| Geburtsdatum | 03.09.1995 |
|---|---|
| Alter | 30 |
| Nat. |
Deutschland |
| Größe | 1,95m |
| Vertrag bis | 30.06.2027 |
| Position | Innenverteidiger |
| Fuß | rechts |
| Akt. Verein | SV Tiefenbach |
Leistungsdaten: 25/26
| Wettbewerb | wettbewerb | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Insgesamt | 13 | - | 1 | ||
![]() | Bundesliga | 11 | - | 1 | |
![]() | UEFA Champions League | 1 | - | - | |
![]() | DFB-Pokal | 1 | - | - | |
Niklas Süle [25]
07.02.2022 - 16:09 Uhr
08.02.2022 - 12:04 Uhr
Man kann von süle halten was man will, aber mit diesem Wechsel hat er sich ein stückweit meinen Respekt verdient. Er hätte in England bestimmt mehr verdienen können(Newcastle zb). Doch er hat sich für einen Wechsel zum bvb entschieden. Er wird medial sehr im Blickpunkt stehen und er wird liefern müssen.
Er ist für mich ein verteidiger internationaler Klasse den man immer irgendwie unterschätzt. Selbst als rv hat er gegen uns schon gespielt und seine Aufgabe solide erledigt. Er mag sich zwar nicht so eloquent äußern können wie ein hummels, aber er weiß taktische Maßgaben umzusetzen und führt seine Zweikämpfe durchaus intelligent. Ich freue mich auf einen neuen Spieler für den bvb, der nicht herkommt um den Verein als Sprungbrett zu nutzen, sondern bewusst her wechselt um, wenn die Leistung stimmt, auch dafür anerkannt zu werden.
Auf eine tolle Zeit beim bvb
Er ist für mich ein verteidiger internationaler Klasse den man immer irgendwie unterschätzt. Selbst als rv hat er gegen uns schon gespielt und seine Aufgabe solide erledigt. Er mag sich zwar nicht so eloquent äußern können wie ein hummels, aber er weiß taktische Maßgaben umzusetzen und führt seine Zweikämpfe durchaus intelligent. Ich freue mich auf einen neuen Spieler für den bvb, der nicht herkommt um den Verein als Sprungbrett zu nutzen, sondern bewusst her wechselt um, wenn die Leistung stimmt, auch dafür anerkannt zu werden.
Auf eine tolle Zeit beim bvb
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Edogawakun am 08.02.2022 um 12:06 Uhr bearbeitet
08.02.2022 - 12:08 Uhr
Es müsste eigentlich noch ein IV her, egal ob Akanji bleibt oder nicht.
Auch abgesehen wenn wir keine Dreierkette spielen sollten.
Hummels ( bei dem es denke ich von Jahr zu Jahr schlimmer wird) , Zagadou sind oft mal verletzt oder im Falle Zagadou weiß man nicht ob er auf Lange sicht wirklich die Qualität für uns hat wenn er diese Aussetzer nicht mal abstellt...
Süle ist leider auch immer mal Verletzt, deshalb hätten wir nur Akanji wo man ausgehen kann das er zuverlässig ist was das betrifft.
Und wenn man wirklich mit 3er Kette planen sollte, wäre Süle/Hummels, Zagadou extrem gewagt auf die Saison gesehen! Gut vielleicht passt es bei Can in der IV besser wenn dann noch 2 weitere Nebenmänner dabei sind aber ist halt auch Riskant.
Und Collins/Coulibaly muss man sehen ob sie überhaupt die Qualität haben, von 3. Liga bis 1. Ligaist auch nicht so einfach, gerade als IV
Auch abgesehen wenn wir keine Dreierkette spielen sollten.
Hummels ( bei dem es denke ich von Jahr zu Jahr schlimmer wird) , Zagadou sind oft mal verletzt oder im Falle Zagadou weiß man nicht ob er auf Lange sicht wirklich die Qualität für uns hat wenn er diese Aussetzer nicht mal abstellt...
Süle ist leider auch immer mal Verletzt, deshalb hätten wir nur Akanji wo man ausgehen kann das er zuverlässig ist was das betrifft.
Und wenn man wirklich mit 3er Kette planen sollte, wäre Süle/Hummels, Zagadou extrem gewagt auf die Saison gesehen! Gut vielleicht passt es bei Can in der IV besser wenn dann noch 2 weitere Nebenmänner dabei sind aber ist halt auch Riskant.
Und Collins/Coulibaly muss man sehen ob sie überhaupt die Qualität haben, von 3. Liga bis 1. Ligaist auch nicht so einfach, gerade als IV
08.02.2022 - 12:10 Uhr
Zitat von Pilki
Ich verstehe die grundsätzliche Abwertung der Position nicht. Vielleicht bin ich weltfremd und habe zu lange selbst kein Fußball mehr gespielt. Aber wieso kritisiert man Reus dafür, dass er angeblich intern Druck gemacht habe in der Zentrale spielen zu wollen, anstatt als linker Außen, wo große Teile des Forums einen größeren Fit für ihn gesehen haben, aber in der Verteidigung ist das irgendwie eine Sache, die immer mit geringerem Prestige assoziiert wird?
Ist ja nicht so, dass Alaba bspw. nicht mal IV, mal LV und dann sogar mal DM in der österreichischen Nationalmannschaft gespielt hätte und trotzdem zu Real gewechselt ist. Er hat ja nicht all diese Positionen deswegen bekleidet, weil ihn jemand anderes von seiner Stamm-Position verdrängt hat, sondern weil der Trainer ihn da jeweils für das jeweilige Spiel als größte Hilfe gesehen hat.
Will nur sagen: Ich sehe es nicht so, dass auf einer Position auszuhelfen grundsätzlich die Stellung in der Mannschaft schwächt. Im Falle von Ginter bspw. war es ja so, dass er deswegen auf RV spielte, weil er nicht an der Stamm-IV vorbeikam. Im Fall von Süle (oder meinetwegen Akanji) wäre das ja nicht der Fall.
Und aktuell drückt bei uns in der IV einfach derartig der Schuh, dass mal Witsel, mal Can aushelfen musste. Warum sollte bei einem potenziellen Überangebot an guten IV die auch RV spielen können nicht einer von ihnen Meunier verdrängen?
Ich verstehe die grundsätzliche Abwertung der Position nicht. Vielleicht bin ich weltfremd und habe zu lange selbst kein Fußball mehr gespielt. Aber wieso kritisiert man Reus dafür, dass er angeblich intern Druck gemacht habe in der Zentrale spielen zu wollen, anstatt als linker Außen, wo große Teile des Forums einen größeren Fit für ihn gesehen haben, aber in der Verteidigung ist das irgendwie eine Sache, die immer mit geringerem Prestige assoziiert wird?
Ist ja nicht so, dass Alaba bspw. nicht mal IV, mal LV und dann sogar mal DM in der österreichischen Nationalmannschaft gespielt hätte und trotzdem zu Real gewechselt ist. Er hat ja nicht all diese Positionen deswegen bekleidet, weil ihn jemand anderes von seiner Stamm-Position verdrängt hat, sondern weil der Trainer ihn da jeweils für das jeweilige Spiel als größte Hilfe gesehen hat.
Will nur sagen: Ich sehe es nicht so, dass auf einer Position auszuhelfen grundsätzlich die Stellung in der Mannschaft schwächt. Im Falle von Ginter bspw. war es ja so, dass er deswegen auf RV spielte, weil er nicht an der Stamm-IV vorbeikam. Im Fall von Süle (oder meinetwegen Akanji) wäre das ja nicht der Fall.
Und aktuell drückt bei uns in der IV einfach derartig der Schuh, dass mal Witsel, mal Can aushelfen musste. Warum sollte bei einem potenziellen Überangebot an guten IV die auch RV spielen können nicht einer von ihnen Meunier verdrängen?
Ginter hat auf RV gespielt, weil der RV verletzt war. Tuchel hat es aber auch ziemlich clever gelöst, in dem man das Spiel auf links gezogen und Ginter dann mit einem langen Ball freibekommen hatte, so dass er ein paar Scorer sammeln konnte. Als das nicht mehr funktionierte, war die Herrlichkeit von Ginter auf der Position auch schon weg.
Spieler wie Alaba, die kaum Schwächen haben, gibt es nicht jedes Jahr. Solche Spieler kannst du auch verschieben, aber Spieler wie Süle nicht. Er hat einfach nicht den Fit, um eine dauerhafte Lösung in Rose´s System zu sein, weil die AV´s eine entscheidende Rolle haben und eine andere als bei Bayern. Süle ist nicht pressingresistent genug, zudem wäre sein Aufbau für den einzigen Breitengeber auf der rechten Seite auch nicht optimal. Meunier hat jetzt schon Probleme auf engen Räumen Lösungen zu finden. Das ist auch nicht Süles Stärke. Meunier punktet hin und wieder mit guten Flanken. Das würde ich bei Süle auch bezweifeln.
08.02.2022 - 12:10 Uhr
Denken die Bayernfans eigentlich wirklich, sie seien der einzige professionell arbeitende Fußballverein in Deutschland?
Ich glaube manche Leute wissen überhaupt nicht was es bedeutet, auf diesem Level zu spielen. Und was für einen Weg man hinter sich hat, um dort zu landen..
Ich glaube manche Leute wissen überhaupt nicht was es bedeutet, auf diesem Level zu spielen. Und was für einen Weg man hinter sich hat, um dort zu landen..
08.02.2022 - 12:16 Uhr
Süle hat gegen uns rechter Außen Verteidiger gespielt ? Hat er das darüber hinaus öfter ?
Sehe in eigentlich exklusiv als RIV, lasse mich aber gerne eines besseren belehren von euch.
Sehe in eigentlich exklusiv als RIV, lasse mich aber gerne eines besseren belehren von euch.
08.02.2022 - 12:28 Uhr
Die Entscheidung von Niklas Süle, den FC Bayern ablösefrei in Richtung Dortmund zu verlassen, stößt im Fanlager der Bayern verständlicherweise größtenteils auf wenig Gegenliebe und Verständnis. Ein Wechsel eines Stammspielers oder zumindest im erweiterten Kreis der Stammspieler (darauf wird noch eingegangen) verliert man ungern, und schon gar nicht an den nationalen Konkurrenten und erst recht nicht ablösefrei. Insbesondere wenn eben jener Spieler offensichtlich seit geraumer Zeit relativ offen gegenüber seinem Berater einräumt, gerne in der PL spielen zu wollen. Auch reibt man sich an dem vom Berater verwendeten Vokabular der "Wertschätzung" auf, da man dieses naheliegender Weise in einer Gesellschaft, in der Anerkennung nur über Besitz und Bezahlung definiert wird, eben auf das kommende Gehalt des Spielers münzt.
Weiterhin wird der sportliche Ehrgeiz des Spielers in Frage gestellt. Beweise lieferte Süle in der Vergangenheit schließlich genügend. So kursieren seit geraumer Zeit Gerüchte über sein mangelhaftes, eines Profifußballers bei dem besten Vereins Deutschlands und einer der besten Europas unwürdigen Verhaltens. Er achte zu wenig auf die Ernährung, Süle verschreibe sich zu mit Haut und Haaren dem Ideal des Profitums und die damit einhergehende Sorgsamkeit auf seinen Körper und dessen Wohlbefinden. Die erlittenen beiden Kreuzbandrisse bzw. im Besonderen der KBR im August 2019 könnten letztlich dadurch begünstigt sein, zumindest sei ein solches Verhalten nicht förderlich. Schließlich trinke er nur allzu gerne eine Spezi oder esse einen Burger. Gegensätzliche Beispiele sollen sich im Team ja zu Genüge befinden, einerseits wird zunächst die Nachspeise gegessen sowie auf blaues Licht verzichtet (Grüße an Rambo) und andererseits 90 Minuten lang „Mentalität“ und „Mia san Mia“ gezeigt, auch wenn eben jene „Mentalität“ auf dem Weg ins Impfzentrum verloren ging und man letztlich dem Verein wochenlang aufgrund einer fehlenden Schutzimpfung nicht zur Verfügung stand.
(November 2020, 1,5 Jahre vor Vertragsende)
Diese interne Einschätzung der Bayern-Verantwortlichen erfolgte drei Monate nach dem Gewinn der Champions-League, in dessen Finale Süle nach 30 Minuten für Boateng eingewechselt wurde und überzeugte (Kicker-Note: 3,0, sein IV-Kollege Alaba: 4,0) und somit einen wichtigen Anteil an dem Gewinn des Cups hatte. Beachtenswert ist diese Tatsache nicht deshalb, weil die gezeigte Darbietung grundsätzlich nicht Süles Leistungsniveau entspricht, sondern dass er erst 14 Tage zuvor beim Viertelfinal-Rückspiel gegen den FC Chelsea sein Debüt (17 Minuten) nach seinem am 14.10.2019 erlittenen Kreuzbandriss gab. Diese Kreuzbandverletzung sortierte Uli Hoeness wie folgt ein:
In dem wichtigsten Spiel der Saison wird Süle nun nach 30 Minuten eingewechselt, lediglich mit der Belastung von 90 Minuten gegen Energie Cottbus und einer Halbzeit im Halbfinale gegen Lyon, haut eine souveräne Leistung raus und feiert mit dem FC Bayern den Gewinn des wichtigsten Titels im Vereinsfußball.
Gleichzeitig verpflichtet sein Arbeitgeber im Sommer 2020 mit Lucas Hernandez für die mit Abstand Rekordablösesumme von 80 Mio EUR einen Innenverteidiger von Atletico Madrid und mit Benjamin Pavard für 35 Mio EUR ebenfalls einen Spieler, der sich in der IV am wohlsten fühlt. Da lediglich Mats Hummels den Verein verlässt, denn ein Wechsels Boateng konnte nicht finalisiert werden, stehen die Bayern nun mit insgesamt 4 Innverteidigern da, zu denen noch der vom AV umformierten und mit Lobeshymnen übersäten Alaba sowie die Allzweckwaffe und Aushilfs-IV Martinez gesellen. Proppevoll die Nummer. Für einen Spieler, dessen Vertrag im Sommer 2022 ausläuft, sind die Verpflichtungen von Hernandez und Pavard in Anbetracht des finanziellen Volumens (Ablöse + Gehalt) ein deutliches Signal, dass hier künftige Stammspieler und keine Kaderergänzungen verpflichtet wurden. Zwar können beide auch Aufgaben auf LV bzw- RV übernehmen, jedoch ist dies nicht grundsätzliche Intention der Transfers.
Parallel intensiviert der FC Bayern seine Bemühungen, den auslaufenden Vertrag mit Eigengewächs David Alaba zu verlängern. Dieses Unterfangen gestaltet sich zunehmend schwierig, denn Alaba sieht seine Wichtigkeit für den FC Bayern durch die neue Rolle gestärkt und fordert ein Gehalt, dass auf dem Niveau der Topverdiener (mind. 17 Mio EUR p.a.) liegen soll. Dies wird ihm verwehrt und Alaba unterschreibt bei Real Madrid. Nun kommt es zu einer, nun ja, Münchner Besonderheit. Intern dürfte die Erkenntnis, dass man sich mit Alaba nicht auf einen neuen Vertrag einigen können, längst gereift sein. Als Reaktion darauf, dass Alaba sich finanziell auf einem Level mit den zuvor verlängerten Verträgen der Leistungsträger Neuer, Lewandoswki und Müller sieht, geht der FC Bayern in die Offensive und erklärt Alabas Forderungen für „verrückt“.
https://www.sportbuzzer.de/artikel/bayern-salihamidzic-alaba-poker-vertrag-hoeness-zahavi-berater-zukunft-gehalt/
Alaba hat einen wunden Punkt der Münchner getroffen und deren bekannte Reaktion auf Zurückweisung in Form der nicht erfolgten Vertragsverlängerung, wird offensichtlich. Man versucht, den Spieler zu diskreditieren. Entweder, man unterstellt ihm Raffgier oder man spricht ihm entweder die Qualität für den FC Bayern oder die fehlende Einstellung (s. Reus) ab. Gleiches zeigte sich auch bei Boateng, der unbestritten zwischen den Jahren 2014-2018 zum Besten gehörte, was der Weltfußball an Innenverteidigern zu bieten hatte. Aber man störte sich lieber an Sonnenbrillen, Zeitschriften und Lifestyle, anstatt man die weiter sportlich herausragenden Leistungen beachtete und honorierte:
https://www.sport.de/news/ne3364389/jerome-boateng-findet-kritik-laecherlich/
Fassen wir zusammen:
Süle wechselt im Sommer 2017 als 21-Jähriger zum FC Bayern, steht dort in der Bundesliga in der ersten Saison in 20 Spielen und in der CL in 6 von 12 Spielen in der Startelf. Keine schlechten Zahlen. In der Folgesaison nun der endgültige Durchbruch: 29/34 Startelfeinsätze in der BL, 5/8 in der CL. Nach der WM 2018 soll Süle zentrale Figur des Neuaufbaus in der Nationalmannschaft sein. Gleichzeitig erfolgen aber die oben erwähnten Verpflichtungen von Hernandez und Pavard. Dennoch ist Süle in den ersten 7 Spielen bis zu seinem Kreuzbandriss jede (!) BL-Minute auf dem Platz.
Nach seinem Kreuzbandriss und der zwischenzeitlich erfolgten Umschulung Alabas trägt Süle direkt nach seiner Genesung im August 2020 erheblich zum Erfolg der CL bei. Nach der kommenden Saison verlässt Boateng zum Sommer 2021 den Verein. Als Ersatz verpflichtete der FCB mit Nianzou eines der größten IV-Talente. Die Vertragsverhandlungen mit Alaba stocken. Nachdem im Herbst 2021 klar ist, dass Alaba den Verein (ablösefrei) verlassen wird, kontaktiert man (spätestens) Upamecano, der ebenfalls von Süles Berater vertreten wird und dessen Ausstiegsklausel auf 42,5 Mio EUR taxiert wird. Die künftige Rolle Upamecanos und dessen Salär dürfte nun Süle auch bekannt sein. Die IV besteht nun aus Hernandez, Upamecano, Süle, Pavard und Nianzou. Die Ablösen für diese Spieler betrugen satte 150 Mio EUR. Vertragsgespräche mit Süle finden laut übereinstimmenden Berichten im Sommer 2020 nicht statt, aufgrund der Kreuzbandverletzung unter Umständen aus Bayern-Sicht verständlich. Jedoch hätte Süle eine Aufnahme der Gespräche mit der Bereitschaft zur Verlängerung eben als jene Wertschätzung dem Spieler und auch dem Menschen Süle gegenüber verstanden, die nun bemängelt wird. Vielmehr zeigen die zwischenzeitlichen Verpflichtungen von Hernandez, Upamecano und Pavard, dass hier Spieler mit klarem Stamm- und Führungsspielerauftrag verpflichtet wurden. Parallel werden medial Zweifel an der Einstellung und Tauglichkeit Süles gestreut oder zumindest nicht dementiert. Das wird von Süle nicht unbemerkt bleiben, zumal es sicherlich auch hierüber intern Gespräche gegeben haben muss.
Die Spielminuten zeigen aber klar das Bild eines Stammspielers beim FC Bayern München und in der Nationalmannschaft. Süle entwickelt sich zu dem besten deutschen Innenverteidiger nach der Ära Hummels und Boateng. Dennoch scheinen die Bosse in München nicht überzeugt zu sein, denn die Vertragsgespräche über eine Verlängerung werden erst ein Jahr vor Ablauf des Vertrags aufgenommen. In der Regel zeigt sich der Verein bei Verträgen, die unbedingt verlängert werden sollen, früher gesprächsbereit. Mangelnde Wertschätzung der eigenen Person auf der sportlichen Führungsebene dürften spätestens jetzt für Süle offensichtlich sein.
Die Gehaltsforderungen dürften aufgrund der günstigen Beraterlage nicht utopisch gewesen sein, sondern in dem Bereich, in dem sich Upamecano und Hernandez befinden. Süle nun dieses Gehalt nicht zu zahlen, ist der zweite Nagel im Sarg des FC Bayern (auf die Personalie Süle bezogen). Süle teilt dem FC Bayern mit, dass er seinen Vertrag nicht verlängern wird. Süle ist nunmehr lediglich ein brauchbarer Spieler, der sich in seiner Zeit nie so richtig durchsetzen konnte. Die Minuten und Einsätze zeigen jedoch eine andere Wahrheit.
Warum der BVB? Nun, wahrscheinlich haben Süle auch die Angebote aus England gefehlt, die ihm neben dem Gehalt auch die entsprechende persönliche und sportliche Perspektive boten. Ein Mittelklasse-Club á la West Ham oder Everton könnten eventuell finanziell mithalten, ihm auch gleichzeitig die Perspektive als Führungsspieler eröffnen. Aber auf den Umweg durch das Mittelfeld er PL zum Top-Klub ist Süle nicht mehr angewiesen. Dauerhaft CL zu spielen ist zudem verständlicher Anspruch. Den direkten Weg zu einem Top 4-Klub in England hat es offenbar nicht gegeben oder, und das halte ich für wahrscheinlich, nur mit der Einschränkung, dass er nicht als klarer Abwehrchef geholt wurde. Denn diese Entwicklung in der Persönlichkeit Süles und der Wahrnehmung, dass er der Anführer in der Defensive ist, halte ich für einen essentiellen Bestandteil bei seiner Entscheidung. Er will als Persönlichkeit reifen, Verantwortung übernehmen und den nächsten Schritt gehen. Diesen nächsten Schritt hat aber nicht ausschließlich gehaltstechnisch zu erfolgen, sondern in dem Standing, welches der Spieler und Mensch Süle im neuen Verein haben wird. Die benötigte Kombination aus gutem Gehalt, sportlicher Attraktivität (CL sicher) und dem Anspruch als Führungsspieler konnte Dortmund sehr wohl bieten.
Spricht der Wechsel von Süle mit dem klaren Auftrag, hier Abwehrchef und Führungsspieler zu werden, wichtiger Bestandteil bei dem Vorhaben zu sein, den Abstand auf die Bayern zu verkürzen und Titel (Meisterschaft, DFB-Pokal) nach Dortmund zu holen, nicht umso mehr für den sportlichen Ehrgeiz von Süle? Anstelle sich als in der öffentlichen Darstellung und finanziellen Ausgestaltung des Vereins als klare Nummer 3, aber in der Realität der Einsätze und Spielminuten tatsächlichen Nummer 1 sich anhören zu müssen, man habe unter Umständen doch nicht das Format für einen „Bayern-Spieler“?
Ich hoffe für Süle und den BVB, dass man künftig dem FC Bayern ein Schnippchen schlagen kann (auch wenn ich persönlich die Wahrscheinlichkeit, speziell bei der Meisterschaft, als sehr gering einstufe). Und dann wird sicherlich auch die ein oder andere Spezi bei Süle im Kühlschrank stehen dürfen..
Weiterhin wird der sportliche Ehrgeiz des Spielers in Frage gestellt. Beweise lieferte Süle in der Vergangenheit schließlich genügend. So kursieren seit geraumer Zeit Gerüchte über sein mangelhaftes, eines Profifußballers bei dem besten Vereins Deutschlands und einer der besten Europas unwürdigen Verhaltens. Er achte zu wenig auf die Ernährung, Süle verschreibe sich zu mit Haut und Haaren dem Ideal des Profitums und die damit einhergehende Sorgsamkeit auf seinen Körper und dessen Wohlbefinden. Die erlittenen beiden Kreuzbandrisse bzw. im Besonderen der KBR im August 2019 könnten letztlich dadurch begünstigt sein, zumindest sei ein solches Verhalten nicht förderlich. Schließlich trinke er nur allzu gerne eine Spezi oder esse einen Burger. Gegensätzliche Beispiele sollen sich im Team ja zu Genüge befinden, einerseits wird zunächst die Nachspeise gegessen sowie auf blaues Licht verzichtet (Grüße an Rambo) und andererseits 90 Minuten lang „Mentalität“ und „Mia san Mia“ gezeigt, auch wenn eben jene „Mentalität“ auf dem Weg ins Impfzentrum verloren ging und man letztlich dem Verein wochenlang aufgrund einer fehlenden Schutzimpfung nicht zur Verfügung stand.
„Vor der Aufnahme von Vertragsgesprächen spielt der Nationalspieler erst einmal auf Bewährung“, heißt es im Magazin.
Süle muss ackern, wenn er bei den Bayern bleiben will! Er soll zeigen, dass er „ein Bayern-Spieler“ ist, wie es intern geheißen haben soll.
https://www.tz.de/sport/fc-bayern/fc-bayern-muenchen-niklas-suele-gewicht-fitness-ernaehrung-vertrag-transfer-90108801.html Süle muss ackern, wenn er bei den Bayern bleiben will! Er soll zeigen, dass er „ein Bayern-Spieler“ ist, wie es intern geheißen haben soll.
(November 2020, 1,5 Jahre vor Vertragsende)
Diese interne Einschätzung der Bayern-Verantwortlichen erfolgte drei Monate nach dem Gewinn der Champions-League, in dessen Finale Süle nach 30 Minuten für Boateng eingewechselt wurde und überzeugte (Kicker-Note: 3,0, sein IV-Kollege Alaba: 4,0) und somit einen wichtigen Anteil an dem Gewinn des Cups hatte. Beachtenswert ist diese Tatsache nicht deshalb, weil die gezeigte Darbietung grundsätzlich nicht Süles Leistungsniveau entspricht, sondern dass er erst 14 Tage zuvor beim Viertelfinal-Rückspiel gegen den FC Chelsea sein Debüt (17 Minuten) nach seinem am 14.10.2019 erlittenen Kreuzbandriss gab. Diese Kreuzbandverletzung sortierte Uli Hoeness wie folgt ein:
Quelle: sueddeutsche.de
Für die EM gilt das laut Hoeneß nicht mehr. "Er muss zur neuen Saison wieder fit sein", betonte der Bayern-Patriarch, "so eine Verletzung ist die totale Katastrophe, ein Drama, die schwierigste Verletzung, die man haben kann."
In dem wichtigsten Spiel der Saison wird Süle nun nach 30 Minuten eingewechselt, lediglich mit der Belastung von 90 Minuten gegen Energie Cottbus und einer Halbzeit im Halbfinale gegen Lyon, haut eine souveräne Leistung raus und feiert mit dem FC Bayern den Gewinn des wichtigsten Titels im Vereinsfußball.
Gleichzeitig verpflichtet sein Arbeitgeber im Sommer 2020 mit Lucas Hernandez für die mit Abstand Rekordablösesumme von 80 Mio EUR einen Innenverteidiger von Atletico Madrid und mit Benjamin Pavard für 35 Mio EUR ebenfalls einen Spieler, der sich in der IV am wohlsten fühlt. Da lediglich Mats Hummels den Verein verlässt, denn ein Wechsels Boateng konnte nicht finalisiert werden, stehen die Bayern nun mit insgesamt 4 Innverteidigern da, zu denen noch der vom AV umformierten und mit Lobeshymnen übersäten Alaba sowie die Allzweckwaffe und Aushilfs-IV Martinez gesellen. Proppevoll die Nummer. Für einen Spieler, dessen Vertrag im Sommer 2022 ausläuft, sind die Verpflichtungen von Hernandez und Pavard in Anbetracht des finanziellen Volumens (Ablöse + Gehalt) ein deutliches Signal, dass hier künftige Stammspieler und keine Kaderergänzungen verpflichtet wurden. Zwar können beide auch Aufgaben auf LV bzw- RV übernehmen, jedoch ist dies nicht grundsätzliche Intention der Transfers.
Parallel intensiviert der FC Bayern seine Bemühungen, den auslaufenden Vertrag mit Eigengewächs David Alaba zu verlängern. Dieses Unterfangen gestaltet sich zunehmend schwierig, denn Alaba sieht seine Wichtigkeit für den FC Bayern durch die neue Rolle gestärkt und fordert ein Gehalt, dass auf dem Niveau der Topverdiener (mind. 17 Mio EUR p.a.) liegen soll. Dies wird ihm verwehrt und Alaba unterschreibt bei Real Madrid. Nun kommt es zu einer, nun ja, Münchner Besonderheit. Intern dürfte die Erkenntnis, dass man sich mit Alaba nicht auf einen neuen Vertrag einigen können, längst gereift sein. Als Reaktion darauf, dass Alaba sich finanziell auf einem Level mit den zuvor verlängerten Verträgen der Leistungsträger Neuer, Lewandoswki und Müller sieht, geht der FC Bayern in die Offensive und erklärt Alabas Forderungen für „verrückt“.
https://www.sportbuzzer.de/artikel/bayern-salihamidzic-alaba-poker-vertrag-hoeness-zahavi-berater-zukunft-gehalt/
Alaba hat einen wunden Punkt der Münchner getroffen und deren bekannte Reaktion auf Zurückweisung in Form der nicht erfolgten Vertragsverlängerung, wird offensichtlich. Man versucht, den Spieler zu diskreditieren. Entweder, man unterstellt ihm Raffgier oder man spricht ihm entweder die Qualität für den FC Bayern oder die fehlende Einstellung (s. Reus) ab. Gleiches zeigte sich auch bei Boateng, der unbestritten zwischen den Jahren 2014-2018 zum Besten gehörte, was der Weltfußball an Innenverteidigern zu bieten hatte. Aber man störte sich lieber an Sonnenbrillen, Zeitschriften und Lifestyle, anstatt man die weiter sportlich herausragenden Leistungen beachtete und honorierte:
https://www.sport.de/news/ne3364389/jerome-boateng-findet-kritik-laecherlich/
Fassen wir zusammen:
Süle wechselt im Sommer 2017 als 21-Jähriger zum FC Bayern, steht dort in der Bundesliga in der ersten Saison in 20 Spielen und in der CL in 6 von 12 Spielen in der Startelf. Keine schlechten Zahlen. In der Folgesaison nun der endgültige Durchbruch: 29/34 Startelfeinsätze in der BL, 5/8 in der CL. Nach der WM 2018 soll Süle zentrale Figur des Neuaufbaus in der Nationalmannschaft sein. Gleichzeitig erfolgen aber die oben erwähnten Verpflichtungen von Hernandez und Pavard. Dennoch ist Süle in den ersten 7 Spielen bis zu seinem Kreuzbandriss jede (!) BL-Minute auf dem Platz.
Nach seinem Kreuzbandriss und der zwischenzeitlich erfolgten Umschulung Alabas trägt Süle direkt nach seiner Genesung im August 2020 erheblich zum Erfolg der CL bei. Nach der kommenden Saison verlässt Boateng zum Sommer 2021 den Verein. Als Ersatz verpflichtete der FCB mit Nianzou eines der größten IV-Talente. Die Vertragsverhandlungen mit Alaba stocken. Nachdem im Herbst 2021 klar ist, dass Alaba den Verein (ablösefrei) verlassen wird, kontaktiert man (spätestens) Upamecano, der ebenfalls von Süles Berater vertreten wird und dessen Ausstiegsklausel auf 42,5 Mio EUR taxiert wird. Die künftige Rolle Upamecanos und dessen Salär dürfte nun Süle auch bekannt sein. Die IV besteht nun aus Hernandez, Upamecano, Süle, Pavard und Nianzou. Die Ablösen für diese Spieler betrugen satte 150 Mio EUR. Vertragsgespräche mit Süle finden laut übereinstimmenden Berichten im Sommer 2020 nicht statt, aufgrund der Kreuzbandverletzung unter Umständen aus Bayern-Sicht verständlich. Jedoch hätte Süle eine Aufnahme der Gespräche mit der Bereitschaft zur Verlängerung eben als jene Wertschätzung dem Spieler und auch dem Menschen Süle gegenüber verstanden, die nun bemängelt wird. Vielmehr zeigen die zwischenzeitlichen Verpflichtungen von Hernandez, Upamecano und Pavard, dass hier Spieler mit klarem Stamm- und Führungsspielerauftrag verpflichtet wurden. Parallel werden medial Zweifel an der Einstellung und Tauglichkeit Süles gestreut oder zumindest nicht dementiert. Das wird von Süle nicht unbemerkt bleiben, zumal es sicherlich auch hierüber intern Gespräche gegeben haben muss.
Die Spielminuten zeigen aber klar das Bild eines Stammspielers beim FC Bayern München und in der Nationalmannschaft. Süle entwickelt sich zu dem besten deutschen Innenverteidiger nach der Ära Hummels und Boateng. Dennoch scheinen die Bosse in München nicht überzeugt zu sein, denn die Vertragsgespräche über eine Verlängerung werden erst ein Jahr vor Ablauf des Vertrags aufgenommen. In der Regel zeigt sich der Verein bei Verträgen, die unbedingt verlängert werden sollen, früher gesprächsbereit. Mangelnde Wertschätzung der eigenen Person auf der sportlichen Führungsebene dürften spätestens jetzt für Süle offensichtlich sein.
Die Gehaltsforderungen dürften aufgrund der günstigen Beraterlage nicht utopisch gewesen sein, sondern in dem Bereich, in dem sich Upamecano und Hernandez befinden. Süle nun dieses Gehalt nicht zu zahlen, ist der zweite Nagel im Sarg des FC Bayern (auf die Personalie Süle bezogen). Süle teilt dem FC Bayern mit, dass er seinen Vertrag nicht verlängern wird. Süle ist nunmehr lediglich ein brauchbarer Spieler, der sich in seiner Zeit nie so richtig durchsetzen konnte. Die Minuten und Einsätze zeigen jedoch eine andere Wahrheit.
Warum der BVB? Nun, wahrscheinlich haben Süle auch die Angebote aus England gefehlt, die ihm neben dem Gehalt auch die entsprechende persönliche und sportliche Perspektive boten. Ein Mittelklasse-Club á la West Ham oder Everton könnten eventuell finanziell mithalten, ihm auch gleichzeitig die Perspektive als Führungsspieler eröffnen. Aber auf den Umweg durch das Mittelfeld er PL zum Top-Klub ist Süle nicht mehr angewiesen. Dauerhaft CL zu spielen ist zudem verständlicher Anspruch. Den direkten Weg zu einem Top 4-Klub in England hat es offenbar nicht gegeben oder, und das halte ich für wahrscheinlich, nur mit der Einschränkung, dass er nicht als klarer Abwehrchef geholt wurde. Denn diese Entwicklung in der Persönlichkeit Süles und der Wahrnehmung, dass er der Anführer in der Defensive ist, halte ich für einen essentiellen Bestandteil bei seiner Entscheidung. Er will als Persönlichkeit reifen, Verantwortung übernehmen und den nächsten Schritt gehen. Diesen nächsten Schritt hat aber nicht ausschließlich gehaltstechnisch zu erfolgen, sondern in dem Standing, welches der Spieler und Mensch Süle im neuen Verein haben wird. Die benötigte Kombination aus gutem Gehalt, sportlicher Attraktivität (CL sicher) und dem Anspruch als Führungsspieler konnte Dortmund sehr wohl bieten.
Spricht der Wechsel von Süle mit dem klaren Auftrag, hier Abwehrchef und Führungsspieler zu werden, wichtiger Bestandteil bei dem Vorhaben zu sein, den Abstand auf die Bayern zu verkürzen und Titel (Meisterschaft, DFB-Pokal) nach Dortmund zu holen, nicht umso mehr für den sportlichen Ehrgeiz von Süle? Anstelle sich als in der öffentlichen Darstellung und finanziellen Ausgestaltung des Vereins als klare Nummer 3, aber in der Realität der Einsätze und Spielminuten tatsächlichen Nummer 1 sich anhören zu müssen, man habe unter Umständen doch nicht das Format für einen „Bayern-Spieler“?
Ich hoffe für Süle und den BVB, dass man künftig dem FC Bayern ein Schnippchen schlagen kann (auch wenn ich persönlich die Wahrscheinlichkeit, speziell bei der Meisterschaft, als sehr gering einstufe). Und dann wird sicherlich auch die ein oder andere Spezi bei Süle im Kühlschrank stehen dürfen..
Dieser Beitrag wurde zuletzt von beinschuss12 am 08.02.2022 um 12:39 Uhr bearbeitet
08.02.2022 - 12:46 Uhr
Zitat von UnderratedCritic
Spieler wie Alaba, die kaum Schwächen haben, gibt es nicht jedes Jahr. Solche Spieler kannst du auch verschieben, aber Spieler wie Süle nicht. Er hat einfach nicht den Fit, um eine dauerhafte Lösung in Rose´s System zu sein, weil die AV´s eine entscheidende Rolle haben und eine andere als bei Bayern. Süle ist nicht pressingresistent genug, zudem wäre sein Aufbau für den einzigen Breitengeber auf der rechten Seite auch nicht optimal. Meunier hat jetzt schon Probleme auf engen Räumen Lösungen zu finden. Das ist auch nicht Süles Stärke. Meunier punktet hin und wieder mit guten Flanken. Das würde ich bei Süle auch bezweifeln.
Spieler wie Alaba, die kaum Schwächen haben, gibt es nicht jedes Jahr. Solche Spieler kannst du auch verschieben, aber Spieler wie Süle nicht. Er hat einfach nicht den Fit, um eine dauerhafte Lösung in Rose´s System zu sein, weil die AV´s eine entscheidende Rolle haben und eine andere als bei Bayern. Süle ist nicht pressingresistent genug, zudem wäre sein Aufbau für den einzigen Breitengeber auf der rechten Seite auch nicht optimal. Meunier hat jetzt schon Probleme auf engen Räumen Lösungen zu finden. Das ist auch nicht Süles Stärke. Meunier punktet hin und wieder mit guten Flanken. Das würde ich bei Süle auch bezweifeln.
Diese Argumentation akzeptiere ich auch. Ich würde nicht ausschließen, dass, wenn es zu der überaus luxuriösen Situation kommen sollte, eine Saison lang Akanji, Süle, Schlotterbeck UND Hummels im Kader zu haben, trotzdem Meunier RV spielt, selbst wenn man mit 4er-Kette spielen sollte. Mal ganz ab davon, ob die Kaderzusammenstellung so überhaupt vorstellbar ist. Dass das unrealistisch ist, ist mir auch klar.
Meine bottom lines:
Erstens: Ich wollte nur darauf, dass das Thema fehlende Wertschätzung wohl eher von @beinschuss12 gut dargestellt wurde und mit VVL und der Behandlung im Kontext seiner Verletzungen zusammenhängt.
Zweitens: Er kann RV spielen und stellt hier eine zusätzliche Option dar. Dass der Rose-Fit nicht so gegeben sein mag, nehme ich zur Kenntnis. Ich selbst kann das nicht gut genug bewerten, da ich um ehrlich zu sein weder Bayern noch die Nationalelf genau genug verfolge.
08.02.2022 - 12:57 Uhr
Zitat von Kuba19
Und wenn Bayern einfach einen der 2 C.London Ivs holt ? Dann haben sie keine Qualität verloren und keine Ablöse bezahlt.
Und wenn Bayern einfach einen der 2 C.London Ivs holt ? Dann haben sie keine Qualität verloren und keine Ablöse bezahlt.
Korrekt, werden aber wohl deutlich jenseits der 10Mio liegen!
08.02.2022 - 13:16 Uhr
Zitat von beinschuss12
Die Entscheidung von Niklas Süle, den FC Bayern ablösefrei in Richtung Dortmund zu verlassen, stößt im Fanlager der Bayern verständlicherweise größtenteils auf wenig Gegenliebe und Verständnis. Ein Wechsel eines Stammspielers oder zumindest im erweiterten Kreis der Stammspieler (darauf wird noch eingegangen) verliert man ungern, und schon gar nicht an den nationalen Konkurrenten und erst recht nicht ablösefrei. Insbesondere wenn eben jener Spieler offensichtlich seit geraumer Zeit relativ offen gegenüber seinem Berater einräumt, gerne in der PL spielen zu wollen. Auch reibt man sich an dem vom Berater verwendeten Vokabular der "Wertschätzung" auf, da man dieses naheliegender Weise in einer Gesellschaft, in der Anerkennung nur über Besitz und Bezahlung definiert wird, eben auf das kommende Gehalt des Spielers münzt.
Weiterhin wird der sportliche Ehrgeiz des Spielers in Frage gestellt. Beweise lieferte Süle in der Vergangenheit schließlich genügend. So kursieren seit geraumer Zeit Gerüchte über sein mangelhaftes, eines Profifußballers bei dem besten Vereins Deutschlands und einer der besten Europas unwürdigen Verhaltens. Er achte zu wenig auf die Ernährung, Süle verschreibe sich zu mit Haut und Haaren dem Ideal des Profitums und die damit einhergehende Sorgsamkeit auf seinen Körper und dessen Wohlbefinden. Die erlittenen beiden Kreuzbandrisse bzw. im Besonderen der KBR im August 2019 könnten letztlich dadurch begünstigt sein, zumindest sei ein solches Verhalten nicht förderlich. Schließlich trinke er nur allzu gerne eine Spezi oder esse einen Burger. Gegensätzliche Beispiele sollen sich im Team ja zu Genüge befinden, einerseits wird zunächst die Nachspeise gegessen sowie auf blaues Licht verzichtet (Grüße an Rambo) und andererseits 90 Minuten lang „Mentalität“ und „Mia san Mia“ gezeigt, auch wenn eben jene „Mentalität“ auf dem Weg ins Impfzentrum verloren ging und man letztlich dem Verein wochenlang aufgrund einer fehlenden Schutzimpfung nicht zur Verfügung stand.
(November 2020, 1,5 Jahre vor Vertragsende)
Diese interne Einschätzung der Bayern-Verantwortlichen erfolgte drei Monate nach dem Gewinn der Champions-League, in dessen Finale Süle nach 30 Minuten für Boateng eingewechselt wurde und überzeugte (Kicker-Note: 3,0, sein IV-Kollege Alaba: 4,0) und somit einen wichtigen Anteil an dem Gewinn des Cups hatte. Beachtenswert ist diese Tatsache nicht deshalb, weil die gezeigte Darbietung grundsätzlich nicht Süles Leistungsniveau entspricht, sondern dass er erst 14 Tage zuvor beim Viertelfinal-Rückspiel gegen den FC Chelsea sein Debüt (17 Minuten) nach seinem am 14.10.2019 erlittenen Kreuzbandriss gab. Diese Kreuzbandverletzung sortierte Uli Hoeness wie folgt ein:
In dem wichtigsten Spiel der Saison wird Süle nun nach 30 Minuten eingewechselt, lediglich mit der Belastung von 90 Minuten gegen Energie Cottbus und einer Halbzeit im Halbfinale gegen Lyon, haut eine souveräne Leistung raus und feiert mit dem FC Bayern den Gewinn des wichtigsten Titels im Vereinsfußball.
Gleichzeitig verpflichtet sein Arbeitgeber im Sommer 2020 mit Lucas Hernandez für die mit Abstand Rekordablösesumme von 80 Mio EUR einen Innenverteidiger von Atletico Madrid und mit Benjamin Pavard für 35 Mio EUR ebenfalls einen Spieler, der sich in der IV am wohlsten fühlt. Da lediglich Mats Hummels den Verein verlässt, denn ein Wechsels Boateng konnte nicht finalisiert werden, stehen die Bayern nun mit insgesamt 4 Innverteidigern da, zu denen noch der vom AV umformierten und mit Lobeshymnen übersäten Alaba sowie die Allzweckwaffe und Aushilfs-IV Martinez gesellen. Proppevoll die Nummer. Für einen Spieler, dessen Vertrag im Sommer 2022 ausläuft, sind die Verpflichtungen von Hernandez und Pavard in Anbetracht des finanziellen Volumens (Ablöse + Gehalt) ein deutliches Signal, dass hier künftige Stammspieler und keine Kaderergänzungen verpflichtet wurden. Zwar können beide auch Aufgaben auf LV bzw- RV übernehmen, jedoch ist dies nicht grundsätzliche Intention der Transfers.
Parallel intensiviert der FC Bayern seine Bemühungen, den auslaufenden Vertrag mit Eigengewächs David Alaba zu verlängern. Dieses Unterfangen gestaltet sich zunehmend schwierig, denn Alaba sieht seine Wichtigkeit für den FC Bayern durch die neue Rolle gestärkt und fordert ein Gehalt, dass auf dem Niveau der Topverdiener (mind. 17 Mio EUR p.a.) liegen soll. Dies wird ihm verwehrt und Alaba unterschreibt bei Real Madrid. Nun kommt es zu einer, nun ja, Münchner Besonderheit. Intern dürfte die Erkenntnis, dass man sich mit Alaba nicht auf einen neuen Vertrag einigen können, längst gereift sein. Als Reaktion darauf, dass Alaba sich finanziell auf einem Level mit den zuvor verlängerten Verträgen der Leistungsträger Neuer, Lewandoswki und Müller sieht, geht der FC Bayern in die Offensive und erklärt Alabas Forderungen für „verrückt“.
a target="_blank" rel="noreferrer noopener"https://www.sportbuzzer.de/artikel/bayern-salihamidzic-alaba-poker-vertrag-hoeness-zahavi-berater-zukunft-gehalt/
Alaba hat einen wunden Punkt der Münchner getroffen und deren bekannte Reaktion auf Zurückweisung in Form der nicht erfolgten Vertragsverlängerung, wird offensichtlich. Man versucht, den Spieler zu diskreditieren. Entweder, man unterstellt ihm Raffgier oder man spricht ihm entweder die Qualität für den FC Bayern oder die fehlende Einstellung (s. Reus) ab. Gleiches zeigte sich auch bei Boateng, der unbestritten zwischen den Jahren 2014-2018 zum Besten gehörte, was der Weltfußball an Innenverteidigern zu bieten hatte. Aber man störte sich lieber an Sonnenbrillen, Zeitschriften und Lifestyle, anstatt man die weiter sportlich herausragenden Leistungen beachtete und honorierte:
a target="_blank" rel="noreferrer noopener"https://www.sport.de/news/ne3364389/jerome-boateng-findet-kritik-laecherlich/
Fassen wir zusammen:
Süle wechselt im Sommer 2017 als 21-Jähriger zum FC Bayern, steht dort in der Bundesliga in der ersten Saison in 20 Spielen und in der CL in 6 von 12 Spielen in der Startelf. Keine schlechten Zahlen. In der Folgesaison nun der endgültige Durchbruch: 29/34 Startelfeinsätze in der BL, 5/8 in der CL. Nach der WM 2018 soll Süle zentrale Figur des Neuaufbaus in der Nationalmannschaft sein. Gleichzeitig erfolgen aber die oben erwähnten Verpflichtungen von Hernandez und Pavard. Dennoch ist Süle in den ersten 7 Spielen bis zu seinem Kreuzbandriss jede (!) BL-Minute auf dem Platz.
Nach seinem Kreuzbandriss und der zwischenzeitlich erfolgten Umschulung Alabas trägt Süle direkt nach seiner Genesung im August 2020 erheblich zum Erfolg der CL bei. Nach der kommenden Saison verlässt Boateng zum Sommer 2021 den Verein. Als Ersatz verpflichtete der FCB mit Nianzou eines der größten IV-Talente. Die Vertragsverhandlungen mit Alaba stocken. Nachdem im Herbst 2021 klar ist, dass Alaba den Verein (ablösefrei) verlassen wird, kontaktiert man (spätestens) Upamecano, der ebenfalls von Süles Berater vertreten wird und dessen Ausstiegsklausel auf 42,5 Mio EUR taxiert wird. Die künftige Rolle Upamecanos und dessen Salär dürfte nun Süle auch bekannt sein. Die IV besteht nun aus Hernandez, Upamecano, Süle, Pavard und Nianzou. Die Ablösen für diese Spieler betrugen satte 150 Mio EUR. Vertragsgespräche mit Süle finden laut übereinstimmenden Berichten im Sommer 2020 nicht statt, aufgrund der Kreuzbandverletzung unter Umständen aus Bayern-Sicht verständlich. Jedoch hätte Süle eine Aufnahme der Gespräche mit der Bereitschaft zur Verlängerung eben als jene Wertschätzung dem Spieler und auch dem Menschen Süle gegenüber verstanden, die nun bemängelt wird. Vielmehr zeigen die zwischenzeitlichen Verpflichtungen von Hernandez, Upamecano und Pavard, dass hier Spieler mit klarem Stamm- und Führungsspielerauftrag verpflichtet wurden. Parallel werden medial Zweifel an der Einstellung und Tauglichkeit Süles gestreut oder zumindest nicht dementiert. Das wird von Süle nicht unbemerkt bleiben, zumal es sicherlich auch hierüber intern Gespräche gegeben haben muss.
Die Spielminuten zeigen aber klar das Bild eines Stammspielers beim FC Bayern München und in der Nationalmannschaft. Süle entwickelt sich zu dem besten deutschen Innenverteidiger nach der Ära Hummels und Boateng. Dennoch scheinen die Bosse in München nicht überzeugt zu sein, denn die Vertragsgespräche über eine Verlängerung werden erst ein Jahr vor Ablauf des Vertrags aufgenommen. In der Regel zeigt sich der Verein bei Verträgen, die unbedingt verlängert werden sollen, früher gesprächsbereit. Mangelnde Wertschätzung der eigenen Person auf der sportlichen Führungsebene dürften spätestens jetzt für Süle offensichtlich sein.
Die Gehaltsforderungen dürften aufgrund der günstigen Beraterlage nicht utopisch gewesen sein, sondern in dem Bereich, in dem sich Upamecano und Hernandez befinden. Süle nun dieses Gehalt nicht zu zahlen, ist der zweite Nagel im Sarg des FC Bayern (auf die Personalie Süle bezogen). Süle teilt dem FC Bayern mit, dass er seinen Vertrag nicht verlängern wird. Süle ist nunmehr lediglich ein brauchbarer Spieler, der sich in seiner Zeit nie so richtig durchsetzen konnte. Die Minuten und Einsätze zeigen jedoch eine andere Wahrheit.
Warum der BVB? Nun, wahrscheinlich haben Süle auch die Angebote aus England gefehlt, die ihm neben dem Gehalt auch die entsprechende persönliche und sportliche Perspektive boten. Ein Mittelklasse-Club á la West Ham oder Everton könnten eventuell finanziell mithalten, ihm auch gleichzeitig die Perspektive als Führungsspieler eröffnen. Aber auf den Umweg durch das Mittelfeld er PL zum Top-Klub ist Süle nicht mehr angewiesen. Dauerhaft CL zu spielen ist zudem verständlicher Anspruch. Den direkten Weg zu einem Top 4-Klub in England hat es offenbar nicht gegeben oder, und das halte ich für wahrscheinlich, nur mit der Einschränkung, dass er nicht als klarer Abwehrchef geholt wurde. Denn diese Entwicklung in der Persönlichkeit Süles und der Wahrnehmung, dass er der Anführer in der Defensive ist, halte ich für einen essentiellen Bestandteil bei seiner Entscheidung. Er will als Persönlichkeit reifen, Verantwortung übernehmen und den nächsten Schritt gehen. Diesen nächsten Schritt hat aber nicht ausschließlich gehaltstechnisch zu erfolgen, sondern in dem Standing, welches der Spieler und Mensch Süle im neuen Verein haben wird. Die benötigte Kombination aus gutem Gehalt, sportlicher Attraktivität (CL sicher) und dem Anspruch als Führungsspieler konnte Dortmund sehr wohl bieten.
Spricht der Wechsel von Süle mit dem klaren Auftrag, hier Abwehrchef und Führungsspieler zu werden, wichtiger Bestandteil bei dem Vorhaben zu sein, den Abstand auf die Bayern zu verkürzen und Titel (Meisterschaft, DFB-Pokal) nach Dortmund zu holen, nicht umso mehr für den sportlichen Ehrgeiz von Süle? Anstelle sich als in der öffentlichen Darstellung und finanziellen Ausgestaltung des Vereins als klare Nummer 3, aber in der Realität der Einsätze und Spielminuten tatsächlichen Nummer 1 sich anhören zu müssen, man habe unter Umständen doch nicht das Format für einen „Bayern-Spieler“?
Ich hoffe für Süle und den BVB, dass man künftig dem FC Bayern ein Schnippchen schlagen kann (auch wenn ich persönlich die Wahrscheinlichkeit, speziell bei der Meisterschaft, als sehr gering einstufe). Und dann wird sicherlich auch die ein oder andere Spezi bei Süle im Kühlschrank stehen dürfen..
Die Entscheidung von Niklas Süle, den FC Bayern ablösefrei in Richtung Dortmund zu verlassen, stößt im Fanlager der Bayern verständlicherweise größtenteils auf wenig Gegenliebe und Verständnis. Ein Wechsel eines Stammspielers oder zumindest im erweiterten Kreis der Stammspieler (darauf wird noch eingegangen) verliert man ungern, und schon gar nicht an den nationalen Konkurrenten und erst recht nicht ablösefrei. Insbesondere wenn eben jener Spieler offensichtlich seit geraumer Zeit relativ offen gegenüber seinem Berater einräumt, gerne in der PL spielen zu wollen. Auch reibt man sich an dem vom Berater verwendeten Vokabular der "Wertschätzung" auf, da man dieses naheliegender Weise in einer Gesellschaft, in der Anerkennung nur über Besitz und Bezahlung definiert wird, eben auf das kommende Gehalt des Spielers münzt.
Weiterhin wird der sportliche Ehrgeiz des Spielers in Frage gestellt. Beweise lieferte Süle in der Vergangenheit schließlich genügend. So kursieren seit geraumer Zeit Gerüchte über sein mangelhaftes, eines Profifußballers bei dem besten Vereins Deutschlands und einer der besten Europas unwürdigen Verhaltens. Er achte zu wenig auf die Ernährung, Süle verschreibe sich zu mit Haut und Haaren dem Ideal des Profitums und die damit einhergehende Sorgsamkeit auf seinen Körper und dessen Wohlbefinden. Die erlittenen beiden Kreuzbandrisse bzw. im Besonderen der KBR im August 2019 könnten letztlich dadurch begünstigt sein, zumindest sei ein solches Verhalten nicht förderlich. Schließlich trinke er nur allzu gerne eine Spezi oder esse einen Burger. Gegensätzliche Beispiele sollen sich im Team ja zu Genüge befinden, einerseits wird zunächst die Nachspeise gegessen sowie auf blaues Licht verzichtet (Grüße an Rambo) und andererseits 90 Minuten lang „Mentalität“ und „Mia san Mia“ gezeigt, auch wenn eben jene „Mentalität“ auf dem Weg ins Impfzentrum verloren ging und man letztlich dem Verein wochenlang aufgrund einer fehlenden Schutzimpfung nicht zur Verfügung stand.
„Vor der Aufnahme von Vertragsgesprächen spielt der Nationalspieler erst einmal auf Bewährung“, heißt es im Magazin.
Süle muss ackern, wenn er bei den Bayern bleiben will! Er soll zeigen, dass er „ein Bayern-Spieler“ ist, wie es intern geheißen haben soll.
https://www.tz.de/sport/fc-bayern/fc-bayern-muenchen-niklas-suele-gewicht-fitness-ernaehrung-vertrag-transfer-90108801.html Süle muss ackern, wenn er bei den Bayern bleiben will! Er soll zeigen, dass er „ein Bayern-Spieler“ ist, wie es intern geheißen haben soll.
(November 2020, 1,5 Jahre vor Vertragsende)
Diese interne Einschätzung der Bayern-Verantwortlichen erfolgte drei Monate nach dem Gewinn der Champions-League, in dessen Finale Süle nach 30 Minuten für Boateng eingewechselt wurde und überzeugte (Kicker-Note: 3,0, sein IV-Kollege Alaba: 4,0) und somit einen wichtigen Anteil an dem Gewinn des Cups hatte. Beachtenswert ist diese Tatsache nicht deshalb, weil die gezeigte Darbietung grundsätzlich nicht Süles Leistungsniveau entspricht, sondern dass er erst 14 Tage zuvor beim Viertelfinal-Rückspiel gegen den FC Chelsea sein Debüt (17 Minuten) nach seinem am 14.10.2019 erlittenen Kreuzbandriss gab. Diese Kreuzbandverletzung sortierte Uli Hoeness wie folgt ein:
Quelle: sueddeutsche.de
Für die EM gilt das laut Hoeneß nicht mehr. "Er muss zur neuen Saison wieder fit sein", betonte der Bayern-Patriarch, "so eine Verletzung ist die totale Katastrophe, ein Drama, die schwierigste Verletzung, die man haben kann."
In dem wichtigsten Spiel der Saison wird Süle nun nach 30 Minuten eingewechselt, lediglich mit der Belastung von 90 Minuten gegen Energie Cottbus und einer Halbzeit im Halbfinale gegen Lyon, haut eine souveräne Leistung raus und feiert mit dem FC Bayern den Gewinn des wichtigsten Titels im Vereinsfußball.
Gleichzeitig verpflichtet sein Arbeitgeber im Sommer 2020 mit Lucas Hernandez für die mit Abstand Rekordablösesumme von 80 Mio EUR einen Innenverteidiger von Atletico Madrid und mit Benjamin Pavard für 35 Mio EUR ebenfalls einen Spieler, der sich in der IV am wohlsten fühlt. Da lediglich Mats Hummels den Verein verlässt, denn ein Wechsels Boateng konnte nicht finalisiert werden, stehen die Bayern nun mit insgesamt 4 Innverteidigern da, zu denen noch der vom AV umformierten und mit Lobeshymnen übersäten Alaba sowie die Allzweckwaffe und Aushilfs-IV Martinez gesellen. Proppevoll die Nummer. Für einen Spieler, dessen Vertrag im Sommer 2022 ausläuft, sind die Verpflichtungen von Hernandez und Pavard in Anbetracht des finanziellen Volumens (Ablöse + Gehalt) ein deutliches Signal, dass hier künftige Stammspieler und keine Kaderergänzungen verpflichtet wurden. Zwar können beide auch Aufgaben auf LV bzw- RV übernehmen, jedoch ist dies nicht grundsätzliche Intention der Transfers.
Parallel intensiviert der FC Bayern seine Bemühungen, den auslaufenden Vertrag mit Eigengewächs David Alaba zu verlängern. Dieses Unterfangen gestaltet sich zunehmend schwierig, denn Alaba sieht seine Wichtigkeit für den FC Bayern durch die neue Rolle gestärkt und fordert ein Gehalt, dass auf dem Niveau der Topverdiener (mind. 17 Mio EUR p.a.) liegen soll. Dies wird ihm verwehrt und Alaba unterschreibt bei Real Madrid. Nun kommt es zu einer, nun ja, Münchner Besonderheit. Intern dürfte die Erkenntnis, dass man sich mit Alaba nicht auf einen neuen Vertrag einigen können, längst gereift sein. Als Reaktion darauf, dass Alaba sich finanziell auf einem Level mit den zuvor verlängerten Verträgen der Leistungsträger Neuer, Lewandoswki und Müller sieht, geht der FC Bayern in die Offensive und erklärt Alabas Forderungen für „verrückt“.
a target="_blank" rel="noreferrer noopener"https://www.sportbuzzer.de/artikel/bayern-salihamidzic-alaba-poker-vertrag-hoeness-zahavi-berater-zukunft-gehalt/
Alaba hat einen wunden Punkt der Münchner getroffen und deren bekannte Reaktion auf Zurückweisung in Form der nicht erfolgten Vertragsverlängerung, wird offensichtlich. Man versucht, den Spieler zu diskreditieren. Entweder, man unterstellt ihm Raffgier oder man spricht ihm entweder die Qualität für den FC Bayern oder die fehlende Einstellung (s. Reus) ab. Gleiches zeigte sich auch bei Boateng, der unbestritten zwischen den Jahren 2014-2018 zum Besten gehörte, was der Weltfußball an Innenverteidigern zu bieten hatte. Aber man störte sich lieber an Sonnenbrillen, Zeitschriften und Lifestyle, anstatt man die weiter sportlich herausragenden Leistungen beachtete und honorierte:
a target="_blank" rel="noreferrer noopener"https://www.sport.de/news/ne3364389/jerome-boateng-findet-kritik-laecherlich/
Fassen wir zusammen:
Süle wechselt im Sommer 2017 als 21-Jähriger zum FC Bayern, steht dort in der Bundesliga in der ersten Saison in 20 Spielen und in der CL in 6 von 12 Spielen in der Startelf. Keine schlechten Zahlen. In der Folgesaison nun der endgültige Durchbruch: 29/34 Startelfeinsätze in der BL, 5/8 in der CL. Nach der WM 2018 soll Süle zentrale Figur des Neuaufbaus in der Nationalmannschaft sein. Gleichzeitig erfolgen aber die oben erwähnten Verpflichtungen von Hernandez und Pavard. Dennoch ist Süle in den ersten 7 Spielen bis zu seinem Kreuzbandriss jede (!) BL-Minute auf dem Platz.
Nach seinem Kreuzbandriss und der zwischenzeitlich erfolgten Umschulung Alabas trägt Süle direkt nach seiner Genesung im August 2020 erheblich zum Erfolg der CL bei. Nach der kommenden Saison verlässt Boateng zum Sommer 2021 den Verein. Als Ersatz verpflichtete der FCB mit Nianzou eines der größten IV-Talente. Die Vertragsverhandlungen mit Alaba stocken. Nachdem im Herbst 2021 klar ist, dass Alaba den Verein (ablösefrei) verlassen wird, kontaktiert man (spätestens) Upamecano, der ebenfalls von Süles Berater vertreten wird und dessen Ausstiegsklausel auf 42,5 Mio EUR taxiert wird. Die künftige Rolle Upamecanos und dessen Salär dürfte nun Süle auch bekannt sein. Die IV besteht nun aus Hernandez, Upamecano, Süle, Pavard und Nianzou. Die Ablösen für diese Spieler betrugen satte 150 Mio EUR. Vertragsgespräche mit Süle finden laut übereinstimmenden Berichten im Sommer 2020 nicht statt, aufgrund der Kreuzbandverletzung unter Umständen aus Bayern-Sicht verständlich. Jedoch hätte Süle eine Aufnahme der Gespräche mit der Bereitschaft zur Verlängerung eben als jene Wertschätzung dem Spieler und auch dem Menschen Süle gegenüber verstanden, die nun bemängelt wird. Vielmehr zeigen die zwischenzeitlichen Verpflichtungen von Hernandez, Upamecano und Pavard, dass hier Spieler mit klarem Stamm- und Führungsspielerauftrag verpflichtet wurden. Parallel werden medial Zweifel an der Einstellung und Tauglichkeit Süles gestreut oder zumindest nicht dementiert. Das wird von Süle nicht unbemerkt bleiben, zumal es sicherlich auch hierüber intern Gespräche gegeben haben muss.
Die Spielminuten zeigen aber klar das Bild eines Stammspielers beim FC Bayern München und in der Nationalmannschaft. Süle entwickelt sich zu dem besten deutschen Innenverteidiger nach der Ära Hummels und Boateng. Dennoch scheinen die Bosse in München nicht überzeugt zu sein, denn die Vertragsgespräche über eine Verlängerung werden erst ein Jahr vor Ablauf des Vertrags aufgenommen. In der Regel zeigt sich der Verein bei Verträgen, die unbedingt verlängert werden sollen, früher gesprächsbereit. Mangelnde Wertschätzung der eigenen Person auf der sportlichen Führungsebene dürften spätestens jetzt für Süle offensichtlich sein.
Die Gehaltsforderungen dürften aufgrund der günstigen Beraterlage nicht utopisch gewesen sein, sondern in dem Bereich, in dem sich Upamecano und Hernandez befinden. Süle nun dieses Gehalt nicht zu zahlen, ist der zweite Nagel im Sarg des FC Bayern (auf die Personalie Süle bezogen). Süle teilt dem FC Bayern mit, dass er seinen Vertrag nicht verlängern wird. Süle ist nunmehr lediglich ein brauchbarer Spieler, der sich in seiner Zeit nie so richtig durchsetzen konnte. Die Minuten und Einsätze zeigen jedoch eine andere Wahrheit.
Warum der BVB? Nun, wahrscheinlich haben Süle auch die Angebote aus England gefehlt, die ihm neben dem Gehalt auch die entsprechende persönliche und sportliche Perspektive boten. Ein Mittelklasse-Club á la West Ham oder Everton könnten eventuell finanziell mithalten, ihm auch gleichzeitig die Perspektive als Führungsspieler eröffnen. Aber auf den Umweg durch das Mittelfeld er PL zum Top-Klub ist Süle nicht mehr angewiesen. Dauerhaft CL zu spielen ist zudem verständlicher Anspruch. Den direkten Weg zu einem Top 4-Klub in England hat es offenbar nicht gegeben oder, und das halte ich für wahrscheinlich, nur mit der Einschränkung, dass er nicht als klarer Abwehrchef geholt wurde. Denn diese Entwicklung in der Persönlichkeit Süles und der Wahrnehmung, dass er der Anführer in der Defensive ist, halte ich für einen essentiellen Bestandteil bei seiner Entscheidung. Er will als Persönlichkeit reifen, Verantwortung übernehmen und den nächsten Schritt gehen. Diesen nächsten Schritt hat aber nicht ausschließlich gehaltstechnisch zu erfolgen, sondern in dem Standing, welches der Spieler und Mensch Süle im neuen Verein haben wird. Die benötigte Kombination aus gutem Gehalt, sportlicher Attraktivität (CL sicher) und dem Anspruch als Führungsspieler konnte Dortmund sehr wohl bieten.
Spricht der Wechsel von Süle mit dem klaren Auftrag, hier Abwehrchef und Führungsspieler zu werden, wichtiger Bestandteil bei dem Vorhaben zu sein, den Abstand auf die Bayern zu verkürzen und Titel (Meisterschaft, DFB-Pokal) nach Dortmund zu holen, nicht umso mehr für den sportlichen Ehrgeiz von Süle? Anstelle sich als in der öffentlichen Darstellung und finanziellen Ausgestaltung des Vereins als klare Nummer 3, aber in der Realität der Einsätze und Spielminuten tatsächlichen Nummer 1 sich anhören zu müssen, man habe unter Umständen doch nicht das Format für einen „Bayern-Spieler“?
Ich hoffe für Süle und den BVB, dass man künftig dem FC Bayern ein Schnippchen schlagen kann (auch wenn ich persönlich die Wahrscheinlichkeit, speziell bei der Meisterschaft, als sehr gering einstufe). Und dann wird sicherlich auch die ein oder andere Spezi bei Süle im Kühlschrank stehen dürfen..
Schön zusammengefasst, aber einige Punkte kann man sicherlich auch anders interpretieren.
Keiner war hier sicherlich persönlich anwesend, aber das es seinerzeit bei Nagelsmann, dann unter Flick und bei Löw ja stellenweise auch immer wieder Kritik an der Einstellung zur Fitness/Physis gab ist einfach die Wahrheit. Das hat er selbst ja mit Aussagen auch untermauert, wie du mit der Spezi Anspielung untermauerst.
Auch die Wertschätzung, die angesprochen wird: Bei Badstuber hatte man den Vertrag verlängert, was dem Verein letztlich nur einen Kostenfaktor eingebracht hat. Badstuber hat sich im Nachgang dann auch nochmal kritisch geäussert, Undank ist der Welten Lohn. Das es Süle und Struth recht gewesen wäre, hier ein lukratives Angebot zu bekommen ist verständlich. Aber wie du sagst aus Bayernsicht genauso verständlich, dies nicht zu tun, da man schlicht nicht weiss, ob nach zwei KBR die Leistungsfähigkeit überhaupt noch vorhanden ist.
Unter Nagelsmann ist Süle gesetzt, ohne Zweifel. Warum die Einstellung aber nunmehr seit einem Dreivierteljahr stimmt, darüber kann man sich sicher streiten. Ich vermute, dass hier schon länger zumindest der Gedanke da ist, zu wechseln, eben weil man sich nicht wertgeschätzt fühlt, nach einer schweren Verletzung nicht sofort einen hochdortierten Vertrag zu bekommen. Wie die Reha gelaufen ist, weiss natürlich auch niemand, vllt. hätte man hier auch schon mehr Einsatz erwartet. Dementsprechend hat er jetzt Gas gegeben, um sich ins Schaufenster zu stellen. Auch sein gutes Recht und natürlich auch gut gemacht.
Nun aber zu meiner Interpretation: Natürlich kann man es so sehen wie du, er möchte reifen, sich weiterentwickeln etc. In einem Punkt sind wir auf einer Linie: Die großen Angebote gab es nicht, dass denke ich auch. Seine Historie lässt das einfach nicht zu und (leider) fehlt ihm da auch international das Standing. Er könnte sicher ein Weltklasse Verteidiger sein, aber so komplett alles aufgeben möchte er halt nicht, dass sagt er ja selbst. Aber mal ehrlich, er hätte seinen Anspruch, Führungsqualitäten zu zeigen, auch in München einbringen können. Gerade da hätte er beissen müssen und die Einstellung zeigen müssen, dass er das wirklich will. Und so dringend ist es dann offenbar doch nicht, dieses Bedürfnis zu befriedigen. Dieser Wille es den Kritikern zu zeigen, ähnlich wie Boateng z.B. war halt nicht vorhanden. Das deutet dann eher auf die von dir angesprochene und vom "Bayern Lager" vorgeworfene Bequemlichkeit hin. Auch der Ausbruch von Struth ist kein Stück besser als der Müll vom KHR, vom Niveau her schenkt man sich da nichts. Die Aussage mit den Verhandlungen während der Verletzung ist einfach nur Unsinn gewesen.
Letztlich kann man dem BVB nur gratulieren, Süle war immer zuverlässig. Wie du schreibst, CL Finale etc. Er ist menschlich im Team auch gern gesehen gewesen, was die Aussagen auch zeigen. Und er ist ei weitem besser, als er von KHR gemacht wird. Aber er hat halt auch seine Eigenheiten, die er selbst bestätigt hat und die ihm halt selbst im Weg stehen. Den Hang zur Bequemlichkeit hat er, aber er bringt trotzdem Leistung. Licht und Schatten eben. Ich hoffe jedenfalls, dass er fit bleibt und mit seiner neuen Rolle glücklich wird.
08.02.2022 - 13:17 Uhr
Zitat von beinschuss12
Die Entscheidung von Niklas Süle, den FC Bayern ablösefrei in Richtung Dortmund zu verlassen, stößt im Fanlager der Bayern verständlicherweise größtenteils auf wenig Gegenliebe und Verständnis. Ein Wechsel eines Stammspielers oder zumindest im erweiterten Kreis der Stammspieler (darauf wird noch eingegangen) verliert man ungern, und schon gar nicht an den nationalen Konkurrenten und erst recht nicht ablösefrei. Insbesondere wenn eben jener Spieler offensichtlich seit geraumer Zeit relativ offen gegenüber seinem Berater einräumt, gerne in der PL spielen zu wollen. Auch reibt man sich an dem vom Berater verwendeten Vokabular der "Wertschätzung" auf, da man dieses naheliegender Weise in einer Gesellschaft, in der Anerkennung nur über Besitz und Bezahlung definiert wird, eben auf das kommende Gehalt des Spielers münzt.
Weiterhin wird der sportliche Ehrgeiz des Spielers in Frage gestellt. Beweise lieferte Süle in der Vergangenheit schließlich genügend. So kursieren seit geraumer Zeit Gerüchte über sein mangelhaftes, eines Profifußballers bei dem besten Vereins Deutschlands und einer der besten Europas unwürdigen Verhaltens. Er achte zu wenig auf die Ernährung, Süle verschreibe sich zu mit Haut und Haaren dem Ideal des Profitums und die damit einhergehende Sorgsamkeit auf seinen Körper und dessen Wohlbefinden. Die erlittenen beiden Kreuzbandrisse bzw. im Besonderen der KBR im August 2019 könnten letztlich dadurch begünstigt sein, zumindest sei ein solches Verhalten nicht förderlich. Schließlich trinke er nur allzu gerne eine Spezi oder esse einen Burger. Gegensätzliche Beispiele sollen sich im Team ja zu Genüge befinden, einerseits wird zunächst die Nachspeise gegessen sowie auf blaues Licht verzichtet (Grüße an Rambo) und andererseits 90 Minuten lang „Mentalität“ und „Mia san Mia“ gezeigt, auch wenn eben jene „Mentalität“ auf dem Weg ins Impfzentrum verloren ging und man letztlich dem Verein wochenlang aufgrund einer fehlenden Schutzimpfung nicht zur Verfügung stand.
(November 2020, 1,5 Jahre vor Vertragsende)
Diese interne Einschätzung der Bayern-Verantwortlichen erfolgte drei Monate nach dem Gewinn der Champions-League, in dessen Finale Süle nach 30 Minuten für Boateng eingewechselt wurde und überzeugte (Kicker-Note: 3,0, sein IV-Kollege Alaba: 4,0) und somit einen wichtigen Anteil an dem Gewinn des Cups hatte. Beachtenswert ist diese Tatsache nicht deshalb, weil die gezeigte Darbietung grundsätzlich nicht Süles Leistungsniveau entspricht, sondern dass er erst 14 Tage zuvor beim Viertelfinal-Rückspiel gegen den FC Chelsea sein Debüt (17 Minuten) nach seinem am 14.10.2019 erlittenen Kreuzbandriss gab. Diese Kreuzbandverletzung sortierte Uli Hoeness wie folgt ein:
In dem wichtigsten Spiel der Saison wird Süle nun nach 30 Minuten eingewechselt, lediglich mit der Belastung von 90 Minuten gegen Energie Cottbus und einer Halbzeit im Halbfinale gegen Lyon, haut eine souveräne Leistung raus und feiert mit dem FC Bayern den Gewinn des wichtigsten Titels im Vereinsfußball.
Gleichzeitig verpflichtet sein Arbeitgeber im Sommer 2020 mit Lucas Hernandez für die mit Abstand Rekordablösesumme von 80 Mio EUR einen Innenverteidiger von Atletico Madrid und mit Benjamin Pavard für 35 Mio EUR ebenfalls einen Spieler, der sich in der IV am wohlsten fühlt. Da lediglich Mats Hummels den Verein verlässt, denn ein Wechsels Boateng konnte nicht finalisiert werden, stehen die Bayern nun mit insgesamt 4 Innverteidigern da, zu denen noch der vom AV umformierten und mit Lobeshymnen übersäten Alaba sowie die Allzweckwaffe und Aushilfs-IV Martinez gesellen. Proppevoll die Nummer. Für einen Spieler, dessen Vertrag im Sommer 2022 ausläuft, sind die Verpflichtungen von Hernandez und Pavard in Anbetracht des finanziellen Volumens (Ablöse + Gehalt) ein deutliches Signal, dass hier künftige Stammspieler und keine Kaderergänzungen verpflichtet wurden. Zwar können beide auch Aufgaben auf LV bzw- RV übernehmen, jedoch ist dies nicht grundsätzliche Intention der Transfers.
Parallel intensiviert der FC Bayern seine Bemühungen, den auslaufenden Vertrag mit Eigengewächs David Alaba zu verlängern. Dieses Unterfangen gestaltet sich zunehmend schwierig, denn Alaba sieht seine Wichtigkeit für den FC Bayern durch die neue Rolle gestärkt und fordert ein Gehalt, dass auf dem Niveau der Topverdiener (mind. 17 Mio EUR p.a.) liegen soll. Dies wird ihm verwehrt und Alaba unterschreibt bei Real Madrid. Nun kommt es zu einer, nun ja, Münchner Besonderheit. Intern dürfte die Erkenntnis, dass man sich mit Alaba nicht auf einen neuen Vertrag einigen können, längst gereift sein. Als Reaktion darauf, dass Alaba sich finanziell auf einem Level mit den zuvor verlängerten Verträgen der Leistungsträger Neuer, Lewandoswki und Müller sieht, geht der FC Bayern in die Offensive und erklärt Alabas Forderungen für „verrückt“.
a target="_blank" rel="noreferrer noopener"https://www.sportbuzzer.de/artikel/bayern-salihamidzic-alaba-poker-vertrag-hoeness-zahavi-berater-zukunft-gehalt/
Alaba hat einen wunden Punkt der Münchner getroffen und deren bekannte Reaktion auf Zurückweisung in Form der nicht erfolgten Vertragsverlängerung, wird offensichtlich. Man versucht, den Spieler zu diskreditieren. Entweder, man unterstellt ihm Raffgier oder man spricht ihm entweder die Qualität für den FC Bayern oder die fehlende Einstellung (s. Reus) ab. Gleiches zeigte sich auch bei Boateng, der unbestritten zwischen den Jahren 2014-2018 zum Besten gehörte, was der Weltfußball an Innenverteidigern zu bieten hatte. Aber man störte sich lieber an Sonnenbrillen, Zeitschriften und Lifestyle, anstatt man die weiter sportlich herausragenden Leistungen beachtete und honorierte:
a target="_blank" rel="noreferrer noopener"https://www.sport.de/news/ne3364389/jerome-boateng-findet-kritik-laecherlich/
Fassen wir zusammen:
Süle wechselt im Sommer 2017 als 21-Jähriger zum FC Bayern, steht dort in der Bundesliga in der ersten Saison in 20 Spielen und in der CL in 6 von 12 Spielen in der Startelf. Keine schlechten Zahlen. In der Folgesaison nun der endgültige Durchbruch: 29/34 Startelfeinsätze in der BL, 5/8 in der CL. Nach der WM 2018 soll Süle zentrale Figur des Neuaufbaus in der Nationalmannschaft sein. Gleichzeitig erfolgen aber die oben erwähnten Verpflichtungen von Hernandez und Pavard. Dennoch ist Süle in den ersten 7 Spielen bis zu seinem Kreuzbandriss jede (!) BL-Minute auf dem Platz.
Nach seinem Kreuzbandriss und der zwischenzeitlich erfolgten Umschulung Alabas trägt Süle direkt nach seiner Genesung im August 2020 erheblich zum Erfolg der CL bei. Nach der kommenden Saison verlässt Boateng zum Sommer 2021 den Verein. Als Ersatz verpflichtete der FCB mit Nianzou eines der größten IV-Talente. Die Vertragsverhandlungen mit Alaba stocken. Nachdem im Herbst 2021 klar ist, dass Alaba den Verein (ablösefrei) verlassen wird, kontaktiert man (spätestens) Upamecano, der ebenfalls von Süles Berater vertreten wird und dessen Ausstiegsklausel auf 42,5 Mio EUR taxiert wird. Die künftige Rolle Upamecanos und dessen Salär dürfte nun Süle auch bekannt sein. Die IV besteht nun aus Hernandez, Upamecano, Süle, Pavard und Nianzou. Die Ablösen für diese Spieler betrugen satte 150 Mio EUR. Vertragsgespräche mit Süle finden laut übereinstimmenden Berichten im Sommer 2020 nicht statt, aufgrund der Kreuzbandverletzung unter Umständen aus Bayern-Sicht verständlich. Jedoch hätte Süle eine Aufnahme der Gespräche mit der Bereitschaft zur Verlängerung eben als jene Wertschätzung dem Spieler und auch dem Menschen Süle gegenüber verstanden, die nun bemängelt wird. Vielmehr zeigen die zwischenzeitlichen Verpflichtungen von Hernandez, Upamecano und Pavard, dass hier Spieler mit klarem Stamm- und Führungsspielerauftrag verpflichtet wurden. Parallel werden medial Zweifel an der Einstellung und Tauglichkeit Süles gestreut oder zumindest nicht dementiert. Das wird von Süle nicht unbemerkt bleiben, zumal es sicherlich auch hierüber intern Gespräche gegeben haben muss.
Die Spielminuten zeigen aber klar das Bild eines Stammspielers beim FC Bayern München und in der Nationalmannschaft. Süle entwickelt sich zu dem besten deutschen Innenverteidiger nach der Ära Hummels und Boateng. Dennoch scheinen die Bosse in München nicht überzeugt zu sein, denn die Vertragsgespräche über eine Verlängerung werden erst ein Jahr vor Ablauf des Vertrags aufgenommen. In der Regel zeigt sich der Verein bei Verträgen, die unbedingt verlängert werden sollen, früher gesprächsbereit. Mangelnde Wertschätzung der eigenen Person auf der sportlichen Führungsebene dürften spätestens jetzt für Süle offensichtlich sein.
Die Gehaltsforderungen dürften aufgrund der günstigen Beraterlage nicht utopisch gewesen sein, sondern in dem Bereich, in dem sich Upamecano und Hernandez befinden. Süle nun dieses Gehalt nicht zu zahlen, ist der zweite Nagel im Sarg des FC Bayern (auf die Personalie Süle bezogen). Süle teilt dem FC Bayern mit, dass er seinen Vertrag nicht verlängern wird. Süle ist nunmehr lediglich ein brauchbarer Spieler, der sich in seiner Zeit nie so richtig durchsetzen konnte. Die Minuten und Einsätze zeigen jedoch eine andere Wahrheit.
Warum der BVB? Nun, wahrscheinlich haben Süle auch die Angebote aus England gefehlt, die ihm neben dem Gehalt auch die entsprechende persönliche und sportliche Perspektive boten. Ein Mittelklasse-Club á la West Ham oder Everton könnten eventuell finanziell mithalten, ihm auch gleichzeitig die Perspektive als Führungsspieler eröffnen. Aber auf den Umweg durch das Mittelfeld er PL zum Top-Klub ist Süle nicht mehr angewiesen. Dauerhaft CL zu spielen ist zudem verständlicher Anspruch. Den direkten Weg zu einem Top 4-Klub in England hat es offenbar nicht gegeben oder, und das halte ich für wahrscheinlich, nur mit der Einschränkung, dass er nicht als klarer Abwehrchef geholt wurde. Denn diese Entwicklung in der Persönlichkeit Süles und der Wahrnehmung, dass er der Anführer in der Defensive ist, halte ich für einen essentiellen Bestandteil bei seiner Entscheidung. Er will als Persönlichkeit reifen, Verantwortung übernehmen und den nächsten Schritt gehen. Diesen nächsten Schritt hat aber nicht ausschließlich gehaltstechnisch zu erfolgen, sondern in dem Standing, welches der Spieler und Mensch Süle im neuen Verein haben wird. Die benötigte Kombination aus gutem Gehalt, sportlicher Attraktivität (CL sicher) und dem Anspruch als Führungsspieler konnte Dortmund sehr wohl bieten.
Spricht der Wechsel von Süle mit dem klaren Auftrag, hier Abwehrchef und Führungsspieler zu werden, wichtiger Bestandteil bei dem Vorhaben zu sein, den Abstand auf die Bayern zu verkürzen und Titel (Meisterschaft, DFB-Pokal) nach Dortmund zu holen, nicht umso mehr für den sportlichen Ehrgeiz von Süle? Anstelle sich als in der öffentlichen Darstellung und finanziellen Ausgestaltung des Vereins als klare Nummer 3, aber in der Realität der Einsätze und Spielminuten tatsächlichen Nummer 1 sich anhören zu müssen, man habe unter Umständen doch nicht das Format für einen „Bayern-Spieler“?
Ich hoffe für Süle und den BVB, dass man künftig dem FC Bayern ein Schnippchen schlagen kann (auch wenn ich persönlich die Wahrscheinlichkeit, speziell bei der Meisterschaft, als sehr gering einstufe). Und dann wird sicherlich auch die ein oder andere Spezi bei Süle im Kühlschrank stehen dürfen..
Die Entscheidung von Niklas Süle, den FC Bayern ablösefrei in Richtung Dortmund zu verlassen, stößt im Fanlager der Bayern verständlicherweise größtenteils auf wenig Gegenliebe und Verständnis. Ein Wechsel eines Stammspielers oder zumindest im erweiterten Kreis der Stammspieler (darauf wird noch eingegangen) verliert man ungern, und schon gar nicht an den nationalen Konkurrenten und erst recht nicht ablösefrei. Insbesondere wenn eben jener Spieler offensichtlich seit geraumer Zeit relativ offen gegenüber seinem Berater einräumt, gerne in der PL spielen zu wollen. Auch reibt man sich an dem vom Berater verwendeten Vokabular der "Wertschätzung" auf, da man dieses naheliegender Weise in einer Gesellschaft, in der Anerkennung nur über Besitz und Bezahlung definiert wird, eben auf das kommende Gehalt des Spielers münzt.
Weiterhin wird der sportliche Ehrgeiz des Spielers in Frage gestellt. Beweise lieferte Süle in der Vergangenheit schließlich genügend. So kursieren seit geraumer Zeit Gerüchte über sein mangelhaftes, eines Profifußballers bei dem besten Vereins Deutschlands und einer der besten Europas unwürdigen Verhaltens. Er achte zu wenig auf die Ernährung, Süle verschreibe sich zu mit Haut und Haaren dem Ideal des Profitums und die damit einhergehende Sorgsamkeit auf seinen Körper und dessen Wohlbefinden. Die erlittenen beiden Kreuzbandrisse bzw. im Besonderen der KBR im August 2019 könnten letztlich dadurch begünstigt sein, zumindest sei ein solches Verhalten nicht förderlich. Schließlich trinke er nur allzu gerne eine Spezi oder esse einen Burger. Gegensätzliche Beispiele sollen sich im Team ja zu Genüge befinden, einerseits wird zunächst die Nachspeise gegessen sowie auf blaues Licht verzichtet (Grüße an Rambo) und andererseits 90 Minuten lang „Mentalität“ und „Mia san Mia“ gezeigt, auch wenn eben jene „Mentalität“ auf dem Weg ins Impfzentrum verloren ging und man letztlich dem Verein wochenlang aufgrund einer fehlenden Schutzimpfung nicht zur Verfügung stand.
„Vor der Aufnahme von Vertragsgesprächen spielt der Nationalspieler erst einmal auf Bewährung“, heißt es im Magazin.
Süle muss ackern, wenn er bei den Bayern bleiben will! Er soll zeigen, dass er „ein Bayern-Spieler“ ist, wie es intern geheißen haben soll.
https://www.tz.de/sport/fc-bayern/fc-bayern-muenchen-niklas-suele-gewicht-fitness-ernaehrung-vertrag-transfer-90108801.html Süle muss ackern, wenn er bei den Bayern bleiben will! Er soll zeigen, dass er „ein Bayern-Spieler“ ist, wie es intern geheißen haben soll.
(November 2020, 1,5 Jahre vor Vertragsende)
Diese interne Einschätzung der Bayern-Verantwortlichen erfolgte drei Monate nach dem Gewinn der Champions-League, in dessen Finale Süle nach 30 Minuten für Boateng eingewechselt wurde und überzeugte (Kicker-Note: 3,0, sein IV-Kollege Alaba: 4,0) und somit einen wichtigen Anteil an dem Gewinn des Cups hatte. Beachtenswert ist diese Tatsache nicht deshalb, weil die gezeigte Darbietung grundsätzlich nicht Süles Leistungsniveau entspricht, sondern dass er erst 14 Tage zuvor beim Viertelfinal-Rückspiel gegen den FC Chelsea sein Debüt (17 Minuten) nach seinem am 14.10.2019 erlittenen Kreuzbandriss gab. Diese Kreuzbandverletzung sortierte Uli Hoeness wie folgt ein:
Quelle: sueddeutsche.de
Für die EM gilt das laut Hoeneß nicht mehr. "Er muss zur neuen Saison wieder fit sein", betonte der Bayern-Patriarch, "so eine Verletzung ist die totale Katastrophe, ein Drama, die schwierigste Verletzung, die man haben kann."
In dem wichtigsten Spiel der Saison wird Süle nun nach 30 Minuten eingewechselt, lediglich mit der Belastung von 90 Minuten gegen Energie Cottbus und einer Halbzeit im Halbfinale gegen Lyon, haut eine souveräne Leistung raus und feiert mit dem FC Bayern den Gewinn des wichtigsten Titels im Vereinsfußball.
Gleichzeitig verpflichtet sein Arbeitgeber im Sommer 2020 mit Lucas Hernandez für die mit Abstand Rekordablösesumme von 80 Mio EUR einen Innenverteidiger von Atletico Madrid und mit Benjamin Pavard für 35 Mio EUR ebenfalls einen Spieler, der sich in der IV am wohlsten fühlt. Da lediglich Mats Hummels den Verein verlässt, denn ein Wechsels Boateng konnte nicht finalisiert werden, stehen die Bayern nun mit insgesamt 4 Innverteidigern da, zu denen noch der vom AV umformierten und mit Lobeshymnen übersäten Alaba sowie die Allzweckwaffe und Aushilfs-IV Martinez gesellen. Proppevoll die Nummer. Für einen Spieler, dessen Vertrag im Sommer 2022 ausläuft, sind die Verpflichtungen von Hernandez und Pavard in Anbetracht des finanziellen Volumens (Ablöse + Gehalt) ein deutliches Signal, dass hier künftige Stammspieler und keine Kaderergänzungen verpflichtet wurden. Zwar können beide auch Aufgaben auf LV bzw- RV übernehmen, jedoch ist dies nicht grundsätzliche Intention der Transfers.
Parallel intensiviert der FC Bayern seine Bemühungen, den auslaufenden Vertrag mit Eigengewächs David Alaba zu verlängern. Dieses Unterfangen gestaltet sich zunehmend schwierig, denn Alaba sieht seine Wichtigkeit für den FC Bayern durch die neue Rolle gestärkt und fordert ein Gehalt, dass auf dem Niveau der Topverdiener (mind. 17 Mio EUR p.a.) liegen soll. Dies wird ihm verwehrt und Alaba unterschreibt bei Real Madrid. Nun kommt es zu einer, nun ja, Münchner Besonderheit. Intern dürfte die Erkenntnis, dass man sich mit Alaba nicht auf einen neuen Vertrag einigen können, längst gereift sein. Als Reaktion darauf, dass Alaba sich finanziell auf einem Level mit den zuvor verlängerten Verträgen der Leistungsträger Neuer, Lewandoswki und Müller sieht, geht der FC Bayern in die Offensive und erklärt Alabas Forderungen für „verrückt“.
a target="_blank" rel="noreferrer noopener"https://www.sportbuzzer.de/artikel/bayern-salihamidzic-alaba-poker-vertrag-hoeness-zahavi-berater-zukunft-gehalt/
Alaba hat einen wunden Punkt der Münchner getroffen und deren bekannte Reaktion auf Zurückweisung in Form der nicht erfolgten Vertragsverlängerung, wird offensichtlich. Man versucht, den Spieler zu diskreditieren. Entweder, man unterstellt ihm Raffgier oder man spricht ihm entweder die Qualität für den FC Bayern oder die fehlende Einstellung (s. Reus) ab. Gleiches zeigte sich auch bei Boateng, der unbestritten zwischen den Jahren 2014-2018 zum Besten gehörte, was der Weltfußball an Innenverteidigern zu bieten hatte. Aber man störte sich lieber an Sonnenbrillen, Zeitschriften und Lifestyle, anstatt man die weiter sportlich herausragenden Leistungen beachtete und honorierte:
a target="_blank" rel="noreferrer noopener"https://www.sport.de/news/ne3364389/jerome-boateng-findet-kritik-laecherlich/
Fassen wir zusammen:
Süle wechselt im Sommer 2017 als 21-Jähriger zum FC Bayern, steht dort in der Bundesliga in der ersten Saison in 20 Spielen und in der CL in 6 von 12 Spielen in der Startelf. Keine schlechten Zahlen. In der Folgesaison nun der endgültige Durchbruch: 29/34 Startelfeinsätze in der BL, 5/8 in der CL. Nach der WM 2018 soll Süle zentrale Figur des Neuaufbaus in der Nationalmannschaft sein. Gleichzeitig erfolgen aber die oben erwähnten Verpflichtungen von Hernandez und Pavard. Dennoch ist Süle in den ersten 7 Spielen bis zu seinem Kreuzbandriss jede (!) BL-Minute auf dem Platz.
Nach seinem Kreuzbandriss und der zwischenzeitlich erfolgten Umschulung Alabas trägt Süle direkt nach seiner Genesung im August 2020 erheblich zum Erfolg der CL bei. Nach der kommenden Saison verlässt Boateng zum Sommer 2021 den Verein. Als Ersatz verpflichtete der FCB mit Nianzou eines der größten IV-Talente. Die Vertragsverhandlungen mit Alaba stocken. Nachdem im Herbst 2021 klar ist, dass Alaba den Verein (ablösefrei) verlassen wird, kontaktiert man (spätestens) Upamecano, der ebenfalls von Süles Berater vertreten wird und dessen Ausstiegsklausel auf 42,5 Mio EUR taxiert wird. Die künftige Rolle Upamecanos und dessen Salär dürfte nun Süle auch bekannt sein. Die IV besteht nun aus Hernandez, Upamecano, Süle, Pavard und Nianzou. Die Ablösen für diese Spieler betrugen satte 150 Mio EUR. Vertragsgespräche mit Süle finden laut übereinstimmenden Berichten im Sommer 2020 nicht statt, aufgrund der Kreuzbandverletzung unter Umständen aus Bayern-Sicht verständlich. Jedoch hätte Süle eine Aufnahme der Gespräche mit der Bereitschaft zur Verlängerung eben als jene Wertschätzung dem Spieler und auch dem Menschen Süle gegenüber verstanden, die nun bemängelt wird. Vielmehr zeigen die zwischenzeitlichen Verpflichtungen von Hernandez, Upamecano und Pavard, dass hier Spieler mit klarem Stamm- und Führungsspielerauftrag verpflichtet wurden. Parallel werden medial Zweifel an der Einstellung und Tauglichkeit Süles gestreut oder zumindest nicht dementiert. Das wird von Süle nicht unbemerkt bleiben, zumal es sicherlich auch hierüber intern Gespräche gegeben haben muss.
Die Spielminuten zeigen aber klar das Bild eines Stammspielers beim FC Bayern München und in der Nationalmannschaft. Süle entwickelt sich zu dem besten deutschen Innenverteidiger nach der Ära Hummels und Boateng. Dennoch scheinen die Bosse in München nicht überzeugt zu sein, denn die Vertragsgespräche über eine Verlängerung werden erst ein Jahr vor Ablauf des Vertrags aufgenommen. In der Regel zeigt sich der Verein bei Verträgen, die unbedingt verlängert werden sollen, früher gesprächsbereit. Mangelnde Wertschätzung der eigenen Person auf der sportlichen Führungsebene dürften spätestens jetzt für Süle offensichtlich sein.
Die Gehaltsforderungen dürften aufgrund der günstigen Beraterlage nicht utopisch gewesen sein, sondern in dem Bereich, in dem sich Upamecano und Hernandez befinden. Süle nun dieses Gehalt nicht zu zahlen, ist der zweite Nagel im Sarg des FC Bayern (auf die Personalie Süle bezogen). Süle teilt dem FC Bayern mit, dass er seinen Vertrag nicht verlängern wird. Süle ist nunmehr lediglich ein brauchbarer Spieler, der sich in seiner Zeit nie so richtig durchsetzen konnte. Die Minuten und Einsätze zeigen jedoch eine andere Wahrheit.
Warum der BVB? Nun, wahrscheinlich haben Süle auch die Angebote aus England gefehlt, die ihm neben dem Gehalt auch die entsprechende persönliche und sportliche Perspektive boten. Ein Mittelklasse-Club á la West Ham oder Everton könnten eventuell finanziell mithalten, ihm auch gleichzeitig die Perspektive als Führungsspieler eröffnen. Aber auf den Umweg durch das Mittelfeld er PL zum Top-Klub ist Süle nicht mehr angewiesen. Dauerhaft CL zu spielen ist zudem verständlicher Anspruch. Den direkten Weg zu einem Top 4-Klub in England hat es offenbar nicht gegeben oder, und das halte ich für wahrscheinlich, nur mit der Einschränkung, dass er nicht als klarer Abwehrchef geholt wurde. Denn diese Entwicklung in der Persönlichkeit Süles und der Wahrnehmung, dass er der Anführer in der Defensive ist, halte ich für einen essentiellen Bestandteil bei seiner Entscheidung. Er will als Persönlichkeit reifen, Verantwortung übernehmen und den nächsten Schritt gehen. Diesen nächsten Schritt hat aber nicht ausschließlich gehaltstechnisch zu erfolgen, sondern in dem Standing, welches der Spieler und Mensch Süle im neuen Verein haben wird. Die benötigte Kombination aus gutem Gehalt, sportlicher Attraktivität (CL sicher) und dem Anspruch als Führungsspieler konnte Dortmund sehr wohl bieten.
Spricht der Wechsel von Süle mit dem klaren Auftrag, hier Abwehrchef und Führungsspieler zu werden, wichtiger Bestandteil bei dem Vorhaben zu sein, den Abstand auf die Bayern zu verkürzen und Titel (Meisterschaft, DFB-Pokal) nach Dortmund zu holen, nicht umso mehr für den sportlichen Ehrgeiz von Süle? Anstelle sich als in der öffentlichen Darstellung und finanziellen Ausgestaltung des Vereins als klare Nummer 3, aber in der Realität der Einsätze und Spielminuten tatsächlichen Nummer 1 sich anhören zu müssen, man habe unter Umständen doch nicht das Format für einen „Bayern-Spieler“?
Ich hoffe für Süle und den BVB, dass man künftig dem FC Bayern ein Schnippchen schlagen kann (auch wenn ich persönlich die Wahrscheinlichkeit, speziell bei der Meisterschaft, als sehr gering einstufe). Und dann wird sicherlich auch die ein oder andere Spezi bei Süle im Kühlschrank stehen dürfen..
Weltklasse analysiert und mit der beste Beitrag den ich hier seit langer Zeit gelesen habe.
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