| Geburtsdatum | 01.08.1973 |
|---|---|
| Alter | 53 |
| Nat. |
Deutschland |
| Funktion | Trainer |
| Akt. Verein | 1.FC Kaiserslautern |
Torsten Lieberknecht [Trainer]
22.04.2025 - 17:57 Uhr
12.05.2025 - 06:49 Uhr
Zitat von Lautrer1900
Aber ist es nicht etwas viel verlangt von einem neuen Trainer im Saisonspurt (egal ob der Lieberknecht heißt oder wie auch immer) , der zu na neuen Mannschaft kommt das man da spielerische Entwicklungen schon nach 3 Spielen sehen möchte?
Ich denke man wollte den besagten Impuls setzen und noch mal neue Motivation in der Mannschaft auslösen. Das hat ja auch (bezogen auf den Punkte Ertrag) gut geklappt.
Bei 7 Punkten von möglichen 9 dann noch zu sagen das es zu wenig sei, ist doch wirklich ein Scherz. Also der neue Trainer kann nun wirklich nichts dafür was vorher war bzw. wie die Konkurrenz gerade punktet...
Ich verstehe das man die Entlassung von Anfang auch kritisch sehen kann (habe ich hier übrigens auch und war auch von der Neubesetzung nicht gerade begeistert, ist entsprechend nachzulesen). Aber jetzt sollten wir doch nach vorne schauen und das beste draus machen, gemeinsam.
Und dann wäre doch das mindeste, dass man Lieberknecht mal die (kommende) Vorbereitung zugesteht und dann X Spiele abwartet (in meinem Fall nehm ich mal 6-10) um zu sehen:
- ändert sich hier was am Auftritt ?
- wirkt das im Spiel alles weiterhin eher nach Zufall und Hoch und Weit?
- ist die Mitte immer noch offen wie ein Scheuentor?
- bekommt die Defensive weiterhin keinen Zugriff?
Sind so ein paar Fragen die ich gelöst haben möchte. Aber die Erwartung hab ich sicherlich nicht für die 4 Spiele gehabt, da ging es rein drum für möglichst viele Punkte zu Sorgen.
Just my 2 Cents
Zitat von Rotkehlchen
Falsch. Anfang wurde nicht wegen der drei Niederlagen am Stück entlassen, das ist deine eigene Story bzw. Phantasie.
Man wollte "nochmal was Neues machen und die Mannschaft in eine Situation bringen, dass sie wieder angreift“. Denn die"Nicht-Explosion" war bedenklich und man hatte "sich spielerisch mehr erhofft".
Falsch. Anfang wurde nicht wegen der drei Niederlagen am Stück entlassen, das ist deine eigene Story bzw. Phantasie.
Man wollte "nochmal was Neues machen und die Mannschaft in eine Situation bringen, dass sie wieder angreift“. Denn die"Nicht-Explosion" war bedenklich und man hatte "sich spielerisch mehr erhofft".
Aber ist es nicht etwas viel verlangt von einem neuen Trainer im Saisonspurt (egal ob der Lieberknecht heißt oder wie auch immer) , der zu na neuen Mannschaft kommt das man da spielerische Entwicklungen schon nach 3 Spielen sehen möchte?
Ich denke man wollte den besagten Impuls setzen und noch mal neue Motivation in der Mannschaft auslösen. Das hat ja auch (bezogen auf den Punkte Ertrag) gut geklappt.
Bei 7 Punkten von möglichen 9 dann noch zu sagen das es zu wenig sei, ist doch wirklich ein Scherz. Also der neue Trainer kann nun wirklich nichts dafür was vorher war bzw. wie die Konkurrenz gerade punktet...
Ich verstehe das man die Entlassung von Anfang auch kritisch sehen kann (habe ich hier übrigens auch und war auch von der Neubesetzung nicht gerade begeistert, ist entsprechend nachzulesen). Aber jetzt sollten wir doch nach vorne schauen und das beste draus machen, gemeinsam.
Und dann wäre doch das mindeste, dass man Lieberknecht mal die (kommende) Vorbereitung zugesteht und dann X Spiele abwartet (in meinem Fall nehm ich mal 6-10) um zu sehen:
- ändert sich hier was am Auftritt ?
- wirkt das im Spiel alles weiterhin eher nach Zufall und Hoch und Weit?
- ist die Mitte immer noch offen wie ein Scheuentor?
- bekommt die Defensive weiterhin keinen Zugriff?
Sind so ein paar Fragen die ich gelöst haben möchte. Aber die Erwartung hab ich sicherlich nicht für die 4 Spiele gehabt, da ging es rein drum für möglichst viele Punkte zu Sorgen.
Just my 2 Cents

Also die Defensive hat hier kein einziger Trainer in den letzten Jahren in den Griff bekommen, weder Schuster, noch Grammozis noch nicht Mal Funkel, gleiches gilt natürlich auch für Anfang. Dementsprechend könnte man zu dem Schluss kommen das die Qualität der Mannschaft einfach nicht ausreichend ist und vor allem nicht homogen zusammengestellt ist.
Ähnlich wie Funkel steht Lieberknecht eher nicht für berauschenden Offensivfußball, das muss man wissen.
Trotzdem sind 7 Punkte aus 3 Spielen ziemlich nah am Maximum, gerade mit dieser Truppe die auch unter Lieberknecht Null Impulse von der Bank.
Was ich mich allerdings schon frage ist, woher kommt eigentlich der Drang nach gepflegten Offensivfußball und einer spielerischen Entwicklung? Meiner Meinung nach Stand der FCK eigentlich immer hauptsächlich für Kampf und Leidenschaft, Wille und Mentalität. Mir würde es jedenfalls schon reichen wenn wir diese Grundtugenden in jedem Spiel abrufen würden. Fußball ist und bleibt in erster Linie ein Ergebnissport, eine spielerische Entwicklung ist nice to have, bringt aber auch keine Punkte wenn die Badics nicht stimmen. Wir sollten auf keinen Fall den 2. vor dem 1. Schritt gehen, diesen Fehler haben wir in der Vergangenheit leider bereits zu häufig gemacht.
12.05.2025 - 07:18 Uhr
Punkteschnitt mag stimmen, nur auf Dauer wirst du nicht in jedem Spiel das Matchglück haben mir fehlt da ein spielerischer Ansatz.
Wir hätten uns nicht beschweren können wenn KSC kurz vor Schluss das Ding macht, auch das 1:2 für Darmstadt Sau enge Abseitsgeschichte.
Die Jungs wirken auch nicht fit, Alidou würde ich zu den Amateuren schicken wie kann der so schnell Platt sein.
Thorsten hat sicher eine Vorstellung wie das aussehen soll, nur mit dem System wird er hier keine Erfolge feiern oder wir haben die passenden Spieler nicht dazu.
Bin gespannt wie er zur neuen Saison spielen lässt, da wäre mir ein klassisches 352 schon lieber mit zwei Sechser vor der Kette sonst bleibt fast nur noch der lange Ball übrig.
Wir hätten uns nicht beschweren können wenn KSC kurz vor Schluss das Ding macht, auch das 1:2 für Darmstadt Sau enge Abseitsgeschichte.
Die Jungs wirken auch nicht fit, Alidou würde ich zu den Amateuren schicken wie kann der so schnell Platt sein.
Thorsten hat sicher eine Vorstellung wie das aussehen soll, nur mit dem System wird er hier keine Erfolge feiern oder wir haben die passenden Spieler nicht dazu.
Bin gespannt wie er zur neuen Saison spielen lässt, da wäre mir ein klassisches 352 schon lieber mit zwei Sechser vor der Kette sonst bleibt fast nur noch der lange Ball übrig.
12.05.2025 - 07:35 Uhr
Ich kriege langsam echt Pickel und Ausschlag bei den Worten "spielerische Entwicklung" und "spielerischer Ansatz". Ich möchte in erster Linie mittelfristig wieder in die Bundesliga. Das ist meine subjektive Meinung. Ich habe nicht eine Sekunde in den letzten Jahren verstanden, warum man geglaubt hat, man muss dazu irgendwie eine Art "Schönspielerei" etablieren. Alles was man in diese Richtung versucht hat, von der Verpflichtung von Klement über Dirk Schuster über Grammozis bishin zu Markus Anfang ist gescheitert.
Ich möchte das nochmal betonen. Alles was der FCK in diese Richtung probiert hat ist gescheitert. Es hat immer irgendwas nicht gepasst. Man hatte nie einen defensiv sauberen Ansatz, die Mentalität der Mannschaft hat extrem gelitten, weil Spieler vernachlässigt wurden, die vielleicht nicht die feine Klinge spielen, aber für das Innenleben eines Teams extrem wichtig wären. Man hat nie den Mut gehabt so ein Projekt richtig durchzuziehen, weil die Mannschaft immer wieder eingebrochen ist.
Und auch unter Markus Anfang gab es diese spielerische Entwicklung wirklich nur rudimentär. Man muss sich nur die Daten auf Bundesliga.de in den einzelnen Statistiken dazu ansehen. Das war teilweise gruselig. Und am wichtigsten ist für diesen Ansatz hätte es finanzielle Investitionen gebraucht. Das man diese Entwicklung nicht auf den Ersatzbänken anderer Zweitligisten findet, sollte sich von selbst erklären.
Hier passt irgendwas nicht zusammen und mit Torsten Lieberknecht hat man sich aus meiner Sicht richtigerweise nun ganz klar dafür entschieden auf Erfolg zu setzen und dieses Chaos zu beenden. Im übrigen ist der Grund warum wir den Mist so intensiv diskutieren Thomas Hengen, der dieses Mantra irgendwann mal in die Welt gesetzt hat und nun wird man das nicht mehr los.
Ich möchte das nochmal betonen. Alles was der FCK in diese Richtung probiert hat ist gescheitert. Es hat immer irgendwas nicht gepasst. Man hatte nie einen defensiv sauberen Ansatz, die Mentalität der Mannschaft hat extrem gelitten, weil Spieler vernachlässigt wurden, die vielleicht nicht die feine Klinge spielen, aber für das Innenleben eines Teams extrem wichtig wären. Man hat nie den Mut gehabt so ein Projekt richtig durchzuziehen, weil die Mannschaft immer wieder eingebrochen ist.
Und auch unter Markus Anfang gab es diese spielerische Entwicklung wirklich nur rudimentär. Man muss sich nur die Daten auf Bundesliga.de in den einzelnen Statistiken dazu ansehen. Das war teilweise gruselig. Und am wichtigsten ist für diesen Ansatz hätte es finanzielle Investitionen gebraucht. Das man diese Entwicklung nicht auf den Ersatzbänken anderer Zweitligisten findet, sollte sich von selbst erklären.
Hier passt irgendwas nicht zusammen und mit Torsten Lieberknecht hat man sich aus meiner Sicht richtigerweise nun ganz klar dafür entschieden auf Erfolg zu setzen und dieses Chaos zu beenden. Im übrigen ist der Grund warum wir den Mist so intensiv diskutieren Thomas Hengen, der dieses Mantra irgendwann mal in die Welt gesetzt hat und nun wird man das nicht mehr los.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Josh_Simpson am 12.05.2025 um 07:53 Uhr bearbeitet
12.05.2025 - 07:35 Uhr
Zitat von Lautrer1900
Aber ist es nicht etwas viel verlangt von einem neuen Trainer im Saisonspurt (egal ob der Lieberknecht heißt oder wie auch immer) , der zu na neuen Mannschaft kommt das man da spielerische Entwicklungen schon nach 3 Spielen sehen möchte?
Ich denke man wollte den besagten Impuls setzen und noch mal neue Motivation in der Mannschaft auslösen. Das hat ja auch (bezogen auf den Punkte Ertrag) gut geklappt.
Bei 7 Punkten von möglichen 9 dann noch zu sagen das es zu wenig sei, ist doch wirklich ein Scherz. Also der neue Trainer kann nun wirklich nichts dafür was vorher war bzw. wie die Konkurrenz gerade punktet...
Ich verstehe das man die Entlassung von Anfang auch kritisch sehen kann (habe ich hier übrigens auch und war auch von der Neubesetzung nicht gerade begeistert, ist entsprechend nachzulesen). Aber jetzt sollten wir doch nach vorne schauen und das beste draus machen, gemeinsam.
Und dann wäre doch das mindeste, dass man Lieberknecht mal die (kommende) Vorbereitung zugesteht und dann X Spiele abwartet (in meinem Fall nehm ich mal 6-10) um zu sehen:
- ändert sich hier was am Auftritt ?
- wirkt das im Spiel alles weiterhin eher nach Zufall und Hoch und Weit?
- ist die Mitte immer noch offen wie ein Scheuentor?
- bekommt die Defensive weiterhin keinen Zugriff?
Sind so ein paar Fragen die ich gelöst haben möchte. Aber die Erwartung hab ich sicherlich nicht für die 4 Spiele gehabt, da ging es rein drum für möglichst viele Punkte zu Sorgen.
Just my 2 Cents
Zitat von Rotkehlchen
Falsch. Anfang wurde nicht wegen der drei Niederlagen am Stück entlassen, das ist deine eigene Story bzw. Phantasie.
Man wollte "nochmal was Neues machen und die Mannschaft in eine Situation bringen, dass sie wieder angreift“. Denn die"Nicht-Explosion" war bedenklich und man hatte "sich spielerisch mehr erhofft".
Falsch. Anfang wurde nicht wegen der drei Niederlagen am Stück entlassen, das ist deine eigene Story bzw. Phantasie.
Man wollte "nochmal was Neues machen und die Mannschaft in eine Situation bringen, dass sie wieder angreift“. Denn die"Nicht-Explosion" war bedenklich und man hatte "sich spielerisch mehr erhofft".
Aber ist es nicht etwas viel verlangt von einem neuen Trainer im Saisonspurt (egal ob der Lieberknecht heißt oder wie auch immer) , der zu na neuen Mannschaft kommt das man da spielerische Entwicklungen schon nach 3 Spielen sehen möchte?
Ich denke man wollte den besagten Impuls setzen und noch mal neue Motivation in der Mannschaft auslösen. Das hat ja auch (bezogen auf den Punkte Ertrag) gut geklappt.
Bei 7 Punkten von möglichen 9 dann noch zu sagen das es zu wenig sei, ist doch wirklich ein Scherz. Also der neue Trainer kann nun wirklich nichts dafür was vorher war bzw. wie die Konkurrenz gerade punktet...
Ich verstehe das man die Entlassung von Anfang auch kritisch sehen kann (habe ich hier übrigens auch und war auch von der Neubesetzung nicht gerade begeistert, ist entsprechend nachzulesen). Aber jetzt sollten wir doch nach vorne schauen und das beste draus machen, gemeinsam.
Und dann wäre doch das mindeste, dass man Lieberknecht mal die (kommende) Vorbereitung zugesteht und dann X Spiele abwartet (in meinem Fall nehm ich mal 6-10) um zu sehen:
- ändert sich hier was am Auftritt ?
- wirkt das im Spiel alles weiterhin eher nach Zufall und Hoch und Weit?
- ist die Mitte immer noch offen wie ein Scheuentor?
- bekommt die Defensive weiterhin keinen Zugriff?
Sind so ein paar Fragen die ich gelöst haben möchte. Aber die Erwartung hab ich sicherlich nicht für die 4 Spiele gehabt, da ging es rein drum für möglichst viele Punkte zu Sorgen.
Just my 2 Cents

Wie im ursprünglich zitierten Beitrag, "wir" sollten uns davon lösen, den Move von Anfang zu Lieberknecht unter den Umständen irgendwie schön zu reden.
Wo ist denn die "Explosion" unter Lieberknecht erfolgt? Wir gurken uns gegen Schalker mit Badehose zu einem 2:1 und zittern uns gegen überlegene Darmstädter, für die die Saison ebefalls bereits gelaufeb war, zum gleichen Ergebnis, obwohl wir nochmal eine Explosion in Sachen Torverhältnis gebraucht hätten.
Sieben Punkte aus den ersten drei Spielen sind eine belanglose Zahl, wenn der Ertrag null ist bezogen auf den noch möglichen Aufstieg. Gut, sieben Punkte hätten eventuell noch gereicht, wenn Elversberg und Paderborn gepatzt hätten, was immer noch möglich ist, nur realistisch istcdas e en nicht mehr und Fortuna ist ja auch noch da.
Nochmal, neuer Impuls Fehlanzeige, spielerisch eine Katstrophe. Warum nochmal hatte man ihn geholt?
Mir geht es nicht darum die Entlassung Anfangs nochmal hochzukochen. Nur mit Blick auf den Status Quo hätte diese besser erst am Saisonende erfolgt. Lieberknecht wäre unverbraucht als Neuanfang präsentiert worden, hätte eine Euphorie im Umfeld ausgelöst umd Hoffnungen geweckt. Das wird es jetzt nicht geben. Also zumindest nicht bei mir und bei ein paar anderen auch.
Wir wissen jetzt, dass Lieberknecht kein neuer Kalli seni wird, der einen Durchschnittskader explodieren lassen kann und zudem spierisch und kämpferisch neue Maßstäbe setzt. Ich will es nicht ausschliessen, aber würde mich sehr wundern.
Die Kritik geht hauptsächlich gegen Klos und Hengen hnd wie dieser Move kommuniziert wurde. Man hätte auch sagen können, den Aufstieg haben wir nach der dritten Niederlage realistisch gesehen abgehakt, Lieberknecht war frei, wollte aber nicht mit uns verhandeln, solange Anfang noch offiziell im Amt saß. Daher haben wir uns entschieden, die Weichen für die neue Saison bereits jetzt zu stellen.
Dann könnte ich aucb das Argument, man wolle ihm schon mal Zeit geben, den Kader besser kennenzulernen und die vier restlichen Spiele zum experimentieren zu nutzen, nachvollziehen. Aber nochmal, die Meßlatte war "fehlende Explosion", davon habe ich bisher absolut null gesehen, was mich auf nächste Saison hoffen lässt. Schade. Und Gratulation an Hengen und Klos.
12.05.2025 - 07:47 Uhr
Zitat von Olivarius
Was ich mich allerdings schon frage ist, woher kommt eigentlich der Drang nach gepflegten Offensivfußball und einer spielerischen Entwicklung? Meiner Meinung nach Stand der FCK eigentlich immer hauptsächlich für Kampf und Leidenschaft, Wille und Mentalität. Mir würde es jedenfalls schon reichen wenn wir diese Grundtugenden in jedem Spiel abrufen würden. Fußball ist und bleibt in erster Linie ein Ergebnissport, eine spielerische Entwicklung ist nice to have, bringt aber auch keine Punkte wenn die Badics nicht stimmen. Wir sollten auf keinen Fall den 2. vor dem 1. Schritt gehen, diesen Fehler haben wir in der Vergangenheit leider bereits zu häufig gemacht.
Was ich mich allerdings schon frage ist, woher kommt eigentlich der Drang nach gepflegten Offensivfußball und einer spielerischen Entwicklung? Meiner Meinung nach Stand der FCK eigentlich immer hauptsächlich für Kampf und Leidenschaft, Wille und Mentalität. Mir würde es jedenfalls schon reichen wenn wir diese Grundtugenden in jedem Spiel abrufen würden. Fußball ist und bleibt in erster Linie ein Ergebnissport, eine spielerische Entwicklung ist nice to have, bringt aber auch keine Punkte wenn die Badics nicht stimmen. Wir sollten auf keinen Fall den 2. vor dem 1. Schritt gehen, diesen Fehler haben wir in der Vergangenheit leider bereits zu häufig gemacht.
Das habe ich mich um ehrlich zu sein schon zum damaligen Zeitpunkt gefragt, als diese „Hausaufgabe“ unserem damaligen Cheftrainer Dirk Schuster aufgetragen wurde, der wie wir alle wissen, eher eine gewisse Eindimensionalität und ein vermeintlich konservatives Coaching vorgelebt hat, was grundsätzlich auch gar nicht als Kritik verstanden werden soll, da der vermeintliche „Schusterball“ unsere Stärken im Konter-/Umschaltspiel oftmals sehr gut zur Geltung gebracht hat und Schuster darüber hinaus damit auch über einen langen Zeitraum die passenden Ergebnisse geliefert hat.
Ich gebe auch gerne unumwunden zu, dass sich die ambitionierten Schlagworte „spielerische Weiterentwicklung“, „mutiger Offensivfussball“ und „höhere Dominanz“ damals überhaupt nicht schlecht angehört haben, ich bin aber (naiverweise) auch davon ausgegangen, dass dieses Vorhaben entsprechend durch eine entsprechende Kaderplanung bzw. adäquate Neuzugänge unterstützt wird.
In anderen Threads hatte ich schon darauf hingewiesen, aber bereits Dirk Schuster erwähnte damals bspw. immer wieder auf diversen PK’s schon unsere „fehlende Passschärfe“ im letzten Angriffsdrittel, was für mich sowohl mit einem kollektiven Abstimmungsverhalten der Mannschaft (Lauf-/Passwege) wie auch mit der entsprechenden Qualität der jeweiligen Einzelspieler steht und fällt.
Auch wenn ein Trainer wie Markus Anfang durch Elemente wie einen flachen Spielaufbau oder einrückende/inverse Flügelspieler dieses Ballbesitzspiel im Anschluss fast schon zwanghaft forcieren wollte, hatte ich persönlich dabei auch am 30. Spieltag noch extreme Bauchschmerzen, weil diese Spielweise (meiner Meinung nach) trotzdem noch immer nicht so richtig zum aktuellen Kader passen wollte und sich die aktuellen Spieler dort im bisherigen Saisonverlauf offensichtlich auch nicht wie von Anfang erhofft „hinentwickeln“ konnten, zumindest der Großteil davon nicht.
Lieberknecht steht jetzt seit drei Spieltagen an unserer Seitenlinie und erhält bisweilen den Vorwurf, dass die Mannschaft unter seiner Leitung einfältig/linear spielt, nur lange Bälle auf Ache geschlagen werden und wir genau den Fußball zu sehen bekommen, für den ein Trainer wie Dirk Schuster damals kurz vor seiner Freistellung als „zu antiquiert“ oder „überholt“ angesehen wurde - Ein Rückschritt.
Aber sollte eine Mannschaft, die nahezu eine gesamte Spielzeit unter einem neuen Ballbesitz-/Offensivspiel-Trainer wie Markus Anfang gearbeitet hat, nicht auch gewisse Handlungsabläufe und Automatismen von ihrem „Ex“ übernommen haben, die man dann auch unter seinem Nachfolger auf dem Rasen erkennen sollte, auch wenn der eine andere Taktik oder eine konträre Spielphilosophie verfolgt?
Persönlich kann ich diese spielerischen Anlagen leider nicht erkennen und dabei macht es (für mich) keinen großen Unterschied, ob Markus Anfang oder Torsten Lieberknecht an der Seitenlinie stehen. Die aktuelle Kaderzusammenstellung lässt da für mich auf ganz vielen Ebenen aus qualitativer Hinsicht sehr zu wünschen übrig, zumindest wenn man damit tatsächlich zu Saisonanfang das Ziel verfolgt haben sollte, sich zukünftig spielerisch nach vorne zu entwickeln oder zukünftig mehr Dominanz ausstrahlen zu wollen, dafür ist die aktuelle Personaldecke auf signifikanten Positionen viel zu unterdurchschnittlich besetzt.
Gruß,
W7
12.05.2025 - 07:49 Uhr
Zitat von mirko79
Punkteschnitt mag stimmen, nur auf Dauer wirst du nicht in jedem Spiel das Matchglück haben mir fehlt da ein spielerischer Ansatz.
Punkteschnitt mag stimmen, nur auf Dauer wirst du nicht in jedem Spiel das Matchglück haben mir fehlt da ein spielerischer Ansatz.
Da war Lieberknecht aber keine Box der Pandora, sondern man wusste was man bekommt. Das wird kommende Saison sicher oft auf pragmatische Ansätze, Abwehrschlachten und knappe Ergebnisse hinauslaufen. Ergebnisorientiert, statt innovativ.
Grundsätzlich spricht die Wahl Lieberknecht ja nicht wirklich zu der Philosophie die Hengen mal angekündigt hatte, nämlich das man sich auch spielerisch zu einer Topmannschaft entwickeln will und das Spiel dominanter aufziehen möchte. Denke auch eher das Lieberknecht eine Wahl der Investoren war und Hengen jetzt selbst nicht weiß, welche Idee man für kommende Saison verfolgt.
Ich vermute das wir die angedachte Philosophie über Bord werfen und nächste Saison jetzt erstmal weniger attraktiven Fußball sehen. Der kann ja dennoch erfolgreich sein, ich denke halt nur langfristig sieht man es ja an so Beispielen wie Magdeburg, Paderborn oder Elversberg, dass Fußball sehr attraktiv gemacht werden kann und man nicht mal die großen Namen dafür braucht. Der Trainertyp (!) Anfang hat mir dahingehend schon gefallen, weil ich phasenweise das Gefühl hatte, bei uns entwickelt sich da fußballerisch was und wir können auch mal agieren statt nur reagieren gegen spielerisch stärkere Teams. Das fande ich mit unseren Spielermaterial schon beachtlich, weil man unsere technisch anspruchsvollen Kicker wirklich an der Hand abzählen konnte. Lieberknecht holt derzeit glaube ich einfach das raus was die Mannschaft vielleicht auch können muss. Das sieht bisher sehr solide aus, ohne in eine Richtung zu überraschen. Ich denke das wird er beibehalten und sich den Stärken der Mannschaft anpassen.
12.05.2025 - 07:49 Uhr
Vielleicht ist es ja auch ein Vorteil, dass wir eben nicht denken:
Neue Saison, endlich ist TL beim FCK jetzt steigen wir auf. Es war schon oft so, dass wir, aber auch gerade TL mit seinen Mannschaften dann positiv performt hat, wenn man uns bzw. ihn eben nicht auf der Rechnung hatte. Von daher gehe ich völlig entspannt in das Spiel in Köln, da ich den dritten Platz abgeschrieben habe. Und dann freue ich mich auf eine richtig spannende Transferperiode, noch immer mit der Hoffnung, dass Ritter und Sirch bleiben. Wenn nicht, geht es trotzdem weiter.
Neue Saison, endlich ist TL beim FCK jetzt steigen wir auf. Es war schon oft so, dass wir, aber auch gerade TL mit seinen Mannschaften dann positiv performt hat, wenn man uns bzw. ihn eben nicht auf der Rechnung hatte. Von daher gehe ich völlig entspannt in das Spiel in Köln, da ich den dritten Platz abgeschrieben habe. Und dann freue ich mich auf eine richtig spannende Transferperiode, noch immer mit der Hoffnung, dass Ritter und Sirch bleiben. Wenn nicht, geht es trotzdem weiter.
12.05.2025 - 09:03 Uhr
Diese Diskussion kann man hin und her treiben, aber Lieberknecht war nicht Schuld an Krals unterdurchschnittlichen Leistungen in den letzten beiden Spielen. Und auch nicht an der Zusammenstellung unserer Defensive, die sich schwer tut mit einem vernünftigen Spielaufbau und brauchbarer Grundschnelligkeit. Das wirkt sich auf das ganze Restkonstrukt aus. Und auch den Anfang Ballbesitzfussball bekommst du nicht in drei Wochen raus.
Wer ihn im Spiel gestern mal beobachtet hat konnte gute erkennen, wie unzufrieden er mit der Langsamkeit im Spielaufbau und der Positionierung manches Spielers war.
Und ich lobe mir einem Trainer, der das dann auch mal ehrlich zum Ausdruck bringt. Die schlechten Dinge Anspricht und die guten Dinge lobt.
Er ist jetzt unserer Trainer, der der DNA des Vereins deutlich näher ist als Anfang und ich glaube so zu tun als wüsste er nicht wie es geht und sein Mannschaften bisher nur durch Rumpelfussball erfolgreich waren, sind dann schon eher der persönlichen Vorstellung geschuldet als der Realität.
Ich freue mich auf die neue Saison mit ihm und einem runderneuerten Team. Das auch hoffentlich gedanklich um einiges schneller wird, als die Jungs heute.
Wer ihn im Spiel gestern mal beobachtet hat konnte gute erkennen, wie unzufrieden er mit der Langsamkeit im Spielaufbau und der Positionierung manches Spielers war.
Und ich lobe mir einem Trainer, der das dann auch mal ehrlich zum Ausdruck bringt. Die schlechten Dinge Anspricht und die guten Dinge lobt.
Er ist jetzt unserer Trainer, der der DNA des Vereins deutlich näher ist als Anfang und ich glaube so zu tun als wüsste er nicht wie es geht und sein Mannschaften bisher nur durch Rumpelfussball erfolgreich waren, sind dann schon eher der persönlichen Vorstellung geschuldet als der Realität.
Ich freue mich auf die neue Saison mit ihm und einem runderneuerten Team. Das auch hoffentlich gedanklich um einiges schneller wird, als die Jungs heute.
12.05.2025 - 09:17 Uhr
Zitat von Wingman_7
Ich gebe auch gerne unumwunden zu, dass sich die ambitionierten Schlagworte „spielerische Weiterentwicklung“, „mutiger Offensivfussball“ und „höhere Dominanz“ damals überhaupt nicht schlecht angehört haben, ich bin aber (naiverweise) auch davon ausgegangen, dass dieses Vorhaben entsprechend durch eine entsprechende Kaderplanung bzw. adäquate Neuzugänge unterstützt wird.
In anderen Threads hatte ich schon darauf hingewiesen, aber bereits Dirk Schuster erwähnte damals bspw. immer wieder auf diversen PK’s schon unsere „fehlende Passschärfe“ im letzten Angriffsdrittel, was für mich sowohl mit einem kollektiven Abstimmungsverhalten der Mannschaft (Lauf-/Passwege) wie auch mit der entsprechenden Qualität der jeweiligen Einzelspieler steht und fällt.
Auch wenn ein Trainer wie Markus Anfang durch Elemente wie einen flachen Spielaufbau oder einrückende/inverse Flügelspieler dieses Ballbesitzspiel im Anschluss fast schon zwanghaft forcieren wollte, hatte ich persönlich dabei auch am 30. Spieltag noch extreme Bauchschmerzen, weil diese Spielweise (meiner Meinung nach) trotzdem noch immer nicht so richtig zum aktuellen Kader passen wollte und sich die aktuellen Spieler dort im bisherigen Saisonverlauf offensichtlich auch nicht wie von Anfang erhofft „hinentwickeln“ konnten, zumindest der Großteil davon nicht.
Lieberknecht steht jetzt seit drei Spieltagen an unserer Seitenlinie und erhält bisweilen den Vorwurf, dass die Mannschaft unter seiner Leitung einfältig/linear spielt, nur lange Bälle auf Ache geschlagen werden und wir genau den Fußball zu sehen bekommen, für den ein Trainer wie Dirk Schuster damals kurz vor seiner Freistellung als „zu antiquiert“ oder „überholt“ angesehen wurde - Ein Rückschritt.
Aber sollte eine Mannschaft, die nahezu eine gesamte Spielzeit unter einem neuen Ballbesitz-/Offensivspiel-Trainer wie Markus Anfang gearbeitet hat, nicht auch gewisse Handlungsabläufe und Automatismen von ihrem „Ex“ übernommen haben, die man dann auch unter seinem Nachfolger auf dem Rasen erkennen sollte, auch wenn der eine andere Taktik oder eine konträre Spielphilosophie verfolgt?
Persönlich kann ich diese spielerischen Anlagen leider nicht erkennen und dabei macht es (für mich) keinen großen Unterschied, ob Markus Anfang oder Torsten Lieberknecht an der Seitenlinie stehen. Die aktuelle Kaderzusammenstellung lässt da für mich auf ganz vielen Ebenen aus qualitativer Hinsicht sehr zu wünschen übrig, zumindest wenn man damit tatsächlich zu Saisonanfang das Ziel verfolgt haben sollte, sich zukünftig spielerisch nach vorne zu entwickeln oder zukünftig mehr Dominanz ausstrahlen zu wollen, dafür ist die aktuelle Personaldecke auf signifikanten Positionen viel zu unterdurchschnittlich besetzt.
Zitat von Olivarius
Was ich mich allerdings schon frage ist, woher kommt eigentlich der Drang nach gepflegten Offensivfußball und einer spielerischen Entwicklung? Meiner Meinung nach Stand der FCK eigentlich immer hauptsächlich für Kampf und Leidenschaft, Wille und Mentalität. Mir würde es jedenfalls schon reichen wenn wir diese Grundtugenden in jedem Spiel abrufen würden. Fußball ist und bleibt in erster Linie ein Ergebnissport, eine spielerische Entwicklung ist nice to have, bringt aber auch keine Punkte wenn die Badics nicht stimmen. Wir sollten auf keinen Fall den 2. vor dem 1. Schritt gehen, diesen Fehler haben wir in der Vergangenheit leider bereits zu häufig gemacht.
Das habe ich mich um ehrlich zu sein schon zum damaligen Zeitpunkt gefragt, als diese „Hausaufgabe“ unserem damaligen Cheftrainer Dirk Schuster aufgetragen wurde, der wie wir alle wissen, eher eine gewisse Eindimensionalität und ein vermeintlich konservatives Coaching vorgelebt hat, was grundsätzlich auch gar nicht als Kritik verstanden werden soll, da der vermeintliche „Schusterball“ unsere Stärken im Konter-/Umschaltspiel oftmals sehr gut zur Geltung gebracht hat und Schuster darüber hinaus damit auch über einen langen Zeitraum die passenden Ergebnisse geliefert hat. Was ich mich allerdings schon frage ist, woher kommt eigentlich der Drang nach gepflegten Offensivfußball und einer spielerischen Entwicklung? Meiner Meinung nach Stand der FCK eigentlich immer hauptsächlich für Kampf und Leidenschaft, Wille und Mentalität. Mir würde es jedenfalls schon reichen wenn wir diese Grundtugenden in jedem Spiel abrufen würden. Fußball ist und bleibt in erster Linie ein Ergebnissport, eine spielerische Entwicklung ist nice to have, bringt aber auch keine Punkte wenn die Badics nicht stimmen. Wir sollten auf keinen Fall den 2. vor dem 1. Schritt gehen, diesen Fehler haben wir in der Vergangenheit leider bereits zu häufig gemacht.
Ich gebe auch gerne unumwunden zu, dass sich die ambitionierten Schlagworte „spielerische Weiterentwicklung“, „mutiger Offensivfussball“ und „höhere Dominanz“ damals überhaupt nicht schlecht angehört haben, ich bin aber (naiverweise) auch davon ausgegangen, dass dieses Vorhaben entsprechend durch eine entsprechende Kaderplanung bzw. adäquate Neuzugänge unterstützt wird.
In anderen Threads hatte ich schon darauf hingewiesen, aber bereits Dirk Schuster erwähnte damals bspw. immer wieder auf diversen PK’s schon unsere „fehlende Passschärfe“ im letzten Angriffsdrittel, was für mich sowohl mit einem kollektiven Abstimmungsverhalten der Mannschaft (Lauf-/Passwege) wie auch mit der entsprechenden Qualität der jeweiligen Einzelspieler steht und fällt.
Auch wenn ein Trainer wie Markus Anfang durch Elemente wie einen flachen Spielaufbau oder einrückende/inverse Flügelspieler dieses Ballbesitzspiel im Anschluss fast schon zwanghaft forcieren wollte, hatte ich persönlich dabei auch am 30. Spieltag noch extreme Bauchschmerzen, weil diese Spielweise (meiner Meinung nach) trotzdem noch immer nicht so richtig zum aktuellen Kader passen wollte und sich die aktuellen Spieler dort im bisherigen Saisonverlauf offensichtlich auch nicht wie von Anfang erhofft „hinentwickeln“ konnten, zumindest der Großteil davon nicht.
Lieberknecht steht jetzt seit drei Spieltagen an unserer Seitenlinie und erhält bisweilen den Vorwurf, dass die Mannschaft unter seiner Leitung einfältig/linear spielt, nur lange Bälle auf Ache geschlagen werden und wir genau den Fußball zu sehen bekommen, für den ein Trainer wie Dirk Schuster damals kurz vor seiner Freistellung als „zu antiquiert“ oder „überholt“ angesehen wurde - Ein Rückschritt.
Aber sollte eine Mannschaft, die nahezu eine gesamte Spielzeit unter einem neuen Ballbesitz-/Offensivspiel-Trainer wie Markus Anfang gearbeitet hat, nicht auch gewisse Handlungsabläufe und Automatismen von ihrem „Ex“ übernommen haben, die man dann auch unter seinem Nachfolger auf dem Rasen erkennen sollte, auch wenn der eine andere Taktik oder eine konträre Spielphilosophie verfolgt?
Persönlich kann ich diese spielerischen Anlagen leider nicht erkennen und dabei macht es (für mich) keinen großen Unterschied, ob Markus Anfang oder Torsten Lieberknecht an der Seitenlinie stehen. Die aktuelle Kaderzusammenstellung lässt da für mich auf ganz vielen Ebenen aus qualitativer Hinsicht sehr zu wünschen übrig, zumindest wenn man damit tatsächlich zu Saisonanfang das Ziel verfolgt haben sollte, sich zukünftig spielerisch nach vorne zu entwickeln oder zukünftig mehr Dominanz ausstrahlen zu wollen, dafür ist die aktuelle Personaldecke auf signifikanten Positionen viel zu unterdurchschnittlich besetzt.
Die Grundidee von Thomas Hengen konnte ich durchaus nachvollziehen: Wenn du wirklich in die BL willst, musst du ein gewisses Mindestmaß an Spielniveau haben, sonst schmierst du sofort wieder ab. Es ist daher keine Option, einseitig einen "der zweiten Liga angepassten Fußball" zu spielen.
Der Punkt ist, dass Investitionsstrategie und Kaderplanung diesem Ziel nicht nachhaltig zuarbeiten: unser Spielniveau erhöht sich durch die Neuzugänge einfach nicht! Und das scheint ja im Moment auch fröhlich so weiterzugehen.
Markus Anfang schien dennoch zum Ende der Hinrunde ein paar Fortschritte in die Truppe reinzubekommen: Da gab es ein recht sicheres Aufbauspiel und auch schnelle, vertikale Ballstafetten; auch Passschärfe und Passgenauigkeit nahmen für wenige Spiele gefühlt zu. Dann passierte das, was auch Dirk Schuster bereits das Genick gebrochen hat: Mit den RR-Verstärkungen will man plötzlich etwas ganz anderes spielen. Urplötzlich versucht sich die Truppe nach der Winterpause in one touch-Fußball, wozu ihre Skills überhaupt nicht mal ansatzweise ausreichen. Durch die Dramaturgie der Spieltagsansetzungen ging das dann gegen Mannschaften aus der unteren Tabellenhälfte noch eine zeitlang gut, aber sobald die dicken Brocken drankamen, war halt eben Schluß mit lustig, weil die da jeden Fehler bestrafen. Auch Dirk Schuster versuchte seinerzeit ja plötzlich, seinen Schusterball neu zu erfinden; mit bekanntem Ausgang. In beiden Fällen darf man vermuten, dass die Trainer nicht von selbst auf dieses schmale Brett kamen, sondern Hengen da seine Finger im Spiel hatte.
Thomas Hengen betont immer wieder, man verlange viel von den Jungs, aber auch nichts Unmögliches. Das lässt sich insofern bestätigen, als sonst die Phase vor der Winterpause nicht möglich gewesen wäre. Um dies mal an einer Person festzumachen: Elvedi war da plötzlich eine Bank, brach dann in der RR aber wieder ein. Krahl war seinerzeit ins "klein-klein" im Aufbauspiel eingebunden, ohne dicke Patzer zu machen - jetzt hat er seinen Klumpfuß zurück. Die Jungs haben wirklich schon mal mehr gezeigt, aber Markus Anfang hat nach der Winterpause eben nicht mehr an das angeknüpft, was er vorher mit der Truppe bereits erarbeitet hatte.
Ich habe es ja schon in der Winterpause geschrieben: Wenn man "spielerische Weiterentwicklung" will, muss man halt tiefer in die Tasche greifen! Hätte man die Pokalmillionen gebündelt in den Kader gesteckt und dazu noch die geplante Kapitalerhöhung gezogen, wäre ein höheres Regal am allerdings notorisch überteuerten Wintertransfermarkt zugänglich gewesen. Das ging den Verantwortlichen aber zu stark in Richtung "All In", stattdessen setzte man auf "organische Weiterentwicklung" mit Stadionreparaturen und der Planung eines Jugendstadions am Frönerhof, für das man vermutlich Rückstellungen vorgenommen hat. Kann man - gerade in Anbetracht unserer Historie - so machen, darf sich dann aber nicht wundern, wenn es am Ende ganz knapp nicht für den Aufstieg reicht.
Jetzt sind wir in der Trainingslehre mit Torsten Lieberknecht wieder beim "Pragmatismus alter Schule" gelandet. Du kannst dir tatsächlich auch einen "Perspektivtrainer" in die Haare schmieren, wenn du nicht entsprechend in den Kader investierst. Nicht wahr, Herr Kemmler? Stelle Torsten ein entsprechendes Budget zur Verfügung, dann wird er auch vorne angreifen können! Aber aus Scheizze Gold machen, kann er halt auch nicht.
Ich bin erleichtert, dass der Kader jetzt auseinanderfliegt und ein "Weiter so!" weder möglich noch mit der Personalie Klos intendiert ist.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Newtrial am 12.05.2025 um 09:30 Uhr bearbeitet
12.05.2025 - 09:24 Uhr
Zitat von Praesi
Diese Diskussion kann man hin und her treiben, aber Lieberknecht war nicht Schuld an Krals unterdurchschnittlichen Leistungen in den letzten beiden Spielen. Und auch nicht an der Zusammenstellung unserer Defensive, die sich schwer tut mit einem vernünftigen Spielaufbau und brauchbarer Grundschnelligkeit. Das wirkt sich auf das ganze Restkonstrukt aus. Und auch den Anfang Ballbesitzfussball bekommst du nicht in drei Wochen raus.
Wer ihn im Spiel gestern mal beobachtet hat konnte gute erkennen, wie unzufrieden er mit der Langsamkeit im Spielaufbau und der Positionierung manches Spielers war.
Und ich lobe mir einem Trainer, der das dann auch mal ehrlich zum Ausdruck bringt. Die schlechten Dinge Anspricht und die guten Dinge lobt.
Er ist jetzt unserer Trainer, der der DNA des Vereins deutlich näher ist als Anfang und ich glaube so zu tun als wüsste er nicht wie es geht und sein Mannschaften bisher nur durch Rumpelfussball erfolgreich waren, sind dann schon eher der persönlichen Vorstellung geschuldet als der Realität.
Ich freue mich auf die neue Saison mit ihm und einem runderneuerten Team. Das auch hoffentlich gedanklich um einiges schneller wird, als die Jungs heute.
Diese Diskussion kann man hin und her treiben, aber Lieberknecht war nicht Schuld an Krals unterdurchschnittlichen Leistungen in den letzten beiden Spielen. Und auch nicht an der Zusammenstellung unserer Defensive, die sich schwer tut mit einem vernünftigen Spielaufbau und brauchbarer Grundschnelligkeit. Das wirkt sich auf das ganze Restkonstrukt aus. Und auch den Anfang Ballbesitzfussball bekommst du nicht in drei Wochen raus.
Wer ihn im Spiel gestern mal beobachtet hat konnte gute erkennen, wie unzufrieden er mit der Langsamkeit im Spielaufbau und der Positionierung manches Spielers war.
Und ich lobe mir einem Trainer, der das dann auch mal ehrlich zum Ausdruck bringt. Die schlechten Dinge Anspricht und die guten Dinge lobt.
Er ist jetzt unserer Trainer, der der DNA des Vereins deutlich näher ist als Anfang und ich glaube so zu tun als wüsste er nicht wie es geht und sein Mannschaften bisher nur durch Rumpelfussball erfolgreich waren, sind dann schon eher der persönlichen Vorstellung geschuldet als der Realität.
Ich freue mich auf die neue Saison mit ihm und einem runderneuerten Team. Das auch hoffentlich gedanklich um einiges schneller wird, als die Jungs heute.
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