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Niko Kovac
Geburtsdatum 15.10.1971
Alter 54
Nat. Kroatien  Kroatien
Funktion Trainer
Akt. Verein Borussia Dortmund

Niko Kovac [Trainer]

29.01.2025 - 23:50 Uhr
Niko Kovac [Trainer] |#6701
19.06.2026 - 14:15 Uhr
Zitat von Noergelgnom
Zitat von GonzoFronzo

Zitat von Borussenfan_85

Ganz einfach, ich bin seit 30 Jahren BVB Fan immer mit allen Emotionen dabei, egal ob zu Hause oder im Stadion. Seit Kovac hier ist, lasse ich die Spiele nur noch über mich ergehen. Das ist kein Fußball den man als BVB sehen will, in der Champions League zu unkonstant in der Liga oft mehr Glück als Verstand und er setzt nicht genug auf die Jugend. Und nochmal der BVB ist keine 3er Ketten Mannschaft.

Es muss ein Trainer her der wieder Offensiven Ballbesitzfussball spielen lässt und jeden Spieler da einsetzt wo er am stärksten ist.


So sehe ich das auch. Werner soll ja entlassen worden sein, weil er 3-er-Kette spielen lassen wollte anstatt 4-er.
Das ist der Hauptgrund für diesen schlechten Fußball und daher sollte Kovac gehen. Wer dafür kommt ist vollkommen egal solange er 4-er-Kette spielen lässt.



@GonzoFronzo

rolleyes

Ich frage mich, wieso dieses Märchen immer und immer wieder erzählt wird.
Die Formation sagt über die taktische Herangehensweise erstmal NICHTS aus.
Mann kann mit Viererkette ultradefensiv und super "unansehnlich" spielen - und dennoch (fast) genauso erfolgreich sein wie Kovac bei uns.
Google mal Tony Pulis, Sean Dyche, Stoke City, AFC Wimbledon etc.
Und auf der anderen Seite kann man mit Dreierkette attraktiven Ballbesitz- und Offensivfussball spielen, der die Liga und die Europapokale gleichermaßen dominiert.
Erinner Dich an Alonso bei Bayer 04 Leverkusen oder google mal "La Grande Inter" (wobei das noch 2 IV + klarer Libero war).
Oder Marcelo Bielsas 3331, Tuchels Systeme bei PSG und Chelsea, Gasperini bei Atalanta ...

... Selbst mit einem 370 kann man offensiv attraktiven Fussball spielen, genauso wie man mit einem 4231 grausamstes sinnentleertes Ballgeschiebe praktizieren kann (hat unsere Nationalmannschaft ja sogar schon bei WM-Endrunden geschafft, wie ich hörte tongue ).

"Dreierkette ist der HAUPTGRUND für diesen schlechten Fussball." ist einfach nicht wahr, weil es zwei Dinge in einen Topf wirft, die nicht zwingend in den gleichen Topf gehören, Punkt.


@Borussenfan_85

@Circial hat einige sehr konkrete Fragen zu Deinen Trainervorschlägen gestellt:
Warum glaubst du Niko Kovac muss ersetzt werden? Welche Defizite siehst du in der Mannschaft? Können diese Defizite über einen Trainerwechsel reduziert werden? Warum soll jemand der von den Spielern von Real Madrid null respektiert wurde der Heilsbringer für Borussia Dortmund sein? Warum soll Arne Slot, nachdem er mit Liverpool ein Jahr inkonstanten Terrorfußball hat spielen lassen, es hier besser machen? Eignet sich unser Kader für diese Trainer und wenn ja woran machst du das fest?!


Und ganz ehrlich: mich würden die Antworten darauf wirklich interessieren.
Als jemand, der weder Slot noch Arbeloa hier sehen möchte, frage ich mich nämlich auch, welche der taktischen Grundprinzipien dieser beiden Trainer Du beim BVB umgesetzt sehen möchtest?

Arbeloa könnte ggf sogar so lala funktionieren, aber Slots taktischer Ansatz würde meines Erachtens beim BVB gnadenlos scheitern, so wie er auch in Liverpool gescheitert ist.
(Abgesehen davon halte ich ihn auch im psychosozialen Bereich für keine sonderlich gute Wahl).


Okay ich will mich nicht wirklich einmischen in eure Diskussion aber ich lese hier im Endeffekt nur welche Trainer irgendwie überhaupt nicht gehen. Dann frage ich mich wer würde denn dann überhaupt gehen bei Borussia Dortmund oder bleibt dann zum Schluss doch immer wieder nur Niko Kovac übrig?

•     •     •

Baujahr 67 mein erstes Spiel von Borussia Dortmund war 1975 als Achtjähriger in der zweiten Liga beim 4:1 in Erkenschwick(Danke Onkel Hans)
5 Meisterschaften wohnhaft am Borsigplatz erlebt
Niko Kovac [Trainer] |#6702
19.06.2026 - 14:46 Uhr
Der Trainer der Profimannschaft ist ein leitender Angestellter des Vereins - nicht mehr und nicht weniger. Er erhält seine Zielvorgaben von der Geschäftsführung. Nach allem was ich gelesen habe, war sein Auftrag asl er gekommen ist, die Mannschaft in die Champions-League zu führen. Das hat er - wider allen Erwartungen - geschafft. Für die abgelaufene Saison Jahr war die Maxime, die Mannschaft so zu stabilisieren, dass die Champions-League deutlich vor den letzten Spieltag erreicht wird und in den Pokalwettbewerben möglichst weit zu kommen. Das Ziel bezüglich der Bundesliga hat er komplett erfüllt, in den Pokalwettbewerben wurde das Ziel unglücklich (DFB-Pokal) und knapp (Champions -League) verpasst. Nun scheint sich die Zielvorgabe - ich würde sagen endlich - stärker auf inhaltliche Themen zu erstrecken als auf eine reine Ergebnisdefinition. Mehr Nachwuchs integrieren und attraktiven wie erfolgreichen Fussball spielen. Die Geschäftsführung hat also die Vorgaben deutlich erhöht in dem sie nicht nur das Ergebnis sondern auch die Herangehensweise vorgibt. Aus Sicht der Geschäftsführung gibt es doch gar keinen Grund, den Trainer zu entlassen, der bisher die Vorgaben weitgehend erfüllt hat. Durch die veränderten Vorgaben hat sie dennoch ausgedrückt, dass ihr die Mittel zur Erreichung von Tabellenzielen wichtig sind.
Aus Sicht der Geschäftsführung gibt es doch gar keinen Grund, den Trainer zu entlassen, der bisher die Vorgaben weitgehend erfüllt hat. Eher hätte der Trainer die Motivation zu sagen, dass dies mit dem Spielermaterial kaum möglich ist. Stellt er sich dieser Herausforderung respektiere ich das und schaue, wie er diese neue Vorgaben erfüllt. Immerhin scheint er in einigen der Nachwuchskräften ausreichend Potential zu sehen. Das ist ja beileibe nicht immer der Fall. Stellt Euch doch nur mal vor, diese Vorgabe hätte es gegeben als die "Nachwuchsstars" Rikhoff und Brunner hießen. Im Gegensatz zu einigen hier, freue ich mich auf die neue Saison, weil ich glaube sie wird von der Entwicklung der Mannschaft her spannend und am Ende der Saison werden wir 1- 2 echte Hingucker in unserer Mannschaft haben. Und ja, das traue ich Kovacs zu.

•     •     •

Es gibt nichts Gutes - außer man tut es (Erich Kästner)
Niko Kovac [Trainer] |#6703
19.06.2026 - 14:52 Uhr
Zitat von Freischuetzbvb
Zitat von Noergelgnom

Zitat von GonzoFronzo

Zitat von Borussenfan_85

Ganz einfach, ich bin seit 30 Jahren BVB Fan immer mit allen Emotionen dabei, egal ob zu Hause oder im Stadion. Seit Kovac hier ist, lasse ich die Spiele nur noch über mich ergehen. Das ist kein Fußball den man als BVB sehen will, in der Champions League zu unkonstant in der Liga oft mehr Glück als Verstand und er setzt nicht genug auf die Jugend. Und nochmal der BVB ist keine 3er Ketten Mannschaft.

Es muss ein Trainer her der wieder Offensiven Ballbesitzfussball spielen lässt und jeden Spieler da einsetzt wo er am stärksten ist.


So sehe ich das auch. Werner soll ja entlassen worden sein, weil er 3-er-Kette spielen lassen wollte anstatt 4-er.
Das ist der Hauptgrund für diesen schlechten Fußball und daher sollte Kovac gehen. Wer dafür kommt ist vollkommen egal solange er 4-er-Kette spielen lässt.



@GonzoFronzo

rolleyes

Ich frage mich, wieso dieses Märchen immer und immer wieder erzählt wird.
Die Formation sagt über die taktische Herangehensweise erstmal NICHTS aus.
Mann kann mit Viererkette ultradefensiv und super "unansehnlich" spielen - und dennoch (fast) genauso erfolgreich sein wie Kovac bei uns.
Google mal Tony Pulis, Sean Dyche, Stoke City, AFC Wimbledon etc.
Und auf der anderen Seite kann man mit Dreierkette attraktiven Ballbesitz- und Offensivfussball spielen, der die Liga und die Europapokale gleichermaßen dominiert.
Erinner Dich an Alonso bei Bayer 04 Leverkusen oder google mal "La Grande Inter" (wobei das noch 2 IV + klarer Libero war).
Oder Marcelo Bielsas 3331, Tuchels Systeme bei PSG und Chelsea, Gasperini bei Atalanta ...

... Selbst mit einem 370 kann man offensiv attraktiven Fussball spielen, genauso wie man mit einem 4231 grausamstes sinnentleertes Ballgeschiebe praktizieren kann (hat unsere Nationalmannschaft ja sogar schon bei WM-Endrunden geschafft, wie ich hörte tongue ).

"Dreierkette ist der HAUPTGRUND für diesen schlechten Fussball." ist einfach nicht wahr, weil es zwei Dinge in einen Topf wirft, die nicht zwingend in den gleichen Topf gehören, Punkt.


@Borussenfan_85

@Circial hat einige sehr konkrete Fragen zu Deinen Trainervorschlägen gestellt:
Warum glaubst du Niko Kovac muss ersetzt werden? Welche Defizite siehst du in der Mannschaft? Können diese Defizite über einen Trainerwechsel reduziert werden? Warum soll jemand der von den Spielern von Real Madrid null respektiert wurde der Heilsbringer für Borussia Dortmund sein? Warum soll Arne Slot, nachdem er mit Liverpool ein Jahr inkonstanten Terrorfußball hat spielen lassen, es hier besser machen? Eignet sich unser Kader für diese Trainer und wenn ja woran machst du das fest?!


Und ganz ehrlich: mich würden die Antworten darauf wirklich interessieren.
Als jemand, der weder Slot noch Arbeloa hier sehen möchte, frage ich mich nämlich auch, welche der taktischen Grundprinzipien dieser beiden Trainer Du beim BVB umgesetzt sehen möchtest?

Arbeloa könnte ggf sogar so lala funktionieren, aber Slots taktischer Ansatz würde meines Erachtens beim BVB gnadenlos scheitern, so wie er auch in Liverpool gescheitert ist.
(Abgesehen davon halte ich ihn auch im psychosozialen Bereich für keine sonderlich gute Wahl).


Okay ich will mich nicht wirklich einmischen in eure Diskussion aber ich lese hier im Endeffekt nur welche Trainer irgendwie überhaupt nicht gehen. Dann frage ich mich wer würde denn dann überhaupt gehen bei Borussia Dortmund oder bleibt dann zum Schluss doch immer wieder nur Niko Kovac übrig?


Es gab doch - auch wenn das nicht Thema dieses Threads ist - immer mal wieder Namen, die hier mehr oder weniger akzeptiert würden: Alonso, Hürzeler, Hoeneß. De Zerbi war hier auch schon oft genannt in der Vergangenheit. Die stehen allerdings allesamt derzeit nicht zur Verfügung und sind teilweise (im Moment) zu groß für uns (oder zu bayrisch).

Ansonsten müsste man schon wieder etwas kreativer werden. Werner ist ja gerade auf den Markt gekommen, wahrscheinlich nichts für uns, ansonsten muss man wie bei Klopp oder Tuchel mal wieder was riskieren.

Sichere Bänke gibt es für uns kaum.

(Wegen meiner kann man auch nochmal Favre zurückholen, den ich persönlich ganz angenehm fand, aber das war trotz viel Ballbesitz und Streben nach Spielkunst ja auch vielen zu lahmarschig).

Zufrieden ist hier keiner, solange nicht der nächste Klopp gefunden ist (und der hatte ja auch keinen Plan B und war schnell entschlüsselt und was nicht alles).

•     •     •

Schwarz und Gelb ein Leben lang!
Niko Kovac [Trainer] |#6704
19.06.2026 - 15:02 Uhr
Zitat von Freischuetzbvb

Zitat von Noergelgnom

Zitat von GonzoFronzo

Zitat von Borussenfan_85

Ganz einfach, ich bin seit 30 Jahren BVB Fan immer mit allen Emotionen dabei, egal ob zu Hause oder im Stadion. Seit Kovac hier ist, lasse ich die Spiele nur noch über mich ergehen. Das ist kein Fußball den man als BVB sehen will, in der Champions League zu unkonstant in der Liga oft mehr Glück als Verstand und er setzt nicht genug auf die Jugend. Und nochmal der BVB ist keine 3er Ketten Mannschaft.

Es muss ein Trainer her der wieder Offensiven Ballbesitzfussball spielen lässt und jeden Spieler da einsetzt wo er am stärksten ist.


So sehe ich das auch. Werner soll ja entlassen worden sein, weil er 3-er-Kette spielen lassen wollte anstatt 4-er.
Das ist der Hauptgrund für diesen schlechten Fußball und daher sollte Kovac gehen. Wer dafür kommt ist vollkommen egal solange er 4-er-Kette spielen lässt.



@GonzoFronzo

rolleyes

Ich frage mich, wieso dieses Märchen immer und immer wieder erzählt wird.
Die Formation sagt über die taktische Herangehensweise erstmal NICHTS aus.
Mann kann mit Viererkette ultradefensiv und super "unansehnlich" spielen - und dennoch (fast) genauso erfolgreich sein wie Kovac bei uns.
Google mal Tony Pulis, Sean Dyche, Stoke City, AFC Wimbledon etc.
Und auf der anderen Seite kann man mit Dreierkette attraktiven Ballbesitz- und Offensivfussball spielen, der die Liga und die Europapokale gleichermaßen dominiert.
Erinner Dich an Alonso bei Bayer 04 Leverkusen oder google mal "La Grande Inter" (wobei das noch 2 IV + klarer Libero war).
Oder Marcelo Bielsas 3331, Tuchels Systeme bei PSG und Chelsea, Gasperini bei Atalanta ...

... Selbst mit einem 370 kann man offensiv attraktiven Fussball spielen, genauso wie man mit einem 4231 grausamstes sinnentleertes Ballgeschiebe praktizieren kann (hat unsere Nationalmannschaft ja sogar schon bei WM-Endrunden geschafft, wie ich hörte tongue ).

"Dreierkette ist der HAUPTGRUND für diesen schlechten Fussball." ist einfach nicht wahr, weil es zwei Dinge in einen Topf wirft, die nicht zwingend in den gleichen Topf gehören, Punkt.


@Borussenfan_85

@Circial hat einige sehr konkrete Fragen zu Deinen Trainervorschlägen gestellt:
Warum glaubst du Niko Kovac muss ersetzt werden? Welche Defizite siehst du in der Mannschaft? Können diese Defizite über einen Trainerwechsel reduziert werden? Warum soll jemand der von den Spielern von Real Madrid null respektiert wurde der Heilsbringer für Borussia Dortmund sein? Warum soll Arne Slot, nachdem er mit Liverpool ein Jahr inkonstanten Terrorfußball hat spielen lassen, es hier besser machen? Eignet sich unser Kader für diese Trainer und wenn ja woran machst du das fest?!


Und ganz ehrlich: mich würden die Antworten darauf wirklich interessieren.
Als jemand, der weder Slot noch Arbeloa hier sehen möchte, frage ich mich nämlich auch, welche der taktischen Grundprinzipien dieser beiden Trainer Du beim BVB umgesetzt sehen möchtest?

Arbeloa könnte ggf sogar so lala funktionieren, aber Slots taktischer Ansatz würde meines Erachtens beim BVB gnadenlos scheitern, so wie er auch in Liverpool gescheitert ist.
(Abgesehen davon halte ich ihn auch im psychosozialen Bereich für keine sonderlich gute Wahl).


Okay ich will mich nicht wirklich einmischen in eure Diskussion aber ich lese hier im Endeffekt nur welche Trainer irgendwie überhaupt nicht gehen. Dann frage ich mich wer würde denn dann überhaupt gehen bei Borussia Dortmund oder bleibt dann zum Schluss doch immer wieder nur Niko Kovac übrig?


Ich bin ja noch nichtmal unbedingter Kovac-Befürworter! grins
(Wenns nach mir geht, wird er im Moment keine Verlängerung erhalten - man kann ja im Spätherbst/Winter mal schauen, inwieweit die Ankündigungen ("offensiver, attraktiver, dominanter, mehr Jugend" etc) in den bis dahin absolvierten Spielen zu erkennen waren. Wenn die Richtung stimmt, kann man dann immer noch verlängern.)

Mich ärgert immer nur, wenn die Argumente gegen Kovac so faktenunabhängig sind wie oben zitiert. Das Muster ist irgendwie immer wieder gleich bei uns - egal, ob Terzic oder Favre oder Kovac oder Kehl oder oder oder. 😑


Um Deine Frage nach gewünschten Alternativen zu beantworten:

Ich hätte mich über Danny Röhl sehr gefreut, auch bereits bevor er zu den Rangers ging. Was er bei Wednesday auf die Beine gestellt hat, war unter den dort herrschenden Bedingungen nichts weniger als sensationell.

Und bei Alonso hätte ich mir ein "all-in" gewünscht, nachdem Real ihn "entsorgt" hatte - so gering unsere Chancen wahrscheinlich auch waren, man hätte es zumindest versuchen sollen.

Was ich jedenfalls nicht möchte, ist Aktionismus auf der Trainerposition, weil der jetzige "nur" die Ziele erreicht, dabei aber nicht hip genug ist bzw einem Teil der Userschaft nicht hip genug spielt.

"Ballbesitzfussball" ist für mich kein Wert in sich, sondern lediglich (und bestenfalls!) Mittel zum Zweck.
Damit gehöre ich wahrscheinlich einer Minderheit an. ^^

Genauso wie mit meiner "Spatz in der Hand"-Einstellung.
Vor anderthalb Jahren hatten wir eine leere Hand (um im Bild zu bleiben), dann haben wir Kovac geholt und ändern gerade langsam, aber erkennbar die Richtung, in die sich der BVB bewegt.
(s. zB Book, ich würde auch Broich noch dazuzählen - gerade im NLZ dauern Strategieänderungen ja mehrere Jahre, und ich kann mir gut vorstellen, dass spätestens in 5 oder 10 Jahren Broichs Verpflichtung als eine von Rickens besten Entscheidungen überhaupt gesehen werden wird).

Einfach alles ad hoc umwerfen ist bei großen Unternehmen selten eine gute Idee - beim Kaderumbau eine Konstante auf der Trainerbank zu haben, die bereits bewiesen hat, Erfolg beim BVB haben zu können, find ich wichtig.

WENN wir Kovac also trotz des Erfolges absägen, dann bitte nur für einen quasi "todsicheren" Besser-als-Kovac-Trainer. Kovac einfach nur durch XY zu ersetzen, weil man HOFFT, dass der mit diesem Kader "besseren Fussball" spielt (was ja sowieso auch jeder anders definiert!), ist unverantwortlich.

Und wie gesagt, Röhl ist so einer in meinen Augen, Alonso wäre auch einer gewesen, Hürzeler KÖNNTE einer sein (aber "könnte" ist eben schon wieder schwierig, denn Sahin war auch ein "könnte"-Trainer, wenn auch auf einem niedrigeren Level).
Werner KÖNNTE übrigens auch einer sein - und den würde ich sogar noch über Hoeness einordnen (bei Hoeness schwingt bei mir allerdings hauptsächlich Sorge vor den Nebengeräuschen mit - aufgrund seiner familiären Verbindungen wäre der ein potentielles Minenfeld für den BVB).

•     •     •

"Goodness is about what you do - not who you pray to." (Terry Pratchett)

Borussia Dortmund - Sheffield Wednesday - Daring Club Echternach - Ferencvaros Budapest



Dieser Beitrag wurde zuletzt von Noergelgnom am 19.06.2026 um 15:12 Uhr bearbeitet
Niko Kovac [Trainer] |#6705
19.06.2026 - 18:46 Uhr
Zitat von UnderratedCritic
Zitat von GonzoFronzo

Zitat von maddinbvb

Zitat von MxMichelangelo

Zitat von GonzoFronzo

Zitat von Borussenfan_85

Ganz einfach, ich bin seit 30 Jahren BVB Fan immer mit allen Emotionen dabei, egal ob zu Hause oder im Stadion. Seit Kovac hier ist, lasse ich die Spiele nur noch über mich ergehen. Das ist kein Fußball den man als BVB sehen will, in der Champions League zu unkonstant in der Liga oft mehr Glück als Verstand und er setzt nicht genug auf die Jugend. Und nochmal der BVB ist keine 3er Ketten Mannschaft.

Es muss ein Trainer her der wieder Offensiven Ballbesitzfussball spielen lässt und jeden Spieler da einsetzt wo er am stärksten ist.


So sehe ich das auch. Werner soll ja entlassen worden sein, weil er 3-er-Kette spielen lassen wollte anstatt 4-er.
Das ist der Hauptgrund für diesen schlechten Fußball und daher sollte Kovac gehen. Wer dafür kommt ist vollkommen egal solange er 4-er-Kette spielen lässt.


Wenn man ernsthaft glaubt, der Fußball sei automatisch schlecht, nur weil der aktuelle Kader in einer Dreierkette statt in einer Viererkette spielt, sollte man sich vielleicht fragen, ob man wirklich so viel Energie in das Zuschauen einer Sportart stecken möchte, die man offenbar nur sehr oberflächlich versteht.


Wohl wahr.
Kommt mir auch immer etwas befremdlich rüber wenn jemand ellenlange Beiträge schreibt als habe er den fußballerischen Durchblick, und dann so eine polemische, übertrieben vereinfachende Aussage trifft.


Sagt jemand der eine polemische, übertrieben vereinfachende Aussage trifft. 🫨

Soll ich jetzt ins Detail gehen? Und wo ist die Aussage, die ein anderer User getroffen hat, dass es eine Systemumstellung mit dem gleichen Trainer geben soll? Wenn Kovac keinen attraktiven 4-er-Ketten-Fußball spielen lassen kann, dann ist er einfach der falsche Trainer. Natürlich geht es nicht darum unter Kovac einen Systemwechsel zu vollziehen, sondern darum, dass sein einziger Ansatz für erfolgreichen Fußball ist, sich gegen Abstiegskandidaten defensiv aufzustellen, damit man irgendwie die Punkte mitnimmt. Und sei es durch Ecken und Elfmeter... 😂

Das 7:1 von Deutschland gegen Curacao wäre wahrscheinlich mit Kovac als Trainer ein 2:0 oder 1:0 geworden. Das ist das eigentliche Problem. Wäre die N11 so gegen Curacao gestartet, mit Kovac-Ball, dann wäre sofort Kritik an Nagelsmann aufgekommen. Beim BVB redet man dann von Stabilität und dass es die anderen gut gemacht haben.


Erkläre doch einfach, warum du glaubst, dass ein Systemwechsel der Gamechanger wäre.

Ich gehe mal nicht davon aus, dass er behauptet, "ein Systemwechsel wäre der Gamechanger", sondern lediglich, dass ein Systemwechsel in der Folge positive Auswirkungen haben kann, wenn es darum geht, die Offensive bzw. das Ballbesitzspiel generell zu verbessern, denn eines ist ja eigentlich selbsterklärend, dass, wenn du mit 3 IVs und 2 eher defensiv orientierten Spielern auf der "Schiene" spielst (und bitte jetzt nicht mit Ryersons Scorer argumentieren, die zu weiten Teilen durch Standards zustande gekommen sind), dann ist die personelle Besetzung bereits nachteilhaft.

Du musst also in der Folge als Trainer(-team) nach einer Systemumstellung bzw. sei es nur, um variabler zu werden, d. h. du kannst und sollst das 3-5-2/3-4-2-1 ja weiterhin im Repertoire behalten, Veränderungen und Anpassungen vornehmen, kannst nicht einfach auf 4-2-3-1 oder 4-3-3 umstellen und die Prinzipien bleiben dieselben. Natürlich funktioniert das dann nicht. Du kannst aber ebenfalls nicht einfach nur Spieler A und B durch X und Y ersetzen, lässt alles so, wie es war, und erwartest dann eine deutlich positivere Veränderung, die über die individuelle Ebene hinaus geht.

Wenn du Trainer einer Mannschaft bist, wo du weißt, dass du in der absoluten Mehrzahl der Spiele der Favorit bist, mehr Ballbesitz erhältst, weil du musst, weil das Taktik der Gegner ist, dann musst du da eben Lösungen finden, die über die personelle Natur hinaus gehen. Stellst du dann deutlich mehr defensiv denkende Spieler auf, deren Profile das eben auch sind, hast im Grunde zu wenig Offensivspieler auf dem Feld, dann kannst du innerhalb der Positionen aufstellen, wie du willst, du wirst Probleme bekommen, die rein durch personelle Veränderungen nicht zu beheben sind.

Würde Kovac wenigstens mit einem zentralen IV spielen, der vom Profil her gut geeignet ist, auch die 6 zu spielen, und damit meine ich nicht "einen Zerstörer", sondern einen, der das Spiel mit aufbauen kann, wäre das sofort etwas anderes. Spielst du aber auf er Schiene mit Svensson und Ryerson, hast im Zentrum Nmecha und Bellingham/Sabitzer und davor dann Beier/Adeyemi und Brandt/Chuk, dann muss doch selbst einem Laien auffallen, dass dir da die Qualität, Technik und Kreativität fehlt, um offensiv im Ballbesitz gut und besser zu agieren, als zu oft, zu häufig mit Flanken, weil anders überhaupt keine Chancen erspielt werden.

Schau dir doch mal die Statistiken an, wie oft man sich Chancen aus dem open play erspielt hat, die keine Flanken sind, dann stellst du sehr schnell fest, dass das was gewaltig nicht stimmt, nicht funktioniert hat, wie denn auch, wie erwähnt, wenn du oftmals nur mit 3-4 Offensiven agierst, während der Rest eher defensiv denkend ist. Dir fehlt es dann im Ballbesitz schon rein personell, sodass du schon gar nicht mehr im zweiten und letzten Drittel, egal auf welcher Feldposition, Dreiecke etc. bilden kannst, immer der Ballführenden Spieler genug Optionen hat, mal unabhängig davon, dass Positionsspiel ganz offensichtlich für Kovac nicht diese Wichtigkeit besitzt, wie es der Fall sein sollte.

Es ist ja auch kein reines Ding der Fans, sondern Ricken und OB haben öffentlich deutlich erklärt, dass man offensiver und attraktiver spielen möchte, natürlich nicht von heute auf morgen und per Knopfdruck aka Systemumstellung, sondern das ein Prozess sein muss. Ein Prozess muss aber auf mehreren Ebenen stattfinden und das kann eben nicht nur durch verändertes Personal im Spielerkader geschehen, sondern muss vorrangig eben auch vom Trainer kommen und da gibt es doch zurecht Zweifel, weil Kovac eben, und das wurde jetzt hunderte Male durchgekaut, noch nirgends in seiner Karriere bewiesen hat, dass er diese Prozesse im offensiven Bereich, in puncto Ballbesitz- und Positionsspiel, überhaupt in Gang bringen konnte, sodass man von positiven Veränderungen sprechen konnte. Dass, was er beim BVB macht, ist im Grunde, bis auf Kleinigkeiten, nur das, was er bei seinen anderen Stationen auch gemacht bzw. versucht hat. Defensiv kompakt stehen, kämpfen, kratzen und beißen, im Ballbesitz aber eher mit einfachen Strukturen und Abläufen, die eben schnell an Grenzen kommen, sodass dir eben dann in der Folge nur der Weg über Flanken und Standards bleibt, wenn du keine Räume hast, sondern sie dir erspielen musst, was nicht passiert.

Spielst du also mit 3 IVs benötigst du einfach zwangsläufig, und das ist auch keine graue Theorie, sondern gängige taktische Theorie, auf anderen Positionen Profile mit Stärken, damit du das kompensieren kannst, weil dir fehlt dann im Mittelfeld bzw. im Zentrum automatisch ein Spieler, sofern einer der AVs/Schienenspieler nicht invers agiert. Du wirst dann einfach häufiger in Unterzahl sein, obwohl du als Topteam mit viel Ballbesitz ja eben im Ballbesitz Überzahl im zweiten und letzten Drittel erzeugen willst, zumindest sollte das so sein. Wenn das aber nicht der Fall ist, du also sowohl personell als auch Profil-technisch unterlegen bist, Mängel hast, dann sieht das eben so aus, wie es größtenteils während der Saison ausgesehen hat, ideen- und kreativlos, wo man abseits von Flanken und Standards nicht erkennen konnte, wie der Trainer denn der Mannschaft vermittelt hat, zu Chancen kommen zu wollen, den Gegner erfolgreich bespielen und auseinander spielen zu wollen. Das hat in Summe aus verschiedenen Gründen, u. a. durch eine abnormale Effektivität bei Standards, die regelmäßig dann zu Dosenöffnern wurden, nachdem vorher nichts ging, funktioniert, aber das so fortsetzen zu wollen, ist einfach ein enormes Risiko, welches auch nicht mit den Vorgaben und Plänen der sportlich Verantwortlichen in Einklang zu bringen ist.

Wenn Kovac also offensiver und attraktiver Fußball spielen lassen möchte, dann muss viel mehr von ihm kommen, weil rein personelle Veränderungen werden den gewünschten Effekt nicht erzielen können. Wenn er weiterhin am bisherigen System festhalten möchte, ohne da etwas zu verändern, zu verschieben, wird das nicht großartig anders aussehen, weil es taktisch nicht zu erwarten ist und nicht geschehen dürfte. Wie denn auch? Wie erwähnt, fehlen dir im Ballbesitz zu oft die Optionen, sodass die Spieler dann zwangsläufig schlechter aussehen und man meint, die könnten alle gar nicht besser und es müsse zwingend anderes, besseres Personal her.

Die Gegner spielen oftmals eher defensiv strukturierten Fußball mit kompakten Ketten, wo dann situativ gepresst wird, wenn überhaupt, aber eben in eher defensiver personeller Besetzung. Da spielt der Gegner mit 2 Offensivspielern und man selbst spielt mit 3 IVs und 2 defensiv denkenden AVs/Schienenspielern, dass selbst Fußballlaien bzw. jenen, die sich nicht wirklich mit Taktik beschäftigen auffallen dürfte, dass da was nicht passt. Du brauchst halt entweder, wie oben erwähnt, einen ZIV der im Spielaufbau auf die 6 geht, oder sowohl LIV als auch RIV müssen aktiver in den Spielaufbau eingebunden werden, nicht nur Schlotti, aber du brauchst dann eben auch auf anderen Positionen Spieler mit Profilen, die ihre Stärken primär bzw. auch im Ballbesitz haben, also zumindest auf einer Schiene einen Typen "Guerreiro/Grimaldo" haben, darfst dich dafür auch nicht mit Spielern wie Beier und Adeyemi selbst beschränken, wenn der MS Guirassi heißt bzw. dessen Profil besitzt. Dann wird es nicht besser, weil taktisch Trainer seitig eben nichts bzw. nur wenig zu erwarten ist, sodass du positive Veränderungen nur so herbeiführen kannst. Dass Kovac auf einmal anfängt, Positionsspiel zu trainieren, darauf größeren Wert zu legen, das in den Fokus zu rücken, das kann man doch ausschließen, sodass letztendlich das, was diese Saison bereits problematisch war, auch in der kommenden zu erwarten ist.

Ich meine, es wurde hier während der Saison oft genug die Statistiken in Bezug auf die Offensive und das Ballbesitzspiel vorgetragen, dass man dort eben zuweilen sogar eher mittelmäßig war statt Ligaspitze, dass man einfach zu wenig Ballaktionen im gegnerischen Strafraum erspielen konnte, und folgend eben Chancen und Schüsse kreieren konnte, weil es dafür einfach zu wenig taktische Pläne gab. Das wird ja noch immer von vielen, die permanent als Schönredner auftreten und jede Kritik, jeden Kritiker rein auf persönlicher Ebene abkanzeln, anstatt sachlich zu argumentieren, nicht gesehen, nicht wahrgenommen oder zu wenig Bedeutung beigemessen, weil die Ergebnisse ja stimmten, aber nur weil in lt. Tabelle der Zweibeste war, bedeutet das nicht automatisch, dass es gut war, dass auch in der Zukunft gut sein wird.

Also kurzum: Nein, natürlich sorgt ein Systemwechsel nicht allein für positive Effekte, sondern das muss mit Veränderungen und Anpassungen einhergehen, aber rein durch die veränderte personelle Struktur, sodass du im Ballbesitz im zweiten und letzten Drittel einen Spieler mehr auf dem Feld hast, bietet das allein bereits mehr Optionen und bindet Gegner, denn so wie es in dieser Saison der Fall war, du offensiv als Topmannschaft mit viel Ballbesitz zu oft quasi in Unterzahl bist, ist das auch einfacher zu verteidigen, da du weniger verschieben musst, um das Zentrum und die Außen zu schließen. Du zwingst dann den Gegner zu Lösungen, die nach dem Prinzip "Brechstange" erfolgen, nur eben mit dem Nachteil, dass der BVB in der abgelaufenen Saison wusste, damit erfolgreich zu sein, eine abnormale Effektivität aufwies, die es erstmal ansatzweise so zu reproduzieren gilt.

Niemand erwartet so viel Risiko wie das der Bayern, aber doch bitte etwas mehr, als es bisher war, wo man hätte meinen können, da spielt ein Mittelfeldclub/Abstiegskandidat, taktisch gesehen, nur eben mit der individuellen Qualität eines CL-Clubs. Eigentlich müsste ja beides das Ziel sein, und das soll lt. Ricken und OB so sein, dass man offensiver, attraktiver und genauso erfolgreich spielen möchte und können sollte.

Wenn das Kovac nicht kann, und davon gehe ich aus, nicht, weil ich es mir wünsche, sondern weil seine Karriere und deren taktische Hinweise einfach nicht daraufhin deuten, dann wird das weiter so aussehen wie bisher, da ja größere personelle Veränderungen nicht zu erwarten sind, sofern nicht etwas aktuell Unvorhergesehenes geschieht, denn selbst wenn Brandt durch einen Kreativspieler ersetzt wird, so fehlt es dir ja weiterhin an diesen Elementen, in puncto Technik, Kreativität, Spielintelligenz, vor allem im Ballbesitz und in engen Räumen, etwas, was dir Beier, Adeyemi, Guirassy, Ryerson, Svensson etc. nicht bieten können, nicht auf dem benötigten Niveau, um mit dem bisherigen System bzw. der taktischen Herangehensweise Verbesserungen erzielen zu können, die nicht nur sichtbar, sondern auch statistisch belegbar sind, man also weniger abhängig von Flanken und Standards ist, sondern wieder mehr wie eine Spitzenmannschaft auftritt.

Es mag also auf den ersten Blick dasselbe sein, wenn bei Mannschaft A und B 3 Spieler in letzter Reihe aufbauen, wenn aber bei Mannschaft A das 3 IVs sind und bei Mannschaft B 2 IVs und ein spielstarker 6er oder ein inverser AV, der spielstark ist (Guerreiro/Grimaldo) dann besteht da ein enormer Unterschied, vor allem, wenn sich das auf anderen Positionen weiter fortsetzt, du einfach zu viele "Läufer" hast, statt "Spieler", die auch wirklich spielen wollen und können, auf engem Raum und nicht zu eindimensional daher kommen.

•     •     •

Loriot: "In Krisenzeiten suchen Intelligente nach Lösungen, Idioten suchen nach Schuldigen.

Dieter Hallervorden: "Das größte Problem in der Geschichte der Menschheit ist, dass die Leute, die die Wahrheit kennen, den Mund nicht aufmachen. Und diejenigen, die von nichts eine Ahnung haben, bekommt man einfach nicht zum Schweigen."

"Sei Kind, wann immer Du kannst, und nur erwachsen, wenn Du musst"
Niko Kovac [Trainer] |#6706
19.06.2026 - 19:15 Uhr
@3-Ecken-Elfer

Langer Beitrag, aber im Grunde genommen schreibst du das, was ich oder andere auch geschrieben haben. Eine Umstellung macht das Spiel nicht dominanter oder attraktiver, wenn der Trainer die Herangehensweise nicht ändert. Der Tenor von dem User ist aber Viererkette = besserer Fussball und das ohne weitere Argumente. Es wird ständig einfach so in den Raum geworfen.
Wenn du schreibst, ja, eine Viererkette wäre besser, wenn sich gleichzeitig tausend Sachen ändern, dann hast du den Kern nicht getroffen. Fakt ist, dass Kovac hier Trainer ist und seinen Stil verfolgt. Da funktioniert so ein theoretisches Modell nicht. Die Grundlage ist nicht, sich zu fragen, welches System im Optimum besser wäre. Da ist es wahrscheinlich die Viererkette, ja. Aber die Voraussetzungen sind wie sie sind und es ist kein Optimum.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von UnderratedCritic am 19.06.2026 um 19:19 Uhr bearbeitet
Niko Kovac [Trainer] |#6707
19.06.2026 - 19:18 Uhr
Zitat von 3-Ecken-Elfer
Zitat von UnderratedCritic

Zitat von GonzoFronzo

Zitat von maddinbvb

Zitat von MxMichelangelo

Zitat von GonzoFronzo

Zitat von Borussenfan_85

Ganz einfach, ich bin seit 30 Jahren BVB Fan immer mit allen Emotionen dabei, egal ob zu Hause oder im Stadion. Seit Kovac hier ist, lasse ich die Spiele nur noch über mich ergehen. Das ist kein Fußball den man als BVB sehen will, in der Champions League zu unkonstant in der Liga oft mehr Glück als Verstand und er setzt nicht genug auf die Jugend. Und nochmal der BVB ist keine 3er Ketten Mannschaft.

Es muss ein Trainer her der wieder Offensiven Ballbesitzfussball spielen lässt und jeden Spieler da einsetzt wo er am stärksten ist.


So sehe ich das auch. Werner soll ja entlassen worden sein, weil er 3-er-Kette spielen lassen wollte anstatt 4-er.
Das ist der Hauptgrund für diesen schlechten Fußball und daher sollte Kovac gehen. Wer dafür kommt ist vollkommen egal solange er 4-er-Kette spielen lässt.


Wenn man ernsthaft glaubt, der Fußball sei automatisch schlecht, nur weil der aktuelle Kader in einer Dreierkette statt in einer Viererkette spielt, sollte man sich vielleicht fragen, ob man wirklich so viel Energie in das Zuschauen einer Sportart stecken möchte, die man offenbar nur sehr oberflächlich versteht.


Wohl wahr.
Kommt mir auch immer etwas befremdlich rüber wenn jemand ellenlange Beiträge schreibt als habe er den fußballerischen Durchblick, und dann so eine polemische, übertrieben vereinfachende Aussage trifft.


Sagt jemand der eine polemische, übertrieben vereinfachende Aussage trifft. 🫨

Soll ich jetzt ins Detail gehen? Und wo ist die Aussage, die ein anderer User getroffen hat, dass es eine Systemumstellung mit dem gleichen Trainer geben soll? Wenn Kovac keinen attraktiven 4-er-Ketten-Fußball spielen lassen kann, dann ist er einfach der falsche Trainer. Natürlich geht es nicht darum unter Kovac einen Systemwechsel zu vollziehen, sondern darum, dass sein einziger Ansatz für erfolgreichen Fußball ist, sich gegen Abstiegskandidaten defensiv aufzustellen, damit man irgendwie die Punkte mitnimmt. Und sei es durch Ecken und Elfmeter... 😂

Das 7:1 von Deutschland gegen Curacao wäre wahrscheinlich mit Kovac als Trainer ein 2:0 oder 1:0 geworden. Das ist das eigentliche Problem. Wäre die N11 so gegen Curacao gestartet, mit Kovac-Ball, dann wäre sofort Kritik an Nagelsmann aufgekommen. Beim BVB redet man dann von Stabilität und dass es die anderen gut gemacht haben.


Erkläre doch einfach, warum du glaubst, dass ein Systemwechsel der Gamechanger wäre.

Ich gehe mal nicht davon aus, dass er behauptet, "ein Systemwechsel wäre der Gamechanger", sondern lediglich, dass ein Systemwechsel in der Folge positive Auswirkungen haben kann, wenn es darum geht, die Offensive bzw. das Ballbesitzspiel generell zu verbessern, denn eines ist ja eigentlich selbsterklärend, dass, wenn du mit 3 IVs und 2 eher defensiv orientierten Spielern auf der "Schiene" spielst (und bitte jetzt nicht mit Ryersons Scorer argumentieren, die zu weiten Teilen durch Standards zustande gekommen sind), dann ist die personelle Besetzung bereits nachteilhaft.

Du musst also in der Folge als Trainer(-team) nach einer Systemumstellung bzw. sei es nur, um variabler zu werden, d. h. du kannst und sollst das 3-5-2/3-4-2-1 ja weiterhin im Repertoire behalten, Veränderungen und Anpassungen vornehmen, kannst nicht einfach auf 4-2-3-1 oder 4-3-3 umstellen und die Prinzipien bleiben dieselben. Natürlich funktioniert das dann nicht. Du kannst aber ebenfalls nicht einfach nur Spieler A und B durch X und Y ersetzen, lässt alles so, wie es war, und erwartest dann eine deutlich positivere Veränderung, die über die individuelle Ebene hinaus geht.

Wenn du Trainer einer Mannschaft bist, wo du weißt, dass du in der absoluten Mehrzahl der Spiele der Favorit bist, mehr Ballbesitz erhältst, weil du musst, weil das Taktik der Gegner ist, dann musst du da eben Lösungen finden, die über die personelle Natur hinaus gehen. Stellst du dann deutlich mehr defensiv denkende Spieler auf, deren Profile das eben auch sind, hast im Grunde zu wenig Offensivspieler auf dem Feld, dann kannst du innerhalb der Positionen aufstellen, wie du willst, du wirst Probleme bekommen, die rein durch personelle Veränderungen nicht zu beheben sind.

Würde Kovac wenigstens mit einem zentralen IV spielen, der vom Profil her gut geeignet ist, auch die 6 zu spielen, und damit meine ich nicht "einen Zerstörer", sondern einen, der das Spiel mit aufbauen kann, wäre das sofort etwas anderes. Spielst du aber auf er Schiene mit Svensson und Ryerson, hast im Zentrum Nmecha und Bellingham/Sabitzer und davor dann Beier/Adeyemi und Brandt/Chuk, dann muss doch selbst einem Laien auffallen, dass dir da die Qualität, Technik und Kreativität fehlt, um offensiv im Ballbesitz gut und besser zu agieren, als zu oft, zu häufig mit Flanken, weil anders überhaupt keine Chancen erspielt werden.

Schau dir doch mal die Statistiken an, wie oft man sich Chancen aus dem open play erspielt hat, die keine Flanken sind, dann stellst du sehr schnell fest, dass das was gewaltig nicht stimmt, nicht funktioniert hat, wie denn auch, wie erwähnt, wenn du oftmals nur mit 3-4 Offensiven agierst, während der Rest eher defensiv denkend ist. Dir fehlt es dann im Ballbesitz schon rein personell, sodass du schon gar nicht mehr im zweiten und letzten Drittel, egal auf welcher Feldposition, Dreiecke etc. bilden kannst, immer der Ballführenden Spieler genug Optionen hat, mal unabhängig davon, dass Positionsspiel ganz offensichtlich für Kovac nicht diese Wichtigkeit besitzt, wie es der Fall sein sollte.

Es ist ja auch kein reines Ding der Fans, sondern Ricken und OB haben öffentlich deutlich erklärt, dass man offensiver und attraktiver spielen möchte, natürlich nicht von heute auf morgen und per Knopfdruck aka Systemumstellung, sondern das ein Prozess sein muss. Ein Prozess muss aber auf mehreren Ebenen stattfinden und das kann eben nicht nur durch verändertes Personal im Spielerkader geschehen, sondern muss vorrangig eben auch vom Trainer kommen und da gibt es doch zurecht Zweifel, weil Kovac eben, und das wurde jetzt hunderte Male durchgekaut, noch nirgends in seiner Karriere bewiesen hat, dass er diese Prozesse im offensiven Bereich, in puncto Ballbesitz- und Positionsspiel, überhaupt in Gang bringen konnte, sodass man von positiven Veränderungen sprechen konnte. Dass, was er beim BVB macht, ist im Grunde, bis auf Kleinigkeiten, nur das, was er bei seinen anderen Stationen auch gemacht bzw. versucht hat. Defensiv kompakt stehen, kämpfen, kratzen und beißen, im Ballbesitz aber eher mit einfachen Strukturen und Abläufen, die eben schnell an Grenzen kommen, sodass dir eben dann in der Folge nur der Weg über Flanken und Standards bleibt, wenn du keine Räume hast, sondern sie dir erspielen musst, was nicht passiert.

Spielst du also mit 3 IVs benötigst du einfach zwangsläufig, und das ist auch keine graue Theorie, sondern gängige taktische Theorie, auf anderen Positionen Profile mit Stärken, damit du das kompensieren kannst, weil dir fehlt dann im Mittelfeld bzw. im Zentrum automatisch ein Spieler, sofern einer der AVs/Schienenspieler nicht invers agiert. Du wirst dann einfach häufiger in Unterzahl sein, obwohl du als Topteam mit viel Ballbesitz ja eben im Ballbesitz Überzahl im zweiten und letzten Drittel erzeugen willst, zumindest sollte das so sein. Wenn das aber nicht der Fall ist, du also sowohl personell als auch Profil-technisch unterlegen bist, Mängel hast, dann sieht das eben so aus, wie es größtenteils während der Saison ausgesehen hat, ideen- und kreativlos, wo man abseits von Flanken und Standards nicht erkennen konnte, wie der Trainer denn der Mannschaft vermittelt hat, zu Chancen kommen zu wollen, den Gegner erfolgreich bespielen und auseinander spielen zu wollen. Das hat in Summe aus verschiedenen Gründen, u. a. durch eine abnormale Effektivität bei Standards, die regelmäßig dann zu Dosenöffnern wurden, nachdem vorher nichts ging, funktioniert, aber das so fortsetzen zu wollen, ist einfach ein enormes Risiko, welches auch nicht mit den Vorgaben und Plänen der sportlich Verantwortlichen in Einklang zu bringen ist.

Wenn Kovac also offensiver und attraktiver Fußball spielen lassen möchte, dann muss viel mehr von ihm kommen, weil rein personelle Veränderungen werden den gewünschten Effekt nicht erzielen können. Wenn er weiterhin am bisherigen System festhalten möchte, ohne da etwas zu verändern, zu verschieben, wird das nicht großartig anders aussehen, weil es taktisch nicht zu erwarten ist und nicht geschehen dürfte. Wie denn auch? Wie erwähnt, fehlen dir im Ballbesitz zu oft die Optionen, sodass die Spieler dann zwangsläufig schlechter aussehen und man meint, die könnten alle gar nicht besser und es müsse zwingend anderes, besseres Personal her.

Die Gegner spielen oftmals eher defensiv strukturierten Fußball mit kompakten Ketten, wo dann situativ gepresst wird, wenn überhaupt, aber eben in eher defensiver personeller Besetzung. Da spielt der Gegner mit 2 Offensivspielern und man selbst spielt mit 3 IVs und 2 defensiv denkenden AVs/Schienenspielern, dass selbst Fußballlaien bzw. jenen, die sich nicht wirklich mit Taktik beschäftigen auffallen dürfte, dass da was nicht passt. Du brauchst halt entweder, wie oben erwähnt, einen ZIV der im Spielaufbau auf die 6 geht, oder sowohl LIV als auch RIV müssen aktiver in den Spielaufbau eingebunden werden, nicht nur Schlotti, aber du brauchst dann eben auch auf anderen Positionen Spieler mit Profilen, die ihre Stärken primär bzw. auch im Ballbesitz haben, also zumindest auf einer Schiene einen Typen "Guerreiro/Grimaldo" haben, darfst dich dafür auch nicht mit Spielern wie Beier und Adeyemi selbst beschränken, wenn der MS Guirassi heißt bzw. dessen Profil besitzt. Dann wird es nicht besser, weil taktisch Trainer seitig eben nichts bzw. nur wenig zu erwarten ist, sodass du positive Veränderungen nur so herbeiführen kannst. Dass Kovac auf einmal anfängt, Positionsspiel zu trainieren, darauf größeren Wert zu legen, das in den Fokus zu rücken, das kann man doch ausschließen, sodass letztendlich das, was diese Saison bereits problematisch war, auch in der kommenden zu erwarten ist.

Ich meine, es wurde hier während der Saison oft genug die Statistiken in Bezug auf die Offensive und das Ballbesitzspiel vorgetragen, dass man dort eben zuweilen sogar eher mittelmäßig war statt Ligaspitze, dass man einfach zu wenig Ballaktionen im gegnerischen Strafraum erspielen konnte, und folgend eben Chancen und Schüsse kreieren konnte, weil es dafür einfach zu wenig taktische Pläne gab. Das wird ja noch immer von vielen, die permanent als Schönredner auftreten und jede Kritik, jeden Kritiker rein auf persönlicher Ebene abkanzeln, anstatt sachlich zu argumentieren, nicht gesehen, nicht wahrgenommen oder zu wenig Bedeutung beigemessen, weil die Ergebnisse ja stimmten, aber nur weil in lt. Tabelle der Zweibeste war, bedeutet das nicht automatisch, dass es gut war, dass auch in der Zukunft gut sein wird.

Also kurzum: Nein, natürlich sorgt ein Systemwechsel nicht allein für positive Effekte, sondern das muss mit Veränderungen und Anpassungen einhergehen, aber rein durch die veränderte personelle Struktur, sodass du im Ballbesitz im zweiten und letzten Drittel einen Spieler mehr auf dem Feld hast, bietet das allein bereits mehr Optionen und bindet Gegner, denn so wie es in dieser Saison der Fall war, du offensiv als Topmannschaft mit viel Ballbesitz zu oft quasi in Unterzahl bist, ist das auch einfacher zu verteidigen, da du weniger verschieben musst, um das Zentrum und die Außen zu schließen. Du zwingst dann den Gegner zu Lösungen, die nach dem Prinzip "Brechstange" erfolgen, nur eben mit dem Nachteil, dass der BVB in der abgelaufenen Saison wusste, damit erfolgreich zu sein, eine abnormale Effektivität aufwies, die es erstmal ansatzweise so zu reproduzieren gilt.

Niemand erwartet so viel Risiko wie das der Bayern, aber doch bitte etwas mehr, als es bisher war, wo man hätte meinen können, da spielt ein Mittelfeldclub/Abstiegskandidat, taktisch gesehen, nur eben mit der individuellen Qualität eines CL-Clubs. Eigentlich müsste ja beides das Ziel sein, und das soll lt. Ricken und OB so sein, dass man offensiver, attraktiver und genauso erfolgreich spielen möchte und können sollte.

Wenn das Kovac nicht kann, und davon gehe ich aus, nicht, weil ich es mir wünsche, sondern weil seine Karriere und deren taktische Hinweise einfach nicht daraufhin deuten, dann wird das weiter so aussehen wie bisher, da ja größere personelle Veränderungen nicht zu erwarten sind, sofern nicht etwas aktuell Unvorhergesehenes geschieht, denn selbst wenn Brandt durch einen Kreativspieler ersetzt wird, so fehlt es dir ja weiterhin an diesen Elementen, in puncto Technik, Kreativität, Spielintelligenz, vor allem im Ballbesitz und in engen Räumen, etwas, was dir Beier, Adeyemi, Guirassy, Ryerson, Svensson etc. nicht bieten können, nicht auf dem benötigten Niveau, um mit dem bisherigen System bzw. der taktischen Herangehensweise Verbesserungen erzielen zu können, die nicht nur sichtbar, sondern auch statistisch belegbar sind, man also weniger abhängig von Flanken und Standards ist, sondern wieder mehr wie eine Spitzenmannschaft auftritt.

Es mag also auf den ersten Blick dasselbe sein, wenn bei Mannschaft A und B 3 Spieler in letzter Reihe aufbauen, wenn aber bei Mannschaft A das 3 IVs sind und bei Mannschaft B 2 IVs und ein spielstarker 6er oder ein inverser AV, der spielstark ist (Guerreiro/Grimaldo) dann besteht da ein enormer Unterschied, vor allem, wenn sich das auf anderen Positionen weiter fortsetzt, du einfach zu viele "Läufer" hast, statt "Spieler", die auch wirklich spielen wollen und können, auf engem Raum und nicht zu eindimensional daher kommen.


Vorab erst einmal Respekt für die Mühe. Dennoch muss ich sagen, dass die Aussagen des Users sehr eindeutig waren.

Zitat von GonzoFronzo

So sehe ich das auch. Werner soll ja entlassen worden sein, weil er 3-er-Kette spielen lassen wollte anstatt 4-er.
Das ist der Hauptgrund für diesen schlechten Fußball und daher sollte Kovac gehen. Wer dafür kommt ist vollkommen egal solange er 4-er-Kette spielen lässt.
Niko Kovac [Trainer] |#6708
19.06.2026 - 21:09 Uhr
Zitat von MxMichelangelo
Zitat von 3-Ecken-Elfer

Zitat von UnderratedCritic

Zitat von GonzoFronzo

Zitat von maddinbvb

Zitat von MxMichelangelo

Zitat von GonzoFronzo

Zitat von Borussenfan_85

Ganz einfach, ich bin seit 30 Jahren BVB Fan immer mit allen Emotionen dabei, egal ob zu Hause oder im Stadion. Seit Kovac hier ist, lasse ich die Spiele nur noch über mich ergehen. Das ist kein Fußball den man als BVB sehen will, in der Champions League zu unkonstant in der Liga oft mehr Glück als Verstand und er setzt nicht genug auf die Jugend. Und nochmal der BVB ist keine 3er Ketten Mannschaft.

Es muss ein Trainer her der wieder Offensiven Ballbesitzfussball spielen lässt und jeden Spieler da einsetzt wo er am stärksten ist.


So sehe ich das auch. Werner soll ja entlassen worden sein, weil er 3-er-Kette spielen lassen wollte anstatt 4-er.
Das ist der Hauptgrund für diesen schlechten Fußball und daher sollte Kovac gehen. Wer dafür kommt ist vollkommen egal solange er 4-er-Kette spielen lässt.


Wenn man ernsthaft glaubt, der Fußball sei automatisch schlecht, nur weil der aktuelle Kader in einer Dreierkette statt in einer Viererkette spielt, sollte man sich vielleicht fragen, ob man wirklich so viel Energie in das Zuschauen einer Sportart stecken möchte, die man offenbar nur sehr oberflächlich versteht.


Wohl wahr.
Kommt mir auch immer etwas befremdlich rüber wenn jemand ellenlange Beiträge schreibt als habe er den fußballerischen Durchblick, und dann so eine polemische, übertrieben vereinfachende Aussage trifft.


Sagt jemand der eine polemische, übertrieben vereinfachende Aussage trifft. 🫨

Soll ich jetzt ins Detail gehen? Und wo ist die Aussage, die ein anderer User getroffen hat, dass es eine Systemumstellung mit dem gleichen Trainer geben soll? Wenn Kovac keinen attraktiven 4-er-Ketten-Fußball spielen lassen kann, dann ist er einfach der falsche Trainer. Natürlich geht es nicht darum unter Kovac einen Systemwechsel zu vollziehen, sondern darum, dass sein einziger Ansatz für erfolgreichen Fußball ist, sich gegen Abstiegskandidaten defensiv aufzustellen, damit man irgendwie die Punkte mitnimmt. Und sei es durch Ecken und Elfmeter... 😂

Das 7:1 von Deutschland gegen Curacao wäre wahrscheinlich mit Kovac als Trainer ein 2:0 oder 1:0 geworden. Das ist das eigentliche Problem. Wäre die N11 so gegen Curacao gestartet, mit Kovac-Ball, dann wäre sofort Kritik an Nagelsmann aufgekommen. Beim BVB redet man dann von Stabilität und dass es die anderen gut gemacht haben.


Erkläre doch einfach, warum du glaubst, dass ein Systemwechsel der Gamechanger wäre.

Ich gehe mal nicht davon aus, dass er behauptet, "ein Systemwechsel wäre der Gamechanger", sondern lediglich, dass ein Systemwechsel in der Folge positive Auswirkungen haben kann, wenn es darum geht, die Offensive bzw. das Ballbesitzspiel generell zu verbessern, denn eines ist ja eigentlich selbsterklärend, dass, wenn du mit 3 IVs und 2 eher defensiv orientierten Spielern auf der "Schiene" spielst (und bitte jetzt nicht mit Ryersons Scorer argumentieren, die zu weiten Teilen durch Standards zustande gekommen sind), dann ist die personelle Besetzung bereits nachteilhaft.

Du musst also in der Folge als Trainer(-team) nach einer Systemumstellung bzw. sei es nur, um variabler zu werden, d. h. du kannst und sollst das 3-5-2/3-4-2-1 ja weiterhin im Repertoire behalten, Veränderungen und Anpassungen vornehmen, kannst nicht einfach auf 4-2-3-1 oder 4-3-3 umstellen und die Prinzipien bleiben dieselben. Natürlich funktioniert das dann nicht. Du kannst aber ebenfalls nicht einfach nur Spieler A und B durch X und Y ersetzen, lässt alles so, wie es war, und erwartest dann eine deutlich positivere Veränderung, die über die individuelle Ebene hinaus geht.

Wenn du Trainer einer Mannschaft bist, wo du weißt, dass du in der absoluten Mehrzahl der Spiele der Favorit bist, mehr Ballbesitz erhältst, weil du musst, weil das Taktik der Gegner ist, dann musst du da eben Lösungen finden, die über die personelle Natur hinaus gehen. Stellst du dann deutlich mehr defensiv denkende Spieler auf, deren Profile das eben auch sind, hast im Grunde zu wenig Offensivspieler auf dem Feld, dann kannst du innerhalb der Positionen aufstellen, wie du willst, du wirst Probleme bekommen, die rein durch personelle Veränderungen nicht zu beheben sind.

Würde Kovac wenigstens mit einem zentralen IV spielen, der vom Profil her gut geeignet ist, auch die 6 zu spielen, und damit meine ich nicht "einen Zerstörer", sondern einen, der das Spiel mit aufbauen kann, wäre das sofort etwas anderes. Spielst du aber auf er Schiene mit Svensson und Ryerson, hast im Zentrum Nmecha und Bellingham/Sabitzer und davor dann Beier/Adeyemi und Brandt/Chuk, dann muss doch selbst einem Laien auffallen, dass dir da die Qualität, Technik und Kreativität fehlt, um offensiv im Ballbesitz gut und besser zu agieren, als zu oft, zu häufig mit Flanken, weil anders überhaupt keine Chancen erspielt werden.

Schau dir doch mal die Statistiken an, wie oft man sich Chancen aus dem open play erspielt hat, die keine Flanken sind, dann stellst du sehr schnell fest, dass das was gewaltig nicht stimmt, nicht funktioniert hat, wie denn auch, wie erwähnt, wenn du oftmals nur mit 3-4 Offensiven agierst, während der Rest eher defensiv denkend ist. Dir fehlt es dann im Ballbesitz schon rein personell, sodass du schon gar nicht mehr im zweiten und letzten Drittel, egal auf welcher Feldposition, Dreiecke etc. bilden kannst, immer der Ballführenden Spieler genug Optionen hat, mal unabhängig davon, dass Positionsspiel ganz offensichtlich für Kovac nicht diese Wichtigkeit besitzt, wie es der Fall sein sollte.

Es ist ja auch kein reines Ding der Fans, sondern Ricken und OB haben öffentlich deutlich erklärt, dass man offensiver und attraktiver spielen möchte, natürlich nicht von heute auf morgen und per Knopfdruck aka Systemumstellung, sondern das ein Prozess sein muss. Ein Prozess muss aber auf mehreren Ebenen stattfinden und das kann eben nicht nur durch verändertes Personal im Spielerkader geschehen, sondern muss vorrangig eben auch vom Trainer kommen und da gibt es doch zurecht Zweifel, weil Kovac eben, und das wurde jetzt hunderte Male durchgekaut, noch nirgends in seiner Karriere bewiesen hat, dass er diese Prozesse im offensiven Bereich, in puncto Ballbesitz- und Positionsspiel, überhaupt in Gang bringen konnte, sodass man von positiven Veränderungen sprechen konnte. Dass, was er beim BVB macht, ist im Grunde, bis auf Kleinigkeiten, nur das, was er bei seinen anderen Stationen auch gemacht bzw. versucht hat. Defensiv kompakt stehen, kämpfen, kratzen und beißen, im Ballbesitz aber eher mit einfachen Strukturen und Abläufen, die eben schnell an Grenzen kommen, sodass dir eben dann in der Folge nur der Weg über Flanken und Standards bleibt, wenn du keine Räume hast, sondern sie dir erspielen musst, was nicht passiert.

Spielst du also mit 3 IVs benötigst du einfach zwangsläufig, und das ist auch keine graue Theorie, sondern gängige taktische Theorie, auf anderen Positionen Profile mit Stärken, damit du das kompensieren kannst, weil dir fehlt dann im Mittelfeld bzw. im Zentrum automatisch ein Spieler, sofern einer der AVs/Schienenspieler nicht invers agiert. Du wirst dann einfach häufiger in Unterzahl sein, obwohl du als Topteam mit viel Ballbesitz ja eben im Ballbesitz Überzahl im zweiten und letzten Drittel erzeugen willst, zumindest sollte das so sein. Wenn das aber nicht der Fall ist, du also sowohl personell als auch Profil-technisch unterlegen bist, Mängel hast, dann sieht das eben so aus, wie es größtenteils während der Saison ausgesehen hat, ideen- und kreativlos, wo man abseits von Flanken und Standards nicht erkennen konnte, wie der Trainer denn der Mannschaft vermittelt hat, zu Chancen kommen zu wollen, den Gegner erfolgreich bespielen und auseinander spielen zu wollen. Das hat in Summe aus verschiedenen Gründen, u. a. durch eine abnormale Effektivität bei Standards, die regelmäßig dann zu Dosenöffnern wurden, nachdem vorher nichts ging, funktioniert, aber das so fortsetzen zu wollen, ist einfach ein enormes Risiko, welches auch nicht mit den Vorgaben und Plänen der sportlich Verantwortlichen in Einklang zu bringen ist.

Wenn Kovac also offensiver und attraktiver Fußball spielen lassen möchte, dann muss viel mehr von ihm kommen, weil rein personelle Veränderungen werden den gewünschten Effekt nicht erzielen können. Wenn er weiterhin am bisherigen System festhalten möchte, ohne da etwas zu verändern, zu verschieben, wird das nicht großartig anders aussehen, weil es taktisch nicht zu erwarten ist und nicht geschehen dürfte. Wie denn auch? Wie erwähnt, fehlen dir im Ballbesitz zu oft die Optionen, sodass die Spieler dann zwangsläufig schlechter aussehen und man meint, die könnten alle gar nicht besser und es müsse zwingend anderes, besseres Personal her.

Die Gegner spielen oftmals eher defensiv strukturierten Fußball mit kompakten Ketten, wo dann situativ gepresst wird, wenn überhaupt, aber eben in eher defensiver personeller Besetzung. Da spielt der Gegner mit 2 Offensivspielern und man selbst spielt mit 3 IVs und 2 defensiv denkenden AVs/Schienenspielern, dass selbst Fußballlaien bzw. jenen, die sich nicht wirklich mit Taktik beschäftigen auffallen dürfte, dass da was nicht passt. Du brauchst halt entweder, wie oben erwähnt, einen ZIV der im Spielaufbau auf die 6 geht, oder sowohl LIV als auch RIV müssen aktiver in den Spielaufbau eingebunden werden, nicht nur Schlotti, aber du brauchst dann eben auch auf anderen Positionen Spieler mit Profilen, die ihre Stärken primär bzw. auch im Ballbesitz haben, also zumindest auf einer Schiene einen Typen "Guerreiro/Grimaldo" haben, darfst dich dafür auch nicht mit Spielern wie Beier und Adeyemi selbst beschränken, wenn der MS Guirassi heißt bzw. dessen Profil besitzt. Dann wird es nicht besser, weil taktisch Trainer seitig eben nichts bzw. nur wenig zu erwarten ist, sodass du positive Veränderungen nur so herbeiführen kannst. Dass Kovac auf einmal anfängt, Positionsspiel zu trainieren, darauf größeren Wert zu legen, das in den Fokus zu rücken, das kann man doch ausschließen, sodass letztendlich das, was diese Saison bereits problematisch war, auch in der kommenden zu erwarten ist.

Ich meine, es wurde hier während der Saison oft genug die Statistiken in Bezug auf die Offensive und das Ballbesitzspiel vorgetragen, dass man dort eben zuweilen sogar eher mittelmäßig war statt Ligaspitze, dass man einfach zu wenig Ballaktionen im gegnerischen Strafraum erspielen konnte, und folgend eben Chancen und Schüsse kreieren konnte, weil es dafür einfach zu wenig taktische Pläne gab. Das wird ja noch immer von vielen, die permanent als Schönredner auftreten und jede Kritik, jeden Kritiker rein auf persönlicher Ebene abkanzeln, anstatt sachlich zu argumentieren, nicht gesehen, nicht wahrgenommen oder zu wenig Bedeutung beigemessen, weil die Ergebnisse ja stimmten, aber nur weil in lt. Tabelle der Zweibeste war, bedeutet das nicht automatisch, dass es gut war, dass auch in der Zukunft gut sein wird.

Also kurzum: Nein, natürlich sorgt ein Systemwechsel nicht allein für positive Effekte, sondern das muss mit Veränderungen und Anpassungen einhergehen, aber rein durch die veränderte personelle Struktur, sodass du im Ballbesitz im zweiten und letzten Drittel einen Spieler mehr auf dem Feld hast, bietet das allein bereits mehr Optionen und bindet Gegner, denn so wie es in dieser Saison der Fall war, du offensiv als Topmannschaft mit viel Ballbesitz zu oft quasi in Unterzahl bist, ist das auch einfacher zu verteidigen, da du weniger verschieben musst, um das Zentrum und die Außen zu schließen. Du zwingst dann den Gegner zu Lösungen, die nach dem Prinzip "Brechstange" erfolgen, nur eben mit dem Nachteil, dass der BVB in der abgelaufenen Saison wusste, damit erfolgreich zu sein, eine abnormale Effektivität aufwies, die es erstmal ansatzweise so zu reproduzieren gilt.

Niemand erwartet so viel Risiko wie das der Bayern, aber doch bitte etwas mehr, als es bisher war, wo man hätte meinen können, da spielt ein Mittelfeldclub/Abstiegskandidat, taktisch gesehen, nur eben mit der individuellen Qualität eines CL-Clubs. Eigentlich müsste ja beides das Ziel sein, und das soll lt. Ricken und OB so sein, dass man offensiver, attraktiver und genauso erfolgreich spielen möchte und können sollte.

Wenn das Kovac nicht kann, und davon gehe ich aus, nicht, weil ich es mir wünsche, sondern weil seine Karriere und deren taktische Hinweise einfach nicht daraufhin deuten, dann wird das weiter so aussehen wie bisher, da ja größere personelle Veränderungen nicht zu erwarten sind, sofern nicht etwas aktuell Unvorhergesehenes geschieht, denn selbst wenn Brandt durch einen Kreativspieler ersetzt wird, so fehlt es dir ja weiterhin an diesen Elementen, in puncto Technik, Kreativität, Spielintelligenz, vor allem im Ballbesitz und in engen Räumen, etwas, was dir Beier, Adeyemi, Guirassy, Ryerson, Svensson etc. nicht bieten können, nicht auf dem benötigten Niveau, um mit dem bisherigen System bzw. der taktischen Herangehensweise Verbesserungen erzielen zu können, die nicht nur sichtbar, sondern auch statistisch belegbar sind, man also weniger abhängig von Flanken und Standards ist, sondern wieder mehr wie eine Spitzenmannschaft auftritt.

Es mag also auf den ersten Blick dasselbe sein, wenn bei Mannschaft A und B 3 Spieler in letzter Reihe aufbauen, wenn aber bei Mannschaft A das 3 IVs sind und bei Mannschaft B 2 IVs und ein spielstarker 6er oder ein inverser AV, der spielstark ist (Guerreiro/Grimaldo) dann besteht da ein enormer Unterschied, vor allem, wenn sich das auf anderen Positionen weiter fortsetzt, du einfach zu viele "Läufer" hast, statt "Spieler", die auch wirklich spielen wollen und können, auf engem Raum und nicht zu eindimensional daher kommen.


Vorab erst einmal Respekt für die Mühe. Dennoch muss ich sagen, dass die Aussagen des Users sehr eindeutig waren.

Zitat von GonzoFronzo

So sehe ich das auch. Werner soll ja entlassen worden sein, weil er 3-er-Kette spielen lassen wollte anstatt 4-er.
Das ist der Hauptgrund für diesen schlechten Fußball und daher sollte Kovac gehen. Wer dafür kommt ist vollkommen egal solange er 4-er-Kette spielen lässt.

Dass das so absolut formuliert Quatsch ist, darüber brauchen wir sicher nicht diskutieren.

Mir ging es nicht darum, per se sagen zu wollen, dass die 4er-Kette der 5er-Kette überlegen wäre, weil das so überhaupt nicht zu behaupten ist, weil man heutzutage eigentlich gar nicht mehr in starren Formationen denken sollte, sondern es geht um die personelle Besetzung von Räumen und da nicht einfach nur personell, sondern optimalerweise mit passenden Profilen zu dem, was man nicht nur spielen möchte sondern spielen muss, weil die Anforderungen an das eigene Spiel wird ja nicht nur durch den Plan des eigenen Trainers vorgegeben, sondern vor allem auch durch den Gegner.

Das ist ja auch das, was ich in meinem Beitrag angerissen habe, weil es keine taktische Analyse sein sollte. Du kannst nominell mit 4er-Kette oder 5er-Kette spielen und in beiden Fällen mit einem 3er-Aufbau spielen, wo aber enorme Unterschiede bestehen, vor allem dann im weiteren Ballvortrag, weil das ja erst relevant wird, wenn du viel mehr Ballbesitz als der Gegner hast und deshalb dich häufiger in des Gegners Hälfte bzw. sogar letztes Drittel befindest.

Wenn du den Ball dann in des Gegners Hälfte zirkulieren lässt, aber in Strafraumnähe, dann aber 3 IVs hinter dem Ball sind, zu tief stehen, um wirklich elementarer Teil der Ballzirkulation zu sein, dann fehlt dir einfach eine personelle Besetzung, um Überzahl generieren zu können, um Anspieloptionen zu haben. Wenn die dir fehlt, kannst du eben auch seltener mit einem der Offensivspieler die Tiefe attackieren. Logisch und selbsterklärend eigentlich.

Beispiel von unterschiedlichen Positionierungen:

--------------------------Guirassy-------------------------
--------------Beier--------------------Brandt-------------
Svensson---Nmecha----Bellingham------Ryerson
--------Schlotti--------Anton-------"Süle"-------------

oder



-----------------------Guirassy----------------------------
------------------------------------------Beier-------------
--"Sancho"---------"Brandt"--------------------------
--------"Grimaldo"-----------------Nmecha-----------
----------------------Bellingham--------Ryerson-----
-----------Schlotti------------Anton---------------------

Klar geht das bei der hier skizzierten "nominellen" 4er-Kette, da "Grimaldo"-Schlotti-Anton-Ryerson, auch mit Spielern/Profilen einher, die es aktuell nicht gibt, siehe "Grimaldo", "Sancho" und "Brandt", aber zuvorderst geht es um veränderte Positionierungen, aber eben auch um Flexibilität, weshalb du hier auch leicht die "Grundformation" ändern könntest, vor allem im Spiel gegen den Ball. Du kannst da auch Ryerson tiefer ziehen und es wird zur Dreierkette, wo Beier dann die rechte Schiene bekleiden würde.

Im Ballbesitz hast du aber in höheren Feldpositonen eine bessere personelle Besetzung, die dir auch taktisch mehr Freiheiten gibt. Beier kann hier die Tiefe bieten, weil Nmecha, so wie aktuell bei der N11, rechts offensiver den Halbraum besetzt. In dem Fall muss dann eine Wechselpositionierung eintreten und Ryerson sich etwas höher positionieren, während "Grimaldo" aka z. B Svensson etwas tiefer agiert, um die IVs unterstützen zu können.

Auch wenn jetzt hier ein paar Namen, die als Profilgeber dienen, etwas verwirrend sein können, so ist mMn erkennbar, was eine veränderte Grundordnung in offensiver Hinsicht bewirken kann, ohne jetzt zwingend defensiv anfälliger zu sein. Wenn das Offensiv- und Ballbesitzspiel besser funktioniert, bist du im Grunde auch defensiv weniger anfällig, sofern die positionelle Absicherung gewährt ist, was alles entsprechend Aufgabe des Trainers ist. Wenn der das aber so nicht leisten kann, zwingend auf die defensivere Sicherheit aka aktuelle 5er-Kette angewiesen ist, dann wird das auch weiterhin bevorzugt werden, denn wenn eine offensivere Spielweise, einhergehend mit einer systematischen/systemtaktischen Anpassung nicht funktionierend vermittelt werden kann, dann bringt das natürlich nichts, und da liegen meine Zweifel bezüglich Kovac begründet, weshalb er bei seinen Leisten bleiben wird, da er sich eben realistisch einschätzen kann, weiß, was er kann und was nicht. Das ist auch positiv zu erwähnen, weil das wahrlich nicht jeder kann. Nur geht es ja darum, für die Zukunft Veränderungen und Verbesserungen zu erwirken, was eben nur mit jemanden geht, der das auch kann.

Wenn wir also nochmal auf die erste, aktuelle Formation schauen, dann wird das deutlich, was ich gemeint habe, dass dir eben in der Offensive, im Ballbesitz nicht nur die personellen Optionen fehlen, sondern eben auch aufgrund der Positionierung gewisser Rollen- und Profilspieler die nötigen Elemente, um in der Offensive, im Ballbesitz besser zu sein, weil du mit Svensson und Ryerson zwei Schienenspieler aka offensive AVs hast, die Breitengeber sind, die qua ihrer Positionierung offensive Akzente setzen müssen, das aber spielerisch nicht im benötigen Maße liefern können, sodass es um so mehr auf die anderen Spieler ankommt. 3 Spieler, die 3 IVs sind ja raus bzw. nur eingeschränkt Teil der Ballzirkulation im letzten Drittel, sodass da eh schon Unterzahl herrscht, aber dann nur überhaupt ein kreativer Spieler aktiv ist, denn Beier und Adeyemi sind dahingehend klare Rollenspieler, dass die eigentlich die Tiefe attackieren können müssten, also Raum benötigen und durch Tiefenläufe Raum für andere schaffen. Nur für wen? Für Guirassy, Svensson und Ryerson? Nmecha, der Spieler, den es eigentlich in den Zonen zwischen den Ketten der Gegner benötigen würde, der ist tiefer gebunden, weil ohne ihn der Spielaufbau und Ballvortrag vom ersten ins zweite Drittel nicht gut genug funktioniert, sodass man immer wieder bei der Problematik angelangt, dass das, was Kovac hat spielen lassen, zwar defensiv gut funktioniert, gegen bessere Gegner, vor allem auch der CL, dann nicht mehr so gut, wie es das aber sollte, weil das ja das Ziel war/ist, führt eben unweigerlich zu Problemen in der Offensive und dem eigenen Ballbesitz, weil die personelle Besetzung seines Plans das verursacht, nämlich die von mir jetzt oft erwähnte Unterzahl in relevanten Feldpositionen.

Es geht also nicht darum, dass 5er-Kette per se schlecht und 4er gut wäre, sondern im Falle dessen, was gespielt wurde, ist die 5er-Kette ein offensiver Problemauslöser gewesen, weil die Positionierungen und die Profile, die diese ausfüllen sollten, einfach nicht passend sind. Du hast also da sowohl eine tiefe Aufbausituation mit 3 IVs als auch im höheren Ballbesitz Probleme selbst geschaffen, als Kovac hat das, zu Lasten einer besseren Defensive, die aber in Summe nur zu den guten Ergebnissen in der Liga geführt hat, in den Pokalwettbewerben bekanntlich nicht, weil man außergewöhnlich effektiv war, bei Standards und Flanken.

Man war eben nicht gut im open play und konnte sich da viel zu wenig Chancen und Torabschlüsse erzielen, sodass man zu viel zu viel Flanken gezwungen war. Nur ist es so, dass eine funktionierende Offensive, egal ob jetzt 4er- oder 5er-Kette, sich dadurch auszeichnet, dass man aus dem open play sich genügend Chancen erspielen kann, ohne zu abhängig von Flanken und Standards zu sein, weil diese zu Effektivitäts-abhängig sind. Wäre man da auch nur normal effektiv gewesen, wie es statistisch zu erwarten wäre, dann hätte das mit den Ergebnisse so nicht möglich gewesen.

Das ist der Hauptgrund für Kritik an Kovac und seiner Herangehensweise, weil die nicht der eines Spitzenteams entspricht, nicht dem entspricht, was gefordert wird, durch die Spielweise der Gegner und den Voraussetzungen, die der BVB in der Liga besitzt.

Will man also offensiver und attraktiver spielen, was für mich kein volles Risiko bedeutet, sondern ein klarere Plan, wie man zu mehr und besseren Chancen aus dem open play zu kommen, ohne zu sehr von Standards und Flanken abhängig zu sein, reicht es nicht, einfach Brandt durch "Sancho" zu ersetzen, oder weitere vereinzelt personelle Veränderungen durchzuführen, wenn der Plan der alte bleibt, wenn Kovac nicht das vermitteln und umsetzen kann, was es benötigt. Darum geht es doch, dass aus einem Trainer wie Kovac nicht plötzlich ein offensiv denkender und praktizierender Trainer wird, der auf einmal, nur weil Ricken und OB das einfordern, guten und funktionierenden Offensivfußball vermitteln kann, mit Elementen wie einem funktionierenden Positionsspiel, wo jeder Spieler weiß, was er zu tun hat, wo ein Rad ins andere greift. Das ist einfach nicht seine Art, sowie es nicht die Art von Trainern wie Kompany, Flick etc. ist, auf einmal pragmatischen, defensiv orientierten Fußball spielen zu lassen.

Du bekommst, was du erwarten kannst, wenn du einen Trainer wie Kovac verpflichtest. Das, was er konnte, hat er getan. Was jetzt folgen soll und muss, ist einfach nicht von ihm zu leisten, weil er das in der benötigten Weise nicht kann, es nicht vorher versucht hat und zeigen konnte, dass er es kann. Am ehesten noch bei Bayern, aber da ist er trotz gutem Kader, der das hätte leisten können, gescheitert, weil selbst da ihm Sicherheit zuerst am allerwichtigsten war. Ich erinnere mich da noch an das CL-Spiel bei Liverpool, wo Bayern gespielt hat, wie ein Bundesligaaufsteiger, der überraschend in die CL kam und dort sich nicht anders zu helfen wusste, als so defensiv zu spielen, mit ultra hohem Einsatz, aber nahezu kaum Offensivaktionen und Abschlüsse hatte.

Man hat schon bei Terzic gehofft, dass er sich entwickeln kann, etwas leisten kann, was er vorher nicht konnte. Dieser war ja aber noch jung, ein Trainerneuling. Jetzt von Kovac, der eher ein alter Hase ist, zu erwarten, dass dieser sich plötzlich quasi neu erfindet, das will mir nicht einleuchten, wie das einige offensichtlich für möglich halten, glauben, er entwickelt jetzt einen Plan und lässt dann trotz 5er-Kette plötzlich guten Offensivfußball spielen bzw. einen, der offensiv besser funktioniert, als das bisher der Fall ist.

Wie soll das gehen, frage ich mich. Was glauben einige, wie das vonstatten gehen soll, wenn sich doch die Denkweise von Kovac nicht urplötzlich um 180 Grad dreht. Er denkt eher defensiv. Er priorisiert Kompaktheit, Sicherheit, in gewisser Hinsicht Risikolosigkeit, einhergehend mit einfachen Strukturen und Abläufen. Ist nun wahrlich nicht für Flexibilität, Variabilität und klaren, funktionierenden Offensivstrukturen und -abläufen bekannt.

Woher soll das also kommen? Wie soll das gehen?

Ich meine, der Kader bleibt sehr wahrscheinlich im Groben so beisammen. Brandt für durch einen anderen Kreativspieler ersetzt, aber das reicht ja dennoch vorne und hinten nicht. Woher soll die benötigte Kreativität also kommen? Von Ryerson, der plötzlich ein "Grimaldo" auf rechts wird? Ein Prates, der ein offensiv besserer Svensson wird? Beier, der plötzlich technisch besser und kreativer wird, funktionabler in der Ballzirkulation in engen Räumen? 3 IVs werden es wohl weiterhin sein, sodass auch weiterhin im höheren Ballbesitz ein Spieler fehlt. Das wird in Kombination weiter ein Problem sein bzw. zu Folgeproblemen führen, weil das von den anderen gar nicht kompensiert werden kann, da nicht zu erwarten ist, dass beide Schienen neu und passender besetzt werden, was aber der Fall sein müsste.

Man spielt einen 3-2-Aufbau mit den 3 IVs und Nmecha-Bellingham/Sabitzer und dann im weiteren Ballvortrag soll und muss der Ball entweder auf außen zu Svensson und Ryerson oder weiter vorne zu Guirassy und Beier.

Und da sehen jene, die permanent gegen Kritik schreiben, diese Problematik nicht als gegeben, als Hauptgrund, warum das aus dem open play über die ganze Saison nicht gut genug funktionierte, das eben kein Zufall war?

Also nein, die 5er-Kette ist nicht das Problem, die 5er-Kette, wie sie von Kovac gespielt werden soll, im Kontext dessen, was dann folgend im Ballbesitz passiert und nicht passieren kann, das ist das Problem, und ja, das wird eine Veränderung auf 4er-Kette nicht lösen, aber es kann ein Brustlöser sein, weil Kovac dann zwingend etwas anpassen muss, anstatt nur von 3-4-2-1 auf 3-5-2 zu wechseln oder im Zentrum eine "flache 3" zu spielen, und sich Verbesserungen zu erhoffen, die damit nicht zu leisten sind.

•     •     •

Loriot: "In Krisenzeiten suchen Intelligente nach Lösungen, Idioten suchen nach Schuldigen.

Dieter Hallervorden: "Das größte Problem in der Geschichte der Menschheit ist, dass die Leute, die die Wahrheit kennen, den Mund nicht aufmachen. Und diejenigen, die von nichts eine Ahnung haben, bekommt man einfach nicht zum Schweigen."

"Sei Kind, wann immer Du kannst, und nur erwachsen, wenn Du musst"
Niko Kovac [Trainer] |#6709
08.07.2026 - 00:00 Uhr
Aus der aktuellen Print Ausgabe der Sport BILD:

Vertragsverhandlungen mit Kovac haben aktuell keine Priorität.
Nach Abschluss des Transferfensters soll dann aber schnell eine Verlängerung erfolgen. Gespräche sollen also wohl schon Ende August starten.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Killertut am 08.07.2026 um 00:00 Uhr bearbeitet
Niko Kovac [Trainer] |#6710
08.07.2026 - 01:06 Uhr
Zitat von Killertut
Aus der aktuellen Print Ausgabe der Sport BILD:

Vertragsverhandlungen mit Kovac haben aktuell keine Priorität.
Nach Abschluss des Transferfensters soll dann aber schnell eine Verlängerung erfolgen. Gespräche sollen also wohl schon Ende August starten.

Da darf man gespannt sein. Wenn Kovac so gar keine Verstärkungen bekommen sollte oder er noch den ein oder anderen Leistungsträger verlieren sollte dürfte es interessant sein, ob er nicht sogar selbst abwinkt. Nicht dass er mit seinem Bruder noch selbst die Stiefel schnüren muss. Zumindest ist es verdächtig ruhig bezüglich einer Verlängerung geworden.
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