Ex-Lautrer
31.07.2015 - 09:17 Uhr
02.06.2023 - 15:47 Uhr
Für Leute mit Adblocker oder Springer-Allergie gibt es die Szene auch bei youtube, zumindest ist es vermutlich die gleiche. Vucur trifft da der Ball, aber keine Schuld.
Beste Grüße
Lullaby
Beste Grüße
Lullaby
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Lullaby am 02.06.2023 um 15:49 Uhr bearbeitet
02.06.2023 - 16:07 Uhr
Armer Stipe! Hat bestimmt weh getan.
04.06.2023 - 13:21 Uhr
Pollerbeck wohl kurz vor einem Wechsel nach Magdeburg
04.06.2023 - 13:28 Uhr
Das hab ich Mitte der letzten Saison schon geschrieben, dass das passen könnte. Das wäre mMn ein Meilenstein für Magdeburg. Die hatten diese Saison nämlich mMn einen der schlechtesten Torhüter im Tor. Der war nur fußballerisch sehr stark, was gut zu Magdeburg passte. Pollersbeck ist da für mich eine Kombination aus beidem. Im Tor klar stärker, fußballerisch aber auch nicht schlecht.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Pasi11 am 04.06.2023 um 13:30 Uhr bearbeitet
04.06.2023 - 15:53 Uhr
Zitat von HARRYKOCHFAN
Ich definitiv nicht. Ich verachte ihn dafür, dass er damals vom FCK zu diesem Brausekonstrukt gewechselt ist. Es hätte so viele akzeptable Alternativen gegeben und durchgesetzt hätte er sich auch woanders. Ich will diesen Söldner ohne FCK-Herzblut nie wieder in unserem Trikot sehen. Wenn ich nur daran denke bekomme ich Brechreiz. Bitte nicht!!
Zitat von Old_Icebear
Ich kann das auch nicht verstehen. Wenn man sich seine Karriere anschaut, hat er alles richtig gemacht. Und falls eine Rückkehr von ihm mal im Raum stünde und es sportlich Sinn machen würde, würde ich ihn auch willkommen heißen.
Zitat von Mittelschichtler
So ist es. Orban ist ein ganz anderes Regal. Habe die Abneigungen nie verstanden oder anders formuliert, hege ich persönlich in 2023 keinen Hass oder sonstiges ihm gegenüber.
Zitat von FCK-Tribun
Jo, Orban ist halt auch Führungsspieler und Leistungsträger bei einem Champions League-Teilnehmer und dem Pokalsieger und kam in den Genuss der wohl widerlichsten Hetzjagd der FCK-Geschichte. An seiner Stelle würde ich mich auch nicht mit dem Gedanken an eine Rückkehr befassen. Umgekehrt spielt bei Heintz auch die eigene sportliche Situation eine Rolle. Wäre er Stammspieler bei Union oder hätte er sich zumindest bei Bochum in dieser Saison durchgesetzt, lägen die Dinge vermutlich auch anders.
Jo, Orban ist halt auch Führungsspieler und Leistungsträger bei einem Champions League-Teilnehmer und dem Pokalsieger und kam in den Genuss der wohl widerlichsten Hetzjagd der FCK-Geschichte. An seiner Stelle würde ich mich auch nicht mit dem Gedanken an eine Rückkehr befassen. Umgekehrt spielt bei Heintz auch die eigene sportliche Situation eine Rolle. Wäre er Stammspieler bei Union oder hätte er sich zumindest bei Bochum in dieser Saison durchgesetzt, lägen die Dinge vermutlich auch anders.
So ist es. Orban ist ein ganz anderes Regal. Habe die Abneigungen nie verstanden oder anders formuliert, hege ich persönlich in 2023 keinen Hass oder sonstiges ihm gegenüber.
Ich kann das auch nicht verstehen. Wenn man sich seine Karriere anschaut, hat er alles richtig gemacht. Und falls eine Rückkehr von ihm mal im Raum stünde und es sportlich Sinn machen würde, würde ich ihn auch willkommen heißen.
Ich definitiv nicht. Ich verachte ihn dafür, dass er damals vom FCK zu diesem Brausekonstrukt gewechselt ist. Es hätte so viele akzeptable Alternativen gegeben und durchgesetzt hätte er sich auch woanders. Ich will diesen Söldner ohne FCK-Herzblut nie wieder in unserem Trikot sehen. Wenn ich nur daran denke bekomme ich Brechreiz. Bitte nicht!!
Ich ziehe das mal aus dem Thread zu Dominik Heintz hier rüber. Das passt wohl besser.
Ich fand Orban Abgang damals nicht gut. Vor allem, wie er sich äußerte.
Aktuell dürfte er weder sportlich noch finanziell ein Thema für uns sein und es auf Jahre weg auch nicht werden.
Aber dieses Geschreibsel von wegen Judas, Verräter etc. finde ich ziemlich befremdlich. Mit Verlaub, lasst ihr euch im realen Arbeitsleben vorschreiben, für wen ihr zu arbeiten habt? Das hat auch was mit Dingen wie Freizügigkeit und Vertragsfreiheit zu tun.
Die Realität ist, wir sind gerade erst wieder Zweitligist geworden. Wir haben nach wie vor begrenzte Ressourcen. Wenn der Verein doch über allem stehen soll, helfen solche Befindlichkeiten dem Verein denn in irgendeiner Weise?
04.06.2023 - 17:37 Uhr
Die ganze Wechselgeschichte um Willi Orban war für mich persönlich damals ein entscheidender Knackpunkt für die Zukunft und hat mir ein Stück weit die verblendeten Augen geöffnet.
Dieser verdaddelte Aufstieg 2015 und die Verkündung, dass es unseren Kapitän, der seit seinem vierten Lebensjahr das Trikot trägt, ausgerechnet nach Leipzig wechselt , die ja damals auch noch in der zweiten Liga kickten, das waren gleich zwei absolute K.O.-Schläge hintereinander für die Fanseele, da brauche ich nix schönzufärben.
Dementsprechend war ich aber auch vollkommen dafür, dass Orban in der folgenden Saison auf dem Betze komplett der Spaß vergehen sollte, es sollte die pure Hölle werden. Ich war für jedes einzelne Banner gegen ihn, für jeden Schmähgesang und als der dann noch gelb-rot sah und wir kurz vor Schluss noch den 1:1-Ausgleich erzielten, lachte ich nur laut hämisch und dachte mir triumphal: "Dem haben wirs jetzt aber gezeigt!" Genauso gut kann ich mich gut an die hitzige Diskussion hier im Nachgang erinnern, ob das alles dann doch zu weit ging und viele Fans von anderen Vereinen dabei waren.
Wie gesagt, ich würde lügen, wenn ich damals nicht auch bei dieser Anti-Haltung gegenüber Orban absolut dabei war. Man war halt irgendwo auch jünger, dümmer, naiver, nennt es wie ihr wollt. Soll natürlich trotzdem keine Entschuldigung sein, die Aktionen von damals sehe ich aus heutiger Sicht auch komplett anders, das war wahrlich kein Ruhmesblatt.
Je mehr Saisons danach ins Land gingen und RB ja bei weitem nicht das einzige künstlich gepushte Projekt blieb, sondern man vermehrt solche Geschichten auch international zu sehen bekam und der FCK parallel immer weiter nach unten durchgereicht wurde, da wurde mir immer mehr klar: Junge, wach endlich auf! Den Fußball, den du vielleicht mal noch in den 90ern kennengelernt hast, den gibt es nur noch in deiner Fantasie oder ist Wunschdenken! Dieser ganze Bumms ist komplett durchkapitalisiert, es geht primär darum, wer besser zahlen kann und da kannst du dir von deinen immer vorgebeteten Schlagworten wie "Traditionsverein" oder irgendwelchen "Werten" aus längst vergangenen Tagen rein gar nichts mehr kaufen. Wenn der hochgezüchtete Dorfklub von nebenan schlicht mehr Geld bieten kann, wechseln 95% der Spieler auch da hin. Kannst du von morgens bis abends kacke finden, es ändert nichts.
Man musste einfach erkennen: Entweder passt man sich als Verein dem ganzen an und findet im Idealfall auch selber potente Geldgeber, oder du kannst die Uhr danach stellen, bis du in den Amateurbereich durchgereicht wirst und dort deine Saisonhighlights vielleicht höchstens noch aus Derbys gegen Pirmasens bestehen. Und es hat ja nun wahrlich nicht viel gefehlt, dass es 2021 fast wirklich dazu gekommen wäre!
Ein Marius Müller ist ein Jahr später ja auch zu RB und hat uns damit geldmäßig noch irgendwie mit den Hintern gerettet, er und Gino Fechner kamen später aus Leipzig zu uns, ja und selbst unser bester Stürmertransfer seit Jahren und Publikumsliebling Terrence Boyd sagte letztens noch im Kicker-Interview mit einem flapsigen Grinsen zum Thema Fußballromantik: "Da bin ich eh der falsche, ich war bei RB Leipzig." Das ist heutzutage halt schlicht normal geworden, auch wenn man diesen ganzen RB-Kosmos noch so wenig leiden kann.
Wie gesagt, im Endeffekt war dieser damalige Wechsel für mich persönlich eine Art "Zeitenwende" im Kopf. Seitdem reagiere ich generell auf Abgänge im Profigeschäft relativ gelassen oder auch fast gleichgültig, weils halt einfach der normale Lauf der Dinge ist. Du kannst eh nix dran machen, also warum aufregen?
Und trotzdem, gerade jetzt auch im Hinblick auf die Gerüchte um Heintz: Ja natürlich würde ich auch da erstmal komplett irrational in Jubelsprünge verfallen, wenn die Rückholaktion tatsächlich real werden sollte! Denn so ein klein wenig Fußballromantik, die bleibt irgendwo immer im Hinterkopf und hin und wieder brauchts manchmal so Geschichten einfach, um so 'ne gewisse Euphorie zu entfachen! Denn immer und überall nur alles rational und analytisch zu sehen, ja so macht das Fan-Dasein auf Dauer auch keinen Spaß.
Dieser verdaddelte Aufstieg 2015 und die Verkündung, dass es unseren Kapitän, der seit seinem vierten Lebensjahr das Trikot trägt, ausgerechnet nach Leipzig wechselt , die ja damals auch noch in der zweiten Liga kickten, das waren gleich zwei absolute K.O.-Schläge hintereinander für die Fanseele, da brauche ich nix schönzufärben.
Dementsprechend war ich aber auch vollkommen dafür, dass Orban in der folgenden Saison auf dem Betze komplett der Spaß vergehen sollte, es sollte die pure Hölle werden. Ich war für jedes einzelne Banner gegen ihn, für jeden Schmähgesang und als der dann noch gelb-rot sah und wir kurz vor Schluss noch den 1:1-Ausgleich erzielten, lachte ich nur laut hämisch und dachte mir triumphal: "Dem haben wirs jetzt aber gezeigt!" Genauso gut kann ich mich gut an die hitzige Diskussion hier im Nachgang erinnern, ob das alles dann doch zu weit ging und viele Fans von anderen Vereinen dabei waren.
Wie gesagt, ich würde lügen, wenn ich damals nicht auch bei dieser Anti-Haltung gegenüber Orban absolut dabei war. Man war halt irgendwo auch jünger, dümmer, naiver, nennt es wie ihr wollt. Soll natürlich trotzdem keine Entschuldigung sein, die Aktionen von damals sehe ich aus heutiger Sicht auch komplett anders, das war wahrlich kein Ruhmesblatt.
Je mehr Saisons danach ins Land gingen und RB ja bei weitem nicht das einzige künstlich gepushte Projekt blieb, sondern man vermehrt solche Geschichten auch international zu sehen bekam und der FCK parallel immer weiter nach unten durchgereicht wurde, da wurde mir immer mehr klar: Junge, wach endlich auf! Den Fußball, den du vielleicht mal noch in den 90ern kennengelernt hast, den gibt es nur noch in deiner Fantasie oder ist Wunschdenken! Dieser ganze Bumms ist komplett durchkapitalisiert, es geht primär darum, wer besser zahlen kann und da kannst du dir von deinen immer vorgebeteten Schlagworten wie "Traditionsverein" oder irgendwelchen "Werten" aus längst vergangenen Tagen rein gar nichts mehr kaufen. Wenn der hochgezüchtete Dorfklub von nebenan schlicht mehr Geld bieten kann, wechseln 95% der Spieler auch da hin. Kannst du von morgens bis abends kacke finden, es ändert nichts.
Man musste einfach erkennen: Entweder passt man sich als Verein dem ganzen an und findet im Idealfall auch selber potente Geldgeber, oder du kannst die Uhr danach stellen, bis du in den Amateurbereich durchgereicht wirst und dort deine Saisonhighlights vielleicht höchstens noch aus Derbys gegen Pirmasens bestehen. Und es hat ja nun wahrlich nicht viel gefehlt, dass es 2021 fast wirklich dazu gekommen wäre!
Ein Marius Müller ist ein Jahr später ja auch zu RB und hat uns damit geldmäßig noch irgendwie mit den Hintern gerettet, er und Gino Fechner kamen später aus Leipzig zu uns, ja und selbst unser bester Stürmertransfer seit Jahren und Publikumsliebling Terrence Boyd sagte letztens noch im Kicker-Interview mit einem flapsigen Grinsen zum Thema Fußballromantik: "Da bin ich eh der falsche, ich war bei RB Leipzig." Das ist heutzutage halt schlicht normal geworden, auch wenn man diesen ganzen RB-Kosmos noch so wenig leiden kann.
Wie gesagt, im Endeffekt war dieser damalige Wechsel für mich persönlich eine Art "Zeitenwende" im Kopf. Seitdem reagiere ich generell auf Abgänge im Profigeschäft relativ gelassen oder auch fast gleichgültig, weils halt einfach der normale Lauf der Dinge ist. Du kannst eh nix dran machen, also warum aufregen?
Und trotzdem, gerade jetzt auch im Hinblick auf die Gerüchte um Heintz: Ja natürlich würde ich auch da erstmal komplett irrational in Jubelsprünge verfallen, wenn die Rückholaktion tatsächlich real werden sollte! Denn so ein klein wenig Fußballromantik, die bleibt irgendwo immer im Hinterkopf und hin und wieder brauchts manchmal so Geschichten einfach, um so 'ne gewisse Euphorie zu entfachen! Denn immer und überall nur alles rational und analytisch zu sehen, ja so macht das Fan-Dasein auf Dauer auch keinen Spaß.
04.06.2023 - 18:13 Uhr
Zitat von Lessi_FCK
Je mehr Saisons danach ins Land gingen und RB ja bei weitem nicht das einzige künstlich gepushte Projekt blieb, sondern man vermehrt solche Geschichten auch international zu sehen bekam und der FCK parallel immer weiter nach unten durchgereicht wurde, da wurde mir immer mehr klar: Junge, wach endlich auf! Den Fußball, den du vielleicht mal noch in den 90ern kennengelernt hast, den gibt es nur noch in deiner Fantasie oder ist Wunschdenken! Dieser ganze Bumms ist komplett durchkapitalisiert, es geht primär darum, wer besser zahlen kann und da kannst du dir von deinen immer vorgebeteten Schlagworten wie "Traditionsverein" oder irgendwelchen "Werten" aus längst vergangenen Tagen rein gar nichts mehr kaufen.
Je mehr Saisons danach ins Land gingen und RB ja bei weitem nicht das einzige künstlich gepushte Projekt blieb, sondern man vermehrt solche Geschichten auch international zu sehen bekam und der FCK parallel immer weiter nach unten durchgereicht wurde, da wurde mir immer mehr klar: Junge, wach endlich auf! Den Fußball, den du vielleicht mal noch in den 90ern kennengelernt hast, den gibt es nur noch in deiner Fantasie oder ist Wunschdenken! Dieser ganze Bumms ist komplett durchkapitalisiert, es geht primär darum, wer besser zahlen kann und da kannst du dir von deinen immer vorgebeteten Schlagworten wie "Traditionsverein" oder irgendwelchen "Werten" aus längst vergangenen Tagen rein gar nichts mehr kaufen.
Danke für deinen ehrlichen Beitrag! So ging es mir selbst damals auch. Man muss einfach mal erkennen, dass wir im Vergleich mit anderen (schon von der Historie her) ein besonderer - aber eben nicht der "bessere" - Verein sind. Besonders ist unsere Mobilisierungs- und Begeisterungsfähigkeit, das haben wir zuletzt wieder unter Beweis gestellt. Aber nur, weil du ein "Traditionsverein" mit starker Fanbase bist, hast du doch noch lange nicht die "besseren Fans" (s. Dresden). Bei uns ging es in den vergangenen zwei Dekaden auch sehr krass ab, wir haben wie kaum ein anderer Geld, Trainer und Spieler verschlissen und die Fanpolarisierung war mitunter ganz schön heftig. Deswegen finde ich es etwas fragwürdig, wenn Fans von uns mit dem Finger auf den BVB zeigen, der doch genauso ein mediales Eventie-Produkt sei wie der FCB. Dabei geht es mir gar nicht so sehr um dieses Urteil als solches, sondern um die Selbstherrlichkeit derer, die da den Finger auf andere richten. Was ist denn unsere KGaA anderes als ein "Konstrukt"? Wo verweigern wir uns denn der Hyperkommerzialisierung im Fußball? Es wird ja nicht einmal nachgefragt, wie sich der FCK bei der Abstimmung zum DFL-Investorenkonzept verhalten hat. Scheint ja nicht so wichtig zu sein.
Auch das Reizbild RB wird sich abnutzen. So wie Wolfsburg. Und Leverkusen ist ja im Grunde schon ziemlich akzeptiert. Alles eine Frage der Zeit und des Grases, das der Greenkeeper über die Sache wachsen lässt.
Wir stehen "für unsere Farben", weil wir da halt reinsozialisiert wurden. Aber wir stehen im Grunde nicht für eine andere, "bessere", "authentischere" oder sonstwas Fußballkultur. Unser "Vier-Säulen-Modell" ist auch kein wahnsinnig authentischer "Lautrer Weg", der sich von der Hyperkommerzialisierung abgrenzen würde. Wir sind aus einem einzigen kühlen Grunde NICHT hyperkommerzialisiert: weil uns niemand die dafür nötige Kohle geben will. Oder denkt hier irgendjemand, wir hätten einen Windhorst abgelehnt? Oder mit unseren damaligen Verantwortlichen mit dem Geld mehr erreicht als die Hertha? Wir sollen irgendwann ja mal Hopp abgelehnt haben, bevor der dann seinen Dorfverein gepampert hat. Wer von uns mit einer Zeitmaschine würde diese Entscheidung von damals eigentlich heute NICHT rückgängig machen wollen? Das ist in der Tat keine rhetorische Frage, sondern ein interessantes Gedankenspiel für eine ehrliche Selbstreflexion. Gerade weil Hopp ja genauso gehatet wurde wie Orban.
Ich empfinde das alles inzwischen als zu selbstgerecht. Verlässt uns ein guter Spieler für das bessere Angebot, ist er ein "Söldner". Wollen wir einen Spieler mit laufendem Vertrag abgeben - und es gibt dazu keine einvernehmliche Lösung - "sitzt der seinen Vertrag aus", der undankbare Schuft.
Willy Orban wird seinen damaligen Schritt mit Sicherheit nie bereut haben. Und sportliches Heimweh a'la Zimmer und Heintz wird ihn ganz bestimmt nicht plagen. Diese Personalie hält uns echt einen ziemlich ehrlichen Spiegel vor! Und der zeigt leider kein sonderlich sympathisches Selbstbild.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Newtrial am 04.06.2023 um 18:18 Uhr bearbeitet
04.06.2023 - 20:25 Uhr
Zitat von Newtrial
Danke für deinen ehrlichen Beitrag! So ging es mir selbst damals auch. Man muss einfach mal erkennen, dass wir im Vergleich mit anderen (schon von der Historie her) ein besonderer - aber eben nicht der "bessere" - Verein sind. Besonders ist unsere Mobilisierungs- und Begeisterungsfähigkeit, das haben wir zuletzt wieder unter Beweis gestellt. Aber nur, weil du ein "Traditionsverein" mit starker Fanbase bist, hast du doch noch lange nicht die "besseren Fans" (s. Dresden). Bei uns ging es in den vergangenen zwei Dekaden auch sehr krass ab, wir haben wie kaum ein anderer Geld, Trainer und Spieler verschlissen und die Fanpolarisierung war mitunter ganz schön heftig. Deswegen finde ich es etwas fragwürdig, wenn Fans von uns mit dem Finger auf den BVB zeigen, der doch genauso ein mediales Eventie-Produkt sei wie der FCB. Dabei geht es mir gar nicht so sehr um dieses Urteil als solches, sondern um die Selbstherrlichkeit derer, die da den Finger auf andere richten. Was ist denn unsere KGaA anderes als ein "Konstrukt"? Wo verweigern wir uns denn der Hyperkommerzialisierung im Fußball? Es wird ja nicht einmal nachgefragt, wie sich der FCK bei der Abstimmung zum DFL-Investorenkonzept verhalten hat. Scheint ja nicht so wichtig zu sein.
Auch das Reizbild RB wird sich abnutzen. So wie Wolfsburg. Und Leverkusen ist ja im Grunde schon ziemlich akzeptiert. Alles eine Frage der Zeit und des Grases, das der Greenkeeper über die Sache wachsen lässt.
Wir stehen "für unsere Farben", weil wir da halt reinsozialisiert wurden. Aber wir stehen im Grunde nicht für eine andere, "bessere", "authentischere" oder sonstwas Fußballkultur. Unser "Vier-Säulen-Modell" ist auch kein wahnsinnig authentischer "Lautrer Weg", der sich von der Hyperkommerzialisierung abgrenzen würde. Wir sind aus einem einzigen kühlen Grunde NICHT hyperkommerzialisiert: weil uns niemand die dafür nötige Kohle geben will. Oder denkt hier irgendjemand, wir hätten einen Windhorst abgelehnt? Oder mit unseren damaligen Verantwortlichen mit dem Geld mehr erreicht als die Hertha? Wir sollen irgendwann ja mal Hopp abgelehnt haben, bevor der dann seinen Dorfverein gepampert hat. Wer von uns mit einer Zeitmaschine würde diese Entscheidung von damals eigentlich heute NICHT rückgängig machen wollen? Das ist in der Tat keine rhetorische Frage, sondern ein interessantes Gedankenspiel für eine ehrliche Selbstreflexion. Gerade weil Hopp ja genauso gehatet wurde wie Orban.
Ich empfinde das alles inzwischen als zu selbstgerecht. Verlässt uns ein guter Spieler für das bessere Angebot, ist er ein "Söldner". Wollen wir einen Spieler mit laufendem Vertrag abgeben - und es gibt dazu keine einvernehmliche Lösung - "sitzt der seinen Vertrag aus", der undankbare Schuft.
Willy Orban wird seinen damaligen Schritt mit Sicherheit nie bereut haben. Und sportliches Heimweh a'la Zimmer und Heintz wird ihn ganz bestimmt nicht plagen. Diese Personalie hält uns echt einen ziemlich ehrlichen Spiegel vor! Und der zeigt leider kein sonderlich sympathisches Selbstbild.
Zitat von Lessi_FCK
Je mehr Saisons danach ins Land gingen und RB ja bei weitem nicht das einzige künstlich gepushte Projekt blieb, sondern man vermehrt solche Geschichten auch international zu sehen bekam und der FCK parallel immer weiter nach unten durchgereicht wurde, da wurde mir immer mehr klar: Junge, wach endlich auf! Den Fußball, den du vielleicht mal noch in den 90ern kennengelernt hast, den gibt es nur noch in deiner Fantasie oder ist Wunschdenken! Dieser ganze Bumms ist komplett durchkapitalisiert, es geht primär darum, wer besser zahlen kann und da kannst du dir von deinen immer vorgebeteten Schlagworten wie "Traditionsverein" oder irgendwelchen "Werten" aus längst vergangenen Tagen rein gar nichts mehr kaufen.
Je mehr Saisons danach ins Land gingen und RB ja bei weitem nicht das einzige künstlich gepushte Projekt blieb, sondern man vermehrt solche Geschichten auch international zu sehen bekam und der FCK parallel immer weiter nach unten durchgereicht wurde, da wurde mir immer mehr klar: Junge, wach endlich auf! Den Fußball, den du vielleicht mal noch in den 90ern kennengelernt hast, den gibt es nur noch in deiner Fantasie oder ist Wunschdenken! Dieser ganze Bumms ist komplett durchkapitalisiert, es geht primär darum, wer besser zahlen kann und da kannst du dir von deinen immer vorgebeteten Schlagworten wie "Traditionsverein" oder irgendwelchen "Werten" aus längst vergangenen Tagen rein gar nichts mehr kaufen.
Danke für deinen ehrlichen Beitrag! So ging es mir selbst damals auch. Man muss einfach mal erkennen, dass wir im Vergleich mit anderen (schon von der Historie her) ein besonderer - aber eben nicht der "bessere" - Verein sind. Besonders ist unsere Mobilisierungs- und Begeisterungsfähigkeit, das haben wir zuletzt wieder unter Beweis gestellt. Aber nur, weil du ein "Traditionsverein" mit starker Fanbase bist, hast du doch noch lange nicht die "besseren Fans" (s. Dresden). Bei uns ging es in den vergangenen zwei Dekaden auch sehr krass ab, wir haben wie kaum ein anderer Geld, Trainer und Spieler verschlissen und die Fanpolarisierung war mitunter ganz schön heftig. Deswegen finde ich es etwas fragwürdig, wenn Fans von uns mit dem Finger auf den BVB zeigen, der doch genauso ein mediales Eventie-Produkt sei wie der FCB. Dabei geht es mir gar nicht so sehr um dieses Urteil als solches, sondern um die Selbstherrlichkeit derer, die da den Finger auf andere richten. Was ist denn unsere KGaA anderes als ein "Konstrukt"? Wo verweigern wir uns denn der Hyperkommerzialisierung im Fußball? Es wird ja nicht einmal nachgefragt, wie sich der FCK bei der Abstimmung zum DFL-Investorenkonzept verhalten hat. Scheint ja nicht so wichtig zu sein.
Auch das Reizbild RB wird sich abnutzen. So wie Wolfsburg. Und Leverkusen ist ja im Grunde schon ziemlich akzeptiert. Alles eine Frage der Zeit und des Grases, das der Greenkeeper über die Sache wachsen lässt.
Wir stehen "für unsere Farben", weil wir da halt reinsozialisiert wurden. Aber wir stehen im Grunde nicht für eine andere, "bessere", "authentischere" oder sonstwas Fußballkultur. Unser "Vier-Säulen-Modell" ist auch kein wahnsinnig authentischer "Lautrer Weg", der sich von der Hyperkommerzialisierung abgrenzen würde. Wir sind aus einem einzigen kühlen Grunde NICHT hyperkommerzialisiert: weil uns niemand die dafür nötige Kohle geben will. Oder denkt hier irgendjemand, wir hätten einen Windhorst abgelehnt? Oder mit unseren damaligen Verantwortlichen mit dem Geld mehr erreicht als die Hertha? Wir sollen irgendwann ja mal Hopp abgelehnt haben, bevor der dann seinen Dorfverein gepampert hat. Wer von uns mit einer Zeitmaschine würde diese Entscheidung von damals eigentlich heute NICHT rückgängig machen wollen? Das ist in der Tat keine rhetorische Frage, sondern ein interessantes Gedankenspiel für eine ehrliche Selbstreflexion. Gerade weil Hopp ja genauso gehatet wurde wie Orban.
Ich empfinde das alles inzwischen als zu selbstgerecht. Verlässt uns ein guter Spieler für das bessere Angebot, ist er ein "Söldner". Wollen wir einen Spieler mit laufendem Vertrag abgeben - und es gibt dazu keine einvernehmliche Lösung - "sitzt der seinen Vertrag aus", der undankbare Schuft.
Willy Orban wird seinen damaligen Schritt mit Sicherheit nie bereut haben. Und sportliches Heimweh a'la Zimmer und Heintz wird ihn ganz bestimmt nicht plagen. Diese Personalie hält uns echt einen ziemlich ehrlichen Spiegel vor! Und der zeigt leider kein sonderlich sympathisches Selbstbild.
@ Lessi @Newtrial
Das sind aus meiner Sicht sehr gute Beiträge.
Uns allen wären die Verhältnisse im Fußball lieber, unter denen wir den FCK schätzen und lieben gelernt haben. Die Fehler der Vergangenheit haben jedoch dazu beigetragen, dass wir einen Absturz hingelegt haben, der seinesgleichen sucht.
Wir können nur versuchen, uns mit harter Arbeit als Verein wieder so weit wie möglich nach oben arbeiten. Wie schwer dies allerdings ist und wird, zeigen ja auch die Beispiele Schalke, HSV, Hertha und teils auch Bremen. Alles Clubs, die wie wir gedanklich der Bundesliga zugeordnet werden.
Fritz Walter sagte mal sinngemäß, wenn der FCK einmal aus der Bundesliga ansteigt, kehrt er nicht mehr zurück. Ich hoffe, er hatte Unrecht.
Es ist jedoch kein Naturgesetz, dass wir im Oberhaus spielen. Auch wenn manche das nicht verstehen (wollen).
05.06.2023 - 12:40 Uhr
Wir haben doch inzwischen genauso Investoren, die regionalen und (zum kleinen Teil) die chinesisch-amerikanische Unternehmensgruppe (Name ist mir entfallen). Der Unterschied zu uns ist dass wir bisher keine großen Gelder gesehen haben die uns im Wettbewerb befähigt hätten im Verhältnis zu anderen. Werden wir vermutlich auch nicht, denn dazu sind die regionalen zu finanzschwach und die anderen anscheinend zu desinteressiert. Höchstens wird da mal für ein bisschen Kleingeld ein Spieler gekauft wie Boyd. Auf eine Stufe mit RB, Hoffenheim und Wolfsburg mit groß angelegter jahrelanger Unterstützung, die die Vereine deutlich über ihr normales finanzielles Niveau heben, kann man uns trotz den Investoren aber nicht stellen, so etwas gab es bei uns nie und wird es mindestens auf absehbare Zeit auch nicht geben.
07.06.2023 - 00:24 Uhr
Osawe hat es auf 2.Tore und 1.Vorlage geschafft in der Rückrunde für Erfurt unser ehemaliger Jugendspieler Artur Mergel hat es über die gesamte Runde auf 13.Tore und 12.Vorlagen gebracht für Erfurt.
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