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FCK-Fans gegen Rechts

27.02.2012 - 07:52 Uhr
FCK-Fans gegen Rechts |#141
27.02.2012 - 19:39 Uhr
Zitat von Gruppendynamik:
Zitat von 1FCklautern:
Ist dieser Thread wirklich nötig? Ich glaube der FCK hat größere Probleme als sich mit einigen wenigen degenerierten Halbaffen auseinander zusetzen. Hierfür muß man auch keine Zeichen setzen, oder Mahnwachen abhalten. Anzeigen, verfolgen, abstrafen....und jetzt wieder zu unserem wichtigsten Thema: Wie vermeiden wir den Abstieg?


Na eben indem man der Mannschaft zeigt, dass die Fans hinter ihr stehen und sich von den Deppen distanzieren. Das hat schließlich auch eine Botschaft ;)


Jetzt erklär mir mal bitte, warum man sich reflexhaft von etwas distanzieren muss, was zehn Leute gemacht haben? Eigentlich ist es relativ absurd, oder? Schließlich waren das ja keine gewählten Fanvertreter oder hatten sonst irgendeine Funktion. Was habe ich also mit diesen Menschen zu tun, außer das sie behaupten, sie würden den selben Verein lieben, den ich liebe?
FCK-Fans gegen Rechts |#142
27.02.2012 - 19:41 Uhr
Unterzeichnet!

Solche... ich hab da gar keine jugendfreie Wörter für!... dürfen KEINE Chance haben!

Warum sie in's Stadion durften ist mir zwar eine Frage, aber das darf nicht sein!

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/u/Beckerinho
FCK-Fans gegen Rechts |#143
27.02.2012 - 19:50 Uhr
Mal eine Frage an yakat:

Die israelischen Medien werden wohl auch Wind von der Sache bekommen haben. Was wird da geschrieben? Werden wir alle verurteilt? Hat sich Shechter geäußert?

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Martin Amedick.
FCK-Fans gegen Rechts |#144
27.02.2012 - 20:11 Uhr
Na ja, über manches ließe sich schon sinnvollerweise diskutieren. Eine Relativierung von Antisemitismus auf das Level "Beleidigungen jeglicher Art" gehört allerdings nicht dazu, da muss ich Gruppendynamik recht geben. Wer sich sachhaltig informiert, kann kaum zu einem anderen Schluss kommen.

Über andere Dinge kann man prinzipiell schon diskutieren - es ist aber sehr die Frage, ob dieser Thread dafür der richtige Platz ist. Nur mal so zur Anregung ein paar Thesen:

1. Die Mehrheit der sozial benachteiligten Menschen in diesem Land vertritt kein rechtsextremes Gedankengut. Wie kommt das, wo doch angeblich alles in der sozialen Lage aufgeht? Mal ein anderes Beispiel: Das US-Militär ist besorgt, weil im Irak-Krieg nur jeder zweite Soldat überhaupt einen Schuss abgegeben hat. Die Gemeinsamkeit? Viele Menschen können in einer noch so bedrängten Lage sein und werden trotzdem nicht gewalttätig und menschenverachtend handeln. Und umgekehrt (wenn es schon historisch werden muss): An die Macht gebracht haben A.H. nicht die sozial deklassierten "proletarischen" Massen, sondern das Kleinbürgertum und die "gemäßigt-konservativen" Eliten, die glaubten, ihn für ihre Zwecke instrumentalisieren zu können, obwohl sie ihn für einen kulturlosen Parvenü hielten. Merke: Auch Reichtum, Kulturbürgertum und Macht schützen nicht vor menschenverachtender Gesinnung. Die gut gebildeten "Humanisten" sind seinerzeit reihenweise zu den Nazis übergelaufen, wobei auch hier gilt, dass dies keineswegs Alle gemacht haben. --- Die soziale Lage hat durchaus was mit dem Thema zu tun, aber die Zusammenhänge sind wesentlich vermittelter und komplexer als es hier zum Teil dargestellt wird.

2. Eine menschenverachtende Gesinnung ist nicht dasselbe wie Faschismus; letzterer ist vielmehr nur eine Unterkategorie der ersteren und hat noch ganz andere Definitionselemente (z.B. ist er an die kapitalistische Wirtschaftsweise gebunden: Ja, ja - dies obwohl es doch NationalSOZIAISMUS heißt; das ist ein ganz beliebter rhetorischer Trick der Rechten, der argumentativ überhaupt nicht verfängt). Menschenverachtung ist deswegen eine Oberkategorie, weil sie sich - im Gegensatz zum Faschismus - nicht an einer bestimmten Gesellschaftsformation festmacht. Die katholischen Drecksäcke zu Zeiten der Inquisition und der Kreuzzüge treffen sich hier nahtlos mit den den Islam für ihre Zwecke ausbeutenden Taliban und Al Kaida-Terroristen und Stalinisten jedweder Prägung. In dieser Betrachtungsdimension geht es nicht um politisch-weltanschauliche und "kulturelle" Differenz, sondern um die Ausnutzung kultureller Symbole für (staats-)terroristische Zwecke. In dieser - und nur in dieser - Hinsicht hat DanielFranklin recht: Diese Schweinebacken verstehen sich kultur- und epochenübergreifend blind!

3. Der Untersched zwischen Rechts- und Linksextremen besteht darin, dass erstere sich in ihrem Kern zu 100% aus menschenverachtenden Drecksäcken zusammensetzen (die Mitläufer und Novizen muss man argumentativ zurückgewinnen, ganz klar, aber nicht die Kader) und letztere halt eben nicht: Faschismus ist keine Gesinnung, sondern ein Verbrechen! Es gibt keine "gemäßigten" Faschos und auch keinen sinnvollen "Dialog" mit ihnen. Die radikale Linke setzt sich hingegen zum übergroßen Anteil aus Menschen zusammen, die etwas gegen Diskriminierung, Ausbeutung und Militarismus tun wollen und vielfältige soziale Bewegungen (in neuerer Zeit und hierzulande z.B. die APO, die Anti-AKW-, Frauen- und Friedensbewegungen oder die zapatistische Internationale) entscheidend mit geprägt haben. Hier ist der Dialog sinnvoll und möglich, weil eine gemeinsame Wertebasis besteht. Allerdings gibt es auch hier Leute, die sich in einen sektiererhaften und letztendlich menschenverachtenden Ansatz verrannt haben, der z.B. Phänomene wie die RAF und Solidaritätsbekundungen mit Schlächtern von Stalin bis Pol Pot hervorgebracht hat; insbesondere das sich als "antiimperialistisch" bezeichnende Spektrum bringt hier groteske Argumentationen zuwege, die gerne auch mal antisemitisch daherkommen. Daneben gibt es noch so etwas wie einen "gelegenheitsmilitanten" linken "Anarchismus", der gerne mal als "schwarzer Block" Demos instrumentalisiert und sich im Steine werfen übt. Das ist voll übel, absolut indiskutabel und was sonst noch alles, hat aber mit faschistischer Gesinnung nicht die Bohne zu tun. Man muss das einfach auseinanderhalten können, auch wenn man beides vielleicht verabscheuen mag.

4. Die Drecksäcke, die den angeblich "islamistisch" motivierten Terror durchziehen, kommen in der Führung zumeist aus der Oberschicht (Bin Laden) oder der gut gebildeten Mittelschicht (9/11-Piloten). Hätte dieses menschenverachtende Pack jemals den Koran wirklich ernsthaft gelesen, wären sie nie das geworden, was sie geworden sind. Es gibt neben diesen eher wenigen Terroristen in der Tat eine relativ breite Radikalisierung des Islam (Salafismus), die in eine reaktionäre Richtung geht, die man in ihrer Breite aber durchaus noch politisch-argumentativ bekämpfen sollte. Das Schlimmste ist, dies alles unter dem Label "kulturelle Differenz" in eins zu setzen.

So, Sorry für den überlangen Post. Ungeachtet meiner Überzeugung, dass dieser Thread eigentlich für so etwas nicht da sein sollte, hab ich das jetzt doch mal gemacht, weil es ja längst ein Diskussionsthread geworden ist und ich das halbgar-uninformierte Zeugs, was hier teilweise aufkam, ganz einfach nicht unwidersprochen stehen lassen will.

Nur zur Einordnung, nicht um anzugeben: Ich bin promovierter Soziologe und hab zu diesen Themen geforscht. Und Nein, meine Identität gebe ich in einem solchen Forum nicht preis - also glaubt es oder lasst es.

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nginx

Dieser Beitrag wurde zuletzt von Newtrial am 27.02.2012 um 20:16 Uhr bearbeitet
FCK-Fans gegen Rechts |#145
27.02.2012 - 20:16 Uhr
FCK (Sport) und Rechts (Hass, Gewalt) passt einfach nicht zusammen. Diese ganze braune Sch**** gehört auf ewig aus dem (allen) Stadion (Stadien) verbannt (und nicht nur dort) Ebenso Personen und Gruppierungen, die mit beleidigenden Spruchbändern oder Fahnen mit der Aufschrift H****söhne, wie sie in Mainz zu sehen waren, auf sich aufmerksam machen. Mit Provokationen fängt der ganze Teufelskreis an.
FCK-Fans gegen Rechts |#146
27.02.2012 - 20:27 Uhr
Zitat von Newtrial:
Na ja, über manches ließe sich schon sinnvollerweise diskutieren. Eine Relativierung von Antisemitismus auf das Level "Beleidigungen jeglicher Art" gehört allerdings nicht dazu, da muss ich Gruppendynamik recht geben. Wer sich sachhaltig informiert, kann kaum zu einem anderen Schluss kommen.

Über andere Dinge kann man prinzipiell schon diskutieren - es ist aber sehr die Frage, ob dieser Thread dafür der richtige Platz ist. Nur mal so zur Anregung ein paar Thesen:

1. Die Mehrheit der sozial benachteiligten Menschen in diesem Land vertritt kein rechtsextremes Gedankengut. Wie kommt das, wo doch angeblich alles in der sozialen Lage aufgeht? Mal ein anderes Beispiel: Das US-Militär ist besorgt, weil im Irak-Krieg nur jeder zweite Soldat überhaupt einen Schuss abgegeben hat. Die Gemeinsamkeit? Viele Menschen können in einer noch so bedrängten Lage sein und werden trotzdem nicht gewalttätig und menschenverachtend handeln. Und umgekehrt (wenn es schon historisch werden muss): An die Macht gebracht haben A.H. nicht die sozial deklassierten "proletarischen" Massen, sondern das Kleinbürgertum und die "gemäßigt-konservativen" Eliten, die glaubten, ihn für ihre Zwecke instrumentalisieren zu können, obwohl sie ihn für einen kulturlosen Parvenü hielten. Merke: Auch Reichtum, Kulturbürgertum und Macht schützen nicht vor menschenverachtender Gesinnung. Die gut gebildeten "Humanisten" sind seinerzeit reihenweise zu den Nazis übergelaufen, wobei auch hier gilt, dass dies keineswegs Alle gemacht haben. --- Die soziale Lage hat durchaus was mit dem Thema zu tun, aber die Zusammenhänge sind wesentlich vermittelter und komplexer als es hier zum Teil dargestellt wird.

2. Eine menschenverachtende Gesinnung ist nicht dasselbe wie Faschismus; letzterer ist vielmehr nur eine Unterkategorie der ersteren und hat noch ganz andere Definitionselemente (z.B. ist er an die kapitalistische Wirtschaftsweise gebunden: Ja, ja - dies obwohl es doch NationalSOZIAISMUS heißt; das ist ein ganz beliebter rhetorischer Trick der Rechten, der argumentativ überhaupt nicht verfängt). Menschenverachtung ist deswegen eine Oberkategorie, weil sie sich - im Gegensatz zum Faschismus - nicht an einer bestimmten Gesellschaftsformation festmacht. Die katholischen Drecksäcke zu Zeiten der Inquisition und der Kreuzzüge treffen sich hier nahtlos mit den den Islam für ihre Zwecke ausbeutenden Taliban und Al Kaida-Terroristen und Stalinisten jedweder Prägung. In dieser Betrachtungsdimension geht es nicht um politisch-weltanschauliche und "kulturelle" Differenz, sondern um die Ausnutzung kultureller Symbole für (staats-)terroristische Zwecke. In dieser - und nur in dieser - Hinsicht hat DanielFranklin recht: Diese Schweinebacken verstehen sich kultur- und epochenübergreifend blind!

3. Der Untersched zwischen Rechts- und Linksextremen besteht darin, dass erstere sich in ihrem Kern zu 100% aus menschenverachtenden Drecksäcken zusammensetzen (die Mitläufer und Novizen muss man argumentativ zurückgewinnen, ganz klar, aber nicht die Kader) und letztere halt eben nicht: Faschismus ist keine Gesinnung, sondern ein Verbrechen! Es gibt keine "gemäßigten" Faschos und auch keinen sinnvollen "Dialog" mit ihnen. Die radikale Linke setzt sich hingegen zum übergroßen Anteil aus Menschen zusammen, die etwas gegen Diskriminierung, Ausbeutung und Militarismus tun wollen und vielfältige soziale Bewegungen (in neuerer Zeit und hierzulande z.B. die APO, die Anti-AKW-, Frauen- und Friedensbewegungen oder die zapatistische Internationale) entscheidend mit geprägt haben. Hier ist der Dialog sinnvoll und möglich, weil eine gemeinsame Wertebasis besteht. Allerdings gibt es auch hier Leute, die sich in einen sektiererhaften und letztendlich menschenverachtenden Ansatz verrannt haben, der z.B. Phänomene wie die RAF und Solidaritätsbekundungen mit Schlächtern von Stalin bis Pol Pot hervorgebracht hat; insbesondere das sich als "antiimperialistisch" bezeichnende Spektrum bringt hier groteske Argumentationen zuwege, die gerne auch mal antisemitisch daherkommen. Daneben gibt es noch so etwas wie einen "gelegenheitsmilitanten" linken "Anarchismus", der gerne mal als "schwarzer Block" Demos instrumentalisiert und sich im Steine werfen übt. Das ist voll übel, absolut indiskutabel und was sonst noch alles, hat aber mit faschistischer Gesinnung nicht die Bohne zu tun. Man muss das einfach auseinanderhalten können, auch wenn man beides vielleicht verabscheuen mag.

4. Die Drecksäcke, die den angeblich "islamistisch" motivierten Terror durchziehen, kommen in der Führung zumeist aus der Oberschicht (Bin Laden) oder der gut gebildeten Mittelschicht (9/11-Piloten). Hätte dieses menschenverachtende Pack jemals den Koran wirklich ernsthaft gelesen, wären sie nie das geworden, was sie geworden sind. Es gibt neben diesen eher wenigen Terroristen in der Tat eine relativ breite Radikalisierung des Islam (Salafismus), die in eine reaktionäre Richtung geht, die man in ihrer Breite aber durchaus noch politisch-argumentativ bekämpfen sollte. Das Schlimmste ist, dies alles unter dem Label "kulturelle Differenz" in eins zu setzen.

So, Sorry für den überlangen Post. Ungeachtet meiner Überzeugung, dass dieser Thread eigentlich für so etwas nicht da sein sollte, hab ich das jetzt doch mal gemacht, weil es ja längst ein Diskussionsthread geworden ist und ich das halbgar-uninformierte Zeugs, was hier teilweise aufkam, ganz einfach nicht unwidersprochen stehen lassen will.

Nur zur Einordnung, nicht um anzugeben: Ich bin promovierter Soziologe und hab zu diesen Themen geforscht. Und Nein, meine Identität gebe ich in einem solchen Forum nicht preis - also glaubt es oder lasst es.



Darf ich diesen Beitrag auf meiner Webseite meckerrepublik,.de veröffentlichen?
FCK-Fans gegen Rechts |#147
27.02.2012 - 20:28 Uhr
Ihr seit dumm geboren, genau wie ich.
Doch was ich lernte, lernt ihr nicht.
Ihr seit blind vor Hass, dumm wie Brot!
Ihr habt verschissen, eure Führer sind tot.....

Einfache Worte von einer in Deutschland umstrittenen Band, trotzdem Unterschreibe ich diese Textpasage.

Gegen Fremdenhass nicht nur in deutschen Stadien!
FCK-Fans gegen Rechts |#148
27.02.2012 - 20:29 Uhr
Ich denke, jeder hat gesehen, was das 3. Reich mit Menschen gemacht hat. Warum solche Schwachköpfe weiterhin existieren - verzeiht, aber ich bin zu intelligent als dass ich das verstehe.

Ich bin auf jeden Fall für die Aktion.
FCK-Fans gegen Rechts |#149
27.02.2012 - 20:29 Uhr
Zu dem was "Moderatoriker" und "Capri99" schreiben vollkommen dito!

Auch mich stört es schon länger massiv, dass im Block immer wieder latent rechte Äußerungen geduldet werden und wünsche mir mehr Courage von allen Umstehenden dagegen aufzubegehren. Erschrocken bin ich dennoch, dass es nun zu diesem menschenverachtenden "Ausbruch" gekommen ist.

@newtrial: Vielen Dank für deinen interessanten Beitrag!

•     •     •

--------------

Einmal Betze, immer Betze!
FCK-Fans gegen Rechts |#150
27.02.2012 - 20:30 Uhr
Ihr macht das richtig!


Gebt dem rechten Pack keine Chance!!!
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