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BVB - Finanzen

28.01.2014 - 10:06 Uhr
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BVB - Finanzen |#51
15.10.2014 - 10:30 Uhr
Zitat von Maldoror
Zitat von highjumper
Bundesliga Latest ‏@BL_Latest 2 Min.Vor 2 Minuten
Laut "SportBild" überlegt die #DFL eine neue TV-Gelder-Verteilung. Demnach werden demnächst auch die Einschaltzahlen berücksichtigt. #Sky

Ob das so viel fairer wird? Einschaltquoten haben auch nur eine sehr begrenzte Aussagekraft.


kann man überhaupt 100%-ige Fairness erreichen? Wahrscheinlich nicht. Aber ein solches System wäre auf jeden Fall schonmal fairer als das jetzige System.
Man darf nicht vergessen, dass die TV-Gelder von ihrem eigentlichen Sinn her nach dem Solidaritätsprinzip verteilt werden. Der Gedanke ist, dass kleine, schwache Vereine von den Großen mitubventioniert werden, indem alle Clubs einen ordentlichen Teil des Kuchens bekommen (der Erste der TV-Tabelle bekommt lediglich doppelt so viel wie der letzte). Wenn jetzt aber Vereine wie Wolfsburg, Hoffenheim oder Leverkusen aufgrund ihrer Investoren sportlich vorne mitspielen und dadurch dann auch in der TV-Tabelle vorne dabei sind, und deshalb dann zu den Top-Verdienern bei den TV-Geldern gehören, dann kann irgendwas nicht stimmen.

Es kann nicht sein, dass das Solidaritätsprinzip dazu führt, dass finanziell schwächere Vereine wie Frankfurt oder Bremen finanziell stärkere Clubs wie Wolfsburg oder Leverkusen mitsubventionieren. Das ist doch paradox. Das ist ungefähr so, als wenn ein Land wie die Ukraine an ein Land wie Deutschland Entwicklungshilfe zahlen müsste - und nicht andersrum.
Es kann nicht sein, dass ein Verein wie Frankfurt an einen Verein wie Wolfsburg "Entwicklungshilfe" zahlen muss.

Vereine wie Frankfurt tragen aufgrund ihrer Fanmasse mehr zu den TV-Geldern bei, als Clubs wie Wolfsburg. Gleichzeitig muss Frankfurt aber von "ihren" erwirtschafteten TV-Geldern aufgrund des Solidaritätsprinzips Teile dieser Gelder an die finanziell überlegenen Wolfsburger abführen (die weniger zu der Wertschöpfung der TV-Gelder beitragen als Frankfurt, aber dennoch von dem Kuchen mehr bekommen als Frankfurt). Das ist doch ein Widerspruch in sich. Und eine große Ungerechtigkeit.
Ich fände es vollkommen richtig, wenn man diese Ungerechtigkeit und diese Schwäche im System beheben würde. Es muss aufhören, dass Traditionsclubs die Mäzenenclubs mitsubventionieren müssen - obwohl die Mäzenenclubs ja eigentlich eh schon mehr als genug Geld haben.

Der BVB würde von diesem neuen System im Übrigen nicht profitieren, da man eh schon auf Platz 2 der TV-Tabelle steht. Aber für Clubs wie Hertha, Frankfurt, Bremen oder Hamburg wäre das neue System wesentlich gerechter, da sie mehr von dem Kuchen bekommen würden, den sie ja auch selbst zum größten Teil gebacken haben. Und Investorenclubs wie Wolfsburg würden weniger kriegen, was auch richtig und gerecht wäre, da sie ja auch weniger zu den TV-Erlösen beitragen.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Mahet am 15.10.2014 um 10:34 Uhr bearbeitet
BVB - Finanzen |#52
17.11.2014 - 12:32 Uhr
Zitat von 1 FC SARAN-HOMM 05
Zitat von usernick
18,5 Prozent auf ALLE Werbeeinnahmen, das ist einfach der Wahnsinn, die Sport 5 Typen müssen sich wie Götter vorkommen, man leiht dem Insolvenz Club Geld, wer hätte damit gerechnet das es zu einer Goldgrube wird.


Wie viel ist das momentan im Quartal bzw. im Jahr?

Ich bin mir zwar nicht 100% sicher, aber im letzten GJ wurden in den SBA etwa 21 Mio. unter "Webung" aufgelistet. Ich gehe davon aus, dass die Vermarkterprovisionen dort reinfallen. Wie viel sie davon ausmachen, kann man aber nicht sagen.


Zitat von stefankreissel
Zitat von overthetop
Der Sports 5 Vertag ist einfach bitter, ich hätte auch fest damit gerechnet und hoffe es immer noch, dass er bei Summe X gedeckelt ist. Leider wird die Hoffnung immer geringe, da wir so schnell gewachsen sind, dass dieser Betrag eigentlich schon erreicht sein müsste.
18,5 Prozent auf ALLE Werbeeinnahmen, das ist einfach der Wahnsinn, die Sport 5 Typen müssen sich wie Götter vorkommen, man leiht dem Insolvenz Club Geld, wer hätte damit gerechnet das es zu einer Goldgrube wird.
Warum man bis 2020 verlängert hat ist mir bis jetzt nicht ersichtlich, ich hätte eigentlich gedacht, dass man eine Teil der Gelder aus der KE nutzt um sich "frei" zu kaufen. So eine Klausel hätte ich für möglich gehalten. Was nicht ist kann ja noch werden.


Kann mir da noch mal jemand helfen und in einfachen Worten kurz erläutern, was das für ein Vertrag war, bzw. worum es da ging und wieso der abgeschlossen wurde?

Kann mich da nur noch recht dunkel dran erinnern.

Das ist der Vertrag mit der Vermarktungsargentur Sportfive. Wir bekamen dafür eine Einmalzahlung von 50 Mio. Euro, womit ein sehr ungünstiges Darlen abgelöst werden konnte. Außerdem kümmert sich S5 um die Vermarktung, stellt Kontakte zu möglichen Sponsoren etc. her, wodurch man sich eine eigene Marketingabteilung (größtenteils) sparen kann.
Dafür bekommt S5 eine Provision, einen gewissen Prozentsatz der Werbeeinnahmen. Wie hoch die ist und auf was eine Provision anfällt, kann man aber nicht sagen. Der Vertrag läuft noch bis 2020.

Unglücklich ist der Vertrag m.E. deshalb, da zur Zeit des Abschlusses (2008?) noch nicht zu erahnen war, dass die Werbeeinahmen so stark steigen. Sonst hätte man sich darauf wahrscheinlich nicht eingelassen, sondern die Vermarktung selbst in die Hand genommen.

Anders herum kann man aber natürlich auch sagen, dass es ohne die 50 Millionen garnicht zu dieser Erfolgsgeschichte gekommen wäre...

•     •     •

Wer den Fußball liebt, hasst RB Leipzig.
BVB - Finanzen |#53
18.11.2014 - 12:10 Uhr
Zitat von overthetop
Zitat von Sascha191083
Nach den Bayern gibt es eigentlich nur noch den BVB, der als echtes Top-Team in Deutschland gelten kann. Mit 73 Millionen Euro zahlen die Borussen nun fünf Millionen mehr an Gehältern als noch in der abgelaufenen Spielzeit. Dennoch geht es im Gehaltsranking einen Platz nach unten, denn viele neureiche Klubs haben kräftig zugelegt...



1. FC Bayern München: 160 Mio. (+ 20 Mio.)
2. FC Schalke 04: 78 Mio. (- 2 Mio.)
3. VFL Wolfsburg: 75 Mio. (+ 25 Mio.)
4. Borussia Dortmund: 73 Mio. (+ 5 Mio.)
5. Bayer 04 Leverkusen: 55 Mio. (+ 7 Mio.)

Die Wolfsburger ugly
Ich hoffe doch inständig, dass sie aber so richtig auf die Schnauze fliegen.


Und bei den zahlen wundern sich die Menschen noch, warum die Spieler bei einem guten Angebot den Verein auf direktem Wege verlassen.

Das passiert wenn man, in Relation zum Umsatz, versucht die Spieler beim Gehalt klein zu halten. Und das ist nicht nur in der Bundesliga der Fall, es gibt auf der Welt nicht einen Verein, mit ähnlichem Umsatz, der weniger bezahlt als der BVB. Wenn man sich mit so etwas schmücken möchte bitte, dann sollte man jedoch auch aufhören so zu tun, als hätte man eine Chance Top Spieler zu halten und sie doch bitte ohne viel Aufsehen verkaufen. Und ja ich kenne die Geschichte von Hummels, Ausnahmen bestätigen die Regel.

Und wer glaubt wir holen auf, der wird auch sehr schnell merken, dass der Abstand eher größer wird, sowohl beim Umsatz als auch beim Gehaltsetat. Prozentual sieht das alles noch relativ gut aus, die absoluten Zahlen zeigen jedoch in eine andere Richtung.
Wir wachsen, jedoch langsamer als die Top Clubs.


Lewandowski wurde ein Top Angebot gemacht, er verdient aber bei den Bayern inklusive Handgeld 15 Mio jährlich.

http://www.focus.de/sport/fussball/bundesliga1/15-millionen-euro-jaehrlich-bayern-lockt-robert-lewandowski-mit-rekord-gehalt_aid_973669.html

Natürlich will man da nicht mithalten und das ist auch gut so.

Reus wurde laut Süddeutscher Zeitung vom 6.11.2014 ein Angebot von 9 Mio jährlich gemacht, plus Handgeld in ähnlicher Höhe. Dieses Angebot ist absolut top, wenn andere Vereine mehr zahlen können, würde man eben nicht in einen komplett unsinniges Wettbieten eintreten, eben weil man nicht 500 Mio Umsatz hat.

http://bvbaktie.blogspot.de/2014/11/marco-reus.html

Ansonsten ist es ja wohl nicht die Schuld von Borussia Dortmund, daß gerade keine weiteren Vertragsverlängerungen anstehen, wieso sollte man da schneller wachsen? Macht keinen Sinn.

Bayern München hat ganz allein ein Wettrüsten mit Dortmund angefangen, ohne daß Dortmund wirklich mitgemacht hätte. Das hat dann die bizarre Folge, daß man nicht bereit war Toni Kroos 8 Mio jährlich zu zahlen, eben weil man beim Wachstum auf die Bremse treten wollte. Das geht aber nicht. Es war für Kroos absolut nicht einsehbar, warum er als Stammspieler deutlich weniger verdienen solle, als die Stars auf der Bank. Nun kam Alonso, 10 Mio Gehalt plus 5 Mio jährliche Abschreibungen. Finde ich bei dem Altersunterschied suboptimal, aber wenn sie es sich leisten können, kann das den Dortmunder auch herzlich egal sein. Reus solle bei den Bayern angeblich 12 Mio jährlich verdienen, plus Handgeld, so viel dazu.

Diesen Wahnsinn kann und will Dortmund nicht mitmachen und das ist gut so. Hatten wir alles schon mal, mit dem bekannten Ende. Derzeit macht es Schalke vor, wie man es nicht machen sollte:

207 Mio Umsatz, 0,5 Mio Gewinn (Vorjahr 8,9 Mio Verlust)

Klingt gar nicht gut. Wenn man sich weiter damit befasst, wird es immer furchtbarer.

Schulden stiegen auf 178 Millionen, Mittelstandanleihe kostet 6,75 Zinsen.

Zum Vergleich Dortmund ist nach Definition von Watzke und Treß schuldenfrei und spart dadurch jährlich 5-6 Mio Schuldzinsen.

http://www.sueddeutsche.de/sport/kapitalerhoehung-bei-borussia-dortmund-ein-bisschen-fc-bayern-1.2098165-2

Ist auch ein ziemlicher Unterschied, ob man Geld durch eine Mittelstandsanleihe erhält, wofür man nicht nur Zinsen zahlen muss, sondern dieses Geld am langen Ende auch zurückzahlen muss.

Ich zitiere:

"Der Schalke-Konzern (inklusive der Veltins-Arena) weist ein negatives Eigenkapital von 75,7 Millionen Euro aus. Damit haben schon gewieftere Finanzmanager als die Schalke-Oberen den Gang zum Insolvenzgericht antreten müssen. "

http://www.finance-magazin.de/meinungen/dritte-halbzeit/schalke-stille-reserven-und-bankrotte-italiener/

Zum Vergleich: Bei den Dortmundern stieg das Eigenkapital von 142,17 Mio. auf 287,42 Mio. Euro.

http://bvbaktie.blogspot.de/2014/11/die-analysten.html

Wenn das Handelsblatt nun schreibt, Schalke würde mehr Personalkosten haben als Dortmund, dies bei mehr als 60 Mio weniger Umsatz, schwant einem Übles. Denn Tönnies wird wie folgt zitiert:

„Um nachhaltig dabeizubleiben, werden wir unsere Personalkosten sogar noch erhöhen müssen.“

http://www.transfermarkt.de/schalke-boss-tonnies-bdquo-mussen-die-personalkosten-erhohen-ldquo-/view/news/179048

Das ist bei deren extrem schlechter Personalkosten Quote richtig übel. Bei sportlichem Mißerfolg müsste Schalke seine besten Spieler verkaufen, um einer Insolvenz zu entgehen. Einfach so mal 10-20 Mio nachschiessen reicht dann nicht mehr. Nur deswegen sind die Zinsen für die Anleihe mit 6,75% so hoch. Diese Anleihe wird mit nahe Ramsch bewertet, es droht also ggf. ein Zahlungsausfall, folglich sind die Zinsen richtig hoch.

Bei den Dortmundern sieht es bei sportlichem Mißerfolg so aus: Man würde auch ohne Champions League nächstes Jahr schwarze Zahlen schreiben.

http://bvbaktie.blogspot.de/2014/11/watzke-zu-einer-saison-ohne-champions.html

Apropos Zinsen. Manchester United zahlt für eine 500 Mio Anleihe 9% Zinsen:

http://bvbaktie.blogspot.de/2014/11/manchester-united.html
BVB - Finanzen |#54
18.11.2014 - 13:47 Uhr
Ich kann es nicht mehr hören. Man wäre nicht in der Lage fabelhafte Gehälter zu zahlen.

Wenn Reus pro Jahr 9 Mio von Dortmund angeboten bekam, plus 9 Mio Handgeld, macht das in 3 Jahren 36 Mio. Das ist eine fabelhafte Gage. Punkt, fertig aus. In Deutschland kann nur Bayern mehr zahlen. Punkt.

Die Werksklubs bekommen das Geld in den Hintern geschoben? Leverkusen hat seinen Transferetat für die nächsten 3 Jahre bereits verbraucht, zu Wolfsburg hat sich Allofs klar geäußert, es wurde ein Stürmer vom Flohmarkt gekauft, weil sich Wolfsburg nach krassen Ausgaben nicht auch noch einen Lukaku leisten könne. Zu Hoffenheim braucht man sich eh nicht zu äußern, niemals würden die europäische Top Superstars kaufen können, selbst wenn sie es könnten, würde keiner von denen da hingehen.

Wenn irgendein Spieler Dortmund verlässt, dann zu den Bayern oder aber ins Ausland, eine andere Möglichkeit gibt es nicht. Außer natürlich der Spieler ist zu schlecht für Dortmund.

Das ist nach der Fast Insolvenz extrem fantastisch und war so für niemanden, auch die glühendsten Optimisten erkennbar. Und das alles vor dem Hintergrund, daß das finanzielle Gebaren von Dortmund eben nicht waghalsig oder riskant ist, sondern europaweit ziemlich einzigartig. Dortmund würde für Reus in drei Jahren 36 Mio zahlen, aber dennoch eine Dividende zahlen, als einziges Fussballunternehmen in Europa, zumindest in dieser Größenordnung, was die Rendite betrifft? Gibt es sowas? Hallo? Da ist kein Scheich, kein Werksclub, kein Mäzen, Gönner oder sonstwas im Hintergrund?

Wenn andere Vereine mehr zahlen, dann nicht weil Dortmund nicht genauso viel zahlen könnte, sondern weil Dortmund dies nicht will und das ist auch gut so.

Die sportlichen Leistungen sind nach dem Meisterjahr 2011 ohne Sahin besser geworden, und nach 2012? Hm, lasst mich nachdenken.

Lewandowski befand sich in seinem zweiten Jahr bei Dortmund und hatte in 521 Minuten ein einziges Tor in der Champions League geschossen.

Egal. Wer glaubt, daß sich Dortmund ohne Reus sportlich auf Talfahrt befinden würde, sollte sich da mal nicht so sicher sein. Die derzeitige sportliche Misere in der Bundesliga hat nur sehr wenig mit Reus zu tun, er ist ein sehr wichtiger Spieler von insgesamt 11 Spielern, die eben ALLE wichtig sind.

Irgendwann verlässt auch mal ein Dortmunder Spieler ohne Ausstiegsklausel den Verein. Die kolportierten 59 Millionen für Hummels sind ein erster zarter Hinweis darauf, was passieren könnte und irgendwann auch mal passiert. Aber Hummels ginge nicht, weil er woanders mehr Geld bekommen würde, das ist eben nur ein Teilaspekt.

Egal was passiert, ich bin bei Borussia Dortmund sehr zuversichtlich. Die Verantwortlichen machen wirklich einen Sahne Job, kann man nicht anders sagen.
BVB - Finanzen |#55
29.01.2015 - 11:40 Uhr
Zitat von wombatzmampf
Zitat von iec
@wombatzmampf: Nein, konkreter wurde es nicht.


Ah, ok. Danke.

Zitat von Youth_Spotter
Diese 20 Millionen werden durch die Umgestaltung des Caterings, die verbesserte Auslandsvermarktung inklusive Verbesserung in der 5JW, die geplante Asientour sowie nochmals verbesserte Sponsoringverträge mehr als egalisiert. Unter dem Strich dürfte netto sogar mehr übrig bleiben als diese Saison.
Nicht mit inbegriffen sind etwaige, durchaus gewünschte, Gehaltsteigerungen bei unseren Wackelkandidaten Reus und Gündogan. Wirtschaftlich ist der Verein also unfassbar gesund.


Der Verein ist wirtschaftlich nach wie vor top aufgestellt, ja.

Aber zum Verpassen der direkten Einnahmen der CL für nächste Saison kommen eben auch noch ein Abrutschen in der 5 Jahreswertung -> weniger Geld aus der Auslandsvermarktung der Bundesliga, und weniger Geld aus der Inlandsvermarktung durch einen relativ schwachen Tabellenplatz hinzu, mit Auswirkungen für die nächsten Jahre. Sowie natürlich erstmal geringere Sponsorengelder eben durch das Verpassen der CL (bzw. internationlem Geschäft). Inwiefern das durch die neuen Verträge aufgefangen wird und ob Watzke das in seiner recht groben Schätzung schon inkludiert hat, weiß ich natürlich nicht.

Es bleibt halt ärgerlich, aber in finanzielle Schwierigkeiten kommt der BVB deshalb nicht.


Unterschreib ich sofort. Natürlich ist die Teilnahme an der Champions League mittelfristig essentiell, um nachhaltiges Wachstum zu generieren. Der BVB kann diese eine Saison ohne CL - ganz im Gegensatz zu unserem blauen Nachbarn - allerdings kurzfristig locker ausgleichen. Natürlich ergeben sich daraus langfristig nicht zu vernachlässigende Einbußen vor allem an internationalem Renommee und darausfolgend auch geringere Einnahmen aus Merchandising und Sponsoring, das steht außer Frage. Außer Frage steht allerdings auch, dass der Verein mittlerweile so gefestigt ist, dass man ein Jahr ohne Champions League - die im Hinblick auf die 5JW sehr interessante Europa League Qualifikation schreibe ich noch nicht ab - schadlos übersteht. Ich musste zuletzt zu oft lesen, dass der BVB aufgrund der sportlichen Krise den Gürtel wird enger schnallen müssen, das ist absolut nicht der Fall.

Zur Veranschaulichung hier nochmal die schon jetzt feststehenden Wachstumsfelder des BVB für die kommende Saison.

- das Catering wird ab 15/16 aller Voraussicht nach selbst betrieben, Watzke sprach vorsichtig von einem Umsatzplus von 10-15 Millionen, woraus ein Gewinn von um die 5-6 Millionen entsteht.
- Entfall von Zins und Tilgung: ich schätze konservativ, dass man dadurch jährlich um die 10 Millionen Euro mehr zur Verfügung hat. Genaueres können sicherlich halbgott und katjuscha sagen.
- Auslandsvermarktung: sicheres Umsatzplus (reiner Gewinn) von mindestens 12 Millionen Euro. Sollte man Juventus bezwingen, könnte es sogar auf 13 Millionen hinaus laufen.
- Watzke nennt bei der JHV nochmals deutlich verbesserte Sponsoringverträge für die kommende Saison. Dort sollten die Einnahmen in gleichem Umfang wie bei der Auslandsvermarktung steigen. Ich kalkuliere mit 12 Millionen denen natürlich keinerlei Kosten gegenüber stehen.
- es wird eine Asientour mit mindestens 2 Freundschaftsspielen geben. Der Vertrag für das erste Freundschaftsspiel wurde vor 2-3 Wochen unterzeichnet, Watzke schien sehr zufrieden. Ich schätze hier mit einem Umsatzplus von 2 Millionen, davon Gewinn konservative 1,2 Millionen.

Macht ein Umsatzplus von 36 bis 42 Millionen, wovon 30-33 Millionen direkt als Gewinn hängen bleiben. Inklusive konservativ geschätzten 10 Millionen Ersparnis aus Zins und Tilgung ergibt ein Umsatzplus von 36-42 Millionen bei 40-43 Millionen Gewinn.

Natürlich muss man davon die CL-Mindereinnahmen abziehen. Allerdings sind diese hoffentlich nur einmalig, während die oben erwähnten Einnahmen langfristig bleiben und immer weiter gesteigert werden.

•     •     •

In Tuchel we trust

+++ PRO GÖTZE +++

Dieser Beitrag wurde zuletzt von Youth_Spotter am 29.01.2015 um 11:42 Uhr bearbeitet
BVB - Finanzen |#56
28.02.2015 - 20:44 Uhr
Zitat von CorvusCorax
Falscher Thread? Weiß ich nicht.


Natürlich ist es der falsche Thread. Ob Du nun Kagawa gut oder nicht gut findest, kannst Du entweder im Kagawa Thread oder im Kader Thread diskutieren, dasgleiche gilt für jeden anderen Spieler.

Kagawa steht am Ende der Saison mit 6 Mio in der Bilanz, Miki steht am Ende der Saison mit 13,75 Mio in der Bilanz.

Niemand, der sich mit Transferpreisen einigermaßen auskennt, würde ernsthaft annehmen, daß diese Spieler weniger wert seien und für weniger verkauft werden würden.

Daraus folgt, falls Kagawa oder Miki verkauft werden würden, ist jeder einzelne Euro über den oben genannten Summen REINGEWINN, dieser würde sich enorm steigern, wenn man ein Jahr später verkaufen würde.

Bis dahin haben wir natürlich noch andere Dinge, die wir berücksichtigen müssen:

Sportlicher Erfolg, der maßgeblich zur wirtschaftlichen Ertragskraft beiträgt zum Beispiel.

Für den Fall, daß man in der nächsten Saison nicht international spielt, würde man einen Gewinn machen. So wird es von den Verantwortlichen dargestellt und dem kann ich bedingungslos folgen. Dazu braucht man sich nur die Geschäftszahlen anschauen. Gab es schon mal eine Personalaufwandsquote deutlich unter 40% bei Ex-Transfer Umsätzen??

Der Gewinn war im ersten Halbjahr 37% über den Schätzungen von BVB Analyst Marcus Silbe von Seydler. Das ist mal eine richtig fette Hausnummer. Bei den Analysten von Hauck & Aufhäuser ist es noch krasser, man hat schon jetzt 37% MEHR GEWINN ALS VON DENEN FÜR DAS GESAMTE JAHR GESCHÄTZT!!!!
Sieht also so aus, daß der wirtschaftliche Erfolg durch den sportlichen Misserfolg sogar gestiegen ist.

Sportlicher Erfolg würde in diesem Fall also lediglich der Nicht Abstieg bedeuten. Das gefällt keinem einzigen Fan, hier geht es aber nicht um Fans sondern um Finanzen.

Danach ginge die Geschichte natürlich weiter, bei nur Zweifachbelastung hätte dieser Kader extrem gute Chance, das Auftreten in der Champions League war exzellent, in der Bundesliga hat es erheblich gehapert, weil man mit der Dreifachbelastung, die sich durch die WM zur Vierfachbelastung ausgeweitet hatte, nicht klar kam. Also so wie in jedem der letzten 5 Jahre, da gäbe es NICHTS neues zu vermelden,

Es würde aber kein einziger Experte ernsthaft bezweifeln, daß Dortmund in der nächsten Saison zum engen Favoritenkreis für die Top 6 zählen würde. Folglich kannst Du Dir folgendes sehr leicht ausrechnen:

Nächste Saison keine internationale Beteiligung: Gewinn im Geschäftsjahr
Übernächste Saison eventuell nur Euro League bei gleichem sehr billigen Kader: Gewinn
Überübernächste Saison: bedingt durch den neuen TV Vertrag bei wahrscheinlich anderer TV Verteilung und die neue Auslandsvermarktung hätte man da schon klar über 320 Millionen Umsatz und wäre ohne internationale Beteiligung immer noch profitabel, es sei denn man ändert irgendwas wesentliches an der Personalaufwandsquote. Danach sieht es aber nicht aus und zwar gar nicht.

Natürlich könnte es sportlich auch besser laufen als oben skizziert, hier im Finanzthread geht es aber einzig um die Finanzen rolleyes

So wie der Kader bilanziert ist: Über 90% der Spieler würden nur mit fettem Gewinn verkauft werden können. Hummels steht mit 0 Euro in der Bilanz. Man muss aber gar nicht verkaufen, noch nicht mal bei sportlichem Misserfolg, weil man auch da profitabel wäre. Das ist das einzige was zählt.

So wie der Kader sich über die Spielzeiten finanziert, also jährliche Abschreibungen plus jährliche Gage gibt es jedes Jahr einen Gewinn.

Zitat von CorvusCorax

Also, alles in allem: Wenn man sich anhand dieser Zahlen mal wirklich klar macht, welche UNSUMMEN wir in diesem Kader versenkt haben und wie unglaublich schlecht das Ergebnis ist, dass könnte ich in keinem sonstigen Unternehmen akzeptieren, dass das Management weitermachen darf. Und ich frage mich, ob ich bei meinem Fußballverein toll finden muss, was ich überall sonst unerträglich fände.


Eine richtig unverschämte Polemik, würde ich sagen. Hast Du Dir jemals die Bilanzen von irgendeinem Fussballklub angeschaut? HSV, Hertha, Bremen, Hoffenheim oder wer auch immer? Oder gar As Roma oder Manchester United? Weisst Du wirklich was du da redest??? Oder willst Du hier nur sinnlos polemisieren?

Borussia Dortmund wird im laufenden Geschäftsjahr erneut einen erklecklichen Gewinn machen, daran wird sich in der nächsten Spielzeit nichts ändern können, selbst wenn man das Gehalt von Gündogan verdoppeln würde. Man hat

2010/11 einen Gewinn gemacht
2011/12 einen Gewinn gemacht
2012/13 einen Gewinn gemacht
2013/14 einen Gewinn gemacht

und wird 2014/15 einen Gewinn machen
und 2015/16 ebenso.

Von was für sonstigen Unternehmen redest Du?

Rechne mir hier ganz konkret vor, was Dir wirtschaftlich nicht passt, den sportlichen Kram diskutierst Du in den entsprechenden Threads und nicht hier.

Bilanz von Werder Bremen der letzten 4 Jahre und der zukünftigen 2 Jahre

Dazu weitere 10 Bundesligisten.

Kannst du nur grob überfliegen, dauert höchsten 10 Minuten.

Beispiel: Der große HSV

- Macht jedes Jahr einen Verlust, so auch dieses Jahr
- Hat eine Personalaufwandsquote von 50%
- zahlreiche Spielerverträge laufen aus, da kann man noch nicht mal einen van der Vaart für ein Appel und Ei verkaufen, die reinste Vollkatastrophe
- Hauptsponsor würde den Verein sofort verlassen, wenn man absteigt
- Schulden liegen trotz Einstiegs von Investor Kühne bei 100 Mio
- jährlicher Umsatz? Wert der Marke HSV? Sieht nicht wirklich gut aus...

Bilanzen und Geschäftsberichte brauchst du nicht weiter zu lesen, das wars, reicht jede halbseidene Betrachtung.

Werder Bremen, ach nö komm lassen wir das, ich gebe Dir eine Quelle, die überfliegst Du kurz und dann wäre alles geklärt:

The Wallstreet Journal, 7.11.2014
Borussia Dortmund ohne Champions League - geht das finanziell?
http://www.wsj.de/nachrichten/SB11186790908283423711204580262131307844958

Ich zitiere:

"Werder Bremen als negatives Vobild für den BVB?

Der einstige Top-Klub Werder Bremen musste diese Erfahrung machen. Bis zur Saison 2010/11 spielte Werder regelmäßig Königsklasse. Als die Qualifikation verpasst wurde, rutschte die Bilanz im Geschäftsjahr darauf ins Minus.
...
Droht Dortmund im kommenden Jahr ein ähnliches Schicksal?
...
Müssen die Dortmunder also die Personalkosten über Spielerverkäufe senken, um ein mögliches Champions-League-Loch zu stopfen? Könnte der Klub am Ende gezwungen sein, den derzeit heiß umworbenen Star Marco Reus abzugeben?
Auf keinen Fall - so die Antwort der Klubführung.



Treß: „Wir würden in diesem Fall übrigens gleichwohl für 2015/16 keinen Verlust ausweisen“

Oder Bayern München: Wie hoch war dort in den letzten 4 Jahren der Gewinn und in welchem Verhältnis steht er zum Umsatz? Wie hoch ist dort regelmäßig die Dividendenrendite und wieviel vom Gewinn musste dafür ausgeschüttet werden?

Mal weiter geschaut, wie hoch ist die Personalaufwandsquote bei italienischen Fussballvereinen? Macht da irgendjemand Gewinne oder hat gemacht? Zahlt irgendein börsennotierter Verein in Europa auch nur ansatzweise eine Dividende mit einer Dividendenrendite von 2,64%?

Englische Fussballvereine? Wieviel Schulden hat Manchester United? Was sagten und sagen die Fans zu den Börsengängen und den Eignern? Einfach kurz googeln, das Ergebnis hast Du in 2-3 Minuten, weitere Recherchen sind nicht notwendig.

Englische Fussballvereine bekommen EXTREM viel Geld, TV Gelder, TV Auslandsvermarktung, Sponsoren und dann, weil das alles noch nicht reicht, ein paar Scheichs und russische Milliardäre. Unsinnige Transfers gab es da auch, ja oder nein?

Wie hat sich Manchester City in der gleichen Gruppe wie Dortmund geschlagen, oder Arsenal London? Was machen die mit dem ganzen Geld, verbrennen sie es direkt oder haben sie irrsinnigen sportlichen Erfolg oder machen sie irrsinnige Gewinne weil sie so klug wirtschaften oder keins von beiden?

Dann zu den Börsengängen von Borussia Dortmund:

Kein einziger Verein in Deutschland hat einen Börsengang gewagt. warum eigentlich? Weil Niebaum/Meier rein wirtschaftlich total versagt haben und das alle Nachfolger zwangsläufig auch tun würden??? Wieso denn????

Wieviel Geld haben denn deutsche Vereine durch Investoren bekommen? Hertha? HSV? Bayern?

Dortmund hat durch alle Börsengänge insgesamt über 500 Millionen eingenommen. Ausgeschüttet wurden wieviele Mio durch Dividenden? Ach lassen wir das...

Schalke zahlt für eine Anleihe sagenhafte 6,75% Zinsen. Die Zinsen sind in einer extrem zinsniedrigen Phase nur deswegen so wahnsinnig hoch, weil Schalke von Bewertungsagenturen auf fast Ramtschniveau eingestuft wurde. Natürlich hat Schalke sofort einen stattlichen Verlust, wenn sie die Champions League verpassen....

Personalaufwandsquote bei den Schalkern, schau dir das mal an, sieht leider nicht gut aus.

So sieht es bei den Dortmundern aus:

http://bvbaktie.blogspot.de/2015/02/personalkosten.html

Schlusswort:

Ich finde es einfach zum kotzen, wenn hier ständig und immer wieder angebliche Fans von Borussia Dortmund in unsäglichen Polemiken gegen die besten Bilanzen eines Fussballvereins in Europa (das meine ich so!) polemisieren, entweder weil sie sich nur unzureichend mit den bloßen Fakten beschäftigt haben oder aber um ganz bewusst die Sache schlecht zu reden.
BVB - Finanzen |#57
24.04.2015 - 23:37 Uhr
Oft wird über watzke sehr voreilig hergezogen. Man muss mal eine lanze brechen.

Diese ausfallversicherung ist ein richtig cleverer schachzug gewesen. sowie auch in sachen trainerwechsel, von der klopp kündigung bis hin zur tuchelpersonalie alles perfekt und ohne die öffentlichkeit abgewickelt wurde. Das ist verdammt professionell...

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HR 25/26: I1I3I3I3I3I1I0I3I3I1I1I3I3I1I3I1I3I = 36 P
RR 25/26: I3I3I3I3I3I1I0I3I3I3I3I0I0I3I0I3I3I = 37 P
BVB - Finanzen |#58
25.04.2015 - 00:26 Uhr
Zitat von TheKillingJoke
Oft wird über watzke sehr voreilig hergezogen. Man muss mal eine lanze brechen.
Diese ausfallversicherung ist ein richtig cleverer schachzug gewesen. sowie auch in sachen trainerwechsel, von der klopp kündigung bis hin zur tuchelpersonalie alles perfekt und ohne die öffentlichkeit abgewickelt wurde. Das ist verdammt professionell...


Erstaunlicherweise hat Watzke auch mit den strategischen Sponsorendeals und den damit verknüpften Kapitalerhöhungen einen ziemlich guten Zeitpunkt erwischt.

Auch wenn die Nachfolgeregelung, hier vor allem was die Abfederung der negativen Stimmungslage durch Klopps Rücktritt anbetrifft, bestmöglich ausgefallen ist, wäre es derzeit ungleich schwerer, die strategischen Partner ins Boot zu holen, immerhin ist der allseits beliebte und geschätzte Klopp nicht mehr Steuermann. Man kann ja von Watzkes sportlicher Kompetenz oder seiner öffentlichen Darstellung halten, was man will, ich finde ja auch, dass er sich hin und wieder besser nicht zu Wort melden sollte, aber was der Mann die letzten Jahre im finanziellen Sektor für uns geleistet hat, ist kaum in Worte zu fassen. Ich meine, wenn man sieht, wo wir herkommen und gleichzeitig unseren jetzigen Finanzstatus betrachtet, dann sollte man schon den Luxus unserer derzeitigen Situation erkennen, in der wir auch mal das Verpassen der CL verkraften können, ohne in Nöte zu geraten.

Natürlich trägt auch die zuletzt bekanntgewordene Ausfallversicherung dazu bei, aber das ist ja kein Kritikpunkt, sondern ebenfalls eine lobend zu erwähnende Maßnahme. Man darf nie vergessen, wie wichtig es für den dauerhaften Erfolg eines Vereins ist, dessen sportliche Ambitionen in den Himmel wachsen, dass die Finanzen sich im Gleichschritt dazu bewegen. Dafür hat Watzke gesorgt und dafür gebührt ihm auch Dank.

Wir verlieren durch diese Saison nicht nur an Attraktivität aufgrund der verpassten CL-Teilnahme, nein, wir verlieren auch noch unseren Hauptverantwortlichen für den sportlichen Erfolg der letzten Jahre und sind trotzdem in der komfortablen Lage, den begehrtesten aller realistisch verfügbaren Trainer als Klopp-Nachfolger für unseren BVB zu verpflichten.

Deswegen, bitte nicht vergessen, dass die Finanzen das Fundament bilden, auf dem langfristig sportliche Erfolge erbaut werden. Ohne diese Mittel und die daraus resultierende Perspektive, kurzfristig, also höchstwahrscheinlich schon in der kommenden Spielzeit, wieder ganz vorne mitzumischen, dürften wir uns nun bestimmt nicht auf Tuchel und einen neu ausgerichteten Kader freuen, der qualitativ sicher direkt hinter dem der Bayern folgen dürfte.

•     •     •

09:

"One more time
You at the foot of the master
I'm faster, but I'm gonna take
My time..."

Oh Captain, mein Captain... † 17.12.2010

Dieser Beitrag wurde zuletzt von Squizzo am 25.04.2015 um 00:30 Uhr bearbeitet
BVB - Finanzen |#59
30.04.2015 - 00:58 Uhr
Zitat von PaneM_et_CircenseS
Zitat von wombatzmampf
Zitat von PaneM_et_CircenseS
Ich verstehe nicht so ganz, warum Watzke für die "CL-Versicherung" derart gefeiert wird - laut Medienberichten haben wir 3mal die Prämie i.H.v. 10 Mio. € bezahlt und erhalten nun 20 Mio. € - inwiefern soll das ein brauchbares Geschäft gewesen sein?



Bitte eine Quelle für die Behauptung, dass man 3 * 10 Mio Prämie gezahlt hat und nun eine Summe von 20 Mio erhält. Das wäre eine Quote von 50% der Versicherungssumme...


Du hast Recht, es war von knapp 7 Mio. € die Rede - dennoch hätte man 21 Mio. € bezahlt, um nun 20 Mio. € zu erhalten


Es gibt keine belastbaren Zahlen. Das kann man dann auch einfach mal akzeptieren.

Unabhängig davon solltest du als Versicherungskundiger wissen, dass eine Verteilung der finanziellen Belastung auf mehrere Jahre Sinn macht, auch ohne dass am Ende ein + vor der Milchmädchenrechnung steht...
BVB - Finanzen |#60
23.05.2015 - 08:59 Uhr
Zitat von FlamingMoe09
"Festgeldkonto im 8-stelligen Millionenbereich" laut Watzke im neuesten Bild-Interview. Sehr interessant.
Ich will jetzt keinem zu nahe treten, aber haben hier nicht einige die immer wieder auf die Bilanz und die Zahlen verweisen haben gesagt, man hätte kein Festgeldkonto bzw. meinten glaube ich einige, selbst wenn es das gibt, sei es sehr sehr gering? Finde ich eigentlich immer wieder witzig und eigentlich auch sehr pfiffig von Watzke, wie er unsere Finanzen im Griff hat und immer wieder Überraschungen passieren (Stichwort Champions League Versicherung).
Dieses konservative Handeln ist aller erste Sahne.
Schließlich werden ja trotzdem, wie letzten Sommer zu sehen, mal eben fast 60 Mio ausgebeben, wenn es der sportlichen Situation helfen soll. Also genau die richtige Balance zwischen Risiko/Investitionen und hanseatischem Kaufmanns-Bewusstsein.
Auch vor letzter Saison meinten viele, dass man laut Bilanz etc. sicher nur 25-30 Mio ausgibt. Am Ende wurde es das doppelte. Wieder überraschte Aki alle.



Ich finde es, gelinde gesagt, eine Frechheit wie du hier versuchst mit Hohn und Spott diejenigen zu diskreditieren, die nachweislich recht hatten. Und dass auch nur, weil du viele Dinge vermischst, falsch einordnest und das System der externen Berichterstattung scheinbar nicht nachvollziehen kannst.

Ich arbeite das aber gerne für dich mal chronologisch auf. Letzte Saison gab es User, unter anderem auch mich, die nach dem Q3 Bericht sagten, Spielerkäufe sind im Rahmen von 20-30 Mio. möglich, ohne dafür Kapital aufnehmen zu müssen oder Spieler zu verkaufen. Zu diesem Zeitpunkt betrug unser 'Festgeldkonto' gerade einmal 2,3 Mio.

Dann führte der BVB die erste Kapitalerhöhung durch, kaufte Spieler für 60 Mio. und Treß gab in einem Interview an, dass beispielsweise der Ginter Transfer mit Hilfe der Rücklagen aus der KE möglich gewesen wären. Folglich ein klarer Beweis, dass die Finanzierungskraft ohne KE für die gesamten Transfers gar nicht möglich gewesen sind.

Es folgte der zweite Teil der KE und die komplette Rückzahlung der finanziellen Verbindlichkeiten. Mittlerweile ist der neue Q3 bericht publiziert und dort findet man das 'Festgeldkonto' mit 45,3 Mio ausgewiesen.

Nun sagt Watzke, schockschwere Not, dass wir ein Festgeldkonto im mittleren achtstelligen Millionenbereicht hätten?oops Das deckt sich ja irgendwie vollends mit dem, was man aus den Geschäftsberichten herauslesen kann.

Insofern muss ich das ganze jetzt mal damit abschließen, dass sich diese ganzen Punkte genau damit deckten, was hier stets gesagt wurde. Und überrascht hat Watzke jetzt auch nicht, weil es durch Vorschriften bei der Bilanzierung gar nicht geht. Man kann zwar immer etwas kosmetisch dran abeiten, aber so etwas hat keine signifikante Veränderung in der Bilanz zu Folge.

Finde es aber gut, dass man hier langsam einem Konsens hinsichtlich des Festgeldkontos finden kann. zwinker
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