| Geburtsdatum | 29.08.1973 |
|---|---|
| Alter | 52 |
| Nat. |
Deutschland |
| Funktion | Trainer |
| Akt. Verein | England |
Thomas Tuchel [Trainer]
15.05.2015 - 14:23 Uhr
13.07.2015 - 11:29 Uhr
Mal weg vom Boulevardjournalismus.
Ich finde es interessant, Tuchels Arbeit bzw. die mediale Berichterstattung aus großer Entfernung zu verfolgen und mir einen Reim darauf zu machen. Und man kann ja durchaus einige Beobachtungen sammeln:
- Tuchel spielt bisher offenbar mit Vorliebe 4-1-4-1. Das wird er mit einiger Wahrscheinlichkeit deutlich weniger häufig spielen lassen als Klopp 4-2-3-1, weil Tuchel ja in Mainz zu beinahe extremen Systemwechseln neigte. Andererseits hat Tuchel einen im Vergleich zu Mainz extrem starken Kader beisammen (wie er ja bzgl. der Einzelspieler schon mehrfach erwähnt hat), so dass die von ihm einmal angesprochene (Rulebreaker-Vortrag?) Anpassung der eigenen Taktik auf den Gegner womöglich weniger häufig das entscheidende Merkmal bildet als früher.
Dazu scheint mir der aktuelle Kader auch a) sicher weg von einer Doppelspitze zu gehen (man hat einen Stammstürmer in Aubameyang, einen B-Stürmer in Ramos sowie ein Talent in Ducksch) sowie b) ggf. "false 9" und HS/MS-Überlegungen sehr gut zu ermöglichen: Sowohl Reus als auch Mkhitaryan, Kagawa, Kampl und natürlich Aubameyang können hängende Spitze kicken. Genau dieser Sachverhalt scheint mir ein 4-1-4-1 offensiv (!) stark zu bevorteilen: Man kann personell sehr variabel (was Tuchel ja per se sehr gut findet) in die Spitze stoßen und ist nicht auf einen halb-stürmenden Spieler begrenzt.
In Ramos und Ducksch hat man bei Bedarf dennoch den Stürmertyp "Brecher" wie ihn Tuchel etwa in Szalai in Mainz im Portfolio hatte.
Ich würde also vermuten (!), dass Tuchel glaubt, mit einem 4-1-4-1 die PS des Kaders am besten auf den Rasen zu bekommen, zumal Spieler wie Sahin, Gündogan, Castro, Weigl, Kampl, Mkhitaryan, Kagawa (oder gar ein Großkreutz, um auch ihn mal wieder zu nennen) sowohl auf der sechs als auch auf der acht spielen bzw. auf dem Platz situativ aushelfen können und allesamt keine reinen Sechser oder Achter spielen müssen (wenngleich Sahin zuletzt sehr tief auf der sechs gespielt hat und Gündogan mit Sicherheit kein reiner Sechser ist, während Kagawa mit Sicherheit eher auf der 10 als auf der Sechs zu finden wäre). Man hat also ein spielerisch bockstarkes Zentrum mit Gündogan, Mkhitaryan, Sahin, Weigl, Kagawa, Mkhitaryan uns Castro. Eingedenk dessen macht es mutmaßlich sehr viel Sinn, da offensiv einen draufzupacken, den Gegner durch ruhigeren Aufbau, durch Ballsicherheit und -zirkulation in der gegnerischen Hälfte weiter nach hinten zu drücken, Konter so zu unterbinden bzw. zahnloser zu machen.
Dieser Eindruck passt ja auch zu Tuchels Philosophie "diagonal flach": Kein langer, flacher Ball die Seitenlinie runter (wie man es bei Klopp häufig hatte, perfekt bei Lewandowskis Solo gegen Hannover 2014 durch Schmelzer vorgeführt), sondern der Ball liegt auf etwa der Höhe der Mittellinie einmal auf außen bei den AVs und wird dann wieder diagonal flach ins Zentrum gespielt. Und dort warten dann die spielerisch starken Jungs, die Tuchel mit einem 4-1-4-1 personell in genau diesem Raum stärkt.
Insofern rechne ich sehr vorsichtig tatsächlich mit einem 4-1-4-1 in den meisten Fällen. Natürlich wird es auch mal 4-2-3-1 oder sogar ein 4-4-2 etc geben.
- Tuchel lobt seine Mannschaft als sehr lernbegierig, sich auf hohem Niveau befindend und verschiedene Einzelspieler als sehr sehr gut (ad hoc fallen mir derartige Äußerungen oder Gerüchte zu seinen Haltungen über Mkhitaryan, Kagawa und Gündogan ein). Offenbar stimmt es prinzipiell in der Mannschaft und in der Kaderzusammenstellung (siehe auch die jüngsten Zorc-Äußerungen) - was nicht heißt, dass man die ein oder andere nicht ganz perfekt besetzte Position ausgemacht haben kann.
Nur als erster Eindruck
Ich finde es interessant, Tuchels Arbeit bzw. die mediale Berichterstattung aus großer Entfernung zu verfolgen und mir einen Reim darauf zu machen. Und man kann ja durchaus einige Beobachtungen sammeln:
- Tuchel spielt bisher offenbar mit Vorliebe 4-1-4-1. Das wird er mit einiger Wahrscheinlichkeit deutlich weniger häufig spielen lassen als Klopp 4-2-3-1, weil Tuchel ja in Mainz zu beinahe extremen Systemwechseln neigte. Andererseits hat Tuchel einen im Vergleich zu Mainz extrem starken Kader beisammen (wie er ja bzgl. der Einzelspieler schon mehrfach erwähnt hat), so dass die von ihm einmal angesprochene (Rulebreaker-Vortrag?) Anpassung der eigenen Taktik auf den Gegner womöglich weniger häufig das entscheidende Merkmal bildet als früher.
Dazu scheint mir der aktuelle Kader auch a) sicher weg von einer Doppelspitze zu gehen (man hat einen Stammstürmer in Aubameyang, einen B-Stürmer in Ramos sowie ein Talent in Ducksch) sowie b) ggf. "false 9" und HS/MS-Überlegungen sehr gut zu ermöglichen: Sowohl Reus als auch Mkhitaryan, Kagawa, Kampl und natürlich Aubameyang können hängende Spitze kicken. Genau dieser Sachverhalt scheint mir ein 4-1-4-1 offensiv (!) stark zu bevorteilen: Man kann personell sehr variabel (was Tuchel ja per se sehr gut findet) in die Spitze stoßen und ist nicht auf einen halb-stürmenden Spieler begrenzt.
In Ramos und Ducksch hat man bei Bedarf dennoch den Stürmertyp "Brecher" wie ihn Tuchel etwa in Szalai in Mainz im Portfolio hatte.
Ich würde also vermuten (!), dass Tuchel glaubt, mit einem 4-1-4-1 die PS des Kaders am besten auf den Rasen zu bekommen, zumal Spieler wie Sahin, Gündogan, Castro, Weigl, Kampl, Mkhitaryan, Kagawa (oder gar ein Großkreutz, um auch ihn mal wieder zu nennen) sowohl auf der sechs als auch auf der acht spielen bzw. auf dem Platz situativ aushelfen können und allesamt keine reinen Sechser oder Achter spielen müssen (wenngleich Sahin zuletzt sehr tief auf der sechs gespielt hat und Gündogan mit Sicherheit kein reiner Sechser ist, während Kagawa mit Sicherheit eher auf der 10 als auf der Sechs zu finden wäre). Man hat also ein spielerisch bockstarkes Zentrum mit Gündogan, Mkhitaryan, Sahin, Weigl, Kagawa, Mkhitaryan uns Castro. Eingedenk dessen macht es mutmaßlich sehr viel Sinn, da offensiv einen draufzupacken, den Gegner durch ruhigeren Aufbau, durch Ballsicherheit und -zirkulation in der gegnerischen Hälfte weiter nach hinten zu drücken, Konter so zu unterbinden bzw. zahnloser zu machen.
Dieser Eindruck passt ja auch zu Tuchels Philosophie "diagonal flach": Kein langer, flacher Ball die Seitenlinie runter (wie man es bei Klopp häufig hatte, perfekt bei Lewandowskis Solo gegen Hannover 2014 durch Schmelzer vorgeführt), sondern der Ball liegt auf etwa der Höhe der Mittellinie einmal auf außen bei den AVs und wird dann wieder diagonal flach ins Zentrum gespielt. Und dort warten dann die spielerisch starken Jungs, die Tuchel mit einem 4-1-4-1 personell in genau diesem Raum stärkt.
Insofern rechne ich sehr vorsichtig tatsächlich mit einem 4-1-4-1 in den meisten Fällen. Natürlich wird es auch mal 4-2-3-1 oder sogar ein 4-4-2 etc geben.
- Tuchel lobt seine Mannschaft als sehr lernbegierig, sich auf hohem Niveau befindend und verschiedene Einzelspieler als sehr sehr gut (ad hoc fallen mir derartige Äußerungen oder Gerüchte zu seinen Haltungen über Mkhitaryan, Kagawa und Gündogan ein). Offenbar stimmt es prinzipiell in der Mannschaft und in der Kaderzusammenstellung (siehe auch die jüngsten Zorc-Äußerungen) - was nicht heißt, dass man die ein oder andere nicht ganz perfekt besetzte Position ausgemacht haben kann.
Nur als erster Eindruck
13.07.2015 - 12:09 Uhr
Ein schöner, interessanter Beitrag von Harlekin. Sehe ich ähnlich und hoffe dabei natürlich, dass man das System bei Rückstand auch ändern kann. Mit Ramos hat man ja einen "Brecher" im Kader. Ob Ducksch bleibt bin ich mal gespannt. Zumindest hätte man da noch eine Option.
13.07.2015 - 12:51 Uhr
Zitat von Harlekin
Man hat also ein spielerisch bockstarkes Zentrum mit Gündogan, Mkhitaryan, Sahin, Weigl, Kagawa, Mkhitaryan uns Castro.
Man hat also ein spielerisch bockstarkes Zentrum mit Gündogan, Mkhitaryan, Sahin, Weigl, Kagawa, Mkhitaryan uns Castro.
Mensch, Harlekin. Ich wusste garnicht das Mhiki einen Zwilling hat und wir damals beide verpflichtet haben.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Atze-Peng am 13.07.2015 um 12:56 Uhr bearbeitet
13.07.2015 - 12:57 Uhr
Zitat von Atze-Peng
Mensch, Harlekin. Ich wusste garnicht das Mhiki einen Zwilling hat und wir damals beide verpflichtet haben.
Mensch, Harlekin. Ich wusste garnicht das Mhiki einen Zwilling hat und wir damals beide verpflichtet haben.
Wie kommt man auf diesen Satz? Zwilling?
Guter Beitrag, Harlekin. Wie gewohnt.
13.07.2015 - 13:05 Uhr
13.07.2015 - 13:09 Uhr
13.07.2015 - 13:12 Uhr
toller Beitrag Harlekin !
13.07.2015 - 13:15 Uhr
Zitat von Toni1984
Weil er ihn zweimal erwähnt hat evtl.
Zitat von Maldoror
Wie kommt man auf diesen Satz? Zwilling?
Guter Beitrag, Harlekin. Wie gewohnt.
Zitat von Atze-Peng
Mensch, Harlekin. Ich wusste garnicht das Mhiki einen Zwilling hat und wir damals beide verpflichtet haben.
Mensch, Harlekin. Ich wusste garnicht das Mhiki einen Zwilling hat und wir damals beide verpflichtet haben.
Wie kommt man auf diesen Satz? Zwilling?
Guter Beitrag, Harlekin. Wie gewohnt.
Weil er ihn zweimal erwähnt hat evtl.

Aye. Dann nix für ungut.
13.07.2015 - 13:35 Uhr
Zitat von JohnPreston
Er hat Mkhitaryan doppelt aufgezählt.... nur ein Witz... flach aber harmlos
Zitat von Maldoror
Wie kommt man auf diesen Satz? Zwilling?
Guter Beitrag, Harlekin. Wie gewohnt.
Zitat von Atze-Peng
Mensch, Harlekin. Ich wusste garnicht das Mhiki einen Zwilling hat und wir damals beide verpflichtet haben.
Mensch, Harlekin. Ich wusste garnicht das Mhiki einen Zwilling hat und wir damals beide verpflichtet haben.
Wie kommt man auf diesen Satz? Zwilling?
Guter Beitrag, Harlekin. Wie gewohnt.
Er hat Mkhitaryan doppelt aufgezählt.... nur ein Witz... flach aber harmlos

Flach wie die Dortunder Formkurve in der Hinrunde der letzten Saison
13.07.2015 - 13:35 Uhr
vielleicht als Ergänzung:
es wäre mal interessant, sich alte Spiele aus 2010-2013 sich vollständig anzuschauen. Ich bin mir ad hoc gar nicht so sicher, ob mit den Spielern Götze, Kagawa, Lewandowski, Kuba, Gündogan und Großkreutz (!) das Spiel wirklich so sehr flügellastiger war. Für mein "Erinnerungs-Gefühl" hat der BVB da ebenfalls relativ häufig Kombinationen durchs Zentrum ins letzte Drittel eröffnet und ist entweder sofort Richtung Tor durch oder hat nochmal auf außen gespielt und sich dann von dort durchkombiniert. Das war zwar mit ziemlicher Sicherheit jeweils nach hinten bzw. vorne verlagert - Tuchel sucht glaube ich andere Schnittstellen zwischen den gegnerischen Ketten als der BVB damals -, aber vom Grundprinzip womöglich vergleichbar (man denke auch daran, dass Götze zu Kagawazeiten häufiger mal links gespielt hat und dann als Rechtsfuß reingezogen ist - etwas, was auch Kuba, der noch häufiger Flügelläufer war, nicht seltne gemacht hat, um Piszczek den Platz freizumachen.
Womöglich (!) haben sich Klopp und Buvac irgendwann zu sehr auf eine "reine Umschaltlehre" versteift gehabt (sozusagen als Reaktion auf schnelleres Umschalten der Gegner ein "immer noch schnelleres eigenes Umschalten" anvisiert gehabt - was letztlich nicht mehr mit der nötigen Absicherung möglich war. (Das würde ein Stück weit auch zu dem mutmaßlichen Gedanken passen, spätestens 2014 im Sommer ein fürs (btw: longlinelastige) Konterspiel günstiges 4-4-2 einzuführen - was dann ja durch die zahlreichen Verletzungen und Formfehler im Spätherbst 2014 endgültig aufgegeben wurde).
Das ist jetzt aber ins völlig Unreine gedacht und kommt mir nur gerade in den Sinn... Soll auch heißen: Die (spärlichen) Eindrücke der bisherigen zwei Testkicks sehen vom Ansatz her gar nicht so sehr anders aus als "damals" - wenngleich naturgemäß etwas "verschoben".
es wäre mal interessant, sich alte Spiele aus 2010-2013 sich vollständig anzuschauen. Ich bin mir ad hoc gar nicht so sicher, ob mit den Spielern Götze, Kagawa, Lewandowski, Kuba, Gündogan und Großkreutz (!) das Spiel wirklich so sehr flügellastiger war. Für mein "Erinnerungs-Gefühl" hat der BVB da ebenfalls relativ häufig Kombinationen durchs Zentrum ins letzte Drittel eröffnet und ist entweder sofort Richtung Tor durch oder hat nochmal auf außen gespielt und sich dann von dort durchkombiniert. Das war zwar mit ziemlicher Sicherheit jeweils nach hinten bzw. vorne verlagert - Tuchel sucht glaube ich andere Schnittstellen zwischen den gegnerischen Ketten als der BVB damals -, aber vom Grundprinzip womöglich vergleichbar (man denke auch daran, dass Götze zu Kagawazeiten häufiger mal links gespielt hat und dann als Rechtsfuß reingezogen ist - etwas, was auch Kuba, der noch häufiger Flügelläufer war, nicht seltne gemacht hat, um Piszczek den Platz freizumachen.
Womöglich (!) haben sich Klopp und Buvac irgendwann zu sehr auf eine "reine Umschaltlehre" versteift gehabt (sozusagen als Reaktion auf schnelleres Umschalten der Gegner ein "immer noch schnelleres eigenes Umschalten" anvisiert gehabt - was letztlich nicht mehr mit der nötigen Absicherung möglich war. (Das würde ein Stück weit auch zu dem mutmaßlichen Gedanken passen, spätestens 2014 im Sommer ein fürs (btw: longlinelastige) Konterspiel günstiges 4-4-2 einzuführen - was dann ja durch die zahlreichen Verletzungen und Formfehler im Spätherbst 2014 endgültig aufgegeben wurde).
Das ist jetzt aber ins völlig Unreine gedacht und kommt mir nur gerade in den Sinn... Soll auch heißen: Die (spärlichen) Eindrücke der bisherigen zwei Testkicks sehen vom Ansatz her gar nicht so sehr anders aus als "damals" - wenngleich naturgemäß etwas "verschoben".
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