Transferpolitik
20.08.2009 - 19:51 Uhr
26.08.2009 - 12:40 Uhr
Zitat von racer:
"Durch die Finanzkrise die Verbindlichkeiten senken" - so etwas gibt es nur bei Hertha im bezahlten Fussball. Die Umsaetze und Ertraege im bezahlten Fussball boomen, nur bei uns nicht und da kommt die Finanzkrise als probates Argument da her. Wunderschoen!
Dein Post zeigt, dass Du das Umfeld gar nicht wahrnimmst, sonst hättest Du gemerkt, dass die Liga in diesem Punkt mittlerweile zweigeteilt ist.
Oben stehen Bayern, Wolfsburg, Bremen, Hoffenheim, Stuttgart und mit Abstrichen Hamburg und Leverkusen. (Hamburg hat nur einen Bruchteil seiner Transfereinnahmen reinvestieren können - warum wohl?) Dazu noch Gladbach und evtl. Köln (wobei ich deren Politik nich so ganz durchaschaue) Diese Clubs haben entweder zusätzliche Einnahmequellen anzapfen können oder hohe Transfererlöse erzielt.
Unten stehen die anderen, die ALLE desinvestieren mussten (die Aufsteiger ausgenommen, deren Budget steigt natürlich). Darunter Großclubs wie Schalke und Dortmund, Traditionsvereine wie Bochum, Hannover und Frankfurt, und eben die Hertha.
Insb. die sinkenden TV-Einnahmen treffen ALLE, aber natürlich die stärker, die bei Merchandising und Zuschauereinnahmen eher im Mittelfeld oder darunter rangieren. Trotzdem mussten die Ruhr-Großclubs abbauen, die in diesem Punkt wohl ganz vorne stehen.
"Durch die Finanzkrise die Verbindlichkeiten senken" - so etwas gibt es nur bei Hertha im bezahlten Fussball. Die Umsaetze und Ertraege im bezahlten Fussball boomen, nur bei uns nicht und da kommt die Finanzkrise als probates Argument da her. Wunderschoen!
Dein Post zeigt, dass Du das Umfeld gar nicht wahrnimmst, sonst hättest Du gemerkt, dass die Liga in diesem Punkt mittlerweile zweigeteilt ist.
Oben stehen Bayern, Wolfsburg, Bremen, Hoffenheim, Stuttgart und mit Abstrichen Hamburg und Leverkusen. (Hamburg hat nur einen Bruchteil seiner Transfereinnahmen reinvestieren können - warum wohl?) Dazu noch Gladbach und evtl. Köln (wobei ich deren Politik nich so ganz durchaschaue) Diese Clubs haben entweder zusätzliche Einnahmequellen anzapfen können oder hohe Transfererlöse erzielt.
Unten stehen die anderen, die ALLE desinvestieren mussten (die Aufsteiger ausgenommen, deren Budget steigt natürlich). Darunter Großclubs wie Schalke und Dortmund, Traditionsvereine wie Bochum, Hannover und Frankfurt, und eben die Hertha.
Insb. die sinkenden TV-Einnahmen treffen ALLE, aber natürlich die stärker, die bei Merchandising und Zuschauereinnahmen eher im Mittelfeld oder darunter rangieren. Trotzdem mussten die Ruhr-Großclubs abbauen, die in diesem Punkt wohl ganz vorne stehen.
26.08.2009 - 13:44 Uhr
Zitat von Exsample:
aber das viel größere problem ist die schuldenverwaltung. insofern hertha überhaupt noch als kreditwürdig eingestuft wird, da man ja schließlich keinerlei sicherheiten bieten kann, weil dem verein ja nix gehört, kasnn man sich ausrechnen was man in der derzeitigen lage dann für zinssätze berappen kann.
Dazu mal eine lustige Meldung aus der BZ von 2007:
"Den Beweis, dass Hertha-Stürmer Andre Lima (kam für 3,5 Mio. Euro) sein Geld wert ist, ist er den Fans noch schuldig. Für die Banken ist er es schon...
B.Z. erfuhr: Der Brasilianer ist als Sicherheit bei den Kreditinstituten "hinterlegt". Ähnliches machte Hertha auch schon mit Marcelinho, Friedrich, Simunic und Pantelic.
http://www.bz-berlin.de/archiv/stuermer-dient-hertha-als-kredit-sicherheit-article185610.html
Das war noch die guten alten "kreativen" Zeiten. Wer solche Vorschläge heute macht, dürfte wohl herzlich ausgelacht werden.
Zitat von kypdurron:
Oben stehen Bayern, Wolfsburg, Bremen, Hoffenheim, Stuttgart und mit Abstrichen Hamburg und Leverkusen. (Hamburg hat nur einen Bruchteil seiner Transfereinnahmen reinvestieren können - warum wohl?) Dazu noch Gladbach und evtl. Köln (wobei ich deren Politik nich so ganz durchaschaue) Diese Clubs haben entweder zusätzliche Einnahmequellen anzapfen können oder hohe Transfererlöse erzielt.
Das ist sogar recht interessant, wenn man sich das genauer anschaut.
- So hat Krösus Bayern in den letzten beiden Jahren ganze 17 Mio€ investiert. Also 8.5 Mio € pro Saison. Recht erstaunlich für den mit Abstand reichsten Klub.
- Werder hat in den letzten 3 Jahren interessanterweise ein Plus von 10 Mio € erwirtschaftet. Also pro Jahr 3 Mio € Transferüberschuss erzielt, trotz CL, trotz Uefacupfinale, trotz Pokalsieg.
- Stuttgart hat sogar ein plus von 17 Mio € in den letzten drei Jahren gemacht. Also fast 6 Mio € Transferplus pro Jahr.
- Der HSV hat in den letzten drei Jahren ganze 7,6 Mio€ investiert. Also pro Jahr ~2.5 Mio €. Und nebenbei mal eben 25 Mio € für die Namesrechte eingestrichen.
- Bei den Kölnern wird gern vergessen, dass der Poldi-Transfer durch Sponsoren übernommen wurde. Ansonsten hätten die Kölner dieses Jahr ein kleines Plus erwirtschaftet. Und Gladbach hat ganze 2 Mio € investiert. Dafür das beide vor praktisch dauerausverkauftem Haus spielen und eine völlig frenetische Anhängerschaft haben, wurden da finanziell keine Bäume ausgerissen.
- Einzig Wolfsburg, Hoffenheim und Leverkusen laufen außer Konkurrenz, die drei haben zusammen in den letzten 3 Jahren ~136 Mio € investiert. Also fast 17 Mio € pro Jahr, pro Verein.
Was ist also die Quintessenz dieser ganzen Zahlen?
Offensichtlich backen alle "großen" Vereine in den letzten 3 Jahren verdammt kleine Brötchen. Trotz großem Boom. Die gesamte Liga hat in den letzten drei Jahren 216 Mio € ausgegeben. Doch davon fielen auf die großen vier, Bayern, Wolfsburg, Hoffenheim und Leverkusen 200 Mio €. Der gesamte Rest der Liga hat zusammen ganze 16 Mio ausgegeben. Oder pro Verein, pro Saison, sensationelle 0,4 Mio €. Hertha reiht sich da nahtlos ein, einzig der Simunic-Transfer reißt ein Plus von 5 Mio € in diese Bilanz.
Wer also meint die Krise hätte die Vereine nicht erwischt und überall wäre Geld vorhanden, nur bei Hertha nicht, der sollte aus seinem Dornrösschenschlaf aufwachen. Bis auf die drei Vereine, die externe Geldgeber haben und Bayern als Krösus, hat kein Verein in den letzten 3 Jahren nennenswert investiert. Oder eben investieren können.
aber das viel größere problem ist die schuldenverwaltung. insofern hertha überhaupt noch als kreditwürdig eingestuft wird, da man ja schließlich keinerlei sicherheiten bieten kann, weil dem verein ja nix gehört, kasnn man sich ausrechnen was man in der derzeitigen lage dann für zinssätze berappen kann.
Dazu mal eine lustige Meldung aus der BZ von 2007:
"Den Beweis, dass Hertha-Stürmer Andre Lima (kam für 3,5 Mio. Euro) sein Geld wert ist, ist er den Fans noch schuldig. Für die Banken ist er es schon...
B.Z. erfuhr: Der Brasilianer ist als Sicherheit bei den Kreditinstituten "hinterlegt". Ähnliches machte Hertha auch schon mit Marcelinho, Friedrich, Simunic und Pantelic.
http://www.bz-berlin.de/archiv/stuermer-dient-hertha-als-kredit-sicherheit-article185610.html
Das war noch die guten alten "kreativen" Zeiten. Wer solche Vorschläge heute macht, dürfte wohl herzlich ausgelacht werden.
Zitat von kypdurron:
Oben stehen Bayern, Wolfsburg, Bremen, Hoffenheim, Stuttgart und mit Abstrichen Hamburg und Leverkusen. (Hamburg hat nur einen Bruchteil seiner Transfereinnahmen reinvestieren können - warum wohl?) Dazu noch Gladbach und evtl. Köln (wobei ich deren Politik nich so ganz durchaschaue) Diese Clubs haben entweder zusätzliche Einnahmequellen anzapfen können oder hohe Transfererlöse erzielt.
Das ist sogar recht interessant, wenn man sich das genauer anschaut.
- So hat Krösus Bayern in den letzten beiden Jahren ganze 17 Mio€ investiert. Also 8.5 Mio € pro Saison. Recht erstaunlich für den mit Abstand reichsten Klub.
- Werder hat in den letzten 3 Jahren interessanterweise ein Plus von 10 Mio € erwirtschaftet. Also pro Jahr 3 Mio € Transferüberschuss erzielt, trotz CL, trotz Uefacupfinale, trotz Pokalsieg.
- Stuttgart hat sogar ein plus von 17 Mio € in den letzten drei Jahren gemacht. Also fast 6 Mio € Transferplus pro Jahr.
- Der HSV hat in den letzten drei Jahren ganze 7,6 Mio€ investiert. Also pro Jahr ~2.5 Mio €. Und nebenbei mal eben 25 Mio € für die Namesrechte eingestrichen.
- Bei den Kölnern wird gern vergessen, dass der Poldi-Transfer durch Sponsoren übernommen wurde. Ansonsten hätten die Kölner dieses Jahr ein kleines Plus erwirtschaftet. Und Gladbach hat ganze 2 Mio € investiert. Dafür das beide vor praktisch dauerausverkauftem Haus spielen und eine völlig frenetische Anhängerschaft haben, wurden da finanziell keine Bäume ausgerissen.
- Einzig Wolfsburg, Hoffenheim und Leverkusen laufen außer Konkurrenz, die drei haben zusammen in den letzten 3 Jahren ~136 Mio € investiert. Also fast 17 Mio € pro Jahr, pro Verein.
Was ist also die Quintessenz dieser ganzen Zahlen?
Offensichtlich backen alle "großen" Vereine in den letzten 3 Jahren verdammt kleine Brötchen. Trotz großem Boom. Die gesamte Liga hat in den letzten drei Jahren 216 Mio € ausgegeben. Doch davon fielen auf die großen vier, Bayern, Wolfsburg, Hoffenheim und Leverkusen 200 Mio €. Der gesamte Rest der Liga hat zusammen ganze 16 Mio ausgegeben. Oder pro Verein, pro Saison, sensationelle 0,4 Mio €. Hertha reiht sich da nahtlos ein, einzig der Simunic-Transfer reißt ein Plus von 5 Mio € in diese Bilanz.
Wer also meint die Krise hätte die Vereine nicht erwischt und überall wäre Geld vorhanden, nur bei Hertha nicht, der sollte aus seinem Dornrösschenschlaf aufwachen. Bis auf die drei Vereine, die externe Geldgeber haben und Bayern als Krösus, hat kein Verein in den letzten 3 Jahren nennenswert investiert. Oder eben investieren können.
26.08.2009 - 14:16 Uhr
@bones
Du vergisst da was ganz entscheidendes:
Zeig mir in Deutschland ausgebildete Spieler vom Format Gomez, Lahm, Schweinsteiger, Kroos, Özil, Marin im Hertha Kader. Wo sind J. Boateng, Dejagah & Co. geblieben ?
Wieso wird ein Chahed teuer ausgebildet und aufgebaut, wenn er dann letztendlich nicht mehr gebraucht wird ? Das wirft doch ein sehr dunkles Licht auf die vergangene Zeit.
Die anderen Clubs haben es nicht nötig, Unsummen in Transfers zu investieren, wenn sie auf guten Nachwuchs zurückgreifen können. Und wenns den im eigenen Club nicht gibt, wird bei der Konkurrenz gewildert - was immer noch billiger ist, als Spieler aus überteuerten Märkten zu holen.
Du vergisst da was ganz entscheidendes:
Zeig mir in Deutschland ausgebildete Spieler vom Format Gomez, Lahm, Schweinsteiger, Kroos, Özil, Marin im Hertha Kader. Wo sind J. Boateng, Dejagah & Co. geblieben ?
Wieso wird ein Chahed teuer ausgebildet und aufgebaut, wenn er dann letztendlich nicht mehr gebraucht wird ? Das wirft doch ein sehr dunkles Licht auf die vergangene Zeit.
Die anderen Clubs haben es nicht nötig, Unsummen in Transfers zu investieren, wenn sie auf guten Nachwuchs zurückgreifen können. Und wenns den im eigenen Club nicht gibt, wird bei der Konkurrenz gewildert - was immer noch billiger ist, als Spieler aus überteuerten Märkten zu holen.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von webskipper am 26.08.2009 um 14:30 Uhr bearbeitet
26.08.2009 - 14:33 Uhr
Zitat von webskipper:
@bones
Du vergisst da was ganz entscheidendes:
Zeig mir in Deutschland ausgebildete Spieler vom Format Gomez, Lahm, Schweinsteiger, Kroos, Özil, Marin im Hertha Kader. Wo sind J. Boateng, Dejagah & Co. geblieben ?
Wieso wird ein Chahed teuer ausgebildet und aufgebaut, wenn er dann letztendlich nicht mehr gebraucht wird ? Das wirft doch ein sehr dunkles Licht auf die vergangene Zeit.
Die anderen Clubs haben es nicht nötig, Unsummen in Transfers zu investieren, wenn sie auf guten Nachwuchs zurückgreifen können. Und wenns den im eigenen Club nicht gibt, wird bei der Konkurrenz gewildert - was immer noch billiger ist, als Spieler aus überteuerten Märkten zu holen.
denkfehler! gäbe es die mios nicht für beispielsweise die boatengs, würden jetzt leute wie kacar, cicero, raffa nicht bei uns spielen. es wird unterschlagen, dass der ausverkauf unserer jugend vor 2 jahren wenigstens für ein jahr handlungsfähiogkeit ermöglichte.
wer jetzt sagt,a ch würden die noch bei uns spielen, unterschlägt die völlig kapute teamstruktur damals.
@bones
Du vergisst da was ganz entscheidendes:
Zeig mir in Deutschland ausgebildete Spieler vom Format Gomez, Lahm, Schweinsteiger, Kroos, Özil, Marin im Hertha Kader. Wo sind J. Boateng, Dejagah & Co. geblieben ?
Wieso wird ein Chahed teuer ausgebildet und aufgebaut, wenn er dann letztendlich nicht mehr gebraucht wird ? Das wirft doch ein sehr dunkles Licht auf die vergangene Zeit.
Die anderen Clubs haben es nicht nötig, Unsummen in Transfers zu investieren, wenn sie auf guten Nachwuchs zurückgreifen können. Und wenns den im eigenen Club nicht gibt, wird bei der Konkurrenz gewildert - was immer noch billiger ist, als Spieler aus überteuerten Märkten zu holen.
denkfehler! gäbe es die mios nicht für beispielsweise die boatengs, würden jetzt leute wie kacar, cicero, raffa nicht bei uns spielen. es wird unterschlagen, dass der ausverkauf unserer jugend vor 2 jahren wenigstens für ein jahr handlungsfähiogkeit ermöglichte.
wer jetzt sagt,a ch würden die noch bei uns spielen, unterschlägt die völlig kapute teamstruktur damals.
26.08.2009 - 14:35 Uhr
Zitat von webskipper:
Zeig mir in Deutschland ausgebildete Spieler vom Format Gomez, Lahm, Schweinsteiger, Kroos im Hertha Kader. Wo sind J. Boateng, Dejagah & Co. geblieben ? Wieso wird ein Chahed teuer ausgebildet und aufgebaut, wenn er dann letztendlich nicht mehr gebraucht wird ?
Die anderen Clubs haben es nicht nötig, Unsummen in Transfers zu investieren, wenn sie auf guten Nachwuchs zurückgreifen können. Und wenns den im eigenen Club nicht gibt, wird bei der Konkurrenz gewildert - was immer noch billiger ist, als Spieler aus überteuerten Märkten zu holen.
Welcher Verein außer Stuttgart und vielleicht 1860 hat denn überragende Talente zu bieten und setzt die auch ein? Bayern holt ohne Frage Riesentalente allein durch ihren Namen, ob Lahm, Trochowski, Misimovic, Hummels, Kroos, etcpp. - und wer hats bei Bayern geschafft? Keiner, nicht mal Lahm, der wurde erst beim VfB was.
Leverkusen kauft clever zusammen, aber wirkliche Schnäppchen sind auch da selten. 1860 hatte Toptalente, Gebhart, die Bender-Zwillinge, Johnson, half Ihnen nichts. Weggekauft, wie die Hertha-Wunderkicker. Doch realistisch betrachtet, was wurde denn aus Ihnen?
Chahed mühsam in Hannover gestrandet. KP-Boateng gleich bei zwei Vereinen gescheitert, vergammelt auf der Tribüne. Schorch inzwischen bei Köln Ersatzmann, Dejagah wird wohl nicht verlängert, Jerôme bei allen Lorbeeren nur Ersatzmann beim HSV.
Bei welchem Verein außer Stuttgart spielen denn eigene Nachwuchskicker wirklich eine Rolle?
Zeig mir in Deutschland ausgebildete Spieler vom Format Gomez, Lahm, Schweinsteiger, Kroos im Hertha Kader. Wo sind J. Boateng, Dejagah & Co. geblieben ? Wieso wird ein Chahed teuer ausgebildet und aufgebaut, wenn er dann letztendlich nicht mehr gebraucht wird ?
Die anderen Clubs haben es nicht nötig, Unsummen in Transfers zu investieren, wenn sie auf guten Nachwuchs zurückgreifen können. Und wenns den im eigenen Club nicht gibt, wird bei der Konkurrenz gewildert - was immer noch billiger ist, als Spieler aus überteuerten Märkten zu holen.
Welcher Verein außer Stuttgart und vielleicht 1860 hat denn überragende Talente zu bieten und setzt die auch ein? Bayern holt ohne Frage Riesentalente allein durch ihren Namen, ob Lahm, Trochowski, Misimovic, Hummels, Kroos, etcpp. - und wer hats bei Bayern geschafft? Keiner, nicht mal Lahm, der wurde erst beim VfB was.
Leverkusen kauft clever zusammen, aber wirkliche Schnäppchen sind auch da selten. 1860 hatte Toptalente, Gebhart, die Bender-Zwillinge, Johnson, half Ihnen nichts. Weggekauft, wie die Hertha-Wunderkicker. Doch realistisch betrachtet, was wurde denn aus Ihnen?
Chahed mühsam in Hannover gestrandet. KP-Boateng gleich bei zwei Vereinen gescheitert, vergammelt auf der Tribüne. Schorch inzwischen bei Köln Ersatzmann, Dejagah wird wohl nicht verlängert, Jerôme bei allen Lorbeeren nur Ersatzmann beim HSV.
Bei welchem Verein außer Stuttgart spielen denn eigene Nachwuchskicker wirklich eine Rolle?
26.08.2009 - 14:54 Uhr
Zitat von kleinerkoenig:
Zitat
Wieso wird ein Chahed teuer ausgebildet und aufgebaut, wenn er dann letztendlich nicht mehr gebraucht wird ?
also erstmal hat Chahed doch wohl ne ganze Menge (für die meisten wahrscheinlich zu viele) Spiele gemacht,damit hat sich das Geld doch schon gelohnt. Und dafür,dass der Spieler sich dann nciht noch weiter entwickelt,kann doch der Verein nu relativ wenig. Und jetzt an dem Abgang von Chahed rumzumosern ist mir gänzlich unverständlich.
Man kann vielleicht monieren, dass kein qualitativ hochwertiger Nachfolger gekommen ist, aber die Entscheidung nicht mit Chahed zu verlängern,war in meinen Augen vollkommen verständlich
Ich will darauf hinaus, dass man Chahed schon früher hätte kicken müssen. Unsere Nachwuchsabteilung ist dafür da, gute und potentiell spielerisch wertvolle Spieler hervorzubringen. Bei Chahed hat das bekanntermaßen nicht geklappt und man hätte früher reagieren müssen. So hat ihn Favre (zurecht) einfach aussortiert.
Zitat
Wieso wird ein Chahed teuer ausgebildet und aufgebaut, wenn er dann letztendlich nicht mehr gebraucht wird ?
also erstmal hat Chahed doch wohl ne ganze Menge (für die meisten wahrscheinlich zu viele) Spiele gemacht,damit hat sich das Geld doch schon gelohnt. Und dafür,dass der Spieler sich dann nciht noch weiter entwickelt,kann doch der Verein nu relativ wenig. Und jetzt an dem Abgang von Chahed rumzumosern ist mir gänzlich unverständlich.
Man kann vielleicht monieren, dass kein qualitativ hochwertiger Nachfolger gekommen ist, aber die Entscheidung nicht mit Chahed zu verlängern,war in meinen Augen vollkommen verständlich
Ich will darauf hinaus, dass man Chahed schon früher hätte kicken müssen. Unsere Nachwuchsabteilung ist dafür da, gute und potentiell spielerisch wertvolle Spieler hervorzubringen. Bei Chahed hat das bekanntermaßen nicht geklappt und man hätte früher reagieren müssen. So hat ihn Favre (zurecht) einfach aussortiert.
26.08.2009 - 14:55 Uhr
Zitat von webskipper:
Die anderen Clubs haben es nicht nötig, Unsummen in Transfers zu investieren, wenn sie auf guten Nachwuchs zurückgreifen können. Und wenns den im eigenen Club nicht gibt, wird bei der Konkurrenz gewildert - was immer noch billiger ist, als Spieler aus überteuerten Märkten zu holen.
Das erste stimmt ja nicht so ganz, natürlich ist unsere Quote seit Favre ziemlich im Keller - aber bei Bremen zB, dem "Vorbildclub" der Transferpolitik, hat sich seit Borowski auch keiner mehr aus der Jugend wirklich durchgesetzt ... und für Özil, Niemeyer, Boenisch und Co. wurde durchaus tief in die Tasche gegriffen. Und zeig mir das (eigene oder U19 verpflichtete) Talent, das sich bei Leverkusen, Hamburg, oder Wolfsburg so richtig nach vorne gespielt hat. Mehr als 2 in allen zusammen wirst Du nicht finden.
Der Vorteil, den diese Clubs haben ist eben, dass sie ihre besten Spieler immer wieder für gutes Geld verkauft kriegen. Ohne Super-Mario würde die VFB-Transferbilanz auch nicht so knorke aussehen. Deshalb ja mein stures Festhalten an der Meinung, dass es richtig war, Joe zu verkaufen - selbst wenn ma nes hätte verhindern können und es die Mannschaft schwächt. Es dauert aber 2-3 Jahre, ein Talent so aufzubauen, bis es diesen Wert generieren kann - die Gerüchte um Raffael und Kacar zeigen, dass bei uns die Richtung stimmt. Deren Wert ist stark gestiegen, seit sie hier spielen - in Dimensionen, die viele Probleme auf einen Schlag lösen können, WENN man den richtigen Zeitpunkt erwischt - der bei Kacar nach der Saison da sein könnte.
Trotzdem wird es diese Saison sehr schwer, nur wäre es mit Joe, Andrej und Pante finanziell noch viel schwerer geworden, und sportlich hätte man sich auch nicht weiterentwickelt. Bestenfalls wäre man wieder im Bereich 4-7 gelandet.
Die anderen Clubs haben es nicht nötig, Unsummen in Transfers zu investieren, wenn sie auf guten Nachwuchs zurückgreifen können. Und wenns den im eigenen Club nicht gibt, wird bei der Konkurrenz gewildert - was immer noch billiger ist, als Spieler aus überteuerten Märkten zu holen.
Das erste stimmt ja nicht so ganz, natürlich ist unsere Quote seit Favre ziemlich im Keller - aber bei Bremen zB, dem "Vorbildclub" der Transferpolitik, hat sich seit Borowski auch keiner mehr aus der Jugend wirklich durchgesetzt ... und für Özil, Niemeyer, Boenisch und Co. wurde durchaus tief in die Tasche gegriffen. Und zeig mir das (eigene oder U19 verpflichtete) Talent, das sich bei Leverkusen, Hamburg, oder Wolfsburg so richtig nach vorne gespielt hat. Mehr als 2 in allen zusammen wirst Du nicht finden.
Der Vorteil, den diese Clubs haben ist eben, dass sie ihre besten Spieler immer wieder für gutes Geld verkauft kriegen. Ohne Super-Mario würde die VFB-Transferbilanz auch nicht so knorke aussehen. Deshalb ja mein stures Festhalten an der Meinung, dass es richtig war, Joe zu verkaufen - selbst wenn ma nes hätte verhindern können und es die Mannschaft schwächt. Es dauert aber 2-3 Jahre, ein Talent so aufzubauen, bis es diesen Wert generieren kann - die Gerüchte um Raffael und Kacar zeigen, dass bei uns die Richtung stimmt. Deren Wert ist stark gestiegen, seit sie hier spielen - in Dimensionen, die viele Probleme auf einen Schlag lösen können, WENN man den richtigen Zeitpunkt erwischt - der bei Kacar nach der Saison da sein könnte.
Trotzdem wird es diese Saison sehr schwer, nur wäre es mit Joe, Andrej und Pante finanziell noch viel schwerer geworden, und sportlich hätte man sich auch nicht weiterentwickelt. Bestenfalls wäre man wieder im Bereich 4-7 gelandet.
26.08.2009 - 15:02 Uhr
Zitat von dubak:
Zitat von BadenHerthaner:
Zur Transferpolitik muss ich sagen ein Dimitar Rangelov hätte uns gut getan.
Wenn er beim BVB kommt bringt er Schwung rein und spielt durchaus gut.
Für eine Million ist er zum BVB gegangen und ich habe es schon damals bemängelt dass man da nicht mitgeboten hat.
Laut Rangelov hatte er ein Angbot von euch vorliegen.
man hat wohl mitgeboten, aber nachdem klar war, dass man AW so günstig bekommen konnte, ist man aus dem Poker ausgestiegen. Und sooo überragend hat sich der Sturm des BVB ja jetzt diese Saison nun auch wieder nicht präsentiert. Von daher würde ich den Unterschied zwischen Rangelov und dem Polen nicht als so groß sehen - ohne vernünftige Bälle aus dem MF kann auch ein DR keine Wunder vollbringen. Wozu hat der BVB denn einen Hajnal, einen Kuba etc. Die alle hat Hertha nicht...
Zitat von BadenHerthaner:
Zur Transferpolitik muss ich sagen ein Dimitar Rangelov hätte uns gut getan.
Wenn er beim BVB kommt bringt er Schwung rein und spielt durchaus gut.
Für eine Million ist er zum BVB gegangen und ich habe es schon damals bemängelt dass man da nicht mitgeboten hat.
Laut Rangelov hatte er ein Angbot von euch vorliegen.
man hat wohl mitgeboten, aber nachdem klar war, dass man AW so günstig bekommen konnte, ist man aus dem Poker ausgestiegen. Und sooo überragend hat sich der Sturm des BVB ja jetzt diese Saison nun auch wieder nicht präsentiert. Von daher würde ich den Unterschied zwischen Rangelov und dem Polen nicht als so groß sehen - ohne vernünftige Bälle aus dem MF kann auch ein DR keine Wunder vollbringen. Wozu hat der BVB denn einen Hajnal, einen Kuba etc. Die alle hat Hertha nicht...
26.08.2009 - 15:05 Uhr
Zitat von dubak:
Laut Rangelov hatte er ein Angbot von euch vorliegen.
Danke für die Aufklärung :) Manche denken eben, dass Hertha einfach immer alles komplett verschläft, aber im Endeffekt war man ja auch an Holtby interessiert, hatte damals Helmes noch vor Köln ein Angebot gemacht ... man kann halt nicht immer das beste Paket schnüren, deswegen ist Hertha aber sicher nicht die Schlafmütze der Liga und ignoriert fahrlässig den Markt ...
Laut Rangelov hatte er ein Angbot von euch vorliegen.
Danke für die Aufklärung :) Manche denken eben, dass Hertha einfach immer alles komplett verschläft, aber im Endeffekt war man ja auch an Holtby interessiert, hatte damals Helmes noch vor Köln ein Angebot gemacht ... man kann halt nicht immer das beste Paket schnüren, deswegen ist Hertha aber sicher nicht die Schlafmütze der Liga und ignoriert fahrlässig den Markt ...
26.08.2009 - 15:09 Uhr
Zitat von Exsample:
Zitat von webskipper:
@bones
Du vergisst da was ganz entscheidendes:
Zeig mir in Deutschland ausgebildete Spieler vom Format Gomez, Lahm, Schweinsteiger, Kroos, Özil, Marin im Hertha Kader. Wo sind J. Boateng, Dejagah & Co. geblieben ?
Wieso wird ein Chahed teuer ausgebildet und aufgebaut, wenn er dann letztendlich nicht mehr gebraucht wird ? Das wirft doch ein sehr dunkles Licht auf die vergangene Zeit.
Die anderen Clubs haben es nicht nötig, Unsummen in Transfers zu investieren, wenn sie auf guten Nachwuchs zurückgreifen können. Und wenns den im eigenen Club nicht gibt, wird bei der Konkurrenz gewildert - was immer noch billiger ist, als Spieler aus überteuerten Märkten zu holen.
denkfehler! gäbe es die mios nicht für beispielsweise die boatengs, würden jetzt leute wie kacar, cicero, raffa nicht bei uns spielen. es wird unterschlagen, dass der ausverkauf unserer jugend vor 2 jahren wenigstens für ein jahr handlungsfähiogkeit ermöglichte.
wer jetzt sagt,a ch würden die noch bei uns spielen, unterschlägt die völlig kapute teamstruktur damals.
Was die Teamstruktur angeht, gebe ich dir recht. Ich trauere auch keinem Spieler nach, es geht mir nur darum, dass in der Vergangenheit zu viele Fehler gemacht wurden. Die erzielte Ablöse für KBP war doch nen Glücksfall für Hertha. Andere Spieler wurden einfach zu günstig (an die direkte Konkurrenz) abgegeben, das ist jedenfalls meine Meinung.
Zitat von webskipper:
@bones
Du vergisst da was ganz entscheidendes:
Zeig mir in Deutschland ausgebildete Spieler vom Format Gomez, Lahm, Schweinsteiger, Kroos, Özil, Marin im Hertha Kader. Wo sind J. Boateng, Dejagah & Co. geblieben ?
Wieso wird ein Chahed teuer ausgebildet und aufgebaut, wenn er dann letztendlich nicht mehr gebraucht wird ? Das wirft doch ein sehr dunkles Licht auf die vergangene Zeit.
Die anderen Clubs haben es nicht nötig, Unsummen in Transfers zu investieren, wenn sie auf guten Nachwuchs zurückgreifen können. Und wenns den im eigenen Club nicht gibt, wird bei der Konkurrenz gewildert - was immer noch billiger ist, als Spieler aus überteuerten Märkten zu holen.
denkfehler! gäbe es die mios nicht für beispielsweise die boatengs, würden jetzt leute wie kacar, cicero, raffa nicht bei uns spielen. es wird unterschlagen, dass der ausverkauf unserer jugend vor 2 jahren wenigstens für ein jahr handlungsfähiogkeit ermöglichte.
wer jetzt sagt,a ch würden die noch bei uns spielen, unterschlägt die völlig kapute teamstruktur damals.
Was die Teamstruktur angeht, gebe ich dir recht. Ich trauere auch keinem Spieler nach, es geht mir nur darum, dass in der Vergangenheit zu viele Fehler gemacht wurden. Die erzielte Ablöse für KBP war doch nen Glücksfall für Hertha. Andere Spieler wurden einfach zu günstig (an die direkte Konkurrenz) abgegeben, das ist jedenfalls meine Meinung.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von webskipper am 26.08.2009 um 15:10 Uhr bearbeitet
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