| Geburtsdatum | 29.08.1977 |
|---|---|
| Alter | 48 |
| Nat. |
Deutschland |
| Funktion | Trainer |
| Akt. Verein | Hertha BSC |
Stefan Leitl [Trainer]
16.02.2025 - 14:14 Uhr
06.05.2026 - 12:24 Uhr
Zitat von 1892Blau-Weiss
Richtig ja , Zeitpunkt ist seltsam . Auch die angesprochene intensität gegen Magdeburg war doch nicht schlechter oder besser als in den anderen Spielen .
Eigentlich reagieren doch Trainer nur so wenn sie angezählt werden .
Bin gespannt die nächsten zwei Spiele .
Zitat von vanscap
Ich sehe das weniger kritisch. Spieler sind normalerweise Ich-AG's. Wenn sie nun plötzlich nach der Vorbereitung bei Leitl eine Rolle spielen, werden sie das auch annehmen und zufrieden sein, weil sich die Karriere in die richtige Richtung bewegt. Ist das nicht der Fall, werden sie wohl gehen wollen.
Bei Fiel gab es immer eine tolle Stimmung in der Kabine und gebracht hat es auch nichts. Ich habe lieber jemanden, der fehlende Führungsqualitäten klar benennt, als jemand, der immer nur kuscheln will. Schön wäre es halt, wenn Leitl's Chefs das auch bei ihm tun. Das wäre aber öffentlich nicht möglich, da man dann eine lame duck hat.
Zitat von 1892Blau-Weiss
Wahrscheinlich noch genug. Die Frage ist ob Leitl das nochmal einfangen kann.
Ich finde den Zeitpunkt seltsam mit den intern krach. Das hätte doch vor Wochen passieren müssen . Zeigt evtl wie angespannt doch die Situation bei uns ist
Das Reserve Spieler unzufrieden ist jetzt auch nichts Neues und überall so . Die Frage ist nur warum setzt man nicht auf Spieler mit den man klar nächste Saison geplant werden.
Zitat von vanscap
Von der Kabine wird wohl nach dem Sommer nicht mehr viel übrig bleiben.
Zitat von Waldmeister49
Sieht für mich ganz danach aus, als wenn Leitl gerade dabei ist, "die Kabine zu verlieren". (Dauer-)Reservisten sind und bleiben weiter außen vor, der "Star" und gefährlichste Angreifer wird "als Zeichen" als erster ausgewechselt und auf dem Platz geht danach gar nichts mehr...
Alles keine schöne und anstrebenswerte Entwicklung.
Naja, Hauptsache man hat dem Trainer erstmal eine Jobgarantie ausgestellt.
Zitat von Donhelli
Quelle: www.bild.de
Trainer Leitl & sein Team
:
Darum knistert es in der Hertha-Kabine!
(....)
Beispiel gefällig? In Braunschweig führte Hertha am 19. April bis zur 78. Minute mit 1:0, doch der Sieg und die mögliche Aufstiegschance wurden leichtfertig verschenkt. BILD erfuhr: Es war das erste Mal in dieser Saison, dass sich der Trainer danach vor versammelter Mannschaft die drei Kapitäne Fabian Reese (28), Toni Leistner (35) und Deyovaisio Zeefuik (28) heranholte und dem Trio erklärte, dass er mehr Führungsqualitäten von ihnen erwarte.
:
Darum knistert es in der Hertha-Kabine!
(....)
Beispiel gefällig? In Braunschweig führte Hertha am 19. April bis zur 78. Minute mit 1:0, doch der Sieg und die mögliche Aufstiegschance wurden leichtfertig verschenkt. BILD erfuhr: Es war das erste Mal in dieser Saison, dass sich der Trainer danach vor versammelter Mannschaft die drei Kapitäne Fabian Reese (28), Toni Leistner (35) und Deyovaisio Zeefuik (28) heranholte und dem Trio erklärte, dass er mehr Führungsqualitäten von ihnen erwarte.
Zitat von Roberto Lamprecht/Carsten Priefer
Gleichzeitig forderte Leitl das Team auf, trotz des verpassten Aufstiegs in den letzten Spielen die absolute Leistungsbereitschaft für die maximale Punkteausbeute abzurufen.
(....)
Wenige Minuten später nahm Leitl seinen Kapitän raus. Auch als Botschaft für alle anderen. Ein Spiel mit dem Feuer. Denn ohne den Offensivstar ging kein Hertha-Schuss mehr auf das gegnerische Tor. Am Ende hatte Reese trotz der wenigsten Spielzeit die meisten Torschüsse (2), Flanken (6), Dribblings (6) und zweitmeisten Sprints (16) auf dem Hertha-Konto.
Reese-Auswechslung sorgt für Irritationen bei den Teamkollegen
Weitere Profis bekamen in Magdeburg von Leitl noch ihr Fett ab. Unzufrieden sind zudem die Reservisten, die sich im Saisonendspurt eine Einsatzchance erhofft hatten. Pascal Klemens, der jüngst auf Leitls Wunsch den auslaufenden Vertrag bis 2028 verlängert hatte, schmorte weiter auf der Bank, obwohl die obligatorische Doppelsechs mit Eichhorn und Seguin in Magdeburg gesperrt fehlte. Leon Jensen schaffte es nicht, wie erhofft, in den Kader.
Trainer Leitl hat vor dem letzten Hertha-Heimspiel der Saison am Sonntag gegen Fürth einige Brandherde zu löschen. (....)
Gleichzeitig forderte Leitl das Team auf, trotz des verpassten Aufstiegs in den letzten Spielen die absolute Leistungsbereitschaft für die maximale Punkteausbeute abzurufen.
(....)
Wenige Minuten später nahm Leitl seinen Kapitän raus. Auch als Botschaft für alle anderen. Ein Spiel mit dem Feuer. Denn ohne den Offensivstar ging kein Hertha-Schuss mehr auf das gegnerische Tor. Am Ende hatte Reese trotz der wenigsten Spielzeit die meisten Torschüsse (2), Flanken (6), Dribblings (6) und zweitmeisten Sprints (16) auf dem Hertha-Konto.
Reese-Auswechslung sorgt für Irritationen bei den Teamkollegen
Weitere Profis bekamen in Magdeburg von Leitl noch ihr Fett ab. Unzufrieden sind zudem die Reservisten, die sich im Saisonendspurt eine Einsatzchance erhofft hatten. Pascal Klemens, der jüngst auf Leitls Wunsch den auslaufenden Vertrag bis 2028 verlängert hatte, schmorte weiter auf der Bank, obwohl die obligatorische Doppelsechs mit Eichhorn und Seguin in Magdeburg gesperrt fehlte. Leon Jensen schaffte es nicht, wie erhofft, in den Kader.
Trainer Leitl hat vor dem letzten Hertha-Heimspiel der Saison am Sonntag gegen Fürth einige Brandherde zu löschen. (....)
Sieht für mich ganz danach aus, als wenn Leitl gerade dabei ist, "die Kabine zu verlieren". (Dauer-)Reservisten sind und bleiben weiter außen vor, der "Star" und gefährlichste Angreifer wird "als Zeichen" als erster ausgewechselt und auf dem Platz geht danach gar nichts mehr...
Alles keine schöne und anstrebenswerte Entwicklung.
Naja, Hauptsache man hat dem Trainer erstmal eine Jobgarantie ausgestellt.
Von der Kabine wird wohl nach dem Sommer nicht mehr viel übrig bleiben.
Wahrscheinlich noch genug. Die Frage ist ob Leitl das nochmal einfangen kann.
Ich finde den Zeitpunkt seltsam mit den intern krach. Das hätte doch vor Wochen passieren müssen . Zeigt evtl wie angespannt doch die Situation bei uns ist
Das Reserve Spieler unzufrieden ist jetzt auch nichts Neues und überall so . Die Frage ist nur warum setzt man nicht auf Spieler mit den man klar nächste Saison geplant werden.
Ich sehe das weniger kritisch. Spieler sind normalerweise Ich-AG's. Wenn sie nun plötzlich nach der Vorbereitung bei Leitl eine Rolle spielen, werden sie das auch annehmen und zufrieden sein, weil sich die Karriere in die richtige Richtung bewegt. Ist das nicht der Fall, werden sie wohl gehen wollen.
Bei Fiel gab es immer eine tolle Stimmung in der Kabine und gebracht hat es auch nichts. Ich habe lieber jemanden, der fehlende Führungsqualitäten klar benennt, als jemand, der immer nur kuscheln will. Schön wäre es halt, wenn Leitl's Chefs das auch bei ihm tun. Das wäre aber öffentlich nicht möglich, da man dann eine lame duck hat.
Richtig ja , Zeitpunkt ist seltsam . Auch die angesprochene intensität gegen Magdeburg war doch nicht schlechter oder besser als in den anderen Spielen .
Eigentlich reagieren doch Trainer nur so wenn sie angezählt werden .
Bin gespannt die nächsten zwei Spiele .
Ich fand Magdeburg schon den Tiefpunkt bei der Intensität, eventuell zusammen mit der zweiten Hälfte gegen Darmstadt. In Halbzeit 1 hatte die Mannschaften 3-4 Situationen bei denen mit etwas mehr Konzentration ein Tor fallen muss, aber stattdessen ein komplett schlampiger Pass in den Fuß des Gegners kam. Gegen den Ball hat man auch wirklich gar nichts getan, gerade nach Ballverlust war es einzig Cuisance, der in den Sprint gegangen ist. Sessa, Brekalo, Reese, Winkler waren alle damit beschäftigt zuzugucken. Mir wäre da als Trainer auch der Kragen geplatzt.
06.05.2026 - 12:49 Uhr
Das zeigt aber auch nochmal, dass Leitl die Kabine nicht wirklich hinter sich hat.
Leider ist das hier offensichtlich seit Jahren so, denn wie oft bemängelten Trainer, dass die Mannschaft den abgesprochenen Matchplan nicht eingehalten hat. Aber wenn man auch immer wieder auf die eigenen Buddys setzt und andere förmlich ignoriert, macht es das nicht wirklich besser.
Gerade junge Spieler profitieren doch von einer homogenen Mannschaft, weil man dann mögliche Fehler gemeinsam ausmerzt. Bei uns ist das alles mehr auf Einzelkämpfer und Egoismus ausgelegt. Ob es am Ende wirklich nur an der fehlenden Spielidee liegt mag ich zu bezweifeln.
Die Mannschaft hat doch viel zu selten wirklich mal bedingungslos gefightet über 90 Minuten.
Leider ist das hier offensichtlich seit Jahren so, denn wie oft bemängelten Trainer, dass die Mannschaft den abgesprochenen Matchplan nicht eingehalten hat. Aber wenn man auch immer wieder auf die eigenen Buddys setzt und andere förmlich ignoriert, macht es das nicht wirklich besser.
Gerade junge Spieler profitieren doch von einer homogenen Mannschaft, weil man dann mögliche Fehler gemeinsam ausmerzt. Bei uns ist das alles mehr auf Einzelkämpfer und Egoismus ausgelegt. Ob es am Ende wirklich nur an der fehlenden Spielidee liegt mag ich zu bezweifeln.
Die Mannschaft hat doch viel zu selten wirklich mal bedingungslos gefightet über 90 Minuten.
06.05.2026 - 12:57 Uhr
Zitat von vanscap
Ich fand Magdeburg schon den Tiefpunkt bei der Intensität, eventuell zusammen mit der zweiten Hälfte gegen Darmstadt. In Halbzeit 1 hatte die Mannschaften 3-4 Situationen bei denen mit etwas mehr Konzentration ein Tor fallen muss, aber stattdessen ein komplett schlampiger Pass in den Fuß des Gegners kam. Gegen den Ball hat man auch wirklich gar nichts getan, gerade nach Ballverlust war es einzig Cuisance, der in den Sprint gegangen ist. Sessa, Brekalo, Reese, Winkler waren alle damit beschäftigt zuzugucken. Mir wäre da als Trainer auch der Kragen geplatzt.
Ich fand Magdeburg schon den Tiefpunkt bei der Intensität, eventuell zusammen mit der zweiten Hälfte gegen Darmstadt. In Halbzeit 1 hatte die Mannschaften 3-4 Situationen bei denen mit etwas mehr Konzentration ein Tor fallen muss, aber stattdessen ein komplett schlampiger Pass in den Fuß des Gegners kam. Gegen den Ball hat man auch wirklich gar nichts getan, gerade nach Ballverlust war es einzig Cuisance, der in den Sprint gegangen ist. Sessa, Brekalo, Reese, Winkler waren alle damit beschäftigt zuzugucken. Mir wäre da als Trainer auch der Kragen geplatzt.
Das ist doch aber etwas, was sich bei uns schon (mindestens) durch die ganze Saison zieht!
Ein Reese macht nach hinten so gut wie nie etwas, aber jetzt, 2 Spieltage vor Saisonende und nachdem bereits sämtliche ausgesprochenen oder unausgesprochenen Saisonziele klar verfehlt wurden, fällt unserem Supertrainer auf einmal ein, dass ihm "die Intensität" fehlt?
Was für Spiele hat der Mann denn an den vorhergegangenen 31 Spieltagen gesehen?
Wenn überhaupt, dann war man doch auch vor dem Magdeburg-Spiel schon in sämtlichen Spielen maximal phasenweise tonangebend! Meist nur über 20 Minuten bis maximal einer Halbzeit.
Von einer durchgehenden Intensität kann also im Grunde gar keine Rede sein. Und ich wiederhole mich gern:
Jetzt - 2 Tage vor Saisonende - fällt ihm auf einmal auf, dass es ihm zu wenig ist?
Sorry! Da gehe ich absolut nicht mit!
Denn erstens ist diese Art von Spiel genau das, was bei dem von Leitl geforderten unansehnlichen und reaktiven Fussball, herauskommt und zweitens hätte ihm das bereits nach der Winterpause auffallen müssen. Da wäre dann evtl. auch noch etwas in Richtung Aufstieg gegangen.
Aber jetzt, wo es für Hertha um absolut nichts mehr geht und vermutlich mehr und mehr Spieler mit einem Wechsel (weg von Hertha) liebäugeln, macht er ein Fass auf?
Leitl ist es doch, der alle Werkzeuge in der Hand hat und der es aus reiner Sturheit und Beratungsresistenz bisher strikt abgelehnt hat, diese auch einzusetzen!
Jeder andere Trainer mit ein wenig Weitblick und Fingerspitzengefühl hätte spätestens nach dem klar war, dass der Aufstieg ad acta gelegt werden kann, angefangen, seine Mannschaft für die nächste Saison langsam zu formen oder wenigstens bei den Reservisten für bessere Stimmung zu sorgen.
Heißt: Spieler, die längere Zeit außen vor waren und kaum gespielt haben (Jensen, Kolbe, Klemens, Grönning, Krattenmacher) oder auch die Akademiespieler, von denen ja immer betont wird, wie unglaublich toll und wichtig sie für uns sind, einfach mal einsetzen.
Wenn er nun also beklagt, dass ihm das alles zu wenig ist und er die "Intensität" vermisst, dann sollte er vor allem mal sich selbst fragen, ob er mit seinem Führungs- und Kommunikationsstil sowie seinem einfallslosen und berechenbaren Anti-Fussball nicht evtl. einer der Hauptgründe dafür ist!
Ich sehe das ebenfalls so: Er merkt, dass ihm hier alles aus der Hand rutscht und reagiert immer dünnhäutiger. Fachleute bezeichnen das bereits als "Pal Dardai-Syndrom"...
06.05.2026 - 12:58 Uhr
Klar, die Kritik an Leitl ist nicht neu – fehlende Spielidee, schwieriges Verhältnis zu Teilen der Mannschaft, kaum Mut bei jungen Spielern, alles hier schon hundertmal diskutiert worden. Und ja, vieles davon ist absolut berechtigt.
ABER:
Man muss sich auch mal ehrlich anschauen, in welchem Umfeld dieser Trainer überhaupt arbeitet. Bei Hertha stimmt strukturell seit Jahren einfach zu wenig. Hauptsponsor-Thema, offene finanzielle Baustellen, interne Machtkämpfe, Akademie-Fragen, immer neue Themen wie z.B. die Herzog-Causa, ständig Unruhe im Management, das ist doch kein Umfeld, in dem man nachhaltig etwas aufbauen oder „grandios performen“ kann.
Vor zwei Wochen sitzt Leitl noch beim Sponsorenessen dem Hauptsponsor gegenüber, während parallel wieder Unsicherheit und Chaos im Verein herrschen. Das bleibt doch nicht ohne Wirkung auf Mannschaft, Trainerteam und Gesamtatmosphäre.
Und auch wenn es viele nicht hören wollen: Klinsmann hat damals inhaltlich extrem viel richtig analysiert. Über die Art und Weise kann man streiten, definitiv. Aber seine Analyse der Zustände im Verein war schonungslos ehrlich und vieles davon wurde Jahre später von Magath indirekt bestätigt. Die Probleme liegen deutlich tiefer als nur auf der Trainerbank.
Ich sehe aktuell ehrlich gesagt kaum positive Stellschrauben im Verein. Ständig wird am Trainer diskutiert, aber die grundlegenden strukturellen Defizite bleiben bestehen. Und solange sich daran nichts ändert, wird hier vermutlich auch der nächste Trainer irgendwann an denselben Themen scheitern.
ABER:
Man muss sich auch mal ehrlich anschauen, in welchem Umfeld dieser Trainer überhaupt arbeitet. Bei Hertha stimmt strukturell seit Jahren einfach zu wenig. Hauptsponsor-Thema, offene finanzielle Baustellen, interne Machtkämpfe, Akademie-Fragen, immer neue Themen wie z.B. die Herzog-Causa, ständig Unruhe im Management, das ist doch kein Umfeld, in dem man nachhaltig etwas aufbauen oder „grandios performen“ kann.
Vor zwei Wochen sitzt Leitl noch beim Sponsorenessen dem Hauptsponsor gegenüber, während parallel wieder Unsicherheit und Chaos im Verein herrschen. Das bleibt doch nicht ohne Wirkung auf Mannschaft, Trainerteam und Gesamtatmosphäre.
Und auch wenn es viele nicht hören wollen: Klinsmann hat damals inhaltlich extrem viel richtig analysiert. Über die Art und Weise kann man streiten, definitiv. Aber seine Analyse der Zustände im Verein war schonungslos ehrlich und vieles davon wurde Jahre später von Magath indirekt bestätigt. Die Probleme liegen deutlich tiefer als nur auf der Trainerbank.
Ich sehe aktuell ehrlich gesagt kaum positive Stellschrauben im Verein. Ständig wird am Trainer diskutiert, aber die grundlegenden strukturellen Defizite bleiben bestehen. Und solange sich daran nichts ändert, wird hier vermutlich auch der nächste Trainer irgendwann an denselben Themen scheitern.
06.05.2026 - 13:14 Uhr
Zitat von Waldmeister49
Das ist doch aber etwas, was sich bei uns schon (mindestens) durch die ganze Saison zieht!
Ein Reese macht nach hinten so gut wie nie etwas, aber jetzt, 2 Spieltage vor Saisonende und nachdem bereits sämtliche ausgesprochenen oder unausgesprochenen Saisonziele klar verfehlt wurden, fällt unserem Supertrainer auf einmal ein, dass ihm "die Intensität" fehlt?
Was für Spiele hat der Mann denn an den vorhergegangenen 31 Spieltagen gesehen?
Wenn überhaupt, dann war man doch auch vor dem Magdeburg-Spiel schon in sämtlichen Spielen maximal phasenweise tonangebend! Meist nur über 20 Minuten bis maximal einer Halbzeit.
Von einer durchgehenden Intensität kann also im Grunde gar keine Rede sein. Und ich wiederhole mich gern:
Jetzt - 2 Tage vor Saisonende - fällt ihm auf einmal auf, dass es ihm zu wenig ist?
Sorry! Da gehe ich absolut nicht mit!
Denn erstens ist diese Art von Spiel genau das, was bei dem von Leitl geforderten unansehnlichen und reaktiven Fussball, herauskommt und zweitens hätte ihm das bereits nach der Winterpause auffallen müssen. Da wäre dann evtl. auch noch etwas in Richtung Aufstieg gegangen.
Aber jetzt, wo es für Hertha um absolut nichts mehr geht und vermutlich mehr und mehr Spieler mit einem Wechsel (weg von Hertha) liebäugeln, macht er ein Fass auf?
Leitl ist es doch, der alle Werkzeuge in der Hand hat und der es aus reiner Sturheit und Beratungsresistenz bisher strikt abgelehnt hat, diese auch einzusetzen!
Jeder andere Trainer mit ein wenig Weitblick und Fingerspitzengefühl hätte spätestens nach dem klar war, dass der Aufstieg ad acta gelegt werden kann, angefangen, seine Mannschaft für die nächste Saison langsam zu formen oder wenigstens bei den Reservisten für bessere Stimmung zu sorgen.
Heißt: Spieler, die längere Zeit außen vor waren und kaum gespielt haben (Jensen, Kolbe, Klemens, Grönning, Krattenmacher) oder auch die Akademiespieler, von denen ja immer betont wird, wie unglaublich toll und wichtig sie für uns sind, einfach mal einsetzen.
Wenn er nun also beklagt, dass ihm das alles zu wenig ist und er die "Intensität" vermisst, dann sollte er vor allem mal sich selbst fragen, ob er mit seinem Führungs- und Kommunikationsstil sowie seinem einfallslosen und berechenbaren Anti-Fussball nicht evtl. einer der Hauptgründe dafür ist!
Ich sehe das ebenfalls so: Er merkt, dass ihm hier alles aus der Hand rutscht und reagiert immer dünnhäutiger. Fachleute bezeichnen das bereits als "Pal Dardai-Syndrom"...
Zitat von vanscap
Ich fand Magdeburg schon den Tiefpunkt bei der Intensität, eventuell zusammen mit der zweiten Hälfte gegen Darmstadt. In Halbzeit 1 hatte die Mannschaften 3-4 Situationen bei denen mit etwas mehr Konzentration ein Tor fallen muss, aber stattdessen ein komplett schlampiger Pass in den Fuß des Gegners kam. Gegen den Ball hat man auch wirklich gar nichts getan, gerade nach Ballverlust war es einzig Cuisance, der in den Sprint gegangen ist. Sessa, Brekalo, Reese, Winkler waren alle damit beschäftigt zuzugucken. Mir wäre da als Trainer auch der Kragen geplatzt.
Ich fand Magdeburg schon den Tiefpunkt bei der Intensität, eventuell zusammen mit der zweiten Hälfte gegen Darmstadt. In Halbzeit 1 hatte die Mannschaften 3-4 Situationen bei denen mit etwas mehr Konzentration ein Tor fallen muss, aber stattdessen ein komplett schlampiger Pass in den Fuß des Gegners kam. Gegen den Ball hat man auch wirklich gar nichts getan, gerade nach Ballverlust war es einzig Cuisance, der in den Sprint gegangen ist. Sessa, Brekalo, Reese, Winkler waren alle damit beschäftigt zuzugucken. Mir wäre da als Trainer auch der Kragen geplatzt.
Das ist doch aber etwas, was sich bei uns schon (mindestens) durch die ganze Saison zieht!
Ein Reese macht nach hinten so gut wie nie etwas, aber jetzt, 2 Spieltage vor Saisonende und nachdem bereits sämtliche ausgesprochenen oder unausgesprochenen Saisonziele klar verfehlt wurden, fällt unserem Supertrainer auf einmal ein, dass ihm "die Intensität" fehlt?
Was für Spiele hat der Mann denn an den vorhergegangenen 31 Spieltagen gesehen?
Wenn überhaupt, dann war man doch auch vor dem Magdeburg-Spiel schon in sämtlichen Spielen maximal phasenweise tonangebend! Meist nur über 20 Minuten bis maximal einer Halbzeit.
Von einer durchgehenden Intensität kann also im Grunde gar keine Rede sein. Und ich wiederhole mich gern:
Jetzt - 2 Tage vor Saisonende - fällt ihm auf einmal auf, dass es ihm zu wenig ist?
Sorry! Da gehe ich absolut nicht mit!
Denn erstens ist diese Art von Spiel genau das, was bei dem von Leitl geforderten unansehnlichen und reaktiven Fussball, herauskommt und zweitens hätte ihm das bereits nach der Winterpause auffallen müssen. Da wäre dann evtl. auch noch etwas in Richtung Aufstieg gegangen.
Aber jetzt, wo es für Hertha um absolut nichts mehr geht und vermutlich mehr und mehr Spieler mit einem Wechsel (weg von Hertha) liebäugeln, macht er ein Fass auf?
Leitl ist es doch, der alle Werkzeuge in der Hand hat und der es aus reiner Sturheit und Beratungsresistenz bisher strikt abgelehnt hat, diese auch einzusetzen!
Jeder andere Trainer mit ein wenig Weitblick und Fingerspitzengefühl hätte spätestens nach dem klar war, dass der Aufstieg ad acta gelegt werden kann, angefangen, seine Mannschaft für die nächste Saison langsam zu formen oder wenigstens bei den Reservisten für bessere Stimmung zu sorgen.
Heißt: Spieler, die längere Zeit außen vor waren und kaum gespielt haben (Jensen, Kolbe, Klemens, Grönning, Krattenmacher) oder auch die Akademiespieler, von denen ja immer betont wird, wie unglaublich toll und wichtig sie für uns sind, einfach mal einsetzen.
Wenn er nun also beklagt, dass ihm das alles zu wenig ist und er die "Intensität" vermisst, dann sollte er vor allem mal sich selbst fragen, ob er mit seinem Führungs- und Kommunikationsstil sowie seinem einfallslosen und berechenbaren Anti-Fussball nicht evtl. einer der Hauptgründe dafür ist!
Ich sehe das ebenfalls so: Er merkt, dass ihm hier alles aus der Hand rutscht und reagiert immer dünnhäutiger. Fachleute bezeichnen das bereits als "Pal Dardai-Syndrom"...
Ich gebe dir recht man sollte immer mehr auf die setzen die Wahrscheinlich auch nächste Saison noch da sind .
Auf der anderen Seite möchtest du aber auch nicht Marktwert zerstören.
Die nächsten zwei Spiele werden jetzt interessant. Ich hoffe das jetzt die Leute Chancen bekommen sich zu zeigen . Nach dem Magdeburg Spiel und Leitl Aussagen . Müssten zumindest der ein oder andere eine Chance bekommen
06.05.2026 - 13:21 Uhr
Zitat von SCHMARGENDORF
Klar, die Kritik an Leitl ist nicht neu – fehlende Spielidee, schwieriges Verhältnis zu Teilen der Mannschaft, kaum Mut bei jungen Spielern, alles hier schon hundertmal diskutiert worden. Und ja, vieles davon ist absolut berechtigt.
ABER:
Man muss sich auch mal ehrlich anschauen, in welchem Umfeld dieser Trainer überhaupt arbeitet. Bei Hertha stimmt strukturell seit Jahren einfach zu wenig. Hauptsponsor-Thema, offene finanzielle Baustellen, interne Machtkämpfe, Akademie-Fragen, immer neue Themen wie z.B. die Herzog-Causa, ständig Unruhe im Management, das ist doch kein Umfeld, in dem man nachhaltig etwas aufbauen oder „grandios performen“ kann.
Vor zwei Wochen sitzt Leitl noch beim Sponsorenessen dem Hauptsponsor gegenüber, während parallel wieder Unsicherheit und Chaos im Verein herrschen. Das bleibt doch nicht ohne Wirkung auf Mannschaft, Trainerteam und Gesamtatmosphäre.
Und auch wenn es viele nicht hören wollen: Klinsmann hat damals inhaltlich extrem viel richtig analysiert. Über die Art und Weise kann man streiten, definitiv. Aber seine Analyse der Zustände im Verein war schonungslos ehrlich und vieles davon wurde Jahre später von Magath indirekt bestätigt. Die Probleme liegen deutlich tiefer als nur auf der Trainerbank.
Ich sehe aktuell ehrlich gesagt kaum positive Stellschrauben im Verein. Ständig wird am Trainer diskutiert, aber die grundlegenden strukturellen Defizite bleiben bestehen. Und solange sich daran nichts ändert, wird hier vermutlich auch der nächste Trainer irgendwann an denselben Themen scheitern.
Klar, die Kritik an Leitl ist nicht neu – fehlende Spielidee, schwieriges Verhältnis zu Teilen der Mannschaft, kaum Mut bei jungen Spielern, alles hier schon hundertmal diskutiert worden. Und ja, vieles davon ist absolut berechtigt.
ABER:
Man muss sich auch mal ehrlich anschauen, in welchem Umfeld dieser Trainer überhaupt arbeitet. Bei Hertha stimmt strukturell seit Jahren einfach zu wenig. Hauptsponsor-Thema, offene finanzielle Baustellen, interne Machtkämpfe, Akademie-Fragen, immer neue Themen wie z.B. die Herzog-Causa, ständig Unruhe im Management, das ist doch kein Umfeld, in dem man nachhaltig etwas aufbauen oder „grandios performen“ kann.
Vor zwei Wochen sitzt Leitl noch beim Sponsorenessen dem Hauptsponsor gegenüber, während parallel wieder Unsicherheit und Chaos im Verein herrschen. Das bleibt doch nicht ohne Wirkung auf Mannschaft, Trainerteam und Gesamtatmosphäre.
Und auch wenn es viele nicht hören wollen: Klinsmann hat damals inhaltlich extrem viel richtig analysiert. Über die Art und Weise kann man streiten, definitiv. Aber seine Analyse der Zustände im Verein war schonungslos ehrlich und vieles davon wurde Jahre später von Magath indirekt bestätigt. Die Probleme liegen deutlich tiefer als nur auf der Trainerbank.
Ich sehe aktuell ehrlich gesagt kaum positive Stellschrauben im Verein. Ständig wird am Trainer diskutiert, aber die grundlegenden strukturellen Defizite bleiben bestehen. Und solange sich daran nichts ändert, wird hier vermutlich auch der nächste Trainer irgendwann an denselben Themen scheitern.
Inwiefern beeinflussen das Hauptsponsor-Thema, die offenen finanziellen Baustellen, interne Machtkämpfe, Akademie-Fragen oder die Herzog-Causa denn , wen Leitl im Spiel einsetzt, welches System er spielen lässt oder welchen Matchplan er verfolgt (wenn er überhaupt einen hat)?
Leitl soll sich auf den sportlichen Bereich konzentrieren. Also das tägliche Training und dann vor allem den nächsten Spieltag! Welcher Hauptsponsor dann auf dem Trikot pappt, ob wir mit blanker Brust auflaufen oder der Sponsor pünktlich seinen Verpflichtungen nachkommt, hat den Cheftrainer einfach mal überhaupt nicht zu interessieren. Auch ob gerade ein Zeugwart oder Akademie-Trainer rausgeschmissen wurde, ist nicht seine Baustelle.
Und natürlich wird hier ständig über den Trainer diskutiert. Aber warum ist das denn so?
Weil wir im Grunde nur 3 der letzten 13 (!!) Trainer wirklich "erfolgreich" waren (Luhukay, mit dem wir wieder aufgestiegen sind, Pal Dardai in seiner ersten Amtszeit und Magath, der seinen Auftrag "Klassenerhalt" erfüllt hat). Alles andere danach war im Grunde Mist mit Ansage, den man sich hätte sparen können (Covic, Klinsmann, Nouri, Labbadia, wieder Dardai, Korkut, Schwarz, wieder Dardai, Fiel und jetzt Leitl). Keiner von denen hat hier auch nur ansatzweise Ruhe reingebracht, indem er eine nachhaltige Entwicklung angeschoben hat. Jeder von denen hat hier mehr oder weniger planlos vor sich hin gewurschtelt. Und da auch von Vereinsseite kein Plan vorgegeben/vorgelebt wurde, ging und geht es sportlich eben stetig bergab.
Dass in der von Klinsmann geäußerten und von Magath bestätigten Kritik eine Menge Wahrheit steckt, ist rückblickend (zumindest hier im Forum) wohl den meisten inzwischen klar. Trotzdem ist für das aktuelle Tagesgeschäft im sportlichen Bereich nun noch immer der Chefcoach verantwortlich. Und wenn man da lieber auf Durchschnittsgraupen setzt, für die Hertha nur der nächste Verein in ihrer erfolglosen Trainervita ist, dann braucht man sich über gar nichts mehr zu wundern.
06.05.2026 - 13:21 Uhr
Zitat von SCHMARGENDORF
Klar, die Kritik an Leitl ist nicht neu – fehlende Spielidee, schwieriges Verhältnis zu Teilen der Mannschaft, kaum Mut bei jungen Spielern, alles hier schon hundertmal diskutiert worden. Und ja, vieles davon ist absolut berechtigt.
ABER:
Man muss sich auch mal ehrlich anschauen, in welchem Umfeld dieser Trainer überhaupt arbeitet. Bei Hertha stimmt strukturell seit Jahren einfach zu wenig. Hauptsponsor-Thema, offene finanzielle Baustellen, interne Machtkämpfe, Akademie-Fragen, immer neue Themen wie z.B. die Herzog-Causa, ständig Unruhe im Management, das ist doch kein Umfeld, in dem man nachhaltig etwas aufbauen oder „grandios performen“ kann.
Vor zwei Wochen sitzt Leitl noch beim Sponsorenessen dem Hauptsponsor gegenüber, während parallel wieder Unsicherheit und Chaos im Verein herrschen. Das bleibt doch nicht ohne Wirkung auf Mannschaft, Trainerteam und Gesamtatmosphäre.
Und auch wenn es viele nicht hören wollen: Klinsmann hat damals inhaltlich extrem viel richtig analysiert. Über die Art und Weise kann man streiten, definitiv. Aber seine Analyse der Zustände im Verein war schonungslos ehrlich und vieles davon wurde Jahre später von Magath indirekt bestätigt. Die Probleme liegen deutlich tiefer als nur auf der Trainerbank.
Ich sehe aktuell ehrlich gesagt kaum positive Stellschrauben im Verein. Ständig wird am Trainer diskutiert, aber die grundlegenden strukturellen Defizite bleiben bestehen. Und solange sich daran nichts ändert, wird hier vermutlich auch der nächste Trainer irgendwann an denselben Themen scheitern.
Klar, die Kritik an Leitl ist nicht neu – fehlende Spielidee, schwieriges Verhältnis zu Teilen der Mannschaft, kaum Mut bei jungen Spielern, alles hier schon hundertmal diskutiert worden. Und ja, vieles davon ist absolut berechtigt.
ABER:
Man muss sich auch mal ehrlich anschauen, in welchem Umfeld dieser Trainer überhaupt arbeitet. Bei Hertha stimmt strukturell seit Jahren einfach zu wenig. Hauptsponsor-Thema, offene finanzielle Baustellen, interne Machtkämpfe, Akademie-Fragen, immer neue Themen wie z.B. die Herzog-Causa, ständig Unruhe im Management, das ist doch kein Umfeld, in dem man nachhaltig etwas aufbauen oder „grandios performen“ kann.
Vor zwei Wochen sitzt Leitl noch beim Sponsorenessen dem Hauptsponsor gegenüber, während parallel wieder Unsicherheit und Chaos im Verein herrschen. Das bleibt doch nicht ohne Wirkung auf Mannschaft, Trainerteam und Gesamtatmosphäre.
Und auch wenn es viele nicht hören wollen: Klinsmann hat damals inhaltlich extrem viel richtig analysiert. Über die Art und Weise kann man streiten, definitiv. Aber seine Analyse der Zustände im Verein war schonungslos ehrlich und vieles davon wurde Jahre später von Magath indirekt bestätigt. Die Probleme liegen deutlich tiefer als nur auf der Trainerbank.
Ich sehe aktuell ehrlich gesagt kaum positive Stellschrauben im Verein. Ständig wird am Trainer diskutiert, aber die grundlegenden strukturellen Defizite bleiben bestehen. Und solange sich daran nichts ändert, wird hier vermutlich auch der nächste Trainer irgendwann an denselben Themen scheitern.
Das hat sicher eine gewisse Wirkung, ist aber für mich kein Argument, dass die Kritik an Leitls eigenen operativen Entscheidungen entkräftet.
Das einzige, was man ihm zu Gute halten kann, ist die Kaderplanung an der er nur einen mittelbaren Anteil hat. Es hat ihn aber nichts daran gehindert, die ohne Zweifel vorhandene Qualität durch entsprechende Motivation und Spielidee besser einzusetzen. Unter Leitl entwickelt sich kaum ein Spieler weiter. Es gibt keine Konstanz, da er offensichtlich nicht in der Lage ist, die Spannung oben zu halten und dem Team die nowtwendigen Mittel an die Hand zu geben, die vorhandene Qualität dauerhaft abzurufen. Er greift nicht auf den vorhandenen Pool an Talenten zurück. Sicher fehlt den Akademiespielern noch etwas für Liga zwei. Ich frage mich aber ab wann mangelnde Qualität nur noch eine Ausrede für die eigenen kreativen Unzulänglichkeiten bei der Motivation und Entwicklung junger Spieler wird.
Die stukturellen Defizite sind kritikwürdig und müssen sich langfristig ändern. Ein Trainer, der sich hinter diesen Defiziten versteckt, ist für mich aber eher Teil des Problems als der Lösung.
06.05.2026 - 13:23 Uhr
Zitat von SCHMARGENDORF
Klar, die Kritik an Leitl ist nicht neu – fehlende Spielidee, schwieriges Verhältnis zu Teilen der Mannschaft, kaum Mut bei jungen Spielern, alles hier schon hundertmal diskutiert worden. Und ja, vieles davon ist absolut berechtigt.
ABER:
Man muss sich auch mal ehrlich anschauen, in welchem Umfeld dieser Trainer überhaupt arbeitet. Bei Hertha stimmt strukturell seit Jahren einfach zu wenig. Hauptsponsor-Thema, offene finanzielle Baustellen, interne Machtkämpfe, Akademie-Fragen, immer neue Themen wie z.B. die Herzog-Causa, ständig Unruhe im Management, das ist doch kein Umfeld, in dem man nachhaltig etwas aufbauen oder „grandios performen“ kann.
Vor zwei Wochen sitzt Leitl noch beim Sponsorenessen dem Hauptsponsor gegenüber, während parallel wieder Unsicherheit und Chaos im Verein herrschen. Das bleibt doch nicht ohne Wirkung auf Mannschaft, Trainerteam und Gesamtatmosphäre.
Und auch wenn es viele nicht hören wollen: Klinsmann hat damals inhaltlich extrem viel richtig analysiert. Über die Art und Weise kann man streiten, definitiv. Aber seine Analyse der Zustände im Verein war schonungslos ehrlich und vieles davon wurde Jahre später von Magath indirekt bestätigt. Die Probleme liegen deutlich tiefer als nur auf der Trainerbank.
Ich sehe aktuell ehrlich gesagt kaum positive Stellschrauben im Verein. Ständig wird am Trainer diskutiert, aber die grundlegenden strukturellen Defizite bleiben bestehen. Und solange sich daran nichts ändert, wird hier vermutlich auch der nächste Trainer irgendwann an denselben Themen scheitern.
Klar, die Kritik an Leitl ist nicht neu – fehlende Spielidee, schwieriges Verhältnis zu Teilen der Mannschaft, kaum Mut bei jungen Spielern, alles hier schon hundertmal diskutiert worden. Und ja, vieles davon ist absolut berechtigt.
ABER:
Man muss sich auch mal ehrlich anschauen, in welchem Umfeld dieser Trainer überhaupt arbeitet. Bei Hertha stimmt strukturell seit Jahren einfach zu wenig. Hauptsponsor-Thema, offene finanzielle Baustellen, interne Machtkämpfe, Akademie-Fragen, immer neue Themen wie z.B. die Herzog-Causa, ständig Unruhe im Management, das ist doch kein Umfeld, in dem man nachhaltig etwas aufbauen oder „grandios performen“ kann.
Vor zwei Wochen sitzt Leitl noch beim Sponsorenessen dem Hauptsponsor gegenüber, während parallel wieder Unsicherheit und Chaos im Verein herrschen. Das bleibt doch nicht ohne Wirkung auf Mannschaft, Trainerteam und Gesamtatmosphäre.
Und auch wenn es viele nicht hören wollen: Klinsmann hat damals inhaltlich extrem viel richtig analysiert. Über die Art und Weise kann man streiten, definitiv. Aber seine Analyse der Zustände im Verein war schonungslos ehrlich und vieles davon wurde Jahre später von Magath indirekt bestätigt. Die Probleme liegen deutlich tiefer als nur auf der Trainerbank.
Ich sehe aktuell ehrlich gesagt kaum positive Stellschrauben im Verein. Ständig wird am Trainer diskutiert, aber die grundlegenden strukturellen Defizite bleiben bestehen. Und solange sich daran nichts ändert, wird hier vermutlich auch der nächste Trainer irgendwann an denselben Themen scheitern.
Welches Chaos dann bitte ? Der Mannschaft wird doch die Story um den Sponsor so ziemlich egal sein .
Akademie doch auch
Das einzige was sie getroffen hat war Herzog .
Und welches Unruhe im Management?
06.05.2026 - 13:29 Uhr
Ich bin sehr gespannt auf die Aufstellung der letzten beiden Spiele.
Sollte Demme noch einmal spielen dürfen – oder andere Spieler, die ihren Abschied bereits kommuniziert haben – wäre das an Lächerlichkeit nicht zu überbieten. Wundern würde es mich aber nicht, es würde wieder nur allzu gut zu Leitl passen.
Ich mache mir ehrlich gesagt große Sorgen: Eine weitere Saison Leitl-Fußball kann ich mir weder remote, vor dem TV/Radio noch im Stadion antun – und ich habe das Gefühl, dass es vielen momentan so geht.
Bei jeder Push-Notification der Hertha-App habe ich jedes Mal die Hoffnung, dass Leitl und/oder Weber doch noch ausgetauscht werden – aber das bleibt wohl vorerst ein unerfüllter Wunsch.
Sollte Demme noch einmal spielen dürfen – oder andere Spieler, die ihren Abschied bereits kommuniziert haben – wäre das an Lächerlichkeit nicht zu überbieten. Wundern würde es mich aber nicht, es würde wieder nur allzu gut zu Leitl passen.
Ich mache mir ehrlich gesagt große Sorgen: Eine weitere Saison Leitl-Fußball kann ich mir weder remote, vor dem TV/Radio noch im Stadion antun – und ich habe das Gefühl, dass es vielen momentan so geht.
Bei jeder Push-Notification der Hertha-App habe ich jedes Mal die Hoffnung, dass Leitl und/oder Weber doch noch ausgetauscht werden – aber das bleibt wohl vorerst ein unerfüllter Wunsch.
06.05.2026 - 13:35 Uhr
Natürlich entbindet das Leitl nicht von Kritik an Aufstellung, Matchplan oder Spielidee. Das behauptet auch keiner. Aber ich glaube, manche unterschätzen komplett, wie sehr ein toxisches Umfeld in einen sportlichen Bereich reinwirkt, selbst wenn der Trainer „nur seinen Job machen“ soll.
Mal ein simples Beispiel aus dem normalen Arbeitsleben:
Wie gehst du morgens zur Arbeit, wenn permanent die Lizenz/das bestehen deines Unternehmens in den Sternen hängt, dein Chef öffentlich von einer „großen Transformation“ spricht, das Unternehmen ohnehin schon angeschlagen ist und plötzlich eingeplantes Geld fehlt?
Da leidet automatisch die gesamte Organisation. Unsicherheit entsteht nicht nur im Vorstands/GF-büro, sondern zieht sich durch alle Ebenen. Mitarbeiter fragen sich, wie es weitergeht. Verantwortlichkeiten verschwimmen. Vertrauen geht verloren. Genau das beeinflusst am Ende auch Entscheidungen, Kommunikation und Leistung.
Und im Fußball ist das nicht anders. Ein Trainer arbeitet eben nicht isoliert in irgendeinem Labor nur mit Taktiktafel und Hütchen. Der ist Teil eines Gesamtkonstrukts. Wenn rundherum ständig Unruhe herrscht, Vertrauenspersonen wie Herzog verschwinden, Sponsorenfragen offen sind und der Verein seit Jahren keinen klaren Kurs hat, dann wirkt sich das zwangsläufig auf Atmosphäre, Führung und tägliche Arbeit aus.
Das heißt nicht, dass Leitl alles richtig macht. Im Gegenteil: Viele Kritikpunkte teile ich sogar. Aber mir ist dieses permanente „Trainer raus und dann wird alles gut“ einfach zu kurz gedacht. Hertha verschleißt seit Jahren Trainer unterschiedlichster Profile und fast alle scheitern früher oder später an denselben strukturellen Problemen.
Irgendwann muss man sich vielleicht eingestehen, dass das Problem größer ist als die Person an der Seitenlinie.
Mal ein simples Beispiel aus dem normalen Arbeitsleben:
Wie gehst du morgens zur Arbeit, wenn permanent die Lizenz/das bestehen deines Unternehmens in den Sternen hängt, dein Chef öffentlich von einer „großen Transformation“ spricht, das Unternehmen ohnehin schon angeschlagen ist und plötzlich eingeplantes Geld fehlt?
Da leidet automatisch die gesamte Organisation. Unsicherheit entsteht nicht nur im Vorstands/GF-büro, sondern zieht sich durch alle Ebenen. Mitarbeiter fragen sich, wie es weitergeht. Verantwortlichkeiten verschwimmen. Vertrauen geht verloren. Genau das beeinflusst am Ende auch Entscheidungen, Kommunikation und Leistung.
Und im Fußball ist das nicht anders. Ein Trainer arbeitet eben nicht isoliert in irgendeinem Labor nur mit Taktiktafel und Hütchen. Der ist Teil eines Gesamtkonstrukts. Wenn rundherum ständig Unruhe herrscht, Vertrauenspersonen wie Herzog verschwinden, Sponsorenfragen offen sind und der Verein seit Jahren keinen klaren Kurs hat, dann wirkt sich das zwangsläufig auf Atmosphäre, Führung und tägliche Arbeit aus.
Das heißt nicht, dass Leitl alles richtig macht. Im Gegenteil: Viele Kritikpunkte teile ich sogar. Aber mir ist dieses permanente „Trainer raus und dann wird alles gut“ einfach zu kurz gedacht. Hertha verschleißt seit Jahren Trainer unterschiedlichster Profile und fast alle scheitern früher oder später an denselben strukturellen Problemen.
Irgendwann muss man sich vielleicht eingestehen, dass das Problem größer ist als die Person an der Seitenlinie.
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