Trainerdiskussionen und mögliche Nachfolger
01.12.2025 - 12:05 Uhr
02.12.2025 - 16:45 Uhr
Ich hab an anderer Stelle schon mal von meiner Erfahrung geschrieben: manchmal kommt man auf der Arbeit am Ende von einem langen Tag ums verrecken nicht weiter, bricht ab, und löst das Problem am nächsten Tag in kürzester Zeit.
Das kann schon helfen. Hats bei den 05ern aber leider bisher nicht. Andersrum: wenn sie trainiert hätten, wäre es dann besser gelaufen? Weiß ja nun auch keiner.
Das kann schon helfen. Hats bei den 05ern aber leider bisher nicht. Andersrum: wenn sie trainiert hätten, wäre es dann besser gelaufen? Weiß ja nun auch keiner.
02.12.2025 - 16:47 Uhr
Zitat von Immer2Seiten
Ich weiß nicht, war es Klopp oder Tuchel, der die Mannschaft in einer schwachen Phase mal ein Survivaltraining hat machen lassen? Extremsport, wo man über den Schatten springen muss. Mut haben -mal was zu machen, was man eigentlich nicht machen würde. Und das Ganze als Team, jeder für den anderen da.
Vielleicht hätte sowas mal geholfen - aber natürlich doof, weil die Hälfte der Truppe nicht da war.
Ich weiß es auch nicht .....
Zitat von NurFussball
Es fehlt weniger an den Abläufen sondern an der Fähigkeit, diese umzusetzen. Die Spieler wissen genau, wie die Laufwege eigentlich sein sollten. Sie wissen auch, wie Abstände sein sollten. Sie wissen auch, wie man gut und kompakt verteidigt. Und sie wissen auch, wie man Bälle gut annimmt und passt. Und all das können sie auch und müssen es nicht erst lernen. Sue sind alle schon Bundesligaspieler, die das in der letzten Saison nachhaltig bewiesen haben.
Im Moment fehlt es an Selbstvertrauen, an Selbstverständlichkeit und Schnelligkeit im Handeln, an Zutrauen in sich und in die Kollegen. Das kommt durch den immer größer gewordenen Druck durch die dauernden Misserfolge und Frustrationen.
Da hilft viel Training gar nichts. Selbstvertrauen holt man sich nicht im Training, sondern nur im Wettkampf. Die Idee, die Spieler mental "abschalten" zu lassen, sie nicht permanent mit dem Druck, besser sein zu müssen, zu konfrontieren, ist absolut naheliegend. Das es (auch) nicht hilft, entkräftet die Richtigkeit nicht. Auch hier gibt es keine Garantie.
Zitat von SoBvensson
Fussball ist ein Mannschaftssport.
Mannschaftssport kann man nicht im Home-Office simulieren.
Man kann sich individuell fit halten, soweit korrekt bezweifelt niemand.
Aber vom Ball allein gegen die eigene Hauswand bolzen ist noch niemand in der Bundesliga gelandet.
Und dem Team fehlt es gerade massiv an Abläufen, die man nur im Mannschaftstraining simulieren kann.
Fit sind die alle. Das stellt niemand in Frage, aber es ist eben keine Einzelsportart.
Zitat von BennyFuchs
Home-Office heißt nicht frei. Diesen bescheuerten Irrglauben kann ich nicht nachvollziehen. Als Hilfestellung wie moderne Trainings- und Belastungsgestaltung aussieht zitiere ich nochmal aus der AZ.
Auszüge aus dem AZ-Interview mit dem 05-Performance-Leiter Sven Herzog vom 18.11.25, vlt. hilft das ja ein klein wenig:
"Solche Home-Trainings gibt es bei uns schon seit einigen Jahren"
"Eintracht Frankfurt hat seinen Spielern nach dem Spiel gegen uns auch einige Tage frei gegeben und sie zuhause trainieren lassen. Ich war vor kurzem auf einem Kongress in England, wo das Heimtraining in der Länderspielpause ganz normal ist. Da stellt keiner diese Frage. "
"Körperlich bedingt haben die Jungs durch die vielen Spiele Stress, den wir aus der Muskulatur nehmen wollen, indem wir sie nicht verkrampft durchtrainieren lassen. Die Spieler brauchen außerdem auch mal einen mentalen Break, losgelöst von der Tabellensituation. Wenn ich das Pensum in den letzten Wochen sehe und dazu unsere sehr, sehr physische Spielanlage, müssen wir den Spielern einfach mal eine Pause geben. In der Corona-Pandemie haben wir mit dem Heimtraining bereits gute Erfahrungen gemacht."
"Die Jungs bekommen ein Programm, das sehr sprintorientiert ist (...) bei dem sie eine Herzfrequenz von 90 bis 95 Prozent erreichen."
"Auf einer Skala von 1 bis 10 gehen die Spieler da in der Belastung mit einer 9 raus. Wenn man die Netto-Trainingszeit in der Herzfrequenz über 90 Prozent sieht, hat ein Spieler, der unser Programm durchgezogen hat, in dieser Zeit sicher mehr trainiert als beispielsweise ein Nationalspieler, der während seiner Abstellung nicht oder fast nicht spielt. "
" Wir haben inzwischen sehr hochwertige GPS-Uhren, die über die Handys der Spieler an eine Cloud gekoppelt sind. Da setzen wir die ganzen Programme rein und die Spieler laden sie runter. Haben sie ihr Programm absolviert, müssen sie ihre Uhr wieder mit dem Handy synchronisieren, und die Daten fließen in die Cloud hinein, wo ich sie einsehen kann."
"Ich komme aus dem Eishockey und habe nach wie vor viele Kontakte in die DEL. Da stand in der Länderspielpause keine einzige Mannschaft auf dem Eis. Da wird – anders als im Fußball – aber nie nachgefragt, weil es völlig normal ist."
"Fußballer spielen in der Regel 60 bis 90 Minuten durch. Durch diese dauernde Belastung kommen sie an eine sehr starke Glykogen-Verarmung in der Muskulatur. "
"Dazu machst du beim Fußball alles mit den Beinen, was in Verbindung mit der Glykogen-Verarmung eine ganz andere Belastung ist."
Ein großes Problem in D scheint zu sein daß man Home-Office mit frei gleichsetzt. Erlebe ich in meinem Umfeld auch immer wieder. Daß Home-Office aber auch einfach nur eine andere Arbeitsweise, eben von zu Hause und bei, soweit möglich, freierer Zeiteinteilung ist, wird gerne ausgeblendet. Das Pensum muß doch trotzdem erfüllt werden, oder ist das in Euren Firmen anders? Bei Schülern oder Studenten wird übrigens sehr stark auf "Home-Office" gesetzt 😉 Ist also eigentlich für uns alle nichts neues.
Woher kommt diese ständige Kritik daran? Neid weil man selbst "auf die Arbeit" muß? Weil man sich nicht vorstellen kann daß jemand sich selber organisiert? Weil man das nämlich selber nicht hinbekommen würde? Daß man ohne äußere Kontrolle/den Chef im Rücken nur so tut als ob man arbeitet?
Im Ernst, ich verstehe diese ständige Kritik nicht. Und noch weniger wenn man weiß daß, wie hier bei den Spielern, eine technische Überwachung dafür sorgt daß die Hausaufgaben = Trainingspläne auch gemacht werden.
Home-Office heißt nicht frei. Diesen bescheuerten Irrglauben kann ich nicht nachvollziehen. Als Hilfestellung wie moderne Trainings- und Belastungsgestaltung aussieht zitiere ich nochmal aus der AZ.
Auszüge aus dem AZ-Interview mit dem 05-Performance-Leiter Sven Herzog vom 18.11.25, vlt. hilft das ja ein klein wenig:
"Solche Home-Trainings gibt es bei uns schon seit einigen Jahren"
"Eintracht Frankfurt hat seinen Spielern nach dem Spiel gegen uns auch einige Tage frei gegeben und sie zuhause trainieren lassen. Ich war vor kurzem auf einem Kongress in England, wo das Heimtraining in der Länderspielpause ganz normal ist. Da stellt keiner diese Frage. "
"Körperlich bedingt haben die Jungs durch die vielen Spiele Stress, den wir aus der Muskulatur nehmen wollen, indem wir sie nicht verkrampft durchtrainieren lassen. Die Spieler brauchen außerdem auch mal einen mentalen Break, losgelöst von der Tabellensituation. Wenn ich das Pensum in den letzten Wochen sehe und dazu unsere sehr, sehr physische Spielanlage, müssen wir den Spielern einfach mal eine Pause geben. In der Corona-Pandemie haben wir mit dem Heimtraining bereits gute Erfahrungen gemacht."
"Die Jungs bekommen ein Programm, das sehr sprintorientiert ist (...) bei dem sie eine Herzfrequenz von 90 bis 95 Prozent erreichen."
"Auf einer Skala von 1 bis 10 gehen die Spieler da in der Belastung mit einer 9 raus. Wenn man die Netto-Trainingszeit in der Herzfrequenz über 90 Prozent sieht, hat ein Spieler, der unser Programm durchgezogen hat, in dieser Zeit sicher mehr trainiert als beispielsweise ein Nationalspieler, der während seiner Abstellung nicht oder fast nicht spielt. "
" Wir haben inzwischen sehr hochwertige GPS-Uhren, die über die Handys der Spieler an eine Cloud gekoppelt sind. Da setzen wir die ganzen Programme rein und die Spieler laden sie runter. Haben sie ihr Programm absolviert, müssen sie ihre Uhr wieder mit dem Handy synchronisieren, und die Daten fließen in die Cloud hinein, wo ich sie einsehen kann."
"Ich komme aus dem Eishockey und habe nach wie vor viele Kontakte in die DEL. Da stand in der Länderspielpause keine einzige Mannschaft auf dem Eis. Da wird – anders als im Fußball – aber nie nachgefragt, weil es völlig normal ist."
"Fußballer spielen in der Regel 60 bis 90 Minuten durch. Durch diese dauernde Belastung kommen sie an eine sehr starke Glykogen-Verarmung in der Muskulatur. "
"Dazu machst du beim Fußball alles mit den Beinen, was in Verbindung mit der Glykogen-Verarmung eine ganz andere Belastung ist."
Ein großes Problem in D scheint zu sein daß man Home-Office mit frei gleichsetzt. Erlebe ich in meinem Umfeld auch immer wieder. Daß Home-Office aber auch einfach nur eine andere Arbeitsweise, eben von zu Hause und bei, soweit möglich, freierer Zeiteinteilung ist, wird gerne ausgeblendet. Das Pensum muß doch trotzdem erfüllt werden, oder ist das in Euren Firmen anders? Bei Schülern oder Studenten wird übrigens sehr stark auf "Home-Office" gesetzt 😉 Ist also eigentlich für uns alle nichts neues.
Woher kommt diese ständige Kritik daran? Neid weil man selbst "auf die Arbeit" muß? Weil man sich nicht vorstellen kann daß jemand sich selber organisiert? Weil man das nämlich selber nicht hinbekommen würde? Daß man ohne äußere Kontrolle/den Chef im Rücken nur so tut als ob man arbeitet?
Im Ernst, ich verstehe diese ständige Kritik nicht. Und noch weniger wenn man weiß daß, wie hier bei den Spielern, eine technische Überwachung dafür sorgt daß die Hausaufgaben = Trainingspläne auch gemacht werden.
Fussball ist ein Mannschaftssport.
Mannschaftssport kann man nicht im Home-Office simulieren.
Man kann sich individuell fit halten, soweit korrekt bezweifelt niemand.
Aber vom Ball allein gegen die eigene Hauswand bolzen ist noch niemand in der Bundesliga gelandet.
Und dem Team fehlt es gerade massiv an Abläufen, die man nur im Mannschaftstraining simulieren kann.
Fit sind die alle. Das stellt niemand in Frage, aber es ist eben keine Einzelsportart.
Es fehlt weniger an den Abläufen sondern an der Fähigkeit, diese umzusetzen. Die Spieler wissen genau, wie die Laufwege eigentlich sein sollten. Sie wissen auch, wie Abstände sein sollten. Sie wissen auch, wie man gut und kompakt verteidigt. Und sie wissen auch, wie man Bälle gut annimmt und passt. Und all das können sie auch und müssen es nicht erst lernen. Sue sind alle schon Bundesligaspieler, die das in der letzten Saison nachhaltig bewiesen haben.
Im Moment fehlt es an Selbstvertrauen, an Selbstverständlichkeit und Schnelligkeit im Handeln, an Zutrauen in sich und in die Kollegen. Das kommt durch den immer größer gewordenen Druck durch die dauernden Misserfolge und Frustrationen.
Da hilft viel Training gar nichts. Selbstvertrauen holt man sich nicht im Training, sondern nur im Wettkampf. Die Idee, die Spieler mental "abschalten" zu lassen, sie nicht permanent mit dem Druck, besser sein zu müssen, zu konfrontieren, ist absolut naheliegend. Das es (auch) nicht hilft, entkräftet die Richtigkeit nicht. Auch hier gibt es keine Garantie.
Ich weiß nicht, war es Klopp oder Tuchel, der die Mannschaft in einer schwachen Phase mal ein Survivaltraining hat machen lassen? Extremsport, wo man über den Schatten springen muss. Mut haben -mal was zu machen, was man eigentlich nicht machen würde. Und das Ganze als Team, jeder für den anderen da.
Vielleicht hätte sowas mal geholfen - aber natürlich doof, weil die Hälfte der Truppe nicht da war.
Ich weiß es auch nicht .....
Ich bin mir bei den beiden nicht mehr sicher, aber Maddin ist auch mal mit dem Team in die Berge und den Schnee gegangen.
Eine Entscheidung, die ich in Phasen wie diesen absolut nachvollziehen kann.
Es sollte nicht nur darum gehen den Kopf frei zu bekommen, sondern vor allem den Kopf wieder mit einer Mentalität und einem Spirit zu füllen, dass die Männer da auf dem Platz neben „mir“ meine Teamkameraden sind und, dass ich für die auch die extra Meter oder den extra Sprint durchziehe, auch wenn er in der 90. Minute den Fehler gemacht und den Ball verloren hat.
Dieser Team Spirit ist uns komplett abhanden gekommen.
Die sind in den Köpfen alle so sehr mit sich selbst und der Situation beschäftigt - die Körpersprache zeigt jeden Spieltag ganz klar, dass da keiner für den anderen einsteht. Und da gehört auch mittlerweile ein Amiri zu, der eben Mal genau diesen Spirit in einer der sportlich aussichtslosesten Phasen überhaupt, auf dem Platz vorgelebt und andere dadurch angesteckt hat.
Wenn man es mit Bo versuchen möchte, fein. Dann einmal Winterpause streichen und allesamt, staff, Team, CO’s etc etc ins Bootcamp schicken und gemeinsam durch die „Hölle“ gehen lassen.
02.12.2025 - 16:48 Uhr
Bei ner Teambuilding-Maßnahme könnte man ja aber wieder die gleiche Kritik äußern: dadurch wird das Zusammenspiel nicht besser.
Unter v.a. Kloppo ist man immer mal wieder zu Kurz-Trainingslagern gefahren um sich besser fokussieren zu können. In Zeiten in denen man sowieso viel unterwegs ist sicher keine beliebte Maßnahme, aber das klang für mich grundsätzlich nach einem sinnvollen Ansatz.
Unter v.a. Kloppo ist man immer mal wieder zu Kurz-Trainingslagern gefahren um sich besser fokussieren zu können. In Zeiten in denen man sowieso viel unterwegs ist sicher keine beliebte Maßnahme, aber das klang für mich grundsätzlich nach einem sinnvollen Ansatz.
02.12.2025 - 16:51 Uhr
Zitat von SoBvensson
Nelly Weiper müsste ja dann eigentlich als Stammspieler gesetzt sein. Dem wird ja immer mangelnde Trainingsleistung hier vorgeworfen. Aber praktiziert ja mentales Abschalten in Reinform.☺️
Am besten trainieren wir also gar nicht mehr, weil das die Spieler mental zu sehr unter Druck setzt.
Zwischen Wissen wie die Abläufe sein sollen und Abläufe koordiniert durchführen zu können gibt es einen riesigen Unterschied. Diese Sicherheit holt man sich im Training und nicht im Home Office.
Du hättest einen Punkt, wenn wir jedes Spiel 20 Torchancen hätten aber vorbeischießen.
Wir haben jedes Spiel 0 Torchancen und sind in unseren Abläufen in den meisten Spielen so schlecht, dass wir nicht mal mehr in Tornähe kommen. Ich weiß nicht wie man ernsthaft glauben kann, dass sich das über Home Office verbessern soll.
Zitat von NurFussball
Es fehlt weniger an den Abläufen sondern an der Fähigkeit, diese umzusetzen. Die Spieler wissen genau, wie die Laufwege eigentlich sein sollten. Sie wissen auch, wie Abstände sein sollten. Sie wissen auch, wie man gut und kompakt verteidigt. Und sie wissen auch, wie man Bälle gut annimmt und passt. Und all das können sie auch und müssen es nicht erst lernen. Sue sind alle schon Bundesligaspieler, die das in der letzten Saison nachhaltig bewiesen haben.
Im Moment fehlt es an Selbstvertrauen, an Selbstverständlichkeit und Schnelligkeit im Handeln, an Zutrauen in sich und in die Kollegen. Das kommt durch den immer größer gewordenen Druck durch die dauernden Misserfolge und Frustrationen.
Da hilft viel Training gar nichts. Selbstvertrauen holt man sich nicht im Training, sondern nur im Wettkampf. Die Idee, die Spieler mental "abschalten" zu lassen, sie nicht permanent mit dem Druck, besser sein zu müssen, zu konfrontieren, ist absolut naheliegend. Das es (auch) nicht hilft, entkräftet die Richtigkeit nicht. Auch hier gibt es keine Garantie.
Zitat von SoBvensson
Fussball ist ein Mannschaftssport.
Mannschaftssport kann man nicht im Home-Office simulieren.
Man kann sich individuell fit halten, soweit korrekt bezweifelt niemand.
Aber vom Ball allein gegen die eigene Hauswand bolzen ist noch niemand in der Bundesliga gelandet.
Und dem Team fehlt es gerade massiv an Abläufen, die man nur im Mannschaftstraining simulieren kann.
Fit sind die alle. Das stellt niemand in Frage, aber es ist eben keine Einzelsportart.
Zitat von BennyFuchs
Home-Office heißt nicht frei. Diesen bescheuerten Irrglauben kann ich nicht nachvollziehen. Als Hilfestellung wie moderne Trainings- und Belastungsgestaltung aussieht zitiere ich nochmal aus der AZ.
Auszüge aus dem AZ-Interview mit dem 05-Performance-Leiter Sven Herzog vom 18.11.25, vlt. hilft das ja ein klein wenig:
"Solche Home-Trainings gibt es bei uns schon seit einigen Jahren"
"Eintracht Frankfurt hat seinen Spielern nach dem Spiel gegen uns auch einige Tage frei gegeben und sie zuhause trainieren lassen. Ich war vor kurzem auf einem Kongress in England, wo das Heimtraining in der Länderspielpause ganz normal ist. Da stellt keiner diese Frage. "
"Körperlich bedingt haben die Jungs durch die vielen Spiele Stress, den wir aus der Muskulatur nehmen wollen, indem wir sie nicht verkrampft durchtrainieren lassen. Die Spieler brauchen außerdem auch mal einen mentalen Break, losgelöst von der Tabellensituation. Wenn ich das Pensum in den letzten Wochen sehe und dazu unsere sehr, sehr physische Spielanlage, müssen wir den Spielern einfach mal eine Pause geben. In der Corona-Pandemie haben wir mit dem Heimtraining bereits gute Erfahrungen gemacht."
"Die Jungs bekommen ein Programm, das sehr sprintorientiert ist (...) bei dem sie eine Herzfrequenz von 90 bis 95 Prozent erreichen."
"Auf einer Skala von 1 bis 10 gehen die Spieler da in der Belastung mit einer 9 raus. Wenn man die Netto-Trainingszeit in der Herzfrequenz über 90 Prozent sieht, hat ein Spieler, der unser Programm durchgezogen hat, in dieser Zeit sicher mehr trainiert als beispielsweise ein Nationalspieler, der während seiner Abstellung nicht oder fast nicht spielt. "
" Wir haben inzwischen sehr hochwertige GPS-Uhren, die über die Handys der Spieler an eine Cloud gekoppelt sind. Da setzen wir die ganzen Programme rein und die Spieler laden sie runter. Haben sie ihr Programm absolviert, müssen sie ihre Uhr wieder mit dem Handy synchronisieren, und die Daten fließen in die Cloud hinein, wo ich sie einsehen kann."
"Ich komme aus dem Eishockey und habe nach wie vor viele Kontakte in die DEL. Da stand in der Länderspielpause keine einzige Mannschaft auf dem Eis. Da wird – anders als im Fußball – aber nie nachgefragt, weil es völlig normal ist."
"Fußballer spielen in der Regel 60 bis 90 Minuten durch. Durch diese dauernde Belastung kommen sie an eine sehr starke Glykogen-Verarmung in der Muskulatur. "
"Dazu machst du beim Fußball alles mit den Beinen, was in Verbindung mit der Glykogen-Verarmung eine ganz andere Belastung ist."
Ein großes Problem in D scheint zu sein daß man Home-Office mit frei gleichsetzt. Erlebe ich in meinem Umfeld auch immer wieder. Daß Home-Office aber auch einfach nur eine andere Arbeitsweise, eben von zu Hause und bei, soweit möglich, freierer Zeiteinteilung ist, wird gerne ausgeblendet. Das Pensum muß doch trotzdem erfüllt werden, oder ist das in Euren Firmen anders? Bei Schülern oder Studenten wird übrigens sehr stark auf "Home-Office" gesetzt 😉 Ist also eigentlich für uns alle nichts neues.
Woher kommt diese ständige Kritik daran? Neid weil man selbst "auf die Arbeit" muß? Weil man sich nicht vorstellen kann daß jemand sich selber organisiert? Weil man das nämlich selber nicht hinbekommen würde? Daß man ohne äußere Kontrolle/den Chef im Rücken nur so tut als ob man arbeitet?
Im Ernst, ich verstehe diese ständige Kritik nicht. Und noch weniger wenn man weiß daß, wie hier bei den Spielern, eine technische Überwachung dafür sorgt daß die Hausaufgaben = Trainingspläne auch gemacht werden.
Home-Office heißt nicht frei. Diesen bescheuerten Irrglauben kann ich nicht nachvollziehen. Als Hilfestellung wie moderne Trainings- und Belastungsgestaltung aussieht zitiere ich nochmal aus der AZ.
Auszüge aus dem AZ-Interview mit dem 05-Performance-Leiter Sven Herzog vom 18.11.25, vlt. hilft das ja ein klein wenig:
"Solche Home-Trainings gibt es bei uns schon seit einigen Jahren"
"Eintracht Frankfurt hat seinen Spielern nach dem Spiel gegen uns auch einige Tage frei gegeben und sie zuhause trainieren lassen. Ich war vor kurzem auf einem Kongress in England, wo das Heimtraining in der Länderspielpause ganz normal ist. Da stellt keiner diese Frage. "
"Körperlich bedingt haben die Jungs durch die vielen Spiele Stress, den wir aus der Muskulatur nehmen wollen, indem wir sie nicht verkrampft durchtrainieren lassen. Die Spieler brauchen außerdem auch mal einen mentalen Break, losgelöst von der Tabellensituation. Wenn ich das Pensum in den letzten Wochen sehe und dazu unsere sehr, sehr physische Spielanlage, müssen wir den Spielern einfach mal eine Pause geben. In der Corona-Pandemie haben wir mit dem Heimtraining bereits gute Erfahrungen gemacht."
"Die Jungs bekommen ein Programm, das sehr sprintorientiert ist (...) bei dem sie eine Herzfrequenz von 90 bis 95 Prozent erreichen."
"Auf einer Skala von 1 bis 10 gehen die Spieler da in der Belastung mit einer 9 raus. Wenn man die Netto-Trainingszeit in der Herzfrequenz über 90 Prozent sieht, hat ein Spieler, der unser Programm durchgezogen hat, in dieser Zeit sicher mehr trainiert als beispielsweise ein Nationalspieler, der während seiner Abstellung nicht oder fast nicht spielt. "
" Wir haben inzwischen sehr hochwertige GPS-Uhren, die über die Handys der Spieler an eine Cloud gekoppelt sind. Da setzen wir die ganzen Programme rein und die Spieler laden sie runter. Haben sie ihr Programm absolviert, müssen sie ihre Uhr wieder mit dem Handy synchronisieren, und die Daten fließen in die Cloud hinein, wo ich sie einsehen kann."
"Ich komme aus dem Eishockey und habe nach wie vor viele Kontakte in die DEL. Da stand in der Länderspielpause keine einzige Mannschaft auf dem Eis. Da wird – anders als im Fußball – aber nie nachgefragt, weil es völlig normal ist."
"Fußballer spielen in der Regel 60 bis 90 Minuten durch. Durch diese dauernde Belastung kommen sie an eine sehr starke Glykogen-Verarmung in der Muskulatur. "
"Dazu machst du beim Fußball alles mit den Beinen, was in Verbindung mit der Glykogen-Verarmung eine ganz andere Belastung ist."
Ein großes Problem in D scheint zu sein daß man Home-Office mit frei gleichsetzt. Erlebe ich in meinem Umfeld auch immer wieder. Daß Home-Office aber auch einfach nur eine andere Arbeitsweise, eben von zu Hause und bei, soweit möglich, freierer Zeiteinteilung ist, wird gerne ausgeblendet. Das Pensum muß doch trotzdem erfüllt werden, oder ist das in Euren Firmen anders? Bei Schülern oder Studenten wird übrigens sehr stark auf "Home-Office" gesetzt 😉 Ist also eigentlich für uns alle nichts neues.
Woher kommt diese ständige Kritik daran? Neid weil man selbst "auf die Arbeit" muß? Weil man sich nicht vorstellen kann daß jemand sich selber organisiert? Weil man das nämlich selber nicht hinbekommen würde? Daß man ohne äußere Kontrolle/den Chef im Rücken nur so tut als ob man arbeitet?
Im Ernst, ich verstehe diese ständige Kritik nicht. Und noch weniger wenn man weiß daß, wie hier bei den Spielern, eine technische Überwachung dafür sorgt daß die Hausaufgaben = Trainingspläne auch gemacht werden.
Fussball ist ein Mannschaftssport.
Mannschaftssport kann man nicht im Home-Office simulieren.
Man kann sich individuell fit halten, soweit korrekt bezweifelt niemand.
Aber vom Ball allein gegen die eigene Hauswand bolzen ist noch niemand in der Bundesliga gelandet.
Und dem Team fehlt es gerade massiv an Abläufen, die man nur im Mannschaftstraining simulieren kann.
Fit sind die alle. Das stellt niemand in Frage, aber es ist eben keine Einzelsportart.
Es fehlt weniger an den Abläufen sondern an der Fähigkeit, diese umzusetzen. Die Spieler wissen genau, wie die Laufwege eigentlich sein sollten. Sie wissen auch, wie Abstände sein sollten. Sie wissen auch, wie man gut und kompakt verteidigt. Und sie wissen auch, wie man Bälle gut annimmt und passt. Und all das können sie auch und müssen es nicht erst lernen. Sue sind alle schon Bundesligaspieler, die das in der letzten Saison nachhaltig bewiesen haben.
Im Moment fehlt es an Selbstvertrauen, an Selbstverständlichkeit und Schnelligkeit im Handeln, an Zutrauen in sich und in die Kollegen. Das kommt durch den immer größer gewordenen Druck durch die dauernden Misserfolge und Frustrationen.
Da hilft viel Training gar nichts. Selbstvertrauen holt man sich nicht im Training, sondern nur im Wettkampf. Die Idee, die Spieler mental "abschalten" zu lassen, sie nicht permanent mit dem Druck, besser sein zu müssen, zu konfrontieren, ist absolut naheliegend. Das es (auch) nicht hilft, entkräftet die Richtigkeit nicht. Auch hier gibt es keine Garantie.
Nelly Weiper müsste ja dann eigentlich als Stammspieler gesetzt sein. Dem wird ja immer mangelnde Trainingsleistung hier vorgeworfen. Aber praktiziert ja mentales Abschalten in Reinform.☺️
Am besten trainieren wir also gar nicht mehr, weil das die Spieler mental zu sehr unter Druck setzt.
Zwischen Wissen wie die Abläufe sein sollen und Abläufe koordiniert durchführen zu können gibt es einen riesigen Unterschied. Diese Sicherheit holt man sich im Training und nicht im Home Office.
Du hättest einen Punkt, wenn wir jedes Spiel 20 Torchancen hätten aber vorbeischießen.
Wir haben jedes Spiel 0 Torchancen und sind in unseren Abläufen in den meisten Spielen so schlecht, dass wir nicht mal mehr in Tornähe kommen. Ich weiß nicht wie man ernsthaft glauben kann, dass sich das über Home Office verbessern soll.
Ist dein völliges Missverstehen Absicht oder verstehst du tatsächlich nicht, dass das, was du schreibst, nichts mit meinem Beitrag zu tun hat?
Ein Pianist, der extreme Bühnenangst hat, wird nicht sicherer in seinem Spiel auf der Bühne, wenn er mit seinem Lehrer zuhause Tonleitern übt. Seine mangelnde Bühnenperformance ist kein Übungs-, sondern ein Kopfproblem. Nämlich seine Versagensangst, die sein Spiel fehlerhaft werden lässt.
Unsere Spieler versemmeln reihenweise Pässe, lassen den Ball meterweit abspringen, schauen zu lange zu, statt intuitiv den richtigen proaktiven Schritt zu machen. So jommt kein gutes Kombinationsspiel zustande Und das alles nicht, weil sie zu wenig üben, sondern weil ihnen die Selbstverständlichkeit aufgrund des Drucks fehlt, dem sie derzeit nicht gewachsen sind. Und das wird durch mehr üben, nicht besser.
02.12.2025 - 16:53 Uhr
Beim Maddin war das meine ich Zelten in der Winterpause auf einem Gletscher in der Schweiz. Selber den Berg hoch, Klo draußen. Da gabs danach etliche lustige Anekdoten. Ich meine Cordoba hätte damit etwas "gefremdelt"? 😅
02.12.2025 - 17:10 Uhr
Dachte, in dem Forum sollte es um die Trainerfrage und nicht um Pro und Contra einzelner Trainingsformen gehen!
02.12.2025 - 18:11 Uhr
Zitat von Kegler
Dachte, in dem Forum sollte es um die Trainerfrage und nicht um Pro und Contra einzelner Trainingsformen gehen!
Dachte, in dem Forum sollte es um die Trainerfrage und nicht um Pro und Contra einzelner Trainingsformen gehen!
Neben all der miesen Stimmung die es zuletzt, in und um Mainz 05 gab, auch in diesem Forum, ist es doch mal völlig Wumpe, ob man ein wenig vom Thema abweicht und einfach eine recht lockere heitere Stimmung in der Diskussion herrscht.
02.12.2025 - 18:52 Uhr
Zitat von Tharr
Neben all der miesen Stimmung die es zuletzt, in und um Mainz 05 gab, auch in diesem Forum, ist es doch mal völlig Wumpe, ob man ein wenig vom Thema abweicht und einfach eine recht lockere heitere Stimmung in der Diskussion herrscht.
Zitat von Kegler
Dachte, in dem Forum sollte es um die Trainerfrage und nicht um Pro und Contra einzelner Trainingsformen gehen!
Dachte, in dem Forum sollte es um die Trainerfrage und nicht um Pro und Contra einzelner Trainingsformen gehen!
Neben all der miesen Stimmung die es zuletzt, in und um Mainz 05 gab, auch in diesem Forum, ist es doch mal völlig Wumpe, ob man ein wenig vom Thema abweicht und einfach eine recht lockere heitere Stimmung in der Diskussion herrscht.
Ich "genieße" die Art der offenen Diskussion aktuell auch. Allerdings habe ich auch schon überlegt, ob der Pate noch mal einen Threat für "Wie trainieren wir richtig" aufmacht 🤣 Alternativ könnte man diesen Teil auch einfach in den Hasenkasten ziehen.
02.12.2025 - 18:55 Uhr
Zitat von Immer2Seiten
Ich "genieße" die Art der offenen Diskussion aktuell auch. Allerdings habe ich auch schon überlegt, ob der Pate noch mal einen Threat für "Wie trainieren wir richtig" aufmacht 🤣 Alternativ könnte man diesen Teil auch einfach in den Hasenkasten ziehen.
Zitat von Tharr
Neben all der miesen Stimmung die es zuletzt, in und um Mainz 05 gab, auch in diesem Forum, ist es doch mal völlig Wumpe, ob man ein wenig vom Thema abweicht und einfach eine recht lockere heitere Stimmung in der Diskussion herrscht.
Zitat von Kegler
Dachte, in dem Forum sollte es um die Trainerfrage und nicht um Pro und Contra einzelner Trainingsformen gehen!
Dachte, in dem Forum sollte es um die Trainerfrage und nicht um Pro und Contra einzelner Trainingsformen gehen!
Neben all der miesen Stimmung die es zuletzt, in und um Mainz 05 gab, auch in diesem Forum, ist es doch mal völlig Wumpe, ob man ein wenig vom Thema abweicht und einfach eine recht lockere heitere Stimmung in der Diskussion herrscht.
Ich "genieße" die Art der offenen Diskussion aktuell auch. Allerdings habe ich auch schon überlegt, ob der Pate noch mal einen Threat für "Wie trainieren wir richtig" aufmacht 🤣 Alternativ könnte man diesen Teil auch einfach in den Hasenkasten ziehen.
Gerne in den Kessel!
02.12.2025 - 19:24 Uhr
Macht mir ehrlich gesagt schon etwas Sorgen, dass da bis jetzt noch nichts passiert ist. Trainieren die Jungs nicht morgen wieder?
Selbst wenn Bo jetzt noch der Trainer bleibt, ist diese fehlende Kommunikation ein absolutes destruktives Verhalten ihm gegenüber. Wird da jetzt verzweifelt ein Trainer gesucht und Bo "darf" es solange machen bis wer gefunden wurde?
Selbst wenn Bo jetzt noch der Trainer bleibt, ist diese fehlende Kommunikation ein absolutes destruktives Verhalten ihm gegenüber. Wird da jetzt verzweifelt ein Trainer gesucht und Bo "darf" es solange machen bis wer gefunden wurde?
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