Finanzen
02.12.2019 - 16:18 Uhr
Zitat von DanielFranklin
Mich interessieren in Zusammenhang mit der ganzen Geschichte zwei Dinge.
1. Brauchen wir für das Vorgehen gerade nicht eigentlich Eigenkapital? Ich hab Schuldenschnitt so verstanden. Sanierungsbeauftragter trifft sich mit Quattrex bietet denen 4 Millionen Euro an und im Gegenzug verzichten die auf die restlichen 5 Millionen, weil sie sonst komplett ohne Kohle darstehen.
2. Das was gerade passiert ist doch eigentlich eine Art vor Insolvenz oder? Man macht ja eigentlich nichts anderes als bei einer eigentlichen Insolvenz. Es wird mit Gläubigern und Investoren verhandelt. Nur ist hier der Zeitdruck noch nicht da.
Bei Rot Weiss Erfurt hat der Insolvenzverwalter verhandelt und es gab keine Einigung. Daraufhin hat man den Stecker gezogen. Also ist dieser Sanierungsbeauftragte quasi unser Vor-Insolvenzverwalter?
Mich interessieren in Zusammenhang mit der ganzen Geschichte zwei Dinge.
1. Brauchen wir für das Vorgehen gerade nicht eigentlich Eigenkapital? Ich hab Schuldenschnitt so verstanden. Sanierungsbeauftragter trifft sich mit Quattrex bietet denen 4 Millionen Euro an und im Gegenzug verzichten die auf die restlichen 5 Millionen, weil sie sonst komplett ohne Kohle darstehen.
2. Das was gerade passiert ist doch eigentlich eine Art vor Insolvenz oder? Man macht ja eigentlich nichts anderes als bei einer eigentlichen Insolvenz. Es wird mit Gläubigern und Investoren verhandelt. Nur ist hier der Zeitdruck noch nicht da.
Bei Rot Weiss Erfurt hat der Insolvenzverwalter verhandelt und es gab keine Einigung. Daraufhin hat man den Stecker gezogen. Also ist dieser Sanierungsbeauftragte quasi unser Vor-Insolvenzverwalter?
1. Ja, man braucht eigentlich Eigenkapital, da man ja etwas anbieten muss, um eine Quote zu
verhandeln. Es gibt aber auch andere Verhandlungsspielräume, die in der Zukunft liegen, welche
man eventuell hat. Man geht natürlich erstmal in die Verhandlung rein und sagt " ich hab nix,
du kriegst nichts ". Wenn der FCK nichts anzubieten hätte, wäre das Vorgehen eh sinnlos.
2. Das ist schon eine Art Vorinsolvenz, in der man die Auffassungen der Gläubiger abtastet. Man steckt
aber nicht, noch nicht, in einem gesetzlichen Korsett ( Insolvenzordnung usw. ) und kann noch
eingeschränkt selbst agieren. Wenn hier eine Einigung nicht möglich ist, ist sie im Verfahren i.d.R.
auch nicht mehr möglich. Zeitdruck ist jetzt schon da, bis zum 30.6.20 sind es nur noch 3 Wochen.
Es bis zum 30.9.20 rauszuzögern ( Corona ) ist, denke ich, nicht machbar.
Zitat von Lautern4ever
Schon schade, dass sich Merk & Co. als die nächsten Blender herausstellen die mit soviel Hoffnung von den Fans gewählt wurden.
Schon schade, dass sich Merk & Co. als die nächsten Blender herausstellen die mit soviel Hoffnung von den Fans gewählt wurden.
Dem möchte ich widersprechen...dem Wort Blender. Dem würde ich ggf. zustimmen, wenn es dieses dämliche Virus plus Aktionen nicht gegeben hätte. Ich bin sehr sicher, dass dieses Virus sehr viele Ideen und Absichten in alle Winde zerstreut hat.
Und dann irgendwann holt einen die Vergangenheit ein, nämlich die Schuldenlast, die zurückgezahlt werden will. Was aktuell einfach nicht möglich ist. Das Stadion ist ja nur ein Problem...
Ich würde es verbuchen unten: Pech gehabt...damit konnte keiner rechnen, dass dieses Virus so "das Spiel" verändert.
Zitat von Gutgolf
Dem möchte ich widersprechen...dem Wort Blender. Dem würde ich ggf. zustimmen, wenn es dieses dämliche Virus plus Aktionen nicht gegeben hätte. Ich bin sehr sicher, dass dieses Virus sehr viele Ideen und Absichten in alle Winde zerstreut hat.
Und dann irgendwann holt einen die Vergangenheit ein, nämlich die Schuldenlast, die zurückgezahlt werden will. Was aktuell einfach nicht möglich ist. Das Stadion ist ja nur ein Problem...
Ich würde es verbuchen unten: Pech gehabt...damit konnte keiner rechnen, dass dieses Virus so "das Spiel" verändert.
Zitat von Lautern4ever
Schon schade, dass sich Merk & Co. als die nächsten Blender herausstellen die mit soviel Hoffnung von den Fans gewählt wurden.
Schon schade, dass sich Merk & Co. als die nächsten Blender herausstellen die mit soviel Hoffnung von den Fans gewählt wurden.
Dem möchte ich widersprechen...dem Wort Blender. Dem würde ich ggf. zustimmen, wenn es dieses dämliche Virus plus Aktionen nicht gegeben hätte. Ich bin sehr sicher, dass dieses Virus sehr viele Ideen und Absichten in alle Winde zerstreut hat.
Und dann irgendwann holt einen die Vergangenheit ein, nämlich die Schuldenlast, die zurückgezahlt werden will. Was aktuell einfach nicht möglich ist. Das Stadion ist ja nur ein Problem...
Ich würde es verbuchen unten: Pech gehabt...damit konnte keiner rechnen, dass dieses Virus so "das Spiel" verändert.
Für mich hat das nichts mit Blenden zu tun.
Mal vom Virus abgesehen, das sicherlich viel kaputt gemacht hat. Aber wir hätten auch ohne Corona enorme Schulden.
Ich bin mir sicher, dass diese schon einige Investoren abgeschreckt haben. Natürlich hat man wahrscheinlich gehofft, dass man doch noch einen findet, der trotzdem investiert, aber das ist anscheinend nicht der Fall.
Daher tastet man jetzt ab, welcher Gläubiger dazu bereit ist, auf einen Teil der Forderungen zu verzichten bzw. ob man diese sonst irgendwie bedienen kann (Anteile etc.).
Das Vorgehen macht durchaus Sinn.
Zitat von Lautern4ever
Schon schade, dass sich Merk & Co. als die nächsten Blender herausstellen die mit soviel Hoffnung von den Fans gewählt wurden. Aber für mich ist es der langersehnte Schritt, der gegangen werden muss, sollte dieser Verein jemals wieder auf die Beine kommen. Ich hoffe das geht jetzt alles schnell von statten, damit man für die rechtzeitig alle Planungen umsetzen kann. Meine Hoffnung bleibt dass endlich dieser Schuldenberg in seinem Wachstum gestoppt und geschrumpft wird und vor allem das Partner gefunden werden, die dem FCK unter die Arme greifen. Es muss doch möglich sein, wenn ein Windhorst mehrere hunderte von Millionen in eine unattraktive Hertha steckt, dass bei uns jemand einsteigt der aus seinem Investment hohe Rendite absahnen kann, wenn er den Verein wieder nach oben führt und seine Anteile anschließend gewinnbringend verkauft.
Schon schade, dass sich Merk & Co. als die nächsten Blender herausstellen die mit soviel Hoffnung von den Fans gewählt wurden. Aber für mich ist es der langersehnte Schritt, der gegangen werden muss, sollte dieser Verein jemals wieder auf die Beine kommen. Ich hoffe das geht jetzt alles schnell von statten, damit man für die rechtzeitig alle Planungen umsetzen kann. Meine Hoffnung bleibt dass endlich dieser Schuldenberg in seinem Wachstum gestoppt und geschrumpft wird und vor allem das Partner gefunden werden, die dem FCK unter die Arme greifen. Es muss doch möglich sein, wenn ein Windhorst mehrere hunderte von Millionen in eine unattraktive Hertha steckt, dass bei uns jemand einsteigt der aus seinem Investment hohe Rendite absahnen kann, wenn er den Verein wieder nach oben führt und seine Anteile anschließend gewinnbringend verkauft.
Ohne jetzt natürlich genaues zu wissen, möchte ich auch das Wort Blender nicht unkommentiert lassen.
Ich habe diese Menschen damals auch gewählt, weil ich Ihnen vertraut habe und auch noch vertraue, das Bestmögliche für eine Zukunft unseres FCK zu geben. Im Gegensatz zu vorherigen Jahren wurde lediglich das Versprechen gegeben, vollen Einsatz zu zeigen, den kann ich nicht absprechen.
Wer dort oben suf dem Berg tatsächlich blendet und geblendet hat, dürfte sich dann doch deutlich gezeigt haben.
Es ist für mich eigentlich unvorstellbar dass, wenn es so gewesen sein sollte, aber es wurde ja so dargestellt, Spieler geholt werden, aufgrund einer Zusage zur finanziellen Unterstützung und dies nicht schriftlich fixiert war, ich kann mir nicht vorstellen, dass dies möglich ist. Dies wäre nur ein Beispiel, aber es sagt so viel aus.
Ich beneide keinen Verantwortlichen um seine Aufgabe beim FCK, ich bin mir aber sicher, dass alles, was jetzt gemacht wird, Hand und Fuß hat und notwendig ist, wenn es überhaupt weitergehen soll.
Im Übrigen würde mich auch das Konstrukt dieser Bürgschaft interessieren.
Wenn ich doch für jemand bürge und derjenige die Forderung nicht bedienen kann, so kann doch der Gläubiger mich zur Begleichung heranziehen. Was hätte dann aber die Bürgschaft für den ursprünglichen Schuldner denn einen Sinn? Ich hab zwar auch dereinst eine kaufmännische Ausbildung abgeschlossen, aber das ist für mich zu hoch...
Zitat von DiaboloEagle
...
Wenn ich doch für jemand bürge und derjenige die Forderung nicht bedienen kann, so kann doch der Gläubiger mich zur Begleichung heranziehen. Was hätte dann aber die Bürgschaft für den ursprünglichen Schuldner denn einen Sinn? Ich hab zwar auch dereinst eine kaufmännische Ausbildung abgeschlossen, aber das ist für mich zu hoch...
...
Wenn ich doch für jemand bürge und derjenige die Forderung nicht bedienen kann, so kann doch der Gläubiger mich zur Begleichung heranziehen. Was hätte dann aber die Bürgschaft für den ursprünglichen Schuldner denn einen Sinn? Ich hab zwar auch dereinst eine kaufmännische Ausbildung abgeschlossen, aber das ist für mich zu hoch...
Die Bürgschaft wurde gegeben, um die Finanzierung für diese Saison abzusichern. Deshalb war die Bürgschaft auch zeitlich auf diese Saison begrenzt. Hätte Becca die Bürgschaft nicht gegeben, hätte der FCK gar keine Lizenz bekommen. Insofern hatte die Bürgschaft für den Hauptschuldner, also den FCK, durchaus einen Sinn.
Zahlt der FCK als Hauptschuldner den Kredit nicht pünktlich zurück, dann nimmt die Bank (Gläubiger) Becca als Bürgen in Anspruch und dieser muss die Schuld gegenüber der Bank (Gläubiger) befriedigen, wodurch die Hauptforderung auf ihn übergeht. Leistet Becca als Bürge, erhält er also gegenüber dem Hauptschulder (FCK) einen Regressanspruch. Was dieser Regressanspruch im Falle einer Insolvenz Wert ist, steht auf einem anderen Blatt aber Becca wird in dem Fall zum Gläubiger des FCK.
Zitat von Miltiades
Die Bürgschaft wurde gegeben, um die Finanzierung für diese Saison abzusichern. Deshalb war die Bürgschaft auch zeitlich auf diese Saison begrenzt. Hätte Becca die Bürgschaft nicht gegeben, hätte der FCK gar keine Lizenz bekommen. Insofern hatte die Bürgschaft für den Hauptschuldner, also den FCK, durchaus einen Sinn.
Zahlt der FCK als Hauptschuldner den Kredit nicht pünktlich zurück, dann nimmt die Bank (Gläubiger) Becca als Bürgen in Anspruch und dieser muss die Schuld gegenüber der Bank (Gläubiger) befriedigen, wodurch die Hauptforderung auf ihn übergeht. Leistet Becca als Bürge, erhält er also gegenüber dem Hauptschulder (FCK) einen Regressanspruch. Was dieser Regressanspruch im Falle einer Insolvenz Wert ist, steht auf einem anderen Blatt aber Becca wird in dem Fall zum Gläubiger des FCK.
Zitat von DiaboloEagle
...
Wenn ich doch für jemand bürge und derjenige die Forderung nicht bedienen kann, so kann doch der Gläubiger mich zur Begleichung heranziehen. Was hätte dann aber die Bürgschaft für den ursprünglichen Schuldner denn einen Sinn? Ich hab zwar auch dereinst eine kaufmännische Ausbildung abgeschlossen, aber das ist für mich zu hoch...
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Wenn ich doch für jemand bürge und derjenige die Forderung nicht bedienen kann, so kann doch der Gläubiger mich zur Begleichung heranziehen. Was hätte dann aber die Bürgschaft für den ursprünglichen Schuldner denn einen Sinn? Ich hab zwar auch dereinst eine kaufmännische Ausbildung abgeschlossen, aber das ist für mich zu hoch...
Die Bürgschaft wurde gegeben, um die Finanzierung für diese Saison abzusichern. Deshalb war die Bürgschaft auch zeitlich auf diese Saison begrenzt. Hätte Becca die Bürgschaft nicht gegeben, hätte der FCK gar keine Lizenz bekommen. Insofern hatte die Bürgschaft für den Hauptschuldner, also den FCK, durchaus einen Sinn.
Zahlt der FCK als Hauptschuldner den Kredit nicht pünktlich zurück, dann nimmt die Bank (Gläubiger) Becca als Bürgen in Anspruch und dieser muss die Schuld gegenüber der Bank (Gläubiger) befriedigen, wodurch die Hauptforderung auf ihn übergeht. Leistet Becca als Bürge, erhält er also gegenüber dem Hauptschulder (FCK) einen Regressanspruch. Was dieser Regressanspruch im Falle einer Insolvenz Wert ist, steht auf einem anderen Blatt aber Becca wird in dem Fall zum Gläubiger des FCK.
Danke für Deine Erklärung!
Zitat von pulder
1. Ja, man braucht eigentlich Eigenkapital, da man ja etwas anbieten muss, um eine Quote zu
verhandeln. Es gibt aber auch andere Verhandlungsspielräume, die in der Zukunft liegen, welche
man eventuell hat. Man geht natürlich erstmal in die Verhandlung rein und sagt " ich hab nix,
du kriegst nichts ". Wenn der FCK nichts anzubieten hätte, wäre das Vorgehen eh sinnlos.
2. Das ist schon eine Art Vorinsolvenz, in der man die Auffassungen der Gläubiger abtastet. Man steckt
aber nicht, noch nicht, in einem gesetzlichen Korsett ( Insolvenzordnung usw. ) und kann noch
eingeschränkt selbst agieren. Wenn hier eine Einigung nicht möglich ist, ist sie im Verfahren i.d.R.
auch nicht mehr möglich. Zeitdruck ist jetzt schon da, bis zum 30.6.20 sind es nur noch 3 Wochen.
Es bis zum 30.9.20 rauszuzögern ( Corona ) ist, denke ich, nicht machbar.
Zitat von DanielFranklin
Mich interessieren in Zusammenhang mit der ganzen Geschichte zwei Dinge.
1. Brauchen wir für das Vorgehen gerade nicht eigentlich Eigenkapital? Ich hab Schuldenschnitt so verstanden. Sanierungsbeauftragter trifft sich mit Quattrex bietet denen 4 Millionen Euro an und im Gegenzug verzichten die auf die restlichen 5 Millionen, weil sie sonst komplett ohne Kohle darstehen.
2. Das was gerade passiert ist doch eigentlich eine Art vor Insolvenz oder? Man macht ja eigentlich nichts anderes als bei einer eigentlichen Insolvenz. Es wird mit Gläubigern und Investoren verhandelt. Nur ist hier der Zeitdruck noch nicht da.
Bei Rot Weiss Erfurt hat der Insolvenzverwalter verhandelt und es gab keine Einigung. Daraufhin hat man den Stecker gezogen. Also ist dieser Sanierungsbeauftragte quasi unser Vor-Insolvenzverwalter?
Mich interessieren in Zusammenhang mit der ganzen Geschichte zwei Dinge.
1. Brauchen wir für das Vorgehen gerade nicht eigentlich Eigenkapital? Ich hab Schuldenschnitt so verstanden. Sanierungsbeauftragter trifft sich mit Quattrex bietet denen 4 Millionen Euro an und im Gegenzug verzichten die auf die restlichen 5 Millionen, weil sie sonst komplett ohne Kohle darstehen.
2. Das was gerade passiert ist doch eigentlich eine Art vor Insolvenz oder? Man macht ja eigentlich nichts anderes als bei einer eigentlichen Insolvenz. Es wird mit Gläubigern und Investoren verhandelt. Nur ist hier der Zeitdruck noch nicht da.
Bei Rot Weiss Erfurt hat der Insolvenzverwalter verhandelt und es gab keine Einigung. Daraufhin hat man den Stecker gezogen. Also ist dieser Sanierungsbeauftragte quasi unser Vor-Insolvenzverwalter?
1. Ja, man braucht eigentlich Eigenkapital, da man ja etwas anbieten muss, um eine Quote zu
verhandeln. Es gibt aber auch andere Verhandlungsspielräume, die in der Zukunft liegen, welche
man eventuell hat. Man geht natürlich erstmal in die Verhandlung rein und sagt " ich hab nix,
du kriegst nichts ". Wenn der FCK nichts anzubieten hätte, wäre das Vorgehen eh sinnlos.
2. Das ist schon eine Art Vorinsolvenz, in der man die Auffassungen der Gläubiger abtastet. Man steckt
aber nicht, noch nicht, in einem gesetzlichen Korsett ( Insolvenzordnung usw. ) und kann noch
eingeschränkt selbst agieren. Wenn hier eine Einigung nicht möglich ist, ist sie im Verfahren i.d.R.
auch nicht mehr möglich. Zeitdruck ist jetzt schon da, bis zum 30.6.20 sind es nur noch 3 Wochen.
Es bis zum 30.9.20 rauszuzögern ( Corona ) ist, denke ich, nicht machbar.
1. Vom Grundsatz her braucht man für einen Schuldenschnitt KEIN Eigenkapital.
Schuldenschnitt bedeutet, dass der/die Gläubiger die oder einen Teil der Schulden erlassen, um dem Schuldner das Weiterleben zu ermöglichen. Die Motive für einen derartigen Erlass können vielfältig sein, im Zweifel erhofft/erhoffen sich der/die Gläubiger, durch den Schuldenschnitt letztlich selbst besser zu fahren, d.h. zumindest noch einen Teil ihrer Forderungen realisieren zu können, die ansonsten (mehr oder weniger sicher) verloren wären.
Eigenkapital ist da nicht unbedingt erforderlich.
2. Selbstverständlich ist Kapital da aber sehr hilfreich, um den/die Gläubiger zu überzeugen, wobei es sich nicht zwingend um Eigenkapital handeln muss. Denn auf das Eigenkapital des Schuldners kann/können der/die Gläubiger im Zweifel irgendwann, irgendwie ohnehin Zugriff nehmen (spätestens im Rahmen der Zwangsvollstreckung - ggf. überlagert durch eine Insolvenz).
Fremdkapital kann da ggf. hilfreicher als Eigenkapital sein, denn darauf kann/können der/die Gläubiger eben nicht zugreifen. Daher kann ein Fremdkapitalgeber sein Invest von Bedingungen abhängig machen, die von dem/den Gläugiger(n) erfüllt werden müssen.
3. In diese Richtung dürfte das Ganze aktuell laufen.
Es sind (hoffentlich) Geldgeber vorhanden, die aber nicht bereit sind, einfach Geld dafür einzusetzen, dass Quadrex/Lagarde/Becca ihr Geld bekommen und der FCK danach mit nach wie vor überhöhten laufenden Kosten genauso handlungsunfähig wie zuvor in der dritten Liga der erneuten Überschuldung entgegentaumelt.
Der Plan kann nur dahin gehen, mit Hilfe von Investorengeld
- die Altschulden via Schuldenschnitt abzulösen oder ausreichend zu reduzieren
- die laufenden Kosten, d.h. insbes. die Stadionskosten dauerhaft zu reduzieren
- und genügend Geld für eine aufstiegsfähigen Kader zur Verfügung zu haben.
Das müssen sämtliche Beteiligte von Quadrex über Becca bis Weichel einsehen, sonst geht es insgesamt den Bach runter mit (nahezu) Totalverlusten für Quadrex/Lagarde/Becca und einem finaziellen und politischen Desaster für Weichel (außer er glaubt tatsächlich an sei Kaiserslautern-Karree).
Das Stadion gehört der Stadt (der städtischen Gesellschaft) und ist daher auch das Problem der Stadt. Die finanziellen Probleme sind derzeit vertraglich auf den FCK verlagert, es sind aber nach wie vor die Probleme der Stadt. Denn die Stadt ist (letzlich) Schuldnerin gegenüber den Banken und ohne FCK können die Probleme nicht mehr verlagert werden.
Deshalb müssen beide großen Problemkreise
- Verschuldung (Überschuldung ?) bei Quadrex/Lagarde/Becca
- Stadionskosten/Stadionsfinanzierung
in EINEM Zuge gelöst werden.
Das geht man jetzt offensichtlich an. Meine Hoffnung ist, dass man das dafür nötige Investorenkapital "Gewehr bei Fuß" hat, ansonsten sieht´s extrem trübe aus.
Gruß aus der Pfalz
Bekommt der FCK eigentlich jetzt etwas mehr von den Bandensponsoren weil sie ein Spiel mehr sich präsentieren dürfen ?
Zitat von pulder
Previal
Du verstehst immer noch nicht, dass das Stadion der Kernpunkt der Sanierung ist.
Previal
Du verstehst immer noch nicht, dass das Stadion der Kernpunkt der Sanierung ist.
Doch. Nur sind deine Ausführungen zur Art und Weise nun mal völlig abwegig, fachlich falsch oder reine Träumerei, wie ich es dir paar Seiten zuvor bereits erklärt hatte. Aber ja, spekulier ruhig weiter darauf, dass ein Investor das Stadion für paar Mio. kauft und Weichel die Instandhaltungskosten übernimmt, weil es den FCK ja nicht interessieren muss, ob das Stadion noch gesetzliche Voraussetzungen erfüllt oder wie es aussieht.
Ja, so sehe ich das auch.
Zitat von Landauer
Wie soll denn ein Drittligist eine Finanzierung schultern, die zur Prämisse hat, sowohl hohe Miete wie auch hohe Instandhaltung zu zahlen? Dass das nicht geht, belegt doch das bestehende Finanzproblem. Du wechselst hier zwischen zwei Parteien, die das beide nicht leisten können. Ergo muss eine komplett neue Finanzierung her, um die nötigen Spielräume zu aktivieren. Die bestehenden Verträge sind unmöglich zu bedienen.
Und wenn man sich vom bestehenden Finanzierungskonstrukt löst, welches gänzlich suboptimal veranlagt wurde, dann müssen Laufzeit, Tilgung, und Miethöhen nach Ligazugehörigkeit gestaffelt komplett neu sortiert werden. Den Querverweis zur Relevanz von TV Geldern in höheren Ligen hatte ich dazu bereits gesetzt.
Bekommt man das hin, indem man bspw. die bestehenden Rücklagen zur teilweisen vorfälligen Tilgung verwendet, statt diese sinnlos zu bunkern, dann resultiert ein neuer Finanzierungsbetrag, und damit bzgl. Zinslast beim heutigen Zins neue Spielräume. Und das bedingt wiederum neue Möglichkeiten zur Veranlagung der Instandhaltungskosten. Man muss die Prämissenlage der Finanzierung so oder so komplett neu aufstellen, damit hier keine Insolvenz alternativlos wird. Das sinnlose Festhalten am bestehenden Finanzierungsvertrag ruiniert nur beide Parteien.
Wie soll denn ein Drittligist eine Finanzierung schultern, die zur Prämisse hat, sowohl hohe Miete wie auch hohe Instandhaltung zu zahlen? Dass das nicht geht, belegt doch das bestehende Finanzproblem. Du wechselst hier zwischen zwei Parteien, die das beide nicht leisten können. Ergo muss eine komplett neue Finanzierung her, um die nötigen Spielräume zu aktivieren. Die bestehenden Verträge sind unmöglich zu bedienen.
Und wenn man sich vom bestehenden Finanzierungskonstrukt löst, welches gänzlich suboptimal veranlagt wurde, dann müssen Laufzeit, Tilgung, und Miethöhen nach Ligazugehörigkeit gestaffelt komplett neu sortiert werden. Den Querverweis zur Relevanz von TV Geldern in höheren Ligen hatte ich dazu bereits gesetzt.
Bekommt man das hin, indem man bspw. die bestehenden Rücklagen zur teilweisen vorfälligen Tilgung verwendet, statt diese sinnlos zu bunkern, dann resultiert ein neuer Finanzierungsbetrag, und damit bzgl. Zinslast beim heutigen Zins neue Spielräume. Und das bedingt wiederum neue Möglichkeiten zur Veranlagung der Instandhaltungskosten. Man muss die Prämissenlage der Finanzierung so oder so komplett neu aufstellen, damit hier keine Insolvenz alternativlos wird. Das sinnlose Festhalten am bestehenden Finanzierungsvertrag ruiniert nur beide Parteien.
Ich verstehe nicht ganz, was du unter dem 'neuen Finanzierungskonstrukt' verstehst. Klar, ist es notwendig, den Vertrag mit der Bank zu besprechen. Inwieweit diese Bereitschaft hat, ist noch fraglich (Ausfall des Kredites durch Stadt als Bürge nicht gegeben). Und ja, das würde 'ein Stück' helfen - wird jedoch nichts daran ändern, dass die laufenden Kosten in Liga 3 weder durch Stadt, noch durch den FCK rentabel getragen werden können. Oder wie soll es ein Konzept geben, was den Gesamtaufwand mal eben um 5 Mio. pro Jahr reduziert? Und das ohne eigentliche Tilgung des Kredites?
Ohne externe Finanzierung in Liga 3 ist das kaum vorstellbar. Und weiterhin gilt, dass das "Eigentum" des Stadions weitestgehend irrelevant ist für die Finanzstruktur des FCK. Die Probleme sind Zinsaufwand für die Stadt und eben die ominösen Instandhaltungskosten, die man scheinbar nicht einfach reduzieren kann. Also muss aktuell ein Konzept gefunden werden, wie man bis zu einem potentiellen Aufstieg die Finanzierung sicher stellen kann.
Zitat von Landauer
Ein Bürge ist per Definition kein Gläubiger. Ein Bürge hat eine Sicherheit zu liefern ohne daraus Ansprüche zu haben. Woher kommt also die Annahme, seine aktivierte Bürgschaft würde ihm zugleich den Status eines Gläubigers und entsprechende Forderungsrechte einräumen?
Ein Bürge ist per Definition kein Gläubiger. Ein Bürge hat eine Sicherheit zu liefern ohne daraus Ansprüche zu haben. Woher kommt also die Annahme, seine aktivierte Bürgschaft würde ihm zugleich den Status eines Gläubigers und entsprechende Forderungsrechte einräumen?
Das wurde ja oben schon beantwortet, da laut Voigt die Bürgschaft gezogen wurde, hat Becca anscheinend eine Verbindlichkeit übernommen, hat jedoch dann gegenüber dem FCK einen Anspruch als Gläubiger. Zumindest sehe ich keine alternative Interpretation von "Ziehung" der Bürgschaft. Unterschrieben und aktiv war sie ja schon vorher.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Previal am 07.06.2020 um 16:10 Uhr bearbeitet
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