg ist das aber alles vergessen. Nix mit Geduld. Und dann werden genau diejenigen, die vorher zur Ruhe und Geduld gemahnt haben, wieder die Ersten sein, die eine Entlassung fordern. So könne es ja nicht weitergehen, Punkteschnitt, und überhaupt, Schalke befindet sich seit Jahren nur im Abwärtstrend.
Und da es auf Dauer nicht vermeidbar sein wird, auch mal 4-5 Spiele am Stück hinter den Erwartungen her zu hängen, wird der neue Trainer nach max. zwei Jahren auch wieder Geschichte sein. Wer auch immer sich auf diesen Mist als nächstes einlässt, tut mir einfach jetzt schon leid.
Die Mannschaft ist bestimmt nicht untrainierbar - der Verein schon.
... und das bringt es so ziemlich auf den Punkt, und zwar völlig losgelöst von der Personalie Tedesco.
15.03.2019 - 09:05 Uhr
Ich glaube nicht, dass Schalke zu groß für Tedesco (oder Heidel) war. Es war einfach eine Verkettung vieler Umstände, die sicherlich zum Teil auch auf Tedesco zurückzuführen sind, aber nur in Summe zu dieser katastrophalen Bilanz führen.
- Kaderplanung: Hier haben Tedesco und Heidel, bezogen auf die Einzelspieler, grundsätzlich keine schlechte Arbeit geleistet. Als schwachen Transfer würde ich hier nur Mendyl sehen, selbst wenn der langfristig noch einschlagen sollte, war einfach ein ganz anderes Profil gesucht.
Problematisch waren also nicht die einzelnen Transfers, sondern die Balance innerhalb des Kaders. Es war von Anfang an klar, dass Sané mehr oder weniger in Konkurrenz zu Naldo stehen und eine Dreierkette mit den beiden die Ausnahme bleiben wird. Nach Kehrers Abgang, unabhängig von Stamboulis Verletzung, hatte man sich da in den Variationsmöglichkeiten schon ein wenig eingeschränkt. Die komplette Verweigerung einen rechten Verteidiger im Kader zu haben, war dabei sicherlich der größte Fehler. Mit Caligiuri hatte man eine offensive und mit Kehrer eine defensive Notlösung, nachdem Kehrer weg war, fehlte also sogar ein Notlösungsbackup. Da zeigte sich für mich schon im Sommer, dass Tedesco die Viererkette eher nicht als Grundformation vorschwebt, sondern höchstens bei einer Umstellung innerhalb des Spiels, wie in der Vorsaison auch, da aber wenigstens noch mit zwei Notlösungen.
Die zweite offensichtliche Lücke im Kader war ein weiterer Offensivspieler für die Außenbahn. Mit Harit und Konoplyanka auf den Flügeln, hatte Schalke in der letzten Saison viele der spielerisch besseren Partien absolviert, aber zu beiden Spielern gab es keine Alternative. Dazu kam, dass Konoplyanka wegen seiner Spielweise ohnehin nicht dauerhaft Stammspieler sein würde und Harit, letztlich vom Flügel abgezogen und ins Zentrum beordert wurde und da sind wir dann beim dritten Problem.
Das Zentrum war nach dem Transfers von Rudy total überfrachtet. Für 3 Positionen hatte Schalke mit Bentaleb, Rudy, Mascarell, Harit, Serdar, McKennie 6 Spieler mit Stammplatzanspruch bzw. Stammplatzpotential und da sind Stambouli und Schöpf schon ausgenommen.
Die Tatsache, dass eine Viererkette kaum sinnvoll nutzbar war und wir mindestens einen, wenn nicht zwei ZM zu viel im Kader hatten, deutete schon damals an, dass Tedesco ein sehr zentrumlastiges Spiel vorschwebte. Was in mir, auch angesichts der mauen Vorbereitungsspiele, leichtes Unbehagen hervorrief, aber Tedesco hatte Erfolg, das sollte also schon werden.
- Saisonstart: Das erste Spiel verlief unglücklich. Durch den seltsamen Eingriff des VAR, der zum Platzverweis bei Nastasic führte, war der späte Ausgleich schon ein Erfolg. Der später Treffer in der Nachspielzeit war dann ärgerlich. Das zweite Spiel gegen Hertha ging so weiter. Caligiuri vergibt einen Elfer und im Anschluss macht Hertha das Tor. Wieder rennt Schalke einem Rückstand hinterher. Im dritten Spiel kassiert Schalke direkt zu Beginn ein Gegentor, das zweite bei der die Raumdeckung bei gegnerischen Ecken mal so gar nicht funktioniert. Nach 3 Niederlagen und den Bayern vor der Brust ist der Fehlstart besiegelt. Bei den Bayern gibt es dann die obligatorische Niederlage und ein Sieg gegen Freiburg muss her. Da ändert Tedesco die Grundformation und es setzt die nächste Pleite. Im Grunde war da die Saison schon gelaufen. Eine "Weinzierl-Saison" war zu erwarten, auf eine "André-Schubert-Saison" hat man gehofft.
- Verletzungspech: Die Ausfälle von Stambouli und Oczipka haben direkt zu Saisonbeginn geschmerzt, in diesem Zusammenhang verwundert auch die Verpflichtung Mendyls. Mit Baba hatten wir einen Vertreter für Oczipka, der formschwach war und nur durch Spielpraxis eine echte Alternative werden würde, was fehlte war eine zuverlässige Vertretung. Geholt wird ein Talent, das nur durch Spielpraxis eine echte Alternative werden würde. Kurzfristig fehlte also ein fähiger LV und wir hatten zwei Spieler, die beide Spielpraxis brauchten, um eine Alternative zu werden, nur um dann von Oczipka abgelöst zu werden.
Als uns dann zwischenzeitlich der komplette Sturm fehlte, obwohl dieser quantitativ üppig besetzt ist, war das bei der dringend benötigten Verbesserung des Offensivspiels natürlich nicht hilfreich. Hier war Tedesco in erster Linie Opfer der Umstände, aber auch ein wenig von der Kaderzusammenstellung. In diesem Zeitraum hätte ein weiterer offensiver Flügelspieler sicher nicht geschadet. Selbst Caligiuri kam nicht als Notlösung für den Angriff in Frage, weil er immer häufiger als Notlösung RV spielen musste, weil die Viererkette plötzlich eine Option war.
- individuelle Formschwächen/Leistungseinbrüche: Natürlich wirkt sich eine schwache Gesamtleistung auch auf Einzelspieler aus. Aber es war nicht damit zu rechnen, dass Naldo so schwach in die Saison startet, nachdem er letzte Saison so stark aufspielte. Das war eher was man für den späteren Saisonverlauf befürchten musste, aber mit Sané war vermeintlich vorgesorgt. Fährmann hatte letzte Saison zwar schon den einen oder anderen unüblichen Wackler drin, aber auch hier deutete nichts darauf hin, dass der plötzlich zum Sicherheitsrisiko wird und das war er dann gegen Ende Hinrunde schon.
Rudy hätte sicherlich nicht sofort spielen dürfen, da war Tedesco zu gierig. Es war aber auch hier nicht damit zu rechnen, dass er sich gar nicht einfinden würde.
Bei Harit war am ehesten eine schwierige Zeit zu erwarten. Mit einer langen Saison, inklusive WM und dem Autounfall im Urlaub, hatte der Spieler viel zu verdauen. Ein Urteil über den Charakter erlaube ich mir nicht, aber bei einem so jungen Spieler war eine Delle, gerade unter diesen Umständen nicht unwahrscheinlich, das ändert aber nichts daran, dass uns seine Qualität über die gesamte Saison gefehlt hat.
Schnitt Winterpause: Eine Schubert-Saison konnte man ausschließen, eine Weinzierl-Saison war wahrscheinlich. Ab dem 6. Spieltag hatte sich die Mannschaft weitestgehend stabilisiert, wenn auch auf spielerisch magerem Niveau, aber bei englischen Wochen und Verletzungspech war eine spielerische Weiterentwicklung ohnehin nicht realistisch. In beiden Pokalen überwinterte man und Tedesco machte deutlich, dass unterbesetzte Kaderrollen noch besetzt werden müssen. Es deutete also daraufhin, dass eine Analyse stattfand und man die Probleme anging. Der Sieg gegen den VfB zum Abschluss der Hinrunde war zudem ein ordentlicher Abschluss eines verkorksten Halbjahres. Naldo, der tatsächlich sehr selten zum Einsatz kam und ein wenig Tedescos Coke-Behandlung erfuhr, hatte keine Lust mehr und ging. Damit hatte man eine weitere Baustelle. Aus den 2-4 nötigen Neuzugängen wurden dann 3-5. Einen offensiven Flügelspieler holte man, allerdings einen Spieler ohne Profierfahrung, also keine kurzfristige Lösung. Ein RV kam nicht, obwohl man offensichtlich verstärkt mit Viererkette agierte, ein Mittelstürmer, zur kurfristigen Überbrückung der Verletzungen kam nicht, der zwingend nötige IV wurde aber mit Bruma geholt.
Die falsche Erwartungshaltung oder schlechte Ausbeute bei den Wintertransfers dämpfte dann gleich wieder die Stimmung, aber der Rückrundenauftakt glückte.
Knackpunkt Hertha: Ich glaube, dass das 2:2 gegen Hertha dem Team einen Knacks versetzt hat. Mit einem Sieg wäre das internationale Geschäft wieder greifbar gewesen, bei nur 4 Punkten Rückstand. In der Liga war damit die Luft raus, während die Mannschaft im Pokal und dem CL-Hinspiel noch 2x gut spielte, war das in der Liga eine einzige Abwärtsspirale, der Tedesco, so leid es mir auch tut, nichts entgegen zu setzen wusste und ich glaube, dass Tedesco da auch nicht mehr herausgekommen wäre. Ich hätte den Schnitt schon nach der Klatsche gegen die Fortuna vollzogen, aber so unglücklich ein so kurzfristiger Tausch des Trainers auch ist, habe ich keine Chance gesehen, dass wir gegen RBL punkten, wenn Tedesco auf der Bank sitzt.
Damit ist nicht gesagt, dass Stevens und Büskens uns zum Sieg führen, aber "Aussitzen" war einfach keine Option.
- Kaderplanung: Hier haben Tedesco und Heidel, bezogen auf die Einzelspieler, grundsätzlich keine schlechte Arbeit geleistet. Als schwachen Transfer würde ich hier nur Mendyl sehen, selbst wenn der langfristig noch einschlagen sollte, war einfach ein ganz anderes Profil gesucht.
Problematisch waren also nicht die einzelnen Transfers, sondern die Balance innerhalb des Kaders. Es war von Anfang an klar, dass Sané mehr oder weniger in Konkurrenz zu Naldo stehen und eine Dreierkette mit den beiden die Ausnahme bleiben wird. Nach Kehrers Abgang, unabhängig von Stamboulis Verletzung, hatte man sich da in den Variationsmöglichkeiten schon ein wenig eingeschränkt. Die komplette Verweigerung einen rechten Verteidiger im Kader zu haben, war dabei sicherlich der größte Fehler. Mit Caligiuri hatte man eine offensive und mit Kehrer eine defensive Notlösung, nachdem Kehrer weg war, fehlte also sogar ein Notlösungsbackup. Da zeigte sich für mich schon im Sommer, dass Tedesco die Viererkette eher nicht als Grundformation vorschwebt, sondern höchstens bei einer Umstellung innerhalb des Spiels, wie in der Vorsaison auch, da aber wenigstens noch mit zwei Notlösungen.
Die zweite offensichtliche Lücke im Kader war ein weiterer Offensivspieler für die Außenbahn. Mit Harit und Konoplyanka auf den Flügeln, hatte Schalke in der letzten Saison viele der spielerisch besseren Partien absolviert, aber zu beiden Spielern gab es keine Alternative. Dazu kam, dass Konoplyanka wegen seiner Spielweise ohnehin nicht dauerhaft Stammspieler sein würde und Harit, letztlich vom Flügel abgezogen und ins Zentrum beordert wurde und da sind wir dann beim dritten Problem.
Das Zentrum war nach dem Transfers von Rudy total überfrachtet. Für 3 Positionen hatte Schalke mit Bentaleb, Rudy, Mascarell, Harit, Serdar, McKennie 6 Spieler mit Stammplatzanspruch bzw. Stammplatzpotential und da sind Stambouli und Schöpf schon ausgenommen.
Die Tatsache, dass eine Viererkette kaum sinnvoll nutzbar war und wir mindestens einen, wenn nicht zwei ZM zu viel im Kader hatten, deutete schon damals an, dass Tedesco ein sehr zentrumlastiges Spiel vorschwebte. Was in mir, auch angesichts der mauen Vorbereitungsspiele, leichtes Unbehagen hervorrief, aber Tedesco hatte Erfolg, das sollte also schon werden.
- Saisonstart: Das erste Spiel verlief unglücklich. Durch den seltsamen Eingriff des VAR, der zum Platzverweis bei Nastasic führte, war der späte Ausgleich schon ein Erfolg. Der später Treffer in der Nachspielzeit war dann ärgerlich. Das zweite Spiel gegen Hertha ging so weiter. Caligiuri vergibt einen Elfer und im Anschluss macht Hertha das Tor. Wieder rennt Schalke einem Rückstand hinterher. Im dritten Spiel kassiert Schalke direkt zu Beginn ein Gegentor, das zweite bei der die Raumdeckung bei gegnerischen Ecken mal so gar nicht funktioniert. Nach 3 Niederlagen und den Bayern vor der Brust ist der Fehlstart besiegelt. Bei den Bayern gibt es dann die obligatorische Niederlage und ein Sieg gegen Freiburg muss her. Da ändert Tedesco die Grundformation und es setzt die nächste Pleite. Im Grunde war da die Saison schon gelaufen. Eine "Weinzierl-Saison" war zu erwarten, auf eine "André-Schubert-Saison" hat man gehofft.
- Verletzungspech: Die Ausfälle von Stambouli und Oczipka haben direkt zu Saisonbeginn geschmerzt, in diesem Zusammenhang verwundert auch die Verpflichtung Mendyls. Mit Baba hatten wir einen Vertreter für Oczipka, der formschwach war und nur durch Spielpraxis eine echte Alternative werden würde, was fehlte war eine zuverlässige Vertretung. Geholt wird ein Talent, das nur durch Spielpraxis eine echte Alternative werden würde. Kurzfristig fehlte also ein fähiger LV und wir hatten zwei Spieler, die beide Spielpraxis brauchten, um eine Alternative zu werden, nur um dann von Oczipka abgelöst zu werden.
Als uns dann zwischenzeitlich der komplette Sturm fehlte, obwohl dieser quantitativ üppig besetzt ist, war das bei der dringend benötigten Verbesserung des Offensivspiels natürlich nicht hilfreich. Hier war Tedesco in erster Linie Opfer der Umstände, aber auch ein wenig von der Kaderzusammenstellung. In diesem Zeitraum hätte ein weiterer offensiver Flügelspieler sicher nicht geschadet. Selbst Caligiuri kam nicht als Notlösung für den Angriff in Frage, weil er immer häufiger als Notlösung RV spielen musste, weil die Viererkette plötzlich eine Option war.
- individuelle Formschwächen/Leistungseinbrüche: Natürlich wirkt sich eine schwache Gesamtleistung auch auf Einzelspieler aus. Aber es war nicht damit zu rechnen, dass Naldo so schwach in die Saison startet, nachdem er letzte Saison so stark aufspielte. Das war eher was man für den späteren Saisonverlauf befürchten musste, aber mit Sané war vermeintlich vorgesorgt. Fährmann hatte letzte Saison zwar schon den einen oder anderen unüblichen Wackler drin, aber auch hier deutete nichts darauf hin, dass der plötzlich zum Sicherheitsrisiko wird und das war er dann gegen Ende Hinrunde schon.
Rudy hätte sicherlich nicht sofort spielen dürfen, da war Tedesco zu gierig. Es war aber auch hier nicht damit zu rechnen, dass er sich gar nicht einfinden würde.
Bei Harit war am ehesten eine schwierige Zeit zu erwarten. Mit einer langen Saison, inklusive WM und dem Autounfall im Urlaub, hatte der Spieler viel zu verdauen. Ein Urteil über den Charakter erlaube ich mir nicht, aber bei einem so jungen Spieler war eine Delle, gerade unter diesen Umständen nicht unwahrscheinlich, das ändert aber nichts daran, dass uns seine Qualität über die gesamte Saison gefehlt hat.
Schnitt Winterpause: Eine Schubert-Saison konnte man ausschließen, eine Weinzierl-Saison war wahrscheinlich. Ab dem 6. Spieltag hatte sich die Mannschaft weitestgehend stabilisiert, wenn auch auf spielerisch magerem Niveau, aber bei englischen Wochen und Verletzungspech war eine spielerische Weiterentwicklung ohnehin nicht realistisch. In beiden Pokalen überwinterte man und Tedesco machte deutlich, dass unterbesetzte Kaderrollen noch besetzt werden müssen. Es deutete also daraufhin, dass eine Analyse stattfand und man die Probleme anging. Der Sieg gegen den VfB zum Abschluss der Hinrunde war zudem ein ordentlicher Abschluss eines verkorksten Halbjahres. Naldo, der tatsächlich sehr selten zum Einsatz kam und ein wenig Tedescos Coke-Behandlung erfuhr, hatte keine Lust mehr und ging. Damit hatte man eine weitere Baustelle. Aus den 2-4 nötigen Neuzugängen wurden dann 3-5. Einen offensiven Flügelspieler holte man, allerdings einen Spieler ohne Profierfahrung, also keine kurzfristige Lösung. Ein RV kam nicht, obwohl man offensichtlich verstärkt mit Viererkette agierte, ein Mittelstürmer, zur kurfristigen Überbrückung der Verletzungen kam nicht, der zwingend nötige IV wurde aber mit Bruma geholt.
Die falsche Erwartungshaltung oder schlechte Ausbeute bei den Wintertransfers dämpfte dann gleich wieder die Stimmung, aber der Rückrundenauftakt glückte.
Knackpunkt Hertha: Ich glaube, dass das 2:2 gegen Hertha dem Team einen Knacks versetzt hat. Mit einem Sieg wäre das internationale Geschäft wieder greifbar gewesen, bei nur 4 Punkten Rückstand. In der Liga war damit die Luft raus, während die Mannschaft im Pokal und dem CL-Hinspiel noch 2x gut spielte, war das in der Liga eine einzige Abwärtsspirale, der Tedesco, so leid es mir auch tut, nichts entgegen zu setzen wusste und ich glaube, dass Tedesco da auch nicht mehr herausgekommen wäre. Ich hätte den Schnitt schon nach der Klatsche gegen die Fortuna vollzogen, aber so unglücklich ein so kurzfristiger Tausch des Trainers auch ist, habe ich keine Chance gesehen, dass wir gegen RBL punkten, wenn Tedesco auf der Bank sitzt.
Damit ist nicht gesagt, dass Stevens und Büskens uns zum Sieg führen, aber "Aussitzen" war einfach keine Option.
15.03.2019 - 09:09 Uhr
Meiner Einschätzung nach eine Fehlentscheidung zum jetzigen Zeitpunkt.
Aus den Spielen gegen Bremen und ManCity ließen sich sowieso keine Erkenntnisse ziehen. Da verlierst Du eben mal 0:7. Das sollte man einfach abhaken. Ich sehe nicht, warum es mit einem Trainerwechsel besser laufen sollte - speziell nicht, wenn man keinen entsprechend geeigneten Trainer verpflichtet, sondern es mit alten Clublegenden aufgrund von deren vergangenen Erfolgen versucht. Wenn die jetzt mit dieser Mannschaft absteigen, dann gute Nacht. Aber eher unwahrscheinlich, wenn man nicht alle direkten Duelle verliert. Mindestens die beiden Spiele gegen Leipzig und in Hannover hätte man noch abwarten sollen.
Spannend und aufschlussreich wäre es gewesen zu beobachten, wie die nächste Saison mit Tedesco abgelaufen wäre. Hätte man ein paar Punkte aus den kommenden Spielen geholt und hätten Stuttgart und/oder Hannover/Nürnberg nicht sehr stark gepunktet (ist möglich, aber unwahrscheinlich), dann wäre der Klassenerhalt drin gewesen. Und dann beginnt die neue Saison wieder bei Null. Natürlich musst Du dann reagieren, wenn die Mannschaft nach den ersten 6, 7 Spielen auf einem Abstiegsplatz steht und keine positive Entwicklung erkennbar ist. Aber mehr als einen Mittelfeldplatz sollte man sich mit einem neuen Trainer auch nicht erhoffen. Dafür ist die Konkurrenz zu gut besetzt und zu zahlreich. Selbst Bremen und Hertha dürfen eher stärker einzuschätzen sein. Da hätte man das Risiko mit Tedesco weiter zu machen durchaus eingehen können.
In der CL so unterzugehen zeigt lediglich, dass die Mannschaft keine ausreichende Qualität besitzt, um mit einem Gegner wie ManCity (ohne mannschaftlichen Kampf) mitzuhalten. Und dass sie in der aktuellen Phase die Tendenz hat sich aufzugeben. Beides nicht optimal, aber es hat nichts damit zu tun, dass die Mannschaft gegen den Trainer spielt. Dann würde sie in der Liga lustlos spielen (ohne Unsicherheiten! aber eben auch ohne Einsatz) und in der CL würde sie auf einmal ganz anders auftreten wegen der großen Bühne. Es mangelt eben einfach am Selbstvertrauen. Wenn das eigene Spiel dann fußballerisch Krampf ist und man immer nur dem Ball hinterherläuft (um ihn dann einfach wieder zu verlieren), dann gibt man sich bei einem aussichtslosen Spielstand eben auf.
Aus den Spielen gegen Bremen und ManCity ließen sich sowieso keine Erkenntnisse ziehen. Da verlierst Du eben mal 0:7. Das sollte man einfach abhaken. Ich sehe nicht, warum es mit einem Trainerwechsel besser laufen sollte - speziell nicht, wenn man keinen entsprechend geeigneten Trainer verpflichtet, sondern es mit alten Clublegenden aufgrund von deren vergangenen Erfolgen versucht. Wenn die jetzt mit dieser Mannschaft absteigen, dann gute Nacht. Aber eher unwahrscheinlich, wenn man nicht alle direkten Duelle verliert. Mindestens die beiden Spiele gegen Leipzig und in Hannover hätte man noch abwarten sollen.
Spannend und aufschlussreich wäre es gewesen zu beobachten, wie die nächste Saison mit Tedesco abgelaufen wäre. Hätte man ein paar Punkte aus den kommenden Spielen geholt und hätten Stuttgart und/oder Hannover/Nürnberg nicht sehr stark gepunktet (ist möglich, aber unwahrscheinlich), dann wäre der Klassenerhalt drin gewesen. Und dann beginnt die neue Saison wieder bei Null. Natürlich musst Du dann reagieren, wenn die Mannschaft nach den ersten 6, 7 Spielen auf einem Abstiegsplatz steht und keine positive Entwicklung erkennbar ist. Aber mehr als einen Mittelfeldplatz sollte man sich mit einem neuen Trainer auch nicht erhoffen. Dafür ist die Konkurrenz zu gut besetzt und zu zahlreich. Selbst Bremen und Hertha dürfen eher stärker einzuschätzen sein. Da hätte man das Risiko mit Tedesco weiter zu machen durchaus eingehen können.
In der CL so unterzugehen zeigt lediglich, dass die Mannschaft keine ausreichende Qualität besitzt, um mit einem Gegner wie ManCity (ohne mannschaftlichen Kampf) mitzuhalten. Und dass sie in der aktuellen Phase die Tendenz hat sich aufzugeben. Beides nicht optimal, aber es hat nichts damit zu tun, dass die Mannschaft gegen den Trainer spielt. Dann würde sie in der Liga lustlos spielen (ohne Unsicherheiten! aber eben auch ohne Einsatz) und in der CL würde sie auf einmal ganz anders auftreten wegen der großen Bühne. Es mangelt eben einfach am Selbstvertrauen. Wenn das eigene Spiel dann fußballerisch Krampf ist und man immer nur dem Ball hinterherläuft (um ihn dann einfach wieder zu verlieren), dann gibt man sich bei einem aussichtslosen Spielstand eben auf.
15.03.2019 - 09:15 Uhr
Ich kann echt nicht nachvollziehen wie man das was bei uns grade los ist als "4-5 Spiele am Stück hinter den Erwartungen zurückbleiben" abtun kann. Wir sind genau vier Punkte vom Relegationsplatz entfernt und wir müssen noch gegen jeden der vier Teams hinter uns ran. Da sind alles extreme Drucksituationen und die Mannschaft wirkt total verängstigt bzw in den Spielen teilweise ohnmächtig. Hier geht es nicht mehr um Kontinuität oder ob ein Tedesco ein guter Trainer ist oder nicht, sondern nur darum in der ersten Liga zu bleiben. Wenn er die Mannschaft nicht befreien kann und die richtigen Impulse setzen kann, warum auch immer, dann muss es einfach wer anders versuchen. Mann muss auch mal in der Realität ankommen. Keiner ist größer als der Verein. Auch kein Domenico Tedesco, aber bei manchen hab ich das Gefühl die würden lieber ab Sommer gegen Magdeburg und Sandhausen spielen. Hauptsache Tedesco steht an der Seitenlinie.
15.03.2019 - 09:33 Uhr
Zitat von Berbo91
Meiner Einschätzung nach eine Fehlentscheidung zum jetzigen Zeitpunkt.
Aus den Spielen gegen Bremen und ManCity ließen sich sowieso keine Erkenntnisse ziehen. Da verlierst Du eben mal 0:7. Das sollte man einfach abhaken. Ich sehe nicht, warum es mit einem Trainerwechsel besser laufen sollte - speziell nicht, wenn man keinen entsprechend geeigneten Trainer verpflichtet, sondern es mit alten Clublegenden aufgrund von deren vergangenen Erfolgen versucht.
Meiner Einschätzung nach eine Fehlentscheidung zum jetzigen Zeitpunkt.
Aus den Spielen gegen Bremen und ManCity ließen sich sowieso keine Erkenntnisse ziehen. Da verlierst Du eben mal 0:7. Das sollte man einfach abhaken. Ich sehe nicht, warum es mit einem Trainerwechsel besser laufen sollte - speziell nicht, wenn man keinen entsprechend geeigneten Trainer verpflichtet, sondern es mit alten Clublegenden aufgrund von deren vergangenen Erfolgen versucht.
Also leicht hat man es sich auf Schalke nun wahrlich nicht gemacht, aber es war alternativlos.
Es geht auch nicht darum das nächste Spiel zu gewinnen, sondern zuvorderst die Auflösungserscheinungen zu stoppen. Es kann und wird nichts sofort besserlaufen, dies ist sicherlich jedem klar - aber man hat die Chance an den richtigen Stellschrauben zu drehen, das Team mit einfachen Anweisungen auf den Weg zu bringen, die Verunsicherung aus den Köpfen zu bekommen.
Tedesco hat dies doch gar nicht erkannt, sondern stetig seinen Weg weiter beschritten, Spiele wurden über Gegneranalyse und die Idee wie diesem zu begegnen sei vorbereitet. Die schrittweise Überforderung und Verunsicherung seiner Spieler durch sein Handeln nahm er doch gar nicht wahr und schob es auf Charakterschwäche.
Was sich fatal auf jeden auswirken würde - auch auf den Charakterstärksten.
Deshalb ist es wichtig spätestens jetzt (eigentlich wäre früher besser gewesen) zu reagieren und erfahrene Trainer ans Team zu lassen. Weil die aus ihrer Erfahrung wissen, wie man mit Krisen umgeht, wie man eine verunsicherte Truppe wieder aufbaut und wie man den Einzelnen mitnimmt, anstatt ihn auszuschließen.
Teamarbeit ist das A und O im Trainerjob, nicht Gegneranalyse, nicht öffentlichkeitswirksame Auftritte.
Stevens und Büskens wissen das.
15.03.2019 - 09:41 Uhr
Traurig. Und viel schlimmer: nicht richtig.
Ich halte es mal allgemein, damit ich kein Schwein durch's Dorf treibe:
einige Spieler wollten/mussten spielen, wie und wo sie es gar nicht 100% können.
Einige wollten ihr Spiel neu definieren, andere warteten darauf, dass alles so lief, wie dort, wo sie herkamen.
Ja, Verletzungspech ist bestimmt der Hauptgrund dafür. Das Rotekartenbingo der VAR kommt dazu.
Rausnehmen möchte ich ausdrücklich Weston, der wirklich überall immer alles gegeben hat.
Danke Domenico für eine coole Saison und eine verfluchte, für die Du nichts kannst.
Fortune presents gifts not according to the book.
Ich halte es mal allgemein, damit ich kein Schwein durch's Dorf treibe:
einige Spieler wollten/mussten spielen, wie und wo sie es gar nicht 100% können.
Einige wollten ihr Spiel neu definieren, andere warteten darauf, dass alles so lief, wie dort, wo sie herkamen.
Ja, Verletzungspech ist bestimmt der Hauptgrund dafür. Das Rotekartenbingo der VAR kommt dazu.
Rausnehmen möchte ich ausdrücklich Weston, der wirklich überall immer alles gegeben hat.
Danke Domenico für eine coole Saison und eine verfluchte, für die Du nichts kannst.
Fortune presents gifts not according to the book.
15.03.2019 - 09:59 Uhr
Leute, dass kommt jetzt hier bei Einigen so rüber als seien die Fans Schuld an der Krise?!?^^
Meint Ihr das wirklich so?
Auf Schalke haben die Fans immer sehr viel Einfluss und der Druck im Verein ist ab den ersten Tag höher als bei anderen Vereinen, all das ist mir bewusst! Ist nicht positiv!
Aber ernsthaft die Fans für die Krise verantwortlich machen, ist quatsch!
Gerade in dieser Saison fand ich, dass es die komplette Hinrunde, trotz der Minus-Leistungen der Mannschaft, erstaunlich ruhig war. Jeder hat selbst zum Start der Rückrunde noch an die Wende geglaubt.
Auf Grund der fehlenden Transfers wie z.B. ein RV sowie den ganzen Verletzungen (besonders im Sturm) war man recht nachsichtig mit der Mannschaft. So habe ich es immer in der Kurve empfunden.
Die Mannschaft hat diese Saison von gefühlt 50 Spielen -> 45 mal keine Leistung gebracht und das Spiel war grauenhaft anzusehen. Trotzdem war das Stadion immer voll und es herrschte akzeptable Stimmung. Man zahlt gut und gerne über 50 Euro pro Spieltag und man weiß, dass man außer Krampf und Kampf nicht viel erwarten kann diese Saison. Trotzdem war das Stadion voll.
Wir haben diese Saison schon gigantische Choreos gesehen (Nürnberg/Bergbau/Derby).
Zusammenhalt wurde immer signalisiert. Trotzdem gab es Enttäuschung nach Enttäuschung.
Wir sind als Vizemeister im Abstiegskampf, was für eine Stimmung erwartet man da?
Das es nach Niederlagen Pfiffe gibt, ist akzeptiert.
Das man den Mannschaftskapitän bloßstellt, ist nicht akzeptiert! Das ging eindeutig zu weit und war falsch.
Aber meiner Meinung nach, ist ganz klar die Mannschaft samt Führungsriege für diese Situation verantwortlich! Das heißt nicht, dass ich Tedesco entlassen hätte und ihm die Wende nicht zugetraut hätte, aber er hatte die Mannschaft nicht mehr hinter sich und daran sind nicht die Fans schuld.
Ich wünsche Tedesco alles Gute! Ich halte immer noch sehr viel von ihm.
Eventuell kann er ja bei einem der Absteiger (Hannover/Nürnberg...) anheuern und diese zurück in die erste Liga führen. Hauptsache wir sind es nicht^^
Ich würde zu ihm auf Schalke, in ein paar Jahren und mit einer andern Mannschaft, auch nicht NEIN sagen!
Meint Ihr das wirklich so?
Auf Schalke haben die Fans immer sehr viel Einfluss und der Druck im Verein ist ab den ersten Tag höher als bei anderen Vereinen, all das ist mir bewusst! Ist nicht positiv!
Aber ernsthaft die Fans für die Krise verantwortlich machen, ist quatsch!
Gerade in dieser Saison fand ich, dass es die komplette Hinrunde, trotz der Minus-Leistungen der Mannschaft, erstaunlich ruhig war. Jeder hat selbst zum Start der Rückrunde noch an die Wende geglaubt.
Auf Grund der fehlenden Transfers wie z.B. ein RV sowie den ganzen Verletzungen (besonders im Sturm) war man recht nachsichtig mit der Mannschaft. So habe ich es immer in der Kurve empfunden.
Die Mannschaft hat diese Saison von gefühlt 50 Spielen -> 45 mal keine Leistung gebracht und das Spiel war grauenhaft anzusehen. Trotzdem war das Stadion immer voll und es herrschte akzeptable Stimmung. Man zahlt gut und gerne über 50 Euro pro Spieltag und man weiß, dass man außer Krampf und Kampf nicht viel erwarten kann diese Saison. Trotzdem war das Stadion voll.
Wir haben diese Saison schon gigantische Choreos gesehen (Nürnberg/Bergbau/Derby).
Zusammenhalt wurde immer signalisiert. Trotzdem gab es Enttäuschung nach Enttäuschung.
Wir sind als Vizemeister im Abstiegskampf, was für eine Stimmung erwartet man da?
Das es nach Niederlagen Pfiffe gibt, ist akzeptiert.
Das man den Mannschaftskapitän bloßstellt, ist nicht akzeptiert! Das ging eindeutig zu weit und war falsch.
Aber meiner Meinung nach, ist ganz klar die Mannschaft samt Führungsriege für diese Situation verantwortlich! Das heißt nicht, dass ich Tedesco entlassen hätte und ihm die Wende nicht zugetraut hätte, aber er hatte die Mannschaft nicht mehr hinter sich und daran sind nicht die Fans schuld.
Ich wünsche Tedesco alles Gute! Ich halte immer noch sehr viel von ihm.
Eventuell kann er ja bei einem der Absteiger (Hannover/Nürnberg...) anheuern und diese zurück in die erste Liga führen. Hauptsache wir sind es nicht^^
Ich würde zu ihm auf Schalke, in ein paar Jahren und mit einer andern Mannschaft, auch nicht NEIN sagen!
15.03.2019 - 10:25 Uhr
Zitat von filigran60
das Team mit einfachen Anweisungen auf den Weg zu bringen, die Verunsicherung aus den Köpfen zu bekommen.
Tedesco hat dies doch gar nicht erkannt, sondern stetig seinen Weg weiter beschritten, Spiele wurden über Gegneranalyse und die Idee wie diesem zu begegnen sei vorbereitet. Die schrittweise Überforderung und Verunsicherung seiner Spieler durch sein Handeln nahm er doch gar nicht wahr und schob es auf Charakterschwäche.
das Team mit einfachen Anweisungen auf den Weg zu bringen, die Verunsicherung aus den Köpfen zu bekommen.
Tedesco hat dies doch gar nicht erkannt, sondern stetig seinen Weg weiter beschritten, Spiele wurden über Gegneranalyse und die Idee wie diesem zu begegnen sei vorbereitet. Die schrittweise Überforderung und Verunsicherung seiner Spieler durch sein Handeln nahm er doch gar nicht wahr und schob es auf Charakterschwäche.
Gut, die Punkte sehe ich ein und halte ich für vernünftig. Für meinen Geschmack hat Tedesco zu viel ausprobiert, vor allem natürlich personell. Die Mannschaftsführung intern kann ich natürlich nicht beurteilen. Nach außen wirkten sie eigentlich schon wie eine Einheit. Aber dass die Verunsicherung daher kam bzw. deswegen nicht aufzuhalten war, ist natürlich möglich.
Dennoch fand ich das Spiel gegen Bremen nicht schlecht. Einzelspieler (vor allem natürlich Embolo, aber durchaus auch die neue IV ohne Sane) haben ihr Potential gezeigt. Ich bin eigentlich schon davon überzeugt, dass in den nächsten Spielen auch bei den Resultaten die Trendwende eingetreten wäre.
15.03.2019 - 10:36 Uhr
Zitat von Beckotelli
Leute, dass kommt jetzt hier bei Einigen so rüber als seien die Fans Schuld an der Krise?!?^^
Meint Ihr das wirklich so?
Auf Schalke haben die Fans immer sehr viel Einfluss und der Druck im Verein ist ab den ersten Tag höher als bei anderen Vereinen, all das ist mir bewusst! Ist nicht positiv!
Aber ernsthaft die Fans für die Krise verantwortlich machen, ist quatsch! ...
Leute, dass kommt jetzt hier bei Einigen so rüber als seien die Fans Schuld an der Krise?!?^^
Meint Ihr das wirklich so?
Auf Schalke haben die Fans immer sehr viel Einfluss und der Druck im Verein ist ab den ersten Tag höher als bei anderen Vereinen, all das ist mir bewusst! Ist nicht positiv!
Aber ernsthaft die Fans für die Krise verantwortlich machen, ist quatsch! ...
Nicht DIE Fans, auch nicht eine einzelne Gruppierung. Eher das Selbstverständnis was sich im und um den Verein in den letzten Jahren, vielleicht sogar Jahrzehnten verselbstständigt hat... Das betrifft Fans, Mitglieder, Verantwortliche, Mitarbeiter, ja kurz und knapp, den Verein als Ganzes. (meine Meinung)
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