Fußball weltweit ⚽
11.04.2017 - 18:33 Uhr
22.05.2022 - 08:41 Uhr
Zitat von Rubens
Man muss diese Projekt nicht lieben oder gut finden aber das Management hat in Leipzig einiges richtig gemacht. Geld haben und es richtig einsetzen kann auch nicht jeder.
Zitat von bassman
Und der Kicker kommentiert den Erfolg des Plastikclubs mit seinen 5 oder 6 Mitgliedern auch noch wohlwollend. Das passt alles in die Gesamtentwicklung. Schade für Freiburg.
Und der Kicker kommentiert den Erfolg des Plastikclubs mit seinen 5 oder 6 Mitgliedern auch noch wohlwollend. Das passt alles in die Gesamtentwicklung. Schade für Freiburg.
Man muss diese Projekt nicht lieben oder gut finden aber das Management hat in Leipzig einiges richtig gemacht. Geld haben und es richtig einsetzen kann auch nicht jeder.
Ich denke auch nicht dass hier jemand in Frage stellt dass das sportliche in Leipzig gut gemanaged wird.
Aber es ist eben ein Hohn gegen sowas wie 50+1 was da passiert. Reines Retorten-Team eines Milliadärs. Ganze 21 oder 22 Mitglieder, die allesamt zum Dosenimperium gehören. Selbst wer den Mitgliedsbeitrag im vierstelligen Eurobereich zahlen wollte, wird abgelehnt. Die Zusammenarbeit vor allem mit Salzburg ein Skandal. Spielertransfers werden so zurechkonstruiert, dass die Bilanzen gerade so dem Financial Fairplay entsprechen. Von 2 getrennten Club-Managements kann nicht die Rede sein.
Wie gesagt rein sportlich wird vieles richtig gut gemacht. Aber das ändert für mich nichts daran, dass dieses Konstrukt ein Albtraum für den Fussball ist.
Der eigentliche Skandal ist dass die DFL das nicht schon am Anfang unterbunden hat.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von DAbleiben am 22.05.2022 um 08:45 Uhr bearbeitet
23.05.2022 - 07:53 Uhr
Zitat aus SPON:
"Gewinner des Tages ist Dietrich Mateschitz. Vor 13 Jahren schuf der Red-Bull-Gründer und Multimilliardär einen Fußballverein mit dem alleinigen Daseinszweck: Getränkedosen zu promoten. Quasi aus dem Nichts. 13 Jahre danach also hat dieses Marketinginstrument nun einen ersten großen Titel geholt. Am Samstagabend gewann das Konstrukt mit dem spitzfindigen Namen »RasenBallsport Leipzig«, dem spitzfindigen Logo und der spitzfindigen Satzung (Nur 21 stimmberechtigte Mitglieder, alle mit engem Red-Bull-Bezug, damit die totale Kontrolle gewährleistet ist), den DFB-Pokal gegen den SC Freiburg. Das ist ein Verein, der tatsächlich aus einem altbackenen, urromantischen Grund gegründet wurde: Menschen wollten miteinander Fußball spielen. Es ist ein Verein, der sich das, was er heute ist, über Jahrzehnte hart erarbeitet hat. Ein Verein, vor dem man tatsächlich den Hut ziehen muss.
Übrigens haben Menschen, die die mateschitzsche Pervertierung des Vereinsgedankens ablehnen, nichts gegen Ostdeutsche. Das ist allein deshalb Quatsch, weil Red Bull erst andere Regionen Westdeutschlands auf ihre Markttauglichkeit für einen neuen Profiklub abklopften, bevor sie sich für Leipzig entschieden. Ich persönlich würde mir mindestens 14 ostdeutsche Erstligavereine wünschen. Ein Konstrukt wie in Leipzig aber hätte von DFB und DFL niemals zugelassen werden dürfen. Nirgendwo in Deutschland."
Sehr gut formuliert, würde ich zu 100% unterschreiben.
"Gewinner des Tages ist Dietrich Mateschitz. Vor 13 Jahren schuf der Red-Bull-Gründer und Multimilliardär einen Fußballverein mit dem alleinigen Daseinszweck: Getränkedosen zu promoten. Quasi aus dem Nichts. 13 Jahre danach also hat dieses Marketinginstrument nun einen ersten großen Titel geholt. Am Samstagabend gewann das Konstrukt mit dem spitzfindigen Namen »RasenBallsport Leipzig«, dem spitzfindigen Logo und der spitzfindigen Satzung (Nur 21 stimmberechtigte Mitglieder, alle mit engem Red-Bull-Bezug, damit die totale Kontrolle gewährleistet ist), den DFB-Pokal gegen den SC Freiburg. Das ist ein Verein, der tatsächlich aus einem altbackenen, urromantischen Grund gegründet wurde: Menschen wollten miteinander Fußball spielen. Es ist ein Verein, der sich das, was er heute ist, über Jahrzehnte hart erarbeitet hat. Ein Verein, vor dem man tatsächlich den Hut ziehen muss.
Übrigens haben Menschen, die die mateschitzsche Pervertierung des Vereinsgedankens ablehnen, nichts gegen Ostdeutsche. Das ist allein deshalb Quatsch, weil Red Bull erst andere Regionen Westdeutschlands auf ihre Markttauglichkeit für einen neuen Profiklub abklopften, bevor sie sich für Leipzig entschieden. Ich persönlich würde mir mindestens 14 ostdeutsche Erstligavereine wünschen. Ein Konstrukt wie in Leipzig aber hätte von DFB und DFL niemals zugelassen werden dürfen. Nirgendwo in Deutschland."
Sehr gut formuliert, würde ich zu 100% unterschreiben.
23.05.2022 - 10:18 Uhr
Zitat von Tafelberg
nun, es gibt andere Vereine bspw. Hertha wo man nicht das Gefühl hat, dass sie ihr Geld sinnvoll einsetzen.
Aber ich will damit in keiner Weise das RB Konstrukt legitimieren
Zitat von LordWagner
Was genau macht das Management denn richtig?
Geld haben oder unendlich Geld haben, ist das nicht ein gravierender Unterschied?
Zitat von Rubens
Man muss diese Projekt nicht lieben oder gut finden aber das Management hat in Leipzig einiges richtig gemacht. Geld haben und es richtig einsetzen kann auch nicht jeder.
Zitat von bassman
Und der Kicker kommentiert den Erfolg des Plastikclubs mit seinen 5 oder 6 Mitgliedern auch noch wohlwollend. Das passt alles in die Gesamtentwicklung. Schade für Freiburg.
Und der Kicker kommentiert den Erfolg des Plastikclubs mit seinen 5 oder 6 Mitgliedern auch noch wohlwollend. Das passt alles in die Gesamtentwicklung. Schade für Freiburg.
Man muss diese Projekt nicht lieben oder gut finden aber das Management hat in Leipzig einiges richtig gemacht. Geld haben und es richtig einsetzen kann auch nicht jeder.
Was genau macht das Management denn richtig?
Geld haben oder unendlich Geld haben, ist das nicht ein gravierender Unterschied?
nun, es gibt andere Vereine bspw. Hertha wo man nicht das Gefühl hat, dass sie ihr Geld sinnvoll einsetzen.
Aber ich will damit in keiner Weise das RB Konstrukt legitimieren
Leipzig hatte nie den Druck, das Geld so einsetzen zu müssen, dass damit irgendwelche kurzfristigen Erfolge sichtbar werden. Aufstieg in der zweiten BL nicht geschafft? Macht nichts, Geld fließt unendlich, auch ohne sportliche Erfolge die dem gegenüberstehen. Deswegen hauen Vereine wie Hertha dann die Kohle für mittelmäßige Spieler raus. Die sind ja nicht komplett dämlich im Management - die haben nur schlicht nicht den Zeithorizont für die Umsetzung einer sportlichen Strategie wie Hoffenheim oder Leipzig den hatten. Nimmt sich der jeweilige Verein zuviel Zeit, kommt der Investor und droht mit dem Entzug der Mittel.
Einmalig ist auch der ständige Nachwuchs zu Familienpreisen aus den eigenen Zuchtvereinen RB Salzburg, Liefering etc. Es gibt kein Hertha BSC Salzburg, wird es auch niemals geben können.
Könnte man von Journalisten schon erwarten, dass das kritischer beleuchtet wird. Aber gut, habe mit der Berichterstattung zur Eintracht schon meine Probleme habe da keine Illusionen mehr.
26.05.2022 - 10:28 Uhr
Zitat von Kuddel58
Sorry, das ich das korrigieren muss, Kampl und wie die Fußballer alle heißen, trinken die Plörre bestimmt nicht. Die wahren dümmlichen Helfershelfer sitzen als Fan überall, egal ob im Stadion, vor der Klotze oder sonstwo, also Leute wie Du und ich. Wenn die das Zeug nicht konsumieren gibt es keine Milliarden Umsätze. Aber wo will man die Grenze ziehen, Telekom, Audi, SAP und wie sie alle heißen. Wieso sind deren Gelder willkommen?
Zitat von BlueObserver
Das Bild ist doch ehrlich.
Es zeigt um was es wirklich geht.
Und Dfl und DFB sind dümmliche Helfershelfer.
Zitat von DAbleiben
Er hat es doch auch reingekippt.
Zu eben diesem Bild schrieben die Social-Media-Mitarbeiter des Klubs auf twitter "Damit ist der Pokal offiziell eingeweiht." und "Natürlich nur mit dem guten Tropfen: Der RB Leipzig Celebration Can".
Ohne Worte.
Zitat von bassman
Ja, das ist schon nicht schön mit dem Konstrukt. Gestern im Doppelpass wird dann ein Bild von Kampl mit dem DFB-Pokal gezeigt. Das wäre per se nicht der Erwähnung wert, aber: Kampl hält dabei eine Dose hoch, als kippe er die Plörre gerade in den Pokal. Ganz im Sinne des Investors in Szene gesetzt.
Ja, das ist schon nicht schön mit dem Konstrukt. Gestern im Doppelpass wird dann ein Bild von Kampl mit dem DFB-Pokal gezeigt. Das wäre per se nicht der Erwähnung wert, aber: Kampl hält dabei eine Dose hoch, als kippe er die Plörre gerade in den Pokal. Ganz im Sinne des Investors in Szene gesetzt.
Er hat es doch auch reingekippt.
Zu eben diesem Bild schrieben die Social-Media-Mitarbeiter des Klubs auf twitter "Damit ist der Pokal offiziell eingeweiht." und "Natürlich nur mit dem guten Tropfen: Der RB Leipzig Celebration Can".
Ohne Worte.
Das Bild ist doch ehrlich.
Es zeigt um was es wirklich geht.
Und Dfl und DFB sind dümmliche Helfershelfer.
Sorry, das ich das korrigieren muss, Kampl und wie die Fußballer alle heißen, trinken die Plörre bestimmt nicht. Die wahren dümmlichen Helfershelfer sitzen als Fan überall, egal ob im Stadion, vor der Klotze oder sonstwo, also Leute wie Du und ich. Wenn die das Zeug nicht konsumieren gibt es keine Milliarden Umsätze. Aber wo will man die Grenze ziehen, Telekom, Audi, SAP und wie sie alle heißen. Wieso sind deren Gelder willkommen?
Er hat es in den Pot gekippt, das zeigen die Bilder. Daher wüsste ich nun nicht was es zu korrigieren gibt.
Ansonsten würde das jetzt schon oft wiedergekäut.
Es ist ein grundlegender Unterschied ob ein Club gesponsort wird oder eine Firma einen Club kauft, örtlich dahin verlegt wo man die besten Vermarktungschancen sieht, keine Mitglieder zulässt usw.
Ein normaler Club kann eine Sponsor wechseln. RB nicht.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von DAbleiben am 26.05.2022 um 10:33 Uhr bearbeitet
30.05.2022 - 18:08 Uhr
Die neue DFL Chefin hält streng an 50+1 fest weil ja Einflußnahme beschränkt bleiben muss.
Alles klar... Blödsinnskonstrukte wie Dosenball damit abgesegnet, man will ja schließlich Ruhe und Werbeeinnahmen kassieren. VW/Bayer/Hopp/Kind/Kühne ..ja klar alles im Griff...lachhaft.
Da ist vor allem Hopfen und auch Malz verloren....
Alles klar... Blödsinnskonstrukte wie Dosenball damit abgesegnet, man will ja schließlich Ruhe und Werbeeinnahmen kassieren. VW/Bayer/Hopp/Kind/Kühne ..ja klar alles im Griff...lachhaft.
Da ist vor allem Hopfen und auch Malz verloren....
28.07.2022 - 14:12 Uhr
Ich habe die Entwicklung unserer Damennationalmannschaft seit vielen Jahren sehr interessiert verfolgt und finde es wesentlich spannender den Mädels zuzuschauen als bspw. "Der Mannschaft". Da ist in den vergangenen Jahren eine echte Einheit zusammengewachsen. Auch die in der ARD-Mediathek zu findende Reportage kann ich jedem Fußballfreund wärmstens empfehlen. Zumindest sind unsere Nationalspielerinnen keine völlig überbezahlten Snobs, die den Zugang zur Realität verloren haben. In anderen europäischen Ländern wird von Verbandsseite allerdings mehr für die Entwicklung des Frauenfußball getan. In England beispielsweise wurde jeder Proficlub verpflichtet, eine Damenmannschaft aufzubauen. Ich hätte absolut nichts dagegen, wenn es in Deutschland ähnlich gehandhabt würde und würde mich freuen, wenn der SVD eine Damenmannschaft hätte.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Stein2001 am 28.07.2022 um 14:25 Uhr bearbeitet
28.07.2022 - 17:17 Uhr
Zitat von Prsut-I-Sir
Mich erinnert das nach wie vor an Kreisliga B-Fußball - kann man sich ab und an mal gönnen, aber dann reichts auch.
Ich hoffe unser Verein investiert seine begrenzten Mittel nicht in den Aufbau einer Damensabteilung, dann doch eher noch in eine richtige 2.Mannschaft.
Zitat von DAbleiben
Ich fand das EM Halbfinale gestern ganz unterhaltsam. Gutes Spiel und wie Popp da die Tore macht hat mich schon fast ein wenig an Sandro Wagner erinnert.
Ich fand das EM Halbfinale gestern ganz unterhaltsam. Gutes Spiel und wie Popp da die Tore macht hat mich schon fast ein wenig an Sandro Wagner erinnert.
Mich erinnert das nach wie vor an Kreisliga B-Fußball - kann man sich ab und an mal gönnen, aber dann reichts auch.
Ich hoffe unser Verein investiert seine begrenzten Mittel nicht in den Aufbau einer Damensabteilung, dann doch eher noch in eine richtige 2.Mannschaft.
Hast du das Spiel gesehen? Da waren schon einige sehr starke Pass-Situationen dabei, in denen zum perfekten Zeitpunkt zwischen 3, 4 oder 5 Abwehspieleeinnen in die Gasse über 30m gespielt wurde, genau in den Lauf.
Sowas kennt man kaum aus der Kreisliga B.
MMn hat der Frauenfussball eine rasante Entwicklung gemacht in den letzten Jahren. Physics, Technik und Taktik sind mittlerweile auf hohen Niveau. Ich fand das Spiel aus diesem Askept sehr anschaulich und unterhaltsam. Gekrönt von 2 Toren von Popp, bei denen sie sich überragend körperlich aber fair durchsetzt und in arger Bedrängnis durch die Abwehr einmal per Fuss und einmal per Kopf technisch stark abschließt.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von DAbleiben am 28.07.2022 um 17:18 Uhr bearbeitet
28.07.2022 - 18:28 Uhr
Ich fand das taktisch, läuferisch und kämpferisch herausragend. Bei eigenem Ballbesitz immer eine Spielerin anspielbar, die ballführende Französin immer gedoppelt, mir hats gefallen.
Ich empfinde es zudem als Wohltat, dass die Damen einige Unarten aus dem Herrenfußball nicht übernommen haben. Da wird sich nicht lange am Boden gewälzt, geschauspielert, reklamiert und lamentiert, keine Rudel gebildet. Ich freue mich aufs Endspiel und gönne den Spielerinnen ein ausverkauftes Wembley-Stadion, spielen sie doch in der Bundesliga teilweise vor 200 Zuschauern.
Ich empfinde es zudem als Wohltat, dass die Damen einige Unarten aus dem Herrenfußball nicht übernommen haben. Da wird sich nicht lange am Boden gewälzt, geschauspielert, reklamiert und lamentiert, keine Rudel gebildet. Ich freue mich aufs Endspiel und gönne den Spielerinnen ein ausverkauftes Wembley-Stadion, spielen sie doch in der Bundesliga teilweise vor 200 Zuschauern.
31.07.2022 - 21:42 Uhr
Zitat von Heinerfest
Heute ist meines Erachtens (wieder) ein Problem offensichtlich geworden, welches hauptsächlich den Frauenfußball betrifft und diesen am Ende "unseriös", zumindest aber wenig ernsthaft erscheinen lässt.
Ich habe schon sehr lange den Eindruck, es wird mit aller Macht versucht mit einem Sport alles das gleichzeitig zu "erschlagen", was die Gesellschaft heutzutage betrifft und umtreibt.
Multikulti, Gendersternchen, Gleichberechtigung, #metoo, LGBTQ und soziales Engagement, ... Zeichen setzen ... you name it. Das ist viel zu viel verlangt und hemmt die Protagonisten (egal ob männlich oder weiblich) die dem allen gar nicht gerecht werden können.
Und wenn "Zeichen setzen" bedeutet, dass ich nicht die BESTE Schiedsrichterin in einem Finalspiel einsetze, sondern die, die aus der Ukraine kommt, dann habe ich als Ausrichter des Events irgendwas nicht verstanden oder untergrabe sehenden Auges das, was tausende Mädchen und Frauen über die letzten Jahre aufgebaut haben.
Heute ist meines Erachtens (wieder) ein Problem offensichtlich geworden, welches hauptsächlich den Frauenfußball betrifft und diesen am Ende "unseriös", zumindest aber wenig ernsthaft erscheinen lässt.
Ich habe schon sehr lange den Eindruck, es wird mit aller Macht versucht mit einem Sport alles das gleichzeitig zu "erschlagen", was die Gesellschaft heutzutage betrifft und umtreibt.
Multikulti, Gendersternchen, Gleichberechtigung, #metoo, LGBTQ und soziales Engagement, ... Zeichen setzen ... you name it. Das ist viel zu viel verlangt und hemmt die Protagonisten (egal ob männlich oder weiblich) die dem allen gar nicht gerecht werden können.
Und wenn "Zeichen setzen" bedeutet, dass ich nicht die BESTE Schiedsrichterin in einem Finalspiel einsetze, sondern die, die aus der Ukraine kommt, dann habe ich als Ausrichter des Events irgendwas nicht verstanden oder untergrabe sehenden Auges das, was tausende Mädchen und Frauen über die letzten Jahre aufgebaut haben.
Ich finde diese Sichtweise übwrtrieben. Die Schiedsrichterin hat meines Erachtens nicht allzuviel falsch gemacht (... nicht mehr, als das das was uns bei jedem Zweitligaspieltag aufregt). Skandalös fand ich mal wieder den VAR. Klares Handspiel im Strafraum gecheckt, aber nicht geahndet, vorsätzlichen Ellbogencheck von Russo gegen Hendrich nicht gesehen oder gecheckt, Stinkefinger von Scott nicht geahndet... in einer so engen Partie in einem Finale erwarte ich da anderes. Von mir aus können sie den VAR auch wieder abschaffen oder nur noch für Abseitschecks einsetzen.
31.07.2022 - 22:12 Uhr
Zitat von Heinerfest
Heute ist meines Erachtens (wieder) ein Problem offensichtlich geworden, welches hauptsächlich den Frauenfußball betrifft und diesen am Ende "unseriös", zumindest aber wenig ernsthaft erscheinen lässt.
Ich habe schon sehr lange den Eindruck, es wird mit aller Macht versucht mit einem Sport alles das gleichzeitig zu "erschlagen", was die Gesellschaft heutzutage betrifft und umtreibt.
Multikulti, Gendersternchen, Gleichberechtigung, #metoo, LGBTQ und soziales Engagement, ... Zeichen setzen ... you name it. Das ist viel zu viel verlangt und hemmt die Protagonisten (egal ob männlich oder weiblich) die dem allen gar nicht gerecht werden können.
Und wenn "Zeichen setzen" bedeutet, dass ich nicht die BESTE Schiedsrichterin in einem Finalspiel einsetze, sondern die, die aus der Ukraine kommt, dann habe ich als Ausrichter des Events irgendwas nicht verstanden oder untergrabe sehenden Auges das, was tausende Mädchen und Frauen über die letzten Jahre aufgebaut haben.
Heute ist meines Erachtens (wieder) ein Problem offensichtlich geworden, welches hauptsächlich den Frauenfußball betrifft und diesen am Ende "unseriös", zumindest aber wenig ernsthaft erscheinen lässt.
Ich habe schon sehr lange den Eindruck, es wird mit aller Macht versucht mit einem Sport alles das gleichzeitig zu "erschlagen", was die Gesellschaft heutzutage betrifft und umtreibt.
Multikulti, Gendersternchen, Gleichberechtigung, #metoo, LGBTQ und soziales Engagement, ... Zeichen setzen ... you name it. Das ist viel zu viel verlangt und hemmt die Protagonisten (egal ob männlich oder weiblich) die dem allen gar nicht gerecht werden können.
Und wenn "Zeichen setzen" bedeutet, dass ich nicht die BESTE Schiedsrichterin in einem Finalspiel einsetze, sondern die, die aus der Ukraine kommt, dann habe ich als Ausrichter des Events irgendwas nicht verstanden oder untergrabe sehenden Auges das, was tausende Mädchen und Frauen über die letzten Jahre aufgebaut haben.
Verstehe nicht, was der Rundumschlag von Themen LGBTQI, Gleichberechtigung, metoo und soziales Engagement so universell alles mit der Schiedsrichter*innen-Wahl zu tun hat.
Das Gendersternchen noch extremer.
Wenn, dann mal auf ein Thema festlegen. Oder alles erklären. Konkret habe ich wohl viel verpasst bei der EM. Mir ist kein Gendersternchen aufgefallen, ich habe nichts von #metoo gesehen. Und auch nicht viel über LGBTQI. Das fällt mir ehrlich gesagt im Herrenfussball mehr auf, wenn z.B. Ein Leon Goretzka gezielt in Richtung der Ungarn Fans ein Herz macht um darauf hinzuweisen - was ich damals großartig fand.
Dass Gleichberechtigung bei einer Frauen EM ein Thema ist, sollte durchaus logisch sein. Und soziales Engagement an sich erwartet man bei derartigen Ereignissen in einem gewissen Umfang durchaus. Und sei es "nur" eine Kampagne gegen Rassismus.
Begründet scheint mir einzig die Kritik an der Schiedsrichter*innen-Wahl.
Wie die Leistung einzuordnen ist und ob das damit zu tun hat, darüber kann man sprechen.
Aber haben die anderen genannten Themen hier einen echten Bezug?
Dieser Beitrag wurde zuletzt von DAbleiben am 31.07.2022 um 22:32 Uhr bearbeitet
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