1. FC Kaiserslautern 1. FC Kaiserslautern
deadline-day banner

Finanzen

02.12.2019 - 16:18 Uhr
Finanzen |#1551
06.06.2020 - 09:38 Uhr
Zitat von FckTribun
Zitat von Newtrial

Zitat von Coolwetter

Quelle: m.bild.de
Insolvenz-Experte übernimmt FCK-Führung

Am 24. Januar sagte Kaiserslauterns Beirats-Sprecher Markus Merk (58) zu BILD: „Insolvenz ist für uns ein Fremdwort!“

Seit dieser Woche stimmt das nicht mehr! Lauterns Bosse sind im Finanz-Chaos offensichtlich am Ende. Denn ein Insolvenz-Experte hat beim 1. FCK das Kommando übernommen.

Dirk Eichelbaum, Fachanwalt für Insolvenzrecht, ist vom FCK mit einer Generalvollmacht ausgestattet und beauftragt die Finanzen zu sichten. Entsprechend stellte sich Eichelbaum auch als Generalbevollmächtigter bereits bei etlichen Gläubigern des mit rund 20 Millionen Euro verschuldeten Drittligisten vor.
... Gestern fragte BILD Markus Merk: Warum hat der Insolvenz-Experte Eichelbaum vom FCK eine Generalvollmacht in Bezug auf die Gläubiger erhalten?

Merks Antwort: „Er kümmert sich um Sanierungsfragen in Bezug der KGaA.“

Lauterns Bosse erklären also die ausgegliederte Profi-Gesellschaft zum Sanierungsfall und übergeben Eichelbaum die Abwicklung.

Die von der Merk-Gruppe vollmundig angesprochenen Gespräche mit Investoren weltweit waren offenbar reine Luftnummern. Eichelbaum soll jetzt mit den Gläubigern einen Schuldenschnitt durchführen.

Hmm, ehrlich gesagt, finde ich das jetzt schon ziemlich besorgniserregend. Wir haben ja einen sachkompetenten AR und sicher kein Geld für weitere teure Berater - und "Vollmacht" klingt ja echt schon fast nach Insolvenzverwaltung. So sehr ich der BILD misstraue, aber da kann ich ihre Schlussfolgerung nachvollziehen. Das klingt nach Abwicklung, nicht nach Sanierung mit Perspektive.


Eine andere Interpretationsmöglichkeit könnte aber auch sein, dass Wilhelm geraten hat, einen externen Fachmann zu installieren.
"Generalvollmacht" klingt für mich nicht bloß nach Berater, sondern explizit nach jemandem, der im Namen der KGaA aktiv werden soll.

Ich weiß nicht, inwieweit ein Beiratsmitglied dazu rechtlich überhaupt befugt ist. Vielleicht hat es einfach des externen Anwalts bedurft.
Nur weil wir mit Wilhelm die nötige Expertise in den AR gewählt haben, heißt das nicht, dass dieser auch selbst alle Aufgaben erfüllen kann.
Er kann sozusagen den Weg weisen, ihn beschreiten müssen andere.

Und dass wir nur eine Perspektive haben, wenn wir uns mit unseren Gläubigern einigen, sei es in Form eines Sanierungs- oder alternativ eines Planinsolvenzszenarios, das ist ja schon länger klar.
Außerdem würde es für mich gar keinen Sinn ergeben, diese Woche anzufangen, Geld von den Fans zu nehmen, wenn die Liquidierung kurz bevor stünde.


Dürfte analog zum Fauser bei Sechzig laufen. Da tritt ein bestellter Sanierer an, um im Rahmen einer Planinsolvenz-Betrachtung mit Gläubigern neue Fakten zu schaffen, damit eine sogenannte "positive Fortführungsprognose" erfolgt, die in Folgejahren zu bestätigen ist.
Ohne diesen Schritt bekommt der FCK nicht die gewünschten Investoren, bzw. blutet trotz Einlagen zeitversetzt immer weiter aus.

Solange es am Ende darauf hinausläuft, Schulden zu mindern und vor allem den Stadionvertrag zu kündigen und komplett neu zu verhandeln, sollte das alles zielführend sein.
Dieser Vertrag muss neu ausgerichtet werden, nicht nur mit Blick auf die Miete, sondern auch bzgl. Instandhaltungskosten. Der Finanzierungsvertrag des Stadions ist tilgungsfrei, ergo endlos, und mit zu hohen Zinsen bzw. Jahreskosten versehen. Zugleich hat sich da ein Überschuss aufgebaut, der nicht für Sondertilgungen verwendet wird, um Einfluss auf eine Neu-Berechnung der Miethöhe zu nehmen.
Wenn der FCK diesen Vertrag nicht bedienen kann, wird die Stadt genötigt die Finanzierung komplett neu zu sortieren. Entsprechende Modelle, wie das ligenabhängig mit Koppelung an den Cashflow durch TV Erlöse sinnvoller gestaltet werden kann, gibt es bundesweit genug.

P.S.:
Dachte Becca hätte nur eine Bürgschaft. Bei einer Bürgschaft hat man nur Pflichten und keine Ansprüche.
Finanzen |#1552
06.06.2020 - 10:00 Uhr
Zitat von Landauer

Dürfte analog zum Fauser bei Sechzig laufen. Da tritt ein bestellter Sanierer an, um im Rahmen einer Planinsolvenz-Betrachtung mit Gläubigern neue Fakten zu schaffen, damit eine sogenannte "positive Fortführungsprognose" erfolgt, die in Folgejahren zu bestätigen ist.
Ohne diesen Schritt bekommt der FCK nicht die gewünschten Investoren, bzw. blutet trotz Einlagen zeitversetzt immer weiter aus.



Nein. Eine positive Fortführungsprognose gibt es ohne Investor nicht. Voraussetzung für diese wäre, dass der Kapitalbedarf bis zu einem Aufstieg in die 2. Liga durch extern gedeckt ist.

Zitat von Landauer

Solange es am Ende darauf hinausläuft, Schulden zu mindern und vor allem den Stadionvertrag zu kündigen und komplett neu zu verhandeln, sollte das alles zielführend sein.
Dieser Vertrag muss neu ausgerichtet werden, nicht nur mit Blick auf die Miete, sondern auch bzgl. Instandhaltungskosten.

Wie soll das denn funktionieren? Die Stadt soll die Instandhaltungskosten tragen? Selbst wenn man den Kreditvertrag irgendwie angepasst bekommt und die Miete senken könnte (!) - Wie soll die Stadt die Instandhaltungskosten noch zusätzlich finanzieren? Herr Weichel wird sicherlich begeistert sein, dem FCK noch Geld nachzuschießen, in der Hoffnung, dass 'irgendwann' der sportliche Erfolg mal wieder eintritt. Könnte höchstens über die Rücklagen der SG kurzfristig funktionieren. Dann hat sich aber das Thema 'Änderung Kreditvertrag' erledigt.
Zitat von Landauer

P.S.:
Dachte Becca hätte nur eine Bürgschaft. Bei einer Bürgschaft hat man nur Pflichten und keine Ansprüche.


Die Bürgschaft wurde bereits gezogen und somit ist Becca Gläubiger.
Finanzen |#1553
06.06.2020 - 10:52 Uhr
Previal

Du verstehst immer noch nicht, dass das Stadion der Kernpunkt der Sanierung ist. Was interessieren denn
den FCK die Instandhaltungskosten des Stadions ?

Das ist doch eine logische Antwort des FCK auf Herrn Weichels " Mietanpassungsgedanke " im Sanierungs-
fall ( Insolvenz ). Der FCK hat jetzt den nächsten Schritt getan, spätestens jetzt weiß Herr Weichel was passieren wird, wenn er so weitermacht.

Zeitlich ist das Vorgehen des FCK gut gewählt, es ist eventuell die einzige Möglichkeit den Verein ab 1.7.20
noch halbwegs steuern zu können, indem man versucht Personen der eigenen Wahl zu positionieren.

Es muss keine Planinsolvenz geben, es muss auch keine Regelinsolvenz geben, aber es muss einen
Schuldenschnitt und eine gesicherte Fünfjahresplanung geben. Das ist doch schon lange klar, oder ?
Finanzen |#1554
06.06.2020 - 11:23 Uhr
Zitat von Previal
Zitat von Landauer

Dürfte analog zum Fauser bei Sechzig laufen. Da tritt ein bestellter Sanierer an, um im Rahmen einer Planinsolvenz-Betrachtung mit Gläubigern neue Fakten zu schaffen, damit eine sogenannte "positive Fortführungsprognose" erfolgt, die in Folgejahren zu bestätigen ist.
Ohne diesen Schritt bekommt der FCK nicht die gewünschten Investoren, bzw. blutet trotz Einlagen zeitversetzt immer weiter aus.

Nein. Eine positive Fortführungsprognose gibt es ohne Investor nicht. Voraussetzung für diese wäre, dass der Kapitalbedarf bis zu einem Aufstieg in die 2. Liga durch extern gedeckt ist.

Alles wird als Gesamtlösung zusammen behandelt, weil es ohne Schuldenschnitt keine Investoren geben kann. Ergo ist der Schuldenschnitt die Vorbedingung, bzw. ohne Schuldenschnitt keine Investoren und folglich die Insolvenz. Das ist analog zu Sechzig damalsd. Die hatten hohe Verluste, hohe lfd. Kosten aus den AA-Verträgen und zugleich hohe Darlehen vom Investor, bzw. kein EK. Nach Sanierung waren die AA-Verträge aufgelöst, Darlehen des Investors gestundet und eine Amortisation der Verluste per Geschäftsplan durchgerechnet.

Zitat von Previal
Zitat von Landauer

Solange es am Ende darauf hinausläuft, Schulden zu mindern und vor allem den Stadionvertrag zu kündigen und komplett neu zu verhandeln, sollte das alles zielführend sein.
Dieser Vertrag muss neu ausgerichtet werden, nicht nur mit Blick auf die Miete, sondern auch bzgl. Instandhaltungskosten.

Wie soll das denn funktionieren? Die Stadt soll die Instandhaltungskosten tragen? Selbst wenn man den Kreditvertrag irgendwie angepasst bekommt und die Miete senken könnte (!) - Wie soll die Stadt die Instandhaltungskosten noch zusätzlich finanzieren? Herr Weichel wird sicherlich begeistert sein, dem FCK noch Geld nachzuschießen, in der Hoffnung, dass 'irgendwann' der sportliche Erfolg mal wieder eintritt. Könnte höchstens über die Rücklagen der SG kurzfristig funktionieren. Dann hat sich aber das Thema 'Änderung Kreditvertrag' erledigt.


Wie soll denn ein Drittligist eine Finanzierung schultern, die zur Prämisse hat, sowohl hohe Miete wie auch hohe Instandhaltung zu zahlen? Dass das nicht geht, belegt doch das bestehende Finanzproblem. Du wechselst hier zwischen zwei Parteien, die das beide nicht leisten können. Ergo muss eine komplett neue Finanzierung her, um die nötigen Spielräume zu aktivieren. Die bestehenden Verträge sind unmöglich zu bedienen.

Und wenn man sich vom bestehenden Finanzierungskonstrukt löst, welches gänzlich suboptimal veranlagt wurde, dann müssen Laufzeit, Tilgung, und Miethöhen nach Ligazugehörigkeit gestaffelt komplett neu sortiert werden. Den Querverweis zur Relevanz von TV Geldern in höheren Ligen hatte ich dazu bereits gesetzt.
Bekommt man das hin, indem man bspw. die bestehenden Rücklagen zur teilweisen vorfälligen Tilgung verwendet, statt diese sinnlos zu bunkern, dann resultiert ein neuer Finanzierungsbetrag, und damit bzgl. Zinslast beim heutigen Zins neue Spielräume. Und das bedingt wiederum neue Möglichkeiten zur Veranlagung der Instandhaltungskosten. Man muss die Prämissenlage der Finanzierung so oder so komplett neu aufstellen, damit hier keine Insolvenz alternativlos wird. Das sinnlose Festhalten am bestehenden Finanzierungsvertrag ruiniert nur beide Parteien.

Zitat von Previal
Zitat von Landauer

P.S.: Dachte Becca hätte nur eine Bürgschaft. Bei einer Bürgschaft hat man nur Pflichten und keine Ansprüche.

Die Bürgschaft wurde bereits gezogen und somit ist Becca Gläubiger.

Ein Bürge ist per Definition kein Gläubiger. Ein Bürge hat eine Sicherheit zu liefern ohne daraus Ansprüche zu haben.
Woher kommt also die Annahme, seine aktivierte Bürgschaft würde ihm zugleich den Status eines Gläubigers und entsprechende Forderungsrechte einräumen?
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Landauer am 06.06.2020 um 11:24 Uhr bearbeitet
Finanzen |#1555
06.06.2020 - 11:30 Uhr
@Previal @Landauer

Da das hier jetzt gerade Thema wird:

Es wurde zwar nie gesagt, welche Hauptverbindlichkeit Becca verbürgt hat. Aber in dem Augenblick, in dem vom Gläubiger in Anspruch genommen wurde, ist dessen Forderung doch kraft Gesetzes auf Becca übergegangen.
Das ergibt sich doch eindeutig aus 774 BGB, daher kann ich diese Diskussion gerade nicht nachvollziehen.

Kann mich jemand aufklären?
Finanzen |#1556
06.06.2020 - 11:47 Uhr
So wie ich die Geschichte mit einem Generalbevollmächtigten immer verstanden habe, so übernimmt der nicht den ganzen Laden, wie etwa ein Insolvenzverwalter, sondern er übernimmt bestimmte Aufgaben, die von Geschäftsführung und/oder Vorstand delegiert wurden. In dem Fall, so sagt es ja Merk, ist die Aufgabe die Kommunikation mit den Gläubigern zu führen mit dem Ziel die Sanierung des FCK weiter voranzutreiben, sprich Schuldenminderung zu betreiben. Was Schauberger macht ist, wie üblich, mehr als tendenziös und in der Sache auch falsch. Weder Merk noch Voigt haben ihre Kompetenzen an den Generalbevollmächtigten abgetreten. Es gehört zum eingeschlagenen Weg dazu. Ein Drittligist mit 20 Mio Schulden und unserer Kostenstruktur kann ohne einen vernünftigen Schuldenschnitt nicht saniert werden.
Finanzen |#1557
06.06.2020 - 11:51 Uhr
Zitat von Landauer
Zitat von Previal

Zitat von Landauer

Dürfte analog zum Fauser bei Sechzig laufen. Da tritt ein bestellter Sanierer an, um im Rahmen einer Planinsolvenz-Betrachtung mit Gläubigern neue Fakten zu schaffen, damit eine sogenannte "positive Fortführungsprognose" erfolgt, die in Folgejahren zu bestätigen ist.
Ohne diesen Schritt bekommt der FCK nicht die gewünschten Investoren, bzw. blutet trotz Einlagen zeitversetzt immer weiter aus.

Nein. Eine positive Fortführungsprognose gibt es ohne Investor nicht. Voraussetzung für diese wäre, dass der Kapitalbedarf bis zu einem Aufstieg in die 2. Liga durch extern gedeckt ist.

Alles wird als Gesamtlösung zusammen behandelt, weil es ohne Schuldenschnitt keine Investoren geben kann. Ergo ist der Schuldenschnitt die Vorbedingung, bzw. ohne Schuldenschnitt keine Investoren und folglich die Insolvenz. Das ist analog zu Sechzig damalsd. Die hatten hohe Verluste, hohe lfd. Kosten aus den AA-Verträgen und zugleich hohe Darlehen vom Investor, bzw. kein EK. Nach Sanierung waren die AA-Verträge aufgelöst, Darlehen des Investors gestundet und eine Amortisation der Verluste per Geschäftsplan durchgerechnet.

Zitat von Previal

Zitat von Landauer

Solange es am Ende darauf hinausläuft, Schulden zu mindern und vor allem den Stadionvertrag zu kündigen und komplett neu zu verhandeln, sollte das alles zielführend sein.
Dieser Vertrag muss neu ausgerichtet werden, nicht nur mit Blick auf die Miete, sondern auch bzgl. Instandhaltungskosten.

Wie soll das denn funktionieren? Die Stadt soll die Instandhaltungskosten tragen? Selbst wenn man den Kreditvertrag irgendwie angepasst bekommt und die Miete senken könnte (!) - Wie soll die Stadt die Instandhaltungskosten noch zusätzlich finanzieren? Herr Weichel wird sicherlich begeistert sein, dem FCK noch Geld nachzuschießen, in der Hoffnung, dass 'irgendwann' der sportliche Erfolg mal wieder eintritt. Könnte höchstens über die Rücklagen der SG kurzfristig funktionieren. Dann hat sich aber das Thema 'Änderung Kreditvertrag' erledigt.


Wie soll denn ein Drittligist eine Finanzierung schultern, die zur Prämisse hat, sowohl hohe Miete wie auch hohe Instandhaltung zu zahlen? Dass das nicht geht, belegt doch das bestehende Finanzproblem. Du wechselst hier zwischen zwei Parteien, die das beide nicht leisten können. Ergo muss eine komplett neue Finanzierung her, um die nötigen Spielräume zu aktivieren. Die bestehenden Verträge sind unmöglich zu bedienen.

Und wenn man sich vom bestehenden Finanzierungskonstrukt löst, welches gänzlich suboptimal veranlagt wurde, dann müssen Laufzeit, Tilgung, und Miethöhen nach Ligazugehörigkeit gestaffelt komplett neu sortiert werden. Den Querverweis zur Relevanz von TV Geldern in höheren Ligen hatte ich dazu bereits gesetzt.
Bekommt man das hin, indem man bspw. die bestehenden Rücklagen zur teilweisen vorfälligen Tilgung verwendet, statt diese sinnlos zu bunkern, dann resultiert ein neuer Finanzierungsbetrag, und damit bzgl. Zinslast beim heutigen Zins neue Spielräume. Und das bedingt wiederum neue Möglichkeiten zur Veranlagung der Instandhaltungskosten. Man muss die Prämissenlage der Finanzierung so oder so komplett neu aufstellen, damit hier keine Insolvenz alternativlos wird. Das sinnlose Festhalten am bestehenden Finanzierungsvertrag ruiniert nur beide Parteien.

Zitat von Previal

Zitat von Landauer

P.S.: Dachte Becca hätte nur eine Bürgschaft. Bei einer Bürgschaft hat man nur Pflichten und keine Ansprüche.

Die Bürgschaft wurde bereits gezogen und somit ist Becca Gläubiger.

Ein Bürge ist per Definition kein Gläubiger. Ein Bürge hat eine Sicherheit zu liefern ohne daraus Ansprüche zu haben.
Woher kommt also die Annahme, seine aktivierte Bürgschaft würde ihm zugleich den Status eines Gläubigers und entsprechende Forderungsrechte einräumen?


Alles richtig Landauer.

Der Knackpunkt ist eben, dass Weichel nicht bereit ist die Rücklagen mit in die Problemlösung einzu-
bringen, zudem die Rücklagen ja vom einzigen Mieter, also dem FCK, eingebracht und damit erbracht
wurden. Zudem auch noch die Instandhaltungskosten, eigentlich Aufgabe des Vermieters das Stadion
instandzuhalten.

Trotzdem hat Weichel die Verfügungsgewalt über die Rücklagen und sieht damit in der aktuellen Situation
vermeintlich eine komfortable Stellung. Am 1. Juli könnte diese Situation aber schon anders aussehen.
Problem, damit würde sich auch die Position des FCK verschlechtern und weniger steuerbar sein.

Was ganz anderes, was aber Einfluss auf die Politik des OB`s haben könnte. In der Sendung von Ilgner
am Donnerstag wurde, ich glaube sogar von Altmeyer, gesagt, dass in Kaiserslautern eine Fabrik zur
Fertigung von Batterien angesiedelt werden würde mit einem Investitionsvolumen von 2,5 Milliarden.
Da bekäme doch Weichel das Geld, um die Ruine Betzenberg instandzuhalten.
Finanzen |#1558
06.06.2020 - 12:10 Uhr
Zitat von Marbod
So wie ich die Geschichte mit einem Generalbevollmächtigten immer verstanden habe, so übernimmt der nicht den ganzen Laden, wie etwa ein Insolvenzverwalter, sondern er übernimmt bestimmte Aufgaben, die von Geschäftsführung und/oder Vorstand delegiert wurden. In dem Fall, so sagt es ja Merk, ist die Aufgabe die Kommunikation mit den Gläubigern zu führen mit dem Ziel die Sanierung des FCK weiter voranzutreiben, sprich Schuldenminderung zu betreiben. Was Schauberger macht ist, wie üblich, mehr als tendenziös und in der Sache auch falsch. Weder Merk noch Voigt haben ihre Kompetenzen an den Generalbevollmächtigten abgetreten. Es gehört zum eingeschlagenen Weg dazu. Ein Drittligist mit 20 Mio Schulden und unserer Kostenstruktur kann ohne einen vernünftigen Schuldenschnitt nicht saniert werden.


So sehe ich die Aufgaben des Generalbevollmächtigten auch. Für mich eine Möglichkeit der Zeitüber-
brückung bis zum 30.6.20 und eine Möglichkeit sich auf eventuelle Haftungsangelegenheiten vorzu-
bereiten ( Stichwort Becca ).

Der Kommunikationsweg über die Bild sehe ich noch nicht einmal so schlecht. Der FCK steht unter
Entscheidungsdruck ( 30.6.20 ) und will Entscheidungsdruck auf die Stadt aufbauen ( Sommerpause ).
Die Bild erreicht viele Fans, die sich nicht so gründlich informieren lassen und informieren wie wir im
Forum und der FCK will ja nur eine einfache message senden und schnell einen Schuldigen in der
Coronakrise präsentieren. Da kann auch die Bild das Medium der Wahl sein.
Finanzen |#1559
06.06.2020 - 12:11 Uhr
Mich interessieren in Zusammenhang mit der ganzen Geschichte zwei Dinge.

1. Brauchen wir für das Vorgehen gerade nicht eigentlich Eigenkapital? Ich hab Schuldenschnitt so verstanden. Sanierungsbeauftragter trifft sich mit Quattrex bietet denen 4 Millionen Euro an und im Gegenzug verzichten die auf die restlichen 5 Millionen, weil sie sonst komplett ohne Kohle darstehen.

2. Das was gerade passiert ist doch eigentlich eine Art vor Insolvenz oder? Man macht ja eigentlich nichts anderes als bei einer eigentlichen Insolvenz. Es wird mit Gläubigern und Investoren verhandelt. Nur ist hier der Zeitdruck noch nicht da.

Bei Rot Weiss Erfurt hat der Insolvenzverwalter verhandelt und es gab keine Einigung. Daraufhin hat man den Stecker gezogen. Also ist dieser Sanierungsbeauftragte quasi unser Vor-Insolvenzverwalter?
Finanzen |#1560
06.06.2020 - 12:11 Uhr
Schon schade, dass sich Merk & Co. als die nächsten Blender herausstellen die mit soviel Hoffnung von den Fans gewählt wurden. Aber für mich ist es der langersehnte Schritt, der gegangen werden muss, sollte dieser Verein jemals wieder auf die Beine kommen. Ich hoffe das geht jetzt alles schnell von statten, damit man für die rechtzeitig alle Planungen umsetzen kann. Meine Hoffnung bleibt dass endlich dieser Schuldenberg in seinem Wachstum gestoppt und geschrumpft wird und vor allem das Partner gefunden werden, die dem FCK unter die Arme greifen. Es muss doch möglich sein, wenn ein Windhorst mehrere hunderte von Millionen in eine unattraktive Hertha steckt, dass bei uns jemand einsteigt der aus seinem Investment hohe Rendite absahnen kann, wenn er den Verein wieder nach oben führt und seine Anteile anschließend gewinnbringend verkauft.
  Post-Optionen
Den kompletten Thread wirklich löschen?

  Paten-Optionen
Möchtest Du den Beitrag wirklich löschen?
  Diesen Beitrag alarmieren
  Diesen Beitrag alarmieren
  Diesen Beitrag alarmieren
  Lesezeichen
  Abonnierte Threads
  Guter Beitrag
  Guter Beitrag
  Guter Beitrag
  Post-Optionen
Nutze die Thread-Suche, wenn Du diesen Post in einen anderen Thread verschieben möchtest. Drücke Thread erstellen, wenn aus diesem Post ein eigenständiger Thread werden soll.
Widerruf Tracking & Cookies

Du hast erfolgreich deine Einwilligung in die Nutzung unseres Angebots mit Tracking und Cookies widerrufen. Damit entfallen alle Einwilligungen, die du zuvor über den (Cookie-) Einwilligungsbanner bzw. über den Privacy-Manager erteilt hast. Du kannst dich jetzt erneut zwischen dem Pur-Abo und der Nutzung mit Tracking und Cookies entscheiden. Bitte beachte, dass dieser Widerruf aus technischen Gründen keine Wirksamkeit für sonstige Einwilligungen (z.B. in den Empfang von Newslettern) entfalten kann. Bitte wende dich diesbezüglich an datenschutz@transfermarkt.de.