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Trainerdiskussionen und mögliche Nachfolger

01.12.2025 - 12:05 Uhr
Zitat von BennyFuchs

Home-Office heißt nicht frei. Diesen bescheuerten Irrglauben kann ich nicht nachvollziehen. Als Hilfestellung wie moderne Trainings- und Belastungsgestaltung aussieht zitiere ich nochmal aus der AZ.
Auszüge aus dem AZ-Interview mit dem 05-Performance-Leiter Sven Herzog vom 18.11.25, vlt. hilft das ja ein klein wenig:


Ich nehme das frei gerne zurück. Home Office bedeutet in einem Mannschaftssport aber unmittelbar, dass du nicht an teamtaktischen Dingen arbeiten kannst, die uns völlig abgehen. Auch kritisiere ich, dass wir dieses Mittel, das offensichtlich bisher nicht fruchtet, in dieser Saison nun bereits 3 mal angewendet haben. Was ich stattdessen für die letzte Länderspielpause präferiert hätte, darauf bin ich hier schon zu genüge eingegangen.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Mainzer7483 am 02.12.2025 um 16:13 Uhr bearbeitet
Zitat von BennyFuchs

Home-Office heißt nicht frei. Diesen bescheuerten Irrglauben kann ich nicht nachvollziehen. Als Hilfestellung wie moderne Trainings- und Belastungsgestaltung aussieht zitiere ich nochmal aus der AZ.
Auszüge aus dem AZ-Interview mit dem 05-Performance-Leiter Sven Herzog vom 18.11.25, vlt. hilft das ja ein klein wenig:

"Solche Home-Trainings gibt es bei uns schon seit einigen Jahren"
"Eintracht Frankfurt hat seinen Spielern nach dem Spiel gegen uns auch einige Tage frei gegeben und sie zuhause trainieren lassen. Ich war vor kurzem auf einem Kongress in England, wo das Heimtraining in der Länderspielpause ganz normal ist. Da stellt keiner diese Frage. "
"Körperlich bedingt haben die Jungs durch die vielen Spiele Stress, den wir aus der Muskulatur nehmen wollen, indem wir sie nicht verkrampft durchtrainieren lassen. Die Spieler brauchen außerdem auch mal einen mentalen Break, losgelöst von der Tabellensituation. Wenn ich das Pensum in den letzten Wochen sehe und dazu unsere sehr, sehr physische Spielanlage, müssen wir den Spielern einfach mal eine Pause geben. In der Corona-Pandemie haben wir mit dem Heimtraining bereits gute Erfahrungen gemacht."
"Die Jungs bekommen ein Programm, das sehr sprintorientiert ist (...) bei dem sie eine Herzfrequenz von 90 bis 95 Prozent erreichen."
"Auf einer Skala von 1 bis 10 gehen die Spieler da in der Belastung mit einer 9 raus. Wenn man die Netto-Trainingszeit in der Herzfrequenz über 90 Prozent sieht, hat ein Spieler, der unser Programm durchgezogen hat, in dieser Zeit sicher mehr trainiert als beispielsweise ein Nationalspieler, der während seiner Abstellung nicht oder fast nicht spielt. "
" Wir haben inzwischen sehr hochwertige GPS-Uhren, die über die Handys der Spieler an eine Cloud gekoppelt sind. Da setzen wir die ganzen Programme rein und die Spieler laden sie runter. Haben sie ihr Programm absolviert, müssen sie ihre Uhr wieder mit dem Handy synchronisieren, und die Daten fließen in die Cloud hinein, wo ich sie einsehen kann."
"Ich komme aus dem Eishockey und habe nach wie vor viele Kontakte in die DEL. Da stand in der Länderspielpause keine einzige Mannschaft auf dem Eis. Da wird – anders als im Fußball – aber nie nachgefragt, weil es völlig normal ist."
"Fußballer spielen in der Regel 60 bis 90 Minuten durch. Durch diese dauernde Belastung kommen sie an eine sehr starke Glykogen-Verarmung in der Muskulatur. "
"Dazu machst du beim Fußball alles mit den Beinen, was in Verbindung mit der Glykogen-Verarmung eine ganz andere Belastung ist."


Ein großes Problem in D scheint zu sein daß man Home-Office mit frei gleichsetzt. Erlebe ich in meinem Umfeld auch immer wieder. Daß Home-Office aber auch einfach nur eine andere Arbeitsweise, eben von zu Hause und bei, soweit möglich, freierer Zeiteinteilung ist, wird gerne ausgeblendet. Das Pensum muß doch trotzdem erfüllt werden, oder ist das in Euren Firmen anders? Bei Schülern oder Studenten wird übrigens sehr stark auf "Home-Office" gesetzt 😉 Ist also eigentlich für uns alle nichts neues.
Woher kommt diese ständige Kritik daran? Neid weil man selbst "auf die Arbeit" muß? Weil man sich nicht vorstellen kann daß jemand sich selber organisiert? Weil man das nämlich selber nicht hinbekommen würde? Daß man ohne äußere Kontrolle/den Chef im Rücken nur so tut als ob man arbeitet?
Im Ernst, ich verstehe diese ständige Kritik nicht. Und noch weniger wenn man weiß daß, wie hier bei den Spielern, eine technische Überwachung dafür sorgt daß die Hausaufgaben = Trainingspläne auch gemacht werden.


Fussball ist ein Mannschaftssport.
Mannschaftssport kann man nicht im Home-Office simulieren.
Man kann sich individuell fit halten, soweit korrekt bezweifelt niemand.
Aber vom Ball allein gegen die eigene Hauswand bolzen ist noch niemand in der Bundesliga gelandet.
Und dem Team fehlt es gerade massiv an Abläufen, die man nur im Mannschaftstraining simulieren kann.
Fit sind die alle. Das stellt niemand in Frage, aber es ist eben keine Einzelsportart.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von SoBvensson am 02.12.2025 um 16:16 Uhr bearbeitet
Zitat von SoBvensson
Zitat von BennyFuchs

Home-Office heißt nicht frei. Diesen bescheuerten Irrglauben kann ich nicht nachvollziehen. Als Hilfestellung wie moderne Trainings- und Belastungsgestaltung aussieht zitiere ich nochmal aus der AZ.
Auszüge aus dem AZ-Interview mit dem 05-Performance-Leiter Sven Herzog vom 18.11.25, vlt. hilft das ja ein klein wenig:

"Solche Home-Trainings gibt es bei uns schon seit einigen Jahren"
"Eintracht Frankfurt hat seinen Spielern nach dem Spiel gegen uns auch einige Tage frei gegeben und sie zuhause trainieren lassen. Ich war vor kurzem auf einem Kongress in England, wo das Heimtraining in der Länderspielpause ganz normal ist. Da stellt keiner diese Frage. "
"Körperlich bedingt haben die Jungs durch die vielen Spiele Stress, den wir aus der Muskulatur nehmen wollen, indem wir sie nicht verkrampft durchtrainieren lassen. Die Spieler brauchen außerdem auch mal einen mentalen Break, losgelöst von der Tabellensituation. Wenn ich das Pensum in den letzten Wochen sehe und dazu unsere sehr, sehr physische Spielanlage, müssen wir den Spielern einfach mal eine Pause geben. In der Corona-Pandemie haben wir mit dem Heimtraining bereits gute Erfahrungen gemacht."
"Die Jungs bekommen ein Programm, das sehr sprintorientiert ist (...) bei dem sie eine Herzfrequenz von 90 bis 95 Prozent erreichen."
"Auf einer Skala von 1 bis 10 gehen die Spieler da in der Belastung mit einer 9 raus. Wenn man die Netto-Trainingszeit in der Herzfrequenz über 90 Prozent sieht, hat ein Spieler, der unser Programm durchgezogen hat, in dieser Zeit sicher mehr trainiert als beispielsweise ein Nationalspieler, der während seiner Abstellung nicht oder fast nicht spielt. "
" Wir haben inzwischen sehr hochwertige GPS-Uhren, die über die Handys der Spieler an eine Cloud gekoppelt sind. Da setzen wir die ganzen Programme rein und die Spieler laden sie runter. Haben sie ihr Programm absolviert, müssen sie ihre Uhr wieder mit dem Handy synchronisieren, und die Daten fließen in die Cloud hinein, wo ich sie einsehen kann."
"Ich komme aus dem Eishockey und habe nach wie vor viele Kontakte in die DEL. Da stand in der Länderspielpause keine einzige Mannschaft auf dem Eis. Da wird – anders als im Fußball – aber nie nachgefragt, weil es völlig normal ist."
"Fußballer spielen in der Regel 60 bis 90 Minuten durch. Durch diese dauernde Belastung kommen sie an eine sehr starke Glykogen-Verarmung in der Muskulatur. "
"Dazu machst du beim Fußball alles mit den Beinen, was in Verbindung mit der Glykogen-Verarmung eine ganz andere Belastung ist."


Ein großes Problem in D scheint zu sein daß man Home-Office mit frei gleichsetzt. Erlebe ich in meinem Umfeld auch immer wieder. Daß Home-Office aber auch einfach nur eine andere Arbeitsweise, eben von zu Hause und bei, soweit möglich, freierer Zeiteinteilung ist, wird gerne ausgeblendet. Das Pensum muß doch trotzdem erfüllt werden, oder ist das in Euren Firmen anders? Bei Schülern oder Studenten wird übrigens sehr stark auf "Home-Office" gesetzt 😉 Ist also eigentlich für uns alle nichts neues.
Woher kommt diese ständige Kritik daran? Neid weil man selbst "auf die Arbeit" muß? Weil man sich nicht vorstellen kann daß jemand sich selber organisiert? Weil man das nämlich selber nicht hinbekommen würde? Daß man ohne äußere Kontrolle/den Chef im Rücken nur so tut als ob man arbeitet?
Im Ernst, ich verstehe diese ständige Kritik nicht. Und noch weniger wenn man weiß daß, wie hier bei den Spielern, eine technische Überwachung dafür sorgt daß die Hausaufgaben = Trainingspläne auch gemacht werden.


Fussball ist ein Mannschaftssport.
Mannschaftssport kann man nicht im Home-Office simulieren.
Man kann sich individuell fit halten, soweit korrekt bezweifelt niemand.
Aber vom Ball allein gegen die eigene Hauswand bolzen ist noch niemand in der Bundesliga gelandet.
Und dem Team fehlt es gerade massiv an Abläufen, die man nur im Mannschaftstraining simulieren kann.
Fit sind die alle. Das stellt niemand in Frage.


Ich finde, die Wahrheit liegt in der Mitte. Die Begründungen zum Home-Office erscheinen mir absolut nachvollziehbar. Diese "Auszeiten" sind im modernen Sport sicherlich wichtig.

Allerdings muss man die Frage stellen, ob 3 solcher Phasen richtig waren, oder ob nicht auch 2 oder 1 genügt hätte. Ich hätte das auch eher anderes gehandelt.

Dein Argument mit dem Mannschaftssport greift aber zumindest bei Eishockey nicht - das spielt man glaub ich doch auch zumeist in einer Gruppe 😂

•     •     •

männlich, Mitte 40, keine Ahnung von Fußball, aber ich babbel halt gern mit ;)
Nach knapp 10 Jahren nur mitlesen kann ich meinen Mund nicht mehr halten :-X

Sorry für die häufigen Fehler. Meist wird erst gesendet, dann Korrektur gelesen :-)
Zitat von Immer2Seiten

Zitat von SoBvensson

Zitat von BennyFuchs

Home-Office heißt nicht frei. Diesen bescheuerten Irrglauben kann ich nicht nachvollziehen. Als Hilfestellung wie moderne Trainings- und Belastungsgestaltung aussieht zitiere ich nochmal aus der AZ.
Auszüge aus dem AZ-Interview mit dem 05-Performance-Leiter Sven Herzog vom 18.11.25, vlt. hilft das ja ein klein wenig:

"Solche Home-Trainings gibt es bei uns schon seit einigen Jahren"
"Eintracht Frankfurt hat seinen Spielern nach dem Spiel gegen uns auch einige Tage frei gegeben und sie zuhause trainieren lassen. Ich war vor kurzem auf einem Kongress in England, wo das Heimtraining in der Länderspielpause ganz normal ist. Da stellt keiner diese Frage. "
"Körperlich bedingt haben die Jungs durch die vielen Spiele Stress, den wir aus der Muskulatur nehmen wollen, indem wir sie nicht verkrampft durchtrainieren lassen. Die Spieler brauchen außerdem auch mal einen mentalen Break, losgelöst von der Tabellensituation. Wenn ich das Pensum in den letzten Wochen sehe und dazu unsere sehr, sehr physische Spielanlage, müssen wir den Spielern einfach mal eine Pause geben. In der Corona-Pandemie haben wir mit dem Heimtraining bereits gute Erfahrungen gemacht."
"Die Jungs bekommen ein Programm, das sehr sprintorientiert ist (...) bei dem sie eine Herzfrequenz von 90 bis 95 Prozent erreichen."
"Auf einer Skala von 1 bis 10 gehen die Spieler da in der Belastung mit einer 9 raus. Wenn man die Netto-Trainingszeit in der Herzfrequenz über 90 Prozent sieht, hat ein Spieler, der unser Programm durchgezogen hat, in dieser Zeit sicher mehr trainiert als beispielsweise ein Nationalspieler, der während seiner Abstellung nicht oder fast nicht spielt. "
" Wir haben inzwischen sehr hochwertige GPS-Uhren, die über die Handys der Spieler an eine Cloud gekoppelt sind. Da setzen wir die ganzen Programme rein und die Spieler laden sie runter. Haben sie ihr Programm absolviert, müssen sie ihre Uhr wieder mit dem Handy synchronisieren, und die Daten fließen in die Cloud hinein, wo ich sie einsehen kann."
"Ich komme aus dem Eishockey und habe nach wie vor viele Kontakte in die DEL. Da stand in der Länderspielpause keine einzige Mannschaft auf dem Eis. Da wird – anders als im Fußball – aber nie nachgefragt, weil es völlig normal ist."
"Fußballer spielen in der Regel 60 bis 90 Minuten durch. Durch diese dauernde Belastung kommen sie an eine sehr starke Glykogen-Verarmung in der Muskulatur. "
"Dazu machst du beim Fußball alles mit den Beinen, was in Verbindung mit der Glykogen-Verarmung eine ganz andere Belastung ist."


Ein großes Problem in D scheint zu sein daß man Home-Office mit frei gleichsetzt. Erlebe ich in meinem Umfeld auch immer wieder. Daß Home-Office aber auch einfach nur eine andere Arbeitsweise, eben von zu Hause und bei, soweit möglich, freierer Zeiteinteilung ist, wird gerne ausgeblendet. Das Pensum muß doch trotzdem erfüllt werden, oder ist das in Euren Firmen anders? Bei Schülern oder Studenten wird übrigens sehr stark auf "Home-Office" gesetzt 😉 Ist also eigentlich für uns alle nichts neues.
Woher kommt diese ständige Kritik daran? Neid weil man selbst "auf die Arbeit" muß? Weil man sich nicht vorstellen kann daß jemand sich selber organisiert? Weil man das nämlich selber nicht hinbekommen würde? Daß man ohne äußere Kontrolle/den Chef im Rücken nur so tut als ob man arbeitet?
Im Ernst, ich verstehe diese ständige Kritik nicht. Und noch weniger wenn man weiß daß, wie hier bei den Spielern, eine technische Überwachung dafür sorgt daß die Hausaufgaben = Trainingspläne auch gemacht werden.


Fussball ist ein Mannschaftssport.
Mannschaftssport kann man nicht im Home-Office simulieren.
Man kann sich individuell fit halten, soweit korrekt bezweifelt niemand.
Aber vom Ball allein gegen die eigene Hauswand bolzen ist noch niemand in der Bundesliga gelandet.
Und dem Team fehlt es gerade massiv an Abläufen, die man nur im Mannschaftstraining simulieren kann.
Fit sind die alle. Das stellt niemand in Frage.


Ich finde, die Wahrheit liegt in der Mitte. Die Begründungen zum Home-Office erscheinen mir absolut nachvollziehbar. Diese "Auszeiten" sind im modernen Sport sicherlich wichtig.

Allerdings muss man die Frage stellen, ob 3 solcher Phasen richtig waren, oder ob nicht auch 2 oder 1 genügt hätte. Ich hätte das auch eher anderes gehandelt.

Dein Argument mit dem Mannschaftssport greift aber zumindest bei Eishockey nicht - das spielt man glaub ich doch auch zumeist in einer Gruppe 😂


Wenn das Eishockey Team auf dem letzten Platz steht und nicht weiß, wo die eigenen Mitspieler auf dem Eis stehen wird man vielleicht auch dort auf die Idee kommen die ein oder andere Mannschaftstrainingseinheit mehr zu machen, um das Zusammenspiel zu verbessern.

Wie gesagt - Home Office - alles schön und gut solang die Mechanismen einstudiert sind und greifen.
Fit halten kann sich jeder daheim.
Aber wenn die Mechanismen gerade nicht greifen dann muss man darüber nachdenken vielleicht mal aus dem gewohnten Trott rauszukommen und etwas zu verändern.

Soll nicht heißen, dass man jetzt auf einmal gar kein Home Office mehr macht, aber das ein oder andere Mannschaftstraining mehr ansetzen erscheint angesichts der Brisanz der aktuellen Lage nicht unbedingt die schlechteste Alternative. Und wenn man nur eine halbe Stunde Ecken und Freistöße in den 16er kloppt, um dort endlich wieder gefährlicher zu werden.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von SoBvensson am 02.12.2025 um 16:25 Uhr bearbeitet
Zitat von SoBvensson
Zitat von Immer2Seiten

Zitat von SoBvensson

Zitat von BennyFuchs

Home-Office heißt nicht frei. Diesen bescheuerten Irrglauben kann ich nicht nachvollziehen. Als Hilfestellung wie moderne Trainings- und Belastungsgestaltung aussieht zitiere ich nochmal aus der AZ.
Auszüge aus dem AZ-Interview mit dem 05-Performance-Leiter Sven Herzog vom 18.11.25, vlt. hilft das ja ein klein wenig:

"Solche Home-Trainings gibt es bei uns schon seit einigen Jahren"
"Eintracht Frankfurt hat seinen Spielern nach dem Spiel gegen uns auch einige Tage frei gegeben und sie zuhause trainieren lassen. Ich war vor kurzem auf einem Kongress in England, wo das Heimtraining in der Länderspielpause ganz normal ist. Da stellt keiner diese Frage. "
"Körperlich bedingt haben die Jungs durch die vielen Spiele Stress, den wir aus der Muskulatur nehmen wollen, indem wir sie nicht verkrampft durchtrainieren lassen. Die Spieler brauchen außerdem auch mal einen mentalen Break, losgelöst von der Tabellensituation. Wenn ich das Pensum in den letzten Wochen sehe und dazu unsere sehr, sehr physische Spielanlage, müssen wir den Spielern einfach mal eine Pause geben. In der Corona-Pandemie haben wir mit dem Heimtraining bereits gute Erfahrungen gemacht."
"Die Jungs bekommen ein Programm, das sehr sprintorientiert ist (...) bei dem sie eine Herzfrequenz von 90 bis 95 Prozent erreichen."
"Auf einer Skala von 1 bis 10 gehen die Spieler da in der Belastung mit einer 9 raus. Wenn man die Netto-Trainingszeit in der Herzfrequenz über 90 Prozent sieht, hat ein Spieler, der unser Programm durchgezogen hat, in dieser Zeit sicher mehr trainiert als beispielsweise ein Nationalspieler, der während seiner Abstellung nicht oder fast nicht spielt. "
" Wir haben inzwischen sehr hochwertige GPS-Uhren, die über die Handys der Spieler an eine Cloud gekoppelt sind. Da setzen wir die ganzen Programme rein und die Spieler laden sie runter. Haben sie ihr Programm absolviert, müssen sie ihre Uhr wieder mit dem Handy synchronisieren, und die Daten fließen in die Cloud hinein, wo ich sie einsehen kann."
"Ich komme aus dem Eishockey und habe nach wie vor viele Kontakte in die DEL. Da stand in der Länderspielpause keine einzige Mannschaft auf dem Eis. Da wird – anders als im Fußball – aber nie nachgefragt, weil es völlig normal ist."
"Fußballer spielen in der Regel 60 bis 90 Minuten durch. Durch diese dauernde Belastung kommen sie an eine sehr starke Glykogen-Verarmung in der Muskulatur. "
"Dazu machst du beim Fußball alles mit den Beinen, was in Verbindung mit der Glykogen-Verarmung eine ganz andere Belastung ist."


Ein großes Problem in D scheint zu sein daß man Home-Office mit frei gleichsetzt. Erlebe ich in meinem Umfeld auch immer wieder. Daß Home-Office aber auch einfach nur eine andere Arbeitsweise, eben von zu Hause und bei, soweit möglich, freierer Zeiteinteilung ist, wird gerne ausgeblendet. Das Pensum muß doch trotzdem erfüllt werden, oder ist das in Euren Firmen anders? Bei Schülern oder Studenten wird übrigens sehr stark auf "Home-Office" gesetzt 😉 Ist also eigentlich für uns alle nichts neues.
Woher kommt diese ständige Kritik daran? Neid weil man selbst "auf die Arbeit" muß? Weil man sich nicht vorstellen kann daß jemand sich selber organisiert? Weil man das nämlich selber nicht hinbekommen würde? Daß man ohne äußere Kontrolle/den Chef im Rücken nur so tut als ob man arbeitet?
Im Ernst, ich verstehe diese ständige Kritik nicht. Und noch weniger wenn man weiß daß, wie hier bei den Spielern, eine technische Überwachung dafür sorgt daß die Hausaufgaben = Trainingspläne auch gemacht werden.


Fussball ist ein Mannschaftssport.
Mannschaftssport kann man nicht im Home-Office simulieren.
Man kann sich individuell fit halten, soweit korrekt bezweifelt niemand.
Aber vom Ball allein gegen die eigene Hauswand bolzen ist noch niemand in der Bundesliga gelandet.
Und dem Team fehlt es gerade massiv an Abläufen, die man nur im Mannschaftstraining simulieren kann.
Fit sind die alle. Das stellt niemand in Frage.


Ich finde, die Wahrheit liegt in der Mitte. Die Begründungen zum Home-Office erscheinen mir absolut nachvollziehbar. Diese "Auszeiten" sind im modernen Sport sicherlich wichtig.

Allerdings muss man die Frage stellen, ob 3 solcher Phasen richtig waren, oder ob nicht auch 2 oder 1 genügt hätte. Ich hätte das auch eher anderes gehandelt.

Dein Argument mit dem Mannschaftssport greift aber zumindest bei Eishockey nicht - das spielt man glaub ich doch auch zumeist in einer Gruppe 😂


Wenn das Eishockey Team auf dem letzten Platz steht und nicht weiß, wo die eigenen Mitspieler auf dem Eis stehen wird man vielleicht auch dort auf die Idee kommen die ein oder andere Mannschaftstrainingseinheit mehr zu machen, um das Zusammenspiel zu verbessern.

Wie gesagt - Home Office - alles schön und gut solang die Mechanismen einstudiert sind und greifen.
Fit halten kann sich jeder daheim.
Aber wenn die Mechanismen gerade nicht greifen dann muss man darüber nachdenken vielleicht mal aus dem gewohnten Trott rauszukommen und etwas zu verändern.


Richtig. Und da zählt - zumindest meiner Meinung nach - aktuell jeder Tag. Gerade wenn wir unter Umständen mit neuem Trainer am Freitag gegen Gladbach spielen. Wegen mir können sie dann nächste Woche bis auf die Spieltage durchgängig Home Office machen. Posen ist in unserer Situation herzlichen egal und in München werden wir sowieso nichts holen. Was jetzt gerade wichtig ist, sind Gladbach und Sankt Pauli.
Zitat von SoBvensson
Zitat von BennyFuchs

Home-Office heißt nicht frei. Diesen bescheuerten Irrglauben kann ich nicht nachvollziehen. Als Hilfestellung wie moderne Trainings- und Belastungsgestaltung aussieht zitiere ich nochmal aus der AZ.
Auszüge aus dem AZ-Interview mit dem 05-Performance-Leiter Sven Herzog vom 18.11.25, vlt. hilft das ja ein klein wenig:

"Solche Home-Trainings gibt es bei uns schon seit einigen Jahren"
"Eintracht Frankfurt hat seinen Spielern nach dem Spiel gegen uns auch einige Tage frei gegeben und sie zuhause trainieren lassen. Ich war vor kurzem auf einem Kongress in England, wo das Heimtraining in der Länderspielpause ganz normal ist. Da stellt keiner diese Frage. "
"Körperlich bedingt haben die Jungs durch die vielen Spiele Stress, den wir aus der Muskulatur nehmen wollen, indem wir sie nicht verkrampft durchtrainieren lassen. Die Spieler brauchen außerdem auch mal einen mentalen Break, losgelöst von der Tabellensituation. Wenn ich das Pensum in den letzten Wochen sehe und dazu unsere sehr, sehr physische Spielanlage, müssen wir den Spielern einfach mal eine Pause geben. In der Corona-Pandemie haben wir mit dem Heimtraining bereits gute Erfahrungen gemacht."
"Die Jungs bekommen ein Programm, das sehr sprintorientiert ist (...) bei dem sie eine Herzfrequenz von 90 bis 95 Prozent erreichen."
"Auf einer Skala von 1 bis 10 gehen die Spieler da in der Belastung mit einer 9 raus. Wenn man die Netto-Trainingszeit in der Herzfrequenz über 90 Prozent sieht, hat ein Spieler, der unser Programm durchgezogen hat, in dieser Zeit sicher mehr trainiert als beispielsweise ein Nationalspieler, der während seiner Abstellung nicht oder fast nicht spielt. "
" Wir haben inzwischen sehr hochwertige GPS-Uhren, die über die Handys der Spieler an eine Cloud gekoppelt sind. Da setzen wir die ganzen Programme rein und die Spieler laden sie runter. Haben sie ihr Programm absolviert, müssen sie ihre Uhr wieder mit dem Handy synchronisieren, und die Daten fließen in die Cloud hinein, wo ich sie einsehen kann."
"Ich komme aus dem Eishockey und habe nach wie vor viele Kontakte in die DEL. Da stand in der Länderspielpause keine einzige Mannschaft auf dem Eis. Da wird – anders als im Fußball – aber nie nachgefragt, weil es völlig normal ist."
"Fußballer spielen in der Regel 60 bis 90 Minuten durch. Durch diese dauernde Belastung kommen sie an eine sehr starke Glykogen-Verarmung in der Muskulatur. "
"Dazu machst du beim Fußball alles mit den Beinen, was in Verbindung mit der Glykogen-Verarmung eine ganz andere Belastung ist."


Ein großes Problem in D scheint zu sein daß man Home-Office mit frei gleichsetzt. Erlebe ich in meinem Umfeld auch immer wieder. Daß Home-Office aber auch einfach nur eine andere Arbeitsweise, eben von zu Hause und bei, soweit möglich, freierer Zeiteinteilung ist, wird gerne ausgeblendet. Das Pensum muß doch trotzdem erfüllt werden, oder ist das in Euren Firmen anders? Bei Schülern oder Studenten wird übrigens sehr stark auf "Home-Office" gesetzt 😉 Ist also eigentlich für uns alle nichts neues.
Woher kommt diese ständige Kritik daran? Neid weil man selbst "auf die Arbeit" muß? Weil man sich nicht vorstellen kann daß jemand sich selber organisiert? Weil man das nämlich selber nicht hinbekommen würde? Daß man ohne äußere Kontrolle/den Chef im Rücken nur so tut als ob man arbeitet?
Im Ernst, ich verstehe diese ständige Kritik nicht. Und noch weniger wenn man weiß daß, wie hier bei den Spielern, eine technische Überwachung dafür sorgt daß die Hausaufgaben = Trainingspläne auch gemacht werden.


Fussball ist ein Mannschaftssport.
Mannschaftssport kann man nicht im Home-Office simulieren.
Man kann sich individuell fit halten, soweit korrekt bezweifelt niemand.
Aber vom Ball allein gegen die eigene Hauswand bolzen ist noch niemand in der Bundesliga gelandet.
Und dem Team fehlt es gerade massiv an Abläufen, die man nur im Mannschaftstraining simulieren kann.
Fit sind die alle. Das stellt niemand in Frage, aber es ist eben keine Einzelsportart.


Es fehlt weniger an den Abläufen sondern an der Fähigkeit, diese umzusetzen. Die Spieler wissen genau, wie die Laufwege eigentlich sein sollten. Sie wissen auch, wie Abstände sein sollten. Sie wissen auch, wie man gut und kompakt verteidigt. Und sie wissen auch, wie man Bälle gut annimmt und passt. Und all das können sie auch und müssen es nicht erst lernen. Sue sind alle schon Bundesligaspieler, die das in der letzten Saison nachhaltig bewiesen haben.

Im Moment fehlt es an Selbstvertrauen, an Selbstverständlichkeit und Schnelligkeit im Handeln, an Zutrauen in sich und in die Kollegen. Das kommt durch den immer größer gewordenen Druck durch die dauernden Misserfolge und Frustrationen.

Da hilft viel Training gar nichts. Selbstvertrauen holt man sich nicht im Training, sondern nur im Wettkampf. Die Idee, die Spieler mental "abschalten" zu lassen, sie nicht permanent mit dem Druck, besser sein zu müssen, zu konfrontieren, ist absolut naheliegend. Das es (auch) nicht hilft, entkräftet die Richtigkeit nicht. Auch hier gibt es keine Garantie.
Zitat von NurFussball
Zitat von SoBvensson

Zitat von BennyFuchs

Home-Office heißt nicht frei. Diesen bescheuerten Irrglauben kann ich nicht nachvollziehen. Als Hilfestellung wie moderne Trainings- und Belastungsgestaltung aussieht zitiere ich nochmal aus der AZ.
Auszüge aus dem AZ-Interview mit dem 05-Performance-Leiter Sven Herzog vom 18.11.25, vlt. hilft das ja ein klein wenig:

"Solche Home-Trainings gibt es bei uns schon seit einigen Jahren"
"Eintracht Frankfurt hat seinen Spielern nach dem Spiel gegen uns auch einige Tage frei gegeben und sie zuhause trainieren lassen. Ich war vor kurzem auf einem Kongress in England, wo das Heimtraining in der Länderspielpause ganz normal ist. Da stellt keiner diese Frage. "
"Körperlich bedingt haben die Jungs durch die vielen Spiele Stress, den wir aus der Muskulatur nehmen wollen, indem wir sie nicht verkrampft durchtrainieren lassen. Die Spieler brauchen außerdem auch mal einen mentalen Break, losgelöst von der Tabellensituation. Wenn ich das Pensum in den letzten Wochen sehe und dazu unsere sehr, sehr physische Spielanlage, müssen wir den Spielern einfach mal eine Pause geben. In der Corona-Pandemie haben wir mit dem Heimtraining bereits gute Erfahrungen gemacht."
"Die Jungs bekommen ein Programm, das sehr sprintorientiert ist (...) bei dem sie eine Herzfrequenz von 90 bis 95 Prozent erreichen."
"Auf einer Skala von 1 bis 10 gehen die Spieler da in der Belastung mit einer 9 raus. Wenn man die Netto-Trainingszeit in der Herzfrequenz über 90 Prozent sieht, hat ein Spieler, der unser Programm durchgezogen hat, in dieser Zeit sicher mehr trainiert als beispielsweise ein Nationalspieler, der während seiner Abstellung nicht oder fast nicht spielt. "
" Wir haben inzwischen sehr hochwertige GPS-Uhren, die über die Handys der Spieler an eine Cloud gekoppelt sind. Da setzen wir die ganzen Programme rein und die Spieler laden sie runter. Haben sie ihr Programm absolviert, müssen sie ihre Uhr wieder mit dem Handy synchronisieren, und die Daten fließen in die Cloud hinein, wo ich sie einsehen kann."
"Ich komme aus dem Eishockey und habe nach wie vor viele Kontakte in die DEL. Da stand in der Länderspielpause keine einzige Mannschaft auf dem Eis. Da wird – anders als im Fußball – aber nie nachgefragt, weil es völlig normal ist."
"Fußballer spielen in der Regel 60 bis 90 Minuten durch. Durch diese dauernde Belastung kommen sie an eine sehr starke Glykogen-Verarmung in der Muskulatur. "
"Dazu machst du beim Fußball alles mit den Beinen, was in Verbindung mit der Glykogen-Verarmung eine ganz andere Belastung ist."


Ein großes Problem in D scheint zu sein daß man Home-Office mit frei gleichsetzt. Erlebe ich in meinem Umfeld auch immer wieder. Daß Home-Office aber auch einfach nur eine andere Arbeitsweise, eben von zu Hause und bei, soweit möglich, freierer Zeiteinteilung ist, wird gerne ausgeblendet. Das Pensum muß doch trotzdem erfüllt werden, oder ist das in Euren Firmen anders? Bei Schülern oder Studenten wird übrigens sehr stark auf "Home-Office" gesetzt 😉 Ist also eigentlich für uns alle nichts neues.
Woher kommt diese ständige Kritik daran? Neid weil man selbst "auf die Arbeit" muß? Weil man sich nicht vorstellen kann daß jemand sich selber organisiert? Weil man das nämlich selber nicht hinbekommen würde? Daß man ohne äußere Kontrolle/den Chef im Rücken nur so tut als ob man arbeitet?
Im Ernst, ich verstehe diese ständige Kritik nicht. Und noch weniger wenn man weiß daß, wie hier bei den Spielern, eine technische Überwachung dafür sorgt daß die Hausaufgaben = Trainingspläne auch gemacht werden.


Fussball ist ein Mannschaftssport.
Mannschaftssport kann man nicht im Home-Office simulieren.
Man kann sich individuell fit halten, soweit korrekt bezweifelt niemand.
Aber vom Ball allein gegen die eigene Hauswand bolzen ist noch niemand in der Bundesliga gelandet.
Und dem Team fehlt es gerade massiv an Abläufen, die man nur im Mannschaftstraining simulieren kann.
Fit sind die alle. Das stellt niemand in Frage, aber es ist eben keine Einzelsportart.


Es fehlt weniger an den Abläufen sondern an der Fähigkeit, diese umzusetzen. Die Spieler wissen genau, wie die Laufwege eigentlich sein sollten. Sie wissen auch, wie Abstände sein sollten. Sie wissen auch, wie man gut und kompakt verteidigt. Und sie wissen auch, wie man Bälle gut annimmt und passt. Und all das können sie auch und müssen es nicht erst lernen. Sue sind alle schon Bundesligaspieler, die das in der letzten Saison nachhaltig bewiesen haben.

Im Moment fehlt es an Selbstvertrauen, an Selbstverständlichkeit und Schnelligkeit im Handeln, an Zutrauen in sich und in die Kollegen. Das kommt durch den immer größer gewordenen Druck durch die dauernden Misserfolge und Frustrationen.

Da hilft viel Training gar nichts. Selbstvertrauen holt man sich nicht im Training, sondern nur im Wettkampf. Die Idee, die Spieler mental "abschalten" zu lassen, sie nicht permanent mit dem Druck, besser sein zu müssen, zu konfrontieren, ist absolut naheliegend. Das es (auch) nicht hilft, entkräftet die Richtigkeit nicht. Auch hier gibt es keine Garantie.


Ich weiß nicht, war es Klopp oder Tuchel, der die Mannschaft in einer schwachen Phase mal ein Survivaltraining hat machen lassen? Extremsport, wo man über den Schatten springen muss. Mut haben -mal was zu machen, was man eigentlich nicht machen würde. Und das Ganze als Team, jeder für den anderen da.

Vielleicht hätte sowas mal geholfen - aber natürlich doof, weil die Hälfte der Truppe nicht da war.

Ich weiß es auch nicht .....

•     •     •

männlich, Mitte 40, keine Ahnung von Fußball, aber ich babbel halt gern mit ;)
Nach knapp 10 Jahren nur mitlesen kann ich meinen Mund nicht mehr halten :-X

Sorry für die häufigen Fehler. Meist wird erst gesendet, dann Korrektur gelesen :-)
Was aber auch auffällt ist daß sowohl die Laufwerte bis zum SCF-Spiel gut bis sehr gut waren, es aber trotzdem sogut wie keine Muskelverletzung gab. In dem Punkt würde ich sagen daß die Maßnahme und die Steuerung funktionieren.
Das Mannschaftstraining ist dann wieder die andere Seite, und die fehlenden Abläufe sind in dieser Saison ein großes Problem. Ich bin nicht sicher wie lange das Home-Office ging, ich meine 1 Woche? Vlt. hätte man das um 1-2 Tage verkürzen können, aber hätte das die Sache grundlegend geändert? Es hätten ja (in der letzten LS-Pause) dazu trotzdem die Stamm- und Schlüsselspieler Sano, Amiri, Mwene, Caci, Lee, aber auch Potulski oder Weiper gefehlt.
Die körperliche und mentale Notwendigkeit hat Herzog ja klar betont. Auch wenn man schnell denkt "schlechte Leistung aufm Platz? Dann müssen die eben mehr trainieren". Das greift zu kurz, gerade bei den vielen englischen Wochen und Reisen.

Daß der Europacup genau diese Probleme mit sich bringt ist bekannt und wurde schon von vielen Teams und Trainern thematisiert. Auch durch die Rotation ist es fast unmöglich mit Automatismen, es fehlt Trainingszeit um an Defiziten zu arbeiten usw.. Haben wir doch alles schon diskutiert.
Ich würde ja mal eine Block-Einteilung, in etwa analog zum Eishockey, interessant finden. Also bestimmte, häufig in der Formation zusammenspielende Gruppen: 3 offensive, 3 IV, Spieler auf der rechten/linken Schiene usw.. Wie man das auch immer sinnvoll einteilen würde. Englische Teams spielen im EC ja auch häufiger mal mit einem B-Team, das könnte man dann auch, und bei Bedarf ersetzt dann eben die 1.Reihe die 2.Reihe usw..

Ob das im Fußball aber praktisch umgesetzt werden könnte?
Zitat von NurFussball
Zitat von SoBvensson

Zitat von BennyFuchs

Home-Office heißt nicht frei. Diesen bescheuerten Irrglauben kann ich nicht nachvollziehen. Als Hilfestellung wie moderne Trainings- und Belastungsgestaltung aussieht zitiere ich nochmal aus der AZ.
Auszüge aus dem AZ-Interview mit dem 05-Performance-Leiter Sven Herzog vom 18.11.25, vlt. hilft das ja ein klein wenig:

"Solche Home-Trainings gibt es bei uns schon seit einigen Jahren"
"Eintracht Frankfurt hat seinen Spielern nach dem Spiel gegen uns auch einige Tage frei gegeben und sie zuhause trainieren lassen. Ich war vor kurzem auf einem Kongress in England, wo das Heimtraining in der Länderspielpause ganz normal ist. Da stellt keiner diese Frage. "
"Körperlich bedingt haben die Jungs durch die vielen Spiele Stress, den wir aus der Muskulatur nehmen wollen, indem wir sie nicht verkrampft durchtrainieren lassen. Die Spieler brauchen außerdem auch mal einen mentalen Break, losgelöst von der Tabellensituation. Wenn ich das Pensum in den letzten Wochen sehe und dazu unsere sehr, sehr physische Spielanlage, müssen wir den Spielern einfach mal eine Pause geben. In der Corona-Pandemie haben wir mit dem Heimtraining bereits gute Erfahrungen gemacht."
"Die Jungs bekommen ein Programm, das sehr sprintorientiert ist (...) bei dem sie eine Herzfrequenz von 90 bis 95 Prozent erreichen."
"Auf einer Skala von 1 bis 10 gehen die Spieler da in der Belastung mit einer 9 raus. Wenn man die Netto-Trainingszeit in der Herzfrequenz über 90 Prozent sieht, hat ein Spieler, der unser Programm durchgezogen hat, in dieser Zeit sicher mehr trainiert als beispielsweise ein Nationalspieler, der während seiner Abstellung nicht oder fast nicht spielt. "
" Wir haben inzwischen sehr hochwertige GPS-Uhren, die über die Handys der Spieler an eine Cloud gekoppelt sind. Da setzen wir die ganzen Programme rein und die Spieler laden sie runter. Haben sie ihr Programm absolviert, müssen sie ihre Uhr wieder mit dem Handy synchronisieren, und die Daten fließen in die Cloud hinein, wo ich sie einsehen kann."
"Ich komme aus dem Eishockey und habe nach wie vor viele Kontakte in die DEL. Da stand in der Länderspielpause keine einzige Mannschaft auf dem Eis. Da wird – anders als im Fußball – aber nie nachgefragt, weil es völlig normal ist."
"Fußballer spielen in der Regel 60 bis 90 Minuten durch. Durch diese dauernde Belastung kommen sie an eine sehr starke Glykogen-Verarmung in der Muskulatur. "
"Dazu machst du beim Fußball alles mit den Beinen, was in Verbindung mit der Glykogen-Verarmung eine ganz andere Belastung ist."


Ein großes Problem in D scheint zu sein daß man Home-Office mit frei gleichsetzt. Erlebe ich in meinem Umfeld auch immer wieder. Daß Home-Office aber auch einfach nur eine andere Arbeitsweise, eben von zu Hause und bei, soweit möglich, freierer Zeiteinteilung ist, wird gerne ausgeblendet. Das Pensum muß doch trotzdem erfüllt werden, oder ist das in Euren Firmen anders? Bei Schülern oder Studenten wird übrigens sehr stark auf "Home-Office" gesetzt 😉 Ist also eigentlich für uns alle nichts neues.
Woher kommt diese ständige Kritik daran? Neid weil man selbst "auf die Arbeit" muß? Weil man sich nicht vorstellen kann daß jemand sich selber organisiert? Weil man das nämlich selber nicht hinbekommen würde? Daß man ohne äußere Kontrolle/den Chef im Rücken nur so tut als ob man arbeitet?
Im Ernst, ich verstehe diese ständige Kritik nicht. Und noch weniger wenn man weiß daß, wie hier bei den Spielern, eine technische Überwachung dafür sorgt daß die Hausaufgaben = Trainingspläne auch gemacht werden.


Fussball ist ein Mannschaftssport.
Mannschaftssport kann man nicht im Home-Office simulieren.
Man kann sich individuell fit halten, soweit korrekt bezweifelt niemand.
Aber vom Ball allein gegen die eigene Hauswand bolzen ist noch niemand in der Bundesliga gelandet.
Und dem Team fehlt es gerade massiv an Abläufen, die man nur im Mannschaftstraining simulieren kann.
Fit sind die alle. Das stellt niemand in Frage, aber es ist eben keine Einzelsportart.


Es fehlt weniger an den Abläufen sondern an der Fähigkeit, diese umzusetzen. Die Spieler wissen genau, wie die Laufwege eigentlich sein sollten. Sie wissen auch, wie Abstände sein sollten. Sie wissen auch, wie man gut und kompakt verteidigt. Und sie wissen auch, wie man Bälle gut annimmt und passt. Und all das können sie auch und müssen es nicht erst lernen. Sue sind alle schon Bundesligaspieler, die das in der letzten Saison nachhaltig bewiesen haben.

Im Moment fehlt es an Selbstvertrauen, an Selbstverständlichkeit und Schnelligkeit im Handeln, an Zutrauen in sich und in die Kollegen. Das kommt durch den immer größer gewordenen Druck durch die dauernden Misserfolge und Frustrationen.

Da hilft viel Training gar nichts. Selbstvertrauen holt man sich nicht im Training, sondern nur im Wettkampf. Die Idee, die Spieler mental "abschalten" zu lassen, sie nicht permanent mit dem Druck, besser sein zu müssen, zu konfrontieren, ist absolut naheliegend. Das es (auch) nicht hilft, entkräftet die Richtigkeit nicht. Auch hier gibt es keine Garantie.


Nelly Weiper müsste ja dann eigentlich als Stammspieler gesetzt sein. Dem wird ja immer mangelnde Trainingsleistung hier vorgeworfen. Aber praktiziert ja mentales Abschalten in Reinform.☺️
Am besten trainieren wir also gar nicht mehr, weil das die Spieler mental zu sehr unter Druck setzt.

Zwischen Wissen wie die Abläufe sein sollen und Abläufe koordiniert durchführen zu können gibt es einen riesigen Unterschied. Diese Sicherheit holt man sich im Training und nicht im Home Office.

Du hättest einen Punkt, wenn wir jedes Spiel 20 Torchancen hätten aber vorbeischießen.
Wir haben jedes Spiel 0 Torchancen und sind in unseren Abläufen in den meisten Spielen so schlecht, dass wir nicht mal mehr in Tornähe kommen. Ich weiß nicht wie man ernsthaft glauben kann, dass sich das über Home Office verbessern soll.
Zitat von Immer2Seiten
Zitat von NurFussball

Zitat von SoBvensson

Zitat von BennyFuchs

Home-Office heißt nicht frei. Diesen bescheuerten Irrglauben kann ich nicht nachvollziehen. Als Hilfestellung wie moderne Trainings- und Belastungsgestaltung aussieht zitiere ich nochmal aus der AZ.
Auszüge aus dem AZ-Interview mit dem 05-Performance-Leiter Sven Herzog vom 18.11.25, vlt. hilft das ja ein klein wenig:

"Solche Home-Trainings gibt es bei uns schon seit einigen Jahren"
"Eintracht Frankfurt hat seinen Spielern nach dem Spiel gegen uns auch einige Tage frei gegeben und sie zuhause trainieren lassen. Ich war vor kurzem auf einem Kongress in England, wo das Heimtraining in der Länderspielpause ganz normal ist. Da stellt keiner diese Frage. "
"Körperlich bedingt haben die Jungs durch die vielen Spiele Stress, den wir aus der Muskulatur nehmen wollen, indem wir sie nicht verkrampft durchtrainieren lassen. Die Spieler brauchen außerdem auch mal einen mentalen Break, losgelöst von der Tabellensituation. Wenn ich das Pensum in den letzten Wochen sehe und dazu unsere sehr, sehr physische Spielanlage, müssen wir den Spielern einfach mal eine Pause geben. In der Corona-Pandemie haben wir mit dem Heimtraining bereits gute Erfahrungen gemacht."
"Die Jungs bekommen ein Programm, das sehr sprintorientiert ist (...) bei dem sie eine Herzfrequenz von 90 bis 95 Prozent erreichen."
"Auf einer Skala von 1 bis 10 gehen die Spieler da in der Belastung mit einer 9 raus. Wenn man die Netto-Trainingszeit in der Herzfrequenz über 90 Prozent sieht, hat ein Spieler, der unser Programm durchgezogen hat, in dieser Zeit sicher mehr trainiert als beispielsweise ein Nationalspieler, der während seiner Abstellung nicht oder fast nicht spielt. "
" Wir haben inzwischen sehr hochwertige GPS-Uhren, die über die Handys der Spieler an eine Cloud gekoppelt sind. Da setzen wir die ganzen Programme rein und die Spieler laden sie runter. Haben sie ihr Programm absolviert, müssen sie ihre Uhr wieder mit dem Handy synchronisieren, und die Daten fließen in die Cloud hinein, wo ich sie einsehen kann."
"Ich komme aus dem Eishockey und habe nach wie vor viele Kontakte in die DEL. Da stand in der Länderspielpause keine einzige Mannschaft auf dem Eis. Da wird – anders als im Fußball – aber nie nachgefragt, weil es völlig normal ist."
"Fußballer spielen in der Regel 60 bis 90 Minuten durch. Durch diese dauernde Belastung kommen sie an eine sehr starke Glykogen-Verarmung in der Muskulatur. "
"Dazu machst du beim Fußball alles mit den Beinen, was in Verbindung mit der Glykogen-Verarmung eine ganz andere Belastung ist."


Ein großes Problem in D scheint zu sein daß man Home-Office mit frei gleichsetzt. Erlebe ich in meinem Umfeld auch immer wieder. Daß Home-Office aber auch einfach nur eine andere Arbeitsweise, eben von zu Hause und bei, soweit möglich, freierer Zeiteinteilung ist, wird gerne ausgeblendet. Das Pensum muß doch trotzdem erfüllt werden, oder ist das in Euren Firmen anders? Bei Schülern oder Studenten wird übrigens sehr stark auf "Home-Office" gesetzt 😉 Ist also eigentlich für uns alle nichts neues.
Woher kommt diese ständige Kritik daran? Neid weil man selbst "auf die Arbeit" muß? Weil man sich nicht vorstellen kann daß jemand sich selber organisiert? Weil man das nämlich selber nicht hinbekommen würde? Daß man ohne äußere Kontrolle/den Chef im Rücken nur so tut als ob man arbeitet?
Im Ernst, ich verstehe diese ständige Kritik nicht. Und noch weniger wenn man weiß daß, wie hier bei den Spielern, eine technische Überwachung dafür sorgt daß die Hausaufgaben = Trainingspläne auch gemacht werden.


Fussball ist ein Mannschaftssport.
Mannschaftssport kann man nicht im Home-Office simulieren.
Man kann sich individuell fit halten, soweit korrekt bezweifelt niemand.
Aber vom Ball allein gegen die eigene Hauswand bolzen ist noch niemand in der Bundesliga gelandet.
Und dem Team fehlt es gerade massiv an Abläufen, die man nur im Mannschaftstraining simulieren kann.
Fit sind die alle. Das stellt niemand in Frage, aber es ist eben keine Einzelsportart.


Es fehlt weniger an den Abläufen sondern an der Fähigkeit, diese umzusetzen. Die Spieler wissen genau, wie die Laufwege eigentlich sein sollten. Sie wissen auch, wie Abstände sein sollten. Sie wissen auch, wie man gut und kompakt verteidigt. Und sie wissen auch, wie man Bälle gut annimmt und passt. Und all das können sie auch und müssen es nicht erst lernen. Sue sind alle schon Bundesligaspieler, die das in der letzten Saison nachhaltig bewiesen haben.

Im Moment fehlt es an Selbstvertrauen, an Selbstverständlichkeit und Schnelligkeit im Handeln, an Zutrauen in sich und in die Kollegen. Das kommt durch den immer größer gewordenen Druck durch die dauernden Misserfolge und Frustrationen.

Da hilft viel Training gar nichts. Selbstvertrauen holt man sich nicht im Training, sondern nur im Wettkampf. Die Idee, die Spieler mental "abschalten" zu lassen, sie nicht permanent mit dem Druck, besser sein zu müssen, zu konfrontieren, ist absolut naheliegend. Das es (auch) nicht hilft, entkräftet die Richtigkeit nicht. Auch hier gibt es keine Garantie.


Ich weiß nicht, war es Klopp oder Tuchel, der die Mannschaft in einer schwachen Phase mal ein Survivaltraining hat machen lassen? Extremsport, wo man über den Schatten springen muss. Mut haben -mal was zu machen, was man eigentlich nicht machen würde. Und das Ganze als Team, jeder für den anderen da.

Vielleicht hätte sowas mal geholfen - aber natürlich doof, weil die Hälfte der Truppe nicht da war.

Ich weiß es auch nicht .....


Völlig richtig. Das gab's früher ab und an mal. Kann durchaus über das Teambuilding hinaus auch in solchen Krisen hilfreich sein. Aber du sagst es selbst: In den Länderspielpausen fehlen etliche und im heutigen Spielplan ist für sowas kaum noch Zeit vorhanden.
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