Finanzen
02.12.2019 - 16:18 Uhr
Zitat von pulder
Durchaus ein zu vertretender Standpunkt, dann darf man sich aber nicht beschweren, dass man finanziell und damit wahrscheinlich sportlich ins Abseits gerät. Sitzen wir es einfach aus.
Durchaus ein zu vertretender Standpunkt, dann darf man sich aber nicht beschweren, dass man finanziell und damit wahrscheinlich sportlich ins Abseits gerät. Sitzen wir es einfach aus.
Es ist ja nicht so, dass das Stadion alleiniger Faktor für unsere finanzielle und somit auch sportliche Situation wäre. Der Kredit wurde ja nicht nur an den Stadionkosten bemessen, sondern da wurden auch Gelder mit hineingerechnet, die den FCK als Club am Leben ließen (grob 1/3 FCK und 2/3 Stadion). Dazwischen waren wir mehrmals in finanzieller und auch sportlicher Not. 2008 als Kuntz kam, Fastabstieg in Liga 4 so wie Insolvenz.
Es ist klar, dass wir nicht nur verantwortungsvoll haushalten müssen, nein, wir dürfen uns auch keine groben Fehler erlauben und müssen immer besser sein als die Konkurrenz. Eben weil man diese Belastung hat, die andere nicht haben. So geht das seit 18 Jahren schon und so werden wir noch viele Jahre mehr leben müssen. Die 12 Jahre und dann so lange, bis der Kredit dann endlich auch getilgt ist und man "nur" noch die städtische Stadiongesellschaft als Stadionbesitzerin im Spiel hat.
Und immer im Hinterkopf behalten, dass wir überhaupt noch leben DÜRFEN!
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Roon_Bub am 15.07.2024 um 12:58 Uhr bearbeitet Zitat von Toidi
Ob es geholfen hätte, die Stadiongesellschaft mit dem FCK durch Kündigung des Mietvertrags in die Insolvenz zu schicken und dann das Stadion aus der Insolvenzmasse rauszukaufen z.B. durch die Investoren? Hot Take und ich halte es für unwahrscheinlich, dass das irgendwie funktioniert hätte ohne die Lizenz zu gefährden und den Verein vollends zu zerschießen. Denn wo hätten wir dann gespielt? Wie wären wir Verpflichtungen u.a. Sponsoren gegenüber nachgekommen? Hätten wir es uns von den Renomeeverlust je wieder erholt?
Ob es geholfen hätte, die Stadiongesellschaft mit dem FCK durch Kündigung des Mietvertrags in die Insolvenz zu schicken und dann das Stadion aus der Insolvenzmasse rauszukaufen z.B. durch die Investoren? Hot Take und ich halte es für unwahrscheinlich, dass das irgendwie funktioniert hätte ohne die Lizenz zu gefährden und den Verein vollends zu zerschießen. Denn wo hätten wir dann gespielt? Wie wären wir Verpflichtungen u.a. Sponsoren gegenüber nachgekommen? Hätten wir es uns von den Renomeeverlust je wieder erholt?
Eben. "Planinsolvenz" mit FCK-Einfluß auf das Ergebnis hättest du dann auch direkt vergessen können. Und niemand hätte dann noch eine positive Fortführungsprognose gesehen: Wer kauft denn bitte ein sanierungsbedürftiges Stadion aus der Insolvenzmasse, welches nur für einen einzigen möglichen Pächter nutzbar ist? Von daher war ja auch damals schon klar, dass dieses Szenario nur auf eine Immobilienspekulation mit Totalabriss und alternativer Verwertung des Geländes als Geschäftsmodell hätte angelegt sein können. Die uns immerhin den Spielbetrieb ermöglichende "Schicksalsgemeinschaft" mit der Stadt wäre zerschlagen worden. Und dann natürlich: Keine Spielstätte, keine Lizenz.
Ein Glück, dass diese Hasardeure damals ausgebremst wurden. Sonst würde es den FCK heute nicht mehr geben, jedenfalls nicht im Profi-Fußball und auf dem Betze.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Newtrial am 15.07.2024 um 13:29 Uhr bearbeitet Zitat von Newtrial
Ein Glück, dass diese Hasardeure damals ausgebremst wurden. Sonst würde es den FCK heute nicht mehr geben, jedenfalls nicht im Profi-Fußball und auf dem Betze.
Ich fühle mich da im Nachgang auch von einem Wilhelm etwas, sagen wir unvollständig informiert. Der hat damals in diesem denkwürdigen SWR-Auftritt den Eindruck erweckt, man könne durch eine Insolvenz beider Rechtsträger ohne Weiteres in eine Situation kommen, in der das Stadion wieder dem FCK gehören würde. Dass man zwar mit Sicherheit aus dem bestehenden Pachtvertrag herauskommen würde, aber eben nicht ohne Weiteres das Stadion zurückerwerben oder überhaupt nur in einen neuen, besseren Pachtvertrag hineinkommen konnte, kam nicht so wirklich zur Sprache. Wie auch unklar blieb, ob dieses Vorkaufsrecht, auf das Wilhelm seine Pläne ja zentral stützte, eine Insolvenz des e.V. überlebt hätte. Oder ob man das dazu nötige Geld hätte aufbringen können. Ganz zu schweigen von der schwierigen Verhandlungsposition, mit demjenigen einen Kompromiss finden zu müssen, den man gerade gehörig unter Druck gesetzt haben würde - und der qua öffentlich-rechtlicher Trägerschaft ohnehin einen nur erheblich eingeschränkten Handlungsspielraum hat. Ein Glück, dass diese Hasardeure damals ausgebremst wurden. Sonst würde es den FCK heute nicht mehr geben, jedenfalls nicht im Profi-Fußball und auf dem Betze.
Womöglich hätte das damals alles gut gehen können. Bei dieser Anzahl an Unwägbarkeiten ist es aber gut, dass man dieses Risiko nicht eingegangen ist. Mitnichten war man da zu dumm, einen gangbaren Pfad zu bestreiten. Vielmehr hat man eine Risikoabwägung getroffen, an der es m.E. wenig auszusetzen gibt.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von FCK-Tribun am 15.07.2024 um 14:11 Uhr bearbeitet Zitat von pulder
Weit gefehlt, der FCK ist sehr wohl der Vertragspartner der Stadt ( Stadiongesellschaft ); es gibt nämlich einen Mietvertrag zwischen den Vertragsparteien.
Weit gefehlt, der FCK ist sehr wohl der Vertragspartner der Stadt ( Stadiongesellschaft ); es gibt nämlich einen Mietvertrag zwischen den Vertragsparteien.
Ja, einen Mietvertrag zwischen FCK und Stadiongesellschaft. Aber bezüglich des Kredites ist der FCK nicht Vertragspartner, sondern nur die Stadiongesellschaft.
Zitat von pulder
Der FCK war sehr wohl in den Ausbau des Stadions involviert; er war nämlich Auftraggeber. Mehr involviert kann man garnicht sein.
Der FCK war sehr wohl in den Ausbau des Stadions involviert; er war nämlich Auftraggeber. Mehr involviert kann man garnicht sein.
Auch hier geht es mir darum, wie der FCK in den Kreditvertrag bzw. nicht involviert ist. Der Stadionausbau selbst ist eine andere Geschichte.
Zitat von pulder
Wieso hast Du den Verdacht, dass da etwas gemauschelt wurde ? Gibt es dafür einen Grund ?
Wieso hast Du den Verdacht, dass da etwas gemauschelt wurde ? Gibt es dafür einen Grund ?
Es musste damals schnell gehen, damit RLP ein WM-Stadion bekommt. Also war die Politik stark mit dabei.
Zitat von pulder
Wenn alle Beteiligten wissen, wo der Hund begraben liegt, warum erhält dann selbst ein gewähltes Aufsichtsratsmitglied keinen Einblick ?
Wenn alle Beteiligten wissen, wo der Hund begraben liegt, warum erhält dann selbst ein gewähltes Aufsichtsratsmitglied keinen Einblick ?
Gute Frage. Ist das so?
Zitat von pulder
Wer ist in welchem Vertrag der oder die Begünstigte ? Die Bank kann es nicht sein, denn sie bekommt ja nur einen angemessenen Zinssatz für das verliehene Geld.
Wer ist in welchem Vertrag der oder die Begünstigte ? Die Bank kann es nicht sein, denn sie bekommt ja nur einen angemessenen Zinssatz für das verliehene Geld.
Es ist ja wohl eben kein „normaler“ Kredit, sondern ein nicht bekanntes Konstrukt. Warum?
Nein. Aber die finanzielle Situation des Vereins hatte schon Auswirkungen.
Du schreibst ja selbst "Der Vertrag ist ja wohl das bestgehütete Geheimnis des FCK..." Warum ist das so?
Ich will hier aber niemandem etwas unterstellen oder jemandem an den Karren fahren. Aber es gibt eine Reihe unbeantworteter Fragen.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Unscripted am 15.07.2024 um 14:46 Uhr bearbeitet Zitat von FCK-Tribun
Womöglich hätte das damals alles gut gehen können. Bei dieser Anzahl an Unwägbarkeiten ist es aber gut, dass man dieses Risiko nicht eingegangen ist. Mitnichten war man da zu dumm, einen gangbaren Pfad zu bestreiten. Vielmehr hat man eine Risikoabwägung getroffen, an der es m.E. wenig auszusetzen gibt.
Zitat von Newtrial
Ein Glück, dass diese Hasardeure damals ausgebremst wurden. Sonst würde es den FCK heute nicht mehr geben, jedenfalls nicht im Profi-Fußball und auf dem Betze.
Ich fühle mich da im Nachgang auch von einem Wilhelm etwas, sagen wir unvollständig informiert. Der hat damals in diesem denkwürdigen SWR-Auftritt den Eindruck erweckt, man könne durch eine Insolvenz beider Rechtsträger ohne Weiteres in eine Situation kommen, in der das Stadion wieder dem FCK gehören würde. Dass man zwar mit Sicherheit aus dem bestehenden Pachtvertrag herauskommen würde, aber eben nicht ohne Weiteres das Stadion zurückerwerben oder überhaupt nur in einen neuen, besseren Pachtvertrag hineinkommen konnte, kam nicht so wirklich zur Sprache. Wie auch unklar blieb, ob dieses Vorkaufsrecht, auf das Wilhelm seine Pläne ja zentral stützte, eine Insolvenz des e.V. überlebt hätte. Oder ob man das dazu nötige Geld hätte aufbringen können. Ganz zu schweigen von der schwierigen Verhandlungsposition, mit demjenigen einen Kompromiss finden zu müssen, den man gerade gehörig unter Druck gesetzt haben würde - und der qua öffentlich-rechtlicher Trägerschaft ohnehin einen nur erheblich eingeschränkten Handlungsspielraum hat. Ein Glück, dass diese Hasardeure damals ausgebremst wurden. Sonst würde es den FCK heute nicht mehr geben, jedenfalls nicht im Profi-Fußball und auf dem Betze.
Womöglich hätte das damals alles gut gehen können. Bei dieser Anzahl an Unwägbarkeiten ist es aber gut, dass man dieses Risiko nicht eingegangen ist. Mitnichten war man da zu dumm, einen gangbaren Pfad zu bestreiten. Vielmehr hat man eine Risikoabwägung getroffen, an der es m.E. wenig auszusetzen gibt.
Um so etwas umzusetzen, hätten vor allem alle handelnden Akteure an einem Strang ziehen müssen und der Herr mit dem eng anliegenden Janker kam zu diesem Zeitpunkt wohl weder mit SOV gut klar (so sollen es die Spatzen von den Dächern gepfiffen haben), noch mit einem größeren Teil seiner Kollegen im AR. Wenn ich mit meinen Ideen aber keinen Rückhalt habe, weil ich bereits meine eigenen Leute in den wichtigen Gremien und Positionen nicht überzeugen konnte, ist die Sache doch von vornherein zum Scheitern verurteilt. Sich dann noch hinzusetzen und wild um sich zu schlagen, weil keiner einsehen will, was für ein toller Hecht ich bin, richtet nur noch unnötigen Flurschaden an. Ob die Idee in der Theorie richtig war, spielt keine Rolle.
Zitat von Troglauer
Ob die Idee in der Theorie richtig war, spielt keine Rolle.
Ob die Idee in der Theorie richtig war, spielt keine Rolle.
Geld spielt immer eine Rolle. Und ja, wir nehmen das halt so hin und zahlen weitere ca. 30 Jahre die Milliönchen, die uns auf der anderen Seite für die Beine von Spielern fehlen werden.
Wir brauchen nicht mehr darüber zu reden. Das Thema ist beendet und das alles hier eine dem Sommerloch geschuldete Scheindebatte.
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300000 € kostet die Pyro vom DFB Pokalfinale .
Wenn es wahre Fans sind können sie ja was dazugeben.
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Wie viel musste Fortuna nochmal für den Flaschenwurf zahlen...?
Lautern kommt nach Berlin, bringt verwelkte Fußballemotionen zwischen all den Totengräberklubs Hoffenheim, Augsburg, Bayer, Wolfsburg, Leipzig, usw. zum blühen und darf 300.000,- € berappen.
Für Eure scheiß 1. Liga interessiert sich keine Sau nehr. Wir bringen den Rubel ins Rollen mit dem HSV, S04, usw.
Letztes Dreckspack DFB und DFL, ehrlich.
So, das musste mal raus.
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Zitat von LauternLunatic
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Ich selbst bin weder Ultra noch hatte jemals Pyro in der Hand. Aber du meinst schon die "wahren Fans", die jedes Wochenende quer durch die Republik fahren? Die jedes Jahr mehrere 100 wenn nicht 1000 € für den Verein lassen? Die auch bei schlechtesten Spielen in Braunschweig unterstützen? Die durch ihre Choreografien und die Stimmung am Berg und auswärts für Bewunderung in ganz Fussball Deutschland sorgen? Die halb Berlin eingenommen, mit 10k Mann in Hamburg oder mit 10k Mann auf Schalke waren? Genau die Fans meinst du doch oder?!
Zitat von martinf112
Ich selbst bin weder Ultra noch hatte jemals Pyro in der Hand. Aber du meinst schon die "wahren Fans", die jedes Wochenende quer durch die Republik fahren? Die jedes Jahr mehrere 100 wenn nicht 1000 € für den Verein lassen? Die auch bei schlechtesten Spielen in Braunschweig unterstützen? Die durch ihre Choreografien und die Stimmung am Berg und auswärts für Bewunderung in ganz Fussball Deutschland sorgen? Die halb Berlin eingenommen, mit 10k Mann in Hamburg oder mit 10k Mann auf Schalke waren? Genau die Fans meinst du doch oder?!
Zitat von LauternLunatic
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Ich selbst bin weder Ultra noch hatte jemals Pyro in der Hand. Aber du meinst schon die "wahren Fans", die jedes Wochenende quer durch die Republik fahren? Die jedes Jahr mehrere 100 wenn nicht 1000 € für den Verein lassen? Die auch bei schlechtesten Spielen in Braunschweig unterstützen? Die durch ihre Choreografien und die Stimmung am Berg und auswärts für Bewunderung in ganz Fussball Deutschland sorgen? Die halb Berlin eingenommen, mit 10k Mann in Hamburg oder mit 10k Mann auf Schalke waren? Genau die Fans meinst du doch oder?!
Ich denke, dass er die Fans meinte, die die Strafe verursacht haben, sicher nicht alle Auswärtsfahrer. Verursacherprinzip halt.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Rhagulian am 16.07.2024 um 08:12 Uhr bearbeitet
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