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Thomas Delaney
Geburtsdatum 03.09.1991
Alter 34
Nat. Dänemark  Dänemark
Größe 1,82m
Vertrag bis 30.06.2027
Position Zentrales Mittelfeld
Fuß links
Akt. Verein FC Kopenhagen

Leistungsdaten: 26/27

Thomas Delaney [6]

07.06.2018 - 18:01 Uhr
Thomas Delaney [6] |#1461
02.02.2021 - 23:31 Uhr
Der Typ geht mitm blauen Auge vom Platz. Ein wahrer Kämpfer!
Thomas Delaney [6] |#1462
02.02.2021 - 23:33 Uhr
Genau so einen Pass wie beim 3:2 meinte ich. Delaney kann tolle Pässe in die Tiefe spielen. Auch gute Diagonalbälle waren dabei.

Einmal hat er den Ball auch mit rechts runtergepflückt und mit links direkt weitergespielt. Schon sehr gut.
Thomas Delaney [6] |#1463
02.02.2021 - 23:38 Uhr
Bester Mann
Thomas Delaney [6] |#1464
02.02.2021 - 23:38 Uhr
Der würde mit Holzbein mehr Leidenschaft zeigen, als mancher unserer youngstars.

Wie der mit Krampf noch für 2 läuft, krass grins
Thomas Delaney [6] |#1465
02.02.2021 - 23:42 Uhr
Zitat von lmbw3
Der würde mit Holzbein mehr Leidenschaft zeigen, als mancher unserer youngstars.

Wie der mit Krampf noch für 2 läuft, krass grins


Mein Lieblingsspieler, mehr von dieser Mentalität und Willen und wir wären Meister! Der wahre Kapitän! Das soll sich unser 12 mio Kapitänchen mal abgucken!
Thomas Delaney [6] |#1466
03.02.2021 - 02:27 Uhr
Astreiner Pass, viele Spieler kloppen den dann einfach nach vorne, um das Pressing der Paderborner in der eigenen Hälfte loszuwerden.

Hatte in Halbzeit eins ja selber schon die Chance aufs Tor, als er nach Sancho Auflage ein bisschen neben das Tor verzogen hat.

Würdiger Capitano!

Auch bei ihm, nicht nur Akanji und Zagadou, muss man langsam auf die Vertragslänge schauen. Bis 2024 ist da auf jeden Fall noch was machbar!

•     •     •

R.I.P. - Robert Enke

* 24.08.1977
+ 10.11.2009
Thomas Delaney [6] |#1467
03.02.2021 - 06:50 Uhr
Zitat von goetzeus86
Zitat von Vampiro

Zitat von NullNeun

Zitat von Senffi

Zitat von Vampiro

Kam überteuert aus Bremen, wurde viel rotiert, jetzt sieht man aber mal, was man an ihm hat.

Für mich muss er als defensiver 6er gesetzt sein. Starke Zweikämpfe, immer wach, immer voller Einsatz, dabei auch ziemlich ballsicher, gefühlt wenig Fehlpässe, paar sehr gute Pàsse, schuss- und kopfballstark.

Dazu zwei sehr offensive Spieler wie heute Brandt und Reus oder eben etwas defensiver, dann am liebsten mit Bellingham.

Ich möchte ja die Lobeshymnen auf Delaney hier gar nicht wegreden und fand Ihn gestern auch bockstark!
Aber Ballsicherheit und initiierende Pässe, sind nun absolut nicht Delaney's Metier! Und Fehlpässe hat er leider schon zu genüge gespielt, vor allem wenn er unter Druck gesetzt wird.

Gestern war einfach das perfekte Spiel für ihn, spielschwacher Gegner, wo er im Aufbau (dank offensiver Spielausrichtung) weitestgehend rausgehalten wurde und sich auf seine Aufgabe konzentrieren konnte, Löcher stopfen und Zweikämpfe führen!

Das soll keineswegs als Kritik gelten, aber diese Gottähnlichen Lobhudeleien sind für einen Spieler, mit seinen eingeschränkten spielerischen Fähigkeiten auch übertrieben.


Es sind halt - auch, wenn die Übertreibung in beiden Richtungen sinnfrei ist - nicht nur die Offensivmagier die "Götter", das ist doch Schwachsinn. Wenn es danach geht, gewinnste mit Messi und Ronaldo halt auch keinen Blumentopf, aufgrund ihrer "eingeschränkten Defensivfähigkeiten". Beides gehört zum Fußball nunmal dazu.

Delaney ist nach vorne solide bis gut (seine Schwächen erwähntest du), nach hinten sehr stark und vor allem ausdauernd.

Spieler, die defensiv vergleichbar gut oder noch etwas besser sind und nach vorne (deutlich) stärker, kannst du an EINER Hand abzählen und die kosten mindestens das Drei- bis Vierfache seines Marktwerts.

Im Gegensatz zu Can, der das Stärken-/Schwächen-Profil stellenweise teilt, ist Thomas der deutlich diszipliniertere und fokussiertere Spielertyp und tut uns entsprechend gut, gerade mit dem Bezug unserer situativ unkonzentrierten Defensivarbeit.

Im Gegensatz zu Witsel, der im Profil quasi invertierte Fähigkeiten und Eigenschaften mitbringt, sieht das in solchen Spielen ebenfalls so aus, denn die kämpferisch veranlagten Teams kaufen einem oft genug den Schneid ab, was wir schon oft genug erleben durften. Für mich ist ein Typ wie Witsel, außer bei einer sicheren Führung (2+), durch seine passive und wenig energische Art gegen solche Gegner absolut giftig.

Für mich gehört er damit in den meisten Spielen auch absolut gesetzt, weil er viele wichtige Vorteile und nur sehr wenige Nachteile mitbringt, in den wenigen anderen (vor allem Bayern) braucht er eine andere Rolle und ggf. andere Partner und mehr Unterstützung im Ballvortrag, wo gerade Witsel (defensiver/ballsichernd), aber auch Bellingham (kombiniert/balanciert) oder Brandt (offensiver/riskanter) gut ergänzen oder auch gute Alternativen für ihn darstellen.

Zum Fußball gehört halt mehr als nur Zauberei und daher gibt es auch Legenden wie Maldini, Nesta, Cannavaro oder Gattuso (spontan nur ein paar Italiener zur Auswahl, Zufall), die mehrheitlich wichtig waren, den Laden dichtzuhalten, Stabilität ins Spiel zu bekommen, dem Team Sicherheit zu geben, andere Jobs zu erledigen.

Bei uns gab es mal einen recht ähnlichen Typen, der sehr beliebt, nur etwas lauter auf dem Platz war: Sebastian Kehl.


Ich kann mich hier ganz grundsätzlich den Ausführungen von NullNeun anschließen.

@Senffi Ich möchte ihn auf keinen Fall zum Gott machen, er ist aber genau der Spielertyp, den wir brauchen. Jede erfolgreiche Mannschaft hay Spieler, die einfach die Drecksarbeit machen und die Ärmel hochkrempeln. Ich würde auch keinen Spieler mit grandiosen spielerischen Fähigkeiten zum Gott machen, der nicht nach hinten mitarbeitet. Mit dem Pass sehe ich ihn vllt. etwas zu positiv, ich denke da aber an diese Steilpass Vorlage, die er glaube ich diese Saison gemacht hat. Die war schon richtig gut. Er kann es.

Das grundsätzliche Problem, das fast alle Mannschaften haben ist, dass wir uns keine "kompletten" Spieler leisten können. Praktisch all unsere Spieler haben irgendwelche spürbaren Schwächen. Die beste Chance auf einen kompletten Spieler haben wir denke ich stets, bei einem entwickelten Talent in seinem letzten Jahr bei uns. Wir werden weder komplette Spieler kaufen (die es eh kaim gibt) noch dauerhaft halten können. Wichtig ist daher meines Erachtens daher, dass die Balance stimmt. Das zeichnet eigentlich alle erfolgreichen Mannschaften aus. Und zur Balance gehört auch Zweikampfstärke im defensiven Mittelfeld. So wir Delaney für andere abräumt, müssen die Offensivkünstler ihn eben unterstützen wenn er krass gepresst wird und für ihn vorne etwas mitzaubern. Wir werden weder mit "nur Brandts/Reus'" noch mit "nur Delaneys" einen Blumentopf gewinnen. Die Mischung machts.

Es ist vielleicht Zufall, vielleicht auch nicht, aber 5 unserer 7 Bundesliga Niederlagen haben wir ohne Delaney (Bank, gesperrt, verletzt) erlitten. Die Niederlagen mit ihm waren die Spiele gegen Bayerm (nach 60 Min ausgewechselt) und die unglueckliche/desastroese Niederlage gegen Leverkusen. Die Niederlagen ohne ihn waren sowohl gegen Kellerkinder wie Augsburg und Köln als auch gegen Gladbach.


Wobei man bei allem berechtigten (!) Lob gerade den letzten Teil durchaus als Fingerzeig interpretieren kann, gegen wen Delaney dann doch als Schwachpunkt ausgemacht werden kann, nämlich gegen Mannschaft, die auf hohem Niveau geschlossen pressen und ihm auf den Füßen stehen. Können jetzt nicht soo viele Gegner, gegen die man über die Saison gesehen spielt, aber wenn er quasi durchgehend wenig Platz hat, fällt er gegen einen Witsel bspw halt schon deutlich ab und verliert die Bälle vergleichsweise einfach, wenn er sie halten bzw. festmachen soll bzw wenn der BVB vor der Aufgabe steht, ein gegnerisches Pressing zu brechen und ins Leere laufen zu lassen. In solchen Spielen kann man ihn nicht wie gegen Augsburg als alleinigen 6er vor die Abwehr stellen, das ist reinstes Harakiri. Das bedeutet nicht, dass er dann grundsätzlich unbrauchbar ist, aber seine Rolle muss schon eine sehr spezielle sein gegen solche Gegner, damit seine Stärken bedient werden und seine Schwächen nicht zu stark zur Geltung kommen.

Grundsätzlich bleibe auch dabei, dass man mit Witsel gegen Leverkusen besser ausgesehen hätte und man ihn auch bspw gegen die Bayern schmerzhaft vermissen wird. Das an dieser Stelle aber nur nebenbei.


Sich selber zitieren macht man nicht, aber das gestern fand ich dann doch wieder sehr repräsentativ dafür. Damit kann ich die lobeshymnen in diesem Fall auch nicht nachvollziehen.

Ja, natürlich feiert man Delaney für seinen Einsatz und sein Pensum, tue ich definitiv auch, aber mit Ball war das bis auf 1,2 starke lange Bälle wirklich schwach; diese Bälle kann er wirklich gut, wenn er Platz hat, das war gestern aber auch erst dann der Fall, als Paderborn so ein wenig die Puste ausging. Ansonsten war das gegen einen geschlossen pressenden Gegner in der Ballsicherung und im Aufbauspiel einfach wenig, vor allem in der regulären Spielzeit. Da waren bei ihm (wie bei vielen anderen auch) die Bälle im Mittelfeld extrem schnell weg und es gab so einige Fehlpässe zum Haareraufen.

Nee, sorry, gut war das nicht. In der Phase hat er kein bisschen zur Struktur und Stabilität beigetragen, eher im Gegenteil.
Thomas Delaney [6] |#1468
03.02.2021 - 09:07 Uhr
Zitat von goetzeus86
Zitat von goetzeus86

Zitat von Vampiro

Zitat von NullNeun

Zitat von Senffi

Zitat von Vampiro

Kam überteuert aus Bremen, wurde viel rotiert, jetzt sieht man aber mal, was man an ihm hat.

Für mich muss er als defensiver 6er gesetzt sein. Starke Zweikämpfe, immer wach, immer voller Einsatz, dabei auch ziemlich ballsicher, gefühlt wenig Fehlpässe, paar sehr gute Pàsse, schuss- und kopfballstark.

Dazu zwei sehr offensive Spieler wie heute Brandt und Reus oder eben etwas defensiver, dann am liebsten mit Bellingham.

Ich möchte ja die Lobeshymnen auf Delaney hier gar nicht wegreden und fand Ihn gestern auch bockstark!
Aber Ballsicherheit und initiierende Pässe, sind nun absolut nicht Delaney's Metier! Und Fehlpässe hat er leider schon zu genüge gespielt, vor allem wenn er unter Druck gesetzt wird.

Gestern war einfach das perfekte Spiel für ihn, spielschwacher Gegner, wo er im Aufbau (dank offensiver Spielausrichtung) weitestgehend rausgehalten wurde und sich auf seine Aufgabe konzentrieren konnte, Löcher stopfen und Zweikämpfe führen!

Das soll keineswegs als Kritik gelten, aber diese Gottähnlichen Lobhudeleien sind für einen Spieler, mit seinen eingeschränkten spielerischen Fähigkeiten auch übertrieben.


Es sind halt - auch, wenn die Übertreibung in beiden Richtungen sinnfrei ist - nicht nur die Offensivmagier die "Götter", das ist doch Schwachsinn. Wenn es danach geht, gewinnste mit Messi und Ronaldo halt auch keinen Blumentopf, aufgrund ihrer "eingeschränkten Defensivfähigkeiten". Beides gehört zum Fußball nunmal dazu.

Delaney ist nach vorne solide bis gut (seine Schwächen erwähntest du), nach hinten sehr stark und vor allem ausdauernd.

Spieler, die defensiv vergleichbar gut oder noch etwas besser sind und nach vorne (deutlich) stärker, kannst du an EINER Hand abzählen und die kosten mindestens das Drei- bis Vierfache seines Marktwerts.

Im Gegensatz zu Can, der das Stärken-/Schwächen-Profil stellenweise teilt, ist Thomas der deutlich diszipliniertere und fokussiertere Spielertyp und tut uns entsprechend gut, gerade mit dem Bezug unserer situativ unkonzentrierten Defensivarbeit.

Im Gegensatz zu Witsel, der im Profil quasi invertierte Fähigkeiten und Eigenschaften mitbringt, sieht das in solchen Spielen ebenfalls so aus, denn die kämpferisch veranlagten Teams kaufen einem oft genug den Schneid ab, was wir schon oft genug erleben durften. Für mich ist ein Typ wie Witsel, außer bei einer sicheren Führung (2+), durch seine passive und wenig energische Art gegen solche Gegner absolut giftig.

Für mich gehört er damit in den meisten Spielen auch absolut gesetzt, weil er viele wichtige Vorteile und nur sehr wenige Nachteile mitbringt, in den wenigen anderen (vor allem Bayern) braucht er eine andere Rolle und ggf. andere Partner und mehr Unterstützung im Ballvortrag, wo gerade Witsel (defensiver/ballsichernd), aber auch Bellingham (kombiniert/balanciert) oder Brandt (offensiver/riskanter) gut ergänzen oder auch gute Alternativen für ihn darstellen.

Zum Fußball gehört halt mehr als nur Zauberei und daher gibt es auch Legenden wie Maldini, Nesta, Cannavaro oder Gattuso (spontan nur ein paar Italiener zur Auswahl, Zufall), die mehrheitlich wichtig waren, den Laden dichtzuhalten, Stabilität ins Spiel zu bekommen, dem Team Sicherheit zu geben, andere Jobs zu erledigen.

Bei uns gab es mal einen recht ähnlichen Typen, der sehr beliebt, nur etwas lauter auf dem Platz war: Sebastian Kehl.


Ich kann mich hier ganz grundsätzlich den Ausführungen von NullNeun anschließen.

@Senffi Ich möchte ihn auf keinen Fall zum Gott machen, er ist aber genau der Spielertyp, den wir brauchen. Jede erfolgreiche Mannschaft hay Spieler, die einfach die Drecksarbeit machen und die Ärmel hochkrempeln. Ich würde auch keinen Spieler mit grandiosen spielerischen Fähigkeiten zum Gott machen, der nicht nach hinten mitarbeitet. Mit dem Pass sehe ich ihn vllt. etwas zu positiv, ich denke da aber an diese Steilpass Vorlage, die er glaube ich diese Saison gemacht hat. Die war schon richtig gut. Er kann es.

Das grundsätzliche Problem, das fast alle Mannschaften haben ist, dass wir uns keine "kompletten" Spieler leisten können. Praktisch all unsere Spieler haben irgendwelche spürbaren Schwächen. Die beste Chance auf einen kompletten Spieler haben wir denke ich stets, bei einem entwickelten Talent in seinem letzten Jahr bei uns. Wir werden weder komplette Spieler kaufen (die es eh kaim gibt) noch dauerhaft halten können. Wichtig ist daher meines Erachtens daher, dass die Balance stimmt. Das zeichnet eigentlich alle erfolgreichen Mannschaften aus. Und zur Balance gehört auch Zweikampfstärke im defensiven Mittelfeld. So wir Delaney für andere abräumt, müssen die Offensivkünstler ihn eben unterstützen wenn er krass gepresst wird und für ihn vorne etwas mitzaubern. Wir werden weder mit "nur Brandts/Reus'" noch mit "nur Delaneys" einen Blumentopf gewinnen. Die Mischung machts.

Es ist vielleicht Zufall, vielleicht auch nicht, aber 5 unserer 7 Bundesliga Niederlagen haben wir ohne Delaney (Bank, gesperrt, verletzt) erlitten. Die Niederlagen mit ihm waren die Spiele gegen Bayerm (nach 60 Min ausgewechselt) und die unglueckliche/desastroese Niederlage gegen Leverkusen. Die Niederlagen ohne ihn waren sowohl gegen Kellerkinder wie Augsburg und Köln als auch gegen Gladbach.


Wobei man bei allem berechtigten (!) Lob gerade den letzten Teil durchaus als Fingerzeig interpretieren kann, gegen wen Delaney dann doch als Schwachpunkt ausgemacht werden kann, nämlich gegen Mannschaft, die auf hohem Niveau geschlossen pressen und ihm auf den Füßen stehen. Können jetzt nicht soo viele Gegner, gegen die man über die Saison gesehen spielt, aber wenn er quasi durchgehend wenig Platz hat, fällt er gegen einen Witsel bspw halt schon deutlich ab und verliert die Bälle vergleichsweise einfach, wenn er sie halten bzw. festmachen soll bzw wenn der BVB vor der Aufgabe steht, ein gegnerisches Pressing zu brechen und ins Leere laufen zu lassen. In solchen Spielen kann man ihn nicht wie gegen Augsburg als alleinigen 6er vor die Abwehr stellen, das ist reinstes Harakiri. Das bedeutet nicht, dass er dann grundsätzlich unbrauchbar ist, aber seine Rolle muss schon eine sehr spezielle sein gegen solche Gegner, damit seine Stärken bedient werden und seine Schwächen nicht zu stark zur Geltung kommen.

Grundsätzlich bleibe auch dabei, dass man mit Witsel gegen Leverkusen besser ausgesehen hätte und man ihn auch bspw gegen die Bayern schmerzhaft vermissen wird. Das an dieser Stelle aber nur nebenbei.


Sich selber zitieren macht man nicht, aber das gestern fand ich dann doch wieder sehr repräsentativ dafür. Damit kann ich die lobeshymnen in diesem Fall auch nicht nachvollziehen.

Ja, natürlich feiert man Delaney für seinen Einsatz und sein Pensum, tue ich definitiv auch, aber mit Ball war das bis auf 1,2 starke lange Bälle wirklich schwach; diese Bälle kann er wirklich gut, wenn er Platz hat, das war gestern aber auch erst dann der Fall, als Paderborn so ein wenig die Puste ausging. Ansonsten war das gegen einen geschlossen pressenden Gegner in der Ballsicherung und im Aufbauspiel einfach wenig, vor allem in der regulären Spielzeit. Da waren bei ihm (wie bei vielen anderen auch) die Bälle im Mittelfeld extrem schnell weg und es gab so einige Fehlpässe zum Haareraufen.

Nee, sorry, gut war das nicht. In der Phase hat er kein bisschen zur Struktur und Stabilität beigetragen, eher im Gegenteil.


Also ich habe Delaney in der Hinsicht ehrlich gar nicht so schlecht wahrgenommen und zumindest statistisch sieht das sehr gut aus. Eine Passquote von 93,8% und 9 Ballverluste über 120 Minuten finde ich dann schon sehr stark und ballsicher, gerade wenn man, anders als beispielsweise ein Witsel, auch sehr viele lange Bälle oder Steilpässe auf Haaland spielt. Hinzu kommt, dass er im Aufbau von Bellingham, Brandt und Reyna auch ziemlich allein gelassen wurde und Passlack, Schulz und Piszczek in der Hinsicht auch keine große Hilfe waren. Das spielerische Potenzial war gestern in der Mannschaft einfach extrem limitiert und ich bezweifel, dass wir mit Witsel dann ein ruhiges und sicheres Spiel mit dem Ball gehabt hätten.
Thomas Delaney [6] |#1469
03.02.2021 - 09:52 Uhr
Zitat von Henner97
Zitat von goetzeus86

Zitat von goetzeus86

Zitat von Vampiro

Zitat von NullNeun

Zitat von Senffi

Zitat von Vampiro

Kam überteuert aus Bremen, wurde viel rotiert, jetzt sieht man aber mal, was man an ihm hat.

Für mich muss er als defensiver 6er gesetzt sein. Starke Zweikämpfe, immer wach, immer voller Einsatz, dabei auch ziemlich ballsicher, gefühlt wenig Fehlpässe, paar sehr gute Pàsse, schuss- und kopfballstark.

Dazu zwei sehr offensive Spieler wie heute Brandt und Reus oder eben etwas defensiver, dann am liebsten mit Bellingham.

Ich möchte ja die Lobeshymnen auf Delaney hier gar nicht wegreden und fand Ihn gestern auch bockstark!
Aber Ballsicherheit und initiierende Pässe, sind nun absolut nicht Delaney's Metier! Und Fehlpässe hat er leider schon zu genüge gespielt, vor allem wenn er unter Druck gesetzt wird.

Gestern war einfach das perfekte Spiel für ihn, spielschwacher Gegner, wo er im Aufbau (dank offensiver Spielausrichtung) weitestgehend rausgehalten wurde und sich auf seine Aufgabe konzentrieren konnte, Löcher stopfen und Zweikämpfe führen!

Das soll keineswegs als Kritik gelten, aber diese Gottähnlichen Lobhudeleien sind für einen Spieler, mit seinen eingeschränkten spielerischen Fähigkeiten auch übertrieben.


Es sind halt - auch, wenn die Übertreibung in beiden Richtungen sinnfrei ist - nicht nur die Offensivmagier die "Götter", das ist doch Schwachsinn. Wenn es danach geht, gewinnste mit Messi und Ronaldo halt auch keinen Blumentopf, aufgrund ihrer "eingeschränkten Defensivfähigkeiten". Beides gehört zum Fußball nunmal dazu.

Delaney ist nach vorne solide bis gut (seine Schwächen erwähntest du), nach hinten sehr stark und vor allem ausdauernd.

Spieler, die defensiv vergleichbar gut oder noch etwas besser sind und nach vorne (deutlich) stärker, kannst du an EINER Hand abzählen und die kosten mindestens das Drei- bis Vierfache seines Marktwerts.

Im Gegensatz zu Can, der das Stärken-/Schwächen-Profil stellenweise teilt, ist Thomas der deutlich diszipliniertere und fokussiertere Spielertyp und tut uns entsprechend gut, gerade mit dem Bezug unserer situativ unkonzentrierten Defensivarbeit.

Im Gegensatz zu Witsel, der im Profil quasi invertierte Fähigkeiten und Eigenschaften mitbringt, sieht das in solchen Spielen ebenfalls so aus, denn die kämpferisch veranlagten Teams kaufen einem oft genug den Schneid ab, was wir schon oft genug erleben durften. Für mich ist ein Typ wie Witsel, außer bei einer sicheren Führung (2+), durch seine passive und wenig energische Art gegen solche Gegner absolut giftig.

Für mich gehört er damit in den meisten Spielen auch absolut gesetzt, weil er viele wichtige Vorteile und nur sehr wenige Nachteile mitbringt, in den wenigen anderen (vor allem Bayern) braucht er eine andere Rolle und ggf. andere Partner und mehr Unterstützung im Ballvortrag, wo gerade Witsel (defensiver/ballsichernd), aber auch Bellingham (kombiniert/balanciert) oder Brandt (offensiver/riskanter) gut ergänzen oder auch gute Alternativen für ihn darstellen.

Zum Fußball gehört halt mehr als nur Zauberei und daher gibt es auch Legenden wie Maldini, Nesta, Cannavaro oder Gattuso (spontan nur ein paar Italiener zur Auswahl, Zufall), die mehrheitlich wichtig waren, den Laden dichtzuhalten, Stabilität ins Spiel zu bekommen, dem Team Sicherheit zu geben, andere Jobs zu erledigen.

Bei uns gab es mal einen recht ähnlichen Typen, der sehr beliebt, nur etwas lauter auf dem Platz war: Sebastian Kehl.


Ich kann mich hier ganz grundsätzlich den Ausführungen von NullNeun anschließen.

@Senffi Ich möchte ihn auf keinen Fall zum Gott machen, er ist aber genau der Spielertyp, den wir brauchen. Jede erfolgreiche Mannschaft hay Spieler, die einfach die Drecksarbeit machen und die Ärmel hochkrempeln. Ich würde auch keinen Spieler mit grandiosen spielerischen Fähigkeiten zum Gott machen, der nicht nach hinten mitarbeitet. Mit dem Pass sehe ich ihn vllt. etwas zu positiv, ich denke da aber an diese Steilpass Vorlage, die er glaube ich diese Saison gemacht hat. Die war schon richtig gut. Er kann es.

Das grundsätzliche Problem, das fast alle Mannschaften haben ist, dass wir uns keine "kompletten" Spieler leisten können. Praktisch all unsere Spieler haben irgendwelche spürbaren Schwächen. Die beste Chance auf einen kompletten Spieler haben wir denke ich stets, bei einem entwickelten Talent in seinem letzten Jahr bei uns. Wir werden weder komplette Spieler kaufen (die es eh kaim gibt) noch dauerhaft halten können. Wichtig ist daher meines Erachtens daher, dass die Balance stimmt. Das zeichnet eigentlich alle erfolgreichen Mannschaften aus. Und zur Balance gehört auch Zweikampfstärke im defensiven Mittelfeld. So wir Delaney für andere abräumt, müssen die Offensivkünstler ihn eben unterstützen wenn er krass gepresst wird und für ihn vorne etwas mitzaubern. Wir werden weder mit "nur Brandts/Reus'" noch mit "nur Delaneys" einen Blumentopf gewinnen. Die Mischung machts.

Es ist vielleicht Zufall, vielleicht auch nicht, aber 5 unserer 7 Bundesliga Niederlagen haben wir ohne Delaney (Bank, gesperrt, verletzt) erlitten. Die Niederlagen mit ihm waren die Spiele gegen Bayerm (nach 60 Min ausgewechselt) und die unglueckliche/desastroese Niederlage gegen Leverkusen. Die Niederlagen ohne ihn waren sowohl gegen Kellerkinder wie Augsburg und Köln als auch gegen Gladbach.


Wobei man bei allem berechtigten (!) Lob gerade den letzten Teil durchaus als Fingerzeig interpretieren kann, gegen wen Delaney dann doch als Schwachpunkt ausgemacht werden kann, nämlich gegen Mannschaft, die auf hohem Niveau geschlossen pressen und ihm auf den Füßen stehen. Können jetzt nicht soo viele Gegner, gegen die man über die Saison gesehen spielt, aber wenn er quasi durchgehend wenig Platz hat, fällt er gegen einen Witsel bspw halt schon deutlich ab und verliert die Bälle vergleichsweise einfach, wenn er sie halten bzw. festmachen soll bzw wenn der BVB vor der Aufgabe steht, ein gegnerisches Pressing zu brechen und ins Leere laufen zu lassen. In solchen Spielen kann man ihn nicht wie gegen Augsburg als alleinigen 6er vor die Abwehr stellen, das ist reinstes Harakiri. Das bedeutet nicht, dass er dann grundsätzlich unbrauchbar ist, aber seine Rolle muss schon eine sehr spezielle sein gegen solche Gegner, damit seine Stärken bedient werden und seine Schwächen nicht zu stark zur Geltung kommen.

Grundsätzlich bleibe auch dabei, dass man mit Witsel gegen Leverkusen besser ausgesehen hätte und man ihn auch bspw gegen die Bayern schmerzhaft vermissen wird. Das an dieser Stelle aber nur nebenbei.


Sich selber zitieren macht man nicht, aber das gestern fand ich dann doch wieder sehr repräsentativ dafür. Damit kann ich die lobeshymnen in diesem Fall auch nicht nachvollziehen.

Ja, natürlich feiert man Delaney für seinen Einsatz und sein Pensum, tue ich definitiv auch, aber mit Ball war das bis auf 1,2 starke lange Bälle wirklich schwach; diese Bälle kann er wirklich gut, wenn er Platz hat, das war gestern aber auch erst dann der Fall, als Paderborn so ein wenig die Puste ausging. Ansonsten war das gegen einen geschlossen pressenden Gegner in der Ballsicherung und im Aufbauspiel einfach wenig, vor allem in der regulären Spielzeit. Da waren bei ihm (wie bei vielen anderen auch) die Bälle im Mittelfeld extrem schnell weg und es gab so einige Fehlpässe zum Haareraufen.

Nee, sorry, gut war das nicht. In der Phase hat er kein bisschen zur Struktur und Stabilität beigetragen, eher im Gegenteil.


Also ich habe Delaney in der Hinsicht ehrlich gar nicht so schlecht wahrgenommen und zumindest statistisch sieht das sehr gut aus. Eine Passquote von 93,8% und 9 Ballverluste über 120 Minuten finde ich dann schon sehr stark und ballsicher, gerade wenn man, anders als beispielsweise ein Witsel, auch sehr viele lange Bälle oder Steilpässe auf Haaland spielt. Hinzu kommt, dass er im Aufbau von Bellingham, Brandt und Reyna auch ziemlich allein gelassen wurde und Passlack, Schulz und Piszczek in der Hinsicht auch keine große Hilfe waren. Das spielerische Potenzial war gestern in der Mannschaft einfach extrem limitiert und ich bezweifel, dass wir mit Witsel dann ein ruhiges und sicheres Spiel mit dem Ball gehabt hätten.


Thomas Delaney hat aber auch eine hohe Passquote erreicht, weil einige Bälle nach hinten auf Nummer sicher gingen. Das gehört dann zur faktischen Wahrheit mit dazu. Außerdem fällt mir bei ihm häufiger auf, dass er sich schlecht mit Ball bewegt, wenn Gegner nah an ihm dran sind. Dann wird teils auf Verdacht der Rückwärtsgang eingelegt, auch wenn eine Drehung zur Seite oder nach vorn das Feld öffnen würde. Das sind auch genau die Aspekte, weshalb Thomas Delaney in Dortmund ein recht klarer Rollenspieler ist. Am Wochenende gegen Augsburg konnte er sein Portfolio hervorragend einsetzen, gestern gegen Paderborn war es dagegen schon weniger passend.

•     •     •

Immer weiter, und lauter, Borussia!
Thomas Delaney [6] |#1470
03.02.2021 - 10:40 Uhr
Zitat von PP1903

Delaneys Pass zum 3:2, egal ob Hauchzart abseits oder nicht wird Verschwiegen? Sowas wird bei ihm ja gerne mal übersehen nur weil er viel arbeitet.

Verstehe nicht warum es so häufig auf Can oder Delaney hinausläuft? Haben die gleichen Leute damals auch gesagt man bräuchte nur einen von Beiden Kehl oder Bender?

Kann generelle Kritik an weder den Einen noch den Anderen nachvollziehen, dass sind Spieler für die man einfach immer Platz im Kader hat.

Habe das hierhin gezogen, da es im Can Thread falsch aufgehoben war.

So eine Vorlage wie zum 3:2 ist eben die absolute Ausnahme (War der Pass überhaupt so geplant von Delaney?).
Jedenfalls habe ich gerade bei whoscored nachgeschaut. Demnach stammt Delaneys letzte Torvorlage aus der Saison 18/19. Allerdings hat whoscored keine Daten aus Pokal und Supercup. Ich meine, da hätte Delaney schon mal einen aufgelegt zwischendurch. In Bundesliga, Champions League und Länderspielen gab's aber keinen Assists in 19/20 und 20/21 und auch nur ein einziges erzieltes Tor (laut whoscored; Scorer werden nicht in jedem Portal gleich gezählt; habe aber sonst nirgendwo nachgeschaut).
Dass Delaney es besser kann, hat er aber davor gezeigt. 18/19 erreicht Delaney 3 Tore und 5 Vorlagen bei uns. Bei Bremen waren es auch 4 und 3 Tore in den Saisons zuvor; bzw. 1 und 4 Assists.

Alles in allem würde ich aber nicht behaupten, dass so eine Vorlage wie zum 3:2 "gerne mal übersehen wird".

Hingegen fand ich ein paar Szenen gut, wie er sich aus Drucksituationen löste. Das wird ihm eher zu unrecht komplett abgesprochen. Wobei es auch immer mal wieder Szenen gab, wo er solche Situationen eher schlecht löste. Die Kritik, dass Delaney unter Druck nicht gut ist, teile ich daher. Nur finde ich diese Kritik teilweise übertrieben, was man auch im Spiel gegen Paderborn sehen konnte.
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