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Freiburger Fankultur

04.11.2009 - 13:48 Uhr
Freiburger Fankultur |#121
24.01.2010 - 23:03 Uhr
@tt-gott:
Ich kann deine Kritik durchaus nachvollziehen. Da dies aber als Kommentar von Michael Dörfler geschrieben wurde lasse ich subjektive Eindrücke und eine eigene Meinung durchaus gelten!

Zitat von tt-gott:
Ich kann doch nicht einerseits behauptet, dass es nur wenige sind, dann aber daraus schliesen, dass die "guten Zeiten" vorbei sind...
Damit hast du durchaus Recht. Doch worauf auch der Verfasser dieses Artikels hinaus will, ist, deutlich zu machen, dass diese Minderheit - wo wir uns ja offenbar einig sind - das Bild so dermaßen dominiert, dass man eben nicht mehr von einem dankbaren, zufriedenen "und alternativen" Publikum sprechen kann. Woran das liegt ist schwer zu sagen. Vielleicht an dem aggressiven Auftreten dieser Minderheit (siehe meinen Beitrag oben), vielleicht doch ein Generationskonflikt, Gleichgültigkeit der Masse, ...? Ich weiß es nicht.
Als Beispiel mal die Samba-Truppe genannt, die noch vor nicht all zu langer Zeit auf der Nordtribüne regelmäßig spielte. Ich weiß noch, wie diese Gruppe von den "jungen Krakeelern" massiv angegangen wurde und irgendwann auch die Lust verloren hat. So wird natürlich alles was anders ist gleich zertrampelt oder im Keim erstickt und genau das finde ich schade!

Ob die Mannschaft sich speziell bei der "Rotzlöffel-Fraktion" bedankt und beim Rest weniger ist wohl schwer zu messen.
Was ich aber eben an dem Artikel gut finde, dass er genau diesen Konflikt auf Seiten des Vereins/der Mannschaft beschreibt: Wie wichtig sind diese Gruppen für uns? Wie positiv ist die Stimmung dass wir sie brauchen oder könnten wir darauf verzichten und uns offen gegen diese Leute aussprechen?!
Können wir es in Kauf nehmen, auswärts weniger Fans dabei zu haben und vielleicht weniger Gebrüll bei den Heimspielen zu hören, dafür aber ein bisschen Anstand verlangen?
Nebenbei bin ich sicher, dass im (Freiburger) Publikum genug Potential schlummert dass gerne wieder erwacht wenn einmal die Dominanz und der Anspruch auf Heiligkeit einiger Personen und/oder Gruppen gebrochen ist - als erstes Beispiel kann ich da meine eigenen Erfahrungen beschreiben, wie ich es oben getan habe!

Und natürlich zeugt es nicht grade von großem Geschick, einige einzelne (willkürlich gewählte) Vereine als Negativ-Beispiel heraus zu picken, und auch wenn der Weg bis Frankfurt oder Nürnberg noch ein weiter zu sein scheint, habe ich keine Lust diesen Weg als Freiburg-Fans mit zu gehen!
Freiburger Fankultur |#122
24.01.2010 - 23:17 Uhr
Ich gebe dir da vollkommen Recht, dass ein Dialog zwischen allen Beteiligten wünschenswert ist und ich hoffe, dass man sich darauf einigen kann!
Doch nach dem was ich in der Szene - nicht zuletzt um die Trennung von Volker Finke - mitbekommen habe sind dabei so viele Eitelkeiten und persönliche tiefe Gräben im Spiel, dass hier JEDER Abstriche machen muss, möchte man in einem konstruktiven Gespräch zueinander finden. Doch genau diese Fähigkeit zum Dialog und Kompromiss spreche ich einigen Fans ab, nämlich genau denen, die sich, ihren Support, ihre Ideologie, ihre Kleidung oder was auch immer letztendlich herangezogen wird, als Maßstab und das Non-Plus-Ultra (ups, dieses letzte Wort wollte ich extra vermeiden, ungeschickt ;) ) sehen!
Der SC hat sicherlich ein Interesse an einer vielfältigen (!) und lebhaften Fanszene und ich glaube nicht, dass man sich neuen Vorschlägen gegenüber - soweit sie denn konstruktiv und ordentlich vorgetragen sind - von Grund auf verschlossen zeigt.
Doch als Gastgeber und letztendlich Verantwortlicher für die Veranstaltung kann ich auch gut verstehen, dass man bestimme Leute/Gruppen bzw. deren Verhalten nicht in seinem Haus haben möchte, punkt! Wo hier die Grenze zu ziehen ist und wie man damit umgeht ist eine andere Sache!
Doch jedes Wochenende im Stadion seine Aggressionen ausleben zu wollen, danach Ärger mit anderen Fans, Sicherheitskräften oder Polizei zu bekommen - bzw zu suchen - und sich dann zu beklagen, dass der Verein nicht auf einen zu kommt, halte ich für die verkehrte Logik!
Von beiden - bzw. von allen betroffenen Seiten (Verein, Fanorganisationen, DFL, Polizei, etc..) muss meiner Meinung nach mehr Verständnis und Kompromiss-Bereitschaft gezeigt werden um wirklich gemeinsam an einem Ziel zu arbeiten, welches doch für alle wäre: Eine bunte, lebhafte und aktive Fanszene im und um das Stadion!
Freiburger Fankultur |#123
24.01.2010 - 23:32 Uhr
Zitat von NickNackSCF:


Zitat von tt-gott:
Ich kann doch nicht einerseits behauptet, dass es nur wenige sind, dann aber daraus schliesen, dass die "guten Zeiten" vorbei sind...


Damit hast du durchaus Recht. Doch worauf auch der Verfasser dieses Artikels hinaus will, ist, deutlich zu machen, dass diese Minderheit - wo wir uns ja offenbar einig sind - das Bild so dermaßen dominiert, dass man eben nicht mehr von einem dankbaren, zufriedenen "und alternativen" Publikum sprechen kann.



naja, ich würde schon behaupten, dass das bild der freiburger fans deutschlandweit noch durchaus weit positiver ist, als die BZ, bzw. dieser artikel hier glauben machen will...ob nun zurecht, dass kann man wohl nur schwer beantworten, bzw muss jeder für sich feststellen... die bz ist in meinen augen da etwas sehr negativ...(wie ich es vorhin schon nannte: die bz sitzt meiner meinung nach da schon auf nem sehr hohen ross..) und wie auch in einem kommentar unter dem artikel geschrieben wurde, ob ein so geschriebener artikel nun zur positiven wende beiträgt, das weiß man wohl nicht, ich persönlich bezweifle es aber....DAS solche dinge angesprochenen werden find ich gut, aber wie gesagt der ton - die art und weise - missfällt mir etwas...aber naja....

Zitat von NickNackSCF:

Und natürlich zeugt es nicht grade von großem Geschick, einige einzelne (willkürlich gewählte) Vereine als Negativ-Beispiel heraus zu picken, und auch wenn der Weg bis Frankfurt oder Nürnberg noch ein weiter zu sein scheint, habe ich keine Lust diesen Weg als Freiburg-Fans mit zu gehen!


die lust hat (hoffentlich!) keiner...

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Dieser Beitrag wurde zuletzt von tt-gott am 24.01.2010 um 23:34 Uhr bearbeitet
Freiburger Fankultur |#124
25.01.2010 - 00:21 Uhr
Zitat von FRG1904:
Der SC Freiburg hat mehrfach betont, dass er keine Zusammenarbeit mit seinen Ultras will. Den Videobericht dazu aus dem Schweizer TV dürfte mittlerweile jeder gesehen haben.

Ich gehöre wohl zu denen die diesen Videobericht noch nicht gesehen haben. Vielleicht möchtest du mich aufklären?
Schade, wenn der SC dies so als Grundsatzentscheidung getroffen haben sollte! Doch muss man sich fragen woher das kommt bzw. darf man deswegen doch nicht den Kopf in den Sand stecken und seine Opfer-Rolle (stichwort: "diskriminieren") feiern, wie es mir ab und zu vorkommt!
Wenn dies so ist muss man sich eben bemühen und zeigen, dass man es verdient hat, wieder an den runden Tisch aufgenommen zu werden!
Freiburger Fankultur |#125
25.01.2010 - 12:29 Uhr
Ich fand den "Support" unter aller Kanone, ich bin geteilter Ultra Meinung aber eher Pro als Contra, leider waren diesesmal die Lieder wirklich nicht originell, es gibt fast kein Lied ohne Ole Ole.

Wobei ich das SCF Allez Allez geil finde aber leider kaum einer mitmacht, da ich diesesmal lange arbeiten musste stand ich auch Links oben Hinterm Tor und nicht inder Mitte, da sind die meisten Lieder gar nicht angekommen.

Leider funktionierte nicht mal Nur der Scf da es ja in Sch... Vfb umgewandelt wurde.


Ich beschwere mich gerne habe aber die Hoffnung aufgegeben, da Freiburg einfach nie tolle Stimmung mehr bekommen wird, was aber nicht an den Ultras liegt, die machen wenigstens etwas.

Unter mir standen jedoch 5 Personen(keine Ultras) die 90 Minuten lang nur Anti VfB Lieder geschrien haben.
Da frag ich mich wirklich was das ganze soll und wieso so Leute ins Stadion gehen

•     •     •

»Ich würde mich mit Zinedine Zidane vergleichen: Ein bescheidener Bursche, der einfach der Beste war.« (Nicolas Anelka)
Freiburger Fankultur |#126
25.01.2010 - 14:28 Uhr
Zitat von FRG1904:

Der SC Freiburg hat mehrfach betont, dass er keine Zusammenarbeit mit seinen Ultras will. Den Videobericht dazu aus dem Schweizer TV dürfte mittlerweile jeder gesehen haben.


Hat er das wirklich ? Und wenn ja, warum hat er das ? Aus dem Videobericht lässt es sich jedenfalls nicht ableiten. Was ist verkehrt daran, eine Atmosphäre zu schaffen, die möglichst keinen Nährboden für Hooligans, Pyromanen und primitiven Pöbel bietet ? Der SC hat das Hausrecht und er hat in seinem Haus dafür zu sorgen, dass Gesundheit und Leben seiner Gäste geschützt werden,weil er andernfalls empfindlich belangt werden kann. Sicherheitschef Drescher bringt es auf den Punkt im Video, wenn er sagt: "....Das Stadion ist kein rechtsfreier Raum....." und mit dem Kauf eines Einzeltickets oder einer Dauerkarte egal für welchen Sektor erwirbt man nicht die Rechts- oder Narrenfreiheit unbegrenzt zu tun und zu lassen, was man will, bis hin zu verbalen oder körperlichen Ausfallerscheinungen.

Also ich halte den Videobericht im Vergleich zu Dörflers heutigem Kommentar in der Badischen Zeitung und dem verlinkten Bericht aus dem Ostschweizer Tagblatt für sehr seriöse und professionelle Berichterstattung.

Ich kann mich insgesamt gut mit den Sicherheitsmaßnahmen des SC identifizieren und fühle mich sehr wohl als auch sehr sicher im Badenovastadion. Wenn Manche meinen und argumentieren, es wird zuviel von Vereinsseite in Kooperation mit Sicherheitsdienst und Polizei eingegriffen und damit die Stimmung negativ beeinträchtigt, kann man die hervorragende Atmosphäre in den 90er Jahren entgegenhalten, für die man keine Ultras brauchte, keine auf gefährlichem Halbwissen beruhende gegen die Gegner gerichteten Choreos (Beispiel Hoffenheim) und/oder Pöbeleien, keinen Megafonmann und was man nicht übersehen darf, keine Überwachungsmaßnahmen im heutigen Stil.

Ich finde es wirklich jammerschade, dass sich da wohl echt ein asozialer Sumpf im "Auge des Hurricans" etabliert, der nicht nur dafür sorgt, dass die Negativschlagzeilen über die Fanszene des SC zunehmen, sondern auch der Support zu einem immer laueren Lüftchen verkommt - aber keiner will dafür Verantwortung übernehmen, ein Ultra schiebts quasi auf den anderen - außerdem suhlt man sich als Ultra sowieso viel lieber in der Opferrolle und verharrt im Stadium einer übersteigerten Erwartungshaltung, dass der SC den ersten Schritt machen muss, um die Beziehung Verein/Ultra zu verbessern.

Wenn ich dann noch von NickNackSCF lesen muss, dass mit der Samba-Truppe auch noch das letzte Restchen "Atmosphären"-Glut praktisch gewaltsam ausgelöscht wurde, dann platzt mir langsam echt der Kragen und ich frag mich auch, ob auf Nord-Zentrum eigentlich jeder "Vollpfosten" mittun darf ohne mal in die Schranken gewiesen zu werden.

Da die Kritik am Support leider regelmäßig auf die Ultras zurückfällt, was bestimmt nicht immer gerechtfertigt ist, muss den "Köpfen" der Ultras eigentlich daran gelegen sein, ihre starre Haltung aufzugeben und sich mit geeigneten Maßnahmen (evtl. auch internen Säuberungsaktionen) ein anderes Image zu erarbeiten. Ich bin jedenfalls auch 3 Tage nach dem Spiel gegen den VfB immer noch enttäuscht, dass offensichtlich alle Appelle an kreativen Support relativ erfolglos verpufft sind. Dass dazu noch ca. 50 Freiburger Antifußballfans versucht haben sollen, einen Stuttgarter Fanbus anzugreifen, ist für mich einer der größten Tiefpunkte, wenn nicht gar der bisherige Tiefpunkt schlechthin in Sachen Fankultur. Aber irgendwie hab ich das Gefühl es geht noch tiefer, hoffentlich täusch ich mich.

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Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse,
aber nicht für jedermanns Gier.
Gandhi
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Freiburger Fankultur |#127
25.01.2010 - 14:50 Uhr
Zitat von louamba0609:
Dass dazu noch ca. 50 Freiburger Antifußballfans versucht haben sollen, einen Stuttgarter Fanbus anzugreifen, ist für mich einer der größten Tiefpunkte, wenn nicht gar der bisherige Tiefpunkt schlechthin in Sachen Fankultur. Aber irgendwie hab ich das Gefühl es geht noch tiefer, hoffentlich täusch ich mich.


Wenn du mal unter dem Artikel schaust dann wirst du ziemlich viele sehen die geschrieben haben das sie mit den Ultras Richtung Stadt gelaufen sind ohne Probleme. Ich kann dir das auch noch bestätigen. ;) Klar kann sein das welche den Bus angegriffen haben, aber sind das dann auch gleich automatisch Ultras?
Freiburger Fankultur |#128
25.01.2010 - 14:57 Uhr
Gegenüber der Samba-Truppe gab es ein sehr heterogenes Bild der Opposition. Breit angelegt vom "jungen Krakeler" (nicknack) über den Studenten, bis zum stinknormalen Fanclubs-Mitglied. Viele regten sich damals drüber auf, dass der städnige Samba-Unterton nicht wirklich zu den angestimmten Liedern und Anfeuerungsrufen (sic!) passen würde. Es wirkte damals teilweise wirklich grotesk an, dass noch nicht einmal zum Verlesen der Aufstellung der Rhythmus unterbrochen wurde.

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FSV Mainz 05 und SC Freiburg
Freiburger Fankultur |#129
25.01.2010 - 15:09 Uhr
Zitat
Hallo? Es ist Fussball und kein Synchronschwimmen! Wer sich mit seinem Nachwuchs nicht auf die Nordtribüne traut sollte sich zwei Fragen stellen. Gehört mein Nachwuchs da überhaupt schon hin? und: Warum geh ich nicht einfach auf eine andere Tribüne? Wer auch nur ein bischen Freiburg Fan ist (da zähl ich mich also dazu) sollte doch wissen das die Nordtribüne eher die Tribüne der sagen wir mal "etwas leidenschaftlicheren" Fans ist. Seit Jahren singt die Nordtribüne ihr "Badner Land", auch in der Schwaben feindlichen Version(!), und es hat nie jemanden gestört. Wer keine Prüglerei auf dem Eis sehen will geht nicht zum Eishockey, wer keinen blutigen Sport sehen will geht nicht zum Boxen und wem ständiges im Kreis gefahre zu langweilig ist geht nicht zur
Formel 1...

Kommt mal wieder auf den Boden der Tatsachen, es gibt nicht nur eine Tribüne in Freiburg auf der man sich das Spiel anschauen kann. Ich persönlich war schon auf allen vier je nachdem auf was ich lust habe.
Kampfgeschrei und Turbulente Unterstützung? -> Nordtribüne
Fussball steh feeling ohne Mega Trubel? -> Südtribüne
Doch lieber sitzen? -> Haupttribüne oder Gegengerade

Mann mann mann, manchmal kann ich bei sowas echt nur den Kopfschütteln...


Guter Kommentar zu diesem Artikel http://www.badische-zeitung.de/sc-freiburg-1/sc-freiburg-verbale-fouls-auf-der-nordtribuene
Freiburger Fankultur |#130
25.01.2010 - 15:38 Uhr
Hier noch zum " Angriff ":

Zitat
Also, wir haben in der Sache "Angriff" noch einmal nachrecherchiert.

Ein Vertreter der Ultras hat im Gespräch mit der BZ dementiert, dass einen geplanten Angriff auf einen VfB-Fanbus gegeben haben soll und der Darstellung der Polizei widersprochen. Die Polizei wiederum hat die Anzahl der Fans, die an der Aktion teilgenommen haben sollen, auf 20
reduziert. Sie bleibt aber ansonsten bei ihrer Darstellung.

Danach sollen sich eben diese rund 20 Fans nach Spielschluss den vor dem Stadion wartenden VfB-Fanbussen genähert haben - in eindeutiger Absicht, so die Polizei über das Auftreten und die Entschlossenheit der Fans. Als die Polizei sich der Gruppe entgegenstellte, sei diese geflüchtet.
Bei neun Fans konnte die Polizei die Personalien feststellen. Gegen die Betroffenen wurde auch ein Platzverweis ausgesprochen.


http://www.badische-zeitung.de/derby-badener-schwaben-und-die-polizei
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