Finanzen
02.12.2019 - 16:18 Uhr
Zitat von Fanatisch_
Wissen wir, ob weitere Anteile verkauft wurden?
Die Veräußerung von Anteilen ist nichts was öffentlich breit getreten wird.
Es würde mich sehr stark wundern, wenn ein Transfer wie zb. Ache nicht von den Investoren mitfinanziert würde und die im Gegenzug nicht weitere Anteile erhalten würden.
Zitat von BenMic
Man kann über die Preise, die wir für unsere Anteile bekommen haben, streiten. Aber völlig untertrieben war die Bewertung auch nicht. Man bedenke bitte, dass das gleiche Unternehmen just gerade eine Sanierung wegen Insolvenz durchlaufen hatte. Das ist nicht gerade ein Aushängeschild, um Investoren zu hohen Zahlungen zu bewegen.
Ich finde es tatsächlich im Gegenteil gut, dass wir beim Aufstieg KEINE weiteren Anteile verkauft haben. Wir sollten damit warten, bis wir uns mindestens in Liga 2 stabilisiert haben. Gelingt das ohne weiteren Anteilsverkauf, können wir nochmal ganz andere Summen aufrufen und es entweder zum Angriff auf Liga 1 oder für einen Stadionrückkauf irgendwann vielleicht nutzen. Aber da bewegen wir uns in Richtung Träumerei und nicht mehr in Richtung aktuelle Realität.
Man kann über die Preise, die wir für unsere Anteile bekommen haben, streiten. Aber völlig untertrieben war die Bewertung auch nicht. Man bedenke bitte, dass das gleiche Unternehmen just gerade eine Sanierung wegen Insolvenz durchlaufen hatte. Das ist nicht gerade ein Aushängeschild, um Investoren zu hohen Zahlungen zu bewegen.
Ich finde es tatsächlich im Gegenteil gut, dass wir beim Aufstieg KEINE weiteren Anteile verkauft haben. Wir sollten damit warten, bis wir uns mindestens in Liga 2 stabilisiert haben. Gelingt das ohne weiteren Anteilsverkauf, können wir nochmal ganz andere Summen aufrufen und es entweder zum Angriff auf Liga 1 oder für einen Stadionrückkauf irgendwann vielleicht nutzen. Aber da bewegen wir uns in Richtung Träumerei und nicht mehr in Richtung aktuelle Realität.
Wissen wir, ob weitere Anteile verkauft wurden?
Zitat von DBB Ticker JHV 2022
13:42 Uhr: Aufsichtsratsvorsitzender Keßler macht in seiner JHV-Rede erstmals die Aktionärsstruktur der FCK GmbH & Co. KGaA öffentlich zugänglich:
1. FC Kaiserslautern e.V.: 45,85%
Saar-Pfalz-Invest GmbH: 34,93%
Dienes Packaging GmbH: 4,40%
Dr. Theiss Naturwaren GmbH: 4,40%
Regionale Investoren: 0,48%
Platin 2180 GmbH (bisher bekannt als: "Pacific Media Group"): 9,94%
Dem FCK e.V. gehören damit mittlerweile weniger als 50 Prozent der Anteile an der ausgegliederten Kapitalgesellschaft - das war bisher noch nicht offiziell bekannt. Durch die in Deutschland weiter geltende 50+1-Regel liegt die Abstimmungsmehrheit aber immer noch beim Verein selbst, der zudem mit 45,85 Prozent auch das größte Einzelpaket an FCK-Aktien besitzt. Dennoch ist der Anteil des FCK e.V. von 100 Prozent im Jahr 2019 über 66 Prozent zum Ende des Jahres 2020 auf die nun bestätigten rund 45 Prozent im Jahr 2022 gesunken. Die Investoren haben über die vergangenen Jahre verteilt geschätzt rund 15 bis 20 Millionen Euro für die erworbenen Anteile bezahlt.
13:42 Uhr: Aufsichtsratsvorsitzender Keßler macht in seiner JHV-Rede erstmals die Aktionärsstruktur der FCK GmbH & Co. KGaA öffentlich zugänglich:
1. FC Kaiserslautern e.V.: 45,85%
Saar-Pfalz-Invest GmbH: 34,93%
Dienes Packaging GmbH: 4,40%
Dr. Theiss Naturwaren GmbH: 4,40%
Regionale Investoren: 0,48%
Platin 2180 GmbH (bisher bekannt als: "Pacific Media Group"): 9,94%
Dem FCK e.V. gehören damit mittlerweile weniger als 50 Prozent der Anteile an der ausgegliederten Kapitalgesellschaft - das war bisher noch nicht offiziell bekannt. Durch die in Deutschland weiter geltende 50+1-Regel liegt die Abstimmungsmehrheit aber immer noch beim Verein selbst, der zudem mit 45,85 Prozent auch das größte Einzelpaket an FCK-Aktien besitzt. Dennoch ist der Anteil des FCK e.V. von 100 Prozent im Jahr 2019 über 66 Prozent zum Ende des Jahres 2020 auf die nun bestätigten rund 45 Prozent im Jahr 2022 gesunken. Die Investoren haben über die vergangenen Jahre verteilt geschätzt rund 15 bis 20 Millionen Euro für die erworbenen Anteile bezahlt.
Die Veräußerung von Anteilen ist nichts was öffentlich breit getreten wird.
Es würde mich sehr stark wundern, wenn ein Transfer wie zb. Ache nicht von den Investoren mitfinanziert würde und die im Gegenzug nicht weitere Anteile erhalten würden.
Naja, geheim ist das ja nun auch nicht - ein Blick in die jeweiligen Register genügt.
Zitat von Fanatisch_
Die Veräußerung von Anteilen ist nichts was öffentlich breit getreten wird.
Es würde mich sehr stark wundern, wenn ein Transfer wie zb. Ache nicht von den Investoren mitfinanziert würde und die im Gegenzug nicht weitere Anteile erhalten würden.
Die Veräußerung von Anteilen ist nichts was öffentlich breit getreten wird.
Es würde mich sehr stark wundern, wenn ein Transfer wie zb. Ache nicht von den Investoren mitfinanziert würde und die im Gegenzug nicht weitere Anteile erhalten würden.
Es wird stets darüber berichtet (was auch verpflichtend ist) und es gibt in der Regel auch eine Meldung. Mich würde es daher mehr als verwundern, wenn man Anteile für einen Transfer verkauft hätte. Ich halte das für sehr unwahrscheinlich. Zumal ein reiner Anteilsverkauf dem FCK e.V. und nicht der KGaA zugute kommt.
Zudem gibt es den bindenden Beschluss zur Fansäule, da gibt es wenig Spielraum für Anteilsverkäufe daraus.
Guten Morgen,
Ich suche nun seit einiger Zeit verlässliche Zahlen zum Etat diese Saison. Weiss jemand hier etwas? Bitte entschuldigt, wenn das hier diskutiert wurde. Meines Wissens gibt es keine Suchfunktion nach Stichworten innerhalb von Topics, nur nach Topics/Überschriften, sonst korrigiert mich bitte.
Hab mich mal versucht dem ganzen zu nähern. Wäre supi, wenn jemand meine Annahmen bestätigen oder korrigieren könnte.
Beim Kader rechnen ich mal mit ca. 350k Gehalt im Schnitt, wären bei 26 Spielern ca. EUR 9 Mio. Dazu kommen aber nochmal 20% Lohnkosten drauf, dann wäre man bei 10,8 Mio.
Laut Transfermarkt.de haben wir dazu ca nochmal genauso viele Mitarbeiter, wobei ich hierbei die ganzen AR Mitglieder mal "rausrechne". Bei den Mitarbeitern mit Trainern und Ärzten erscheint mir im Schnitt ein Gehalt von EUR 150k realistisch. Wären nochmal 4 Mio. + 20% Lohnkosten, also 4.8 Mio.
Dann gibt es sicher noch Mitarbeiter, die nicht bei Transfermarkt stehen, aber das ist für mich eine Black Box. Ticketshop, Verwaltung, etc. Weiss jemand, wie viele Mitarbeiter der 1. FCK ca. beschäftigt?
Darüber hinaus die Stadionmiete von 2.4 Mio.
Dazu noch der Betrieb der Jugendmannschaften, Trainingszentrum, Frauenmannschaft, etc. Kostet sicher auch nochmal 2-3 Mio, mindestens.
Dazu noch die Ablöse, laut TM diese Saison 1.9 Mio (da sind aber die möglichen Boni noch nicht mit reingerechnet).
Insgesamt gehe ich davon aus, dass der Gesamtetat irgendwo um die 30 Mio. liegen dürfte, Kommt das ungefähr hin?
Ich suche nun seit einiger Zeit verlässliche Zahlen zum Etat diese Saison. Weiss jemand hier etwas? Bitte entschuldigt, wenn das hier diskutiert wurde. Meines Wissens gibt es keine Suchfunktion nach Stichworten innerhalb von Topics, nur nach Topics/Überschriften, sonst korrigiert mich bitte.
Hab mich mal versucht dem ganzen zu nähern. Wäre supi, wenn jemand meine Annahmen bestätigen oder korrigieren könnte.
Beim Kader rechnen ich mal mit ca. 350k Gehalt im Schnitt, wären bei 26 Spielern ca. EUR 9 Mio. Dazu kommen aber nochmal 20% Lohnkosten drauf, dann wäre man bei 10,8 Mio.
Laut Transfermarkt.de haben wir dazu ca nochmal genauso viele Mitarbeiter, wobei ich hierbei die ganzen AR Mitglieder mal "rausrechne". Bei den Mitarbeitern mit Trainern und Ärzten erscheint mir im Schnitt ein Gehalt von EUR 150k realistisch. Wären nochmal 4 Mio. + 20% Lohnkosten, also 4.8 Mio.
Dann gibt es sicher noch Mitarbeiter, die nicht bei Transfermarkt stehen, aber das ist für mich eine Black Box. Ticketshop, Verwaltung, etc. Weiss jemand, wie viele Mitarbeiter der 1. FCK ca. beschäftigt?
Darüber hinaus die Stadionmiete von 2.4 Mio.
Dazu noch der Betrieb der Jugendmannschaften, Trainingszentrum, Frauenmannschaft, etc. Kostet sicher auch nochmal 2-3 Mio, mindestens.
Dazu noch die Ablöse, laut TM diese Saison 1.9 Mio (da sind aber die möglichen Boni noch nicht mit reingerechnet).
Insgesamt gehe ich davon aus, dass der Gesamtetat irgendwo um die 30 Mio. liegen dürfte, Kommt das ungefähr hin?
Dieser Beitrag wurde zuletzt von BetzeSchweizer am 26.08.2023 um 09:13 Uhr bearbeitet Quelle: SZ Interview mit Hengen
Die Zuschauerzahlen sind natürlich phänomenal. Es ist aber Fakt, dass wir nur in der Bundesliga richtig Geld verdienen können, weil man höhere Fernsehgelder hat und sich die Stadionkosten wie Pacht, Unterhalt und Instandhaltung dann amortisieren. In der zweiten Liga ist das nach wie vor ein Missmatch. Man denkt immer, die Zuschauereinnahmen können viel abdecken, aber wir haben auch viele Kosten. Es ist so, dass es am Ende das Fernsehgeld ist, was am meisten einbringt. Dazu kommen dann noch die Transfererlöse.
Ich habe hier Mal den Auszug gepostet, den ich am spannendsten finde.
Für meine Begriffe muss man genau hinschauen. Das Problem sind die Stadionkosten - das heißt Pacht von 2,4 Mio. EURO PLUS Unterhalt und Instandsetzung des Stadions. Das können schnell 3 und mehr Millionen EURO sein. Man darf nicht vergessen, wir haben auch da in den letzten Jahren von Substanz gelebt und der Betze braucht Millionen um wieder akzeptabel zu sein.
Darüber hinaus haben wir das Transferminus. Das zu stemmen wird auch aus den guten Zuschauerzahlen allein nicht möglich gewesen sein. Man wird also auf Gelder der Investoren die aus den Anteilsverkäufen da waren oder weitere Kapitaleinschüsse zurückgegriffen haben, um das ziemlich hohe Transferminus abzufedern.
Stadionpacht + Stadionunterhalt + Investitionsstau + zusätzliche Personalkosten + Transferminus werden vermutlich insgesamt mit 5-6 Millionen EURO das Budget belastet haben. Einen solchen Überschuss kannst du in Liga 2 mit den TV-Geldern, Eintrittskarten und dem Sponsoring/Merch halt nicht erzielen.
Auf Dauer müssen daher entweder Tranfererlöse oder ein Aufstieg her, wenn man vorankommen will. Aber die gute Nachricht ist, dass es ein ODER ist. Wir können auch in Liga 2 überleben, wir sind nicht zum Aufstieg verdammt, wie das früher war.
Wir gehen natürlich ins Risiko, wenn wir die dürftigen Rücklagen, die wir aus dem Einstieg der Investoren erhalten haben in den Kader stecken. Aber das Risiko war nötig, wie man sieht. Man denke ich einfach Mal Ache weg - und überlege wo wir dann stünden.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von BenMic am 13.09.2023 um 17:39 Uhr bearbeitet
Weicht Hengen der Frage nicht politisch meisterlich aus?
Die Quintessenz seiner Antwort ist doch nur, dass wir in Liga 1 mehr Gewinn erzielen.
Die Quintessenz seiner Antwort ist doch nur, dass wir in Liga 1 mehr Gewinn erzielen.
Was es bedeutet, Transfererlöse zu benötigen, um die Saison durchzufinanzieren, konnte man 2014 bis 2018 und 2020/21 gut beobachten. Das war mit einem fortwährenden Qualitätsverlust in der ersten Mannschaft verbunden, der neben schlechten Entscheidungen auf der Trainerposition maßgeblich zu unserem sportlichen und dadurch auch wirtschaftlichen Niedergang beigetragen hat.
Ich hoffe inständig, dass das nicht mehr der Fall ist. Und ich wäre auch verwundert, wenn dem doch so wäre. Denn dann wären wir gegenüber den späteren Jahren unseres letzten Zweitligaaufenthalts trotz Ausgliederung, Investoreneinstieg und Entschuldung der Kapitalgesellschaft keinen Schritt weiter.
Meine Hoffnung: Bei hervorragenden Besucherzahlen und gleichzeitig überschaubaren Fixkosten für den Kader kann auch etwas investiert werden; durch weitere Kapitalerhöhungen zugunsten der Investorenseite auch etwas mehr. Bei durchschnittlichen Einnahmen kann man keine großen Transferausgaben tätigen, ist aber auch auch nicht auf Verkäufe oder sonstige Sondereffekte *angewiesen*.
Im Übrigen sehe ich das Interview so wie @Scuzzle . Wie sage ich, dass es uns besser geht, ohne zu sagen, dass es uns besser geht und damit die Preise zu treiben.
Ich hoffe inständig, dass das nicht mehr der Fall ist. Und ich wäre auch verwundert, wenn dem doch so wäre. Denn dann wären wir gegenüber den späteren Jahren unseres letzten Zweitligaaufenthalts trotz Ausgliederung, Investoreneinstieg und Entschuldung der Kapitalgesellschaft keinen Schritt weiter.
Meine Hoffnung: Bei hervorragenden Besucherzahlen und gleichzeitig überschaubaren Fixkosten für den Kader kann auch etwas investiert werden; durch weitere Kapitalerhöhungen zugunsten der Investorenseite auch etwas mehr. Bei durchschnittlichen Einnahmen kann man keine großen Transferausgaben tätigen, ist aber auch auch nicht auf Verkäufe oder sonstige Sondereffekte *angewiesen*.
Im Übrigen sehe ich das Interview so wie @Scuzzle . Wie sage ich, dass es uns besser geht, ohne zu sagen, dass es uns besser geht und damit die Preise zu treiben.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von FCK-Tribun am 13.09.2023 um 18:42 Uhr bearbeitet
Ich lese das völlig anders, bin da aber schon seit Jahren grundsätzlich anderer Meinung als etwa @BenMic . Der FCK kann in Liga 2 m.E. nicht dauerhaft überleben! Und zwar nicht, weil ein Verein dieser Größenordnung dies grundsätzlich nicht könnte, sondern weil wir diese "sittenwidrige" Vertragskonstruktion mit dem Stadion an der Backe haben - und damit ein Alleinstellungsmerkmal im deutschen, wenn nicht im europäischen Fußball. Wir zahlen ein Schweinegeld als Pacht und müssen ständig mit der klammen Stadt (und diese mit der ADD) hart verhandeln, dass die Pacht wenigstens so reduziert wird, dass wir überhaupt einen konkurrenzfähigen Kader auf die Beine stellen können. Dabei haben wir schlanke Null Euro Tilgung drin und der Betreiber der Stadiongesellschaft stemmt eine Riesen-Zinslast und schiebt einen irgendwann in voller Höhe fällig werdenden Rückzahlungsbetrag vor sich her. Stadt und FCK mutieren dadurch zu einer Notgemeinschaft und die Banken lachen sich ins Fäustchen. Und drittens dürfen wir in dieser absurden Vertragskonstruktion als Pächter auch noch die Instandhaltung in voller Höhe latzen. Und aus diesem kühlen Grunde können wir ohne die exorbitant höheren Fernsehgelder in Liga 1 auch keine Nachhaltigkeit darstellen, während andere, vergleichbare Vereine dies in Liga 2 durchaus können. Deshalb ist der Satz, "ein Aufstieg käme zu früh", auch so hahnebüchen absurd! Sogar bei sofortigem Wiederabstieg (und einer dies einkalkulierenden sportlichen Planung) hätten wir Einmaleffekte an Fernsehgeldern, die uns substanziell weiterhelfen würden!
Es ist nicht die Liga an sich, die nicht auskömmlich wäre. Es ist dieser absurde "Knebelvertrag", der uns die Perspektiven verhagelt.
Und Nein, ich brauche keine Belehrung darüber, dass "sittenwidrig" und "Knebelvertrag" juristische Termini sind, die hier vermutlich nicht zutreffen. Wobei ich mir nicht mal völlig sicher wäre, dass dieses Konstrukt einer rechtlichen Prüfung wirklich standhalten könnte. Ich benutze die Worte aber als Metaphern aus einem Gerechtigkeitsempfinden heraus, nicht im juristischen Sinne.
Ein Verein, der nur aufgrund von Transferüberschüssen überlebt, lebt von der Substanz und blutet früher oder später aus. Du kannst nicht immer ein glückliches Händchen haben.
Wir müssen rauf!
Es ist nicht die Liga an sich, die nicht auskömmlich wäre. Es ist dieser absurde "Knebelvertrag", der uns die Perspektiven verhagelt.
Und Nein, ich brauche keine Belehrung darüber, dass "sittenwidrig" und "Knebelvertrag" juristische Termini sind, die hier vermutlich nicht zutreffen. Wobei ich mir nicht mal völlig sicher wäre, dass dieses Konstrukt einer rechtlichen Prüfung wirklich standhalten könnte. Ich benutze die Worte aber als Metaphern aus einem Gerechtigkeitsempfinden heraus, nicht im juristischen Sinne.
Ein Verein, der nur aufgrund von Transferüberschüssen überlebt, lebt von der Substanz und blutet früher oder später aus. Du kannst nicht immer ein glückliches Händchen haben.
Wir müssen rauf!
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Newtrial am 13.09.2023 um 19:22 Uhr bearbeitet Zitat von Newtrial
Deshalb ist der Satz, "ein Aufstieg käme zu früh", auch so hahnebüchen absurd! Sogar bei sofortigem Wiederabstieg (und einer dies einkalkulierenden sportlichen Planung) hätten wir Einmaleffekte an Fernsehgeldern, die uns substanziell weiterhelfen würden!
Deshalb ist der Satz, "ein Aufstieg käme zu früh", auch so hahnebüchen absurd! Sogar bei sofortigem Wiederabstieg (und einer dies einkalkulierenden sportlichen Planung) hätten wir Einmaleffekte an Fernsehgeldern, die uns substanziell weiterhelfen würden!
Sehe ich völlig anders.
Wer mit zu wenig Substanz hoch geht kann in kurzer Zeit wieder in der Schweineliga 3 landen. DAS ist dann der Super-GAU (gerade für uns). Was du so salopp als "einkalkulierende sportliche Planung" bezeichnest ist in meinen Augen PR Sprech auf hohem Niveau, aber hat mit den Realitäten in diesem schnelllebigen Geschäft nichts zu tun.
Lass uns mal eine Saison in Liga 1 jedes WE die Hucke voll bekommen und schon ist die schöne Euphorie, der tolle Zuspruch, die Laune bei den Verantwortlichen (und deren Kritiker, die momentan schön Ruhe geben), den Investoren und denen, die immer schon alles besser wussten, irgendwann auch weg.
Aber diese Euphorie und dieser Zuspruch ist momentan der Faktor, auf den man bauen kann und muss. Das Vertrauen ist schneller verspielt als man es aufgebaut hat.
Wenn du geil auf den "Einmaleffekt" bist, dann komm im Pokal weiter.
Außerdem haben nicht "wir" den Kreditvertrag sondern die Stadt. Und nicht wir haben uns mit "Sittenwidrigkeit" und "null Tilgung" zu befassen, sondern die Stadiongesellschaft.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Roon_Bub am 13.09.2023 um 19:44 Uhr bearbeitet
Ich kann an der Stelle @Newtrial nur voll zustimmen. Diese katastrophale Stadion-Konstruktion hängt dem FCK seit damals wie ein Mühlstein um den Hals. Zum einen die Pacht aber nicht zuletzt die horrenden Instandhaltungskosten machen das Stadion für den FCK eher zum Problem, obwohl es doch eigentlich seine Stärke sein könnte.
Die Ausgliederung lässt zumindest ein wenig darauf hoffen, dass die Stadion-Problematik von den Investoren früher oder später angegangen wird aber das ist und bleibt ein dickes Brett.
Die Ausgliederung lässt zumindest ein wenig darauf hoffen, dass die Stadion-Problematik von den Investoren früher oder später angegangen wird aber das ist und bleibt ein dickes Brett.
Zitat von Balin
Aber heißt" Richtig Geld verdienen, können wir nur in der Bundesliga.." nicht doch,das wir aufsteigen müssen,wenn vielleicht auch nicht demnächst?! Nicht böse gemeint,nur nachgefragt.
Zitat von BenMic
Ich habe hier Mal den Auszug gepostet, den ich am spannendsten finde.
Für meine Begriffe muss man genau hinschauen. Das Problem sind die Stadionkosten - das heißt Pacht von 2,4 Mio. EURO PLUS Unterhalt und Instandsetzung des Stadions. Das können schnell 3 und mehr Millionen EURO sein. Man darf nicht vergessen, wir haben auch da in den letzten Jahren von Substanz gelebt und der Betze braucht Millionen um wieder akzeptabel zu sein.
Darüber hinaus haben wir das Transferminus. Das zu stemmen wird auch aus den guten Zuschauerzahlen allein nicht möglich gewesen sein. Man wird also auf Gelder der Investoren die aus den Anteilsverkäufen da waren oder weitere Kapitaleinschüsse zurückgegriffen haben, um das ziemlich hohe Transferminus abzufedern.
Stadionpacht + Stadionunterhalt + Investitionsstau + zusätzliche Personalkosten + Transferminus werden vermutlich insgesamt mit 5-6 Millionen EURO das Budget belastet haben. Einen solchen Überschuss kannst du in Liga 2 mit den TV-Geldern, Eintrittskarten und dem Sponsoring/Merch halt nicht erzielen.
Auf Dauer müssen daher entweder Tranfererlöse oder ein Aufstieg her, wenn man vorankommen will. Aber die gute Nachricht ist, dass es ein ODER ist. Wir können auch in Liga 2 überleben, wir sind nicht zum Aufstieg verdammt, wie das früher war.
Wir gehen natürlich ins Risiko, wenn wir die dürftigen Rücklagen, die wir aus dem Einstieg der Investoren erhalten haben in den Kader stecken. Aber das Risiko war nötig, wie man sieht. Man denke ich einfach Mal Ache weg - und überlege wo wir dann stünden.
Quelle: SZ Interview mit Hengen
Die Zuschauerzahlen sind natürlich phänomenal. Es ist aber Fakt, dass wir nur in der Bundesliga richtig Geld verdienen können, weil man höhere Fernsehgelder hat und sich die Stadionkosten wie Pacht, Unterhalt und Instandhaltung dann amortisieren. In der zweiten Liga ist das nach wie vor ein Missmatch. Man denkt immer, die Zuschauereinnahmen können viel abdecken, aber wir haben auch viele Kosten. Es ist so, dass es am Ende das Fernsehgeld ist, was am meisten einbringt. Dazu kommen dann noch die Transfererlöse.
Ich habe hier Mal den Auszug gepostet, den ich am spannendsten finde.
Für meine Begriffe muss man genau hinschauen. Das Problem sind die Stadionkosten - das heißt Pacht von 2,4 Mio. EURO PLUS Unterhalt und Instandsetzung des Stadions. Das können schnell 3 und mehr Millionen EURO sein. Man darf nicht vergessen, wir haben auch da in den letzten Jahren von Substanz gelebt und der Betze braucht Millionen um wieder akzeptabel zu sein.
Darüber hinaus haben wir das Transferminus. Das zu stemmen wird auch aus den guten Zuschauerzahlen allein nicht möglich gewesen sein. Man wird also auf Gelder der Investoren die aus den Anteilsverkäufen da waren oder weitere Kapitaleinschüsse zurückgegriffen haben, um das ziemlich hohe Transferminus abzufedern.
Stadionpacht + Stadionunterhalt + Investitionsstau + zusätzliche Personalkosten + Transferminus werden vermutlich insgesamt mit 5-6 Millionen EURO das Budget belastet haben. Einen solchen Überschuss kannst du in Liga 2 mit den TV-Geldern, Eintrittskarten und dem Sponsoring/Merch halt nicht erzielen.
Auf Dauer müssen daher entweder Tranfererlöse oder ein Aufstieg her, wenn man vorankommen will. Aber die gute Nachricht ist, dass es ein ODER ist. Wir können auch in Liga 2 überleben, wir sind nicht zum Aufstieg verdammt, wie das früher war.
Wir gehen natürlich ins Risiko, wenn wir die dürftigen Rücklagen, die wir aus dem Einstieg der Investoren erhalten haben in den Kader stecken. Aber das Risiko war nötig, wie man sieht. Man denke ich einfach Mal Ache weg - und überlege wo wir dann stünden.
Aber heißt" Richtig Geld verdienen, können wir nur in der Bundesliga.." nicht doch,das wir aufsteigen müssen,wenn vielleicht auch nicht demnächst?! Nicht böse gemeint,nur nachgefragt.
Nicht unbedingt. Auch wenn das Stadion 3-4 Millionen pro Jahr kostet, unsere Kaderkosten waren letztes und dieses Jahr nicht derart hoch, dass man durch die TV-Gelder und Ticketverkäufe nicht den Betrag ausgleichen könnte. Was aber nicht geht, ist dass wir ohne externe Hilfe zum Aufstiegskandidaten werden, meiner Meinung nach wird das Fanpotential auch bei gut ausgelastetem Stadion durch die hohem Kreditkosten so reduziert, dass wir dauerhaft auf dem Niveau vom KSC, Rostock oder Fürth im Mittelfeld von Liga 2 konkurrenzfähig sind bzw. je nach Sichtweise feststecken. Die sonstigen Kreditkosten sind wir durch die Insolvenz losgeworden, wenn jetzt nicht wieder neue Schulden aufgebaut werden, müsste es klappen.
Bei einem Ticketpreis von sagen wir mal durchschnittlich 20 € hätten wir bei 40.000 anstatt 30.000 Zuschauern im Schnitt pro Spiel (die "billige" Westkurve war ja durch die Dauerkarten schon ausgebucht, die anderen Tribünen sind teurer):
20 € x 10.000 x 17 = 3.400.000 € mehr.
Selbst bei einem Ticketpreis von 10 € pro Karte im Schnitt hätte man also bei 40.000 Zuschauern im Schnitt:
10 € x 40.000 x 17 = 7.800.000 €
Ticketpreis 20 € im Schnitt ergäbe das mal 2 = 15.600.000 € !!
Selbst bei "nur" 30.000 Zuschauern im Schnitt blieben noch: 10 € x 30.000 x 17 =5.100.000 €
Dazu kommen dann noch die TV-Gelder (ich schätze mal in Liga 2 mindestens 10 Millionen pro Saison?), ggf. Pokal und die Merch- und Transfer-Einnahmen.
Da sind 5 Mio Miete und Instandhaltungskosten gerade so noch drin. Vorausgesetzt man hat nicht noch andere diverse Altlasten mitzuschleppen.
Vor diesem Hintergrund erscheinen unsere Transferausgaben in dieser Saison auch erklärbar. Wir haben vermutlich mit einem Zuschauerschnitt wie vor dem Abstieg kalkuliert und dann waren die 2 Millionen für 3 junge talentierte aber bereits relativ erfahrene Zweitligaspieler noch drin.
Allerdings wird es so auch schwer den Kredit auf einmal zurückzuzahlen. Falls möglich muss man also alles dafür tun um nach der Mindestlaufzeit des Beck'schen Meisterstücks eine Umschuldung mit Tilgung anzustreben. Aus juristischer Sicht muss es (soweit nicht durch windige Vertragsgestaltung ausgeschlossen) auch einen Anspruch seitens des FCK gegen die Stadiongesellschaft geben, derartige vorteilhafte Handlungen - gerade wenn sie selbst davon auch profitiert - vorzunehmen und nicht nur den Status Quo auf Kosten des FCK zu verwalten. Ich bin mir ziemlich sicher, beim FCK wurde sich bereits Rechtsrat eingeholt und es ist diese Möglichkeit auch bekannt.
Apropos, die Inflation hilft uns auch ein gutes Stück, jedes Jahr werden unsere Schulden im gleichen Maße wie unser Eigenkapital weniger wert, solange wir solchen Kreditschulden und -Raten zu begleichen haben, wird das jedes Jahr Inflation immer einfacher. Gleichzeitig steigen die Fernsehgelder perspektivisch wohl inflationsbedingt an, und die Ticketpreise werden wohl auch erhöht werden können. Ein nicht zu unterschätzender Punkt.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von deadflower am 13.09.2023 um 20:29 Uhr bearbeitet
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