Fußball International
12.02.2015 - 10:36 Uhr
21.01.2016 - 14:38 Uhr
@Sp1k3:
Natürlich gibt es andere Felder, in denen es ähnliche Arrangements gibt. Gerade das Feld "Soldat auf Zeit" ist aber ein gutes Beispiel meiner Meinung nach. Dafür gibt es zunächst einmal eine Rechtsgrundlage im Gesetz und dann ist es eben nicht so, dass nach Ende der Dienstzeit der Soldat im Regen steht. Er hat Anspruch auf Übergangsmaßnahmen, Qualifizierungsmaßnahmen, Übergangsgelder etc. In einem Profisportgesetz bzw. einem entsprechenden Tarifvertrag zwischen DFL und Spielergewerkschaft könnte sowas auch vereinbart werden.
@Lullaby:
Ich stimme dir zu, ab einem durchschnittlichen Zweitligagehalt und bei einer ausreichend langen Karriere (mindestens 8-10 Jahre) passt das irgendwie dann schon* - bei richtigem Wirtschaften. In Liga 3 hast du aber eben auch Recht, wie ich ja auch schon angemerkt habe und - wir sind hier ja im Thread Fußball International - wie gesagt im Ausland teilweise halt auch.
Meine Argumentation geht ja auch mehr in die Richtung, dass es ggf. sinnvoller sein kann, Regelungen zu schaffen, die einen Ausstieg und Übergang ermöglichen und dafür bei Gehalt und vor allem Transferkosten wieder ein realistischeres Maß zu finden.
* ich habs Mal durchgerechnet eben - kam bei einem Gehalt von 400 TEURO und 10 Jahren Karrieredauer und realistischen Annahmen zu Verzinsung und Verbrauch auf ca. 30 TEURO Nettozinserträge, ggf. bei unterstelltem mietfreiem Wohnen durch eigenes Haus also ein nicht gerade üppiger, aber auch kein beklemmender Lebensstil.
Natürlich gibt es andere Felder, in denen es ähnliche Arrangements gibt. Gerade das Feld "Soldat auf Zeit" ist aber ein gutes Beispiel meiner Meinung nach. Dafür gibt es zunächst einmal eine Rechtsgrundlage im Gesetz und dann ist es eben nicht so, dass nach Ende der Dienstzeit der Soldat im Regen steht. Er hat Anspruch auf Übergangsmaßnahmen, Qualifizierungsmaßnahmen, Übergangsgelder etc. In einem Profisportgesetz bzw. einem entsprechenden Tarifvertrag zwischen DFL und Spielergewerkschaft könnte sowas auch vereinbart werden.
@Lullaby:
Ich stimme dir zu, ab einem durchschnittlichen Zweitligagehalt und bei einer ausreichend langen Karriere (mindestens 8-10 Jahre) passt das irgendwie dann schon* - bei richtigem Wirtschaften. In Liga 3 hast du aber eben auch Recht, wie ich ja auch schon angemerkt habe und - wir sind hier ja im Thread Fußball International - wie gesagt im Ausland teilweise halt auch.
Meine Argumentation geht ja auch mehr in die Richtung, dass es ggf. sinnvoller sein kann, Regelungen zu schaffen, die einen Ausstieg und Übergang ermöglichen und dafür bei Gehalt und vor allem Transferkosten wieder ein realistischeres Maß zu finden.
* ich habs Mal durchgerechnet eben - kam bei einem Gehalt von 400 TEURO und 10 Jahren Karrieredauer und realistischen Annahmen zu Verzinsung und Verbrauch auf ca. 30 TEURO Nettozinserträge, ggf. bei unterstelltem mietfreiem Wohnen durch eigenes Haus also ein nicht gerade üppiger, aber auch kein beklemmender Lebensstil.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von BenMic am 21.01.2016 um 14:40 Uhr bearbeitet
21.01.2016 - 15:11 Uhr
Hast du einkalkuliert, dass die 400k ein Bruttogehalt sind? Ich würde für den durchschnittlichen Zweitligaspieler auch eher 300k ansetzen. Ein Zweitligaprofi, der auf Luxus im Wesentlichen verzichtet, dürfte es hin bekommen, am Ende seiner Karriere 1.5 bis 2 Millionen Euro an Vermögen angespart zu haben. Davon geht ein Teil ins Eigenheim. Das frei verfügbare Vermögen wirft bei konservativer Anlage vermutlich gerade genug ab, um seinen Mittelschichts-Lebensstil weiter zu führen, allerdings ohne Inflationsausgleich, d.h. dass der Realwert der Zinserträge auf Dauer abnimmt. Wenn man risikoorientiert anlegt, sieht das natürlich anders aus, nur kann das auch heftig nach hinten los gehen.
Da steht man halt mit einem ordentlichen Vermögen, aber ohne Ausbildung und Berufserfahrung da. Wobei der Kollege Zweitligaprofi, wenn er es richtig anstellt, immer noch deutlich besser abschneidet als der Durchschnittsdeutsche. Bedauern muss man ihn sicher nicht.
Generell sind meines Erachtens wegen der natürlich bedingten verkürzten Möglichkeit zur Ausübung des Berufs Profi-Teamsportler Sonderregelungen notwendig. Ein stinknormaler unbefristeter Arbeitsvertrag, der mit einer Abfindungsklausel im Kündigungsfall versehen ist, würde aber bereits passen. Damit würden Profifuß-, -hand- und -basketballer etc. wie Führungskräfte in der Wirtschaft behandelt.
Beste Grüße
Lullaby
Da steht man halt mit einem ordentlichen Vermögen, aber ohne Ausbildung und Berufserfahrung da. Wobei der Kollege Zweitligaprofi, wenn er es richtig anstellt, immer noch deutlich besser abschneidet als der Durchschnittsdeutsche. Bedauern muss man ihn sicher nicht.
Generell sind meines Erachtens wegen der natürlich bedingten verkürzten Möglichkeit zur Ausübung des Berufs Profi-Teamsportler Sonderregelungen notwendig. Ein stinknormaler unbefristeter Arbeitsvertrag, der mit einer Abfindungsklausel im Kündigungsfall versehen ist, würde aber bereits passen. Damit würden Profifuß-, -hand- und -basketballer etc. wie Führungskräfte in der Wirtschaft behandelt.
Beste Grüße
Lullaby
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Lullaby am 21.01.2016 um 15:16 Uhr bearbeitet
21.01.2016 - 15:32 Uhr
Zitat von Sp1k3
Sofern er keine illegale Aktivitäten startet, aus einer der sieben Einkunftsarten. Wie jeder andere Bürger auch. Ich verstehe grundsätzlich nicht, wieso ein Profi-Fussballer innerhalb von 10-15 Jahren ausreichend verdienen sollte, um nie wieder arbeiten zu müssen.
In (fast) allen anderen Sportarten müssen die Top-Athleten neben ihrer Trainigs- und Wettkampfbelastung auch noch für das Leben nach der Karriere arbeiten bzw. sich (aus-) bilden. Fußballprofis verdienen auch in den unteren Klassen (2./3. Liga) während ihrer aktiven Karriere weit überdurchschnittlich gut und haben neben Training und Spielen noch ausreichend Freizeit.
Sofern er keine illegale Aktivitäten startet, aus einer der sieben Einkunftsarten. Wie jeder andere Bürger auch. Ich verstehe grundsätzlich nicht, wieso ein Profi-Fussballer innerhalb von 10-15 Jahren ausreichend verdienen sollte, um nie wieder arbeiten zu müssen.
In (fast) allen anderen Sportarten müssen die Top-Athleten neben ihrer Trainigs- und Wettkampfbelastung auch noch für das Leben nach der Karriere arbeiten bzw. sich (aus-) bilden. Fußballprofis verdienen auch in den unteren Klassen (2./3. Liga) während ihrer aktiven Karriere weit überdurchschnittlich gut und haben neben Training und Spielen noch ausreichend Freizeit.
21.01.2016 - 17:59 Uhr
@Lullaby:
Ja, habe ich. Netto ergibt das ca. 220 TEURO, unterstellt habe ich Ausgaben von 70 TEURO netto (einschließlich erhöhten Aufwands für gewisse Dinge wie Ernährung, notwendigen Auslagen für Haus und angemessenem Lebensstil). Blieben 150 TEURO x 10, verzinst mit 3% (derzeit eher optimistisch), KeSt und feste Abgaben nicht vergessen, ergo ca. 30-40 TEURO.
Ansonsten:
Ein Fußballer muss nicht "versorgt" sein, ein Arbeitnehmer ja auch nicht. Das hat nichts mit dem Kündigungsschutz zu tun, um den es hier ging. Worum es geht, ist die Frage, wieso man Fußballern zumuten kann, dass ihr Vertrag nur weil sie Sportler sind automatisch endet.
Ja, habe ich. Netto ergibt das ca. 220 TEURO, unterstellt habe ich Ausgaben von 70 TEURO netto (einschließlich erhöhten Aufwands für gewisse Dinge wie Ernährung, notwendigen Auslagen für Haus und angemessenem Lebensstil). Blieben 150 TEURO x 10, verzinst mit 3% (derzeit eher optimistisch), KeSt und feste Abgaben nicht vergessen, ergo ca. 30-40 TEURO.
Ansonsten:
Ein Fußballer muss nicht "versorgt" sein, ein Arbeitnehmer ja auch nicht. Das hat nichts mit dem Kündigungsschutz zu tun, um den es hier ging. Worum es geht, ist die Frage, wieso man Fußballern zumuten kann, dass ihr Vertrag nur weil sie Sportler sind automatisch endet.
23.01.2016 - 15:50 Uhr
Liverpool heute Wahnsinn in Norwich, 5:4 Sieg in Minute 95!
23.01.2016 - 16:06 Uhr
Zitat von AlterFritz
Liverpool heute Wahnsinn in Norwich, 5:4 Sieg in Minute 95!
Liverpool heute Wahnsinn in Norwich, 5:4 Sieg in Minute 95!
Vor allem eine wahnsinnig schlechte Abwehr.
Das war wohl eines der schlechtesten 9-Tore-Spiele, das ich je gesehen habe.
Aber wer mit Mignolet verlängert kann auch gleich die Abwehr behalten.
23.01.2016 - 16:16 Uhr
Ist immer so, wenn 9 Tore fallen. Schaue ich mir lieber an als ein 2:1 Gegurke der Bayern gestern.
Die Punkte sind wichtig, also ist ein Tor mehr als der Gegner das Wichtigste. Wenn du 5 machst, kannste 4 kassieren, ganz einfach.
Die Punkte sind wichtig, also ist ein Tor mehr als der Gegner das Wichtigste. Wenn du 5 machst, kannste 4 kassieren, ganz einfach.
23.01.2016 - 16:22 Uhr
Zitat von AlterFritz
Ist immer so, wenn 9 Tore fallen. Schaue ich mir lieber an als ein 2:1 Gegurke der Bayern gestern.
Die Punkte sind wichtig, also ist ein Tor mehr als der Gegner das Wichtigste. Wenn du 5 machst, kannste 4 kassieren, ganz einfach.
Ist immer so, wenn 9 Tore fallen. Schaue ich mir lieber an als ein 2:1 Gegurke der Bayern gestern.
Die Punkte sind wichtig, also ist ein Tor mehr als der Gegner das Wichtigste. Wenn du 5 machst, kannste 4 kassieren, ganz einfach.
Ich schaue die Premier League nicht so oft aber jedesmal wenn ich Spiele mal sehe, fällt mir auf dass man da allgemein weniger Wert auf die Defensive legt.
Ist das dort normal? Immerhin fallen dort verhältnismäßig viele Tore.
23.01.2016 - 22:02 Uhr
Zitat von --TFL-Devil--
Vor allem eine wahnsinnig schlechte Abwehr.
Das war wohl eines der schlechtesten 9-Tore-Spiele, das ich je gesehen habe.
Aber wer mit Mignolet verlängert kann auch gleich die Abwehr behalten.
Vor allem eine wahnsinnig schlechte Abwehr.
Das war wohl eines der schlechtesten 9-Tore-Spiele, das ich je gesehen habe.
Aber wer mit Mignolet verlängert kann auch gleich die Abwehr behalten.
Nochmal...last Klopp erstmal ein wenig ausgiebiger mit der Mannschaft trainieren.Dann wird auch das schon was.
Was ist denn schlecht an einem Spiel mit 9 Toren?
24.01.2016 - 05:32 Uhr
Zitat von MattBuckner
Nochmal...last Klopp erstmal ein wenig ausgiebiger mit der Mannschaft trainieren.Dann wird auch das schon was.
Was ist denn schlecht an einem Spiel mit 9 Toren?
Zitat von --TFL-Devil--
Vor allem eine wahnsinnig schlechte Abwehr.
Das war wohl eines der schlechtesten 9-Tore-Spiele, das ich je gesehen habe.
Aber wer mit Mignolet verlängert kann auch gleich die Abwehr behalten.
Vor allem eine wahnsinnig schlechte Abwehr.
Das war wohl eines der schlechtesten 9-Tore-Spiele, das ich je gesehen habe.
Aber wer mit Mignolet verlängert kann auch gleich die Abwehr behalten.
Nochmal...last Klopp erstmal ein wenig ausgiebiger mit der Mannschaft trainieren.Dann wird auch das schon was.
Was ist denn schlecht an einem Spiel mit 9 Toren?
Ich laste das nicht Klopp an.
Ich sehe nicht viel mehr Potential in der Abwehr als sie bisher gezeigt hat.
Klopp hat schon selbst erkannt, dass die Defensive das größte Problem darstellt.
Für ein 9-Tore Spiel war der Fokus mehr auf Fehlern in der Defensive als auf überragender Offensive mit offenem Visier.
Die meisten Tore wären vergleichsweise einfach zu verhindern gewesen.
Der Gegner war immerhin Norwich, da war das 3:3 gegen Arsenal eine andere Stufe.
Liverpool muss in meinen Augen jetzt schauen, dass man für nächste Saison den Kader stärkt.
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