| Geburtsdatum | 30.03.1993 |
|---|---|
| Alter | 33 |
| Nat. |
Deutschland |
| Größe | 1,95m |
| Vertrag bis | 30.06.2028 |
| Position | Mittelstürmer |
| Fuß | links |
| Akt. Verein | VfL Bochum |
Leistungsdaten: 26/27
| Wettbewerb | wettbewerb | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Insgesamt | 2 | 1 | - | ||
![]() | 2. Bundesliga | 2 | 1 | - | |
Philipp Hofmann [33]
11.06.2019 - 10:09 Uhr
23.09.2020 - 16:45 Uhr
Tatsächlich hat mich die „Causa Hofmann“ in den letzten Tagen sehr beschäftigt. Viele Facetten des modernen Fußballs, der Wirtschaft, aber auch des traditionellen wie auch modernen Fantums prallen hier aufeinander.
Zuallererst, bevor ich ins Detail meiner eigenen Sicht der Dinge gehe, möchte ich darauf verweisen, dass uns wohl allen (und wenn nicht uns allen, dann zumindest den meisten, mir inklusive) eine 360°-Sicht auf die Situation fehlt. Aber ich möchte tatsächlich einfach mal für mich beleuchten, wie die einzelnen Parteien agierten haben, was das jeweils bedeutete und am Ende eine Schlussfolgerung ziehen, was das für die neue Situation bedeutet.
1) Der Spieler Philipp Hofmann
Philipp kam vor der vergangenen Saison zu uns. Er war mit Braunschweig gerade so dem Abstieg aus der dritten Liga entgangen, hatte dazu mit einer respektablen, keineswegs herausragenden Quote von 10 Toren in 38 Spielen beigetragen. Zum Vergleich: In derselben Saison stiegen wir auf, mit 22 Toren von Pourie, 15 von Fink. Spieler wie Kyereh, Kobylanski, Proschwitz und Schäffler zeigten sich treffsicherer.
Das Interesse an Hofmann, da bin ich mir ziemlich sicher, war nicht das Größte. Die Jahre davor in Fürth, Brentford und Kaiserslautern lief für ihn nicht allzu viel zusammen. Und trotzdem war da der KSC, der ihm eine Chance gab, mit in die zweite Liga zu gehen. Für Hofmann war es die Chance, noch einmal im Unterhaus seine Klasse zu beweisen, was ihm beim FCK, in Ingolstadt und in Paderborn immer nur in Ansätzen gelang.
Beim KSC etablierte sich Hofmann durch seine Präsenz alsbald zur zentralen Figur im Sturmzentrum. Pourie durfte sich, die Geschichte kennen wir, hintenanstellen. Und Pourie zahlte zurück, mit Toren und Vorlagen. 23 Scorer-Punkte standen am Ende der Saison zubuche, und natürlich, das war auch ihm bewusst, weckte das das Interesse weiterer Vereine, die noch über dem KSC angesiedelt sind.
Es ist Hofmann gar nicht zu verdenken, dass er sich wünschte, aus dieser Situation heraus seine Chance nach Bundesliga-Fußball zu ergreifen. Schließlich galt er bei Schalke in den U-Mannschaften einst als das große Sturmtalent. Und ihm ist sicher auch bewusst, dass es seine einzige Chance bleiben dürfte, wenn er nicht eine weitere Saison dieser Klasse nachlegen kann. Das kann in Ansporn münden, oder in Druck. Mit der Nachfrage von Union setzte bei ihm zweiteres ein, und damit sicher auch ein wenig Angst. Seine Reaktion ist, nachdem ich es mir mehrfach durch den Kopf habe gehen lassen, irgendwo nachvollziehbar – aber auch ein wenig unfair seinen Teamkameraden gegenüber. An seinen 23 Scorerpunkten war schließlich auch der Rest des Teams beteiligt.
Ich gestehe Hofmann hier eine hohe emotionale Komponente zu, die es aus meiner Sicht zumindest nicht zulässt, ihn als Söldner, Verräter oder was auch sonst für Begriffe hier fielen, zu bezeichnen. Dennoch war ihm um seine Vertragssituation bewusst, und derer hätte er sich im Angesicht seiner Handlungen jederzeit bewusst sein müssen. Der KSC hat ihm viel zu verdanken, aber er auch dem KSC.
2) Der Verein Karlsruher SC (insbesondere in Persona Kreuzer)
Mit Philipp Hofmann hat der KSC einen echten Glücksgriff erzielt. Ein ordentlicher Stürmer aus Liga 3, der in Liga 2 richtig zündet, und das ohne Ablösesumme. Für Kreuzer ein extrem erfolgreicher, für den KSC ein extrem wichtiger Transfer. In Karlsruhe wurde ihm die Chance auf Liga 2 gegeben, wo Hofmann offensichtlich erstmal hinwollte, ließ er sich doch in den Vertrag schreiben, dass er bei Abstieg ablösefrei wechseln darf. Nicht aber bei Klassenerhalt, den das Team gemeinsam erzielte. Und: Der KSC war so clever, seine Vertragslaufzeit mit einer Klausel zu erweitern, die den Vertrag um ein weiteres Jahr verlängert, sollte er in der erneuten Zweitliga-Saison sechs Einsätze erhalten.
Als sich das Stürmer-Geschiebe zwischen den Vereinen ankündigte, fand man sich in Karlsruhe in einer guten Situation wieder: Ein top Stürmer, der vertraglich an den KSC gebunden ist, und der bei Vereinen begehrt ist, die gerade finanzielle Mittel erhalten haben.
Kreuzer machte von Anfang an unmissverständlich klar, dass Hofmann entweder beim KSC bleibt, oder maßgeblich zur Verbesserung der finanziellen Situation des Vereins beiträgt. Ein Zwischending gibt es nicht – warum auch: PH spielte eine herausragende Saison. Bleibt er, verspricht sich der Verein weiterhin sportlichen Erfolg mit ihm. 4 Mio. kommunizierte er, auch wenn er wohl, so gaben es später einige Medien wieder, bei 3 Mio. wohl zugesagt hätte (@michimaschi
)
Ich sehe es als ungerechtfertigt an, dem Spieler damit indirekt zu sagen, er sei unverkäuflich. Das war er nicht. Er verkäuflich, aber eben für eine Summe, die den sportlichen Wert des Spielers für den Verein sowie seine wirtschaftliche Konsolidierungsmöglichkeiten gleichermaßen bedient. Und das stand so offensichtlich in den Gazetten, dass ich hier auch die Vorwürfe von außen nicht verstehe.
Stark finde ich auch, wie Eichner sich in der Situation verhalten hat, und den Medien wie auch dem Spieler unmissverständlich klar gemacht, dass er mit ihm plant. Ein sehr positiver Ansatz, der PH zum einen auf den Boden zurückholte, aber zum anderen auch die Tür zurück in die Mannschaft speerangelweit offenhält.
3) Union Berlin
Zu Union gibt es an dieser Stelle aus meiner Sicht genau dasselbe zu sagen wie zum KSC – nur umgekehrt. In Köpenick hat man versucht (oder versucht weiterhin), ein Schnäppchen zu schießen, was ich für absolut legitim halte. Ich glaube auch, dass Union sehr genau wusste, dass die Chancen für den Transfer mit den gebotenen Summen gering sind. Versuchen durften sie es aber, und sicher setzten sie auch auf den Willen und die Überzeugungskraft vonseiten des Spielers (bzw. der weiteren Spieler). Ich halte das für nicht verwerflich – aber ich halte es für konsequent vonseiten des KSC, das zu durchschauen und damit entsprechend umzugehen.
4) Fans
Schade finde ich es, dass rund um PH nun so viele Extreme geäußert werden. Er hatte den Traum der Bundesliga vor sich – und da ist eine emotionale Reaktion, auch begleitet von einer psychischen Drucksituation, durchaus nachvollziehbar. Dass sein Interview auf ksc.de natürlich einen harten PR-Touch zeigt, ist auch keine Überraschung. Aber er derzeit wohl weder ein Verräter oder Söldner, noch der verlorene Sohn. Er ist ein Spieler mit Vertrag, der aufgrund einer sportlichen Perspektive den Verein verlassen wollte, aber sich nun mit der Situation anfreunden muss, einen kleineren Eklat verursacht zu haben, für den er sich beim Team entschuldigen muss – und nach dem er sich seinen Platz zurückkämpfen muss, und, da bin ich mir sicher, auch wird.
5) Schlussfolgerung
Alles in allem finde ich ist die Situation ist damit durch. Wir hatten zwei klare Vereinsfronten und ein Spieler, der ein wenig dazwischen gefangen war, und in seinem Eifer etwas über das Ziel hinausgeschossen wird. Weder Lobeshymnen noch Verachtung sehe ich gegenüber PH als angebracht. Schlicht die Erwartungshaltung, dass er besser heute als morgen wieder sein Trikot für den KSC zerreißt. Ich bin gespannt!
Zuallererst, bevor ich ins Detail meiner eigenen Sicht der Dinge gehe, möchte ich darauf verweisen, dass uns wohl allen (und wenn nicht uns allen, dann zumindest den meisten, mir inklusive) eine 360°-Sicht auf die Situation fehlt. Aber ich möchte tatsächlich einfach mal für mich beleuchten, wie die einzelnen Parteien agierten haben, was das jeweils bedeutete und am Ende eine Schlussfolgerung ziehen, was das für die neue Situation bedeutet.
1) Der Spieler Philipp Hofmann
Philipp kam vor der vergangenen Saison zu uns. Er war mit Braunschweig gerade so dem Abstieg aus der dritten Liga entgangen, hatte dazu mit einer respektablen, keineswegs herausragenden Quote von 10 Toren in 38 Spielen beigetragen. Zum Vergleich: In derselben Saison stiegen wir auf, mit 22 Toren von Pourie, 15 von Fink. Spieler wie Kyereh, Kobylanski, Proschwitz und Schäffler zeigten sich treffsicherer.
Das Interesse an Hofmann, da bin ich mir ziemlich sicher, war nicht das Größte. Die Jahre davor in Fürth, Brentford und Kaiserslautern lief für ihn nicht allzu viel zusammen. Und trotzdem war da der KSC, der ihm eine Chance gab, mit in die zweite Liga zu gehen. Für Hofmann war es die Chance, noch einmal im Unterhaus seine Klasse zu beweisen, was ihm beim FCK, in Ingolstadt und in Paderborn immer nur in Ansätzen gelang.
Beim KSC etablierte sich Hofmann durch seine Präsenz alsbald zur zentralen Figur im Sturmzentrum. Pourie durfte sich, die Geschichte kennen wir, hintenanstellen. Und Pourie zahlte zurück, mit Toren und Vorlagen. 23 Scorer-Punkte standen am Ende der Saison zubuche, und natürlich, das war auch ihm bewusst, weckte das das Interesse weiterer Vereine, die noch über dem KSC angesiedelt sind.
Es ist Hofmann gar nicht zu verdenken, dass er sich wünschte, aus dieser Situation heraus seine Chance nach Bundesliga-Fußball zu ergreifen. Schließlich galt er bei Schalke in den U-Mannschaften einst als das große Sturmtalent. Und ihm ist sicher auch bewusst, dass es seine einzige Chance bleiben dürfte, wenn er nicht eine weitere Saison dieser Klasse nachlegen kann. Das kann in Ansporn münden, oder in Druck. Mit der Nachfrage von Union setzte bei ihm zweiteres ein, und damit sicher auch ein wenig Angst. Seine Reaktion ist, nachdem ich es mir mehrfach durch den Kopf habe gehen lassen, irgendwo nachvollziehbar – aber auch ein wenig unfair seinen Teamkameraden gegenüber. An seinen 23 Scorerpunkten war schließlich auch der Rest des Teams beteiligt.
Ich gestehe Hofmann hier eine hohe emotionale Komponente zu, die es aus meiner Sicht zumindest nicht zulässt, ihn als Söldner, Verräter oder was auch sonst für Begriffe hier fielen, zu bezeichnen. Dennoch war ihm um seine Vertragssituation bewusst, und derer hätte er sich im Angesicht seiner Handlungen jederzeit bewusst sein müssen. Der KSC hat ihm viel zu verdanken, aber er auch dem KSC.
2) Der Verein Karlsruher SC (insbesondere in Persona Kreuzer)
Mit Philipp Hofmann hat der KSC einen echten Glücksgriff erzielt. Ein ordentlicher Stürmer aus Liga 3, der in Liga 2 richtig zündet, und das ohne Ablösesumme. Für Kreuzer ein extrem erfolgreicher, für den KSC ein extrem wichtiger Transfer. In Karlsruhe wurde ihm die Chance auf Liga 2 gegeben, wo Hofmann offensichtlich erstmal hinwollte, ließ er sich doch in den Vertrag schreiben, dass er bei Abstieg ablösefrei wechseln darf. Nicht aber bei Klassenerhalt, den das Team gemeinsam erzielte. Und: Der KSC war so clever, seine Vertragslaufzeit mit einer Klausel zu erweitern, die den Vertrag um ein weiteres Jahr verlängert, sollte er in der erneuten Zweitliga-Saison sechs Einsätze erhalten.
Als sich das Stürmer-Geschiebe zwischen den Vereinen ankündigte, fand man sich in Karlsruhe in einer guten Situation wieder: Ein top Stürmer, der vertraglich an den KSC gebunden ist, und der bei Vereinen begehrt ist, die gerade finanzielle Mittel erhalten haben.
Kreuzer machte von Anfang an unmissverständlich klar, dass Hofmann entweder beim KSC bleibt, oder maßgeblich zur Verbesserung der finanziellen Situation des Vereins beiträgt. Ein Zwischending gibt es nicht – warum auch: PH spielte eine herausragende Saison. Bleibt er, verspricht sich der Verein weiterhin sportlichen Erfolg mit ihm. 4 Mio. kommunizierte er, auch wenn er wohl, so gaben es später einige Medien wieder, bei 3 Mio. wohl zugesagt hätte (@michimaschi
) Ich sehe es als ungerechtfertigt an, dem Spieler damit indirekt zu sagen, er sei unverkäuflich. Das war er nicht. Er verkäuflich, aber eben für eine Summe, die den sportlichen Wert des Spielers für den Verein sowie seine wirtschaftliche Konsolidierungsmöglichkeiten gleichermaßen bedient. Und das stand so offensichtlich in den Gazetten, dass ich hier auch die Vorwürfe von außen nicht verstehe.
Stark finde ich auch, wie Eichner sich in der Situation verhalten hat, und den Medien wie auch dem Spieler unmissverständlich klar gemacht, dass er mit ihm plant. Ein sehr positiver Ansatz, der PH zum einen auf den Boden zurückholte, aber zum anderen auch die Tür zurück in die Mannschaft speerangelweit offenhält.
3) Union Berlin
Zu Union gibt es an dieser Stelle aus meiner Sicht genau dasselbe zu sagen wie zum KSC – nur umgekehrt. In Köpenick hat man versucht (oder versucht weiterhin), ein Schnäppchen zu schießen, was ich für absolut legitim halte. Ich glaube auch, dass Union sehr genau wusste, dass die Chancen für den Transfer mit den gebotenen Summen gering sind. Versuchen durften sie es aber, und sicher setzten sie auch auf den Willen und die Überzeugungskraft vonseiten des Spielers (bzw. der weiteren Spieler). Ich halte das für nicht verwerflich – aber ich halte es für konsequent vonseiten des KSC, das zu durchschauen und damit entsprechend umzugehen.
4) Fans
Schade finde ich es, dass rund um PH nun so viele Extreme geäußert werden. Er hatte den Traum der Bundesliga vor sich – und da ist eine emotionale Reaktion, auch begleitet von einer psychischen Drucksituation, durchaus nachvollziehbar. Dass sein Interview auf ksc.de natürlich einen harten PR-Touch zeigt, ist auch keine Überraschung. Aber er derzeit wohl weder ein Verräter oder Söldner, noch der verlorene Sohn. Er ist ein Spieler mit Vertrag, der aufgrund einer sportlichen Perspektive den Verein verlassen wollte, aber sich nun mit der Situation anfreunden muss, einen kleineren Eklat verursacht zu haben, für den er sich beim Team entschuldigen muss – und nach dem er sich seinen Platz zurückkämpfen muss, und, da bin ich mir sicher, auch wird.
5) Schlussfolgerung
Alles in allem finde ich ist die Situation ist damit durch. Wir hatten zwei klare Vereinsfronten und ein Spieler, der ein wenig dazwischen gefangen war, und in seinem Eifer etwas über das Ziel hinausgeschossen wird. Weder Lobeshymnen noch Verachtung sehe ich gegenüber PH als angebracht. Schlicht die Erwartungshaltung, dass er besser heute als morgen wieder sein Trikot für den KSC zerreißt. Ich bin gespannt!
Dieser Beitrag wurde zuletzt von soulKSC am 23.09.2020 um 16:46 Uhr bearbeitet
23.09.2020 - 16:49 Uhr
Angebot und Nachfrage regeln den Preis. Die gezeigten charakterlichen Defizite können einen Spieler weniger wertvoll machen. Das Risiko, dass Hofmann sich außerstande sieht zu spielen, wenn ihm etwas massiv stinkt wird eingepreist. Es gibt aber intelligente und weniger intelligente Einkäufer. Für Stürmer wie Hofmann gibt es immer einen Markt. Erfreulicherweise sind wir nicht zum Verkauf gezwungen. Ich hätte es vorgezogen Hofmann abzugeben, aber eben nicht unter 2 Mio.
Aber noch ist Zeit dafür.
Aber noch ist Zeit dafür.
Zitat von Scrapmaster
Und du glaubst jetzt ernsthaft, dass wenn ein Verein durch Verletzung oder sonstiges einen Stürmer seines Formats benötigt die Meinung der Union-Fans interessiert oder Kreuzer sagt: In Ordnung er hat sich beim letztenmal Kacke verhalten ihr bekommt einen Charakter-Rabatt?. Er hat bei uns Vertrag und wir wollen 3 Mio. also ist das für uns sein Marktwert ganz egal wer meint den Wert irgendeines Spielers irgendwo taxieren zu müssen.
Zitat von Fuzzy
Sein Marktwert hat sich deshalb reduziert, weil sein Verhalten als Streik zum Erzwingen eines Wechsel gewertet werden kann. Unionfans hatten sich schon gegen Hofmann ausgesprochen, weil sein Verhalten nicht zu den Werten des Vereins passe.
Sein Marktwert hat sich deshalb reduziert, weil sein Verhalten als Streik zum Erzwingen eines Wechsel gewertet werden kann. Unionfans hatten sich schon gegen Hofmann ausgesprochen, weil sein Verhalten nicht zu den Werten des Vereins passe.
Und du glaubst jetzt ernsthaft, dass wenn ein Verein durch Verletzung oder sonstiges einen Stürmer seines Formats benötigt die Meinung der Union-Fans interessiert oder Kreuzer sagt: In Ordnung er hat sich beim letztenmal Kacke verhalten ihr bekommt einen Charakter-Rabatt?. Er hat bei uns Vertrag und wir wollen 3 Mio. also ist das für uns sein Marktwert ganz egal wer meint den Wert irgendeines Spielers irgendwo taxieren zu müssen.
23.09.2020 - 17:15 Uhr
Zitat von soulKSC
Tatsächlich hat mich die „Causa Hofmann“ in den letzten Tagen sehr beschäftigt. Viele Facetten des modernen Fußballs, der Wirtschaft, aber auch des traditionellen wie auch modernen Fantums prallen hier aufeinander.
Zuallererst, bevor ich ins Detail meiner eigenen Sicht der Dinge gehe, möchte ich darauf verweisen, dass uns wohl allen (und wenn nicht uns allen, dann zumindest den meisten, mir inklusive) eine 360°-Sicht auf die Situation fehlt. Aber ich möchte tatsächlich einfach mal für mich beleuchten, wie die einzelnen Parteien agierten haben, was das jeweils bedeutete und am Ende eine Schlussfolgerung ziehen, was das für die neue Situation bedeutet.
1) Der Spieler Philipp Hofmann
Philipp kam vor der vergangenen Saison zu uns. Er war mit Braunschweig gerade so dem Abstieg aus der dritten Liga entgangen, hatte dazu mit einer respektablen, keineswegs herausragenden Quote von 10 Toren in 38 Spielen beigetragen. Zum Vergleich: In derselben Saison stiegen wir auf, mit 22 Toren von Pourie, 15 von Fink. Spieler wie Kyereh, Kobylanski, Proschwitz und Schäffler zeigten sich treffsicherer.
Das Interesse an Hofmann, da bin ich mir ziemlich sicher, war nicht das Größte. Die Jahre davor in Fürth, Brentford und Kaiserslautern lief für ihn nicht allzu viel zusammen. Und trotzdem war da der KSC, der ihm eine Chance gab, mit in die zweite Liga zu gehen. Für Hofmann war es die Chance, noch einmal im Unterhaus seine Klasse zu beweisen, was ihm beim FCK, in Ingolstadt und in Paderborn immer nur in Ansätzen gelang.
Beim KSC etablierte sich Hofmann durch seine Präsenz alsbald zur zentralen Figur im Sturmzentrum. Pourie durfte sich, die Geschichte kennen wir, hintenanstellen. Und Pourie zahlte zurück, mit Toren und Vorlagen. 23 Scorer-Punkte standen am Ende der Saison zubuche, und natürlich, das war auch ihm bewusst, weckte das das Interesse weiterer Vereine, die noch über dem KSC angesiedelt sind.
Es ist Hofmann gar nicht zu verdenken, dass er sich wünschte, aus dieser Situation heraus seine Chance nach Bundesliga-Fußball zu ergreifen. Schließlich galt er bei Schalke in den U-Mannschaften einst als das große Sturmtalent. Und ihm ist sicher auch bewusst, dass es seine einzige Chance bleiben dürfte, wenn er nicht eine weitere Saison dieser Klasse nachlegen kann. Das kann in Ansporn münden, oder in Druck. Mit der Nachfrage von Union setzte bei ihm zweiteres ein, und damit sicher auch ein wenig Angst. Seine Reaktion ist, nachdem ich es mir mehrfach durch den Kopf habe gehen lassen, irgendwo nachvollziehbar – aber auch ein wenig unfair seinen Teamkameraden gegenüber. An seinen 23 Scorerpunkten war schließlich auch der Rest des Teams beteiligt.
Ich gestehe Hofmann hier eine hohe emotionale Komponente zu, die es aus meiner Sicht zumindest nicht zulässt, ihn als Söldner, Verräter oder was auch sonst für Begriffe hier fielen, zu bezeichnen. Dennoch war ihm um seine Vertragssituation bewusst, und derer hätte er sich im Angesicht seiner Handlungen jederzeit bewusst sein müssen. Der KSC hat ihm viel zu verdanken, aber er auch dem KSC.
2) Der Verein Karlsruher SC (insbesondere in Persona Kreuzer)
Mit Philipp Hofmann hat der KSC einen echten Glücksgriff erzielt. Ein ordentlicher Stürmer aus Liga 3, der in Liga 2 richtig zündet, und das ohne Ablösesumme. Für Kreuzer ein extrem erfolgreicher, für den KSC ein extrem wichtiger Transfer. In Karlsruhe wurde ihm die Chance auf Liga 2 gegeben, wo Hofmann offensichtlich erstmal hinwollte, ließ er sich doch in den Vertrag schreiben, dass er bei Abstieg ablösefrei wechseln darf. Nicht aber bei Klassenerhalt, den das Team gemeinsam erzielte. Und: Der KSC war so clever, seine Vertragslaufzeit mit einer Klausel zu erweitern, die den Vertrag um ein weiteres Jahr verlängert, sollte er in der erneuten Zweitliga-Saison sechs Einsätze erhalten.
Als sich das Stürmer-Geschiebe zwischen den Vereinen ankündigte, fand man sich in Karlsruhe in einer guten Situation wieder: Ein top Stürmer, der vertraglich an den KSC gebunden ist, und der bei Vereinen begehrt ist, die gerade finanzielle Mittel erhalten haben.
Kreuzer machte von Anfang an unmissverständlich klar, dass Hofmann entweder beim KSC bleibt, oder maßgeblich zur Verbesserung der finanziellen Situation des Vereins beiträgt. Ein Zwischending gibt es nicht – warum auch: PH spielte eine herausragende Saison. Bleibt er, verspricht sich der Verein weiterhin sportlichen Erfolg mit ihm. 4 Mio. kommunizierte er, auch wenn er wohl, so gaben es später einige Medien wieder, bei 3 Mio. wohl zugesagt hätte (@michimaschi
)
Ich sehe es als ungerechtfertigt an, dem Spieler damit indirekt zu sagen, er sei unverkäuflich. Das war er nicht. Er verkäuflich, aber eben für eine Summe, die den sportlichen Wert des Spielers für den Verein sowie seine wirtschaftliche Konsolidierungsmöglichkeiten gleichermaßen bedient. Und das stand so offensichtlich in den Gazetten, dass ich hier auch die Vorwürfe von außen nicht verstehe.
Stark finde ich auch, wie Eichner sich in der Situation verhalten hat, und den Medien wie auch dem Spieler unmissverständlich klar gemacht, dass er mit ihm plant. Ein sehr positiver Ansatz, der PH zum einen auf den Boden zurückholte, aber zum anderen auch die Tür zurück in die Mannschaft speerangelweit offenhält.
3) Union Berlin
Zu Union gibt es an dieser Stelle aus meiner Sicht genau dasselbe zu sagen wie zum KSC – nur umgekehrt. In Köpenick hat man versucht (oder versucht weiterhin), ein Schnäppchen zu schießen, was ich für absolut legitim halte. Ich glaube auch, dass Union sehr genau wusste, dass die Chancen für den Transfer mit den gebotenen Summen gering sind. Versuchen durften sie es aber, und sicher setzten sie auch auf den Willen und die Überzeugungskraft vonseiten des Spielers (bzw. der weiteren Spieler). Ich halte das für nicht verwerflich – aber ich halte es für konsequent vonseiten des KSC, das zu durchschauen und damit entsprechend umzugehen.
4) Fans
Schade finde ich es, dass rund um PH nun so viele Extreme geäußert werden. Er hatte den Traum der Bundesliga vor sich – und da ist eine emotionale Reaktion, auch begleitet von einer psychischen Drucksituation, durchaus nachvollziehbar. Dass sein Interview auf ksc.de natürlich einen harten PR-Touch zeigt, ist auch keine Überraschung. Aber er derzeit wohl weder ein Verräter oder Söldner, noch der verlorene Sohn. Er ist ein Spieler mit Vertrag, der aufgrund einer sportlichen Perspektive den Verein verlassen wollte, aber sich nun mit der Situation anfreunden muss, einen kleineren Eklat verursacht zu haben, für den er sich beim Team entschuldigen muss – und nach dem er sich seinen Platz zurückkämpfen muss, und, da bin ich mir sicher, auch wird.
5) Schlussfolgerung
Alles in allem finde ich ist die Situation ist damit durch. Wir hatten zwei klare Vereinsfronten und ein Spieler, der ein wenig dazwischen gefangen war, und in seinem Eifer etwas über das Ziel hinausgeschossen wird. Weder Lobeshymnen noch Verachtung sehe ich gegenüber PH als angebracht. Schlicht die Erwartungshaltung, dass er besser heute als morgen wieder sein Trikot für den KSC zerreißt. Ich bin gespannt!
Tatsächlich hat mich die „Causa Hofmann“ in den letzten Tagen sehr beschäftigt. Viele Facetten des modernen Fußballs, der Wirtschaft, aber auch des traditionellen wie auch modernen Fantums prallen hier aufeinander.
Zuallererst, bevor ich ins Detail meiner eigenen Sicht der Dinge gehe, möchte ich darauf verweisen, dass uns wohl allen (und wenn nicht uns allen, dann zumindest den meisten, mir inklusive) eine 360°-Sicht auf die Situation fehlt. Aber ich möchte tatsächlich einfach mal für mich beleuchten, wie die einzelnen Parteien agierten haben, was das jeweils bedeutete und am Ende eine Schlussfolgerung ziehen, was das für die neue Situation bedeutet.
1) Der Spieler Philipp Hofmann
Philipp kam vor der vergangenen Saison zu uns. Er war mit Braunschweig gerade so dem Abstieg aus der dritten Liga entgangen, hatte dazu mit einer respektablen, keineswegs herausragenden Quote von 10 Toren in 38 Spielen beigetragen. Zum Vergleich: In derselben Saison stiegen wir auf, mit 22 Toren von Pourie, 15 von Fink. Spieler wie Kyereh, Kobylanski, Proschwitz und Schäffler zeigten sich treffsicherer.
Das Interesse an Hofmann, da bin ich mir ziemlich sicher, war nicht das Größte. Die Jahre davor in Fürth, Brentford und Kaiserslautern lief für ihn nicht allzu viel zusammen. Und trotzdem war da der KSC, der ihm eine Chance gab, mit in die zweite Liga zu gehen. Für Hofmann war es die Chance, noch einmal im Unterhaus seine Klasse zu beweisen, was ihm beim FCK, in Ingolstadt und in Paderborn immer nur in Ansätzen gelang.
Beim KSC etablierte sich Hofmann durch seine Präsenz alsbald zur zentralen Figur im Sturmzentrum. Pourie durfte sich, die Geschichte kennen wir, hintenanstellen. Und Pourie zahlte zurück, mit Toren und Vorlagen. 23 Scorer-Punkte standen am Ende der Saison zubuche, und natürlich, das war auch ihm bewusst, weckte das das Interesse weiterer Vereine, die noch über dem KSC angesiedelt sind.
Es ist Hofmann gar nicht zu verdenken, dass er sich wünschte, aus dieser Situation heraus seine Chance nach Bundesliga-Fußball zu ergreifen. Schließlich galt er bei Schalke in den U-Mannschaften einst als das große Sturmtalent. Und ihm ist sicher auch bewusst, dass es seine einzige Chance bleiben dürfte, wenn er nicht eine weitere Saison dieser Klasse nachlegen kann. Das kann in Ansporn münden, oder in Druck. Mit der Nachfrage von Union setzte bei ihm zweiteres ein, und damit sicher auch ein wenig Angst. Seine Reaktion ist, nachdem ich es mir mehrfach durch den Kopf habe gehen lassen, irgendwo nachvollziehbar – aber auch ein wenig unfair seinen Teamkameraden gegenüber. An seinen 23 Scorerpunkten war schließlich auch der Rest des Teams beteiligt.
Ich gestehe Hofmann hier eine hohe emotionale Komponente zu, die es aus meiner Sicht zumindest nicht zulässt, ihn als Söldner, Verräter oder was auch sonst für Begriffe hier fielen, zu bezeichnen. Dennoch war ihm um seine Vertragssituation bewusst, und derer hätte er sich im Angesicht seiner Handlungen jederzeit bewusst sein müssen. Der KSC hat ihm viel zu verdanken, aber er auch dem KSC.
2) Der Verein Karlsruher SC (insbesondere in Persona Kreuzer)
Mit Philipp Hofmann hat der KSC einen echten Glücksgriff erzielt. Ein ordentlicher Stürmer aus Liga 3, der in Liga 2 richtig zündet, und das ohne Ablösesumme. Für Kreuzer ein extrem erfolgreicher, für den KSC ein extrem wichtiger Transfer. In Karlsruhe wurde ihm die Chance auf Liga 2 gegeben, wo Hofmann offensichtlich erstmal hinwollte, ließ er sich doch in den Vertrag schreiben, dass er bei Abstieg ablösefrei wechseln darf. Nicht aber bei Klassenerhalt, den das Team gemeinsam erzielte. Und: Der KSC war so clever, seine Vertragslaufzeit mit einer Klausel zu erweitern, die den Vertrag um ein weiteres Jahr verlängert, sollte er in der erneuten Zweitliga-Saison sechs Einsätze erhalten.
Als sich das Stürmer-Geschiebe zwischen den Vereinen ankündigte, fand man sich in Karlsruhe in einer guten Situation wieder: Ein top Stürmer, der vertraglich an den KSC gebunden ist, und der bei Vereinen begehrt ist, die gerade finanzielle Mittel erhalten haben.
Kreuzer machte von Anfang an unmissverständlich klar, dass Hofmann entweder beim KSC bleibt, oder maßgeblich zur Verbesserung der finanziellen Situation des Vereins beiträgt. Ein Zwischending gibt es nicht – warum auch: PH spielte eine herausragende Saison. Bleibt er, verspricht sich der Verein weiterhin sportlichen Erfolg mit ihm. 4 Mio. kommunizierte er, auch wenn er wohl, so gaben es später einige Medien wieder, bei 3 Mio. wohl zugesagt hätte (@michimaschi
) Ich sehe es als ungerechtfertigt an, dem Spieler damit indirekt zu sagen, er sei unverkäuflich. Das war er nicht. Er verkäuflich, aber eben für eine Summe, die den sportlichen Wert des Spielers für den Verein sowie seine wirtschaftliche Konsolidierungsmöglichkeiten gleichermaßen bedient. Und das stand so offensichtlich in den Gazetten, dass ich hier auch die Vorwürfe von außen nicht verstehe.
Stark finde ich auch, wie Eichner sich in der Situation verhalten hat, und den Medien wie auch dem Spieler unmissverständlich klar gemacht, dass er mit ihm plant. Ein sehr positiver Ansatz, der PH zum einen auf den Boden zurückholte, aber zum anderen auch die Tür zurück in die Mannschaft speerangelweit offenhält.
3) Union Berlin
Zu Union gibt es an dieser Stelle aus meiner Sicht genau dasselbe zu sagen wie zum KSC – nur umgekehrt. In Köpenick hat man versucht (oder versucht weiterhin), ein Schnäppchen zu schießen, was ich für absolut legitim halte. Ich glaube auch, dass Union sehr genau wusste, dass die Chancen für den Transfer mit den gebotenen Summen gering sind. Versuchen durften sie es aber, und sicher setzten sie auch auf den Willen und die Überzeugungskraft vonseiten des Spielers (bzw. der weiteren Spieler). Ich halte das für nicht verwerflich – aber ich halte es für konsequent vonseiten des KSC, das zu durchschauen und damit entsprechend umzugehen.
4) Fans
Schade finde ich es, dass rund um PH nun so viele Extreme geäußert werden. Er hatte den Traum der Bundesliga vor sich – und da ist eine emotionale Reaktion, auch begleitet von einer psychischen Drucksituation, durchaus nachvollziehbar. Dass sein Interview auf ksc.de natürlich einen harten PR-Touch zeigt, ist auch keine Überraschung. Aber er derzeit wohl weder ein Verräter oder Söldner, noch der verlorene Sohn. Er ist ein Spieler mit Vertrag, der aufgrund einer sportlichen Perspektive den Verein verlassen wollte, aber sich nun mit der Situation anfreunden muss, einen kleineren Eklat verursacht zu haben, für den er sich beim Team entschuldigen muss – und nach dem er sich seinen Platz zurückkämpfen muss, und, da bin ich mir sicher, auch wird.
5) Schlussfolgerung
Alles in allem finde ich ist die Situation ist damit durch. Wir hatten zwei klare Vereinsfronten und ein Spieler, der ein wenig dazwischen gefangen war, und in seinem Eifer etwas über das Ziel hinausgeschossen wird. Weder Lobeshymnen noch Verachtung sehe ich gegenüber PH als angebracht. Schlicht die Erwartungshaltung, dass er besser heute als morgen wieder sein Trikot für den KSC zerreißt. Ich bin gespannt!
Das hast du tatsächlich sehr gut zusammengefasst
Und es fällt mir nicht schwer das zu sagen
23.09.2020 - 17:45 Uhr
Zitat von soulKSC
Ist mir viel zu spekulativ...
Ist mir viel zu spekulativ...
Ich hoffe ich habe dabei ausreichend deutlich gemacht, dass das nur meine eigene Annahme ist die man selbstverständlich nicht teilen muss.
Lies einfach nochmal alle Interviews von Hofmann, dann passt das halt schon wie die Faust aufs Auge.
Gerade die Aussagen bezüglich "fairer Ablöse" dafür das wir nicht in Liga 3 mussten etc.
Naja, durchatmen und auf den Fussball am WE freuen, bei der Hoffi hoffentlich versöhnlich uns zum Sieg schießt!
23.09.2020 - 17:52 Uhr
Die Transferpolitik von UNION in Puncto Angreifer spricht nicht gerade dafür, das man mit Hofmann seit längerem was klar gehabt hätte.
Die beiden Sauerländer Hofmann und Ruhnert (UNION Sportchef) kennen sich und es scheint eher so, das der Kollege kontaktiert wurde, nachdem bei UNION klar war, das der eigentlich gesetzte Angriff mit Ujah und Kruse verletzt erst mal passen muß.
Die beiden Sauerländer Hofmann und Ruhnert (UNION Sportchef) kennen sich und es scheint eher so, das der Kollege kontaktiert wurde, nachdem bei UNION klar war, das der eigentlich gesetzte Angriff mit Ujah und Kruse verletzt erst mal passen muß.
23.09.2020 - 18:58 Uhr
Zitat von KSC3000
Die Transferpolitik von UNION in Puncto Angreifer spricht nicht gerade dafür, das man mit Hofmann seit längerem was klar gehabt hätte.
Die beiden Sauerländer Hofmann und Ruhnert (UNION Sportchef) kennen sich und es scheint eher so, das der Kollege kontaktiert wurde, nachdem bei UNION klar war, das der eigentlich gesetzte Angriff mit Ujah und Kruse verletzt erst mal passen muß.
Die Transferpolitik von UNION in Puncto Angreifer spricht nicht gerade dafür, das man mit Hofmann seit längerem was klar gehabt hätte.
Die beiden Sauerländer Hofmann und Ruhnert (UNION Sportchef) kennen sich und es scheint eher so, das der Kollege kontaktiert wurde, nachdem bei UNION klar war, das der eigentlich gesetzte Angriff mit Ujah und Kruse verletzt erst mal passen muß.
Sehe ich ganz genauso. Dass ihn einige Vereine generell mit auf dem Zettel haben ist sicherlich kein Geheimnis. Als dann klar wurde, dass sich die Genesung von Ujah noch hinzieht, Andersson den Verein verlassen wird und Kruse zudem noch nicht bei 100% ist, wurde Hoffi zur Option.
Da aus Sicht von Union allerdings klar war, dass Ujah und Kruse in absehbarer Zeit wieder zur Verfügung stehen werden, war man nicht bereit, einen beträchtlichen Teil der Transfererlöse durch Andersson direkt wieder zu reinverstieren. Deshalb hat man nun auch "nur" Awoniyi ausgeliehen. Ist für mich auch vollkommen nachvollziehbar, schließlich kann man mit dem Geld im Januar bei Bedarf immer noch nachlegen. Deshalb auch das nierdrige Angebot von Union für PH, ohne jetzt nochmal in die Diskussion bzgl. der Ablösehöhe einzusteigen. Ich behaupte einfach mal, hätte Union PH wirklich verpflichten wollen, wäre man sich einig geworden.
Ob der Wechsel für PH sportlich sinnvoll gewesen wäre, sei mal dahingestellt. Auch ohne Awoniyi hätte er sich gegen Ujah, Teuchert und Kruse durchsetzen müssen. Da hätte er sich auch ganz schnell wieder auf der Bank wiederfinden können. Finanziell wäre es sicherlich ein Upgrade gewesen. Ich kann ihn aber auf der anderen Seite auch verstehen, dass er gerne in die 1.Liga möchte und das als seine Chance gesehen hat. Immerhin hat er ja wohl mit den Verantwortlichen gesprochen und diesen Wunsch hinterlegt. Und ich denke auch das versteht jeder.
Letzendlich hat es eben nicht mit dem Wechsel geklappt, er hat sich erklärt und jetzt gilt wieder der Fokus dem KSC. Ich denke auch, dass ihn diese Geschichte nicht (länger) beschäftigen wird. Schließlich ist er Profi und weiß nur zu gut, dass der Zug in die 1. Liga für immer abgefahren ist, wenn er sich jetzt hängen lässt.
Deshalb gibt er jetzt wieder Vollgas, schießt uns wieder mit +/- 15 Toren zum Klassenerhalt und kann sich dann nächstes Jahr eines von wahrscheinlich mehreren Angeboten aus der 1. Liga aussuchen. Bei einem Jahr Restvertrag wird man sich dann hinsichtlich eines Transfers definitiv einig werden - und zwar mit allen Parteien.
23.09.2020 - 19:55 Uhr
Hoffi hat Fieber. Gute Besserung.
https://www.ka-news.de/ksc/news/Karlsruhe~/karlsruher-sc-stuermer-philipp-hofmann-hat-fieber;art516931,2576264
https://www.ka-news.de/ksc/news/Karlsruhe~/karlsruher-sc-stuermer-philipp-hofmann-hat-fieber;art516931,2576264
23.09.2020 - 20:04 Uhr
Hoffe in dieser Sch***zeit, er hat "nur" Fieber.
Ihm, wie allen momentan Erkrankten, schnelle Genesung!
Ihm, wie allen momentan Erkrankten, schnelle Genesung!
23.09.2020 - 20:53 Uhr
https://www.swr.de/sport/fussball/karlsruher-sc/neues-von-hofmann-karlsruher-sc-100.html?fbclid=IwAR0MhL26a_-kDWlbm_AtTmRQkgqrLVPPS2wOx4ehuP_YZDBmAHbxJ_RKg6c
Hätte der Oli mal geschwiegen, dann wäre er Philosoph geblieben...
Gute Besserung noch.
Hätte der Oli mal geschwiegen, dann wäre er Philosoph geblieben...
Gute Besserung noch.
23.09.2020 - 21:05 Uhr
Zitat von achtzehn94er
Hoffi hat Fieber. Gute Besserung.
https://www.ka-news.de/ksc/news/Karlsruhe~/karlsruher-sc-stuermer-philipp-hofmann-hat-fieber;art516931,2576264
Hoffi hat Fieber. Gute Besserung.
https://www.ka-news.de/ksc/news/Karlsruhe~/karlsruher-sc-stuermer-philipp-hofmann-hat-fieber;art516931,2576264
Oh man, gute Besserung.
Wer außer ihm soll am Sonntag Tore schiessen....
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