| Geburtsdatum | 21.11.1963 |
|---|---|
| Alter | 62 |
| Nat. |
Niederlande |
| Funktion | Trainer |
| Akt. Verein | PSV Eindhoven |
Peter Bosz [Trainer]
06.06.2017 - 13:06 Uhr
14.09.2017 - 12:39 Uhr
Zitat von Doc_Gonzo
Diese Bälle hinter die Viererkette kamen aber nicht nur aus Tottenhams Abwehr, sondern im weiteren Verlauf auch immer wieder aus deren Mittelfeld. Es hat auch nicht nur zwei mal geklingelt, sondern drei mal und in der gesamten zweiten Halbzeit kam Tottenham zu diversen gefährlichen Kontern.
Lange Rede, kurzer Sinn: Wenn diese hochriskante Spielweise Bosz' einzige Möglichkeit ist, wird man gegen manche Gegner auf die Fresse bekommen. Das hat Tuchel beispielsweise beim 1:5 in München erlebt. Ich denke nicht, dass man im Bernabeu so spielen sollte. Die spielen die langen Bälle auf noch stärkere Stürmer noch wesentlich besser. Wenn man gegen Ronaldo und Bale 90 Minuten die Viererkette auf Höhe der Mittelinie postiert, dürfte es aber zumindest spektakulär werden.
Schnelligkeit der Verteidiger hilft auch nur bedingt weiter. Sokratis ist bestimmt nicht langsam, nützt aber wenig, wenn er dauernd falsch steht und zur Krönung noch regelmäßig das Abseits aufhebt.
Zitat von rep0r
Ich glaube eher das bei Mannschaften die mitspielen wollen, das Pressing eher funktioniert. Tottenham hat doch gestern nur eins gemacht, lang Bälle auf die Stürmer. Damit hebelt man eben das komplette Mittelfeldpressing aus. Das ist jetzt auch nichts neues, hier kommt es dann auf die Absicherung an, da stand man größtenteils nicht kompakt genug.
Eins sollte klar sein, die Spielweise von Bosz wird für sowas immer anfällig sein, wir stehen nunmal extrem hoch, da braucht man dann halt schnelle Starke IV die sowas dann verhindern. Das war gestern eben nicht der Fall, dann klingelt es auf dem Niveau halt zweimal.
Zitat von Doc_Gonzo
Ich frage mich allerdings, wie variabel Bosz in Sachen Taktik ist. Er passt schon einige Dinge an, gestern hat er beispielsweise die Aufteilung im Dreiermittelfeld verändert. Das ist wertfrei gemeint, ob das nun gut oder falsch war, ist erstmal egal. Ansonsten hat man den gewohnten Spielstil gesehen, die Mannschaft stand stets sehr hoch und versuchte immer wieder ins Gegenpressing zu kommen. Das Gegenpressing hat leider nicht durchgängig funktioniert und gegen unsere desolate Viererkette war es ein Kinderspiel Bälle so in den freien Raum zu spielen, dass es gefährlich wurde.
Jetzt mal konkret gefragt, wird Bosz die Mannschaft auch im Bernabeu 90 Minuten so spielen lassen? Bis jetzt konnte ich jedenfalls keine andere Marschroute erkennen. In den ersten Bundesligaspielen konnte man die zaghaften gegnerischen Angriffsbemühungen total mit Gegenpressing ersticken. Gegen spielstarke Mannschaften wird das aktuell aber wohl kaum so gut gelingen.
Ich frage mich allerdings, wie variabel Bosz in Sachen Taktik ist. Er passt schon einige Dinge an, gestern hat er beispielsweise die Aufteilung im Dreiermittelfeld verändert. Das ist wertfrei gemeint, ob das nun gut oder falsch war, ist erstmal egal. Ansonsten hat man den gewohnten Spielstil gesehen, die Mannschaft stand stets sehr hoch und versuchte immer wieder ins Gegenpressing zu kommen. Das Gegenpressing hat leider nicht durchgängig funktioniert und gegen unsere desolate Viererkette war es ein Kinderspiel Bälle so in den freien Raum zu spielen, dass es gefährlich wurde.
Jetzt mal konkret gefragt, wird Bosz die Mannschaft auch im Bernabeu 90 Minuten so spielen lassen? Bis jetzt konnte ich jedenfalls keine andere Marschroute erkennen. In den ersten Bundesligaspielen konnte man die zaghaften gegnerischen Angriffsbemühungen total mit Gegenpressing ersticken. Gegen spielstarke Mannschaften wird das aktuell aber wohl kaum so gut gelingen.
Ich glaube eher das bei Mannschaften die mitspielen wollen, das Pressing eher funktioniert. Tottenham hat doch gestern nur eins gemacht, lang Bälle auf die Stürmer. Damit hebelt man eben das komplette Mittelfeldpressing aus. Das ist jetzt auch nichts neues, hier kommt es dann auf die Absicherung an, da stand man größtenteils nicht kompakt genug.
Eins sollte klar sein, die Spielweise von Bosz wird für sowas immer anfällig sein, wir stehen nunmal extrem hoch, da braucht man dann halt schnelle Starke IV die sowas dann verhindern. Das war gestern eben nicht der Fall, dann klingelt es auf dem Niveau halt zweimal.
Diese Bälle hinter die Viererkette kamen aber nicht nur aus Tottenhams Abwehr, sondern im weiteren Verlauf auch immer wieder aus deren Mittelfeld. Es hat auch nicht nur zwei mal geklingelt, sondern drei mal und in der gesamten zweiten Halbzeit kam Tottenham zu diversen gefährlichen Kontern.
Lange Rede, kurzer Sinn: Wenn diese hochriskante Spielweise Bosz' einzige Möglichkeit ist, wird man gegen manche Gegner auf die Fresse bekommen. Das hat Tuchel beispielsweise beim 1:5 in München erlebt. Ich denke nicht, dass man im Bernabeu so spielen sollte. Die spielen die langen Bälle auf noch stärkere Stürmer noch wesentlich besser. Wenn man gegen Ronaldo und Bale 90 Minuten die Viererkette auf Höhe der Mittelinie postiert, dürfte es aber zumindest spektakulär werden.
Schnelligkeit der Verteidiger hilft auch nur bedingt weiter. Sokratis ist bestimmt nicht langsam, nützt aber wenig, wenn er dauernd falsch steht und zur Krönung noch regelmäßig das Abseits aufhebt.
Sehe ich ähnlich. Soclhe Pässe haben nicht zugelassen zu werden, wenn man so hoch steht. Darum ist für mich hier weder der eigentliche Abwehrverbund im Allgemeinen schuld, noch Bürki sondern in erster Linie dasOM bzw. die 8er, die entweder falsch standen oder zu spät umgeschaltet haben um diesen Pass zu verhindern (insb. das erste Tor) habe die Szene nicht oft genug gesehen um das genau bewerten zu können aber das ist eine ganz alte Gegenpressing-Regel die schon unter Klopp galt: Wenn man so hoch steht, muss man solche Dinger verhindern oder man sieht richtig richtig blöd aus. Was das anging war das gestern nix. Da darf man dann natürlich auch noch fragen, ob das so leicht ist, wenn der Trainer kurzerhand den halben Offensivverbund zerpflückt und damit potentiell die Pressingmechanismen unabgestimmt sind, aber seis drum.
14.09.2017 - 12:43 Uhr
Zitat von Doc_Gonzo
Ich frage mich allerdings, wie variabel Bosz in Sachen Taktik ist. Er passt schon einige Dinge an, gestern hat er beispielsweise die Aufteilung im Dreiermittelfeld verändert. Das ist wertfrei gemeint, ob das nun gut oder falsch war, ist erstmal egal. Ansonsten hat man den gewohnten Spielstil gesehen, die Mannschaft stand stets sehr hoch und versuchte immer wieder ins Gegenpressing zu kommen. Das Gegenpressing hat leider nicht durchgängig funktioniert und gegen unsere desolate Viererkette war es ein Kinderspiel Bälle so in den freien Raum zu spielen, dass es gefährlich wurde.
Jetzt mal konkret gefragt, wird Bosz die Mannschaft auch im Bernabeu 90 Minuten so spielen lassen? Bis jetzt konnte ich jedenfalls keine andere Marschroute erkennen. In den ersten Bundesligaspielen konnte man die zaghaften gegnerischen Angriffsbemühungen total mit Gegenpressing ersticken. Gegen spielstarke Mannschaften wird das aktuell aber wohl kaum so gut gelingen.
Ich frage mich allerdings, wie variabel Bosz in Sachen Taktik ist. Er passt schon einige Dinge an, gestern hat er beispielsweise die Aufteilung im Dreiermittelfeld verändert. Das ist wertfrei gemeint, ob das nun gut oder falsch war, ist erstmal egal. Ansonsten hat man den gewohnten Spielstil gesehen, die Mannschaft stand stets sehr hoch und versuchte immer wieder ins Gegenpressing zu kommen. Das Gegenpressing hat leider nicht durchgängig funktioniert und gegen unsere desolate Viererkette war es ein Kinderspiel Bälle so in den freien Raum zu spielen, dass es gefährlich wurde.
Jetzt mal konkret gefragt, wird Bosz die Mannschaft auch im Bernabeu 90 Minuten so spielen lassen? Bis jetzt konnte ich jedenfalls keine andere Marschroute erkennen. In den ersten Bundesligaspielen konnte man die zaghaften gegnerischen Angriffsbemühungen total mit Gegenpressing ersticken. Gegen spielstarke Mannschaften wird das aktuell aber wohl kaum so gut gelingen.
Die Frage ist halt auch, ob er gestern wirklich im ZM angepasst hat oder die Umsetzung nicht so war, wie gewohnt. Finde das teilweise sehr schwer zu beantworten, wenn die Spieler davor quasi noch keine Rolle gespielt haben und man nur kennt, was zuvor passierte. Daher würde ich deine Frage lieber mal zurückstellen, da sie kaum seriös zu beantworten ist, wobei ich derzeit nicht sehe, was da für ein effektiver zweiter Plan kommen soll, der keine Verwirrung stiftet, weil Bosz einige Dinge bislang so extrem aufgebaut hat, dass eigentlich nur ein schrittweise Prozess Sinn macht (die bislang recht passiven AV machen bspw. ja auch Sinn, um mehr Absicherung in der Defensive zu haben, falls das Gegenpressing scheitert, grundsätzlich erhöht das vorne aber auch die Abstände zu krass, sodass im Endeffekt zeitraubende und wenig raumgewinnende Seitenverlagerungen wahrscheinlicher sind, als per Kurzpass Tempo aufzunehmen und damit die Außen freizuspielen - die Überlagerung der Seiten, wie sie gerade geschieht, gefällt mir jedenfalls nicht so gut bislang, wenngleich da nachvollziehbare Aspekte dahinter stecken, die auch im letzten Spielverlagerungs Artikel gut durchkommen) solange oder sich teilweise auch die Qualitätsfrage stellt, ob man personell ideal aufgestellt ist (inbesondere, wenn man bedenkt, dass häufig genug das Zentrum freigespielt wird, aber dorthin dann gar keine Pässe gespielt werden - Götze oder Dahoud können in den letzten beiden Spielen davon singen - oder daraus dann keine dynamische Situation, trotz Über- oder Gleichzahl entsteht), weil man vor allem im letzten Drittel zu risikoavers ist - wobei sich die Frage wohl auch umgekehrt stellt, wenn man die Außen freispielen und für 1gg1 isolieren würde.
Aber nun nochmal zurück, zu dem was bislang geschah, da die kommenden Prozesse schwer vorherzusehen sind, abgesehen davon, dass es eben nur Schritt für Schritt gehen kann. Gestern fand ich erstmals in dieser Saison das Gegenpressing schwach und wie dann die 4er Kette regelmäßig ins Schwimmen gerät, hat man in den letzten Jahren dann ja auch zuhauf gesehen. Sonderlich spielstark war Tottenham in meinen Augen nämlich noch nicht, zumindest nicht, wenn es um einen strukturierten Spielaufbau ging, aber sie haben zumindest vorne dann die Bälle verarbeitet bekommen und offene Räume ausgespielt.
Ich fürchte - und das könnte tatsächlich in Problem sein, das sich heute schon ankündigt -, dass es ohne 100% im Pressing und Gegenpressing entweder noch lange nicht oder sogar nie, unter Bosz, funktionieren wird, dass man die Stabilität ausreichend hält und dann hat man auch nicht mehr überall die notwendige Dynamik, um alles zuzulaufen oder steht bereits in Gleichzahl vor dem eigenen Tor, wenn es dann auch noch an der Durchsetzungsfähigkeit mangelt. Das macht es dann gewissermaßen zu einem ganzheitlichen Problem, da vorne das Gegenpressing derzeit nicht einen einzigen Ausfall verträgt (gestern waren es meines Erachtens 2-3) und in der 4er Kette der Hang einiger Spieler zu Stellungsfehlern bereits vorne entstehende Probleme nochmals massiv verstärkt.
Ich hatte zumindest in den vorherigen Spielen den Eindruck, dass alles gut ist, solange das Gegenpressing funktioniert, wobei man dabei bislang ein Niveau erreichte, was theoretisch auch gegen Tottenham noch hätte vollauf reichen müssen, aber nicht hat, weil man es eben diesmal nicht erreicht hat. Das lässt sicherlich Fragen offen, was passiert, wenn da mal einer wirklich die Traute hat strukturiert aufzubauen oder auch mal weit hinten ins 1gg1 geht, wie bspw. ein Ramos oder Marcelo, durch das dann der erste Freiraum entsteht, durch den die Verschiebungen nicht mehr klappen. Das wird früher oder später passieren, keine Frage, aber grundsätzlich muss die Antwort meines Erachtens dann auch individuell gefunden werden, indem die Zweikämpfe hinten rechtzeitig erkannt, dann auch größtenteils gewonnen werden und falls doch nicht, die Absicherungen funktionieren. Gerade beim zweiten Gegentor gestern gab es eigentlich genug Möglichkeiten den Ball zu erobern, aber wenn dann 5 Zweikämpfe verloren werden oder gar nicht erst zustande kommen, ist da viel zu viel Geschenk dabei, das aber auch seit Jahren schon ein Thema, als ständiger Begleiter des BVB, ist: ellenlange Fehlerketten und keiner ist im Stande, um einen Fehler zu reparieren, sondern legt fast noch einen drauf.
Folglich sehe ich vor allem individuellen Steigerungsbedarf hinten (bis auf Bartra hat sich bislang jedenfalls noch keiner unersetzlich gemacht), damit nicht ausschließbare Folgeprobleme aus dem Gegenpressing auch effektiv bereinigt werden. Es kann jedenfalls nicht sein, dass so schnell so viel Druck auf der Abwehrreihe lastet, dass sie damit - individuell, aber auch kollektiv - nicht mehr klar kommt. Die Linie zwischen gut und richtig schlecht, ist mir derzeit, in Abhängigkeit der Defensivarbeit der Offensiven, deutlich zu schmal, sodass es am Ende auch hier eine Qualitätsfrage geben könnte, die aber auch Chancen für Aufsteiger eröffnet (bspw. Zagadou, wenngleich der auch noch nicht frei von Stellungsfehlern ist - in seinem Fall aber eher entschuldbar, als von bald 30 jährigen Veteranen)! Vorne ist es vielleicht eher ein Thema der Routine in den Abläufen und der Eingespieltheit, wobei die Fehler dort mir besonders kritisch zu sein scheinen, was aber auch nicht gerade für die Abwehrreihe spricht. Die Erweiterung der Rotation könnte so in den nächsten Wochen ein Spaß werden. Dummerweise aber auch einer, der notwendig ist!
14.09.2017 - 12:47 Uhr
@BVBBC
Watzke hat gestern vor dem Spiel gesagt, dass Bosz die Aufteilung im ZM verändert hat und das eingeblendete 4-3-3 nicht zutreffen würde. Für mich liegt dann auf Hand, dass die Aufteilung so gewollt war. Kagawa sollte mehr den klaren 10er geben und Dahoud etwas tiefer agieren als in der normalen 8er/10er Hybridrolle. Anpassungen wurden also im Vergleich zu den vorherigen Spielen vorgenommen, ob diese Überlegungen taktischer Natur oder dem eingesetzten Personal geschuldet waren, ist für meine Ausgangsfrage nicht entscheident.
Watzke hat gestern vor dem Spiel gesagt, dass Bosz die Aufteilung im ZM verändert hat und das eingeblendete 4-3-3 nicht zutreffen würde. Für mich liegt dann auf Hand, dass die Aufteilung so gewollt war. Kagawa sollte mehr den klaren 10er geben und Dahoud etwas tiefer agieren als in der normalen 8er/10er Hybridrolle. Anpassungen wurden also im Vergleich zu den vorherigen Spielen vorgenommen, ob diese Überlegungen taktischer Natur oder dem eingesetzten Personal geschuldet waren, ist für meine Ausgangsfrage nicht entscheident.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Doc_Gonzo am 14.09.2017 um 12:49 Uhr bearbeitet
14.09.2017 - 12:54 Uhr
Zitat von Doc_Gonzo
@BVBBC
Watzke hat gestern vor dem Spiel gesagt, dass Bosz die Aufteilung im ZM verändert hat und das eingeblendete 4-3-3 nicht zutreffen würde. Für mich liegt dann auf Hand, dass die Aufteilung so gewollt war. Kagawa sollte mehr den klaren 10er geben und Dahoud etwas tiefer agieren als in der normalen 8er/10er Hybridrolle. Anpassungen wurden also im Vergleich zu den vorherigen Spielen vorgenommen, ob diese Überlegungen taktischer Natur oder dem eingesetzten Personal geschuldet waren, ist für meine Ausgangsfrage nicht entscheident.
@BVBBC
Watzke hat gestern vor dem Spiel gesagt, dass Bosz die Aufteilung im ZM verändert hat und das eingeblendete 4-3-3 nicht zutreffen würde. Für mich liegt dann auf Hand, dass die Aufteilung so gewollt war. Kagawa sollte mehr den klaren 10er geben und Dahoud etwas tiefer agieren als in der normalen 8er/10er Hybridrolle. Anpassungen wurden also im Vergleich zu den vorherigen Spielen vorgenommen, ob diese Überlegungen taktischer Natur oder dem eingesetzten Personal geschuldet waren, ist für meine Ausgangsfrage nicht entscheident.
Ok, danke für den Hinweis, ich hatte erst zum Spiel selbst eingeschalten und den Vorbericht verpasst. Die Idee dahinter könnte vielleicht auch etwas mit der 3er Kette Tottenhams zu tun haben, ansonsten bin ich da gerade überfragt, da es sicherlich auch sein kann, dass man Kagawa und Dahoud nach vermeintlicher Idealposition einsetzen wollte - zumindest bei Kagawa hatte ich aber nicht den Eindruck, dass das der Fall war.
14.09.2017 - 13:07 Uhr
Naja, sicherlich wurden die individuellen Fehler gestern auch ein Stück weit durch die aggressive Vorgehensweise im Gegenpressing provoziert. Ich finde es immer schwer zu beurteilen, welche Aussetzer man nun den Spielern persönlich zuschreibt, bzw. welche Fehler sich auf das Verteidigungskonzept zurück führen lassen. Denn wie wir auch gesehen haben: Der Matchplan ist, abgesehen von den zwei Torchancen der ersten Halbzeit, doch bis zum 3-1 weitesgehend gut aufgegangen. Wir haben viele zweite Bälle geholt, konnten diese durch geschickte Positionierung gut sichern und bekamen erneut die Chance, das eigene Angriffsspiel wieder aufzuziehen.
Die Fehlerketten waren jedenfalls offensichtlich. Und dabei handelte es sich um solche, die Definitiv vermeidbar gewesen wären, m.M.n. unabhängig vom taktischen Defensiv-Konzept!
Beim 1:0 sehen sowohl Piszczek als auch Sokratis schlecht aus. Der Pole entscheidet sich, den Gegenangriff nach vorne weg zu verteidigen (so weit so gut), läuft aber den Passweg von Eriksen zu Kane zu, anstatt seinen direkten Gegenspieler (Kane) festzumachen oder notfalls zum Foul zu greifen. Bedrängt Piszczek Kane von der anderen Seite, kann der Engländer nicht aufziehen und den Steilpass spielen. Da geht Piszczek also nicht das vom Trainer gewünschte Risiko, sondern stellt sich einfach nicht klug an. Sokratis kommt gegen Son verständlicherweise nicht hinterher, handelt aber dann fälschlicherweise bloß reaktiv gegen den Stürmer, anstatt ihn noch Richtung Außenlinie abzudrängen, als er ihn eingeholt hat. Er versucht den Schuss letzten Endes nichtmal mit Hilfe eines langen Beins/Grätsche zu blocken. Diese Schwäche kennt man im Normalfall nicht von Socke und es sollte nicht sein einziger Fehler im Spiel bleiben. Bürki ist das letzte Glied in der individuellen Fehlerkette. Solche Bälle hat er auch schon abgewehrt.
Das 2-1 geht ebenso maßgeblich auf die Kappe des Griechen. Langholz aus der Defensive, woraufhin Sokratis erst den tickenden Ball ganz komisch klären möchte (?), anstatt sich für ein Kopfballduell zu positionieren, um sich dann zu allem Übel noch mit den eigenen Mitteln (Ringkampf) überrümpeln zu lassen. Ich weiß nicht, wie oft Sokratis den Engländer gestern zum Ringkampf aufgefordert und mit beiden Armen umklammert und gezogen hat. In einer Situation, in der ein Foulspiel durchaus angebracht gewesen wäre, nutzt er dieses Mittel plötzlich nicht, obwohl man in der Wiederholung sieht, dass Sokratis zum Griff ansetzt, aber Kane letztlich doch lieber passieren läst. Komisch. Sahin wird in Folge in meinen Augen klar gefoult. Toprak verteidigt es besser als Sokratis gegen Son, aber Bürki krönt seinen Abend.
Nach dem nicht-gegebenen 2:2 war den auch die Luft raus. Die Mannschaft hat sich sichtlich hängen lassen, Positionsspiel und Defensivverhalten waren über weite Strecken nur noch mangelhaft. Sympthomatisch das 3:1. Keine Ordnung mehr im Mittelfeldzentrum, Dahoud rückt unnötigerweise auf Dembele raus (Kagawa wäre da gewesen), öffnet damit den gefährlichen Raum vor der 4er-Kette, in dem Dembele dann Davies findet und Tottenham die ganze Unordnung durch gute Laufwege und viel Raumgefühl der einzelnen Spieler einfach auch gut ausnutzt. Die Abstimmung und Intensität war spätestens ab hier nicht mehr vorhanden, was dann auch zum endgültigen K.O. führte.
Bosz diese Fehler allein anzukreiden, halte ich daher auch für falsch. Man wollte sich bewusst auf die eigenen Stärken konzentrieren, wobei das Stichwort eben "Konzentration" ist. Auf dem Niveau bestraft eine starke Mannschaft wie Tottenham einfache Fehlerketten rigoros. Das hat in meinen Augen auch nicht unbedingt etwas mit der hohen Positionierung der Viererkette zu tun.
Die Fehlerketten waren jedenfalls offensichtlich. Und dabei handelte es sich um solche, die Definitiv vermeidbar gewesen wären, m.M.n. unabhängig vom taktischen Defensiv-Konzept!
Beim 1:0 sehen sowohl Piszczek als auch Sokratis schlecht aus. Der Pole entscheidet sich, den Gegenangriff nach vorne weg zu verteidigen (so weit so gut), läuft aber den Passweg von Eriksen zu Kane zu, anstatt seinen direkten Gegenspieler (Kane) festzumachen oder notfalls zum Foul zu greifen. Bedrängt Piszczek Kane von der anderen Seite, kann der Engländer nicht aufziehen und den Steilpass spielen. Da geht Piszczek also nicht das vom Trainer gewünschte Risiko, sondern stellt sich einfach nicht klug an. Sokratis kommt gegen Son verständlicherweise nicht hinterher, handelt aber dann fälschlicherweise bloß reaktiv gegen den Stürmer, anstatt ihn noch Richtung Außenlinie abzudrängen, als er ihn eingeholt hat. Er versucht den Schuss letzten Endes nichtmal mit Hilfe eines langen Beins/Grätsche zu blocken. Diese Schwäche kennt man im Normalfall nicht von Socke und es sollte nicht sein einziger Fehler im Spiel bleiben. Bürki ist das letzte Glied in der individuellen Fehlerkette. Solche Bälle hat er auch schon abgewehrt.
Das 2-1 geht ebenso maßgeblich auf die Kappe des Griechen. Langholz aus der Defensive, woraufhin Sokratis erst den tickenden Ball ganz komisch klären möchte (?), anstatt sich für ein Kopfballduell zu positionieren, um sich dann zu allem Übel noch mit den eigenen Mitteln (Ringkampf) überrümpeln zu lassen. Ich weiß nicht, wie oft Sokratis den Engländer gestern zum Ringkampf aufgefordert und mit beiden Armen umklammert und gezogen hat. In einer Situation, in der ein Foulspiel durchaus angebracht gewesen wäre, nutzt er dieses Mittel plötzlich nicht, obwohl man in der Wiederholung sieht, dass Sokratis zum Griff ansetzt, aber Kane letztlich doch lieber passieren läst. Komisch. Sahin wird in Folge in meinen Augen klar gefoult. Toprak verteidigt es besser als Sokratis gegen Son, aber Bürki krönt seinen Abend.
Nach dem nicht-gegebenen 2:2 war den auch die Luft raus. Die Mannschaft hat sich sichtlich hängen lassen, Positionsspiel und Defensivverhalten waren über weite Strecken nur noch mangelhaft. Sympthomatisch das 3:1. Keine Ordnung mehr im Mittelfeldzentrum, Dahoud rückt unnötigerweise auf Dembele raus (Kagawa wäre da gewesen), öffnet damit den gefährlichen Raum vor der 4er-Kette, in dem Dembele dann Davies findet und Tottenham die ganze Unordnung durch gute Laufwege und viel Raumgefühl der einzelnen Spieler einfach auch gut ausnutzt. Die Abstimmung und Intensität war spätestens ab hier nicht mehr vorhanden, was dann auch zum endgültigen K.O. führte.
Bosz diese Fehler allein anzukreiden, halte ich daher auch für falsch. Man wollte sich bewusst auf die eigenen Stärken konzentrieren, wobei das Stichwort eben "Konzentration" ist. Auf dem Niveau bestraft eine starke Mannschaft wie Tottenham einfache Fehlerketten rigoros. Das hat in meinen Augen auch nicht unbedingt etwas mit der hohen Positionierung der Viererkette zu tun.
14.09.2017 - 13:31 Uhr
Ich würde in jedem Fall zustimmen, dass das Gegenpressing nicht gut funktioniert hat. Vor allem bei den Gegentoren war das der Fall. Und zwar, weil der BVB zu langsam (!) nach vorne (!) gerückt ist. Und das finde ich doch bemerkenswert - meiner Meinung nach bestätigt das sogar Bosz' Arbeit. Und es bestätigt, dass es auf hohem Niveau einfach noch Abstimmungszeit und mehr Vertrauens ins nach vorne Verteidigen braucht.
Bosz hat gemeint, dass der BVB zu "lieb" war bei den Gegentoren. Ich würde behaupten, dass er das auf die Körperlichkeit des eigenen Spiels bezieht. Auf der einen Seite recht offensichtlich beim zweiten Tor, als Sokratis und Sahin sich umlaufen lassen (und der Schiedsrichter das zumindest beim zweiten Zweikampf meiner Meinung nach recht klare Foul nicht abpfeift). Auf der anderen Seite bezieht Bosz das aber glaube ich vor allem auf die Art der allgemeinen Körperlichkeit im Verteidigen, das heißt auf das Anlaufen des Gegners. Wir alle wissen von unserem eigenen Kicken, dass man unter hohem Gegnerdruck weitaus weniger wahrscheinlich die optimale Lösung findet und die gefundene Lösung dann auch noch optimal durchführt. Genau darum geht es ja beim Gegenpressing. Weil Tottenham aber gerade in den Umschaltsituationen niemand auf den Füßen stand, weil deren Spieler qualitativ besser sind als die von Hertha etc. und sie z.B. etwas mehr Raumgefühl haben, passiert, was passiert ist. Das hätte sich mit MEHR Vorwärtsverteidigen recht klar vermeiden lassen.
Exemplarisch beim ersten Tor von Tottenham:
1) Verhalten der IV:
Hoher Ball aus Tottenhams Abwehr. Erstens kommt Son zur recht freien Kopfballrückgabe. Wenn da ein IV aktiv stört, geht das anders aus: Sokratis steht an Kane dran und setzt sich nicht durch, um Son zu stören, Toprak sichert (ein wenig zu) weit hinten ab, Sokratis rückt nach der Ablage auf Eriksen sofort nach hinten (!), stand nach vorne zu verteidigen. Toprak hat dadurch immer noch keinen Gegenspieler und steht den gesamten Angriff relativ sinnlos im Raum). Wenn Sokratis nach vorne verteidigt hätte und bei Kane geblieben wäre, dann hätte Toprak auf Son rücken können, Kane hätte den Pass nicht so sauber auf Son spielen können und ein direkter Pass von Eriksen auf Son wäre a) viel schwerer gewesen und b) hatte Toprak eine eigentlich ziemlich optimale Position auf dem Platz - anderes als Sokratis, der von Anfang an weiter vom Tor weg stand als Son - hätte Sokratis nach vorne verteidigt, hätte sich Toprak zur Seite orientieren können (und wenn er ein wenig höher gestanden wäre natürlich auch ein wenig nach hinten). Und prompt passiert mit höherer Wahrscheinlichkeit nix, weil Son sich 'richtig' gegen einen IV durchsetzen muss und nicht den kurzen Winkel kriegt.
2) Verhalten der Mittelfeldspieler:
Eriksen kriegt keinen Druck. Sahin sichert nur den Raum, Toljan rückt nicht weit ein (das kann ich nicht wirklich beurteilen, weil ich zu faul bin nachzuschauen, ob ein Tottenhamspieler auf sienem Flügel durchsprintet) und Kagawa orientiert sich nicht nach Eriksen, sondern 'nur' nach hinten. Dass Sahin und Toljan den Raum sichern ist aber bei Bosz' Spielweise meines Erachtens falsch. Die müssen voll den Gegner anlaufen. Natürlich war es nachvollziehbar: Weil Sokratis an Kane hängt, Toprak arg weit abgesetzt ist und Piszczek aufgerückt, gibt es viel Raum auf dem Platz - mit Gegnern im Raum. Da voll auf einen Mann draufzusprinten (und nichtmal nen guten Winkel zu haben, um die Pässe wieder auf außen zu unterbinden), ist erstmal kontraintuitiv. Wenn Sahin aber sich sofort Richtung Eriksen orientiert hätte, wäre ebenfalls weniger passiert.
Letztlich ist dieses erste Gegentor eine ganz ganz klassische Kontersituation, 'koordinierter Befreiungsschlag' in den Raum mit eigenem Spieler, Ablage in die Mitte, Pass aus der Mitte auf außen und ab geht die Post. Ich bin mir absolut sicher, dass der BVB das Verteidigen exakt dieser Spielzüge trainiert. Und ich finde, man sieht - trotz des Tores, dass das geht. Am dritten Gegentor ist es ähnlich. Da 'stehen' viele BVB-Spieler im Raum rum, kriegen aber keinen Gegnerdruck auf die Kette. Eriksen (?) kann in Ruhe den Ball auf Kanelegen.
Auch bei den Kontern von Tottenham, die dann keinen Torerfolg hatten, aber gefährlich wurden, war das Schema klar: Befreiungsschlag in den Raum mit eigenem Spieler. Der hat keinen Gegnerdruck (z.B. bei 2-1, die Chance von Son übers Tor: Da gibts den Schlag auf außen, eigene Hälfte von Tottenham sozusagen genau in den Schatten zwischen anlaufenden Spielern und Verteidigung. Tottenham macht das geschickt. Kane steht auf der Seite und läuft nicht (!) Richtung Ball. Damit verhindert er, dass Toprak auf den Ball draufschieben kann. Eriksen holt den Ball runter und hat weit und breit keinen Gegenspieler. Dann ist der Pass auf Kane in den freien Raum nur noch Formsache. In dem Fall muss die Abstimmung besser klappen: das Mittelfeld muss entweder selbst aufrücken, sodass Toljan nicht so hoch einen vorschieben muss oder der aufrückende Toljan muss abgesichert werden (entweder Toprak schiebt auf und Sokratis übernimmt Kane, während der ballferne Piszczek sowieso nicht so hoch steht und den von Sokratis bedeckten Raum gemeinsam mit Sahin absichert; oder Sahin rückt in einer gemeinsamen Bewegung mit Toljan auf dessen Position, während der nach vorne rückt - dann muss entweder Dahoud oder Kagawa absichern).
Es ist meines Erachtens relativ klar, dass beim BVB in diesen Fällen die Abläufe noch nicht perfekt passen. Ehrlich gesagt war ich auch ein Stück weit überrascht, dass Bosz ausgerechnet für das schwere CL-Spiel gegen Tottenham eine Elf, die so noch nicht zusammengespielt hat, auf den Platz schickt. Dass er das am Anfang der Saison macht, wenn das Team noch nicht so in der Taktik zuhause ist - und auhc noch gegen einen starken Gegner in einem wichtigen Spiel - finde ich kritisierenswert. Wenn ich Watzkes Worte mir anschaue, dann vermute ich, dass Bosz auf Tottenhams Spielweise reagieren wollte. Und sich einfach vercoacht hat. Meines Erachtens wäre es klüger gewesen, auf Götze und Castro zu vertrauen (und auch die Räume nicht zu verändern). Nicht weil die besser wären als Dahoud oder Kagawa, sondern weil die Abstimmung hier schon eingespielter ist. Beispielsweise denkt von allen Mittelfeldspielern Castro nach Sahin am stärksten in (defensiv abzusichernden) Räumen. Gerade gegen Tottenham wäre das m.E. wichtig gewesen.
Soll heißen: Ich sehe einen Trainerfehler, und zwar in der Aufstellung bzw. in der leichten Veränderung der taktischen Marschroute. Davon ab sehe ich vor allem Spielfehler der Mannschaft - zwar nur in Details. Gegen ein im Konter sehr entschiedenes Tottenham war das aber ausreichend, zumal man mit dem Schiedsrichter großes Spielpech hat. Der Kick geht im Normalfall trotz allem zwei zwei aus.
Abschließend also meines Erachtens ein wichtiger Kick für die Mannschaft, um auf hohem Niveau Feinheiten zu lernen und das 'vorwärts auf den Mann verteidigen' nochmal zu verinnerlichen.
Bosz hat gemeint, dass der BVB zu "lieb" war bei den Gegentoren. Ich würde behaupten, dass er das auf die Körperlichkeit des eigenen Spiels bezieht. Auf der einen Seite recht offensichtlich beim zweiten Tor, als Sokratis und Sahin sich umlaufen lassen (und der Schiedsrichter das zumindest beim zweiten Zweikampf meiner Meinung nach recht klare Foul nicht abpfeift). Auf der anderen Seite bezieht Bosz das aber glaube ich vor allem auf die Art der allgemeinen Körperlichkeit im Verteidigen, das heißt auf das Anlaufen des Gegners. Wir alle wissen von unserem eigenen Kicken, dass man unter hohem Gegnerdruck weitaus weniger wahrscheinlich die optimale Lösung findet und die gefundene Lösung dann auch noch optimal durchführt. Genau darum geht es ja beim Gegenpressing. Weil Tottenham aber gerade in den Umschaltsituationen niemand auf den Füßen stand, weil deren Spieler qualitativ besser sind als die von Hertha etc. und sie z.B. etwas mehr Raumgefühl haben, passiert, was passiert ist. Das hätte sich mit MEHR Vorwärtsverteidigen recht klar vermeiden lassen.
Exemplarisch beim ersten Tor von Tottenham:
1) Verhalten der IV:
Hoher Ball aus Tottenhams Abwehr. Erstens kommt Son zur recht freien Kopfballrückgabe. Wenn da ein IV aktiv stört, geht das anders aus: Sokratis steht an Kane dran und setzt sich nicht durch, um Son zu stören, Toprak sichert (ein wenig zu) weit hinten ab, Sokratis rückt nach der Ablage auf Eriksen sofort nach hinten (!), stand nach vorne zu verteidigen. Toprak hat dadurch immer noch keinen Gegenspieler und steht den gesamten Angriff relativ sinnlos im Raum). Wenn Sokratis nach vorne verteidigt hätte und bei Kane geblieben wäre, dann hätte Toprak auf Son rücken können, Kane hätte den Pass nicht so sauber auf Son spielen können und ein direkter Pass von Eriksen auf Son wäre a) viel schwerer gewesen und b) hatte Toprak eine eigentlich ziemlich optimale Position auf dem Platz - anderes als Sokratis, der von Anfang an weiter vom Tor weg stand als Son - hätte Sokratis nach vorne verteidigt, hätte sich Toprak zur Seite orientieren können (und wenn er ein wenig höher gestanden wäre natürlich auch ein wenig nach hinten). Und prompt passiert mit höherer Wahrscheinlichkeit nix, weil Son sich 'richtig' gegen einen IV durchsetzen muss und nicht den kurzen Winkel kriegt.
2) Verhalten der Mittelfeldspieler:
Eriksen kriegt keinen Druck. Sahin sichert nur den Raum, Toljan rückt nicht weit ein (das kann ich nicht wirklich beurteilen, weil ich zu faul bin nachzuschauen, ob ein Tottenhamspieler auf sienem Flügel durchsprintet) und Kagawa orientiert sich nicht nach Eriksen, sondern 'nur' nach hinten. Dass Sahin und Toljan den Raum sichern ist aber bei Bosz' Spielweise meines Erachtens falsch. Die müssen voll den Gegner anlaufen. Natürlich war es nachvollziehbar: Weil Sokratis an Kane hängt, Toprak arg weit abgesetzt ist und Piszczek aufgerückt, gibt es viel Raum auf dem Platz - mit Gegnern im Raum. Da voll auf einen Mann draufzusprinten (und nichtmal nen guten Winkel zu haben, um die Pässe wieder auf außen zu unterbinden), ist erstmal kontraintuitiv. Wenn Sahin aber sich sofort Richtung Eriksen orientiert hätte, wäre ebenfalls weniger passiert.
Letztlich ist dieses erste Gegentor eine ganz ganz klassische Kontersituation, 'koordinierter Befreiungsschlag' in den Raum mit eigenem Spieler, Ablage in die Mitte, Pass aus der Mitte auf außen und ab geht die Post. Ich bin mir absolut sicher, dass der BVB das Verteidigen exakt dieser Spielzüge trainiert. Und ich finde, man sieht - trotz des Tores, dass das geht. Am dritten Gegentor ist es ähnlich. Da 'stehen' viele BVB-Spieler im Raum rum, kriegen aber keinen Gegnerdruck auf die Kette. Eriksen (?) kann in Ruhe den Ball auf Kanelegen.
Auch bei den Kontern von Tottenham, die dann keinen Torerfolg hatten, aber gefährlich wurden, war das Schema klar: Befreiungsschlag in den Raum mit eigenem Spieler. Der hat keinen Gegnerdruck (z.B. bei 2-1, die Chance von Son übers Tor: Da gibts den Schlag auf außen, eigene Hälfte von Tottenham sozusagen genau in den Schatten zwischen anlaufenden Spielern und Verteidigung. Tottenham macht das geschickt. Kane steht auf der Seite und läuft nicht (!) Richtung Ball. Damit verhindert er, dass Toprak auf den Ball draufschieben kann. Eriksen holt den Ball runter und hat weit und breit keinen Gegenspieler. Dann ist der Pass auf Kane in den freien Raum nur noch Formsache. In dem Fall muss die Abstimmung besser klappen: das Mittelfeld muss entweder selbst aufrücken, sodass Toljan nicht so hoch einen vorschieben muss oder der aufrückende Toljan muss abgesichert werden (entweder Toprak schiebt auf und Sokratis übernimmt Kane, während der ballferne Piszczek sowieso nicht so hoch steht und den von Sokratis bedeckten Raum gemeinsam mit Sahin absichert; oder Sahin rückt in einer gemeinsamen Bewegung mit Toljan auf dessen Position, während der nach vorne rückt - dann muss entweder Dahoud oder Kagawa absichern).
Es ist meines Erachtens relativ klar, dass beim BVB in diesen Fällen die Abläufe noch nicht perfekt passen. Ehrlich gesagt war ich auch ein Stück weit überrascht, dass Bosz ausgerechnet für das schwere CL-Spiel gegen Tottenham eine Elf, die so noch nicht zusammengespielt hat, auf den Platz schickt. Dass er das am Anfang der Saison macht, wenn das Team noch nicht so in der Taktik zuhause ist - und auhc noch gegen einen starken Gegner in einem wichtigen Spiel - finde ich kritisierenswert. Wenn ich Watzkes Worte mir anschaue, dann vermute ich, dass Bosz auf Tottenhams Spielweise reagieren wollte. Und sich einfach vercoacht hat. Meines Erachtens wäre es klüger gewesen, auf Götze und Castro zu vertrauen (und auch die Räume nicht zu verändern). Nicht weil die besser wären als Dahoud oder Kagawa, sondern weil die Abstimmung hier schon eingespielter ist. Beispielsweise denkt von allen Mittelfeldspielern Castro nach Sahin am stärksten in (defensiv abzusichernden) Räumen. Gerade gegen Tottenham wäre das m.E. wichtig gewesen.
Soll heißen: Ich sehe einen Trainerfehler, und zwar in der Aufstellung bzw. in der leichten Veränderung der taktischen Marschroute. Davon ab sehe ich vor allem Spielfehler der Mannschaft - zwar nur in Details. Gegen ein im Konter sehr entschiedenes Tottenham war das aber ausreichend, zumal man mit dem Schiedsrichter großes Spielpech hat. Der Kick geht im Normalfall trotz allem zwei zwei aus.
Abschließend also meines Erachtens ein wichtiger Kick für die Mannschaft, um auf hohem Niveau Feinheiten zu lernen und das 'vorwärts auf den Mann verteidigen' nochmal zu verinnerlichen.
14.09.2017 - 13:36 Uhr
Die Spieler haben gestern zu viele falsche Entscheidungen getroffen und da waren wirklich grausige dabei die tödlich waren. In erster Linie Sokratis ist da zu nennen, aber auch Pischu, Sahin und co.
Wenn die Spieler sich richtig verhalten würden, zumindest größtenteils und es bei einem Angriff bei einer falschen Entscheidung belassen würden, dann wäre Tottenham gestern in Halbzeit 1 vll. nichtmal zu einem Torschuss gekommen. Aber wenn in einem Angriff 4 Fehler begangen werden, dann braucht man sich über Gegentreffer auf dem Niveau nicht wundern. Bosz seine Taktik verlangt richtige Entscheidungen in engen Situationen, wenn man seinen Job gut erledigt dann geht es auch auf, aber wenn man nicht auf der Höhe ist dann sieht es so aus wie es gestern aussah.
Aus meiner Sicht sind ein paar Spieler auf höchstem Niveau nicht oder nichtmehr in der Lage anspruchsvolle Systeme zu spielen und die richtigen Entscheidungen zu fallen. Sokratis, Sahin aber auch Pischu langen auf dem Level von gestern nichtmehr aus. Gegen schwache Wolfsburger oder offensiv ganz schwache Berliner zuhause langt das sicher noch, aber es ist auch in der Bundesliga nur eine Frage der Zeit bis wir bestraft werden, z.B. nächsten Mittwoch in Hamburg wäre mal wieder so ein Spiel wo wir gnadenlos ausgekontert werden weil wir zu viele falscher Entscheidungen treffen.
Ich hoffe Zagadou auf IV, Toljan auf RV und Weigl als ZDM übernehmen jetzt dann, spätestens wenn Guerreiro wieder zurück ist sollte man Toljan auf jedenfall auf RV ziehen.
Wenn die Spieler sich richtig verhalten würden, zumindest größtenteils und es bei einem Angriff bei einer falschen Entscheidung belassen würden, dann wäre Tottenham gestern in Halbzeit 1 vll. nichtmal zu einem Torschuss gekommen. Aber wenn in einem Angriff 4 Fehler begangen werden, dann braucht man sich über Gegentreffer auf dem Niveau nicht wundern. Bosz seine Taktik verlangt richtige Entscheidungen in engen Situationen, wenn man seinen Job gut erledigt dann geht es auch auf, aber wenn man nicht auf der Höhe ist dann sieht es so aus wie es gestern aussah.
Aus meiner Sicht sind ein paar Spieler auf höchstem Niveau nicht oder nichtmehr in der Lage anspruchsvolle Systeme zu spielen und die richtigen Entscheidungen zu fallen. Sokratis, Sahin aber auch Pischu langen auf dem Level von gestern nichtmehr aus. Gegen schwache Wolfsburger oder offensiv ganz schwache Berliner zuhause langt das sicher noch, aber es ist auch in der Bundesliga nur eine Frage der Zeit bis wir bestraft werden, z.B. nächsten Mittwoch in Hamburg wäre mal wieder so ein Spiel wo wir gnadenlos ausgekontert werden weil wir zu viele falscher Entscheidungen treffen.
Ich hoffe Zagadou auf IV, Toljan auf RV und Weigl als ZDM übernehmen jetzt dann, spätestens wenn Guerreiro wieder zurück ist sollte man Toljan auf jedenfall auf RV ziehen.
14.09.2017 - 13:48 Uhr
Zur Defensivleistung wurde schon sehr viel geschrieben, einiges was ich überhaupt nicht nachvollziehen kann, einiges was mMn widerum sehr gut passt und vor allem Schritt für Schritt die Gegentore erklärt (@Harlekin und @BVBBC ) und diese dann auch als nicht zwingend systembedingt einordnet.
Ich habe jetzt sehr oft gelesen, dass Bosz-System an den Gegentreffern Schuld gewesen sein soll, sehe ich persönlich nicht zwingend so, denn diverse individuelle Fehler in Reihenfolge sind kein Problem des Systems, sondern der Spieler, jedoch muss ich sagen, dass mich das gestrige Spiel nicht völlig überrascht hat.
Bei allen wirklich positiven Erkentnissen bisher, stehen wir mit Bosz immer noch am Anfang. Es wird weitere Wochen dauern, bis wir uns stabilisieren und mehr oder weniger alle Spieler das Spielsystem verstanden haben werden. Vorher wird es weiter Abstimmungsprobleme und eben auch immer wieder dumme Gegentreffer geben. Das gestern geht für mich so in Ordnung, da ich das Gegenpressing auch schon auf ganz anderem Niveau wahrgenommen habe. Dazu diverse Ausfälle, "neue" Spieler im Team, da passiert sowas halt mal schnell.
Des Weiteren hat einer dieser Pressingaktionen am Ende auch dazugeführt, dass wir den 1:1 Treffer erzielen konnten. Tottenham wehrte eine Flanke ab, wir kamen sofort ins Gegenpressing und dadurch in den Ballbesitz und konnten Sekunden später den Ausgleich erzielen. Dieser positive Aspekt geht mir dabei viel zu sehr unter. Das war Bosz-Gegenpressing! Des Weiteren hatten wir mindestens zwei klasse Umschaltmomente, die Auba und Pulisic nur um ein Haar nicht verwerten konnten. Ein dämliches Abseitstor von Pulisic (da Auba eingriff) und ein absolut regulärer Treffer von Auba kommen dazu. Nicht zu vergessen Aubas Chance nach der Ecke. Also auch wir hatten zig Möglichkeiten zum scoren.
Und wenn ich mal überlege, wie viele individuelle Fehler wir gemacht haben und dennoch auf Augenhöhe waren, dann freue ich mich schon wieder auf die kommenden Wochen und die, zumindest sehe ich es da völlig positiv, voraussichtliche Weiterentwicklung. Wir haben nun eine Delle abbekommen, jetzt ist die Frage was man daraus macht.
Ich habe jetzt sehr oft gelesen, dass Bosz-System an den Gegentreffern Schuld gewesen sein soll, sehe ich persönlich nicht zwingend so, denn diverse individuelle Fehler in Reihenfolge sind kein Problem des Systems, sondern der Spieler, jedoch muss ich sagen, dass mich das gestrige Spiel nicht völlig überrascht hat.
Bei allen wirklich positiven Erkentnissen bisher, stehen wir mit Bosz immer noch am Anfang. Es wird weitere Wochen dauern, bis wir uns stabilisieren und mehr oder weniger alle Spieler das Spielsystem verstanden haben werden. Vorher wird es weiter Abstimmungsprobleme und eben auch immer wieder dumme Gegentreffer geben. Das gestern geht für mich so in Ordnung, da ich das Gegenpressing auch schon auf ganz anderem Niveau wahrgenommen habe. Dazu diverse Ausfälle, "neue" Spieler im Team, da passiert sowas halt mal schnell.
Des Weiteren hat einer dieser Pressingaktionen am Ende auch dazugeführt, dass wir den 1:1 Treffer erzielen konnten. Tottenham wehrte eine Flanke ab, wir kamen sofort ins Gegenpressing und dadurch in den Ballbesitz und konnten Sekunden später den Ausgleich erzielen. Dieser positive Aspekt geht mir dabei viel zu sehr unter. Das war Bosz-Gegenpressing! Des Weiteren hatten wir mindestens zwei klasse Umschaltmomente, die Auba und Pulisic nur um ein Haar nicht verwerten konnten. Ein dämliches Abseitstor von Pulisic (da Auba eingriff) und ein absolut regulärer Treffer von Auba kommen dazu. Nicht zu vergessen Aubas Chance nach der Ecke. Also auch wir hatten zig Möglichkeiten zum scoren.
Und wenn ich mal überlege, wie viele individuelle Fehler wir gemacht haben und dennoch auf Augenhöhe waren, dann freue ich mich schon wieder auf die kommenden Wochen und die, zumindest sehe ich es da völlig positiv, voraussichtliche Weiterentwicklung. Wir haben nun eine Delle abbekommen, jetzt ist die Frage was man daraus macht.
14.09.2017 - 13:57 Uhr
Zitat von Chitown
Ich hoffe Zagadou auf IV, Toljan auf RV und Weigl als ZDM übernehmen jetzt dann, spätestens wenn Guerreiro wieder zurück ist sollte man Toljan auf jedenfall auf RV ziehen.
Ich hoffe Zagadou auf IV, Toljan auf RV und Weigl als ZDM übernehmen jetzt dann, spätestens wenn Guerreiro wieder zurück ist sollte man Toljan auf jedenfall auf RV ziehen.
Das ist doch purer Aktionismus, man wechselt also den kompletten Defensivverband aus und wenns dann auch nicht wie gewünscht funktioniert, dann werden eben neue Spieler gefordert?
Sorry aber Zagadou ist überhaupt nicht so weit, der hat noch viel zuviele Stellungsfehler drin. Eine Aufstellung nach dem Motto "schlechter kanns nicht werden" bringt weder Zagadou noch dem BVB etwas.
Ich für meinen Teil habe deutlich mehr Bauchschmerzen bei Toljan-Batra-Zagadou-Guerreiro als bei Piszczek-Sokatris(Troprak)-Batra-Schmelzer
Klar klingt die erste Variante, technisch und spielerisch toller, aber ob das auch defensiv toll wird, da habe ich ernste Zweifel. Der Mix aus beiden Varianten wird hier vermutlich der richtige Weg sein.
Hier wird generell mal wieder viel zu viel Alarm gemacht wegen einer Niederlage. Es ist nicht alles schlecht und muss ausgetauscht werden, es muss an den nötigen Schrauben gedreht werden.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von rep0r am 14.09.2017 um 14:00 Uhr bearbeitet
14.09.2017 - 13:57 Uhr
Zitat von KiwiDenny
Zur Defensivleistung wurde schon sehr viel geschrieben, einiges was ich überhaupt nicht nachvollziehen kann, einiges was mMn widerum sehr gut passt und vor allem Schritt für Schritt die Gegentore erklärt (@Harlekin und @BVBBC ) und diese dann auch als nicht zwingend systembedingt einordnet.
Ich habe jetzt sehr oft gelesen, dass Bosz-System an den Gegentreffern Schuld gewesen sein soll, sehe ich persönlich nicht zwingend so, denn diverse individuelle Fehler in Reihenfolge sind kein Problem des Systems, sondern der Spieler, jedoch muss ich sagen, dass mich das gestrige Spiel nicht völlig überrascht hat.
Bei allen wirklich positiven Erkentnissen bisher, stehen wir mit Bosz immer noch am Anfang. Es wird weitere Wochen dauern, bis wir uns stabilisieren und mehr oder weniger alle Spieler das Spielsystem verstanden haben werden. Vorher wird es weiter Abstimmungsprobleme und eben auch immer wieder dumme Gegentreffer geben. Das gestern geht für mich so in Ordnung, da ich das Gegenpressing auch schon auf ganz anderem Niveau wahrgenommen habe. Dazu diverse Ausfälle, "neue" Spieler im Team, da passiert sowas halt mal schnell.
Des Weiteren hat einer dieser Pressingaktionen am Ende auch dazugeführt, dass wir den 1:1 Treffer erzielen konnten. Tottenham wehrte eine Flanke ab, wir kamen sofort ins Gegenpressing und dadurch in den Ballbesitz und konnten Sekunden später den Ausgleich erzielen. Dieser positive Aspekt geht mir dabei viel zu sehr unter. Das war Bosz-Gegenpressing! Des Weiteren hatten wir mindestens zwei klasse Umschaltmomente, die Auba und Pulisic nur um ein Haar nicht verwerten konnten. Ein dämliches Abseitstor von Pulisic (da Auba eingriff) und ein absolut regulärer Treffer von Auba kommen dazu. Nicht zu vergessen Aubas Chance nach der Ecke. Also auch wir hatten zig Möglichkeiten zum scoren.
Und wenn ich mal überlege, wie viele individuelle Fehler wir gemacht haben und dennoch auf Augenhöhe waren, dann freue ich mich schon wieder auf die kommenden Wochen und die, zumindest sehe ich es da völlig positiv, voraussichtliche Weiterentwicklung. Wir haben nun eine Delle abbekommen, jetzt ist die Frage was man daraus macht.
Zur Defensivleistung wurde schon sehr viel geschrieben, einiges was ich überhaupt nicht nachvollziehen kann, einiges was mMn widerum sehr gut passt und vor allem Schritt für Schritt die Gegentore erklärt (@Harlekin und @BVBBC ) und diese dann auch als nicht zwingend systembedingt einordnet.
Ich habe jetzt sehr oft gelesen, dass Bosz-System an den Gegentreffern Schuld gewesen sein soll, sehe ich persönlich nicht zwingend so, denn diverse individuelle Fehler in Reihenfolge sind kein Problem des Systems, sondern der Spieler, jedoch muss ich sagen, dass mich das gestrige Spiel nicht völlig überrascht hat.
Bei allen wirklich positiven Erkentnissen bisher, stehen wir mit Bosz immer noch am Anfang. Es wird weitere Wochen dauern, bis wir uns stabilisieren und mehr oder weniger alle Spieler das Spielsystem verstanden haben werden. Vorher wird es weiter Abstimmungsprobleme und eben auch immer wieder dumme Gegentreffer geben. Das gestern geht für mich so in Ordnung, da ich das Gegenpressing auch schon auf ganz anderem Niveau wahrgenommen habe. Dazu diverse Ausfälle, "neue" Spieler im Team, da passiert sowas halt mal schnell.
Des Weiteren hat einer dieser Pressingaktionen am Ende auch dazugeführt, dass wir den 1:1 Treffer erzielen konnten. Tottenham wehrte eine Flanke ab, wir kamen sofort ins Gegenpressing und dadurch in den Ballbesitz und konnten Sekunden später den Ausgleich erzielen. Dieser positive Aspekt geht mir dabei viel zu sehr unter. Das war Bosz-Gegenpressing! Des Weiteren hatten wir mindestens zwei klasse Umschaltmomente, die Auba und Pulisic nur um ein Haar nicht verwerten konnten. Ein dämliches Abseitstor von Pulisic (da Auba eingriff) und ein absolut regulärer Treffer von Auba kommen dazu. Nicht zu vergessen Aubas Chance nach der Ecke. Also auch wir hatten zig Möglichkeiten zum scoren.
Und wenn ich mal überlege, wie viele individuelle Fehler wir gemacht haben und dennoch auf Augenhöhe waren, dann freue ich mich schon wieder auf die kommenden Wochen und die, zumindest sehe ich es da völlig positiv, voraussichtliche Weiterentwicklung. Wir haben nun eine Delle abbekommen, jetzt ist die Frage was man daraus macht.
Absolut richtig. Ich würde das gestrige Spiel auch nicht überdramatisieren. Wir sind in einer Gruppe mit dem Titelverteidiger der CL und dem englischen Vize-Meister.
Sollten wir nicht weiterkommen wäre das auch kein Weltuntergang. Die wichtigsten Gelder der CL fließen auch so und es geht danach in der EL weiter wo man sogar Titelchancen hätte.
Die Fallhöhe in der CL ist also gering.
Der wichtigste Wettbewerb geht jetzt erst in seine erste heiße Phase, wir haben jetzt eine reine englische BuLi-Woche gegen Köln, Hamburg und Gladbach. Auf die kommt es an und da wird Bosz natürlich auch schon Druck spüren. Man ist Tabellenführer und vielleicht der einzige der die Meisterschaft spannend halten könnte. Eigentlich sollte man mit 9 Punkten aus dieser englischen Woche, was natürlich brutal schwer wird.
Alle 3 werden versuchen zu mauern und schnell umzuschalten und man muss wieder an die guten Leistungen wie gegen Hertha und Wolfsburg anknüpfen und dabei jetzt quasi on-the-fly Yarmolenko, Toljan, Weigl usw nach und nach integrieren.
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