Daniel Stendel [Ex-Trainer]
03.04.2016 - 18:06 Uhr
Quelle: Hannover96.de
Hannover 96 hat Thomas Schaaf heute am späten Nachmittag von seinen Aufgaben als Cheftrainer der Lizenzspielmannschaft entbunden. Das ist das Ergebnis von langen, intensiven Analysen zwischen den 96-Geschäftsführern Martin Kind und Martin Bader sowie dem bisherigen Coach. Das nächste Training am morgigen Montag um 15 Uhr leitet U19-Trainer Daniel Stendel. Der Fußball-Lehrer, der morgen seinen 42. Geburtstag feiert, wird die Mannschaft bis zum Saisonende betreuen.
Bader: "Noch einmal ein neuer Impuls"
"Wir haben uns die Entscheidung ganz bestimmt nicht leicht gemacht. Thomas ist seiner Arbeit immer sehr akribisch und zielorientiert nachgegangen. Er hat zusammen mit seinem Trainerteam alle Möglichkeiten ausgeschöpft, positive Ergebnisse mit der Mannschaft zu erzielen. Das ist leider nicht gelungen", erklärt Bader. "Nach der zehnten Niederlage im elften Spiel sind wir daher zu dem Entschluss gekommen, dass wir so die Saison nicht beenden wollen und versuchen mit dem Wechsel auf der Trainerposition noch einmal einen neuen Impuls zu geben. Wohl wissend, dass der Klassenerhalt bei zehn Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz nur noch sehr theoretisch möglich ist." Neben Schaaf werden auch die Co-Trainer Wolfgang Rolff und Matthias Hönerbach freigestellt.
Bader: "Noch einmal ein neuer Impuls"
"Wir haben uns die Entscheidung ganz bestimmt nicht leicht gemacht. Thomas ist seiner Arbeit immer sehr akribisch und zielorientiert nachgegangen. Er hat zusammen mit seinem Trainerteam alle Möglichkeiten ausgeschöpft, positive Ergebnisse mit der Mannschaft zu erzielen. Das ist leider nicht gelungen", erklärt Bader. "Nach der zehnten Niederlage im elften Spiel sind wir daher zu dem Entschluss gekommen, dass wir so die Saison nicht beenden wollen und versuchen mit dem Wechsel auf der Trainerposition noch einmal einen neuen Impuls zu geben. Wohl wissend, dass der Klassenerhalt bei zehn Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz nur noch sehr theoretisch möglich ist." Neben Schaaf werden auch die Co-Trainer Wolfgang Rolff und Matthias Hönerbach freigestellt.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Jernals am 27.03.2017 um 08:08 Uhr bearbeitet
03.04.2016 - 18:17 Uhr
Absolut richtige Entscheidung aus meiner Sicht. Es hat einfach nicht mehr funktioniert zwischen ihm und der Mannschaft. Die Saison ist gelaufen, das sollte jedem klar sein. Deshalb macht ein Cut bereits jetzt Sinn, weil Schaaf in der zweiten Liga eh weg ist.
Dass Stendel übernimmt, finde ich auch richtig. Viele haben sich im anderen Thread Stendel als Trainer für die zweite Liga gewünscht, ich auch. Wir brauchen (wieder) eine Identifikationsfigur als Trainer, das würde Verein, Mannschaft und Fans gut tun. Seine Erfolge bzw. starken Leistungen mit der U19 sprechen auch für ihn. Die Befürchtungen, er würde so verheizt, kann ich nicht ganz teilen. Klar, das Risiko besteht immer. Aber wäre es so wahrscheinlich, dass Kind und Bader ihn nächste Saison als Cheftrainer installieren? Ich persönlich denke eher nicht. Des Öfteren war auch schon davon zu lesen, dass so eine Lösung intern umstritten und man sich unsicher sei. Somit ist es jetzt doch die perfekte Chance für Stendel, ein ordentliches Bild als Cheftrainer abzugeben - denn so kann er sich am besten für den Job im Sommer empfehlen.
Im schlimmsten Fall trainiert er ab Sommer wieder die U19. Einzig schade ist, dass er nun sicher nicht mit der Mannschaft das DFB-Pokalfinale bestreiten wird.
Dass Stendel übernimmt, finde ich auch richtig. Viele haben sich im anderen Thread Stendel als Trainer für die zweite Liga gewünscht, ich auch. Wir brauchen (wieder) eine Identifikationsfigur als Trainer, das würde Verein, Mannschaft und Fans gut tun. Seine Erfolge bzw. starken Leistungen mit der U19 sprechen auch für ihn. Die Befürchtungen, er würde so verheizt, kann ich nicht ganz teilen. Klar, das Risiko besteht immer. Aber wäre es so wahrscheinlich, dass Kind und Bader ihn nächste Saison als Cheftrainer installieren? Ich persönlich denke eher nicht. Des Öfteren war auch schon davon zu lesen, dass so eine Lösung intern umstritten und man sich unsicher sei. Somit ist es jetzt doch die perfekte Chance für Stendel, ein ordentliches Bild als Cheftrainer abzugeben - denn so kann er sich am besten für den Job im Sommer empfehlen.
Im schlimmsten Fall trainiert er ab Sommer wieder die U19. Einzig schade ist, dass er nun sicher nicht mit der Mannschaft das DFB-Pokalfinale bestreiten wird.
03.04.2016 - 20:00 Uhr
Ich erwarte nicht von Daniel das er uns in der 1. Liga hält, nicht einmal das er Taktische Glanzleistungen vollbringt sondern einzig das wir wieder ein Team auf den Platz haben, in dem jeder für den anderen läuft man lacht, Späße macht und sich als Gemeinschaft zeigt, als Teil des Vereins und nicht als Angestellte des Unternehmens Hannover 96.
Wenn man mit erhobenem Haupt in die 2. Liga gehen kann und man zu den Gegnern in der 1. Liga sagen kann „wir kommen wieder“ und diese dann nicht schmunzeln, sondern sagen „wir freuen uns darauf“ dann hätte er alles erreicht was ich mir jetzt noch wünsche.
Eine Gemeinschaft die dazu führt das Spieler wie Hoffmann und Co sich sagen ich habe Lust zu bleiben.
Wenn man mit erhobenem Haupt in die 2. Liga gehen kann und man zu den Gegnern in der 1. Liga sagen kann „wir kommen wieder“ und diese dann nicht schmunzeln, sondern sagen „wir freuen uns darauf“ dann hätte er alles erreicht was ich mir jetzt noch wünsche.
Eine Gemeinschaft die dazu führt das Spieler wie Hoffmann und Co sich sagen ich habe Lust zu bleiben.
03.04.2016 - 20:01 Uhr
Zitat von 96Hannover
Und nächste Saison in der 2. Liga kann dann mal versuchen, etwas richtiges aufzubauen. Versuchen, Breitenreiter als Trainer zu bekommen, Cherundolo und Dabrowski als Co-Trainer, Schlaudraff und Lala zusammen als Manager/Sportdirektor und man könnte etwas richtig geiles aufbauen!
Und nächste Saison in der 2. Liga kann dann mal versuchen, etwas richtiges aufzubauen. Versuchen, Breitenreiter als Trainer zu bekommen, Cherundolo und Dabrowski als Co-Trainer, Schlaudraff und Lala zusammen als Manager/Sportdirektor und man könnte etwas richtig geiles aufbauen!
Du machst mir Angst. So viele Fanbrillen kann ich gar nicht aufsetzen, dass ich das gut finden könnte. Breitenreiter überzeugt mich aktuell gar nicht und alle anderen Namen müssen erstmal nachweisen, dass sie mehr können als Hannover zu lieben. Wir brauchen professionelle Arbeit und keine Masskottchen.
Dem Daniel Stendel wünsche ich alles erdenkliche Glück, dass er an dieser Situation nicht völlig verbrannt wird. Wenn er das solide hinter sich bringt, kann man ihm mehr zutrauen. Ich fürchte aber, er ist nur Lückenbüßer und wird fürchterlich Lehrgeld zahlen. Ich drücke ganz fest die Daumen, dass ich mich irre
05.04.2016 - 17:39 Uhr
Zitat von SergioPinto96
Wir sollten aber nicht die alten Fehler machen und deshalb auch eine mittel- bis langfristige Strategie verfolgen. Es wäre nicht gut, wenn unser Licht dann zwar hell brennt - und wir aufsteigen - aber auch nur kurz
Kontinuität ist das Zauberwort. Wenn man es schafft, aufzusteigen, und dabei auch vorrangig die Perspektive für die Zukunft hat, dann würde ich mich sehr freuen. Ich kann mir aber auch gut vorstellen, dass das nächste Jahr ein Übergangsjahr ist. Tut man da viele gute Dinge,sprich: Stellt sich gesamtheitlich gut auf und schnuppert an den ersten 5 Plätzen, dann wäre ich schon zufrieden
Zitat von handycap
In Ruhe in der 2. Liga?
Ich gehe davon aus das wir den höchsten Etat oder zumindest den2-3 höchsten Etat der 2 Liga haben werden, d.h. ich erwarten Minimum den direkten wiederaufstieg wenn nicht gar den Titel und ich denke da ist Ruhe der falsche Begriff.
In Ruhe in der 2. Liga?
Ich gehe davon aus das wir den höchsten Etat oder zumindest den2-3 höchsten Etat der 2 Liga haben werden, d.h. ich erwarten Minimum den direkten wiederaufstieg wenn nicht gar den Titel und ich denke da ist Ruhe der falsche Begriff.
Wir sollten aber nicht die alten Fehler machen und deshalb auch eine mittel- bis langfristige Strategie verfolgen. Es wäre nicht gut, wenn unser Licht dann zwar hell brennt - und wir aufsteigen - aber auch nur kurz
Kontinuität ist das Zauberwort. Wenn man es schafft, aufzusteigen, und dabei auch vorrangig die Perspektive für die Zukunft hat, dann würde ich mich sehr freuen. Ich kann mir aber auch gut vorstellen, dass das nächste Jahr ein Übergangsjahr ist. Tut man da viele gute Dinge,sprich: Stellt sich gesamtheitlich gut auf und schnuppert an den ersten 5 Plätzen, dann wäre ich schon zufrieden

Mit einer solchen Herangehensweise sind aber Vereine wie 1860, Kaiserslautern, Düsseldorf und wie sie nicht alle heißen in den Niederungen der 2. Liga verschwunden. Während Klubs wie Gladbach, Köln, Frankfurt und Hertha gezeigt haben, wie wichtig ein sofortiger Wiederaufstieg ist. Und auch wenn man diesen schafft, kommen noch wenigstens 3-4 schwierige Jahre der Etablierung in Liga 1. Genau das sollte auch die Strategie von Hannover sein: möglichst schnell wieder aufsteigen und alles dafür tun sich in Liga 1 länger als eine Saison zu halten.
Wenn man jetzt anfängt tief zu stappeln, und am falschen Ende zu sparen, dann teilt man schnell das Schicksal ehemaliger Erstligisten, die jetzt in Liga 2 z.T. ums nackte Überleben kämpfen.
Viele werden Vorschläge, wie Luhukay belächeln, aber immerhin hat er bereits nachgewiesen, dass er mit einem Verein aufsteigen kann. Diese Erfahrung ist schon einiges wert. Über ein langfristiges Konzept kann man sich jetzt sicher Gedanken machen, und versuchen schon einige Stellschrauben zu drehen, um das später umsetzen zu können. Hannover tut aber gut daran, dass wesentliche Ziel (Wiederaufstieg) nicht aus den Augen zu verlieren. Denn die Umsetzung dieses Zieles wird den Verein schon Kraft und Ressourcen genug kosten. Da darf man sich nicht schon zu früh in unsinnige philosophische Debatten verwickeln lassen.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Alpenbombe am 05.04.2016 um 17:41 Uhr bearbeitet
05.04.2016 - 21:56 Uhr
Zitat von IILove96
Was Du ERWARTEST lach
Damit passt Du gut in das hannoversche Umfeld Stw überzogene Erwartungen...die ja Kind jahrelang mit seinem EL /CL Gefasel selbst noch befeuert hat.
Wir ALLE in Hannover sollten hübsch auf dem harten Boden der Realität bleiben !!
Was Du ERWARTEST lach
Damit passt Du gut in das hannoversche Umfeld Stw überzogene Erwartungen...die ja Kind jahrelang mit seinem EL /CL Gefasel selbst noch befeuert hat.
Wir ALLE in Hannover sollten hübsch auf dem harten Boden der Realität bleiben !!
Auch wenn das ot ist:
Wenn man von einem finanziell gut aufgestelltem Verein, der über 10 Jahre am Stück in der 1.Liga gespielt hat, erwartet, dass man sofort wieder aufsteigt, was auch meine Erwartung ist, dann sind das keine überzogenen Erwartungen, sondern das ist das einzige Ziel, bei dem sich der Verein nicht lächerlich machen würde.
Klar, man kann auch als Ziel formulieren "sich in Liga 2 zu festigen". Ob man sich damit aber nicht eher lächerlich machen würde?
Klar ist doch, dass wir nächste Saison wohl ein individuell stark aufgestelltes Team haben werden, wie gut das dann spielt, ist eine andere Frage, und zu den Vereinen mit dem höchsten Etat gehören werden. Und unter diesen Bedingungen muss einfach der Wiederaufstieg das Ziel sein, das sind hohe Erwartungen an die neue Mannschaft und das Trainerteam, aber bei den Bedingungen keine überzogenen Erwartungen.
Ich will damit nicht sagen, dass ich uns in der Saison 2017/18 schon wieder in der 1.Liga sehe. Ich bin mir nicht sicher, ob Kind und Bader den Neuaufbau hinbekommen. Ich will damit nur sagen, dass es der Anspruch von uns Fans an alle Verantwortlichen, das Trainerteam und an die Mannschaft sein muss, sofort wieder aufzusteigen in die 1.Liga.
07.04.2016 - 11:45 Uhr
Zitat von Hannico
Das Ding ist einfach dass die Mannschaft kaum austeilt und oft genug hinterher schaut anstatt auf zu stehen und hinter her zu gehen. Ausserdem fehlt uns einer wie Pinto. Ein drecksack der dahin geht Wo es weh tut und nicht mault wenn er selber einstecken muss. Oft genug fehlt ein Spieler wegen irgend welchen Kleinigkeiten. Ich trainiere auch 4-5 mal die Woche und hab häufig mal nen Wehwehchen. Das hält mich trotzdem nicht davon ab zu spielen. Bisher wurden sie mit Handschuhen angefasst. Irgend wann reicht es auch mal. Wer keine Leistung bringt muss eben spüren. Verletzt sich jemand ist er ausser Zieler kein Verlust
Das Ding ist einfach dass die Mannschaft kaum austeilt und oft genug hinterher schaut anstatt auf zu stehen und hinter her zu gehen. Ausserdem fehlt uns einer wie Pinto. Ein drecksack der dahin geht Wo es weh tut und nicht mault wenn er selber einstecken muss. Oft genug fehlt ein Spieler wegen irgend welchen Kleinigkeiten. Ich trainiere auch 4-5 mal die Woche und hab häufig mal nen Wehwehchen. Das hält mich trotzdem nicht davon ab zu spielen. Bisher wurden sie mit Handschuhen angefasst. Irgend wann reicht es auch mal. Wer keine Leistung bringt muss eben spüren. Verletzt sich jemand ist er ausser Zieler kein Verlust
Das ist dein persönlicher Eindruck und sollte auch mal so behandelt werden. Und ich hatte z.B. noch nie das Gefühl, dass unsere Spieler nicht einstecken können oder sonstwas. Wie kommst du zu dem Eindruck? Motivation und Ehrgeiz gehören natürlich dazu, aber ich warne davor, diese Dringlichkeit so krass zu überzeichnen, wie es hier z.B. passiert. Es gehören schon ein paar mehr Dinge dazu. Und Dinge müssen gemacht werden, damit es einen positiven Effekt gibt, nicht, damit jeder sieht, dass was gemacht wird. Kurioserweise zählt aber oft als einziger Nachweis des Versuchs, einen Gegner total umzugrätschen. Ich erwarte von meiner Mannschaft ein sportlich faires Verhalten. Man muss deshalb keine Zweikämpfe meiden, aber ich will gar nicht, dass irgendwelche Zeichen gesetzt werden, indem mal einer reinhaut. Wobei ich immer noch in Frage stelle, dass dieser Satz "Mal ein Zeichen setzen" wirklich seziert und auf die inhaltliche Tauglichkeit geprüft wurde. Ich hab mich im Mannschaftssport noch nie durch Foulspiele aufgerichtet.
Zitat von Hannico
Oft genug fehlt ein Spieler wegen irgend welchen Kleinigkeiten.
Oft genug fehlt ein Spieler wegen irgend welchen Kleinigkeiten.
Das bestimmen aber nicht allein die Spieler, sondern der Trainer mit der physischen Abteilung. Je fitter die 11 Spieler auf dem Platz, desto besser. Man muss niemandem die eigene härte beweisen, indem man verletzt spielt. Hier geht es um unsere Existenz, wenn jemand nicht spielfit ist, dann spielt er nicht.
Zitat von usernick
Bisher wurden sie mit Handschuhen angefasst.
Wie kommst du darauf? Auf welcher Grundlage hast du dir das gebildet? Ich weiß nix näheres über den Umgang des Trainerteams mit den Spielern. Bisher wurden sie mit Handschuhen angefasst.
Zitat von Hannico
Wer keine Leistung bringt muss eben spüren
Wer keine Leistung bringt muss eben spüren
Also geht es hier um Inquisition oder um ein Training, dass die Spieler bestmöglich auf die nächsten Spiele vorbereitet? Irgendwie dreht es sich am eigentlichen Thema hier vorbei - es geht um ein Training, dort soll niemand bestraft werden (für was eigentlich?) noch soll man die Jungs zu "Männern" machen - wobei niemand von uns weiß, ob das nötig ist.
Zitat von Hannico
Verletzt sich jemand ist er ausser Zieler kein Verlust
Verletzt sich jemand ist er ausser Zieler kein Verlust
Das letzte finde ich ehrlich gesagt total daneben. Verletzungen kommen vor, aber natürlich muss man sich so verhalten, dass diese nicht so häufig auftreten. Für mich ist jeder Spieler, der sich verletzt, irgendwo ein Verlust. Und auch wenn die Spieler unterschiedliche sportliche Wertigkeiten, so würde ich mich nicht zu der Aussage hinreißen lassen, ein Spieler sei weniger ein Verlust als ein anderer bzw würde nicht versuchen, damit ein Verletzungsrisiko kleinzureden.
Ich bekomme eher das Gefühl, dass teilweise nahezu alles abgefeiert werden würde, was man irgendwie so konstruieren kann, dass es zulasten der Einstellung der Mannschaft gewertet wird. Auch damals, als es um die Probleme zwischen Schaaf und der Mannschaft ging, wurde auch direkt gesagt "bestimmt faule Truppe, denen gefällt nicht, wenn sie mal laufen müssen". Die NP könnte morgen berichten, dass mehrere Spieler vor Anstrengung zusammengebrochen sind, trotzdem noch würden sich welche finden, die brüllen "richtig so, die scheiß Millionäre!!!!". Das scheint ne Begleiterscheinung von schlechtem Abschneiden zu sein, finde ich ehrlich gesagt bedenklich. Man sollte aus meiner Sicht sich da ein Stück weit von derart emotionalen Kategorien trennen und weniger die Mannschaft als Versager, die bestraft werden muss sehen, sondern als Mannschaft, die noch ein paar Spiele hat und da gut abschneiden soll. Und in der Vergangenheit auch keine so prallen Bedingungen für gutes Abschneiden hatte. Man also vielleicht an den Bedingungen schrauben sollte. Was bringen mir 200 Kilometer Laufleistung, wenn die Laufwege keinen kollektiven Mustern folgten oder einen Sinn beinhalteten?
08.04.2016 - 15:19 Uhr
Zitat von NiemalsAllein
Zitat von SergioPinto96
... Und mir fällt eben auf, dass nach Möglichkeit alles gegen unsere Spieler verwendet wird. ...
Wundert Dich das wirklich? Mich absolut nicht. Bei dem was die Mannschaft in dieser Saison abgeliefert hat (inkl. der Trainer) ist doch auch eine Verärgerung verständlich. Es kümmer doch kaum jemanden, wie sich die Spieler in der Situation fühlen.... Und mir fällt eben auf, dass nach Möglichkeit alles gegen unsere Spieler verwendet wird. ...
Die Verärgerung ist verständlich, aber ich finde die Dimension bedenklich. Prib könnte heute 2 Tore machen, trotzdem würden noch genug Leute schreiben "das ändert meine Meinung nicht" oder "warum erst jetzt". Das hat dann nix mit ner fairen Bewertung - die man ja trotz aller Emotionen ja durchaus versuchen kann.
Ich beziehe mich da auf Dinge wie "alle an die Wand stellen", "Trikot runter reißen und verbrennen", "mitm Knüppel aus der Stadt vertreiben" etc. Da gibt es aus meiner Sicht gar keinen Fingerbreit mehr Platz für Toleranz oder Verständnis. Das ist in meinen Augen nur noch primitiv und teilweise auch schon im strafbaren Bereich. Und um ein konkrete Beispiel zu nennen: Ich schreibe von Problemen zwischen Schaaf und der Mannschaft. Da sind folgende Szenarien möglich:
-schaaf ist schuld
-Spieler sind schuld
-ein bisschen was von beidem (meist die wahrscheinliche Variante)
Dann kommt ein User und schlachtet das, was ich geschrieben habe aus, um zu schreiben "bestimmt faule Truppe, denen passt es nicht, wenn die sich mal anstrengen müssen". Dann stelle ich es anders da bzw schreibe, dass die Probleme anderer Natur sind - eher so in Richtung Personalpolitik und Menschenführung. In so einem Fall müsste eine Tageszeitung z.B. eine Gegendarstellung schreiben und sich für den unsachlichen Artikel entschuldigen.
Doch ebenso schnell wie der Vorwurf an die Spieler ins Netz geballert wird, wird sich auch schon dem nächsten Thema zugewandt. Ne Reflexion, ob das jetzt Bereiche sind, die man beurteilen kann und sollte, und ob eine derartige Bewertung fair ist, findet auch dann im Anschluss nicht statt.
Und das sind Dinge, wo ich finde, dass da Verständnis aufhören darf. Dafür muss ich kein Verständnis haben. Verständnis habe ich, wenn Fans im Stadion schimpfen "Was ein scheiß Pass schon wieder" oder sonst was. Ist nicht immer sachlich, passiert mir auch. Nur alles, was darüber hinaus geht, teilweise ja auch unter der Woche geschrieben wird, das findet ja nicht in Stadionatmosphäre, sondern daheim vorm PC statt. Da zieht das Argument "Emotionen" auch aus meiner Sicht dann nicht so richtig.
Stattdessen wird dann munter in die "Alles ist scheiße" Kiste gepackt und bei jeder Gelegenheit irgendwas rausgeballert. Kind rettet einem Zwergpudel das Leben? "Soll sich lieber mal auf Fußball konzentrieren, der alte Sack!!!!" Prib gibt einem Kind lächelnd ein Autogramm? "Was grinst die Schmalzlocke so selbstgefällig, dem ist Hannover scheißegal, Hauptsache Kohle auf dem Konto!!!!", Rossmann produziert ein Shampoo mit Zieler als Werbeträger? "Scheiß Söldner, kriegt den Hals nicht voll!!!!" Hannover publiziert ein Gewinnspiel mit dem Thema "wo ist der Ball", Antwort? "BEI UNS IM TOR, WO SONST!!!!!!!!!!"
Alles so oder in ähnlicher - teilweise sogar schlimmerer Form bereits gelesen. Und auf die obige Frage zu antworten: Ja, in dem Rahmen wundert es mich. Ich bin komischerweise durchaus in der Lage, die sportliche Leistung von z.B. Prib zu kritisieren, wenn ich meine, er war jetzt z.B. der schlechteste (auch nen wichtiger Punkt, wenn man Leute individuell kritisiert
) , kann mich aber zeitgleich über soziales Engagement oder eine herzliche Geste gegenüber einem Fan freuen bzw neutral verhalten. Und natürlich gehört Kritik an den Spielern auch dazu. Unsere 2 Trainer und ja, auch unsere Spieler haben zu ihren Teilen dazu beigetragen, dass es jetzt so ist. Jeder zu seinem Teil. Doch ich finde, man sollte wenigstens versuchen, die Komplexität einer Situation einzubeziehen, bevor die Schuld verteilt wird. Und sich auch um Begleitumstände und Wechselwirkungen Gedanken machen. Insofern halte ich "Emotion" auch teilweise für ne Ausrede. Es ist schlicht der einfachste Weg, das, was man für eine Meinung hält, rauszuballern. Während des Spiels, alles kein Thema, auch danach, es gibt unterschiedliche Ansichten und auch unterschiedliche Möglichkeiten, sich diese zu bilden. Nur aus meiner Sicht darf es ein bisschen mehr teilweise schon sein. Ich klammere mich da nicht aus.
Das ist so meine Sicht der Dinge, wie ich Kritik an den Spielern im Netz wahrnehme. Jeder, der Facebook hat (Jaime ist also raus
) kann mal wahllos Kommentare unter Posts der 96-Seite lesen. Zitat von NiemalsAllein
Es wird doch teilweise bemängelt, dass die Diskussionen Stammtischniveau besitzen. Aber sind wir doch mal ehrlich. Was unsere Väter und Großväter am Stammtisch geplappert haben, tippen viele von uns heute in die Tasten. Auch an Stammtischen wurde und wird durchaus nicht nur Blödsinn erzählt. Dort gibt es ebenso Menschen, die sich durchaus differenziert mit den Akteuren, der Taktik und vielem mehr auseinandersetzen. Gewisse Bildplattitüden wird es dabei ebenso geben, auch wenn diese hier oft in der Minderheit sind, was mir auch den Spaß am Schreiben erhält. Dennoch gehört auch das zum Fußball dazu.
Es wird doch teilweise bemängelt, dass die Diskussionen Stammtischniveau besitzen. Aber sind wir doch mal ehrlich. Was unsere Väter und Großväter am Stammtisch geplappert haben, tippen viele von uns heute in die Tasten. Auch an Stammtischen wurde und wird durchaus nicht nur Blödsinn erzählt. Dort gibt es ebenso Menschen, die sich durchaus differenziert mit den Akteuren, der Taktik und vielem mehr auseinandersetzen. Gewisse Bildplattitüden wird es dabei ebenso geben, auch wenn diese hier oft in der Minderheit sind, was mir auch den Spaß am Schreiben erhält. Dennoch gehört auch das zum Fußball dazu.
Ich finde den Begriff Stammtischniveau eigentlich unschick und versuche ihn deshalb nicht zu benutzen. Mir ist auch oft klar, dass meine Beiträge entweder zu oberflächlich sind oder nicht differenziert genug, manchmal auch nicht so ganz ernst gemeint, wo ich mir nicht sicher bin, ob das richtig ankommt. Am Ende sind wir alle doch hier alle Schnacker, die ehrlich gesagt in vielen Dingen gar keine Ahnung haben. Also ich zumindest nicht
Ist am Ende auch vielleicht ne Mentalitätsfrage, ne Frage unterschiedlicher Präferenzen etc. Die Diskussionen sollen ja niemanden ausschließen, weshalb ich es z.T. auch bei Facebook total erbärmlich finde, wenn Leute erwähnen, wo und was sie alles studiert haben, und was die anderen alles intellektuell nicht auf die Reihe kriegen. Klar, Grips gehört auch zu Dingen wie Niveau ein Stück dazu, aber sollte aus meiner Sicht kein Bestandteil einer Diskussion sein, bzw sollte man, wenn man das Gefühl hat, der andere hat den tiefen Teller vielleicht nicht erfunden, dann diese Karte nicht so ausspielen. Am Ende gehts ja auch nur um Fußball, ich finde nur wichtig, dass man das genau im Kopf hat und nicht vielleicht seine Meinung überschätzt oder über Dinge redet, die man gar nicht bewerten kann. Aus meiner Sicht fährt man einfach immer am besten, wenn man sich auf halbwegs valide Dinge konzentriert und daraus seine Meinung bildet. Bildet man die zuerst, bzw will irgendwas irgendwie finden und sucht dann Argumente, dann ist das meist nicht so konstruktiv. Ist aber nur meine Meinung dazu und übersteigert vielleicht auch das hiesige Thema
Wir können uns ja darauf einigen, dass es schonmal gut ist, wenn unsere Spieler auf dem Feld stets fokussiert sind und sich auf Scharmützel oder Diskussionen nicht einlassen, sondern sich lieber schnell und direkt auf die Situationen auf dem Feld einlassen. Seine Unzufriedenheit mit der Schiedsrichterleistung kann man ja, wenn es sein muss, auch bei der nächsten Spielunterbrechung loswerden. Insofern bin ich gespannt, wie die Spieler heute zu Werke gehen und hoffe auf das Beste!
Dieser Beitrag wurde zuletzt von SergioPinto96 am 08.04.2016 um 15:21 Uhr bearbeitet
09.04.2016 - 08:27 Uhr
Zitat von zorei
Was macht eigentlich Daniel Stendel wenn er mit seiner U-19 im Endspiel steht, sitzt er da auch auf der Bank oder wie?
Was macht eigentlich Daniel Stendel wenn er mit seiner U-19 im Endspiel steht, sitzt er da auch auf der Bank oder wie?
Ja tut er, zum Finale sitzt er wieder auf der Bank. Frag mich nicht nach der Quelle, hab ich aber gelesen. Macht auch Sinn, die Arbeit der Saison mit seinen Schützlingen so zu beenden.
Nach gestern und im Hinblick auf den neuen Trainer, schreibe ich mal was zu der Taktikqualität eines Trainer, weil mich das momentan etwas nervt in den Diskussionen.
Das Coaching beinhaltet nicht nur das Aufzeigen von Laufwegen, Zuordnungen, angestrebten Bewegungen usw.
Vielmehr gehört auch eine gesunde Mannschaftsführung, Motivation und Regeln dazu, eine Gruppe an ihr Limit bzw. Ziel zu führen. Das eine schließt das andere nicht aus. Wer das eine kann, muss das andere noch lange nicht können.
Deshalb hat es mich gestern persönlich für Stendel gefreut, dass er eine Mannschaft auch den Platz gebracht hat, die mit einem Plan (ob der jetzt gut oder schlecht war, sei mal dahin gestellt) sich dagegen gestemmt hat und Fußball spielen wollte bzw. gespielt hat. Da spielt sicher auch die Beziehung zu Schaaf als auch der mediale Druck eine Rolle, dass die Mannschaft so auftritt. Allerdings muss man das als Coach erstmal schaffen.
Wer Gruppen leitet, weiß wie schwer es ist unterschiedliche Charaktere unter einen Hut zu bringen. Ich plädiere jetzt nicht für eine Weiterbeschäftigung Stendels noch möchte ich seinen Fußball nach einem Spiel bewerten. Aber dieses ständige Gefasel von, zeig den Spielern von sie langlaufen müssen, zeige Ingame Coaching usw. ist halt nicht alles. Wer Spaß daran hat, solls halt machen, aber nicht als das Nonplusultra abtun.Diese "neue" Taktik-Bohème nervt mich momentan arg, auch wenn sie ihre Berechtigung und guten Seiten hat. Der Fußball hat noch andere Facetten. Gott sein Dank.
Ich wünsche Daniel, dass er seine Mannschaft weiter auf solch beherzte Auftritte vorbereitet. Das ist, was ich persönlich von einem Fußballspiel meiner Mannschaft erwarte. Ob da jetzt ein Ball verspringt oder der Spieler falsch läuft, ist sekundär für mein Fußballerleben und menschlich begreifbar.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von ToniCalzoni am 09.04.2016 um 08:50 Uhr bearbeitet
11.04.2016 - 13:49 Uhr
Leider ist das nicht immer ganz so einfach und selbstverständlich ein junges Talen mal in die 3. Liga auszuleihen für ein halbes Jahr, sodass er dort seine 5-10 Torbeteiligungen hat und wieder zurückkommt.
Man ist 19-20, geht das erste mal von zu Hause weg, in ein völlig neues Umfeld sowohl Privat als auch Sportlich Mitten in einer Saison in eine funktionierende Mannschaft in eine andere Liga. Es fließt auch Geld und es geht dort um viel mehr als in der 2. bei der U23 In Hannover. Dementsprechend ist der Druck ganz anders. Für mich ist das nicht allein eine Frage ob Bährens Fußball spielen kann oder nicht, sondern wie stark seine Persönlichkeit und sein Charakter ist. Aus deser, ich nennen sie mal eher unglückliche Situation für Bähre muss er Lehren ziehen und sich zur kommenden Saison konzentrieren und mit einer guten Vorbereitung einen neuen Angriff versuchen.
Wenn Stendel zumindest bei den Profis Trainer bleibt, so wird Bähre sicherlich viel bessere Möglichkeiten bekommen als durch ein Leihgeschäft, denn er kennt ihn, seine stärken und schwächen seit Jahren. Beide haben sicherlich auch eine gewisse Vertrauens-Grundlage über die Jahre aufgebaut und das ist manchmal genau das was ein Jugendspieler benötigt. Einfach nur Vertrauen
Man ist 19-20, geht das erste mal von zu Hause weg, in ein völlig neues Umfeld sowohl Privat als auch Sportlich Mitten in einer Saison in eine funktionierende Mannschaft in eine andere Liga. Es fließt auch Geld und es geht dort um viel mehr als in der 2. bei der U23 In Hannover. Dementsprechend ist der Druck ganz anders. Für mich ist das nicht allein eine Frage ob Bährens Fußball spielen kann oder nicht, sondern wie stark seine Persönlichkeit und sein Charakter ist. Aus deser, ich nennen sie mal eher unglückliche Situation für Bähre muss er Lehren ziehen und sich zur kommenden Saison konzentrieren und mit einer guten Vorbereitung einen neuen Angriff versuchen.
Wenn Stendel zumindest bei den Profis Trainer bleibt, so wird Bähre sicherlich viel bessere Möglichkeiten bekommen als durch ein Leihgeschäft, denn er kennt ihn, seine stärken und schwächen seit Jahren. Beide haben sicherlich auch eine gewisse Vertrauens-Grundlage über die Jahre aufgebaut und das ist manchmal genau das was ein Jugendspieler benötigt. Einfach nur Vertrauen
17.04.2016 - 09:19 Uhr
Zitat von Topa86
Völliger Humbug. Grad gegen Gladbach waren schöne Ballstafetten zu sehen.
Völliger Humbug. Grad gegen Gladbach waren schöne Ballstafetten zu sehen.
Sorry, aber gegen Gladbach war dieser Aspekt in meinen Augen klar schwächer als gegen Hertha, da hier sehr, sehr viel von ein paar Einzelspielerleistungen abhängt. Ich fand es zwar noch immer in Ordnung, aber zu sagen, dass es GRAD gegen Gladbach wirklich gut war, finde ich nicht richtig. Zumal man auch ein klein bisschen die Gegner (die uns jetzt schon lagen) in diese Rechnung einbeziehen sollte. Gegen Ingolstadt werden wir am kommenden Wochenende selbst diese paar schönen Ballbesitzszenen eh latten können.
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