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Nico Schulz
Geburtsdatum 01.04.1993
Alter 33
Nat. Deutschland  Deutschland
Größe 1,80m
Vertrag bis -
Position Linker Verteidiger
Fuß links
Akt. Verein Vereinslos

Leistungsdaten:

Nico Schulz [14]

21.05.2019 - 10:37 Uhr
Nico Schulz [14] |#651
04.02.2020 - 11:46 Uhr
Zitat von BVBBC

Zitat von Nic

Die Frage bei ihm wird wahrscheinlich sein, ob man jetzt gleich 15 Mio in den Sand setzen will oder aber 50 Mio verbrennt über die ganze Laufzeit.


Exakt das ist die Frage! Wobei diese nicht nur durch das Geld, was man sicher verliert, bedingt ist, sondern auch von den sportlichen Alternativen. Dahingehend ist der Markt eben auch nicht so überragend aktuell, als dass man sich durch einen Schulz Verkauf sicher sein kann, dass man ohne Querinvest hinkommt, um eine Verstärkung zu erlangen. Obwohl ich davon überzeugt bin, dass Schulz schon das Maximum seiner hier einbringbaren Leistungsstärke gezeigt hat. Angesichts der anderen Problemstellen und der Liquiditätsprobleme, wird man dahingehend weiter liminitert. Die Wahrscheinlichkeit, dass man sich daher mit Schulz festgefahren hat, ist gar nicht mal gering, weil es vermutlich günstiger ist die 50 Mio. über die Vertragslaufzeit zu verbrennen. Das würde sich nur ändern, wenn ein Spieler für den BVB - also innerhalb des Budgets - auf dem Markt ist, der deutlich mehr Chancen als Risiken verspricht. Ich hoffe, dass so ein Spieler auf den Markt kommt, da auch ich denke, dass man vor allem defensiv eine echte Alternative auf LV benötigt, aber in Sicht ist dieser für mich aktuell nicht - auch wenn ich immer noch hoffe, dass Katterbach vielleicht nicht verlängert, wobei es wohl vorläufig das Beste für ihn sein dürfte und auch das mit Abstand wahrscheinlichste Szenario - und mit den Sancho Mio. hat man eigentlich genug andere Probleme zu lösen.



Der Schulz-Transfer war mit Vorbehalt ein Fehler und sehr unglücklich, es ist zwar nicht auszuschliessen, dass es sich doch noch zum Positiven entwickelt aber die Tendez geht ganz klar Richtung Flop. Zumindest wenn man die finanziellen Parameter betrachtet.

Das haben auch viele hier im Forum bemängelt. Man hat klar seine Stärken sowie seine schwächen sehen können, noch dazu den Nagelsmann-Effekt der die Stärken von Schulz perfekt in sein System fliessen lassen hat können.

Mir war da auch der Sinn dahinter nicht ganz klar. Für mich ist Schulz eher n Umschaltspieler der mit Form die Linie rauf und runter radiert. Favres Philosophie ging meiner Meinung nach letzte Saison eher Richtung Ballkontrolle, Zirkulationen und kontrolliertes abwartendes Spiel. Da ist m.M. Schulz komplett fehl am Platz. Noch dazu wenn auf der Gegenseite ein extrem offensiver Hakimi spielt. Wenn man schon Schulz auf den Zettel hatte, hätte man ruhig können noch abwarten und ihn hinter der Bühne zu bezirzen. Es warn nämlich viele Fragezeichen diese Saison was man in diesem Jahr durch Beobachtung besser analysieren hätte können.
+kann Schulz die Leistung halten und länger als eine Saison richtig glänzen? Wie entwickelt er sich ohne Nagelsmann? Wie entwickelt sich Wolff und Morey als AV, welches Spielsystem kann Favre implizieren? Ist er soviel besser als Guerreiro dass eine solche Summer sich lohnt? Auch mit Rückbehalt bzgl der Guerreiro Verlängerung die da noch unklar war. Der Vertrag hätte sich auch verringert und dadurch vermutlich die Ablöse. Naja im Nachhinein ist man klüger. Versteht mich nicht falsch er ist sicherlich ein solider Spieler, doch dafür war mir die bezahlte Summe zu hoch.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von bvb87m am 04.02.2020 um 12:01 Uhr bearbeitet
Nico Schulz [14] |#652
04.02.2020 - 11:55 Uhr
Bin damit anscheinend ziemlich alleine auf weiter Flur, aber ich bleibe dabei, dass mir das Niederschreiben auch in diesem Fall erneut viel zu schnell geht.

Dass User wie @BVBBC schon von Anfang an sehr klar gegen Transfer waren, spiegelt sich mMn sehr deutlich in recht einseitig-negativen Betrachtungsweisen wieder (ähnliche Tendenzen sind bei diesem User auch beispielsweise bzgl Hummels Leistungen zu sehen, auch wenn alles sachlich und komplett vernünftig vorgetragen wird).
Da wird jetzt schon darüber gesprochen, wie viel Geld man wohl Genau „verbrennt„, statt einem Spieler (der definitiv kein perfekter Außenverteidiger ist und wird, speziell für unsere Spielweise, aber da gibt es ja durchaus noch Zwischentöne), der ein halbes Jahr hier ist und in der Zeit auch immer wieder mal verletzt war, mal ein paar mehr Chancen und mehr Zeit zu geben.

Man mag mich diesbezüglich blauäugig nennen oder sonst was, aber für mich ist das u.a. einfach eine Prinzipfrage. Ich sehe bei einem Schulz in guter Form durchaus Attribute, die uns helfen können (vor allem auf der Schiene) und bin stark dafür, ihm mehr Zeit dafür zu geben, sich auf unsere Spielweise einzustellen und diese Attribute einzubringen. Just my 2 Cents.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von goetzeus86 am 04.02.2020 um 11:57 Uhr bearbeitet
Nico Schulz [14] |#653
04.02.2020 - 11:58 Uhr
Zitat von BVBBC
Zitat von Nic

Die Frage bei ihm wird wahrscheinlich sein, ob man jetzt gleich 15 Mio in den Sand setzen will oder aber 50 Mio verbrennt über die ganze Laufzeit.


Exakt das ist die Frage! Wobei diese nicht nur durch das Geld, was man sicher verliert, bedingt ist, sondern auch von den sportlichen Alternativen. Dahingehend ist der Markt eben auch nicht so überragend aktuell, als dass man sich durch einen Schulz Verkauf sicher sein kann, dass man ohne Querinvest hinkommt, um eine Verstärkung zu erlangen. Obwohl ich davon überzeugt bin, dass Schulz schon das Maximum seiner hier einbringbaren Leistungsstärke gezeigt hat. Angesichts der anderen Problemstellen und der Liquiditätsprobleme, wird man dahingehend weiter liminitert. Die Wahrscheinlichkeit, dass man sich daher mit Schulz festgefahren hat, ist gar nicht mal gering, weil es vermutlich günstiger ist die 50 Mio. über die Vertragslaufzeit zu verbrennen. Das würde sich nur ändern, wenn ein Spieler für den BVB - also innerhalb des Budgets - auf dem Markt ist, der deutlich mehr Chancen als Risiken verspricht. Ich hoffe, dass so ein Spieler auf den Markt kommt, da auch ich denke, dass man vor allem defensiv eine echte Alternative auf LV benötigt, aber in Sicht ist dieser für mich aktuell nicht - auch wenn ich immer noch hoffe, dass Katterbach vielleicht nicht verlängert, wobei es wohl vorläufig das Beste für ihn sein dürfte und auch das mit Abstand wahrscheinlichste Szenario - und mit den Sancho Mio. hat man eigentlich genug andere Probleme zu lösen.


Vorne weg: Die Verpflichtung eines LV war für mich auch wichtig, da man Schmelzer nix mehr zutraute, Guerreiro unsicher war (er spielte nicht sehr viel LV bei uns zuvor und sein Vertrag war noch nicht verlängert) und Diallo spätestens mit der Verpflichtung von Hummels als Aushilfs-LV ebenfalls Geschichte war.

Die Alternativen sind natürlich immer eine spannende Frage. Für das Volumen des Schulz-Transfers von rund 50 Mio. hätte ich aber dennoch Alternativen gesehen. Dabei denke ich insbesondere an Theo Hernandez, Martin Caricol oder etwas exotischere Leihgeschichten mit Rodriguez oder Dalbert.

Dabei bin ich mir durchaus bewusst, dass kein Spieler perfekt für uns gewesen wäre und die Jungs ganz verschiedene Ausprägungen im Stärken-Schwächen-Profil mitgebracht hätten. Ich denke aber verfügbar waren sie alle (Martin wohl noch am wenigesten, zu Rodriguez gab es ja sogar Gerüchte). Jedoch passte auch Schulz nicht mal ansatzweise gut zu unserem bestehenden Kader. Bei allen genannten sehe ich zudem ein technisch höheres Level und bei den meisten auch eine bessere Defensivleistung (was gerade ja für Favre wichtig zu sein scheint, da er eigentlich auf defensive AV steht).

Hinzu kommt bei allen das deutlich niedrigere finanzielle Risiko. Ablösetechnisch hätte ich Martin und Hernandez auf ähnlichem Niveau gesehen, jedoch sind die beiden auch 4 Jahre jünger als Schulz und hätten demnach einen Wiederverkaufswert versprochen. Im Gehalt wären beide wohl günstiger. Rodriguez und Dalbert wären beim Gehalt wohl auf ähnlichem Niveau, dafür aber in der Ablöse günstig (nur Leihgebühr) bzw. risikolos (Kaufoption wird nur gezogen, wenn der Spieler einschlägt).

Schulz ist daher als Transfer umso tragischer, als dass er -wie du schreibst- auf Jahre finanzielle Mittel binden könnte und somit die Entwicklung bremst. Umso ärgerlicher, da man gerade 2 dieser Geldfresser mit Götze und Schürrle am Saisonende endgültig von der Payroll bekommen könnte.
Nico Schulz [14] |#654
04.02.2020 - 12:01 Uhr
Zitat von goetzeus86
Bin damit anscheinend ziemlich alleine auf weiter Flur, aber ich bleibe dabei, dass mir das Niederschreiben auch in diesem Fall erneut viel zu schnell geht.

Dass User wie @BVBBC schon von Anfang an sehr klar gegen Transfer waren, spiegelt sich mMn sehr deutlich in recht einseitig-negativen Betrachtungsweisen wieder (ähnliche Tendenzen sind bei diesem User auch beispielsweise bzgl Hummels Leistungen zu sehen, auch wenn alles sachlich und komplett vernünftig vorgetragen wird).
Da wird jetzt schon darüber gesprochen, wie viel Geld man wohl Genau „verbrennt„, statt einem Spieler (der definitiv kein perfekter Außenverteidiger ist und wird, speziell für unsere Spielweise, aber da gibt es ja durchaus noch Zwischentöne), der ein halbes Jahr hier ist und in der Zeit auch immer wieder mal verletzt war, mal ein paar mehr Chancen und mehr Zeit zu geben.

Man mag mich diesbezüglich blauäugig nennen oder sonst was, aber für mich ist das u.a. einfach eine Prinzipfrage. Ich sehe bei einem Schulz in guter Form durchaus Attribute, die uns helfen können (vor allem auf der Schiene) und bin stark dafür, ihm mehr Zeit dafür zu geben, sich auf unsere Spielweise einzustellen und diese Attribute einzubringen. Just my 2 Cents.


Da bist du nicht alleine! Also ich verstehe die teilweise harsche Kritik an Schulz auch nicht. Bisher konnte er sich aus verschiedenen Gründen gar nicht in die Mannschaft spielen, obwohl er schon ordentliche Parteien absolviert hat.

Umso mehr bin ich gespannt wie er sich heute präsentiert.
Nico Schulz [14] |#655
04.02.2020 - 12:04 Uhr
Zitat von bvb87m
Zitat von BVBBC

Zitat von Nic

Die Frage bei ihm wird wahrscheinlich sein, ob man jetzt gleich 15 Mio in den Sand setzen will oder aber 50 Mio verbrennt über die ganze Laufzeit.


Exakt das ist die Frage! Wobei diese nicht nur durch das Geld, was man sicher verliert, bedingt ist, sondern auch von den sportlichen Alternativen. Dahingehend ist der Markt eben auch nicht so überragend aktuell, als dass man sich durch einen Schulz Verkauf sicher sein kann, dass man ohne Querinvest hinkommt, um eine Verstärkung zu erlangen. Obwohl ich davon überzeugt bin, dass Schulz schon das Maximum seiner hier einbringbaren Leistungsstärke gezeigt hat. Angesichts der anderen Problemstellen und der Liquiditätsprobleme, wird man dahingehend weiter liminitert. Die Wahrscheinlichkeit, dass man sich daher mit Schulz festgefahren hat, ist gar nicht mal gering, weil es vermutlich günstiger ist die 50 Mio. über die Vertragslaufzeit zu verbrennen. Das würde sich nur ändern, wenn ein Spieler für den BVB - also innerhalb des Budgets - auf dem Markt ist, der deutlich mehr Chancen als Risiken verspricht. Ich hoffe, dass so ein Spieler auf den Markt kommt, da auch ich denke, dass man vor allem defensiv eine echte Alternative auf LV benötigt, aber in Sicht ist dieser für mich aktuell nicht - auch wenn ich immer noch hoffe, dass Katterbach vielleicht nicht verlängert, wobei es wohl vorläufig das Beste für ihn sein dürfte und auch das mit Abstand wahrscheinlichste Szenario - und mit den Sancho Mio. hat man eigentlich genug andere Probleme zu lösen.



Der Schulz-Transfer war mit Anlauf ein Fehler und sehr unglücklich, es ist zwar nicht auszuschliessen, dass es sich doch noch zum Positiven entwickelt aber die Tendez geht ganz klar Richtung Flop. Vorallem wenn man die finanziellen Parameter betrachtet.

Das haben auch viel hier im Forum bemängelt. Man hat klar seine Stärken sowie seine schwächen sehen können, noch dazu den Nagelsmann-Effekt der die Stärken von Schulz perfekt in sein System fliessen hat können.

Mir war da auch der Sinn dahinter nicht ganz klar. Für mich ist Schulz eher n Umschaltspieler der mit Form die Linie rauf und runter radiert. Favres Philosophie ging meiner Meinung nach letzte Saison eher Richtung Ballkontrolle, Zirkulationen und kontrolliertes abwartendes Spiel. Da ist m.M. Schulz komplett fehl am Platz. Noch dazu wenn auf der Gegenseite ein extrem offensiver Hakimi spielt. Wenn man schon Schulz auf den Zettel hatte, hätte man ruhig können noch abwarten und ihn hinter der Bühne zu bezirzen. Es warn nämlich viele Fragezeichen diese Saison was man in diesem Jahr durch Beobachtung besser analysieren hätte können.
+kann Schulz die Leistung halten und länger als eine Saison richtig glänzen? Wie entwickelt er sich ohne Nagelsmann? Wie entwickelt sich Wolff und Morey als AV, welches Spielsystem kann Favre implizieren? Der Vertrag hätte sich auch verringert und dadurch vermutlich die Ablöse. Naja im Nachhinein ist man klüger.


Ich kann mich da eigentlich nur anschließen, wobei ich bei der Verkündung des Transfers mehr Leistung von Schulz erwartete. Wenn es so weiter geht, dann wird er sich bestimmt einen Wechsel wünschen. Ich möchte aber auch daran erinnern, das ein Henrikh Mkhitaryan bei uns erst ab der 2. Saison langsam besser wurde und in der 3. Saison dann richtig durchgestartet ist. Klar, es ist eine andere Position und er kam aus einer anderen Liga. Doch ich will damit nur sagen, das ein Spieler manchmal einfach etwas Zeit benötigt, um bei einem neuen Arbeitgeber gute Leistungen zu bringen. Hier liegt es bei den Verantwortlichen abzuwägen, ob es Sinn macht Nico Schulz eine weitere Saison zu gewähren. Ich denke es hängt da viel an den möglichen Alternativen, die sich im Sommer bieten oder eben nicht. Auf jeden Fall drückt der Schuh ab der kommenden Saison auf den beiden AV Positionen. Ob Hakimi weiterhin das schwarzgelbe Trikot tragen wird? Wie geht es mit Lukasz weiter, bekommt er seine Verlängerung um 1 Jahr? Ist Morey in der nächsten Saison bereit für die Startelf oder zumindest für regelmäßige Einsatzzeiten? Das System spielt dann natürich auch eine gewichtige Rolle. Also abschreiben würde ich Schulz noch nicht.
Nico Schulz [14] |#656
04.02.2020 - 12:11 Uhr
Zitat von goetzeus86

Man mag mich diesbezüglich blauäugig nennen oder sonst was, aber für mich ist das u.a. einfach eine Prinzipfrage. Ich sehe bei einem Schulz in guter Form durchaus Attribute, die uns helfen können (vor allem auf der Schiene) und bin stark dafür, ihm mehr Zeit dafür zu geben, sich auf unsere Spielweise einzustellen und diese Attribute einzubringen. Just my 2 Cents.


Die Meinung, den Spielern auch mal Zeit zu geben, teile ich komplett.

Allerdings hat der Kurs des BVB eben auch den Druck massiv erhöht, sofort zu funktionieren. Wer einen so hohen Einsatz spielt, muss sofort liefern, sonst wird es kritisch.

Wir haben gerade hinsichtlich der mittel- bis langfristigen (wirtschaftlichen) Entwicklung, und damit meine ich Gestaltungsspielraum für den Kader, 2 große Problemzonen. Die eine ist das aktuell hohe Gehaltslevel, wobei einige Spieler große Gehälter beziehen, aber keinen adäquaten sportlichen Mehrwert dafür liefern (Götze, Schmelzer, zudem die Leihspieler Schürrle , Toprak und Wolf). Daneben gibt es noch ein wachsendes Problem mit der Alterstruktur, bedingt durch Witsel, Reus und Hummels, die keinen Wiederverkaufswert mehr versprechen.

Schulz fällt sogar in beide Kategorien, verdient für den sportlichen Beitrag recht gut und wird bei Auslaufen seines Vertrages seine Ablöse nicht refinanzieren können (vermutlich sogar jetzt schon nicht). Er macht es uns damit wirtschaftlich schwerer, ohne dass er uns sportlich hilft. Und schon hat man wieder eine Baustelle im Kader (und der Payroll/Bilanz).
Nico Schulz [14] |#657
04.02.2020 - 12:12 Uhr
Zitat von Nic
Zitat von BVBBC

Zitat von Nic

Die Frage bei ihm wird wahrscheinlich sein, ob man jetzt gleich 15 Mio in den Sand setzen will oder aber 50 Mio verbrennt über die ganze Laufzeit.


Exakt das ist die Frage! Wobei diese nicht nur durch das Geld, was man sicher verliert, bedingt ist, sondern auch von den sportlichen Alternativen. Dahingehend ist der Markt eben auch nicht so überragend aktuell, als dass man sich durch einen Schulz Verkauf sicher sein kann, dass man ohne Querinvest hinkommt, um eine Verstärkung zu erlangen. Obwohl ich davon überzeugt bin, dass Schulz schon das Maximum seiner hier einbringbaren Leistungsstärke gezeigt hat. Angesichts der anderen Problemstellen und der Liquiditätsprobleme, wird man dahingehend weiter liminitert. Die Wahrscheinlichkeit, dass man sich daher mit Schulz festgefahren hat, ist gar nicht mal gering, weil es vermutlich günstiger ist die 50 Mio. über die Vertragslaufzeit zu verbrennen. Das würde sich nur ändern, wenn ein Spieler für den BVB - also innerhalb des Budgets - auf dem Markt ist, der deutlich mehr Chancen als Risiken verspricht. Ich hoffe, dass so ein Spieler auf den Markt kommt, da auch ich denke, dass man vor allem defensiv eine echte Alternative auf LV benötigt, aber in Sicht ist dieser für mich aktuell nicht - auch wenn ich immer noch hoffe, dass Katterbach vielleicht nicht verlängert, wobei es wohl vorläufig das Beste für ihn sein dürfte und auch das mit Abstand wahrscheinlichste Szenario - und mit den Sancho Mio. hat man eigentlich genug andere Probleme zu lösen.


Vorne weg: Die Verpflichtung eines LV war für mich auch wichtig, da man Schmelzer nix mehr zutraute, Guerreiro unsicher war (er spielte nicht sehr viel LV bei uns zuvor und sein Vertrag war noch nicht verlängert) und Diallo spätestens mit der Verpflichtung von Hummels als Aushilfs-LV ebenfalls Geschichte war.

Die Alternativen sind natürlich immer eine spannende Frage. Für das Volumen des Schulz-Transfers von rund 50 Mio. hätte ich aber dennoch Alternativen gesehen. Dabei denke ich insbesondere an Theo Hernandez, Martin Caricol oder etwas exotischere Leihgeschichten mit Rodriguez oder Dalbert.

Dabei bin ich mir durchaus bewusst, dass kein Spieler perfekt für uns gewesen wäre und die Jungs ganz verschiedene Ausprägungen im Stärken-Schwächen-Profil mitgebracht hätten. Ich denke aber verfügbar waren sie alle (Martin wohl noch am wenigesten, zu Rodriguez gab es ja sogar Gerüchte). Jedoch passte auch Schulz nicht mal ansatzweise gut zu unserem bestehenden Kader. Bei allen genannten sehe ich zudem ein technisch höheres Level und bei den meisten auch eine bessere Defensivleistung (was gerade ja für Favre wichtig zu sein scheint, da er eigentlich auf defensive AV steht).

Hinzu kommt bei allen das deutlich niedrigere finanzielle Risiko. Ablösetechnisch hätte ich Martin und Hernandez auf ähnlichem Niveau gesehen, jedoch sind die beiden auch 4 Jahre jünger als Schulz und hätten demnach einen Wiederverkaufswert versprochen. Im Gehalt wären beide wohl günstiger. Rodriguez und Dalbert wären beim Gehalt wohl auf ähnlichem Niveau, dafür aber in der Ablöse günstig (nur Leihgebühr) bzw. risikolos (Kaufoption wird nur gezogen, wenn der Spieler einschlägt).

Schulz ist daher als Transfer umso tragischer, als dass er -wie du schreibst- auf Jahre finanzielle Mittel binden könnte und somit die Entwicklung bremst. Umso ärgerlicher, da man gerade 2 dieser Geldfresser mit Götze und Schürrle am Saisonende endgültig von der Payroll bekommen könnte.


Ich finde hier wird viel zu schnell ein Fazit gezogen.

Schulz hat bisher die Erwartungen nicht erfüllt und die Auftritte waren nicht gut.


Ich plädiere aber dafür, erstmal abzuwarten wie Schulz sich in der 5´er Kette macht. Da wird er in der Rückrunde sicher noch zu einigen Einsätzen kommen, da Guerreiro immer mal wieder ausfallen wird.
Ich bin optimistisch, dass Schulz in der Rückrunde besser performen wird als in der Hinrunde, da das System mit 5 ´er Kette viel besser zu ihm passt und er seine guten Leistungen in Hoffenheim in diesem System gebracht hat.
Wenn es in diesem System auch nicht klappt, kann man immer noch abschreiben....

PS: Deshalb ist die 5´er Kette für mich auch derzeit alternativlos, da keiner unser AV Viererkette kann.
Nico Schulz [14] |#658
04.02.2020 - 12:14 Uhr
Rational gesehen, wenn man sich einen Schulz holt bekommt man einen Spieler, der im besten Alter ist, dementsprechend schon eine gewisse Erfahrung besitzt und dadurch weniger Fehler begeht. Ein Spieler der deutscher Nationalspieler ist und die Liga kennt. Für das alles zahlt man mehr. Das ist die teure Lösung aber dafür in der Regel die sichere. Dafür aber erwartet man, dass er funktioniert ohne Anpassungsprobleme und einen Mehrwert ins Team bringt. All das hat er bis jetzt nicht erfüllt, deshalb steht er für mich zurecht in der Kritik. Sonst hätte man ja wie oben von einen User einen exotische Lösung anstreben können..
Dieser Beitrag wurde zuletzt von bvb87m am 04.02.2020 um 12:16 Uhr bearbeitet
Nico Schulz [14] |#659
04.02.2020 - 12:17 Uhr
Zitat von Nic
Zitat von BVBBC

Zitat von Nic

Die Frage bei ihm wird wahrscheinlich sein, ob man jetzt gleich 15 Mio in den Sand setzen will oder aber 50 Mio verbrennt über die ganze Laufzeit.


Exakt das ist die Frage! Wobei diese nicht nur durch das Geld, was man sicher verliert, bedingt ist, sondern auch von den sportlichen Alternativen. Dahingehend ist der Markt eben auch nicht so überragend aktuell, als dass man sich durch einen Schulz Verkauf sicher sein kann, dass man ohne Querinvest hinkommt, um eine Verstärkung zu erlangen. Obwohl ich davon überzeugt bin, dass Schulz schon das Maximum seiner hier einbringbaren Leistungsstärke gezeigt hat. Angesichts der anderen Problemstellen und der Liquiditätsprobleme, wird man dahingehend weiter liminitert. Die Wahrscheinlichkeit, dass man sich daher mit Schulz festgefahren hat, ist gar nicht mal gering, weil es vermutlich günstiger ist die 50 Mio. über die Vertragslaufzeit zu verbrennen. Das würde sich nur ändern, wenn ein Spieler für den BVB - also innerhalb des Budgets - auf dem Markt ist, der deutlich mehr Chancen als Risiken verspricht. Ich hoffe, dass so ein Spieler auf den Markt kommt, da auch ich denke, dass man vor allem defensiv eine echte Alternative auf LV benötigt, aber in Sicht ist dieser für mich aktuell nicht - auch wenn ich immer noch hoffe, dass Katterbach vielleicht nicht verlängert, wobei es wohl vorläufig das Beste für ihn sein dürfte und auch das mit Abstand wahrscheinlichste Szenario - und mit den Sancho Mio. hat man eigentlich genug andere Probleme zu lösen.


Vorne weg: Die Verpflichtung eines LV war für mich auch wichtig, da man Schmelzer nix mehr zutraute, Guerreiro unsicher war (er spielte nicht sehr viel LV bei uns zuvor und sein Vertrag war noch nicht verlängert) und Diallo spätestens mit der Verpflichtung von Hummels als Aushilfs-LV ebenfalls Geschichte war.

Die Alternativen sind natürlich immer eine spannende Frage. Für das Volumen des Schulz-Transfers von rund 50 Mio. hätte ich aber dennoch Alternativen gesehen. Dabei denke ich insbesondere an Theo Hernandez, Martin Caricol oder etwas exotischere Leihgeschichten mit Rodriguez oder Dalbert.

Dabei bin ich mir durchaus bewusst, dass kein Spieler perfekt für uns gewesen wäre und die Jungs ganz verschiedene Ausprägungen im Stärken-Schwächen-Profil mitgebracht hätten. Ich denke aber verfügbar waren sie alle (Martin wohl noch am wenigesten, zu Rodriguez gab es ja sogar Gerüchte). Jedoch passte auch Schulz nicht mal ansatzweise gut zu unserem bestehenden Kader. Bei allen genannten sehe ich zudem ein technisch höheres Level und bei den meisten auch eine bessere Defensivleistung (was gerade ja für Favre wichtig zu sein scheint, da er eigentlich auf defensive AV steht).

Hinzu kommt bei allen das deutlich niedrigere finanzielle Risiko. Ablösetechnisch hätte ich Martin und Hernandez auf ähnlichem Niveau gesehen, jedoch sind die beiden auch 4 Jahre jünger als Schulz und hätten demnach einen Wiederverkaufswert versprochen. Im Gehalt wären beide wohl günstiger. Rodriguez und Dalbert wären beim Gehalt wohl auf ähnlichem Niveau, dafür aber in der Ablöse günstig (nur Leihgebühr) bzw. risikolos (Kaufoption wird nur gezogen, wenn der Spieler einschlägt).

Schulz ist daher als Transfer umso tragischer, als dass er -wie du schreibst- auf Jahre finanzielle Mittel binden könnte und somit die Entwicklung bremst. Umso ärgerlicher, da man gerade 2 dieser Geldfresser mit Götze und Schürrle am Saisonende endgültig von der Payroll bekommen könnte.


Es bringt jetzt aber auch nichts mehr so sehr in die Vergangenheit zu blicken und zu sagen, dass es da bessere Lösungen gab. Man hatte sich nunmal, warum auch immer, für Schulz entschieden und jetzt gilt es auszuloten, was die beste Option aus heutiger Sicht ist. Im Grunde ist die Vergangenheit also mittlerweile irrelevant und es kommt nur noch auf die Zukunft an. 25 Mio. Ablöse, wird Schulz sicher nicht dalassen, will man sich im Sommer direkt wieder verändern - ich bin immer noch skeptisch, dass die Hertha die 20 Mio. für Wolf hinlegt, der für mich ansonsten den Idealfall für das Einnahmepotenzial darstellt. Daher fallen die von dir aufgezählten Spieler, sofern noch verfügbar und sinnvoll (von RiRo halte ich weniger als von Schulz), so ziemlich alle raus, sofern man Schulz überhaupt an den Mann bringt, was Grundbedingung dafür wäre, dass man sich überlegt, wen man holen kann.

@goetzeus86 Mir geht es nicht darum in der Sache Recht zu haben, sondern darum, dass man die Dinge annimmt, wie sie sind. Wenn ich mich in Schulz geirrt hätte, wäre das jedenfalls besser gewesen, aber es gibt für mich nicht einen Hinweis, warum das so ist und daher auch keinen Grund, warum man Schulz mehr Zeit einräumen soll, außer dem Zwang dazu, weil man gar keine andere Wahl hat. Schulz ist 26, sagt von sich selbst, dass er kein kleines Kind mehr ist. Daher muss man im Gesamtkontext von ihm sehr viel mehr verlangen, als er aktuell liefert und eigentlich sogar mehr als er kann. Auf der Schiene hat man jetzt bspw. die Problematik mit der Abstimmung mit Hummels reduziert. Schulz muss nicht, entgegen seiner Stärken im Vorwärtsverteidigen, die Absicherung für Hummels versuchen und im Aufbau ist es einfacher geworden Schulz zu übergehen, da ein spielstarker IV mehr sich darum kümmert und mit Brandt ein massives Upgrade im Zentrum stattfand. Das heißt aber für Schulz auch, dass sein Offensivoutput deutlich gesteigert werden muss. Das Problem daran: die Schienen, ob nun Guerreiro oder Hakimi definieren gute und schlechte Spiele fast ausschließlich dadurch, wie gut sie Räume für Mitspieler schaffen und selbst nutzen. Aber ist das eine Stärke von Schulz oder hängt er nicht selbst komplett davon ab, dass die Räume für ihn geschaffen werden?

Das heißt übrigens nicht, dass ich ihm heute kein gutes Spiel zutraue. Aber das liegt nicht an Schulz, sondern an Werder und deren Spielanlage, da dort systembedingt sehr viel Platz auf der Außenbahn ist. Solche Spiele halte ich aber für Ausnahmen und daher nicht für reproduzierbar. Werder bietet die Grundlage, damit Schulz heute ein gutes Spiel machen kann. Es wäre aber ein Fehler, wenn man es, sollte es ihm dann auch gelingen, überbewertet und wieder auf Spiele schließt, wo die Bedingungen gar nicht vorliegen.
Nico Schulz [14] |#660
04.02.2020 - 22:02 Uhr
Hoffentlich verkauft man ihn im Sommer, grausam dem als LAV zu sehen. Wie konnten wir dafür 25 Mio ausgeben....
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