Freiburger Fankultur
04.11.2009 - 13:48 Uhr
11.11.2012 - 02:38 Uhr
Zitat von Hochhaussau:
Zitat von uwe_wassmer:
Zitat von Hochhaussau:
Mal was anderes, was ich mich schon seit einiger Zeit frage, wieso auf Nord die große Fahne Rot-Weiß-Schwarz sein muss genau wie einige Doppelhalter und auch andere kleinere Fahnen.
Man kommt sich vor wie auf einer Nazidemo.
Die Vereinsfarben sind eigentlich Rot-Weiß.
Ein Schelm der böses dabei denk ;)
Muss ich mir da jetzt sorgen machen?
Dabei fallen mir auch gleich noch die Worte von Chico ein, die er mal im Stadion auf dem Rasen stehend über die Lautsprecher verlauten ließ:
"In Freiburg gibts keine Nazis im Stadion" :o
Gerüchteweise habe ich gehört, dass es sich um einen perfiden Plan der NPD handelt um unsere Fanszene zu infiltrieren...mal im Ernst, was ist denn das für ein Schwachsinn? :rolleyes
Sorry, aber solche Hypersensibilität nervt mich einfach nur. Unsere Vereinsfarben sind zwar Rot-Weiß, die Farbe Schwarz wirst du aber trotzdem überall im Sportclub-Umfeld finden.
Übrigens ist diese Farbkombination keine Erfindung der Nazis, also wo ist das Problem?
Um dem momentanen Zeitgeist zu folgen und 100% politisch korrekt zu sein, schlage ich vor nur noch Doppelhalter, Fahnen, etc. in Regenbogenfarben zuzulassen...
Du, vielleicht bissle hypersensibel aus deiner Sicht, damit kann ich aber gut leben. Bin nicht der einzige der so denkt und sich daran stört. Aber es ist auch so, dass es genug Beispeile in der Vergangenheit gibt wo andere wegschauen, ignorieren oder es einfach nicht so schlimm finden.
Von daher werde ich meine Meinug vertretten wo und wann immer ich es für richtig halte.
Es besteht rein objektiv kein Zusammenhang zwischen rot-weiß-schwarzen Fan-Utensilien und einem "braunen Problem" in unserer Fanszene. Da kannst du dich auf den Kopf stellen.
Das mag deine Meinung sein, ich finds, um es einfach auszudrücken, hochgradig lächerlich und für die Fans auch beleidigend. Eigentlich ist es fast schon eine Frechheit, dass du dir gegenüber anderen Leuten eine Deutungshoheit bezogen auf deren Meinung herausnimmst.
Zitat
Zitat von uwe_wassmer:
Informier diech mal, bevor du irgendwelche behauptungen aussprichst. Wenn im Kindergarten einer ein weisses T-Shirt mit der roten Jacke und ner schwarzen Hose anhat, beschimpfst du ihn dann auch als Nazi?
Ehrlich, wenn wir keine Probleme haben, Hochhaussau fragen, der findet sicher immer irgendeinen Zusammenhang zu Themen, an denen man sich die Finger verbrennen kann.
Ich seh schon du bist auf nem guten Weg :D
Dieses Zitat stammt nicht von mir, sondern von Romboman.
Zitat von uwe_wassmer:
Zitat von Hochhaussau:
Mal was anderes, was ich mich schon seit einiger Zeit frage, wieso auf Nord die große Fahne Rot-Weiß-Schwarz sein muss genau wie einige Doppelhalter und auch andere kleinere Fahnen.
Man kommt sich vor wie auf einer Nazidemo.
Die Vereinsfarben sind eigentlich Rot-Weiß.
Ein Schelm der böses dabei denk ;)
Muss ich mir da jetzt sorgen machen?
Dabei fallen mir auch gleich noch die Worte von Chico ein, die er mal im Stadion auf dem Rasen stehend über die Lautsprecher verlauten ließ:
"In Freiburg gibts keine Nazis im Stadion" :o
Gerüchteweise habe ich gehört, dass es sich um einen perfiden Plan der NPD handelt um unsere Fanszene zu infiltrieren...mal im Ernst, was ist denn das für ein Schwachsinn? :rolleyes
Sorry, aber solche Hypersensibilität nervt mich einfach nur. Unsere Vereinsfarben sind zwar Rot-Weiß, die Farbe Schwarz wirst du aber trotzdem überall im Sportclub-Umfeld finden.
Übrigens ist diese Farbkombination keine Erfindung der Nazis, also wo ist das Problem?
Um dem momentanen Zeitgeist zu folgen und 100% politisch korrekt zu sein, schlage ich vor nur noch Doppelhalter, Fahnen, etc. in Regenbogenfarben zuzulassen...
Du, vielleicht bissle hypersensibel aus deiner Sicht, damit kann ich aber gut leben. Bin nicht der einzige der so denkt und sich daran stört. Aber es ist auch so, dass es genug Beispeile in der Vergangenheit gibt wo andere wegschauen, ignorieren oder es einfach nicht so schlimm finden.
Von daher werde ich meine Meinug vertretten wo und wann immer ich es für richtig halte.
Es besteht rein objektiv kein Zusammenhang zwischen rot-weiß-schwarzen Fan-Utensilien und einem "braunen Problem" in unserer Fanszene. Da kannst du dich auf den Kopf stellen.
Das mag deine Meinung sein, ich finds, um es einfach auszudrücken, hochgradig lächerlich und für die Fans auch beleidigend. Eigentlich ist es fast schon eine Frechheit, dass du dir gegenüber anderen Leuten eine Deutungshoheit bezogen auf deren Meinung herausnimmst.
Zitat
Zitat von uwe_wassmer:
Informier diech mal, bevor du irgendwelche behauptungen aussprichst. Wenn im Kindergarten einer ein weisses T-Shirt mit der roten Jacke und ner schwarzen Hose anhat, beschimpfst du ihn dann auch als Nazi?
Ehrlich, wenn wir keine Probleme haben, Hochhaussau fragen, der findet sicher immer irgendeinen Zusammenhang zu Themen, an denen man sich die Finger verbrennen kann.
Ich seh schon du bist auf nem guten Weg :D
Dieses Zitat stammt nicht von mir, sondern von Romboman.
11.11.2012 - 03:14 Uhr
die diskussion ist sicherlich vor allem auf dem aktuellen niveau völlig unnötig - nicht zuletzt, weil wir hier in einem fussballforum sind. eines möcht ich dann aber doch anmerken: nicht nur user hochhaussau hat bei einer rot-weiß-schwarzen fahne zumindest nen ungutes gefühl. (und heute, respektive gestern, hab ich keine mehr gesehen...)
dass es in freiburg keine "fans" mit rechten tendenzen gibt ist übrigens einfach nur falsch - wir haben sicherlich keine massiven probleme in die richtung (wie andere vereine), wenn man aber genau hinsieht / hört kann man - wie eigentlich in jedem stadion - durchaus auffällige kleidung, sprüche etc finden. man muss das problem nicht größer machen wie es ist - es von grundauf zu verneinen/leugnen ist aber sicherlich der falscheste aller wege.
dass es in freiburg keine "fans" mit rechten tendenzen gibt ist übrigens einfach nur falsch - wir haben sicherlich keine massiven probleme in die richtung (wie andere vereine), wenn man aber genau hinsieht / hört kann man - wie eigentlich in jedem stadion - durchaus auffällige kleidung, sprüche etc finden. man muss das problem nicht größer machen wie es ist - es von grundauf zu verneinen/leugnen ist aber sicherlich der falscheste aller wege.
11.11.2012 - 10:34 Uhr
Zitat von tt-gott:
die diskussion ist sicherlich vor allem auf dem aktuellen niveau völlig unnötig - nicht zuletzt, weil wir hier in einem fussballforum sind.
Das Niveau ist unnötig, da stimme ich Dir zu, die Diskussion darüber ist aber sehr nötig - gerade auch in einem Fußballforum, zumal das Stadion genau aus der Richtung, um die es geht, immer allzu gerne zum unpolitischen Raum erklärt wird, um sich im gleichen Atemzug breit zu machen und Fans anderer Gesinnung einzuschüchtern oder zu vertreiben.
Vielleicht hat der eine oder andere ein bißchen verfolgt, was in Aachen oder Braunschweig aktuell abgeht. Ich kann gerne Links dazu posten, wenn es jemand interessiert. In Dortmund ist es aktuell auch ein Thema. Da wurden erst vor einigen Wochen Stadionverbote gegen Neonazis verhängt:
http://www.derwesten.de/staedte/dortmund/blaulicht/bvb-erteilt-neonazis-stadionverbot-fuer-signal-iduna-park-id7166465.html
In diesem Kontext warnte u.a. auch DFL-Liga Präsident Rauball vor braunen Kurven:
http://www.focus.de/sport/fussball/neonazis-in-fussballstadion-ligachef-rauball-warnt-vor-braunen-kurven-_aid_855447.html
Es ist traurig, dass AUCH in einem Fußballforum mit diesem Thema umgegangen werden muss, aber wir können und dürfen es nicht ausgrenzen, da wir sonst genau den Nährboden dafür bieten, dass sich die braunen Spackos völlig unbehelligt in der Mitte der Gesellschaft und somit auch mitten in der Fanszene breit machen können. Das darf nirgends passieren, auch nicht in Freiburg.
Wie Du, tt-gott, völlig zutreffend ausführst, ist leider auch das Umfeld des SC Freiburg keine Oase nazifreier Glückseligkeit. Ich teile in diesem Zusammenhang weiterhin Deine Auffassung, das Problem in Bezug auf Freiburg nicht aufzubauschen, was aber nicht heißen darf, dass man wegguckt und dieses wichtige Thema aus Foren wie diesem hier verbannt oder abqualifiziert, weil es auf den 1. Blick so gar nichts mit dem Sport zu tun hat, der die Massen über alle Altersklassen und politischen Anschauungen hinweg mobilisiert oder sogar elektrisiert.
Es hat zwar nur indirekt mit der Fankultur hier zu tun, aber ich werde heute noch eine Beschwerde an den SC Freiburg verfassen, was den Fanartikelverkauf auf dem Gehsteig zwischen Stadion und der Aral Tankstelle am Strandbad betrifft. Bisher fiel es mir nicht auf, aber gestern hat der Betreiber die unglaubliche Geschmacklosigkeit besessen, Reichskriegsflaggenschals und weitere Schals mit eindeutig rechtsnationalem Bezug zu verkaufen - gerade in diesen historisch so belasteten Tagen (Reichskristallnacht) eine Unverschämtheit und unglaubliche Provokation. Aber offensichtlich gibt es (auch in Freiburg) einen Markt dafür, sonst würden solche abscheulichen Wollfetzen nicht wie ganz selbstverständlich zwischen HSV- und SC-Fanutensilien hängen und Normalität suggerieren, die es eben nicht geben darf. Vielleicht kann der SC nicht direkt tätig werden, aber eventuell kann er den Sachverhalt zumindest ans Gewerbeamt der Stadt weitergeben, damit die Zuverlässigkeit dieses verantwortungs- und skrupellosen "Geschäftsmannes" mal überprüft und ggf. entsprechende Auflagen in Sachen Sortiment gemacht bzw. ihm die Standgenehmigung entzogen werden kann. Ich kann alle Demokraten hier nur anspornen, sich mir anzuschließen und bei Verein oder Stadt gegen solche Entwicklungen im Stadionumfeld zu protestieren.
die diskussion ist sicherlich vor allem auf dem aktuellen niveau völlig unnötig - nicht zuletzt, weil wir hier in einem fussballforum sind.
Das Niveau ist unnötig, da stimme ich Dir zu, die Diskussion darüber ist aber sehr nötig - gerade auch in einem Fußballforum, zumal das Stadion genau aus der Richtung, um die es geht, immer allzu gerne zum unpolitischen Raum erklärt wird, um sich im gleichen Atemzug breit zu machen und Fans anderer Gesinnung einzuschüchtern oder zu vertreiben.
Vielleicht hat der eine oder andere ein bißchen verfolgt, was in Aachen oder Braunschweig aktuell abgeht. Ich kann gerne Links dazu posten, wenn es jemand interessiert. In Dortmund ist es aktuell auch ein Thema. Da wurden erst vor einigen Wochen Stadionverbote gegen Neonazis verhängt:
http://www.derwesten.de/staedte/dortmund/blaulicht/bvb-erteilt-neonazis-stadionverbot-fuer-signal-iduna-park-id7166465.html
In diesem Kontext warnte u.a. auch DFL-Liga Präsident Rauball vor braunen Kurven:
http://www.focus.de/sport/fussball/neonazis-in-fussballstadion-ligachef-rauball-warnt-vor-braunen-kurven-_aid_855447.html
Es ist traurig, dass AUCH in einem Fußballforum mit diesem Thema umgegangen werden muss, aber wir können und dürfen es nicht ausgrenzen, da wir sonst genau den Nährboden dafür bieten, dass sich die braunen Spackos völlig unbehelligt in der Mitte der Gesellschaft und somit auch mitten in der Fanszene breit machen können. Das darf nirgends passieren, auch nicht in Freiburg.
Wie Du, tt-gott, völlig zutreffend ausführst, ist leider auch das Umfeld des SC Freiburg keine Oase nazifreier Glückseligkeit. Ich teile in diesem Zusammenhang weiterhin Deine Auffassung, das Problem in Bezug auf Freiburg nicht aufzubauschen, was aber nicht heißen darf, dass man wegguckt und dieses wichtige Thema aus Foren wie diesem hier verbannt oder abqualifiziert, weil es auf den 1. Blick so gar nichts mit dem Sport zu tun hat, der die Massen über alle Altersklassen und politischen Anschauungen hinweg mobilisiert oder sogar elektrisiert.
Es hat zwar nur indirekt mit der Fankultur hier zu tun, aber ich werde heute noch eine Beschwerde an den SC Freiburg verfassen, was den Fanartikelverkauf auf dem Gehsteig zwischen Stadion und der Aral Tankstelle am Strandbad betrifft. Bisher fiel es mir nicht auf, aber gestern hat der Betreiber die unglaubliche Geschmacklosigkeit besessen, Reichskriegsflaggenschals und weitere Schals mit eindeutig rechtsnationalem Bezug zu verkaufen - gerade in diesen historisch so belasteten Tagen (Reichskristallnacht) eine Unverschämtheit und unglaubliche Provokation. Aber offensichtlich gibt es (auch in Freiburg) einen Markt dafür, sonst würden solche abscheulichen Wollfetzen nicht wie ganz selbstverständlich zwischen HSV- und SC-Fanutensilien hängen und Normalität suggerieren, die es eben nicht geben darf. Vielleicht kann der SC nicht direkt tätig werden, aber eventuell kann er den Sachverhalt zumindest ans Gewerbeamt der Stadt weitergeben, damit die Zuverlässigkeit dieses verantwortungs- und skrupellosen "Geschäftsmannes" mal überprüft und ggf. entsprechende Auflagen in Sachen Sortiment gemacht bzw. ihm die Standgenehmigung entzogen werden kann. Ich kann alle Demokraten hier nur anspornen, sich mir anzuschließen und bei Verein oder Stadt gegen solche Entwicklungen im Stadionumfeld zu protestieren.
11.11.2012 - 15:50 Uhr
bin mir nicht sicher - aber widersprichst du mir jetzt oder stimmst du mir zu? ;) sollte letzeres der fall sein, bin ich froh, denn deinen beitrag kann ich so zu 100% unterschreiben.
(mein einleitender satz im vorherigen post war eventuell etwas missverständlich ausgedrückt: ich halte die diskussion nicht für unnötig - wie ich im weiteren verlauf ja ausführe; was ich für vor allem für unnötig und falsch halte ist vor allem das niveau auf dem diese "diskussion" hier begonnen wurde...denn gerade in dieser schwierigen debatte ist es einfach unabdingbar eine seriöse diskussion zu führen - wie ja auch von dir erwähnt: weder übertreibung noch verharmlosung/verleugnung sind hier angebracht.)
(mein einleitender satz im vorherigen post war eventuell etwas missverständlich ausgedrückt: ich halte die diskussion nicht für unnötig - wie ich im weiteren verlauf ja ausführe; was ich für vor allem für unnötig und falsch halte ist vor allem das niveau auf dem diese "diskussion" hier begonnen wurde...denn gerade in dieser schwierigen debatte ist es einfach unabdingbar eine seriöse diskussion zu führen - wie ja auch von dir erwähnt: weder übertreibung noch verharmlosung/verleugnung sind hier angebracht.)
11.11.2012 - 18:35 Uhr
@tt-gott: Ich bin froh über Deine Konkretisierung. Wir gehen 100% konform miteinander bei diesem leidigen Thema :)
Ich hoffe, dass die Neonazikacke in Freiburg im Vergleich zur aktuellen Situation niemals an Bedeutung gewinnt. Dazu können wir mit Zivilcourage viel beitragen, wobei das gar nicht immer so einfach ist, je nachdem wie gefährlich eine konkrete Situation für Leib und Leben werden kann.
Ich hoffe, dass die Neonazikacke in Freiburg im Vergleich zur aktuellen Situation niemals an Bedeutung gewinnt. Dazu können wir mit Zivilcourage viel beitragen, wobei das gar nicht immer so einfach ist, je nachdem wie gefährlich eine konkrete Situation für Leib und Leben werden kann.
11.11.2012 - 21:32 Uhr
@louamba & tt-gott, Zivilcourage ist das Stichwort. Alle schreien danach wenn was passiert, aber wenn man sie zeigt wir man dafür belächelt. Schön zu sehen, dass es doch auch hier User gibt die einen da nicht allein stehen lassen.
Zu den Fanartikelverkäufer, einfach nur zu kotzen. Die Reaktion von Seiten des SC würd mich da brennenst interessieren.
Zu den Fanartikelverkäufer, einfach nur zu kotzen. Die Reaktion von Seiten des SC würd mich da brennenst interessieren.
16.11.2012 - 20:53 Uhr
Ihr habt ja Recht damit, dass man der rechten Szene entgegen wirken muss, keine Frage. Trotzdem ist der Bezug zwischen den Fahnen und irgendwelchen rechten Tendenzen völlig aus der Luft gegriffen.
Ich persönlich habe in unserem Stadion und Umfeld noch nie rechte Tendenzen bemerkt, ganz im Gegenteil. Hier sind/waren doch sogar farbige Spieler teilweise Publikumslieblinge.
Und wenn man das Thema Kleidung in der rechten Szene anspricht ist mir da zu viel Un- bzw. Halbwissen im Umlauf. Nehmt doch mal Londsdale her, die Masse sieht darin immer noch eine Marke der Neonazis, obwohl sich die Firma schon jahrelang massiv distanziert und derartige Verwendung verhindert.
Was mich nervt ist einfach diese gewisse Hysterie hinsichtlich dieses Themas, da wird zu viel zu reflexartig abgestempelt. Und das finde ich teilweise extrem anmaßend. In meinem Bekanntenkreis musste sich beispielsweise mal ein Glatzenträger den Vorwurf anhören er wäre ein Skinhead, obwohl er einfach nur schlechten Haarwuchs hatte und nicht mit einer Halbplatte rumlaufen wollte.
Ist des Rätsels Lösung jetzt also wild mit dem Finger um sich zu zeigen und überall rechte Tendenzen zu unterstellen? Und nichts anderes ist es was ihr da gerade macht, völlig an den Haaren herbeigezogen das Ganze.
Im Übrigen bitte ich auch mal zu beachten, dass diverse Fanszenen ein stilisiertes Logo der Roten Armee Fraktion für sich zweckentfremden...
Ich persönlich habe in unserem Stadion und Umfeld noch nie rechte Tendenzen bemerkt, ganz im Gegenteil. Hier sind/waren doch sogar farbige Spieler teilweise Publikumslieblinge.
Und wenn man das Thema Kleidung in der rechten Szene anspricht ist mir da zu viel Un- bzw. Halbwissen im Umlauf. Nehmt doch mal Londsdale her, die Masse sieht darin immer noch eine Marke der Neonazis, obwohl sich die Firma schon jahrelang massiv distanziert und derartige Verwendung verhindert.
Was mich nervt ist einfach diese gewisse Hysterie hinsichtlich dieses Themas, da wird zu viel zu reflexartig abgestempelt. Und das finde ich teilweise extrem anmaßend. In meinem Bekanntenkreis musste sich beispielsweise mal ein Glatzenträger den Vorwurf anhören er wäre ein Skinhead, obwohl er einfach nur schlechten Haarwuchs hatte und nicht mit einer Halbplatte rumlaufen wollte.
Ist des Rätsels Lösung jetzt also wild mit dem Finger um sich zu zeigen und überall rechte Tendenzen zu unterstellen? Und nichts anderes ist es was ihr da gerade macht, völlig an den Haaren herbeigezogen das Ganze.
Im Übrigen bitte ich auch mal zu beachten, dass diverse Fanszenen ein stilisiertes Logo der Roten Armee Fraktion für sich zweckentfremden...
17.11.2012 - 07:10 Uhr
Ja, von Hysterie, meist auf Halbwissen begründet, halte ich auch nichts. Dazu unpassend finde ich jedoch, daß man sich dann zeitgleich durch den Begriff Skinhead in eine politische Ecke gedrängt fühlt. Bezüglich dem Halbwissen muß man dann nämlich auch hinzufügen, daß die Begrifflichkeit "Skinhead" eigentlich keinerlei Wertung in eine politische Richtung beinhaltet, da die frühe in der englischen Arbeiterschicht aufgegangene Skinheadszene sich hauptsächlich über ihren Bezug zu schwarzer Musik wie dem Reggae und Ska definierte. Erst in den 80ern wurde diese Szene immer mehr durch rechte, teils jedoch auch durch linke Gruppierungen vereinnahmt. Fühlt man sich also in seinen eigenen politischen Ansichten durch den Begriff "Skinhead" verletzt, stärkt man durch das eigene Halbwissen dem Nichtwissen des Beleidigenden/Provozierenden ja nun auch noch ungewollt den Rücken, oder? ;)
Einen Skinhead mit einem nach rechts gerichteten Menschen gleichzusetzen ist also auch nichts anderes, als die auf den Vereinsfarben begründete Farbgestaltung einer Fahne mit der Symbolik des rechten Rands gleichzusetzen...
Aber eben in Anbetracht dessen, daß zunächst unpolitische Gruppen leicht durch radikale Gruppierungen infiltriert werden können, und dazu gehört definitiv auch die Ultraszene, halte ich es durchaus für vernünftig, wenn man diese im Auge behält, und die rechte Szene macht auch vor den Freiburger Stadttoren nicht Halt, dies zu glauben wäre naiv, und die oftmals aufkommende Hysterie ist lediglich eine Folge lange anhaltender Naivität und darauf begründeter Tatenlosigkeit.
PS: Wenn es Neuigkeiten zu besagtem Verkaufsstand gibt, wäre ich dankbar dafür hier etwas darüber lesen zu dürfen, dieses Thema interessiert mich nämlich brennend. Während meiner Studienzeit in Aachen war ich dort ebenfalls fleissiger Stadiongänger, und die Fülle der Verkaufsstände mit eindeutiger Symbolik auf ihren Verkaufsartikeln gefiel auch mir, genauso wie meinen Begleitern nicht wirklich, weshalb wir mehrmals den Kontakt zur Pressestelle der Alemannia suchten. Das Ergebnis war frustrierend, da die Reaktionen gegen Null gingen...
Einen Skinhead mit einem nach rechts gerichteten Menschen gleichzusetzen ist also auch nichts anderes, als die auf den Vereinsfarben begründete Farbgestaltung einer Fahne mit der Symbolik des rechten Rands gleichzusetzen...
Aber eben in Anbetracht dessen, daß zunächst unpolitische Gruppen leicht durch radikale Gruppierungen infiltriert werden können, und dazu gehört definitiv auch die Ultraszene, halte ich es durchaus für vernünftig, wenn man diese im Auge behält, und die rechte Szene macht auch vor den Freiburger Stadttoren nicht Halt, dies zu glauben wäre naiv, und die oftmals aufkommende Hysterie ist lediglich eine Folge lange anhaltender Naivität und darauf begründeter Tatenlosigkeit.
PS: Wenn es Neuigkeiten zu besagtem Verkaufsstand gibt, wäre ich dankbar dafür hier etwas darüber lesen zu dürfen, dieses Thema interessiert mich nämlich brennend. Während meiner Studienzeit in Aachen war ich dort ebenfalls fleissiger Stadiongänger, und die Fülle der Verkaufsstände mit eindeutiger Symbolik auf ihren Verkaufsartikeln gefiel auch mir, genauso wie meinen Begleitern nicht wirklich, weshalb wir mehrmals den Kontakt zur Pressestelle der Alemannia suchten. Das Ergebnis war frustrierend, da die Reaktionen gegen Null gingen...
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Dolla am 17.11.2012 um 07:21 Uhr bearbeitet
17.11.2012 - 11:03 Uhr
Vielleicht sollte man die Debatte in Deutschland endlich versachlichen. Das beginnt auch damit dass man die Menschen nicht aufgibt und aus der Gesellschaft drängt, was typischerweise zur Radikalisierung führt, stattdessen die Ideologie aufarbeitet und in Frage stellt.
Im Gegensatz zur allgemeinen Haltung gegen die Rechten vorzugehen, sollte man sich die Ideologie vornehmen, denn die ist angreifbar. Mit Gewalt, Verboten usw. ändert man keine Meinungen. Den Nährboden findet die Ideologie vorallem dort wo Unzufriedenheit herrscht und es an Aufklärung mangelt.
Im Gegensatz zur allgemeinen Haltung gegen die Rechten vorzugehen, sollte man sich die Ideologie vornehmen, denn die ist angreifbar. Mit Gewalt, Verboten usw. ändert man keine Meinungen. Den Nährboden findet die Ideologie vorallem dort wo Unzufriedenheit herrscht und es an Aufklärung mangelt.
17.11.2012 - 12:16 Uhr
Zitat von Dolla:
Ja, von Hysterie, meist auf Halbwissen begründet, halte ich auch nichts. Dazu unpassend finde ich jedoch, daß man sich dann zeitgleich durch den Begriff Skinhead in eine politische Ecke gedrängt fühlt. Bezüglich dem Halbwissen muß man dann nämlich auch hinzufügen, daß die Begrifflichkeit "Skinhead" eigentlich keinerlei Wertung in eine politische Richtung beinhaltet, da die frühe in der englischen Arbeiterschicht aufgegangene Skinheadszene sich hauptsächlich über ihren Bezug zu schwarzer Musik wie dem Reggae und Ska definierte. Erst in den 80ern wurde diese Szene immer mehr durch rechte, teils jedoch auch durch linke Gruppierungen vereinnahmt. Fühlt man sich also in seinen eigenen politischen Ansichten durch den Begriff "Skinhead" verletzt, stärkt man durch das eigene Halbwissen dem Nichtwissen des Beleidigenden/Provozierenden ja nun auch noch ungewollt den Rücken, oder? ;)
Einen Skinhead mit einem nach rechts gerichteten Menschen gleichzusetzen ist also auch nichts anderes, als die auf den Vereinsfarben begründete Farbgestaltung einer Fahne mit der Symbolik des rechten Rands gleichzusetzen...
Aber eben in Anbetracht dessen, daß zunächst unpolitische Gruppen leicht durch radikale Gruppierungen infiltriert werden können, und dazu gehört definitiv auch die Ultraszene, halte ich es durchaus für vernünftig, wenn man diese im Auge behält, und die rechte Szene macht auch vor den Freiburger Stadttoren nicht Halt, dies zu glauben wäre naiv, und die oftmals aufkommende Hysterie ist lediglich eine Folge lange anhaltender Naivität und darauf begründeter Tatenlosigkeit.
PS: Wenn es Neuigkeiten zu besagtem Verkaufsstand gibt, wäre ich dankbar dafür hier etwas darüber lesen zu dürfen, dieses Thema interessiert mich nämlich brennend. Während meiner Studienzeit in Aachen war ich dort ebenfalls fleissiger Stadiongänger, und die Fülle der Verkaufsstände mit eindeutiger Symbolik auf ihren Verkaufsartikeln gefiel auch mir, genauso wie meinen Begleitern nicht wirklich, weshalb wir mehrmals den Kontakt zur Pressestelle der Alemannia suchten. Das Ergebnis war frustrierend, da die Reaktionen gegen Null gingen...
Was ein Skinhead ist sollte mittlerweile den meisten bekannt sein, nur eben nicht allen. Deswegen zielte der Vorwurf Skinhead in seinem Fall auf eine rechte Gesinnung, eben weil es der "Verdächtiger" nicht besser wusste.
Und natürlich sollte man das im Auge behalten, aber was wollt ihr jetzt machen? Schwarz-weiß-rote Fahnen verbieten? Man sollte wie du sagst sachlicher rangehen...
Ja, von Hysterie, meist auf Halbwissen begründet, halte ich auch nichts. Dazu unpassend finde ich jedoch, daß man sich dann zeitgleich durch den Begriff Skinhead in eine politische Ecke gedrängt fühlt. Bezüglich dem Halbwissen muß man dann nämlich auch hinzufügen, daß die Begrifflichkeit "Skinhead" eigentlich keinerlei Wertung in eine politische Richtung beinhaltet, da die frühe in der englischen Arbeiterschicht aufgegangene Skinheadszene sich hauptsächlich über ihren Bezug zu schwarzer Musik wie dem Reggae und Ska definierte. Erst in den 80ern wurde diese Szene immer mehr durch rechte, teils jedoch auch durch linke Gruppierungen vereinnahmt. Fühlt man sich also in seinen eigenen politischen Ansichten durch den Begriff "Skinhead" verletzt, stärkt man durch das eigene Halbwissen dem Nichtwissen des Beleidigenden/Provozierenden ja nun auch noch ungewollt den Rücken, oder? ;)
Einen Skinhead mit einem nach rechts gerichteten Menschen gleichzusetzen ist also auch nichts anderes, als die auf den Vereinsfarben begründete Farbgestaltung einer Fahne mit der Symbolik des rechten Rands gleichzusetzen...
Aber eben in Anbetracht dessen, daß zunächst unpolitische Gruppen leicht durch radikale Gruppierungen infiltriert werden können, und dazu gehört definitiv auch die Ultraszene, halte ich es durchaus für vernünftig, wenn man diese im Auge behält, und die rechte Szene macht auch vor den Freiburger Stadttoren nicht Halt, dies zu glauben wäre naiv, und die oftmals aufkommende Hysterie ist lediglich eine Folge lange anhaltender Naivität und darauf begründeter Tatenlosigkeit.
PS: Wenn es Neuigkeiten zu besagtem Verkaufsstand gibt, wäre ich dankbar dafür hier etwas darüber lesen zu dürfen, dieses Thema interessiert mich nämlich brennend. Während meiner Studienzeit in Aachen war ich dort ebenfalls fleissiger Stadiongänger, und die Fülle der Verkaufsstände mit eindeutiger Symbolik auf ihren Verkaufsartikeln gefiel auch mir, genauso wie meinen Begleitern nicht wirklich, weshalb wir mehrmals den Kontakt zur Pressestelle der Alemannia suchten. Das Ergebnis war frustrierend, da die Reaktionen gegen Null gingen...
Was ein Skinhead ist sollte mittlerweile den meisten bekannt sein, nur eben nicht allen. Deswegen zielte der Vorwurf Skinhead in seinem Fall auf eine rechte Gesinnung, eben weil es der "Verdächtiger" nicht besser wusste.
Und natürlich sollte man das im Auge behalten, aber was wollt ihr jetzt machen? Schwarz-weiß-rote Fahnen verbieten? Man sollte wie du sagst sachlicher rangehen...
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