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Unsere sportliche Situation 2018/2019

23.05.2018 - 08:20 Uhr
... unabhängig von den Punkten und den Ergebnissen macht mich wirklich unzufrieden, dass, wie die FR richtig formuliert, mittlerweiler unser Markern sich in der Öffentlichkeit mehr und mehr auf limitierten Fussball, Defensive und Kompaktheit, dazu Langholz und Beissen und Kratzen reduziert. Obwohl wir finanziell wirklich besser da stehen als die meisten anderen Vereine hat sich gegenüber den Aufstiegs Jahren spielerisch nichts getan. primär werden immer wieder die harten kanten und Acker Gäule verpflichtet. Bei allem Respekt gegenüber des notwendigen kämperferischen Elements in der 2. Liga ist das zu wenig. Es ist weder schön anzusehen noch perspektivisch erfolgreich. Da hat sich der Fussball in der 2.Liga doch weiter entwickelt. Zudem bürdet uns diese Spielkultur ein ganz und gar und belastendes Image auf.
Ich hatte sehr gehofft, Schuster sei da auch etwas in die Entwicklung geraten. Leider sieht man dies derzeit weder in der Kaderzusammenstellung noch in der Spielweise. Der derzeitige Fussball ist für uns nicht die Zukunft. Die Zuschauer nehmen das langfristig nur hin wenn Spielplätze erreicht. Diese derzeitige Spielkultur mit Abstiegs Kampf gepaart wird sicher nicht honoriert werden. Da helfen auch die Hinweise auf das Stadion und Infrastruktur nicht.
Zitat von kallinski

Das mag Hausfrauenpsychologie sein, aber ich denke jeder weiß was ich meine und kennt es vielleicht auch von sich selbst.


Ich denke nicht, dass das Hausfrauenpsychologie ist. Ziele sollten hoch gesteckt, aber erreichbar sein.

Wer in dieser Liga eine sorgenfreie Saison spielt, kann im Grunde auch nach Platz 3 schielen. Wenn man davon ausgeht, dass der HSV und Köln in einer anderen Liga spielen, so waren wir in der Schuster-Tabelle immer noch "Best of the rest" und was in der 2. Liga möglich ist haben wir selbst vor nicht langer Zeit gezeigt, oder eben Kiel letztes Jahr. Diese Ergebnisse sind doch Folge eines "Laufs", nicht der herausragenden Kader, also ein psychologischer Effekt. Leider gibt es aber eben auch diesen negativen Lauf, es klappt nichts mehr und die Zweifel setzen sich im Kopf fest.

Ich denke schon, dass man in der Mannschaft anders spricht. Die werden nicht über eine sorgenfreie Saison sprechen. Das sind diese "von Spiel zu Spiel denken" Phrasen, die die für die Interviews mitgegeben bekommen. Natürlich hatten die sowohl letztes Jahr, als auch diese Saison zu Beginn die vorderen Plätze der Tabelle im Kopf. Die Trainer treten auf die Bremse, aber die Spieler denken insgeheim anders. Dursun hat sich als einziger entsprechend geäußert, aber klar wollen Spieler wie Mehlem, Jones, Franke oder auch Platte sich irgendwann in der ersten Liga beweisen. Junge Spieler mit Entwicklungspotential wollen doch nicht sorgenfrei ein weiters Jahr zweite Liga anstreben.

Aber, wenn sie dann merken, dass der Zug nach oben abfährt, dass dieses Ziel dass man nicht aussprechen darf, wohl wieder nicht erreicht werden kann, kommt auch dieser Knick in der Leistung. Jetzt ist schon fast klar, dass man um ein weiteres Jahr in der 2. Liga kämpft und das ist für alle nicht wahnsinnig motivierend.

Psychologie spielt gerade da, wo die Leistungsdichte so groß ist eine enorme Rolle. Ich denke, wenn man einen negativen Lauf hat, muss man auch aus psychologischen Gründen irgendetwas verändern. Man muss der Mannschaft irgendetwas an die Hand geben, woran sie glaubt.

Personell bietet sich da wohl nicht wirklich etwas an, es sei denn Platte kommt zurück und netzt gleich. Bleibt für mich außer einem Trainerwechsel nur eine systemische Veränderung.

Vielleicht sollte man es doch mal mit 3er-Kette versuchen, vielleicht mit Holland, Sulu und Franke und den offensivern außen Jones und Heller, in der Art wie es die Eintracht gerade mit Kostic und da Costa spielt. Oder halt die defensivere Variante mit Sulu, Franke, Höhn (oder Rieder) und den außen Holland und Sirigu. So oder so erhöhst Du meines Erachtens durch den 3. reinen Verteidiger die Stabilität ohne Dir offensive Möglichkeiten zu nehmen und vor allem änderst Du halt was.

Ich lasse mich gerne eines besseren belehren, aber ich fürchte ein "weiter so" ist der falsche Weg.
@VladiSchal
Hier muss ich dir absolut zustimmen.

Und aufgrund der gegebenen Situation ist ein Trainerwechsel aus meiner Sicht nicht oportun.
Daher bin ich auch der Meinung dass jetzt eine Änderung des Systems gefordert ist.
Da machen usn andere aber auch schon gewaltig was vor. (Nicht nur in Liga 1.)
Eine verunsicherte Mannschaft durch eine Systemwechsel noch zusätzlich zu verunsichern wird unser Problem sicherlich nicht lösen.

Auch das vorhandene Personal ist sicherlich nicht schlechter als in der Rückrunde der letzten Saison.

Das Problem liegt m.E. im mentalen Bereich. Wo hier genau das Problem liegt, lässt sich für Ausstehende schwer beurteilen. Wenn die Mannschaft ihr Leistungsvermögen zu 100% abrufen könnte, wären wir gegen jeden Gegner konkurrenzfähig.

Für eine Trainerdiskussion ist es noch zu früh. Sollte die Talfahrt weitergehen muss allerdings auch nach dem Motto gehandelt werden "der Verein steht über der Person".

Für diese Situation ist auch wichtig einen Mann wie Wehlmann zu haben, der dann die Planungen weiterführen kann.
Zitat von HPlilie
Eine verunsicherte Mannschaft durch eine Systemwechsel noch zusätzlich zu verunsichern wird unser Problem sicherlich nicht lösen.

Auch das vorhandene Personal ist sicherlich nicht schlechter als in der Rückrunde der letzten Saison.

Das Problem liegt m.E. im mentalen Bereich. Wo hier genau das Problem liegt, lässt sich für Ausstehende schwer beurteilen. Wenn die Mannschaft ihr Leistungsvermögen zu 100% abrufen könnte, wären wir gegen jeden Gegner konkurrenzfähig.

Für eine Trainerdiskussion ist es noch zu früh. Sollte die Talfahrt weitergehen muss allerdings auch nach dem Motto gehandelt werden "der Verein steht über der Person".

Für diese Situation ist auch wichtig einen Mann wie Wehlmann zu haben, der dann die Planungen weiterführen kann.


sehr gut analysiertdaumen-hoch

ich verstehe diese Schwankungen der Lilien nicht: Super gestartet und dann wieder in das "alte Fahrwasser" und vor allem bei den Grundtugenden in der Defensive.
Zitat von Tafelberg
Zitat von HPlilie

Eine verunsicherte Mannschaft durch eine Systemwechsel noch zusätzlich zu verunsichern wird unser Problem sicherlich nicht lösen.

Auch das vorhandene Personal ist sicherlich nicht schlechter als in der Rückrunde der letzten Saison.

Das Problem liegt m.E. im mentalen Bereich. Wo hier genau das Problem liegt, lässt sich für Ausstehende schwer beurteilen. Wenn die Mannschaft ihr Leistungsvermögen zu 100% abrufen könnte, wären wir gegen jeden Gegner konkurrenzfähig.

Für eine Trainerdiskussion ist es noch zu früh. Sollte die Talfahrt weitergehen muss allerdings auch nach dem Motto gehandelt werden "der Verein steht über der Person".

Für diese Situation ist auch wichtig einen Mann wie Wehlmann zu haben, der dann die Planungen weiterführen kann.


sehr gut analysiertdaumen-hoch

ich verstehe diese Schwankungen der Lilien nicht: Super gestartet und dann wieder in das "alte Fahrwasser" und vor allem bei den Grundtugenden in der Defensive.


Geht halt in beide Richtungen zwinker, guck dir deine Eintracht an. Schlecht gestartet (mit Pokalaus) und zuletzt aber mit mächtigem Aufwind. Anscheinend haben die Spieler verstanden, was Hütter will (Spielstil).

Bei uns scheinen sie vergessen zu haben, was Schuster will, oder seine Spielidee ist (meine Meinung) mittlerweile etwas zu "festgefahren". Grundsätzlich würde ich mir einfach mehr Mut in unserem Spiel wünschen. Defensiv stehen okay, aber auch mal ein wenig pressen bzw. als Grundidee der Defensive nicht den Ball verteidigen wollen, sondern verteidigen, um den Ball gewinnen zu wollen.

Wie sagte Trappatoni mal, "wenn der Gegner den Ball nicht hat, kann er kein Tor erzielen".

Also, zumindest ein bisschen mehr agieren, statt immer nur reagieren zu müssen. daumen-hoch
Heute in der Presse zu lesen: Schuster sieht kein Problem hinten rechts. Da soll durch mehr Spielpraxis die Sicherheit kommen.
Nun dass ohne Spielpraxis die Leistung nicht so gut ist, brauchen wir nicht diskutieren. Aber scheinbar sind wir hier im Forum zumindest größtenteils wahrnehmungsgestört. Sonst würden wir da Verstärkungen für unsinnig halten!
Und warum hat er, wenn schon kein Problem besteht, von Höhn auf Rieder gewechselt?
Ne das ist für mich so ein Beispiel wo DS sich die Welt macht, wie sie ihm gefällt.
Für mich nicht die richtige Herangehensweise! ich hoffe ich werde eines Besseren belehrt.
Zitat von Odenwaldlilie

Heute in der Presse zu lesen: Schuster sieht kein Problem hinten rechts. Da soll durch mehr Spielpraxis die Sicherheit kommen.


Die Aussage wundert mich nicht unbedingt: Schließlich hat Schuster den Kader so zusammengestellt. Dann müsste er zugeben, die Leistungsstärke der Akteure, die immer ja bestens bekannt sind, nicht richtig eingeschätzt zu haben. Bleibt zu hoffen, dass er mit seiner Einschätzung von Rieder richtig liegt.
Unabhängig davon: Wenn ich den heutigen Artikel im "Echo" lese, kommen schon Erinnerungen hoch. Alles, was da drin steht, wurde auch in der letzten Saison gesagt und geschrieben.
Ja und davor unter Norbert Meier auch......
Zitat von Odenwaldlilie
Ne das ist für mich so ein Beispiel wo DS sich die Welt macht, wie sie ihm gefällt.
Für mich nicht die richtige Herangehensweise!.


Ja, aber was soll er denn sagen? Er muss ja den selben Spielern mindestens bis zur Winterpause vertrauen. Soll er sie jetzt öffentlich demontieren, indem er ihnen die zweitligereife abspricht?

Zitat von HPlilie
Eine verunsicherte Mannschaft durch eine Systemwechsel noch zusätzlich zu verunsichern wird unser Problem sicherlich nicht lösen.


Man muss ja nicht den Fußball neu erfinden. De facto hatten wir in den letzten Spielen oft eine 5er-Kette gegen den Ball auf dem Platz, nämlich immer dann, wenn Sirigu hinten mit dicht gemacht hat. Rieder rückte dann ein Stück ein und hatte da seine stärksten Szenen. Ito wurde ausgewechselt, ich dachte vorher der zerlegt unsere rechte Seite komplett. Leider macht Sirigu das aber nicht konsequent, klassisches Beispiel für mich das 1-2 gegen Bielefeld. Rieder war eingerückt, aber Sirigu war nicht auf der Rechtsverteidiger-Position, wenn er da tiefer steht passiert nichts.

Wir haben diese Saison häufig ein Problem bei Flanken über die Abwehr hinweg, weil auch der gegenüberliegende Innenverteidiger einrückt und dahinter ein gegnerischer Spieler blank steht. Haste nicht, wenn Du mit 5er Kette verteidigst.

Sulu ist noch immer sehr wichtig für unser Spiel, weil er viele Situationen frühzeitig erkennt, rechtzeitig raus rückt und Bälle abfängt oder Löcher stopft. Aber Mann gegen Mann ist er nicht mehr so stark wie vor 2 Jahren. Er ist nicht mehr der schnellste und verliert neuerdings leider auch entscheidende Kopfballduelle. Als zentraler Mann in einer 5er-Kette kann er genau seine Stärken ausspielen, wie etwa Hasebe oder Bargfrede das fast in Libero-Manier machen.

Also, selbe Anordnung wie gegen den HSV in vielen Situationen, nur eben konsequent bei gegnerischem Ballbesitz nicht nur situativ. Gegen den HSV lag das Problem ja eher in der Konstellation Holtby und Hunt gegen Kamawuaka und Stark. Es soll ja vorkommen, dass auch die Hamburger mal phasenweise ihre Leistungsfähigkeit abrufen und dann sind die in diesem direkten Vergleich doch leider eine Klasse besser.
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