| Geburtsdatum | 01.04.1993 |
|---|---|
| Alter | 33 |
| Nat. |
Deutschland |
| Größe | 1,80m |
| Vertrag bis | - |
| Position | Linker Verteidiger |
| Fuß | links |
| Akt. Verein | Vereinslos |
Leistungsdaten:
Keine Daten
Nico Schulz [14]
21.05.2019 - 10:37 Uhr
09.10.2019 - 09:07 Uhr
Zitat von DerMoe
Hat er nicht, aber tatsächlich ist es schon so, dass der BVB eigentlich die letzten Jahre vermehrt AVs einkauft die so offensiv ausgerichtet sind, dass diese Formation ihre eigentliche Heimat ist.
Letztendlich überzeugt bin ich davon aber auch nicht 100%ig. Unter Tuchel sah sie zeitweise gut aus. Nagelsmann lässt sie auch gut spielen.
Defensivtaktiker wie Tedesco z.B. aber nutzen die Dreierkett um eigentlich eine Fünferkette mit zwei DMs davor spielen zu lassen. Daher sind solche System eben oft auch defensive Kontersysteme.
Wenn man sowas spielen lassen will müsste schon ein Plan erkennbar sein, wie man das tut ohne die Spielfreude ganz abzuwürgen.
Daher muss man auch sagen, dass wir zwar die Avs dafür haben, an anderen Stellen aber nicht mehr unbedingt die Spieler dafür. Unsere IV ist nach dem Toprak Abgang mit vier Leute, wovon zwei Teenies sind, wovon wiederum einer noch kein Spiel im herrenfußball absolviert hat verdammt dünn besiedelt für so ein System. Da müsste schon vermehrt Pischu und Weigl hinten mit ein bauen.
Zitat von Borusse91
Die 3er-Kette ist leider ein hier jedes Jahr konstruiertes Wunsch-Format, dass bis auf Tuchel (und der auch nicht über einen langen Zeitaum hinweg) bisher niemand, absolut niemand beim BVB praktiziert hat.
Die Gründe liegen natürlich vielschichtig, man beraubt sich halt auch einfach grundsätzlich einer zusätzlichen Option in der Offensive. Favre ist zumindestens auch nicht als Verfechter der 3er-Kette berühmt, oder hat er das in Nizza häufiger spielen lassen?
Die 3er-Kette ist leider ein hier jedes Jahr konstruiertes Wunsch-Format, dass bis auf Tuchel (und der auch nicht über einen langen Zeitaum hinweg) bisher niemand, absolut niemand beim BVB praktiziert hat.
Die Gründe liegen natürlich vielschichtig, man beraubt sich halt auch einfach grundsätzlich einer zusätzlichen Option in der Offensive. Favre ist zumindestens auch nicht als Verfechter der 3er-Kette berühmt, oder hat er das in Nizza häufiger spielen lassen?
Hat er nicht, aber tatsächlich ist es schon so, dass der BVB eigentlich die letzten Jahre vermehrt AVs einkauft die so offensiv ausgerichtet sind, dass diese Formation ihre eigentliche Heimat ist.
Letztendlich überzeugt bin ich davon aber auch nicht 100%ig. Unter Tuchel sah sie zeitweise gut aus. Nagelsmann lässt sie auch gut spielen.
Defensivtaktiker wie Tedesco z.B. aber nutzen die Dreierkett um eigentlich eine Fünferkette mit zwei DMs davor spielen zu lassen. Daher sind solche System eben oft auch defensive Kontersysteme.
Wenn man sowas spielen lassen will müsste schon ein Plan erkennbar sein, wie man das tut ohne die Spielfreude ganz abzuwürgen.
Daher muss man auch sagen, dass wir zwar die Avs dafür haben, an anderen Stellen aber nicht mehr unbedingt die Spieler dafür. Unsere IV ist nach dem Toprak Abgang mit vier Leute, wovon zwei Teenies sind, wovon wiederum einer noch kein Spiel im herrenfußball absolviert hat verdammt dünn besiedelt für so ein System. Da müsste schon vermehrt Pischu und Weigl hinten mit ein bauen.
Balerdi hat schon Spiele im Herrenfußball absolviert. Boca Juniors, argentinische Nationalmannschaft und Regionalliga West!
09.10.2019 - 09:23 Uhr
Zitat von DerMoe
Hat er nicht, aber tatsächlich ist es schon so, dass der BVB eigentlich die letzten Jahre vermehrt AVs einkauft die so offensiv ausgerichtet sind, dass diese Formation ihre eigentliche Heimat ist.
Letztendlich überzeugt bin ich davon aber auch nicht 100%ig. Unter Tuchel sah sie zeitweise gut aus. Nagelsmann lässt sie auch gut spielen.
Defensivtaktiker wie Tedesco z.B. aber nutzen die Dreierkett um eigentlich eine Fünferkette mit zwei DMs davor spielen zu lassen. Daher sind solche System eben oft auch defensive Kontersysteme.
Wenn man sowas spielen lassen will müsste schon ein Plan erkennbar sein, wie man das tut ohne die Spielfreude ganz abzuwürgen.
Daher muss man auch sagen, dass wir zwar die Avs dafür haben, an anderen Stellen aber nicht mehr unbedingt die Spieler dafür. Unsere IV ist nach dem Toprak Abgang mit vier Leute, wovon zwei Teenies sind, wovon wiederum einer noch kein Spiel im herrenfußball absolviert hat verdammt dünn besiedelt für so ein System. Da müsste schon vermehrt Pischu und Weigl hinten mit ein bauen.
Zitat von Borusse91
Die 3er-Kette ist leider ein hier jedes Jahr konstruiertes Wunsch-Format, dass bis auf Tuchel (und der auch nicht über einen langen Zeitaum hinweg) bisher niemand, absolut niemand beim BVB praktiziert hat.
Die Gründe liegen natürlich vielschichtig, man beraubt sich halt auch einfach grundsätzlich einer zusätzlichen Option in der Offensive. Favre ist zumindestens auch nicht als Verfechter der 3er-Kette berühmt, oder hat er das in Nizza häufiger spielen lassen?
Die 3er-Kette ist leider ein hier jedes Jahr konstruiertes Wunsch-Format, dass bis auf Tuchel (und der auch nicht über einen langen Zeitaum hinweg) bisher niemand, absolut niemand beim BVB praktiziert hat.
Die Gründe liegen natürlich vielschichtig, man beraubt sich halt auch einfach grundsätzlich einer zusätzlichen Option in der Offensive. Favre ist zumindestens auch nicht als Verfechter der 3er-Kette berühmt, oder hat er das in Nizza häufiger spielen lassen?
Hat er nicht, aber tatsächlich ist es schon so, dass der BVB eigentlich die letzten Jahre vermehrt AVs einkauft die so offensiv ausgerichtet sind, dass diese Formation ihre eigentliche Heimat ist.
Letztendlich überzeugt bin ich davon aber auch nicht 100%ig. Unter Tuchel sah sie zeitweise gut aus. Nagelsmann lässt sie auch gut spielen.
Defensivtaktiker wie Tedesco z.B. aber nutzen die Dreierkett um eigentlich eine Fünferkette mit zwei DMs davor spielen zu lassen. Daher sind solche System eben oft auch defensive Kontersysteme.
Wenn man sowas spielen lassen will müsste schon ein Plan erkennbar sein, wie man das tut ohne die Spielfreude ganz abzuwürgen.
Daher muss man auch sagen, dass wir zwar die Avs dafür haben, an anderen Stellen aber nicht mehr unbedingt die Spieler dafür. Unsere IV ist nach dem Toprak Abgang mit vier Leute, wovon zwei Teenies sind, wovon wiederum einer noch kein Spiel im herrenfußball absolviert hat verdammt dünn besiedelt für so ein System. Da müsste schon vermehrt Pischu und Weigl hinten mit ein bauen.
Das Problem einer 3er Kette, damit sie nicht zu defensiv wird, sind in meinen Augen die AIV. Die müssen unglaublich hoch funktionieren und auch tief in die gegnerische Hälfte reinschieben können, damit man in einem echten Ballbesitzsystem genug Druck aufbauen kann. Ein Hummels kann das nicht mehr, einen Diallo hat man verkauft, Akanji ist nicht in Topform, Zagadou kann es in meinen Augen nicht und Balerdi könnte es vermutlich von den Anlagen her, ist aber noch nicht von der Kette gelassen worden, weil man sich ganz sicher sein will, dass er genug kann. Schieben die AIV aber nicht hoch genug (egal ob die Gründe im Ballbesitz oder in den Duellen gegen den Ball liegen), passen die Abstände im Ballbesitz wieder nicht und die Mannschaft wird schnell ziemlich weit auseinandergezogen, wie aktuell auch schon, was dem Kombinationsspiel nicht gerade hilft. Dazu muss auch die Absicherung des zentralen IV oder Libero funktionieren, der im Zweifel in jeder Lebenslage dazu im Stande ist das 1gg1 an der Mittellinie zu gewinnen oder zumindest so lange die Zeit bis zum Abschluss zu verzögern, bis die Hilfe da ist. Auch das kann ein Hummels, der ansonsten für die Position prädestiniert ist, nicht mehr, da die Laufduelle so isoliert hochgradig problematisch sind. Dadurch besteht immer auch die Gefahr, dass die 3er Kette insgesamt zu tief steht (war auch unter Tuchel das Problem) und damit tatsächlich einen Offensivspieler kostet.
Selbst wenn man allerdings die IV für eine ballbesitzorientierte 3er Kette hätte, die nicht tief reingedrängt wird, weil man mit ihr effektiv keinen Offensivspieler ausgibt, benötigt man eigentlich keinen Schulz. Der ist technisch nicht so stark, dass er viel mehr als Überlagerungen von Räumen nutzen kann. Im Idealfall schafft man das aber schon im Zentrum, wo die unmittelbare Torgefahr für den Gegner droht. Daher bieten sich auf der Schiene auch eher wieder Spieler wie Hakimi, Morey, Guerreiro und Hazard an, die ins Zentrum ziehen können, um dort zu überlagern und dennoch laufstark genug sind, um wieder zurückzukommen. Auch im 1gg1 können die alle deutlich mehr. Dazu ist Piszczek auch noch da, der für Favre nach wie vor wichtig ist - defensiv auch nicht zu Unrecht. Im Kern agieren diese Spieler im Moment aber eh schon, wie in einer 3er Kette, so hoch, wie sie häufig stehen. Dafür lässt sich vor allem in den letzten Wochen Witsel häufig in die Kette fallen, sodass es realtaktisch bereits eine 3er Kette gibt - und nicht nur kurzfristig nach Einwechslung Zagadou, was dann aber nochmal deutlich defensiver war. Da wir hiermit aktuell schon zu tief stehen, obwohl Witsel immer wieder nach vorne schiebt, wenn man dann mal in höheren Ballbesitz kommt, steht auch zu befürchten, dass das mit einem weiteren IV im Moment noch schlimmer wäre. Ein echtes Ballbesitzsystem, das keinen Offensivspieler kostet (wozu sich ja noch die Reus Problematik gesellt) hat man damit jedenfalls nicht, sondern deutlich eher ein Kontersystem, das kein Gegner anbietet, indem man dem BVB ja dennoch den Ball überlässt (deswegen ist Ballbesitz aktuell auch nur ein statistischer Wert, aber keine Systembestätigung).
09.10.2019 - 19:18 Uhr
Nico Schulz ist zurück im Mannschaftstraining
Während der Länderspielpause absolvierte Niko Schulz Teile des Mannschaftstrainings von Borussia Dortmund. Schulz war zuvor lange mit einer Fußverletzung ausgefallen.
Seit der letzten Länderspielpause Anfang September hatte Dortmund auf Nico Schulz verzichten müssen. Der Außenbahnspieler hatte sich beim letzten Aufenthalt bei der deutschen Nationalmannschaft einen Teilriss eines Bandes in der linken Fußwurzel zugezogen.
Nach gut einem Monat Verletzungspause ist Schulz nun zurück im Mannschaftstraining des BVB. Der 25-Millionen-Euro-Neuzugang absolvierte zumindest Teile der Einheit im wegen der erneuten Länderspielpause ausgedünnten Dortmunder Trainingskader. Ob Schulz bis zum Bundesliga Topspiel am Samstag, 19. Oktober, gegen Mönchengladbach (18.30 Uhr) wieder fit sein wird, ist jedoch fraglich.
Während der Länderspielpause absolvierte Niko Schulz Teile des Mannschaftstrainings von Borussia Dortmund. Schulz war zuvor lange mit einer Fußverletzung ausgefallen.
Seit der letzten Länderspielpause Anfang September hatte Dortmund auf Nico Schulz verzichten müssen. Der Außenbahnspieler hatte sich beim letzten Aufenthalt bei der deutschen Nationalmannschaft einen Teilriss eines Bandes in der linken Fußwurzel zugezogen.
Nach gut einem Monat Verletzungspause ist Schulz nun zurück im Mannschaftstraining des BVB. Der 25-Millionen-Euro-Neuzugang absolvierte zumindest Teile der Einheit im wegen der erneuten Länderspielpause ausgedünnten Dortmunder Trainingskader. Ob Schulz bis zum Bundesliga Topspiel am Samstag, 19. Oktober, gegen Mönchengladbach (18.30 Uhr) wieder fit sein wird, ist jedoch fraglich.
Schulz zumindestens im (Teil-)Mannschaftstraining, auch noch ein Wackelkandidat für das Gladbach-Spiel.
10.10.2019 - 07:19 Uhr
Zitat von Borusse91
Schulz zumindestens im (Teil-)Mannschaftstraining, auch noch ein Wackelkandidat für das Gladbach-Spiel.
Nico Schulz ist zurück im Mannschaftstraining
Während der Länderspielpause absolvierte Niko Schulz Teile des Mannschaftstrainings von Borussia Dortmund. Schulz war zuvor lange mit einer Fußverletzung ausgefallen.
Seit der letzten Länderspielpause Anfang September hatte Dortmund auf Nico Schulz verzichten müssen. Der Außenbahnspieler hatte sich beim letzten Aufenthalt bei der deutschen Nationalmannschaft einen Teilriss eines Bandes in der linken Fußwurzel zugezogen.
Nach gut einem Monat Verletzungspause ist Schulz nun zurück im Mannschaftstraining des BVB. Der 25-Millionen-Euro-Neuzugang absolvierte zumindest Teile der Einheit im wegen der erneuten Länderspielpause ausgedünnten Dortmunder Trainingskader. Ob Schulz bis zum Bundesliga Topspiel am Samstag, 19. Oktober, gegen Mönchengladbach (18.30 Uhr) wieder fit sein wird, ist jedoch fraglich.
Während der Länderspielpause absolvierte Niko Schulz Teile des Mannschaftstrainings von Borussia Dortmund. Schulz war zuvor lange mit einer Fußverletzung ausgefallen.
Seit der letzten Länderspielpause Anfang September hatte Dortmund auf Nico Schulz verzichten müssen. Der Außenbahnspieler hatte sich beim letzten Aufenthalt bei der deutschen Nationalmannschaft einen Teilriss eines Bandes in der linken Fußwurzel zugezogen.
Nach gut einem Monat Verletzungspause ist Schulz nun zurück im Mannschaftstraining des BVB. Der 25-Millionen-Euro-Neuzugang absolvierte zumindest Teile der Einheit im wegen der erneuten Länderspielpause ausgedünnten Dortmunder Trainingskader. Ob Schulz bis zum Bundesliga Topspiel am Samstag, 19. Oktober, gegen Mönchengladbach (18.30 Uhr) wieder fit sein wird, ist jedoch fraglich.
Schulz zumindestens im (Teil-)Mannschaftstraining, auch noch ein Wackelkandidat für das Gladbach-Spiel.
Immerhin. Ich gehe davon aus, dass man das Pensum weiter steigern wird und dann schaut, ob der Fuß - und wenn ja, wie - reagieren wird. Vielleicht reicht es schon gegen Gladbach.
10.10.2019 - 08:43 Uhr
Zitat von BVBBC
Das Problem einer 3er Kette, damit sie nicht zu defensiv wird, sind in meinen Augen die AIV. Die müssen unglaublich hoch funktionieren und auch tief in die gegnerische Hälfte reinschieben können, damit man in einem echten Ballbesitzsystem genug Druck aufbauen kann. Ein Hummels kann das nicht mehr, einen Diallo hat man verkauft, Akanji ist nicht in Top-form, Zagadou kann es in meinen Augen nicht und Balerdi könnte es vermutlich von den Anla-gen her, ist aber noch nicht von der Kette gelassen worden, weil man sich ganz sicher sein will, dass er genug kann. Schieben die AIV aber nicht hoch genug (egal ob die Gründe im Ballbesitz oder in den Duellen gegen den Ball liegen), passen die Abstände im Ballbesitz wieder nicht und die Mannschaft wird schnell ziemlich weit auseinandergezogen, wie aktuell auch schon, was dem Kombinationsspiel nicht gerade hilft. Dazu muss auch die Absicherung des zentralen IV oder Libero funktionieren, der im Zweifel in jeder Lebenslage dazu im Stande ist das 1gg1 an der Mittellinie zu gewinnen oder zumindest so lange die Zeit bis zum Abschluss zu verzögern, bis die Hilfe da ist. Auch das kann ein Hummels, der ansonsten für die Position prädestiniert ist, nicht mehr, da die Laufduelle so isoliert hochgradig problematisch sind. Dadurch besteht immer auch die Gefahr, dass die 3er Kette insgesamt zu tief steht (war auch unter Tuchel das Problem) und damit tatsächlich einen Offensivspieler kostet.
Das Problem einer 3er Kette, damit sie nicht zu defensiv wird, sind in meinen Augen die AIV. Die müssen unglaublich hoch funktionieren und auch tief in die gegnerische Hälfte reinschieben können, damit man in einem echten Ballbesitzsystem genug Druck aufbauen kann. Ein Hummels kann das nicht mehr, einen Diallo hat man verkauft, Akanji ist nicht in Top-form, Zagadou kann es in meinen Augen nicht und Balerdi könnte es vermutlich von den Anla-gen her, ist aber noch nicht von der Kette gelassen worden, weil man sich ganz sicher sein will, dass er genug kann. Schieben die AIV aber nicht hoch genug (egal ob die Gründe im Ballbesitz oder in den Duellen gegen den Ball liegen), passen die Abstände im Ballbesitz wieder nicht und die Mannschaft wird schnell ziemlich weit auseinandergezogen, wie aktuell auch schon, was dem Kombinationsspiel nicht gerade hilft. Dazu muss auch die Absicherung des zentralen IV oder Libero funktionieren, der im Zweifel in jeder Lebenslage dazu im Stande ist das 1gg1 an der Mittellinie zu gewinnen oder zumindest so lange die Zeit bis zum Abschluss zu verzögern, bis die Hilfe da ist. Auch das kann ein Hummels, der ansonsten für die Position prädestiniert ist, nicht mehr, da die Laufduelle so isoliert hochgradig problematisch sind. Dadurch besteht immer auch die Gefahr, dass die 3er Kette insgesamt zu tief steht (war auch unter Tuchel das Problem) und damit tatsächlich einen Offensivspieler kostet.
Sehe ich nicht so. So wie aktuell die Viererkette interpretiert wird, wird von den beiden IV zwangsläufig ebenfalls ein hohes Verteidigen gefordert, jedenfalls bis zum Zeitpunkt wo man sich erfolglos einigeln möchte. Wenn man die Heatmaps von Hummels in der Viererkette oder Kevin Vogt in der Dreierkette vergleicht, sieht man keine gravierenden Unterschiede. Und weder Guerreiro noch Hakimi oder Schulz kann man wohl sonderlich gut mit Ballbesitz am eigenen Sechzehner haben wollen, da schwingt bei mir jedes Angst mit.
In seiner Glanzzeit hab ich sowohl Zagadou als auch Akanji so wahrgenommen dass sie eben gerne hoch stehend verteidigen. Obwohl Zag ja Gardemaß besitzt ist er ja kein reiner Leucht-turm, da hat er eher noch zu lernen. Schnelligkeit ist immer so ein Feigenblatt – warum sollte das mit einem Verteidiger weniger ein größeres Problem darstellen als mit einem mehr?
Zitat von BVBBC
Selbst wenn man allerdings die IV für eine ballbesitzorientierte 3er Kette hätte, die nicht tief reingedrängt wird, weil man mit ihr effektiv keinen Offensivspieler ausgibt, benötigt man eigentlich keinen Schulz. Der ist technisch nicht so stark, dass er viel mehr als Überlage-rungen von Räumen nutzen kann. Im Idealfall schafft man das aber schon im Zentrum, wo die unmittelbare Torgefahr für den Gegner droht. Daher bieten sich auf der Schiene auch eher wie-der Spieler wie Hakimi, Morey, Guerreiro und Hazard an, die ins Zentrum ziehen können, um dort zu überlagern und dennoch laufstark genug sind, um wieder zurückzukommen.
Selbst wenn man allerdings die IV für eine ballbesitzorientierte 3er Kette hätte, die nicht tief reingedrängt wird, weil man mit ihr effektiv keinen Offensivspieler ausgibt, benötigt man eigentlich keinen Schulz. Der ist technisch nicht so stark, dass er viel mehr als Überlage-rungen von Räumen nutzen kann. Im Idealfall schafft man das aber schon im Zentrum, wo die unmittelbare Torgefahr für den Gegner droht. Daher bieten sich auf der Schiene auch eher wie-der Spieler wie Hakimi, Morey, Guerreiro und Hazard an, die ins Zentrum ziehen können, um dort zu überlagern und dennoch laufstark genug sind, um wieder zurückzukommen.
Hier muss man unterscheiden: Hakimi auf Links <> Hakimi auf rechts! Auf seiner Stammposition eingesetzt spielt Hakimi nicht großartig unterschiedlicher als Schulz da führt sein Weg auch eher zur Grundlinie und nicht zwangsläufig aus dem Halbfeld in den Strafraum. Liegt halt daran dass er Rechtsfuß ist.
Zitat von BVBBC
Auch im 1gg1 können die alle deutlich mehr. Dazu ist Piszczek auch noch da, der für Favre nach wie vor wichtig ist - defensiv auch nicht zu Unrecht. Im Kern agieren diese Spieler im Moment aber eh schon, wie in einer 3er Kette, so hoch, wie sie häufig stehen. Dafür lässt sich vor allem in den letzten Wochen Witsel häufig in die Kette fallen, sodass es realtaktisch bereits eine 3er Kette gibt - und nicht nur kurzfristig nach Einwechslung Zagadou, was dann aber nochmal deutlich defensiver war. Da wir hiermit aktuell schon zu tief stehen, obwohl Witsel immer wieder nach vorne schiebt, wenn man dann mal in höheren Ballbesitz kommt, steht auch zu befürchten, dass das mit einem weiteren IV im Moment noch schlimmer wäre. Ein echtes Ballbesitzsystem, das keinen Offensivspieler kostet (wozu sich ja noch die Reus Problematik gesellt) hat man damit jedenfalls nicht, sondern deutlich eher ein Kontersystem, das kein Gegner anbietet, indem man dem BVB ja dennoch den Ball überlässt (deswegen ist Ballbesitz aktuell auch nur ein statistischer Wert, aber keine Systembestätigung).
Auch im 1gg1 können die alle deutlich mehr. Dazu ist Piszczek auch noch da, der für Favre nach wie vor wichtig ist - defensiv auch nicht zu Unrecht. Im Kern agieren diese Spieler im Moment aber eh schon, wie in einer 3er Kette, so hoch, wie sie häufig stehen. Dafür lässt sich vor allem in den letzten Wochen Witsel häufig in die Kette fallen, sodass es realtaktisch bereits eine 3er Kette gibt - und nicht nur kurzfristig nach Einwechslung Zagadou, was dann aber nochmal deutlich defensiver war. Da wir hiermit aktuell schon zu tief stehen, obwohl Witsel immer wieder nach vorne schiebt, wenn man dann mal in höheren Ballbesitz kommt, steht auch zu befürchten, dass das mit einem weiteren IV im Moment noch schlimmer wäre. Ein echtes Ballbesitzsystem, das keinen Offensivspieler kostet (wozu sich ja noch die Reus Problematik gesellt) hat man damit jedenfalls nicht, sondern deutlich eher ein Kontersystem, das kein Gegner anbietet, indem man dem BVB ja dennoch den Ball überlässt (deswegen ist Ballbesitz aktuell auch nur ein statistischer Wert, aber keine Systembestätigung).
Mit wäre deutlich lieber die Außenverteidiger könnten deutlich weniger im 1gg1 und würden das daher auch konsequent lassen, die Kosten/Nutzen Relation ist für mich da nicht gegeben, wenn Hakimi den Ball mal wieder in der eigenen Hälfte durch ein Dribbling verliert das wenn er es ge-winnen würde, vielleicht 1-2 Angreifer überspielt, und 10 m zum gegnerischen Tor verspricht.
Ich sehe auch nicht wo man einen Offensivspieler verlieren sollte. Wie du schon sagst, lässt sich zuletzt Witsel immer mehr zurückfallen, was für mich verschenkt ist, da er in meinen Augen nä-her am gegnerischen Strafraum gerade seine Stärken besser einbringen könnte, mit ihm näher am Zentrum als Fixpunkt der eben stärker den Ball behaupten kann als Brandt/Götze/Reus/Sancho.
Man würde sich wohl eher des meist unnötigen Mittelfeldtandems Delaney/Witsel entledigen. Was letzte Saison Hinrunde noch ein blindes Verständnis war, ist aktuell doch ein Füße platt stehen. Wenn Delaney spielt weniger, weil der läuferisch immer wieder Positionsfremd aushilft, aber als man mal Weigl/Witsel hatte war das ganz schlimm anzusehen, wie die beiden sich ge-genseitig eher im Wege standen. Diese nennen wir sie mal Doppelsechs täuscht doch nur Kom-paktheit vor! Es ist doch ein Trugschluss dass man in diesen Räumen möglichst viele Spieler benötigt, man braucht wohl eher klare Bereiche. Die Abstände insgesamt werden zu groß, weil sie in den anderen Bereichen zu klein sind! Nicht weil man sich insgesamt zu tief fallen lässt! Sobald man den Ball zu lange in der Nähe des gegnerischen 16er hält verschieben sofort fast alle Offensiven in die nahegelegenen Räume und nehmen gut 2 Verteidiger mit. Da ist dann eine Passpräzision gefordert die derzeit nicht geleistet wird. Und jeder Ballverlust kostet viel Kraft, deswegen werden irgendwann gar nicht mehr diese Pässe versucht. Weniger überlagern, und mehr verlagern fände ich mal einen Ansatz dazu, zumal ja die letzten Tore fast ausnahmslos durch Spielverlagerungen, Standards oder Konter produziert wurden.
Zu Piszczek möchte ich auch sagen, dass eine Dreierkette für mich derzeit nicht nur taktisch sondern eben auch personell Sinn macht (im Kontrast zu deiner Meinung)! Akanji hat sich eine Pause „redlich“ verdient. Balerdi würde man aktuell verheizen wenn er nicht gerade der Überverteidiger ist. Zagadou und Hummels würde das Problem darstellen, dass entweder er oder Hummels auf rechts spielen müsste, Zag hat da keine Erfahrung, und dürfte auch aktuell verständlicherweise nicht in Topform sein, Hummels würde zwar auch dort defensiv gut aufräu-men (musste er ja zuletzt schon wenn Akanji mal wieder unpässlich war…) aber ist dort vermut-lich was den Spielaufbau betrifft schwächer. Würde ich lösen wie Tuchel damals, Pisczu hat das nötige Portfolio um einen RIV wie du ihn beschreibst zu geben. Zentral Hummels mit mehr Frei-heiten, links Zagadou abgesichert und mit dem Auftrag sich auf seine Stärken zu konzentrieren.
AV Guerreiro, Hakimi seltener Wege zurück, und wenn dann nicht auf sich gestellt, oder eben Schulz der dann vielleicht auch besser beim BVB ankäme.
10.10.2019 - 09:20 Uhr
Zitat von PP1903
Hier muss man unterscheiden: Hakimi auf Links <> Hakimi auf rechts! Auf seiner Stammposition eingesetzt spielt Hakimi nicht großartig unterschiedlicher als Schulz da führt sein Weg auch eher zur Grundlinie und nicht zwangsläufig aus dem Halbfeld in den Strafraum. Liegt halt daran dass er Rechtsfuß ist.
Hier muss man unterscheiden: Hakimi auf Links <> Hakimi auf rechts! Auf seiner Stammposition eingesetzt spielt Hakimi nicht großartig unterschiedlicher als Schulz da führt sein Weg auch eher zur Grundlinie und nicht zwangsläufig aus dem Halbfeld in den Strafraum. Liegt halt daran dass er Rechtsfuß ist.
Sorry das ich jetzt nur den einen Part herauspicke, aber das stimmt so einfach nicht. Schulz ist jemand der die Linie hoch und runter geht. Hakimi zieht aber, unabhängig von der Seite auf der er eingesetzt wird, gerne auch mal selbst in die Mitte und sucht den Abschluss. Und das nicht nur, wenn er invers auf der linken Seite als Rechtsfuß spielt. Siehe Tor in Prag oder Freiburg, wo er auf der rechten Seite dann auch nach innen zieht und mit seinem kaum schwächeren linken das Tor erzielt.
10.10.2019 - 09:53 Uhr
Hakimi hat gegen Prag allerdings nicht Außenverteidiger gespielt, sondern ist mit Sancho/Hazard rochiert.
Dass er jetzt in einer Woche 3 mal mit Links traf würde ich eher als Anomalie sehen. Zumal das Tor gegen Freiburg ja schon eher kurioser natur war.
Sicher ist er beidfüßiger als Schulz, aber wenn Hakimi auf rechts spielt tut er dies deutlich "traditioneller". Da zieht er zur Grundlinie, und dann kommt ihm halt zu pass dass er sowohl mit rechts als auch mit links den Ball hereingeben kann, und deswegen auch an der Grundlinie ins Dribbling kann und mit Übersteigern arbeitet, während Schulz da nur durch Speed kommt. Auf Links macht Hakimi dass aber eher nicht, da versucht er wenn er nicht direkt durch Pass in den Strafraum geschickt wird, eher invertiert in den Strafraum zu kommen, weil er den Ball halt doch lieber mit dem rechten Bein führt.
Offensiv ist Hakimi allerdings sicher der variabelst einsetzbare Spieler, da geb ich dir schon recht.
Dass er jetzt in einer Woche 3 mal mit Links traf würde ich eher als Anomalie sehen. Zumal das Tor gegen Freiburg ja schon eher kurioser natur war.
Sicher ist er beidfüßiger als Schulz, aber wenn Hakimi auf rechts spielt tut er dies deutlich "traditioneller". Da zieht er zur Grundlinie, und dann kommt ihm halt zu pass dass er sowohl mit rechts als auch mit links den Ball hereingeben kann, und deswegen auch an der Grundlinie ins Dribbling kann und mit Übersteigern arbeitet, während Schulz da nur durch Speed kommt. Auf Links macht Hakimi dass aber eher nicht, da versucht er wenn er nicht direkt durch Pass in den Strafraum geschickt wird, eher invertiert in den Strafraum zu kommen, weil er den Ball halt doch lieber mit dem rechten Bein führt.
Offensiv ist Hakimi allerdings sicher der variabelst einsetzbare Spieler, da geb ich dir schon recht.
10.10.2019 - 10:34 Uhr
Zitat von PP1903
Sehe ich nicht so. So wie aktuell die Viererkette interpretiert wird, wird von den beiden IV zwangsläufig ebenfalls ein hohes Verteidigen gefordert, jedenfalls bis zum Zeitpunkt wo man sich erfolglos einigeln möchte. Wenn man die Heatmaps von Hummels in der Viererkette oder Kevin Vogt in der Dreierkette vergleicht, sieht man keine gravierenden Unterschiede. Und weder Guerreiro noch Hakimi oder Schulz kann man wohl sonderlich gut mit Ballbesitz am eigenen Sechzehner haben wollen, da schwingt bei mir jedes Angst mit.
In seiner Glanzzeit hab ich sowohl Zagadou als auch Akanji so wahrgenommen dass sie eben gerne hoch stehend verteidigen. Obwohl Zag ja Gardemaß besitzt ist er ja kein reiner Leucht-turm, da hat er eher noch zu lernen. Schnelligkeit ist immer so ein Feigenblatt – warum sollte das mit einem Verteidiger weniger ein größeres Problem darstellen als mit einem mehr?
Zitat von BVBBC
Das Problem einer 3er Kette, damit sie nicht zu defensiv wird, sind in meinen Augen die AIV. Die müssen unglaublich hoch funktionieren und auch tief in die gegnerische Hälfte reinschieben können, damit man in einem echten Ballbesitzsystem genug Druck aufbauen kann. Ein Hummels kann das nicht mehr, einen Diallo hat man verkauft, Akanji ist nicht in Top-form, Zagadou kann es in meinen Augen nicht und Balerdi könnte es vermutlich von den Anla-gen her, ist aber noch nicht von der Kette gelassen worden, weil man sich ganz sicher sein will, dass er genug kann. Schieben die AIV aber nicht hoch genug (egal ob die Gründe im Ballbesitz oder in den Duellen gegen den Ball liegen), passen die Abstände im Ballbesitz wieder nicht und die Mannschaft wird schnell ziemlich weit auseinandergezogen, wie aktuell auch schon, was dem Kombinationsspiel nicht gerade hilft. Dazu muss auch die Absicherung des zentralen IV oder Libero funktionieren, der im Zweifel in jeder Lebenslage dazu im Stande ist das 1gg1 an der Mittellinie zu gewinnen oder zumindest so lange die Zeit bis zum Abschluss zu verzögern, bis die Hilfe da ist. Auch das kann ein Hummels, der ansonsten für die Position prädestiniert ist, nicht mehr, da die Laufduelle so isoliert hochgradig problematisch sind. Dadurch besteht immer auch die Gefahr, dass die 3er Kette insgesamt zu tief steht (war auch unter Tuchel das Problem) und damit tatsächlich einen Offensivspieler kostet.
Das Problem einer 3er Kette, damit sie nicht zu defensiv wird, sind in meinen Augen die AIV. Die müssen unglaublich hoch funktionieren und auch tief in die gegnerische Hälfte reinschieben können, damit man in einem echten Ballbesitzsystem genug Druck aufbauen kann. Ein Hummels kann das nicht mehr, einen Diallo hat man verkauft, Akanji ist nicht in Top-form, Zagadou kann es in meinen Augen nicht und Balerdi könnte es vermutlich von den Anla-gen her, ist aber noch nicht von der Kette gelassen worden, weil man sich ganz sicher sein will, dass er genug kann. Schieben die AIV aber nicht hoch genug (egal ob die Gründe im Ballbesitz oder in den Duellen gegen den Ball liegen), passen die Abstände im Ballbesitz wieder nicht und die Mannschaft wird schnell ziemlich weit auseinandergezogen, wie aktuell auch schon, was dem Kombinationsspiel nicht gerade hilft. Dazu muss auch die Absicherung des zentralen IV oder Libero funktionieren, der im Zweifel in jeder Lebenslage dazu im Stande ist das 1gg1 an der Mittellinie zu gewinnen oder zumindest so lange die Zeit bis zum Abschluss zu verzögern, bis die Hilfe da ist. Auch das kann ein Hummels, der ansonsten für die Position prädestiniert ist, nicht mehr, da die Laufduelle so isoliert hochgradig problematisch sind. Dadurch besteht immer auch die Gefahr, dass die 3er Kette insgesamt zu tief steht (war auch unter Tuchel das Problem) und damit tatsächlich einen Offensivspieler kostet.
Sehe ich nicht so. So wie aktuell die Viererkette interpretiert wird, wird von den beiden IV zwangsläufig ebenfalls ein hohes Verteidigen gefordert, jedenfalls bis zum Zeitpunkt wo man sich erfolglos einigeln möchte. Wenn man die Heatmaps von Hummels in der Viererkette oder Kevin Vogt in der Dreierkette vergleicht, sieht man keine gravierenden Unterschiede. Und weder Guerreiro noch Hakimi oder Schulz kann man wohl sonderlich gut mit Ballbesitz am eigenen Sechzehner haben wollen, da schwingt bei mir jedes Angst mit.
In seiner Glanzzeit hab ich sowohl Zagadou als auch Akanji so wahrgenommen dass sie eben gerne hoch stehend verteidigen. Obwohl Zag ja Gardemaß besitzt ist er ja kein reiner Leucht-turm, da hat er eher noch zu lernen. Schnelligkeit ist immer so ein Feigenblatt – warum sollte das mit einem Verteidiger weniger ein größeres Problem darstellen als mit einem mehr?
Und hat Hoffenheim damit dann in der Kette hoch verteidigt? Ich finde nicht, zumal Nagelsmann schon letztes Jahr die Zügel etwas gelockert hatte, nachdem man im hohen Ballbesitz teils große qualitative Probleme bekam - also dasselbe in blau -, was unter Schreuder noch deutlicher wurde, weil man taktisch ordentlich nachgelassen hat. Dadurch hatte sich Hoffenheim teils recht variabel an den Gegner angepasst, sodass es immer wieder Spiele gab, in denen bspw. Vogt temporär ins DM schieben sollte, was beim BVB nur mit größerer Häufigkeit (Witsel) geschieht. Generell bringt es aber wegen unterschiedlicher Voraussetzungen nicht viel, wenn man Hoffenheim und den BVB an der Stelle vergleicht und dann definiert, dass Hoffenheim hoch verteidigt. Hohes Verteidigen und hoch genug verteidigen sind dann doch zwei paar Schuhe und werden zudem nicht in Heatmaps wiedergegeben, die nur Ballaktionen zeigen. Daher ist es sowieso problematisch unmittelbare Rückschlüsse von Ballbesitzphasen auf Verteidigungsphasen mit Heatmaps zu begründen.
Da wir viele Bälle so schnell verlieren, dass man gar nicht erst in eine geordnete Formation in der Offensive kommt, verteidigt der BVB in meinen Augen eben schon oft sehr tief, da man nach dem Rausschieben Probleme hat schnell wieder in die Grundordnung zu finden und oft genug den Ballverlust schon davor befürchten muss. Da man somit - auch durch taktische Vorgaben bedingt - selten Ballbesitz in hohen Räumen hat, schiebt also auch die Abwehr nicht mehr komplett raus und ist damit vorsichtiger bzw. auf die nächste Rückwärtsbewegung bedacht, sodass sich ein Schwerpunkt hinter der Mittellinie ergibt. Die Position der Kette im Ballbesitz bestimmt sich dabei dann vor allem noch über die Aggressivität des Gegners gegen den Ball. Den Anschluss an die Offensive hält man damit aber selten und dementsprechend besteht oft auch gar keine Möglichkeit vorne vernünftig zu pressen, da die dafür notwendige Kompaktheit bzw. die Abstände zum Gegner so groß sind, dass das einfach überspielt wird - dasselbe Problem, was Hoffenheim aktuell hat und auch schon letztes Jahr teils bekam.
Gerade Hummels hat zudem gegen den Ball meist eher die Tendenz sich deutlich fallen zu lassen, um sein Tempodefizit kaschieren zu können, was auch nicht hilfreich ist, um etwas daran zu ändern. Wobei die Tendenz verständlich ist, weil es umgekehrt oft auch nicht einfach ist, da durch die großen Abstände nirgendwo ein besonders guter Zugriff entsteht, bevor der BVB sich "einigelt" - weswegen Hummels, wenn er es doch probierte nach vorne zu verteidigen auch schon häufiger zu spät gekommen ist und teils krachende Fouls oder es war zumindest kurz davor, wofür nicht viel für dunklere Karten fehlte. An genau diesen Abständen ändert sich in meinen Augen nichts, ob da nun ein Verteidiger mehr oder weniger auf dem Feld steht, da man dadurch nur die Räume bestimmt, in denen man zu viel Abstand hält und den Gegner Tempo aufnehmen lässt. Geschieht das vor der Kette, wird das Tempo der Kette in meinen Augen dann eben auch entscheidend wichtig.
Darüber hinaus ist der übermäßig starke Aufbau über die AV derzeit sicher nicht optimal, aber wie man gerade bei Guerreiro - aber auch Hakimi - Angst bekommt, verstehe ich ehrlich gesagt nicht. Ich habe da deutlich mehr Angst davor, dass der BVB Kick and Rush oder ähnlichen Müll spielt, wenn nicht mal die AV den spielerischen Aufbau mehr versuchen und damit andere Stellen kompensieren, die es nicht hinbekommen. Den ein oder anderen Ballverlust, den man dort hat dann hat, hat man so eben an anderen Stellen nicht, an denen es in meinen Augen auch deutlich mehr wären, wenn die entsprechenden Spieler dasselbe für den Aufbau tun würden. Angst habe ich daher nur bei Schulz, der den Ball am liebsten gar nicht will, wenn es eng wird. Und damit dann auch zurück zum Thema:
ich will eben keinen Aufbau durch die AV am eigenen 16er, sondern möglichst viele Anspielstationen für den Aufbau aus der IV, die den Aufbau allein hinbekommt, was aber eben die Anspielstationen voraussetzt, die dann im nächsten Schritt den Ball weiterleiten können und ausreichend pressingresistent ist, weil der Gegner hier oft erst zugreift oder die Räume verdichtet. Schulz ist keine solche, wie auch Reus und Alcacer. Delaney bestenfalls gegnerabhängig, wie auch Götze. Verstärkt man den Aufbau mit einem Spieler, ändert sich also was zum Positivem? Welcher dieser Spieler bleibt dadurch dann draußen und wird auf einmal durch eine besser anspielbare Option ersetzt? Vermutlich keiner, weil es die bessere Option im Kader schlicht nicht gibt. Folglich wird man es über die Anzahl der Spieler lösen müssen und da halte ich es bedenklich, wenn man Bereiche verstärkt, die im Ballbesitz eh schon vergleichsweise wenig Druck ausgesetzt sind und Bereiche schwächt, die eh schon große Probleme haben. Das ist für mich eine Einladung an jedem Gegner es doch noch näher am Tor des BVB zu versuchen, da man ja auch für Konter einen Spieler rausnimmt, sodass der zunehmende Raum in der gegnerischen Hälfte nicht viel einfacher zu bespielen wird (again: Abstände).
Zitat von BVBBC
Selbst wenn man allerdings die IV für eine ballbesitzorientierte 3er Kette hätte, die nicht tief reingedrängt wird, weil man mit ihr effektiv keinen Offensivspieler ausgibt, benötigt man eigentlich keinen Schulz. Der ist technisch nicht so stark, dass er viel mehr als Überlage-rungen von Räumen nutzen kann. Im Idealfall schafft man das aber schon im Zentrum, wo die unmittelbare Torgefahr für den Gegner droht. Daher bieten sich auf der Schiene auch eher wie-der Spieler wie Hakimi, Morey, Guerreiro und Hazard an, die ins Zentrum ziehen können, um dort zu überlagern und dennoch laufstark genug sind, um wieder zurückzukommen.
Selbst wenn man allerdings die IV für eine ballbesitzorientierte 3er Kette hätte, die nicht tief reingedrängt wird, weil man mit ihr effektiv keinen Offensivspieler ausgibt, benötigt man eigentlich keinen Schulz. Der ist technisch nicht so stark, dass er viel mehr als Überlage-rungen von Räumen nutzen kann. Im Idealfall schafft man das aber schon im Zentrum, wo die unmittelbare Torgefahr für den Gegner droht. Daher bieten sich auf der Schiene auch eher wie-der Spieler wie Hakimi, Morey, Guerreiro und Hazard an, die ins Zentrum ziehen können, um dort zu überlagern und dennoch laufstark genug sind, um wieder zurückzukommen.
Hier muss man unterscheiden: Hakimi auf Links <> Hakimi auf rechts! Auf seiner Stammposition eingesetzt spielt Hakimi nicht großartig unterschiedlicher als Schulz da führt sein Weg auch eher zur Grundlinie und nicht zwangsläufig aus dem Halbfeld in den Strafraum. Liegt halt daran dass er Rechtsfuß ist.
Du schreibst zwar, dass man unterscheiden müsse, aber pauschalisierst dann doch wieder in meinen Augen. Denn Hakimi hat doch gerade eben erst gegen Freiburg gezeigt, dass er auch als RV wieder nach innen ziehen kann! Schulz kann das nicht und hätte seine abschließende Aktion wohl schon früher gespielt. Auch bei Kontern hat Hakimi oft die Tendenz ins Zentrum zu ziehen. Schaut man sich ansonsten die Heatmaps dieser Saison an, wird man feststellen, dass Hakimi überwiegend die Linie hält und nur in einzelnen Momenten nach innen rückt - daher "können". Das ist auch seitenunabhängig, sodass man für jedes Spiel auf rechts und links sehr ähnliche Heatmaps findet. Größere Ausnahmen, in denen der häufiger ins Zentrum zog - und zeigt, dass er es kann -, findet man vor allem gegen Freiburg und Werder. Gegen Freiburg hat Hakimi wie gesagt rechts gespielt, gegen Werder links. Folglich geht es hier wenn überhaupt wohl eher um eine qualitative Bewertung, aber ich halte deine Aussage, dass Hakimis Zug ins Zentrum von der Seite abhängt, auf der er spielt, nicht für richtig, da diese Saison dafür definitiv keine belastbaren Anhaltspunkte bietet.
Zitat von BVBBC
Auch im 1gg1 können die alle deutlich mehr. Dazu ist Piszczek auch noch da, der für Favre nach wie vor wichtig ist - defensiv auch nicht zu Unrecht. Im Kern agieren diese Spieler im Moment aber eh schon, wie in einer 3er Kette, so hoch, wie sie häufig stehen. Dafür lässt sich vor allem in den letzten Wochen Witsel häufig in die Kette fallen, sodass es realtaktisch bereits eine 3er Kette gibt - und nicht nur kurzfristig nach Einwechslung Zagadou, was dann aber nochmal deutlich defensiver war. Da wir hiermit aktuell schon zu tief stehen, obwohl Witsel immer wieder nach vorne schiebt, wenn man dann mal in höheren Ballbesitz kommt, steht auch zu befürchten, dass das mit einem weiteren IV im Moment noch schlimmer wäre. Ein echtes Ballbesitzsystem, das keinen Offensivspieler kostet (wozu sich ja noch die Reus Problematik gesellt) hat man damit jedenfalls nicht, sondern deutlich eher ein Kontersystem, das kein Gegner anbietet, indem man dem BVB ja dennoch den Ball überlässt (deswegen ist Ballbesitz aktuell auch nur ein statistischer Wert, aber keine Systembestätigung).
Auch im 1gg1 können die alle deutlich mehr. Dazu ist Piszczek auch noch da, der für Favre nach wie vor wichtig ist - defensiv auch nicht zu Unrecht. Im Kern agieren diese Spieler im Moment aber eh schon, wie in einer 3er Kette, so hoch, wie sie häufig stehen. Dafür lässt sich vor allem in den letzten Wochen Witsel häufig in die Kette fallen, sodass es realtaktisch bereits eine 3er Kette gibt - und nicht nur kurzfristig nach Einwechslung Zagadou, was dann aber nochmal deutlich defensiver war. Da wir hiermit aktuell schon zu tief stehen, obwohl Witsel immer wieder nach vorne schiebt, wenn man dann mal in höheren Ballbesitz kommt, steht auch zu befürchten, dass das mit einem weiteren IV im Moment noch schlimmer wäre. Ein echtes Ballbesitzsystem, das keinen Offensivspieler kostet (wozu sich ja noch die Reus Problematik gesellt) hat man damit jedenfalls nicht, sondern deutlich eher ein Kontersystem, das kein Gegner anbietet, indem man dem BVB ja dennoch den Ball überlässt (deswegen ist Ballbesitz aktuell auch nur ein statistischer Wert, aber keine Systembestätigung).
Mit wäre deutlich lieber die Außenverteidiger könnten deutlich weniger im 1gg1 und würden das daher auch konsequent lassen, die Kosten/Nutzen Relation ist für mich da nicht gegeben, wenn Hakimi den Ball mal wieder in der eigenen Hälfte durch ein Dribbling verliert das wenn er es ge-winnen würde, vielleicht 1-2 Angreifer überspielt, und 10 m zum gegnerischen Tor verspricht.
Sehe ich anders, vor allem, wenn man es als Kosten-Nutzen-Rechnung betrachtet. Was ist schließlich der Nutzen, wenn Hakimi es nicht macht? Ich gehe soweit und behaupte: es gibt keinen, weil es dann kein anderer macht, sodass der Ball bestenfalls nach vorne gepöhlt wird und damit auch verloren geht. Wenn man daher im Bild bleiben will, muss man das als Investment sehen, das an einer Stelle gemacht wurde, wo es nicht am meisten benötigt wurde. Ohne das Investment würde man sich aber kaputtsparen!
Ich sehe auch nicht wo man einen Offensivspieler verlieren sollte. Wie du schon sagst, lässt sich zuletzt Witsel immer mehr zurückfallen, was für mich verschenkt ist, da er in meinen Augen nä-her am gegnerischen Strafraum gerade seine Stärken besser einbringen könnte, mit ihm näher am Zentrum als Fixpunkt der eben stärker den Ball behaupten kann als Brandt/Götze/Reus/Sancho.
Zwischen ab und zu fallen lassen und eine 3er Kette bilden und einer fixen 3er Kette besteht eben ein deutlicher Unterschied. Den rausrückenden Witsel gibt es dann eben nicht mehr und wenn du Witsel auf dem Platz lässt, nimmst du ihm einerseits diese Bewegung (ob er dann offensiv stärker ist, ist dann ein Thema für sich, aber ich sehe das differenzierter, weil die Stärke in meinen Augen stark aus Witsels Bewegungsfreiheit resultiert) und andererseits muss dann eben auch irgendwoher der Spieler genommen werden, der diesen Job, den Witsel bis hierhin gemacht hat, komplett und für das komplette Spiel übernimmt. Da die IV kaum ins Zentrum vorschieben können, um dort dann den Job per Aufgabenteilung zu übernehmen, fällt die Option raus. Ein weiterer IV würde also sehr sicher einen der 4 Offensivspieler betreffen, da man kaum nur einen Mann im Zentrum aufbieten wird, wo man eh schon insgesamt unterlegen ist - wer will schon ein 5-1-4 oder 3-1-6 sehen. Durch die eh schon sehr offensiven AV ändert sich für die im Moment eh wenig, ob die nun eine 3er oder 4er Kette hinter sich wissen. Viel offensiver können die nicht mehr werden. Folglich kostet ein IV im Moment definitiv einen Offensivspieler.
Man würde sich wohl eher des meist unnötigen Mittelfeldtandems Delaney/Witsel entledigen. Was letzte Saison Hinrunde noch ein blindes Verständnis war, ist aktuell doch ein Füße platt stehen. Wenn Delaney spielt weniger, weil der läuferisch immer wieder Positionsfremd aushilft, aber als man mal Weigl/Witsel hatte war das ganz schlimm anzusehen, wie die beiden sich ge-genseitig eher im Wege standen. Diese nennen wir sie mal Doppelsechs täuscht doch nur Kom-paktheit vor! Es ist doch ein Trugschluss dass man in diesen Räumen möglichst viele Spieler benötigt, man braucht wohl eher klare Bereiche. Die Abstände insgesamt werden zu groß, weil sie in den anderen Bereichen zu klein sind! Nicht weil man sich insgesamt zu tief fallen lässt! Sobald man den Ball zu lange in der Nähe des gegnerischen 16er hält verschieben sofort fast alle Offensiven in die nahegelegenen Räume und nehmen gut 2 Verteidiger mit. Da ist dann eine Passpräzision gefordert die derzeit nicht geleistet wird. Und jeder Ballverlust kostet viel Kraft, deswegen werden irgendwann gar nicht mehr diese Pässe versucht. Weniger überlagern, und mehr verlagern fände ich mal einen Ansatz dazu, zumal ja die letzten Tore fast ausnahmslos durch Spielverlagerungen, Standards oder Konter produziert wurden.
Das müsstest du mal im passenden Thread genauer ausführen. Im Moment finde ich an der Überlegung jedenfalls sehr vieles unlogisch! Vor allem den Punkt mit den Verlagerungen, die der BVB ja macht, nur eben in Bereichen, die du mit einer 3er Kette personell verstärken würdest, während du die Bereiche schwächen willst - ja, die sind dysfunktional, aber das heißt nicht, dass sie unwichtig sind und beliebig ersetzt werden können -, in denen die Verlagerungen deutlich schneller durchgeführt werden könnten, wenn es vernünftig besetzt wäre und die Abstände hier stimmen, damit die Bälle nicht bis in die Kette zurückgespielt werden müssen, um zu verlagern. Für weite Verlagerungen aus der Kette, die dann insbesondere durch das Streichen eines ZM nötig wären, fehlt zudem das Personal bei langen Bällen, die diese Bälle festmachen können, insbesondere gegen mannorientierte Gegner, gegen die das in meinen Augen direkte Ballverluste sind. Im Kern beschreibst du in meinen Augen jedenfalls so oder so ein Qualitätsproblem, wobei du das eine durch ein anderes ersetzen möchtest. Das einzige, was du damit in meinen Augen erreichen würdest, ist eine nachlassende Gefahr bei Ballverlusten, aber dafür auch mehr Ballverluste, sodass das ein Nullsummenspiel erwarten lässt. Bei der Spielkultur und Offensivgefahr gehe ich aber von einem steigenden Defizit aus.
Zu Piszczek möchte ich auch sagen, dass eine Dreierkette für mich derzeit nicht nur taktisch sondern eben auch personell Sinn macht (im Kontrast zu deiner Meinung)! Akanji hat sich eine Pause „redlich“ verdient. Balerdi würde man aktuell verheizen wenn er nicht gerade der Überverteidiger ist. Zagadou und Hummels würde das Problem darstellen, dass entweder er oder Hummels auf rechts spielen müsste, Zag hat da keine Erfahrung, und dürfte auch aktuell verständlicherweise nicht in Topform sein, Hummels würde zwar auch dort defensiv gut aufräu-men (musste er ja zuletzt schon wenn Akanji mal wieder unpässlich war…) aber ist dort vermut-lich was den Spielaufbau betrifft schwächer. Würde ich lösen wie Tuchel damals, Pisczu hat das nötige Portfolio um einen RIV wie du ihn beschreibst zu geben. Zentral Hummels mit mehr Frei-heiten, links Zagadou abgesichert und mit dem Auftrag sich auf seine Stärken zu konzentrieren.
AV Guerreiro, Hakimi seltener Wege zurück, und wenn dann nicht auf sich gestellt, oder eben Schulz der dann vielleicht auch besser beim BVB ankäme.
Meine Meinung vermischt du hier mit Dingen, die ich nie geschrieben habe. Ich halte Piszczek als RIV an sich durchaus gut geeignet - habe es auch schon mehrfach geschrieben, dass diese Position für ihn sogar karriereverlängernd sein könnte -, aber in der meines Erachtens notwendigen Ausrichtung einer 3er Kette im Moment eher nicht und wenn, dann müsste dafür einiges mehr passieren, was vor allem einen Schulz nicht beinhaltet. Die Anforderungen, die an die 3er Kette derzeit gestellt werden, erfüllt Piszczek in meinen Augen nicht, da auch er im Aufbau zu Fehlern neigt, die teils Kapital sind und ohne Druck geschehen. Daher kann Piszczek in meinen Augen auch nicht bis ins DM vorrücken, zumal dann auf der anderen Seite immer noch das Gegenstück fehlen würde, damit überhaupt die Aufgabenteilung stattfindet, um einen DM zusätzlich zu bekommen - umso mehr, will man diesen rausnehmen. Siehe nochmal im vorherigen Absatz: die Defensive zu stärken - was ich nicht mal glaube -, indem man die Offensive schwächt, macht keinen Sinn und du unternimmst einiges, um das zu tun.
10.10.2019 - 11:33 Uhr
ich denke im Kern sehen wir die problematischen Dinge doch recht ähnlich, nur die Lösungen differieren.
Bzgl. HeatmapsJein, indirekt schon, denn wenn der Ball so häufig zurück zur Innenverteidigung gespielt wird wie derzeit beim BVB kann man schon durch Heatmaps sehen wo diese sich befinden. Zu sehr auf Hoffenheim möchte ich da nicht eingehen, ich habe jedoch beim Vergleich bewusst Spiele genommen in denen Hoffenheim mehr Ballbesitz hatte. Man muss hier ja auch nicht Hoffenheim kopieren nur um Schulz einzubauen, noch dauerhaft eine Dreierkette implementieren. Nur wenn sich in dieser Regelmäßigkeit seit Jahresbeginn die Gegner auf den BVB einstellen konnten wäre mehr Variabilität vielleicht ein Ansatz wenn man mal vom „Mentalitätsthema“ wegkommen möchte. Und wir sind hier ja im Schulz Thread, und so wie man derzeit den Spielfokus legt, wird der kaum dauerhaft eine tragende Rolle spielen können.
„Sehr tief“ ist jetzt aber schon relativ zu sehen, ich würde dir recht geben, dass man sehr darauf bedacht ist erst in Nähe des Sechzehners zu verteidigen um nicht bereits in Unterzahlsituatio-nen zu kommen. Ein Vielversprechender Ansatz ist das meiner Meinung nach aber nicht, eher ein trügerische Sicherheit. Denn am Ende muss doch die Verteidigung klären, denn allzu viel Unterstützung kommt nicht nach. Gegen Barcelona musste man die Duelle suchen, weil diese selbst mit mehr Unterstützung die Angriffe ausführten, da fragt man sich dann schon warum 2 Bremer Stürmer in Unterzahlsituationen mehr ausrichteten als 5 von Barca – mal ganz unabhän-gig von den unterschiedlichen Konstellationen. In meinen Augen wird hier zu zögerlich vertei-digt, und wenn einer dann mal die Courage hat den Zweikampf zu suchen und diesen nicht ge-winnt (Hummels gg. Freiburg) nützt das ganze Abschirmen nichts mehr.
Gerade Hummels kann sich dann doch noch mehr Freiheiten erlauben, im Spielaufbau, weil er wie man im Football sagt in der „Pocket“ steht, in der Defensive, weil er weniger Raumgebunden antizipieren kann. Und eine Abseitsfalle die er aus dem gleichgewicht bringen könnte funktio-niert ja eh schon länger nicht mehr falls diese überhaupt gestellt wird. Das Hummels krachende Fouls oder Taktische Fouls (Freiburg) ziehen musste, liegt aber zu einem großen Teil daran, dass sich seine Mitspieler zu schade sind, bereits die Entstehung durch kleinere Fouls zu un-terbinden – auch hier wieder das zu passive Verteidigen und verzögern der klärenden Aktionen bis zur letzten Kette.
Ich habe Angst wenn Hakimi den Ball in der eigenen Hälfte bekommt, und seine Dribblings an-fängt, weil er dies auch gegen 2-3 Gegner zu tun pflegt, hängen bleibt, tlw. noch lamentiert, das sollte verständlich sein. Guerreiro nicht so extrem aber nicht unähnlich. Beide sollten den Ball nur erhalten wenn der Weg frei oder der Rückraum abgesichert ist.
Das ist eben wie ich finde ein Trugschluss: Mehr hilft mehr! Simple Mathematik, je mehr eigene Spieler ich in einem Bereich schicke, desto mehr Gegenspieler ziehen in diesen Bereich. Das einzige was man geschafft hat ist mehr Beine auf weniger Raum. Ich denke im Prinzip wollen wir beide das gleiche, nur mit unterschiedlichen Mitteln.
Ansonsten würde ich die Diskussion tatsächlich in den Taktikthread verlagern.
Bzgl. HeatmapsJein, indirekt schon, denn wenn der Ball so häufig zurück zur Innenverteidigung gespielt wird wie derzeit beim BVB kann man schon durch Heatmaps sehen wo diese sich befinden. Zu sehr auf Hoffenheim möchte ich da nicht eingehen, ich habe jedoch beim Vergleich bewusst Spiele genommen in denen Hoffenheim mehr Ballbesitz hatte. Man muss hier ja auch nicht Hoffenheim kopieren nur um Schulz einzubauen, noch dauerhaft eine Dreierkette implementieren. Nur wenn sich in dieser Regelmäßigkeit seit Jahresbeginn die Gegner auf den BVB einstellen konnten wäre mehr Variabilität vielleicht ein Ansatz wenn man mal vom „Mentalitätsthema“ wegkommen möchte. Und wir sind hier ja im Schulz Thread, und so wie man derzeit den Spielfokus legt, wird der kaum dauerhaft eine tragende Rolle spielen können.
„Sehr tief“ ist jetzt aber schon relativ zu sehen, ich würde dir recht geben, dass man sehr darauf bedacht ist erst in Nähe des Sechzehners zu verteidigen um nicht bereits in Unterzahlsituatio-nen zu kommen. Ein Vielversprechender Ansatz ist das meiner Meinung nach aber nicht, eher ein trügerische Sicherheit. Denn am Ende muss doch die Verteidigung klären, denn allzu viel Unterstützung kommt nicht nach. Gegen Barcelona musste man die Duelle suchen, weil diese selbst mit mehr Unterstützung die Angriffe ausführten, da fragt man sich dann schon warum 2 Bremer Stürmer in Unterzahlsituationen mehr ausrichteten als 5 von Barca – mal ganz unabhän-gig von den unterschiedlichen Konstellationen. In meinen Augen wird hier zu zögerlich vertei-digt, und wenn einer dann mal die Courage hat den Zweikampf zu suchen und diesen nicht ge-winnt (Hummels gg. Freiburg) nützt das ganze Abschirmen nichts mehr.
Gerade Hummels kann sich dann doch noch mehr Freiheiten erlauben, im Spielaufbau, weil er wie man im Football sagt in der „Pocket“ steht, in der Defensive, weil er weniger Raumgebunden antizipieren kann. Und eine Abseitsfalle die er aus dem gleichgewicht bringen könnte funktio-niert ja eh schon länger nicht mehr falls diese überhaupt gestellt wird. Das Hummels krachende Fouls oder Taktische Fouls (Freiburg) ziehen musste, liegt aber zu einem großen Teil daran, dass sich seine Mitspieler zu schade sind, bereits die Entstehung durch kleinere Fouls zu un-terbinden – auch hier wieder das zu passive Verteidigen und verzögern der klärenden Aktionen bis zur letzten Kette.
Ich habe Angst wenn Hakimi den Ball in der eigenen Hälfte bekommt, und seine Dribblings an-fängt, weil er dies auch gegen 2-3 Gegner zu tun pflegt, hängen bleibt, tlw. noch lamentiert, das sollte verständlich sein. Guerreiro nicht so extrem aber nicht unähnlich. Beide sollten den Ball nur erhalten wenn der Weg frei oder der Rückraum abgesichert ist.
Das ist eben wie ich finde ein Trugschluss: Mehr hilft mehr! Simple Mathematik, je mehr eigene Spieler ich in einem Bereich schicke, desto mehr Gegenspieler ziehen in diesen Bereich. Das einzige was man geschafft hat ist mehr Beine auf weniger Raum. Ich denke im Prinzip wollen wir beide das gleiche, nur mit unterschiedlichen Mitteln.
Ansonsten würde ich die Diskussion tatsächlich in den Taktikthread verlagern.
14.10.2019 - 21:17 Uhr
Quelle: www.kicker.de
Nach wochenlanger Pause in Folge einer Fußverletzung tastet sich Schulz gerade wieder an seine Spielfähigkeit heran. In der vergangenen Woche absolvierte er erstmals Teile des Teamtrainings, am Freitag dann sogar die komplette Einheit. Wenn sich der BVB ab Dienstag auf das kommende Bundesliga-Spiel gegen Borussia Mönchengladbach vorbereitet, soll der Linksverteidiger dauerhaft das gesamte Pensum bestreiten. Ein Comeback gegen seinen Ex-Klub, für den er zwischen 2015 und 2017 kickte - das würde aus Schulz' Sicht gut passen.
"Ich hoffe, dass es klappt", sagt er dem kicker und schildert dann seine Erleichterung darüber, dass der Fuß endlich wieder belastbar und weitgehend schmerzfrei ist. Die vergangenen Wochen, daraus macht er keinen Hehl, waren hart für den 25-Millionen-Euro-Einkauf der Borussia, der im Sommer aus Hoffenheim nach Dortmund wechselte und als feste Größe auf der linken Seite eingeplant war.
Sieht gut aus, wenn er jetzt keinen Rückschlag erleidet, könnte er gegen Gladbach durchaus wieder in den Kader zurückkehren. Guerreiro dürfte aber vorerst noch gesetzt sein, jetzt kommen ja aber die Wochen der Wahrheit in gebündelter Konzentration, da wird auch Schulz wieder auf seine Minuten kommen.
"Ich hoffe, dass es klappt", sagt er dem kicker und schildert dann seine Erleichterung darüber, dass der Fuß endlich wieder belastbar und weitgehend schmerzfrei ist. Die vergangenen Wochen, daraus macht er keinen Hehl, waren hart für den 25-Millionen-Euro-Einkauf der Borussia, der im Sommer aus Hoffenheim nach Dortmund wechselte und als feste Größe auf der linken Seite eingeplant war.
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