Borussia Dortmund Borussia Dortmund
deadline-day banner
Thomas Delaney
Geburtsdatum 03.09.1991
Alter 34
Nat. Dänemark  Dänemark
Größe 1,82m
Vertrag bis 30.06.2027
Position Zentrales Mittelfeld
Fuß links
Akt. Verein FC Kopenhagen

Leistungsdaten: 26/27

Thomas Delaney [6]

07.06.2018 - 18:01 Uhr
Thomas Delaney [6] |#1451
02.02.2021 - 01:52 Uhr
Zitat von NullNeun
Zitat von Senffi

Zitat von Vampiro

Kam überteuert aus Bremen, wurde viel rotiert, jetzt sieht man aber mal, was man an ihm hat.

Für mich muss er als defensiver 6er gesetzt sein. Starke Zweikämpfe, immer wach, immer voller Einsatz, dabei auch ziemlich ballsicher, gefühlt wenig Fehlpässe, paar sehr gute Pàsse, schuss- und kopfballstark.

Dazu zwei sehr offensive Spieler wie heute Brandt und Reus oder eben etwas defensiver, dann am liebsten mit Bellingham.

Ich möchte ja die Lobeshymnen auf Delaney hier gar nicht wegreden und fand Ihn gestern auch bockstark!
Aber Ballsicherheit und initiierende Pässe, sind nun absolut nicht Delaney's Metier! Und Fehlpässe hat er leider schon zu genüge gespielt, vor allem wenn er unter Druck gesetzt wird.

Gestern war einfach das perfekte Spiel für ihn, spielschwacher Gegner, wo er im Aufbau (dank offensiver Spielausrichtung) weitestgehend rausgehalten wurde und sich auf seine Aufgabe konzentrieren konnte, Löcher stopfen und Zweikämpfe führen!

Das soll keineswegs als Kritik gelten, aber diese Gottähnlichen Lobhudeleien sind für einen Spieler, mit seinen eingeschränkten spielerischen Fähigkeiten auch übertrieben.


Es sind halt - auch, wenn die Übertreibung in beiden Richtungen sinnfrei ist - nicht nur die Offensivmagier die "Götter", das ist doch Schwachsinn. Wenn es danach geht, gewinnste mit Messi und Ronaldo halt auch keinen Blumentopf, aufgrund ihrer "eingeschränkten Defensivfähigkeiten". Beides gehört zum Fußball nunmal dazu.

Delaney ist nach vorne solide bis gut (seine Schwächen erwähntest du), nach hinten sehr stark und vor allem ausdauernd.

Spieler, die defensiv vergleichbar gut oder noch etwas besser sind und nach vorne (deutlich) stärker, kannst du an EINER Hand abzählen und die kosten mindestens das Drei- bis Vierfache seines Marktwerts.

Im Gegensatz zu Can, der das Stärken-/Schwächen-Profil stellenweise teilt, ist Thomas der deutlich diszipliniertere und fokussiertere Spielertyp und tut uns entsprechend gut, gerade mit dem Bezug unserer situativ unkonzentrierten Defensivarbeit.

Im Gegensatz zu Witsel, der im Profil quasi invertierte Fähigkeiten und Eigenschaften mitbringt, sieht das in solchen Spielen ebenfalls so aus, denn die kämpferisch veranlagten Teams kaufen einem oft genug den Schneid ab, was wir schon oft genug erleben durften. Für mich ist ein Typ wie Witsel, außer bei einer sicheren Führung (2+), durch seine passive und wenig energische Art gegen solche Gegner absolut giftig.

Für mich gehört er damit in den meisten Spielen auch absolut gesetzt, weil er viele wichtige Vorteile und nur sehr wenige Nachteile mitbringt, in den wenigen anderen (vor allem Bayern) braucht er eine andere Rolle und ggf. andere Partner und mehr Unterstützung im Ballvortrag, wo gerade Witsel (defensiver/ballsichernd), aber auch Bellingham (kombiniert/balanciert) oder Brandt (offensiver/riskanter) gut ergänzen oder auch gute Alternativen für ihn darstellen.

Zum Fußball gehört halt mehr als nur Zauberei und daher gibt es auch Legenden wie Maldini, Nesta, Cannavaro oder Gattuso (spontan nur ein paar Italiener zur Auswahl, Zufall), die mehrheitlich wichtig waren, den Laden dichtzuhalten, Stabilität ins Spiel zu bekommen, dem Team Sicherheit zu geben, andere Jobs zu erledigen.

Bei uns gab es mal einen recht ähnlichen Typen, der sehr beliebt, nur etwas lauter auf dem Platz war: Sebastian Kehl.


Ich kann mich hier ganz grundsätzlich den Ausführungen von NullNeun anschließen.

@Senffi Ich möchte ihn auf keinen Fall zum Gott machen, er ist aber genau der Spielertyp, den wir brauchen. Jede erfolgreiche Mannschaft hay Spieler, die einfach die Drecksarbeit machen und die Ärmel hochkrempeln. Ich würde auch keinen Spieler mit grandiosen spielerischen Fähigkeiten zum Gott machen, der nicht nach hinten mitarbeitet. Mit dem Pass sehe ich ihn vllt. etwas zu positiv, ich denke da aber an diese Steilpass Vorlage, die er glaube ich diese Saison gemacht hat. Die war schon richtig gut. Er kann es.

Das grundsätzliche Problem, das fast alle Mannschaften haben ist, dass wir uns keine "kompletten" Spieler leisten können. Praktisch all unsere Spieler haben irgendwelche spürbaren Schwächen. Die beste Chance auf einen kompletten Spieler haben wir denke ich stets, bei einem entwickelten Talent in seinem letzten Jahr bei uns. Wir werden weder komplette Spieler kaufen (die es eh kaim gibt) noch dauerhaft halten können. Wichtig ist daher meines Erachtens daher, dass die Balance stimmt. Das zeichnet eigentlich alle erfolgreichen Mannschaften aus. Und zur Balance gehört auch Zweikampfstärke im defensiven Mittelfeld. So wir Delaney für andere abräumt, müssen die Offensivkünstler ihn eben unterstützen wenn er krass gepresst wird und für ihn vorne etwas mitzaubern. Wir werden weder mit "nur Brandts/Reus'" noch mit "nur Delaneys" einen Blumentopf gewinnen. Die Mischung machts.

Es ist vielleicht Zufall, vielleicht auch nicht, aber 5 unserer 7 Bundesliga Niederlagen haben wir ohne Delaney (Bank, gesperrt, verletzt) erlitten. Die Niederlagen mit ihm waren die Spiele gegen Bayerm (nach 60 Min ausgewechselt) und die unglueckliche/desastroese Niederlage gegen Leverkusen. Die Niederlagen ohne ihn waren sowohl gegen Kellerkinder wie Augsburg und Köln als auch gegen Gladbach.
Thomas Delaney [6] |#1452
02.02.2021 - 07:31 Uhr
Zitat von Vampiro

Zitat von NullNeun

Zitat von Senffi

Zitat von Vampiro

Kam überteuert aus Bremen, wurde viel rotiert, jetzt sieht man aber mal, was man an ihm hat.

Für mich muss er als defensiver 6er gesetzt sein. Starke Zweikämpfe, immer wach, immer voller Einsatz, dabei auch ziemlich ballsicher, gefühlt wenig Fehlpässe, paar sehr gute Pàsse, schuss- und kopfballstark.

Dazu zwei sehr offensive Spieler wie heute Brandt und Reus oder eben etwas defensiver, dann am liebsten mit Bellingham.

Ich möchte ja die Lobeshymnen auf Delaney hier gar nicht wegreden und fand Ihn gestern auch bockstark!
Aber Ballsicherheit und initiierende Pässe, sind nun absolut nicht Delaney's Metier! Und Fehlpässe hat er leider schon zu genüge gespielt, vor allem wenn er unter Druck gesetzt wird.

Gestern war einfach das perfekte Spiel für ihn, spielschwacher Gegner, wo er im Aufbau (dank offensiver Spielausrichtung) weitestgehend rausgehalten wurde und sich auf seine Aufgabe konzentrieren konnte, Löcher stopfen und Zweikämpfe führen!

Das soll keineswegs als Kritik gelten, aber diese Gottähnlichen Lobhudeleien sind für einen Spieler, mit seinen eingeschränkten spielerischen Fähigkeiten auch übertrieben.


Es sind halt - auch, wenn die Übertreibung in beiden Richtungen sinnfrei ist - nicht nur die Offensivmagier die "Götter", das ist doch Schwachsinn. Wenn es danach geht, gewinnste mit Messi und Ronaldo halt auch keinen Blumentopf, aufgrund ihrer "eingeschränkten Defensivfähigkeiten". Beides gehört zum Fußball nunmal dazu.

Delaney ist nach vorne solide bis gut (seine Schwächen erwähntest du), nach hinten sehr stark und vor allem ausdauernd.

Spieler, die defensiv vergleichbar gut oder noch etwas besser sind und nach vorne (deutlich) stärker, kannst du an EINER Hand abzählen und die kosten mindestens das Drei- bis Vierfache seines Marktwerts.

Im Gegensatz zu Can, der das Stärken-/Schwächen-Profil stellenweise teilt, ist Thomas der deutlich diszipliniertere und fokussiertere Spielertyp und tut uns entsprechend gut, gerade mit dem Bezug unserer situativ unkonzentrierten Defensivarbeit.

Im Gegensatz zu Witsel, der im Profil quasi invertierte Fähigkeiten und Eigenschaften mitbringt, sieht das in solchen Spielen ebenfalls so aus, denn die kämpferisch veranlagten Teams kaufen einem oft genug den Schneid ab, was wir schon oft genug erleben durften. Für mich ist ein Typ wie Witsel, außer bei einer sicheren Führung (2+), durch seine passive und wenig energische Art gegen solche Gegner absolut giftig.

Für mich gehört er damit in den meisten Spielen auch absolut gesetzt, weil er viele wichtige Vorteile und nur sehr wenige Nachteile mitbringt, in den wenigen anderen (vor allem Bayern) braucht er eine andere Rolle und ggf. andere Partner und mehr Unterstützung im Ballvortrag, wo gerade Witsel (defensiver/ballsichernd), aber auch Bellingham (kombiniert/balanciert) oder Brandt (offensiver/riskanter) gut ergänzen oder auch gute Alternativen für ihn darstellen.

Zum Fußball gehört halt mehr als nur Zauberei und daher gibt es auch Legenden wie Maldini, Nesta, Cannavaro oder Gattuso (spontan nur ein paar Italiener zur Auswahl, Zufall), die mehrheitlich wichtig waren, den Laden dichtzuhalten, Stabilität ins Spiel zu bekommen, dem Team Sicherheit zu geben, andere Jobs zu erledigen.

Bei uns gab es mal einen recht ähnlichen Typen, der sehr beliebt, nur etwas lauter auf dem Platz war: Sebastian Kehl.


Ich kann mich hier ganz grundsätzlich den Ausführungen von NullNeun anschließen.

@Senffi Ich möchte ihn auf keinen Fall zum Gott machen, er ist aber genau der Spielertyp, den wir brauchen. Jede erfolgreiche Mannschaft hay Spieler, die einfach die Drecksarbeit machen und die Ärmel hochkrempeln. Ich würde auch keinen Spieler mit grandiosen spielerischen Fähigkeiten zum Gott machen, der nicht nach hinten mitarbeitet. Mit dem Pass sehe ich ihn vllt. etwas zu positiv, ich denke da aber an diese Steilpass Vorlage, die er glaube ich diese Saison gemacht hat. Die war schon richtig gut. Er kann es.

Das grundsätzliche Problem, das fast alle Mannschaften haben ist, dass wir uns keine "kompletten" Spieler leisten können. Praktisch all unsere Spieler haben irgendwelche spürbaren Schwächen. Die beste Chance auf einen kompletten Spieler haben wir denke ich stets, bei einem entwickelten Talent in seinem letzten Jahr bei uns. Wir werden weder komplette Spieler kaufen (die es eh kaim gibt) noch dauerhaft halten können. Wichtig ist daher meines Erachtens daher, dass die Balance stimmt. Das zeichnet eigentlich alle erfolgreichen Mannschaften aus. Und zur Balance gehört auch Zweikampfstärke im defensiven Mittelfeld. So wir Delaney für andere abräumt, müssen die Offensivkünstler ihn eben unterstützen wenn er krass gepresst wird und für ihn vorne etwas mitzaubern. Wir werden weder mit "nur Brandts/Reus'" noch mit "nur Delaneys" einen Blumentopf gewinnen. Die Mischung machts.

Es ist vielleicht Zufall, vielleicht auch nicht, aber 5 unserer 7 Bundesliga Niederlagen haben wir ohne Delaney (Bank, gesperrt, verletzt) erlitten. Die Niederlagen mit ihm waren die Spiele gegen Bayerm (nach 60 Min ausgewechselt) und die unglueckliche/desastroese Niederlage gegen Leverkusen. Die Niederlagen ohne ihn waren sowohl gegen Kellerkinder wie Augsburg und Köln als auch gegen Gladbach.


Wobei man bei allem berechtigten (!) Lob gerade den letzten Teil durchaus als Fingerzeig interpretieren kann, gegen wen Delaney dann doch als Schwachpunkt ausgemacht werden kann, nämlich gegen Mannschaft, die auf hohem Niveau geschlossen pressen und ihm auf den Füßen stehen. Können jetzt nicht soo viele Gegner, gegen die man über die Saison gesehen spielt, aber wenn er quasi durchgehend wenig Platz hat, fällt er gegen einen Witsel bspw halt schon deutlich ab und verliert die Bälle vergleichsweise einfach, wenn er sie halten bzw. festmachen soll bzw wenn der BVB vor der Aufgabe steht, ein gegnerisches Pressing zu brechen und ins Leere laufen zu lassen. In solchen Spielen kann man ihn nicht wie gegen Augsburg als alleinigen 6er vor die Abwehr stellen, das ist reinstes Harakiri. Das bedeutet nicht, dass er dann grundsätzlich unbrauchbar ist, aber seine Rolle muss schon eine sehr spezielle sein gegen solche Gegner, damit seine Stärken bedient werden und seine Schwächen nicht zu stark zur Geltung kommen.

Grundsätzlich bleibe auch dabei, dass man mit Witsel gegen Leverkusen besser ausgesehen hätte und man ihn auch bspw gegen die Bayern schmerzhaft vermissen wird. Das an dieser Stelle aber nur nebenbei.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von goetzeus86 am 02.02.2021 um 07:45 Uhr bearbeitet
Thomas Delaney [6] |#1453
02.02.2021 - 10:54 Uhr
Zitat von goetzeus86
Zitat von Vampiro

Zitat von NullNeun

Zitat von Senffi

Zitat von Vampiro

Kam überteuert aus Bremen, wurde viel rotiert, jetzt sieht man aber mal, was man an ihm hat.

Für mich muss er als defensiver 6er gesetzt sein. Starke Zweikämpfe, immer wach, immer voller Einsatz, dabei auch ziemlich ballsicher, gefühlt wenig Fehlpässe, paar sehr gute Pàsse, schuss- und kopfballstark.

Dazu zwei sehr offensive Spieler wie heute Brandt und Reus oder eben etwas defensiver, dann am liebsten mit Bellingham.

Ich möchte ja die Lobeshymnen auf Delaney hier gar nicht wegreden und fand Ihn gestern auch bockstark!
Aber Ballsicherheit und initiierende Pässe, sind nun absolut nicht Delaney's Metier! Und Fehlpässe hat er leider schon zu genüge gespielt, vor allem wenn er unter Druck gesetzt wird.

Gestern war einfach das perfekte Spiel für ihn, spielschwacher Gegner, wo er im Aufbau (dank offensiver Spielausrichtung) weitestgehend rausgehalten wurde und sich auf seine Aufgabe konzentrieren konnte, Löcher stopfen und Zweikämpfe führen!

Das soll keineswegs als Kritik gelten, aber diese Gottähnlichen Lobhudeleien sind für einen Spieler, mit seinen eingeschränkten spielerischen Fähigkeiten auch übertrieben.


Es sind halt - auch, wenn die Übertreibung in beiden Richtungen sinnfrei ist - nicht nur die Offensivmagier die "Götter", das ist doch Schwachsinn. Wenn es danach geht, gewinnste mit Messi und Ronaldo halt auch keinen Blumentopf, aufgrund ihrer "eingeschränkten Defensivfähigkeiten". Beides gehört zum Fußball nunmal dazu.

Delaney ist nach vorne solide bis gut (seine Schwächen erwähntest du), nach hinten sehr stark und vor allem ausdauernd.

Spieler, die defensiv vergleichbar gut oder noch etwas besser sind und nach vorne (deutlich) stärker, kannst du an EINER Hand abzählen und die kosten mindestens das Drei- bis Vierfache seines Marktwerts.

Im Gegensatz zu Can, der das Stärken-/Schwächen-Profil stellenweise teilt, ist Thomas der deutlich diszipliniertere und fokussiertere Spielertyp und tut uns entsprechend gut, gerade mit dem Bezug unserer situativ unkonzentrierten Defensivarbeit.

Im Gegensatz zu Witsel, der im Profil quasi invertierte Fähigkeiten und Eigenschaften mitbringt, sieht das in solchen Spielen ebenfalls so aus, denn die kämpferisch veranlagten Teams kaufen einem oft genug den Schneid ab, was wir schon oft genug erleben durften. Für mich ist ein Typ wie Witsel, außer bei einer sicheren Führung (2+), durch seine passive und wenig energische Art gegen solche Gegner absolut giftig.

Für mich gehört er damit in den meisten Spielen auch absolut gesetzt, weil er viele wichtige Vorteile und nur sehr wenige Nachteile mitbringt, in den wenigen anderen (vor allem Bayern) braucht er eine andere Rolle und ggf. andere Partner und mehr Unterstützung im Ballvortrag, wo gerade Witsel (defensiver/ballsichernd), aber auch Bellingham (kombiniert/balanciert) oder Brandt (offensiver/riskanter) gut ergänzen oder auch gute Alternativen für ihn darstellen.

Zum Fußball gehört halt mehr als nur Zauberei und daher gibt es auch Legenden wie Maldini, Nesta, Cannavaro oder Gattuso (spontan nur ein paar Italiener zur Auswahl, Zufall), die mehrheitlich wichtig waren, den Laden dichtzuhalten, Stabilität ins Spiel zu bekommen, dem Team Sicherheit zu geben, andere Jobs zu erledigen.

Bei uns gab es mal einen recht ähnlichen Typen, der sehr beliebt, nur etwas lauter auf dem Platz war: Sebastian Kehl.


Ich kann mich hier ganz grundsätzlich den Ausführungen von NullNeun anschließen.

@Senffi Ich möchte ihn auf keinen Fall zum Gott machen, er ist aber genau der Spielertyp, den wir brauchen. Jede erfolgreiche Mannschaft hay Spieler, die einfach die Drecksarbeit machen und die Ärmel hochkrempeln. Ich würde auch keinen Spieler mit grandiosen spielerischen Fähigkeiten zum Gott machen, der nicht nach hinten mitarbeitet. Mit dem Pass sehe ich ihn vllt. etwas zu positiv, ich denke da aber an diese Steilpass Vorlage, die er glaube ich diese Saison gemacht hat. Die war schon richtig gut. Er kann es.

Das grundsätzliche Problem, das fast alle Mannschaften haben ist, dass wir uns keine "kompletten" Spieler leisten können. Praktisch all unsere Spieler haben irgendwelche spürbaren Schwächen. Die beste Chance auf einen kompletten Spieler haben wir denke ich stets, bei einem entwickelten Talent in seinem letzten Jahr bei uns. Wir werden weder komplette Spieler kaufen (die es eh kaim gibt) noch dauerhaft halten können. Wichtig ist daher meines Erachtens daher, dass die Balance stimmt. Das zeichnet eigentlich alle erfolgreichen Mannschaften aus. Und zur Balance gehört auch Zweikampfstärke im defensiven Mittelfeld. So wir Delaney für andere abräumt, müssen die Offensivkünstler ihn eben unterstützen wenn er krass gepresst wird und für ihn vorne etwas mitzaubern. Wir werden weder mit "nur Brandts/Reus'" noch mit "nur Delaneys" einen Blumentopf gewinnen. Die Mischung machts.

Es ist vielleicht Zufall, vielleicht auch nicht, aber 5 unserer 7 Bundesliga Niederlagen haben wir ohne Delaney (Bank, gesperrt, verletzt) erlitten. Die Niederlagen mit ihm waren die Spiele gegen Bayerm (nach 60 Min ausgewechselt) und die unglueckliche/desastroese Niederlage gegen Leverkusen. Die Niederlagen ohne ihn waren sowohl gegen Kellerkinder wie Augsburg und Köln als auch gegen Gladbach.


Wobei man bei allem berechtigten (!) Lob gerade den letzten Teil durchaus als Fingerzeig interpretieren kann, gegen wen Delaney dann doch als Schwachpunkt ausgemacht werden kann, nämlich gegen Mannschaft, die auf hohem Niveau geschlossen pressen und ihm auf den Füßen stehen. Können jetzt nicht soo viele Gegner, gegen die man über die Saison gesehen spielt, aber wenn er quasi durchgehend wenig Platz hat, fällt er gegen einen Witsel bspw halt schon deutlich ab und verliert die Bälle vergleichsweise einfach, wenn er sie halten bzw. festmachen soll bzw wenn der BVB vor der Aufgabe steht, ein gegnerisches Pressing zu brechen und ins Leere laufen zu lassen. In solchen Spielen kann man ihn nicht wie gegen Augsburg als alleinigen 6er vor die Abwehr stellen, das ist reinstes Harakiri. Das bedeutet nicht, dass er dann grundsätzlich unbrauchbar ist, aber seine Rolle muss schon eine sehr spezielle sein gegen solche Gegner, damit seine Stärken bedient werden und seine Schwächen nicht zu stark zur Geltung kommen.

Grundsätzlich bleibe auch dabei, dass man mit Witsel gegen Leverkusen besser ausgesehen hätte und man ihn auch bspw gegen die Bayern schmerzhaft vermissen wird. Das an dieser Stelle aber nur nebenbei.


Ist genau das, was ich meinte. Nur einen Spieler, der vor allem Delaney ist, aber deutlich mehr Witsel mitbringt, spielt dann eher in Liverpool, Manchester, Madrid oder Barcelona. Und so müssen wir halt für alle Eventualitäten gewappnet sein und Delaney da einsetzen, wo man ihn brauchen kann (meistens) und Witsel ebenso.

Letzterer wäre defensiv mMn nicht mal die ganz große Pfeife, ist nur leider super lethargisch und passiv und einem Brandt macht man daraus stets einen Strick. Auf der 6 kannste dir das halt super selten leisten, wenn du nicht nahezu 100% Ballbesitz hast, den wir aber deutlich zu oft abschenken.

Daher ist Delaney auch in der Regel der bessere Fit, weil die Balance des Teams besser wird und wir nach vorn mit Sancho, Brandt, Reyna und Co. genügend feine Füße haben, die das überkompensieren.

Ist aber auch kein riesiges Geheimnis irgendwie, da ich die User gar nicht mehr aufzählen könnte, die noch nicht "gegen die Kleinen brauchste Witsel nicht mehr bringen" gesagt haben.

Wir dominieren die qualitativ schlechteren Teams in der Regel sowieso, haben nur im Rückwärtsgang dann oft massive Probleme, weil eine zu große Mischung aus den Witsels, Guerreiros und Brandts einfach Gift für eine kompakte Defensive sind, die Zugriff bekommen möchte. Neben Delaney gibt's dann nur noch Can und Bellingham als aggressive Spieler, nur ist Can, der Delaney noch am ehesten ähnelt, nicht diszipliniert und umsichtig genug in seinen Aktionen. Und von einem 17-jährigen Bellingham kann man eh nicht die Welt erwarten, das wäre pervers.

•     •     •

Schwarz und Gelb ein Leben lang!
Thomas Delaney [6] |#1454
02.02.2021 - 12:40 Uhr
Zitat von NullNeun
Zitat von goetzeus86

Zitat von Vampiro

Zitat von NullNeun

Zitat von Senffi

Zitat von Vampiro

Kam überteuert aus Bremen, wurde viel rotiert, jetzt sieht man aber mal, was man an ihm hat.

Für mich muss er als defensiver 6er gesetzt sein. Starke Zweikämpfe, immer wach, immer voller Einsatz, dabei auch ziemlich ballsicher, gefühlt wenig Fehlpässe, paar sehr gute Pàsse, schuss- und kopfballstark.

Dazu zwei sehr offensive Spieler wie heute Brandt und Reus oder eben etwas defensiver, dann am liebsten mit Bellingham.

Ich möchte ja die Lobeshymnen auf Delaney hier gar nicht wegreden und fand Ihn gestern auch bockstark!
Aber Ballsicherheit und initiierende Pässe, sind nun absolut nicht Delaney's Metier! Und Fehlpässe hat er leider schon zu genüge gespielt, vor allem wenn er unter Druck gesetzt wird.

Gestern war einfach das perfekte Spiel für ihn, spielschwacher Gegner, wo er im Aufbau (dank offensiver Spielausrichtung) weitestgehend rausgehalten wurde und sich auf seine Aufgabe konzentrieren konnte, Löcher stopfen und Zweikämpfe führen!

Das soll keineswegs als Kritik gelten, aber diese Gottähnlichen Lobhudeleien sind für einen Spieler, mit seinen eingeschränkten spielerischen Fähigkeiten auch übertrieben.


Es sind halt - auch, wenn die Übertreibung in beiden Richtungen sinnfrei ist - nicht nur die Offensivmagier die "Götter", das ist doch Schwachsinn. Wenn es danach geht, gewinnste mit Messi und Ronaldo halt auch keinen Blumentopf, aufgrund ihrer "eingeschränkten Defensivfähigkeiten". Beides gehört zum Fußball nunmal dazu.

Delaney ist nach vorne solide bis gut (seine Schwächen erwähntest du), nach hinten sehr stark und vor allem ausdauernd.

Spieler, die defensiv vergleichbar gut oder noch etwas besser sind und nach vorne (deutlich) stärker, kannst du an EINER Hand abzählen und die kosten mindestens das Drei- bis Vierfache seines Marktwerts.

Im Gegensatz zu Can, der das Stärken-/Schwächen-Profil stellenweise teilt, ist Thomas der deutlich diszipliniertere und fokussiertere Spielertyp und tut uns entsprechend gut, gerade mit dem Bezug unserer situativ unkonzentrierten Defensivarbeit.

Im Gegensatz zu Witsel, der im Profil quasi invertierte Fähigkeiten und Eigenschaften mitbringt, sieht das in solchen Spielen ebenfalls so aus, denn die kämpferisch veranlagten Teams kaufen einem oft genug den Schneid ab, was wir schon oft genug erleben durften. Für mich ist ein Typ wie Witsel, außer bei einer sicheren Führung (2+), durch seine passive und wenig energische Art gegen solche Gegner absolut giftig.

Für mich gehört er damit in den meisten Spielen auch absolut gesetzt, weil er viele wichtige Vorteile und nur sehr wenige Nachteile mitbringt, in den wenigen anderen (vor allem Bayern) braucht er eine andere Rolle und ggf. andere Partner und mehr Unterstützung im Ballvortrag, wo gerade Witsel (defensiver/ballsichernd), aber auch Bellingham (kombiniert/balanciert) oder Brandt (offensiver/riskanter) gut ergänzen oder auch gute Alternativen für ihn darstellen.

Zum Fußball gehört halt mehr als nur Zauberei und daher gibt es auch Legenden wie Maldini, Nesta, Cannavaro oder Gattuso (spontan nur ein paar Italiener zur Auswahl, Zufall), die mehrheitlich wichtig waren, den Laden dichtzuhalten, Stabilität ins Spiel zu bekommen, dem Team Sicherheit zu geben, andere Jobs zu erledigen.

Bei uns gab es mal einen recht ähnlichen Typen, der sehr beliebt, nur etwas lauter auf dem Platz war: Sebastian Kehl.


Ich kann mich hier ganz grundsätzlich den Ausführungen von NullNeun anschließen.

@Senffi Ich möchte ihn auf keinen Fall zum Gott machen, er ist aber genau der Spielertyp, den wir brauchen. Jede erfolgreiche Mannschaft hay Spieler, die einfach die Drecksarbeit machen und die Ärmel hochkrempeln. Ich würde auch keinen Spieler mit grandiosen spielerischen Fähigkeiten zum Gott machen, der nicht nach hinten mitarbeitet. Mit dem Pass sehe ich ihn vllt. etwas zu positiv, ich denke da aber an diese Steilpass Vorlage, die er glaube ich diese Saison gemacht hat. Die war schon richtig gut. Er kann es.

Das grundsätzliche Problem, das fast alle Mannschaften haben ist, dass wir uns keine "kompletten" Spieler leisten können. Praktisch all unsere Spieler haben irgendwelche spürbaren Schwächen. Die beste Chance auf einen kompletten Spieler haben wir denke ich stets, bei einem entwickelten Talent in seinem letzten Jahr bei uns. Wir werden weder komplette Spieler kaufen (die es eh kaim gibt) noch dauerhaft halten können. Wichtig ist daher meines Erachtens daher, dass die Balance stimmt. Das zeichnet eigentlich alle erfolgreichen Mannschaften aus. Und zur Balance gehört auch Zweikampfstärke im defensiven Mittelfeld. So wir Delaney für andere abräumt, müssen die Offensivkünstler ihn eben unterstützen wenn er krass gepresst wird und für ihn vorne etwas mitzaubern. Wir werden weder mit "nur Brandts/Reus'" noch mit "nur Delaneys" einen Blumentopf gewinnen. Die Mischung machts.

Es ist vielleicht Zufall, vielleicht auch nicht, aber 5 unserer 7 Bundesliga Niederlagen haben wir ohne Delaney (Bank, gesperrt, verletzt) erlitten. Die Niederlagen mit ihm waren die Spiele gegen Bayerm (nach 60 Min ausgewechselt) und die unglueckliche/desastroese Niederlage gegen Leverkusen. Die Niederlagen ohne ihn waren sowohl gegen Kellerkinder wie Augsburg und Köln als auch gegen Gladbach.


Wobei man bei allem berechtigten (!) Lob gerade den letzten Teil durchaus als Fingerzeig interpretieren kann, gegen wen Delaney dann doch als Schwachpunkt ausgemacht werden kann, nämlich gegen Mannschaft, die auf hohem Niveau geschlossen pressen und ihm auf den Füßen stehen. Können jetzt nicht soo viele Gegner, gegen die man über die Saison gesehen spielt, aber wenn er quasi durchgehend wenig Platz hat, fällt er gegen einen Witsel bspw halt schon deutlich ab und verliert die Bälle vergleichsweise einfach, wenn er sie halten bzw. festmachen soll bzw wenn der BVB vor der Aufgabe steht, ein gegnerisches Pressing zu brechen und ins Leere laufen zu lassen. In solchen Spielen kann man ihn nicht wie gegen Augsburg als alleinigen 6er vor die Abwehr stellen, das ist reinstes Harakiri. Das bedeutet nicht, dass er dann grundsätzlich unbrauchbar ist, aber seine Rolle muss schon eine sehr spezielle sein gegen solche Gegner, damit seine Stärken bedient werden und seine Schwächen nicht zu stark zur Geltung kommen.

Grundsätzlich bleibe auch dabei, dass man mit Witsel gegen Leverkusen besser ausgesehen hätte und man ihn auch bspw gegen die Bayern schmerzhaft vermissen wird. Das an dieser Stelle aber nur nebenbei.


Ist genau das, was ich meinte. Nur einen Spieler, der vor allem Delaney ist, aber deutlich mehr Witsel mitbringt, spielt dann eher in Liverpool, Manchester, Madrid oder Barcelona. Und so müssen wir halt für alle Eventualitäten gewappnet sein und Delaney da einsetzen, wo man ihn brauchen kann (meistens) und Witsel ebenso.

Letzterer wäre defensiv mMn nicht mal die ganz große Pfeife, ist nur leider super lethargisch und passiv und einem Brandt macht man daraus stets einen Strick. Auf der 6 kannste dir das halt super selten leisten, wenn du nicht nahezu 100% Ballbesitz hast, den wir aber deutlich zu oft abschenken.

Daher ist Delaney auch in der Regel der bessere Fit, weil die Balance des Teams besser wird und wir nach vorn mit Sancho, Brandt, Reyna und Co. genügend feine Füße haben, die das überkompensieren.

Ist aber auch kein riesiges Geheimnis irgendwie, da ich die User gar nicht mehr aufzählen könnte, die noch nicht "gegen die Kleinen brauchste Witsel nicht mehr bringen" gesagt haben.

Wir dominieren die qualitativ schlechteren Teams in der Regel sowieso, haben nur im Rückwärtsgang dann oft massive Probleme, weil eine zu große Mischung aus den Witsels, Guerreiros und Brandts einfach Gift für eine kompakte Defensive sind, die Zugriff bekommen möchte. Neben Delaney gibt's dann nur noch Can und Bellingham als aggressive Spieler, nur ist Can, der Delaney noch am ehesten ähnelt, nicht diszipliniert und umsichtig genug in seinen Aktionen. Und von einem 17-jährigen Bellingham kann man eh nicht die Welt erwarten, das wäre pervers.

Ja, auf die Mischung kommt es an.
Wichtig ist dann, was der Trainer ansonsten für Vorstellungen hat.

Beispielsweise haben wir oft auf ein Zentrum aus einer defensiven Doppelsechs plus Reus zurückgegriffen. Dann kann unser größtes Problem schnell fehlende Ballsicherheit, Präsenz und Kreativität sein. Delaney wäre für mich dann eher nicht die richtige Wahl.

Spielen wir hingegen nur mit einem Sechser und haben sonst nur offensive Leute, wie gegen Augsburg, ist Delaney ideal geeignet.

Es wird dann darauf ankommen, wie man plant. Sollen Brandt, Reyna oder sogar Guerreiro vermehrt im ZM/OM spielen? Spielen wir mit einem 6er oder zwei?
Wo liegt das größte Problem im Zentrum? Gegen den Ball? Mit dem Ball?

Für mich heißt die Antwort nicht in allen Fällen Delaney. Ich hoffe aber, dass Terzic gegen passive Gegenr den Ansatz gegen Augsburg weiterverfolgen wird. Dann ist Delaney äußerst wichtig.
Gegen andere Mannschaften halte ich diese Spielweise wiederum für zu löchrig. Defensiv können wir dann auch mit Delaney nicht standhalten, wenn der Rest so offensiv ist und Schwächen in der Rückwärtsbewegung hat. Aber vielleicht würde es dann mit Reyna als ZM/OM statt Reus im offensivem Zentrum? Vielleicht würde das defensiv schon besser aussehen und Delaney wäre wiederum die ideale Ergämzung?
Es deutet allerdings nichts daraufhin, dass man Reus die Rolle im Zentrum streitig machen möchte. Dann läuft es nur darauf hinaus, wer neben Reus und einem Sechser (Delaney) aufläuft und was der Gegner uns für Aufgaben stellt.
Thomas Delaney [6] |#1455
02.02.2021 - 12:55 Uhr
Zitat von Vampiro
Zitat von NullNeun

Zitat von Senffi

Zitat von Vampiro

Kam überteuert aus Bremen, wurde viel rotiert, jetzt sieht man aber mal, was man an ihm hat.

Für mich muss er als defensiver 6er gesetzt sein. Starke Zweikämpfe, immer wach, immer voller Einsatz, dabei auch ziemlich ballsicher, gefühlt wenig Fehlpässe, paar sehr gute Pàsse, schuss- und kopfballstark.

Dazu zwei sehr offensive Spieler wie heute Brandt und Reus oder eben etwas defensiver, dann am liebsten mit Bellingham.

Ich möchte ja die Lobeshymnen auf Delaney hier gar nicht wegreden und fand Ihn gestern auch bockstark!
Aber Ballsicherheit und initiierende Pässe, sind nun absolut nicht Delaney's Metier! Und Fehlpässe hat er leider schon zu genüge gespielt, vor allem wenn er unter Druck gesetzt wird.

Gestern war einfach das perfekte Spiel für ihn, spielschwacher Gegner, wo er im Aufbau (dank offensiver Spielausrichtung) weitestgehend rausgehalten wurde und sich auf seine Aufgabe konzentrieren konnte, Löcher stopfen und Zweikämpfe führen!

Das soll keineswegs als Kritik gelten, aber diese Gottähnlichen Lobhudeleien sind für einen Spieler, mit seinen eingeschränkten spielerischen Fähigkeiten auch übertrieben.


Es sind halt - auch, wenn die Übertreibung in beiden Richtungen sinnfrei ist - nicht nur die Offensivmagier die "Götter", das ist doch Schwachsinn. Wenn es danach geht, gewinnste mit Messi und Ronaldo halt auch keinen Blumentopf, aufgrund ihrer "eingeschränkten Defensivfähigkeiten". Beides gehört zum Fußball nunmal dazu.

Delaney ist nach vorne solide bis gut (seine Schwächen erwähntest du), nach hinten sehr stark und vor allem ausdauernd.

Spieler, die defensiv vergleichbar gut oder noch etwas besser sind und nach vorne (deutlich) stärker, kannst du an EINER Hand abzählen und die kosten mindestens das Drei- bis Vierfache seines Marktwerts.

Im Gegensatz zu Can, der das Stärken-/Schwächen-Profil stellenweise teilt, ist Thomas der deutlich diszipliniertere und fokussiertere Spielertyp und tut uns entsprechend gut, gerade mit dem Bezug unserer situativ unkonzentrierten Defensivarbeit.

Im Gegensatz zu Witsel, der im Profil quasi invertierte Fähigkeiten und Eigenschaften mitbringt, sieht das in solchen Spielen ebenfalls so aus, denn die kämpferisch veranlagten Teams kaufen einem oft genug den Schneid ab, was wir schon oft genug erleben durften. Für mich ist ein Typ wie Witsel, außer bei einer sicheren Führung (2+), durch seine passive und wenig energische Art gegen solche Gegner absolut giftig.

Für mich gehört er damit in den meisten Spielen auch absolut gesetzt, weil er viele wichtige Vorteile und nur sehr wenige Nachteile mitbringt, in den wenigen anderen (vor allem Bayern) braucht er eine andere Rolle und ggf. andere Partner und mehr Unterstützung im Ballvortrag, wo gerade Witsel (defensiver/ballsichernd), aber auch Bellingham (kombiniert/balanciert) oder Brandt (offensiver/riskanter) gut ergänzen oder auch gute Alternativen für ihn darstellen.

Zum Fußball gehört halt mehr als nur Zauberei und daher gibt es auch Legenden wie Maldini, Nesta, Cannavaro oder Gattuso (spontan nur ein paar Italiener zur Auswahl, Zufall), die mehrheitlich wichtig waren, den Laden dichtzuhalten, Stabilität ins Spiel zu bekommen, dem Team Sicherheit zu geben, andere Jobs zu erledigen.

Bei uns gab es mal einen recht ähnlichen Typen, der sehr beliebt, nur etwas lauter auf dem Platz war: Sebastian Kehl.


Ich kann mich hier ganz grundsätzlich den Ausführungen von NullNeun anschließen.

@Senffi Ich möchte ihn auf keinen Fall zum Gott machen, er ist aber genau der Spielertyp, den wir brauchen. Jede erfolgreiche Mannschaft hay Spieler, die einfach die Drecksarbeit machen und die Ärmel hochkrempeln. Ich würde auch keinen Spieler mit grandiosen spielerischen Fähigkeiten zum Gott machen, der nicht nach hinten mitarbeitet. Mit dem Pass sehe ich ihn vllt. etwas zu positiv, ich denke da aber an diese Steilpass Vorlage, die er glaube ich diese Saison gemacht hat. Die war schon richtig gut. Er kann es.

Das grundsätzliche Problem, das fast alle Mannschaften haben ist, dass wir uns keine "kompletten" Spieler leisten können. Praktisch all unsere Spieler haben irgendwelche spürbaren Schwächen. Die beste Chance auf einen kompletten Spieler haben wir denke ich stets, bei einem entwickelten Talent in seinem letzten Jahr bei uns. Wir werden weder komplette Spieler kaufen (die es eh kaim gibt) noch dauerhaft halten können. Wichtig ist daher meines Erachtens daher, dass die Balance stimmt. Das zeichnet eigentlich alle erfolgreichen Mannschaften aus. Und zur Balance gehört auch Zweikampfstärke im defensiven Mittelfeld. So wir Delaney für andere abräumt, müssen die Offensivkünstler ihn eben unterstützen wenn er krass gepresst wird und für ihn vorne etwas mitzaubern. Wir werden weder mit "nur Brandts/Reus'" noch mit "nur Delaneys" einen Blumentopf gewinnen. Die Mischung machts.

Es ist vielleicht Zufall, vielleicht auch nicht, aber 5 unserer 7 Bundesliga Niederlagen haben wir ohne Delaney (Bank, gesperrt, verletzt) erlitten. Die Niederlagen mit ihm waren die Spiele gegen Bayerm (nach 60 Min ausgewechselt) und die unglueckliche/desastroese Niederlage gegen Leverkusen. Die Niederlagen ohne ihn waren sowohl gegen Kellerkinder wie Augsburg und Köln als auch gegen Gladbach.

Dann stimme ich dir zu 100 % zu Lächelnd
Thomas Delaney [6] |#1456
02.02.2021 - 12:57 Uhr
Zitat von goetzeus86
Zitat von Vampiro

Zitat von NullNeun

Zitat von Senffi

Zitat von Vampiro

Kam überteuert aus Bremen, wurde viel rotiert, jetzt sieht man aber mal, was man an ihm hat.

Für mich muss er als defensiver 6er gesetzt sein. Starke Zweikämpfe, immer wach, immer voller Einsatz, dabei auch ziemlich ballsicher, gefühlt wenig Fehlpässe, paar sehr gute Pàsse, schuss- und kopfballstark.

Dazu zwei sehr offensive Spieler wie heute Brandt und Reus oder eben etwas defensiver, dann am liebsten mit Bellingham.

Ich möchte ja die Lobeshymnen auf Delaney hier gar nicht wegreden und fand Ihn gestern auch bockstark!
Aber Ballsicherheit und initiierende Pässe, sind nun absolut nicht Delaney's Metier! Und Fehlpässe hat er leider schon zu genüge gespielt, vor allem wenn er unter Druck gesetzt wird.

Gestern war einfach das perfekte Spiel für ihn, spielschwacher Gegner, wo er im Aufbau (dank offensiver Spielausrichtung) weitestgehend rausgehalten wurde und sich auf seine Aufgabe konzentrieren konnte, Löcher stopfen und Zweikämpfe führen!

Das soll keineswegs als Kritik gelten, aber diese Gottähnlichen Lobhudeleien sind für einen Spieler, mit seinen eingeschränkten spielerischen Fähigkeiten auch übertrieben.


Es sind halt - auch, wenn die Übertreibung in beiden Richtungen sinnfrei ist - nicht nur die Offensivmagier die "Götter", das ist doch Schwachsinn. Wenn es danach geht, gewinnste mit Messi und Ronaldo halt auch keinen Blumentopf, aufgrund ihrer "eingeschränkten Defensivfähigkeiten". Beides gehört zum Fußball nunmal dazu.

Delaney ist nach vorne solide bis gut (seine Schwächen erwähntest du), nach hinten sehr stark und vor allem ausdauernd.

Spieler, die defensiv vergleichbar gut oder noch etwas besser sind und nach vorne (deutlich) stärker, kannst du an EINER Hand abzählen und die kosten mindestens das Drei- bis Vierfache seines Marktwerts.

Im Gegensatz zu Can, der das Stärken-/Schwächen-Profil stellenweise teilt, ist Thomas der deutlich diszipliniertere und fokussiertere Spielertyp und tut uns entsprechend gut, gerade mit dem Bezug unserer situativ unkonzentrierten Defensivarbeit.

Im Gegensatz zu Witsel, der im Profil quasi invertierte Fähigkeiten und Eigenschaften mitbringt, sieht das in solchen Spielen ebenfalls so aus, denn die kämpferisch veranlagten Teams kaufen einem oft genug den Schneid ab, was wir schon oft genug erleben durften. Für mich ist ein Typ wie Witsel, außer bei einer sicheren Führung (2+), durch seine passive und wenig energische Art gegen solche Gegner absolut giftig.

Für mich gehört er damit in den meisten Spielen auch absolut gesetzt, weil er viele wichtige Vorteile und nur sehr wenige Nachteile mitbringt, in den wenigen anderen (vor allem Bayern) braucht er eine andere Rolle und ggf. andere Partner und mehr Unterstützung im Ballvortrag, wo gerade Witsel (defensiver/ballsichernd), aber auch Bellingham (kombiniert/balanciert) oder Brandt (offensiver/riskanter) gut ergänzen oder auch gute Alternativen für ihn darstellen.

Zum Fußball gehört halt mehr als nur Zauberei und daher gibt es auch Legenden wie Maldini, Nesta, Cannavaro oder Gattuso (spontan nur ein paar Italiener zur Auswahl, Zufall), die mehrheitlich wichtig waren, den Laden dichtzuhalten, Stabilität ins Spiel zu bekommen, dem Team Sicherheit zu geben, andere Jobs zu erledigen.

Bei uns gab es mal einen recht ähnlichen Typen, der sehr beliebt, nur etwas lauter auf dem Platz war: Sebastian Kehl.


Ich kann mich hier ganz grundsätzlich den Ausführungen von NullNeun anschließen.

@Senffi Ich möchte ihn auf keinen Fall zum Gott machen, er ist aber genau der Spielertyp, den wir brauchen. Jede erfolgreiche Mannschaft hay Spieler, die einfach die Drecksarbeit machen und die Ärmel hochkrempeln. Ich würde auch keinen Spieler mit grandiosen spielerischen Fähigkeiten zum Gott machen, der nicht nach hinten mitarbeitet. Mit dem Pass sehe ich ihn vllt. etwas zu positiv, ich denke da aber an diese Steilpass Vorlage, die er glaube ich diese Saison gemacht hat. Die war schon richtig gut. Er kann es.

Das grundsätzliche Problem, das fast alle Mannschaften haben ist, dass wir uns keine "kompletten" Spieler leisten können. Praktisch all unsere Spieler haben irgendwelche spürbaren Schwächen. Die beste Chance auf einen kompletten Spieler haben wir denke ich stets, bei einem entwickelten Talent in seinem letzten Jahr bei uns. Wir werden weder komplette Spieler kaufen (die es eh kaim gibt) noch dauerhaft halten können. Wichtig ist daher meines Erachtens daher, dass die Balance stimmt. Das zeichnet eigentlich alle erfolgreichen Mannschaften aus. Und zur Balance gehört auch Zweikampfstärke im defensiven Mittelfeld. So wir Delaney für andere abräumt, müssen die Offensivkünstler ihn eben unterstützen wenn er krass gepresst wird und für ihn vorne etwas mitzaubern. Wir werden weder mit "nur Brandts/Reus'" noch mit "nur Delaneys" einen Blumentopf gewinnen. Die Mischung machts.

Es ist vielleicht Zufall, vielleicht auch nicht, aber 5 unserer 7 Bundesliga Niederlagen haben wir ohne Delaney (Bank, gesperrt, verletzt) erlitten. Die Niederlagen mit ihm waren die Spiele gegen Bayerm (nach 60 Min ausgewechselt) und die unglueckliche/desastroese Niederlage gegen Leverkusen. Die Niederlagen ohne ihn waren sowohl gegen Kellerkinder wie Augsburg und Köln als auch gegen Gladbach.


Wobei man bei allem berechtigten (!) Lob gerade den letzten Teil durchaus als Fingerzeig interpretieren kann, gegen wen Delaney dann doch als Schwachpunkt ausgemacht werden kann, nämlich gegen Mannschaft, die auf hohem Niveau geschlossen pressen und ihm auf den Füßen stehen. Können jetzt nicht soo viele Gegner, gegen die man über die Saison gesehen spielt, aber wenn er quasi durchgehend wenig Platz hat, fällt er gegen einen Witsel bspw halt schon deutlich ab und verliert die Bälle vergleichsweise einfach, wenn er sie halten bzw. festmachen soll bzw wenn der BVB vor der Aufgabe steht, ein gegnerisches Pressing zu brechen und ins Leere laufen zu lassen. In solchen Spielen kann man ihn nicht wie gegen Augsburg als alleinigen 6er vor die Abwehr stellen, das ist reinstes Harakiri. Das bedeutet nicht, dass er dann grundsätzlich unbrauchbar ist, aber seine Rolle muss schon eine sehr spezielle sein gegen solche Gegner, damit seine Stärken bedient werden und seine Schwächen nicht zu stark zur Geltung kommen.

Grundsätzlich bleibe auch dabei, dass man mit Witsel gegen Leverkusen besser ausgesehen hätte und man ihn auch bspw gegen die Bayern schmerzhaft vermissen wird. Das an dieser Stelle aber nur nebenbei.

Ich muss gestehen, Ich hätte nicht gedacht, daß wir beide mal die gleiche Meinung haben, aber hier stimme Ich dir einspruchslos zu.
Und genau das wollte Ich eben damit sagen.
Delaney ist als Anbfangjäger, bei Ballverlusten und gleichzeitig hochstehender Kette Gold wert.
Spielerisch ist es aber gegen pressende Gegner schwierig.

Von daher, Zustimmung Zwinkernd
Thomas Delaney [6] |#1457
02.02.2021 - 19:55 Uhr
Heute der Kapitän Küssenddaumen-hoch
Thomas Delaney [6] |#1458
02.02.2021 - 21:35 Uhr
Heute sieht man aber wieder, gegen pressende Gegner, kommt er an seine Grenzen.
Sobald er keine Zeit hat, den Ball in ruhe anzunehmen, wird es schwierig für ihn.

Wobei man das heutige System in meinen Augen sowieso kritisch sehen sollte, wenngleich es 2:0 steht.
Thomas Delaney [6] |#1459
02.02.2021 - 22:28 Uhr
Zitat von Senffi
Heute sieht man aber wieder, gegen pressende Gegner, kommt er an seine Grenzen.
Sobald er keine Zeit hat, den Ball in ruhe anzunehmen, wird es schwierig für ihn.

Wobei man das heutige System in meinen Augen sowieso kritisch sehen sollte, wenngleich es 2:0 steht.


Ich finde er macht es dafür aber fast immer sehr gut...es wirkt halt nicht so sicher wie bei jemandem wie Witsel, aber bekommt die Situationen eigentlich alle gut gelöst.

Sein Passspiel ist auch nicht zu unterschätzen, dadurch bekommt er fast jeden noch "gefühlt" unsicheren Ball zum Mann.

& Eines ist mir heute bewusst geworden, ich habe auf der 6 lieber einen Spieler, der im Prinzip jedes 1vs1 (defensiv) gewinnen kann, als jemanden, der Technisch stark ist und Pressingressistent.

Am Ende laufen Leute wie Weigl, Witsel oder auch Sahin eben immer nur nebenher, statt die Zweikämpfe anzunehmen + zu gewinnen.

Delaney bringt eigentlich alle Attribute mit dort ein extrem guter Mann zu sein. Gewinnt Kopfballduelle, gute Pässe (ich rede hier nicht von Querpässen) gute Zweikämpfe, überdurchschnittlich schnell für diese Position.

Zudem, neben ihm wird immer ein offensiverer sein, also ich sehe kein Problem. Für mich aktuell einfach viel besser als Can, oder Bellingham.
Thomas Delaney [6] |#1460
02.02.2021 - 23:10 Uhr
Zitat von Luis_Figo7
Zitat von Senffi

Heute sieht man aber wieder, gegen pressende Gegner, kommt er an seine Grenzen.
Sobald er keine Zeit hat, den Ball in ruhe anzunehmen, wird es schwierig für ihn.

Wobei man das heutige System in meinen Augen sowieso kritisch sehen sollte, wenngleich es 2:0 steht.


Ich finde er macht es dafür aber fast immer sehr gut...es wirkt halt nicht so sicher wie bei jemandem wie Witsel, aber bekommt die Situationen eigentlich alle gut gelöst.

Sein Passspiel ist auch nicht zu unterschätzen, dadurch bekommt er fast jeden noch "gefühlt" unsicheren Ball zum Mann.

& Eines ist mir heute bewusst geworden, ich habe auf der 6 lieber einen Spieler, der im Prinzip jedes 1vs1 (defensiv) gewinnen kann, als jemanden, der Technisch stark ist und Pressingressistent.

Am Ende laufen Leute wie Weigl, Witsel oder auch Sahin eben immer nur nebenher, statt die Zweikämpfe anzunehmen + zu gewinnen.

Delaney bringt eigentlich alle Attribute mit dort ein extrem guter Mann zu sein. Gewinnt Kopfballduelle, gute Pässe (ich rede hier nicht von Querpässen) gute Zweikämpfe, überdurchschnittlich schnell für diese Position.

Zudem, neben ihm wird immer ein offensiverer sein, also ich sehe kein Problem. Für mich aktuell einfach viel besser als Can, oder Bellingham.

Nur am Rande, das was Can heute spielt, ist pure Weltklasse, sowohl defensiv als auch offensiv Zwinkernd

Ansonsten gebe ich dir aber recht daumen-hoch
  Post-Optionen
Den kompletten Thread wirklich löschen?

  Paten-Optionen
Möchtest Du den Beitrag wirklich löschen?
  Diesen Beitrag alarmieren
  Diesen Beitrag alarmieren
  Diesen Beitrag alarmieren
  Lesezeichen
  Abonnierte Threads
  Guter Beitrag
  Guter Beitrag
  Guter Beitrag
  Post-Optionen
Nutze die Thread-Suche, wenn Du diesen Post in einen anderen Thread verschieben möchtest. Drücke Thread erstellen, wenn aus diesem Post ein eigenständiger Thread werden soll.
Widerruf Tracking & Cookies

Du hast erfolgreich deine Einwilligung in die Nutzung unseres Angebots mit Tracking und Cookies widerrufen. Damit entfallen alle Einwilligungen, die du zuvor über den (Cookie-) Einwilligungsbanner bzw. über den Privacy-Manager erteilt hast. Du kannst dich jetzt erneut zwischen dem Pur-Abo und der Nutzung mit Tracking und Cookies entscheiden. Bitte beachte, dass dieser Widerruf aus technischen Gründen keine Wirksamkeit für sonstige Einwilligungen (z.B. in den Empfang von Newslettern) entfalten kann. Bitte wende dich diesbezüglich an datenschutz@transfermarkt.de.