PYRO-Diskussion
05.08.2010 - 11:02 Uhr
18.03.2015 - 19:50 Uhr
... aber einen Platz auf der hübsch gestalteten Bande in der Ost lässt sich doch für ihn finden. Sind ja bereits ein paar Unschuldige dort abgebildet....

18.03.2015 - 21:26 Uhr
nen versuch eines TS zu beweisen ist recht schwer - aber er hat es billigend in kauf genommen
und Bewährung- weil es meist so endet
ich würde mich freuen wenn's einen von denen mal hart erwischen würde, vielleicht würde der Rest daraus lernen das es eben keine Lappalie ist
und Bewährung- weil es meist so endet
ich würde mich freuen wenn's einen von denen mal hart erwischen würde, vielleicht würde der Rest daraus lernen das es eben keine Lappalie ist
19.03.2015 - 09:51 Uhr
Zitat von dudley
Mordmerkmale sind z.B.
- die Absicht (Wozu dient die Tat?)
- das Motiv (persönlicher Grund des Täters)
- die Umstände der Tat (Vorgehensweise, Mittel, ..)
In dem Fall glaube ich auch nicht einmal, dass versuchter Totschlag vorliegt. Es ist eher die Dummheit (Fahrlässigkeit) des Täters, dass der Stein zwar mächtig schmerzen soll, aber ob der Cop wirklich daran sterben sollte, muss erstmal bewiesen werden. Aufgrund der Schutzausrüstung ist wohl davon auszugehen, dass der Täter in keinem Fall mit Tötungsabsicht den Stein warf, bzw in Kauf genommen hat, dass der Wurf tödlich enden kann => gefährliche Körperverletzung. Anders sähe es aus, wenn er keine besondere Ausrüstung hätte.
Mordmerkmale sind z.B.
- die Absicht (Wozu dient die Tat?)
- das Motiv (persönlicher Grund des Täters)
- die Umstände der Tat (Vorgehensweise, Mittel, ..)
In dem Fall glaube ich auch nicht einmal, dass versuchter Totschlag vorliegt. Es ist eher die Dummheit (Fahrlässigkeit) des Täters, dass der Stein zwar mächtig schmerzen soll, aber ob der Cop wirklich daran sterben sollte, muss erstmal bewiesen werden. Aufgrund der Schutzausrüstung ist wohl davon auszugehen, dass der Täter in keinem Fall mit Tötungsabsicht den Stein warf, bzw in Kauf genommen hat, dass der Wurf tödlich enden kann => gefährliche Körperverletzung. Anders sähe es aus, wenn er keine besondere Ausrüstung hätte.
Ich vermute auch, dass sich hier keine Tötungsabsicht nachweisen lässt und damit die Anklage wegen versuchten Totschlags nicht haltbar ist. Es wird vermutlich auf (versuchte) schwere Körperverletzung hinauslaufen. Wobei vermutlich strafmildernde Faktoren wie Alkoholisierung, Affekt durch die aufgeheizte Situation etc. geltend gemacht werden. Je nachdem wie die Situation wirklich ausgesehen hat und wie lückenlos die Staatsanwaltschaft den Tathergang rekonstruieren und Tatmerkmale beweisen kann, gehe ich davon aus, dass von einer Bewährungsstrafe bis zu einer Strafe von wenigen Jahren alles realistisch ist. Die in der Presse genannten "5 bis 15 Jahre" für Totschlag halte ich für sehr unrealistisch, wenn auch in meinen Augen durchaus "gerecht".
19.03.2015 - 15:25 Uhr
Irgendwie erinnert das ja alles auch an Ereignisse im politischen und gesellschaftlichen Umfeld.
Dabei spielt auch die jeweilige Richtung keine Rolle mehr. Egal, ob die USP sich vor dem Jolly Roger mit der Polente drischt oder unsere eigenen Low-Brainer austicken, ob in Köln die Bewahrer der "deutschen Kultur" (und im Nebenberuf Hooligans) sich gar vereinsübergreifend eher rechts "artikulieren" oder die autonome "Antifa" das Bankenviertel in Frankfurt aufmischt. Es gedeiht immer mehr Gewalt und Extremismus.
Das alles passiert in Bereichen, in denen Krawallmachern eine Plattform zur Verfügung steht und in denen eine sensationsgeile Presse draufhält, übertreibt und lügt, in der auch die Polizei oft nicht ganz unschuldig ist.
Deshalb ist nüchterne Betrachtung aber dann eben auch klare Sanktionierung nötig.
Und meine Meinung, sollte sich die Tat (2 kg Pflasterstein in Richtung Mensch) der betreffenden Person nachweisen lassen, dann ist eine Bewährungsstrafe zu wenig.
Dabei spielt auch die jeweilige Richtung keine Rolle mehr. Egal, ob die USP sich vor dem Jolly Roger mit der Polente drischt oder unsere eigenen Low-Brainer austicken, ob in Köln die Bewahrer der "deutschen Kultur" (und im Nebenberuf Hooligans) sich gar vereinsübergreifend eher rechts "artikulieren" oder die autonome "Antifa" das Bankenviertel in Frankfurt aufmischt. Es gedeiht immer mehr Gewalt und Extremismus.
Das alles passiert in Bereichen, in denen Krawallmachern eine Plattform zur Verfügung steht und in denen eine sensationsgeile Presse draufhält, übertreibt und lügt, in der auch die Polizei oft nicht ganz unschuldig ist.
Deshalb ist nüchterne Betrachtung aber dann eben auch klare Sanktionierung nötig.
Und meine Meinung, sollte sich die Tat (2 kg Pflasterstein in Richtung Mensch) der betreffenden Person nachweisen lassen, dann ist eine Bewährungsstrafe zu wenig.
19.03.2015 - 15:31 Uhr
Zitat von Kassandra
Und meine Meinung, sollte sich die Tat (2 kg Pflasterstein in Richtung Mensch) der betreffenden Person nachweisen lassen, dann ist eine Bewährungsstrafe zu wenig.
Und meine Meinung, sollte sich die Tat (2 kg Pflasterstein in Richtung Mensch) der betreffenden Person nachweisen lassen, dann ist eine Bewährungsstrafe zu wenig.
Bei so einer Sache wird es (wenn Tat bewiesen werden sollte) wohl eher auf gefährliche Körperverletzung hinauslaufen. Also irgendwas zwischen nem halben Jahr auf Bewährung und 10 Jahren. Sollte der Verurteilte vorher schon (wie berichtet) Mist gebaut haben, dann wird sich das Strafmaß wohl eher im mittleren bis hohen Bereich des Möglichen abspielen.
Ansonsten: Gedeiht wirklich mehr Gewalt und Extremismus? War es früher besser? War es anders? Oder wurde nur viel weniger oder viel nüchterner darüber berichtet? Ich hab mich heute tatsächlich gewundert, dass von Frankfurt überhaupt noch irgendwas steht. Tuts aber...
20.03.2015 - 08:23 Uhr
Es war früher nicht besser, nur anders.
Die Presse tut dann ihr Übriges, um Angst und Schrecken zu verbreiten oder um bestimmte Gruppen zu diffamieren. Das funktioniert natürlich bestens, wenn es traditionelle Sündenböcke gibt.
Früher wars auch nicht so einfach, zu jeder Rauchsäule gleich die passende Kamera parat zu haben oder den Reporter, der dazu was textet.. jetzt hat man es in 2 min auf Facebook, wenn es irgendwo scheppert. Das schürt das Pressefeuer zusätzlich.
Die Presse tut dann ihr Übriges, um Angst und Schrecken zu verbreiten oder um bestimmte Gruppen zu diffamieren. Das funktioniert natürlich bestens, wenn es traditionelle Sündenböcke gibt.
Früher wars auch nicht so einfach, zu jeder Rauchsäule gleich die passende Kamera parat zu haben oder den Reporter, der dazu was textet.. jetzt hat man es in 2 min auf Facebook, wenn es irgendwo scheppert. Das schürt das Pressefeuer zusätzlich.
20.03.2015 - 09:29 Uhr
Zitat von dudley
jetzt hat man es in 2 min auf Facebook, wenn es irgendwo scheppert. Das schürt das Pressefeuer zusätzlich.
jetzt hat man es in 2 min auf Facebook, wenn es irgendwo scheppert. Das schürt das Pressefeuer zusätzlich.
Dazu hat heute morgen auf NDR Info ein Medienwissenschaftler irgendwen rezitiert: "Informationen sind schnell - Wahrheit braucht Zeit"
Wir leben in einer Gesellschaft, wo man schnell dabei ist empört zu sein. So auch hier bei uns - da kommt die Nachricht, dass jemand in U-Haft sitzt wegen diesem oder jenem und gleich fordern einige die Höchststrafe. Ich nehme mich da selber nicht aus - aber manchmal lohnt es sich erstmal zu schauen und abzuwarten. Im Übrigen auch ein Grund, warum man Portale wie Spiegel Online nicht mit dem Printmedium verwechseln sollt: Das eine ist zumindest potentiell Qualitätsjournaismus, das andere ist schnelle Information vermischt mit persönlichen Meinungen.
13.12.2016 - 23:21 Uhr
Ich habe gerade eine Nachricht auf 3.Liga-Online gelesen, die ich gerne hier noch mal als "Wachrüttler" posten möchte.
Vielleicht überdenkt ja der eine oder andere noch mal sein Handeln. Es geht nämlich doch um Menschenleben.
http://www.liga3-online.de/bengalo-wurf-bewaehrungs-und-geldstrafe-fuer-zwickau-fan/
Vielleicht überdenkt ja der eine oder andere noch mal sein Handeln. Es geht nämlich doch um Menschenleben.
http://www.liga3-online.de/bengalo-wurf-bewaehrungs-und-geldstrafe-fuer-zwickau-fan/
14.12.2016 - 07:07 Uhr
Wäre zwar schön, aber wird denen auch egal sein.
14.12.2016 - 14:24 Uhr
Zitat von mauclub
Ich habe gerade eine Nachricht auf 3.Liga-Online gelesen, die ich gerne hier noch mal als "Wachrüttler" posten möchte.
Vielleicht überdenkt ja der eine oder andere noch mal sein Handeln. Es geht nämlich doch um Menschenleben.
http://www.liga3-online.de/bengalo-wurf-bewaehrungs-und-geldstrafe-fuer-zwickau-fan/
Ich habe gerade eine Nachricht auf 3.Liga-Online gelesen, die ich gerne hier noch mal als "Wachrüttler" posten möchte.
Vielleicht überdenkt ja der eine oder andere noch mal sein Handeln. Es geht nämlich doch um Menschenleben.
http://www.liga3-online.de/bengalo-wurf-bewaehrungs-und-geldstrafe-fuer-zwickau-fan/
So sehr ich unserem Rechts- und Justizsystem auch vertraue, bei der lächerlichen Strafe wird das von den Protagonisten niemand überdenken.
Schade auch, dass genau solche Leute nicht die Eier haben vor Gericht zu sagen "Hey, das wollte ich, das war mein Ziel". Dafür ist man nämlich viel zu klein und feige.
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