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Finanzen

22.07.2015 - 22:13 Uhr
Finanzen |#1031
05.05.2016 - 10:37 Uhr
TV-Gelder machen nur 330k aus, so weit ich weiß. Was schwerwiegend war, dass man sich bei den Zuschauer um 5000(!) verkalkuliert hat. Sportlich wäre natürlich besser, wenn wir in der Top 6 landen würden wegen Sponsorengelder, wie das jetzt geregelt ist, weiß ich allerdings nicht. Man wollte aber das Gespräch mit Sport5 suchen.
Finanzen |#1032
05.05.2016 - 10:42 Uhr
Der Artikel auf dbb "Frischer Wind" stellt die Situation auch nochmal ganz gut dar.

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Krahl - Rasmussen, Frees, Gyamfi - Haas, Kunze, Ritter, Sahin, Joly - Yardimci, Berisha

"Wenn wir schon nicht gewinnen, dann treten wir ihnen wenigstens den Rasen kaputt" (R.Rüssmann)
Finanzen |#1033
05.05.2016 - 10:54 Uhr
Zitat von Hassabamba

Wenn man letztes Jahr aufgestiegen wäre, würde die Sache ganz anders aussehen. Und so wird es auch in Zukunft sein. Ohne sportlichen Erfolg kein Geld und umgekehrt.

Richtig, und wenn man Lotto getippt hätte und hätte 6 Richtige mit Zusatzzahl, dann...

Beim Sport ist es wie an der Börse: Es gibt kein Hätte. Oder sagen wir es einmal so: Der aktuelle Etat darf nicht von "Hätte" abhängen, sondern von ganz verlässlichen Einnahmen. Ich kann mich auch gar nicht erinnern, dass die mit 30.500 Zuschauern planten? Waren das nicht 26.000? Hat einer noch den Plan vom Anfang der Saison...oder kann man wahrscheinlich sogar hier finden, gleich mal suchen.

Klar, hätte man den DFB Pokal gewonnen....würde ManCity Pritsche für 48 MIO kaufen...gibt viele hätte und würdes. Darf man immer mal dran denken, aber auf keinen Fall ernsthaft mit planen. Und das ist in den letzten 4 Jahren aber gemacht worden. In der Tat haben uns nur vollkommen *unerwartbare* Ereignisse wie das Erreichen von Halb- und Viertelfinale des DFB Pokals und sehr gute Ablösesummen UND höhere Schulden bis hierhin torkeln lassen.
Jetzt sehen wir den Scherbenhaufen und müssen uns da rausarbeiten, wie Berti geschrieben hat. Das Wasser steht bis zum Hals, aber wenn wir jetzt gaaaanz vorsichtig in die richtige Richtung gehen und nicht in ein Loch treten, dann können wir uns vielleicht wieder an Land arbeiten. Das ist die ehrliche Situation, in der wir sind. Immerhin haben wir noch die Möglichkeit, einen Etat von knapp 9 MIO auf die Beine zu stellen. Immerhin...damit kann man nämlich was erreichen, eben wenn es ab jetzt in die richitge Richtung geht. Ansonsten werden sehr bald die Lichter ganz ausgehen.

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"Wenn wir schon nicht gewinnen, dann treten wir ihnen wenigstens den Rasen kaputt" (R.Rüssmann)

Dieser Beitrag wurde zuletzt von Gutgolf am 05.05.2016 um 10:55 Uhr bearbeitet
Finanzen |#1034
05.05.2016 - 11:10 Uhr
Na dann will ich auch nochmal meinen Senf dazu geben. Denn die These vom "Pech" ist falsch. Der finanzielle Scherbenhaufen vor dem wir stehen ist nicht das Ergebnis einer Pechsträhne. Er ist die logische Konsequenz aus dem "System Kuntz".

Unser Problem liegt (lag) im operativen oder vielleicht noch besser im organischen Geschäft, wenn wir diesen Begriff mal dazu benutzen um das operative Geschäft ohne Sondereffekte zu beschreiben. Wir haben einen Überhang beim nicht kickenden Personal von zehn bis fünfzehn Leuten. Wir haben teuer bezahlte Kräfte aus dem "persönlichen Umfeld" von Kuntz und Grünewalt, die alle branchenspezifisch zu viel verdienen und zu wenig Qualifikation mitbrachten. Das berühmteste Beispiel hierfür ist die rätselhafte Vielseitigkeit des Marco Haber. Befragte man Mitarbeiter die schon länger am Berg tätig waren, was der eigentlich genau macht, bekam man, freilich hinter vorgehaltener Hand, die Auskunft, der sei der "Bespaßer" von Kuntz. Offiziell war er praktisch schon alles. Und nichts. Trotzdem ist er teuer. Oder nehmen wir ein weniger bekanntes Beispiel. Als Grünewalt endlich auch offiziell für den FCK tätig wurde, brachte er unter anderem seine persönliche Assistentin aus seiner maroden "Trans Marketing GmbH" mit. Diese wurde exorbitant hoch bezahlt. Mal abgesehen davon, dass man die gleiche Leistung am freien Markt hätte wesentlich billiger einkaufen können, ist dieses "Versorgungswerk" mit dieser Stelle nicht beendet. Als die besagte Assistentin heiratete und ihr Mann beruflich vor dem Aus stand, musste auch für ihn eine Stelle gefunden werden. Er wurde Leiter der FCK Gastronomie - wieder hochbezahlt. Das lässt sich fortsetzen, ist aber nicht sinnvoll, da ein Eckpunkt des Systems bereits deutlich geworden sein sollte.

Es wurde nicht nur subjektiv besetzt sondern es wurden regelmäßig auch Stellen geschaffen, die einer objektiven Bedarfsanalyse niemals standgehalten hätten. Das bekannteste Beispiel dafür ist wieder Marco Haber. Kein Zweitligist kann objektiv begründen warum er zwei Teammanager gleichzeitig beschäftigt. Viele haben nicht einmal einen auf der Lohnliste. Wir mussten aber unbedingt zwei beschäftigen. Und zwar solange bis der Fokus der Öffentlichkeit zu sehr auf diesem Umstand lag. Dann wurde eine andere Lösung gefunden.

Der zweite Knackpunkt auf dem Weg zum Scherbenhaufen ist die Qualifikation der Führungskräfte. Jemand wie Stefan Kuntz mag als Vorstandsvorsitzender funktionieren, wenn er einen qualifizierten Gegenpart hat - in unserer Struktur wäre das der Finanzvorstand UND ausreichend kontrolliert wird. Ansonsten wird es schwierig. Bei uns sind beide Bedingungen über Jahre ausgefallen. Der Ausfall des Aufsichtsrates wiegt dabei noch schwerer als der Austausch von Dr. Ohlinger. Denn erst der Kniefall einzelner Aufsichtsräte vor dem scheinbar unersetzbaren Kuntz (das war nach dem Aufstieg 2010) brachte unseren damaligen Vorstandsvorsitzenden in die Position seinen Freund Fritz Grünewalt nun auch offiziell auf die Gehaltsliste zu setzen und gegen den anfänglichen Widerstand des AR durchzusetzen obwohl schon damals Zweifel an der Qualifikation von Grünewalt vorhanden waren. Kuntz drohte jedoch offen mit seinem Abgang, Rombach knickte ein und die Mehrheit des damaligen AR mit ihm. Es wurde kein einziger Alternativkandidat gesichtet. Das Ergebnis sehen wir hier heute in der Bilanz. Grünewalt war dann so unzureichend für die Rolle als Finanzvorstand qualifiziert, dass er für alles und jedes externe Berater heranziehen musste. Das Problem sind nicht "Feng Shui" Kosten von fünfzigtausend Euro - wenngleich wirklich "verbranntes Geld", sondern Beraterkosten von mehr als SIEBENHUNDERTTAUSEND Euro im abgelaufenen Geschäftsjahr. Das bricht einem auf die Dauer das Genick. Das Stefan Kuntz zusätzlich "auf Risiko" gesetzt hat, strategisch schlimme Fehler gemacht hat - schaut euch nur mal die Zeitpunkte der letzten Trainerwechsel, die durchschnittlichen Kadergrößen oder Vertragskonstrukte wie die "Leihe" von Occean an, kommt dann am Rande noch hinzu.

Der dritte Punkt ist ebenfalls nicht zu unterschätzen. Es ist die Gier die entsteht - und die jeder von uns kennt, wenn man nahezu unkontrollierten Zugriff auf eine Leckerei besitzt und niemand kontrolliert. Warum soll man davon dann nicht doch noch ein Schlückchen mehr nehmen? Schon die Bezahlung der zweiten Firma von Fritz Grünewalt, gemeint ist die "OF Consulting" durch den FCK für eine Leistung die von Dritten erbracht wurde ist grenzwertig. Die Vertretung der Interessen des FCK durch eine für Arbeitsgerichtsprozesse zum damaligen Zeitpunkt nicht ausreichend qualifizierte Kanzlei, trotz millionenschwerer Streitwerte, die nicht nur familiäre Verbindung zu Fritz Grünewalt aufweist sondern vor allem auch langjährig zum privaten Umfeld des Vorstandsvorsitzenden gehört war im Sinne des Vereins zumindest fahrlässig. Sich aber selbst plötzlich noch eine zusätzliche Vergütung zu gewähren, weil man wie die Vorgänger die FCK Gastronomie GmbH formal mitführt, zeigt den Fehler im System endgültig und schmerzhaft auf. Dieser Vorstand war im Schnitt über die letzten Jahre betrachtet der teuerste der ganzen Liga, nur war unser FCK im gleichen Zeitraum eben nicht der Verein mit dem meisten Geld, wenn auch sicher einer der wenigen Clubs mit guten bis sehr guten Ausgangsvoraussetzungen.

Bei einer solchen Lagebeschreibung stellt sich also im Gegenteil nicht die Frage, warum das System zusammengebrochen ist - obwohl einige das immer noch leugnen, sondern vielmehr die, warum es solange gehalten hat. Auch hier ruht die Antwort auf drei Säulen. Erlöse am Transfermarkt sind die eine. Im "System Kuntz" mussten wir in den letzten Jahren Überschüsse am Transfermarkt erzielen (mithin Substanz abfließen lassen) um die Verluste aus dem oben beschriebenen strukturellen Problemen auszugleichen. Das ist die erste Säule. Die zweite sind verdeckte Schulden. So wurden zum Beispiel rückständige Stadionmieten in Millionenhöhe (ausgerechnet aus den beiden Bundesligajahren 10/11 und 11/12) einfach nicht bedient und immer wieder über die Fälligkeiten hinaus einfach höher verzinst in die Zukunft verschoben. Zum Teil mit erheblichem Druck auf die Gläubiger (Insolvenzdrohung). Die dritte Säule ist die "Fananleihe". Diese wurde früh genutzt um Vorgriffe auf spätere (nicht gesicherte!) erhoffte Transfererlöse vorzufinanzieren, die das System wie weiter oben dargelegt unbedingt benötigte (offiziell: "Dispozinsen sparen" - einen Dispositionskredit den man bei keiner Bank bekommen hätte, übrigens).

Ich hoffe es ist mir gelungen einigermaßen darzulegen warum die (durchaus!) zeitweise existenzbedrohende Lage (17 Millionen Euro Schulden - negatives Eigenkapital) nicht aus einem nicht gegebenen Elfmeter oder einem Abseitstor resultiert sondern tatsächlich systematisch aufgebaut wurden. Deshalb spreche ich vom "System Kuntz", an dessen Aufarbeitung mir vor allem deshalb gelegen ist, damit es nicht wiederholbar wird.

Am Ende frisst sich so ein System jedoch selbst. Substanz fließt ab, Sponsorengelder gehen zurück, es kommt Kritik auf, es werden zur Verteidigung angeblich unveränderliche äußere Umstände herangezogen, das Potential wird öffentlich kleingeredet, die Sponsorengelder gehen daraufhin weiter zurück, Substanz fließt ab, Kritik kommt auf, - und so weiter. Einzig gleich geblieben oder im Verlauf der Jahre noch gesteigert wurden die Kosten für Kuntz, Grünewalt und die Entourage. Das ist schon spannend.

Und das alles ist nicht über Nacht passiert. Denn es wurde systematisch gelogen und Druck gegen Kritiker aufgebaut bis hin zu Hexenjagd auf einzelne Journalisten. Oder glaubt hier jemand ernsthaft, Stefan Kuntz - der den Ausbau des NLZ auf den letzten Hauptversammlungen immer praktischerweise auf einen Zeitraum der nach der Lizenzerteilung des jeweils kommenden Jahres lag verschob, hätte nicht gewusst, dass der Papierpalast auf dem Fröhnerhof gar nicht gebaut werden kann als er den Mitgliedern 2015 mit ernstem Gesicht die Mörtelklassen vorgelesen hat?

Soweit zur Lage.


Gruß Berti




EDIT - Übrigens es ist nicht "nur" der Rest der Fananleihe der verschwunden ist. Es sind auch noch weitere 2,8 Millionen vakant, die ebenfalls zweckgebunden waren. Ich zitiere da mal die FAZ:

„Die Reste der Fananleihe waren am 31. März nicht mehr vorhanden.“ Eigentlich hätte er 1,9 Millionen Euro erwartet. Auch der Verbleib zweckgebundener Mittel in Höhe von 2,8 Millionen Euro, die aus einem Stadion-Deal mit der Stadt stammen, ist ungewiss. Klatt wies auf Liquiditätsschwankungen hin, die im Fußball gängig seien. Ob die Vorgänger um Kuntz mit Aussagen, das Geld könne jederzeit investiert werden, die Öffentlichkeit belogen hätten, sei eine „spannende Frage“, sagte Klatt.

Quelle: http://www.faz.net/aktuell/sport/fussball/bundesliga/geld-von-fananleihe-beim-1-fc-kaiserslautern-ist-weg-14214354.html

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Bertikoks - Transfermarkt since 2003. Originalmitgliedsnummer 1686. Keine anonyme Kritik: FCK MGLD 2151

Dieser Beitrag wurde zuletzt von Bertikoks am 05.05.2016 um 11:18 Uhr bearbeitet
Finanzen |#1035
05.05.2016 - 11:15 Uhr
Zitat von Hassabamba
Wenn man letztes Jahr aufgestiegen wäre, würde die Sache ganz anders aussehen. Und so wird es auch in Zukunft sein. Ohne sportlichen Erfolg kein Geld und umgekehrt.


Das große Geld gibt es nur in Liga 1. Allerdings schaffen es andere Vereine, in Liga 2 gut über die Runden zu kommen, oftmals mit deutlich kleinerer Fanbasis und deutlich geringerem Vermarktungspotenzial. Dazu gehört zunächst mal, den Cashflow seriös zu planen.

Dass man hier jahrelang mit einem deutlich negativen Cashflow geplant hat, obwohl man ein negatives Eigenkapital hatte, ist das für mich wirklich erschreckende.

Beste Grüße
Lullaby
Finanzen |#1036
05.05.2016 - 11:18 Uhr
Zitat von Bertikoks
die These vom "Pech" ist falsch. Der finanzielle Scherbenhaufen vor dem wir stehen ist nicht das Ergebnis einer Pechsträhne.


Ich würde so weit gehen, zu behaupten, dass wir Glück hatten, drei Jahre lang die fehlenden Gelder durch DFB-Pokal-Halbfinale und Spielertransfers außerordentlich erwirtschaften zu können.

Beste Grüße
Lullaby
Finanzen |#1037
05.05.2016 - 11:32 Uhr
Zitat von Gutgolf

Ich kann mich auch gar nicht erinnern, dass die mit 30.500 Zuschauern planten?

Doch haben wir, wohl auch zurecht. Der Schnitt der letzten Saison lag bei über 32.000. Und wir hatten auch ca. 11 MIO Spieleretat schief

Tja, wenn man die Story so von Berti aufgetischt bekommt, dann hat man eigentlich keinen Bock mehr...und keine Angst, Berti, es kann sich nicht wiederholen, weil der Schuldenstand so hoch ist, dass das gar nicht möglich ist ugly

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"Wenn wir schon nicht gewinnen, dann treten wir ihnen wenigstens den Rasen kaputt" (R.Rüssmann)
Finanzen |#1038
05.05.2016 - 11:36 Uhr
Zitat von Lullaby
Zitat von Bertikoks

die These vom "Pech" ist falsch. Der finanzielle Scherbenhaufen vor dem wir stehen ist nicht das Ergebnis einer Pechsträhne.


Ich würde so weit gehen, zu behaupten, dass wir Glück hatten, drei Jahre lang die fehlenden Gelder durch DFB-Pokal-Halbfinale und Spielertransfers außerordentlich erwirtschaften zu können.

Exakt so. Wobei war es wirklich Glück, denn ohne diese Erfolge wäre die Situation schon früher klar geworden / eskaliert und wir hätten weniger Gesamtschulden ...

Naja, irgendwie muss man nach vorn blicken und hoffen, dass unser SD ein verdammt gutes Händchen hat...die Gabe von König Midas wäre wünschenswert.

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"Wenn wir schon nicht gewinnen, dann treten wir ihnen wenigstens den Rasen kaputt" (R.Rüssmann)
Finanzen |#1039
05.05.2016 - 11:44 Uhr
Zitat von Gutgolf

Exakt so. Wobei war es wirklich Glück, denn ohne diese Erfolge wäre die Situation schon früher klar geworden / eskaliert und wir hätten weniger Gesamtschulden ...


Die Schulden sind vergleichsweise unproblematisch, so lange wir keine Zinsen zahlen müssen. Und Zinsen zahlen wir meines Wissens nur auf einen geringen Anteil, vornehmlich die 1,2 Millionen gestundeter Stadionmieten und den Anteil der Anleihe, für den die Zeichner ihre Zinsen haben möchten.

Beste Grüße
Lullaby
Finanzen |#1040
06.05.2016 - 10:00 Uhr
Zitat von Gutgolf
Zitat von Hassabamba

Wenn man letztes Jahr aufgestiegen wäre, würde die Sache ganz anders aussehen. Und so wird es auch in Zukunft sein. Ohne sportlichen Erfolg kein Geld und umgekehrt.

Richtig, und wenn man Lotto getippt hätte und hätte 6 Richtige mit Zusatzzahl, dann...

Beim Sport ist es wie an der Börse: Es gibt kein Hätte. Oder sagen wir es einmal so: Der aktuelle Etat darf nicht von "Hätte" abhängen, sondern von ganz verlässlichen Einnahmen. Ich kann mich auch gar nicht erinnern, dass die mit 30.500 Zuschauern planten? Waren das nicht 26.000? Hat einer noch den Plan vom Anfang der Saison...oder kann man wahrscheinlich sogar hier finden, gleich mal suchen.

Klar, hätte man den DFB Pokal gewonnen....würde ManCity Pritsche für 48 MIO kaufen...gibt viele hätte und würdes. Darf man immer mal dran denken, aber auf keinen Fall ernsthaft mit planen. Und das ist in den letzten 4 Jahren aber gemacht worden. In der Tat haben uns nur vollkommen *unerwartbare* Ereignisse wie das Erreichen von Halb- und Viertelfinale des DFB Pokals und sehr gute Ablösesummen UND höhere Schulden bis hierhin torkeln lassen.
Jetzt sehen wir den Scherbenhaufen und müssen uns da rausarbeiten, wie Berti geschrieben hat. Das Wasser steht bis zum Hals, aber wenn wir jetzt gaaaanz vorsichtig in die richtige Richtung gehen und nicht in ein Loch treten, dann können wir uns vielleicht wieder an Land arbeiten. Das ist die ehrliche Situation, in der wir sind. Immerhin haben wir noch die Möglichkeit, einen Etat von knapp 9 MIO auf die Beine zu stellen. Immerhin...damit kann man nämlich was erreichen, eben wenn es ab jetzt in die richitge Richtung geht. Ansonsten werden sehr bald die Lichter ganz ausgehen.


Spieltheorie ist ja eine knuffige Sache: Wäre wirklich mal interessant, was passieren würde, wenn z. B. du oder Berti den Verein führen würden.

Ich verstehe ja, dass man es nicht gut findet, dass man dieses Risiko gegangen ist. Ich persönlich würde auch eher Vorsicht walten lassen. Habe aber keine Ahnung, ob der FCK, wenn er sich strategisch auf einem Verbleib in der 2. Liga ausrichtet, nicht irgendwann in der 3. Liga landet. Es gibt ja genügend Experten, die genau das vorhersagen.

Aber warten wir mal ab, wie wir mit dieser neuen Strategie, die ja jetzt auch alternativlos ist, tatsächlich fahren. Nächste Saison wird einige Antworten liefern. Z.B. ob man sich mit der eher risikormen Strategie nicht in den befürchteten Abwärtsstrudel begibt....
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