Fußball International
12.02.2015 - 10:36 Uhr
19.01.2016 - 15:30 Uhr
Zitat von Lullaby
Die eigentliche Lösung ist, die Spieler mit niedrig dotierten Langzeitverträgen auszustatten und den Rest über Leistungsvereinbarungen zu regeln. Dann unterschreibt man einen befristeten Vertrag bis Alter 35, bekommt aber nur ein geringes Grundgehalt, während alles andere über Prämien abgehandelt wird.
Die eigentliche Lösung ist, die Spieler mit niedrig dotierten Langzeitverträgen auszustatten und den Rest über Leistungsvereinbarungen zu regeln. Dann unterschreibt man einen befristeten Vertrag bis Alter 35, bekommt aber nur ein geringes Grundgehalt, während alles andere über Prämien abgehandelt wird.
Wenn man dieses Modell nimmt, dann würde man ja fast wieder in die vor-Bosman-Zeit zurückkehren, denn vertragslose Spieler gäbe es dann quasi nicht mehr.
19.01.2016 - 15:32 Uhr
Exakt.
Dafür haben die Spieler eine Grundsicherung bis Mitte 30.
Beste Grüße
Lullaby
Dafür haben die Spieler eine Grundsicherung bis Mitte 30.
Beste Grüße
Lullaby
20.01.2016 - 16:59 Uhr
@Lullaby:
Nur ist die Frage ob das funktioniert. Denn für eine solche lange Befristung (das wäre ja ggf. vom 17., 18. Lebensjahr an gerechnet unter Umständen 15-20 Jahre) hätte sehr hohe Anforderungen zu erfüllen um rechtlich wirksam zu sein. Ob man da allein mit dem Lebensarbeitszeitargument der Profispieler schon hinkommt es fraglich - zumal nicht gesagt ist, dass ein 35-jähriger automatisch unfit ist weiter Profifußball zu spielen (siehe z.B. Miro Klose). Sonderkündigungsregelungen könnte man dann einbauen (oder auflösende Bedingungen), wenn fünf Jahre Laufzeit erreicht sind...
Alles in allem würde das den Fußball auf den Kopf stellen. Schlecht wäre es aber nicht unbedingt.
Nur ist die Frage ob das funktioniert. Denn für eine solche lange Befristung (das wäre ja ggf. vom 17., 18. Lebensjahr an gerechnet unter Umständen 15-20 Jahre) hätte sehr hohe Anforderungen zu erfüllen um rechtlich wirksam zu sein. Ob man da allein mit dem Lebensarbeitszeitargument der Profispieler schon hinkommt es fraglich - zumal nicht gesagt ist, dass ein 35-jähriger automatisch unfit ist weiter Profifußball zu spielen (siehe z.B. Miro Klose). Sonderkündigungsregelungen könnte man dann einbauen (oder auflösende Bedingungen), wenn fünf Jahre Laufzeit erreicht sind...
Alles in allem würde das den Fußball auf den Kopf stellen. Schlecht wäre es aber nicht unbedingt.
21.01.2016 - 07:22 Uhr
Es ist doch aber auch so das für einen Ex-Profi nach der aktiven Laufbahn noch lange nicht Schluss ist. Viele werden Trainer, Scouts, gehen zum Herzensclub in die Jugendabteilung oder bauen sich schon in den letzten Jahren des Profifussballer Seins eine eigene Firma auf, da mehr als genug Kapital da ist um so etwas zu machen und sich seine Zukunft zu sicher.
Ich sehe das so. Wer so einen enorme Einkommensvorteil hat und den Traum leben kann Fussballprofi zu sein. Dem kann man auch zumuten, dass es bei den Verträgen ein wenig härter zur Sache geht. Ich will damit allerdings nicht sagen das diese Leute keine Rechte haben nur weil Sie mehr verdienen. Es geht eher darum das man diese Situation mit "normalen" Arbeitnehmern nicht vergleichen kann. Deswegen finde ich es auch nicht schlimm wenn Leute wie Rooney, Ronaldo oder sonst wer astronomisch hohe Gehälter bekommen. Die haben sich das durch die Verhandlungen verdient und haben jemanden gefunden (wer auch immer das ist) der Ihnen das Geld bezahlt.
Des Weiteren bin ich mir nicht sicher wie arme Vereine in den europäischen 2. Ligen oder sogar in den 3. Ligen so etwas durchsetzten wollen? Die hätten dann ja Unmengen an Spieler...
Ich sehe das so. Wer so einen enorme Einkommensvorteil hat und den Traum leben kann Fussballprofi zu sein. Dem kann man auch zumuten, dass es bei den Verträgen ein wenig härter zur Sache geht. Ich will damit allerdings nicht sagen das diese Leute keine Rechte haben nur weil Sie mehr verdienen. Es geht eher darum das man diese Situation mit "normalen" Arbeitnehmern nicht vergleichen kann. Deswegen finde ich es auch nicht schlimm wenn Leute wie Rooney, Ronaldo oder sonst wer astronomisch hohe Gehälter bekommen. Die haben sich das durch die Verhandlungen verdient und haben jemanden gefunden (wer auch immer das ist) der Ihnen das Geld bezahlt.
Des Weiteren bin ich mir nicht sicher wie arme Vereine in den europäischen 2. Ligen oder sogar in den 3. Ligen so etwas durchsetzten wollen? Die hätten dann ja Unmengen an Spieler...
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Sp1k3 am 21.01.2016 um 07:26 Uhr bearbeitet
21.01.2016 - 12:32 Uhr
@Sp1k3 :
Die Mär von den Traumgehältern der Fußballer stimmt so doch nicht. Das mag für die Topvereine überall und die Topligen gelten, aber schon in Liga 3 sind die Gehälter nicht so auskömmlich, dass damit innerhalb eines Profilebens das Auskommen verdient wird. In ausländischen Ligen sieht es teilweise noch düsterer aus. Was nutzt ein Jahreseinkommen von 120 TEURO, wenn ich damit nach Steuern und Abgaben vielleicht 70 TEURO übrig behalte und das nur vielleicht 10 Jahre verdiene? Selbst leicht unterdurchschnittliche Verdiener schaffen Bruttolebenseinkünfte über 1,2 Mio. EURO...
Klar, ein Ronaldo oder ein Messi brauchen sich keine Sorgen zu machen. Selbst ein FCK-Profi wohl nicht, auch nicht einer von ordentlichen Drittligisten. Aber der polnische Zweitligist in der unteren Tabellenhälfte? Der rumänische Erstligist ohne Chance auf Europa? Ich weiß ja nicht...
Richtig ist, dass die Vereine das teilweise nicht auffangen könnten. Denkbar wäre hier aber auch eine GESETZLICHE REGELUNG, vielleicht sogar auf europäischer Ebene. Wieso nicht für den Profisport eigene, sinnvolle Regelungen die einen gerechteren Ausgleich erzeugen UND die damit auch dem ausufernden Transferwahnsinn einen gewissen Riegel vorschieben? In den USA funktionieren Strukturen wie Maximalgehälter, Pflichtabgaben, Transferregelungen (Drafts etc.) durchaus sehr erfolgreich, wieso nicht auch im Fußball?
Die Mär von den Traumgehältern der Fußballer stimmt so doch nicht. Das mag für die Topvereine überall und die Topligen gelten, aber schon in Liga 3 sind die Gehälter nicht so auskömmlich, dass damit innerhalb eines Profilebens das Auskommen verdient wird. In ausländischen Ligen sieht es teilweise noch düsterer aus. Was nutzt ein Jahreseinkommen von 120 TEURO, wenn ich damit nach Steuern und Abgaben vielleicht 70 TEURO übrig behalte und das nur vielleicht 10 Jahre verdiene? Selbst leicht unterdurchschnittliche Verdiener schaffen Bruttolebenseinkünfte über 1,2 Mio. EURO...
Klar, ein Ronaldo oder ein Messi brauchen sich keine Sorgen zu machen. Selbst ein FCK-Profi wohl nicht, auch nicht einer von ordentlichen Drittligisten. Aber der polnische Zweitligist in der unteren Tabellenhälfte? Der rumänische Erstligist ohne Chance auf Europa? Ich weiß ja nicht...
Richtig ist, dass die Vereine das teilweise nicht auffangen könnten. Denkbar wäre hier aber auch eine GESETZLICHE REGELUNG, vielleicht sogar auf europäischer Ebene. Wieso nicht für den Profisport eigene, sinnvolle Regelungen die einen gerechteren Ausgleich erzeugen UND die damit auch dem ausufernden Transferwahnsinn einen gewissen Riegel vorschieben? In den USA funktionieren Strukturen wie Maximalgehälter, Pflichtabgaben, Transferregelungen (Drafts etc.) durchaus sehr erfolgreich, wieso nicht auch im Fußball?
21.01.2016 - 13:35 Uhr
Ich verstehen deinene Punkt BenMic. Ich meinte das aber eher so. Warum sollte sich ein Fussballer nie weiterentwickeln müssen? Auf dem Arbeitsmarkt müssen ganz viele Leute deren Job es so nicht mehr gibt auch etwas dazu lernen bzw. in andere Arbeitsfelder vordringen. Klar habe ich Beispiele genommen die viel verdienen aber das heißt ja nicht das die Leute in der 3. Liga nach Ihrer Aktiven Laufbahn erwerbsunfähig wären. Die Tendenz geht doch mit den Leistungszentren sowieso in die Richtung das jeder Profi (ähnlich Amerika) Abitur macht oder zumindest einen Schulabschluss hat. Daher kann man doch auch verlangen das sich diese Leute nicht hinstellen und sagen ich kann nur bis ca. 35 Fussball spielen also muss ich da soviel verdienen das es für mein ganzes Leben reicht. So funktioniert das leider nicht.
Ober nehmen wir mal die Bundeswehrsoldaten. Ein Zeitsoldat weiß auch ganz genau das er diesen Job nicht ewig machen kann. Dem wird gesagt, dass er nach seiner Dienstzeit auch wieder "normaler" Arbeit nachgehen muss. Diese Leute bekommen dann auch völlig zurecht 2-3 Jahre (ich weiß nicht genau wie lange oder viel) eine Umschulung. Damit wird ihre Leistung honriert und die Soldaten stehen nicht alleine da.
Wenn Überhaupt müsste es eine solche Regelung für die Profis geben, die dann auch denke ich rechtlich Sicher ausgearbeitet werden kann.
Fazit: Ich bin der Meinung das ein Fussballer nicht in seiner ca. 20 Jahre langen Karriere für den Rest seines Lebens ausgesorgt haben muss. Die einen bekommen es ohne Probleme hin und schlagen die von mir erwähnten Wege ein. Die Leute die weniger verdienen müssen dann wohl oder Übel eine Lehre machen oder anderweitig arbeiten. Einem normalen AN dessen Fließbandjob wegen Automatisierung der Linie wegrationalisiert wird muss das auch tun sowie viele andere Leute.
Ich hoffe ich habe niemanden beleidigt oder angegriffen. Ich wollte nur meine Sicht der Dinge klar stellen. Falls ich mit Angaben was Soldaten angeht falsch lagt bitte korregieren.
Ober nehmen wir mal die Bundeswehrsoldaten. Ein Zeitsoldat weiß auch ganz genau das er diesen Job nicht ewig machen kann. Dem wird gesagt, dass er nach seiner Dienstzeit auch wieder "normaler" Arbeit nachgehen muss. Diese Leute bekommen dann auch völlig zurecht 2-3 Jahre (ich weiß nicht genau wie lange oder viel) eine Umschulung. Damit wird ihre Leistung honriert und die Soldaten stehen nicht alleine da.
Wenn Überhaupt müsste es eine solche Regelung für die Profis geben, die dann auch denke ich rechtlich Sicher ausgearbeitet werden kann.
Fazit: Ich bin der Meinung das ein Fussballer nicht in seiner ca. 20 Jahre langen Karriere für den Rest seines Lebens ausgesorgt haben muss. Die einen bekommen es ohne Probleme hin und schlagen die von mir erwähnten Wege ein. Die Leute die weniger verdienen müssen dann wohl oder Übel eine Lehre machen oder anderweitig arbeiten. Einem normalen AN dessen Fließbandjob wegen Automatisierung der Linie wegrationalisiert wird muss das auch tun sowie viele andere Leute.
Ich hoffe ich habe niemanden beleidigt oder angegriffen. Ich wollte nur meine Sicht der Dinge klar stellen. Falls ich mit Angaben was Soldaten angeht falsch lagt bitte korregieren.
21.01.2016 - 13:39 Uhr
Selbst als Zweitligaspieler wird man nicht so viel Geld ansparen können, dass es nach der Karriere reicht, um von den Zinsen zu leben. Immerhin wird man nach 10 Jahren zweite Liga bei Normalverbraucher-Lebensstil genügend Geld haben, um sich damit eine Basis für die zweite Karriere schaffen zu können.
Unterhalb der zweiten Liga muss man sich dann keine Illusionen mehr machen. Ein Drittligaspieler verdient mehr als der Durchschnittsbürger, aber eben nur über 10 Jahre. Von dem, was er da beiseite legen kann, wird er sich immerhin ein Haus kaufen können. Wo er in Zukunft Geld her bekommt, ist damit noch nicht geklärt.
Beste Grüße
Lullaby
Unterhalb der zweiten Liga muss man sich dann keine Illusionen mehr machen. Ein Drittligaspieler verdient mehr als der Durchschnittsbürger, aber eben nur über 10 Jahre. Von dem, was er da beiseite legen kann, wird er sich immerhin ein Haus kaufen können. Wo er in Zukunft Geld her bekommt, ist damit noch nicht geklärt.
Beste Grüße
Lullaby
21.01.2016 - 13:43 Uhr
Zitat von Lullaby
Selbst als Zweitligaspieler wird man nicht so viel Geld ansparen können, dass es nach der Karriere reicht, um von den Zinsen zu leben. Immerhin wird man nach 10 Jahren zweite Liga bei Normalverbraucher-Lebensstil genügend Geld haben, um sich damit eine Basis für die zweite Karriere schaffen zu können.
Unterhalb der zweiten Liga muss man sich dann keine Illusionen mehr machen. Ein Drittligaspieler verdient mehr als der Durchschnittsbürger, aber eben nur über 10 Jahre. Von dem, was er da beiseite legen kann, wird er sich immerhin ein Haus kaufen können. Wo er in Zukunft Geld her bekommt, ist damit noch nicht geklärt.
Beste Grüße
Lullaby
Selbst als Zweitligaspieler wird man nicht so viel Geld ansparen können, dass es nach der Karriere reicht, um von den Zinsen zu leben. Immerhin wird man nach 10 Jahren zweite Liga bei Normalverbraucher-Lebensstil genügend Geld haben, um sich damit eine Basis für die zweite Karriere schaffen zu können.
Unterhalb der zweiten Liga muss man sich dann keine Illusionen mehr machen. Ein Drittligaspieler verdient mehr als der Durchschnittsbürger, aber eben nur über 10 Jahre. Von dem, was er da beiseite legen kann, wird er sich immerhin ein Haus kaufen können. Wo er in Zukunft Geld her bekommt, ist damit noch nicht geklärt.
Beste Grüße
Lullaby
Ist das so schlimm? Ich meine hat man die Erwartung das man mehrfacher Millionär ist wenn man 3. Liga spielt? Dann stimmen einfach die Erwartungen nicht
21.01.2016 - 13:47 Uhr
21.01.2016 - 13:51 Uhr
Naja es hörte sich für mich so an. Wenn nicht ist ja auch gut
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