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Fanszene Teil VI

11.08.2015 - 22:31 Uhr
Fanszene Teil VI |#1141
10.12.2016 - 16:42 Uhr
Zitat von soulKSC
Das Gesamtbild unserer Fanszene ist zunehmend das einer beleidigenden, sich selbst nicht unter Kontrolle habenden, streitsüchtigen und unbelehrbaren Leberwurst. Die Zeiten, als man sich noch dachte "geil, Heimspiel gegen den KSC, da kommen coole Fans mit ner geilen Stimmung" sind leider lange vorbei. Mittlerweile ist doch jedes Team froh, wenn das Heimspiel gegen Karlsruhe einigermaßen friedlich abläuft und die Voll ***** en wieder weg sind.

Dass die Szene zuhause auch überhaupt keine Sogkraft entwickelt, ist mehr denn je sichtbar. Die Zuschauerzahlen entsprechen einzig und alleine dem sportlichen Erfolg. Bei St. Pauli kommen 30.000 im Schnitt in die Bude, die sind letzter, Nürnberg, die anfangs genauso rumgekrebst sind wie wir, hat ebenfalls einen Schnitt von fast 30.000 Besuchern. Bei uns will keiner die Mannschaft sehen, und auf das langweilige, monotone, zuweilen hasserfüllte und aggressive Gejaule der Gegengerade hat auch keiner mehr Bock. Von ständigen Entgleisungen mal ganz abgesehen.



jedesmal das gleiche beleidigte laberrababer... auf dieses langweilige und eintönige blabla, mit schon hasserfülltem und agressivem grundton und verunklimpfungen hat auch keiner bock mehr.

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allez les bleus

liebe kennt keine liga

michael ballack - mein ewiger capitano

danke für den lorbeerkranz, fühle mich geehrt!
Fanszene Teil VI |#1142
10.12.2016 - 16:46 Uhr
Zitat von soulKSC
Das Gesamtbild unserer Fanszene ist zunehmend das einer beleidigenden, sich selbst nicht unter Kontrolle habenden, streitsüchtigen und unbelehrbaren Leberwurst. Die Zeiten, als man sich noch dachte "geil, Heimspiel gegen den KSC, da kommen coole Fans mit ner geilen Stimmung" sind leider lange vorbei. Mittlerweile ist doch jedes Team froh, wenn das Heimspiel gegen Karlsruhe einigermaßen friedlich abläuft und die Voll ***** en wieder weg sind.

Wie ich schon mal etwas ausführlicher auf einen deiner Posts geantwortet hatte: "Die Zeiten, als man sich noch dachte "geil, Heimspiel gegen den KSC, da kommen coole Fans mit ner geilen Stimmung", waren die Zeiten, in denen unsere Fans noch viel streitsüchtiger, aggressiver und beleidigender waren. Dein Quervergleich hinkt (immer noch). Du willst die alten Zeiten wieder? Dann erinnere dich mal wie es da war, sicher nicht in deinem Sinne.

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Wir halten zusammen wie der Wind und das Meer..
Fanszene Teil VI |#1143
10.12.2016 - 16:52 Uhr
Zitat von KApolistaKSC
Zitat von soulKSC

Das Gesamtbild unserer Fanszene ist zunehmend das einer beleidigenden, sich selbst nicht unter Kontrolle habenden, streitsüchtigen und unbelehrbaren Leberwurst. Die Zeiten, als man sich noch dachte "geil, Heimspiel gegen den KSC, da kommen coole Fans mit ner geilen Stimmung" sind leider lange vorbei. Mittlerweile ist doch jedes Team froh, wenn das Heimspiel gegen Karlsruhe einigermaßen friedlich abläuft und die Voll ***** en wieder weg sind.

Wie ich schon mal etwas ausführlicher auf einen deiner Posts geantwortet hatte: "Die Zeiten, als man sich noch dachte "geil, Heimspiel gegen den KSC, da kommen coole Fans mit ner geilen Stimmung", waren die Zeiten, in denen unsere Fans noch viel streitsüchtiger, aggressiver und beleidigender waren. Dein Quervergleich hinkt (immer noch). Du willst die alten Zeiten wieder? Dann erinnere dich mal wie es da war, sicher nicht in deinem Sinne.


Es liegt in den Händen der Fans disese Zündler und teils aggressiven vollgesoffenen gewalttätige Typen zu verbannen. Die "richtigen" Fans auf der Gegenrade haben als einzige die Möglichkeit dazu. Und solange kein Selbstreinigungsprozess in Gang gesetzt wird, wird der Ruf weiter in den Keller gehen und das Gerede nicht weniger werden. Setzt endlich ein Zeichen ihr Supporters und Ultras. Gewalt und Zündeleien haben im Stadion nichts verloren.
Fanszene Teil VI |#1144
10.12.2016 - 19:25 Uhr
Zitat von achtzehn94er
Zitat von Jens89

überigens nettes spruchband das unsere da heute im gästeblock gezeigt haben


Oral raus, anal rein. Jetzt f**ken wir die Liga von hinten! uglyugly


es war auch noch 'meine Liebe und mein Fluch'...

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Bananen Verbot, aber sofort!
Fanszene Teil VI |#1145
10.12.2016 - 19:33 Uhr
Zitat von achtzehn94er

Zitat von Jens89

überigens nettes spruchband das unsere da heute im gästeblock gezeigt haben


Oral raus, anal rein. Jetzt f**ken wir die Liga von hinten! uglyugly


Joo total geil, wenn man ein Assi ist!
Fanszene Teil VI |#1146
10.12.2016 - 19:56 Uhr
Zitat von KApolistaKSC

Zitat von soulKSC

Das Gesamtbild unserer Fanszene ist zunehmend das einer beleidigenden, sich selbst nicht unter Kontrolle habenden, streitsüchtigen und unbelehrbaren Leberwurst. Die Zeiten, als man sich noch dachte "geil, Heimspiel gegen den KSC, da kommen coole Fans mit ner geilen Stimmung" sind leider lange vorbei. Mittlerweile ist doch jedes Team froh, wenn das Heimspiel gegen Karlsruhe einigermaßen friedlich abläuft und die Voll ***** en wieder weg sind.

Wie ich schon mal etwas ausführlicher auf einen deiner Posts geantwortet hatte: "Die Zeiten, als man sich noch dachte "geil, Heimspiel gegen den KSC, da kommen coole Fans mit ner geilen Stimmung", waren die Zeiten, in denen unsere Fans noch viel streitsüchtiger, aggressiver und beleidigender waren. Dein Quervergleich hinkt (immer noch). Du willst die alten Zeiten wieder? Dann erinnere dich mal wie es da war, sicher nicht in deinem Sinne.


Wie schon häufiger geantwortet: Der Fußball entwickelt sich, warum kann unsere Fanszene das nicht? Warum muss ich geile Stimmung und Atmosphäre mit Streitsucht, Aggression und Beleidigungen gleichsetzen? Warum haben viele andere Fanszenen diesen Transit von gestern zu heute geschafft (und ja, viele auch nicht, und viele mit Ausnahmen), während in Karlsruhe der "harte Kern" an alten Idealen festhält, gleichwohl er dabei alte Leute verliert und der Zuwachs gering ist?

Ich beschwöre keine alten Ideale auf. Ich nehme immer das aus meiner Vergangenheit mit, was überzeugt hat, und lasse das, was nicht passte, genau dort. Ich weiß nicht so ganz genau wie du das so machst mit dem Lernen und Weiterentwickeln, war jetzt halt wohl anscheinend sehr subjektiv.

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Nur der KSC!

Bei allem Respekt: Ich verstehe mehr vom Fußball als die meisten hier. Ambitioniert und intellektuell überlegen. Richtig gestandener Typ. Und was bringt uns das jetzt in der Rückrunde?

Dieser Beitrag wurde zuletzt von soulKSC am 10.12.2016 um 19:59 Uhr bearbeitet
Fanszene Teil VI |#1147
10.12.2016 - 20:12 Uhr
Zitat von alteherren

Zitat von soulKSC

Das Gesamtbild unserer Fanszene ist zunehmend das einer beleidigenden, sich selbst nicht unter Kontrolle habenden, streitsüchtigen und unbelehrbaren Leberwurst. Die Zeiten, als man sich noch dachte "geil, Heimspiel gegen den KSC, da kommen coole Fans mit ner geilen Stimmung" sind leider lange vorbei. Mittlerweile ist doch jedes Team froh, wenn das Heimspiel gegen Karlsruhe einigermaßen friedlich abläuft und die Voll ***** en wieder weg sind.

Dass die Szene zuhause auch überhaupt keine Sogkraft entwickelt, ist mehr denn je sichtbar. Die Zuschauerzahlen entsprechen einzig und alleine dem sportlichen Erfolg. Bei St. Pauli kommen 30.000 im Schnitt in die Bude, die sind letzter, Nürnberg, die anfangs genauso rumgekrebst sind wie wir, hat ebenfalls einen Schnitt von fast 30.000 Besuchern. Bei uns will keiner die Mannschaft sehen, und auf das langweilige, monotone, zuweilen hasserfüllte und aggressive Gejaule der Gegengerade hat auch keiner mehr Bock. Von ständigen Entgleisungen mal ganz abgesehen.



jedesmal das gleiche beleidigte laberrababer... auf dieses langweilige und eintönige blabla, mit schon hasserfülltem und agressivem grundton und verunklimpfungen hat auch keiner bock mehr.


.. und jedes mal die gleiche, monotone, relativierende, inhaltslose Rechtfertigung!
Was nützt ein SV, wenn die Agitatoren eines Sche...s drauf geben und auswärts Start sind und den KSC mit Ihrem Aktionen diskreditieren.

Glaub mir: Die Staatsmacht wird am längeren Hebel sitzen und der L-Block wird sich weiter lichten.

Ich bin mal gespannt, wann die ersten "First Response"-Maßnahmen durchgesetzt werden. ( anno: Pilotprojekt der Uni zur Gesichtserkennung)
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Maultasche am 10.12.2016 um 20:15 Uhr bearbeitet
Fanszene Teil VI |#1148
10.12.2016 - 20:52 Uhr
Gefühlt tut man in unserem Verein von Seiten der Vereinsführung zu wenig gegen unsere Problemfans.
Fanszene Teil VI |#1149
10.12.2016 - 22:07 Uhr
Der verhältnismäßig (zur Einwohnerzahl) schlechte Zuschauerzuspruch war doch schon immer da, da müssen wir uns doch gar nichts vormachen. Unabhängig von Ultra oder sonst was. Glaubt hier ernsthaft jemand, dass ohne die Ultras in dieser Saison mehr Zuschauer im Schnitt gekommen wären? Guter Witz. In erster Linie hat der KSC eines: Einige treue Anhänger. Der Rest sind eben "Eventies" die halt auch dazu gehören und bei denen ich auch froh bin, wenn die ihren ***** für den Wildpark hoch kriegen, dennoch erwarte ich von den Eventies sicherlich nicht, dass die gegen Fürth, Sandhausen oder Aue auftauchen. Erst recht nicht, wenn so unerfolgreicher und schlechter Fußball wie in dieser Saison gespielt wird. Aber schaut euch doch die letzten Winterjahre an. Da kamen fast nie mehr als 13.000 und da waren wir teilweise auf Platz 3-5.

Achso.. und warum ist noch mal das Stadion gegen Lautern oder Stuttgart gut verkauft? Wegen der Stimmung.. nicht weil nun weitere 20.000 Menschen denken und hoffen, dass der KSC nun den Bock umstößt.

Die Karlsruher Fanszene hat schon einige Verfehlungen geleistet. Das steht komplett außer Frage. Pyro, Prügeleinen, Ausraster nach Fahnenklau. Total unnötig und braucht keine Sau. Aber umgekehrt sollte sich hier doch mal jeder Fragen: Supporte ich ohne diese Leute? In Ingolstadt traute sich niemand. In Hannover auch nicht. In den Auswärtsspielen wo die Jungs zu spät kommen, macht auch keiner was. Was wäre denn in den letzten Wochen im Wildpark los gewesen, wenn die Leute nicht da wären? 40 Minuten "Oral raus" bei 3000 Zuschauern? Ist es das was man dann möchte? Sandhausen letzte Saison (60 Minuten keine Stimmung) war doch ein gutes bsp. wie ein Fußball Spiel ohne Stimmung ausschaut. Ich möchte es nicht. Das soll aber jeder für sich entscheiden.

Zusammengefasst: Es gibt definitiv Kritikpunkte und mir wäre es auch lieber, wenn man sich komplett auf den Support der eigenen Mannschaft konzentriert und das drum herum ausblenden würde. Leider ist es nicht so, aber trotzdem gehe ich persönlich gerne ins Stadion (mit meinen Leuten). Der Mannschaft wegen, aber auch vor allem, weil mir das Supporten Spaß macht. (auch wenn ich weder zu den "Ultras" noch zu den "Supporters" gehöre) ... also weiter gehts.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Karlsruhe_ftw am 10.12.2016 um 22:12 Uhr bearbeitet
Fanszene Teil VI |#1150
10.12.2016 - 23:46 Uhr
Zitat von Karlsruhe_ftw

Der verhältnismäßig (zur Einwohnerzahl) schlechte Zuschauerzuspruch war doch schon immer da, da müssen wir uns doch gar nichts vormachen. Unabhängig von Ultra oder sonst was. Glaubt hier ernsthaft jemand, dass ohne die Ultras in dieser Saison mehr Zuschauer im Schnitt gekommen wären? Guter Witz. In erster Linie hat der KSC eines: Einige treue Anhänger. Der Rest sind eben "Eventies" die halt auch dazu gehören und bei denen ich auch froh bin, wenn die ihren ***** für den Wildpark hoch kriegen, dennoch erwarte ich von den Eventies sicherlich nicht, dass die gegen Fürth, Sandhausen oder Aue auftauchen. Erst recht nicht, wenn so unerfolgreicher und schlechter Fußball wie in dieser Saison gespielt wird. Aber schaut euch doch die letzten Winterjahre an. Da kamen fast nie mehr als 13.000 und da waren wir teilweise auf Platz 3-5.

Achso.. und warum ist noch mal das Stadion gegen Lautern oder Stuttgart gut verkauft? Wegen der Stimmung.. nicht weil nun weitere 20.000 Menschen denken und hoffen, dass der KSC nun den Bock umstößt.

Die Karlsruher Fanszene hat schon einige Verfehlungen geleistet. Das steht komplett außer Frage. Pyro, Prügeleinen, Ausraster nach Fahnenklau. Total unnötig und braucht keine Sau. Aber umgekehrt sollte sich hier doch mal jeder Fragen: Supporte ich ohne diese Leute? In Ingolstadt traute sich niemand. In Hannover auch nicht. In den Auswärtsspielen wo die Jungs zu spät kommen, macht auch keiner was. Was wäre denn in den letzten Wochen im Wildpark los gewesen, wenn die Leute nicht da wären? 40 Minuten "Oral raus" bei 3000 Zuschauern? Ist es das was man dann möchte? Sandhausen letzte Saison (60 Minuten keine Stimmung) war doch ein gutes bsp. wie ein Fußball Spiel ohne Stimmung ausschaut. Ich möchte es nicht. Das soll aber jeder für sich entscheiden.

Zusammengefasst: Es gibt definitiv Kritikpunkte und mir wäre es auch lieber, wenn man sich komplett auf den Support der eigenen Mannschaft konzentriert und das drum herum ausblenden würde. Leider ist es nicht so, aber trotzdem gehe ich persönlich gerne ins Stadion (mit meinen Leuten). Der Mannschaft wegen, aber auch vor allem, weil mir das Supporten Spaß macht. (auch wenn ich weder zu den "Ultras" noch zu den "Supporters" gehöre) ... also weiter gehts.


Das Interessante an der Diskussion ist, und das geht gegen mein grundlegendes Verständis von Recht und Menschlichkeit, dass man bei Leuten, nur weil sie immer und immer wieder ins Stadion gehen während es andere aus welchen Gründen auch immer nicht tun, über ihre Fehler, über ihre Ausschreitungen, über ihren Hass und ihre Form der Außendarstellung hinwegsieht.

Es steht doch außer Frage, dass in Karlsruhe nicht der eventmäßige Millionenfußball gespielt wird, wie er in München, Leipzig oder in den ganzen Spitzenteams der Premier League fabriziert wird. Natürlich lockt der KSC nicht einzig durch seine sportlichen Erfolg. Der KSC lebt durch seine Identität und seine Regionalität. Der KSC ist ein Markenzeichen unter dessem Namen sich Gruppen und Gemeinschaften bilden, die sich darin auch als soziale Zahnräder in einem Gesamtsystem wiederfinden. Ja, für viele des harten Kerns ist der KSC ein Zuhause, eine besondere Zuflucht und vielleicht sogar der einzige Lebensinhalt. Oder zumindest ein riesiger Teil davon.

Aber für mich, und das gerade in einer Zeit, in der wir auf politischer und gesellschaftlicher Ebene immer wieder mit Misstrauen, Ausgrenzung und Vorverurteilung von Andersdenkenden zu kämpfen haben, ist die Art und Weise, wie sich 'unsere' Fans in vielen Fällen präsentieren beschämend. Das ist wie ein kleiner Mikrokosmos, der die Realitäten unserer Gesellschaft in einem maroden Altbau-Stadion zusammenfasst.

Für mich trägt das, und ja, ich wähle dieses Wort bewusst, faschistische Züge, wenn sich Menschen aufgrund dessen, dass sie einen bestimmten Schal tragen, der zu einem bestimmten Verein zuzuordnen ist, in einen rechtsfreien Raum aufmachen und diejenigen, die ihre Farben nicht teilen, behandeln, als wären sie es nicht wert, auch Mensch zu sein, als wären sie etwas schlechteres. Was steht an jeder Ecke? Dresden verrecke? Red Bull verrecke? Lautern verrecke?

Vor einigen Tagen hat ein gewisser Christoph vor dem Drittliga-Spiel in Magdeburg gegen den Halleschen FC eine Ansprache gehalten, in der er seiner Trauer über den Tod seines Bruders Hannes kundtat:

https://www.youtube.com/watch?v=TMuKJTPvsaY
http://www.mz-web.de/sport/fussball/1-fc-magdeburg/hfc-fanvertreter-zum-tod-von-hannes-s---das-wollte-niemand--das-ist-der-tiefpunkt--24907068

Das Video wurde auch hier gepostet, und überall wo es gepostet wird, findet man nur Kommentare dazu, die einem eigentlich das Gefühl geben, dass jeder die Problematik die dahinter steht verstanden hat und bereit ist, ihr aktiv entgegenzuwirken. Aber eigentlich ist es nur ein weiteres Opfer, dieses Mal eines, das seine Zugehörigkeit zu einem Verein mit dem Leben bezahlt hat, in einer Reihe von vielen Opfern, die der Fußball seit Jahren und Jahrzehnten mit sich trägt und stetig erweitert.

Mein Menschenverständnis ist ein linkes Menschenverständnis. Nur um mal auf die ursprüngliche Bedeutung von "links" und "rechts" einzugehen: Wikipedia definiert die politische Linke unter anderem so:

Zitat von Wikipedia

Die mitunter weit voneinander entfernten Strömungen der politischen Linken eint dabei, dass sie von der Gleichheit der Menschen ausgehen.Mit linker Politik werden sehr unterschiedliche Umsetzungsversuche jener ideologischen Ansätze bezeichnet, welche die Aufhebung von Ungleichheit und als Unterdrückung begriffenen Sozialstrukturen, zugunsten der wirtschaftlich oder gesellschaftlich Benachteiligten, zum Ziel haben.


Ja natürlich leben wir in einer Welt, die von Identitäten geprägt ist. Wir sind Bewohner einer Erde, wir sind Europäer, wir sind Deutsche, wir sind Badner, wir sind Karlsruher. Mit denselben Leuten, mit denen sich einige von uns beim BaWü-Derby am liebsten prügeln würden feiern wir gemeinsam die Weltmeisterschaft von Deutschland, wahrscheinlich ohne es zu wissen, weil wir plötzlich dieselben Farben tragen.

Sport ist ein Wettkampf, und wenn ich mich mit einem Sportler/ einer Mannschaft identifiziere, dann bin ich natürlich an einem Punkt, an dem ich die Herausforderung des Sportlers/ der Mannschaft auch zu meiner eigenen Herausforderung mache. Und natürlich sind auf dem Platz wie auch auf den Rängen Zweikämpfe erlaubt. Natürlich gehört es dazu, dem Gegner auch mal einen Spruch hinterherzuwerfen.

Irgendwo ist aber auch gut. Und eigentlich hat dann gut zu sein, wenn der sportliche Wettkampf beendet ist, denn der definiert die identitäre Vereinszugehörigkeit doch erst.

Der DOSB hat auf seiner Homepage einen interessanten Paragraphen zur Definitionsfindung des Begriffs Sport veröffentlicht:

Zitat von DOSB

Die Sportart muss die Einhaltung ethischer Werte wie z.B. Fairplay, Chancengleichheit, Unverletzlichkeit der Person und Partnerschaft durch Regeln und/oder ein System von Wettkampf- und Klasseneinteilungen gewährleisten. Dies ist nicht gegeben insbesondere bei Konkurrenzhandlungen, die ausschließlich auf materiellen Gewinn abzielen oder die eine tatsächliche oder simulierte Körperverletzung bei Einhaltung der gesetzten Regeln beinhalten.


Wir alle sind Fan eines Sportvereins, wir sind Unterstützer einer Mannschaft aus Sportlern, die unsere Faben tragen, oder deren Farben wir tragen. Wieso sind die moralischen, ethischen Regeln, die wir jedem unserer Gegner auferlegen, die wir jedem unserer Widersacher auf dem Platz auferlegen, für uns nicht mehr von Relevanz, wenn wir nur außen stehen und schreien? Gelten für uns keine Regeln mehr?

Für mich ist Rivalität, so wie ich sie erleben möchte, etwas total Positives. Zwei Gruppen, die die Liebe zum Sport eint (einen! nicht entzweit!), peitschen sich und ihre Mannschaft zu Höchstleistungen, immer darauf bedacht, die andere Gruppe zu übertönen, eine Atmosphäre zu erschaffen, die die 22 Akteure (bzw. 11) pusht, die die Luft stehen lässt. Aber die 22 auf dem Platz geben sich nach dem Schlusspfiff auch die Hände, während bei einigen von uns am liebsten schon während dem Spiel Flaschen, Raketen und Feuerzeuge oder gar Fäuste und Tritte fliegen.

Ich verstehe nicht, warum wir nicht gemeinsam Sport leben können. Warum man sich danach nicht die Hand geben kann. Oder sich zumindest einfach ignorieren kann.

Du stellst die Frage
Glaubt hier ernsthaft jemand, dass ohne die Ultras in dieser Saison mehr Zuschauer im Schnitt gekommen wären?


Ich sage, diese Frage zu stellen geht am Thema vorbei. Fanszenen haben Strukturen erschaffen, die von Ausgrenzung und Abneigung leben. Sie integrieren nur sich und sich selbst. Sie integrieren nur die eigenen Farben. Natürlich, würden die Ultras von heute auf morgen sagen, sie hätten keinen Bock mehr, wäre es erstmal relativ leer im Wildparkstadion (in Hannover haben sich übrigens damals die supportenden Ultras zurückgezogen, trotzdem waren die Spiele ausverkauft).

Fanszenen könnten so eine prägende Rolle für Millionen von Zuschauern spielen. Ich würde mir wünschen, dass man bei gelebter Rivalität, bei gelebter Emotion und aktivem Support nicht nur in Extremfällen nicht vergisst, dass man selbst wie auch die Gegenüber im Kern auch nur Menschen sind. Dass man gezielt wählt zwischen Diss und Beleidigung. Zwischen Ignoranz und Faustschlag. Zwischen blödem Zwischenruf und dem Werfen von Gegenständen. Und dass man nach Spielen wieder Größe zeigt, die Sieger sich feiern lässt und die Geschlagenen mit Respekt ihren Heimweg antreten lässt. Dass ein Schal außerhalb des Stadions einfach nur als Kleidungsstück angesehen wird, und nicht als Zeichen für eine Identität, die man selbst nicht unterstützt.

Bezeichnet mich gerne als Gutmenschen. Aber fragt euch immer, wie ihr möchtet, dass man mit euch umgeht, bevor ihr im Sinne von Zuschauerzahlen und Stimmung darüber hinwegseht, wie Menschen als Fans eines Sportvereins miteinander umgehen können, wenn sie nur ausgrenzend und verachtend genug denken.

PS: Das gilt übrigens auch für die Polizei. So viele ***** en sich auch in den Reihen der "Cops" tummeln, auch das sind nur Menschen.

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Nur der KSC!

Bei allem Respekt: Ich verstehe mehr vom Fußball als die meisten hier. Ambitioniert und intellektuell überlegen. Richtig gestandener Typ. Und was bringt uns das jetzt in der Rückrunde?

Dieser Beitrag wurde zuletzt von soulKSC am 10.12.2016 um 23:50 Uhr bearbeitet
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