HisTORie und Histörchen
11.09.2008 - 21:56 Uhr
30.05.2020 - 03:32 Uhr
Quelle: www.kicker.de
Der kicker-Countdown
47 - Wenn Aufsteiger den Platzhirsch erlegen
(...)
47-mal konnte ein Aufsteiger den amtierenden Meister schlagen - genauso oft gewann ein Liga-Neuling gegen einen Tabellenführer.
(...)
Arminia Bielefeld ist der Bundesligist, der am häufigsten den amtierenden Meister eins auswischte. Die Ostwestfalen schlugen in der Saison 1970/71 auswärts Borussia Mönchengladbach mit 2:0, in der Spielzeit 1978/79 musste der 1. FC Köln mit 1:0 daran glauben, in der Spielzeit 1996/97 hatte Borussia Dortmund mit 0:2 das Nachsehen und auch Werder Bremen musste als Meister in der Saison 2004/05 die Bielefelder Siegermentalität beim 2:1 des Underdogs anerkennen.
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47 - Wenn Aufsteiger den Platzhirsch erlegen
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47-mal konnte ein Aufsteiger den amtierenden Meister schlagen - genauso oft gewann ein Liga-Neuling gegen einen Tabellenführer.
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Arminia Bielefeld ist der Bundesligist, der am häufigsten den amtierenden Meister eins auswischte. Die Ostwestfalen schlugen in der Saison 1970/71 auswärts Borussia Mönchengladbach mit 2:0, in der Spielzeit 1978/79 musste der 1. FC Köln mit 1:0 daran glauben, in der Spielzeit 1996/97 hatte Borussia Dortmund mit 0:2 das Nachsehen und auch Werder Bremen musste als Meister in der Saison 2004/05 die Bielefelder Siegermentalität beim 2:1 des Underdogs anerkennen.
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06.06.2020 - 15:29 Uhr
Großer Rückblick: Arminias erster Aufstiegs-Wahnsinn vor 50 Jahren
Der DSC klopft derzeit an die Bundesliga-Tür. Vor einem halben Jahrhundert war das auch so. Es war dramatisch - und dann folgte ein Rausch in Schwarz-Weiß-Blau.
von Bernd J. Wagner
Der DSC klopft derzeit an die Bundesliga-Tür. Vor einem halben Jahrhundert war das auch so. Es war dramatisch - und dann folgte ein Rausch in Schwarz-Weiß-Blau.
von Bernd J. Wagner
Zitat von NW
(...)
Die Arminen waren zwar gut in die Saison gestartet, standen gar am 10. Spieltag auf dem 2. Tabellenplatz, rutschten aber im November 1969 nach einer vermeidbaren Niederlage gegen die Spielvereinigung aus Lünen auf den 6. Tabellenplatz ab.
Die Liga wurde souverän vom VfL Bochum angeführt. Für viele überraschend folgte in Bielefeld die Entlassung des Trainers. Hans Wendlandt, der die Arminen seit 1966 trainierte, sei wegen „unüberbrückbarer Gegensätze der beiderseitigen Auffassungen" von seinen Aufgaben freigestellt worden, teilte Wilhelm Stute, Vorsitzender des Traditionsvereins, mit.
(...)
Wendlandts Nachfolger wurde Egon Piechaczek, der bis zu seiner Entlassung den 1. FC Kaiserslautern trainiert hatte und „unter dessen Anleitung Gerd Roggensack so groß" herausgekommen war; der Bielefelder Stürmerstar spielte 1967/68 in Kaiserslautern.
(...)
Der Trainerwechsel zeigte Wirkung: Drei Spieltage vor dem Saisonende führten die Arminen die Tabelle vor den punktgleichen Bochumern an, hatten aber ein besseres Torverhältnis, spielten danach aber mit gezogener Handbremse, um in der Aufstiegsrunde nicht als Tabellenerster in der Gruppe mit dem grüßten Favoriten Kickers Offenbach zu spielen.
Problem mit den Umkleidekabinen
Die Taktik hatte Erfolg: Als Tabellenzweiter qualifizierte sich der DSC Arminia für die Aufstiegsrunde. Während Bochum nun in der „starken" Gruppe mit Offenbach, Hertha Zehlendorf, VfL Wolfsburg und FK Pirmasens spielen musste, bildete Arminia Bielefeld mit SV Alsenborn, Tennis Borussia Berlin, Karlsruher SC und VfL Osnabrück die zweite Gruppe.
(...)
Als am 19. April das Spitzenspiel der Regionalliga West gegen den VfL Bochum stattfand, herrschte drangvolle Enge auf der „Alm". Die „sprichwörtliche Ölsardine (genieße) in ihrer Dose mit Sicherheit mehr Bewegungsfreiheit" als die Fußballfans im Stadion, berichtete anderntags die NW.
Zum Applaudieren fehlte der Platz, und „wer sich eine Zigarette anzünden wollte, lief Gefahr, seinen Nachbarn gleich mit in Brand zu setzen". Unter den Zuschauern war auch Oberbürgermeister Hinnendahl, der noch im Stadion ankündigte, dass die Zuschauerkapazität erhöht werden müsse.
(...)
Einen Tag nach dem Spiel, am 20. April, reichte der Sportausschuss einen Dringlichkeitsantrag ein, der die Kapazität der „Alm" auf bis zu 30.000 Zuschauer erhöhen sollte. Die Stadt veranschlagte für den Bau einer 8.600 Stehplätze umfassenden Stahlrohrtribüne 350.000 DM.
(...)
Am Morgen des 27. Juni führte der Karlsruher SC mit 11:5 Punkten die Tabelle der Aufstiegsgruppe 1 an. Bielefeld folgte mit 10:4 Punkten auf dem zweiten Platz. Während Karlsruhe die Aufstiegsrunde bereits beendet hatte, blieb Bielefeld noch das letzte Spiel in Berlin, das die Arminen gewinnen mussten, wenn sie in die Bundesliga aufsteigen wollten.
Im „Glutofen des Berliner Olympiastadions", es sollen an diesem Nachmittag dort 52° Celsius auf dem Platz gemessen worden sein, gewannen die Arminen mit 2:0. Im Stadion verfolgten nur 4.000 Zuschauer das Spiel, von denen mindestens die Hälfte aus Bielefeld angereist war.
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Die Arminen waren zwar gut in die Saison gestartet, standen gar am 10. Spieltag auf dem 2. Tabellenplatz, rutschten aber im November 1969 nach einer vermeidbaren Niederlage gegen die Spielvereinigung aus Lünen auf den 6. Tabellenplatz ab.
Die Liga wurde souverän vom VfL Bochum angeführt. Für viele überraschend folgte in Bielefeld die Entlassung des Trainers. Hans Wendlandt, der die Arminen seit 1966 trainierte, sei wegen „unüberbrückbarer Gegensätze der beiderseitigen Auffassungen" von seinen Aufgaben freigestellt worden, teilte Wilhelm Stute, Vorsitzender des Traditionsvereins, mit.
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Wendlandts Nachfolger wurde Egon Piechaczek, der bis zu seiner Entlassung den 1. FC Kaiserslautern trainiert hatte und „unter dessen Anleitung Gerd Roggensack so groß" herausgekommen war; der Bielefelder Stürmerstar spielte 1967/68 in Kaiserslautern.
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Der Trainerwechsel zeigte Wirkung: Drei Spieltage vor dem Saisonende führten die Arminen die Tabelle vor den punktgleichen Bochumern an, hatten aber ein besseres Torverhältnis, spielten danach aber mit gezogener Handbremse, um in der Aufstiegsrunde nicht als Tabellenerster in der Gruppe mit dem grüßten Favoriten Kickers Offenbach zu spielen.
Problem mit den Umkleidekabinen
Die Taktik hatte Erfolg: Als Tabellenzweiter qualifizierte sich der DSC Arminia für die Aufstiegsrunde. Während Bochum nun in der „starken" Gruppe mit Offenbach, Hertha Zehlendorf, VfL Wolfsburg und FK Pirmasens spielen musste, bildete Arminia Bielefeld mit SV Alsenborn, Tennis Borussia Berlin, Karlsruher SC und VfL Osnabrück die zweite Gruppe.
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Als am 19. April das Spitzenspiel der Regionalliga West gegen den VfL Bochum stattfand, herrschte drangvolle Enge auf der „Alm". Die „sprichwörtliche Ölsardine (genieße) in ihrer Dose mit Sicherheit mehr Bewegungsfreiheit" als die Fußballfans im Stadion, berichtete anderntags die NW.
Zum Applaudieren fehlte der Platz, und „wer sich eine Zigarette anzünden wollte, lief Gefahr, seinen Nachbarn gleich mit in Brand zu setzen". Unter den Zuschauern war auch Oberbürgermeister Hinnendahl, der noch im Stadion ankündigte, dass die Zuschauerkapazität erhöht werden müsse.
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Einen Tag nach dem Spiel, am 20. April, reichte der Sportausschuss einen Dringlichkeitsantrag ein, der die Kapazität der „Alm" auf bis zu 30.000 Zuschauer erhöhen sollte. Die Stadt veranschlagte für den Bau einer 8.600 Stehplätze umfassenden Stahlrohrtribüne 350.000 DM.
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Am Morgen des 27. Juni führte der Karlsruher SC mit 11:5 Punkten die Tabelle der Aufstiegsgruppe 1 an. Bielefeld folgte mit 10:4 Punkten auf dem zweiten Platz. Während Karlsruhe die Aufstiegsrunde bereits beendet hatte, blieb Bielefeld noch das letzte Spiel in Berlin, das die Arminen gewinnen mussten, wenn sie in die Bundesliga aufsteigen wollten.
Im „Glutofen des Berliner Olympiastadions", es sollen an diesem Nachmittag dort 52° Celsius auf dem Platz gemessen worden sein, gewannen die Arminen mit 2:0. Im Stadion verfolgten nur 4.000 Zuschauer das Spiel, von denen mindestens die Hälfte aus Bielefeld angereist war.
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10.06.2020 - 14:53 Uhr
Als ich das hier las, musste ich direkt an die Diskussionen in den letzten Tagen im anderen Thread über die Anpassungen und Umbauten der Alm denken, um die Auflagen nach langer Erstliga-Abstinenz wieder zu erfüllen
Bernd Wagner vom Stadtarchiv Bielefeld blickt auf Arminias ersten Bundesligaaufstieg zurück
Vor 50 Jahren: Erstmals 1. Liga
Bernd Wagner vom Stadtarchiv Bielefeld blickt auf Arminias ersten Bundesligaaufstieg zurück
Vor 50 Jahren: Erstmals 1. Liga
Zitat von WB
(...)
Die Euphorie des 2:0-Sieges gegen den starken Konkurrenten wurde aber auch ins Rathaus getragen. Einen Tag nach dem Spiel reichte der Sportausschuss einen Dringlichkeitsantrag ein, der die Kapazität der „Alm“ auf bis zu 30.000 Zuschauer erhöhen sollte. Die Stadt veranschlagte für den Bau einer 8600 Stehplätze umfassenden Stahlrohrtribüne 300.000 bis 350.000 Mark und erklärte sich bereit, die Hälfte der Kosten zu tragen. Für die andere Hälfte wollte Oberbürgermeister Herbert Hinnendahl die Geldinstitute in Bielefeld gewinnen, die im Rahmen eines Sponsorings Anteile in Höhe von bis zu 20.000 Mark zeichnen konnten. Innerhalb weniger Tage lagen Zusagen von über 100.000 DM vor.
(...)
In der Tat reichte die sportliche Leistung eines Vereins nicht mehr aus, sich für das Fußballoberhaus zu qualifizieren. Als neuer Bundesligist musste Arminia zuerst einmal 250.000 DM Kaution an den Deutschen Fußballbund zahlen – Geld, das nicht da war. Bei Serienbeginn musste es zudem 10.000 überdachte Plätze auf der Alm geben – „das Geld dafür ist nicht da“, schrieb ein Kolumnist. Trainer und Spieler wollten höher dotierte Bundesligaverträge, einige Funktionäre mussten zu ‚Hauptamtlichen‘ ernannt oder eingestellt werden.
Ein Sportredakteur der Deutschen Presseagentur formulierte, die Bundesliga sei für Bielefeld ein „Abenteuer“; die „größten Probleme“ würden erst mit dem Aufstieg auf den Verein zukommen. Allen Unkenrufen zum Trotz erfüllte Bielefeld die Auflagen des DFB und spielte als prophezeiter „Punktelieferant“ und „Abstiegskandidat Nummer 1“ eine erstaunlich gute Saison.
(...)
Und dann platzte die Bombe. Zunächst ungläubig hörte man in Bielefeld von der Pressekonferenz des Offenbacher Präsidenten Horst Gregorio Canellas (1921-1999), der erstmals von Bestechung sprach.
Dem Jubel im Juni 1970 folgte nur ein Jahr später Enttäuschung, Trauer und Wut. „Arminia ist tief gefallen nach dem Bestechungsskandal, an dem sich längst nicht nur der ostwestfälische Traditionsverein beteiligt hatte“, schreibt Wagner.
Erst 1978 glückte der zweite Aufstieg, dem noch fünf weitere Aufstiege, aber auch Abstiege folgten. Nun, 50 Jahre nach dem ersten Aufstieg, soll es wieder gelingen.
(...)
Die Euphorie des 2:0-Sieges gegen den starken Konkurrenten wurde aber auch ins Rathaus getragen. Einen Tag nach dem Spiel reichte der Sportausschuss einen Dringlichkeitsantrag ein, der die Kapazität der „Alm“ auf bis zu 30.000 Zuschauer erhöhen sollte. Die Stadt veranschlagte für den Bau einer 8600 Stehplätze umfassenden Stahlrohrtribüne 300.000 bis 350.000 Mark und erklärte sich bereit, die Hälfte der Kosten zu tragen. Für die andere Hälfte wollte Oberbürgermeister Herbert Hinnendahl die Geldinstitute in Bielefeld gewinnen, die im Rahmen eines Sponsorings Anteile in Höhe von bis zu 20.000 Mark zeichnen konnten. Innerhalb weniger Tage lagen Zusagen von über 100.000 DM vor.
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In der Tat reichte die sportliche Leistung eines Vereins nicht mehr aus, sich für das Fußballoberhaus zu qualifizieren. Als neuer Bundesligist musste Arminia zuerst einmal 250.000 DM Kaution an den Deutschen Fußballbund zahlen – Geld, das nicht da war. Bei Serienbeginn musste es zudem 10.000 überdachte Plätze auf der Alm geben – „das Geld dafür ist nicht da“, schrieb ein Kolumnist. Trainer und Spieler wollten höher dotierte Bundesligaverträge, einige Funktionäre mussten zu ‚Hauptamtlichen‘ ernannt oder eingestellt werden.
Ein Sportredakteur der Deutschen Presseagentur formulierte, die Bundesliga sei für Bielefeld ein „Abenteuer“; die „größten Probleme“ würden erst mit dem Aufstieg auf den Verein zukommen. Allen Unkenrufen zum Trotz erfüllte Bielefeld die Auflagen des DFB und spielte als prophezeiter „Punktelieferant“ und „Abstiegskandidat Nummer 1“ eine erstaunlich gute Saison.
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Und dann platzte die Bombe. Zunächst ungläubig hörte man in Bielefeld von der Pressekonferenz des Offenbacher Präsidenten Horst Gregorio Canellas (1921-1999), der erstmals von Bestechung sprach.
Dem Jubel im Juni 1970 folgte nur ein Jahr später Enttäuschung, Trauer und Wut. „Arminia ist tief gefallen nach dem Bestechungsskandal, an dem sich längst nicht nur der ostwestfälische Traditionsverein beteiligt hatte“, schreibt Wagner.
Erst 1978 glückte der zweite Aufstieg, dem noch fünf weitere Aufstiege, aber auch Abstiege folgten. Nun, 50 Jahre nach dem ersten Aufstieg, soll es wieder gelingen.
26.07.2020 - 19:08 Uhr
Als Arminias Profis auf der Oetinghauser Alm ein Bad in der Menge nahmen
Das Verhandlungsgeschick eines gewieften Kaufmanns, das Öffnen eines Gullideckels und viel Arbeit im Hintergrund - erst danach konnte 2006 Arminias Gastspiel auf der Oetinghauser Alm steigen.
von Andreas Gerth
Das Verhandlungsgeschick eines gewieften Kaufmanns, das Öffnen eines Gullideckels und viel Arbeit im Hintergrund - erst danach konnte 2006 Arminias Gastspiel auf der Oetinghauser Alm steigen.
von Andreas Gerth
Zitat von NW
(...)
„Am Vormittag vor dem Spiel hat es in Strömen geregnet. Alles lief über und stand unter Wasser", erinnert sich Jürgen Niewöhner. Nur dem Öffnen eines Gullideckels und einer beherzten Reinigung der Kanalisation sei es zu verdanken gewesen, dass das Wasser am Platz abfließen konnte. Dies ist eine von mehreren Anekdoten, die Arminias Gastspiel beim SV 06 zu einem unvergesslichen Erlebnis machten.
(...)
Und so dürften die Verantwortlichen des Erstligisten, damals Roland Kentsch und Reinhard Saftig, nicht schlecht gestaunt haben, als da dieser Vertreter eines Dorfvereins bei ihnen im Büro saß und ihnen mit dem Brustton der Überzeugung erklärte: „Wir wollen Arminia unbedingt für unser Jubiläumsspiel. Aber wir sind ein kleiner Verein. Mehr als 5.000 Euro geht nicht!" Wie darauf die Herren Saftig und Kentsch zunächst reagierten, da die gewohnten Vereinbarungen doch um einiges höher lagen, ist nicht bekannt, das Resultat hingegen schon: Ein unterschriebener Vertrag. „Das war natürlich ein Schnäppchen", ist dem gewieften Kaufmann von damals noch heute die Freude über den gelungenen Abschluss anzumerken.
Jetzt musste das gebührende Drumherum her. Als Moderator wurde „Manni" Breuckmann verpflichtet. „Der war auch nicht ganz billig", lässt Niewöhner durchblicken. Im und rund um das Festzelt wurde in Sachen Gastronomie so ziemlich alles aufgefahren, was möglich war.
(...)
Clemens Goeke, Schiedsrichter der Begegnung, erinnert sich zuerst an die Trikotfrage. „Arminias Trainer Thomas von Heesen fragte nach, ob sie denn so spielen könnten", so Goeke. „Das ging aber gar nicht, das Blau der beiden Mannschaften war fast identisch. Daraufhin hat von Heesen den Zeugwart, der auch der Busfahrer war, direkt wieder nach Bielefeld zurückgeschickt und zu seinen Jungs gesagt, sie würden erst einmal in Leibchen auflaufen." Zur zweiten Halbzeit waren die neuen Trikots schließlich da und auch das Arminia-Wappen wieder zu sehen.
(...)
„Man versucht ja bei solchen Spielen immer ohne Karten auszukommen, aber Jörg Böhme hat dann tatsächlich eine bekommen." Goeke zeigte dem Arminen Gelb, „weil das Foul so klar war. Er verlor ein Laufduell und riss seinen Gegenspieler, der bestimmt 15 Jahre jünger war, einfach mit beiden Händen um, da war die Karte fällig", erzählt Clemens Goeke, der heute im Fußballkreis als Lehrwart tätig ist.
(...)
Die Geschichte des Spiels ist schnell erzählt. Der damalige Erstligist, in dessen Reihen so bekannte Spieler wie Artur Wichniarek, Heiko Westermann, Rüdiger Kauf, Ioannis Masmanidis, Markus Schuler, Markus Bollmann und Torhüter Mathias Hain standen, gewann das Freundschaftsspiel mit 9:0.
(...)
Belohnt wurden die Gastgeber mit dem Besuch von offiziell 1.300 Zuschauern, wobei es durchaus einige mehr gewesen sein dürften. „Arminia hat sich sehr volksnah gegeben und nach dem Spiel alle Autogrammwünsche erfüllt. Dass sie mit allen bekannten Profis und Offiziellen wie Albrecht Lämmchen, Roland Kentsch und Reinhard Saftig bei uns waren und trotzdem alles so familiär ablief, hat mich besonders gefreut", erzählt Jürgen Niewöhner, der mit Arminia-Trainer Thomas von Heesen sofort per Du war.
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„Am Vormittag vor dem Spiel hat es in Strömen geregnet. Alles lief über und stand unter Wasser", erinnert sich Jürgen Niewöhner. Nur dem Öffnen eines Gullideckels und einer beherzten Reinigung der Kanalisation sei es zu verdanken gewesen, dass das Wasser am Platz abfließen konnte. Dies ist eine von mehreren Anekdoten, die Arminias Gastspiel beim SV 06 zu einem unvergesslichen Erlebnis machten.
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Und so dürften die Verantwortlichen des Erstligisten, damals Roland Kentsch und Reinhard Saftig, nicht schlecht gestaunt haben, als da dieser Vertreter eines Dorfvereins bei ihnen im Büro saß und ihnen mit dem Brustton der Überzeugung erklärte: „Wir wollen Arminia unbedingt für unser Jubiläumsspiel. Aber wir sind ein kleiner Verein. Mehr als 5.000 Euro geht nicht!" Wie darauf die Herren Saftig und Kentsch zunächst reagierten, da die gewohnten Vereinbarungen doch um einiges höher lagen, ist nicht bekannt, das Resultat hingegen schon: Ein unterschriebener Vertrag. „Das war natürlich ein Schnäppchen", ist dem gewieften Kaufmann von damals noch heute die Freude über den gelungenen Abschluss anzumerken.
Jetzt musste das gebührende Drumherum her. Als Moderator wurde „Manni" Breuckmann verpflichtet. „Der war auch nicht ganz billig", lässt Niewöhner durchblicken. Im und rund um das Festzelt wurde in Sachen Gastronomie so ziemlich alles aufgefahren, was möglich war.
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Clemens Goeke, Schiedsrichter der Begegnung, erinnert sich zuerst an die Trikotfrage. „Arminias Trainer Thomas von Heesen fragte nach, ob sie denn so spielen könnten", so Goeke. „Das ging aber gar nicht, das Blau der beiden Mannschaften war fast identisch. Daraufhin hat von Heesen den Zeugwart, der auch der Busfahrer war, direkt wieder nach Bielefeld zurückgeschickt und zu seinen Jungs gesagt, sie würden erst einmal in Leibchen auflaufen." Zur zweiten Halbzeit waren die neuen Trikots schließlich da und auch das Arminia-Wappen wieder zu sehen.
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„Man versucht ja bei solchen Spielen immer ohne Karten auszukommen, aber Jörg Böhme hat dann tatsächlich eine bekommen." Goeke zeigte dem Arminen Gelb, „weil das Foul so klar war. Er verlor ein Laufduell und riss seinen Gegenspieler, der bestimmt 15 Jahre jünger war, einfach mit beiden Händen um, da war die Karte fällig", erzählt Clemens Goeke, der heute im Fußballkreis als Lehrwart tätig ist.
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Die Geschichte des Spiels ist schnell erzählt. Der damalige Erstligist, in dessen Reihen so bekannte Spieler wie Artur Wichniarek, Heiko Westermann, Rüdiger Kauf, Ioannis Masmanidis, Markus Schuler, Markus Bollmann und Torhüter Mathias Hain standen, gewann das Freundschaftsspiel mit 9:0.
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Belohnt wurden die Gastgeber mit dem Besuch von offiziell 1.300 Zuschauern, wobei es durchaus einige mehr gewesen sein dürften. „Arminia hat sich sehr volksnah gegeben und nach dem Spiel alle Autogrammwünsche erfüllt. Dass sie mit allen bekannten Profis und Offiziellen wie Albrecht Lämmchen, Roland Kentsch und Reinhard Saftig bei uns waren und trotzdem alles so familiär ablief, hat mich besonders gefreut", erzählt Jürgen Niewöhner, der mit Arminia-Trainer Thomas von Heesen sofort per Du war.
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16.08.2020 - 12:10 Uhr
Westerwinters Trauma gegen Saarbrücken
Matthias Westerwinter bringt Arminia mit 1:0 im Relegations-Rückspiel gegen Saarbrücken in Führung, trotzdem erlebte er bittere Momente
von Peter Burkamp
Matthias Westerwinter bringt Arminia mit 1:0 im Relegations-Rückspiel gegen Saarbrücken in Führung, trotzdem erlebte er bittere Momente
von Peter Burkamp
Zitat von NW
(...)
Wenn er an das Rückspiel am 17. Juni auf der Alm denkt, ist plötzlich alles wieder präsent. Der Gang durch „diesen Käfig, und dann waren da diese Menschenmassen. 34.000 – ein unglaublicher Anblick." Kurz vor dem Spiel hatte Teamgefährte Uli Büscher dem Jungprofi noch ins Gewissen geredet. „Es geht um die Region, es geht um Arminia und es geht auch um viel Geld, sagte er zu mir."
(...)
Die Arminen waren von sich überzeugt. „Ich will nicht sagen überheblich, aber die allgemeine Einschätzung war, dass Saarbrücken eigentlich keine Chance hat", erinnert sich Westerwinter. Horst Wohlers habe zu ihm gesagt: „Lass uns hier locker durchziehen, dann können wir nächste Woche in Bielefeld eine schöne Feier machen."
Im Spiel rächte sich dann, dass große Teile der Mannschaft am Abend vorher „länger als man sollte", wie es Westerwinter beschreibt, an der Theke saßen. „Und dann läuft es eben so, wie es läuft."
(...)
„Selbst danach hat keiner gedacht, wir könnten das im Rückspiel nicht aufholen." Doch es passierte, das 1:1-Unentschieden war zu wenig.
(...)
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Wenn er an das Rückspiel am 17. Juni auf der Alm denkt, ist plötzlich alles wieder präsent. Der Gang durch „diesen Käfig, und dann waren da diese Menschenmassen. 34.000 – ein unglaublicher Anblick." Kurz vor dem Spiel hatte Teamgefährte Uli Büscher dem Jungprofi noch ins Gewissen geredet. „Es geht um die Region, es geht um Arminia und es geht auch um viel Geld, sagte er zu mir."
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Die Arminen waren von sich überzeugt. „Ich will nicht sagen überheblich, aber die allgemeine Einschätzung war, dass Saarbrücken eigentlich keine Chance hat", erinnert sich Westerwinter. Horst Wohlers habe zu ihm gesagt: „Lass uns hier locker durchziehen, dann können wir nächste Woche in Bielefeld eine schöne Feier machen."
Im Spiel rächte sich dann, dass große Teile der Mannschaft am Abend vorher „länger als man sollte", wie es Westerwinter beschreibt, an der Theke saßen. „Und dann läuft es eben so, wie es läuft."
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„Selbst danach hat keiner gedacht, wir könnten das im Rückspiel nicht aufholen." Doch es passierte, das 1:1-Unentschieden war zu wenig.
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Dieser Beitrag wurde zuletzt von Juan-Lede am 17.08.2020 um 11:11 Uhr bearbeitet
26.09.2020 - 11:27 Uhr
Arminia gegen Köln: "Siehst du, Uwe, so wird das gemacht"
Im Mai 2005 wurde Uwe Rapolder beim DSC entlassen, einen Tag nachdem er verkündet hatte, zum 1. FC Köln zu wechseln. Das erste Aufeinandertreffen der Klubs geriet zum Häme-Spektaktel für die Arminia-Fans.
von Rainer Klusmeyer
Im Mai 2005 wurde Uwe Rapolder beim DSC entlassen, einen Tag nachdem er verkündet hatte, zum 1. FC Köln zu wechseln. Das erste Aufeinandertreffen der Klubs geriet zum Häme-Spektaktel für die Arminia-Fans.
von Rainer Klusmeyer
Zitat von NW
Es war Mai 2005, als Uwe Rapolder in der noch laufenden Saison entschied, Trainer des 1. FC Köln werden zu wollen. Sein damaliger Klub, die Arminia, dankte es ihm mit dem Rauswurf einen Tag später. Umso größer war die Genugtuung, als Rapolder am 17. Dezember mit "seiner Neuen" auf die Alm kam, nur um sich so richtig einen abzuholen. Unser Kollege Rainer Klusmeyer berichtete damals von der Revanche mit Folgen für den Übungsleiter.
Bielefeld. Nur keine falsche Bescheidenheit mehr. So dachte sich Reinhard Saftig und listete auf, welche Fakten den DSC Arminia nach dem 3:2 über den 1. FC Köln zum Hinrunden-Abschluss mutiger werden lassen. „Wir waren die klar bessere Mannschaft, haben trotz schwierigster Bedingungen richtig guten Fußball gespielt, acht Punkte Vorsprung auf einen Nichtabstiegsplatz sind jede Menge Holz, und am Dienstag können wir auch noch ins Viertelfinale des DFB-Pokals vorstoßen, das macht mir alles einfach nur Spaß."
(...)
Ganze sieben Minuten dauerte das Warten auf den Ausgleich und die folgenden, begeisterndsten acht Heimminuten der Hinrunde:
(...)
Die Fans feiern bereits den Sieg und schicken einen kleinen musikalischen Gruß an Ex-Coach Rapolder: „Siehst du, Uwe, so wird das gemacht."
(...)
Für die Kölner änderte sich auch mit dem Ende der kurzen Ägide von Rapolder nichts. Sein Nachfolger, der Schweizer Hans-Peter Latour, konnte den Abstieg nicht verhindern und wurde mit dem "Effzeh" nur 17.
(...)
Es war Mai 2005, als Uwe Rapolder in der noch laufenden Saison entschied, Trainer des 1. FC Köln werden zu wollen. Sein damaliger Klub, die Arminia, dankte es ihm mit dem Rauswurf einen Tag später. Umso größer war die Genugtuung, als Rapolder am 17. Dezember mit "seiner Neuen" auf die Alm kam, nur um sich so richtig einen abzuholen. Unser Kollege Rainer Klusmeyer berichtete damals von der Revanche mit Folgen für den Übungsleiter.
Bielefeld. Nur keine falsche Bescheidenheit mehr. So dachte sich Reinhard Saftig und listete auf, welche Fakten den DSC Arminia nach dem 3:2 über den 1. FC Köln zum Hinrunden-Abschluss mutiger werden lassen. „Wir waren die klar bessere Mannschaft, haben trotz schwierigster Bedingungen richtig guten Fußball gespielt, acht Punkte Vorsprung auf einen Nichtabstiegsplatz sind jede Menge Holz, und am Dienstag können wir auch noch ins Viertelfinale des DFB-Pokals vorstoßen, das macht mir alles einfach nur Spaß."
(...)
Ganze sieben Minuten dauerte das Warten auf den Ausgleich und die folgenden, begeisterndsten acht Heimminuten der Hinrunde:
(...)
Die Fans feiern bereits den Sieg und schicken einen kleinen musikalischen Gruß an Ex-Coach Rapolder: „Siehst du, Uwe, so wird das gemacht."
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Für die Kölner änderte sich auch mit dem Ende der kurzen Ägide von Rapolder nichts. Sein Nachfolger, der Schweizer Hans-Peter Latour, konnte den Abstieg nicht verhindern und wurde mit dem "Effzeh" nur 17.
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29.09.2020 - 19:51 Uhr
Hier mal ein launiger Beitrag zu uns von der Deutschen Welle.
Vorhin nebenan beim Nachbarn gefunden. Danke an Heimatverein, der ihn dort eingestellt hat.
"HOW a conspiracy theory made it to the Bundesliga | Arminia Bielefeld"
https://www.youtube.com/watch?v=J-uNN7utYMY
Vorhin nebenan beim Nachbarn gefunden. Danke an Heimatverein, der ihn dort eingestellt hat.
"HOW a conspiracy theory made it to the Bundesliga | Arminia Bielefeld"
https://www.youtube.com/watch?v=J-uNN7utYMY
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Wilhelm2704 am 29.09.2020 um 19:54 Uhr bearbeitet
24.10.2020 - 01:43 Uhr
Anno Arminia 2007: Mit dem Geist von Herzlake und König Artur zum Sieg in Wolfsburg
Im April 2007 steckt Arminia Bielefeld mitten im Abstiegskampf der Bundesliga - auch, weil es auswärts selten Grund zum Jubeln gibt. In Wolfsburg aber ist der Klassenerhalt wieder realistisch.
von Jan Ahlers
Im April 2007 steckt Arminia Bielefeld mitten im Abstiegskampf der Bundesliga - auch, weil es auswärts selten Grund zum Jubeln gibt. In Wolfsburg aber ist der Klassenerhalt wieder realistisch.
von Jan Ahlers
Zitat von NW
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Im April 2007 ist die Lage düster im Tabellenkeller. Arminia hat am 29. Spieltag der Saison 2006/07 daheim 2:4 gegen Eintracht Frankfurt verloren, Trainer Ernst Middendorp ordnet ein Kurztrainingslager in Herzlake an. Vor dem Auswärtsspiel bei ebenfalls abstiegsbedrohten Wolfsburgern wird zudem die Startelf durcheinandergewirbelt. Doch die Maßnahmen zeigen Wirkung. Peter Burkamp war damals vor Ort.
(...)
Der Geist von Herzlake scheint die Arminen tatsächlich zusammengeschweißt zu haben. Christian Eigler („Wir können es nur schaffen, wenn jeder dem anderen seinen Einsatz gönnt") ist es jedenfalls egal, wer Sonntag gegen Bremen spielt: „Hauptsache, wir bleiben in der Bundesliga". Nach der großen Depression, die das 2:4 gegen Frankfurt ausgelöst hatte, ist dieses Ziel wieder realistisch.
(...)
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Im April 2007 ist die Lage düster im Tabellenkeller. Arminia hat am 29. Spieltag der Saison 2006/07 daheim 2:4 gegen Eintracht Frankfurt verloren, Trainer Ernst Middendorp ordnet ein Kurztrainingslager in Herzlake an. Vor dem Auswärtsspiel bei ebenfalls abstiegsbedrohten Wolfsburgern wird zudem die Startelf durcheinandergewirbelt. Doch die Maßnahmen zeigen Wirkung. Peter Burkamp war damals vor Ort.
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Der Geist von Herzlake scheint die Arminen tatsächlich zusammengeschweißt zu haben. Christian Eigler („Wir können es nur schaffen, wenn jeder dem anderen seinen Einsatz gönnt") ist es jedenfalls egal, wer Sonntag gegen Bremen spielt: „Hauptsache, wir bleiben in der Bundesliga". Nach der großen Depression, die das 2:4 gegen Frankfurt ausgelöst hatte, ist dieses Ziel wieder realistisch.
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30.10.2020 - 18:32 Uhr
Traditionsschnack: Vier Tore, ein (Drei)Fingerzeig und ein Kartoffelacker
Zitat von Arminia
(...)
Dass wir torreiche Duelle gegen Borussia Dortmund auch gewinnen können, zeigt eine Partie aus der Saison 1978/1979, die auf einem – sagen wir mal – “schwierigem” Geläuf stattfand. Die Einzelheiten in unserem Traditionsschnack.
(...)
Freitagabend, Flutlicht, Bundesliga, ein Rübenacker an der Melanchthonstraße und passend dazu noch ostwestfälisches Dreckswetter – alles war angerichtet für eines der legendärsten Spiele in unserer abwechslungsreichen Historie.
(...)
Arminia gewann dieses denkwürdige Spiel mit 4:3, sprang auf Rang zehn und tauschte mit dem BVB in der Tabelle die Plätze. Womit wir wieder beim eingangs erwähnten Kartoffel- bzw. Rübenacker wären. In der heutigen Zeit wäre ein Spiel auf solch einem Geläuf undenkbar. Aber jede Zeit schreibt bekanntlich ihre eigenen Geschichten. Traditionsschnack eben.
(...)
Dass wir torreiche Duelle gegen Borussia Dortmund auch gewinnen können, zeigt eine Partie aus der Saison 1978/1979, die auf einem – sagen wir mal – “schwierigem” Geläuf stattfand. Die Einzelheiten in unserem Traditionsschnack.
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Freitagabend, Flutlicht, Bundesliga, ein Rübenacker an der Melanchthonstraße und passend dazu noch ostwestfälisches Dreckswetter – alles war angerichtet für eines der legendärsten Spiele in unserer abwechslungsreichen Historie.
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Arminia gewann dieses denkwürdige Spiel mit 4:3, sprang auf Rang zehn und tauschte mit dem BVB in der Tabelle die Plätze. Womit wir wieder beim eingangs erwähnten Kartoffel- bzw. Rübenacker wären. In der heutigen Zeit wäre ein Spiel auf solch einem Geläuf undenkbar. Aber jede Zeit schreibt bekanntlich ihre eigenen Geschichten. Traditionsschnack eben.
30.10.2020 - 20:31 Uhr
Das war Arminias grauenhaftestes Bundesliga-Spiel
1982 kommt der DSC in Dortmund mit 1:11 unter die Räder. Kaum zu glauben, aber andere Erstliga-Vereine haben noch deutlicher verloren.
von Philipp Kreutzer
1982 kommt der DSC in Dortmund mit 1:11 unter die Räder. Kaum zu glauben, aber andere Erstliga-Vereine haben noch deutlicher verloren.
von Philipp Kreutzer
Zitat von NW
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Frank Pagelsdorf hatte die Bielefelder nach einer Viertelstunde mit 1:0 in Führung gebracht. Dass ein gewisser Manfred Burgsmüller nur drei Minuten später ausglich, konnte der Zuversicht der Arminia-Fans nichts anhaben. Weil es auch zur Pause 1:1 stand, war man sich im Gästeblock einig: Einen Punkt nehmen wir heute auf jeden Fall mit.
(...)
Der finnische Nationaltorhüter hatte vor allem mit Flanken seine liebe Not. "Olli hat immer ,Leo’ gerufen, aber dann den Ball nie gehabt. Der wusste wohl nicht, was das heißt" , vermutete Abwehrspieler Detlev Schnier. Mit dem Ausruf "Leo!" signalisiert ein Torhüter seinen Vorderleuten, dass er die Kugel unter Kontrolle bringen wird. "Aber in dem Spiel", erzählte Schnier, "war bei jedem ,Leo’ das Ding drin."
(...)
Pasi Rautiainen kann gut damit leben, daran nicht mitgewirkt zu haben. (...) "Ich war wohl noch nie so froh über eine fiebrige Erkältung." Nur eine Woche später erzielte der Finne zwei Tore, Arminia gewann gegen Schalke mit 3:2. Am Ende der Saison stand mit Rang acht die bis heute beste Bundesliga-Platzierung. War irgendwas?
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Frank Pagelsdorf hatte die Bielefelder nach einer Viertelstunde mit 1:0 in Führung gebracht. Dass ein gewisser Manfred Burgsmüller nur drei Minuten später ausglich, konnte der Zuversicht der Arminia-Fans nichts anhaben. Weil es auch zur Pause 1:1 stand, war man sich im Gästeblock einig: Einen Punkt nehmen wir heute auf jeden Fall mit.
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Der finnische Nationaltorhüter hatte vor allem mit Flanken seine liebe Not. "Olli hat immer ,Leo’ gerufen, aber dann den Ball nie gehabt. Der wusste wohl nicht, was das heißt" , vermutete Abwehrspieler Detlev Schnier. Mit dem Ausruf "Leo!" signalisiert ein Torhüter seinen Vorderleuten, dass er die Kugel unter Kontrolle bringen wird. "Aber in dem Spiel", erzählte Schnier, "war bei jedem ,Leo’ das Ding drin."
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Pasi Rautiainen kann gut damit leben, daran nicht mitgewirkt zu haben. (...) "Ich war wohl noch nie so froh über eine fiebrige Erkältung." Nur eine Woche später erzielte der Finne zwei Tore, Arminia gewann gegen Schalke mit 3:2. Am Ende der Saison stand mit Rang acht die bis heute beste Bundesliga-Platzierung. War irgendwas?
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