Alles Gute, Tim Walter!
23.05.2021 - 21:42 Uhr
22.08.2021 - 16:21 Uhr
Zitat von Gonique
Thioune hat mit "pendelnder" Viererkette gespielt. Da sollte insbesondere Leibe immer stark mit aufrücken, dafür sollten dann drei Jungs hinten absichern, alternativ auch mal ein Vagnoman auf der anderen Seite mit dem Offensivlauf. Dass da manchmal nur zwei standen, ist kein Fehler im System - anders als bei Walter.
Was David betrifft: Ja klar hat er auch mal gute Aktionen, aber defensiv ist das einfach zu wacklig von ihm. Gerade die ersten 30 Minuten heute waren wieder mal eine reine Katastrophe. Für ein Spitzenteam und einen Aufstiegsaspiranten ist das einfach zu wenig. Die Alternative zu David ist für mich übrigens eindeutig Heyer, eigentlich passt der als Typ sogar perfekt in Walters System.
Ich breche hier nicht völlig den Stab über Walter, ich sehe die Vorteile an dem System und verstehe die Idee dahinter. Aber bis auf die Saison in Kiel, ist seine Spielidee nie wirklich aufgegangen und ich sehe einfach keinen Ansatz dafür, dass sich das dauerhaft ändern könnte.
Zitat von math1jsen
Wir sind doch anfällig für Konter seit wir zweite Liga spielen. Viele scheinen zu vergessen, dass auch Thioune gerne die AVs so hoch aufrücken hat lassen, dass wir teilweise nur mit zwei Mann Konter verteidigen mussten. Ich erinnere an das Spiel gegen exakt jenes Darmstadt, wo wir in Person von Honsak und Berko mehrfach sauber ausgekontert wurden (und anders als heute am Ende verloren haben, nur mal so). Dass der HSV konteranfällig ist, wurde auch letzte Saison von gegnerischen Trainern in PKs als Schwäche des HSV ausgemacht. Der Unterschied ist doch nur, dass die IVs nun auch aktiver ins Spielgeschehen vorne eingreifen. Man kann darüber streiten, ob da Chancen und Risiken im Einklang stehen, klar. Aber, dass offensive, dominante Mannschaften meist konteranfällig sind, das liegt in der Spielweise - war ja selbst bei Flicks Bayern so.
Auch die Kritik an David kann ich nicht so verstehen. Ja, auch heute verursacht er ein Gegentor und hatte sicher noch ein paar Wackler. Er hatte aber auch durchaus gute Szenen im Spielaufbau und er hat einen klaren Vorteil gegenüber der Alternative Leistner: Geschwindigkeit. Das ist doch noch viel tödlicher, wenn du im 1 vs 1 nicht hinterherkommst. Zumal Toni so sehr ich ihn mag, in der Vorbereitung alles andere als sicher wirkte dahinten.
Ich würde sogar dagegen halten, dass Walter durchaus pragmatischer in seiner Spielweise hier ist, als ihm das viele zugestehen würden. Er hat das Thiounsche 4-3-3 übernommen und für seine Spielweise etwas modifiziert. Trotzdem ist unser Spiel z.B. keineswegs so zentrumslastig wie das Walter gerne vorgeworfen wird. Stattdessen gibt es auch durch Jatta genügend Tiefenläufe und das Team versucht durchaus das Spiel breit zu machen. Wir hatten heute die Chancen für den Sieg. Wir waren deutlich verbessert in Standards, einem HSV-Dauerthema.
Ich sehe uns anfällig bei schnellen gegnerischen Seitenverlagerungen im Rückwärtsgang. Aber auch das ist ebenso. ein Problem, dass sich durch die 2. Liga-Zeit des HSV zieht.
Und ich sehe bei den Jungs verstärkt den Mut, auch mal 1 vs 1 zu gehen. Das kann dann auch mal böse laufen, wie heute einmal bei Heyer, aber es ist doch letztlich auch das Risiko, was viele hier immer sehen wollen (wenn man sich mal die Transferwünsche anschaut).
Zitat von Gonique
Ich bleibe dabei, sein System überzeugt mich gar nicht. Wir sind defensiv viel zu sehr auf Kante genäht und enorm anfällig für Konter. Und 15 von 18 Mannschaften werden gegen uns mal wieder auf Konter setzen.
Außerdem finde ich es problematisch dann dauerhaft einen David in der IV aufzustellen. Junge Spieler machen Fehler, damit muss man rechnen. Aber wenn man hinten ständig Mann gegen Mann spielt, ist das einfach tödlich.
Ich bleibe dabei, sein System überzeugt mich gar nicht. Wir sind defensiv viel zu sehr auf Kante genäht und enorm anfällig für Konter. Und 15 von 18 Mannschaften werden gegen uns mal wieder auf Konter setzen.
Außerdem finde ich es problematisch dann dauerhaft einen David in der IV aufzustellen. Junge Spieler machen Fehler, damit muss man rechnen. Aber wenn man hinten ständig Mann gegen Mann spielt, ist das einfach tödlich.
Wir sind doch anfällig für Konter seit wir zweite Liga spielen. Viele scheinen zu vergessen, dass auch Thioune gerne die AVs so hoch aufrücken hat lassen, dass wir teilweise nur mit zwei Mann Konter verteidigen mussten. Ich erinnere an das Spiel gegen exakt jenes Darmstadt, wo wir in Person von Honsak und Berko mehrfach sauber ausgekontert wurden (und anders als heute am Ende verloren haben, nur mal so). Dass der HSV konteranfällig ist, wurde auch letzte Saison von gegnerischen Trainern in PKs als Schwäche des HSV ausgemacht. Der Unterschied ist doch nur, dass die IVs nun auch aktiver ins Spielgeschehen vorne eingreifen. Man kann darüber streiten, ob da Chancen und Risiken im Einklang stehen, klar. Aber, dass offensive, dominante Mannschaften meist konteranfällig sind, das liegt in der Spielweise - war ja selbst bei Flicks Bayern so.
Auch die Kritik an David kann ich nicht so verstehen. Ja, auch heute verursacht er ein Gegentor und hatte sicher noch ein paar Wackler. Er hatte aber auch durchaus gute Szenen im Spielaufbau und er hat einen klaren Vorteil gegenüber der Alternative Leistner: Geschwindigkeit. Das ist doch noch viel tödlicher, wenn du im 1 vs 1 nicht hinterherkommst. Zumal Toni so sehr ich ihn mag, in der Vorbereitung alles andere als sicher wirkte dahinten.
Ich würde sogar dagegen halten, dass Walter durchaus pragmatischer in seiner Spielweise hier ist, als ihm das viele zugestehen würden. Er hat das Thiounsche 4-3-3 übernommen und für seine Spielweise etwas modifiziert. Trotzdem ist unser Spiel z.B. keineswegs so zentrumslastig wie das Walter gerne vorgeworfen wird. Stattdessen gibt es auch durch Jatta genügend Tiefenläufe und das Team versucht durchaus das Spiel breit zu machen. Wir hatten heute die Chancen für den Sieg. Wir waren deutlich verbessert in Standards, einem HSV-Dauerthema.
Ich sehe uns anfällig bei schnellen gegnerischen Seitenverlagerungen im Rückwärtsgang. Aber auch das ist ebenso. ein Problem, dass sich durch die 2. Liga-Zeit des HSV zieht.
Und ich sehe bei den Jungs verstärkt den Mut, auch mal 1 vs 1 zu gehen. Das kann dann auch mal böse laufen, wie heute einmal bei Heyer, aber es ist doch letztlich auch das Risiko, was viele hier immer sehen wollen (wenn man sich mal die Transferwünsche anschaut).
Thioune hat mit "pendelnder" Viererkette gespielt. Da sollte insbesondere Leibe immer stark mit aufrücken, dafür sollten dann drei Jungs hinten absichern, alternativ auch mal ein Vagnoman auf der anderen Seite mit dem Offensivlauf. Dass da manchmal nur zwei standen, ist kein Fehler im System - anders als bei Walter.
Was David betrifft: Ja klar hat er auch mal gute Aktionen, aber defensiv ist das einfach zu wacklig von ihm. Gerade die ersten 30 Minuten heute waren wieder mal eine reine Katastrophe. Für ein Spitzenteam und einen Aufstiegsaspiranten ist das einfach zu wenig. Die Alternative zu David ist für mich übrigens eindeutig Heyer, eigentlich passt der als Typ sogar perfekt in Walters System.
Ich breche hier nicht völlig den Stab über Walter, ich sehe die Vorteile an dem System und verstehe die Idee dahinter. Aber bis auf die Saison in Kiel, ist seine Spielidee nie wirklich aufgegangen und ich sehe einfach keinen Ansatz dafür, dass sich das dauerhaft ändern könnte.
Ändert aber ja nichts an der Tatsache, dass wir auch unter Walters Vorgängern extrem Konteranfällig waren. Ich sehe halt persönlich nicht, wie wir dominant gegen tiefstehende Gegner spielen sollen, wenn wir nicht gleichzeitig defensiv ein gewisses Risiko eingehen.
Ja, Heyer sehe ich auch als Alternative. Aber: 1. War Heyer heute defensiv ebenso sehr wacklig in der ersten Hälfte und 2. sehe ich Heyer in Walters System eigentlich eher als Alternative für die 8 mit seiner Passsicherheit, antreibenden Spielweise und Torgefahr.
Ich bin bei der Skepsis des dauerhaften Erfolgs des Walter-Balls durchaus bei dir. Auf der anderen Seite hatte er in Kiel auch nicht den Kader, um das ernsthaft einfordern zu können und in Stuttgart zumindest einen Punkteschnitt, der über die Saison gesehen gereicht hätte. Auch zeigt ein ähnlich spielender Christian Titz in Liga 3 zumindest bisher, dass man damit oben mitspielen kann. Oben mitspielen, das erwarte ich in der vierten Zweitliga-Saison vom Trainer. Mehr ist schön, aber das vorauszusetzen auch utopisch. Ich habe halt die Befürchtung bzw. schon den Eindruck, dass manche hier bei Walter schon eine Art selbsterfüllende Prophezeiung aufstellen bezüglich Walters Spielweise und überhaupt nicht schauen, ob diese berechtigt sind. Wir spielen riskant hinten raus, aber die Gegentore resultierten soweit ich mich erinnere bisher eben nicht aus diesen Situationen. Heißt: Man mag das Harakiri finden, aber es ist Quatsch es zu verdammen, weil es uns auch nichts gekostet hat bisher. Wir haben noch zu wenig Präzision im Abschluss. Aber das liegt trotz der hohen Spielweise eben nicht daran, dass wir zu sehr im Zentrum klein-klein spielen. Wir versuchen durchaus das Spiel breit und tief zu machen und mit Seitenwechseln zu beschleunigen, aber teilweise fehlt noch die letzte Präzision. Das kann aber werden. Und Distanzschüsse sind auch etwas, was die Jungs lernen können. Dass wir da schwächer sind als andere Teams, ist aber auch nicht neu diese Saison.
Ich würde mich einfach wünschen, dem Trainer ehrlicher eine Chance zu geben als ihn jetzt schon zu verdammen, nur weil wir ein ansich gutes Spiel eben knapp nicht gewinnen und uns selber schlechter zu machen, als wir sind.
22.08.2021 - 16:34 Uhr
Oha, Walter recht bissig auf die negativen Fragen. Hat mir gefallen, dass er die positiven Sachen anspricht und sich vor das Team stellt...
22.08.2021 - 16:35 Uhr
Ich finde die Idee von Walters Fußball sehr gut, habe aber die ganz große Sorge, dass unsere Jungs für dieses System fußballerisch einfach nicht so weit (bei unseren Talenten) sind oder bei den gestandenen Spielern einfach nicht das nötige fußballerische Verständnis haben. Ich hätte unseren Jetzt-Kader gerne bei jemanden gesehen, der ein vergleichsmäßig „einfachen“ Fußball spielt, denn den Willen, der bei uns auch schon öfters mal gefehlt hat, den sehe ich momentan bei so ziemlich allen. Ohne, dass es jetzt heißt ich würde Trainer oder Spieler schlecht machen wollen ...
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Nickinho7 am 22.08.2021 um 16:36 Uhr bearbeitet
22.08.2021 - 16:47 Uhr
Zitat von math1jsen
Ändert aber ja nichts an der Tatsache, dass wir auch unter Walters Vorgängern extrem Konteranfällig waren. Ich sehe halt persönlich nicht, wie wir dominant gegen tiefstehende Gegner spielen sollen, wenn wir nicht gleichzeitig defensiv ein gewisses Risiko eingehen.
Ja, Heyer sehe ich auch als Alternative. Aber: 1. War Heyer heute defensiv ebenso sehr wacklig in der ersten Hälfte und 2. sehe ich Heyer in Walters System eigentlich eher als Alternative für die 8 mit seiner Passsicherheit, antreibenden Spielweise und Torgefahr.
Ich bin bei der Skepsis des dauerhaften Erfolgs des Walter-Balls durchaus bei dir. Auf der anderen Seite hatte er in Kiel auch nicht den Kader, um das ernsthaft einfordern zu können und in Stuttgart zumindest einen Punkteschnitt, der über die Saison gesehen gereicht hätte. Auch zeigt ein ähnlich spielender Christian Titz in Liga 3 zumindest bisher, dass man damit oben mitspielen kann. Oben mitspielen, das erwarte ich in der vierten Zweitliga-Saison vom Trainer. Mehr ist schön, aber das vorauszusetzen auch utopisch. Ich habe halt die Befürchtung bzw. schon den Eindruck, dass manche hier bei Walter schon eine Art selbsterfüllende Prophezeiung aufstellen bezüglich Walters Spielweise und überhaupt nicht schauen, ob diese berechtigt sind. Wir spielen riskant hinten raus, aber die Gegentore resultierten soweit ich mich erinnere bisher eben nicht aus diesen Situationen. Heißt: Man mag das Harakiri finden, aber es ist Quatsch es zu verdammen, weil es uns auch nichts gekostet hat bisher. Wir haben noch zu wenig Präzision im Abschluss. Aber das liegt trotz der hohen Spielweise eben nicht daran, dass wir zu sehr im Zentrum klein-klein spielen. Wir versuchen durchaus das Spiel breit und tief zu machen und mit Seitenwechseln zu beschleunigen, aber teilweise fehlt noch die letzte Präzision. Das kann aber werden. Und Distanzschüsse sind auch etwas, was die Jungs lernen können. Dass wir da schwächer sind als andere Teams, ist aber auch nicht neu diese Saison.
Ich würde mich einfach wünschen, dem Trainer ehrlicher eine Chance zu geben als ihn jetzt schon zu verdammen, nur weil wir ein ansich gutes Spiel eben knapp nicht gewinnen und uns selber schlechter zu machen, als wir sind.
Zitat von Gonique
Thioune hat mit "pendelnder" Viererkette gespielt. Da sollte insbesondere Leibe immer stark mit aufrücken, dafür sollten dann drei Jungs hinten absichern, alternativ auch mal ein Vagnoman auf der anderen Seite mit dem Offensivlauf. Dass da manchmal nur zwei standen, ist kein Fehler im System - anders als bei Walter.
Was David betrifft: Ja klar hat er auch mal gute Aktionen, aber defensiv ist das einfach zu wacklig von ihm. Gerade die ersten 30 Minuten heute waren wieder mal eine reine Katastrophe. Für ein Spitzenteam und einen Aufstiegsaspiranten ist das einfach zu wenig. Die Alternative zu David ist für mich übrigens eindeutig Heyer, eigentlich passt der als Typ sogar perfekt in Walters System.
Ich breche hier nicht völlig den Stab über Walter, ich sehe die Vorteile an dem System und verstehe die Idee dahinter. Aber bis auf die Saison in Kiel, ist seine Spielidee nie wirklich aufgegangen und ich sehe einfach keinen Ansatz dafür, dass sich das dauerhaft ändern könnte.
Zitat von math1jsen
Wir sind doch anfällig für Konter seit wir zweite Liga spielen. Viele scheinen zu vergessen, dass auch Thioune gerne die AVs so hoch aufrücken hat lassen, dass wir teilweise nur mit zwei Mann Konter verteidigen mussten. Ich erinnere an das Spiel gegen exakt jenes Darmstadt, wo wir in Person von Honsak und Berko mehrfach sauber ausgekontert wurden (und anders als heute am Ende verloren haben, nur mal so). Dass der HSV konteranfällig ist, wurde auch letzte Saison von gegnerischen Trainern in PKs als Schwäche des HSV ausgemacht. Der Unterschied ist doch nur, dass die IVs nun auch aktiver ins Spielgeschehen vorne eingreifen. Man kann darüber streiten, ob da Chancen und Risiken im Einklang stehen, klar. Aber, dass offensive, dominante Mannschaften meist konteranfällig sind, das liegt in der Spielweise - war ja selbst bei Flicks Bayern so.
Auch die Kritik an David kann ich nicht so verstehen. Ja, auch heute verursacht er ein Gegentor und hatte sicher noch ein paar Wackler. Er hatte aber auch durchaus gute Szenen im Spielaufbau und er hat einen klaren Vorteil gegenüber der Alternative Leistner: Geschwindigkeit. Das ist doch noch viel tödlicher, wenn du im 1 vs 1 nicht hinterherkommst. Zumal Toni so sehr ich ihn mag, in der Vorbereitung alles andere als sicher wirkte dahinten.
Ich würde sogar dagegen halten, dass Walter durchaus pragmatischer in seiner Spielweise hier ist, als ihm das viele zugestehen würden. Er hat das Thiounsche 4-3-3 übernommen und für seine Spielweise etwas modifiziert. Trotzdem ist unser Spiel z.B. keineswegs so zentrumslastig wie das Walter gerne vorgeworfen wird. Stattdessen gibt es auch durch Jatta genügend Tiefenläufe und das Team versucht durchaus das Spiel breit zu machen. Wir hatten heute die Chancen für den Sieg. Wir waren deutlich verbessert in Standards, einem HSV-Dauerthema.
Ich sehe uns anfällig bei schnellen gegnerischen Seitenverlagerungen im Rückwärtsgang. Aber auch das ist ebenso. ein Problem, dass sich durch die 2. Liga-Zeit des HSV zieht.
Und ich sehe bei den Jungs verstärkt den Mut, auch mal 1 vs 1 zu gehen. Das kann dann auch mal böse laufen, wie heute einmal bei Heyer, aber es ist doch letztlich auch das Risiko, was viele hier immer sehen wollen (wenn man sich mal die Transferwünsche anschaut).
Zitat von Gonique
Ich bleibe dabei, sein System überzeugt mich gar nicht. Wir sind defensiv viel zu sehr auf Kante genäht und enorm anfällig für Konter. Und 15 von 18 Mannschaften werden gegen uns mal wieder auf Konter setzen.
Außerdem finde ich es problematisch dann dauerhaft einen David in der IV aufzustellen. Junge Spieler machen Fehler, damit muss man rechnen. Aber wenn man hinten ständig Mann gegen Mann spielt, ist das einfach tödlich.
Ich bleibe dabei, sein System überzeugt mich gar nicht. Wir sind defensiv viel zu sehr auf Kante genäht und enorm anfällig für Konter. Und 15 von 18 Mannschaften werden gegen uns mal wieder auf Konter setzen.
Außerdem finde ich es problematisch dann dauerhaft einen David in der IV aufzustellen. Junge Spieler machen Fehler, damit muss man rechnen. Aber wenn man hinten ständig Mann gegen Mann spielt, ist das einfach tödlich.
Wir sind doch anfällig für Konter seit wir zweite Liga spielen. Viele scheinen zu vergessen, dass auch Thioune gerne die AVs so hoch aufrücken hat lassen, dass wir teilweise nur mit zwei Mann Konter verteidigen mussten. Ich erinnere an das Spiel gegen exakt jenes Darmstadt, wo wir in Person von Honsak und Berko mehrfach sauber ausgekontert wurden (und anders als heute am Ende verloren haben, nur mal so). Dass der HSV konteranfällig ist, wurde auch letzte Saison von gegnerischen Trainern in PKs als Schwäche des HSV ausgemacht. Der Unterschied ist doch nur, dass die IVs nun auch aktiver ins Spielgeschehen vorne eingreifen. Man kann darüber streiten, ob da Chancen und Risiken im Einklang stehen, klar. Aber, dass offensive, dominante Mannschaften meist konteranfällig sind, das liegt in der Spielweise - war ja selbst bei Flicks Bayern so.
Auch die Kritik an David kann ich nicht so verstehen. Ja, auch heute verursacht er ein Gegentor und hatte sicher noch ein paar Wackler. Er hatte aber auch durchaus gute Szenen im Spielaufbau und er hat einen klaren Vorteil gegenüber der Alternative Leistner: Geschwindigkeit. Das ist doch noch viel tödlicher, wenn du im 1 vs 1 nicht hinterherkommst. Zumal Toni so sehr ich ihn mag, in der Vorbereitung alles andere als sicher wirkte dahinten.
Ich würde sogar dagegen halten, dass Walter durchaus pragmatischer in seiner Spielweise hier ist, als ihm das viele zugestehen würden. Er hat das Thiounsche 4-3-3 übernommen und für seine Spielweise etwas modifiziert. Trotzdem ist unser Spiel z.B. keineswegs so zentrumslastig wie das Walter gerne vorgeworfen wird. Stattdessen gibt es auch durch Jatta genügend Tiefenläufe und das Team versucht durchaus das Spiel breit zu machen. Wir hatten heute die Chancen für den Sieg. Wir waren deutlich verbessert in Standards, einem HSV-Dauerthema.
Ich sehe uns anfällig bei schnellen gegnerischen Seitenverlagerungen im Rückwärtsgang. Aber auch das ist ebenso. ein Problem, dass sich durch die 2. Liga-Zeit des HSV zieht.
Und ich sehe bei den Jungs verstärkt den Mut, auch mal 1 vs 1 zu gehen. Das kann dann auch mal böse laufen, wie heute einmal bei Heyer, aber es ist doch letztlich auch das Risiko, was viele hier immer sehen wollen (wenn man sich mal die Transferwünsche anschaut).
Thioune hat mit "pendelnder" Viererkette gespielt. Da sollte insbesondere Leibe immer stark mit aufrücken, dafür sollten dann drei Jungs hinten absichern, alternativ auch mal ein Vagnoman auf der anderen Seite mit dem Offensivlauf. Dass da manchmal nur zwei standen, ist kein Fehler im System - anders als bei Walter.
Was David betrifft: Ja klar hat er auch mal gute Aktionen, aber defensiv ist das einfach zu wacklig von ihm. Gerade die ersten 30 Minuten heute waren wieder mal eine reine Katastrophe. Für ein Spitzenteam und einen Aufstiegsaspiranten ist das einfach zu wenig. Die Alternative zu David ist für mich übrigens eindeutig Heyer, eigentlich passt der als Typ sogar perfekt in Walters System.
Ich breche hier nicht völlig den Stab über Walter, ich sehe die Vorteile an dem System und verstehe die Idee dahinter. Aber bis auf die Saison in Kiel, ist seine Spielidee nie wirklich aufgegangen und ich sehe einfach keinen Ansatz dafür, dass sich das dauerhaft ändern könnte.
Ändert aber ja nichts an der Tatsache, dass wir auch unter Walters Vorgängern extrem Konteranfällig waren. Ich sehe halt persönlich nicht, wie wir dominant gegen tiefstehende Gegner spielen sollen, wenn wir nicht gleichzeitig defensiv ein gewisses Risiko eingehen.
Ja, Heyer sehe ich auch als Alternative. Aber: 1. War Heyer heute defensiv ebenso sehr wacklig in der ersten Hälfte und 2. sehe ich Heyer in Walters System eigentlich eher als Alternative für die 8 mit seiner Passsicherheit, antreibenden Spielweise und Torgefahr.
Ich bin bei der Skepsis des dauerhaften Erfolgs des Walter-Balls durchaus bei dir. Auf der anderen Seite hatte er in Kiel auch nicht den Kader, um das ernsthaft einfordern zu können und in Stuttgart zumindest einen Punkteschnitt, der über die Saison gesehen gereicht hätte. Auch zeigt ein ähnlich spielender Christian Titz in Liga 3 zumindest bisher, dass man damit oben mitspielen kann. Oben mitspielen, das erwarte ich in der vierten Zweitliga-Saison vom Trainer. Mehr ist schön, aber das vorauszusetzen auch utopisch. Ich habe halt die Befürchtung bzw. schon den Eindruck, dass manche hier bei Walter schon eine Art selbsterfüllende Prophezeiung aufstellen bezüglich Walters Spielweise und überhaupt nicht schauen, ob diese berechtigt sind. Wir spielen riskant hinten raus, aber die Gegentore resultierten soweit ich mich erinnere bisher eben nicht aus diesen Situationen. Heißt: Man mag das Harakiri finden, aber es ist Quatsch es zu verdammen, weil es uns auch nichts gekostet hat bisher. Wir haben noch zu wenig Präzision im Abschluss. Aber das liegt trotz der hohen Spielweise eben nicht daran, dass wir zu sehr im Zentrum klein-klein spielen. Wir versuchen durchaus das Spiel breit und tief zu machen und mit Seitenwechseln zu beschleunigen, aber teilweise fehlt noch die letzte Präzision. Das kann aber werden. Und Distanzschüsse sind auch etwas, was die Jungs lernen können. Dass wir da schwächer sind als andere Teams, ist aber auch nicht neu diese Saison.
Ich würde mich einfach wünschen, dem Trainer ehrlicher eine Chance zu geben als ihn jetzt schon zu verdammen, nur weil wir ein ansich gutes Spiel eben knapp nicht gewinnen und uns selber schlechter zu machen, als wir sind.
Na ich gebe ihm durchaus ne Chance, deswegen kritisiere ich ja auch, dass David aufgestellt wird. Wenn Walter so spielen möchte, dann muss er einen stabileren IV neben Schonlau bringen. Selbst wenn da nicht direkt Tore draus fallen, wirkt eine unsichere IV verunsichernd auf die ganze Mannschaft. Das kostet dich dann gut und gerne mal das Momentum im Spiel.
Das ändert aber nichts daran, dass ich das System bestenfalls schwierig finde. Wenn du eine Taktik spielt, bei der du dir im Prinzip keine Balllverluste im ZM erlauben darfst, dann schaffst du dir nur Probleme, weil Ballverluste in dem Bereich einfach vorkommen. Es sei denn man ist der FCB. Also vielleicht stabilisieren wir uns und fangen an zu dominieren (auch wenn mir dafür nach wie vor zwei 8er fehlen, mit einem Kinso sind Ballverluste im ZM nämlich vorprogrammiert.) Aber selbst dann funktioniert das Ganze nur, wenn du in Topform bist.
Was unsere Konteranfälligkeit angeht: Die ist immer so ein wenig vorhanden, das liegt daran, dass jedes System mit viel Ballbesitz und hohem Aufbau anfällig dafür ist. Fußball 101. Aber deswegen muss ich doch bitteschön nicht auch noch ein System spielen, dass die Konterabsicherung noch weiter ausdünnt. Und im Vorjahrr hatten wir zum selben Zeitpunkt 10:4 Tore, das ist erheblich besser, gerade defensiv, als unsere 8:7 in diesem Jahr.
22.08.2021 - 17:06 Uhr
Zitat von Gonique
Na ich gebe ihm durchaus ne Chance, deswegen kritisiere ich ja auch, dass David aufgestellt wird. Wenn Walter so spielen möchte, dann muss er einen stabileren IV neben Schonlau bringen. Selbst wenn da nicht direkt Tore draus fallen, wirkt eine unsichere IV verunsichernd auf die ganze Mannschaft. Das kostet dich dann gut und gerne mal das Momentum im Spiel.
Das ändert aber nichts daran, dass ich das System bestenfalls schwierig finde. Wenn du eine Taktik spielt, bei der du dir im Prinzip keine Balllverluste im ZM erlauben darfst, dann schaffst du dir nur Probleme, weil Ballverluste in dem Bereich einfach vorkommen. Es sei denn man ist der FCB. Also vielleicht stabilisieren wir uns und fangen an zu dominieren (auch wenn mir dafür nach wie vor zwei 8er fehlen, mit einem Kinso sind Ballverluste im ZM nämlich vorprogrammiert.) Aber selbst dann funktioniert das Ganze nur, wenn du in Topform bist.
Was unsere Konteranfälligkeit angeht: Die ist immer so ein wenig vorhanden, das liegt daran, dass jedes System mit viel Ballbesitz und hohem Aufbau anfällig dafür ist. Fußball 101. Aber deswegen muss ich doch bitteschön nicht auch noch ein System spielen, dass die Konterabsicherung noch weiter ausdünnt. Und im Vorjahrr hatten wir zum selben Zeitpunkt 10:4 Tore, das ist erheblich besser, gerade defensiv, als unsere 8:7 in diesem Jahr.
Zitat von math1jsen
Ändert aber ja nichts an der Tatsache, dass wir auch unter Walters Vorgängern extrem Konteranfällig waren. Ich sehe halt persönlich nicht, wie wir dominant gegen tiefstehende Gegner spielen sollen, wenn wir nicht gleichzeitig defensiv ein gewisses Risiko eingehen.
Ja, Heyer sehe ich auch als Alternative. Aber: 1. War Heyer heute defensiv ebenso sehr wacklig in der ersten Hälfte und 2. sehe ich Heyer in Walters System eigentlich eher als Alternative für die 8 mit seiner Passsicherheit, antreibenden Spielweise und Torgefahr.
Ich bin bei der Skepsis des dauerhaften Erfolgs des Walter-Balls durchaus bei dir. Auf der anderen Seite hatte er in Kiel auch nicht den Kader, um das ernsthaft einfordern zu können und in Stuttgart zumindest einen Punkteschnitt, der über die Saison gesehen gereicht hätte. Auch zeigt ein ähnlich spielender Christian Titz in Liga 3 zumindest bisher, dass man damit oben mitspielen kann. Oben mitspielen, das erwarte ich in der vierten Zweitliga-Saison vom Trainer. Mehr ist schön, aber das vorauszusetzen auch utopisch. Ich habe halt die Befürchtung bzw. schon den Eindruck, dass manche hier bei Walter schon eine Art selbsterfüllende Prophezeiung aufstellen bezüglich Walters Spielweise und überhaupt nicht schauen, ob diese berechtigt sind. Wir spielen riskant hinten raus, aber die Gegentore resultierten soweit ich mich erinnere bisher eben nicht aus diesen Situationen. Heißt: Man mag das Harakiri finden, aber es ist Quatsch es zu verdammen, weil es uns auch nichts gekostet hat bisher. Wir haben noch zu wenig Präzision im Abschluss. Aber das liegt trotz der hohen Spielweise eben nicht daran, dass wir zu sehr im Zentrum klein-klein spielen. Wir versuchen durchaus das Spiel breit und tief zu machen und mit Seitenwechseln zu beschleunigen, aber teilweise fehlt noch die letzte Präzision. Das kann aber werden. Und Distanzschüsse sind auch etwas, was die Jungs lernen können. Dass wir da schwächer sind als andere Teams, ist aber auch nicht neu diese Saison.
Ich würde mich einfach wünschen, dem Trainer ehrlicher eine Chance zu geben als ihn jetzt schon zu verdammen, nur weil wir ein ansich gutes Spiel eben knapp nicht gewinnen und uns selber schlechter zu machen, als wir sind.
Zitat von Gonique
Thioune hat mit "pendelnder" Viererkette gespielt. Da sollte insbesondere Leibe immer stark mit aufrücken, dafür sollten dann drei Jungs hinten absichern, alternativ auch mal ein Vagnoman auf der anderen Seite mit dem Offensivlauf. Dass da manchmal nur zwei standen, ist kein Fehler im System - anders als bei Walter.
Was David betrifft: Ja klar hat er auch mal gute Aktionen, aber defensiv ist das einfach zu wacklig von ihm. Gerade die ersten 30 Minuten heute waren wieder mal eine reine Katastrophe. Für ein Spitzenteam und einen Aufstiegsaspiranten ist das einfach zu wenig. Die Alternative zu David ist für mich übrigens eindeutig Heyer, eigentlich passt der als Typ sogar perfekt in Walters System.
Ich breche hier nicht völlig den Stab über Walter, ich sehe die Vorteile an dem System und verstehe die Idee dahinter. Aber bis auf die Saison in Kiel, ist seine Spielidee nie wirklich aufgegangen und ich sehe einfach keinen Ansatz dafür, dass sich das dauerhaft ändern könnte.
Zitat von math1jsen
Wir sind doch anfällig für Konter seit wir zweite Liga spielen. Viele scheinen zu vergessen, dass auch Thioune gerne die AVs so hoch aufrücken hat lassen, dass wir teilweise nur mit zwei Mann Konter verteidigen mussten. Ich erinnere an das Spiel gegen exakt jenes Darmstadt, wo wir in Person von Honsak und Berko mehrfach sauber ausgekontert wurden (und anders als heute am Ende verloren haben, nur mal so). Dass der HSV konteranfällig ist, wurde auch letzte Saison von gegnerischen Trainern in PKs als Schwäche des HSV ausgemacht. Der Unterschied ist doch nur, dass die IVs nun auch aktiver ins Spielgeschehen vorne eingreifen. Man kann darüber streiten, ob da Chancen und Risiken im Einklang stehen, klar. Aber, dass offensive, dominante Mannschaften meist konteranfällig sind, das liegt in der Spielweise - war ja selbst bei Flicks Bayern so.
Auch die Kritik an David kann ich nicht so verstehen. Ja, auch heute verursacht er ein Gegentor und hatte sicher noch ein paar Wackler. Er hatte aber auch durchaus gute Szenen im Spielaufbau und er hat einen klaren Vorteil gegenüber der Alternative Leistner: Geschwindigkeit. Das ist doch noch viel tödlicher, wenn du im 1 vs 1 nicht hinterherkommst. Zumal Toni so sehr ich ihn mag, in der Vorbereitung alles andere als sicher wirkte dahinten.
Ich würde sogar dagegen halten, dass Walter durchaus pragmatischer in seiner Spielweise hier ist, als ihm das viele zugestehen würden. Er hat das Thiounsche 4-3-3 übernommen und für seine Spielweise etwas modifiziert. Trotzdem ist unser Spiel z.B. keineswegs so zentrumslastig wie das Walter gerne vorgeworfen wird. Stattdessen gibt es auch durch Jatta genügend Tiefenläufe und das Team versucht durchaus das Spiel breit zu machen. Wir hatten heute die Chancen für den Sieg. Wir waren deutlich verbessert in Standards, einem HSV-Dauerthema.
Ich sehe uns anfällig bei schnellen gegnerischen Seitenverlagerungen im Rückwärtsgang. Aber auch das ist ebenso. ein Problem, dass sich durch die 2. Liga-Zeit des HSV zieht.
Und ich sehe bei den Jungs verstärkt den Mut, auch mal 1 vs 1 zu gehen. Das kann dann auch mal böse laufen, wie heute einmal bei Heyer, aber es ist doch letztlich auch das Risiko, was viele hier immer sehen wollen (wenn man sich mal die Transferwünsche anschaut).
Zitat von Gonique
Ich bleibe dabei, sein System überzeugt mich gar nicht. Wir sind defensiv viel zu sehr auf Kante genäht und enorm anfällig für Konter. Und 15 von 18 Mannschaften werden gegen uns mal wieder auf Konter setzen.
Außerdem finde ich es problematisch dann dauerhaft einen David in der IV aufzustellen. Junge Spieler machen Fehler, damit muss man rechnen. Aber wenn man hinten ständig Mann gegen Mann spielt, ist das einfach tödlich.
Ich bleibe dabei, sein System überzeugt mich gar nicht. Wir sind defensiv viel zu sehr auf Kante genäht und enorm anfällig für Konter. Und 15 von 18 Mannschaften werden gegen uns mal wieder auf Konter setzen.
Außerdem finde ich es problematisch dann dauerhaft einen David in der IV aufzustellen. Junge Spieler machen Fehler, damit muss man rechnen. Aber wenn man hinten ständig Mann gegen Mann spielt, ist das einfach tödlich.
Wir sind doch anfällig für Konter seit wir zweite Liga spielen. Viele scheinen zu vergessen, dass auch Thioune gerne die AVs so hoch aufrücken hat lassen, dass wir teilweise nur mit zwei Mann Konter verteidigen mussten. Ich erinnere an das Spiel gegen exakt jenes Darmstadt, wo wir in Person von Honsak und Berko mehrfach sauber ausgekontert wurden (und anders als heute am Ende verloren haben, nur mal so). Dass der HSV konteranfällig ist, wurde auch letzte Saison von gegnerischen Trainern in PKs als Schwäche des HSV ausgemacht. Der Unterschied ist doch nur, dass die IVs nun auch aktiver ins Spielgeschehen vorne eingreifen. Man kann darüber streiten, ob da Chancen und Risiken im Einklang stehen, klar. Aber, dass offensive, dominante Mannschaften meist konteranfällig sind, das liegt in der Spielweise - war ja selbst bei Flicks Bayern so.
Auch die Kritik an David kann ich nicht so verstehen. Ja, auch heute verursacht er ein Gegentor und hatte sicher noch ein paar Wackler. Er hatte aber auch durchaus gute Szenen im Spielaufbau und er hat einen klaren Vorteil gegenüber der Alternative Leistner: Geschwindigkeit. Das ist doch noch viel tödlicher, wenn du im 1 vs 1 nicht hinterherkommst. Zumal Toni so sehr ich ihn mag, in der Vorbereitung alles andere als sicher wirkte dahinten.
Ich würde sogar dagegen halten, dass Walter durchaus pragmatischer in seiner Spielweise hier ist, als ihm das viele zugestehen würden. Er hat das Thiounsche 4-3-3 übernommen und für seine Spielweise etwas modifiziert. Trotzdem ist unser Spiel z.B. keineswegs so zentrumslastig wie das Walter gerne vorgeworfen wird. Stattdessen gibt es auch durch Jatta genügend Tiefenläufe und das Team versucht durchaus das Spiel breit zu machen. Wir hatten heute die Chancen für den Sieg. Wir waren deutlich verbessert in Standards, einem HSV-Dauerthema.
Ich sehe uns anfällig bei schnellen gegnerischen Seitenverlagerungen im Rückwärtsgang. Aber auch das ist ebenso. ein Problem, dass sich durch die 2. Liga-Zeit des HSV zieht.
Und ich sehe bei den Jungs verstärkt den Mut, auch mal 1 vs 1 zu gehen. Das kann dann auch mal böse laufen, wie heute einmal bei Heyer, aber es ist doch letztlich auch das Risiko, was viele hier immer sehen wollen (wenn man sich mal die Transferwünsche anschaut).
Thioune hat mit "pendelnder" Viererkette gespielt. Da sollte insbesondere Leibe immer stark mit aufrücken, dafür sollten dann drei Jungs hinten absichern, alternativ auch mal ein Vagnoman auf der anderen Seite mit dem Offensivlauf. Dass da manchmal nur zwei standen, ist kein Fehler im System - anders als bei Walter.
Was David betrifft: Ja klar hat er auch mal gute Aktionen, aber defensiv ist das einfach zu wacklig von ihm. Gerade die ersten 30 Minuten heute waren wieder mal eine reine Katastrophe. Für ein Spitzenteam und einen Aufstiegsaspiranten ist das einfach zu wenig. Die Alternative zu David ist für mich übrigens eindeutig Heyer, eigentlich passt der als Typ sogar perfekt in Walters System.
Ich breche hier nicht völlig den Stab über Walter, ich sehe die Vorteile an dem System und verstehe die Idee dahinter. Aber bis auf die Saison in Kiel, ist seine Spielidee nie wirklich aufgegangen und ich sehe einfach keinen Ansatz dafür, dass sich das dauerhaft ändern könnte.
Ändert aber ja nichts an der Tatsache, dass wir auch unter Walters Vorgängern extrem Konteranfällig waren. Ich sehe halt persönlich nicht, wie wir dominant gegen tiefstehende Gegner spielen sollen, wenn wir nicht gleichzeitig defensiv ein gewisses Risiko eingehen.
Ja, Heyer sehe ich auch als Alternative. Aber: 1. War Heyer heute defensiv ebenso sehr wacklig in der ersten Hälfte und 2. sehe ich Heyer in Walters System eigentlich eher als Alternative für die 8 mit seiner Passsicherheit, antreibenden Spielweise und Torgefahr.
Ich bin bei der Skepsis des dauerhaften Erfolgs des Walter-Balls durchaus bei dir. Auf der anderen Seite hatte er in Kiel auch nicht den Kader, um das ernsthaft einfordern zu können und in Stuttgart zumindest einen Punkteschnitt, der über die Saison gesehen gereicht hätte. Auch zeigt ein ähnlich spielender Christian Titz in Liga 3 zumindest bisher, dass man damit oben mitspielen kann. Oben mitspielen, das erwarte ich in der vierten Zweitliga-Saison vom Trainer. Mehr ist schön, aber das vorauszusetzen auch utopisch. Ich habe halt die Befürchtung bzw. schon den Eindruck, dass manche hier bei Walter schon eine Art selbsterfüllende Prophezeiung aufstellen bezüglich Walters Spielweise und überhaupt nicht schauen, ob diese berechtigt sind. Wir spielen riskant hinten raus, aber die Gegentore resultierten soweit ich mich erinnere bisher eben nicht aus diesen Situationen. Heißt: Man mag das Harakiri finden, aber es ist Quatsch es zu verdammen, weil es uns auch nichts gekostet hat bisher. Wir haben noch zu wenig Präzision im Abschluss. Aber das liegt trotz der hohen Spielweise eben nicht daran, dass wir zu sehr im Zentrum klein-klein spielen. Wir versuchen durchaus das Spiel breit und tief zu machen und mit Seitenwechseln zu beschleunigen, aber teilweise fehlt noch die letzte Präzision. Das kann aber werden. Und Distanzschüsse sind auch etwas, was die Jungs lernen können. Dass wir da schwächer sind als andere Teams, ist aber auch nicht neu diese Saison.
Ich würde mich einfach wünschen, dem Trainer ehrlicher eine Chance zu geben als ihn jetzt schon zu verdammen, nur weil wir ein ansich gutes Spiel eben knapp nicht gewinnen und uns selber schlechter zu machen, als wir sind.
Na ich gebe ihm durchaus ne Chance, deswegen kritisiere ich ja auch, dass David aufgestellt wird. Wenn Walter so spielen möchte, dann muss er einen stabileren IV neben Schonlau bringen. Selbst wenn da nicht direkt Tore draus fallen, wirkt eine unsichere IV verunsichernd auf die ganze Mannschaft. Das kostet dich dann gut und gerne mal das Momentum im Spiel.
Das ändert aber nichts daran, dass ich das System bestenfalls schwierig finde. Wenn du eine Taktik spielt, bei der du dir im Prinzip keine Balllverluste im ZM erlauben darfst, dann schaffst du dir nur Probleme, weil Ballverluste in dem Bereich einfach vorkommen. Es sei denn man ist der FCB. Also vielleicht stabilisieren wir uns und fangen an zu dominieren (auch wenn mir dafür nach wie vor zwei 8er fehlen, mit einem Kinso sind Ballverluste im ZM nämlich vorprogrammiert.) Aber selbst dann funktioniert das Ganze nur, wenn du in Topform bist.
Was unsere Konteranfälligkeit angeht: Die ist immer so ein wenig vorhanden, das liegt daran, dass jedes System mit viel Ballbesitz und hohem Aufbau anfällig dafür ist. Fußball 101. Aber deswegen muss ich doch bitteschön nicht auch noch ein System spielen, dass die Konterabsicherung noch weiter ausdünnt. Und im Vorjahrr hatten wir zum selben Zeitpunkt 10:4 Tore, das ist erheblich besser, gerade defensiv, als unsere 8:7 in diesem Jahr.
Vieles richtig was du sagst. Aber bitte keine Vergleiche zum Vorjahr. Da hatten wir in der Hinrunde so einige Spiele die für HSV-Verhältnisse geradezu entspannend und unbekannt souverän waren. Da dachte ich "Endlich!".
Ende bekannt.
Ich finde die Herangehensweise (nicht das System) von Walter weiterhin spannend, weil er viele Dinge aufbricht. Und ich will unbedingt sehen, wie das Spiel mit zwei stabilen 8ern aussieht. Hier haben wir noch keine Balance und ich hoffe auf die kommende Woche.
Das die Spiele Achterbahnen sind, sollte mittlerweile gelernt sein.
22.08.2021 - 19:30 Uhr
Zitat von Gonique
Ich breche hier nicht völlig den Stab über Walter (…) Aber bis auf die Saison in Kiel, ist seine Spielidee nie wirklich aufgegangen und ich sehe einfach keinen Ansatz dafür, dass sich das dauerhaft ändern könnte.
Ich breche hier nicht völlig den Stab über Walter (…) Aber bis auf die Saison in Kiel, ist seine Spielidee nie wirklich aufgegangen und ich sehe einfach keinen Ansatz dafür, dass sich das dauerhaft ändern könnte.
Merkste hoffentlich selber, oder?
(Sein) Erstes Jahr im Herrenfußball mit einer U21 (Feldhahn und Wriedt (+ Rössl, der ein einziges Spiel über 16 Minuten gemacht hat) die einzigen Spieler über 21) 2. Platz, erster wurden die Freunde aus Barfuß Betlehem 1860 München. Der 3. Platzierte Schweinfurt war 6 Punkte dahinter und hatte eine um 16 Tore schlechtere Tordifferenz. Hab schon schlechtere Trainer gesehen!
Im Jahr darauf 2. Liga, komplett anderes Team. Die in der Relegation gescheiterten Kieler auf einen 6. Platz gebracht, obwohl man mit Czichos und Drexler zwei Säulen des Teams ersetzen musste. Als Ersatz hat man ihm mit Wahl einen guten Zweitligaverteidiger und mit Lee eine 25 jährige Wundertüte aus Südkorea, der bis dato noch nie außerhalb Südkoreas gespielt hatte, zur Verfügung gestellt. Des Weiteren bestand der Sturm aus einem Serra, der mit der Empfehlung von 3 Toren aus 13 Regionalliga-Spielen und satten 132 Zweitliga-Minuten (ohne Tor) zu Kiel kam. Einem Benjamin Girth, der zwar zuvor 19 Tore in 36 Drittligapartien erzielte, aber bis dato auch nie höher gespielt hatte. Und zu guter Letzt Aaron Seydel, der ganze 25 Zweitligaspiele, sowie 2 Tore und 4 Vorlagen vorzuweisen hatte.
Optimale Bedingungen also!
Und dann sein 20-Spiele-Engagement beim VfB Stuttgart, wo er auf Platz 3 (2 Punkte hinter Platz 2, 3 auf Platz 1 und 4 Punkte auf Platz 4) entlassen wurde. Sein Nachfolger Matarazzo hatte sogar einen schlechteren Punkteschnitt und ist trotzdem aufgestiegen. Aber mit einem Verein wie Stuttgart ist das ja auch ein Selbstläufer. Vor allem mit Spielern wie Didavi, Gomez und Castro, die gemeinhin als Mentalitätsmonster und Zweitliga-Experten gelten oder millionenschweren, internationalen Toptalenten wie Ascasibar oder Silas die kein Wort deutsch sprechen. Ein Kinderspiel. Von der katastrophalen Chancenverwertung dieser Topstars mal ganz zu schweigen, wo man Walter noch nichtmal Schuld für geben kann.
Unterm Strich: Tim Walter hat noch nie eine Mannschaft (Jugend ausgenommen) länger als ein Jahr trainiert. Trotzdem hat er stets respektable Ergebnisse erzielt und jetzt kommst du als neunmalkluger Ziehsohn von Guardiola um die Ecke und behauptest, dass seine Spielidee mit Ausnahme von Kiel noch nie aufgegangen ist. Respekt. Mir fallen nicht viele Trainer ein, die so eine Vita vorweisen können. Die, die es können stehen meistens Dienstags/Mittwochs mit feinem Zwirn an der Seitenlinie.
Gebt dem Mann bloß keine Zeit, holt am besten morgen schon so Welttrainer wie Grammozis, Tedesco oder Co. ran, die für defensive Stabilität und offensiver Kreativitätsarmut stehen. Hauptsache defensiv gut stehen, das ist für Vereine die mindestens die Hälfte der Spiele gewinnen wollen in jedem Fall zielführender. Oder so ein Jugendförderer wie Uwe Neuhaus und alle Jugendspieler drölfzig mal verleihen und dann rumheulen, dass es die Tahs und Demirbays dieser Welt (komplett unerwartet) woanders hinzieht.
Welcher Fan möchte bitte einen Trainer mit einer bisher (ausschließlich!) erfolgreichen Vita, der sich mit dem Verein identifiziert, die Spieler zur eben jenen Identifikation anstiftet, einen attraktiven Spielstil pflegt, nach wenigen Wochen schon erste Erfolgserlebnisse vorweisen kann und auf die eigene Jugend setzt? Nee, bitte nicht!
Nach 10-11 Wochen muss die fußballerische Weltherrschaft allerspätestens eingetütet sein, aber bitte ohne Risiko! Wie jedes Kleinkind weiß gilt schließlich: je kleiner das Risiko, desto höher der Ertrag. Und: je weniger Zeit ein Trainer bei einem Verein verbringt, desto erfolgreicher.
Wirklich, der „Geduldsfaden“ einiger Fans ist selbst unter dem stärksten Elektronenmikroskop der Welt nicht ausfindig zu machen. Für Fehlertoleranz und Risikobereitschaft ist selbst mit den ausgeklügeltsten Messverfahren keine Akzeptanz nachweisbar.
Eine Niederlage nach wenigen Wochen im Amt?
Raus! Sofort!
Wer soll denn der Nachfolger sein?
Keine Ahnung mir egal, Hauptsache erstmal weg mit dem! Oder: xy.
Aber der hat doch schon nachweislich und Station a und b nicht funktioniert und in den und den Punkten, die für uns gesteigerte Bedeutung haben, nicht überzeugt?
Egal, ich möchte den aktuellen einfach nicht mehr sehen!
Wie wäre es mal mit etwas Geduld, einige haben es damit dorthin geschafft, wo Sie gerne hinmöchten.
Nein, bloß nicht! Handeln, bevor es zu spät ist! Ich sehe bei meiner seit 10 Wochen schwangeren Frau schon Komplikationen bei der Geburt. Herr Doktor, machen Sie umgehend einen Kaiserschnitt!
Aber werter Herr, das ist für das Kind weitaus gefährlicher als die ganze Schwangerschaft abzuwarten. Außerdem ist aktuell nicht abzusehen, dass es für Frau und Kind eine Gefahr werden wird!
Ich wiederhole mich nicht gern zweimal! Handeln, bevor es zu spät ist!
22.08.2021 - 20:05 Uhr
Also mutig ist er. Suhonen und Rohr für Kinsombi und Reis fand ich spannend. Das hat mir gefallen.
Wechsel heute passten. Mitreißendes Spiel, hatte was von einem Rocky Boxkampf, wo jeder austeilt und einsteckt. Ging hin und her. Teilweise ein bisschen wild. Aber ich fand das man schon Fortschritte sehen konnte. Auch in der 2. Halbzeit hat man weiter gut Fussball gespielt, die Abschlüsse hätte ich mir mehr gewünscht.
Wechsel heute passten. Mitreißendes Spiel, hatte was von einem Rocky Boxkampf, wo jeder austeilt und einsteckt. Ging hin und her. Teilweise ein bisschen wild. Aber ich fand das man schon Fortschritte sehen konnte. Auch in der 2. Halbzeit hat man weiter gut Fussball gespielt, die Abschlüsse hätte ich mir mehr gewünscht.
22.08.2021 - 20:16 Uhr
Zitat von Miller
Also mutig ist er. Suhonen und Rohr für Kinsombi und Reis fand ich spannend. Das hat mir gefallen.
Wechsel heute passten. Mitreißendes Spiel, hatte was von einem Rocky Boxkampf, wo jeder austeilt und einsteckt. Ging hin und her. Teilweise ein bisschen wild. Aber ich fand das man schon Fortschritte sehen konnte. Auch in der 2. Halbzeit hat man weiter gut Fussball gespielt, die Abschlüsse hätte ich mir mehr gewünscht.
Also mutig ist er. Suhonen und Rohr für Kinsombi und Reis fand ich spannend. Das hat mir gefallen.
Wechsel heute passten. Mitreißendes Spiel, hatte was von einem Rocky Boxkampf, wo jeder austeilt und einsteckt. Ging hin und her. Teilweise ein bisschen wild. Aber ich fand das man schon Fortschritte sehen konnte. Auch in der 2. Halbzeit hat man weiter gut Fussball gespielt, die Abschlüsse hätte ich mir mehr gewünscht.
Hinten sah das erste Hälfte nach ein Massaker aus !
Da stimmt es in den letzten Spielen Null.
Nach vorn ist ein Kittel zu wenig wenn ich die erste Chance sehe wo er auf Jatta rüber spielt muss mehr kommen.
Jatta bemüht sich erläuft sich gute Wege und hin und wieder mit ein guten Pressing wo er Bälle gewinnt aber die Chancen und Gefährlichkeit oder Möglichkeiten raus spielen geht ihm voll ab sorry .. was bringt es wenn er 80 Mal an läuft und nur 1 Tor Rum kommt?
Es fehlt mir noch ein lautstarken Spieler auf der 8 die Mitte zusammenhält und ein RA .
Bissl Zeit sollt man dem Trainer und Team noch geben .
22.08.2021 - 20:43 Uhr
Zitat von Ridanho
Merkste hoffentlich selber, oder?
(Sein) Erstes Jahr im Herrenfußball mit einer U21 (Feldhahn und Wriedt (+ Rössl, der ein einziges Spiel über 16 Minuten gemacht hat) die einzigen Spieler über 21) 2. Platz, erster wurden die Freunde aus Barfuß Betlehem 1860 München. Der 3. Platzierte Schweinfurt war 6 Punkte dahinter und hatte eine um 16 Tore schlechtere Tordifferenz. Hab schon schlechtere Trainer gesehen!
Im Jahr darauf 2. Liga, komplett anderes Team. Die in der Relegation gescheiterten Kieler auf einen 6. Platz gebracht, obwohl man mit Czichos und Drexler zwei Säulen des Teams ersetzen musste. Als Ersatz hat man ihm mit Wahl einen guten Zweitligaverteidiger und mit Lee eine 25 jährige Wundertüte aus Südkorea, der bis dato noch nie außerhalb Südkoreas gespielt hatte, zur Verfügung gestellt. Des Weiteren bestand der Sturm aus einem Serra, der mit der Empfehlung von 3 Toren aus 13 Regionalliga-Spielen und satten 132 Zweitliga-Minuten (ohne Tor) zu Kiel kam. Einem Benjamin Girth, der zwar zuvor 19 Tore in 36 Drittligapartien erzielte, aber bis dato auch nie höher gespielt hatte. Und zu guter Letzt Aaron Seydel, der ganze 25 Zweitligaspiele, sowie 2 Tore und 4 Vorlagen vorzuweisen hatte.
Optimale Bedingungen also!
Und dann sein 20-Spiele-Engagement beim VfB Stuttgart, wo er auf Platz 3 (2 Punkte hinter Platz 2, 3 auf Platz 1 und 4 Punkte auf Platz 4) entlassen wurde. Sein Nachfolger Matarazzo hatte sogar einen schlechteren Punkteschnitt und ist trotzdem aufgestiegen. Aber mit einem Verein wie Stuttgart ist das ja auch ein Selbstläufer. Vor allem mit Spielern wie Didavi, Gomez und Castro, die gemeinhin als Mentalitätsmonster und Zweitliga-Experten gelten oder millionenschweren, internationalen Toptalenten wie Ascasibar oder Silas die kein Wort deutsch sprechen. Ein Kinderspiel. Von der katastrophalen Chancenverwertung dieser Topstars mal ganz zu schweigen, wo man Walter noch nichtmal Schuld für geben kann.
Unterm Strich: Tim Walter hat noch nie eine Mannschaft (Jugend ausgenommen) länger als ein Jahr trainiert. Trotzdem hat er stets respektable Ergebnisse erzielt und jetzt kommst du als neunmalkluger Ziehsohn von Guardiola um die Ecke und behauptest, dass seine Spielidee mit Ausnahme von Kiel noch nie aufgegangen ist. Respekt. Mir fallen nicht viele Trainer ein, die so eine Vita vorweisen können. Die, die es können stehen meistens Dienstags/Mittwochs mit feinem Zwirn an der Seitenlinie.
Gebt dem Mann bloß keine Zeit, holt am besten morgen schon so Welttrainer wie Grammozis, Tedesco oder Co. ran, die für defensive Stabilität und offensiver Kreativitätsarmut stehen. Hauptsache defensiv gut stehen, das ist für Vereine die mindestens die Hälfte der Spiele gewinnen wollen in jedem Fall zielführender. Oder so ein Jugendförderer wie Uwe Neuhaus und alle Jugendspieler drölfzig mal verleihen und dann rumheulen, dass es die Tahs und Demirbays dieser Welt (komplett unerwartet) woanders hinzieht.
Welcher Fan möchte bitte einen Trainer mit einer bisher (ausschließlich!) erfolgreichen Vita, der sich mit dem Verein identifiziert, die Spieler zur eben jenen Identifikation anstiftet, einen attraktiven Spielstil pflegt, nach wenigen Wochen schon erste Erfolgserlebnisse vorweisen kann und auf die eigene Jugend setzt? Nee, bitte nicht!
Nach 10-11 Wochen muss die fußballerische Weltherrschaft allerspätestens eingetütet sein, aber bitte ohne Risiko! Wie jedes Kleinkind weiß gilt schließlich: je kleiner das Risiko, desto höher der Ertrag. Und: je weniger Zeit ein Trainer bei einem Verein verbringt, desto erfolgreicher.
Wirklich, der „Geduldsfaden“ einiger Fans ist selbst unter dem stärksten Elektronenmikroskop der Welt nicht ausfindig zu machen. Für Fehlertoleranz und Risikobereitschaft ist selbst mit den ausgeklügeltsten Messverfahren keine Akzeptanz nachweisbar.
Eine Niederlage nach wenigen Wochen im Amt?
Raus! Sofort!
Wer soll denn der Nachfolger sein?
Keine Ahnung mir egal, Hauptsache erstmal weg mit dem! Oder: xy.
Aber der hat doch schon nachweislich und Station a und b nicht funktioniert und in den und den Punkten, die für uns gesteigerte Bedeutung haben, nicht überzeugt?
Egal, ich möchte den aktuellen einfach nicht mehr sehen!
Wie wäre es mal mit etwas Geduld, einige haben es damit dorthin geschafft, wo Sie gerne hinmöchten.
Nein, bloß nicht! Handeln, bevor es zu spät ist! Ich sehe bei meiner seit 10 Wochen schwangeren Frau schon Komplikationen bei der Geburt. Herr Doktor, machen Sie umgehend einen Kaiserschnitt!
Aber werter Herr, das ist für das Kind weitaus gefährlicher als die ganze Schwangerschaft abzuwarten. Außerdem ist aktuell nicht abzusehen, dass es für Frau und Kind eine Gefahr werden wird!
Ich wiederhole mich nicht gern zweimal! Handeln, bevor es zu spät ist!
Zitat von Gonique
Ich breche hier nicht völlig den Stab über Walter (…) Aber bis auf die Saison in Kiel, ist seine Spielidee nie wirklich aufgegangen und ich sehe einfach keinen Ansatz dafür, dass sich das dauerhaft ändern könnte.
Ich breche hier nicht völlig den Stab über Walter (…) Aber bis auf die Saison in Kiel, ist seine Spielidee nie wirklich aufgegangen und ich sehe einfach keinen Ansatz dafür, dass sich das dauerhaft ändern könnte.
Merkste hoffentlich selber, oder?
(Sein) Erstes Jahr im Herrenfußball mit einer U21 (Feldhahn und Wriedt (+ Rössl, der ein einziges Spiel über 16 Minuten gemacht hat) die einzigen Spieler über 21) 2. Platz, erster wurden die Freunde aus Barfuß Betlehem 1860 München. Der 3. Platzierte Schweinfurt war 6 Punkte dahinter und hatte eine um 16 Tore schlechtere Tordifferenz. Hab schon schlechtere Trainer gesehen!
Im Jahr darauf 2. Liga, komplett anderes Team. Die in der Relegation gescheiterten Kieler auf einen 6. Platz gebracht, obwohl man mit Czichos und Drexler zwei Säulen des Teams ersetzen musste. Als Ersatz hat man ihm mit Wahl einen guten Zweitligaverteidiger und mit Lee eine 25 jährige Wundertüte aus Südkorea, der bis dato noch nie außerhalb Südkoreas gespielt hatte, zur Verfügung gestellt. Des Weiteren bestand der Sturm aus einem Serra, der mit der Empfehlung von 3 Toren aus 13 Regionalliga-Spielen und satten 132 Zweitliga-Minuten (ohne Tor) zu Kiel kam. Einem Benjamin Girth, der zwar zuvor 19 Tore in 36 Drittligapartien erzielte, aber bis dato auch nie höher gespielt hatte. Und zu guter Letzt Aaron Seydel, der ganze 25 Zweitligaspiele, sowie 2 Tore und 4 Vorlagen vorzuweisen hatte.
Optimale Bedingungen also!
Und dann sein 20-Spiele-Engagement beim VfB Stuttgart, wo er auf Platz 3 (2 Punkte hinter Platz 2, 3 auf Platz 1 und 4 Punkte auf Platz 4) entlassen wurde. Sein Nachfolger Matarazzo hatte sogar einen schlechteren Punkteschnitt und ist trotzdem aufgestiegen. Aber mit einem Verein wie Stuttgart ist das ja auch ein Selbstläufer. Vor allem mit Spielern wie Didavi, Gomez und Castro, die gemeinhin als Mentalitätsmonster und Zweitliga-Experten gelten oder millionenschweren, internationalen Toptalenten wie Ascasibar oder Silas die kein Wort deutsch sprechen. Ein Kinderspiel. Von der katastrophalen Chancenverwertung dieser Topstars mal ganz zu schweigen, wo man Walter noch nichtmal Schuld für geben kann.
Unterm Strich: Tim Walter hat noch nie eine Mannschaft (Jugend ausgenommen) länger als ein Jahr trainiert. Trotzdem hat er stets respektable Ergebnisse erzielt und jetzt kommst du als neunmalkluger Ziehsohn von Guardiola um die Ecke und behauptest, dass seine Spielidee mit Ausnahme von Kiel noch nie aufgegangen ist. Respekt. Mir fallen nicht viele Trainer ein, die so eine Vita vorweisen können. Die, die es können stehen meistens Dienstags/Mittwochs mit feinem Zwirn an der Seitenlinie.
Gebt dem Mann bloß keine Zeit, holt am besten morgen schon so Welttrainer wie Grammozis, Tedesco oder Co. ran, die für defensive Stabilität und offensiver Kreativitätsarmut stehen. Hauptsache defensiv gut stehen, das ist für Vereine die mindestens die Hälfte der Spiele gewinnen wollen in jedem Fall zielführender. Oder so ein Jugendförderer wie Uwe Neuhaus und alle Jugendspieler drölfzig mal verleihen und dann rumheulen, dass es die Tahs und Demirbays dieser Welt (komplett unerwartet) woanders hinzieht.
Welcher Fan möchte bitte einen Trainer mit einer bisher (ausschließlich!) erfolgreichen Vita, der sich mit dem Verein identifiziert, die Spieler zur eben jenen Identifikation anstiftet, einen attraktiven Spielstil pflegt, nach wenigen Wochen schon erste Erfolgserlebnisse vorweisen kann und auf die eigene Jugend setzt? Nee, bitte nicht!
Nach 10-11 Wochen muss die fußballerische Weltherrschaft allerspätestens eingetütet sein, aber bitte ohne Risiko! Wie jedes Kleinkind weiß gilt schließlich: je kleiner das Risiko, desto höher der Ertrag. Und: je weniger Zeit ein Trainer bei einem Verein verbringt, desto erfolgreicher.
Wirklich, der „Geduldsfaden“ einiger Fans ist selbst unter dem stärksten Elektronenmikroskop der Welt nicht ausfindig zu machen. Für Fehlertoleranz und Risikobereitschaft ist selbst mit den ausgeklügeltsten Messverfahren keine Akzeptanz nachweisbar.
Eine Niederlage nach wenigen Wochen im Amt?
Raus! Sofort!
Wer soll denn der Nachfolger sein?
Keine Ahnung mir egal, Hauptsache erstmal weg mit dem! Oder: xy.
Aber der hat doch schon nachweislich und Station a und b nicht funktioniert und in den und den Punkten, die für uns gesteigerte Bedeutung haben, nicht überzeugt?
Egal, ich möchte den aktuellen einfach nicht mehr sehen!
Wie wäre es mal mit etwas Geduld, einige haben es damit dorthin geschafft, wo Sie gerne hinmöchten.
Nein, bloß nicht! Handeln, bevor es zu spät ist! Ich sehe bei meiner seit 10 Wochen schwangeren Frau schon Komplikationen bei der Geburt. Herr Doktor, machen Sie umgehend einen Kaiserschnitt!
Aber werter Herr, das ist für das Kind weitaus gefährlicher als die ganze Schwangerschaft abzuwarten. Außerdem ist aktuell nicht abzusehen, dass es für Frau und Kind eine Gefahr werden wird!
Ich wiederhole mich nicht gern zweimal! Handeln, bevor es zu spät ist!
Vielen Dank für deine Zeit, diesen Beitrag zu verfassen. Welt!
22.08.2021 - 21:02 Uhr
Zitat von textmarka
Vielen Dank für deine Zeit, diesen Beitrag zu verfassen. Welt!
Zitat von Ridanho
Merkste hoffentlich selber, oder?
(Sein) Erstes Jahr im Herrenfußball mit einer U21 (Feldhahn und Wriedt (+ Rössl, der ein einziges Spiel über 16 Minuten gemacht hat) die einzigen Spieler über 21) 2. Platz, erster wurden die Freunde aus Barfuß Betlehem 1860 München. Der 3. Platzierte Schweinfurt war 6 Punkte dahinter und hatte eine um 16 Tore schlechtere Tordifferenz. Hab schon schlechtere Trainer gesehen!
Im Jahr darauf 2. Liga, komplett anderes Team. Die in der Relegation gescheiterten Kieler auf einen 6. Platz gebracht, obwohl man mit Czichos und Drexler zwei Säulen des Teams ersetzen musste. Als Ersatz hat man ihm mit Wahl einen guten Zweitligaverteidiger und mit Lee eine 25 jährige Wundertüte aus Südkorea, der bis dato noch nie außerhalb Südkoreas gespielt hatte, zur Verfügung gestellt. Des Weiteren bestand der Sturm aus einem Serra, der mit der Empfehlung von 3 Toren aus 13 Regionalliga-Spielen und satten 132 Zweitliga-Minuten (ohne Tor) zu Kiel kam. Einem Benjamin Girth, der zwar zuvor 19 Tore in 36 Drittligapartien erzielte, aber bis dato auch nie höher gespielt hatte. Und zu guter Letzt Aaron Seydel, der ganze 25 Zweitligaspiele, sowie 2 Tore und 4 Vorlagen vorzuweisen hatte.
Optimale Bedingungen also!
Und dann sein 20-Spiele-Engagement beim VfB Stuttgart, wo er auf Platz 3 (2 Punkte hinter Platz 2, 3 auf Platz 1 und 4 Punkte auf Platz 4) entlassen wurde. Sein Nachfolger Matarazzo hatte sogar einen schlechteren Punkteschnitt und ist trotzdem aufgestiegen. Aber mit einem Verein wie Stuttgart ist das ja auch ein Selbstläufer. Vor allem mit Spielern wie Didavi, Gomez und Castro, die gemeinhin als Mentalitätsmonster und Zweitliga-Experten gelten oder millionenschweren, internationalen Toptalenten wie Ascasibar oder Silas die kein Wort deutsch sprechen. Ein Kinderspiel. Von der katastrophalen Chancenverwertung dieser Topstars mal ganz zu schweigen, wo man Walter noch nichtmal Schuld für geben kann.
Unterm Strich: Tim Walter hat noch nie eine Mannschaft (Jugend ausgenommen) länger als ein Jahr trainiert. Trotzdem hat er stets respektable Ergebnisse erzielt und jetzt kommst du als neunmalkluger Ziehsohn von Guardiola um die Ecke und behauptest, dass seine Spielidee mit Ausnahme von Kiel noch nie aufgegangen ist. Respekt. Mir fallen nicht viele Trainer ein, die so eine Vita vorweisen können. Die, die es können stehen meistens Dienstags/Mittwochs mit feinem Zwirn an der Seitenlinie.
Gebt dem Mann bloß keine Zeit, holt am besten morgen schon so Welttrainer wie Grammozis, Tedesco oder Co. ran, die für defensive Stabilität und offensiver Kreativitätsarmut stehen. Hauptsache defensiv gut stehen, das ist für Vereine die mindestens die Hälfte der Spiele gewinnen wollen in jedem Fall zielführender. Oder so ein Jugendförderer wie Uwe Neuhaus und alle Jugendspieler drölfzig mal verleihen und dann rumheulen, dass es die Tahs und Demirbays dieser Welt (komplett unerwartet) woanders hinzieht.
Welcher Fan möchte bitte einen Trainer mit einer bisher (ausschließlich!) erfolgreichen Vita, der sich mit dem Verein identifiziert, die Spieler zur eben jenen Identifikation anstiftet, einen attraktiven Spielstil pflegt, nach wenigen Wochen schon erste Erfolgserlebnisse vorweisen kann und auf die eigene Jugend setzt? Nee, bitte nicht!
Nach 10-11 Wochen muss die fußballerische Weltherrschaft allerspätestens eingetütet sein, aber bitte ohne Risiko! Wie jedes Kleinkind weiß gilt schließlich: je kleiner das Risiko, desto höher der Ertrag. Und: je weniger Zeit ein Trainer bei einem Verein verbringt, desto erfolgreicher.
Wirklich, der „Geduldsfaden“ einiger Fans ist selbst unter dem stärksten Elektronenmikroskop der Welt nicht ausfindig zu machen. Für Fehlertoleranz und Risikobereitschaft ist selbst mit den ausgeklügeltsten Messverfahren keine Akzeptanz nachweisbar.
Eine Niederlage nach wenigen Wochen im Amt?
Raus! Sofort!
Wer soll denn der Nachfolger sein?
Keine Ahnung mir egal, Hauptsache erstmal weg mit dem! Oder: xy.
Aber der hat doch schon nachweislich und Station a und b nicht funktioniert und in den und den Punkten, die für uns gesteigerte Bedeutung haben, nicht überzeugt?
Egal, ich möchte den aktuellen einfach nicht mehr sehen!
Wie wäre es mal mit etwas Geduld, einige haben es damit dorthin geschafft, wo Sie gerne hinmöchten.
Nein, bloß nicht! Handeln, bevor es zu spät ist! Ich sehe bei meiner seit 10 Wochen schwangeren Frau schon Komplikationen bei der Geburt. Herr Doktor, machen Sie umgehend einen Kaiserschnitt!
Aber werter Herr, das ist für das Kind weitaus gefährlicher als die ganze Schwangerschaft abzuwarten. Außerdem ist aktuell nicht abzusehen, dass es für Frau und Kind eine Gefahr werden wird!
Ich wiederhole mich nicht gern zweimal! Handeln, bevor es zu spät ist!
Zitat von Gonique
Ich breche hier nicht völlig den Stab über Walter (…) Aber bis auf die Saison in Kiel, ist seine Spielidee nie wirklich aufgegangen und ich sehe einfach keinen Ansatz dafür, dass sich das dauerhaft ändern könnte.
Ich breche hier nicht völlig den Stab über Walter (…) Aber bis auf die Saison in Kiel, ist seine Spielidee nie wirklich aufgegangen und ich sehe einfach keinen Ansatz dafür, dass sich das dauerhaft ändern könnte.
Merkste hoffentlich selber, oder?
(Sein) Erstes Jahr im Herrenfußball mit einer U21 (Feldhahn und Wriedt (+ Rössl, der ein einziges Spiel über 16 Minuten gemacht hat) die einzigen Spieler über 21) 2. Platz, erster wurden die Freunde aus Barfuß Betlehem 1860 München. Der 3. Platzierte Schweinfurt war 6 Punkte dahinter und hatte eine um 16 Tore schlechtere Tordifferenz. Hab schon schlechtere Trainer gesehen!
Im Jahr darauf 2. Liga, komplett anderes Team. Die in der Relegation gescheiterten Kieler auf einen 6. Platz gebracht, obwohl man mit Czichos und Drexler zwei Säulen des Teams ersetzen musste. Als Ersatz hat man ihm mit Wahl einen guten Zweitligaverteidiger und mit Lee eine 25 jährige Wundertüte aus Südkorea, der bis dato noch nie außerhalb Südkoreas gespielt hatte, zur Verfügung gestellt. Des Weiteren bestand der Sturm aus einem Serra, der mit der Empfehlung von 3 Toren aus 13 Regionalliga-Spielen und satten 132 Zweitliga-Minuten (ohne Tor) zu Kiel kam. Einem Benjamin Girth, der zwar zuvor 19 Tore in 36 Drittligapartien erzielte, aber bis dato auch nie höher gespielt hatte. Und zu guter Letzt Aaron Seydel, der ganze 25 Zweitligaspiele, sowie 2 Tore und 4 Vorlagen vorzuweisen hatte.
Optimale Bedingungen also!
Und dann sein 20-Spiele-Engagement beim VfB Stuttgart, wo er auf Platz 3 (2 Punkte hinter Platz 2, 3 auf Platz 1 und 4 Punkte auf Platz 4) entlassen wurde. Sein Nachfolger Matarazzo hatte sogar einen schlechteren Punkteschnitt und ist trotzdem aufgestiegen. Aber mit einem Verein wie Stuttgart ist das ja auch ein Selbstläufer. Vor allem mit Spielern wie Didavi, Gomez und Castro, die gemeinhin als Mentalitätsmonster und Zweitliga-Experten gelten oder millionenschweren, internationalen Toptalenten wie Ascasibar oder Silas die kein Wort deutsch sprechen. Ein Kinderspiel. Von der katastrophalen Chancenverwertung dieser Topstars mal ganz zu schweigen, wo man Walter noch nichtmal Schuld für geben kann.
Unterm Strich: Tim Walter hat noch nie eine Mannschaft (Jugend ausgenommen) länger als ein Jahr trainiert. Trotzdem hat er stets respektable Ergebnisse erzielt und jetzt kommst du als neunmalkluger Ziehsohn von Guardiola um die Ecke und behauptest, dass seine Spielidee mit Ausnahme von Kiel noch nie aufgegangen ist. Respekt. Mir fallen nicht viele Trainer ein, die so eine Vita vorweisen können. Die, die es können stehen meistens Dienstags/Mittwochs mit feinem Zwirn an der Seitenlinie.
Gebt dem Mann bloß keine Zeit, holt am besten morgen schon so Welttrainer wie Grammozis, Tedesco oder Co. ran, die für defensive Stabilität und offensiver Kreativitätsarmut stehen. Hauptsache defensiv gut stehen, das ist für Vereine die mindestens die Hälfte der Spiele gewinnen wollen in jedem Fall zielführender. Oder so ein Jugendförderer wie Uwe Neuhaus und alle Jugendspieler drölfzig mal verleihen und dann rumheulen, dass es die Tahs und Demirbays dieser Welt (komplett unerwartet) woanders hinzieht.
Welcher Fan möchte bitte einen Trainer mit einer bisher (ausschließlich!) erfolgreichen Vita, der sich mit dem Verein identifiziert, die Spieler zur eben jenen Identifikation anstiftet, einen attraktiven Spielstil pflegt, nach wenigen Wochen schon erste Erfolgserlebnisse vorweisen kann und auf die eigene Jugend setzt? Nee, bitte nicht!
Nach 10-11 Wochen muss die fußballerische Weltherrschaft allerspätestens eingetütet sein, aber bitte ohne Risiko! Wie jedes Kleinkind weiß gilt schließlich: je kleiner das Risiko, desto höher der Ertrag. Und: je weniger Zeit ein Trainer bei einem Verein verbringt, desto erfolgreicher.
Wirklich, der „Geduldsfaden“ einiger Fans ist selbst unter dem stärksten Elektronenmikroskop der Welt nicht ausfindig zu machen. Für Fehlertoleranz und Risikobereitschaft ist selbst mit den ausgeklügeltsten Messverfahren keine Akzeptanz nachweisbar.
Eine Niederlage nach wenigen Wochen im Amt?
Raus! Sofort!
Wer soll denn der Nachfolger sein?
Keine Ahnung mir egal, Hauptsache erstmal weg mit dem! Oder: xy.
Aber der hat doch schon nachweislich und Station a und b nicht funktioniert und in den und den Punkten, die für uns gesteigerte Bedeutung haben, nicht überzeugt?
Egal, ich möchte den aktuellen einfach nicht mehr sehen!
Wie wäre es mal mit etwas Geduld, einige haben es damit dorthin geschafft, wo Sie gerne hinmöchten.
Nein, bloß nicht! Handeln, bevor es zu spät ist! Ich sehe bei meiner seit 10 Wochen schwangeren Frau schon Komplikationen bei der Geburt. Herr Doktor, machen Sie umgehend einen Kaiserschnitt!
Aber werter Herr, das ist für das Kind weitaus gefährlicher als die ganze Schwangerschaft abzuwarten. Außerdem ist aktuell nicht abzusehen, dass es für Frau und Kind eine Gefahr werden wird!
Ich wiederhole mich nicht gern zweimal! Handeln, bevor es zu spät ist!
Vielen Dank für deine Zeit, diesen Beitrag zu verfassen. Welt!

Sehe ich ganz genauso! Der Beitrag sollte hier angepinnt werden und als Hinweis erscheinen bevor alle Kreisligalegenden hier den Rausschmiss fordern, weil "sie was gesehen haben".
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