Hertha BSC Hertha BSC
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Marius Gersbeck
Geburtsdatum 20.06.1995
Alter 31
Nat. Deutschland  Deutschland
Größe 1,87m
Vertrag bis 30.06.2027
Position Torwart
Fuß links
Akt. Verein Hertha BSC

Leistungsdaten: 26/27

Marius Gersbeck [35]

20.12.2013 - 13:55 Uhr
Marius Gersbeck [35] |#1681
02.10.2023 - 23:48 Uhr
Wie ich gerade sehe wurde eine der wichtigsten Quellen erstaunlicherweise noch gar nicht behandelt: Die offizielle Pressemeldung von Hertha, wo u.a. auch Gersbeck selbst sich zu Wort äußert und etwas überraschend für mich eine direkte Stellungnahme bei der Mitgliederversammlung ankündigt (aber letztlich doch nicht so mutig - seine Ultras werden ihn dort schon schützen und stützen, Sorgen mache ich mir da schon eher um mögliche Kritiker vor Ort).

Daneben ist nun auch die Rhetorik von einem Herrn Herrich eine etwas vorsichtigere (wobei es für mich stark nach einer bewussten Korrektur des berechtigterweise kritisierten "geringe Schuld"-Statements aussieht).

Thomas E. Herrich, Geschäftsführer von Hertha BSC, erklärt dazu: „Seit der Einstellung des Verfahrens gegen Marius Gersbeck ist klar, dass es nicht zu einer strafrechtlichen Verurteilung kommt. Auch uns als Club gegenüber hat Marius Einsicht und Reue gezeigt, dennoch verurteilen wir seine außerdienstlichen Verfehlungen weiter auf das Schärfste und haben selbstverständlich nie aus dem Blick verloren, dass der Geschädigte ernste Verletzungen davongetragen hat. In den vergangenen Tagen haben wir Rücksprache mit unseren Gremien gehalten und dies thematisiert. Marius bekommt eine zweite Chance. Seine Suspendierung wird aufgehoben, er erhält vom Verein jedoch eine Abmahnung und eine empfindliche Geldstrafe. In absehbarer Zeit wird Marius aber wieder unter Auflagen am Trainingsbetrieb der Lizenzspielermannschaft teilnehmen. Darüber hinaus hat sich Marius dazu verpflichtet, sich fortan sozial zu engagieren, um seine Erfahrungen aus dieser Verfehlung weiterzugeben.“

Gersbeck selbst sagt: „Mir ist bewusst, dass ich einen riesigen Fehler gemacht habe. Ich habe in den letzten elf Wochen alles darangesetzt, diesen wieder gut zu machen. Ich bin froh, dass der Geschädigte meine aufrichtige Bitte um Entschuldigung angenommen hat. Auch die Fans und Mitglieder sowie die Mitarbeitenden von Hertha BSC möchte ich um Entschuldigung bitten. Ich danke dem Verein und ich danke jedem einzelnen von euch dafür, dass ich trotzdem weiter davon träumen darf, eines Tages im Olympiastadion für meine Blau-Weißen im Tor zu stehen. Ich bin kein schlechter Mensch und vor allem bin ich nicht der unreflektierte Prügel-Torwart, der sich nicht um sein Umfeld und seine Mitmenschen sorgt. Ich bin ein Familienvater, Ehemann, Freund und stolzer Arbeitnehmer meines Vereins, mit dem ich aufgewachsen bin. Deshalb möchte ich gerne auf der Mitgliederversammlung einige Worte an euch persönlich richten. Natürlich kann ich auch meine sportliche Situation aktuell sehr gut einschätzen. Mein Blick geht nun aber auch nach vorne und ich bin dankbar und demütig zugleich, dass ich ins Mannschaftstraining als Herthaner zurückkehren darf. An diesen Worten könnt ihr mich in Zukunft messen und ich hoffe, ihr gebt mir die Chance dazu. Ha Ho He.“


Fun Fact: Hertha hatte seine Verfehlungen bisher noch nie "aufs Schärfste" verurteilt und kann das somit gar nicht weiter so handhaben. Man müsste erstmal damit anfangen. Ebenso wenig hat man die schweren Verletzungen des Opfers immer im Blick gehabt. Sie wurden mW bisher ebenfalls nicht einmal erwähnt.

Gersbecks Rhetorik finde ich zu Beginn noch ok. Den Spruch mit dem "Familienvater, Ehemann, Freund und stolzer Arbeitnehmer" statt "schlechter Mensch" und "unreflektierter Prügel-Torwart" hätte er sich mE aber sparen sollen (zumal er da eigentlich ziemlich genau den Duktus vom blamablen Tagesspiegel-Artikel nachplappert).
Marius Gersbeck [35] |#1682
02.10.2023 - 23:49 Uhr
Zitat von EddyEagle
Zitat von chris2207

Welcher normale Arbeitnehmer kann sich das nach einem Fehler erlauben?


Wäre es ein normaler Arbeitnehmer hätten wir nie etwas davon mitbekommen! Kein Hahn hätte danach gekräht!
Fakt ist, er ist nun mal eine Person des öffentlichen Lebens und hat als solche auch eine Vorbildfunktion!
Zum einen kann man jetzt argumentieren, daß er die Kohle hat und sich so mehr oder weniger rausgekauft hat. Er wird dahingehend weder der Erste noch der Letzte gewesen sein! Als Vorbildfunktion echt nicht schön!!!
Andererseits hat er Mist gebaut, sich entschuldigt, dafür grade gestanden und deswegen verzieh im die Hertha unter strengen Auflagen! Und das ist eine Vorbildfunktion! Wenn du Mist baust, steh dazu, drück dich nicht vor der Verantwortung und dann kann dir die Gesellschaft eine 2. Chance geben, so wie die Hertha es tat! Grade für Jugendliche sollte das ein Zeichen sein, daß ein Fehler einem nicht unbedingt die Zukunft ruinieren muss! Finde ich schon wichtig!


1. Wäre es ein "normaler" Arbeitnehmer Gewesen hätte er sich nicht so leicht "rauskaufen" können.
2. Nicht nur er hat Vorbildfunktion, sondern auch sein Arbeitgeber. Der unter anderem Gewalt strikt ablehnt. Aber wenn man schon Geld bezahlt und er dann auch noch ein Berliner ist und dazu früher in der Kurve stand...
Wenn er ihm wirklich EINE mitgegeben hätte. Aber mehr als einmal zugeschlagen und dann noch mehr als einmal auf den am Boden liegenden zugetreten. Ganz ehrlich, dass ist unterste Schublade.
Aber jetzt provokant gesagt, wenn er das so gewohnt ist.
3. Steht er zu dem "Mist" den er gebaut hat? Er verlässt den Tatort, lässt einen Verletzten liegen und wird am nächsten morgen von Polizisten aufs Revier geladen. Ich habe bis heute kein öffentliches Wort der Reue oder Entschuldigung gehört. Jetzt mal abgesehen von einem vorgefertigten Statement im Zusammenhang mit einer Äußerung des Vereins. Wochenlanges Schweigen, bzw auf Anraten von Rechtsanwälten schnell dem Geschädigten eine Summe X zu geben, damit er die Füße still hält. Ist das in deinen Augen echt ein sich nicht vor der Verantwortung drücken?
Gerade für jugendliche ist das doch ein total klares Zeichen. Wenn du die richtigen Leute kennst...

•     •     •

Genitiv ins Wasser weils Dativ ist

wer ohne sich festzuhalten auf dem boden liegen kann ist nicht betrunken
Marius Gersbeck [35] |#1683
02.10.2023 - 23:57 Uhr
Zitat von a-j-s
Zitat von EddyEagle

Zitat von chris2207

Welcher normale Arbeitnehmer kann sich das nach einem Fehler erlauben?


Wäre es ein normaler Arbeitnehmer hätten wir nie etwas davon mitbekommen! Kein Hahn hätte danach gekräht!
Fakt ist, er ist nun mal eine Person des öffentlichen Lebens und hat als solche auch eine Vorbildfunktion!
Zum einen kann man jetzt argumentieren, daß er die Kohle hat und sich so mehr oder weniger rausgekauft hat. Er wird dahingehend weder der Erste noch der Letzte gewesen sein! Als Vorbildfunktion echt nicht schön!!!
Andererseits hat er Mist gebaut, sich entschuldigt, dafür grade gestanden und deswegen verzieh im die Hertha unter strengen Auflagen! Und das ist eine Vorbildfunktion! Wenn du Mist baust, steh dazu, drück dich nicht vor der Verantwortung und dann kann dir die Gesellschaft eine 2. Chance geben, so wie die Hertha es tat! Grade für Jugendliche sollte das ein Zeichen sein, daß ein Fehler einem nicht unbedingt die Zukunft ruinieren muss! Finde ich schon wichtig!


1. Wäre es ein "normaler" Arbeitnehmer Gewesen hätte er sich nicht so leicht "rauskaufen" können.
2. Nicht nur er hat Vorbildfunktion, sondern auch sein Arbeitgeber. Der unter anderem Gewalt strikt ablehnt. Aber wenn man schon Geld bezahlt und er dann auch noch ein Berliner ist und dazu früher in der Kurve stand...
Wenn er ihm wirklich EINE mitgegeben hätte. Aber mehr als einmal zugeschlagen und dann noch mehr als einmal auf den am Boden liegenden zugetreten. Ganz ehrlich, dass ist unterste Schublade.
Aber jetzt provokant gesagt, wenn er das so gewohnt ist.
3. Steht er zu dem "Mist" den er gebaut hat? Er verlässt den Tatort, lässt einen Verletzten liegen und wird am nächsten morgen von Polizisten aufs Revier geladen. Ich habe bis heute kein öffentliches Wort der Reue oder Entschuldigung gehört. Jetzt mal abgesehen von einem vorgefertigten Statement im Zusammenhang mit einer Äußerung des Vereins. Wochenlanges Schweigen, bzw auf Anraten von Rechtsanwälten schnell dem Geschädigten eine Summe X zu geben, damit er die Füße still hält. Ist das in deinen Augen echt ein sich nicht vor der Verantwortung drücken?
Gerade für jugendliche ist das doch ein total klares Zeichen. Wenn du die richtigen Leute kennst...


Ich sagte niemals, daß sein Verhalten richtig sei! Herrgott, es war es in keinster Weise!
Aber euer Verhalten ihn zu verbrennen war das Richtige? Ein ***** ist immer noch ein ***** , der seinen Verein liebt! Findet das heute!!!!

•     •     •



„Ich habe viel von meinem Geld für Alkohol, Weiber und schnelle Autos ausgegeben… Den Rest habe ich einfach verprasst!"
George Best
Marius Gersbeck [35] |#1684
03.10.2023 - 00:12 Uhr
Zitat von EddyEagle

Zitat von a-j-s

Zitat von EddyEagle

Zitat von chris2207

Welcher normale Arbeitnehmer kann sich das nach einem Fehler erlauben?


Wäre es ein normaler Arbeitnehmer hätten wir nie etwas davon mitbekommen! Kein Hahn hätte danach gekräht!
Fakt ist, er ist nun mal eine Person des öffentlichen Lebens und hat als solche auch eine Vorbildfunktion!
Zum einen kann man jetzt argumentieren, daß er die Kohle hat und sich so mehr oder weniger rausgekauft hat. Er wird dahingehend weder der Erste noch der Letzte gewesen sein! Als Vorbildfunktion echt nicht schön!!!
Andererseits hat er Mist gebaut, sich entschuldigt, dafür grade gestanden und deswegen verzieh im die Hertha unter strengen Auflagen! Und das ist eine Vorbildfunktion! Wenn du Mist baust, steh dazu, drück dich nicht vor der Verantwortung und dann kann dir die Gesellschaft eine 2. Chance geben, so wie die Hertha es tat! Grade für Jugendliche sollte das ein Zeichen sein, daß ein Fehler einem nicht unbedingt die Zukunft ruinieren muss! Finde ich schon wichtig!


1. Wäre es ein "normaler" Arbeitnehmer Gewesen hätte er sich nicht so leicht "rauskaufen" können.
2. Nicht nur er hat Vorbildfunktion, sondern auch sein Arbeitgeber. Der unter anderem Gewalt strikt ablehnt. Aber wenn man schon Geld bezahlt und er dann auch noch ein Berliner ist und dazu früher in der Kurve stand...
Wenn er ihm wirklich EINE mitgegeben hätte. Aber mehr als einmal zugeschlagen und dann noch mehr als einmal auf den am Boden liegenden zugetreten. Ganz ehrlich, dass ist unterste Schublade.
Aber jetzt provokant gesagt, wenn er das so gewohnt ist.
3. Steht er zu dem "Mist" den er gebaut hat? Er verlässt den Tatort, lässt einen Verletzten liegen und wird am nächsten morgen von Polizisten aufs Revier geladen. Ich habe bis heute kein öffentliches Wort der Reue oder Entschuldigung gehört. Jetzt mal abgesehen von einem vorgefertigten Statement im Zusammenhang mit einer Äußerung des Vereins. Wochenlanges Schweigen, bzw auf Anraten von Rechtsanwälten schnell dem Geschädigten eine Summe X zu geben, damit er die Füße still hält. Ist das in deinen Augen echt ein sich nicht vor der Verantwortung drücken?
Gerade für jugendliche ist das doch ein total klares Zeichen. Wenn du die richtigen Leute kennst...


Ich sagte niemals, daß sein Verhalten richtig sei! Herrgott, es war es in keinster Weise!
Aber euer Verhalten ihn zu verbrennen war das Richtige? Ein ***** ist immer noch ein ***** , der seinen Verein liebt! Findet das heute!!!!

Ich schäme mich fremd für meinen Verein, meinen Präsidenten und den Spieler der sich so verhalten hat.
Schön das er bei St. Pauli diese Akzeptant besitzt. Passt!

•     •     •

Hertha ist Liebe und LEIDENschaft.
Im schlimmsten Fall eine sexuelle Ausrichtung.
—————————————-
Der Kluge lernt aus allem und von jedem,
der Normale aus seinen Erfahrungen
und der Dumme weiß alles besser.

Sokrates

Dieser Beitrag wurde zuletzt von Der-Neue am 03.10.2023 um 00:14 Uhr bearbeitet
Marius Gersbeck [35] |#1685
03.10.2023 - 00:15 Uhr
Zitat von Spreedampfer92


Fun Fact: Hertha hatte seine Verfehlungen bisher noch nie "aufs Schärfste" verurteilt und kann das somit gar nicht weiter so handhaben. Man müsste erstmal damit anfangen. Ebenso wenig hat man die schweren Verletzungen des Opfers immer im Blick gehabt. Sie wurden mW bisher ebenfalls nicht einmal erwähnt.

Gersbecks Rhetorik finde ich zu Beginn noch ok. Den Spruch mit dem "Familienvater, Ehemann, Freund und stolzer Arbeitnehmer" statt "schlechter Mensch" und "unreflektierter Prügel-Torwart" hätte er sich mE aber sparen sollen (zumal er da eigentlich ziemlich genau den Duktus vom blamablen Tagesspiegel-Artikel nachplappert).


Deine funfacts sind schon voll lustig....

Hertha hat die schärfste Verurteilung die sie vor einer Kündigung für das Verhalten gewählt die sie wählen könnten. Er war für 11 Wochen suspendiert. Damit haben sie doch klar gemacht wie sie die Aktion finden. Er wird abgemahnt und muss noch eine Sanktion im Verein zahlen und darf nur zurück kommen, wenn er sich sozial angagiert in seiner Freizeit.

Und auch gut finde ich das du anscheind weißt was der Verein alles nicht gemacht hat. Woher hast du die Info? Oder schließt du das daraus das es darüber kein Springer Artikel gab?

Das ist übrigens der selbe Verlag, der aktuell im vergleich, nur sehr unkritisch über eine evtl neu Verpflichtung von Boateng bei Bayern berichtet, auch werden da keine Begriffe wie Prügelprofi erfunden um zu berichten.

Lasst uns gerne kritisch über den Vorgang diskutieren, lasst uns aber bitte auf faktische Ebene bewegen und uns nicht ständig spekulieren, was passiert ist6und was nicht. Wer das alles infrage stellt was der Verein über die Gremien verlauten lässt, dann geht bitte auf die MV und fragt kritisch und detailliert nach. Stellt Anträge das sie offen legen sollen, wie die Abläufe war oder was weiß ich.
Ich finde die Stellungnahme richtig und gut und ich kaufe es dem Verein ab, dass man es sich nicht leicht gemacht hat,jetzt haben gewählte gremien eine Entscheidung getroffen nach besten Wissen und Gewissen so wie es scheint und das reicht mir erstmal.
Marius Gersbeck [35] |#1686
03.10.2023 - 00:45 Uhr
Zitat von RoterKing
Zitat von Spreedampfer92

Fun Fact: Hertha hatte seine Verfehlungen bisher noch nie "aufs Schärfste" verurteilt und kann das somit gar nicht weiter so handhaben. Man müsste erstmal damit anfangen. Ebenso wenig hat man die schweren Verletzungen des Opfers immer im Blick gehabt. Sie wurden mW bisher ebenfalls nicht einmal erwähnt.

Gersbecks Rhetorik finde ich zu Beginn noch ok. Den Spruch mit dem "Familienvater, Ehemann, Freund und stolzer Arbeitnehmer" statt "schlechter Mensch" und "unreflektierter Prügel-Torwart" hätte er sich mE aber sparen sollen (zumal er da eigentlich ziemlich genau den Duktus vom blamablen Tagesspiegel-Artikel nachplappert).


Deine funfacts sind schon voll lustig....

Hertha hat die schärfste Verurteilung die sie vor einer Kündigung für das Verhalten gewählt die sie wählen könnten. Er war für 11 Wochen suspendiert. Damit haben sie doch klar gemacht wie sie die Aktion finden. Er wird abgemahnt und muss noch eine Sanktion im Verein zahlen und darf nur zurück kommen, wenn er sich sozial engagiert in seiner Freizeit.

Und auch gut finde ich, dass du anscheinend weißt, was der Verein alles nicht gemacht hat. Woher hast du die Info? Oder schließt du das daraus das es darüber kein Springer Artikel gab?

Lasst uns gerne kritisch über den Vorgang diskutieren, lasst uns aber bitte auf faktische Ebene bewegen und uns nicht ständig spekulieren, was passiert ist und was nicht.


Sie haben bislang faktisch nicht ein einziges Mal Bezug zu den Gewalthandlungen oder den Verletzungen des Opfers genommen. Genau das wurde ihnen hier im Forum wiederholt vorgeworfen und genau das wurde auch Herrich nach seinem "geringe Schuld"-Statement massiv von der Presse vorgeworfen - davon abgesehen, dass er damit auch die offizielle Stellungnahme der Richterin komplett falsch wiedergegeben hat, die von einem schweren "Verbrechen" sprach, für das er ohne die mildernden Umstände (Ersttäter mit geringer Rückfallwahrscheinlichkeit, vollumfänglich geständig, kompensationsbereit) ins Gefängnis gekommen wäre. Genau deshalb wird er das jetzt auch extra so auffällig betont haben.

Und wenn der Verein etwas nur intern verurteilt hat, dann hat es öffentlich faktisch nicht stattgefunden - egal ob in Springer, Kicker, FAZ oder meinetwegen rbb24 und TV Berlin. Das hat dann auch nichts mit Spekulation zu tun. Oder meinst Du jetzt wieder Spekulationen in Bezug auf den Tathergang? Den hat Herr Gersbeck inzwischen selbst vor Gericht bestätigt, womit er sich als letzter einreiht in die bisherigen Angaben der Polizei und der Tatzeugen.
Marius Gersbeck [35] |#1687
03.10.2023 - 01:17 Uhr
Zitat von Spreedampfer92
Zitat von RoterKing

Zitat von Spreedampfer92

Fun Fact: Hertha hatte seine Verfehlungen bisher noch nie "aufs Schärfste" verurteilt und kann das somit gar nicht weiter so handhaben. Man müsste erstmal damit anfangen. Ebenso wenig hat man die schweren Verletzungen des Opfers immer im Blick gehabt. Sie wurden mW bisher ebenfalls nicht einmal erwähnt.

Gersbecks Rhetorik finde ich zu Beginn noch ok. Den Spruch mit dem "Familienvater, Ehemann, Freund und stolzer Arbeitnehmer" statt "schlechter Mensch" und "unreflektierter Prügel-Torwart" hätte er sich mE aber sparen sollen (zumal er da eigentlich ziemlich genau den Duktus vom blamablen Tagesspiegel-Artikel nachplappert).


Deine funfacts sind schon voll lustig....

Hertha hat die schärfste Verurteilung die sie vor einer Kündigung für das Verhalten gewählt die sie wählen könnten. Er war für 11 Wochen suspendiert. Damit haben sie doch klar gemacht wie sie die Aktion finden. Er wird abgemahnt und muss noch eine Sanktion im Verein zahlen und darf nur zurück kommen, wenn er sich sozial engagiert in seiner Freizeit.

Und auch gut finde ich, dass du anscheinend weißt, was der Verein alles nicht gemacht hat. Woher hast du die Info? Oder schließt du das daraus das es darüber kein Springer Artikel gab?

Lasst uns gerne kritisch über den Vorgang diskutieren, lasst uns aber bitte auf faktische Ebene bewegen und uns nicht ständig spekulieren, was passiert ist und was nicht.


Sie haben bislang faktisch nicht ein einziges Mal Bezug zu den Gewalthandlungen oder den Verletzungen des Opfers genommen. Genau das wurde ihnen hier im Forum wiederholt vorgeworfen und genau das wurde auch Herrich nach seinem "geringe Schuld"-Statement massiv von der Presse vorgeworfen - davon abgesehen, dass er damit auch die offizielle Stellungnahme der Richterin komplett falsch wiedergegeben hat, die von einem schweren "Verbrechen" sprach, für das er ohne die mildernden Umstände (Ersttäter mit geringer Rückfallwahrscheinlichkeit, vollumfänglich geständig, kompensationsbereit) ins Gefängnis gekommen wäre. Genau deshalb wird er das jetzt auch extra so auffällig betont haben.

Und wenn der Verein etwas nur intern verurteilt hat, dann hat es öffentlich faktisch nicht stattgefunden - egal ob in Springer, Kicker, FAZ oder meinetwegen rbb24 und TV Berlin. Das hat dann auch nichts mit Spekulation zu tun. Oder meinst Du jetzt wieder Spekulationen in Bezug auf den Tathergang? Den hat Herr Gersbeck inzwischen selbst vor Gericht bestätigt, womit er sich als letzter einreiht in die bisherigen Angaben der Polizei und der Tatzeugen.


Nein ich bezieh mich nicht auf den Tathergang. Ich hätte auch härter verfahren als der Verein es jetzt tut. Für mich wäre er noch bis Ende des Jahres suspendiert geblieben. Und ich hätte ihn aufgefordert in der Zeit sich ehrenamtlich im Nachwuchsbereich zu angagieren um dem Nachwuchs klar zu machen, dass man seine Fehler eben nicht nach machen müssen.

Und wenn du was behauptest, was du nicht belegen kannst, ist es spekulieren. Richtig wir wissen nicht wie sich der Verein mit dem Opfer beschäftigt hat, weil es nicht kommuniziert wurde bisher. Ich weiß also nicht was gemacht wurde. Du spekulierst, weil es nicht kommuniziert wurde ist es auch nicht geschehen. Spekulierst also! Ne harmlose Spekulation, gab ihr schon einige die auch in nem Krimi stehen könnten.
Ja die Aussage war im ersten Statement etwas unglücklich und ist glaube auch naiv entstanden, weil man sich vor der ersten Mitteilung nicht mit der Rechtsabteilung beschäftigt hat. (jetzt spekuliere ich aber glauben ist ja auch nicht wissen) Das wurde im zweiten gemacht. Ist ja auch richtig, das man da auf die Kritik reagiert und nicht den Fehler wiederholt. Also für mich nix was ich an der zweiten kritisch sehe muss.

Und zu der Verurteilung von dem Verhalten Gersbecks. Es wurde öffentlich gemacht. Er wurde die Suspendierung per Pressemeiteilung bekannt gegeben. Die erfolgte Auch aufgrund der polizeilichen Ermittlungen wegen einer Gewalttat. Ja sie haben nicht gesagt wir verteilen Gewalt, müsse sie ja auch nicht steht ja in den Werten. Die Suspendierung ist die schärfste Form dieser Verein hat einen Spieler zu bestrafen und sein Verhalten zu veruteilen.

Hertha führt gerade eine Medienpolitik die sehr ruhig ist und das ist richtig. Es wird stark kontrolliert, was gesagt wird und was nicht. Auch in diesem Fall. Zumal man auch da anwaltliche Anweisungen bekommt wie man was kommuniziert. Auch das darf man kritisieren.

Kann aber auch Genre nochmal wiederholen das mir das Statement reicht um die Entscheidung, nach aktuellem Kenntnisstand zu akzeptieren. Dafür sind sie gewählt, am 15.10 müssen die gewählten Rechenschaft ablegen. Man darf sie auffordern dazu Stellungzunehmen und kann da überlegen ob man sie entlastet oder nicht.

Der Verein hat verurteilt auch wenn er es nicht Wort wörtlich kommuniziert hat. Ob es Kontakt Zum Opfer gab wissen wir nicht. Wir haben die Aussage das man sich dessen bewußt war, kann man glauben oder lassen.
Marius Gersbeck [35] |#1688
03.10.2023 - 03:36 Uhr
Die ganze Kommunikation war unsensibel (von "brauchen ihn eigentlich sportlich", "beobachten das Verfahren"... bis hin zu "nur geringe Schuld", "zweite Chance geben"). Wenn man da wirklich betroffen von der schwere der Gewalt und dem Zustand des Opfers war, dann hat man das wirklich sehr gut verborgen.

Und wenn man gewollt hätte, dann hätte man die Gewalt sicher in allgemeiner Form öffentlich verurteilen und zudem Solidarität mit dem Opfer formulieren können, vielleicht etwa so:
"Wir haben unseren Spieler aufgrund der laufenden Ermittlungen bis auf weiteres suspendiert. Bis zur abschließenden Klärung des Hergangs gilt vorerst weiter die Unschuldsvermutung und wir können und werden uns zum laufenden Verfahren auch nicht äußern. Bekanntlich verurteilen wir aber entschieden jede Form von Gewalt und behalten uns im gegebenen Fall entsprechende disziplinarische Schritte vor. Unabhängig vom Ausgang des Verfahrens fühlen wir mit dem Verletzten und wünschen diesem eine baldige und vollständige Genesung."

Jedenfalls stimmt es so faktisch nicht, dass man die Gewalt bereits vorher "auf's Schärfste verurteilt" hat. Eine Suspendierung an sich ist zudem auch noch kein Verurteilen. Man entbindet jemand von Pflichten oder einem Amt, was hier ja schon allein zur Klärung der Dinge und zur Beruhigung des Teams mehr als sinnvoll war (die haben alle live mitbekommen, wie er von der Polizei abgeholt wurde - und es wurde trotzdem sogar noch das unerlaubte Entfernen vom Gelände betont).
Marius Gersbeck [35] |#1689
03.10.2023 - 10:32 Uhr
Zitat von Spreedampfer92
Die ganze Kommunikation war unsensibel (von "brauchen ihn eigentlich sportlich", "beobachten das Verfahren"... bis hin zu "nur geringe Schuld", "zweite Chance geben"). Wenn man da wirklich betroffen von der schwere der Gewalt und dem Zustand des Opfers war, dann hat man das wirklich sehr gut verborgen.

Und wenn man gewollt hätte, dann hätte man die Gewalt sicher in allgemeiner Form öffentlich verurteilen und zudem Solidarität mit dem Opfer formulieren können, vielleicht etwa so:
"Wir haben unseren Spieler aufgrund der laufenden Ermittlungen bis auf weiteres suspendiert. Bis zur abschließenden Klärung des Hergangs gilt vorerst weiter die Unschuldsvermutung und wir können und werden uns zum laufenden Verfahren auch nicht äußern. Bekanntlich verurteilen wir aber entschieden jede Form von Gewalt und behalten uns im gegebenen Fall entsprechende disziplinarische Schritte vor. Unabhängig vom Ausgang des Verfahrens fühlen wir mit dem Verletzten und wünschen diesem eine baldige und vollständige Genesung."

Jedenfalls stimmt es so faktisch nicht, dass man die Gewalt bereits vorher "auf's Schärfste verurteilt" hat. Eine Suspendierung an sich ist zudem auch noch kein Verurteilen. Man entbindet jemand von Pflichten oder einem Amt, was hier ja schon allein zur Klärung der Dinge und zur Beruhigung des Teams mehr als sinnvoll war (die haben alle live mitbekommen, wie er von der Polizei abgeholt wurde - und es wurde trotzdem sogar noch das unerlaubte Entfernen vom Gelände betont).


Ich denke auch, dass es durchaus legitim ist sich zu fragen, aus welchem Grund Herthas Verantwortliche so defensiv und ohne klares Bekenntnis diesen Fall begleitet haben.
Macht den Anschein, dass die zwischenmenschlichen Promotion Aktionen von K.B und die anfängliche Präsenz um den Fan mitzunehmen, recht schnell wieder abgelegt wurde. Stattdessen wird nun die übliche Devise gefahren, bloß nichts nach Außen dringen lassen und zur Not tot schweigen.

Ja für seinen Ultra Weg wäre ein Rausschmiss sowas wie Verrat gewesen und er wäre in Ungnade gefallen. Also zieht man die Sache eben durch und hält die Nebengeräusche aus. Unterm Teppich ist noch viel Platz und der normale Mensch und Fan vergisst und verzeiht schon mit der Zeit.
Natürlich kann man diesen Weg des vermeintlich geringeren Schadens durchaus gehen und es würde sich vielleicht auch komisch anfühlen, wenn sie Gersbecks Verhalten klar und deutlich in der Öffentlichkeit verurteilt hätten und öffentlich kommuniziert hätten, wieso und weshalb hier in letzter Zeit jeder Fall der Verfehlung prinzipiell von Grund auf unterschiedlich behandelt wird.

Dafür müsste man aber mit offenen Karten spielen und das konnte und wollte unserer Verein noch nie. Da spielt es dann eben doch keine Rolle ob sich jemand in der Spitze als einer von uns gibt oder er eher unnahbar rüber kommt.
Am Ende des Tages steht nicht auf der Agenda sich klar und deutlich zu bekennen, dass man jegliche Gewalt ablehnt. Nein es geht wie in den so oft üblich darum, sich selbst nicht noch mehr zu schaden und lieber zu schweigen. Da würde ich mir an der Stelle klare Kante wünschen und Verantwortliche die kein Blatt vorm Mund nehmen und authentisch ihre Meinung sagen. Diese Leute gibt es und die können durchaus unbequem sein aber sie werden i.d.Regel gemocht, gerade weil sie eben nicht schweigen wenn es unbequem wird. Leider sind solche Typen eher bei anderen Teams zu finden aber auch dort an einer Hand abzuzählen.
So funktioniert nun mal unser gesellschaftliches System am einfachsten, bloß nicht angreifbar machen und zur Not dann eben verdrängen und aushalten.

Bei uns geht es dann gefühlt in erster Linie darum einen Plan zu schmieden, wie man bestmöglich aus der Nummer rauskommt. Einen der ermöglicht, nicht vom eigentlichen Plan abzukommen. Schließlich geht es um den wichtigsten Brückenbauer zu der Gruppierung die die entscheidenden Fäden scheinbar in der Hand hält.
Die Causa Gersbeck wurde von Grund auf zur Chefsache gemacht und eben anders behandelt als alle anderen Fälle. Dieses Verhalten ist es dann, was so berechnend und fragwürdig auf mich wirkt.

Keine klaren Bekenntnisse sind für mich ein Zeichen dafür, dass toleriert wird was gerade geschieht oder geschehen ist. Dieses Verhalten kann aus Angst, Überforderung, Selbstschutz oder aber aus Berechnung zustande kommen. Egal welche Gründe hier bei K.B. und Co zutreffen, mir gefallen sie nicht aber am Ende sind sie genauso menschlich wie die von denen, die den Mund aufgemacht hätten und Verantwortung übernommen hätten.

Eines ist klar, Hertha steht zu dir, da kann kommen was wolle! Zumindest wenn du gebraucht wirst. Zwinkernd

•     •     •

Tellerrand bestimmst nur Du allein
Marius Gersbeck [35] |#1690
03.10.2023 - 14:42 Uhr
Zitat von Spreedampfer92
Sie haben bislang faktisch nicht ein einziges Mal Bezug zu den Gewalthandlungen oder den Verletzungen des Opfers genommen. Genau das wurde ihnen hier im Forum wiederholt vorgeworfen und genau das wurde auch Herrich nach seinem "geringe Schuld"-Statement massiv von der Presse vorgeworfen


Doch das haben sie, im Grunde in jedem Artikel seit gestern nachzulesen. Welchen Wortlaut hättest du dir denn explizit gewünscht? Es ist schon etwas auffällig, dass seine Gegner jetzt primär gegen den Verein schießen und dessen Verhalten als Begründung nennen, wieso Gersbeck weg muss. Die Einsicht und der Umgang mit der Situation von Gersbeck selbst reduzieren die Angriffsfläche. Also muss was anderes her.

Von welchen "Werten" redet ihr eigentlich bei eurer Null-Toleranz Strategie? Wollt ihr nach einer Verfehlung ernsthaft selbst so behandelt werden?

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*** Hertha Berliner Sport Club ***
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