Diskussionsrunde

Schlechter Ruf der Werksklubs

19.09.2011 - 23:03 Uhr
Schlechter Ruf der Werksklubs |#1821
20.01.2014 - 15:56 Uhr
Zitat von Pilleberlin:
Einen 100%ig "echten" Weksklub erkenne ich nur in Bayer Leverkusen, Wolfsburg wurde letztendlich dazu umgebastelt.
Ich denke das man RBL, bei Betrachtung von Entstehung und Vereinsstruktur, als Werksklub sehen darf.
Wenn auch billig verfälscht, sie tragen sogar den Konzern im Namen und im Wappen.


Ich würde RBL nicht unbedingt als Werksclubs sehen. Die Strukturen sind doch gerade in der Entstehung ganz anders als in WOB oder LEV.

Zitat von Pilleberlin:
Woraus besteht die Mitgliedschaft des Vereins, wer hält die Zügel in der Hand?
RB investiert nicht nur in einen Verein oder sponsert diesen, man führt ihn.


1. Ein Mitgliedsantrag kann vom Vorstand, dem nur Red Bull-Mitarbeiter angehören, grundlos abgewiesen werden.
2. Wer durch Zustimmung des Vorstands und nach Zahlung einer Aufnahmegebühr i.H.v. 100 € Mitglied wird, erhält dennoch kein aktives Stimmrecht. D.h. als Fan oder Spieler habe ich kein Mitspracherecht, obwohl ich für die Mitgliedschaft läppische 800 € jährlich zahle.
3. Lediglich sog. ordentliche Mitglieder, alle von Red Bull, verfügen über ein aktives Stimmrecht.
4. Dem Ehrenrat gehören ebenfalls nur Mitglieder von Red Bull an.
Fazit: beim RB Leipzig haben ausschließlich Leute von Red Bull ein Stimmrecht. Also liegen sämtliche Entscheidungen über den Verein in den Händen von Red Bull. Dies wird nun zurecht von Herrn Rettig kritisiert, da es der 50+1 Regel widerspricht.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von El_Bronx am 20.01.2014 um 15:58 Uhr bearbeitet
Schlechter Ruf der Werksklubs |#1822
20.01.2014 - 16:07 Uhr
Zitat von El_Bronx:
Zitat von Pilleberlin:
Einen 100%ig "echten" Weksklub erkenne ich nur in Bayer Leverkusen, Wolfsburg wurde letztendlich dazu umgebastelt.
Ich denke das man RBL, bei Betrachtung von Entstehung und Vereinsstruktur, als Werksklub sehen darf.
Wenn auch billig verfälscht, sie tragen sogar den Konzern im Namen und im Wappen.


Ich würde RBL nicht unbedingt als Werksclubs sehen. Die Strukturen sind doch gerade in der Entstehung ganz anders als in WOB oder LEV.

Zitat von Pilleberlin:
Woraus besteht die Mitgliedschaft des Vereins, wer hält die Zügel in der Hand?
RB investiert nicht nur in einen Verein oder sponsert diesen, man führt ihn.


1. Ein Mitgliedsantrag kann vom Vorstand, dem nur Red Bull-Mitarbeiter angehören, grundlos abgewiesen werden.
2. Wer durch Zustimmung des Vorstands und nach Zahlung einer Aufnahmegebühr i.H.v. 100 € Mitglied wird, erhält dennoch kein aktives Stimmrecht. D.h. als Fan oder Spieler habe ich kein Mitspracherecht, obwohl ich für die Mitgliedschaft läppische 800 € jährlich zahle.
3. Lediglich sog. ordentliche Mitglieder, alle von Red Bull, verfügen über ein aktives Stimmrecht.
4. Dem Ehrenrat gehören ebenfalls nur Mitglieder von Red Bull an.
Fazit: beim RB Leipzig haben ausschließlich Leute von Red Bull ein Stimmrecht. Also liegen sämtliche Entscheidungen über den Verein in den Händen von Red Bull. Dies wird nun zurecht von Herrn Rettig kritisiert, da es der 50+1 Regel widerspricht.


Ein lupenreiner Werksklub sicherlich nicht, kommt dem m.E. aber recht nahe.

Und ja, klar umgeht man die 50+1 Regel. Relativ offen ersichtlich sogar.
Scheinbar sind die Regularien aber so dünn ausformuliert das der DFB bisher keine Möglichkeit sah gegen diese, in meinen Augen recht dreiste, Verarsche vorzugehen.
Umso überraschter bin ich das die DFL plötzlich Lebenszeichen absondert.

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Wir sind nicht toll, wir sind nicht reich wir haben keine Stars und auch kein geiles Stadion.
Aber wir haben was, das ihr nicht habt......wir sind Hertha.
Schlechter Ruf der Werksklubs |#1823
20.01.2014 - 16:14 Uhr
Zitat von El_Bronx:

1. Ein Mitgliedsantrag kann vom Vorstand, dem nur Red Bull-Mitarbeiter angehören, grundlos abgewiesen werden.
2. Wer durch Zustimmung des Vorstands und nach Zahlung einer Aufnahmegebühr i.H.v. 100 € Mitglied wird, erhält dennoch kein aktives Stimmrecht. D.h. als Fan oder Spieler habe ich kein Mitspracherecht, obwohl ich für die Mitgliedschaft läppische 800 € jährlich zahle.
3. Lediglich sog. ordentliche Mitglieder, alle von Red Bull, verfügen über ein aktives Stimmrecht.
4. Dem Ehrenrat gehören ebenfalls nur Mitglieder von Red Bull an.
Fazit: beim RB Leipzig haben ausschließlich Leute von Red Bull ein Stimmrecht. Also liegen sämtliche Entscheidungen über den Verein in den Händen von Red Bull. Dies wird nun zurecht von Herrn Rettig kritisiert, da es der 50+1 Regel widerspricht.


Hab hierzu mal eine Frage. Wie kann sich denn ein (bzgl. Anzahl Mitglieder) kleinerer Verein gegen sowas wie feindliche Übernahmen schützen?
Plakatives fiktives Beispiel: 100000 Fans vom Verein "FC A" treten beim Verein "FC B" ein. Bislang hatte FC B nur 50000 Mitglieder. Nun stimmen die neuen 100000 Mitglieder dafür ab, dass sich der Verein FC B selbst auflöst oder vom FC A übernommen wird. Die bisherigen 50000 sind überstimmt mit einer 2/3 Mehrheit.

...übersehe ich da was?
Falls nicht kann ich die Haltung von RBL eigentlich bzgl. neuer Mitglieder irgendwo nachvollziehen.
Schlechter Ruf der Werksklubs |#1824
20.01.2014 - 16:30 Uhr
Zitat von jotpe:
Zitat von Pilleberlin:


Würde IBM sich einen Klub gönnen könnte man es ja dann (I)nternationale (B)allsport(M)annschaft nennen.


Und was wäre daran nicht koscher? Ist doch jedemselbst überlassen wie warum und weshalb man den Namen wählt.


Bestes Beispiel:

Mit dem Aufstieg in die Regionalliga wurden die beiden Ahlener Traditionsvereine TuS und Blau-Weiß Ahlen vereinigt. Am 1. Juni 1996 entstand aus dieser Fusion der LR Ahlen (Leichtathletik Rasensport Ahlen e.V.). Das Kürzel "LR" war auch eine Anlehnung an ein Unternehmen des Mäzens Spikker, die LR International, die Hauptsponsor des Vereins wurde. Zudem war das Logo des Fußballvereins dem Logo der LR International nachempfunden.

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Das Geld ist immer nur dann schlecht, wenn es die anderen haben!

Dieser Beitrag wurde zuletzt von RoterBulle1983 am 20.01.2014 um 16:30 Uhr bearbeitet
Schlechter Ruf der Werksklubs |#1825
20.01.2014 - 16:31 Uhr
Zitat von Chmul:
Zitat von El_Bronx:

1. Ein Mitgliedsantrag kann vom Vorstand, dem nur Red Bull-Mitarbeiter angehören, grundlos abgewiesen werden.
2. Wer durch Zustimmung des Vorstands und nach Zahlung einer Aufnahmegebühr i.H.v. 100 € Mitglied wird, erhält dennoch kein aktives Stimmrecht. D.h. als Fan oder Spieler habe ich kein Mitspracherecht, obwohl ich für die Mitgliedschaft läppische 800 € jährlich zahle.
3. Lediglich sog. ordentliche Mitglieder, alle von Red Bull, verfügen über ein aktives Stimmrecht.
4. Dem Ehrenrat gehören ebenfalls nur Mitglieder von Red Bull an.
Fazit: beim RB Leipzig haben ausschließlich Leute von Red Bull ein Stimmrecht. Also liegen sämtliche Entscheidungen über den Verein in den Händen von Red Bull. Dies wird nun zurecht von Herrn Rettig kritisiert, da es der 50+1 Regel widerspricht.


Hab hierzu mal eine Frage. Wie kann sich denn ein (bzgl. Anzahl Mitglieder) kleinerer Verein gegen sowas wie feindliche Übernahmen schützen?
Plakatives fiktives Beispiel: 100000 Fans vom Verein "FC A" treten beim Verein "FC B" ein. Bislang hatte FC B nur 50000 Mitglieder. Nun stimmen die neuen 100000 Mitglieder dafür ab, dass sich der Verein FC B selbst auflöst oder vom FC A übernommen wird. Die bisherigen 50000 sind überstimmt mit einer 2/3 Mehrheit.

...übersehe ich da was?
Falls nicht kann ich die Haltung von RBL eigentlich bzgl. neuer Mitglieder irgendwo nachvollziehen.


Das hat bei RB mit den Mitglieder wesentlich andere Gründe. Man will das Kapital und die Vorgaben vom Mutterkonzern dort einsetzen und umsetzen wo es die Führung sieht und das geht nur, wenn die Führung als Alleinherrscher walten kann und nicht andere dazwischen Quatschen. Das wird auch offen von RB so gelebt und deswegen gibt es die offiziellen Fanklubs vom Unternehmen, damit die Fans der Konzernführung nicht dazwischen quatschen.
Schlechter Ruf der Werksklubs |#1826
20.01.2014 - 16:34 Uhr
Zitat von Pfostenkracher:
Zitat von berlinerjung85:
Zitat von Pilleberlin:
Ich denke das man RBL, bei Betrachtung von Entstehung und Vereinsstruktur, als Werksklub sehen darf.
Wenn auch billig verfälscht, sie tragen sogar den Konzern im Namen und im Wappen.


falsch, tun sie nicht > "RasenBallsport Leipzig e.V."


Ich dachte eigentlich, dass es mittlerweile Konsens wäre, dass dieses feigenblatt schlicht und einfach lachhaft ist.



Wundert mich auch, das es in Deutschland immer noch Leute gibt die darauf hineinfallen.

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Here's a toast, a happy Christmas to all of us.

Ein Volk sollte sich nicht vor seiner Regierung fürchten. Die Regierung muss sich vor ihrem Volk fürchten!

"War is Peace, Freedom is Slavery, Ignorance is Strength"

Schlechter Ruf der Werksklubs |#1827
20.01.2014 - 16:56 Uhr
Zitat von RoterBulle1983:
Zitat von jotpe:
Zitat von Pilleberlin:


Würde IBM sich einen Klub gönnen könnte man es ja dann (I)nternationale (B)allsport(M)annschaft nennen.


Und was wäre daran nicht koscher? Ist doch jedemselbst überlassen wie warum und weshalb man den Namen wählt.


Bestes Beispiel:

Mit dem Aufstieg in die Regionalliga wurden die beiden Ahlener Traditionsvereine TuS und Blau-Weiß Ahlen vereinigt. Am 1. Juni 1996 entstand aus dieser Fusion der LR Ahlen (Leichtathletik Rasensport Ahlen e.V.). Das Kürzel "LR" war auch eine Anlehnung an ein Unternehmen des Mäzens Spikker, die LR International, die Hauptsponsor des Vereins wurde. Zudem war das Logo des Fußballvereins dem Logo der LR International nachempfunden.



Eben. Aber geh doch noch weiter zurück.

Eintracht Braunschweig

http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Eintracht_Braunschweig_(1972-1986).gif&filetimestamp=20120805170130&

Da wurde nicht nur der Jägermeister vom Mast auf die Brust gepflanzt, als achso traditioneller Verein und Antikommerz, Nein da wurde auch das Firmenlogo ins Wappen integriert.
Schlechter Ruf der Werksklubs |#1828
20.01.2014 - 17:32 Uhr
Ich würde doch bitten, bei dieser Art von Vergleichen sehr sehr vorsichtig zu sein. Sowas als eine in den Raum gestellten These (beim Thema Fußball) ist doch mehr als unpassend.

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Scary times call for a scared man.

Clowns to the left, Jokers to the right.
Schlechter Ruf der Werksklubs |#1829
20.01.2014 - 19:40 Uhr
Zitat von Pfostenkracher:

Ich dachte eigentlich, dass es mittlerweile Konsens wäre, dass dieses feigenblatt schlicht und einfach lachhaft ist.


Hätte man dich vorher wegen des Namens fragen müssen? Ansonsten darf der Verein nicht wie der Sponsor heißen und es wurde ein Name gesucht.
Man hätte auch ABC Leipzig nehmen können, klingt aber scheiße.

Rasenballsport Leipzig klingt gut und ist zwischen Ballspielvereinen (BvB), Verein für Rasensport (VfR), Rasensportverein (RSV) uvm nun auch keine so wirklich abenteuerliche Zusammenstellung

@Pilleberlin

Wie umgeht man eine Regel die vor dem Verkauf von 50+ Stimmanteilen in einer Kapitalgesellschaft schützt in dem man keine Kapitalgesellschaft hat und demnach 0 Stimmanteile verkauft.

Weißt du wahrscheinlich selbst nicht oder?
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Fan2801 am 20.01.2014 um 19:43 Uhr bearbeitet
Schlechter Ruf der Werksklubs |#1830
20.01.2014 - 19:53 Uhr
Zitat von Fan2801:
Zitat von Pfostenkracher:

Ich dachte eigentlich, dass es mittlerweile Konsens wäre, dass dieses feigenblatt schlicht und einfach lachhaft ist.


Hätte man dich vorher wegen des Namens fragen müssen? Ansonsten darf der Verein nicht wie der Sponsor heißen und es wurde ein Name gesucht.
Man hätte auch ABC Leipzig nehmen können, klingt aber scheiße.

Rasenballsport Leipzig klingt gut und ist zwischen Ballspielvereinen (BvB), Verein für Rasensport (VfR), Rasensportverein (RSV) uvm nun auch keine so wirklich abenteuerliche Zusammenstellung

@Pilleberlin

Wie umgeht man eine Regel die vor dem Verkauf von 50+ Stimmanteilen in einer Kapitalgesellschaft schützt in dem man keine Kapitalgesellschaft hat und demnach 0 Stimmanteile verkauft.

Weißt du wahrscheinlich selbst nicht oder?


@admins

Könnte man entweder für die RB Diskussion den Thread wieder öffnen: http://www.transfermarkt.de/de/vereine-ohne-tradition/topic/ansicht_6_692209_seite57.html oder irgendwie in das hier verschieben: http://www.transfermarkt.de/de/investoren-in-der-bundesliga--fluch-oder-segen-ii/topic/ansicht_6_690836_seite15.html

Alles passender als Werksklub, denn das ist man nun mal nicht.

Gerne dann die Antwort in einen von beiden Threads @Fan2801

Also ist deiner Meinung nach RasenBallsport einfach so genommen worden und hat null mit dem Sponsor zu tun, sondern einfach, weil es eben mal was anderes ist?

•     •     •

1. Juli 1904: Gründung des Turn-und Spielvereins der Farbenfabriken vorm. Friedr. Bayer & Co.

Seit 1936: Bayer-Kreuz auf der Brust

Seit dem erstmaligen Aufstieg in die 3. Liga 1931:
7 Jahre in der 3.Liga - 35 Jahre in der 2.Liga - 47 Jahre in der 1.Liga

Bayer & OFC 1981 - Uefa Cup Sieg 1988 - Pokalsieg 1993 - Meister 20??

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