Finanzen
02.12.2019 - 16:18 Uhr
https://m.bild.de/sport/fussball/fussball/lautern-im-finanz-chaos-2-1-gegen-jena-heute-insolvenz-finale-71125656.bildMobile.html
Laut Bild soll es heute eine AR-Sitzung zum Thema Insolvenz geben.
Laut Bild soll es heute eine AR-Sitzung zum Thema Insolvenz geben.
https://www.google.com/amp/s/m.bild.de/sport/fussball/fussball/lautern-im-finanz-chaos-2-1-gegen-jena-heute-insolvenz-finale-71125656,view=amp.bildMobile.html
Laut dem Hetzblatt mit den vier Buchstaben gibt es im Aufsichtsrat heute eine Abstand über eine Insolvenz.
Wenn dem nicht so ist erwarte ich das der Verein endlich mal gegen dieses Schlundblatt vorgeht. Das Maß an Lügen ist voll.
Laut dem Hetzblatt mit den vier Buchstaben gibt es im Aufsichtsrat heute eine Abstand über eine Insolvenz.
Wenn dem nicht so ist erwarte ich das der Verein endlich mal gegen dieses Schlundblatt vorgeht. Das Maß an Lügen ist voll.
Diese Sitzung dürfte aber erst morgen, also Mo. sein, da in dem Spielbericht von gestern gesprochen wurde. Sitzung kann ja sowieso sein und irgendwann muss ja jetzt auch mal aufgezeigt werden, wie und ob es weitergehen kann!
Wie diese ominösen 8,7 Mio € von Fananleihen zustande kommen sollen ist mir sehr schleierhaft. Da reimt sich der Schlauberger aber ganz schön viel Unsinn zusammen. Zumal er noch schreibt, dass 700k von einem "Großinvestor" kommen und die restlichen 8 Mio von vielen Kleinanlegern. Das Volumen von Fananleihe 2 und Kapilendo war deutlich kleiner. Die 700k des Großinvestors entsprechen recht offensichtlich der Bexbachtruppe und sind Eigenkapital des Vereins und kein Fremdkapital. Der Mann hat unfassbar wenig Ahnung von dem was er da schreibt.
Zitat von running-man
1. Vom Grundsatz her braucht man für einen Schuldenschnitt KEIN Eigenkapital.
Schuldenschnitt bedeutet, dass der/die Gläubiger die oder einen Teil der Schulden erlassen, um dem Schuldner das Weiterleben zu ermöglichen. Die Motive für einen derartigen Erlass können vielfältig sein, im Zweifel erhofft/erhoffen sich der/die Gläubiger, durch den Schuldenschnitt letztlich selbst besser zu fahren, d.h. zumindest noch einen Teil ihrer Forderungen realisieren zu können, die ansonsten (mehr oder weniger sicher) verloren wären.
Eigenkapital ist da nicht unbedingt erforderlich.
2. Selbstverständlich ist Kapital da aber sehr hilfreich, um den/die Gläubiger zu überzeugen, wobei es sich nicht zwingend um Eigenkapital handeln muss. Denn auf das Eigenkapital des Schuldners kann/können der/die Gläubiger im Zweifel irgendwann, irgendwie ohnehin Zugriff nehmen (spätestens im Rahmen der Zwangsvollstreckung - ggf. überlagert durch eine Insolvenz).
Fremdkapital kann da ggf. hilfreicher als Eigenkapital sein, denn darauf kann/können der/die Gläubiger eben nicht zugreifen. Daher kann ein Fremdkapitalgeber sein Invest von Bedingungen abhängig machen, die von dem/den Gläugiger(n) erfüllt werden müssen.
3. In diese Richtung dürfte das Ganze aktuell laufen.
Es sind (hoffentlich) Geldgeber vorhanden, die aber nicht bereit sind, einfach Geld dafür einzusetzen, dass Quadrex/Lagarde/Becca ihr Geld bekommen und der FCK danach mit nach wie vor überhöhten laufenden Kosten genauso handlungsunfähig wie zuvor in der dritten Liga der erneuten Überschuldung entgegentaumelt.
Der Plan kann nur dahin gehen, mit Hilfe von Investorengeld
- die Altschulden via Schuldenschnitt abzulösen oder ausreichend zu reduzieren
- die laufenden Kosten, d.h. insbes. die Stadionskosten dauerhaft zu reduzieren
- und genügend Geld für eine aufstiegsfähigen Kader zur Verfügung zu haben.
Das müssen sämtliche Beteiligte von Quadrex über Becca bis Weichel einsehen, sonst geht es insgesamt den Bach runter mit (nahezu) Totalverlusten für Quadrex/Lagarde/Becca und einem finaziellen und politischen Desaster für Weichel (außer er glaubt tatsächlich an sei Kaiserslautern-Karree).
Das Stadion gehört der Stadt (der städtischen Gesellschaft) und ist daher auch das Problem der Stadt. Die finanziellen Probleme sind derzeit vertraglich auf den FCK verlagert, es sind aber nach wie vor die Probleme der Stadt. Denn die Stadt ist (letzlich) Schuldnerin gegenüber den Banken und ohne FCK können die Probleme nicht mehr verlagert werden.
Deshalb müssen beide großen Problemkreise
- Verschuldung (Überschuldung ?) bei Quadrex/Lagarde/Becca
- Stadionskosten/Stadionsfinanzierung
in EINEM Zuge gelöst werden.
Das geht man jetzt offensichtlich an. Meine Hoffnung ist, dass man das dafür nötige Investorenkapital "Gewehr bei Fuß" hat, ansonsten sieht´s extrem trübe aus.
Gruß aus der Pfalz
Zitat von pulder
1. Ja, man braucht eigentlich Eigenkapital, da man ja etwas anbieten muss, um eine Quote zu
verhandeln. Es gibt aber auch andere Verhandlungsspielräume, die in der Zukunft liegen, welche
man eventuell hat. Man geht natürlich erstmal in die Verhandlung rein und sagt " ich hab nix,
du kriegst nichts ". Wenn der FCK nichts anzubieten hätte, wäre das Vorgehen eh sinnlos.
2. Das ist schon eine Art Vorinsolvenz, in der man die Auffassungen der Gläubiger abtastet. Man steckt
aber nicht, noch nicht, in einem gesetzlichen Korsett ( Insolvenzordnung usw. ) und kann noch
eingeschränkt selbst agieren. Wenn hier eine Einigung nicht möglich ist, ist sie im Verfahren i.d.R.
auch nicht mehr möglich. Zeitdruck ist jetzt schon da, bis zum 30.6.20 sind es nur noch 3 Wochen.
Es bis zum 30.9.20 rauszuzögern ( Corona ) ist, denke ich, nicht machbar.
Zitat von DanielFranklin
Mich interessieren in Zusammenhang mit der ganzen Geschichte zwei Dinge.
1. Brauchen wir für das Vorgehen gerade nicht eigentlich Eigenkapital? Ich hab Schuldenschnitt so verstanden. Sanierungsbeauftragter trifft sich mit Quattrex bietet denen 4 Millionen Euro an und im Gegenzug verzichten die auf die restlichen 5 Millionen, weil sie sonst komplett ohne Kohle darstehen.
2. Das was gerade passiert ist doch eigentlich eine Art vor Insolvenz oder? Man macht ja eigentlich nichts anderes als bei einer eigentlichen Insolvenz. Es wird mit Gläubigern und Investoren verhandelt. Nur ist hier der Zeitdruck noch nicht da.
Bei Rot Weiss Erfurt hat der Insolvenzverwalter verhandelt und es gab keine Einigung. Daraufhin hat man den Stecker gezogen. Also ist dieser Sanierungsbeauftragte quasi unser Vor-Insolvenzverwalter?
Mich interessieren in Zusammenhang mit der ganzen Geschichte zwei Dinge.
1. Brauchen wir für das Vorgehen gerade nicht eigentlich Eigenkapital? Ich hab Schuldenschnitt so verstanden. Sanierungsbeauftragter trifft sich mit Quattrex bietet denen 4 Millionen Euro an und im Gegenzug verzichten die auf die restlichen 5 Millionen, weil sie sonst komplett ohne Kohle darstehen.
2. Das was gerade passiert ist doch eigentlich eine Art vor Insolvenz oder? Man macht ja eigentlich nichts anderes als bei einer eigentlichen Insolvenz. Es wird mit Gläubigern und Investoren verhandelt. Nur ist hier der Zeitdruck noch nicht da.
Bei Rot Weiss Erfurt hat der Insolvenzverwalter verhandelt und es gab keine Einigung. Daraufhin hat man den Stecker gezogen. Also ist dieser Sanierungsbeauftragte quasi unser Vor-Insolvenzverwalter?
1. Ja, man braucht eigentlich Eigenkapital, da man ja etwas anbieten muss, um eine Quote zu
verhandeln. Es gibt aber auch andere Verhandlungsspielräume, die in der Zukunft liegen, welche
man eventuell hat. Man geht natürlich erstmal in die Verhandlung rein und sagt " ich hab nix,
du kriegst nichts ". Wenn der FCK nichts anzubieten hätte, wäre das Vorgehen eh sinnlos.
2. Das ist schon eine Art Vorinsolvenz, in der man die Auffassungen der Gläubiger abtastet. Man steckt
aber nicht, noch nicht, in einem gesetzlichen Korsett ( Insolvenzordnung usw. ) und kann noch
eingeschränkt selbst agieren. Wenn hier eine Einigung nicht möglich ist, ist sie im Verfahren i.d.R.
auch nicht mehr möglich. Zeitdruck ist jetzt schon da, bis zum 30.6.20 sind es nur noch 3 Wochen.
Es bis zum 30.9.20 rauszuzögern ( Corona ) ist, denke ich, nicht machbar.
1. Vom Grundsatz her braucht man für einen Schuldenschnitt KEIN Eigenkapital.
Schuldenschnitt bedeutet, dass der/die Gläubiger die oder einen Teil der Schulden erlassen, um dem Schuldner das Weiterleben zu ermöglichen. Die Motive für einen derartigen Erlass können vielfältig sein, im Zweifel erhofft/erhoffen sich der/die Gläubiger, durch den Schuldenschnitt letztlich selbst besser zu fahren, d.h. zumindest noch einen Teil ihrer Forderungen realisieren zu können, die ansonsten (mehr oder weniger sicher) verloren wären.
Eigenkapital ist da nicht unbedingt erforderlich.
2. Selbstverständlich ist Kapital da aber sehr hilfreich, um den/die Gläubiger zu überzeugen, wobei es sich nicht zwingend um Eigenkapital handeln muss. Denn auf das Eigenkapital des Schuldners kann/können der/die Gläubiger im Zweifel irgendwann, irgendwie ohnehin Zugriff nehmen (spätestens im Rahmen der Zwangsvollstreckung - ggf. überlagert durch eine Insolvenz).
Fremdkapital kann da ggf. hilfreicher als Eigenkapital sein, denn darauf kann/können der/die Gläubiger eben nicht zugreifen. Daher kann ein Fremdkapitalgeber sein Invest von Bedingungen abhängig machen, die von dem/den Gläugiger(n) erfüllt werden müssen.
3. In diese Richtung dürfte das Ganze aktuell laufen.
Es sind (hoffentlich) Geldgeber vorhanden, die aber nicht bereit sind, einfach Geld dafür einzusetzen, dass Quadrex/Lagarde/Becca ihr Geld bekommen und der FCK danach mit nach wie vor überhöhten laufenden Kosten genauso handlungsunfähig wie zuvor in der dritten Liga der erneuten Überschuldung entgegentaumelt.
Der Plan kann nur dahin gehen, mit Hilfe von Investorengeld
- die Altschulden via Schuldenschnitt abzulösen oder ausreichend zu reduzieren
- die laufenden Kosten, d.h. insbes. die Stadionskosten dauerhaft zu reduzieren
- und genügend Geld für eine aufstiegsfähigen Kader zur Verfügung zu haben.
Das müssen sämtliche Beteiligte von Quadrex über Becca bis Weichel einsehen, sonst geht es insgesamt den Bach runter mit (nahezu) Totalverlusten für Quadrex/Lagarde/Becca und einem finaziellen und politischen Desaster für Weichel (außer er glaubt tatsächlich an sei Kaiserslautern-Karree).
Das Stadion gehört der Stadt (der städtischen Gesellschaft) und ist daher auch das Problem der Stadt. Die finanziellen Probleme sind derzeit vertraglich auf den FCK verlagert, es sind aber nach wie vor die Probleme der Stadt. Denn die Stadt ist (letzlich) Schuldnerin gegenüber den Banken und ohne FCK können die Probleme nicht mehr verlagert werden.
Deshalb müssen beide großen Problemkreise
- Verschuldung (Überschuldung ?) bei Quadrex/Lagarde/Becca
- Stadionskosten/Stadionsfinanzierung
in EINEM Zuge gelöst werden.
Das geht man jetzt offensichtlich an. Meine Hoffnung ist, dass man das dafür nötige Investorenkapital "Gewehr bei Fuß" hat, ansonsten sieht´s extrem trübe aus.
Gruß aus der Pfalz
Da sind wir einer Meinung.
Merk muss natürlich irgendwann seinen Worten Taten folgen lassen. Er sieht aber den Zeitpunkt für noch
nicht gegeben an, die letzten Gespräche mit der Stadt sind für den Verein schlecht gelaufen und deshalb
hat man einen Generalbevollmächtigten dazwischengeschaltet, um Zeit zu gewinnen und einen neuen
Vertrauensansatz zu finden.
Kapital muss in irgendwelcher Form bereitgestellt werden, um den Gläubigern die Sache schmackhaft
zu machen.
Ab jetzt ist es ein Nervenspiel zwischen FCK und Stadt, wahrscheinlich noch Becca. Am 30.6. wissen wir mehr.
Es ist wirklich kaum vorstellbar, dass Merk das Investorenkapital nicht zur Verfügung hat.
Zitat von Marbod
Wie diese ominösen 8,7 Mio € von Fananleihen zustande kommen sollen ist mir sehr schleierhaft. Da reimt sich der Schlauberger aber ganz schön viel Unsinn zusammen. Zumal er noch schreibt, dass 700k von einem "Großinvestor" kommen und die restlichen 8 Mio von vielen Kleinanlegern. Das Volumen von Fananleihe 2 und Kapilendo war deutlich kleiner. Die 700k des Großinvestors entsprechen recht offensichtlich der Bexbachtruppe und sind Eigenkapital des Vereins und kein Fremdkapital. Der Mann hat unfassbar wenig Ahnung von dem was er da schreibt.
Wie diese ominösen 8,7 Mio € von Fananleihen zustande kommen sollen ist mir sehr schleierhaft. Da reimt sich der Schlauberger aber ganz schön viel Unsinn zusammen. Zumal er noch schreibt, dass 700k von einem "Großinvestor" kommen und die restlichen 8 Mio von vielen Kleinanlegern. Das Volumen von Fananleihe 2 und Kapilendo war deutlich kleiner. Die 700k des Großinvestors entsprechen recht offensichtlich der Bexbachtruppe und sind Eigenkapital des Vereins und kein Fremdkapital. Der Mann hat unfassbar wenig Ahnung von dem was er da schreibt.
6 Mio Fananleihe 1, 1,5 Mio Kapilendo, nochmal ne halbe Million durch Fananleihe 2 extra und 700.000 "Großinvestor".
@pulder
Was soll denn von Seiten der Stadt, bzw. der Stadiongesellschaft noch großartig passieren, also zum Vorteil des FCK? Man hat doch erst vor ein paar Monaten intensiv wegen der Pacht verhandelt und alle Seiten, inklusive Land RLP haben deutlich gemacht, wo die Grenzen verlaufen. Ich kann nicht erkennen an welcher Stelle sich die Umstände in den letzten Wochen entscheidend geändert haben sollen. Die Stadt hat aufgrund von Corona auch keine besseren finanziellen Spielräume und das in Aussicht stellen einer Insolvenz hat seit Corona doch eher weniger Gewicht als vorher, schon alleine deshalb, weil aktuell keine Punkte abgezogen werden. Der FCK muss ja auch im Insolvenzfall irgendwo Fußball spielen und das einzige adäquate Stadion im weiten Umkreis ist nun mal der Betzenberg. Das weiß auch die Stadt.
Was soll denn von Seiten der Stadt, bzw. der Stadiongesellschaft noch großartig passieren, also zum Vorteil des FCK? Man hat doch erst vor ein paar Monaten intensiv wegen der Pacht verhandelt und alle Seiten, inklusive Land RLP haben deutlich gemacht, wo die Grenzen verlaufen. Ich kann nicht erkennen an welcher Stelle sich die Umstände in den letzten Wochen entscheidend geändert haben sollen. Die Stadt hat aufgrund von Corona auch keine besseren finanziellen Spielräume und das in Aussicht stellen einer Insolvenz hat seit Corona doch eher weniger Gewicht als vorher, schon alleine deshalb, weil aktuell keine Punkte abgezogen werden. Der FCK muss ja auch im Insolvenzfall irgendwo Fußball spielen und das einzige adäquate Stadion im weiten Umkreis ist nun mal der Betzenberg. Das weiß auch die Stadt.
Verbesser mich, aber die Fananleihe 1 war am 01.August 2019 zur Rückzahlung fällig. Die dürfte bilanziell erledigt sein.
Zitat von Lautern4ever
6 Mio Fananleihe 1, 1,5 Mio Kapilendo, nochmal ne halbe Million durch Fananleihe 2 extra und 700.000 "Großinvestor".
6 Mio Fananleihe 1, 1,5 Mio Kapilendo, nochmal ne halbe Million durch Fananleihe 2 extra und 700.000 "Großinvestor".
Die Anleihe I wurde ja an die Zeichner zurückgezahlt. Es wurden insgesamt rund 1 Mio. Euro in die Anleihe II umgewandelt. Zusätzlich wurden rund 800 Tsd. neu gezeichnet. Kapilendo macht noch mal rund 1 Mio. und dann noch 700 Tsd. von Buchholz, Theiss, Becker und Co.. Macht zusammen etwa 3,5 Mio..
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Miltiades am 08.06.2020 um 10:06 Uhr bearbeitet Zitat von Miltiades
@pulder
Was soll denn von Seiten der Stadt, bzw. der Stadiongesellschaft noch großartig passieren, also zum Vorteil des FCK? Man hat doch erst vor ein paar Monaten intensiv wegen der Pacht verhandelt und alle Seiten, inklusive Land RLP haben deutlich gemacht, wo die Grenzen verlaufen. Ich kann nicht erkennen an welcher Stelle sich die Umstände in den letzten Wochen entscheidend geändert haben sollen. Die Stadt hat aufgrund von Corona auch keine besseren finanziellen Spielräume und das in Aussicht stellen einer Insolvenz hat seit Corona doch eher weniger Gewicht als vorher, schon alleine deshalb, weil aktuell keine Punkte abgezogen werden. Der FCK muss ja auch im Insolvenzfall irgendwo Fußball spielen und das einzige adäquate Stadion im weiten Umkreis ist nun mal der Betzenberg. Das weiß auch die Stadt.
@pulder
Was soll denn von Seiten der Stadt, bzw. der Stadiongesellschaft noch großartig passieren, also zum Vorteil des FCK? Man hat doch erst vor ein paar Monaten intensiv wegen der Pacht verhandelt und alle Seiten, inklusive Land RLP haben deutlich gemacht, wo die Grenzen verlaufen. Ich kann nicht erkennen an welcher Stelle sich die Umstände in den letzten Wochen entscheidend geändert haben sollen. Die Stadt hat aufgrund von Corona auch keine besseren finanziellen Spielräume und das in Aussicht stellen einer Insolvenz hat seit Corona doch eher weniger Gewicht als vorher, schon alleine deshalb, weil aktuell keine Punkte abgezogen werden. Der FCK muss ja auch im Insolvenzfall irgendwo Fußball spielen und das einzige adäquate Stadion im weiten Umkreis ist nun mal der Betzenberg. Das weiß auch die Stadt.
Es gibt drei Beteiligte, die für die Finanzierung/den Unterhalt des Stadion potentiell in Betracht kommen:
1. der FCK:
In der dritten Liga kann man nicht mehrere Hunderttausend € für Pacht zuzüglich einer 7-stelligen Summe für Stadionunterhalt erwirtschaften.
Auch in der (Plan-) Insolvenz kann eine Sanierung nur bei extremer Reduzierung der Stadionkosten gelingen.
Bei einer zerschlagenden Insolvenz gilt dies für die Oberliga umso mehr.
2. die Stadt:
Die Stadt (genauer: die städtische Stadiongesellschaft, für die die Stadt bürgt) ist der primäre Schuldner der Banken. Aufgrund der besonders perfiden Konstruktion, die man sich damals ausgedacht hat, hat sie rechtlich keine Möglichkeit, sich vor Ablauf der 30 Jahre aus diesen Verträgen zu befreien.
Sie hat über den Pachtvertrag die Finanzierungs- und Unterhaltungslast auf den FCK übertragen. Schuldner gegenüber den Banken bleibt sie aber selbst. Sobald eine Verlagerung der Lasten auf den FCK nicht mehr möglich ist, steht die Stadt mit den vollen Belastungen und ohne jede Einnahmen da.
3. der weiße (oder auch schwarze) Ritter, d.h. die Investoren:
Die potentiellen Investoren sind derzeit überhaupt nicht zu irgendetwas verpflichtet. Sie werden daher Gelder nur investieren, wenn (auch) das Stadionproblem gelöst ist. Gegebenenfalls werden sie einen Teil ihres Invests für die Lösung dieses Problem zur Verfügung stellen, aber sicherlich nur, wenn danach an dieser Front Ruhe herrscht und man mit weiteren Geldern Richtung Wirtschaftlichkeit, d.h. zumindest Richtung 2. Liga aufbrechen kann. Kein Investor wird Geld geben, um weiter zwingend defizitär in der 3. Liga zu dümpeln und kein Weichel, kein Becca und keine Bank kann einen zukünftigen Investor zu irgendetwas zwingen.
Zwang und Druck bis zum eigenen Tod gibt es nur für den FCK und die Stadt, nicht für einen potentiellen Investor. Deshalb hat die Stadt letztlich zwei Optionen:
- entweder auf absehbare Zeit den überwiegenden Teil der Stadionkosten incl. Finanzierung selbst tragen, bis der FCK mit Investor wieder erfolgreich Fußball spielt
- oder die Zeche komplett selbst zahlen, während der FCK als Oberligist am Fröhnerhof, Erbsenberg oder der Huster Höhe kickt.
Entsprechendes gilt mehr oder weniger (und in Abhängigkeit von erhaltenen Sicherheiten) für die Darlehensgläubiger Quatrex, Lagadere und Becca. Auch hier wird ein Investor Gelder nur gegen entsprechend hohen Schuldenerlass einbringen, so dass dann der FCK wieder sinnvoll wirtschaften kann.
Gruß aus der Pfalz
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