| Geburtsdatum | 15.10.1971 |
|---|---|
| Alter | 54 |
| Nat. |
Kroatien |
| Funktion | Trainer |
| Akt. Verein | Borussia Dortmund |
Niko Kovac [Trainer]
29.01.2025 - 23:50 Uhr
Quelle: www.bvb.de
Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund hat die Position des Cheftrainers eine Woche nach der Freistellung von Nuri Sahin (36) neu besetzt. Niko Kovac (53) wird die Mannschaft am kommenden Sonntag – einen Tag nach dem Bundesligaspiel in Heidenheim – übernehmen. Der gebürtige Berliner unterschreibt beim BVB einen Vertrag bis zum 30. Juni 2026.
Herzlich willkommen beim BVBDieser Beitrag wurde zuletzt von DortmunderJunge am 21.01.2026 um 07:27 Uhr bearbeitet
30.01.2025 - 00:27 Uhr
Es fällt wirklich schwer, sich mit dieser Entscheidung anzufreunden. Niko Kovac ist jetzt also Trainer von Borussia Dortmund – und auch wenn man gefühlt mit offenen Augen ins fallende Messer greift, kann er persönlich natürlich nichts dafür. Er wurde gefragt, hat zugesagt, und jetzt sitzt er hier. Ihm muss man eine faire Chance geben, auch wenn es sich anfühlt, als würde der Verein weiter ins Mittelmaß abdriften – konsequent vorangetrieben durch eine Vereinsführung, die ohne Weitsicht agiert.
Was mich an der gesamten Entwicklung aber noch mehr frustriert, ist diese selbst auferlegte Beschränkung auf deutschsprachige Trainer. Es ist 2025. Borussia Dortmund bemüht sich um internationale Sponsoren, will sich mit Medienreisen global vermarkten und Fans auf der ganzen Welt gewinnen. Und trotzdem scheitert es anscheinend immer wieder daran, sich außerhalb des deutschsprachigen Raums nach einem Trainer umzusehen. Dabei ist die Mannschaft das Internationalste, was dieser Verein überhaupt zu bieten hat – Spieler aus aller Welt, die längst daran gewöhnt sind, in einem mehrsprachigen Umfeld zu arbeiten. Wahrscheinlich liegt das Problem nicht bei den Trainern, sondern bei der Vereinsführung selbst, die nicht in der Lage ist, dauerhaft auf Augenhöhe mit einem nicht-deutschsprachigen Trainer zu kommunizieren.
Und wenn wir schon bei „Augenhöhe“ sind: Wo steht Borussia Dortmund eigentlich noch? Ich lese immer wieder, dass Kovac nicht in die Philosophie von Borussia Dortmund passt. Aber Hand aufs Herz – für welche Philosophie steht dieser Verein überhaupt noch? Unter Klopp hatte man eine klare Identität, unter Tuchel zumindest noch eine erkennbare strategische Ausrichtung. Aber danach? Weniger Konzept, weniger Kontinuität, weniger Weitsicht. Alles war nur auf kurzfristige Schadensbegrenzung ausgelegt. Und genau deshalb wirkt auch die Verpflichtung von Kovac so, als wäre sie zum Scheitern verurteilt.
Nochmal: Das ist nicht sein Fehler. Das ist das Ergebnis eines Managements, das ohne klare Vision handelt. Ich selbst arbeite in Unternehmensstrategien. Und aus dieser (meiner) Perspektive betrachtet, gibt es unzählige Punkte, an denen man bei Borussia Dortmund ansetzen könnte – nicht nur sportlich, sondern vor allem in der langfristigen Ausrichtung des Vereins. Es fehlen Visionen, klare Ziele, und vor allem Maßnahmen, die den Verein diesen Zielen tatsächlich näherbringen.
Und genau deshalb gibt es auch keine Aufbruchsstimmung mehr. Borussia Dortmund fühlt sich unrund an. Und solange das so bleibt, wird sich auch sportlich nichts nachhaltig verbessern.
Was mich an der gesamten Entwicklung aber noch mehr frustriert, ist diese selbst auferlegte Beschränkung auf deutschsprachige Trainer. Es ist 2025. Borussia Dortmund bemüht sich um internationale Sponsoren, will sich mit Medienreisen global vermarkten und Fans auf der ganzen Welt gewinnen. Und trotzdem scheitert es anscheinend immer wieder daran, sich außerhalb des deutschsprachigen Raums nach einem Trainer umzusehen. Dabei ist die Mannschaft das Internationalste, was dieser Verein überhaupt zu bieten hat – Spieler aus aller Welt, die längst daran gewöhnt sind, in einem mehrsprachigen Umfeld zu arbeiten. Wahrscheinlich liegt das Problem nicht bei den Trainern, sondern bei der Vereinsführung selbst, die nicht in der Lage ist, dauerhaft auf Augenhöhe mit einem nicht-deutschsprachigen Trainer zu kommunizieren.
Und wenn wir schon bei „Augenhöhe“ sind: Wo steht Borussia Dortmund eigentlich noch? Ich lese immer wieder, dass Kovac nicht in die Philosophie von Borussia Dortmund passt. Aber Hand aufs Herz – für welche Philosophie steht dieser Verein überhaupt noch? Unter Klopp hatte man eine klare Identität, unter Tuchel zumindest noch eine erkennbare strategische Ausrichtung. Aber danach? Weniger Konzept, weniger Kontinuität, weniger Weitsicht. Alles war nur auf kurzfristige Schadensbegrenzung ausgelegt. Und genau deshalb wirkt auch die Verpflichtung von Kovac so, als wäre sie zum Scheitern verurteilt.
Nochmal: Das ist nicht sein Fehler. Das ist das Ergebnis eines Managements, das ohne klare Vision handelt. Ich selbst arbeite in Unternehmensstrategien. Und aus dieser (meiner) Perspektive betrachtet, gibt es unzählige Punkte, an denen man bei Borussia Dortmund ansetzen könnte – nicht nur sportlich, sondern vor allem in der langfristigen Ausrichtung des Vereins. Es fehlen Visionen, klare Ziele, und vor allem Maßnahmen, die den Verein diesen Zielen tatsächlich näherbringen.
Und genau deshalb gibt es auch keine Aufbruchsstimmung mehr. Borussia Dortmund fühlt sich unrund an. Und solange das so bleibt, wird sich auch sportlich nichts nachhaltig verbessern.
30.01.2025 - 00:49 Uhr
Zitat aus dem Kicker.
"Unter anderem werde dem ehemaligen Trainer von Eintracht Frankfurt und Bayern München ein "quasi-militärischer" Führungsstil vorgeworfen, mit dem vor allem die vielen jungen Spieler im Kader der Monegassen nicht klargekommen seien. Zu oft sei er bei Trainingseinheiten und Meetings ins Schreien verfallen und habe damit das Team zermürbt.
https://www.kicker.de/internes-zerwuerfnis-as-monaco-entlaesst-niko-kovac-884550/artikel
Mit harten Methoden kann man vielleicht Spieler, die im Abstiegskampf (damals FFM) zu höchstleistungen pushen,hochtalentierte Spieler oder gestandene Spieler brauchen mher als nen Drill Instructor.
Bei Bayern Stress,bei Monaco Stress,bei Wolfsburg Stress. Wie kann man sich ernsthaft so jemanden ins Haus holen obwohl es gerade in der Führungsetage schon genug Chaos und Unruhe gibt?
Unfassbare Entscheidung.
"Unter anderem werde dem ehemaligen Trainer von Eintracht Frankfurt und Bayern München ein "quasi-militärischer" Führungsstil vorgeworfen, mit dem vor allem die vielen jungen Spieler im Kader der Monegassen nicht klargekommen seien. Zu oft sei er bei Trainingseinheiten und Meetings ins Schreien verfallen und habe damit das Team zermürbt.
https://www.kicker.de/internes-zerwuerfnis-as-monaco-entlaesst-niko-kovac-884550/artikel
Mit harten Methoden kann man vielleicht Spieler, die im Abstiegskampf (damals FFM) zu höchstleistungen pushen,hochtalentierte Spieler oder gestandene Spieler brauchen mher als nen Drill Instructor.
Bei Bayern Stress,bei Monaco Stress,bei Wolfsburg Stress. Wie kann man sich ernsthaft so jemanden ins Haus holen obwohl es gerade in der Führungsetage schon genug Chaos und Unruhe gibt?
Unfassbare Entscheidung.
30.01.2025 - 01:28 Uhr
Zitat von Tacitus09
Ob das so ein passender Vergleich ist...? Nach anfänglicher Euphorie zeigen sich bei Barca, insbesondere in der Liga, die großen Schwächen des offensiven Spielstils von Flick. Weil man extrem hoch steht, ist man zwar schnell im letzten Angriffsdrittel, fängt sich aber relativ viele und einfache Gegentore. Von den letzten 5 Ligaspielen konnte Barca eines gewinnen bei zwei Niederlagen und zwei Unentschieden. In den letzten 10 Spielen holte man insgesamt nur 12 (!) Punkte. In der CL läuft es ordentlich, vor allem Dank hoher individueller Klasse, nicht wegen Graugans-Hansi . Mal sehen, wie lange Flick noch bei Barca ist.
Was ist denn das für ein Quatsch? Hansi Flick ist sowas von fest im Sattel und man spielt extrem guten Fussball. Defensiv war man auch immer sattelfest bis zum Ausfall von Inigo. Araujo kann ihn nicht ansatzweise ersetzen und kommt aus einer halbjährigen Verletzungen. Seitdem kriegt man vermehrt Gegentre. In der Liga lief es eine Zeit nicht auch aufgrund der fehlenden Breite im Kaderaber das die Mannschaft mit so vielen jungen Spielern,so gut darsteht und so guten Fussball spielt hätte man im Sommer nicht gedacht,nachdem man unter Xavi absoluten Antifussball gespielt hat. Daran hat Hansi Flick einen ganz großen Anteil und wird in Barcelona absolut geschätzt. Diesen Erfolgsgeschichte bisher schlecht zu reden ist schlicht Quatsch und wird dir jeder Barca Fan bestätigen,kannst ja mal in deren Forum hier lesen. Zitat von Nianzou43
Abwarten. Bei Flick und Barca haben auch viele gelacht und jetzt steht Barcelona gar nicht so schlecht dar. Vielleicht hat Kovac ja gelernt und Menschen entwickeln sich auch weiter. Viel Glück Euch auf jeden Fall!
Abwarten. Bei Flick und Barca haben auch viele gelacht und jetzt steht Barcelona gar nicht so schlecht dar. Vielleicht hat Kovac ja gelernt und Menschen entwickeln sich auch weiter. Viel Glück Euch auf jeden Fall!
Ob das so ein passender Vergleich ist...? Nach anfänglicher Euphorie zeigen sich bei Barca, insbesondere in der Liga, die großen Schwächen des offensiven Spielstils von Flick. Weil man extrem hoch steht, ist man zwar schnell im letzten Angriffsdrittel, fängt sich aber relativ viele und einfache Gegentore. Von den letzten 5 Ligaspielen konnte Barca eines gewinnen bei zwei Niederlagen und zwei Unentschieden. In den letzten 10 Spielen holte man insgesamt nur 12 (!) Punkte. In der CL läuft es ordentlich, vor allem Dank hoher individueller Klasse, nicht wegen Graugans-Hansi . Mal sehen, wie lange Flick noch bei Barca ist.
Von all dem kann Kovac nur träumen!
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Friemersheimer am 30.01.2025 um 01:35 Uhr bearbeitet
30.01.2025 - 01:53 Uhr
Zitat von Tacitus09
Was das für ein Quatsch ist? 12 Punkte in den letzten 10 Ligaspielen, Absturz von Platz 1 auf Platz 3. Das sind FAKTEN, kein Quatsch oder emotionales Wunschträumen....
Und der Rest wird einfach ausgeblendet? Und es sind FAKTEN,dass niemand so eine Saison von Barca erwartet hat und Barca die mit Abstand jüngste Mannschaft der Liga hat. Wer da erwartet,dass man eine tadellose Saison spielt,sollte seine eigenen Erwartungen vielleicht mal runterschrauben. Schwächephasen gehören absolut und muss man dieser jungen Truppe eingestehen. Barca ist am Anfang einer sehr sehr spannenden Entwicklung,wer da erwartet,dass man durch die Liga marschiert mit einem Haufen 16,17,18,19,20 und 21 jährigen,dem ist nicht zu helfen,sorry. Dafür ist die Konkurrenz mit Real am Ende einfach zu stark und zu abgewichst. Diese jungen Spieler können nicht 2 mal in der Woche höchstleistungen bringen und wenn man bedenkt von wo Barcelona kommt ist das eine bärenstarke Saison bislang mit sehr vielen Höhen aber auch einigen Tiefen in den letzten Ligaspielen. Aber was sag ich dir das,Flick raus!
Zitat von Friemersheimer
Von all dem kann Kovac nur träumen!
Zitat von Tacitus09
Ob das so ein passender Vergleich ist...? Nach anfänglicher Euphorie zeigen sich bei Barca, insbesondere in der Liga, die großen Schwächen des offensiven Spielstils von Flick. Weil man extrem hoch steht, ist man zwar schnell im letzten Angriffsdrittel, fängt sich aber relativ viele und einfache Gegentore. Von den letzten 5 Ligaspielen konnte Barca eines gewinnen bei zwei Niederlagen und zwei Unentschieden. In den letzten 10 Spielen holte man insgesamt nur 12 (!) Punkte. In der CL läuft es ordentlich, vor allem Dank hoher individueller Klasse, nicht wegen Graugans-Hansi . Mal sehen, wie lange Flick noch bei Barca ist.
Was ist denn das für ein Quatsch? Hansi Flick ist sowas von fest im Sattel und man spielt extrem guten Fussball. Defensiv war man auch immer sattelfest bis zum Ausfall von Inigo. Araujo kann ihn nicht ansatzweise ersetzen und kommt aus einer halbjährigen Verletzungen. Seitdem kriegt man vermehrt Gegentre. In der Liga lief es eine Zeit nicht auch aufgrund der fehlenden Breite im Kaderaber das die Mannschaft mit so vielen jungen Spielern,so gut darsteht und so guten Fussball spielt hätte man im Sommer nicht gedacht,nachdem man unter Xavi absoluten Antifussball gespielt hat. Daran hat Hansi Flick einen ganz großen Anteil und wird in Barcelona absolut geschätzt. Diesen Erfolgsgeschichte bisher schlecht zu reden ist schlicht Quatsch und wird dir jeder Barca Fan bestätigen,kannst ja mal in deren Forum hier lesen. Zitat von Nianzou43
Abwarten. Bei Flick und Barca haben auch viele gelacht und jetzt steht Barcelona gar nicht so schlecht dar. Vielleicht hat Kovac ja gelernt und Menschen entwickeln sich auch weiter. Viel Glück Euch auf jeden Fall!
Abwarten. Bei Flick und Barca haben auch viele gelacht und jetzt steht Barcelona gar nicht so schlecht dar. Vielleicht hat Kovac ja gelernt und Menschen entwickeln sich auch weiter. Viel Glück Euch auf jeden Fall!
Ob das so ein passender Vergleich ist...? Nach anfänglicher Euphorie zeigen sich bei Barca, insbesondere in der Liga, die großen Schwächen des offensiven Spielstils von Flick. Weil man extrem hoch steht, ist man zwar schnell im letzten Angriffsdrittel, fängt sich aber relativ viele und einfache Gegentore. Von den letzten 5 Ligaspielen konnte Barca eines gewinnen bei zwei Niederlagen und zwei Unentschieden. In den letzten 10 Spielen holte man insgesamt nur 12 (!) Punkte. In der CL läuft es ordentlich, vor allem Dank hoher individueller Klasse, nicht wegen Graugans-Hansi . Mal sehen, wie lange Flick noch bei Barca ist.
Von all dem kann Kovac nur träumen!
Was das für ein Quatsch ist? 12 Punkte in den letzten 10 Ligaspielen, Absturz von Platz 1 auf Platz 3. Das sind FAKTEN, kein Quatsch oder emotionales Wunschträumen....
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Friemersheimer am 30.01.2025 um 01:55 Uhr bearbeitet
30.01.2025 - 02:45 Uhr
Es ist immer wieder spannend, welche Dynamiken Internetgruppen erlangen
und wie begrenzt auf die eigene Perspektive die Urteile bleiben.
Da liest man dann von einer "geschlossenen Fanbase, die gegen Nico Kovac ist".
Im Grunde ändert sich nur der Name des Themas, aber genauso wie bei dem Versuch, es zu einem großen Skandal hochzujazzen, als Signal Iduna sich als großer und langjähriger Sponsor etwas mehr Dankbarkeit gewünscht hat, oder bei den Protesten gegen einen Investoreinstieg:
Immer wieder neigt der Forenmensch dazu, zu übersehen, dass er nur Argumente für seine Position lesen kann – in diesem Fall die gegen Nico Kovac –, weil die Gegenseite schlicht keinen Grund hat, Motivation zu entwickeln, für den gegenteiligen Standpunkt (hier: pro Kovac) zu argumentieren.
Ich bin nicht gegen Nico Kovac. Und da ich ein Fan von Borussia Dortmund bin, ist hiermit per Definition ausgeschlossen, dass diese Antipathie der Gruppe geschlossen ist. Das würde nämlich bedeuten, dass jeder Einzelne diesen Standpunkt teilt.
Ich bin aber auch nicht für Nico Kovac.
Erst recht nicht in einem Maße, dass ich jetzt, abseits dieses Kommentars, für ihn eintreten müsste, um dann seitenweise Diskussionen zu führen, warum es doch schon längst feststeht, dass er scheitern wird, oder wie falsch meine Sichtweise sei (...).
Die Motivation, seinen eigenen Frust, getarnt als Sorge um den Verein, ins Internet zu erbrechen, kann ich dabei sehr gut nachvollziehen.
Einmal einen Schritt zurückzutreten, zu reflektieren und dabei eventuell zur Erkenntnis zu gelangen, dass man mit all dieser negativen und vergifteten Stimmung in einem Verein genauso ein Rädchen ist, das für Erfolg oder Misserfolg verantwortlich ist, wäre deutlich sinnvoller.
Böse Zungen könnten "Modefan" unken, weil man nur dann wohlwollend mit seinem Verein umgeht, wenn es ideal läuft.
Natürlich steht es jedem frei zu argumentieren, dass man als Fan nun ungleich weniger Einfluss hat als die Entscheidungen von Funktionären im Verein.
Dann sollte man in der nächsten Diskussion an anderer Stelle jedoch vermeiden, den Einfluss und die Macht der Fans zu hoch zu bewerten.
Fußball in der Bundesliga ist Leistungssport.
Leistungssportler sind Menschen.
Menschen sind sensibel.
Mal mehr, mal weniger.
Niemand wird besser – egal ob Millionär oder einfacher Fließbandarbeiter –, wenn man gnadenlos für jeden Fehler mit Spott und Häme überschüttet wird.
Um nochmal auf den Modefan einzugehen:
Viele klagen, dass nach Klopp nicht mehr so viel kam.
Mit Klopp kam vor allem eins und blieb auch, als er ging: die Erwartungshaltung.
Wenn also eine sehnsüchtige und positive Grundstimmung damals unter aufkeimenden Erfolgen unter Klopp entstehen konnte, die einen zu all den schönen Erinnerungen und Erfolgen getragen hat, dann muss diese Stimmung auch jedem anderen Trainer zugestanden werden.
Im Nachhinein hat man sich über den HSV lustig gemacht, weil sie Klopp, ob seines lässigen Auftretens, nicht haben wollten.
Aber ein Nico Kovac, der in seinem Leben, wie jeder andere Mensch, Fehler in seinem beruflichen Leben gemacht hat, der nicht immer das Maximum herausholen konnte, der muss schon als gescheitert betitelt werden, bevor er überhaupt begonnen hat?
Eure Destruktivität ist – und das meine ich wohlwollend, nicht despektierlich – ein Fall für eine Therapie und ein Teilaspekt, warum es im Verein nicht mehr zur Ruhe kommt.
und wie begrenzt auf die eigene Perspektive die Urteile bleiben.
Da liest man dann von einer "geschlossenen Fanbase, die gegen Nico Kovac ist".
Im Grunde ändert sich nur der Name des Themas, aber genauso wie bei dem Versuch, es zu einem großen Skandal hochzujazzen, als Signal Iduna sich als großer und langjähriger Sponsor etwas mehr Dankbarkeit gewünscht hat, oder bei den Protesten gegen einen Investoreinstieg:
Immer wieder neigt der Forenmensch dazu, zu übersehen, dass er nur Argumente für seine Position lesen kann – in diesem Fall die gegen Nico Kovac –, weil die Gegenseite schlicht keinen Grund hat, Motivation zu entwickeln, für den gegenteiligen Standpunkt (hier: pro Kovac) zu argumentieren.
Ich bin nicht gegen Nico Kovac. Und da ich ein Fan von Borussia Dortmund bin, ist hiermit per Definition ausgeschlossen, dass diese Antipathie der Gruppe geschlossen ist. Das würde nämlich bedeuten, dass jeder Einzelne diesen Standpunkt teilt.
Ich bin aber auch nicht für Nico Kovac.
Erst recht nicht in einem Maße, dass ich jetzt, abseits dieses Kommentars, für ihn eintreten müsste, um dann seitenweise Diskussionen zu führen, warum es doch schon längst feststeht, dass er scheitern wird, oder wie falsch meine Sichtweise sei (...).
Die Motivation, seinen eigenen Frust, getarnt als Sorge um den Verein, ins Internet zu erbrechen, kann ich dabei sehr gut nachvollziehen.
Einmal einen Schritt zurückzutreten, zu reflektieren und dabei eventuell zur Erkenntnis zu gelangen, dass man mit all dieser negativen und vergifteten Stimmung in einem Verein genauso ein Rädchen ist, das für Erfolg oder Misserfolg verantwortlich ist, wäre deutlich sinnvoller.
Böse Zungen könnten "Modefan" unken, weil man nur dann wohlwollend mit seinem Verein umgeht, wenn es ideal läuft.
Natürlich steht es jedem frei zu argumentieren, dass man als Fan nun ungleich weniger Einfluss hat als die Entscheidungen von Funktionären im Verein.
Dann sollte man in der nächsten Diskussion an anderer Stelle jedoch vermeiden, den Einfluss und die Macht der Fans zu hoch zu bewerten.
Fußball in der Bundesliga ist Leistungssport.
Leistungssportler sind Menschen.
Menschen sind sensibel.
Mal mehr, mal weniger.
Niemand wird besser – egal ob Millionär oder einfacher Fließbandarbeiter –, wenn man gnadenlos für jeden Fehler mit Spott und Häme überschüttet wird.
Um nochmal auf den Modefan einzugehen:
Viele klagen, dass nach Klopp nicht mehr so viel kam.
Mit Klopp kam vor allem eins und blieb auch, als er ging: die Erwartungshaltung.
Wenn also eine sehnsüchtige und positive Grundstimmung damals unter aufkeimenden Erfolgen unter Klopp entstehen konnte, die einen zu all den schönen Erinnerungen und Erfolgen getragen hat, dann muss diese Stimmung auch jedem anderen Trainer zugestanden werden.
Im Nachhinein hat man sich über den HSV lustig gemacht, weil sie Klopp, ob seines lässigen Auftretens, nicht haben wollten.
Aber ein Nico Kovac, der in seinem Leben, wie jeder andere Mensch, Fehler in seinem beruflichen Leben gemacht hat, der nicht immer das Maximum herausholen konnte, der muss schon als gescheitert betitelt werden, bevor er überhaupt begonnen hat?
Eure Destruktivität ist – und das meine ich wohlwollend, nicht despektierlich – ein Fall für eine Therapie und ein Teilaspekt, warum es im Verein nicht mehr zur Ruhe kommt.
30.01.2025 - 04:19 Uhr
Zitat von zoenr
Es ist immer wieder spannend, welche Dynamiken Internetgruppen erlangen
und wie begrenzt auf die eigene Perspektive die Urteile bleiben.
Da liest man dann von einer "geschlossenen Fanbase, die gegen Nico Kovac ist".
Im Grunde ändert sich nur der Name des Themas, aber genauso wie bei dem Versuch, es zu einem großen Skandal hochzujazzen, als Signal Iduna sich als großer und langjähriger Sponsor etwas mehr Dankbarkeit gewünscht hat, oder bei den Protesten gegen einen Investoreinstieg:
Immer wieder neigt der Forenmensch dazu, zu übersehen, dass er nur Argumente für seine Position lesen kann – in diesem Fall die gegen Nico Kovac –, weil die Gegenseite schlicht keinen Grund hat, Motivation zu entwickeln, für den gegenteiligen Standpunkt (hier: pro Kovac) zu argumentieren.
Ich bin nicht gegen Nico Kovac. Und da ich ein Fan von Borussia Dortmund bin, ist hiermit per Definition ausgeschlossen, dass diese Antipathie der Gruppe geschlossen ist. Das würde nämlich bedeuten, dass jeder Einzelne diesen Standpunkt teilt.
Ich bin aber auch nicht für Nico Kovac.
Erst recht nicht in einem Maße, dass ich jetzt, abseits dieses Kommentars, für ihn eintreten müsste, um dann seitenweise Diskussionen zu führen, warum es doch schon längst feststeht, dass er scheitern wird, oder wie falsch meine Sichtweise sei (...).
Die Motivation, seinen eigenen Frust, getarnt als Sorge um den Verein, ins Internet zu erbrechen, kann ich dabei sehr gut nachvollziehen.
Einmal einen Schritt zurückzutreten, zu reflektieren und dabei eventuell zur Erkenntnis zu gelangen, dass man mit all dieser negativen und vergifteten Stimmung in einem Verein genauso ein Rädchen ist, das für Erfolg oder Misserfolg verantwortlich ist, wäre deutlich sinnvoller.
Böse Zungen könnten "Modefan" unken, weil man nur dann wohlwollend mit seinem Verein umgeht, wenn es ideal läuft.
Natürlich steht es jedem frei zu argumentieren, dass man als Fan nun ungleich weniger Einfluss hat als die Entscheidungen von Funktionären im Verein.
Dann sollte man in der nächsten Diskussion an anderer Stelle jedoch vermeiden, den Einfluss und die Macht der Fans zu hoch zu bewerten.
Fußball in der Bundesliga ist Leistungssport.
Leistungssportler sind Menschen.
Menschen sind sensibel.
Mal mehr, mal weniger.
Niemand wird besser – egal ob Millionär oder einfacher Fließbandarbeiter –, wenn man gnadenlos für jeden Fehler mit Spott und Häme überschüttet wird.
Um nochmal auf den Modefan einzugehen:
Viele klagen, dass nach Klopp nicht mehr so viel kam.
Mit Klopp kam vor allem eins und blieb auch, als er ging: die Erwartungshaltung.
Wenn also eine sehnsüchtige und positive Grundstimmung damals unter aufkeimenden Erfolgen unter Klopp entstehen konnte, die einen zu all den schönen Erinnerungen und Erfolgen getragen hat, dann muss diese Stimmung auch jedem anderen Trainer zugestanden werden.
Im Nachhinein hat man sich über den HSV lustig gemacht, weil sie Klopp, ob seines lässigen Auftretens, nicht haben wollten.
Aber ein Nico Kovac, der in seinem Leben, wie jeder andere Mensch, Fehler in seinem beruflichen Leben gemacht hat, der nicht immer das Maximum herausholen konnte, der muss schon als gescheitert betitelt werden, bevor er überhaupt begonnen hat?
Eure Destruktivität ist – und das meine ich wohlwollend, nicht despektierlich – ein Fall für eine Therapie und ein Teilaspekt, warum es im Verein nicht mehr zur Ruhe kommt.
Es ist immer wieder spannend, welche Dynamiken Internetgruppen erlangen
und wie begrenzt auf die eigene Perspektive die Urteile bleiben.
Da liest man dann von einer "geschlossenen Fanbase, die gegen Nico Kovac ist".
Im Grunde ändert sich nur der Name des Themas, aber genauso wie bei dem Versuch, es zu einem großen Skandal hochzujazzen, als Signal Iduna sich als großer und langjähriger Sponsor etwas mehr Dankbarkeit gewünscht hat, oder bei den Protesten gegen einen Investoreinstieg:
Immer wieder neigt der Forenmensch dazu, zu übersehen, dass er nur Argumente für seine Position lesen kann – in diesem Fall die gegen Nico Kovac –, weil die Gegenseite schlicht keinen Grund hat, Motivation zu entwickeln, für den gegenteiligen Standpunkt (hier: pro Kovac) zu argumentieren.
Ich bin nicht gegen Nico Kovac. Und da ich ein Fan von Borussia Dortmund bin, ist hiermit per Definition ausgeschlossen, dass diese Antipathie der Gruppe geschlossen ist. Das würde nämlich bedeuten, dass jeder Einzelne diesen Standpunkt teilt.
Ich bin aber auch nicht für Nico Kovac.
Erst recht nicht in einem Maße, dass ich jetzt, abseits dieses Kommentars, für ihn eintreten müsste, um dann seitenweise Diskussionen zu führen, warum es doch schon längst feststeht, dass er scheitern wird, oder wie falsch meine Sichtweise sei (...).
Die Motivation, seinen eigenen Frust, getarnt als Sorge um den Verein, ins Internet zu erbrechen, kann ich dabei sehr gut nachvollziehen.
Einmal einen Schritt zurückzutreten, zu reflektieren und dabei eventuell zur Erkenntnis zu gelangen, dass man mit all dieser negativen und vergifteten Stimmung in einem Verein genauso ein Rädchen ist, das für Erfolg oder Misserfolg verantwortlich ist, wäre deutlich sinnvoller.
Böse Zungen könnten "Modefan" unken, weil man nur dann wohlwollend mit seinem Verein umgeht, wenn es ideal läuft.
Natürlich steht es jedem frei zu argumentieren, dass man als Fan nun ungleich weniger Einfluss hat als die Entscheidungen von Funktionären im Verein.
Dann sollte man in der nächsten Diskussion an anderer Stelle jedoch vermeiden, den Einfluss und die Macht der Fans zu hoch zu bewerten.
Fußball in der Bundesliga ist Leistungssport.
Leistungssportler sind Menschen.
Menschen sind sensibel.
Mal mehr, mal weniger.
Niemand wird besser – egal ob Millionär oder einfacher Fließbandarbeiter –, wenn man gnadenlos für jeden Fehler mit Spott und Häme überschüttet wird.
Um nochmal auf den Modefan einzugehen:
Viele klagen, dass nach Klopp nicht mehr so viel kam.
Mit Klopp kam vor allem eins und blieb auch, als er ging: die Erwartungshaltung.
Wenn also eine sehnsüchtige und positive Grundstimmung damals unter aufkeimenden Erfolgen unter Klopp entstehen konnte, die einen zu all den schönen Erinnerungen und Erfolgen getragen hat, dann muss diese Stimmung auch jedem anderen Trainer zugestanden werden.
Im Nachhinein hat man sich über den HSV lustig gemacht, weil sie Klopp, ob seines lässigen Auftretens, nicht haben wollten.
Aber ein Nico Kovac, der in seinem Leben, wie jeder andere Mensch, Fehler in seinem beruflichen Leben gemacht hat, der nicht immer das Maximum herausholen konnte, der muss schon als gescheitert betitelt werden, bevor er überhaupt begonnen hat?
Eure Destruktivität ist – und das meine ich wohlwollend, nicht despektierlich – ein Fall für eine Therapie und ein Teilaspekt, warum es im Verein nicht mehr zur Ruhe kommt.
Wieso sprechen wir wieder über Modefans? Außerdem ist die Erwartungshaltung bei vielen Fans rapide gesunken. Jahr für Jahr wird der BVB gefühlt schlechter. Die Entscheidungsträger setzten auf Rookies und der Verein hat keine innovativen Ideen.
Nehmen wir Schalke als Vergleich. S04 hat so viele falsche Entscheidungen auf der Trainerposition getroffen. Auf der Führungsebene genauso. Welcher Funktionär oder Trainer war nach seinem Ausscheiden bei S04 erfolgreich? Richtig, Niemand.
Kovac steht für Pragmatismus. Wen will er damit abholen? Die Fans sicherlich nicht. Die Mannschaft wird er damit ebenfalls nachhaltig gegen sich aufbringen (siehe Terzic).
Man weiß, was man von Kovac erwarten darf und was nicht. Eine spielerische Entwicklung die nachhaltig ist wird es nicht geben. Ich bin mir sicher, dass die Talfahrt unter Kovac weiter gehen wird.
Frankfurt wurde spielerisch erst unter Hütter besser. Beim FC Bayern wollte er Anti-Fußball spielen lassen. Bei Monaco war er schnell Geschichte. Und seine Leistungen in Wolfsburg waren unterirdisch.
Denkst du die Mannschaft wird Kovac mit seiner bisherigen Vita respektieren? Ich bin mir sicher, dass ein Großteil der Mannschaft im Sommer das Weite suchen wird und den Markt sondiert. Niemand wird für Kovac durchs Feuer gehen. Kovac wird hier sicherlich verbrannte Erde zurücklassen.
Der Verein kommt nicht zur Ruhe, weil sie keine Ideen hat. Die Fans sind nicht Schuld daran. In der Vergangenheit gab es die Chance sich mit externer Kompetenz zu verstärken (Krösche). Man setzte auf Stallgeruch. Letztes Jahr gab es viele Trainer auf dem Markt. Man hat den Markt gar nicht erst sondiert. Außerdem kommuniziert der Verein nicht offen und ehrlich mit den Fans. Stattdessen lügt man uns an und redet sich die fast Meisterschaft und das CL Finale schön. Nicht zu vergessen die ewige Bundesliga Tabelle und das andere Vereine gerne unseren Stallgeruch hätten. Das es seit Jahren keine spielerische Weiterentwicklung gibt wird unter den Teppich gekehrt.
Der BVB muss sich neu erfinden. Die Entscheidungsträger sind alle gescheitert. Auch hier ist es nur eine Frage der Zeit bis das Kartenhaus zusammenbricht. Ricken ist der falsche Geschäftsführer. Kehl ist als Sportdirektor nicht geeignet. Watzke hat Freundschaften und Seilschaften über das Wohl des Vereins gestellt. Das zeigen die Personalien Terzic, Sahin, Sammer, Ricken und Kehl. Hier geht es gar nicht mehr um Kompetenzen. Man hat sich eine Wohlfühloase geschaffen.
Alle Entscheidungsträger strahlen nichts aus. Selbst ein Roger Schmidt von dem ich nicht viel halte tut sich das nicht an. Watzke, Sammer, Ricken, Kehl und Kovac sollen die Männer sein die Borussia Dortmund wieder in die Erfolgsspur bringen? Niemals.
Es gibt zwei Möglichkeiten: Entweder stehen die Fans auf und stoppen diese Inkompetenz oder sie lassen das über sich ergehen und man endet wie Gladbach im Niemandsland der Tabelle.
Unter Kovac kann niemals eine positive Grundstimmung entstehen. Er ist überall nach Frankfurt gescheitert. Deshalb wird ihm keiner in der Mannschaft blind vertrauen. Klopp wusste was er tat. Er war im Vergleich zu Kovac ein Visionär. Wir können es ja nach Kovac mit Gisdol, Beierlorzer oder Tedesco probieren. Das würde nichts daran ändern, dass sie egal wo sie waren keinen nachhaltigen Erfolg hatten. Der BVB war einst se*y. Jetzt mutiert er immer mehr zur grauen Maus.
30.01.2025 - 05:18 Uhr
Zitat von Hunger-Games
Wieso sprechen wir wieder über Modefans? Außerdem ist die Erwartungshaltung bei vielen Fans rapide gesunken. Jahr für Jahr wird der BVB gefühlt schlechter. Die Entscheidungsträger setzten auf Rookies und der Verein hat keine innovativen Ideen.
Wieso sprechen wir wieder über Modefans? Außerdem ist die Erwartungshaltung bei vielen Fans rapide gesunken. Jahr für Jahr wird der BVB gefühlt schlechter. Die Entscheidungsträger setzten auf Rookies und der Verein hat keine innovativen Ideen.
Es war mein Fehler, das Wort "Modefans" in den Mund zu nehmen, und ich akzeptiere, dass das eine unnötige emotionale Entgleisung war.
Ich bitte um. Entschuldigung.
Bei dem Wort Erwartungshaltung setze ich gern an, um mich auf die Ebene der Wortdefinitionen zu begeben.
Hierbei wäre es, ganz losgelöst vom eigentlichen Wort, immer wichtig, die tatsächliche Definition (1) zu betrachten.
Wichtiger ist aber für uns die Definition, die das Wort im allgemeinen, wie individuellen Sprachgebrauch (2) hat.
Wenn auch nicht als Fakt zu verwenden, zumindest jedoch für die Verständnisebene, die persönliche Definition der Person, die es gerade verwendet, ungemein wichtig.
(1) Aufgrund der allgemeinen Verbreitung zitiere ich hier einfach mal den Duden. Das kann man natürlich gern kritisieren oder andere Beispiele nehmen:
Zitat von Duden
durch bestimmte Erwartungen geprägte Haltung.
durch bestimmte Erwartungen geprägte Haltung.
Ich weiß nicht, wie es dir geht, aber die Definition finde ich reichlich mager. Wird doch das Wort einfach nur aufgetrennt, um es quasi mit sich selbst zu erklären.
Da ist also offenbar sehr viel Subjektivität enthalten.
(2) Beim allgemeinen, wie individuellen Sprachgebrauch wird es dann schon schwieriger.
Hier müsste man vielleicht eher umschreiben. Etwas, was der Duden vermissen lässt.
Was erwartet der Fan, der ins Stadion geht?
Vermutlich wünscht er sich einen Sieg.
Oder zumindest ein schönes Spiel.
Dominanz, Ballbesitzpassagen, taktische Kniffe.
Sich auf den Gegner einstellen.
Aber auch einfach mal dreckig gewinnen können.
Kampf.
Einsatz.
Aufopferung.
Diese Liste mag jeder erweitern, wie er lustig ist.
Hier wird es vermutlich eine Vielzahl von Attributen geben, die sich von Person zu Person mal mehr, mal weniger decken.
Irgendwo liegt da aber eine vereinende Ebene.
Schön, aber unabsichtlich, wie hier das Wort "VEREIN" zu einer näheren Analyse des Wortstammes einlädt.
Hier bekomme ich beim Schreiben ein wenig Flashbacks an Kindheitstage, beim Schreiben eines Wunschzettels an den Weihnachtsmann / das Christkind / die Eltern.
Damit möchte ich weder die Wünsche des Kindes herabwürdigen, genauso wenig wie ich die Sehnsucht eines Fans untergraben möchte.
Das Wort "Modefan" fungiert hier sicherlich als Trigger.
Aus diesem Grund habe ich direkt zu Beginn dieser Antwort für die Verwendung, ohne nähere Einordnung, um Entschuldigung gebeten.
Ich finde, dieser prall gefüllte Weihnachtswunschzettel beschreibt aber auch ganz gut das, was ich mir vorstellen kann, ganz persönlich und privat als Mensch, wenn ich an einem Bayernfan denke. Schubladengedacht, damit es den eigenen Horizont ob der Komplexität nicht überansprucht.
Es beschreibt auch das, was ich mir vorstelle, wenn man von einem Chicago-Bulls-Fan spricht.
"Chicago Bulls?" mag sich der, der auch ein wenig mit der NBA vertraut ist, nun fragen.
Dieses Team, das eigentlich immer verloren hat, auch als Stadt, in der dieses Team angesiedelt ist, hatte jedoch in meiner Kindheit und Jugend eine Glanzzeit.
Diese Glanzzeit ließ meinen Bruder zu einem Chicago-Bulls-Fan werden, so wie er auch zu einem Bayern-München-Fan wurde.
Temporär. Mittlerweile als erwachsener Mensch trägt er die leidvollen Farben seines Geburtsortvereins Rot-Weiss Essen – aber ich schweife ab.
Wie unterscheidet sich ein solcher "Modefan" also nun von dem, was wir, durch eine Hochphase erfolgsverwöhnten Borussia-Fans, sind?
Was soll ich sagen.
Nun bin ich enttäuscht.
All die Mühe und der schöne Text, nur um am Ende zu merken, dass ich nicht das Wort "Erwartungshaltung", sondern den Begriff "Modefan" ins Visier hätte nehmen sollen.
Wohlwollend könnte man mir unterstellen, dass ich dadurch eine gewisse Distanz zum aufgeheizten Wort geschaffen habe, als Stilmittel quasi.
Das war jedoch nicht meine Absicht, und mit diesen Lorbeeren möchte ich mich auch zu dieser späten Uhrzeit nicht schmücken.
Auf alle weiteren deiner Worte kann ich leider nicht eingehen.
Das tut mir leid, weil du dir sicher viel Zeit genommen haben wirst, diese Worte der Leidenschaft zu verfassen.
Sei dir gewiss, dass ich sie gelesen habe.
Allerdings ist das genau das, was ich in meinem Startkommentar, den du deinerseits bis auf das Triggerwort "Modefan" unberührt gelassen hast, festhalten wollte.
Ich bin nicht pro Kovac.
Und keines deiner Argumente gegen Kovac könnte oder wollte ich entkräften.
Wie denn auch?
Ich weiß ja am Ende doch nicht, was die Zukunft bringt.
Vielmehr war es eine Einladung, mal einen Schritt zurückzutreten und einen Blick auf das zu schaffen, was man durch seinen Einfluss eventuell beim Verein durch Gruppendynamiken entstehen lässt.
Und auch das meine ich wohlwollend, wo ich mich, so fällt mir beim Antworten auf, zur mindestens zweiten Spitze in meinem Kommentar bekennen muss:
die unterstellte Therapiebedürftigkeit.
Das mag auch hier faktisch richtig liegen, wird betroffene Menschen, die noch nicht bereit sind, sich Hilfe zu holen, doch vermutlich eher triggern und verärgern.
Ich bitte auch hier um Entschuldigung.
Möchte man es versöhnlich beenden, kann man doch hier einen positiven Blickwinkel einnehmen:
Vieles an Frustration und Enttäuschung entsteht, glaube ich, dadurch, dass man den Eindruck bekommt, nichts für seinen Herzensverein tun zu können. Man steht machtlos da und muss sich all die Entscheidungen ansehen und sie über sich ergehen lassen.
Vielleicht so, wie zur Zeit, als man ein Kind war, dem Gutwill seiner Eltern ausgeliefert.
Jetzt sage ich jedoch, dass der Fan durch sein Verhalten gerade doch einen Einfluss nimmt.
Er ist Teil des Vereins, der Kultur, der Identität.
Das ist doch etwas, das sich jedes soziale Wesen wünscht.
Bedeutung. Validierung.
Stellen wir uns eine Welt vor, wo das ganze Stadion, das ganze Internet, der ganze Verein, nicht (vermeintlich) geschlossen überzeugt ist, dass der nächste Trainer bereits gescheitert ist, bevor er überhaupt einen Fuß auf das Trainingsgelände gesetzt hat.
Wie wäre diese Welt, in der alle Fans immer sängen? Niemals pfiffen. Die eigenen Spieler unterstützten, egal, wie schlecht es läuft.
Weil ein jeder weiß: "Es geht nur gemeinsam."
Das wäre schön. Das denke ich doch.
Und jetzt höre ich auch auf zu schreiben, weil mein Hirn das Bild zeichnet, wie ich mir selbst sage: "Hömma, wat laberst du da beim Kacken?! War dat letzte Pils schlecht? Komm ran, zweite Halbzeit geht los!"
Da ich nicht anders kann, weil auch ich ein Mensch bin, möchte ich eine weitere Provokation in meinem Text äußern.
Dieses Mal jedoch angekündigt, sodass sie vielleicht tatsächlich zum Nachdenken und nicht zum Verteidigen anregt:
Man könnte dieses gerade umrissene, positive Bild unseres Vereins beschreiben mit 3 schönen Worten:
"Trust the process."
Oh. Aua.
30.01.2025 - 06:43 Uhr
Erstmal hoffe ich einfach das Niko die Mannschaft wieder auf Kurs bringt. Ich hoffe auch das er dafür sorgt, dass die Mannschaft körperlich wieder auf ein gutes Level kommt. Grundsätzlich glaube ich , dass die Jungs alle gut genug sind um grundsätzlich unter die ersten 4 der Liga zu kommen. Man hat leider zu viel liegen gelassen, trotzdem muss das Ziel mind. Euroleague sein. Ob Niko das das mit der Mannschaft noch schaffen kann bleibt abzuwarten. Trotzdem wünsche ich ihn und meinen Herzensclub nur das Beste. Viel Glück also!
30.01.2025 - 07:10 Uhr
Die bisherigen Beiträge zeigen, dass Ihr die Führung habt, die Ihr auch verdient habt.
Kein Trainer hat gepasst und der neue Trainer, der angeblich bei den letzten Vereinen versagt hat (während seine Nachfolger und Vorgänger dort auch nicht wirklich besser waren) wird von vornherein schon abgeschrieben.
Ich würde als Trainer einen weiten Bogen um den BVb machen, weil die Erwartungen viel zu hoch sind.
Kein Trainer hat gepasst und der neue Trainer, der angeblich bei den letzten Vereinen versagt hat (während seine Nachfolger und Vorgänger dort auch nicht wirklich besser waren) wird von vornherein schon abgeschrieben.
Ich würde als Trainer einen weiten Bogen um den BVb machen, weil die Erwartungen viel zu hoch sind.
30.01.2025 - 07:25 Uhr
Ich kann mich hier der Mehrheit nur anschließen. Kovac hat außer in Frankfurt nirgendwo Erfolg gehabt. Sein Anteil an dem damaligen Erfolg war in meinen Augen auch gar nicht so groß, weil er zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort war. Eine ganze Reihe von Nobodys sind plötzlich explodiert … Mit dem damaligen Bayern-Kader hätte jeder Trainer das Double geholt. Spielerisch haben die Bayern unter ihm einen klaren Rückschritt erlebt … In Wolfsburg und Monaco ist er klanglos vom Hof gejagt worden und ist immer wieder angeeckt.
Ich weiß wirklich nicht, was man sich von Kovac erhofft. Fachlich und charakterlich hat er mich noch nie überzeugt … und so wie ich gestern den Tüllberg an der Seitenlinie hab rumspringen gesehen habe, hätte ich mir ihn 100x lieber als Übergangslösung bis zum Sommer gewünscht.
Ich weiß wirklich nicht, was man sich von Kovac erhofft. Fachlich und charakterlich hat er mich noch nie überzeugt … und so wie ich gestern den Tüllberg an der Seitenlinie hab rumspringen gesehen habe, hätte ich mir ihn 100x lieber als Übergangslösung bis zum Sommer gewünscht.
Post-Optionen
Den kompletten Thread wirklich löschen?
Paten-Optionen
Möchtest Du den Beitrag wirklich löschen?
Diesen Beitrag alarmieren
Diesen Beitrag alarmieren
Diesen Beitrag alarmieren
Lesezeichen
Abonnierte Threads
Guter Beitrag
Guter Beitrag
Guter Beitrag
Post-Optionen
Nutze die Thread-Suche, wenn Du diesen Post in einen anderen Thread verschieben möchtest. Drücke Thread erstellen, wenn aus diesem Post ein eigenständiger Thread werden soll.
Kroatien 

