BVB - Finanzen
Was jetzt durch die trollige Diskussion ja leider unterging, sind ja viele positive Erkenntnisse.
1. Einnahmenseite: Wir haben unsere Werbeerlöse weiter steigern können, trotzdessen, dass wir früher aus der CL ausgeschieden sind. Ebenso sind das Catering und das Merchandising weiter gewachsen. Das sind die drei Bereiche, die man als Geschäftsführung am meisten beeinflußen kann. Potential ist dort weiterhin zu finden. Da man, im Gegensatz zu den sensationsgeilen Medien, die Transfererlöse als Sondereinnahmen versteht, braucht man diese auch nicht weiter zu beachten. Wir haben ja glücklicheweise nicht so ein Geschäftsmodell wie der FC Porto.
2, Ausgabenseite: Der Materialaufwand geht ja im Wesentlichen mit dem Merchandisingabsätzen einher und ist völlig unproblematisch. Der Personalaufwand stieg weiter, was unter anderem ja auch mit der Gehaltsaufstockung von Lewandwoski zusammenhängt, den drei neuen Spielern und eben auch dem DFB Pokal Finale. Ist aber mit 40% noch auf einem recht mildem Niveau. Betrachtet man die Gehaltshygiene, sollten auch in nicht allzuferner Zeit Gehälter im Bereich von 9 Millionen machbar sein. Gerade bei Reus sollte es noch spannend werden. Also manchmal kann mehr Aufwand, auch was positives mit sich bringen. Ist aber eine subjektive Meinung. Wie die Führung das handelt, bleibt aber spannend. Die Abschreibungen sind bekannterweise nicht ausgabewirksam, bringen aber den Effekt herbei, dass die Ertragssteuern dadurch fallen.
Die große Frage ist gerade, wieso die Werbeausgaben nur unwesentlich im SBA gesunken sind. Macht es für S5 nicht so groß den Unterschied, ob man im DFB Pokal oder CL im Finale steht. Oder hat man zusätzlich andere Ausgaben in dieser Kostenart gesteigert? Da muss man auf wohl noch auf den GB 2014 warten.
3. Tilgung: Wir haben 8,6 Mio an langfr. Finanzverbindlichkeiten abgebaut. Das bedeutet beim aktuellen Niveau, würden uns ab der Saison 18/19 weitere 8 Mio. an Gelndern zur Verfügung stehen. Wäre ein Spieler auf hohem Niveau im Gehalt!
4. KFR: In der Saison 2013/14 haben wir wie es scheint wieder einen Transferüberschuß erzielt in Höhe von 2 Mio. Finde das ganze recht interessant. Dafür wurden wiederrum 11 Mio. in die Infrastruktur gesteckt. Und bedenkt man, dass wir dann noch trotz Dividende und Tilgung noch an Cash 5,3 Mio. über haben, die unser "Festgeldkonto" aufstocken finde ich gar nicht so schlecht. Immerhin sind das nur 2 Mio. weniger zum Vorjahr. Dabei hat sich aber die Dividene um 2,5 Mio. erhöht gehabt. In der kommenden Saison wird die Dividende konstant bleiben, wenn wir wieder 10 Cent je Aktie ausschütten. Da kann man wohl mit leben.
5. Transfers: Wie sicht zeigt, wäre der BVB nicht im Stande 30 Mio. auszugeben, ohne sich extern Kapital zu beschaffen. Die KE ist für Ginter zwingend gewesen und geht auch in andere Spieler noch herein. Unser Festgeldkonto war zum 30.06 gerade mal 18 Mio. groß. Und die kurzfr. Verbindlichkeiten übersteigen die kurzfristigen Forderungen noch um einiges. Folglich sollte sich hier keiner blenden lassen, dass wir jedes Jahr 30+ Mio. in den Kader stecken könnten. Man hat hier durchaus vorgegriffen/ die KE dafür genutzt um den Kader zu stellen.
Alles in allem sehe ich bei uns keinen Grund der Sorge. Aber es sollte allen mal bewusst sein, dass wir noch weit genug davon entfernt sind ein Big Player zu sein aus finanzieller Sicht. Für die Buli reichts, für Europa noch nicht.
P.S. Mir gefällt der Blick auf den Artikel im Finannce Magazine (http://www.finance-magazin.de/meinungen/dritte-halbzeit/bvb-das-naechste-grosse-ding/).
Erstens wertet man dort das Geschäftsjahr realistisch. Zweitens nimmt man die Zahlen an der richtigen Stelle kritisch unter die Lupe - anders als manch andere Tageszeitung gestern...
Mir gefällt dieser Artikel nicht besonders. Michael Hedtstück ist stets auf der Suche nach einem negativen Aspekt, dabei wird er aber ungenau. Dafür gebe ich gerne ein paar Beispiele:
"Beim Blick auf die Ausgabenseite wird der nicht kompensierte Umsatzrückgang von 44,3 Millionen Euro jedoch problematisch."
Da wurde ich spontan sehr stutzig. Bei der Ausgabenseite war ich positiv überrascht. Das Gehalt von Klopp wurde verdoppelt, das Gehalt von Lewandowski wurde verdoppelt, dazu noch einiges mehr, Kritik von allen Seiten. Aber was passierte? Die Kaderkosten stiegen fast überhaupt nicht, die Personalkosten Quote ist europaweit weiterhin völlig einzigartig. Das sichert die Renditefähigkeit, die sonst kaum ein Fussballklub hat. Ich selber würde mich schon als kühnsten Optimisten bezeichnen, aber nur 77 Mio Kaderkosten???? Damit hätte ich nicht gerechnet. Damit sind die Kaderkosten quasi nicht gestiegen. Aber warten wir mal ab, wie er es begründet, hier bitte:
"Kostenthema 1: Trotz der im Vergleich zum Vorjahr fehlenden Erfolge sind die Kosten des Spielerkaders nochmals leicht angestiegen, und zwar auf 77 Millionen Euro. Insgesamt leisten sich die Borussen jetzt schon Personalausgaben von 107,8 Millionen Euro – 28 Millionen Euro mehr als vor zwei Jahren. Das ist ein Anstieg von 35 Prozent, während der Umsatz in diesem Zeitraum „nur“ um 21 Prozent zulegte. Tendenz: Das Zahlenwerk wird nur dann im Lot bleiben, wenn es den Schwarz-Gelben gelingt, den Kostenanstieg zu bremsen – und wenn Watzke seine Ankündigung wahrmacht, den Konzernumsatz bis spätestens 2018 ohne Transfererlöse auf 300 Millionen Euro hochzutreiben."
Oha. Was soll das? Er vergleicht die Umsätze der Jahre 2011/12 und 2012/13 mit den Umsätzen von 2013/14 rechnet aber die Transfers nicht raus, wieso das denn?
Überall werden doch die Transfers rausgerechnet, wenn es darum geht etwas ungünstiges für Borussia Dortmund herauszufinden. Aber je nach Belieben werden hier plötzlich die Transfers nicht herausgerechnet, und schwupp haben wir einen angeblich schlechten Vergleich, die Umsätze hätten "nur" 21% zugelegt. Klingt richtig dramatisch. Das Gegenteil ist der Fall, die Umsätze haben ohne einen Götze, Kagawa, Barrios und Perisic Verkauf zugelegt, daher konnte man einen zweistelligen Millionengewinn verzeichnen. Wo gibt es denn sowas? Wieviel Gewinn hat denn Bayern München bei der letzten titellosen Saison gemacht? Oder beim Triple Gewinn?
Wie hoch wäre denn bei Borussia Dortmund die letzten Jahre der Gewinn gewesen, wenn man keine Spieler verkauft hätte? Hat sich da wirklich etwas verschlechtert?
Ich verstehe es wirklich nicht. Wie kann man auf sowas kommen, erwartet er oder irgendjemand anderes, daß man jedes Jahr einen Götze verkauft und wenn nicht, ist demnächst alles ganz furchtbar problematisch?
Wie um Himmels willen kommt er darauf, daß man den Kostenanstieg bremsen solle?
Es gab bei den Personalkosten im wesentlichen kaum einen Kostenanstieg (!!!), der stärker wäre als der Umsatzanstieg, weil man natürlich die Transfers rausrechnen muss. Sonst hätte man dauerhaft eine Personalkosten Quote von 32,8% so etwas gibt es nirgends. Schon die jetzigen 40% sind europaweit ein vollkommener Spitzenwert.
Es wurde von Treß mindestens 1000x erklärt, die Personalkosten sind maßgeblich gebunden an den Erfolg. Hätte man das CL Finale erreicht, wäre kaum wesentlich mehr Gewinn da gewesen. Die Personalkosten steigen seit Jahren unaufhörlich, aber eben im Gleichklang mit den Umsätzen, die Personalkosten Quote, also Personalkosten geteilt durch Umsatz liegt jahrelang bei extrem guten 40%
Natürlich werden die Umsätze weiter steigen, die TV Einnahmen aus der Bundesliga Vermarktung werden im Vergleich zum Vorjahr um ca. 10% steigen. Die TV Einnahmen aus der Champions League werden im Vergleich zum Vorjahr zumindest bis zur Gruppenphase nicht sinken, das war letztes jahr das Kernproblem, es gab vier statt drei deutsche Teilnehmer und man qualifizierte sich als Vizemeister, statt als Meister. Nun hat man diese Mindereinnahmen im Vergleich zum Vorjahr nicht, eben weil man sich in diesem Punkt nicht verschlechtern kann, dafür aber die Mehreinnahmen aus der Bundesliga- und der Auslandsvermarktung.
Weiterhin gibt es bei den Sponsoren viel deutlichere Steigerungen als je zuvor, wenn die Vermutung, die nächsten Investoren würden ebenso ihre Sponsorenverträge aufbessern, zutrifft. Nur allein bei Evonik sind es plus 60%, wenn die Süddeutsche und der Westen richtig liegt.
Beim Merchandising gibt es einen Vorgeschmack auf künftiges Wachstum, dieses wird sich eher vergrößern statt verlangsamen.
Dann nennt er die von Watzke genannten Umsätze bis 2018. Natürlich ohne Transfererlöse. Hm. Watzke kalkuliert stets und immer sehr, sehr vorsichtig. Würde man nächstes Jahr ebenso Champions League spielen, hätte man schon da ca. 300 Mio Umsatz ohne Transfers, es sei denn das Wachstum verlangsamt sich sehr wesentlich. Danach sieht es aber überhaupt nicht aus!
Dann schreibt er folgendes:
"Es wird spannend sein, wie die Bücher am Ende der laufenden Saison aussehen werden. Wollen Watzke und Treß die Dividende erneut konstant halten, wird das den Verein nächstes Jahr schon 9,2 Millionen Euro kosten, wenn Watzke tatsächlich die gesamte genehmigte Anzahl neuer Aktien an die Investoren weiterreicht."
Ist schlicht falsch. In der laufenden Saison wird die Dividende im November nach der Jahreshauptversammlung ausgezahlt. Die neuen Aktien für Evonik sind dabei nicht Dividenden berechtigt, die von der zweiten Kapitalerhöhung natürlich auch nicht.
Davor hat Michael Hedstück in dem Artikel
BVB: Watzke sucht den Super-Sponsor
http://www.finance-magazin.de/meinungen/dritte-halbzeit/bvb-watzke-sucht-den-super-sponsor/
richtig schön polemisiert, ich lass jetzt mal die überflüssigen Scharmützel weg, sondern zitiere die faktischen Unterstellungen:
"Will Watzke – wie Rummenigge – über eine Kapitalerhöhung von 10 Prozent einen strategischen Sponsor an Bord holen, kämen nur einmalig 24 Millionen Euro zusammen. Auf dem Niveau, auf dem der BVB inzwischen kickt, reicht das gerade mal für einen neuen Spieler. „Strategisch“ wäre das nicht, nachhaltig schon gar nicht.
Watzkes Problem sind also nicht die Konzerne, die ja alle nur zu den Bayern wollen, sondern die Börsennotiz der Borussia. Natürlich könnte ein Sponsor theoretisch auch weit mehr als den Börsenkurs für eine Beteiligung bezahlen. Aber wieso sollte er das tun? Und vor allem: Wenn der Sponsor selbst börsennotiert ist, wie will er seinen eigenen Aktionären stichhaltig erklären, dass er nicht zu viel bezahlt, sich der Untreue schuldig gemacht hat?"
Das klingt alles sehr problematisch. Nur 24 Millionen, wirklich wenig. Stattdessen wird man nun 120 - 140 Mio durch Kapitalerhöhungen erlösen. Der Aktienkurs ist sehr schnell, nachhaltig und deutlich gestiegen.
Aif die Idee, daß der Aktienkurs steigen könnte, so daß Kapitalerhöhungen funktionieren könnten, kam Michael Hedstück auch, aber anscheinend fehlte ihm da einige Phantasie, um es mal milde auszudrücken:
"Watzke hätte zwei naheliegende Möglichkeiten, das Problem zu lösen: Indem er ganz einfach einen normalen Sponsorenvertrag ohne Kapitalbeteiligung abschließt, oder indem er den Aktienkurs nach oben jazzt.
Bei letzterem spräche einiges für Watzke: Da der BVB praktisch schuldenfrei ist, entspricht der Börsenwert auch in etwa dem Unternehmenswert. Allein der Kader ist laut Transfermarkt.de 324 Millionen Euro und damit deutlich mehr als das ganze Unternehmen wert. Nur: Wie sehr man sich auf diese fiktiven Marktwerte ein Ei pellen kann, erlebt der BVB just in diesen Tagen. Von den 50 Millionen Euro, die Torjäger Robert Lewandowski wert sein soll, sieht der BVB keinen Cent, wenn der ablösefrei zu den Bayern wechselnde Pole in ein paar Wochen die Lederhosen überstreift."
Aha. Dann steht der Kaderwert jetzt also bei 324 Mio minus die 50 Mio von Lewandowski???? Wieso ist denn der Kaderwert stattdessen sogar gestiegen?
Aber ich zitiere mal weiter:
"Der Wert des Stadions von rund 200 Millionen Euro ist da schon handfester, und auch die Marke BVB dürfte einen guten zweistelligen Millionenbetrag wert sein."
Ups, der Wert der Marke BVB dürfte einen guten zweistelligen Millionbetrag wert sein??? Wie kommt er denn auf sowas? Frei erfunden und schwadroniert oder gründlich recherchiert?
Der Wert der Marke HSV ist einen dreistelligen Millionenbetrag wert, der Wert der Marke BVB liegt z.Z. bei 240 Millionen Euro, bzw 327 Mio Dollar
The world's most valuable football brands
Wenn er diesen Wert einfach vierteilt, hätte ich gerne eine Begründung oder eine Quelle. Sonst könnte er auch einfach aus Jux behaupten das Stadion wäre 50 Mio wert.
Aber weiter im Text, ich zitiere:
"Es braucht nur leicht weiter steigende Spielergehälter und ein Ausscheiden in der Champions-League-Vorrunde, damit der Gewinn empfindlich schrumpft."
Aha. Empfindlich schrumpft. Wieviel denn? Auf der letzten Jahreshauptversammlung der Aktionäre hat Watzke eine ganz konkrete Zahl genannt, was passiert, wenn man in der Gruppenphase ausscheidet: 4-5 Millionen weniger Netto Gewinn. Da waren alle ziemlich überrascht. Der Aktienkurs stieg intraday unmittelbar und ziemlich schnell und das nach einer 0:3 Heimniederlage gegen Bayern München. Am nächsten Tag stieg der Kurs weiter, obwohl der Aktienkurs da Ex Dividende gehandelt wurde.
Und dann hat Michael Hedstück noch so einen richtigen Klugsch...r Satz im Repertoire:
"Am besten verfolgt Watzke Plan Nummer Vier: Aufhören mit der Holzerei und normale Sponsorenverhandlungen führen. So haben die Bayern auch mal angefangen."
Aufhören mit der Holzerei. Aha. Watzke hat den Aktienkurs "hochgejazzt" wie es Michael Hedstück vorher so schön formuliert hat. Er hat nicht die von Michael Hedstück genannten 24 Mio durch Kapitalerhöhungen möglich gemacht, sondern vermutlich das Fünffache.
Er hat das Gehalt von Jürgen Klopp verdoppelt, auch das vom Bundesliga Torschützenkönig. Dennoch gibt es einen zweistelligen Millionengewinn in einer titellosen Saison.
Und wie reagierte Michael Hedstück? Schreibt einfach den nächsten für mich unseriösen Artikel, der genauso von Halbwahrheiten wimmelt, s.o.
Auf den Puntk Cash Flow bist Du gar nicht eingegangen. Deine Meinung dazu? (ich frage das aus ehrlichem Interesse, denn meinem dafürhalten nach als Laie sind die Entwicklungen da bis zum Q3 nicht soo dolle gewesen und ich würde gerne fachlich fundiertere Ansichten dazu haben).
Zu den Gehältern: Fein, ich sehe ein, dass der Autor die Quintessenz der Bindung eines Großteils der Ausgaben an den sportlichen Erfolg unterschlägt. Und ich stimme auch zu, dass 77 Mio. Kaderkosten in einem normalguten Jahr bei 250 Mio. oder mehr Umsatz sehr ansehnlich ist. Ich gehe auch nicht mit dem Artikel konform, dass der Anstieg etwas Schlechtes sei. Aber ich kann mir denken woher die Meinung kommt, denn die ganze Argumentation (und da fällt auch der Blick auf den Umsatz incl. Trasnfers mit drunter) ist da anscheinend sehr stark von seinen Einschätzungen bei "normalen" Unternehmen beeinflusst. Ich persönlich sehe die Kaderkosten im Moment weder als großes Problem noch als großen Vorteil - das hängt halt einfach von der Perspektive ab.
Zu dem älteren Artikel:
Da verstehe ich einen zentralen Teil Deiner Argumentation nicht wirklich (den Rest mit den Fehlen Herzstücks kann ich aber inhaltlich nachvollziehen, ohne dass ich das selber so hätte erkennen können). Der Autor redet von 10% = 24 Mio. Das ist doch soweit erstmal ungefähr korrekt? Waren doch durch Evonik so ungefähr 26 Mio.
Über weitere Investoren äußert er sich gar nicht, oder hab ich das überlesen? Dass die noch übrigen 24 Mio. Aktien + die 10% von Evonik merh als 120 Mio. in die Kasse spülen könnten ist doch an der Stelle dann erstmal sekundär. Und überhaupt: Sicher ist das ja auch noch nicht. Kann auch sein dass Puma und / oder Signal iduna zwar einsteigen, aber nur die Hälfte abnehmen. Oder dass einer der beiden sich ziert. Zum Zeitpunkt des Artikels war glaub ich noch nichtmal angekündigt dass man bis September nochmal nachziehen will. Jedenfalls, so enorm ist der Aktienkurs nun auch nicht gestiegen, dass aus Hedstücks 24. Mio Deine 120-140 werden - nicht wenn man bei den 10% der Aktien bleibt. Freilich gab es einen schönen Kursaufschwung - und da würde ich mal frech behaupten, hat der Watzke durchaus auch etwas dran gejazzt. War aber auch nötig.
Am Punkt Cash Flow hatte ich nichts auszusetzen. Evonik hat nicht 10% übernommen, sondern 9,06%. Dafür haben sie nicht 24 Mio gezahlt, sondern 26,7
Wenn Du dann die Differenz für 5x so viele Aktien hochrechnest, kommst du auf mehr als ein Sokratis.
Der Autor hat zudem generell bezweifelt, daß man über Kapitalerhöhungen irgendeinen nennenswerten Betrag generieren könne. Ist schon ein ganz gewaltiger Unterschied, ob man 6 Mio Aktien verhökert oder 30 Mio Aktien. Er hat bezweifelt, daß man konkret insgesamt 30 Mio Aktien zu einem halbwegs vernünftigen Preis an den Mann bringen könne, daher nannte er das Beispiel mit den "nur" 24 Mio Euro, von denen man sich "nichts" kaufen könne. Reine Polemik, mehr Irrtum geht nicht.
30 Mio Aktien kann man nur dann sinnvoll an den Start bringen, wenn der Aktienkurs wesentlich höher steht, als die eigentliche Kapitalerhöhung. Der Aktienkurs stand im Schnitt ca. 5% höher als 4,37, dafür musste er in sehr kurzer Zeit einfach mal so 25% steigen.
Geht schlecht, wenn der Markt so wie der Autor annimmt, daß der Kaderwert wegen des ablösefreien Wechsels von Lewandowski um satte 50 Mio sinken würde oder wenn der Marken Wert lediglich 80 Mio betragen würde statt 240 Mio
Ich weiß gar nicht, ab welcher Summen sich andere Leute aufregen. Ich rege mich darüber auf, wenn man sich in abfälliger Art gnadenlos irrt, denn dreistellige Millionenbeträge beim Markenwert sind einfach ein unfassbarer Betrag, 50 Mio weniger Kaderwert auch, am Ende geht die Sache anders aus, Dortmund bekommt durch Kapitalerhöhungen wahnsinnig viel Geld, und statt daß er mal salopp sagt, "Hut ab, hätte ich jetzt so nicht gedacht" schreibt er weiter Unsinn. Das ist schlicht respektlos.
Denn bei diesen kaum steigenden Personalkosten drückt kein einziges Unternehmen auf die "Kostenbremse", wenn man gleichzeitig weiß, daß es unabhängig vom jeweiligen Erfolg in vielen Kernbereichen sicheres weiteres Wachstum gibt und man zusätzlich 120 Mio in der Portokasse hat. Das zu erkennen, muß man noch nicht mal ein Wirtschaftsheini oder Börsenmännchen sein, dazu sind die Dinge viel zu simpel.
Sorry, das kommt jetzt reichlich emotional rüber. Soll es auch. Ich kann ganz generell in diesem Forum nicht mehr lesen, da bekomme ich Augenkrebs. damit meine ich nicht Dich persönlich, auch kein anderen persönlich.
Niemand hier sagt, großartig, Watzke hat den Umsatz vervierfacht, hat den Aktienkurs verfünffacht, ist mitverantwortlich für nachhaltigen sportlichen Erfolg.
Gestern kamem vorläufige Zahlen. Die waren extrem großartig. Kein einziger Verein konnte dreimal in Folge zweistellige Millionengewinne generieren in 50 Jahren Bundesliga. Noch nicht mal ansatzweise. Kein einziger Verein zahlt eine Dividende mit einer Rendite von über 2%. In ganz Europa kein einziger Fussballverein. Kein Verein hinter Bayern München konnte in den letzte 35 Jahren viermal hintereinander Platz 1 oder 2 belegen.
Stattdessen wird hier immer und immer und immer wieder Mißwirtschaft angekreidet. Statt daß man sagt: Großartig, wir können es uns leisten einen der besten Stürmer der Welt ein weiteres Jahr hier spielen zu lassen, auf jedwede Ablöse zu verzichten und machen dennoch 12 Mio Gewinn! Nein, Lewandowski nicht zuz verkaufen war ein dümmlicher Fehler. Alle wichtigen Spieler sind monatelang verletzt, Lewandowski bleibt gesund, ist spielerisch in vielen Spielen bester Mann, schiesst sehr viele entscheidene Tore, aber nein: Mißwirtschaft, man hätte ihn verkaufen müssen.
Keiner sagt, großartig wir können uns einen Mikinochwas leisten. Keiner. Mikinochwas ist zu teuer, klare Fehlinvestition heißt es überall. Mikinochwas hat im Supercup gegen Bayern das wichtige 1:0 geschossen und selber vorbereitet. Hat beim 0:3 auswärts in München das wichtige 0:1 geschossen. Hatte in vielen Spielen äußerst geniale Momente, z.B. im letzten Gruppenspiel gegen Neapel, wo die europäische Presse gejubelt hat ohne Ende. Gleichzeitig hatte er erhebliche Formschwankungen und war völlig unterirdisch. Völlig normal, fast die ganze Mannschaft war verletzt. Lewandowski hatte in seiner ersten Saison noch viel, viel, viel weniger überzeugen können. Aber egal. Mikinochwas war viel zu teuer, der kann nichts, jetzt muss man noch sinnlos Anteile billigst verhökern, weil man sich das alles im Prinzip nicht mehr leisten könne..........
Ich finde es einfach unfassbar respektlos, wie hier mit der Führung von Borussia Dortmund umgegangen wird. Als wäre man in irgendeiner finsteren Bierkneipe wo man sich zwischen dem 7. und 8. Bier sehr laut darüber aufregt, daß Dortmund nicht jedes Jahr mit 8 Punkten Vorsprung Meister wird. Oder sich zwischen dem 9. und 10. Bier noch mehr darüber aufregt, wieso man um Himmels willen nur in titellosen Jahren große Gewinne macht. Oder sich darüber aufregt, daß der Aktienkurs sich "nur" verfünfacht, statt fairerweise verzehnfachen, und wieso man nur 130 Mio bekommt, statt gleich einer Milliarde.
So jetzt habe ich kurz Dampf abgelassen und bin wieder weg.
Ihr könnt euch hier gerne weiter echauffieren nach dem Motto, "du hast keine Ahnung", "Du hast selber keine Ahnung", "troll dich doch einfach" usw. usw. usw.
Man braucht keine Ahnung, um die großartige Leistung anzuerkennen was die Finanzen betrifft. Das, was geschaffen wurde, ist in dieser extrem kurzen Zeit ein wahres Wunderwerk, die Bilanzpressekonferenz gestern war da nur ein weiterer Mosaikstein in einer Fabelstory, wie wir sie in den nächsten 100 Jahren kaum wieder erleben werden. Punkt.
Wieso?
Nur weil hier einige die Summe der Ausrüsterverträge von Puma übereinanderlegen und eine große Differenz in der Summe fest stellen?
Diese Verträge sind unterschiedlich gestaltet, so treten die meisten PL-Klubs ALLE Merschandisingrechte ab und kriegen abgesehen von dieser Summe nichts mehr. Der BVB hingegen verdient an allem mit, so hat der BVB 12/13 knapp 32 Mio. beim Merchandising erlöst. Die kommen auf den Ausrüstervertrag noch oben drauf, auch wenn hier noch Kosten anfallen. Angesichts des Materialaufwandes von 17 Mio. kann man davon ausgehen, das zwischen 10 und 15 Mio. als "Gewinn" übrig bleiben.
Alles in allem kommt also auf 20 Mio Einnahmen im Merchandising, was ziemlich genau die Hälfte wie Arsenal ist. Schaut man sich die Trikotverkaufszahlen vom BVB (350.000) und Arsenal (800.000) an, spiegelt das dann auch die Einnahmen von Puma bei den jeweiligen Vereinen.
Oder glaubt hier irgendjemand, dass sich ein Carsten Cramer, Aki Watzke und erst recht Thomas Treß aus Gefühlsduselei über den Tisch ziehen lassen? Wacht auf!
Das Hauptrisiko hat man nach dem Börsengang Anfang des Jahrtausends gesehen. Da wurde in die "falschen" Steine (der letzte Stadionausbau war finanziell nicht gut) und Beine (eher in fertige Stars mit hohen Gehältern und eher geringem Wiederverkaufswert) investiert.
Da man hoffentlich wirklich aus diesen Fehlern gelernt hat, ist das Hauptrisiko, dass man bei Transfers ein größeres Risiko eingeht, also z. B. auch mal 20 - 30 Millionen € für eine großes Talent aus Südamerika bezahlt und dieses völlig scheitert. 2012 hatte man z. B. mit den Gedanken gespielt, Eric Lamela zu verpflichten, der dann für 17 Millionen € nach Rom gegangen ist. Aber bei dem Spieler sich die Vereinsführung zu unsicher, ob das klappt. Mit viel mehr Geld auf der Habenseite könnte man bei ähnlichen Fällen eher einen Transfer wagen.
Der Stadionausbau an sich war kein Fehler, nur hätte der mit den Geldern aus dem Börsengang gemacht werden müssen. Stattdessen hat man das Stadion verkauft, um mit diesem Geld das Stadion auszubauen. Dass man sich damit hohe laufenden Kosten mit einer Stadionmiete von mehr als 17 Mio. anschaffte... 
Außerdem hat man ausgerechnet in Beine investiert, die mit mit insgesamt 35 Mio. Euro nicht gerade billig waren. Das Problem jedoch war dass diese Beine (Koller und Amoroso) 26 bzw. 28 Jahre alt waren, was einen Wiederverkaufswert fast ausschloss. Und der Extremfall, dass man eine der beiden Ablösesummen komplett abschreiben musste, ohne die dementsprechend langfristige sportliche Leistung zu bekommen war dem mangelhaften Scouting des Charakters von Amoroso zu verdanken.
Da werden wir zum jetzigen Zeitpunkt ganz andere Investitionen tätigen. In der AD-Hoc-Meldung steht, dass man die gesamten 40 Mio. an Finanzverbindlichkeiten auslösen wird. Zudem kann man schwer von einer Ausstiegsklausel im Sportfive-Vertrag ausgehen. Dass alleine wird uns wohl zwischen 65 und 80 Mio. kosten und jährlich 20-25 Mio Euro frei machen.
Deutlich vernünftigere Investitionen, um sämtliche Altlasten endgültig von den Schultern zu haben. Und ein Festgeldkonto mit mehreren Dutzend Millionen drauf wird auch noch eröffnet.
Weshalb entfernt man sich mit der Kapitalerhöhung von der Basis? Ernsthafte Frage! Würde mich freuen wenn Du das begründest.
Ich meine, ich bin durchaus angetan, finde das sogar sehr gut, bin ja beruflich auch im Kommerz unterwegs, nur sollten wir aufhören mit den Fingern auf andere Vereine zu zeigen die ihre Gelder über ähnliche Wege besorgen. Wir machen es halt durch eine Kapitalerhöhung, oder auch Investoren. Dass man immer noch weit weg von Bayern München, den Scheich sowie Russen-Clubs ist, ist mMn nur eine Randbemerkung wert. In dieser Liga spielen wir (noch) nicht; werden wir wahrscheinlich auch nicht. Trotzdem, sind wir nicht mehr der "unschuldige" Verein (ich nenn´uns jetzt mal so) wie wir es noch vor 2-3 Jahren waren. Die Türen sind geöffnet und ich weiß nicht, ob daraus nicht auch noch ein Tor wird. Wie gesagt, ich bin absolut dafür, damit wir Spieler wie Reus, Hummels (x,y,z Spieler in Zukunft) halten können. Solange wir die Mehrheit halten (das ist durch 50+1 sowieso gesichert) sollte man sich darüber auch keine Sorgen machen, aber auch nicht vergessen, dass wir einen Großteil unseres Geldes durch "externe" Quellen machen. Anders ist das heutzuzage aber auch nicht möglich, wenn man in Deutschland und Europa eine Rolle spielen möchte.
Da hier ja einige sich beschweren, dass Puma Aktionär wird ohne den Vertrag zu besseren Konditionen anzupassen, hier mal eine Überlegung, die man in seine Gedankengänge einfließen lassen sollte.
Die Aktinärsversammlung hat der Geschäftführung eine Kapitalerhöhung genehmigt. Diese Gehnemigung läuft demnächst aus, deswegen wird sie nun durchgezogen. Ob das sinnnvoll ist oder nicht, kann man drüber streiten, ist aber nun mal Fakt.
Unser BVB wirft nun 24 Mio neue Aktien auf den Markt. Mit Bezugsrecht für alte Aktinäre.
Wenn nnun alle alte Aktionäre ihr Bezugsrecht ausüben bekommt Signal-Iduna und Puma keine einzige Aktie. Da der Bezugsrechtshandel ausgeschlossen ist, ist dies jedoch mehr als zweifelhaft.
Da mit Sicherheit der e.V. (woher das Geld nehmen) und mit großer Wahrscheinlich Geske (das wäre ein riesen Batzen Geld) ihre Bezugsrechte nicht ausüben werden. Was im Streubesitz passiert kann man schlecht schätzen, aber auch da bleiben sicherlich einige Bezugsrechte ungenutzt.
Ohne Signal Iduna und Puma, würde man wohl einfach weniger neue Aktien an den mann bringen und es kämen keine 114 Mio zusammen. Mit Partnern, die nun sagen, von den Aktien die nicht weggehen, nehmen wir bis Betrag X euch welche ab, ist man auf einer sehr sicheren Seite doch alle Aktien zu verkaufen und die erhofften 114 Mio zu erreichen.
Dies ist schon mal ein super Deal mit Signal und Puma, wer hätte die sonst nehmen sollen? Das Signal sich diese Recht auch noch mit einer Vertragsverlägerung erkauft ist schön, aber eigentlich nicht essenciel. Allein das Wissen, das man die übriggeblieben Aktien veräussert bekommt ist einfach super.
Und im Gegensatz zu Bayern, binden wir uns dadurch nicht an unserer Lebensende an den Ausrüster, denn wir sind an der Börse notiert, Puma kann die Aktien jederzeit veräußern. Etwas was Addidas nicht kann und somit mussten die Bayern Adidas sicherlich eine Zusage machen, das sie entweder a) sehr lange mit Adidas verbandelt sind oder b) wenn sie den Ausrüster wechseln wollen Adidas die Aktien wieder abnehmen, was locker 100 Mio kostet und somit quasie nicht machbar ist. Wir brauchen so etwas nicht machen, können also 2020 locker zu Nike wechseln wenn wir wollen.
Hast du dir schon mal überlegt, was mit dem Aktienkurs des BVB passiert, wenn Puma 2020 aussteigt und die Beteiligung von 5% verkauft?
Ich finde die Deals zu diesem Zeitpunkt total überflüssig. Ja man kann die Kredite damit ablösen und spart so die Zinsen und Tilgung, dafür zahlt man dann bis in alle Ewigkeit Dividenden an die Aktionäre. Den Kredit hätte man auch so irgendwann abgezahlt und der Spielraum den man sich durch die schnellere Ablösung, die sicher auch viel Geld kostet, bekommt ist nicht so entscheidend.
Wenn man 40 Mio € in die Verbindlichkeiten pumpt, was passiert dann mit dem Rest. Kommt der auf das Sparbuch, da gibt es keine Zinsen. Steckt man das Geld doch in neue Spieler, oder in die alten. Man kann auch Gesund wachsen und erreicht das gleiche ohne Premiumpartner an der Backe zu haben.
Puma ist im Weltmarkt der Ausrüster eine kleine Nummer. Wieviele Nationalteams rüsten die im Fußball aus? Wieviele Vereine unterstützt Puma? Welche Spieler haben bei Puma Verträge? Da ist Nike auch eine ganz andere Nummer. Wer weiß, vielleicht würde Götze noch in Dortmund spielen, wenn man beim BVB mit Nike zusammen arbeiten würde (ist natürlich nur Spekulation). Langfristige Verträge und Partner sind gut, wenn man nicht weiß wo es in den nächsten Jahren hingeht. Wenn man aber dabei ist langfristig weiter aufzusteigen, dann sind solche Partner vorallem, wenn sie selber nicht so stark sind, ein großer Hemmschuh auf dem Weg nach oben.
Auf Partner wie Puma sollte der BVB meiner Meinung nach verzichten. Die Vertragssumme ist ein absoluter Witz. Bitte jetzt nicht wieder das Totschlagargument mit der Komplettübernahme des Merchandising in der Premier-League bringen, aber wenn man schon 2006 von Nike 5 Mio. Euro kassiert hat, dann sind 7,5 von Puma bis 2020 bei unserem heutigen Standing einfach ein extrem unterbewerteter Deal.
Die Beteiligung im Zuge der Kapitalerhöhung von nur 5% ohne Aufstockung des Vertrages passt da perfekt ins Bild. Möglichst wenig ausgeben, um dann aber trotzdem ca. 2018 auf die Partnerschaft pochen zu können und zu geringen Konditionen zu verlängern.
Aber nicht nur der Sponsoringbetrag an sich ist ein Problem, auch Pumas allgemeine Schwäche bzw. Größe ist eher zu unserem Nachteil. Geht mal durch ein chinesisches oder amerikanisches Kaufhaus bzw. in eine Mall. Dort ist von Puma nichts zu sehen, hingegen haben Nike und Adidas dort eine extrem prominente Präsenz. Bezüglich Auslandsvermarktung ist ein starker Partner aus Sicht des Vereins deutlich sinnvoller, da man eben stark von bestehenden Verkaufskanälen (z.B. Megastores) profitiert.
Nike hat sich auf dem deutschen Markt brutal verspekuliert, indem sie damals auf Werder Bremen gesetzt haben. Bayern, BVB, Schalke, (Leverkusen, Wolfsburg - die haben noch nichtmal Fans) - alle deutschen Topklubs spielen mittlerweile nicht mehr bei Nike. Vielleicht setzt man auf RBL in den nächsten Jahren, aber wenn man den Markt nicht vollkommen aufgeben möchte, muss man eigentlich zumindest einen der drei großen Vereine als Partner haben.
Eigentlich müsste Nike ein Rieseninteresse daran haben, den sympathischen Bayern-Herausforderer zu unterstützen. Bis auf Reus hat Puma leider keine interessanten Spieler unter Vertrag, die man sich beim BVB vorstellen könnte (Aguero, Toure, Balotell, Fabregas). Nike sponsort deutlich mehr Spieler und würde sicherlich hier auch einem Partner unter stärker unter die Arme greifen.
Mein Fazit: Für Puma ist der BVB der Glücksfall schlechthin. Der BVB sollte sich ganz schnell mal wieder mit Nike unterhalten.
Oh Gott, lest ihr euch den Thread überhaupt mal durch bevor ihr postet?
Hier haben meine Wenigkeit und einige andere schon zigmal gepostet, dass ihr Trottel immer wieder vergesst, dass die Ausrüstervertäge unterschiedlich gestaltet sind. In England werden SÄMTLICHE Rechte am Merchandising übertragen. In Deutschland verdient der Verein aber an allem mit, so machte der BVB 12/13 alleine 32 Mio.Umsatz im Merchandising und hatte in etwa einen Reinerlös von 12-15 Mio. (nach Abzug der Materialkosten). Er kommt also insgesamt auf etwa 20 Mio Erlöse im Merchandising.
Komisch, der BVB (400.000) verkauft seltsamer Weise etwa die Hälfte der Trikot von Arsenal (800.000), die für ihre Rechte insgesamt etwa 40 Mio pro Jahr bekommen. Seltsamer Zufall, dass diese Summe exakt die Hälte des Erlöses des BVB ist.
Eigentlich müsste Nike ein großes Interesse am BVB haben. Da ist dummerweise nur ein Wort im Weg, das Wort eigentlich. Nike befindet sich in ihrer Fußballsparte zur Zeit auf einer ziemlichen Talfahrt. Man hat in kürzester Zeit Arsenal, Juventus und Manchester United aus den Top 10 der Trikotverkäufen verloren. dazu hat man Liverpool wegen Warrior verpasst und hat in Deutschland auf das katastrophal falsche Pferd gesetzt. Irgendwie scheint die Weitsichtigkeit nicht so ausgeprägt zu sein, wenn man 2009 den langsam aufwachenden Riesen BVB verlässt um Bremen auszurüsten. Und das passiert zu Zeit in ganz Europa. Also warum hat man 2012 nicht das Rennen beim BVB gewonnen? Weil Watzke lieber mit Puma weniger Geld verdienen wollte, oder was? Anscheinend bietet man zu Zeit den Fußballvereine systematisch zu wenig.
Und die Nummer 3 der Sportartikelhersteller als kleine regionale Marke ala Kappa, Lotto und co zu bezeichnen, naja. Klar sind Nike und adidas ein ganzes Stück größer, nur bedeutet dass aber für den BVB im Zweifel aber auch, dass man einer von vielen Klubs im Portfolio ist. Da wird man zum einen weniger intensiv beworben und zum anderen wird man auch schneller fallen gelassen, weil man ja eigentlich ständig attraktivere Marken ausrüstet. Puma hat genau drei Zugpferde, Italiens Nationalmannschaft, Arsenal und den BVB. Man wäre mit dem Klammerbeutel gepudert einen davon gehen zu lassen oder in der Partnerschaft nicht intensiv zu betreuen.
Und in Zeiten von Internet und Versandriesen wie Amazon und co die internationalen Vertriebsmöglichkeiten ausschließich an Megastores zu messe... Oder glaubst du, dass man als Kunde in Amerika und Asien ein Trikot für mehr als 70 Tacken als Spontankauf tätigt?
An alle Experten und interessierten Mitleser hier,
Kagawa kommt also anscheinend für 8 Mio. + 2 Mio. Nachzahlung. Wenn alle Transferummen bei TM.de ungefähr stimmen, hat der BVB damit in dieser Tranferperiode ein Transferminus von 51,50 (!!) Mio. Euro erzielt. Wie finanziert der BVB eurer Meinung nach diesen Transfer?
Ich habe ja bereits im März in diesem Thread (kann gerne jeder nachlesen) dargelegt gehabt, dass ich aufgrund der Prämien durch CL und andere Einsparungen, ein Tranferbudget von deutlich mehr als den damals kolprtierten 30 Mio. Euro für realistisch gehalten habe (meine Schätzung war maximal 54 Mio. Euro) bzw. es dem BVB möglich ist, so viel auszugeben, wenn er wirklich will.
Dafür bin ich damals sehr hart von einigen Usern hier im Thread angegangen wurde. Mich würde interessieren, warum der BVB aus der Sicht der damaligen Kritiker jetzt doch auf einmal knap 52 Mio. Euro ausgeben kann, wie finanziert er das eurer Meinung nach?
Könnte natürlich - aber auch nur vielleicht - an der KE liegen.
Nee nee, Watzke hat ausdrücklich gesagt das dieses Geld nicht in Spieler investiert wird
. Also Immobile, Ramos und Ji gingen wohl auch so, Ginter und Kagawa gehen bzw. gingen erst durch die Kapitalerhöhungen. Zumindest sollten wir nächste Saison keine größeren Verpflichtungen machen müssen.Das hat Thomas Treß aber auch schon lange wieder relativiert:
"Ein Teil der Gelder fließt auch in Spielertransfers."
http://www.finance-magazin.de/persoenlich-personal/interviews/bvb-cfo-thomas-tress-werden-das-geld-nicht-verpulvern/
Nützt ja auch nichts, das zu leugnen.
Leider kommen jetzt immer wieder die "besorgten Kritiker" aus ihren Löchern und müssen allen mitteilen, dass sie es doch von Anfang an besser wussten. Wer es braucht...
Meinst du mich mit besorgten Kritiker? Ich habe ja von Anfang an gesagt, dass der BVB es sich leisten kann richtig zu investieren und dies hat er jetzt ja auch getan.
Das war eher die Frage, wie die ganzen Pessimisten von damals es sich erklären, dass man das Geld auf einmal doch ausgeben kann

Weil eine üppige Kapitalerhöhung durchgeführt wird, die im Frühjahr noch nicht so absehbar war? Ist das Erklärung genug?
Die 27 Millionen waren nur ein erster Schritt, ein zweiter soll jetzt nochmal gut 110 Millionen bringen!
Mit "besorgte Kritiker" meine ich natürlich nicht explizit dich.
Das Problem das diese, wie du es nennst Pessimisten, hatten ist, dass einige User hier etwas von großen Rücklagen, Festgeldkonten oder Rekordgewinnen geschrieben haben, die davon aber offensichtlich keine Ahung hatten und sich krude Rechnungen zusammengereimt haben um ihre Argumente zu stützen. Wenn man sich etwas in der BWL auskennt, langt man sich da schon mal an den Kopf und hat den Drang das richtigzustellen.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von -adi- am 29.08.2014 um 15:20 Uhr bearbeitet Und auch jetzt heißen diese 50 Mio, dass wir Abschreibungen von 10 Mio. pro Jahr auf die nächsten 5 Jahre zusätzlich haben - grob über den Daumen gepeilt also eine schwarze 0 hätten, wenn wir jedes Jahr soviel Gewinn machen wie letztes GJ. (eine Michlmädchenrechnung, ich weiß).
Warum stellst Du Milchmädchen Rechnungen auf, die vorne und hinten nicht stimmen?
Die Kapitalerhöhungen haben folgendes gebracht:
ca. 8 Mio jährlich mehr durch Evonik
ca. 5 Mio weniger Schuldzinsen
ca. 1 Mio mehr durch Signal (von mir geschätzt, komplett umsonst haben die keine zusätzlichen 5 Jahre Vertragszeit bekommen)
Macht 14 Mio mehr, denen erst mal keine Ausgaben gegenüber stehen.
Hat Watzke mehrmals betont, HIER haben wir Mehreinnahmen, denen keine Ausgaben gegenüber stehen!! Erreicht man das CL Finale hat man extrem höhere Einnahmen aber auch extrem höhere Ausgaben (Erfolgsprämien)
Gar nicht zu reden von den zusätzlichen Gehaltskosten: Glaube kaum, dass Ji, Ramos, Immobile und Kagawa zusammen nur soviel bekommen wir Schieber und Lewa. Und selbst wenn, ist damit eine (aktuell rein fiktive) Gehaltserhöhung von Reus noch nicht abgebildet. Und die wäre selbstverständlich ab dem Moment des Inkrafttretens gewinnmindernd.
Die Personalkosten steigen im Prinzip jedes Jahr, die Umsätze aber auch. Da ist rein gar nichts gewinnmindernd. Die Renditefähigkeit von Borussia Dortmund ist sogar deutlich gestiegen. Kannst ja mal durchrechnen wie hoch der Gewinn im Meisterjahr ohne Sahin Transfer gewesen wäre. Die Personalkosten Quote war im Meisterjahr 2010/11 ungünstiger als jetzt.
Bei einem geschätzten Umsatz in dieser Saison von 275 Mio könnten die Personalkosten um ca. 8 Mio steigen, ohne daß sich an der Personalkosten Quote irgendwas ändert.
Lewandowski hat sehr gut verdient. Ramos und Immobile verdienen kaum mehr als Lewandowski/Schieber. Ji und Kagawa verdienen nie im Leben 8 Mio. Zudem könnte der Umsatz sogar noch deutlicher steigen.
Kagawa lag an neunter Stelle der meist verkauften Trikots in der Premier League, das ist völlig unfassbar, er hat kaum gespielt!!
http://sportnet.at/home/fussball/international/england/arsenalfc/3853738/Bestseller_Die-TrikotStars-der-Premier-League?gal=3853738&index=3&direct=&_vl_backlink=&popup=#frame
Beim damaligen Wechsel zu Manchester United wechselte auch der Champion Sponsor Yanmar zu Manchester United, dieser Sponsor könnte durchaus zu Dortmund zurückkehren, bringt eine weitere Million Umsatz. Bei dem Schnäppchen Preis für Kagawa könnte dieser sich ohne weiteres selbst refinanzieren!!
Kurz gesagt: Sehr knappe Kiste und eigentlich an der grenze dessen, was ich nach WKZ Maßstäben für gesund und vernünftig halten würde. Die Liquiden Mittel sind dank der KE voraussichtlich erstmal nicht das Problem. Aber erstmalig muss man beim Rest aufpassen. Eine satte Dividende (jetzt nach erfolgter KE) für die Aktionäre dürfte also im nächsten Sommer eventuell nicht so ganz die höchste Prio haben.

Die Dividende liegt vollkommen moderat bei einem Bruchteil des jeweiligen Gewinns. Letztes Jahr wurden 6 Mio ausgezahlt, dieses Jahr auch, der Gewinn ist deutlich zurückgegangen, war aber immer noch DOPPELT so hoch. Nächstes Mal gibt es wohl mindestens 9 Mio Dividende, das ist absolut überhaupt nicht übertrieben. Der Gewinn wird im gleichen Maß steigen, genau wie die Umsätze.
Keiner hat hier vernünftig durchgerechnet, was 5 Mio weniger Schuldzinsen pro Jahr bedeuten, keiner hat durchgerechnet, was DEUTLICH über 20 Mio durch Evonik bedeuten. jeder benutzt die Zahlen wie sie ihm passen, ich übrigens auch. Ich finde die Quelle Röckenhaus/Süddeutsche deutlich seriöser als die Ruhrnachrichten.
...In der Fussballbranche allgemein durfte dieser Transferrausch
Irgendwann habe ich keine Lust mehr weiter zu lesen. Transferrausch findet woanders statt. Stürmer werden für 50 Mio oder mehr gekauft, Ersatzspieler der spanischen Nationalmannschaft, die noch nicht mal Beckenbauer kennt, für 40 Mio gekauft, Innenverteidiger gehen für 30 Mio oder 60 Mio über die Theke oder Mittelfeldspieler für 75 Mio.
Dortmund kauft ein ganzes Paket von Spielern, gleichzeitig hat man nicht wie Manchester United 500 Mio Schulden, sondern ist schuldenfrei.
Ich begreife wirklich nicht, was hier ständig und immer geschrieben wird.
Ist es das im Ausland beschriebene Phänomen "German Angst" ???
Die Personalkosten Quote bei italienischen Vereinen liegt bei ca. 100% dort wird jedes Jahr zuverlässig ein Verlust erwirtschaftet. Vielleicht gibt es bald mal einen großen Knall und dort wird nicht mehr Fussbal gespielt, selbe Probleme teilweise in Spanien und England.
In Sachen Finanzen ist Borussia Dortmund hinter Bayern München der zweitbeste Verein Europas, nichts anderes bedeutet "schuldenfrei" und "Dividende"
Wenn schon Milchmädchenrechnung denn schon Milchmädchenrechnung.
Und noch was zur Kapitalerhöhung. Ständig wird hier irgendwas gefaselt, die vielen Spieler hätte man ohne diese nicht kaufen können. Blanker Unsinn. Dortmund wurde Champions League Sieger, Meister undundund die hatten europaweit teuerste Spieler gekauft ohne Ende, Bayern teuerst überboten, teuerste Gagen gezahlt undundund sie würden das unter Niebaum/Meier/Sammer immer noch so tun, bis zum St Nimmerleinstag. Genau dies ist das Prinzip bei 90% aller Fussballvereine. Dummerweise gewinnt man dann nicht gegen Cottbus, andere Vereine haben mehr Glück und können weitere 20 jahre so rumwurschteln.
Hast du auch nur grob im Kopf wieviel Schulden Schalke hat??????
Das man wegen der Kapitalerhöhung mit irgendwas Recht hat, ist Banane. Da kann man sich auch ein Ei drauf backen. Die Diskussion geht hier wochenlang in zig postings nur in diesem Kindergarten Format, "ich habe Recht" "ich hatte recht" "selber blöd"
Dabei müsste doch endlich mal irgendjemand auf die Idee kommen, die Kapitalerhöhung als das zu benennen, was sie ist, nämlich großartig!! Wenn man schuldenfrei ist und auch noch weitere 100 Mio auf dem Festgeldkonto hat, wieviele Millionen müsste man verbraten, damit man ähnliche Bilanzen wie Schalke hat???? Ab wann muss man auf Anleihen grotesk hohe Zinsen zahlen, weil diese unmittelbar vom Zahlungsausfall betroffen sind?? Ab wann würde man keine Kredite mehr bekommen, weil keine Werte dahinter stehen und Zahlungsunfähigkeit droht?
Ab wann zahlt Evonik eigentlich nicht mehr 20 Mio, sondern daß was üblich ist wenn man im Mittelfeld der Bundesliga rumdümpelt?
Ab wann und unter welchen Bedingungen steht man in der Fernsehgeldtabelle nicht mehr auf Platz 2, sondern auf Platz 5?
Wie lange dauert es, damit man bei der Auslandsvermarktung so viel bekommt wie der HSV oder Hertha?
Echt mal, man hat sich einen Vorsprung von zig Jahren erarbeitet, den wird man niemals in wenigen Jahren verbrennen können, nicht bei diesem Management! Da würde ich mir bei den Bayern eher Sorgen machen und auch das wäre reichlich absurd.
Die Kapitalerhöhung ist kein Zufallsprodukt oder gar eine Fehlleistung. Das ist kein Scheich, der kommt und wieder geht. Die Kapitalerhöhung ist das Ergebnis einer beispiellosen excellenten Arbeit, alles hat man sich selbst erarbeitet!!!
Genauso redet Bayern von sich selbst und ich wäre ich froh, wenn wenigstens eine Minderheit von Dortmund Experten oder Dortmund Fans das auch mal so formulieren würde.
Die Pessimisten, die hier am lautesten schreien, "ICH habe recht, wäre ohne die Kapitalerhöhung alles nicht möglich gewesen, siehste, ätschi bätsch", hatten vorher laut geschrien eine nennenswerte Kapitalerhöhung wäre gar nicht möglich, weil der Aktienkurs so niedrig ist, weil der Börsengang an sich ein Fehler war, und das überhaupt alles wahnsinnig schwierig ist.



