Freiburger Fankultur
04.11.2009 - 13:48 Uhr
18.09.2025 - 10:48 Uhr
Leute, wo seid ihr hier mittlerweile gelandet. Es ging doch eingangs nur um die Frage, ob die VfB-Fans provokant im Ost-Bereich sitzen können und ob das Entfernen von ihnen richtig war.
18.09.2025 - 13:32 Uhr
Zitat von Davi83
Ist das so?
Ich weiss nicht wie es beim SC ist aber ich kenne das von genügend Firmen/Institutionen, die sagen, dass gewisse Gelder nur in Projekt X fliessen. Budget Projekt X = 10 Mio pro Jahr.
Es kommen 5 Mio im Jahr aus irgendwelchen Geldern hinzu, die nicht für Y genutzt werden dürfen.
Projekt X wird das Budget auf 5 Mio gekürzt und die neuen 5 Mio stocken das Budget dann auf 10 Mio auf.
Projekt Y wird mit den 5 Mio finanziert, die bei Projekt X eingespart wurden.
Schlussendlich ist dann doch das Geld in Y gelandet auch wenn offiziell alles in X geht.
Das einfach nur mal einfach erklärt und wie gesagt ich hab keine Ahnung wie der SC es macht bin nur immer vorsichtig wenn gesagt wird Steuern, Gelder etc werden nicht für das benutzt sondern fliessen nur in den benannten positiven Bereich.
Ist das so?
Ich weiss nicht wie es beim SC ist aber ich kenne das von genügend Firmen/Institutionen, die sagen, dass gewisse Gelder nur in Projekt X fliessen. Budget Projekt X = 10 Mio pro Jahr.
Es kommen 5 Mio im Jahr aus irgendwelchen Geldern hinzu, die nicht für Y genutzt werden dürfen.
Projekt X wird das Budget auf 5 Mio gekürzt und die neuen 5 Mio stocken das Budget dann auf 10 Mio auf.
Projekt Y wird mit den 5 Mio finanziert, die bei Projekt X eingespart wurden.
Schlussendlich ist dann doch das Geld in Y gelandet auch wenn offiziell alles in X geht.
Das einfach nur mal einfach erklärt und wie gesagt ich hab keine Ahnung wie der SC es macht bin nur immer vorsichtig wenn gesagt wird Steuern, Gelder etc werden nicht für das benutzt sondern fliessen nur in den benannten positiven Bereich.
„Ich bin da immer vorsichtig“ außer natürlich, wenn man den Verantwortlichen des SC pauschal unterstellt, sie würden Budgets manipulieren, Ausgaben verschleiern und den ganzen e.V. nach außen hin belügen, nur damit es in die eigene Argumentation passt?
Mal ehrlich, das ist nicht mehr „vorsichtig“, das ist schon ziemlich nah an Verschwörungstheorie. Wenn du keine Ahnung hast, wie es beim SC läuft (deine Worte), dann ist es vielleicht auch an der Zeit, nicht ständig mit solch wilden Konstrukten zu kommen. Irgendwann ist’s auch mal gut.
18.09.2025 - 16:16 Uhr
Zitat von TAMA_92
Ein letzter Einwurf noch von mir und dann will ich es gut sein lassen. Ich bin ja ehrlich gesagt ein bisschen verwundert von den Reaktionen auf meinen Beitrag.
Also, nicht falsch verstehen. Es kann ja jeder Mitglied sein, wer will und wie auch immer. Das ist doch alles in Ordnung. Auch die Teilhabe an der JHV usw.. Ist doch alles ok.
Ich hab hier lediglich eine Geschäftspraktik eines Wirtschaftsunternehmen kritisiert, das zuletzt Rekordgewinne verbucht hat.
Mir ist völlig klar, dass limitiertes Angebot und überhöhte Nachfrage gewisse Konsequenzen nach sich ziehen.
Aber das hier ist doch an den Haaren herbei gezogen:
Bitte bitte bitte vergleiche ein Multi-Millionen Euro Business wie den SCF nicht mit einem kleinen Angelverein. Profisport ist ausschließlich ein Business. Der SC hat 2023/24 über 200 Millionen Euro umgesetzt.
Dein angesprochener Angelverein finanziert sich idR hauptsächlich aus Mitgliedsbeiträgen und wird vermutlich ehrenamtlich von Vereinsmitgliedern geführt. Außerdem lässt dich dein Angelverein als Mitglied an den See und benutzt die Mitgliedsbeiträge für Investitionen in den Verein selbst. Dein Vergleich hinkt außerdem auch noch dadurch, weil dich der SC Freiburg im übertragenden Sinne nicht mal an das Gewässer lässt und dich einfach wieder heim schickt. Du kommst ja nicht mal dazu, deine Fische zu bezahlen.
Dem SC Freiburg ist dein Mitgliedsbeitrag bei über 40 Millionen Euro Überschuss wahrscheinlich rein finanziell gesehen schnurzpiepegal. Du kannst dich auch im SC Freiburg nicht nennenswert als Mitglied engagieren. Außer in der JHV. Oder sehe ich das jetzt hier komplett falsch? Wenn ja, bitte korrigiert mich. Welche Möglichkeiten hab ich als SC Mitglied denn noch, am Vereinsleben teilzunehmen? Auf der Webseite steht dazu nichts.
Dort bekommt man bei einer Mitgliedschaft folgendes:
- Mitgliedsausweis (aus 100% recyceltem Material)
- Vorkaufsrecht auf Karten für Bundesliga Heim- und Auswärtsspiele von mindestens einer Woche (soweit vorrätig) | gilt für Mitglieder ab 6 Jahren
- jährliche Zusendung des Mannschaftskalenders oder wir tätigen stattdessen eine Spende
Da steht nicht mal was von der Teilnahme an einer JHV oder zumindest finde ich es nicht.
Der SCF finanziert sich nicht komplett über die eigenen Mitglieder, wie ein "normaler" e.V.
Milchmädchenrechnung: Der SCF hat 75.000 Mitglieder. Alle zahlen in dem Beispiel 40 Euro Jahresbeitrag. Macht in Summe 3 Millionen Euro. Laut Tante Google hat der Verein allein letztes Jahr knapp 64 Millionen Euro TV Geld bekommen. Da ist noch kein einziges Ticket verkauft und noch keine Werbebande vermarktet.
3 Millionen Euro sind für den Club mittlerweile Kleingeld. In Realität dürfte es wohl auch etwas weniger sein, da nicht jedes Mitglied Vollzahler ist.
Nächstes Jahr wird nur für die Ablöse von Merlin Röhl die erste Charge einer 25 Millionen Euro Ablöse bezahlt.
Ich will hier bewusst die emotionale Komponente aus meiner Argumentation nehmen, weil der SCF ist definitiv ein emotionsgeladenes Thema. Für mich ja auch. Ich will alles gut finden, was die tun. Und deswegen ärgert mich das Thema ja so. Weil ich find, dass sie es falsch machen. Auf so eine Art, die nicht zum Verein passt.
Das ist wie gesagt in meinen Augen der einzige Grund, überhaupt ein Mitglied zu werden. Ich persönlich unterstütze den Verein mit genug Geld durch Ticketkäufe, Merchandise und Lebenszeit. Ich schlage mir nahezu alle zwei Wochen knapp 800km Auto fahren um die Ohren und vernachlässige wahrscheinlich zu sehr meine Gesundheit, um ins Stadion zu gehen. Ich brauch nicht noch extra eine Mitgliedschaft für meine Identifikation mit dem Verein.
Bewusst gewählter überspitzter Vergleich.
Ich bin bei dir, dass der SCF das jetzt nur noch falsch machen kann. Wenn sie jetzt zurückrudern würden, ist das ein Affront all denen gegenüber, die aus genau dem Grund eine Mitgliedschaft abgeschlossen haben. Aber es wäre technisch möglich und für den SCF finanziell auch stemmbar.
Das ändert natürlich nichts daran, dass die Karten irgendwann leer sind. Darum geht es mir aber auch nicht.
Der SC hat 25.000 Dauerkarten verkauft für Freiburg. Bleiben nach Abzug von ca. 3.500 Gästekarten nur noch knapp 6.000 Tickets für den Rest vom Fest. Und das ist durch das Vorkaufsrecht schlichtweg Ausnutzen der Marktposition, weil du ohne Dauerkarte einfach nur durch diese Paywall Mitgliedschaft überhaupt noch an eine Karte kommst.
Fairer wäre es mit einem offenen Verkauf und da gehen ganz sicher ganz viele Leute auch leer aus. Aber sie hatten alle gleichzeitig die Möglichkeit, an Karten zu kommen. So ist es eine geschlossene Gesellschaft.
Naja es ist aber dann nicht machbar, wenn du eh schon von der Hand in den Mund lebst und dir vlt. alle paar Monate mal ein Fußballspiel gönnen willst/kannst. Die Anzahl an Menschen, die unter den Preissteigerungen der letzten Jahre leiden, ist rapide gestiegen. Es macht einen Unterschied, ob du für eine Karte z.B. 20 Euro zahlst oder nach Abschluss einer Mitgliedschaft im Grunde genommen 60 Euro. Oder du gibst das doppelte deines geplanten Budgets für eine Mitgliedschaft aus, ohne eine Karte zu bekommen.
Dann ist das Geld bei einem Multi Millionen Euro Unternehmen und du hast im Grunde genommen nix dafür bekommen außer einem schönen Kalender und einem recycelten Mitgliedsausweis.
Bei einer gleichzeitigen, technisch geregelten freien Verkaufsphase bekommt man dann zwar vlt. trotzdem kein Ticket. Aber man muss auch nicht grundlos 40€ ausgeben.
Nochmal - es ist schön und gut wenn Leute Mitglied beim SCF werden wollen und ihre Entscheidung emotional begründen. Ich finde das schön und Fußballromantisch.
Als Verkäufer sehe hier aber leider einfach nur eine Masche, um noch ein paar mehr Euros abzuzwacken. Und auf eine gewisse Art und Weise bewundere ich den Club, dass er damit bisher so kommentarlos durch kommt. Aber als Fan & Kunde find ich es ziemlich frech.
Ich scheine hier aber trotzdem der einzige zu sein, der mit dieser Praktik fremdelt. Wollte das nur nochmal ausführen. Gute Nacht euch.
Ein letzter Einwurf noch von mir und dann will ich es gut sein lassen. Ich bin ja ehrlich gesagt ein bisschen verwundert von den Reaktionen auf meinen Beitrag.
Also, nicht falsch verstehen. Es kann ja jeder Mitglied sein, wer will und wie auch immer. Das ist doch alles in Ordnung. Auch die Teilhabe an der JHV usw.. Ist doch alles ok.
Ich hab hier lediglich eine Geschäftspraktik eines Wirtschaftsunternehmen kritisiert, das zuletzt Rekordgewinne verbucht hat.
Mir ist völlig klar, dass limitiertes Angebot und überhöhte Nachfrage gewisse Konsequenzen nach sich ziehen.
Aber das hier ist doch an den Haaren herbei gezogen:
Zitat von freiburg1904
Wenn du im Angelverein bist zahlst du genauso erstmal deine Mitgliedschaft (und zwar deutlich mehr) trotzdem musst du deine Fische bezahlen und kannst auch Pech haben und angelst gar keinen, weil andere schneller waren.
Und außerdem zwingt dich niemand. Wenn du mit einer Mitgliedschaft Forderungen verknüpfst, dann tritt bitte aus. Denn eine Mitgliedschaft ist der Unterstützung eines Vereins gedacht!
Wenn du im Angelverein bist zahlst du genauso erstmal deine Mitgliedschaft (und zwar deutlich mehr) trotzdem musst du deine Fische bezahlen und kannst auch Pech haben und angelst gar keinen, weil andere schneller waren.
Und außerdem zwingt dich niemand. Wenn du mit einer Mitgliedschaft Forderungen verknüpfst, dann tritt bitte aus. Denn eine Mitgliedschaft ist der Unterstützung eines Vereins gedacht!
Bitte bitte bitte vergleiche ein Multi-Millionen Euro Business wie den SCF nicht mit einem kleinen Angelverein. Profisport ist ausschließlich ein Business. Der SC hat 2023/24 über 200 Millionen Euro umgesetzt.
Dein angesprochener Angelverein finanziert sich idR hauptsächlich aus Mitgliedsbeiträgen und wird vermutlich ehrenamtlich von Vereinsmitgliedern geführt. Außerdem lässt dich dein Angelverein als Mitglied an den See und benutzt die Mitgliedsbeiträge für Investitionen in den Verein selbst. Dein Vergleich hinkt außerdem auch noch dadurch, weil dich der SC Freiburg im übertragenden Sinne nicht mal an das Gewässer lässt und dich einfach wieder heim schickt. Du kommst ja nicht mal dazu, deine Fische zu bezahlen.
Dem SC Freiburg ist dein Mitgliedsbeitrag bei über 40 Millionen Euro Überschuss wahrscheinlich rein finanziell gesehen schnurzpiepegal. Du kannst dich auch im SC Freiburg nicht nennenswert als Mitglied engagieren. Außer in der JHV. Oder sehe ich das jetzt hier komplett falsch? Wenn ja, bitte korrigiert mich. Welche Möglichkeiten hab ich als SC Mitglied denn noch, am Vereinsleben teilzunehmen? Auf der Webseite steht dazu nichts.
Dort bekommt man bei einer Mitgliedschaft folgendes:
- Mitgliedsausweis (aus 100% recyceltem Material)
- Vorkaufsrecht auf Karten für Bundesliga Heim- und Auswärtsspiele von mindestens einer Woche (soweit vorrätig) | gilt für Mitglieder ab 6 Jahren
- jährliche Zusendung des Mannschaftskalenders oder wir tätigen stattdessen eine Spende
Da steht nicht mal was von der Teilnahme an einer JHV oder zumindest finde ich es nicht.
Der SCF finanziert sich nicht komplett über die eigenen Mitglieder, wie ein "normaler" e.V.
Milchmädchenrechnung: Der SCF hat 75.000 Mitglieder. Alle zahlen in dem Beispiel 40 Euro Jahresbeitrag. Macht in Summe 3 Millionen Euro. Laut Tante Google hat der Verein allein letztes Jahr knapp 64 Millionen Euro TV Geld bekommen. Da ist noch kein einziges Ticket verkauft und noch keine Werbebande vermarktet.
3 Millionen Euro sind für den Club mittlerweile Kleingeld. In Realität dürfte es wohl auch etwas weniger sein, da nicht jedes Mitglied Vollzahler ist.
Nächstes Jahr wird nur für die Ablöse von Merlin Röhl die erste Charge einer 25 Millionen Euro Ablöse bezahlt.
Ich will hier bewusst die emotionale Komponente aus meiner Argumentation nehmen, weil der SCF ist definitiv ein emotionsgeladenes Thema. Für mich ja auch. Ich will alles gut finden, was die tun. Und deswegen ärgert mich das Thema ja so. Weil ich find, dass sie es falsch machen. Auf so eine Art, die nicht zum Verein passt.
Zitat von SCF-Geli
Ja du hast als Mitglied keine Garantie auf Tickets, aber ein Vorkaufsrecht. Und das bringt schon einiges.
Ja du hast als Mitglied keine Garantie auf Tickets, aber ein Vorkaufsrecht. Und das bringt schon einiges.
Das ist wie gesagt in meinen Augen der einzige Grund, überhaupt ein Mitglied zu werden. Ich persönlich unterstütze den Verein mit genug Geld durch Ticketkäufe, Merchandise und Lebenszeit. Ich schlage mir nahezu alle zwei Wochen knapp 800km Auto fahren um die Ohren und vernachlässige wahrscheinlich zu sehr meine Gesundheit, um ins Stadion zu gehen. Ich brauch nicht noch extra eine Mitgliedschaft für meine Identifikation mit dem Verein.
Zitat von SCF-Geli
Einen Einkauf im Supermarkt (der zur Lebenshaltung nötig ist) kann ich überhaupt nicht mit einem Freizeitbesuch in einem Stadion vergleichen.
Einen Einkauf im Supermarkt (der zur Lebenshaltung nötig ist) kann ich überhaupt nicht mit einem Freizeitbesuch in einem Stadion vergleichen.
Bewusst gewählter überspitzter Vergleich.
Zitat von SCF-Geli
Es kann leider nicht für alle zufriedenstellend gelöst werden. Aber ich finde es auf jeden Fall richtig, dass ein Mitglied, das sich in den allermeisten Fällen auch mit dem Verein identifiziert, Vorrechte hat. Sonst wäre das Geschrei noch viel größer.
Es kann leider nicht für alle zufriedenstellend gelöst werden. Aber ich finde es auf jeden Fall richtig, dass ein Mitglied, das sich in den allermeisten Fällen auch mit dem Verein identifiziert, Vorrechte hat. Sonst wäre das Geschrei noch viel größer.
Ich bin bei dir, dass der SCF das jetzt nur noch falsch machen kann. Wenn sie jetzt zurückrudern würden, ist das ein Affront all denen gegenüber, die aus genau dem Grund eine Mitgliedschaft abgeschlossen haben. Aber es wäre technisch möglich und für den SCF finanziell auch stemmbar.
Das ändert natürlich nichts daran, dass die Karten irgendwann leer sind. Darum geht es mir aber auch nicht.
Der SC hat 25.000 Dauerkarten verkauft für Freiburg. Bleiben nach Abzug von ca. 3.500 Gästekarten nur noch knapp 6.000 Tickets für den Rest vom Fest. Und das ist durch das Vorkaufsrecht schlichtweg Ausnutzen der Marktposition, weil du ohne Dauerkarte einfach nur durch diese Paywall Mitgliedschaft überhaupt noch an eine Karte kommst.
Fairer wäre es mit einem offenen Verkauf und da gehen ganz sicher ganz viele Leute auch leer aus. Aber sie hatten alle gleichzeitig die Möglichkeit, an Karten zu kommen. So ist es eine geschlossene Gesellschaft.
Zitat von SCF-Geli
Ich finde auch den bisherigen Mitgliedsbeitrag völlig ok. Das ist für die meisten machbar und sollte eben nicht zu sehr den Geldbeutel belasten.
Ich finde auch den bisherigen Mitgliedsbeitrag völlig ok. Das ist für die meisten machbar und sollte eben nicht zu sehr den Geldbeutel belasten.
Naja es ist aber dann nicht machbar, wenn du eh schon von der Hand in den Mund lebst und dir vlt. alle paar Monate mal ein Fußballspiel gönnen willst/kannst. Die Anzahl an Menschen, die unter den Preissteigerungen der letzten Jahre leiden, ist rapide gestiegen. Es macht einen Unterschied, ob du für eine Karte z.B. 20 Euro zahlst oder nach Abschluss einer Mitgliedschaft im Grunde genommen 60 Euro. Oder du gibst das doppelte deines geplanten Budgets für eine Mitgliedschaft aus, ohne eine Karte zu bekommen.
Dann ist das Geld bei einem Multi Millionen Euro Unternehmen und du hast im Grunde genommen nix dafür bekommen außer einem schönen Kalender und einem recycelten Mitgliedsausweis.
Bei einer gleichzeitigen, technisch geregelten freien Verkaufsphase bekommt man dann zwar vlt. trotzdem kein Ticket. Aber man muss auch nicht grundlos 40€ ausgeben.
Nochmal - es ist schön und gut wenn Leute Mitglied beim SCF werden wollen und ihre Entscheidung emotional begründen. Ich finde das schön und Fußballromantisch.
Als Verkäufer sehe hier aber leider einfach nur eine Masche, um noch ein paar mehr Euros abzuzwacken. Und auf eine gewisse Art und Weise bewundere ich den Club, dass er damit bisher so kommentarlos durch kommt. Aber als Fan & Kunde find ich es ziemlich frech.
Ich scheine hier aber trotzdem der einzige zu sein, der mit dieser Praktik fremdelt. Wollte das nur nochmal ausführen. Gute Nacht euch.
Ich bin im Verein schon knapp 20 Jahre Mitglied. Damals war die Schar der Mitglieder eine elitäre Gruppe von wenigen hundert Mitgliedern. Damals konnte man sich ein Ticket oder eine Dauerkarte kaufen auch ohne eine Mitgliedschaft abgeschlossen zu haben. Ich habe mir aber tatsächlich noch nie eine der für Dich so wichtigen Fragen gestellt. Im Gegenteil, ich habe zwischenzeitlich noch eine zusätzliche Fördermitgliedschaft in der FFS abgeschlossen um den Verein zusätzlich zu unterstützen. Ich bin im übrigen noch in einigen weiteren Vereinen Mitglied oder auch für diese Vereine tätig und da kommen dann tatsächlich die von Dir genannten Fragen immer wieder auf. Was bekomme ich dafür, dass ich Mitglied bin? Was gibt mir der Verein für meine Mitgliedschaft? Dass der SC mittlerweile ein großes Wirtschaftsunternehmen ist ändert nichts an der Tatsache, dass es es sich in der Entstehung um einen eingetragenen Verein handelt, wie jeder andere Fussballverein auch. Und dass daraus jetzt mittlerweile ein Vorteil entstanden ist, wenn man Mitglied des Vereins ist um an begehrte Eintrittskarten zu kommen, das ist für mich alles andere als verwerflich. Das ist ein gewachsender Anspruch, der vielleicht schon älter ist als so mancher der hier Woche für Woche seine Weisheiten zum Besten gibt. Es ist also nicht so, wie Du es beschreibst, dass die Mitgliedschaft eine reine Geldmacherei ist, das ist nur in der Welt so, die etwas verlangt, dafür dass man Mitglied in einem Verein ist. Das magst Du jetzt wieder für romantisch halten, aber das ist dann Deine Sicht, meine Sicht habe ich gerade dargestellt…
19.09.2025 - 09:57 Uhr
Zur vorangegangenen Diskussion eine Übersicht
Jährliche Gebühren einer Mitgliedschaft, Ranking der Profiklubs
1. RB Leipzig - 1000 Euro (nur Fördermitgliedschaft möglich)
2. Bremen - 168
3. Union Berlin - 120
3. St. Pauli - 120
3. Braunschweig - 120
3. Hallescher FC - 120
3. Waldhof Mannheim - 120
8. 1860 München - 114
9. Hannover 96 - 108
... ... ...
53. Holstein Kiel 50 Euro
54. SC Freiburg 40 Euro
55. Bayer Leverkusen 35
56. VfL Wolfsburg 30
Dabei sind viele Vereine kreativ wenn es darum geht, ihre Fans zu schröpfen:
"Fans, die sich Schalke ein Leben lang verschreiben möchten, können dies ebenfalls seit dem 28. Juni mit der lebenslangen Mitgliedschaft ausdrücken. Sie zahlen einmalig 1.904 Euro (...)"
Bei Rot-Weiß Essen nahm bis vor kurzem auch Tiere in die Kleeblatt-Familie auf. "Seit fünf Jahren hat Rot-Weiss Essen die Möglichkeit einer Tiermitgliedschaft angeboten. Zum 31. Dezember 2024 endet dieses Angebot, davon sind über 50 rot-weisse Vierbeiner betroffen."
Das Statement von RWE-Vorstandsmitglied Alexander Rang hierzu übrigens von solch ungelenker Schönheit, dass es sich jeder Klub weltweit gerahmt ins Vereinsbüro hängen sollte:
Dieser Aussage wohnt so viel Schönheit inne, weil sie sowohl den Willen ("wir möchten") als auch die Dringlichkeit ("und wir müssen!") adressiert. Frei nach Tolkien: Das Zeitalter der rot-weissen Vierbeiner ist vorbei. Die Zeit der Menschen hat begonnen!
Nicht minder schön das entsprechende Antragsformular.
https://www.rot-weiss-essen.de/wp-content/uploads/2021/06/Mitgliedsantrag_Tiere.pdf
Diverse Vereine haben auch eigene Fan-Friedhöfe eingerichtet, so kostet eine Grabstätte auf dem Schalke 04 Friedhof etwa 5.400 Euro. Für Interessenten anbei exemplarisch die Preisliste für den HSV-Friedhof:
https://hsv-friedhof.info/download/hsv_friedhof-preisliste-vorsorge-2025.pdf
Das veranschaulicht gut, wie weit Profiklubs gehen um Fans das Geld aus der Tasche zu ziehen. Sei es für die Mitgliedschaft des Goldfischs oder für das Leben nach dem Tod. In dem Kontext erscheinen die 40 Euro Jahresgebühr für eine Mitgliedschaft des SC Freiburg sehr anständig. So können ggf. auch Geringverdiener oder Bürgergeldempfänger die 3.33 im Monat aufbringen, was ich wichtig finde, um möglichst vielen Menschen Teilhabe zu ermöglichen. Freiburg war immer inklusiv, das ist wichtiger als Tabellenplätze. Für junge Menschen im Alter von unter 25 Jahren beträgt die Gebühr beim SC übrigens nur 20 Euro, also 1.67 im Monat.
In der Region scheinen die Preise übrigens selbst im Amateurfußball deutlich höher als beim SC. Eine Mitgliedschaft beim kommenden EL-Gegner Basel kostet 100 Schweizer Franken (umgerechnet 107 Euro), beim Offenburger FV zahlen aktive Mitglieder 110 Euro, FC Emmendingen 100 Euro, FC Denzlingen 125 Euro.
Die Geschäftspraktiken von Profiklubs kritisch zu betrachten, finde ich richtig. Bei Kritik an der Höhe der Mitgliederbeiträge aber den Klub mit den niedrigsten Gebühren aller 56 Profiklubs auszuwählen (Bayer und Volkswagen AG als Weltkonzerne mit eigener Gelddruckmaschine lasse ich mal aus), überzeugt mich bislang nicht.
Zudem ist der SC Freiburg einer von nur 4 eingetragenen Vereinen der Bundesliga. Und deshalb keine Anteile verkaufen kann, wodurch andere Klubs (nominell Kapitalgesellschaften) Unmengen an Einnahmen generieren (können).
Beispiel Werder Bremen. Verkaufte letztes Jahr 18.5% seiner Kapitalgesellschaft für rund 40 Mio an eine Investorengruppe, erhebt aber gleichzeitig 168 Euro Jahresgebühr für seine Mitglieder. Das sind Einnahmequellen, über die der SC nicht verfügt. Nicht weil er sie nicht haben könnte, sondern aus Überzeugung. Weil man lieber mit weniger Geld arbeitet als es den Menschen aus der Tasche zu ziehen. Und weil man, ebenfalls als bewusste Entscheidung, die Rechtsform eines e.V. beibehält und auch damit auf enorme Einahmequellen verzichtet.
Im Übrigen fließen die Mitgliedsbeiträge beim SC explizit nicht in den Profifußball, sondern in die gemeinnützige Arbeit des Vereins, dh. maximal in die Förderung von Sport und Jugend außerhalb des Profifußballs.
Bei objektiver Betrachtung dürfte der SC im Vergleich sehr gut wegkommen, sei es im (finanziellen) Umgang mit Fans und Mitgliedern oder im Selbstverständnis als gemeinnütziger Verein, der sich auf vielfältige Weise gesellschaftlich engagiert.
EDIT: An dieser Stelle unbedingt aufhören zu lesen. Off-topic.
So ernst das Thema auch sein mag, lässt mich die Idee der Tiermitgliedschaft nicht los. Welche Möglichkeiten sich den SC Fans eröffnen würden. In Deutschland ist zb die Haltung von Krokodilen mit behördlicher Genehmigung zulässig, unter strengen Auflagen. Man könnte also eigens... aber egal...
Erinnert sich jemand an den - sehr konkreten - Plan von Hasan Ismaik, um das Sechzig-Stadion in München Käfige für (reale) Löwen zu bauen, die vor den Spielen zur Einschüchterung des Gegners laut brüllen sollten?
Quelle: https://www.sueddeutsche.de/muenchen/tsv-1860-1860-investor-hat-rueckendeckung-fuer-neues-loewenstadion-1.2872049
Araber haben ein spezielles Verhältnis zu Löwen, arabisch: al-Asad (wie die autokratische Herrscherfamilie Syriens). Nicht nur in den überlieferten Erzählungen spielt das Tier eine große Rolle. Heute ist kaum bekannt, dass es in arabischen Ländern bis weit ins letzte Jahrhundert wilde Löwen gab. Der letzte Berberlöwe im Atlasgebirge wurde 1943 erlegt, auf der arabischen Halbinsel kam er bis in die 1920er Jahre vor.
Die physische Anwesenheit der Tiere verändert das Verhältnis des Menschen zu ihnen. Es macht einen Unterschied, ob das Tier nur stilisiert auf unseren Stadt- und Landeswappen abgebildet ist, nicht viel mehr als ein Fabelwesen wie der Greif. Oder ob Vater und Großvater im Schwarzwald noch wilden Löwen begegnet wären. Furcht und Respekt schwingen stärker mit in einer Kultur, die Tiere aus der Wildnis kennt.
Das erklärt, warum der Jordanier Ismaik ein solches Faible für die Tiere hat, die er unbedingt vor dem Stadion ausstellen möchte, um sie psychologisch auf die Besucher wirken zu lassen. Symbole der Stärke und Macht.
Man vergegenwärtige sich Ismaiks Vorhaben: Der Hauptweg ins Stadion gesäumt von Käfigen mit Gitterstäben, aus denen einen wilde Löwen anfauchen, die die Namen von 1860-Spielern tragen. Die inhärente Gefahr! Um ein Haar hätte mich Armin Störzenhofecker mit seiner Pranke durch die Gitterstäbe erwischt!
Nicht auszudenken, wenn es durch eine Unachtsamkeit zu einem Massenausbruch käme. Welche Tragik, zu Tode gebissen von Großkatze Marcus Pürk oder Berkant Göktan, während nichtsahnende Fans im Hintergrund fröhlich "Einmal Löwe, immer Löwe, hey!" sängen, und so ohne jede Absicht einen thematischen Soundtrack zum makaberen Schauspiel lieferten, bevor sie selbst, bittere Ironie, von Manni Schwabl angefallen werden.
Der Boulevard würde mit Bildern aufmachen, auf denen 1860-Fans panisch vor den wilden Tieren flöhen, reißerisch betitelt mit "Hier machen Löwen Jagd auf Löwen!", was eine öffentliche Rüge des Presserats nach sich zöge.
Und während ein Großaufgebot der Polizei langsam alle Löwen (die Tiere, nicht die Menschen) ausgeschaltet hätte, würde man bemerken: Eines der Tiere fehlt. Offenbar handelt es sich um das Exemplar Harald Cerny, das nun den Großraum München unsicher macht. Eine extrem gefährliche Situation. Ausgangssperre, dystopische Atmosphäre wie in den ersten Wochen von Corona, blechern klingende Lautsprecherdurchsagen: Halten Sie sich nicht außerhalb der Wohnung auf! Die Großkatze ist auf freiem Fuß und stellt erhebliche Gefahr für Leib und Leben dar! Wenn sie ihr begegnen, sprechen Sie sie unter keinen Umständen an!
Die Fahndung nach Harald Cerny würde womöglich eine zeitlang erfolglos verlaufen, sodass Hasan Ismaik sich mit dem Vorschlag einschalten würde, den echten Harald Cerny zu Rate zu ziehen, um das gleichnamige Tier aufzuspüren. Sprachlich klänge das bei Ismaik ähnlich wie bei meinem arabischen Vater, mit starkem Einschlag "Wallah, Löwe hat immer nur zu seine Spieler Vertrauen! Hat sogar gleiche Name, Schicksal, maktoub!"
In ihrer Verzweiflung würde die Bayerische Polizei zustimmen, sodass Harald Cerny (der Mensch) unter Protest in einem plombierten Eisenbahnwagen aus Tirol nach München verbracht werden würde und widerwillig seinen vierbeinigen Namensvetter suchen müsste, hoffend dass an Ismaiks Idee der Seelenverwandschaft ein wahrer Kern sei. Wenn Cerny ihn schließlich fände, wäre eine Schuss-Salve zu hören, ein bereitstehender Polizeibeamter hätte ihn pflichtbewusst ausgeschaltet. Endlich.
Aber, ohnein! Im allgemeinen Jubel und die Erleichterung hinein war dem pflichtbewussten Polizisten eine folgeschwere Verwechslung unterlaufen. Der Polizeioberkommissar bemerkte den fatalen Irrtum als Erster. "Sie Voll*diot haben den falschen Harald Cerny erschossen!" Der Beamte war in der Hitze des Gefechts verwirrt, da zwei Harald Cernys vor ihm standen. Menschliches Versagen.
Bei der anschließenden Beisetzung verzichtete die Familie Cerny (die des Menschen, nicht die des Tieres) auf die angedachte Grabsteininschrift "Einmal Löwe, immer Löwe", zu makaber erschien das Motto angesichts der tragischen Ereignisse im Vorfeld. Harald Cerny selbst (der Löwe, nicht der Mensch) wurde nie wieder gefunden, er war in den Wirren um die zunächst unentdeckte Verwechslung mit dem namens- und womöglich seelenverwandten Sechzig-Spieler unbemerkt entkommen. Manche sagen, er habe im Bayerischen Wald Unterschlupf gefunden. Vereinzelt wurden Sichtungen nahe der böhmischen Grenze gemeldet, die sich aber als haltlos erwiesen. Eine bald populäre Theorie besagte, Harald Cerny habe sich in der allgemeinen Unruhe um den damaligen Ausbruch unter die Löwen im Münchner Zoo mischen können, wo er als Primus inter Pares unbehelligt seine letzten Jahre verlebte. In einer Version der Geschichte gelangte er mit einem mächtigen Sprung von einer Zeder ins Löwengehege. Einer anderen Version zufolge half ihm ein tierlieber Zoomitarbeiter ins Gehege. Keine der zahlreichen Geschichten um den Verbleib von Harald Cerny wurde je bestätigt.
Ein besonders Gescheiter stellte vor großer Menschenmenge die Frage: "Hat eigentlich jemals jemand den Spieler Harald Cerny und den Löwen gemeinsam in einem Raum gesehen?" In einem bedeutungsschwangeren Tonfall, worauf es die Menschen schauderte - vielleicht aber auch nur, weil gerade ein kalter Wind ging - und anklagend der laute Verdacht in der Luft hing, Harald Cerny und der Löwe seien ein und dasselbe Wesen, Seelenwandler. Bis einem anderen Gescheiten auffiel "Moment mal... es hat überhaupt noch niemand den Löwen in einem Raum gesehen! Geschweige denn mit dem Fußballer Harald Cerny! Weil Löwen sich nunmal nicht in geschlossenen Räumen aufhalten!!" Und überhaupt, was für ein Beweis solle das bitte sein, wenn jemand nicht in einem Zimmer mit einem Anderen sei! Aber der Schaden war bereits getan, zu vielsagend, zu furchteinflösend war die Eingangsfrage in die Ohren geraunt worden. Der Mensch will glauben und sich vor seinem eigenen Wort fürchten.
So wurde der Löwe Harald Cerny irgendwann zum Mythos. Halb Löwe, halb Geist des verstorbenen Sechzig-Spielers. Ein Schatten, den man in einer kalten Winternacht, huch!, um eine Ecke huschen oder gerade hinter einem Baum verschwinden gesehen haben wollte. Fehlte einem Bauern Federvieh, kam einem Hirten ein Schaf abhanden, hatte es bestimmt Harald Cerny gerissen. Gewiss half es nicht, dass bei einer behördlich angeordneten Graböffnung des Verstorbenen, die alle Zweifel beseitigen sollte, ein weitgehend leerer Sarg gefunden wurde. Darin lediglich ein uraltes blau-weißes Trikot mit Löwenbräu Aufdruck und Harald Cernys Rückennummer. Der Dreizehn. 13. Ausgerechnet.
Über die Jahre wurde die Erinnerung blass, am Ende fragten sich die Menschen, ob es Harald Cerny überhaupt je gegeben habe oder nicht alles eine Art kollektiver Einbildung gewesen sei? Zu fantastisch schien diese Geschichte, nein, dies Märchen des entflohenen Löwen aus dem Käfig vor dem Sechzig-Stadion mitten im Münchner Arbeiterviertel Giesing, den ein "arabischer Scheich" aus dem "Orient" eingeführt haben sollte, nein, hier hatte irgendwer zu viel Karl May gelesen.
Auch der Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter, inzwischen über hundert Jahre und dement, konnte sich an kein derartiges Gespräch mit einem "Hasan Ismaik" mehr erinnern, diesem angeblichen arabischen Investor, dessen Name in keinem Vereinsarchiv vermerkt und wohl eher den Nebeln aus Tausendundeiner Nacht entsprungen war als dem handfesten deutschen Profifußball mit all seinen seriösen Bilanzen und Videozeitlupen. Auch der VAR hatte sich nie eingeschaltet, was jawohl der eindeutigste aller Belege dafür war, dass es keinen Ismaik und keinen Löwen Harald Cerny gegeben hatte. All das hatte also vielleicht nie stattgefunden. Irgendeiner musste sich diese Geschichte einmal ausgedacht haben, vor langer Zeit, kaum mehr nachzuverfolgen, wessen verlogener Feder die Mär angediehen war.
Ein letztes Mal aber gab es eine auffällige Häufung von Meldungen: Zwar keine direkte Sichtung, doch am Tag, als Werner Lorant starb, nebenbei bemerkt passender Titel für die Adaption eines Juliane-Werding-Songs, wollten unabhängig voneinander mehrere Gruppen Wanderer nahe des Chiemsees unverkennbar trauriges Löwengebrüll gehört haben. Zufall? Einbildung? Ein urbanes Mythos, aber mit wahrem Kern? Kaum einer konnte mehr sagen, wer oder was Harald Cerny je war, Fußballer eines vorigen Jahrtausends oder Heros des Gilgamesch-Epos in Löwengestalt, in Stein gemeißelt in babylonische Granittafeln oder als Silhouette eingraviert auf dem silbernen Zigarettenetui Werner Lorants. Der Löwenmensch von Stadel oder doch frühes Mitglied der Nash/Hall NWO, Namenspatron der Station Czerny im Universitätsklinikum Freiburg? Gab es überhaupt je Harald Cerny oder war dieser nur einem zu lange gewanderten Traum von Schehrezâd entsprungen? Wie Ismaik gesagt hätte: Niemand weiß.
https://youtube.com/shorts/9IHjbJ9AfIk?si=NfiPqSJ_MdeHevPG
https://www.transfermarkt.de/harald-cerny/rueckennummern/spieler/548
https://de.wikipedia.org/wiki/Berberl%C3%B6we
https://www.youtube.com/watch?v=Sa3vnJVO-RI
Jährliche Gebühren einer Mitgliedschaft, Ranking der Profiklubs
1. RB Leipzig - 1000 Euro (nur Fördermitgliedschaft möglich)
2. Bremen - 168
3. Union Berlin - 120
3. St. Pauli - 120
3. Braunschweig - 120
3. Hallescher FC - 120
3. Waldhof Mannheim - 120
8. 1860 München - 114
9. Hannover 96 - 108
... ... ...
53. Holstein Kiel 50 Euro
54. SC Freiburg 40 Euro
55. Bayer Leverkusen 35
56. VfL Wolfsburg 30
Dabei sind viele Vereine kreativ wenn es darum geht, ihre Fans zu schröpfen:
"Fans, die sich Schalke ein Leben lang verschreiben möchten, können dies ebenfalls seit dem 28. Juni mit der lebenslangen Mitgliedschaft ausdrücken. Sie zahlen einmalig 1.904 Euro (...)"
Bei Rot-Weiß Essen nahm bis vor kurzem auch Tiere in die Kleeblatt-Familie auf. "Seit fünf Jahren hat Rot-Weiss Essen die Möglichkeit einer Tiermitgliedschaft angeboten. Zum 31. Dezember 2024 endet dieses Angebot, davon sind über 50 rot-weisse Vierbeiner betroffen."
Das Statement von RWE-Vorstandsmitglied Alexander Rang hierzu übrigens von solch ungelenker Schönheit, dass es sich jeder Klub weltweit gerahmt ins Vereinsbüro hängen sollte:
Zitat von A. Rang
"Wir möchten und wir müssen uns auf unsere menschlichen Mitglieder fokussieren."
"Wir möchten und wir müssen uns auf unsere menschlichen Mitglieder fokussieren."
Dieser Aussage wohnt so viel Schönheit inne, weil sie sowohl den Willen ("wir möchten") als auch die Dringlichkeit ("und wir müssen!") adressiert. Frei nach Tolkien: Das Zeitalter der rot-weissen Vierbeiner ist vorbei. Die Zeit der Menschen hat begonnen!
Nicht minder schön das entsprechende Antragsformular.
https://www.rot-weiss-essen.de/wp-content/uploads/2021/06/Mitgliedsantrag_Tiere.pdf
Diverse Vereine haben auch eigene Fan-Friedhöfe eingerichtet, so kostet eine Grabstätte auf dem Schalke 04 Friedhof etwa 5.400 Euro. Für Interessenten anbei exemplarisch die Preisliste für den HSV-Friedhof:
https://hsv-friedhof.info/download/hsv_friedhof-preisliste-vorsorge-2025.pdf
Das veranschaulicht gut, wie weit Profiklubs gehen um Fans das Geld aus der Tasche zu ziehen. Sei es für die Mitgliedschaft des Goldfischs oder für das Leben nach dem Tod. In dem Kontext erscheinen die 40 Euro Jahresgebühr für eine Mitgliedschaft des SC Freiburg sehr anständig. So können ggf. auch Geringverdiener oder Bürgergeldempfänger die 3.33 im Monat aufbringen, was ich wichtig finde, um möglichst vielen Menschen Teilhabe zu ermöglichen. Freiburg war immer inklusiv, das ist wichtiger als Tabellenplätze. Für junge Menschen im Alter von unter 25 Jahren beträgt die Gebühr beim SC übrigens nur 20 Euro, also 1.67 im Monat.
In der Region scheinen die Preise übrigens selbst im Amateurfußball deutlich höher als beim SC. Eine Mitgliedschaft beim kommenden EL-Gegner Basel kostet 100 Schweizer Franken (umgerechnet 107 Euro), beim Offenburger FV zahlen aktive Mitglieder 110 Euro, FC Emmendingen 100 Euro, FC Denzlingen 125 Euro.
Die Geschäftspraktiken von Profiklubs kritisch zu betrachten, finde ich richtig. Bei Kritik an der Höhe der Mitgliederbeiträge aber den Klub mit den niedrigsten Gebühren aller 56 Profiklubs auszuwählen (Bayer und Volkswagen AG als Weltkonzerne mit eigener Gelddruckmaschine lasse ich mal aus), überzeugt mich bislang nicht.
Zudem ist der SC Freiburg einer von nur 4 eingetragenen Vereinen der Bundesliga. Und deshalb keine Anteile verkaufen kann, wodurch andere Klubs (nominell Kapitalgesellschaften) Unmengen an Einnahmen generieren (können).
Beispiel Werder Bremen. Verkaufte letztes Jahr 18.5% seiner Kapitalgesellschaft für rund 40 Mio an eine Investorengruppe, erhebt aber gleichzeitig 168 Euro Jahresgebühr für seine Mitglieder. Das sind Einnahmequellen, über die der SC nicht verfügt. Nicht weil er sie nicht haben könnte, sondern aus Überzeugung. Weil man lieber mit weniger Geld arbeitet als es den Menschen aus der Tasche zu ziehen. Und weil man, ebenfalls als bewusste Entscheidung, die Rechtsform eines e.V. beibehält und auch damit auf enorme Einahmequellen verzichtet.
Im Übrigen fließen die Mitgliedsbeiträge beim SC explizit nicht in den Profifußball, sondern in die gemeinnützige Arbeit des Vereins, dh. maximal in die Förderung von Sport und Jugend außerhalb des Profifußballs.
Bei objektiver Betrachtung dürfte der SC im Vergleich sehr gut wegkommen, sei es im (finanziellen) Umgang mit Fans und Mitgliedern oder im Selbstverständnis als gemeinnütziger Verein, der sich auf vielfältige Weise gesellschaftlich engagiert.
EDIT: An dieser Stelle unbedingt aufhören zu lesen. Off-topic.
So ernst das Thema auch sein mag, lässt mich die Idee der Tiermitgliedschaft nicht los. Welche Möglichkeiten sich den SC Fans eröffnen würden. In Deutschland ist zb die Haltung von Krokodilen mit behördlicher Genehmigung zulässig, unter strengen Auflagen. Man könnte also eigens... aber egal...
Erinnert sich jemand an den - sehr konkreten - Plan von Hasan Ismaik, um das Sechzig-Stadion in München Käfige für (reale) Löwen zu bauen, die vor den Spielen zur Einschüchterung des Gegners laut brüllen sollten?
Zitat von Süddeutsche Zeitung
"Ich besitze eine Löwenfarm in Kenia", fuhr Ismaik fort. Er habe OB Reiter vorgeschlagen, neben dem neuen Stadion einen Löwenpark zu errichten. "Es werden alle Löwenrassen der Welt dort zu sehen sein", so Ismaik. "Und jedes Tier wird den Namen eines Spielers tragen, der bedeutend war für 1860." Der Oberbürgermeister habe seine Idee "sehr schön" gefunden. Die Finanzierung des überaus ambitionierten Projekts "steht fest, steht fest, steht fest".
"Ich besitze eine Löwenfarm in Kenia", fuhr Ismaik fort. Er habe OB Reiter vorgeschlagen, neben dem neuen Stadion einen Löwenpark zu errichten. "Es werden alle Löwenrassen der Welt dort zu sehen sein", so Ismaik. "Und jedes Tier wird den Namen eines Spielers tragen, der bedeutend war für 1860." Der Oberbürgermeister habe seine Idee "sehr schön" gefunden. Die Finanzierung des überaus ambitionierten Projekts "steht fest, steht fest, steht fest".
Quelle: https://www.sueddeutsche.de/muenchen/tsv-1860-1860-investor-hat-rueckendeckung-fuer-neues-loewenstadion-1.2872049
Araber haben ein spezielles Verhältnis zu Löwen, arabisch: al-Asad (wie die autokratische Herrscherfamilie Syriens). Nicht nur in den überlieferten Erzählungen spielt das Tier eine große Rolle. Heute ist kaum bekannt, dass es in arabischen Ländern bis weit ins letzte Jahrhundert wilde Löwen gab. Der letzte Berberlöwe im Atlasgebirge wurde 1943 erlegt, auf der arabischen Halbinsel kam er bis in die 1920er Jahre vor.
Die physische Anwesenheit der Tiere verändert das Verhältnis des Menschen zu ihnen. Es macht einen Unterschied, ob das Tier nur stilisiert auf unseren Stadt- und Landeswappen abgebildet ist, nicht viel mehr als ein Fabelwesen wie der Greif. Oder ob Vater und Großvater im Schwarzwald noch wilden Löwen begegnet wären. Furcht und Respekt schwingen stärker mit in einer Kultur, die Tiere aus der Wildnis kennt.
Das erklärt, warum der Jordanier Ismaik ein solches Faible für die Tiere hat, die er unbedingt vor dem Stadion ausstellen möchte, um sie psychologisch auf die Besucher wirken zu lassen. Symbole der Stärke und Macht.
Man vergegenwärtige sich Ismaiks Vorhaben: Der Hauptweg ins Stadion gesäumt von Käfigen mit Gitterstäben, aus denen einen wilde Löwen anfauchen, die die Namen von 1860-Spielern tragen. Die inhärente Gefahr! Um ein Haar hätte mich Armin Störzenhofecker mit seiner Pranke durch die Gitterstäbe erwischt!
Nicht auszudenken, wenn es durch eine Unachtsamkeit zu einem Massenausbruch käme. Welche Tragik, zu Tode gebissen von Großkatze Marcus Pürk oder Berkant Göktan, während nichtsahnende Fans im Hintergrund fröhlich "Einmal Löwe, immer Löwe, hey!" sängen, und so ohne jede Absicht einen thematischen Soundtrack zum makaberen Schauspiel lieferten, bevor sie selbst, bittere Ironie, von Manni Schwabl angefallen werden.
Der Boulevard würde mit Bildern aufmachen, auf denen 1860-Fans panisch vor den wilden Tieren flöhen, reißerisch betitelt mit "Hier machen Löwen Jagd auf Löwen!", was eine öffentliche Rüge des Presserats nach sich zöge.
Und während ein Großaufgebot der Polizei langsam alle Löwen (die Tiere, nicht die Menschen) ausgeschaltet hätte, würde man bemerken: Eines der Tiere fehlt. Offenbar handelt es sich um das Exemplar Harald Cerny, das nun den Großraum München unsicher macht. Eine extrem gefährliche Situation. Ausgangssperre, dystopische Atmosphäre wie in den ersten Wochen von Corona, blechern klingende Lautsprecherdurchsagen: Halten Sie sich nicht außerhalb der Wohnung auf! Die Großkatze ist auf freiem Fuß und stellt erhebliche Gefahr für Leib und Leben dar! Wenn sie ihr begegnen, sprechen Sie sie unter keinen Umständen an!
Die Fahndung nach Harald Cerny würde womöglich eine zeitlang erfolglos verlaufen, sodass Hasan Ismaik sich mit dem Vorschlag einschalten würde, den echten Harald Cerny zu Rate zu ziehen, um das gleichnamige Tier aufzuspüren. Sprachlich klänge das bei Ismaik ähnlich wie bei meinem arabischen Vater, mit starkem Einschlag "Wallah, Löwe hat immer nur zu seine Spieler Vertrauen! Hat sogar gleiche Name, Schicksal, maktoub!"
In ihrer Verzweiflung würde die Bayerische Polizei zustimmen, sodass Harald Cerny (der Mensch) unter Protest in einem plombierten Eisenbahnwagen aus Tirol nach München verbracht werden würde und widerwillig seinen vierbeinigen Namensvetter suchen müsste, hoffend dass an Ismaiks Idee der Seelenverwandschaft ein wahrer Kern sei. Wenn Cerny ihn schließlich fände, wäre eine Schuss-Salve zu hören, ein bereitstehender Polizeibeamter hätte ihn pflichtbewusst ausgeschaltet. Endlich.
Aber, ohnein! Im allgemeinen Jubel und die Erleichterung hinein war dem pflichtbewussten Polizisten eine folgeschwere Verwechslung unterlaufen. Der Polizeioberkommissar bemerkte den fatalen Irrtum als Erster. "Sie Voll*diot haben den falschen Harald Cerny erschossen!" Der Beamte war in der Hitze des Gefechts verwirrt, da zwei Harald Cernys vor ihm standen. Menschliches Versagen.
Bei der anschließenden Beisetzung verzichtete die Familie Cerny (die des Menschen, nicht die des Tieres) auf die angedachte Grabsteininschrift "Einmal Löwe, immer Löwe", zu makaber erschien das Motto angesichts der tragischen Ereignisse im Vorfeld. Harald Cerny selbst (der Löwe, nicht der Mensch) wurde nie wieder gefunden, er war in den Wirren um die zunächst unentdeckte Verwechslung mit dem namens- und womöglich seelenverwandten Sechzig-Spieler unbemerkt entkommen. Manche sagen, er habe im Bayerischen Wald Unterschlupf gefunden. Vereinzelt wurden Sichtungen nahe der böhmischen Grenze gemeldet, die sich aber als haltlos erwiesen. Eine bald populäre Theorie besagte, Harald Cerny habe sich in der allgemeinen Unruhe um den damaligen Ausbruch unter die Löwen im Münchner Zoo mischen können, wo er als Primus inter Pares unbehelligt seine letzten Jahre verlebte. In einer Version der Geschichte gelangte er mit einem mächtigen Sprung von einer Zeder ins Löwengehege. Einer anderen Version zufolge half ihm ein tierlieber Zoomitarbeiter ins Gehege. Keine der zahlreichen Geschichten um den Verbleib von Harald Cerny wurde je bestätigt.
Ein besonders Gescheiter stellte vor großer Menschenmenge die Frage: "Hat eigentlich jemals jemand den Spieler Harald Cerny und den Löwen gemeinsam in einem Raum gesehen?" In einem bedeutungsschwangeren Tonfall, worauf es die Menschen schauderte - vielleicht aber auch nur, weil gerade ein kalter Wind ging - und anklagend der laute Verdacht in der Luft hing, Harald Cerny und der Löwe seien ein und dasselbe Wesen, Seelenwandler. Bis einem anderen Gescheiten auffiel "Moment mal... es hat überhaupt noch niemand den Löwen in einem Raum gesehen! Geschweige denn mit dem Fußballer Harald Cerny! Weil Löwen sich nunmal nicht in geschlossenen Räumen aufhalten!!" Und überhaupt, was für ein Beweis solle das bitte sein, wenn jemand nicht in einem Zimmer mit einem Anderen sei! Aber der Schaden war bereits getan, zu vielsagend, zu furchteinflösend war die Eingangsfrage in die Ohren geraunt worden. Der Mensch will glauben und sich vor seinem eigenen Wort fürchten.
So wurde der Löwe Harald Cerny irgendwann zum Mythos. Halb Löwe, halb Geist des verstorbenen Sechzig-Spielers. Ein Schatten, den man in einer kalten Winternacht, huch!, um eine Ecke huschen oder gerade hinter einem Baum verschwinden gesehen haben wollte. Fehlte einem Bauern Federvieh, kam einem Hirten ein Schaf abhanden, hatte es bestimmt Harald Cerny gerissen. Gewiss half es nicht, dass bei einer behördlich angeordneten Graböffnung des Verstorbenen, die alle Zweifel beseitigen sollte, ein weitgehend leerer Sarg gefunden wurde. Darin lediglich ein uraltes blau-weißes Trikot mit Löwenbräu Aufdruck und Harald Cernys Rückennummer. Der Dreizehn. 13. Ausgerechnet.
Über die Jahre wurde die Erinnerung blass, am Ende fragten sich die Menschen, ob es Harald Cerny überhaupt je gegeben habe oder nicht alles eine Art kollektiver Einbildung gewesen sei? Zu fantastisch schien diese Geschichte, nein, dies Märchen des entflohenen Löwen aus dem Käfig vor dem Sechzig-Stadion mitten im Münchner Arbeiterviertel Giesing, den ein "arabischer Scheich" aus dem "Orient" eingeführt haben sollte, nein, hier hatte irgendwer zu viel Karl May gelesen.
Auch der Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter, inzwischen über hundert Jahre und dement, konnte sich an kein derartiges Gespräch mit einem "Hasan Ismaik" mehr erinnern, diesem angeblichen arabischen Investor, dessen Name in keinem Vereinsarchiv vermerkt und wohl eher den Nebeln aus Tausendundeiner Nacht entsprungen war als dem handfesten deutschen Profifußball mit all seinen seriösen Bilanzen und Videozeitlupen. Auch der VAR hatte sich nie eingeschaltet, was jawohl der eindeutigste aller Belege dafür war, dass es keinen Ismaik und keinen Löwen Harald Cerny gegeben hatte. All das hatte also vielleicht nie stattgefunden. Irgendeiner musste sich diese Geschichte einmal ausgedacht haben, vor langer Zeit, kaum mehr nachzuverfolgen, wessen verlogener Feder die Mär angediehen war.
Ein letztes Mal aber gab es eine auffällige Häufung von Meldungen: Zwar keine direkte Sichtung, doch am Tag, als Werner Lorant starb, nebenbei bemerkt passender Titel für die Adaption eines Juliane-Werding-Songs, wollten unabhängig voneinander mehrere Gruppen Wanderer nahe des Chiemsees unverkennbar trauriges Löwengebrüll gehört haben. Zufall? Einbildung? Ein urbanes Mythos, aber mit wahrem Kern? Kaum einer konnte mehr sagen, wer oder was Harald Cerny je war, Fußballer eines vorigen Jahrtausends oder Heros des Gilgamesch-Epos in Löwengestalt, in Stein gemeißelt in babylonische Granittafeln oder als Silhouette eingraviert auf dem silbernen Zigarettenetui Werner Lorants. Der Löwenmensch von Stadel oder doch frühes Mitglied der Nash/Hall NWO, Namenspatron der Station Czerny im Universitätsklinikum Freiburg? Gab es überhaupt je Harald Cerny oder war dieser nur einem zu lange gewanderten Traum von Schehrezâd entsprungen? Wie Ismaik gesagt hätte: Niemand weiß.
https://youtube.com/shorts/9IHjbJ9AfIk?si=NfiPqSJ_MdeHevPG
https://www.transfermarkt.de/harald-cerny/rueckennummern/spieler/548
https://de.wikipedia.org/wiki/Berberl%C3%B6we
https://www.youtube.com/watch?v=Sa3vnJVO-RI
19.09.2025 - 10:21 Uhr
Ergänzend dazu, dass mich die Geschichte sehr in den Bann gezogen hat, möchte ich darauf hinweisen, dass Harald Cerny in der Saison 95/96 fast in Freiburg gelandet wäre.
Ablöseforderung waren damals zunächst 2 Millionen D-Mark. Der kicker schrieb damals:
"Nein, Freiburg haben noch keinen Kontakt mit ihm aufgenommen - und er bedauert dies. “Das ist ein interessanter Verein mit einem angenehmen Umfeld.”"
Da die Ablöseforderung anschließend nochmals erhöht wurde (4,3 Millionen D-Mark!!!) nahm der SC Abstand.
Stattdessen kamen Nikola Jurcevic und... Harry Decheiver.
Der Rest ist Geschichte.
Ablöseforderung waren damals zunächst 2 Millionen D-Mark. Der kicker schrieb damals:
"Nein, Freiburg haben noch keinen Kontakt mit ihm aufgenommen - und er bedauert dies. “Das ist ein interessanter Verein mit einem angenehmen Umfeld.”"
Da die Ablöseforderung anschließend nochmals erhöht wurde (4,3 Millionen D-Mark!!!) nahm der SC Abstand.
Stattdessen kamen Nikola Jurcevic und... Harry Decheiver.
Der Rest ist Geschichte.
19.09.2025 - 10:31 Uhr
Herrlicher Beitrag. Sehr lesenswert und ein Fülle von Informationen.
Danke für die tolle und anspruchsvolle Recherche.
Danke für die tolle und anspruchsvolle Recherche.
19.09.2025 - 13:15 Uhr
Zitat von Zweitligameister
--Ganzer Text--
...
EDIT: An dieser Stelle unbedingt aufhören zu lesen. Off-topic. ...
So ernst das Thema auch sein mag,...
--Ganzer Text--
...
EDIT: An dieser Stelle unbedingt aufhören zu lesen. Off-topic. ...
So ernst das Thema auch sein mag,...
Werter Zweitligameister !
Zum Glück habe ich mich über Deinen Tipp, mit lesen aufzuhören, hinweggesetzt.
Zu sehr merkte man unterschwellig, dass Du einem in ganz andere, zauberhafte Welten lockst.
Dein Beitrag damals, Pokalsieg in München, hatte mich ja auch verzaubert. Bis heute ist es offen für mich, ob er gedichtet oder mit fabulösem garniert ist. Oder Wahrheit. Es ist egal. Das Lesen ist ein Vergnügen.
Es gibt "Zweitligameister" Pausen. Man fragt sich, kommt da wieder mal was ? Plötzlich kritisierst Du neuere Spieler sehr streng, nach den Erwartungen der FFS. . Für mich eine Art Kulturschock..Aber ok, was sein muss muss sein.
Zweitligameister hat mehrere Gesichter, und das ist schön !
19.09.2025 - 13:32 Uhr
Die Beiträge werden immer interessanter und aufschlußreicher. Nur, nochmals, was hat das alles mit der Freiburger Fankultur hier zu tun? 🥺
19.09.2025 - 14:49 Uhr
Zitat von NilsFan
Die Beiträge werden immer interessanter und aufschlußreicher. Nur, nochmals, was hat das alles mit der Freiburger Fankultur hier zu tun? 🥺
Die Beiträge werden immer interessanter und aufschlußreicher. Nur, nochmals, was hat das alles mit der Freiburger Fankultur hier zu tun? 🥺
Vielleicht können wir es manchmal einfach hinnehmen, wenn das Thema vom Threadtitel etwas abschweift, solange es nicht zum Standard wird.
Ich bin auch dafür, die Themen einigermaßen einzuhalten, aber manchmal vermischt sich was und sollte doch nicht ganz so eng gesehen werden. Wenn dann sogar, wie hier geschehen, etwas Humorvolles und sogar noch besonders Gehaltvolles geboten wird, finde ich das einfach nur bereichernd.
Ich kann gut verstehen wenn z. B. im "Zu/oder Abgänge - nur Meldungen!" Thread dann doch über den schon geposteten Spieler diskutiert wird, dass das ärgerlich ist. Diesen Thread öffnet man mit ganz besonderen Erwartungen.
Oder im Spieler xy Thread über seine Kollegen oder gar schon seinen persönlich gewünschten Ersatz debattiert wird. Sowas finde ich weniger akzeptabel.
Grundsätzlich eine gewisse Lockerheit, aber mit Fingerspitzengefühl, schadet nicht. Vielleicht hilft der Wille dazu schon mal etwas der Allgemeinheit.
Zumindest so meine Sichtweise zur Fankultur in diesem Thread.
Genießt die Sonne.
19.09.2025 - 15:11 Uhr
Zitat von NilsFan
Die Beiträge werden immer interessanter und aufschlußreicher. Nur, nochmals, was hat das alles mit der Freiburger Fankultur hier zu tun? 🥺
Die Beiträge werden immer interessanter und aufschlußreicher. Nur, nochmals, was hat das alles mit der Freiburger Fankultur hier zu tun? 🥺
Auf den Blick erscheint der Einwand gerechtfertigt... aber ich kann Abhilfe schaffen.
Ich bin selbst wie @Zweitligameister ein großer Verfechter der Erhöhung der Präsenz von Tieren in Fußballstadien - alleine schon zu Bildungszwecken. Gerade die SC-Fans bieten dazu mitunter traurigen Anlass.
In grauer Vorzeit war ich mal bei einem Auswärtsspiel des SC in Köln. Was soll ich sagen - es war ein Trauerspiel (ich meine, es endete ereignislos 0:0). Einzige Zerstreuung: Vor der Gästetribüne hampelte unentwegt ein überlebensgroßes Maskottchen einer nicht ganz unbekannten Baumarktkette herum.
Um das Beste aus der gänzlich unerquicklichen Situation herauszuholen, stimmte der gesamte Gästeblock auf die einigen vielleicht bekannte Melodie von "Guantanamera" folgenden Gesang an: "Hässlicher Hamster, Du bist ein hässlicher Hamster! Hässlicher Haaaaamster, Du bist ein hässlicher Hamster..."
Mal abgesehen davon, dass es sich um einen äußerst unfreundlichen Akt gegenüber einem der Deutschen liebsten Haustiere handelte, sprach die Reaktion des Tierchens Bände: Völlig ungerührt winkte es unablässig fröhlich zurück.
Aus gutem Grund - es kann ja nicht gemeint gewesen sein, handelt es sich bei besagtem Maskottchen doch (bekanntermaßen?) keineswegs um einen Hamster, sondern um einen Biber.
Ihr seht, Leute: Es besteht Handlungsbedarf.
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