Hertha BSC Hertha BSC
deadline-day banner

Lars Windhorst

28.11.2019 - 23:49 Uhr
Lars Windhorst |#1651
10.10.2022 - 12:44 Uhr
Zitat von rossini
... Bei den Säulen von extern musst Du halt wirklich erst die nicht funktionierenden Säulen los werden, um Platz für neue Säulen zu schaffen. Da die so viel verdienen, kannst Du sie eben kaum verkaufen. Aber das wird schon, dauert eben noch...

Guter Beitrag. Danke. Wenn ich werten dürfte, dann würde ich das tun.

Klinsmann hatte vielleicht beim Offensichtlichen nicht unrecht, aber dann auf eine Weise gehandelt, die dem Verein massiv geschadet hat.

Windhorst hat nun noch eines drauf gesetzt. Jemanden ausspionieren zu lassen, auch seine Familie, Freunde und Bekannte, das ist ein Abgrund und menschlich, moralisch und ethisch betrachtet ein Offenbarungseid.
Der finanzielle Offenbarungseid bei Windhorst wird wahrscheinlich dann früher oder später auch noch kommen. Als Investor ist er nicht genügend potent und seine Geschäftspraxis zu windig, um auf Dauer eine tragende Säule im Verein zu sein. Das hat sich nun gezeigt.

Gegenbauer hat sich getäuscht, als er sich selber für den Anteilsverkauf an Tennor bei seinem Abtritt als Präsident selber lobte.
Lars Windhorst |#1652
10.10.2022 - 12:46 Uhr
Zitat von rossini
Zitat von petercriss1977

Und Klinsmann hatte doch mit allen Recht.
Hertha ist so verfilzt und voll mit Vetternwirtschaft verseucht, ...


Meinst Du damit die Clique Klinsmann/Köpke/Friedrich, die alle eine gemeinsame DFB-Vergangenheit verbindet und deren Söhne zwei von Ihnen bei Hertha untergebracht hatten, bevor sie dann Hertha (nach damaligem Motto) zum BCC machen wollten?

Meinst Du die in den Verein getragenen Ex-Premiere/Sky-Granden Kofler und Schmidt?

Welchen Filz und welche Vetternwirtschaft meinst Du und kannst Du da etwas belegen? Mich interessieren da wirklich die Details.

Zitat von petercriss1977

...das es kein Wunder ist das Union locker ohne viel Geld nur mit fähigen Leuten innerhalb eines Jahres an uns vorbeizog.


Die sind nicht lediglich an Hertha vorbei gezogen... die sind an der halben Bundesliga vorbei geflogen (und in der aktuellen Momentaufnahme sogar an der ganzen Bundesliga). Das ist exzellente Arbeit, die einfach hinten dicht schweißt und Investitionen in Stürmer vorsieht, die dann sofort auch wieder gewinnbringend verkauft werden. Dieses Underdog-Image (wir erinnern uns: Hertha blies zur gleichen Zeit sein Image zum BCC auf, bevor diesem Image die Luft ausging) sorgt für geringe Erwartungshaltung im Umfeld und die nach Bochum geringsten Einnahme-Volumen der Liga beweisen eigentlich, dass dort gerade wirklich fantastische Arbeit geleistet wird, die KEIN ANDERER Klub in der Liga so hinbekommt.
Ich finde es lobenswert, dass Du Dich am Erfolgsmodell der Liga ausrichtest, aber es ist nun nicht dem Unvermögen von Hertha zuzuschreiben, dass dies gelungen ist, selbst wenn man mal Unvermögen auf Hertha-Seite proklamiert.

Locker war an Unions Weg gar nichts... die leben Kontinuität und die Investitionen in Hertha sorgten für Brüche, die ausbleibenden Erfolge sowie den hohen Erwartungshaltungen sorgten für weitere Brüche in Dauerschleife. Man hat ja das Gefühl, dass gefühlt alle paar Monate bei Hertha auf einem wichtigen Posten gewechselt wird. Kontinuität sieht anders aus. Und der Hertha-Kader war deshalb ein Trümmerhaufen, weil man eben nicht Kontinuität gelebt hat, sondern dem Erfolg mit dauernd wechselnden Trainern hinterher hechelte.

Natürlich sind auf allen Seiten eine Menge Fehler gemacht worden. Das muss man nüchtern feststellen.
Aber wenn an allen Ecken und Enden bei Hertha nur Ahnungslosigkeit herrschte (im Verein wie auf Investorenseite), warum haben dann alle Fans im Umfeld damals auf der Party getanzt, bis die Musik aufhörte zu spielen? Das wäre doch dann eine Selbsttäuschung größter Ordnung gewesen, oder sehe ich das nicht richtig?

Zur Wahrheit gehört eben auch: so viel Geld tut, was es oft tut... es brennt einem riesige Löcher in die Taschen, wenn man es bekommt. Investitionen in einer Winter-Transferperiode... puh. Käufe mit Rückleihe für hohe, zweistellige Millionenbeträge... puh. Ein italienisch-polnisches One-Season-Wonder auf dem absteigenden Ast als Leistungsträger... nun ja. Ein Trainer, der Berichte für den Investor schreibt, dabei einen Großteil des Kaders negativ bewertet anstatt alle Spieler hinter sich zu vereinen... kann man nicht machen.
Zurück zum Geld: der Anspruch war doch, es in allen Bereichen zu investieren. Offenbar war es aber so, dass man nicht weit im Vorhinein diese Investitionen in den Kader plante/planen konnte. Zumindest wirkte das Gebaren am Transfermarkt nicht so, als hätte man schon lange mit entsprechenden zukünftigen Kaderstützen gesprochen und sie "längst an der Angel" gehabt.
Im Wintertransferfenster auch logisch... im Nachgang alles clever zu sagen, aber was machste mit den Millionen... bis zum Sommer liegen lassen? Wär wahrscheinlich besser gewesen, aber doch einigermaßen undenkbar. Zu hoch der Anspruch, zu problematisch die Covic-Headcoach-Zeit mit einem Kader im Umbruch.

All das hatte Union nicht. Dort waren die Kassen leer und die Verantwortlichen haben daraus ein dazu passendes Konzept gefolgert, das bei vielen Vereinen nicht funktioniert oder nur temporär (frag mal in Bochum nach). Bei Union hat man ob all der Transfers den Eindruck als würden die schon eingangs einer Saison die nächste planen. Kompliment.

Zitat von petercriss1977

und wir es nicht mal mit fast eine halben Milliarde Euro geschafft haben, wo Union es uns deutlich gezeigt hat wie man es richtig mit fast gar keinen Geld macht.


Naja, fast eine halbe Milliarde war's dann doch nicht... 374 Millionen sind trotzdem ein Haufen Geld. Aber mit viel Geld Erfolg zu haben ist - wie Du richtig erkennst - ein komplett andere Strategie als ohne Geld erfolgreich zu arbeiten. Hertha hatte mit ersterem gar keine Erfahrung - und hat es sportlich und kaderbaulich nicht gut hingekriegt (um es freundlich auszudrücken). Die restlichen Investitionen, um KKR rauszukaufen, um Schulden zu decken, um Covid-Verluste auszugleichen, waren notwendig und sinnvoll.

Zeitgleich hat Union einen ähnlichen Abfluss an Leistungsträgern gehabt, die immer wieder woanders hin gewechselt sind, um dort richtig Geld zu verdienen. Man ersetzt sie halt viel besser als es Hertha macht. Der wirkliche Unterschied ist aber, dass Herthas Kader voller Spieler war, die (im Vergleich zur Bundesliga-Konkurrenz) viel Geld verdienen und keine rechte Motivation hatten, dieses Budget wieder frei zu machen durch einen Wechsel. Und leider auch keine ihrem Gehalt entsprechenden Leistungen bei Hertha nachweisen können.

Solche Probleme kennt Union mit seinem Weg nicht. Die verkaufen jeden, der raussticht, wissen das schon vorher und kaufen Potential, solange es nicht zu teuer ist. Inzwischen sind sie ja auch in einer Position, wo der Schweizer Torschützenkönig sich für sie entscheidet. Da läufst Du nicht ganz so viel Gefahr, dass es überhaupt nicht funktioniert. Hertha nimmt in der gleichen Liga notgedrungen ein Regal weiter unten... und hat - voraussagbar - mit der Position im Sturm Schwierigkeiten (ist ja auch noch nicht raus, ob das so bleibt... Kanga kann schon was). Und trotzdem kann Hertha nicht einfach den Weg von Union kopieren.
Herthas DNA war schon immer, auf die Säulen "eigene Jugend" und "Stützen von extern" zu setzen - wenn man mal die Windhorst-Episode ausklammert. Bei den Säulen von extern musst Du halt wirklich erst die nicht funktionierenden Säulen los werden, um Platz für neue Säulen zu schaffen. Da die so viel verdienen, kannst Du sie eben kaum verkaufen. Aber das wird schon, dauert eben noch...


Starke Analyse!
Lars Windhorst |#1653
10.10.2022 - 12:58 Uhr
Zitat von Wil6ka
Zitat von rossini

Zitat von petercriss1977

Und Klinsmann hatte doch mit allen Recht.
Hertha ist so verfilzt und voll mit Vetternwirtschaft verseucht, ...


Meinst Du damit die Clique Klinsmann/Köpke/Friedrich, die alle eine gemeinsame DFB-Vergangenheit verbindet und deren Söhne zwei von Ihnen bei Hertha untergebracht hatten, bevor sie dann Hertha (nach damaligem Motto) zum BCC machen wollten?

Meinst Du die in den Verein getragenen Ex-Premiere/Sky-Granden Kofler und Schmidt?

Welchen Filz und welche Vetternwirtschaft meinst Du und kannst Du da etwas belegen? Mich interessieren da wirklich die Details.

Zitat von petercriss1977

...das es kein Wunder ist das Union locker ohne viel Geld nur mit fähigen Leuten innerhalb eines Jahres an uns vorbeizog.


Die sind nicht lediglich an Hertha vorbei gezogen... die sind an der halben Bundesliga vorbei geflogen (und in der aktuellen Momentaufnahme sogar an der ganzen Bundesliga). Das ist exzellente Arbeit, die einfach hinten dicht schweißt und Investitionen in Stürmer vorsieht, die dann sofort auch wieder gewinnbringend verkauft werden. Dieses Underdog-Image (wir erinnern uns: Hertha blies zur gleichen Zeit sein Image zum BCC auf, bevor diesem Image die Luft ausging) sorgt für geringe Erwartungshaltung im Umfeld und die nach Bochum geringsten Einnahme-Volumen der Liga beweisen eigentlich, dass dort gerade wirklich fantastische Arbeit geleistet wird, die KEIN ANDERER Klub in der Liga so hinbekommt.
Ich finde es lobenswert, dass Du Dich am Erfolgsmodell der Liga ausrichtest, aber es ist nun nicht dem Unvermögen von Hertha zuzuschreiben, dass dies gelungen ist, selbst wenn man mal Unvermögen auf Hertha-Seite proklamiert.

Locker war an Unions Weg gar nichts... die leben Kontinuität und die Investitionen in Hertha sorgten für Brüche, die ausbleibenden Erfolge sowie den hohen Erwartungshaltungen sorgten für weitere Brüche in Dauerschleife. Man hat ja das Gefühl, dass gefühlt alle paar Monate bei Hertha auf einem wichtigen Posten gewechselt wird. Kontinuität sieht anders aus. Und der Hertha-Kader war deshalb ein Trümmerhaufen, weil man eben nicht Kontinuität gelebt hat, sondern dem Erfolg mit dauernd wechselnden Trainern hinterher hechelte.

Natürlich sind auf allen Seiten eine Menge Fehler gemacht worden. Das muss man nüchtern feststellen.
Aber wenn an allen Ecken und Enden bei Hertha nur Ahnungslosigkeit herrschte (im Verein wie auf Investorenseite), warum haben dann alle Fans im Umfeld damals auf der Party getanzt, bis die Musik aufhörte zu spielen? Das wäre doch dann eine Selbsttäuschung größter Ordnung gewesen, oder sehe ich das nicht richtig?

Zur Wahrheit gehört eben auch: so viel Geld tut, was es oft tut... es brennt einem riesige Löcher in die Taschen, wenn man es bekommt. Investitionen in einer Winter-Transferperiode... puh. Käufe mit Rückleihe für hohe, zweistellige Millionenbeträge... puh. Ein italienisch-polnisches One-Season-Wonder auf dem absteigenden Ast als Leistungsträger... nun ja. Ein Trainer, der Berichte für den Investor schreibt, dabei einen Großteil des Kaders negativ bewertet anstatt alle Spieler hinter sich zu vereinen... kann man nicht machen.
Zurück zum Geld: der Anspruch war doch, es in allen Bereichen zu investieren. Offenbar war es aber so, dass man nicht weit im Vorhinein diese Investitionen in den Kader plante/planen konnte. Zumindest wirkte das Gebaren am Transfermarkt nicht so, als hätte man schon lange mit entsprechenden zukünftigen Kaderstützen gesprochen und sie "längst an der Angel" gehabt.
Im Wintertransferfenster auch logisch... im Nachgang alles clever zu sagen, aber was machste mit den Millionen... bis zum Sommer liegen lassen? Wär wahrscheinlich besser gewesen, aber doch einigermaßen undenkbar. Zu hoch der Anspruch, zu problematisch die Covic-Headcoach-Zeit mit einem Kader im Umbruch.

All das hatte Union nicht. Dort waren die Kassen leer und die Verantwortlichen haben daraus ein dazu passendes Konzept gefolgert, das bei vielen Vereinen nicht funktioniert oder nur temporär (frag mal in Bochum nach). Bei Union hat man ob all der Transfers den Eindruck als würden die schon eingangs einer Saison die nächste planen. Kompliment.

Zitat von petercriss1977

und wir es nicht mal mit fast eine halben Milliarde Euro geschafft haben, wo Union es uns deutlich gezeigt hat wie man es richtig mit fast gar keinen Geld macht.


Naja, fast eine halbe Milliarde war's dann doch nicht... 374 Millionen sind trotzdem ein Haufen Geld. Aber mit viel Geld Erfolg zu haben ist - wie Du richtig erkennst - ein komplett andere Strategie als ohne Geld erfolgreich zu arbeiten. Hertha hatte mit ersterem gar keine Erfahrung - und hat es sportlich und kaderbaulich nicht gut hingekriegt (um es freundlich auszudrücken). Die restlichen Investitionen, um KKR rauszukaufen, um Schulden zu decken, um Covid-Verluste auszugleichen, waren notwendig und sinnvoll.

Zeitgleich hat Union einen ähnlichen Abfluss an Leistungsträgern gehabt, die immer wieder woanders hin gewechselt sind, um dort richtig Geld zu verdienen. Man ersetzt sie halt viel besser als es Hertha macht. Der wirkliche Unterschied ist aber, dass Herthas Kader voller Spieler war, die (im Vergleich zur Bundesliga-Konkurrenz) viel Geld verdienen und keine rechte Motivation hatten, dieses Budget wieder frei zu machen durch einen Wechsel. Und leider auch keine ihrem Gehalt entsprechenden Leistungen bei Hertha nachweisen können.

Solche Probleme kennt Union mit seinem Weg nicht. Die verkaufen jeden, der raussticht, wissen das schon vorher und kaufen Potential, solange es nicht zu teuer ist. Inzwischen sind sie ja auch in einer Position, wo der Schweizer Torschützenkönig sich für sie entscheidet. Da läufst Du nicht ganz so viel Gefahr, dass es überhaupt nicht funktioniert. Hertha nimmt in der gleichen Liga notgedrungen ein Regal weiter unten... und hat - voraussagbar - mit der Position im Sturm Schwierigkeiten (ist ja auch noch nicht raus, ob das so bleibt... Kanga kann schon was). Und trotzdem kann Hertha nicht einfach den Weg von Union kopieren.
Herthas DNA war schon immer, auf die Säulen "eigene Jugend" und "Stützen von extern" zu setzen - wenn man mal die Windhorst-Episode ausklammert. Bei den Säulen von extern musst Du halt wirklich erst die nicht funktionierenden Säulen los werden, um Platz für neue Säulen zu schaffen. Da die so viel verdienen, kannst Du sie eben kaum verkaufen. Aber das wird schon, dauert eben noch...


Starke Analyse!


Siehste so ist das manchmal.....

Ich finde diese "Analyse" umfangreich aber bei weitem nicht stark!
Alleine folgende Äußerung disqualifiziert diese "Analyse" als stark zu betrachten:

Zitat von rossini
Hertha blies zur gleichen Zeit sein Image zum BCC auf, bevor diesem Image die Luft ausging


Das hat Hertha niemals angestoßen und schon mal gar nicht so kommuniziert!
Da muss ich sogar mal all die Unfähigen, die nun ja endlich alle weg sind, in Schutz nehmen.
LW hat das kommuniziert und das hat dann zuerst der Boulevard und dann die gesamte sportliche Medienlandschaft in Deutschland, zum Teil bis heute, gerne aufgenommen!
Über die anderen Theorien ist nun wirklich schon alles gesagt worden, eventuell nur noch nicht von jedemzwinker

•     •     •

Hertha ist Liebe und LEIDENschaft.
Im schlimmsten Fall eine sexuelle Ausrichtung.
—————————————-
Der Kluge lernt aus allem und von jedem,
der Normale aus seinen Erfahrungen
und der Dumme weiß alles besser.

Sokrates
Lars Windhorst |#1654
10.10.2022 - 13:04 Uhr
Zitat von Der-Neue

Zitat von rossini

Hertha blies zur gleichen Zeit sein Image zum BCC auf, bevor diesem Image die Luft ausging


Das hat Hertha niemals angestoßen und schon mal gar nicht so kommuniziert!
Da muss ich sogar mal all die Unfähigen, die nun ja endlich alle weg sind, in Schutz nehmen.
LW hat das kommuniziert und das hat dann zuerst der Boulevard und dann die gesamte sportliche Medienlandschaft in Deutschland, zum Teil bis heute, gerne aufgenommen!
Über die anderen Theorien ist nun wirklich schon alles gesagt worden, eventuell nur noch nicht von jedemzwinker


Das stimmt so nicht!

"Big City Club" ist ein Begriff, den Hertha in seinem Verkaufsprospekt bei der Investorensuche verwendet hat. Somit ist dieser sehr wohl von Hertha geprägt worden - nur eben nicht über die Medien.
Lars Windhorst |#1655
10.10.2022 - 13:15 Uhr
Zitat von NYR_LW

Zitat von Der-Neue

Zitat von rossini

Hertha blies zur gleichen Zeit sein Image zum BCC auf, bevor diesem Image die Luft ausging


Das hat Hertha niemals angestoßen und schon mal gar nicht so kommuniziert!
Da muss ich sogar mal all die Unfähigen, die nun ja endlich alle weg sind, in Schutz nehmen.
LW hat das kommuniziert und das hat dann zuerst der Boulevard und dann die gesamte sportliche Medienlandschaft in Deutschland, zum Teil bis heute, gerne aufgenommen!
Über die anderen Theorien ist nun wirklich schon alles gesagt worden, eventuell nur noch nicht von jedemzwinker


Das stimmt so nicht!

"Big City Club" ist ein Begriff, den Hertha in seinem Verkaufsprospekt bei der Investorensuche verwendet hat. Somit ist dieser sehr wohl von Hertha geprägt worden - nur eben nicht über die Medien.

Das kann ich leider so nicht nachvollziehen!
Dieses Prospekt ist mir leider nicht zugänglich. Ich kann lediglich mit den Informationen argumentieren die allgemein zugänglich sind und davon habe ich noch nie gehört, im Gegenteil, es wurde von Hertha immer wieder betont, dass man selbst nicht den Begriff BCC benutzt hat.....
Im Tagesspiegel online steht u.a. heute "............Big City Club? Bei Hertha will Windhorsts Worte schon lange keiner mehr hören. ....."
Quelle:
https://www.tagesspiegel.de/sport/krise-bei-hertha-bsc-traume-kann-man-nicht-kaufen-8722270.html?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE

•     •     •

Hertha ist Liebe und LEIDENschaft.
Im schlimmsten Fall eine sexuelle Ausrichtung.
—————————————-
Der Kluge lernt aus allem und von jedem,
der Normale aus seinen Erfahrungen
und der Dumme weiß alles besser.

Sokrates

Dieser Beitrag wurde zuletzt von Der-Neue am 10.10.2022 um 13:36 Uhr bearbeitet
Lars Windhorst |#1656
10.10.2022 - 13:30 Uhr
Zitat von NYR_LW

Zitat von Der-Neue

Zitat von rossini

Hertha blies zur gleichen Zeit sein Image zum BCC auf, bevor diesem Image die Luft ausging


Das hat Hertha niemals angestoßen und schon mal gar nicht so kommuniziert!
Da muss ich sogar mal all die Unfähigen, die nun ja endlich alle weg sind, in Schutz nehmen.
LW hat das kommuniziert und das hat dann zuerst der Boulevard und dann die gesamte sportliche Medienlandschaft in Deutschland, zum Teil bis heute, gerne aufgenommen!
Über die anderen Theorien ist nun wirklich schon alles gesagt worden, eventuell nur noch nicht von jedemzwinker


Das stimmt so nicht!

"Big City Club" ist ein Begriff, den Hertha in seinem Verkaufsprospekt bei der Investorensuche verwendet hat. Somit ist dieser sehr wohl von Hertha geprägt worden - nur eben nicht über die Medien.

Es ist nicht das Gleiche einen Begriff intern unter ein paar Augen vor Investoren zu verwenden und in extern für das Marketing zu verwenden. Hertha hat den Begriff nie in die Öffentlichkeit gezogen. LW kann man keinen Vorwurf machen den Begriff verwendet zu haben, wenn man sich nicht vorher intern dazu abspricht. Der Investor muss sein hohes Investment seinen Geldgebern erklären und verkaufen.

Die Analyse krankt noch an einem anderen Punkt. Die Vetternwirtschaft betrifft das gesamte Umfeld von Bobic, insbesondere den genannten Covic. Mit Korkut, Dufner, Thiam, Zelichowski, Borst, Ruhr, Westphal, Wane und weiteren wurden die Personalausgaben nicht geschont. Die Akademie, ist durch die Verpflichtungen nicht besser geworden, die Kaderplanung auch nicht.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Borse am 10.10.2022 um 13:35 Uhr bearbeitet
Lars Windhorst |#1657
10.10.2022 - 16:43 Uhr
Zitat von Der-Neue
Zitat von Wil6ka

Zitat von rossini

Zitat von petercriss1977

Und Klinsmann hatte doch mit allen Recht.
Hertha ist so verfilzt und voll mit Vetternwirtschaft verseucht, ...


Meinst Du damit die Clique Klinsmann/Köpke/Friedrich, die alle eine gemeinsame DFB-Vergangenheit verbindet und deren Söhne zwei von Ihnen bei Hertha untergebracht hatten, bevor sie dann Hertha (nach damaligem Motto) zum BCC machen wollten?

Meinst Du die in den Verein getragenen Ex-Premiere/Sky-Granden Kofler und Schmidt?

Welchen Filz und welche Vetternwirtschaft meinst Du und kannst Du da etwas belegen? Mich interessieren da wirklich die Details.

Zitat von petercriss1977

...das es kein Wunder ist das Union locker ohne viel Geld nur mit fähigen Leuten innerhalb eines Jahres an uns vorbeizog.


Die sind nicht lediglich an Hertha vorbei gezogen... die sind an der halben Bundesliga vorbei geflogen (und in der aktuellen Momentaufnahme sogar an der ganzen Bundesliga). Das ist exzellente Arbeit, die einfach hinten dicht schweißt und Investitionen in Stürmer vorsieht, die dann sofort auch wieder gewinnbringend verkauft werden. Dieses Underdog-Image (wir erinnern uns: Hertha blies zur gleichen Zeit sein Image zum BCC auf, bevor diesem Image die Luft ausging) sorgt für geringe Erwartungshaltung im Umfeld und die nach Bochum geringsten Einnahme-Volumen der Liga beweisen eigentlich, dass dort gerade wirklich fantastische Arbeit geleistet wird, die KEIN ANDERER Klub in der Liga so hinbekommt.
Ich finde es lobenswert, dass Du Dich am Erfolgsmodell der Liga ausrichtest, aber es ist nun nicht dem Unvermögen von Hertha zuzuschreiben, dass dies gelungen ist, selbst wenn man mal Unvermögen auf Hertha-Seite proklamiert.

Locker war an Unions Weg gar nichts... die leben Kontinuität und die Investitionen in Hertha sorgten für Brüche, die ausbleibenden Erfolge sowie den hohen Erwartungshaltungen sorgten für weitere Brüche in Dauerschleife. Man hat ja das Gefühl, dass gefühlt alle paar Monate bei Hertha auf einem wichtigen Posten gewechselt wird. Kontinuität sieht anders aus. Und der Hertha-Kader war deshalb ein Trümmerhaufen, weil man eben nicht Kontinuität gelebt hat, sondern dem Erfolg mit dauernd wechselnden Trainern hinterher hechelte.

Natürlich sind auf allen Seiten eine Menge Fehler gemacht worden. Das muss man nüchtern feststellen.
Aber wenn an allen Ecken und Enden bei Hertha nur Ahnungslosigkeit herrschte (im Verein wie auf Investorenseite), warum haben dann alle Fans im Umfeld damals auf der Party getanzt, bis die Musik aufhörte zu spielen? Das wäre doch dann eine Selbsttäuschung größter Ordnung gewesen, oder sehe ich das nicht richtig?

Zur Wahrheit gehört eben auch: so viel Geld tut, was es oft tut... es brennt einem riesige Löcher in die Taschen, wenn man es bekommt. Investitionen in einer Winter-Transferperiode... puh. Käufe mit Rückleihe für hohe, zweistellige Millionenbeträge... puh. Ein italienisch-polnisches One-Season-Wonder auf dem absteigenden Ast als Leistungsträger... nun ja. Ein Trainer, der Berichte für den Investor schreibt, dabei einen Großteil des Kaders negativ bewertet anstatt alle Spieler hinter sich zu vereinen... kann man nicht machen.
Zurück zum Geld: der Anspruch war doch, es in allen Bereichen zu investieren. Offenbar war es aber so, dass man nicht weit im Vorhinein diese Investitionen in den Kader plante/planen konnte. Zumindest wirkte das Gebaren am Transfermarkt nicht so, als hätte man schon lange mit entsprechenden zukünftigen Kaderstützen gesprochen und sie "längst an der Angel" gehabt.
Im Wintertransferfenster auch logisch... im Nachgang alles clever zu sagen, aber was machste mit den Millionen... bis zum Sommer liegen lassen? Wär wahrscheinlich besser gewesen, aber doch einigermaßen undenkbar. Zu hoch der Anspruch, zu problematisch die Covic-Headcoach-Zeit mit einem Kader im Umbruch.

All das hatte Union nicht. Dort waren die Kassen leer und die Verantwortlichen haben daraus ein dazu passendes Konzept gefolgert, das bei vielen Vereinen nicht funktioniert oder nur temporär (frag mal in Bochum nach). Bei Union hat man ob all der Transfers den Eindruck als würden die schon eingangs einer Saison die nächste planen. Kompliment.

Zitat von petercriss1977

und wir es nicht mal mit fast eine halben Milliarde Euro geschafft haben, wo Union es uns deutlich gezeigt hat wie man es richtig mit fast gar keinen Geld macht.


Naja, fast eine halbe Milliarde war's dann doch nicht... 374 Millionen sind trotzdem ein Haufen Geld. Aber mit viel Geld Erfolg zu haben ist - wie Du richtig erkennst - ein komplett andere Strategie als ohne Geld erfolgreich zu arbeiten. Hertha hatte mit ersterem gar keine Erfahrung - und hat es sportlich und kaderbaulich nicht gut hingekriegt (um es freundlich auszudrücken). Die restlichen Investitionen, um KKR rauszukaufen, um Schulden zu decken, um Covid-Verluste auszugleichen, waren notwendig und sinnvoll.

Zeitgleich hat Union einen ähnlichen Abfluss an Leistungsträgern gehabt, die immer wieder woanders hin gewechselt sind, um dort richtig Geld zu verdienen. Man ersetzt sie halt viel besser als es Hertha macht. Der wirkliche Unterschied ist aber, dass Herthas Kader voller Spieler war, die (im Vergleich zur Bundesliga-Konkurrenz) viel Geld verdienen und keine rechte Motivation hatten, dieses Budget wieder frei zu machen durch einen Wechsel. Und leider auch keine ihrem Gehalt entsprechenden Leistungen bei Hertha nachweisen können.

Solche Probleme kennt Union mit seinem Weg nicht. Die verkaufen jeden, der raussticht, wissen das schon vorher und kaufen Potential, solange es nicht zu teuer ist. Inzwischen sind sie ja auch in einer Position, wo der Schweizer Torschützenkönig sich für sie entscheidet. Da läufst Du nicht ganz so viel Gefahr, dass es überhaupt nicht funktioniert. Hertha nimmt in der gleichen Liga notgedrungen ein Regal weiter unten... und hat - voraussagbar - mit der Position im Sturm Schwierigkeiten (ist ja auch noch nicht raus, ob das so bleibt... Kanga kann schon was). Und trotzdem kann Hertha nicht einfach den Weg von Union kopieren.
Herthas DNA war schon immer, auf die Säulen "eigene Jugend" und "Stützen von extern" zu setzen - wenn man mal die Windhorst-Episode ausklammert. Bei den Säulen von extern musst Du halt wirklich erst die nicht funktionierenden Säulen los werden, um Platz für neue Säulen zu schaffen. Da die so viel verdienen, kannst Du sie eben kaum verkaufen. Aber das wird schon, dauert eben noch...


Starke Analyse!


Siehste so ist das manchmal.....

Ich finde diese "Analyse" umfangreich aber bei weitem nicht stark!
Alleine folgende Äußerung disqualifiziert diese "Analyse" als stark zu betrachten:

Zitat von rossini

Hertha blies zur gleichen Zeit sein Image zum BCC auf, bevor diesem Image die Luft ausging


Das hat Hertha niemals angestoßen und schon mal gar nicht so kommuniziert!
Da muss ich sogar mal all die Unfähigen, die nun ja endlich alle weg sind, in Schutz nehmen.
LW hat das kommuniziert und das hat dann zuerst der Boulevard und dann die gesamte sportliche Medienlandschaft in Deutschland, zum Teil bis heute, gerne aufgenommen!
Über die anderen Theorien ist nun wirklich schon alles gesagt worden, eventuell nur noch nicht von jedemzwinker


Ich hab das verkürzt dargestellt. Tatsächlich hab ich den Investor Lars Windhorst zum Zeitpunkt der ursprünglichen Vereinbarung mit zur "Partei Hertha BSC" gezählt. Du hast das ggf. noch einmal genauer definiert. Ich lebe mit meinen Unzulänglichkeiten und akzeptiere sie.
Ich bemühe mich weiterhin, bei sensiblen Themen präziser zu formulieren.
Aber es macht fürs Image von Hertha selbstredend wenig Unterschied, ob Windhorst es aufbläst oder wer auch immer in verantwortlichen Position. Das Image des Vereins kann auch durch Außen "aufgeblasen" oder "angekratzt" werden, wenn ein Partner mit dem Hertha in direkter Geschäftsverbindung steht über Hertha spricht und Begrifflichkeiten prägt. Frag mal republikweit ein bisschen herum, inwieweit Außenstehende sich bemühen, hier den feinen Unterschied überhaupt nur zu bemerken.

•     •     •

Borussia ein Leben lang ++ Im Zeichen der Raute geboren ++ Leidenschaft kommt von Leiden
Lars Windhorst |#1658
10.10.2022 - 16:47 Uhr
Zitat von Borse

Die Analyse krankt noch an einem anderen Punkt. Die Vetternwirtschaft betrifft das gesamte Umfeld von Bobic, insbesondere den genannten Covic. Mit Korkut, Dufner, Thiam, Zelichowski, Borst, Ruhr, Westphal, Wane und weiteren wurden die Personalausgaben nicht geschont. Die Akademie, ist durch die Verpflichtungen nicht besser geworden, die Kaderplanung auch nicht.


Oh, das ist schön, dass Du Details nennst, magst Du das erklärend ausführen? Inwieweit sind die genannten Personen durch Vetternwirtschaft verbunden und inwieweit schaden "Covic, Korkut, Dufner, Thiam, Zelichowski, Borst, Ruhr, Westphal, Wane und weitere" dem Verein?
Ich hoffe, Du schreibst etwas mehr dazu, als dass sie Gehälter beziehen.
Mir fehlen da intime Einblicke in das Innenleben Eures Vereins und ich wäre aufrichtig interessiert, hier mehr zu lesen.

•     •     •

Borussia ein Leben lang ++ Im Zeichen der Raute geboren ++ Leidenschaft kommt von Leiden
Lars Windhorst |#1659
10.10.2022 - 16:50 Uhr
Zitat von Der-Neue

Das hat Hertha niemals angestoßen und schon mal gar nicht so kommuniziert!
Da muss ich sogar mal all die Unfähigen, die nun ja endlich alle weg sind, in Schutz nehmen.
LW hat das kommuniziert und das hat dann zuerst der Boulevard und dann die gesamte sportliche Medienlandschaft in Deutschland, zum Teil bis heute, gerne aufgenommen!
Über die anderen Theorien ist nun wirklich schon alles gesagt worden, eventuell nur noch nicht von jedemzwinker


Das ist von deiner Seite aus falsch!
Der Slogan "Big City Club" ist keiner Erfindung von LW gewesen, dies wurde damals auch ausführlich in den Medien erklärt.
Der Begriff BCC entstand durch eine Marketingfirma, die Hertha beauftragt hatte, um LW das Geschäftsmodell Hertha BSC zu verkaufen! Daraus folgt das Hertha das ganze mit dem BC angestoßen hat.
LW hat diesen Begriff dann aufgenommen, genauso wie Klinsmann!
Wenn du Googel benutzt, wirst du dazu einiges finden!

•     •     •

„Fallen ist keine Schande, aber liegen bleiben!“
Lars Windhorst |#1660
10.10.2022 - 17:03 Uhr
Zitat von Tropper
Zitat von Der-Neue

Das hat Hertha niemals angestoßen und schon mal gar nicht so kommuniziert!
Da muss ich sogar mal all die Unfähigen, die nun ja endlich alle weg sind, in Schutz nehmen.
LW hat das kommuniziert und das hat dann zuerst der Boulevard und dann die gesamte sportliche Medienlandschaft in Deutschland, zum Teil bis heute, gerne aufgenommen!
Über die anderen Theorien ist nun wirklich schon alles gesagt worden, eventuell nur noch nicht von jedemzwinker


Das ist von deiner Seite aus falsch!
Der Slogan "Big City Club" ist keiner Erfindung von LW gewesen, dies wurde damals auch ausführlich in den Medien erklärt.
Der Begriff BCC entstand durch eine Marketingfirma, die Hertha beauftragt hatte, um LW das Geschäftsmodell Hertha BSC zu verkaufen! Daraus folgt das Hertha das ganze mit dem BC angestoßen hat.
LW hat diesen Begriff dann aufgenommen, genauso wie Klinsmann!
Wenn du Googel benutzt, wirst du dazu einiges finden!

Das hat Capital in ihrem Bericht über Hertha und Windhorst heute so ebenfalls noch einmal bestätigt. Der Begriff stand in einer Hertha Präsentation, um das Invest schmackhaft zu machen. Konkret war es so, dass Hertha als Ziel ausgab zu einem "Big Club" aufzusteigen.
  Post-Optionen
Den kompletten Thread wirklich löschen?

  Paten-Optionen
Möchtest Du den Beitrag wirklich löschen?
  Diesen Beitrag alarmieren
  Diesen Beitrag alarmieren
  Diesen Beitrag alarmieren
  Lesezeichen
  Abonnierte Threads
  Guter Beitrag
  Guter Beitrag
  Guter Beitrag
  Post-Optionen
Nutze die Thread-Suche, wenn Du diesen Post in einen anderen Thread verschieben möchtest. Drücke Thread erstellen, wenn aus diesem Post ein eigenständiger Thread werden soll.
Widerruf Tracking & Cookies

Du hast erfolgreich deine Einwilligung in die Nutzung unseres Angebots mit Tracking und Cookies widerrufen. Damit entfallen alle Einwilligungen, die du zuvor über den (Cookie-) Einwilligungsbanner bzw. über den Privacy-Manager erteilt hast. Du kannst dich jetzt erneut zwischen dem Pur-Abo und der Nutzung mit Tracking und Cookies entscheiden. Bitte beachte, dass dieser Widerruf aus technischen Gründen keine Wirksamkeit für sonstige Einwilligungen (z.B. in den Empfang von Newslettern) entfalten kann. Bitte wende dich diesbezüglich an datenschutz@transfermarkt.de.