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BVB - Finanzen

28.01.2014 - 10:06 Uhr
BVB - Finanzen |#2211
21.08.2014 - 16:51 Uhr
Zitat von bibajunge1909
Zitat von Laomo
Zitat von MickFfm
Zitat von Laomo
Zitat von Leandro
Zitat von bibajunge1909

Es sind 114 Millionen Euronen! Die wie ich finde definitiv zu wenig sind, wenn man bedenkt was man bei Bayern zahlt um einzusteigen!




Auch dieser Einzeiler ändert nichts daran, dass die Situationen bzgl. der Kapitalstruktur von Bayern und BVB nicht unterschiedlicher sein könnten:


  1. Bayern ist eine AG, deren Aktien Stimmrechte enthalten. Die AG ist aber nicht an einer Börse gelistet.

  2. Der BVB ist eine KGaA, der Aktien stimmrechtslos sind und an der Börse gehandelt werden.

Daraus ergeben sich folgende Implikationen für Investoren:


  1. Die Bayern können den Wert ihrer Anteile "frei" festlegen (natürlich geschieht dies auch irgendwo nach Angebot und Nachfrage aber es gibt keinen Kurs, zu dem Aktien öffentlich gehandelt werden). Investoren zahlen für die Anteile auch mehr, weil sie ein Mitbestimmungsrecht durch die Aktien erhalten. Darüberhinaus erhalten die Partner auch einen Sitz im Aufsichtsrat.

  2. Der Aktienkurs des BVB wird öffentlich gehandelt. Dieser Kurs bestimmt über den Erlös bei der Ausgabe neuer Aktien. Da kannst du nichts (bzw. relativ wenig, nämlich nur den Abschlag ggü. dem letzten aktuellen Tageskurs) verhandeln und die Höhe des Investments ergibt sich ausschließlich über die Anzahl der ausgegebenen Aktien, da der Aktienkurs fix ist. Dafür haben Investoren aber bei uns keinerlei Mitbestimmungsrecht noch bekommen sie irgendwelche Posten.

Wenn man zusätzlich noch beachtet, dass der FCB von seiner ganzen Struktur her dem BVB immer noch meilenweit voraus ist, dann sind solche Unterschiede in den Summen völlig klar.



Vielen Dank für Deine Einschätzung. Bedeutet das auch, dass die Bayern die Anteilsmenge nicht erhöhren können ? Bei 50+1 müsste es doch so sein, dass die Bayern max. 49 % ihre Anteile veräußern können. Sind diese 49% immer gleich oder können sie auch wie wir die Menge an Aktien neu bestimmen, wenn die Aktionäre damit einverstanden sind? Oder anders gefragt, haben die Bayern nur noch 24 %, die sie veräußern können oder können sie die Menge erhöhen?



Von der Mitgliederversammlung ist nur ein Verkauf von max. 30 % der Anteile genehmigt. Die wird man aber wohl nicht veräußern (also die restlichen 5%), weil das Auswirkungen auf die Sperrminorität hätte. Ja und eine Kapitalerhöhung ist immer möglich und wurde praktisch mit dem Allianz Deal durchgezogen.



Besten Dank!



Ahh danke Leandro... sehr verständlich erklärt... Da fragt man sich warum der BvB einfach nicht den Bayernkurs fährt? Oder ist unsere Variante viel sicherer?



Die Variante ist insofern sicherer, weil man 100% verkaufen könnte und trotzdem hätten die Anteilseigner praktisch nichts zu sagen.


Aber davon ab kann man das jetzt eh nicht mehr ändern, bevor man die bayrische Variante nehmen könnte müsste man den BVB erstmal von der Börse nehmen, was sehr teuer werden würde.

BVB - Finanzen |#2212
21.08.2014 - 16:53 Uhr
Zitat von bibajunge1909
Zitat von Laomo
Zitat von MickFfm
Zitat von Laomo
Zitat von Leandro
Zitat von bibajunge1909

Es sind 114 Millionen Euronen! Die wie ich finde definitiv zu wenig sind, wenn man bedenkt was man bei Bayern zahlt um einzusteigen!




Auch dieser Einzeiler ändert nichts daran, dass die Situationen bzgl. der Kapitalstruktur von Bayern und BVB nicht unterschiedlicher sein könnten:


  1. Bayern ist eine AG, deren Aktien Stimmrechte enthalten. Die AG ist aber nicht an einer Börse gelistet.

  2. Der BVB ist eine KGaA, der Aktien stimmrechtslos sind und an der Börse gehandelt werden.

Daraus ergeben sich folgende Implikationen für Investoren:


  1. Die Bayern können den Wert ihrer Anteile "frei" festlegen (natürlich geschieht dies auch irgendwo nach Angebot und Nachfrage aber es gibt keinen Kurs, zu dem Aktien öffentlich gehandelt werden). Investoren zahlen für die Anteile auch mehr, weil sie ein Mitbestimmungsrecht durch die Aktien erhalten. Darüberhinaus erhalten die Partner auch einen Sitz im Aufsichtsrat.

  2. Der Aktienkurs des BVB wird öffentlich gehandelt. Dieser Kurs bestimmt über den Erlös bei der Ausgabe neuer Aktien. Da kannst du nichts (bzw. relativ wenig, nämlich nur den Abschlag ggü. dem letzten aktuellen Tageskurs) verhandeln und die Höhe des Investments ergibt sich ausschließlich über die Anzahl der ausgegebenen Aktien, da der Aktienkurs fix ist. Dafür haben Investoren aber bei uns keinerlei Mitbestimmungsrecht noch bekommen sie irgendwelche Posten.

Wenn man zusätzlich noch beachtet, dass der FCB von seiner ganzen Struktur her dem BVB immer noch meilenweit voraus ist, dann sind solche Unterschiede in den Summen völlig klar.



Vielen Dank für Deine Einschätzung. Bedeutet das auch, dass die Bayern die Anteilsmenge nicht erhöhren können ? Bei 50+1 müsste es doch so sein, dass die Bayern max. 49 % ihre Anteile veräußern können. Sind diese 49% immer gleich oder können sie auch wie wir die Menge an Aktien neu bestimmen, wenn die Aktionäre damit einverstanden sind? Oder anders gefragt, haben die Bayern nur noch 24 %, die sie veräußern können oder können sie die Menge erhöhen?



Von der Mitgliederversammlung ist nur ein Verkauf von max. 30 % der Anteile genehmigt. Die wird man aber wohl nicht veräußern (also die restlichen 5%), weil das Auswirkungen auf die Sperrminorität hätte. Ja und eine Kapitalerhöhung ist immer möglich und wurde praktisch mit dem Allianz Deal durchgezogen.



Besten Dank!



Ahh danke Leandro... sehr verständlich erklärt... Da fragt man sich warum der BvB einfach nicht den Bayernkurs fährt? Oder ist unsere Variante viel sicherer?



Die Entscheidung wurde ja mit dem Börsengang gefällt. Der auch viel Geld in die Kasse gespühlt hat, womit leider damals nicht der richtige Weg eingeschlagen wurde. Gibt auf Youtube ne gute DOKU in 3 teilen. (BVB Bis zu bitteren Neige)


Dieser Beitrag wurde zuletzt von XChris84X am 21.08.2014 um 17:23 Uhr bearbeitet
BVB - Finanzen |#2213
21.08.2014 - 16:59 Uhr
Zitat von XChris84X
Zitat von bibajunge1909
Zitat von Laomo
Zitat von MickFfm
Zitat von Laomo
Zitat von Leandro
Zitat von bibajunge1909

Es sind 114 Millionen Euronen! Die wie ich finde definitiv zu wenig sind, wenn man bedenkt was man bei Bayern zahlt um einzusteigen!




Auch dieser Einzeiler ändert nichts daran, dass die Situationen bzgl. der Kapitalstruktur von Bayern und BVB nicht unterschiedlicher sein könnten:


  1. Bayern ist eine AG, deren Aktien Stimmrechte enthalten. Die AG ist aber nicht an einer Börse gelistet.

  2. Der BVB ist eine KGaA, der Aktien stimmrechtslos sind und an der Börse gehandelt werden.

Daraus ergeben sich folgende Implikationen für Investoren:


  1. Die Bayern können den Wert ihrer Anteile "frei" festlegen (natürlich geschieht dies auch irgendwo nach Angebot und Nachfrage aber es gibt keinen Kurs, zu dem Aktien öffentlich gehandelt werden). Investoren zahlen für die Anteile auch mehr, weil sie ein Mitbestimmungsrecht durch die Aktien erhalten. Darüberhinaus erhalten die Partner auch einen Sitz im Aufsichtsrat.

  2. Der Aktienkurs des BVB wird öffentlich gehandelt. Dieser Kurs bestimmt über den Erlös bei der Ausgabe neuer Aktien. Da kannst du nichts (bzw. relativ wenig, nämlich nur den Abschlag ggü. dem letzten aktuellen Tageskurs) verhandeln und die Höhe des Investments ergibt sich ausschließlich über die Anzahl der ausgegebenen Aktien, da der Aktienkurs fix ist. Dafür haben Investoren aber bei uns keinerlei Mitbestimmungsrecht noch bekommen sie irgendwelche Posten.

Wenn man zusätzlich noch beachtet, dass der FCB von seiner ganzen Struktur her dem BVB immer noch meilenweit voraus ist, dann sind solche Unterschiede in den Summen völlig klar.



Vielen Dank für Deine Einschätzung. Bedeutet das auch, dass die Bayern die Anteilsmenge nicht erhöhren können ? Bei 50+1 müsste es doch so sein, dass die Bayern max. 49 % ihre Anteile veräußern können. Sind diese 49% immer gleich oder können sie auch wie wir die Menge an Aktien neu bestimmen, wenn die Aktionäre damit einverstanden sind? Oder anders gefragt, haben die Bayern nur noch 24 %, die sie veräußern können oder können sie die Menge erhöhen?



Von der Mitgliederversammlung ist nur ein Verkauf von max. 30 % der Anteile genehmigt. Die wird man aber wohl nicht veräußern (also die restlichen 5%), weil das Auswirkungen auf die Sperrminorität hätte. Ja und eine Kapitalerhöhung ist immer möglich und wurde praktisch mit dem Allianz Deal durchgezogen.



Besten Dank!



Ahh danke Leandro... sehr verständlich erklärt... Da fragt man sich warum der BvB einfach nicht den Bayernkurs fährt? Oder ist unsere Variante viel sicherer?



Die Entscheidung wurde ja mit dem Börsengang gefällt. Der auch viel Geld in die Kasse gespühlt hat, womit leider damals nicht der richtige Weg eingeschlagen wurde. Gibt auf Youtube ne gute DOKU in 2 teilen. (BVB Bis zu bitteren Neige)



Die gucke ich mir heute Nacht mal an... Also man kann sagen das langfristig gesehen der BvB die falsche Entscheidung getroffen hat? Weil wenn ich ein Unternehmer wäre, würde ich halt auch gerne dann Mitsprache Recht haben, deshalb kann ich das auch verstehen, dass es schwer ist Sponsoren zu finden. Was hat ein Unternehmen davon beim BvB einzusteigen?

•     •     •

DEUTSCHER MEISTER IST NUR DER BVB!


Borussia Fan aus Wolfsburg
BVB - Finanzen |#2214
21.08.2014 - 17:10 Uhr
Zitat von bibajunge1909
Zitat von XChris84X
Zitat von bibajunge1909
Zitat von Laomo
Zitat von MickFfm
Zitat von Laomo
Zitat von Leandro
Zitat von bibajunge1909

Es sind 114 Millionen Euronen! Die wie ich finde definitiv zu wenig sind, wenn man bedenkt was man bei Bayern zahlt um einzusteigen!




Auch dieser Einzeiler ändert nichts daran, dass die Situationen bzgl. der Kapitalstruktur von Bayern und BVB nicht unterschiedlicher sein könnten:


  1. Bayern ist eine AG, deren Aktien Stimmrechte enthalten. Die AG ist aber nicht an einer Börse gelistet.

  2. Der BVB ist eine KGaA, der Aktien stimmrechtslos sind und an der Börse gehandelt werden.

Daraus ergeben sich folgende Implikationen für Investoren:


  1. Die Bayern können den Wert ihrer Anteile "frei" festlegen (natürlich geschieht dies auch irgendwo nach Angebot und Nachfrage aber es gibt keinen Kurs, zu dem Aktien öffentlich gehandelt werden). Investoren zahlen für die Anteile auch mehr, weil sie ein Mitbestimmungsrecht durch die Aktien erhalten. Darüberhinaus erhalten die Partner auch einen Sitz im Aufsichtsrat.

  2. Der Aktienkurs des BVB wird öffentlich gehandelt. Dieser Kurs bestimmt über den Erlös bei der Ausgabe neuer Aktien. Da kannst du nichts (bzw. relativ wenig, nämlich nur den Abschlag ggü. dem letzten aktuellen Tageskurs) verhandeln und die Höhe des Investments ergibt sich ausschließlich über die Anzahl der ausgegebenen Aktien, da der Aktienkurs fix ist. Dafür haben Investoren aber bei uns keinerlei Mitbestimmungsrecht noch bekommen sie irgendwelche Posten.

Wenn man zusätzlich noch beachtet, dass der FCB von seiner ganzen Struktur her dem BVB immer noch meilenweit voraus ist, dann sind solche Unterschiede in den Summen völlig klar.



Vielen Dank für Deine Einschätzung. Bedeutet das auch, dass die Bayern die Anteilsmenge nicht erhöhren können ? Bei 50+1 müsste es doch so sein, dass die Bayern max. 49 % ihre Anteile veräußern können. Sind diese 49% immer gleich oder können sie auch wie wir die Menge an Aktien neu bestimmen, wenn die Aktionäre damit einverstanden sind? Oder anders gefragt, haben die Bayern nur noch 24 %, die sie veräußern können oder können sie die Menge erhöhen?



Von der Mitgliederversammlung ist nur ein Verkauf von max. 30 % der Anteile genehmigt. Die wird man aber wohl nicht veräußern (also die restlichen 5%), weil das Auswirkungen auf die Sperrminorität hätte. Ja und eine Kapitalerhöhung ist immer möglich und wurde praktisch mit dem Allianz Deal durchgezogen.



Besten Dank!



Ahh danke Leandro... sehr verständlich erklärt... Da fragt man sich warum der BvB einfach nicht den Bayernkurs fährt? Oder ist unsere Variante viel sicherer?



Die Entscheidung wurde ja mit dem Börsengang gefällt. Der auch viel Geld in die Kasse gespühlt hat, womit leider damals nicht der richtige Weg eingeschlagen wurde. Gibt auf Youtube ne gute DOKU in 2 teilen. (BVB Bis zu bitteren Neige)



Die gucke ich mir heute Nacht mal an... Also man kann sagen das langfristig gesehen der BvB die falsche Entscheidung getroffen hat? Weil wenn ich ein Unternehmer wäre, würde ich halt auch gerne dann Mitsprache Recht haben, deshalb kann ich das auch verstehen, dass es schwer ist Sponsoren zu finden. Was hat ein Unternehmen davon beim BvB einzusteigen?



Im Prinzip das gleiche wie bei Bayern. Die sitzen zwar da im Aufsichtsrat, aber die Bayern verkaufen halt nicht mehr als 25 Prozent, so dass nie eine Sperrminorität zustande kommen kann. Mit Sponsoren hat das übrigens nichts zu tun, wir reden hier von Anteilseignern. Und so schwer scheinen die auch nicht zu finden zu sein, man hat ja jetzt offenbar schon drei.

BVB - Finanzen |#2215
21.08.2014 - 17:11 Uhr
Zitat von bibajunge1909
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Es sind 114 Millionen Euronen! Die wie ich finde definitiv zu wenig sind, wenn man bedenkt was man bei Bayern zahlt um einzusteigen!




Auch dieser Einzeiler ändert nichts daran, dass die Situationen bzgl. der Kapitalstruktur von Bayern und BVB nicht unterschiedlicher sein könnten:


  1. Bayern ist eine AG, deren Aktien Stimmrechte enthalten. Die AG ist aber nicht an einer Börse gelistet.

  2. Der BVB ist eine KGaA, der Aktien stimmrechtslos sind und an der Börse gehandelt werden.

Daraus ergeben sich folgende Implikationen für Investoren:


  1. Die Bayern können den Wert ihrer Anteile "frei" festlegen (natürlich geschieht dies auch irgendwo nach Angebot und Nachfrage aber es gibt keinen Kurs, zu dem Aktien öffentlich gehandelt werden). Investoren zahlen für die Anteile auch mehr, weil sie ein Mitbestimmungsrecht durch die Aktien erhalten. Darüberhinaus erhalten die Partner auch einen Sitz im Aufsichtsrat.

  2. Der Aktienkurs des BVB wird öffentlich gehandelt. Dieser Kurs bestimmt über den Erlös bei der Ausgabe neuer Aktien. Da kannst du nichts (bzw. relativ wenig, nämlich nur den Abschlag ggü. dem letzten aktuellen Tageskurs) verhandeln und die Höhe des Investments ergibt sich ausschließlich über die Anzahl der ausgegebenen Aktien, da der Aktienkurs fix ist. Dafür haben Investoren aber bei uns keinerlei Mitbestimmungsrecht noch bekommen sie irgendwelche Posten.

Wenn man zusätzlich noch beachtet, dass der FCB von seiner ganzen Struktur her dem BVB immer noch meilenweit voraus ist, dann sind solche Unterschiede in den Summen völlig klar.



Vielen Dank für Deine Einschätzung. Bedeutet das auch, dass die Bayern die Anteilsmenge nicht erhöhren können ? Bei 50+1 müsste es doch so sein, dass die Bayern max. 49 % ihre Anteile veräußern können. Sind diese 49% immer gleich oder können sie auch wie wir die Menge an Aktien neu bestimmen, wenn die Aktionäre damit einverstanden sind? Oder anders gefragt, haben die Bayern nur noch 24 %, die sie veräußern können oder können sie die Menge erhöhen?



Von der Mitgliederversammlung ist nur ein Verkauf von max. 30 % der Anteile genehmigt. Die wird man aber wohl nicht veräußern (also die restlichen 5%), weil das Auswirkungen auf die Sperrminorität hätte. Ja und eine Kapitalerhöhung ist immer möglich und wurde praktisch mit dem Allianz Deal durchgezogen.



Besten Dank!



Ahh danke Leandro... sehr verständlich erklärt... Da fragt man sich warum der BvB einfach nicht den Bayernkurs fährt? Oder ist unsere Variante viel sicherer?



Die Entscheidung wurde ja mit dem Börsengang gefällt. Der auch viel Geld in die Kasse gespühlt hat, womit leider damals nicht der richtige Weg eingeschlagen wurde. Gibt auf Youtube ne gute DOKU in 2 teilen. (BVB Bis zu bitteren Neige)



Die gucke ich mir heute Nacht mal an... Also man kann sagen das langfristig gesehen der BvB die falsche Entscheidung getroffen hat? Weil wenn ich ein Unternehmer wäre, würde ich halt auch gerne dann Mitsprache Recht haben, deshalb kann ich das auch verstehen, dass es schwer ist Sponsoren zu finden. Was hat ein Unternehmen davon beim BvB einzusteigen?




Es ist halt sehr komplex. Aus meiner Sicht ist der Weg des FCB für schon etablierte Clubs deutlich sinnvoller.


  • Dadurch, dass man nicht an der Börse gelistet ist, hat man z.B. den Vorteil, dass man nicht bei allen wichtigen Entscheidungen ad-hoc News publizieren muss.

  • Man kann selbst bestimmen, wer Anteile zeichnet während bei uns ja viel im Streubesitz bei Kleinanlegern ist. Dadurch werden Kapitalerhöhungen viel einfacher, weil man nur wenige beteiligte Partner mit Bezugsrechten hat, mit denen man sich absprechen muss. Bei uns wird jetzt jeder Anleger angeschrieben und erst am Ende weiß man, wie viel % Signal Iduna und Puma eigentlich zeichnen.

  • Dadurch ist es für die Investoren viel interessanter. Klar, die Posten im Aufsichtsrat sind natürlich auch nicht unentscheidend, auch aus Repräsentationszwecken und Imagepflege des Unternehmens.

  • Veräußerungen mit Stimmrechtsanteil bis 24,99% sind erstmal quasi "egal", da erst mit 25% eine Sperrminorität eintritt. D.h. de facto haben bei den Bayern Audi, Allianz und Adidas auch nichts zu sagen im Operativen Geschäft.

  • Der "Nachteil" dieses Modells ist, dass man aber erstmal diese großen Fische gewinnen muss, um große Aktienpakete zu veräußern. Daher braucht es eben auch ein gewisses Standing. Während bei einer Kapitalerhöhung an der Börse prinzipiell viel mehr Akteuere als potenzielle Investoren bereit stehen und auch die Investitionssumme sehr viel kleiner ist (bei uns gab es ja die ersten Aktien für 11€).

Letztlich können wir aber von Glück sagen, dass wir diese Konstruktion der KGaA haben somit zumindest immer sichergestellt haben, dass der BVB allein über das operative Geschäft bestimmt, egal wer wie viele Aktien an der KGaA hält.

•     •     •

Impossible is just a big word thrown around by small men who find it easier to live the world they have been given than to explore the power they have to change it. Impossible is not a fact. It is an opinion. Impossible is not a declaration. It is a dare. Impossible is potential. Impossible is temporary. Impossible is nothing.
BVB - Finanzen |#2216
21.08.2014 - 17:20 Uhr
Zitat von Leandro
Zitat von bibajunge1909
Zitat von XChris84X
Zitat von bibajunge1909
Zitat von Laomo
Zitat von MickFfm
Zitat von Laomo
Zitat von Leandro
Zitat von bibajunge1909

Es sind 114 Millionen Euronen! Die wie ich finde definitiv zu wenig sind, wenn man bedenkt was man bei Bayern zahlt um einzusteigen!




Auch dieser Einzeiler ändert nichts daran, dass die Situationen bzgl. der Kapitalstruktur von Bayern und BVB nicht unterschiedlicher sein könnten:


  1. Bayern ist eine AG, deren Aktien Stimmrechte enthalten. Die AG ist aber nicht an einer Börse gelistet.

  2. Der BVB ist eine KGaA, der Aktien stimmrechtslos sind und an der Börse gehandelt werden.

Daraus ergeben sich folgende Implikationen für Investoren:


  1. Die Bayern können den Wert ihrer Anteile "frei" festlegen (natürlich geschieht dies auch irgendwo nach Angebot und Nachfrage aber es gibt keinen Kurs, zu dem Aktien öffentlich gehandelt werden). Investoren zahlen für die Anteile auch mehr, weil sie ein Mitbestimmungsrecht durch die Aktien erhalten. Darüberhinaus erhalten die Partner auch einen Sitz im Aufsichtsrat.

  2. Der Aktienkurs des BVB wird öffentlich gehandelt. Dieser Kurs bestimmt über den Erlös bei der Ausgabe neuer Aktien. Da kannst du nichts (bzw. relativ wenig, nämlich nur den Abschlag ggü. dem letzten aktuellen Tageskurs) verhandeln und die Höhe des Investments ergibt sich ausschließlich über die Anzahl der ausgegebenen Aktien, da der Aktienkurs fix ist. Dafür haben Investoren aber bei uns keinerlei Mitbestimmungsrecht noch bekommen sie irgendwelche Posten.

Wenn man zusätzlich noch beachtet, dass der FCB von seiner ganzen Struktur her dem BVB immer noch meilenweit voraus ist, dann sind solche Unterschiede in den Summen völlig klar.



Vielen Dank für Deine Einschätzung. Bedeutet das auch, dass die Bayern die Anteilsmenge nicht erhöhren können ? Bei 50+1 müsste es doch so sein, dass die Bayern max. 49 % ihre Anteile veräußern können. Sind diese 49% immer gleich oder können sie auch wie wir die Menge an Aktien neu bestimmen, wenn die Aktionäre damit einverstanden sind? Oder anders gefragt, haben die Bayern nur noch 24 %, die sie veräußern können oder können sie die Menge erhöhen?



Von der Mitgliederversammlung ist nur ein Verkauf von max. 30 % der Anteile genehmigt. Die wird man aber wohl nicht veräußern (also die restlichen 5%), weil das Auswirkungen auf die Sperrminorität hätte. Ja und eine Kapitalerhöhung ist immer möglich und wurde praktisch mit dem Allianz Deal durchgezogen.



Besten Dank!



Ahh danke Leandro... sehr verständlich erklärt... Da fragt man sich warum der BvB einfach nicht den Bayernkurs fährt? Oder ist unsere Variante viel sicherer?



Die Entscheidung wurde ja mit dem Börsengang gefällt. Der auch viel Geld in die Kasse gespühlt hat, womit leider damals nicht der richtige Weg eingeschlagen wurde. Gibt auf Youtube ne gute DOKU in 2 teilen. (BVB Bis zu bitteren Neige)



Die gucke ich mir heute Nacht mal an... Also man kann sagen das langfristig gesehen der BvB die falsche Entscheidung getroffen hat? Weil wenn ich ein Unternehmer wäre, würde ich halt auch gerne dann Mitsprache Recht haben, deshalb kann ich das auch verstehen, dass es schwer ist Sponsoren zu finden. Was hat ein Unternehmen davon beim BvB einzusteigen?




Es ist halt sehr komplex. Aus meiner Sicht ist der Weg des FCB für schon etablierte Clubs deutlich sinnvoller.


  • Dadurch, dass man nicht an der Börse gelistet ist, hat man z.B. den Vorteil, dass man nicht bei allen wichtigen Entscheidungen ad-hoc News publizieren muss.

  • Man kann selbst bestimmen, wer Anteile zeichnet während bei uns ja viel im Streubesitz bei Kleinanlegern ist. Dadurch werden Kapitalerhöhungen viel einfacher, weil man nur wenige beteiligte Partner mit Bezugsrechten hat, mit denen man sich absprechen muss. Bei uns wird jetzt jeder Anleger angeschrieben und erst am Ende weiß man, wie viel % Signal Iduna und Puma eigentlich zeichnen.

  • Dadurch ist es für die Investoren viel interessanter. Klar, die Posten im Aufsichtsrat sind natürlich auch nicht unentscheidend, auch aus Repräsentationszwecken und Imagepflege des Unternehmens.

  • Veräußerungen mit Stimmrechtsanteil bis 24,99% sind erstmal quasi "egal", da erst mit 25% eine Sperrminorität eintritt. D.h. de facto haben bei den Bayern Audi, Allianz und Adidas auch nichts zu sagen im Operativen Geschäft.

  • Der "Nachteil" dieses Modells ist, dass man aber erstmal diese großen Fische gewinnen muss, um große Aktienpakete zu veräußern. Daher braucht es eben auch ein gewisses Standing. Während bei einer Kapitalerhöhung an der Börse prinzipiell viel mehr Akteuere als potenzielle Investoren bereit stehen und auch die Investitionssumme sehr viel kleiner ist (bei uns gab es ja die ersten Aktien für 11€).

Letztlich können wir aber von Glück sagen, dass wir diese Konstruktion der KGaA haben somit zumindest immer sichergestellt haben, dass der BVB allein über das operative Geschäft bestimmt, egal wer wie viele Aktien an der KGaA hält.



 


Oke, danke nochmals! Du hast mir aufjedenfall weitergeholfen. 

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DEUTSCHER MEISTER IST NUR DER BVB!


Borussia Fan aus Wolfsburg
BVB - Finanzen |#2217
21.08.2014 - 17:43 Uhr

Weg von der Basis, hin zum Kommerz. Jep, auch der BVB kommt daran nicht vorbei. 

•     •     •

Ich habe sogar Tinnitus in den Augen, sehe hier in fast jedem Thread Pfeifen. ;)

80 % aller Zitate im Internet sind gefälscht! - Abraham Lincoln

Dieser Beitrag wurde zuletzt von Miko2k1 am 21.08.2014 um 17:43 Uhr bearbeitet
BVB - Finanzen |#2218
21.08.2014 - 17:58 Uhr
Zitat von Miko2k1

Weg von der Basis, hin zum Kommerz. Jep, auch der BVB kommt daran nicht vorbei. 



 


Weshalb entfernt man sich mit der Kapitalerhöhung von der Basis? Ernsthafte Frage! Würde mich freuen wenn Du das begründest.

BVB - Finanzen |#2219
21.08.2014 - 18:02 Uhr
Zitat von Miko2k1

Weg von der Basis, hin zum Kommerz. Jep, auch der BVB kommt daran nicht vorbei. 



Zwischen uns und den Scheich und Oligarchen Vereinen und auch den Bayern gibts aber schon noch den Unterschied, dass wir niemanden in den Verein lassen. Sei es auch nur zu 25% wie die Bayern. Das ist dann übrigens auch mit ein Grund, warum die Bayern so viel mehr Kohle sehen.

BVB - Finanzen |#2220
21.08.2014 - 18:17 Uhr
Zitat von Das_Eigelb
Zitat von Miko2k1

Weg von der Basis, hin zum Kommerz. Jep, auch der BVB kommt daran nicht vorbei. 



 


Weshalb entfernt man sich mit der Kapitalerhöhung von der Basis? Ernsthafte Frage! Würde mich freuen wenn Du das begründest.



Ich meine, ich bin durchaus angetan, finde das sogar sehr gut, bin ja beruflich auch im Kommerz unterwegs, nur sollten wir aufhören mit den Fingern auf andere Vereine zu zeigen die ihre Gelder über ähnliche Wege besorgen. Wir machen es halt durch eine Kapitalerhöhung, oder auch Investoren. Dass man  immer noch weit weg von Bayern München, den Scheich sowie Russen-Clubs ist, ist mMn nur eine Randbemerkung wert. In dieser Liga spielen wir (noch) nicht; werden wir wahrscheinlich auch nicht. Trotzdem, sind wir nicht mehr der "unschuldige" Verein (ich nenn´uns jetzt mal so) wie wir es noch vor 2-3 Jahren waren. Die Türen sind geöffnet und ich weiß nicht, ob daraus nicht auch noch ein Tor wird. Wie gesagt, ich bin absolut dafür, damit wir Spieler wie Reus, Hummels (x,y,z Spieler in Zukunft) halten können. Solange wir die Mehrheit halten (das ist durch 50+1 sowieso gesichert) sollte man sich darüber auch keine Sorgen machen, aber auch nicht vergessen, dass wir einen Großteil unseres Geldes durch "externe" Quellen machen. Anders ist das heutzuzage aber auch nicht möglich, wenn man in Deutschland und Europa eine Rolle spielen möchte.

•     •     •

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